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02.03.2010, 21:06
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#1
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beurlaubt
Registriert seit: 03.01.2010
Beiträge: 967
Stimmung:
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Lobbyismus, Parteispenden und Nebentätigkeit
Mir wäre es lieber, Politik würde sich langsam wieder auf Politik konzentrieren.
Mir hat mal ein Verfassungsrechtler deutlich gemacht, dass Politik ohne eine Nähe zur Wirtschaft nicht handlungsfähig ist. Es war nachvollziehbar.
Nicht mehr nachvollziehbar sind die Meldungen der letzten Jahre...
Kohl hat vor vielen Jahren aus seinen Schwabbelbacken scharf gegen die Beamtenschaft geschossen und damit eine parteiübergreifende Hetzjagd ausgelöst.
Es wird Zeit, dass diese Hetze auf die Giftspucker zurück fällt.
Politiker lassen sich Smalltalk gut bezahlen. Nennen Firmennamen in werbewirksamen Reden. Entgeltliche und ehrenamtliche Tätigkeiten, Beteiligungen etc. lassen kaum noch Platz für politische Arbeit.
Diese wird dann von Lobbyisten ersetzt.
Nein, ich glaube immer noch nicht an die Kapitalmafia, Verschwörung des Kapitals und die Weltherrschaft.
Ich glaube aber, dass unserer Politker an ihre ureigenste Aufgabe erinnert wrden müssen. Aus diesem Glauben erwächst aber gleichzeitig die Besorgnis, dass immer mehr Wähler den Rattenfängern auf den Leim gehen.
Hab ich Grund zur Besorgnis?
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02.03.2010, 21:27
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#2
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Erfahrener Benutzer
Stammuser
Registriert seit: 07.08.2008
Beiträge: 1.574
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Zitat:
Zitat von Elfer
Politiker lassen sich Smalltalk gut bezahlen. Nennen Firmennamen in werbewirksamen Reden. Entgeltliche und ehrenamtliche Tätigkeiten, Beteiligungen etc. lassen kaum noch Platz für politische Arbeit.
Diese wird dann von Lobbyisten ersetzt.
Nein, ich glaube immer noch nicht an die Kapitalmafia, Verschwörung des Kapitals und die Weltherrschaft.
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Das geht ja viel weiter, als Schleichwerbung in Reden, wie etwa die Empfehlungen privater Altersvorsorge.
Da werden Gesetze extra für Versicherungskonzerne gemacht. Anschließend kriegt der Herr Riester dann gutbezahlte Redeauftritte und Beraterjobs. Oder man tut was für die Sklavenhändler und macht dann nachher bei denen noch viel Geld.
Am schlimmsten sind aber so Fälle wie die Bundesdruckerei.
Wenn man sich das näher anschaut, glaubt man an keinen Rechtsstaat mehr.
Und gerade die SPD hat hier das Volksvermögen den Finanzhaien und Gangstern in den Rachen geschaufelt. Cross-Border-Leasing und was nicht alles für Machenschaften. Inzwischen sind wir wirklich eine Bananenrepublik und unsere Politiker übertreffen die Korruption in der Dritten Welt.
Da muss dann die Bayern LB unbedingt eine österreichische Hypo-Alpe-Adria für Milliarden kaufen, die wertlos war. Natürlich haben gutinformierte Kreise noch vorher ein Aktienpaket erworben und das mit Riesenprofit gleich wieder losgeschlagen. Lauter Promis in diesen Finanzkreisen. Man wird es aber wohl unter den Teppich kehren.
Was willst Du machen Elfer, nachdem Du es kapiert hast?
Besser Du bleibst ahnungslos. Was man nicht weiß, macht einen nicht heiß, oder wie das Sprüchlein lautet. Wenn man Pech hat, stolpert man eines Tages ganz unversehens hinter die Bühne und sieht, was gespielt wird in Wirklichkeit.
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02.03.2010, 21:36
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#3
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beurlaubt
Registriert seit: 03.01.2010
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Zitat:
Zitat von Hellmann
...
Was willst Du machen Elfer, nachdem Du es kapiert hast?
Besser Du bleibst ahnungslos. Was man nicht weiß, macht einen nicht heiß, oder wie das Sprüchlein lautet. Wenn man Pech hat, stolpert man eines Tages ganz unversehens hinter die Bühne und sieht, was gespielt wird in Wirklichkeit.
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Naja, ich sagte ja schon, dass ich eben keiner irgendwie gearteten Phantasie anhänge.
Nachdem ich es kappiert habe? Hört sich fast so an, als wäre ich soeben erleuchtet worden. Nein, diese Umstände sind mir so lange bewußt, wie es sie gibt.
Was ich mache? Ich werde trotzdem nicht extrem wählen. Ich werde den Politikern die ich persönlich kenne von meinem Unmut in Kenntnis setzen und ihnen meine Erwartungen mit auf den Weg geben. Dann werde ich beobachten und überlegen, welcher Schritt der nächste ist. Vielleicht trete ich einer Partei bei. Vielleicht lebe ich einfach die Demokratie und den Rechtstaat und halte meine Kinder an, sich an die wesentlichen Werte zu erinnern und - auch wenn es immer schwerer wird - danach zu leben.
Ich glaube, ich habe schon sehr viel in diesem Leben getan, um die Welt besser zu machen. Ich wollte die nächsten 55 Jahre nicht damit aufhören.
Ahnungslos? Sind die Menschen, die sich mit der Realität befassen ahnungslos? Ich dachte das träfe gerade auf die zu, die in alles etwas hineindichten müssen, damit sich ihre Argumente nicht selbst enttarnen.
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02.03.2010, 21:51
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#4
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beurlaubt
Registriert seit: 08.08.2008
Beiträge: 4.476
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Zitat:
Zitat von Elfer
Mir wäre es lieber, Politik würde sich langsam wieder auf Politik konzentrieren.
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Bei den Politikern konzentriert sich Politik darauf, der Wirtschaft jeden Freiraum einzuräumen.
Zitat:
Zitat von Elfer
Mir hat mal ein Verfassungsrechtler deutlich gemacht, dass Politik ohne eine Nähe zur Wirtschaft nicht handlungsfähig ist. Es war nachvollziehbar.
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Die Wirtschaft würde einfach mit Arbeitsplätzen dahin gehen, wo sie bessere Verdienstmöglichkeiten findet.
Zitat:
Zitat von Elfer
Nicht mehr nachvollziehbar sind die Meldungen der letzten Jahre...
Kohl hat vor vielen Jahren aus seinen Schwabbelbacken scharf gegen die Beamtenschaft geschossen und damit eine parteiübergreifende Hetzjagd ausgelöst.
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Für die Beamtenpensionen wurden keine Rücklagen gebildet. Da muß man schon mal vorbauen, damit das Volk fordert, nur noch Mindestsätze zu zahlen. Rentner sind genauso überflüssig wie HartzIV-Empfänger.
Zitat:
Zitat von Elfer
Es wird Zeit, dass diese Hetze auf die Giftspucker zurück fällt.
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Der Meinung ist wohl die Mehrheit.
Ich finde, das hier ist ein guter Ansatz:
http://www.politik-sind-wir.de/showthread.php?t=11572
Zitat:
So kann es nicht weiter gehen. Aber wie beenden wir das ?
Indem wir Druck auf die herrschenden Kreise aufbauen, öffentliches Interesse für unsere Werte und politischen Anliegen wecken und wie am Ende der DDR zeigen, dass WIR das Volk sind und nicht die Schauspieler in den Propagandazentralen von Presse, Politik und Apparat. Dafür müssen wir eine für alle sichtbare und kraftvolle geistige Strömung initiieren, die nicht auf herkömmliche und gescheiterte Mittel der Meinungsäusserungen wie Demonstrationen und Versammlungen zurückgreifen muss, an deren zahlenmässiger Beteiligung meist alles auf Biegen und Brechen scheitert.
Ziel muss es sein in den Menschen positive Grundstimmung, Verständnis und Sympathie hervorzurufen, nicht nur für die gemeinsame geistige Strömung, sondern auch für einander und vor allem für sich selbst. Hierbei spielen Symbolik, Ästhetik und kreative Eleganz eine wichtige Rolle.
Inspirieren wir die Schulen, Bildungsstätten und Universitäten, auf das sie wieder Orte des Lernens und der Suche nach dem Fortschritt sind und nicht mehr Fischteich der Konzerne. Dringen wir vor bis in die Gewerkschaftshäuser und Werkskantinen und erinnern wir sie an alte Zeiten.
Laden wir die Kirchengemeinden ein, sich zu beteiligen und erinnern wir uns dabei daran, dass noch nie alle in die gleiche Kirche gingen. Ergreifen wir Missverständnisse als Gelegenheit sie zu lösen. Begreifen wir, dass die Welt sich verändert hat seit sie existiert und dass sie für uns nicht damit aufhören wird.
Lassen wir im Staffellauf der Epochen nicht den Stab in den Staub fallen, geben wir nicht auf was uns nicht gehört. Lasst uns nicht unserer nächsten Generation gegenüberstehen und zynisch die leeren Hände heben. Wenden wir uns gegen Zustände, nicht Bevölkerungsteile und seien wir die Feder im Land der Dichter und Denker, die ein neues Kapitel unserer Republik des 21.Jahrhunderts schreibt.
Ergeben wir uns nicht der Macht des Krieges durch Kapitulation oder “Appeasement”, sondern kontern wir mit der Sympathie des Volkes für unsere Sache, mit Diplomatie und der Farbe des Friedens.
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Zitat:
Zitat von Elfer
Politiker lassen sich Smalltalk gut bezahlen. Nennen Firmennamen in werbewirksamen Reden. Entgeltliche und ehrenamtliche Tätigkeiten, Beteiligungen etc. lassen kaum noch Platz für politische Arbeit.
Diese wird dann von Lobbyisten ersetzt.
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Alles richtet sich nach der Wirtschaft und nicht nach den Menschen.
Zitat:
Zitat von Elfer
Nein, ich glaube immer noch nicht an die Kapitalmafia, Verschwörung des Kapitals und die Weltherrschaft.
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Wenn Banken so groß werden dürfen wie Goldman Sachs oder JP Morgan, dann können diese sämtliche Märkte manipulieren und sie tun das auch.
Zitat:
Zitat von Elfer
Ich glaube aber, dass unserer Politker an ihre ureigenste Aufgabe erinnert wrden müssen. Aus diesem Glauben erwächst aber gleichzeitig die Besorgnis, dass immer mehr Wähler den Rattenfängern auf den Leim gehen.
Hab ich Grund zur Besorgnis?
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Ich denke, es nutzt nichts 'diese' Politiker an ihre ureigenste Aufgabe zu erinnern. Das sind keine Politiker, das sind Marionetten.
Ich höre denen schon lange nicht mehr zu, egal welche Partei es ist.
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