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Alt 01.07.2010, 12:04   #51
Clara
Erfahrener Benutzer
Stammuser
 
Registriert seit: 17.03.2009
Beiträge: 294
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Es ging bei der Aufstellung von Herrn Gauck nie auch darum das er Bundespräsident wird, sondern einzig und alleine darum eine Einigkeit des bürgerlichen Lagers herzustellen und uns als Gegner der Stasiaufarbeitung darstellen zu können.

Eine ganz klare Trennlinie wurde so gezogen, auf der einen Seite der willige Hofstaat der Ackermänner und auf der anderen Seite, weiterhin an den Rand gedrängt und von allen anderen beschimpft, wir.
Diese Trennlinie ist in soweit begrüßenswert, als das sie etwas wahres aussagt, allerdings wird uns massiv DDR Verherrlichung unterstellt, weil wir Herrn Gauck nicht mitgewählt haben, darauf hätten wir besser reagieren müssen.

Man hätte mehr dazu sagen müssen um sich zu wehren, vor allem hätte man die Positionen des Herrn Gauck im Vorfeld zitieren und kritisieren müssen.
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Alt 01.07.2010, 19:55   #52
otix_
Lind Gren
 
Registriert seit: 07.08.2008
Beiträge: 1.927
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Der Gewinner des gestrigen Geschehens, dass sich "Wahl" nannte und oft sogar den Zusatz "demokratisch" trug, ist entgegen aller Verlautbarungen der einschlägigen Presse ganz klar: Die Linke.

Zugegeben den Gauck hätte ich schon gern gesehen, doch der Medienrummel und die Lobhudelei im Vorfeld, waren doch zu viel des Guten. Im Nachhinein glaube ich, dass Hr. Gauck ein U-Boot war. Das aufdringliche und fast schon an Nötigung grenzende Gebaren des SPD-Vorsitzenden Gabriel, als es um das Wahlverhalten der Linken ging, war jenseits eines gelassenen und souveränen Auftreten - und verdächtig! Hier wurde ganz klar Druck ausgeübt, nicht aber um einer guten Person wegen, sondern wegen persönlicher Machtgelüste. Erfolgreich wurde beides abgewehrt.
Die Falle, in die die Linken tappen sollten, um ihr im Nachhinein das Prädikat "Fähnchen im Wind" zu Teil werden zu lassen, wenn sie Herrn Gauck doch gewählt hätte, und U-Boot Gauck - den Wulf im neoliberalen Schafpelz - zur Kaiserkrönung gebracht (duch die Linke) wenn sie ihn gewählt hätte.
Aus der Genugtuung, die die bürgerlichen Lager von schwarz bis rot dann eingefahren hätten wurde somit auch nichts.

Die Linke hat wieder einmal Stärke bewiesen und ist, allein schon auf Grund ihrer Funktion als Reizobjekt, noch einmal mehr zu einer echten Wahloption geworden. Das aufgeregte Herumgeschnatter aus dem Lobbyistenlager und die propagandistischen Meldungen der Presse, die das Gegenteil behaupten wollen, sprechen eine deutliche Sprache. Da nutzen auch keine plumpen SED-Vorwürfe oder das debile Verfassungsschutzgerede.

Glück auf!
__________________
www.politikbasis.de

Geändert von otix_ (01.07.2010 um 20:00 Uhr). Grund: Änderungen
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Alt 01.07.2010, 20:41   #53
Spökes
Schäng
 
Benutzerbild von Spökes
 
Registriert seit: 12.08.2008
Beiträge: 1.626
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Zitat:
Zitat von Clara Beitrag anzeigen
Diese Trennlinie ist in soweit begrüßenswert, als das sie etwas wahres aussagt, allerdings wird uns massiv DDR Verherrlichung unterstellt, weil wir Herrn Gauck nicht mitgewählt haben, darauf hätten wir besser reagieren müssen.

Man hätte mehr dazu sagen müssen um sich zu wehren, vor allem hätte man die Positionen des Herrn Gauck im Vorfeld zitieren und kritisieren müssen.
Nee, sagt mal nicht soviel weil die Leute ja nicht blöde sind und durchaus sehr deutlich mitbekommen, was da versucht wird zu zaubern. Wichtig ist, finde ich, dass ihr dies demnächst in Düsseldorf ebenfalls so durchzieht. Wenn ihr sie richtig auflaufen lasst fangen sie an, sich aufzuregen. Damit habt ihr gänzlich gewonnen.
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Alt 01.07.2010, 21:23   #54
Britta
beurlaubt
 
Registriert seit: 08.08.2008
Beiträge: 4.477
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Wie hätten eigentlich die Medienberichte ausgesehen, wenn sie statt Gauck über Wulff berichtet hätten?

Könnte mir vorstellen, dass dann Gauck die Mehrheit bekommen hätte.
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Alt 01.07.2010, 23:44   #55
Elfer
beurlaubt
 
Registriert seit: 03.01.2010
Beiträge: 967
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@clara
Weil es für Gauck in erster Linie um Deutschland geht. Ein Land, dessen soziale Marktwirtschaft sich zugegebener Maßen stark in eine kapitalistische Ausprägung entwickelt.

Doch ist dieses Land sein Kriegsende demokratisch und hat seine Demokratie über die Jahre gefestigt und entwickelt. Das sich Attribute, mit denen sozialistisch oder kommunistisch geführte Staaten nicht aufweisen können. Sie können in der Regel nur dann überleben und funktionieren, wenn sie Menschen unterdrücken und grenzenlos kontrollieren. Du kannst es jetzt so sehen, dass die persönliche Freiheit mit der wirtschaftlichen Unfreiheit erkauft wurde. Das entspricht in etwas der aktuellen Lage.

Dies ist aber der Grund, warum er Gauck erst einmal keinen Grund hat, über Deutschland hinaus die Missstände zu beklagen.

Die Meinungsfreiheit ist in Deutschland zu einem sehr hohen Grad gewahrt und gefördert. Es hat hier keine Kommunistenhatz gegeben, ebenso wenig wie eine Nazihatz.

Es hat Verbote gegeben, die beide Seiten betroffen haben. Aber Verbote auf einer nachvollziehbaren verfassungsrechtlichen Grundlage. Warum gab es diese? Weil diese Parteien und Organisation offen gegen die verfassungsrechtliche Ordnung dieses Landes agiert haben. Ein Schutzmechanismus der Demokratie.
Die Meinungsfreiheit ist gewahrt, das zeigt die Vielfalt der rechten und linken Parteien.
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Alt 01.07.2010, 23:58   #56
oloool
Dr. Annu Naki
Stammuser
 
Benutzerbild von oloool
 
Registriert seit: 08.08.2008
Beiträge: 1.682
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Zitat:
Zitat von Britta Beitrag anzeigen
Wie hätten eigentlich die Medienberichte ausgesehen, wenn sie statt Gauck über Wulff berichtet hätten?

Könnte mir vorstellen, dass dann Gauck die Mehrheit bekommen hätte.


Das war schon eine Oper, die ganze Wahl.
Vor allem das Drumherum, Davor und Danach.

Viel Schein und Lüge bekleidete den Herrn Gauck.
Bei Wulff ist einigen klar, dass er christlicher Messianist/Apokalyptiker ist.
Doch für Gauck wurde extrem gelogen:
Diese Wiki-Biographie kann gar nicht authentisch sein.

Egal.
Noch saftiger sind die Reaktionen aus SPD- und grünen Kreisen: Voller Zynismus und (Selbst)Hass stecken diese Kommentare gegenüber der Linken zur BP-Wahl. Die grüne Roth dreht vollkommen durch.

Keiner der "freien"/"christlichen" und "sozialen" "Demokraten" erinnert sich an das wichtige Wahlrecht einer freien und geheimen Wahl: Auch und erst recht auch in der Bundesversammlung.

Das ist peinlich! Aber auch erleuchtend.


Gerade sprach der alte Arbeitsminister Blüm bei Phönix.
Mein Applaus.
__________________
Jeder Anfang ist ein [kleiner] Abschied.

Geändert von oloool (02.07.2010 um 00:01 Uhr).
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Stichworte
ausgefressen, bundespräsident, gauck, margot käßmann, politische wirrköpfe, wulff

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