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    Standard Natur in der Zukunft?

    Hallo liebe Leser/innen und Leser

    Ich habe da mal ein paar Gedanken bezüglich zukünftiger Naturgebiete..

    Auf modernen Architektenentwürfen sehe ich futuristisch anmutende, aalglatte Betonfassaden, Glasfronten, mit ein paar (genetisch?) perfekten Eichen, die auch nur genau so wachsen, wie es hübsch, adrett in die rundgelutschte Umgebung passt. Monokulturheckchen, die schuhkartonhoch sind und komischer Weise IMMER rechtwinklig, fast hygienisch akurat ihre GRÜNANLAGEN-Rolle übernehmen
    Das wars..


    Mehr geht nicht. Dann ist die Krönung, wenn noch RASEN angelegt wird, der dann steril, teppichgleich, wöchentlich in eine homogene Masse geplättet wird, der dann im Sommer auch so schön gelblich (passend zum Sonnenlicht) austrocknet. Weil.. Ja, weil? Warum eigentlich?

    Im Herbst geht es weiter, nachdem Sträucher IN der Brutzeit mit ohrenbetäubendem Lärm auseinandergerupft wurden und vor ALLEM KEINERLEI FREI wachsende Pflanzen DAZWISCHEN sich mogeln dürfen - es könnte ja sein, dass Jungvögel SCHUTZ darin finden würden und Nahrung? Aber, wer will schon Vögeln und andere Tiere
    Jetzt geht die Laubmanie los. Tonnenweise wird das trockene Zeug, mit Kunststoffabfall und dazwischen geratenen Bierdosen, großflächig weggeschafft und dann? Verbrannt? Oder ist das die billige Blumenerde, die man dann in den Metro-Märkten kaufen kann? Wen interessiert schon, dass diese Blumenerde stinkt? Hauptsache, da steht Erde drauf


    Wozu auch Laub? Laub könnte ja dafür sorgen, dass Tiere natürlichen Wärmeschutz gebrauchen würden. Wozu Wärme für die Tiere und die letzten Pflanzen, die sich zwischen das wärmende Laub, als Nahrung, noch im Herbst und Winter bilden? Ich kann ja na Aldi gehen und mir die Tiefkühlpizza da reinziehen. Was innteressiert mich die Natur? Vor meiner Haustür?

    Alles kaputtgeordnet? Nein, im Winter geht es weiter.
    Großflächig verteilte Salzlaken, geben der Natur dort keine Ruhe. Amseln, die ihre Nahrung im Morgengrauen und in der Abenddämmerung suchen, haben sich sicherlich schon an die salzigen Würmer gewöhnt Wer braucht schon Amseln?


    Also, wichtig ist: Es muss LAUT sein, zerstörerisch und neurotisch kaputtordnend, DANN ist es super. Wer braucht schon Igel, Vögel, eine intakte, ökologische Lebensgrundlage?

    Werden wir uns in Zukunft Natur gar nicht mehr leisten? Sind es dann geschlossenen Reservate und der Rest sieht aus, wie in einer sterilen, naturbefreiten Computeranimation?
    Ist dieses Kaputtordnen eine Restneurose aus dem faschistischen Deutschland? So nach dem Motto: Sauberkeit, Ordnung (also das neurotische Chaos) und?
    Wenn alles in ein neurotisch, steriles Chaos verwandelt wird (wer hat eigentlich gesagt, das sei ORDNUNG?), dann? Dann?


    Dann ist alles kaputt.
    Die Gärten, oder das, was man so nennt, werden leerer und leerer werden.

    Wollen wir so leben?

    Ich meine, ihr könnt das ja. Ich wollte nur Fragen, ob ihr das ganz bewusst so WOLLT. Oder, ob euch das egal ist? Man kann das ja mal ausprobieren, so fast ohne freilebende Tiere zu leben. Wie das wohl wäre?

    Also, ich bin jemand, der Tiere GANZ wichtig findet. Sie leben uns VIELES vor, was wir von ihnen lernen können. U. deshalb - nicht nur, weil man sie lieb haben kann, faszinierend finden, etc. - finde ich sie komplementär und essentiell für unsere Persönlichkeitsentwicklung, wenn man ihnen nicht nahezu ALLE Neurosen vererbt und sie ein Stück weit so sein lässt, wie sie sind.
    Also, ICH sehe keinen Naturschutz. Die faschistische ORDNUNG!!!, hat sich kaum entwickelt. Jetzt im Moment ist es zumindest hier sehr hipp, seine 'Gärten' NOCH steriler zu gestalten. Minimalistische Steinhaufen, mit EINER KLEINEN Pflanze. Der Rest MUSS absolut FREI sein, von jeglichem freien Gewächsen. MUSS! Das ist hipp. ICH schaffe mir mein steriles, kleines Heimchen.. ICH bin der König über die Naturgewalten:irre: Ja, fragt ihr euch nie, wie lange noch?


    Aber..man merkt es dann, wenn es irgendwann ZU weht tut*aua! Ich möchte nicht, dass es ZU weh tut. Könnt ihr euch nicht ein bisschen mit eurer Persönlichkeitsentwicklung beeilen?


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    Geändert von sinus (31.10.2009 um 19:22 Uhr)

  2. #2
    weniger aktives Forenmitglied Avatar von Beverly
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    Standard Natur in der Zukunft

    Für die Natur wäre es das Beste, wenn ein Großteil der Menschen auf den Mond und Mars übersiedelt und da neue Lebensräume erschließt, anstatt die Erde immer weiter auszuplündern und hier die Natur zu zerstören.
    Gegner jeder Raumfahrt helfen IMHO unwissentlich oder wissentlich mit, auf der Erde das größte Artensterben seit dem Perm vor 250 Millionen Jahren zu organisieren.
    Damals kippten die Meere um, aus Salzseen entwichen Halogenkohlenwasserstoffe in die Atmosphäre und ein Großteil des Landes wurde zur Wüste. Das alles geschah ohne menschliches Zutun nur durch Naturprozesse. Intelligenz, die diesen Namen verdient, sollte so etwas eigentlich verhindern und nicht erneut verursachen

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  3. #3
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    Hi ;-)

    Ja, gut, das hast Du natürlich Recht: Die Natur war nicht nur und erst durch 'uns' degeneriert.

    Ob ich Raumfahrt gut oder weniger gut finde, weiß ich eigentlich gar nicht so.. Ich denke, es ist natürliche Neugierde*s

    Wir könnten ja mal die VERURSACHER von Natur-Lebens-Schäden auf den Mond verbannen, damit sie sehen, wie es sich so lebt, ohne Bäume, Tiere, etc. Viell.mögen die das ja. Die dürfen dann auswandern. Ohne Rückfahrschein

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  4. #4
    Moo Stammuser Avatar von Spökes
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    Zitat Zitat von sinus Beitrag anzeigen
    Hallo liebe Leser/innen und Leser

    Ich habe da mal ein paar Gedanken bezüglich zukünftiger Naturgebiete..

    Auf modernen Architektenentwürfen sehe ich futuristisch anmutende, aalglatte Betonfassaden, Glasfronten, mit ein paar (genetisch?) perfekten Eichen, die auch nur genau so wachsen, wie es hübsch, adrett in die rundgelutschte Umgebung passt. Monokulturheckchen, die schuhkartonhoch sind und komischer Weise IMMER rechtwinklig, fast hygienisch akurat ihre GRÜNANLAGEN Rolle übernehmen
    Das wars..
    Das findet sich sicherlich in heutigen Reisbrettsiedlungen mit hoher Siedlungsdichte mangels Raum. Dieser knappe Raum bringt natürlich Freizeitvorteile und sind ob der intensiven Nutzung als Tierrefugium schlecht geeignet.

    Mehr geht nicht. Dann ist die Krönung, wenn noch RASEN angelegt wird, der dann steril, teppichgleich, wöchentlich in eine homogene Masse geplättet wird, der dann im Sommer auch so schön gelblich (passend zum Sonnenlicht) austrocknet. Weil.. Ja, weil? Warum eigentlich?
    Tja, im Hochsommer ist das mit der Wasserversorgung nicht einfach. Die für die Pflanzen erreichbare Vorräte sind aufgebraucht und es kommt kein Regen. Schau in einem meiner Mai/Juni-Beiträge. Da machte ich ein wenig Vodoo, damit es Regnet. Die meisten Pflanzen können damit umgehen und sind regelrecht drauf eingestellt.

    Im Herbst geht es weiter, nachdem Sträucher IN der Brutzeit mit ohrenbetäubendem Lärm auseinandergerupft wurden und vor ALLEM KEINERLEI FREI wachsende Pflanzen DAZWISCHEN sich mogeln dürfen - es könnte ja sein, dass Jungvögel SCHUTZ darin finden würden und Nahrung? Aber, wer will schon Vögeln und andere Tiere

    Also, wir haben Herbst und keine Brutzeit. Bei uns ist zwischen dem 1.3 und dem 30.9. kein Rückschnitt von Gehölz zulässig, Formschnitt schon.

    Jetzt geht die Laubmanie los. Tonnenweise wird das trockene Zeug, mit Kunststoffabfall und dazwischen geratenen Bierdosen, großflächig weggeschafft und dann? Verbrannt? Oder ist das die billige Blumenerde, die man dann in den Metro-Märkten kaufen kann? Wen interessiert schon, dass diese Blumenerde stinkt? Hauptsache, da steht Erde drauf
    Sorry, Kompost stinkt nicht, der richt, natürlich auch nach unterschiedlichen Zusammensetzungen. Nichts geht drüber, wenn Du ihn dir selber zubereitest. Bei mir sind das überschläglich 4 T/a. Die Katzen haben da einen Spaß mit den Mäusen, dass glaubst Du nicht. Gut, mein Jagdhund dann widerum an den Katzen. Der Rohstoff deines Kompost ist allerdings sicherlich ziemlich sortenrein, also ohne die erwähnten Beimengungen.

    [quote]
    Wozu auch Laub? Laub könnte ja dafür sorgen, dass Tiere natürlichen Wärmeschutz gebrauchen würden. Wozu Wärme für die Tiere und die letzten Pflanzen, die sich zwischen das wärmende Laub, als Nahrung, noch im Herbst und Winter bilden? Ich kann ja na Aldi gehen und mir die Tiefkühlpizza da reinziehen. Was innteressiert mich die Natur? Vor meiner Haustür?]
    Aus praktischer Erfahrung ist bekannt, dass dies auch etwas mit der Verkehrssicherungspflicht zu tun hat unter Berücksichtigung starker Winde. Also meine Blätter verarbeite ich selber.

    Alles kaputtgeordnet? Nein, im Winter geht es weiter.
    Großflächig verteilte Salzlaken, geben der Natur dort keine Ruhe. Amseln, die ihre Nahrung im Morgengrauen und in der Abenddämmerung suchen, haben sich sicherlich schon an die salzigen Würmen gewöhnt Wer braucht schon Amseln?
    Mag kein zum Hierbleiben verleiteter Vogel den Winter in Eisesstarre beenden.

    Also, wichtig ist: Es muss LAUT sein, zerstörerisch und neurotisch kaputtordnend, DANN ist es super. Wer braucht schon Igel, Vögel, eine intakte, ökologische Lebensgrundlage?
    Jeder, die Wenigsten glauben es und noch weniger können sich vorstellen, wie ökologische Lebensgrundlagen überhaupt sein könnten.

    Werden wir uns in Zukunft Natur gar nicht mehr leisten? Sind es dann geschlossenen Reservate und der Rest sieht aus, wie in einer sterilen, naturbefreiten Computeranimation?
    Ist dieses Kaputtordnen eine Restneurose aus dem faschistischen Deutschland? So nach dem Motto: Sauberkeit, Ordnung (also das neurotische Chaos) und?
    Wenn alles in ein neurotisch, steriles Chaos verwandelt wird (wer hat eigentlich gesagt, dass sei ORDNUNG?), dann? Dann?


    Dann ist alles kaputt.
    Die Gärten, oder das, was man so nennt, werden leerer und leerer werden.
    Da wird wohl noch viel mehr kaputt gehen, leider.

    Wollen wir so leben?

    Ich meine, ihr könnt das ja. Ich wollte nur Fragen, ob ihr das ganz bewusst so WOLLT. Oder, ob euch das egal ist? Man kann das ja mal ausprobieren, so fast ohne freilebende Tiere zu leben. Wie das wohl wäre?
    Muss nicht sein. Hab zuviel Spass mit dem Wild. Mein Hund zeigt mir so einiges davon. Noch ist reichlich da. Nagut, ich lebe hier in einem Naturpark, allerdings sehr stark von Siedlungsräumen eingefasst.
    Also, ich bin jemand, der Tiere GANZ wichtig findet. Sie leben uns VIELES vor, was wir von ihnen lernen können. U. deshalb - nicht nur, weil man sie lieb haben kann, faszinierend finden, etc. - finde ich sie komplementär und essentiell für unsere Persönlichkeitsentwicklung, wenn man ihnen nicht nahezu ALLE Neurosen vererbt und sie ein Stück weit so sein lässt, wie sie sind.
    Also, ICH sehe keinen Naturschutz. Die faschistische ORDNUNG!!!, hat sich kaum entwickelt. Jetzt im Moment ist es zumindest hier sehr hipp, seine 'Gärten' NOCH steriler zu gestalten. Minimalistische Steinhaufen, mit EINER KLEINEN Pflanze. Der Rest MUSS absolut FREI sein, von jeglichem freien Gewächsen. MUSS! Das ist hipp. ICH schaffe mir mein steriles, kleines Heimchen.. ICH bin der König über die Naturgewalten:irre: Ja, fragt ihr euch nie, wie lange noch?
    Vom Garten sollten wir erst ab einer bestimmten Größe sprechen. Dieses Sterile findest Du eher in etwas wie "Höfe". Nun kenne ich eine Menge Gärten und am durchgeknalltesten sind die, bei denen Mutti einmal in der Woche mit vier neuen Pflanzenkreationen ankommt. Was stehen dort oft edle Pflanzen, die sich alle nicht entwickeln können. Schade drum.

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  5. #5
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    Zitat Zitat von sinus Beitrag anzeigen
    Wir könnten ja mal die VERURSACHER von Natur-Lebens-Schäden auf den Mond verbannen, damit sie sehen, wie es sich so lebt, ohne Bäume, Tiere, etc. Viell.mögen die das ja. Die dürfen dann auswandern. Ohne Rückfahrschein
    Die Verursacher von diesen Schäden sehen das Ganze nicht. Sie sehen den Teilbereich, in dem sie verdienen und das es fast überall so ist, interessiert die nicht. Da wird noch ein Stadtrat geschmiert, damit man im Naturschutzgebiet was bauen kann und da wird die Mafia geschmiert, damit der Atommüll in Russland auf einem Parkplatz steht - Hauptsache man ist den Mist kostengünstig losgeworden. Da werden Gutachten gefälscht, damit man in Gorleben Atommüll einlagern kann. Die Bewohner sind egal, Hauptsache man hat mit Schmiergeld was gespart. Schmiergeld ist günstiger.

    Und die, die schmieren oder sich schmieren lassen gehen straffrei aus, so wie Ex-Kanzler Kohl.

    Wenn der Mensch dann alle Tiere und Pflanzen vernichtet hat, dann entsteht bestimmt eine neue Lebensform. Vielleicht ist die ja intelligenter wie der Mensch, der sich für die Krone der Schöpfung hält.

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  6. #6
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    Wie ICH mir und einige andere einen ökologischen Garten vorstellen

    Die 12 Gartengebote;-)

    1. Er wird langfristig geplant. Es werden keine BÄUME angepflanzt, die mit SICHERHEIT irgendwann zu GROSS werden KÖNNTEN, um DANN Wieder herausgerissen werden zu müssen, weil sie STÖREN könnten. Es wird das dort angepflanzt, an Sträuchern und Bäumen, wo sie auch ihr Leben lang, gut geschützt, wachsen dürfen;-)
    2. WELCHE Pflanzen, Bäume, Sträucher sind EINHEIMISCH nützliche Pflanzen? Dornengewächse sind für die Vögel hilfreich, die sich ja vor den Katzen schützen müssen ;-) Welche Beerengewächse gibt es und bieten den Tieren Nahrung für den Herbst und Winter?

    3. Welche Pflanzen möchte ICH und wie kann man das mit dem ökologisch Nützlichen verbinden?

    4. Rasen gibt es nicht. Ich baue Holzbohlenwege, mit Holzterrasse. Am Holzweg finden die Pflanzen Schutz und UNTER den Holzwegen können sich andere Tiere geschützt und wärmefördernd aufhalten.
    Man zertrampelt keinen Boden, noch drücken schwere Platten den Boden platt

    5. Hügelbeete mit Mischkulturen werden nachhaltig angelegt, so dass sie jahrelang halten.
    6. Beschnitten, aus neurotischem sog. Ordnungs- und Kunstverständnis, wird KAUM etwas. Bäume werden nicht erzogen. Die Natur braucht nicht MEINE Vorstellung aufgedrückt. Ich habe mehr davon, wachsen und zu lassen:-)

    7. Unkräuter gibt es nicht. Kräuter zeigen an. Zeigen Bodenqualität und Zustand an. Es geht in Richtung Entwicklung: Also die Steinzeitkeule 'Haudrauf und kaputt is', wird ins Museum geparkt und es geht wieder kreativer und konstruktiver:
    Gesunder Boden, gesunde Pflanzen, gute Standorte und nichts erzwingen. Was falsch gepflanzt ist, wächst auch nicht;-)

    8. Industriechemie ist absolut unnötig und wird nicht angewandt.
    Intelligenz und Kreativität ist gefragt und kein steinzeitliches, kurzsichtiges 'Haudrauf!'.

    9. Rückschnitte, nur, wenn NÖTIG und NUR im Sommer! Im Sommer, wenn es nicht zu heiß ist, kann die Pflanze sich am besten erholen und schnell nachwachsen. Die Tiere sind auf den SChutz der Pflanze nicht so angewiesen, wie im Herbst und kalten Winter und vor allem im kargen Frühjar, wo es zu einer 'natürlichen' Fastenzeit kommt.
    Rückschnitte nur mit Gefühl, genauem Hinschauen und Rücksicht auf die dort lebenden Tiere. Wenn da grad ein Nest ist, kann der Strauch auch mal wachsen. Wenn ein Igel dort wohnt, kann man die Motorsäge auch mal anders einsetzen, um ihn tagsüber nicht durch Lärm zu stören, etc.

    10. Neben dem Gemüse gibt es viele, gute Blütenpflanzen. Nackten Boden gibt es gar nicht. Vor allem nicht im Herbst und Winter. Im Sommer nicht, damit der Boden nicht austrocknet und im Winter nicht, damit der Boden nicht zu kalt wird, oder sogar zufriert;-) Kleinstlebewesen brauchen WASSER, Feuchtigkeit und WÄRME, keinen vertrockneten und durchgefrorenen Rasen;-)
    Laub ist WICHTIG, um Igeln einen Schlafplatz zu bieten, damit sich im Laub Insekten ansiedeln, die wiederum andere Tiere als Nahrung brauche, etc.etc.

    11. In JEDEM Garten gäbe es eine geachtete Intimzone Dort wird NICHTS gemacht, außer es ist eine absolute Notlage. Es wird nichts genommen, nichts geschnitten, nicht manipuliert, herausgezerrt, aufgezwungen, sondern GELASSEN. Dort haben dann die, die zuerst hier waren, ihren RAUM!
    12. Eine Wasserstelle! mit Flachzone, damit Tiere nicht ertrinken können und trotzdem Wasser trinken, baden, etc.

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    Geändert von sinus (13.11.2009 um 20:15 Uhr)

  7. #7
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    Hecken im direkten Umfeld des Menschen werden in der Regel nicht als Tierrefugium angelegt sondern als Sicht- und Lärmschutz sowie Windbruch. Um in all diesen Punkten ein Optimum zu erreichen ist ein regelmäßiger Formschnitt leider unabdingbar.

    Wegeflächen bestehen bei mir aus Rasen, was auch so bleiben wird. Warum? Sollte sich einmal die Versorgungslage wie von mir vermutet radikal verschlechtern kann ich diese für die Heuproduktion verwenden und das entsprechende noch einzustallende Vieh über den Winter bringen.

    Was ganz klar nicht in einen Garten passt sind Wallnüsse sowie Eßkastanien. Ansonsten pflanzt man in erster Linie für den Menschen verwertbare Fruchtgehölze. Da haben auch alle lieben Tierchen ihr Vergnügen dran. Schon alleine dieses immense Blütenmeer im Frühjahr, wow!

    Nakte Böden sollte es nur temporär geben, z. B. zu Zeiten, in denen sich Schnecken sehr wohl fühlen. Flächen, die bis zur nächsten Saison nicht mehr benötigt werden bestellt man am besten mit Gelbsenf.

    Meine Äußerungen basieren immer auf der Dimension eines Selbstversorgergartens, also kein Vergleich zu den sterilen Ziergärten. Da gibt es dann auch keine "interessierten" Frauen mehr für da "zuviel Arbeit".

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  8. #8
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    Hallo Spökes. Unsere Erfahrungen sind wohl sehr unterschiedlich.

    Ich würde mir so WENIG Arbeit wie möglich machen und so viel LASSEN, wie eben geht. Eben bei der ERSTELLUNG des Gartens schon sehr weit denken und nicht nur bis zum nächsten Jahr. Kahle Erde halte ich überhaupt nicht für sinnvoll. Auch nicht für Schneckenschutz. Es ist wieder diese DAGEGEN-Haltung, die man in der Natur gar nicht braucht. Es kostet nur Kraft und wie viele sagen und auch Du sagst, ARBEIT

    Rasen würde ich auch nie zum Heuen nutzen. Das ist VIEL zu karg für die Tiere. Gutes Heu enthält Samen und unterschiedlichste Kräuter.
    Die wachsen aber erst, wenn man sich mehr mit der Natur verbindet.. Also Dinge auch mal stehen lässt und wachsen lässt.. oder findest Du nicht?*g

    Am Rand würde ich eh immer alles stehen lassen, da darf dann wachsen, was will. Schließlich lieben Mäuschen hohes Gras, Grassamen und Kräuter. Und hohes Gras ist Windschutz, das ist auch gut.
    Ich würde 2 mal im Jahr Heuen. Nicht zu spät, damit der Boden noch hoch genug mit neuem Gras bedeckt werden kann. Damit der Boden nicht zu kalt wird und die Tiere Schutz finden. Wofür brauchst Du denn die Tiere? Zum Essen*g
    Na ja.. die mampfen halt viel Grün weg..Das ist schon ein Problem*g

    Natürlich würde ich auch LENKEND eingreifen, steuern, stützen. Aber nie in dieser ALTEN Manier, des Dagegens, Selektierens (das darf leben, das nicht, etc., was nur mehr durcheinanderbringt, als nützt und nur verschleißt, weil es DAGEGENaufwand braucht und das nennt man dann Arbeit )
    Ich würde mich vor allem an der VIELfalt, an dem SPÜRBAREN Wohlfühlen der Umgebung freuen. Mich mitten reinsetzen und einfach nur atmen;-)

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  9. #9
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    Hallo Sinnus.

    Ich würde mir so WENIG Arbeit wie möglich machen und so viel LASSEN, wie eben geht. Eben bei der ERSTELLUNG des Gartens schon sehr weit denken und nicht nur bis zum nächsten Jahr. Kahle Erde halte ich überhaupt nicht für sinnvoll. Auch nicht für Schneckenschutz. Es ist wieder diese DAGEGEN-Haltung, die man in der Natur gar nicht braucht. Es kostet nur Kraft und wie viele sagen und auch Du sagst, ARBEIT
    Das mit dem kahlen Boden findet sich auch nur vor dem Setzen, während dem Anwachsen und nach der Ernte. Die Vielfalt der Kräuter in meinem Garten läßt nichts anderes zu, wenn ich nicht ein Abwürgen der Kulturpflanzen in Kauf nehmen will.

    Abgesehen davon ziehen die umgebrochenen Flächen immer unmengen Vögel an.

    Rasen würde ich auch nie zum Heuen nutzen. Das ist VIEL zu karg für die Tiere. Gutes Heu enthält Samen und unterschiedlichste Kräuter.
    Die wachsen aber erst, wenn man sich mehr mit der Natur verbindet.. Also Dinge auch mal stehen lässt und wachsen lässt.. oder findest Du nicht?*g
    Mein Rasen besteht aus Wiese. Solange ich sie kurz halte, nenne ich sie Rasen. Die allgemeine Pflanzenvielfalt in meinem Garten ist schon beachtlich, ebenso die Tierwelt.

    Am Rand würde ich eh immer alles stehen lassen, da darf dann wachsen, was will. Schließlich lieben Mäuschen hohes Gras, Grassamen und Kräuter. Und hohes Gras ist Windschutz, das ist auch gut.
    Ich würde 2 mal im Jahr Heuen. Nicht zu spät, damit der Boden noch hoch genug mit neuem Gras bedeckt werden kann. Damit der Boden nicht zu kalt wird und die Tiere Schutz finden. Wofür brauchst Du denn die Tiere? Zum Essen*g
    Na ja.. die mampfen halt viel Grün weg..Das ist schon ein Problem*g
    Ja, Tier die ich mit Heu versorgen würde bräuchte ich, bei Verschärfung der Situation, bei der vorhandenen Fläche als Teil meiner Ernährungsgrundlage.

    Natürlich würde ich auch LENKEND eingreifen, steuern, stützen. Aber nie in dieser ALTEN Manier, des Dagegens, Selektierens (das darf leben, das nicht, etc., was nur mehr durcheinanderbringt, als nützt und nur verschleißt, weil es DAGEGENaufwand braucht und das nennt man dann Arbeit )
    Ich würde mich vor allem an der VIELfalt, an dem SPÜRBAREN Wohlfühlen der Umgebung freuen. Mich mitten reinsetzen und einfach nur atmen;-)
    Ja, und dieses Wohlfühlen ob der riesen Vielfalt in Kombination mit dem Bewußtsein, sich daraus auch noch physisch am Leben zu erhalten gibt den doppelten "Kick". Man become free.

    Zugegeben, die abschreckende Arbeit ergibt sich nicht unbedingt im Garten selber. Sehr zeitaufwendig ist die Verarbeitung der Ernte.

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    Geändert von Spökes (01.11.2009 um 19:42 Uhr)

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    Hi Spökes;-) was sind umgebrochene Stellen? Du gräbst um?

    Ja, die Verarbeitung. Du meinst das LAGERN? Also Einmachen? Also Nüsse, kann man BESTIMMT gut in die Erde graben, wie so manches andere auch*g Äpfel kann man gut lagern. Kartoffeln auch und machen satt. Zwiebeln ebenso. Kräuter werden einfach getrocknet. Obwohl das Sammeln etwas aufwändiger ist. Wurzeln können in Sand gesteckt gelagert werden. Dann noch Kekse (im Winter mit Gewürzen). Die halten auch lange. SAFT wäre aufwändiger.. Das stimmt.Aber darauf würde ich dann verzichten. Was noch? Brühe kann man selbst machen - wird ja durch das Salz auch haltbar. Das würde mir dann schon reichen.

    VIEL Arbeit ist das dann nicht;-) Die ganzen Sachen, BIS auf die Kräuter, sind sehr einfach zu sammeln und man braucht sie nicht extra bearbeiten. Öl würde ich dann dazukaufen, wie eben die Kekse. Brot bräuchte ich nicht;-)

    Das ist das, wovon ich mich so ernähre*g Mehr brauche ich nicht*g Wenn man natürlich Erdbeeren im Winter haben will, Pflaumen, etc., muss man Einkochen
    Ok, die Beikräuter. Ich tüddel hier an meinen Sachen täglich herum und die paar Beikräuter machen nix. .. Ich gebe ständig Kompost hinzu, frisch. Also Obstschalen, Kartoffelschalen, etc. und im Winter, wenn es nicht dicht genug ist, gebe ich noch Heu dazwischen. Man kann auch Stroh nehmen. Das hält die Pflanzen warm, bietet Schutz und düngt.
    Ja, das fällt mir so dazu ein

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