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    Stammuser Avatar von Mino

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    Zitat Zitat von imho Beitrag anzeigen
    Was Du beschreibst, ist eine Protestwahl, von Wählern, die sich im Grunde sicher fühlen. Da wünscht man sich Veränderung und ist bereit, dafür Risiken einzugehen. Das ist eine optimale Grundlage für eine neue, noch unbelastete Partei.

    Ganz anders sieht es aus, wenn die Situation als unsicher und beängstigend erlebt wird. Da wird das Bewährte gewählt, auch wenn man mit vielem nicht einverstanden ist. Da wird gerne mal nach einem "starken Mann" gerufen und auf Bürgerrechte verzichtet. Öffentlich ausgetragenes Ringen um den Kurs einer Partei und um Personalfragen ist dann verpönt.

    Merkel konnte nichts besseres passieren als das Auftreten dieser AfD, weil die AfD Angst geschürt hat.



    Die SPD hat doch ihre Konzepte umgesetzt. Trotzdem hat sie verloren. Ich denke, dass unser Wahlverhalten mindestens so stark von Emotionen bestimmt wird wie vom Verstand. Schröder hatte nie den Ruf besonders sozial zu sein. Aber er stand für ein moderneres Deutschland, während Kohl schon leicht müffelte. Damals war die Angst schwächer als der Wunsch nach mehr Modernität. Schröder umgab sich anfangs gerne mit Kulturschaffenden und zeigte so auch den politisch Desinteressierten, wie weit es ein Aufsteiger bringen kann. Mit Schröder wird zwar immer Hartz IV verbunden bleiben, aber entscheidende Veränderungen daran setzte die CDU mit ihrer Bundesratsmehrheit durch. Für mich ist mit Schröder viel mehr ein kultureller Wandel verbunden. Kohl musste, wenn auch zuletzt nur noch halbherzig, seine Geliebte verstecken. Schröder ließ sich einfach scheiden. Politiker vollzogen das nach, was in der Gesellschaft längst Usus war.

    Mit Merkel ging es zwar wieder in die andere Richtung, aber es geht nie einfach wieder zurück.

    Jetzt bräuchten wir wieder Modernisierer. Da sehe ich zur Zeit zwar niemanden, aber das ist dann die Zeit für den Nachwuchs. Weder Schröder noch Merkel hätte man anfangs eine Spitzenposition zugetraut. Die Schwierigkeiten bei der Findung einer neuen Regierung machen mich optimistisch, dass wir neue, noch nicht ausgelatschte Wege gehen werden.
    Diese "Modernisierer" wird es unter den herrschenden Rahmenbedingungen selbstverständlich nicht geben, die Politik die unser aller Leben vollkommen durchreguliert findet auf ganz anderer Ebene statt und wird von den sogenannten Politikern nur nach außen dargestellt und repräsentiert, und selbst das nur zu winzigen Teilen. Hierfür braucht es keine "Führungspersönlichkeiten" da diese Rolle im Endeffekt jeder dieser Halbintellektuellen spielen kann bei denen es für einen richtigen Job nicht gereicht hat.

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  2. #62
    Avatar von Eisbaerin

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    Zitat Zitat von Christ 32 Beitrag anzeigen
    diese Praxis untergräbt den Asylgedanken und führt ihn ad absurdum, wozu haben wir Asylgesetze wenn im Zweifelsfall dann doch jeder ein Bleiberecht einklagen kann.
    Sowas führt zu Frustration und Unfrieden unter der Bevölkerung und führt zu einer Verschärfung des Problems der Glaubwürdigkeit wenn auf der einen Seite an Hartz4 und gleichzeitig an einer starken Migration festgehalten wird. Nüchtern betrachtet führt das ebenso dazu das Solidarprinzip auszuhöhlen, wenn der 55 jährige Arbeitslose der sein Leben lang in die Sozialkassen eingezahlt hat nach 1 Jahr auf der gleichen Stufe steht wie ein mutmaßlicher Flüchtling der gerade ohne Pass illegal eingereist ist.

    wie gesagt, ich halte den Familiennachzug und generell jede Debatte zum Asylrecht für die SPD mit ihrer Haltung für toxisch
    dafür ein töpfchen

    vor allem sind kriegsflüchtlinge keine asylanten, sowie wirtschaftsflüchtlinge wieder eine ganz andere kategorie sind. alles in einen topf zu werfen und alle gleich zu behandeln wird zum absoluten chaos incl heftigem unmut der "hier schon länger lebenden" führen

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