@agano
Parteien umgestalten wegen ihrer Minderheitenbedeutung und Ineffizienz.
Dein Ansatz ist wahr. Obwohl die Sachen die ich zur Wahl gestellt habe schon genau das und vielleicht mehr machen sollen, also stabiliseren und fördern.
Man (von mir auch aus die Parteien, aber eher unwahrscheinlich) muss es schaffen, den "Konsens" viel besser und für eine wahre Mehrheit zu formulieren.
Aber wenn du die Parteien oder das parlamentarische System so stark umgestalten willst, brauchst du schon einen starke Information die sich enorm fortpflanzt. Dh du musst entweder einen Informationsprozess starten, indem du bestimmte Infos an bestimmten orten platzierst und hoffst, das sie sich von alleine fortpflanzt und einen so starken Erkenntnischarakter oder Resonanzfaktor besitzt, das darauf reagiert werden muss.
Oder wir können versuchen, die Leute zu informieren und motivieren und drauf hoffen, das sie sich dann für etwas anderes, sozialeres entscheiden und genug sozialen Druck aufbauen.
Am besten beides zusammen oder?
@Pommes
Also natürlich muß weiter informiert und theoretisiert werden.
Der Think Tank sollte sich aber auch und im gleichen Maße damit beschäftigen, wie wir diese Informationen an die Leute bringen.
Ich bin der Meinung, das Demokratie und Bildung (in ihrem vollem Ausmaß) allein schon sehr viel bewirken (können).
Das Problem der Demokratie ist natürlich ihre Funktionsweise und somit ist es auch gut darüber zu reden, wie man diese ändern könnte um sie effizienter zu machen.
Ein wichtiges Problem dabei ist die Koordinierung und Informationsverarbeitung der Beteiligten. Dh nichts anderes, als das du die Masse und Information organisieren musst.
(wenn man drauf wartet das die Bildung dies tut und wartet, das sie sich selbst organiseiren, ist man Anarchist

nur ein Witz)
Was soviel heißt wie, das jedes Interesse und jede Methode zueinander relationiert und bewertet werden muss. Diese wert-analytische Methode gilt es zu verbessern und in das Regierungssystem als auch in das 0815 Gehirn einzupflegen.
Dh, auch die Bürger müssen einen ähnlichen Wissensstand haben und sie müssen interessenmäßig koordiniert werden, so das die richtigen Leute am richtigen Ort und zur richtigen Zeit die richtigen Dinge tun. Das ist kein Vorschreiben, das ist eine Potentierung aller Möglichkeiten. Denn es geht ja um die maximale Verwirklichung der maximalen Interessen.
Egal ob es demonstrieren ist, abstimmen, einen damm bauen, spargel ernten, ins kino gehen.
Also anstatt das Parlament neu zu gestalten, können und sollten wir immer noch die Menschen und kleinen Gruppen versuchen mitzugestalten. Ihnen zu helfen sich selbst zu bestimmen im Rahmen eines Inhalts-/Meinungsoffenen Rechtssystems.
Man muß es LEBEN, Kultur muss gelebt werden, damit sie zur Kultur wird.
Was die Experten angeht, solange wir alle selbst keine sind, sollten wir uns schon Rat holen wo es geht, wir können die Macht der Experten durch Transparenz, unabhängigen Vergleich und Vetorechte besser kontrollieren, abgesehen von der Verbesserung des werte-analytischen Systems.
Organisertes Wissen und einfache menschliche/soziale Hilfe ist der beste Rat imho.
@Timirjasevez
Da ist bestimmt was verpufft, aber da ist auch was geblieben.
Es gibt unheimlich viele organisierte Gruppen da draussen und es werden immer mehr.
Das Bewusstsein dieser Gruppen ist oft erstaunlich. Universal und sozial, geradezu himmlisch

Ich denke schon das es eine sehr beherzte Demokratie- und Aufklärungsbewegung momentan gibt.
Der Grad der Organsation, ihre Komplexität, Intensität, ihre Reichweite ... zeugen von der Existenz und Zwanghaftigkeit der steigenden Rationaliserung als auch sozialen vernetzung. Also es tut sich was, das ist ganz notwendig denn Vernunft ist nützlich (, so wie sozial sein an bestimmten punkten nützlich ist). Leider momentan immer noch in sozial und informationstechnisch sehr beschränktem Rahmen. Aber dieser Rahmen erweitert sich Tag für Tag. Die Abhängigkeiten zur Gesellschaft und zur Umwelt werden immer bewusster und stärker.
Natürlich gibt es immer noch sehr viele Exklusivitäten und Abschottungen (gerade im bereich des Moral-, Geld- und Eigentumsystems), Kulturbarrieren, aber die Durchlässigkeit der Werte und der Informationen wird immer besser imho. Obwohl das Chaos stellenweise auch zunimmt, aber das ist im Ausmaß der Menschen- und Informationsanhäufung auch verständlich.
Es gibt also eine wachsende reale als auch "virtuelle" Basis im Netz.
Du hast schon recht, die meisten im Internet, und vor allem in den Foren, sind Theoretiker. Diese Relation ist aber auch außerhalb des Internets gleich.
Wir müssen beides miteinander besser vernetzen und mehr motivieren.
Von der Zwangslage von der du spricht bin ich nicht so der fan von, obwohl sie eighentlich mehr oder weniger permanet gegeben ist.
Wir haben einerseits den historisch starken Trieb zur Maßlosigkeit und Ignoranz (enorm asoziales verhalten teilweise), dann haben wir noch das Bestreben zur Effizienzierung der Dinge (welches oft eher sozial ausgerichtet ist).
Das sind zwei ganz starke dinge. Das heißt, Revolution läuft permanent im Rahmen ihrer Möglichkeiten. Was wir hier machen ist eigentlich eine Potentierung dieses effizienz- und sozial-"streams". Wir verteilen die Energie um und versuchen so diesen stream zu stärken. Ich bin fest der Überzeugung das es "freie" energie gibt, Energie die nicht aus dem ZWANG DER NOT KOMMT, sondern aus dem ZWANG DER ERKENNTNIS UND DER LUST ES BESSER ZU MACHEN. (obwohl es hier schon ein kleines deterministisches dilemma gibt, irgendwo hast du ja immer zwang, und der zwang beläuft sich wohl immer auf das ziel es besser zu machen, egal wie groß die not ist)
Soll heißen, die Not muss gar nicht so groß sein, besonders nicht wenn wir anfangen wollen selbst Geschichte zu schreiben. Uns aus der Erpressung der Natur befreien wollen. Wir können alles kreieren, wir müssen es nur testen und tun.
ich hoffe das war nicht zu chaotisch, ich würd gern noch mehr ... naja mal sehn was du schreibst.
@Wolf und alle
Ich arbeite schon seit langem an einer Seite, die alles besser miteinander vernetzen soll, vor allem die Praxis mit der Theorie und die verschiedenen sozialen Gruppen, Informationen und Events. Bei facebook bin ich noch nicht (aber bei myspace, gute alten myspace zeiten

), aber ich beobachte es eifrig. Vieleicht hast du recht und ich sollte da posten. Ich warte aber eigentlich auf meine Seite, die entfernt ähnlich sein soll wie facebook, nur eben politisch.

Der CCC arbeitete auch an einem solchen Projekt, ich bin aber nicht sicher ob das noch aktiv ist.
Ich war neulich auf INFORMISTEN und die Idee ist ja eigentlich genau das, was wir brauchen. Allerdings hab ich mich nicht angemeldet weil es doch noch einige suspekte Dinge gibt diese Plattform betreffend.
Hat da einer irgendwelche infos?
Vielleicht können wir ja mal ein paar Stichpunkte machen, wie wir es schaffen die Leute zu mehr demokratischem, sozialem und aufklärerischem Interesse zu bringen?
-Den leuten zeigen das die Alternative mehr Spaß macht als das Bisherige.
Mehr kommunizieren über bestimmte Dinge und mehr interagieren mit den Leuten und die Werte leben, mehr bildung und mehr motivation
-Aktionen organisieren, die die leute einbinden und ihnen EINE ANDERE WELT ZEIGEN UND ERLEBEN LASSEN (hört sich an wie im erlebnispark)
(Könnt ihr euch noch an die Krönungsaktion der BGE bewegung erinnern?

-Bildung von sozialen Gruppen mit sozialem Engagement, stärkere Vernetzung und Koordinierung dieser Gruppen.
-Weitere theoretische und aufklärerische arbeit zur etablierung der (unausweichlichen) GrandUnifiedTheory (GUT).
-Unabhängige Medien stärken
-Bestimmte Kulturwerte fördern in dem wir sie besser zur schau stellen und die rest-kultur damit konfrontieren. Soll heißen, mehr Kulturarbeit im sinne der produktion eigener/förderung anderer kunst und sinngerechteren kritisierung.
-Etablierte system aufrütteln und als fragwürdig und ineffizeint kennzeichnen
Ich mein, man muss sich nur mal die Kirchen und so angucken, die wissen wie man sowas macht
...
so weit erst mal