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  1. #81
    Im Herzen Kiewljan Stammuser Avatar von Timirjasevez
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    Zitat Zitat von guenthie Beitrag anzeigen
    Es ist kurios, dass sich die irrsinnige Meinung, es gäbe keine Arbeiter mehr, so weit verbreitet. Dass das ein pfiffiger Trick der bürgerlichen Ideologie ist, wissen viele Zeitgenossen nicht. Der Zweck: Ablänken von der Klassengesellschaft.
    Die Unternehmer selbst gehen davon aber nicht ab. Sie zahlen den Einen Lohn, den anderen Gehälter. Damit steht die Welt wieder auf den Beinen.
    Gänzlich von der Hand zu weisend ist aber diese Position der Piraten nicht.
    Gibt es denn die Arbeiterklasse im Sinne des klassenbewussten Proletariats, des malochenden Industriearbeiters und damit im Sinne eines Antipoden zur Bourgeoisie wirklich noch?
    Ich denke, schon lange nicht mehr.
    Genausowenig tritt uns doch die Gesellschaft als "Klassengesellschaft", als im "Klassenkampf" befindlich gegenüber.
    Diese traditionellen marxistischen K(r)ampfbegriffe haben längst neue Inhalte erfahren.

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  2. #82
    weniger aktives Forenmitglied Avatar von Beverly
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    Zitat Zitat von agano Beitrag anzeigen
    Scheiß Beispiel. Dieses Mal machen wir es richtig!
    ja, zum 100. Jahrestag 2017

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  3. #83
    weniger aktives Forenmitglied
    guenthie hat diesen Thread gestartet

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    Zitat Zitat von otix_ Beitrag anzeigen
    Das System ändert man nicht, in dem man dich an seine Spielregeln hält. Von daher ist der jüngste "Parteitag" der Piraten, die Option "Koalitionspartner" zu werden, und das allseits geforderte "Parteiprogramm" schon viel zu viel des Guten.

    "Was sie brauchen ist ein etablierter Verbündeter, der ihnen zu einer festen Identität verhilft." - Den könnten sie tatsächlich in der Linkspartei finden, sofern sie sich nicht schon wieder zu weit von der Systempresse indoktriniert wurden. Das obligatorische "Distanzieren gegen Rechts", - auf Drängen hin, auch wenn davon in Ihren Reihen gar nichts vorhanden war, deutet aber leider darauf hin.
    Nach meinen Begignungen mit den Piraten glaube ich nicht, dass sie eine Partei werden, wie wir sie gewähnt sind. Mein Gott, sie waren eine Interessengesellschaft für das Surfen in der 2. Welt, sprich im Internet. DA wollen sie ihre Freiheit haben und möglichst viel Zeit, um dort Großes zu erleben. Sie interessierten sich eigentlich nur für die Voranssetzungen, die sie für die Kommunikation brauchen. Nun auf einmal dieser Ansturm von Wählern, in M-V wurden aus 200 über Nacht 400 Mitglieder. Das macht ja schon riesenarbeit: Einrichtungen, Organisationen aller Art. Regelungen, Papierkram, der ihnen gar nicht liegt usw. usf. Dem Einen sagte ich: Na, ihr kommt, ohne es zu wollen, in die Lage, große Politik zu machen. Der sagte bloß: Na ja, in Berlin haben sie ja schon damit angefangen. Nun haben sie ja einen viel versprechenden Apparatwick gewählt (studiert, erfahren durch Militärdienst, nicht zu jung, nicht zu alt). Also da tut sich was.

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  4. #84
    Lind Gren aktives Forenmitglied Avatar von otix
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    Zitat Zitat von guenthie Beitrag anzeigen
    Nach meinen Begignungen mit den Piraten glaube ich nicht, dass sie eine Partei werden, wie wir sie gewähnt sind. Mein Gott, sie waren eine Interessengesellschaft für das Surfen in der 2. Welt, sprich im Internet. DA wollen sie ihre Freiheit haben und möglichst viel Zeit, um dort Großes zu erleben. Sie interessierten sich eigentlich nur für die Voranssetzungen, die sie für die Kommunikation brauchen. Nun auf einmal dieser Ansturm von Wählern, in M-V wurden aus 200 über Nacht 400 Mitglieder. Das macht ja schon riesenarbeit: Einrichtungen, Organisationen aller Art. Regelungen, Papierkram, der ihnen gar nicht liegt usw. usf. Dem Einen sagte ich: Na, ihr kommt, ohne es zu wollen, in die Lage, große Politik zu machen. Der sagte bloß: Na ja, in Berlin haben sie ja schon damit angefangen. Nun haben sie ja einen viel versprechenden Apparatwick gewählt (studiert, erfahren durch Militärdienst, nicht zu jung, nicht zu alt). Also da tut sich was.
    das Internet spricht gerade dafür, dass eine neue Politik und Wirtschaftsform und somit etwas wie die Piraten gebraucht wird. Einerseits ist es die aktive Form der Bürgerbeteiligung, das Einbringen der Bürger in Politik, anderseits die neue Form des Zusammenlebens: Abends in die Kneipe wird es zukünftig immer weniger geben. Lange Wege durch die Stadt, um etwas zu Konsumieren ebenfalls. Heimarbeitsplätze, Automatisierungen, etc.pp. - Das Leben wird sich verstärkt im virtuellen Raum abspielen. Marktwirtschaft ist da tatsächlich flexibel. Die Politik der der herrschenden Parteien ist es nicht, weswegen sie nicht mehr zeitgemäß ist und sich die alten Medien, die ihre Steigbügelhalter waren, mit altenhergebrachten Manipulationsversuchen in Auflösung befinden.

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  5. #85
    Lind Gren aktives Forenmitglied Avatar von otix
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    Zitat Zitat von guenthie Beitrag anzeigen
    Nach meinen Begignungen mit den Piraten glaube ich nicht, dass sie eine Partei werden, wie wir sie gewähnt sind. Mein Gott, sie waren eine Interessengesellschaft für das Surfen in der 2. Welt, sprich im Internet. DA wollen sie ihre Freiheit haben und möglichst viel Zeit, um dort Großes zu erleben. Sie interessierten sich eigentlich nur für die Voranssetzungen, die sie für die Kommunikation brauchen. Nun auf einmal dieser Ansturm von Wählern, in M-V wurden aus 200 über Nacht 400 Mitglieder. Das macht ja schon riesenarbeit: Einrichtungen, Organisationen aller Art. Regelungen, Papierkram, der ihnen gar nicht liegt usw. usf. Dem Einen sagte ich: Na, ihr kommt, ohne es zu wollen, in die Lage, große Politik zu machen. Der sagte bloß: Na ja, in Berlin haben sie ja schon damit angefangen. Nun haben sie ja einen viel versprechenden Apparatwick gewählt (studiert, erfahren durch Militärdienst, nicht zu jung, nicht zu alt). Also da tut sich was.
    das Internet spricht gerade dafür, dass eine neue Politik und Wirtschaftsform und somit etwas wie die Piraten gebraucht wird. Einerseits ist es die aktive Form der Bürgerbeteiligung, das Einbringen der Bürger in Politik, anderseits die neue Form des Zusammenlebens: Abends in die Kneipe wird es zukünftig immer weniger geben. Lange Wege durch die Stadt, um etwas zu Konsumieren ebenfalls. Heimarbeitsplätze, Automatisierungen, etc.pp. - Das Leben wird sich verstärkt im virtuellen Raum abspielen. Marktwirtschaft ist da tatsächlich flexibel. Die Politik der der herrschenden Parteien ist es nicht, weswegen sie nicht mehr zeitgemäß ist und sich die alten Medien, die ihre Steigbügelhalter waren, mit altenhergebrachten Manipulationsversuchen in Auflösung befinden. Die Globalisierung im Internet ist schon wesentlich weiter als die im realen Leben...

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  6. #86
    Im Herzen Kiewljan Stammuser Avatar von Timirjasevez
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    Zitat Zitat von otix_ Beitrag anzeigen
    das Internet spricht gerade dafür, dass eine neue Politik und Wirtschaftsform und somit etwas wie die Piraten gebraucht wird. Einerseits ist es die aktive Form der Bürgerbeteiligung, das Einbringen der Bürger in Politik, anderseits die neue Form des Zusammenlebens: Abends in die Kneipe wird es zukünftig immer weniger geben. Lange Wege durch die Stadt, um etwas zu Konsumieren ebenfalls. Heimarbeitsplätze, Automatisierungen, etc.pp. - Das Leben wird sich verstärkt im virtuellen Raum abspielen. Marktwirtschaft ist da tatsächlich flexibel. Die Politik der der herrschenden Parteien ist es nicht, weswegen sie nicht mehr zeitgemäß ist und sich die alten Medien, die ihre Steigbügelhalter waren, mit altenhergebrachten Manipulationsversuchen in Auflösung befinden. Die Globalisierung im Internet ist schon wesentlich weiter als die im realen Leben...
    Volle Übereinstimmung.
    Doch sagen mir meine praktischen Erfahrungen vor Ort, dass wir da noch absolut am Anfang stehen.
    In Berlin, München, Hamburg & Co. mag das anders aussehen, aber auf dem flachen Land, besonders in Ostdeutschland, ist Flaute.

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  7. #87
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    Den produzierenden Malocher gibt es noch, nur immer weniger hier bei uns.
    Sich bewußt zu machen das es unterschiedliche Gesellschaftsschichten gibt ist ja richtig, Klassenkampf der dazu führt das die Menschen sich gegenseitig hassen aber nicht, gute Löhne und eine Gewinnbeteiligung der Arbeitnehmer wären wesentlich effektiver.
    Das Internet schafft keine neue Wirtschaftsform, die Waren müssen nach wie vor tatsächlich von jemandem produziert werden.
    Bei den Piraten ist wie es scheint noch offen wie sie sich entwickeln, manches an ihnen wirkt sympathisch, dass sie die Quote ablehnen und sich fürs BGE einsetzen finde ich aber fragwürdig.

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  8. #88
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    @ Timirjasevez

    "Nichts menschliches ist uns fremd" ist einer der schönsten Sätze die jemals gesagt wurden.

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  9. #89
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    Zitat Zitat von otix_ Beitrag anzeigen
    das Internet spricht gerade dafür, dass eine neue Politik und Wirtschaftsform und somit etwas wie die Piraten gebraucht wird. Einerseits ist es die aktive Form der Bürgerbeteiligung, das Einbringen der Bürger in Politik, anderseits die neue Form des Zusammenlebens: Abends in die Kneipe wird es zukünftig immer weniger geben. Lange Wege durch die Stadt, um etwas zu Konsumieren ebenfalls. Heimarbeitsplätze, Automatisierungen, etc.pp. - Das Leben wird sich verstärkt im virtuellen Raum abspielen. Marktwirtschaft ist da tatsächlich flexibel. Die Politik der der herrschenden Parteien ist es nicht, weswegen sie nicht mehr zeitgemäß ist und sich die alten Medien, die ihre Steigbügelhalter waren, mit altenhergebrachten Manipulationsversuchen in Auflösung befinden.
    Das ist eine vollkommen erwartbare Zukunft. Der alten Gesellschaftsform geht es an den Kragen. Die Menschen können sich aus eigener Kraft orientieren, warnen, kommunizieren und organisieren. Das hat der Ägyptische Frühling bewiesen. Wir haben aber dann erleben müssen, dass die bewaffnete Gegenmacht noch die Überkraft hat. Ich habe damals geschrieben: "Wenn die sonst so herrischen arabischen Familienväter nicht ihre Söhne nach Hause rufen, bleibt es bei einer halben Revolution." In der Armee aber gab es eben noch keine Computer.

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  10. #90
    weniger aktives Forenmitglied
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    Zitat Zitat von Timirjasevez Beitrag anzeigen
    Volle Übereinstimmung.
    Doch sagen mir meine praktischen Erfahrungen vor Ort, dass wir da noch absolut am Anfang stehen.
    In Berlin, München, Hamburg & Co. mag das anders aussehen, aber auf dem flachen Land, besonders in Ostdeutschland, ist Flaute.
    Da hast dun leider Recht.
    Die Masse der Piraten wirkt in den Städten. Labtops sind ziemlich teuer. Aber das ist eine Frage der Zeit.
    Ich sehe im Moment nur zwei Wege:
    Entweder die Linkspartei reformiert sich
    oder die Piraten erlangen Parteigröße.

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