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Alt 08.02.2011, 20:17   #11
Sebastian Hauk
Kapitalist
Stammuser
 
Registriert seit: 15.10.2009
Beiträge: 1.053
  
Standard

Hallo EF1987,

Zitat:
Zitat von EF1987 Beitrag anzeigen
Die Richtung ist schon mal nicht schlecht.
Aber warum ist hier dann eine Betragsgrenze erforderlich ?
weil es zum Beispiel Bäckereien gibt, welche die Zutaten für Ihre belegten Brötchen, auch beim Supermarkt nebenan kaufen. Und dann müsste doch der Supermarkt immer fragen, ob der Käufer jetzt Unternehmer ist oder nicht.

Auch im normalen Schreibwarengeschäft oder an der Tankstelle wird jetzt für wenig Geld eingekauft oder getankt. Auch hier müsste dann immer der Unternehmer beweisen, dass er Unternehmer ist.

Und dieses wäre sehr aufwändig.

Wobei es Deine Regelung bei Bauleistungen zwischen Unternehmen, die selber diese Bauleistungen ausführen, schon gibt.

http://www.info-hotline.niedersachse...86&_psmand=110

Hier werden dann die Rechnungen netto ohne Umsatzsteuer ausgestellt, um Umsatzsteuerbetrug zu verhindern.

Und hier der Paragraph:

Zitat:
§ 13b Abs. 2 Nr. 4 UStG
Werklieferungen und sonstige Leistungen, die der Herstellung, Instandsetzung, Instandhaltung, Änderung oder Beseitigung von Bauwerken dienen, mit Ausnahme von Planungs- und Überwachungsleistungen. Nummer 1 bleibt unberührt;

§ 13b Abs. 5 Satz 2 UStG
In den in Absatz 2 Nummer 4 Satz 1 genannten Fällen schuldet der Leistungsempfänger die Steuer, wenn er ein Unternehmer ist, der Leistungen im Sinne des Absatzes 2 Nummer 4 Satz 1 erbringt;

§ 13b Abs. 5 Satz 3 UStG
Die Sätze 1 und 2 gelten auch, wenn die Leistung für den nichtunternehmerischen Bereich bezogen wird
http://dejure.org/gesetze/UStG/13b.html

Die Werklieferung wird in § 3 Abs.4 UStG definiert:

Zitat:
(4) Hat der Unternehmer die Bearbeitung oder Verarbeitung eines Gegenstands übernommen und verwendet er hierbei Stoffe, die er selbst beschafft, so ist die Leistung als Lieferung anzusehen (Werklieferung), wenn es sich bei den Stoffen nicht nur um Zutaten oder sonstige Nebensachen handelt. Das gilt auch dann, wenn die Gegenstände mit dem Grund und Boden fest verbunden werden.
http://dejure.org/gesetze/UStG/3.html

Gruß

Sebastian

Geändert von Sebastian Hauk (08.02.2011 um 21:45 Uhr).
Sebastian Hauk ist offline   Mit Zitat antworten


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Alt 10.02.2011, 00:48   #12
Tony Katz
Tony Katz
 
Registriert seit: 10.02.2011
Ort: Hessen
Beiträge: 7
  
Standard vorsteuer weglassen? - Vorsteuerabzug weg!!!

Hallo,
Ich möchte folgendes Modell in die Runde werfen:
Warum nicht ALLE Steuern abschaffen (einzige Ausnahmen auf Zigaretten und solange wir noch mit Verbrennungmotoren unterwegs sind auf Öl auch auf Biosprit der kein Bio ist)?
AUSSER EINER Steuer: der Umsatzsteuer:
diese ist NICHT RÜCKERSTATTUNGSFÄhig: zu deutsch: kein Abzug der Vorsteuer! Ein Loch gestopft: kein Vorsteuerbetrug mehr möglich (geht in die Millarden!).
Weitere Maßnahmen: KEINERLEI Umsatzsteuern auf Grundbedürfnisse wie Wohnen (inkl. Hausbau), öffentlicher Nahverkehr, Nahrungsmittel, Gesundheitsdienstleistungen und natürlich Bildung, Kultur und Soziales.
Aber: durch die nichtabzugsfähigkeit der Vorsteuer verteuern sich natürlich die Produkte (außer siehe oben) teils kräftig. Deswegen hat der Erfinder (Jörg Gastmann) sich noch folgendes nettes überlegt: Er verbindet den Umsatzsteuersatz (nur der Unternehmen mit über 250.000 Euro Jahresumsatz, sein Vorschlag) mit der Beschätigungsintensität: zu deutsch: wer viel Umsätze macht (natürlich branchenbezogen) MUSS mehr Beschäftigung (natürlich mit einem ordentlichen Mindestgehalt: Vorschlag: 2000 Euro brutto=netto pro Monat) bieten - oder er muß teurer verkaufen: Netter Nebeneffekt: Produzieren in Deutschland hat enorme Vorteile, es gibt keine Arbeitslosigkeit mehr, Niedriglohnsektor wird auch abgeschafft und unnütze Verwaltung wird stark abgebaut, Staatsverschuldung (Zinszahlungen!!!) werden innerhalb kürzester Zeit abgebaut usw.
wer mehr wissen will, hier steht es: http://bandbreitenmodell.de das Bandbreitenmodell
Gruß,
Tony Katz
(der innerhalb von Stunden (im Mai 2010) nach Entdeckung des Bandbreitenmodells endlich eine politische Heimat gefunden hat, da "DIE" bandbreitenmodell Partei ein Hauptziel hat:
ENTMACHTUNG DER (etablierten lobbyistischen Einheitsparteien Deutschlands) Parteien: siehe dieses Interview in telepolis:
http://www.heise.de/tp/r4/artikel/34/34089/1.html
Tony Katz ist offline   Mit Zitat antworten


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Alt 17.02.2011, 22:19   #13
EF1987
Neuling
 
Registriert seit: 30.01.2011
Beiträge: 20
  
Standard

Das Lächerlichste am momentanen USt-System ist, dass bei der Kritik am momentanen USt-System immer auf sog. länderübergreifende "Karrussellgeschäfte" verwiesen wird, bei denen Betrugsfälle sehr anfällig sind, da hier Finanzämter unterschiedlicher Länder im Spiel sind (USt-Begünstigter ist immer das Bestimmungsland, nicht das Ursprungsland).

Aus meiner Sicht stellt sich hier die Frage:
Wie kommt man auf den seltsamen Gedanken, ausländische Geschäfte zu betrachten und zu untersuchen, obwohl das USt-System noch nicht einmal im eigenen Inland richtig funktioniert ? Man muss immer zuerst den Kern eines Systems (= Inland) analysieren und berichtigen, bevor man die Folgen der Katastrophe erforscht.
In diesem Fall wird das Pferd von hinten her aufgerissen, anstatt Schritt für Schritt :-)
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Stichworte
abschaffung, sog, vorsteuer

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