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22.03.2010, 21:14
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#21
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Erfahrener Benutzer
Stammuser
Registriert seit: 03.08.2009
Beiträge: 229
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mit gezieltem mobbing, ich muß das leicht ergänzen, werden ja nicht billige leute vertrieben, sondern jene, die ihre leistung zu teuer servieren oder die eingespart werden sollen. in dem fall ist mobbing eindeutig ein instrument der ausbeutung.
auch, z.b., um relativ aufmöpfige mitarbeiter loszuwerden.
http://de.wikipedia.org/wiki/Mobbing
in betrieben wird mobbing organisert. z.b. durch einen chef, der seinen, den zuküftig zu mobbenden mitarbeiter, vor allen kollegen blosstellt und damit das startzeichen gibt. er untergräbt damit öffentlich seine autorität und setzt ihn zur jagt frei:-))) er versagt ihm die hilfe, um ihn klein zu machen. mobbing ist immer organisiert und bedarf der ausbeutung durch auslese.
der psychoterror, was anderes ist mobbing nicht, wird gezielt in familien eingesetzt, z.b. durch kinderwerbung oder eben durch werbung, die generell oder mehrheitlich, nur teile der familie direkt anspricht. der angesprochene
(beworbene) teil der familie setzt dann den rest unter den psychoterror. einkaufende mütter mit kindern können davon ein lied singen.
von schuh-, creme-, fertiggerichte- und klamottenkauf will ich gar nicht erst anfangen:-))))
symbolisieren, @britta; damit ist die gesetzgebung und ihre auslegung gemeint.
mit ner klaren gesetzgebung ist es unmöglich, zu mobben.
dehalb vermute ich, wenn ein gemobbter in den beweiszwang getrieben wird,
braucht mer auch das gesetz nicht schreiben oder sooo lautstark proklamieren.
damit wird gezeigt, daß keiner der gesetzgeber mobbing ernsthaft bekämpfen möchte.
kh
Geändert von bejaka (22.03.2010 um 21:33 Uhr).
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22.03.2010, 21:41
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#22
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beurlaubt
Registriert seit: 08.08.2008
Beiträge: 4.476
Stimmung:
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Zitat:
Zitat von bejaka
mit gezieltem mobbing, ich muß das leicht ergänzen, werden ja nicht billige leute vertrieben, sondern jene, die ihre leistung zu teuer servieren oder die eingespart werden sollen. in dem fall ist mobbing eindeutig ein instrument der ausbeutung.
auch, z.b., um relativ aufmöpfige mitarbeiter loszuwerden.
http://de.wikipedia.org/wiki/Mobbing
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Es ist ein Mittel um Arbeitnehmer rauszuekeln, klar.
Das kann aber auch nach hinten losgehen und für die Firma sehr teuer werden.
Zitat:
Zitat von bejaka
in betrieben wird mobbing organisert. z.b. durch einen chef, der seinen, den zuküftig zu mobbenden mitarbeiter, vor allen kollegen blosstellt und damit das startzeichen gibt. er untergräbt damit öffentlich seine autorität und setzt ihn zur jagt frei:-))) er versagt ihm die hilfe, um ihn klein zu machen. mobbing ist immer organisiert und bedarf der ausbeutung durch auslese.
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Nein, die meisten Mobbingfälle sind nicht organisiert. Sie ergeben sich aus Antipathien.
In den wenigsten Fällen ist das Startzeichen einen Kollegen vor den Anderen bloßzustellen. Sowas wäre Zufall.
Wenn z.B. die Geschäftsführung beschliessen würde, Personal durch Mobbing abzubauen, so würde das fast unbemerkt von den gemobbten Personen geschehen. Die Gefahr von Schmerzensgeldklagen ist zu hoch. Da kommen eher so Sachen wie der Entzug von Zuständigkeiten, das Unterschieben von kleinen Fehlern, das Verschwinden von wichtigen Dokumenten. Weiterer Entzug von Arbeit. Irgendwann sitzt der Gemobbte dann da und weiß gar nicht mehr, wie er die Zeit noch totschlagen soll. Das geht alles schleichend. Dann kommen niedere Arbeiten (er hat ja Zeit), die keiner machen möchte und der Rest ergibt sich dann von selbst. Vielleicht erwischt man ihn ja, wenn er beim Zeit totschlagen was privates macht, dann gibt's die erste Abmahnung. So läuft das eher.
Zitat:
Zitat von bejaka
der psychoterror, was anderes ist mobbing nicht, wird gezielt in familien eingesetzt, z.b. durch kinderwerbung oder eben durch werbung, die generell oder mehrheitlich, nur teile der familie direkt anspricht. der angesprochene
(beworbene) teil der familie setzt dann den rest unter den psychoterror. einkaufende mütter mit kindern können davon ein lied singen.
von schuh-, creme-, fertiggerichte- und klamottenkauf will ich gar nicht erst anfangen:-))))
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Da gehört dann aber auch die Familie dazu, in der sowas ankommt. Von Werbung würde ich mich jetzt nicht gemobbt fühlen. Es gibt ja Werbung für jedes Alter. Das ist mir zu weit hergeholt.
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23.03.2010, 19:30
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#23
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beurlaubt
Registriert seit: 03.01.2010
Beiträge: 967
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Sicher gibt es ein hierarchisches Mobbing.
Ebenso sicher gibt es das gruppendynamische Mobbing. Da wo sich innerhalb einer Gruppe ein "Opfer" herausstellt, wird an der Ausgrenzung, Erniedrigung und vielfältigen Attacken gearbeitet.
Motivationen kann es viele geben. Konkurrenz oder einfach nur Macht. Ich glaube dass gerade das Mobbing der "Kollegen" schlimm ist. Hier fühlt man sich unter seines gleichen oder sollte es. Hier erwartet man Solidarität. Hier geht man tagtäglich viele Stunden mit den Mobbern um. Hier fühlt man sich ohne Rückhalt und verloren.
Wir man von oben gemobbt, kann man auf (vlt. vorgeschobene) Solidarität hoffen. Das hält einen für eine bestimmte Zeit am "leben".
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23.03.2010, 22:47
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#24
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Stammuser
Registriert seit: 05.09.2009
Beiträge: 478
Stimmung:
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Zitat:
Arbeit macht öfter seelisch krank - keine Arbeit auch
Demnach haben sich diese Krankschreibungen seit 1990 fast verdoppelt und verursachten überdurchschnittlich lange Fehlzeiten. Und hohe Kosten: Die Behandlungskosten für depressive Störungen lägen inzwischen bei mehr als vier Milliarden Euro im Jahr.
Quelle: http://www.tagesschau.de/inland/jobkrank100.html
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man sieht, die leute werden zunehmend labil. mobing oder doch was anderes ... hoffentlich machen sie keinen blödsinn.  leider wird es, wie es aussieht, immer wahrscheinlicher.
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24.03.2010, 08:40
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#25
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Lind Gren
Registriert seit: 07.08.2008
Beiträge: 1.964
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Zitat:
Zitat von jovi
vielleicht werden wir alle langsam evil.  oder so  kombiniert mit 
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hihi 
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24.03.2010, 08:52
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#26
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beurlaubt
Registriert seit: 08.08.2008
Beiträge: 4.476
Stimmung:
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Zitat:
Zitat von jovi
man sieht, die leute werden zunehmend labil. mobing oder doch was anderes ... hoffentlich machen sie keinen blödsinn.  leider wird es, wie es aussieht, immer wahrscheinlicher.
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Früher wurde gute Arbeit anerkannt. Es gab Lob vom Chef und auch Lohnerhöhungen. Mehr Geld gibt es schon lange nicht mehr, auch keine Anerkennung. Nur noch Kosten sparen.
Auch eine Form von Mobbing:
Manch Unternehmen hat die ERA-TV Einführung genutzt, um seine Mitarbeiter gleich 2 Stufen tiefer einzustufen, wie es sich eigentlich gehört hätte, um beim Austausch des Personals niedrigere Tarife zahlen zu können. Den Beschäftigten durften sie zwar dadurch nicht weniger Geld zahlen, weswegen fast jeder eine sogenannte Überschreiterzulage bekommt, aber tarifvertragliche Erhöhungen werden auf diese Überschreiterzulage angerechnet, was bedeuten könnte, dass keiner in den nächsten 10 Jahren eine tarifvertragliche Erhöhung bekommt, je nachdem wie die neuen Abschlüsse ausfallen.
http://de.wikipedia.org/wiki/ERA-TV
http://www.fortbildung-bw.de/wb/07_p...es/ERA/ERA.php
Zitat:
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Daraus folgt die Herausforderung, die Arbeitsaufgabe zu beschreiben, in ihrer Wertigkeit einzustufen und die Mitarbeiter entsprechend zu zuordnen.
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Die Gewerkschaft sprach in manchen Fällen von 'Geisterfirmen', die gemäß der Einstufungen der Mitarbeiter gar nicht mehr funktionieren könnten.
http://www.netzwerkit.de/projekte/ma...a/280886182093
Zitat:
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In den ersten 2 Wochen gab es ca. 800 Einsprüche. In der letzten Betriebsversammlung versuchte die Geschäftsführerin die Entscheidungen zu verteidigen, hat sie aber dafür nur laute Pfiffe geerntet. Nach aktueller Schätzung 95 % der Belegschaft (einer gut prosperierenden Firma, die als "Musterknabe" im Konzern glänzt) ist unzufrieden bis wütend. Die Atmosphäre ist vergiftet, die Leute sind micht mehr bereit Sonderschichten zu machen, über Sprüche wie "Gute Bezahlung für gute Arbeit" können sie nur müde lachen.
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Die Unternehmen zählen nur noch Köpfe und jeder Mitarbeiter ist austauschbar. Das wird den Leuten immer mehr bewußt. Die Motivation ist im Keller.
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