|
|
|
|
Umfrageergebnis anzeigen: Was hat die Arbeiterbewegung kaputt gemacht?
|
|
1. Sie scheiterte an vorgefundenen Herrschaftstraditionen
|
  
|
3 |
25,00% |
|
2. Sie scheiterte schon in ihren Anfängen
|
  
|
0 |
0% |
|
3. Der Marxismus hat die Arbeiterbewegung kaputt gemacht
|
  
|
4 |
33,33% |
|
4. Der Reformismus hat sie kaputt gemacht
|
  
|
3 |
25,00% |
|
5. Stalin hat die Arbeiterbewegung kaputt gemacht
|
  
|
4 |
33,33% |
|
6. Der Wohlstand der Nachkriegszeit hat die Arbeiter entpolitisiert
|
  
|
3 |
25,00% |
|
7. Schröder und die Agenda 2010 haben den Todesstoß versetzt
|
  
|
3 |
25,00% |
|
8. da fehlt noch was
|
  
|
5 |
41,67% |
|
9. keine oder andere Meinung
|
  
|
2 |
16,67% |
|
|
13.08.2009, 11:20
|
#21
|
|
Dr. Annu Naki
Stammuser
Registriert seit: 08.08.2008
Beiträge: 1.706
Stimmung:
|
Zitat:
Zitat von Hellmann
Die Intellektuellen hätten die Chance und Pflicht, endlich politisch was aus sich zu machen. Aber gerade die leben ja nur davon, sich opportunistisch an interessierte Kreise zu verkaufen, statt die Politik selber in die Hand zu nehmen.
|
Hi Hellmann,
in der DDR nannte sich die heutige Elite "Intelligenz".
Es gab sogar edle "Clubs der Intelligenz".
Ist vielleicht etwas oberflächlich die Verbindung als Antwort auf Deine Gedanken. Doch eine traumtaube Masse, die seit Jahrzehnten von Konsum betört in den Egoismus treibt, unten wie oben, ist nicht ganz ohne Zauber zu überwinden, schon gar nicht weltweit.
Es braucht einen geradezu unmenschlich starken Idealismus, sich zunächst dahin treiben zu lassen, wo man wirklich etwas in dieser Hierarchie ("legal") verändern könnte – und es dann auch noch zu tun.
Da sind zunächst Ideen gefragt, die die Menschen selbst auch umsetzen können. Das bringt Vertrauen und Motivation. Einfache Perspektiven für die greifbare Welt.
__________________
Jeder Anfang ist ein [kleiner] Abschied.
|
|
Finden Sie diesen Kommentar lesenswert?
Ja |
Nein
|
13.08.2009, 13:13
|
#22
|
|
Schriftstellerin
Stammuser
Registriert seit: 04.01.2009
Ort: Berlin
Beiträge: 1.006
|
Zitat:
Zitat von oloool
Hi Hellmann,
in der DDR nannte sich die heutige Elite "Intelligenz".
Es gab sogar edle "Clubs der Intelligenz".(...)
|
Regiert haben da aber nicht die Intellektuellen, sondern eine Clicque "alter Kämpfer" aus dem kommunistischen Zweig der Arbeiterbewegung.
Daraus folgt ganz allgemein: eine depperte Masse lässt sich nicht von Intellektuellen regieren, sondern von Oberdeppen. Weil die "ihre Sprache sprechen", d. h. instinktiv wissen, wie sie die Masse zu manipulieren haben. Nur zu oft standen im 20. Jahrhundert kleine Geister an der Spitze großer Bewegungen. Stalin und Hitler waren nicht die Hellsten und vom Ayatollah Chomeini heißt es, er wäre ein "Dorfgeistlicher" gewesen.
Das macht die Rolle der Intellektuellen problematisch. Opposition und Abseits-stehen führt bestenfalls zu Eskapismus und Verzweiflung (und ich habe auch gerade wieder eine SF-Geschichte fertiggestellt). Schlimmstenfalls führt es zur Vernichtung der wirtschaftlichen Existenz oder gar des eigenen Lebens. Weil nur die "genommen" werden, welche den herrschenden Diskursen folgen, sie rechtfertigen und weiter entwickeln. Egal was für eine Beleidigung für Geist und Seele die immer sind. Scheiße wird halt zu Schokolade umdefiniert und Kotfresser zu (Volks-)Genossen.
Trotzdem finde ich das Gebaren vieler Intellektueller unverzeihlich. Weil sie nicht aus Angst mitmachen - denn im Westen wird man für eine andere Meinung nicht gleich liquidiert - sondern um des Vorteils willen. Weil sie die herrschenden Diskurse mit einem erschreckendem Eifer und abartiger Beflissenheit nachplappern. Weil sie nicht Opfer, sondern Täter sind.
Es ist naheliegend, dass Intellektuelle, die weder für ihre Überzeugung Leid auf sich nehmen wollen noch zu Dummschwätzern im Dienste des Systems verkommen möchten, mit dem Gedanken spilen, aus dem Hintergrund heraus zu agieren. Wenn man selbst nicht "Führer" oder "Revolutionsführer" werden kann, bestimmt man halt, wer das wird und da das Maul aufreißen darf. Mr. Obama und Frau Merkel sind dann auch nicht der mächtigste Mann und die mächtigste Frau der Welt (mächtigste Frau ist Mirona) ...
Das könnte ich durchaus nachvollziehen. Wäre da bei dem hypothetischen Intellektuellen im Hintergrund nicht eine an der von ihnen geschaffenen Welt zu erkennende kranke Mischung aus Destruktivität und Kleingeistigkeit, absoluter Menschenverachtung und totaler Borniertheit, Prinzipienlosigkeit und Fantasielosigkeit. Da hatten selbst die "Meister der Insel" mehr Stil. Pfui  !
|
|
Finden Sie diesen Kommentar lesenswert?
Ja |
Nein
|
13.08.2009, 13:50
|
#23
|
|
Dr. Annu Naki
Stammuser
Registriert seit: 08.08.2008
Beiträge: 1.706
Stimmung:
|
Zitat:
Zitat von Beverly
Das macht die Rolle der Intellektuellen problematisch. Opposition und Abseits-stehen führt bestenfalls zu Eskapismus und Verzweiflung ...
|
Warum gelingt es den Intellektuellen denn nicht,
in die breite Masse Impulse zu pflanzen, die Erfolg haben?
Ich denke, problematisch ist die Opposition zum einen,
wenn ihr Antrieb Egoismus ist.
Einfache Gemüter brauchen einfache Worte und greifbare Lösungen.
Man muss die Werkzeuge nutzen, die verfügbar sind, weil man nicht alles auf einmal wahrhaftig neu und gut kreieren kann.
Wir sind ja nicht Gott, der Alles am 7. Tag erschafft. Wir können aber Impulse setzen. Positive.
Wir haben wirklich viel über die Probleme geschrieben.
Wann fangen wir mit dem Lösen an?
__________________
Jeder Anfang ist ein [kleiner] Abschied.
|
|
Finden Sie diesen Kommentar lesenswert?
Ja |
Nein
|
13.08.2009, 14:14
|
#24
|
|
Erfahrener Benutzer
Stammuser
Registriert seit: 07.08.2008
Beiträge: 1.574
|
Zitat:
Zitat von oloool
Doch eine traumtaube Masse, die seit Jahrzehnten von Konsum betört in den Egoismus treibt, unten wie oben, ist nicht ganz ohne Zauber zu überwinden, schon gar nicht weltweit.
Es braucht einen geradezu unmenschlich starken Idealismus, sich zunächst dahin treiben zu lassen, wo man wirklich etwas in dieser Hierarchie ("legal") verändern könnte – und es dann auch noch zu tun.
Da sind zunächst Ideen gefragt, die die Menschen selbst auch umsetzen können. Das bringt Vertrauen und Motivation. Einfache Perspektiven für die greifbare Welt.
|
Ich weiß nicht: die Massen werden durch die Medien gesteuert und vermutlich haben die Intellektuellen - die in der Opposition - immer ihre Energie damit vergeudet, die Massen erreichen zu wollen.
Das kommt wohl daher, dass es eigentlich die Aufgabe der Intellektuellen wäre, die Massen zu lenken.
Genau das geht aber in diesem System nicht, weil die Massen nur von den Massenmedien und mit viel Geld zu steuern wären, das die Intellektuellen eben nicht haben.
Der Marsch durch die Institutionen funktioniert auch nicht, ohne zuletzt selber korrumpiert zu sein oder ausgeschaltet zu werden.
Vielleicht müssten sich die Intellektuellen erst mal selber organisieren, bevor sie die Massen zu steuern versuchen.
|
|
Finden Sie diesen Kommentar lesenswert?
Ja |
Nein
|
13.08.2009, 23:01
|
#25
|
|
Erfahrener Benutzer
Stammuser
Registriert seit: 19.03.2009
Beiträge: 729
|
Zur Umfrage:
alles außer 2 und 9 alles relativ richtig, finde ich.
Wobei zu 2, die Anfänge können bestimmt nicht lang gewesen sein, also nur ein paar Jahre (wann wurden denn die Gewerkschaften gegründet ?)
|
|
Finden Sie diesen Kommentar lesenswert?
Ja |
Nein
|
14.08.2009, 00:12
|
#26
|
|
Erfahrener Benutzer
Stammuser
Registriert seit: 19.03.2009
Beiträge: 729
|
Zitat von Hellmann:
"Die Intellektuellen hätten die Chance und Pflicht, endlich politisch was aus sich zu machen. Aber gerade die leben ja nur davon, sich opportunistisch an interessierte Kreise zu verkaufen, statt die Politik selber in die Hand zu nehmen."
Dein zweiter Satz birgt ein Problem, das du wahrscheinlich auch schon elbst mal beschrieben hast. Es ist überhaupt nicht einfach, als Intellektueller Politik zu machen außer in den entsprechenden bekannten Kreisen. - Die werden schlichtweg nicht reingelassen in die Politik.
Zitat:
Zitat von Spökes
Wenn die Intellektuellen es dann auch noch schaffen, für alle was draus zu machen, kämen wir weiter, wenn die Zeit nicht zu knapp wäre (point of no return).
|
Die Frage ist auch (und auch in der Hauptsache): Warum die Intellektuellen ??? - Wieso eigentlich, frage ich mich, und das aus meiner Sicht auch völlig zurecht !
-- Bitte eine Begründung, warum die Intellektuellen die Politik in die Hand nehmen sollen, die sie aber auch gar nicht bekommen werden ??!! ---
Meine Meinung: "Die Intellektuellen haben eine andere Aufgabe als die, Politik zu machen. Aber möglicherweise machen Intellektuelle auch Politik (oder haben mal welche gemacht), es ist aber nicht ihr Schwerpunkt. - Sie werden auch niemals in die große Politik kommen, dessen bin ich mir sehr sicher, das sieht man seit langem den Machtverhältnissen weltweit. - Ich gehe da noch weiter: Sie sind wahrscheinlich/möglicherweise sogar unfähig, Politik zu machen - bestimmt wollen Intellektuelle auch gar nicht in die große Politik"
Zitat von oloool:
" ..... Doch eine traumtaube Masse, die seit Jahrzehnten von Konsum betört in den Egoismus* treibt, unten wie oben, ist nicht ganz ohne Zauber zu überwinden, schon gar nicht weltweit.
Es braucht einen geradezu unmenschlich starken Idealismus**, sich zunächst dahin treiben zu lassen, wo man wirklich etwas in dieser Hierarchie ("legal") verändern könnte – und es dann auch noch zu tun.
Da sind zunächst Ideen gefragt, die die Menschen selbst auch umsetzen können. Das bringt Vertrauen und Motivation. Einfache Perspektiven für die greifbare Welt.***"
* Egoismus - beziehst du das jetzt auf die "Masse" oder auch auf die Intellektuellen ? - Wahrscheinlich, nehme ich an.
Egoismus ist vielleicht/wahrscheinlich das falsche Wort für "Intellektuelle", in mancher Hinsicht ist wahrscheinlich "Misstrauen" das bessere ...., in wiederum anderen Fällen wieder etwas anderes ...- und ich bin ganz sicher, das betrifft nicht nur Intellektuelle, sondern auch die Masse.
** " ... unmenschlich starken Idealismus ...." = funktioniert nicht, und wenn doch, was sehr unwahrscheinlich ist, geschieht ein Unfall ...
-- Politik zu machen, bedeutet auch, den Willen dazu zu haben, - aber das allein reicht nicht aus, da fehlen noch mindestens 2 Eigenschaften.
*** Nenn doch bitte mal Ideen, die auch umgesetzt werden können ... (ich hab auch verdammt viele ...)
Perspektiven sind überhaupt nicht einfach. (Es gibt sogar sehr viele bedrohliche Perspektiven) - Und die Welt ist nicht einfach greifbar
Perspektiven, die völlig ungefährlich sind, sind möglicherweise zu realisieren.
Der Begriff "Perspektive" hat was mit Technologien, Visionärem, Strategien, etc, aber auch mit Wachstum und Zeit zu tun.
|
|
Finden Sie diesen Kommentar lesenswert?
Ja |
Nein
|
14.08.2009, 10:06
|
#27
|
|
Dr. Annu Naki
Stammuser
Registriert seit: 08.08.2008
Beiträge: 1.706
Stimmung:
|
Zitat:
Zitat von Hellmann
..., bevor sie [die Intellektuellen] die Massen zu steuern versuchen.
|
Das kann nach meinem Verständnis nicht die Aufgabe sein.
Vielleicht stößt mich auch nur das Verb "steuern" ab, was eher im Sinne von "Impulse/Inspiration/Idee geben" gemeint ist?
Wir haben ja schon genug "Ferngesteuerte".
Ich bevorzuge das weiße Rauschen, indem jeder seine eigenen Impulse gibt und die der anderen entweder reflektiert oder absorbiert.
__________________
Jeder Anfang ist ein [kleiner] Abschied.
|
|
Finden Sie diesen Kommentar lesenswert?
Ja |
Nein
|
14.08.2009, 10:47
|
#28
|
|
Dr. Annu Naki
Stammuser
Registriert seit: 08.08.2008
Beiträge: 1.706
Stimmung:
|
Zitat:
Zitat von deserd
* Egoismus - beziehst du das jetzt auf die "Masse" oder auch auf die Intellektuellen ? - Wahrscheinlich, nehme ich an.
Egoismus ist vielleicht/wahrscheinlich das falsche Wort für "Intellektuelle", in mancher Hinsicht ist wahrscheinlich "Misstrauen" das bessere ...., in wiederum anderen Fällen wieder etwas anderes ...- und ich bin ganz sicher, das betrifft nicht nur Intellektuelle, sondern auch die Masse.
|
Egoismus, deserd, ist genau das richtige Wort.
Egoismus, der innere Antrieb auf ein Haben-Wollen, Erreichen-Wollen, Streben – betrifft ausnahmslos (unterschiedlich stark) alle Menschen. Und es ist ein Gegenspieler auf dem Weg zum vollkommenen ("heiligen") Intellekt, dem alluniversalen Verstehen.
Wir reden hier aber von Menschen,
von denen kein einziger Eigner dieser Vollkommenheit, also dem alluniversalen Verstehen sein kann...
Höher Intellektuelle haben aber die Aufgabe ihr Verstehen mitzuteilen, mit den weniger Intellektuellen zu teilen/ zu leben. Ist der Antrieb dessen jedoch an irgendeinem Punkt egoistisch, wird die gebende, positive Wirkung zur Negativen, zur Nehmenden...
__________________
Jeder Anfang ist ein [kleiner] Abschied.
|
|
Finden Sie diesen Kommentar lesenswert?
Ja |
Nein
|
14.08.2009, 12:54
|
#29
|
|
OneWorlder
Registriert seit: 14.08.2009
Ort: im System
Beiträge: 3
|
Hallo - mein "Einstieg" hier.
Das Thema u. eure Diskusssion - sehr inspirierend - merci.
Zitat:
Zitat von oloool
Egoismus, deserd, ist genau das richtige Wort.
Egoismus, der innere Antrieb auf ein Haben-Wollen, Erreichen-Wollen, Streben – betrifft ausnahmslos (unterschiedlich stark) alle Menschen. Und es ist ein Gegenspieler auf dem Weg zum vollkommenen ("heiligen") Intellekt, dem alluniversalen Verstehen.
Wir reden hier aber von Menschen,
von denen kein einziger Eigner dieser Vollkommenheit, also dem alluniversalen Verstehen sein kann
|
Ich denke viele wichtige Punkte zum Thema sind bereits angesprochen worden. Von daher werde ich wohl wenig neues dazu beitragen können.
Allerdings würde ich die Weltkriege an sich u. ihre Auswirkungen mit als einen wichtigen Faktor nennen, warum sich die "Arbeiterbewegung", trotz ihrer relativ langen Geschichte nicht grundsätzlich hat durchsetzen können ; jedenfalls immer wieder zerissen u. neu aufgebaut werden musste.
Das kapitalistische System als solches war vermutlich, wenn überhaupt, nur in ganz wenigen kurzen Phasen wirklich in Gefahr ( ob mit Kaiser oder ohne ).
Und das große Problem der überwiegend regional u. national organisierten ( u. damals noch teilweise tatsächlich machtvollen ) Gewerkschaften war schon zu jener Zeit die Internationalität des Kapitals, welches im Notfall eben dank seiner globalen mafiösen Strukturen immer in der Lage war - wenn es notwendig schien - Arbeitsplätze durch Aufrüstung zu schaffen, kompromisse einzugehen - oder eben krieg zu führen etc.
Allerdings glaube ich auch, wie bereits erwähnt wurde, dass zumindest in den Industrieländern "die Zeit" der Arbeiter - Gewerkschaften vorüber ist ( ein Beleg hierfür ist m.E. die zunehmende Macht der "bunten" Verdi-Truppe ).
Intellekt führt zwar nicht unbedingt ins Absolutverständnis des Nirwana, u. sicher sind "Künstler" i.d.R. keine Politiker - u. wollen es auch nicht sein. Aber starke neue Visionen, einigende (un)zeitgemäße innovative Gesellschaftsideen - u. Modelle sollten sie schon erschaffen können ; auch wenn der Großteil am Säckel der Eliten tanzt. V.a. umsetzbare, begreifbare, verständliche u. überzeugende Argumente für eine bessere Zukunft wären absolut notwendig.
Aber ich denke, selbst sie, bzw. die meisten von ihnen, standen wie die große Masse im Banne des vermeintlichen Triumpfes des Kapitalismus über den Kommunismus/Sozialismus.
Gerade mit der "Wiedervereinigung" schien plötzlich als 11. Gebot in Stein gemeißelt der Satz zu stehen :
" Der Kapitalismus hat ein für allemal bewiesen, dass er das beste, wirtschaftlichste, stärkste, natürlichste u. sicherste System ist, welches die Menschen jemals erreichen können " etc. etc. ( jedenfalls in diesem Sinne ).
Dass das Kapital damit im Grunde nur bewiesen hat, dass er das zynischste, wertloseste ( Profit ist der einzige wahre Wert ), das brutalste und raffinierteste System ist, welches jemals Unrecht ungerecht verteilt hat konnte jahrzehntelang in keinem Mainstreammediensektor ernsthaft behauptet werden. Erst jetzt - mit der Krise - kommt Verschlucktes, Unterdrücktes, Tabuisiertes etc. langsam wieder hoch.
Meiner Meinung nach hat diese Welt nur dann noch ( wenn es nicht schon längst zu spät ist ) eine Chance auf eine menschliche, gerechte, friedliche Zukunft für die meisten Menschen der Erde, wenn es endlich gelingt eine internationale parteilose gewaltlose gleichbereichtigte u. absolut transparente basisdemokratische Weltgemeinschaft der Völker ( gerade über das Internet etc. ) aufzubauen - also sich in einer globalen Bewegung auf den internationalen Widerstand zu einigen.
Dazu brauchen wir alle - nicht nur die Intellektuellen...
Es wird viele Jahrzehnte brauchen bis diese Bewegung stark genug ist - aber dieses wertneutrale Räubersystem kann nur gemeinsam friedlich überwunden werden - alles andere schafft nur wieder neue Hierarchien u. "Herren".
Daran mitzuarbeiten ist für mich das Größte - auch wenn ich mit Sicherheit nicht mehr die USE ( United States of Earth ) erleben werde.
Grüße vom Schwarzwälder 
__________________
" Ein System, in welchem die Grundpfeiler aus Eigennutz, Eigentum, Konkurrenz u. Profit bestehen ist "natürlich" friedlich, frei, gerecht u. sozial - außerdem klug u. besonnen, wenn es um die Zukunft seiner Menschen geht ". (Schwarzwälder ) :irre:
|
|
Finden Sie diesen Kommentar lesenswert?
Ja |
Nein
|
14.08.2009, 16:10
|
#30
|
|
Schäng
Registriert seit: 12.08.2008
Beiträge: 1.737
Stimmung:
|
Zitat:
Zitat von deserd
Zitat von Hellmann:
"Die Intellektuellen hätten die Chance und Pflicht, endlich politisch was aus sich zu machen. Aber gerade die leben ja nur davon, sich opportunistisch an interessierte Kreise zu verkaufen, statt die Politik selber in die Hand zu nehmen."
Dein zweiter Satz birgt ein Problem, das du wahrscheinlich auch schon elbst mal beschrieben hast. Es ist überhaupt nicht einfach, als Intellektueller Politik zu machen außer in den entsprechenden bekannten Kreisen. - Die werden schlichtweg nicht reingelassen in die Politik.
Die Frage ist auch (und auch in der Hauptsache): Warum die Intellektuellen ??? - Wieso eigentlich, frage ich mich, und das aus meiner Sicht auch völlig zurecht !
-- Bitte eine Begründung, warum die Intellektuellen die Politik in die Hand nehmen sollen, die sie aber auch gar nicht bekommen werden ??!! ---
Meine Meinung: "Die Intellektuellen haben eine andere Aufgabe als die, Politik zu machen. Aber möglicherweise machen Intellektuelle auch Politik (oder haben mal welche gemacht), es ist aber nicht ihr Schwerpunkt. - Sie werden auch niemals in die große Politik kommen, dessen bin ich mir sehr sicher, das sieht man seit langem den Machtverhältnissen weltweit. - Ich gehe da noch weiter: Sie sind wahrscheinlich/möglicherweise sogar unfähig, Politik zu machen - bestimmt wollen Intellektuelle auch gar nicht in die große Politik"
|
Nun, die Intellektuellen deshalb, weshalb man z. B. zum Graben ausheben am besten einen kräftigen jungen Burschen nimmt, sofern kein Bagger einsetzbar ist. Allerdings soll das von meiner Warte aus nicht heißen, dass die Intellektuellen der Masse eins aufdrücken sollen. Dazu fehlt ihnen vermutlich eine gehörige Portion Lebenserfahrung. Vielmehr eignen sie sich doch aufgrund ihrer geistigen Kapazität dazu, die vielen Einzelteile eines Puzzels, die vom Volk zusammengetragen werden zu ordnen und in Beziehung zueinander zu setzen. Meinen Überlegungen liegt allerdings immer so etwas wie die "Stunde Null" zugrunde.
|
|
Finden Sie diesen Kommentar lesenswert?
Ja |
Nein
|
 |
|
| Themen-Optionen |
|
|
| Ansicht |
Linear-Darstellung
|
Forumregeln
|
Es ist Ihnen nicht erlaubt, neue Themen zu verfassen.
Es ist Ihnen nicht erlaubt, auf Beiträge zu antworten.
Es ist Ihnen nicht erlaubt, Anhänge hochzuladen.
Es ist Ihnen nicht erlaubt, Ihre Beiträge zu bearbeiten.
HTML-Code ist aus.
|
|
|
|
|
| TIPP |
|
Themen können von angemeldeten Usern zu "Beiträgen der Woche" gewählt werden.
|
|
Mitmachen!
|
|
|