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  1. #12341
    Avatar von sportsgeist

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    Zitat Zitat von Pommes Beitrag anzeigen
    So schwadroniert einer der von Wirtschaft absolut keine Ahnung hat.
    Mensch du Pappnase, das Geld wird im Markt gebraucht und wenn man es entsprechend billig anbietet wird auch konsumiert.
    Geld kann auf dem Konto nur kontraproduktiv sein und mit der Kassenhaltungsinflation ist dann der Fisch vom Teller, so einfach ist das.



    Geschissen!
    Die echte Inflation und die Haltekosten sind höher als die Umlaufgebühr, die nämlich liegt nicht höher als der Zinsfuß und trifft nur liquides Geld.



    Wir sprechen uns dann wieder.
    ja, wir sprechen uns schon seit Jahren jeden Tag wieder
    bleibst halt ein einsamer bornierter nicht gerade mit hellem Kerzenschein gesegneter Prophet in der Wüste ...

    meine Kohle bleibt trotzdem auf'm Konto ... wenn ich nicht grad was davon abhebe um es in "Erinnerungsgold" anzulegen

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  2. #12342
    Premiumuser Avatar von Eisbär

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    Die Gefahr eines Guthaben/Schuldencrash steigt mit sinkendem Kapitalmarktzins. Dann wird liquides Geld in sehr großen Mengen gehortet, was der Wirtschaft wiederum den Geldhahn abdreht, wodurch die Schuldner großflächig zahlungsunfähig werden und sich die gegenüberliegenden Guthaben in Luft auflösen.

    Die Banken sind dann nicht mehr in der Lage, Sparverträge auszuzahlen. Konten werden in Folge auf unabsehbare Zeit eingefroren.

    In der Realität kann das folgendermaßen aussehen:

    Zitat Wiki Argentinienkrise November 2001 bis April 2002
    Als Cavallo Ende November 2001 äußerte, das vom IWF vorgegebene Haushaltsziel nicht zu erreichen, führte dies zu einer Weigerung des IWF, eine vorgesehene 1,25 Mrd. USD-Tranche an Argentinien zu überweisen. Diese Schreckensnachricht führte zu einem drastischen Vertrauensverlust für den Staat und so zu einer raschen Kapitalflucht, die das Bankensystem in eine tiefe Krise stürzte. Um ein komplettes Chaos zu verhindern, führte Cavallo Anfang Dezember das so genannte Corralito ein, das eine Obergrenze von 250 Peso die Woche für das Abheben von Bargeld von Girokonten vorsieht. Der Hintergrund war, einen Umtausch der Währung in Dollar zu verhindern, da sonst das Bankensystem Giro- und Sparkonten nicht mehr hätte auszahlen können.

    In der Zwickmühle vor allem wegen der fatalen Folgen der Abwertung des Peso für die Banken, entschied man sich für eine rigide Maßnahme, die bald als Corralón bekannt wurde. Sie bestand darin, alle Konten über einem bestimmten Grenzwert in festverzinsliche Sparbücher umzuwandeln, deren Rückgabetermine bis 2010 gestreckt wurden.


    Die Guthaben wurden mal eben 10 Jahre lang eingefroren, nur weil niemand verstanden hatte, das die unmittelbare Ursache das hortbare, öffentliche Tauschmittel gewesen ist. Keine Ahnung, ob die bedauernswerten Leute ihr Geld überhaupt wiedergesehen haben, vor allem, wenn man die in späteren Jahren nachfolgenden Inflationsraten mit einbezieht. Eine Haltegebühr über 5% im Jahr, hätte diese untragbare Situation schlagartig und inflationsfrei(!) beendet. Jeder wäre innerhalb von Tagen an seine Ersparnisse gekommen, die Wirtschaft hätte völlig normal, ohne größere Arbeitsplatzverluste und Lohnsenkungen weiterlaufen können.

    Stadtessen ist folgendes passiert:

    Zitat Wiki Argentinienkrise Kaufkraftverlust und Verkleinerung der Mittelklasse
    Der direkte Effekt der Abwertung Anfang 2002 war der Verlust der Kaufkraft des argentinischen Peso. Im Jahr 2002 kam es zu einer Inflationsrate von 41*% (Konsumentenpreisindex IPC). Da diese nicht oder nur in sehr beschränktem Maße von Lohnerhöhungen aufgefangen wurden, sank das Reallohnniveau um 23,2*%[21]. In den Folgejahren war die Inflationsrate weiterhin hoch (zwischen 6 und 16 Prozent im Jahresvergleich), wegen der verbesserten konjunkturellen Lage konnten jedoch zum Teil starke Lohnerhöhungen erreicht werden, so dass der Reallohn wieder anstieg und im Jahr 2005 etwa wieder das Niveau von 2000 erreichte.
    Besonders die mittleren Schichten, die in den 1990er Jahren ein relativ hohes Lebensniveau erreicht hatten, waren von diesem Kaufkraftverlust betroffen, ein Teil von ihnen fiel zeitweise sogar unter die Armutsquote (die sogenannten nuevos pobres, span. „Neu-Armen“).

    Anstieg der Armut und Unterernährung
    Mit dem Kaufkraftverlust ging ein hoher Anstieg der Armutsquote von Werten um 15*% in den mittleren 90er Jahren über 25,9*% im Jahr 1998 auf ein Höchstniveau von 57,5*%[21] Mitte 2002 einher. Gleichzeitig hatten 27,5*% der Bevölkerung laut dem Statistikamt INDEC nicht genügend Einkünfte, um den Lebensmittelwarenkorb zu decken, was in Argentinien mit dem Begriff tasa de indigencia (Elendsrate) bezeichnet wird.
    Dies bedeutet zwar nicht, dass dieser Teil der Bevölkerung von Hunger betroffen ist, da sich der Lebensmittelwarenkorb nicht am absoluten Minimum der notwendigen Kalorienzufuhr orientiert, sondern an einem Lebensmittelwarenkorb, dessen Zusammensetzung dem durchschnittlichen Lebensmittelkonsum des zweitärmsten Fünftels der Bevölkerung im Jahr 1986 entspricht.[22] Zudem gibt es zahlreiche Hilfsprogramme vom Staat und Nichtregierungsorganisationen. Dennoch kam es in einigen Provinzen zu einem Anstieg der Unterernährung insbesondere bei Kindern, am schlimmsten war die Provinz Tucumán betroffen, in der im Jahr 2002 mehr als 20*% der Kinder unter fünf Jahren Untergewicht hatten.
    Nach dem Höhepunkt der Krise ging die Armutsrate langsam, aber kontinuierlich zurück und liegt im zweiten Semester des Jahres 2006 auf einem Niveau von 26,9*%, die Elendsrate liegt bei 8,7*%.[23]


    Es ist klar, das solche Ereignisse hierzulande unvorstellbar erscheinen. Wir haben es jedoch mit einer fehlerhaften Geld & Wirtschaftsordnung zu tun, in der sich fehlgeleitete Marktkräfte immer schneller aufschaukeln, was solche dramatischen Ereignisse unabwendbar machen. Die Geschichtsbücher sind vor allem in Europa und Deutschland voll davon.

    Wir sind bereits bei Nullzins und Marktversagen angekommen. Ungewollte Arbeitslosigkeit, Geringverdiener, wegbrechende Sozialleistungen, Zeitarbeit und gerhortete Liquidität ist(!) Marktversagen! Es wird schlimmer kommen wenn man nicht endlich vernünftig wird, und den eingeschlagenen weg der Liquiditätsgebühren konsequent zu Ende geht!

    Ich verstehe überhaupt nicht, was es da zu verlieren oder überlegen gibt? Wir sind längst an einem Punkt, wo man durch Gebühren auf liquides Geld nur noch gewinnen kann. Die Alternative ist weiter machen wie bisher und auf gesponserte, verblendete "Experten" zu hören, denen es scheiß egal ist, was mit Mio von Leuten und deren Spareinlagen geschieht.

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    Wer die Zusammenhänge, Probleme und Lösungen unserer momentanen Wirtschaftsordnung verstehen möchte, sollte dieses Buch lesen:

    http://humanwirtschaftspartei.de/wp-...frage-nd-2.pdf

    "Der Rückgang des Zinsfußes ist ja bedauerlich vom Standpunkt der schon beschriebenen Seiten meines Sparkassenbuches, aber umso erfreulicher ist er vom Standpunkt der unbeschriebenen. Und diese sind bei weitem in der Mehrzahl." (Silvio Gesell)

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