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Alt 27.04.2009, 15:17   #11
Beverly
Schriftstellerin
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Registriert seit: 04.01.2009
Ort: Berlin
Beiträge: 1.006
  
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Zitat:
Zitat von Hellmann Beitrag anzeigen
Hi Beverly,

wenn die Krise so schlimm wird, wie es die Daten vermuten lassen, dann werden die den Leuten damit das Rückgrat brechen. Das ist so meine Erfahrung, dass eine Krise nicht dazu führt, dass die Menschen mutiger und rebellischer werden. Höchstens dass es ganz sinnlose Aufstände gibt, die sich mit Polizei und Militär leicht niederschlagen lassen.

Schaut nicht gut aus im Moment.

Die wissen schon, wozu sie Wirtschaftskrisen inszenieren. Nur die Marxisten haben immer behauptet, dann würden die Arbeiter auf die Barrikaden stürmen. Das war aber damals nur, weil sie von den Bürgern organisiert und dafür bezahlt wurden, jedenfalls die Organisatoren. Kann man sogar bei Marx nachlesen, ich habe es auch extra ausführlich zitiert. Wenn der Bürger Revolution will, erzeugt er dafür Massenarbeitslosigkeit wie in der Krise von 1847/48 und bezahlt dann seine Barrikadenkämpfer recht spottbillig.

Wenn aber niemand zahlt, kämpft da auch niemand.
Hallo Hellmann,

vielen haben sie durch Hartz IV und co. doch schon jede Perpektive genommen und auch materiell nicht viel gelassen. Und das Gebaren der Polit-Kasper ist doch so, dass du dich da an einen belebten Platz stellen kannst und sagen: "Revolutionen und Umstürze werden von interessierten Kreisen inszeniert." Dann nicken alle oder sagen "jaja" und das war's. Weil du den Leuten nur Dinge sagst, die sie IMHO schon wissen. Die Art, wie Politik inszeniert wird, hat die Menschen IMHO zugleich für die Sichtweise aufgeschlossen gemacht, die du vertrittst, aber auch resignieren lassen. Weil sie nicht wissen, was sie dagegen machen sollen.
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Alt 27.04.2009, 16:18   #12
deserd
Erfahrener Benutzer
Stammuser
 
Registriert seit: 19.03.2009
Beiträge: 729
  
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Zitat:
Zitat von Hellmann Beitrag anzeigen
Hi Beverly,

wenn die Krise so schlimm wird, wie es die Daten vermuten lassen, dann werden die den Leuten damit das Rückgrat brechen. Das ist so meine Erfahrung, dass eine Krise nicht dazu führt, dass die Menschen mutiger und rebellischer werden. Höchstens dass es ganz sinnlose Aufstände gibt, die sich mit Polizei und Militär leicht niederschlagen lassen.

Schaut nicht gut aus im Moment.

Die wissen schon, wozu sie Wirtschaftskrisen inszenieren. Nur die Marxisten haben immer behauptet, dann würden die Arbeiter auf die Barrikaden stürmen. Das war aber damals nur, weil sie von den Bürgern organisiert und dafür bezahlt wurden, jedenfalls die Organisatoren. Kann man sogar bei Marx nachlesen, ich habe es auch extra ausführlich zitiert. Wenn der Bürger Revolution will, erzeugt er dafür Massenarbeitslosigkeit wie in der Krise von 1847/48 und bezahlt dann seine Barrikadenkämpfer recht spottbillig.

Wenn aber niemand zahlt, kämpft da auch niemand.
Äääähm ......, haben sie schon .... ... oder, wer bitte schön, hat denn noch ein Rückgrat .... die HartzIVler nicht, dann bleibt noch die sogenannte "Mittelschicht", die definitiv wirklich nicht einzuschätzen ist, und die sind im Zweifel auf der Seite der Mächtigen, wie es im NS war .... ..... oder hat da jemand eine andere Einschätzung ? - Ich nicht. --- Was jetzt nicht bedeuten soll, dass es definitiv keine Bewegungen mehr gibt in den Mittelschichten (es sind ja eindeutig mehrere verschiedene Sphären). - in Bezug auf die kommenden Wahlen sag ich mal folgendes Szenario vor: die Mittelschichten massagieren sich selbst, aber sie unterliegen auch selbst einer Massage- zum. in Teilen ... ... das könnte darauf schließen, - mir kommt es so vor -, dass die Wahlbeteiligung wieder steigt - aber keiner weis, wie es ausgeht .... aber wahrscheinlich passiert nicht viel Veränderung, weil die polit. Ambitionen der Mittelschichten zeitlich zu kurz angelegt sind, dafür wären Generationen notwendig -- diese polit. Ambitionen - sofern sie überhaupt irgendwo sichtbare Erfolge erreicht -werden allerdings noch um den Faktor ca. 50 von 100 gebremst/ geschwächt, weil die Atomisierung der letzten 20 Jahre hat gewirkt ..., und schon gar nicht werden einfach irgendwelche Positionen und/oder Beziehungen gecancelt, denn die allermeisten werden sich Alles offenhalten ... und neue Netzbildungen werden sehr schwach bleiben und als Not-Ressource angesehen werden.

Das nächste Problem ist, dass viele nicht wissen, welche Partei sie überhaupt wählen würden/könnten ..... - ich wusste das auch einige Wahlen nicht ...- und selbst das, was gerade noch wählbar ist, das ist bestimmt noch schwierig genug für viele ...

Geändert von deserd (27.04.2009 um 16:26 Uhr).
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Alt 27.04.2009, 23:21   #13
Beverly
Schriftstellerin
Stammuser
 
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Registriert seit: 04.01.2009
Ort: Berlin
Beiträge: 1.006
  
Beitrag Hintergrund

Auf dem englischen Wikipedia gibt es eine Animation, die zeigt, wie sich seit 1750 die Territorien Nordamerikas veränderten:

http://en.wikipedia.org/wiki/File:No..._1750-2008.gif

Auf http://en.wikipedia.org/wiki/Colonia...tes_of_America

steht über die französischen Territorien in Nordamerika:

Zitat:
New France was the area colonized by France from the exploration of the Saint Lawrence River, by Jacques Cartier in 1534, to the cession of New France to Spain and Britain in 1763. Giovanni da Verrazzano had given the names Francesca and Nova Gallia to that land between Columbian New Spain (e.g. Mexico) and English Newfoundland (e.g. Canada), thus promoting French interests. [4] At its peak in 1712, the territory of New France extended from Newfoundland to Lake Superior and from the Hudson Bay to the Mississippi River and the Gulf of Mexico. The territory was then divided into five colonies, each with its own administration: Canada, Acadia, Hudson Bay, Newfoundland and Louisiana. Tens of thousands of French settlers came, and concentrated in villages along the St. Lawrence River, New Orleans and Acadia. The area around New Orleans and west of the Mississippi passed to Spain, which ceded it to France in 1803, allowing France to sell it as the Louisiana Purchase to the United States.
Einzelheiten über die Kriege zwischen Großbritannien und Frankreich im 18. Jahrhundert in Nordamerika sind auf

http://en.wikipedia.org/wiki/French_and_Indian_Wars

Da steht:

Zitat:
Ironically, the overwhelming victory of the British played a role in eventual loss of their American colonies. Without the threat of French invasion, the American colonies saw little need for British military protection and resented British limits on the colonization of the new French territories as stated in the Proclamation of 1763. These pressures contributed to the American Revolutionary War.
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Alt 28.04.2009, 14:08   #14
Iphigenie
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Zitat:
Zitat von Beverly
Mein Gedanke dabei ist, dass wir eine miese Gegenwart und bedrohliche Zukunft weder verstehen noch ändern können, wenn wir uns nicht zuvor mit der Vergangenheit - also der Geschichte - auseinandersetzen.
Welchen Zeitrahmen schlägst Du denn vor, indem dies
geschehen soll? 10....20...30 oder noch mehr Jahre?
Oder anders gefragt ab welchem Jahr wird es uns möglich
sein, damit zu beginnen, die Welt zu ändern?

grüße
Iphi
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Alt 28.04.2009, 14:15   #15
Iphigenie
Gast
 
Beiträge: n/a
  
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Das nächste Problem ist, dass viele nicht wissen, welche Partei sie überhaupt wählen würden/könnten ..... - ich wusste das auch einige Wahlen nicht ...- und selbst das, was gerade noch wählbar ist, das ist bestimmt noch schwierig genug für viele ...

Immer mehr wissen zum Glück, daß sie die Schlächter an ihrem Fleisch
und Blut auf keinem Fall wählen werden.

Denn:

Würden Wahlen unsere Lebensgrundlagen verbessern,
hätten die Machthaber sie längst verboten.

Dehalb immer ungültig wählen. Weil das gezählt wird.

grüße
Iphi
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