+ Antworten
Ergebnis 1 bis 10 von 10
  1. #1
    Bürgerrechtler >&´(
    Frosch hat diesen Thread gestartet
    Avatar von Frosch
    Nonkonformist...
     


    Registriert
    01.04.2015
    Zuletzt online
    Heute um 01:16
    Beiträge
    7.933
    Themen
    13

    Erhalten
    5.470 Tops
    Vergeben
    8.455 Tops
    Erwähnungen
    109 Post(s)
    Zitate
    6749 Post(s)

    Standard Der Hochmut der "Vernünftigen"

    Den Marsch durch die Institutionen haben sie längst absolviert, die Parteienlandschaft auf ihre Linie eingeschworen und jeden Widerstand im Keim erstickt. Die linksliberalen Umvolker, Globalisierungsgewinnler, moralisierenden Genderverrückten und Islamisierer. Und es lief auch alles wie geschmiert, bis sie irgendwann den Bogen überspannten...

    Eine lesenswerte Selbstreflektion eines bekennenden Gutmenschen im Berliner "Tagesspiegel"...:

    "Political Correctness
    Der Hochmut der Vernünftigen


    Offene Gesellschaften kann man auch zu Tode verteidigen: Wer in der Krise das Tempo des liberalen Kulturkampfes steigert, stärkt vor allem die Gegenkräfte.

    Ein Essay von Hans Monath

    "....In einem anderen Imperium, nämlich in den USA, diskutieren liberale Meinungsführer seit der Präsidentenwahl, ob ihre eigene Selbstgerechtigkeit und ihre Blindheit für die Nöte der Trump- Wähler dessen Erfolg erst möglich gemacht haben. Wer die Debatte verfolgt, könnte auf die Idee kommen, dass eine Art moralischer „imperial overstretch“ vorlag: Die liberalen Kräfte wollten überall zugleich auf dem Globus des Fortschritts präsent sein, zu viel Ziele zu schnell erreichen, ohne aber über die Mittel zu verfügen, überraschende Attacken zurückzuschlagen.

    Das Phänomen „imperial overstretch“ ist nicht auf die USA beschränkt. Denn niemand wird eine Gesellschaft voranbringen, der für die Brüche des Fortschritts kein Verständnis hat. Auch die Durchsetzung von Rechten und die Beendigung von Diskriminierung, auch Emanzipationsgewinne produzieren Verlierer – zumindest gefühlte Verlierer, die gewaltige politische Kraft entwickeln können..."

    "...Überall dort, wo das Flüchtlingsthema die Debatte dominierte und die Sozialdemokraten sich mit ihrem humanitär-progressiven Kurs durchsetzten statt Kompromisse zur Begrenzung von Zuwanderung zu schmieden, verloren sie mittelfristig die Mehrheitsfähigkeit. Jene sozialdemokratischen Wähler eher autoritärer Prägung, die sich nicht mehr vertreten sahen, suchten sich andere Repräsentanten..."

    "...Die Klügeren unter den Atheisten bestreiten zwar die Existenz Gottes, akzeptieren aber Religion als soziale Tatsache. Ähnlich sollten die Klügeren unter den Verteidigern des Fortschritts sich verhalten: Sie können mehr erreichen, wenn sie die Ablehnung der kulturellen Moderne als Tatsache akzeptieren und deshalb viel genauer auf die Wirkung der eigenen Überzeugungsversuche schauen können. Wer aber ein Monopol der eigenen Urteile im öffentlichen Diskurs durchsetzen will und damit den Eindruck von Indoktrination erweckt, macht die Gegenkräfte stark.

    Der Rassismus-Vorwurf ist schnell zur Hand

    Im deutschen Flüchtlingsdiskurs ist ein seltsames Phänomen zu beobachten. Ausgerechnet viele derjenigen Geister, die für ein kulturell vielfältiges, uneinheitliches Deutschland streiten, akzeptieren jenseits der eigenen Meinung kaum mehr etwas und hantieren schnell mit dem Rassismus-Vorwurf, wenn ein anderer nur auf die beschränkten Möglichkeiten der Flüchtlingsaufnahme hinweist..."

    "...Wenn der Eindruck entsteht, die kulturellen Codes einer liberalen Elite sollten ohne Rücksicht durchgesetzt werden, wird das keine guten Folgen haben. Gegen wenig sind Menschen so allergisch wie gegen Bevormundung..."

    "Der Politikwissenschaftler Wolfgang Merkel vom Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung, der rechtspopulistischer Sympathien unverdächtig ist, warnt dringend vor der kulturellen Hybris der Linken: Ein „kosmopolitischer Geist mit überschießender Moralität“, so hat er kürzlich argumentiert, wirke wie ein Wachstumstreiber für den Rechtspopulismus. Zumindest dann, wenn „die Medien, die Fortschrittlichen, die besser Gestellten und der ,Chorus der Vernünftigen‘“ sich damit zufrieden geben, die eigenen Interessen und die eigene kulturelle Moderne zu verteidigen, „die da unten“ nicht mehr verstehen und Verstöße gegen die liberalen Normen mit dem Ausschluss aus dem offiziösen Diskurs beantworten..."

    "...Seitdem sich beispielsweise in der Gesellschaft nach langen Kämpfen die Einsicht durchgesetzt hat, dass die Diskriminierung sexueller Veranlagungen gegen den Gleichheitsgrundsatz verstößt, wurde die Strafe für homosexuelle Handlungen abgeschafft.
    Die Aktivisten der bunten Gesellschaft entdecken Jahrzehnte später aber ständig neue Ungerechtigkeiten, kämpfen etwa um ein uneingeschränktes Adoptionsrecht. Der Grünen-Abgeordnete Volker Beck klagt aktuell darüber, dass Lebenspartnerschaften den Ehen im Sprengstoffgesetz noch nicht gleichgestellt sind..."

    "...Was herauskommt, wenn selbsternannte Fortschrittskräfte die kulturelle Herrschaft übernehmen, lässt sich in Berlin im rot-rot-grünen Koalitionsvertrag studieren. „Gender Mainstreaming“ ist dort tatsächlich eine Vorgabe für die Verkehrspolitik. Über viele Seiten hinweg werden Instrumente ausgebreitet, mit denen die Lage von Lesben, Schwulen, Bi- und Transsexuellen, Transgender, Intersexuellen und Menschen, die sich als Queer verstehen, verbessert werden soll. Zusammengefasst sind die Gruppen im Koalitionsvertrag unter dem Kürzel „LSBTTIQ*“ (das Sternchen steht für alle weiteren, nicht explizit genannte Formen von Nicht-Heterosexualität, d. Red.).

    Auch wird vorgeschrieben, wie „Diversity- und Queerkompetenz“ in Verwaltung und Schulen durchgesetzt werden soll. Kurz: Es liest sich wie ein Katalog staatlicher Umerziehung und kultureller Hybris: Berlins Partnerstädte sollen kritisiert werden, wenn das wegen deren Verstößen gegen „LSBTTIQ*“-Normen nötig scheint..."

    "...Kein Zweifel: Der Kampf für Minderheitenrechte ist ein aufklärerischer Akt. Sofern er aber blind ist für seine Wirkung auf Gruppen von Menschen, die diesen Kampf kritisch sehen, und blind ist für soziale Unterschiede, kann er die Gegner der Aufklärung stärken. Darin liegt seine gefährliche Dialektik..."

    "...Wer als Scheinselbstständiger zwölf Stunden am Tag Amazon-Pakete ausfährt, wer das Geld für die Klassenfahrten seiner Kinder nicht aufbringen kann, auch wer ein gutes Einkommen hat, aber von Abstiegsängsten geplagt wird, empfindet die Emanzipationsideale der gut ausgebildeten, linksliberalen Eliten schnell als Kriegserklärung von oben. Das fühlten die Trump-Anhänger in den USA schon lange, bevor Hillary Clinton sie als „basket of deplorables“ („ein Korb voller Bedauernswerter“) verhöhnte..."

    "...Der Leiter der Heinrich-Böll-Stiftung in Washington, Bastian Hermisson, hat es auf dem Grünen-Parteitag kürzlich auf den Punkt gebracht. „Wir sollten uns an die eigene Nase fassen. Was moralisch richtig ist, wissen wir sowieso, und wir blicken mitleidig auf die anderen, die noch nicht soweit sind“, erklärte er in einer fulminanten Rede und warnte, das werde nicht reichen. Sein Rat war nicht Abgrenzung, sondern Öffnung: „Wir müssen mit Andersgesinnten Kontakt suchen. Ansonsten sind wir selbst Teil des Problems und nicht Teil der Lösung.“


    http://www.tagesspiegel.de/politik/p.../14961874.html

    ----------------------------------------------

    Soweit das Plädoyer des Autors, wenigstens zum Schein auf uns zuzugehen und nicht gleich alles zu verdammen, was nicht ins durchgeknallte Weltbild seiner politischen Klasse passt. Dabei übersieht er allerdings eins, das zweifelhafte Selbstreflektionsvermögen dieser seiner Klasse, welches so ausgeprägt ist wie zuletzt das der DDR-Nomenklatura. Man braucht sich also keine Hoffnung auf einen Politikwechsel zu machen, allenfalls wird man nicht mehr gleich als Nazi diffamiert, wenn man gegen Mackerkulturen und deren Steigbügelhalter anschreibt. >ß´)

    4 Nicht möglich! Sie müssen sich anmelden, um Beiträge zu bewerten.
    Geändert von Frosch (11.12.2016 um 23:28 Uhr)
    Nichts ist schwerer und erfordert mehr Charakter, als sich in offenem Gegensatz zu seiner Zeit zu befinden und zu sagen: Nein!

    Kurt Tucholsky


  2. #2
    Novize Premiumuser + Avatar von Rotschopf

    Registriert
    03.09.2015
    Zuletzt online
    22.01.2018 um 16:44
    Beiträge
    5.776
    Themen
    38

    Erhalten
    1.858 Tops
    Vergeben
    1.127 Tops
    Erwähnungen
    96 Post(s)
    Zitate
    5864 Post(s)

    Standard

    Die G schichte der 68er muss neu geschrieben werden, oder?
    Getze werden schon CSU-Mitlaeufer als Selbige verkauft, einfach so, kackfrech!

    1 Nicht möglich! Sie müssen sich anmelden, um Beiträge zu bewerten.
    Ich bin verantwortlich für das was ich schreibe, nicht für das was ihr darunter versteht/(verstehen wollt)!

  3. #3
    One-Post-Wonder Stammuser Avatar von Thanatos
    "Ich kam, ich sah, ich
    wusste nicht weiter..."
     


    Registriert
    02.07.2015
    Zuletzt online
    19.11.2017 um 02:46
    Beiträge
    294
    Themen
    3

    Erhalten
    81 Tops
    Vergeben
    24 Tops
    Erwähnungen
    5 Post(s)
    Zitate
    292 Post(s)

    Standard

    Zitat Zitat von Frosch
    seiner politischen Klasse
    Zitat Zitat von Frosch
    linksliberalen Umvolker, Globalisierungsgewinnler, moralisierenden Genderverrückten und Islamisierer
    "Vernünftigen"

    Wie so oft interessiert mich am meisten wen sprichst du denn an? Also wer ist denn gemeint? Und wer ist NICHT gemeint? Diese Aufteilung die hier (im forum) so oft aufkommt von "linksliberalen, grün versifften, gut menschen" ect. oder eben jenen die sich nicht als "nazis" beschimpfen lassen wollen (und sich gegen oben aufgeführte auslassen) will mir nicht in den Kopf.
    (Das Muslime und damit Migranten zu einem hohen Teil als Täter angesprochen werden ist mir bewusst)
    Diese Frage bezieht sich (syr dafür) weniger auf deinen Beitrag Frosch als Generell: die zwei seiten die sich auch gegenseitig so gerne profilieren und hitzig anfeinden, und die man (ob nun fälschlich oder nicht) als "Links" und "rechts" bezeichnet WER sind sie denn???
    Ich hoffe es kommt rüber was ich erfrage/meine.

    1 Nicht möglich! Sie müssen sich anmelden, um Beiträge zu bewerten.
    Zitat Zitat von Niccoló Machiavelli
    Ein Mensch, der eine bestimmte Art zu handeln gewohnt ist, ändert sich nie und muß, wenn die veränderten Zeitverhältnisse zu seinen Methoden nicht mehr passen, scheitern.
    Zitat Zitat von Niccoló Machiavelli
    Jemand, der es darauf anlegt, in allen Dingen moralisch gut zu handeln, muß unter einem Haufen, der sich daran nicht kehrt, zu Grunde gehen.

  4. #4
    Bürgerrechtler >&´(
    Frosch hat diesen Thread gestartet
    Avatar von Frosch
    Nonkonformist...
     


    Registriert
    01.04.2015
    Zuletzt online
    Heute um 01:16
    Beiträge
    7.933
    Themen
    13

    Erhalten
    5.470 Tops
    Vergeben
    8.455 Tops
    Erwähnungen
    109 Post(s)
    Zitate
    6749 Post(s)

    Standard

    Zitat Zitat von Thanatos Beitrag anzeigen
    "Vernünftigen"

    Wie so oft interessiert mich am meisten wen sprichst du denn an? Also wer ist denn gemeint? Und wer ist NICHT gemeint? Diese Aufteilung die hier (im forum) so oft aufkommt von "linksliberalen, grün versifften, gut menschen" ect. oder eben jenen die sich nicht als "nazis" beschimpfen lassen wollen (und sich gegen oben aufgeführte auslassen) will mir nicht in den Kopf.
    (Das Muslime und damit Migranten zu einem hohen Teil als Täter angesprochen werden ist mir bewusst)
    Diese Frage bezieht sich (syr dafür) weniger auf deinen Beitrag Frosch als Generell: die zwei seiten die sich auch gegenseitig so gerne profilieren und hitzig anfeinden, und die man (ob nun fälschlich oder nicht) als "Links" und "rechts" bezeichnet WER sind sie denn???
    Ich hoffe es kommt rüber was ich erfrage/meine.
    Ich finde, der hier auszugsweise wiedergegebene Essay sagt sehr viel aus über die Ratlosigkeit der Linken, die plötzlich erkennen müssen, daß ihr Durchmarsch nicht ewig so weitergeht. Daß sie den Bogen entschieden überspannt haben und daß nun Vieles in Gefahr ist, wieder verlorenzugehen, weil man sich auf das immer gleiche Spiel "Alles oder nichts" eingelassen hat.

    Als Nonhetero habe ich das allerdings vorausgesehen und schon in den 80er Jahren davor gewarnt, nicht alles auf einmal erreichen zu wollen, sondern sich erst einmal mit dem zufriedenzugeben, was wir damals zu Naziparagraphen-Zeiten (§175) gegenüber einem reaktionär-christlichen Staat erkämpft hatten. Und natürlich hätte damals keiner gedacht, daß die grün gewordene undogmatische Linke einmal ihre ureigensten Prinzipien verraten und uns säkularisierte und aufgeklärte Humanisten wieder mit Religionen belästigen würden. Mit der menschenverachtendsten Religion überhaupt, denn ihr allgemeiner Hang zum Evangelischen dient ja nur ihren strategischen Interessen...

    1 Nicht möglich! Sie müssen sich anmelden, um Beiträge zu bewerten.
    Nichts ist schwerer und erfordert mehr Charakter, als sich in offenem Gegensatz zu seiner Zeit zu befinden und zu sagen: Nein!

    Kurt Tucholsky


  5. #5
    sitzen auf wtc7 Avatar von zwei2Raben
    3. Newton-Axiom
     


    Registriert
    06.05.2013
    Zuletzt online
    Heute um 01:32
    Beiträge
    5.953
    Themen
    64

    Erhalten
    2.575 Tops
    Vergeben
    3.084 Tops
    Erwähnungen
    72 Post(s)
    Zitate
    5049 Post(s)

    Standard

    Zitat Zitat von Frosch Beitrag anzeigen
    Den Marsch durch die Institutionen haben sie längst absolviert, die Parteienlandschaft auf ihre Linie eingeschworen und jeden Widerstand im Keim erstickt. Die linksliberalen Umvolker, Globalisierungsgewinnler, moralisierenden Genderverrückten und Islamisierer. Und es lief auch alles wie geschmiert, bis sie irgendwann den Bogen überspannten...
    ...
    Toller Text. Um sicherzugehen, dass Olivia ihn bekommt, könnte man ihn als PN senden. Aber, ob sie ihn ließt?

    1 Nicht möglich! Sie müssen sich anmelden, um Beiträge zu bewerten.
    Unsere Kultur geht ganz einfach: Du kaufst oder Du bekommst Depressionen.

    bots: commander,sportlaller,StefanOWW, compa, Milchmädchenfrank,Tmaar,conscience,Praia33, bergmn,e.augusti,FreRex, leonidas,Cotti,Patrick,Jakob,Riwa,vexa, Olivia,A1975,Zoelynn, Polithohltier, FCB-Fön, K0881,Giorgete,hfrager,teu...

    ≤#}jjjjj˙++><{

  6. #6
    Premiumuser Avatar von Zentrifug'
    Zen-Tri-Fug'
     


    Registriert
    23.05.2016
    Zuletzt online
    15.01.2018 um 23:56
    Beiträge
    950
    Themen
    11

    Erhalten
    313 Tops
    Vergeben
    208 Tops
    Erwähnungen
    4 Post(s)
    Zitate
    601 Post(s)

    Standard

    Betreffs Heinrich Böll(-Stiftung), ein Punkt (von mir gefettet) des Deutschlandfuck-Programms, Sendung "Studio LCB", für den kommenden Samstag (20:05 Uhr), ließ mich gedanklich etwas weilen:
    Aus dem Literarischen Colloquium Berlin

    Lesung aus den Werken von Heinrich Böll
    (....)

    Zur Präsentation der ersten drei Bände der Kölner Werkausgabe war Gerhard Schröder selbst erschienen. Ungeachtet der Tatsache, dass der Nobelpreisträger Heinrich Böll wegen angeblicher ästhetischer Mängel schon lange nicht mehr uneingeschränkt zur Pflichtlektüre empfohlen wurde, war doch klar, dass es sich bei diesem Autor um eine zumindest literatursoziologisch eminente Figur handelte. Vor 100 Jahren wurde der wichtigste Autor der deutschen Nachkriegszeit geboren. Die große Kölner Werkausgabe ist inzwischen abgeschlossen. Aber die Nachkriegszeit steckt uns noch immer in den Knochen. Frank Witzel, im September bereits mit seinem neuen Roman ‚Direkt danach und kurz davor‘ Gast im Studio LCB gewesen, beschäftigt sich intensiv mit den literarischen Sprechweisen der 40er- und 50er-Jahre. Auch Friedrich Christian Delius, Teilnehmer der berühmten Gruppe-47-Tagungen, hat das immer wieder getan. Zum Beispiel in seiner fingierten Siemens-Festschrift von 1972, die zum sogenannten Siemens-Prozess führte. Heinrich Böll hatte seinen 68er-Kollegen damals gegen den Konzern verteidigt und sich für die Satirefreiheit eingesetzt. Mit beiden Autoren sowie dem Herausgeber der Kölner Gesamtausgabe Ralf Schnell soll sowohl die Aktualität des Werks als auch die mentalitätsgeschichtliche Bedeutung Heinrich Bölls diskutiert - und auch aus seinen Texten gelesen werden. Unter anderem aus den gerade erschienen Kriegstagebüchern, die Böll als Soldat verfasst hat.
    (....)
    http://www.deutschlandfunk.de/progra...ate=30.12.2017

    "Ästhetische Mängel", ist das mittlerweile Neusprech für "teilweise nicht regimekonform"?!

    0 Nicht möglich! Sie müssen sich anmelden, um Beiträge zu bewerten.
    Du willst bzw. mußt unbedingt Recht haben?! Gerne:

    Recht

  7. #7


    Registriert
    15.01.2014
    Zuletzt online
    Gestern um 22:56
    Beiträge
    4.508
    Themen
    16

    Erhalten
    1.505 Tops
    Vergeben
    412 Tops
    Erwähnungen
    51 Post(s)
    Zitate
    3367 Post(s)

    Standard

    Zitat Zitat von Frosch Beitrag anzeigen
    Den Marsch durch die Institutionen haben sie längst absolviert, die Parteienlandschaft auf ihre Linie eingeschworen und jeden Widerstand im Keim erstickt. Die linksliberalen Umvolker, Globalisierungsgewinnler, moralisierenden Genderverrückten und Islamisierer. Und es lief auch alles wie geschmiert, bis sie irgendwann den Bogen überspannten...

    Eine lesenswerte Selbstreflektion eines bekennenden Gutmenschen im Berliner "Tagesspiegel"...:

    "Political Correctness
    Der Hochmut der Vernünftigen


    Offene Gesellschaften kann man auch zu Tode verteidigen: Wer in der Krise das Tempo des liberalen Kulturkampfes steigert, stärkt vor allem die Gegenkräfte.

    Ein Essay von Hans Monath

    "....In einem anderen Imperium, nämlich in den USA, diskutieren liberale Meinungsführer seit der Präsidentenwahl, ob ihre eigene Selbstgerechtigkeit und ihre Blindheit für die Nöte der Trump- Wähler dessen Erfolg erst möglich gemacht haben. Wer die Debatte verfolgt, könnte auf die Idee kommen, dass eine Art moralischer „imperial overstretch“ vorlag: Die liberalen Kräfte wollten überall zugleich auf dem Globus des Fortschritts präsent sein, zu viel Ziele zu schnell erreichen, ohne aber über die Mittel zu verfügen, überraschende Attacken zurückzuschlagen.

    Das Phänomen „imperial overstretch“ ist nicht auf die USA beschränkt. Denn niemand wird eine Gesellschaft voranbringen, der für die Brüche des Fortschritts kein Verständnis hat. Auch die Durchsetzung von Rechten und die Beendigung von Diskriminierung, auch Emanzipationsgewinne produzieren Verlierer – zumindest gefühlte Verlierer, die gewaltige politische Kraft entwickeln können..."

    "...Überall dort, wo das Flüchtlingsthema die Debatte dominierte und die Sozialdemokraten sich mit ihrem humanitär-progressiven Kurs durchsetzten statt Kompromisse zur Begrenzung von Zuwanderung zu schmieden, verloren sie mittelfristig die Mehrheitsfähigkeit. Jene sozialdemokratischen Wähler eher autoritärer Prägung, die sich nicht mehr vertreten sahen, suchten sich andere Repräsentanten..."

    "...Die Klügeren unter den Atheisten bestreiten zwar die Existenz Gottes, akzeptieren aber Religion als soziale Tatsache. Ähnlich sollten die Klügeren unter den Verteidigern des Fortschritts sich verhalten: Sie können mehr erreichen, wenn sie die Ablehnung der kulturellen Moderne als Tatsache akzeptieren und deshalb viel genauer auf die Wirkung der eigenen Überzeugungsversuche schauen können. Wer aber ein Monopol der eigenen Urteile im öffentlichen Diskurs durchsetzen will und damit den Eindruck von Indoktrination erweckt, macht die Gegenkräfte stark.

    Der Rassismus-Vorwurf ist schnell zur Hand

    Im deutschen Flüchtlingsdiskurs ist ein seltsames Phänomen zu beobachten. Ausgerechnet viele derjenigen Geister, die für ein kulturell vielfältiges, uneinheitliches Deutschland streiten, akzeptieren jenseits der eigenen Meinung kaum mehr etwas und hantieren schnell mit dem Rassismus-Vorwurf, wenn ein anderer nur auf die beschränkten Möglichkeiten der Flüchtlingsaufnahme hinweist..."

    "...Wenn der Eindruck entsteht, die kulturellen Codes einer liberalen Elite sollten ohne Rücksicht durchgesetzt werden, wird das keine guten Folgen haben. Gegen wenig sind Menschen so allergisch wie gegen Bevormundung..."

    "Der Politikwissenschaftler Wolfgang Merkel vom Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung, der rechtspopulistischer Sympathien unverdächtig ist, warnt dringend vor der kulturellen Hybris der Linken: Ein „kosmopolitischer Geist mit überschießender Moralität“, so hat er kürzlich argumentiert, wirke wie ein Wachstumstreiber für den Rechtspopulismus. Zumindest dann, wenn „die Medien, die Fortschrittlichen, die besser Gestellten und der ,Chorus der Vernünftigen‘“ sich damit zufrieden geben, die eigenen Interessen und die eigene kulturelle Moderne zu verteidigen, „die da unten“ nicht mehr verstehen und Verstöße gegen die liberalen Normen mit dem Ausschluss aus dem offiziösen Diskurs beantworten..."

    "...Seitdem sich beispielsweise in der Gesellschaft nach langen Kämpfen die Einsicht durchgesetzt hat, dass die Diskriminierung sexueller Veranlagungen gegen den Gleichheitsgrundsatz verstößt, wurde die Strafe für homosexuelle Handlungen abgeschafft.
    Die Aktivisten der bunten Gesellschaft entdecken Jahrzehnte später aber ständig neue Ungerechtigkeiten, kämpfen etwa um ein uneingeschränktes Adoptionsrecht. Der Grünen-Abgeordnete Volker Beck klagt aktuell darüber, dass Lebenspartnerschaften den Ehen im Sprengstoffgesetz noch nicht gleichgestellt sind..."

    "...Was herauskommt, wenn selbsternannte Fortschrittskräfte die kulturelle Herrschaft übernehmen, lässt sich in Berlin im rot-rot-grünen Koalitionsvertrag studieren. „Gender Mainstreaming“ ist dort tatsächlich eine Vorgabe für die Verkehrspolitik. Über viele Seiten hinweg werden Instrumente ausgebreitet, mit denen die Lage von Lesben, Schwulen, Bi- und Transsexuellen, Transgender, Intersexuellen und Menschen, die sich als Queer verstehen, verbessert werden soll. Zusammengefasst sind die Gruppen im Koalitionsvertrag unter dem Kürzel „LSBTTIQ*“ (das Sternchen steht für alle weiteren, nicht explizit genannte Formen von Nicht-Heterosexualität, d. Red.).

    Auch wird vorgeschrieben, wie „Diversity- und Queerkompetenz“ in Verwaltung und Schulen durchgesetzt werden soll. Kurz: Es liest sich wie ein Katalog staatlicher Umerziehung und kultureller Hybris: Berlins Partnerstädte sollen kritisiert werden, wenn das wegen deren Verstößen gegen „LSBTTIQ*“-Normen nötig scheint..."

    "...Kein Zweifel: Der Kampf für Minderheitenrechte ist ein aufklärerischer Akt. Sofern er aber blind ist für seine Wirkung auf Gruppen von Menschen, die diesen Kampf kritisch sehen, und blind ist für soziale Unterschiede, kann er die Gegner der Aufklärung stärken. Darin liegt seine gefährliche Dialektik..."

    "...Wer als Scheinselbstständiger zwölf Stunden am Tag Amazon-Pakete ausfährt, wer das Geld für die Klassenfahrten seiner Kinder nicht aufbringen kann, auch wer ein gutes Einkommen hat, aber von Abstiegsängsten geplagt wird, empfindet die Emanzipationsideale der gut ausgebildeten, linksliberalen Eliten schnell als Kriegserklärung von oben. Das fühlten die Trump-Anhänger in den USA schon lange, bevor Hillary Clinton sie als „basket of deplorables“ („ein Korb voller Bedauernswerter“) verhöhnte..."

    "...Der Leiter der Heinrich-Böll-Stiftung in Washington, Bastian Hermisson, hat es auf dem Grünen-Parteitag kürzlich auf den Punkt gebracht. „Wir sollten uns an die eigene Nase fassen. Was moralisch richtig ist, wissen wir sowieso, und wir blicken mitleidig auf die anderen, die noch nicht soweit sind“, erklärte er in einer fulminanten Rede und warnte, das werde nicht reichen. Sein Rat war nicht Abgrenzung, sondern Öffnung: „Wir müssen mit Andersgesinnten Kontakt suchen. Ansonsten sind wir selbst Teil des Problems und nicht Teil der Lösung.“


    http://www.tagesspiegel.de/politik/p.../14961874.html

    ----------------------------------------------

    Soweit das Plädoyer des Autors, wenigstens zum Schein auf uns zuzugehen und nicht gleich alles zu verdammen, was nicht ins durchgeknallte Weltbild seiner politischen Klasse passt. Dabei übersieht er allerdings eins, das zweifelhafte Selbstreflektionsvermögen dieser seiner Klasse, welches so ausgeprägt ist wie zuletzt das der DDR-Nomenklatura. Man braucht sich also keine Hoffnung auf einen Politikwechsel zu machen, allenfalls wird man nicht mehr gleich als Nazi diffamiert, wenn man gegen Mackerkulturen und deren Steigbügelhalter anschreibt. >ß´)
    Diese Wohnzimmer-Vernunft der sozial Behüteten kann man nur zum Kotzen finden und führt zu der Erkenntnis, dass die Freiheit des Denkens, vor allem des politisichen Denkens, die absurdesten Blüten der Unvernunft erzeugt - gewissermassen als ultimativ
    nicht bestandene Abiturprüfung des Geschichtlich-Gesellschaftlichen Allgemeinwissens.

    Die geistig-soziale Blindheit gegenüber der Schuldfrage von Not steht dabei im Mittelpunkt dieser ganzen Entwicklung.
    Menschen in Not werden einfach nicht als eigenverantwortlich wahr genommen, sondern sind immer nur Opfer von Ungerechtigkeit, Gier, Macht und Unterdrückung, obwohl sie diese Verhältnisse oder Unarten selber mitbestimmen.

    Menschen in Not sind als pluralistisch-individuelle Schnittstellen selber für ihre Lage verantwortlich zu machen und in dieser Funktion aufzuklären und zu missionieren sich selbst besser an ihre gegebenen Lebensbedingungen anzupassen.

    Der Blick über den Zaun in jene Gesellschaften, die sich sozial besser und lebenswerter aufstellen, kann einfach nicht zu solchen Entscheidungen führen, die man als Flucht, Wanderung oder invasive Aktivität beschreiben muss.

    Die Ursachen von Not sind die Fehlentscheidungen der jenigen, die in der Not ankommen.
    Wer sich überfahren lässt, weil er seine Situation im Verkehr ignoriert oder missachtet, kann nicht einfach andere für seinen Schaden zur Verantwortung und Wiedergutmachung verurteilen.

    Wenn man diese einfachen Grundsätze der Selbstsicherung und Rücksicht beachtet, ist es viel leichter die wahren Verursacher von Notlagen oder Notzuständen ausfindig zu machen und entsprechend zu belasten.
    Das Ausweichen oder Flüchten vor den sozialen Verhältnissen im eigenen Land ist jedem frei gestellt, wenn er dadurch nicht Dritte in seine Schwierigkeiten hineinzieht.
    Wo er, wie in Deutschland, dazu verleitet wird, Haus, Hof und Angehörige zu verlassen, um sich an Fremden Leistungen zu sanieren, folgt er lediglich kriminellen Ideologien der parasitären Ausnutzung und untergräbt das Vertrauen der Bürger auf ihre eigene Kraft und Redlichkeit.

    1 Nicht möglich! Sie müssen sich anmelden, um Beiträge zu bewerten.
    Geändert von werner100 (29.12.2017 um 03:00 Uhr)

  8. #8
    Stammuser Avatar von Boxtrolls

    Registriert
    19.07.2017
    Zuletzt online
    Gestern um 03:15
    Beiträge
    276
    Themen
    3

    Erhalten
    77 Tops
    Vergeben
    1 Tops
    Erwähnungen
    1 Post(s)
    Zitate
    120 Post(s)

    Ausrufezeichen

    ..Captain.jpg
    ..Diese Gedanken tragen zum Ausgrenzen bei ; ..wie gehabt ; ..Bodo baggert noch .. ..
    ..Diese "Wohnzimmer-Vernunft" präsentiert der vakante Nazi selber .. ..
    ..Der schreibt über Menschen so , ..als handle es sich um ein Brettspiel ; ..
    ..Schach-Matt den Bedürftigen ; ..denn sie sind selber schuld ; ..These vom gelangweilten .. ..
    ..Beobachter , mit dem Anspruch auf "Wahrhaftigkeit" ; ..nach dem Motto .." Genau ; ..so ist es " .

    0 Nicht möglich! Sie müssen sich anmelden, um Beiträge zu bewerten.

  9. #9


    Registriert
    15.01.2014
    Zuletzt online
    Gestern um 22:56
    Beiträge
    4.508
    Themen
    16

    Erhalten
    1.505 Tops
    Vergeben
    412 Tops
    Erwähnungen
    51 Post(s)
    Zitate
    3367 Post(s)

    Standard

    Natürlich kann man die Bedürftigkeit von Menschen auch zum Mysterium erheben und ihnen den Status von unschuldigen Neugeborenen zuweisen, die als Hilflose in ihrer Opferrolle vom Schicksal als übergeordnete Instanz in dieses Mysterium
    hineingeschleudert werden.
    Dann versagen aber die Netzwerke der Vorsorge sofort und die nützlichen Idioten machen sich vom Acker.
    Vielleicht ist diese Form von Naturalismus die grosse Lücke im Weltbild der Linken.

    0 Nicht möglich! Sie müssen sich anmelden, um Beiträge zu bewerten.

  10. #10


    Registriert
    04.09.2014
    Zuletzt online
    Gestern um 19:02
    Beiträge
    7.706
    Themen
    4

    Erhalten
    1.347 Tops
    Vergeben
    30 Tops
    Erwähnungen
    136 Post(s)
    Zitate
    6794 Post(s)

    Standard

    Zitat Zitat von werner100 Beitrag anzeigen
    Diese Wohnzimmer-Vernunft der sozial Behüteten kann man nur zum Kotzen finden und führt zu der Erkenntnis, dass die Freiheit des Denkens, vor allem des politisichen Denkens, die absurdesten Blüten der Unvernunft erzeugt - gewissermassen als ultimativ
    nicht bestandene Abiturprüfung des Geschichtlich-Gesellschaftlichen Allgemeinwissens.

    Die geistig-soziale Blindheit gegenüber der Schuldfrage von Not steht dabei im Mittelpunkt dieser ganzen Entwicklung.
    Menschen in Not werden einfach nicht als eigenverantwortlich wahr genommen, sondern sind immer nur Opfer von Ungerechtigkeit, Gier, Macht und Unterdrückung, obwohl sie diese Verhältnisse oder Unarten selber mitbestimmen.

    Menschen in Not sind als pluralistisch-individuelle Schnittstellen selber für ihre Lage verantwortlich zu machen und in dieser Funktion aufzuklären und zu missionieren sich selbst besser an ihre gegebenen Lebensbedingungen anzupassen.

    Der Blick über den Zaun in jene Gesellschaften, die sich sozial besser und lebenswerter aufstellen, kann einfach nicht zu solchen Entscheidungen führen, die man als Flucht, Wanderung oder invasive Aktivität beschreiben muss.

    Die Ursachen von Not sind die Fehlentscheidungen der jenigen, die in der Not ankommen.
    Wer sich überfahren lässt, weil er seine Situation im Verkehr ignoriert oder missachtet, kann nicht einfach andere für seinen Schaden zur Verantwortung und Wiedergutmachung verurteilen.

    Wenn man diese einfachen Grundsätze der Selbstsicherung und Rücksicht beachtet, ist es viel leichter die wahren Verursacher von Notlagen oder Notzuständen ausfindig zu machen und entsprechend zu belasten.
    Das Ausweichen oder Flüchten vor den sozialen Verhältnissen im eigenen Land ist jedem frei gestellt, wenn er dadurch nicht Dritte in seine Schwierigkeiten hineinzieht.
    Wo er, wie in Deutschland, dazu verleitet wird, Haus, Hof und Angehörige zu verlassen, um sich an Fremden Leistungen zu sanieren, folgt er lediglich kriminellen Ideologien der parasitären Ausnutzung und untergräbt das Vertrauen der Bürger auf ihre eigene Kraft und Redlichkeit.
    Genau das lebt der Geldadel mit seinem parasitären und räuberischen Lebensstil tagtäglich vor und die Fersehpropaganda unterstutzt das noch indem sie diesen räuberischen Lebensstil zum Ideal erklärt. Alle erfolgreichen Menschen haben ihren "Erfolg" auf diesen Lebensstil gegründet und das Fernsehen überträgt dieses Idela in die Wohnzimmer dieser Erde.

    UNd da wunderst Du Dich noch darüber, dass die Abgehängten dieses Leben auch haben wollen? Wo das doch laut Fernsehen sooooo einfach ist!

    Ich sag dazu mal, die Fernsehpropaganda muss sich da als Erstes ändern.

    0 Nicht möglich! Sie müssen sich anmelden, um Beiträge zu bewerten.

Ähnliche Themen

  1. Antworten: 145
    Letzter Beitrag: 10.12.2017, 12:58
  2. Antworten: 113
    Letzter Beitrag: 12.11.2017, 18:25
  3. Antworten: 31
    Letzter Beitrag: 31.10.2017, 11:00
  4. CETA soll per Beschluss ""vorläufig"" in Kraft treten
    Von Smoker im Forum Politische Ökonomie
    Antworten: 37
    Letzter Beitrag: 16.05.2016, 15:10
  5. Antworten: 16
    Letzter Beitrag: 17.01.2016, 20:47

Stichworte

Berechtigungen

  • Neue Themen erstellen: Nein
  • Themen beantworten: Nein
  • Anhänge hochladen: Nein
  • Beiträge bearbeiten: Nein
  •  
Nach oben