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  1. #1
    imho hat diesen Thread gestartet
    Avatar von imho

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    Standard Hausbesetzung in Bickendorf

    http://www.ksta.de/ehrenfeld/-protes...,27016922.html

    Was die Genossenschaft dort will, klingt gut:

    http://www.die-ehrenfelder.de/vernet...e-bauvorhaben/

    Allerdings sollte man sich von schönen Worten nicht täuschen lassen. Aus meiner Erfahrung mit einer anderen Genossenschaft bin ich skeptisch geworden. Inwieweit der Vorstand das Wohl aller Mitglieder im Auge hat, ist die Frage. Ein Mitarbeiter einer Genossenschaft antwortete mir mal in einem Gespräch auf meine Vorhaltung, dass die Genossenschaft den satzungsgemäßen Auftrag habe, für ihre Mitglieder bezahlbaren Wohnraum zur Verfügung zu stellen: "Die Mitglieder können wechseln."

    Theoretisch könnten sich die Mitglieder gegen die Vernichtung bezahlbarer Wohnungen wehren. Leider wachen die meisten erst auf, wenn es zu spät ist. So entwickeln sich manche Genossenschaften zu Genossenschaften für Wohlhabende.

    Wie das in Bickendorf aussieht, weiß ich nicht. Hat jemand Informationen?

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  2. #2
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    Standard Wohnungsbau- und Vermietungsgenossenschaften...

    sind ein Wirtschaftsbetrieb wie jeder andere auch. Die Gehälter müssen bezahlt werden und die leitenden Funktionskräfte arbeiten nicht für ein Gehalt, das maximal in der unteren Hälfte aller sozialversicherungspflichtigen Einkommen angesiedelt ist.

    Neu erstellte Genossenschaftswohnungen verfügen gern über Fußbodenheizung oder eine hochwertige Ausstattung.

    Der private Anbieter ist manchmal sogar preiswerter.

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  3. #3
    imho hat diesen Thread gestartet
    Avatar von imho

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    Zitat Zitat von Milli Beitrag anzeigen
    Wohnungsbau- und Vermietungsgenossenschaften sind ein Wirtschaftsbetrieb wie jeder andere auch.
    Da muss ich Dir widersprechen. Neben wirtschaftlichen Zielen haben Genossenschaften das ideelle Ziel, ihre Mitglieder mit bezahlbarem Wohnraum zu versorgen. Die Mitglieder sind nicht einfach Mieter sondern haben durch ihre gewählten Vertreter ein Mitbestimmungsrecht. Die Vertreterversammlung wählt den Aufsichtsrat, der den Vorstand ernennt.

    Eine Genossenschaft ist also eher ein Verein als ein Wirtschaftsunternehmen.

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  4. #4
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    Zitat Zitat von imho Beitrag anzeigen
    Da muss ich Dir widersprechen. Neben wirtschaftlichen Zielen haben Genossenschaften das ideelle Ziel, ihre Mitglieder mit bezahlbarem Wohnraum zu versorgen. Die Mitglieder sind nicht einfach Mieter sondern haben durch ihre gewählten Vertreter ein Mitbestimmungsrecht. Die Vertreterversammlung wählt den Aufsichtsrat, der den Vorstand ernennt.

    Eine Genossenschaft ist also eher ein Verein als ein Wirtschaftsunternehmen.
    Wenn es so in der Satzung steht und bei den meisten Genossenschaften steht dies so drin. Dort steht übrigens auch, wie in den Mietgesetzen drin, das die wirtschaftliche Verwertung der Mieteinheit gewähleistet werden muß. Wenn ich das Ehrenfelder Statement durchlesen und richtig verstanden habe, wäre eine Sanierung von Wohnraumfläche von 43 qm unrentabel und würde diesen Passus widersprechen. Ich kann nicht eine Wohnung für ca. 1200 €/qm sanieren (Mittelwert in Deutschland) , wenn ich sie später , außer an Singels nicht mehr vermieten kann. Wer zieht in einer Wohnung mit 43 qm Wohnfläche heute noch ein ? In den 30'igern wurden solche als Kleinstwohnungen noch von Familien mit drei Kindern aus der Hand gerissen, heute ziehen noch nicht mal Paare dort mehr ein. Man baut schon neu und modern für knapp 1000 €/qm mehr und hat dann 20 Jahre Ruhe.
    Im Übrigen stimmen die Mitglieder der Genossenschaft darüber ab, sie haben ein Mitbestimmungsrecht nach Satzung, wie Du schon richtig aufgezeigt hast. Dies müssen Sie nur konsequent wahrnehmen.
    busse

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    Geändert von busse (05.05.2014 um 13:18 Uhr)

  5. #5
    Psw-Kenner Avatar von janoschik

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    Zitat Zitat von busse Beitrag anzeigen
    Ich kann nicht eine Wohnung für ca. 1200 €/qm sanieren (Mittelwert in Deutschland) , wenn ich sie später , außer an Singels nicht mehr vermieten kann. Wer zieht in einer Wohnung mit 43 qm Wohnfläche heute noch ein ?
    Hier geht es um einen Stadtbezirk in der Großstadt Köln, in der es 50% Single-Haushalte gibt.

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  6. #6
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    In der Wohnungswirtschaft mußt Du über Jahrzehnte und nachhaltig denken, das Wort Immobilie sagt das sehr deutlich .Der Wert der Immobilie rentiert sich im Allgemeinen erst nach 20 Jahren. Vielleicht hat sich bis dahin die Bevölkerungsstruktur wieder verändert, z.B. durch Zuwanderung.
    busse

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  7. #7
    Psw-Kenner Avatar von janoschik

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    Zitat Zitat von busse Beitrag anzeigen
    In der Wohnungswirtschaft mußt Du über Jahrzehnte und nachhaltig denken, das Wort Immobilie sagt das sehr deutlich .Der Wert der Immobilie rentiert sich im Allgemeinen erst nach 20 Jahren. Vielleicht hat sich bis dahin die Bevölkerungsstruktur wieder verändert, z.B. durch Zuwanderung.
    busse
    Würden sich solche Trends für Köln oder zumindest diese Gegend abzeichnen, würde ich Dir zustimmen. Auch kenne ich nicht den Gesamtbestand der genannten Wohnungsgenossenschaft. Deren Anspruch bezahlbaren Wohnraum bereitzustellen, beisst sich aber mit deren Verhalten in diesem Fall.

    Die nächsten 20 Jahre in Köln sind wohl noch von einem knappen Angebot an (bezahlbaren) Wohnungen bestimmt -- auch wenn die Stadtverwaltung derzeit über ein Bußgeld für Wohnungsleerstand bzw. Zweckentfremdung nachdenkt.

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  8. #8
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    Zitat Zitat von janoschik Beitrag anzeigen
    Würden sich solche Trends für Köln oder zumindest diese Gegend abzeichnen, würde ich Dir zustimmen. Auch kenne ich nicht den Gesamtbestand der genannten Wohnungsgenossenschaft. Deren Anspruch bezahlbaren Wohnraum bereitzustellen, beisst sich aber mit deren Verhalten in diesem Fall.

    Die nächsten 20 Jahre in Köln sind wohl noch von einem knappen Angebot an (bezahlbaren) Wohnungen bestimmt -- auch wenn die Stadtverwaltung derzeit über ein Bußgeld für Wohnungsleerstand bzw. Zweckentfremdung nachdenkt.
    Dies kann möglich sein, aber Anspruch ist das Eine, die Wichtung des Anspruchs gegenüber einer Satzung und den Entscheid der Genossen(schaft) ist das völlig Andere. In Köln kenne ich mich überhaupt nicht aus, ich weiß aber das man gegenüber der Stadt nur verpflichtet ist, wenn man Fördergelder der Stadt oder des Landes annimmt.
    Ansonsten ist es ein honoriger Anspruch, wenn er sich nicht durchsetzen läßt , greift die Wirtschaftlichkeit.
    busse

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  9. #9
    Avatar von Kaffeepause930
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    Zitat Zitat von busse Beitrag anzeigen
    Wenn es so in der Satzung steht und bei den meisten Genossenschaften steht dies so drin. Dort steht übrigens auch, wie in den Mietgesetzen drin, das die wirtschaftliche Verwertung der Mieteinheit gewähleistet werden muß. Wenn ich das Ehrenfelder Statement durchlesen und richtig verstanden habe, wäre eine Sanierung von Wohnraumfläche von 43 qm unrentabel und würde diesen Passus widersprechen. Ich kann nicht eine Wohnung für ca. 1200 €/qm sanieren (Mittelwert in Deutschland) , wenn ich sie später , außer an Singels nicht mehr vermieten kann. Wer zieht in einer Wohnung mit 43 qm Wohnfläche heute noch ein ? In den 30'igern wurden solche als Kleinstwohnungen noch von Familien mit drei Kindern aus der Hand gerissen, heute ziehen noch nicht mal Paare dort mehr ein. Man baut schon neu und modern für knapp 1000 €/qm mehr und hat dann 20 Jahre Ruhe.
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    busse
    Was auf den Photos nicht ganz klar zu erkennen ist, was sich aber aus der Beschreibung herausliest, ist, daß es sich hierbei um eine absolute Schrottimobilie der 1950er Jahre handelt. Abreißen und neubauen ist sicherlich billiger als sanieren. Wer wohnt denn heute noch in so einem 43m² Wohnklo? Pardon, das Klo befindet sich im Hausflur. Insofern könnte man sich eine Zwischennutzung durch Obdachlose durchaus vorstellen. Das wäre wenigstens besser, als wenn sie nachts unter Brücken und U-Bahnschächten hausen. - Tatsächlich hätten wir ein weiteres Kravall-Event in Köln, mit Solidaritätsadressen, Mahnwachen, das volle Programm... sowas würden sich die linken Autonomen - sobald die Bagger anrücken - nicht entgehen lassen. Insofern kann man die ablehnende Haltung des Mieterrates sehr gut nachvollziehen.

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    Geändert von Kaffeepause930 (05.05.2014 um 20:43 Uhr)
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  10. #10
    Avatar von Kaffeepause930
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    Zitat Zitat von imho Beitrag anzeigen
    Da muss ich Dir widersprechen. Neben wirtschaftlichen Zielen haben Genossenschaften das ideelle Ziel, ihre Mitglieder mit bezahlbarem Wohnraum zu versorgen. Die Mitglieder sind nicht einfach Mieter sondern haben durch ihre gewählten Vertreter ein Mitbestimmungsrecht. Die Vertreterversammlung wählt den Aufsichtsrat, der den Vorstand ernennt.

    Eine Genossenschaft ist also eher ein Verein als ein Wirtschaftsunternehmen.
    Das ist sicherlich richtig! Aber die Ansprüche an den Wohnstandard sind selbst bei Genossenschaftswohnungen heute auch ganz andere als noch vor 50 Jahren. Hinzu kommen die Anforderungen an das EEG, Wärmedämmung, Lärm- und Trittschallschutz, barrierefrei und behindertengerecht etc.pp. Wenn Du alle diese Auflagen erfüllen willst, dann bist Du je nach Lage ganz schnell bei einer subventionierten Warmmiete von 9€/m². Und dann höre ich schon wieder die Sozialverbände herumjammern, denen das noch zuviel ist. Dabei gibt es kein gg verbrieftes Anspruchsrecht auf billiges "Wohnen im In- und Szeneviertel" für 7,50€/m². Alles hat seinen Preis, und das wollen gewisse Zeitgenossen und Anhänger der Multikulti-Kirche einfach nicht verstehen und begreifen.

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