Ich finde es erstaunlich wie transparent im Fall von Pegida die Politik der Medien ist.
Als stiller Beobachter über nunmehr Monate ist der Umgang doch sehr auffällig. Auf anfängliche Ignoranz folgte massiver Regenwind und offensive Stimmungsmache gegen die Bewegung indem, wie meist in Deutschland, alle Kritik an der bestehenden Politik erst einmal in die „braune Ecke“ geschoben wurde, folgt nachdem dies nicht die erhoffte Wirkung erzielt hat, jetzt das große Schweigen …. Tausende Menschen gehen seit Monaten regelmäßig auf die Straße und es wird in den Medien mehr oder weniger nur noch am Rande erwähnt.

Als sehr erfrischend empfinde ich, dass die ewige Strategie alles was unbequem ist, einfach nach rechts zu schieben und somit die Deutschen in die über Generationen anerzogene Büßerhaltung zu drücken, hier noch nicht ganz aufgegangen ist. Der Gedanke erfreut mich sehr, dass trotz unserer ewigen permanent medienpräsenten Kriegsschuld endlich Menschen wieder anfangen zu denken und ihre Meinung auch über dieses Thema hinweg zu vertreten.
Da keimt der Funke Hoffnung, dass die Nation der Dichter und Denker noch nicht ganz umerzogen ist. Aber wie sollten wir auch ein gesundes Nationalgefühl entwickeln dürfen, wenn wir nicht einmal in einem vollends unabhängigen Staat leben … oder interpretiere ich den Artikel im Grundgesetz falsch?:
Grundgesetz für die Bundesrepublik Deutschland
Art 146

Dieses Grundgesetz, das nach Vollendung der Einheit und Freiheit Deutschlands für das gesamte deutsche Volk gilt, verliert seine Gültigkeit an dem Tage, an dem eine Verfassung in Kraft tritt, die von dem deutschen Volke in freier Entscheidung beschlossen worden ist. http://www.gesetze-im-internet.de/gg/art_146.html


Aber dazu gehört wohl eine Volksabstimmung um die fast 70 Jahre währende Übergangszeit endlich zu beenden, etwas hierzulande völlig fremdes … so leben wir einfach weiter nach den Gesetzen der Weimarer Republik.
Vielleicht hat Deutschlands die große Chance vertan als es 1990 zum zwei plus vier Vertrag, statt zu einem abschließenden Friedensvertrag gekommen ist. Wie kann, dass aber auch gehen nachdem uns das Selbstbewusstsein weiterhin genommen wird. Welches wir brauchen würden, uns gegen die Besatzungsmächte durchzusetzen und nicht mehr unser Handeln davon leiten zu lassen, wie wir außenpolitisch möglichst allen gefallen.

Im Zusammenhang mit den aktuellen Debatten mit Griechenland kommt in den Medien gefährlich oft das Wort „ Friedensvertrag“ vor, welches keiner hören will. Wissen die Menschen hierzulande eigentlich noch, das Schlesien, Pommern und Ostpreußen nach wie vor deutsches Gebiet sind und nur nach dem Potsdamer Abkommen fremdverwaltet werden. Würde es dann nicht im Falle eines Friedensvertrags dazu kommen, dass die SHAEF-Gesetze der Alliierten greifen würden und die Gebiete wieder Deutschland angegliedert werden?

Besser es denkt keiner über unsere fragwürdige rechtliche Lage nach … die Tragweite wäre viel zu groß, besinnen wir uns lieber weiter auf unsere Buße und lassen uns davon lenken, bevor wir erkennen wer wir wirklich sind.
Drum sing`et gedankenlos weiter: „Einigkeit und Recht und Freiheit …..“