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Alt 11.07.2009, 11:24   #1
Beverly
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Daumen runter "Projekt Vernichtung" - der Platz von Hitler, Stalin und Mao in der Geschichte

Faschismus braun

Es ist allgemein üblich, den Aufstieg und die Herrschaft Adolf Hitlers in Verbindung mit den Interessen des Kapitals und reaktionärer Kreise im Bürgertum und den damaligen Eliten zu bringen. Schließlich haben die Nazis ab 1933 die Arbeiterbewegung zerschlagen und ihre Kader brutal verfolgt. Hitler opferte sogar Röhm, als dessen Gebaren das Bündnis mit den konservativen Eliten gefährdete.
Allerdings zeigen auch und besonders die Nazis, dass zum Faschismus auch der "brutalstmögliche" Verteilungskampf innerhalb des Bürgertums selbst gehört. Unter dem Deckmantel des antisemitischen Diskurses haben die Nazis zuerst in Deutschland, später in ganz Europa einen Teil des Bürgertums liquidiert und ihren Besitz qua "Arisierung" an die mit ihnen liierte Klassenfraktion verteilt. Die Geschichte der Verfolgung und Ermordung der Juden ist zu großen Teilen eine Geschichte der Vernichtung bürgerlicher Existenzen, bei der Neid und Habsucht eine wichtige Rolle spielten. Selbst in Nordafrika bestahlen die Nazis tunesische Kaufleute, weil sie Juden waren. Womit ich nicht sagen will, dass alle Juden "reich" waren (das ist selbst ein antisemitisches Klischee). Aber manche Juden waren reich oder zumindest wohlhabend und die konnte man unter dem Hakenkreuz ungestraft beklauen. Mit Erklärungen wie "Rassenwahn" trugen selbst Antifa-Diskurse noch zur Verschleierung der wahren, ökonomischen Sachverhalte bei.

Faschismus rot I - Stalin

Als ich in einer Diskussion einen rechtsbürgerlichen polnischen Kollegen darauf hinwies, dass Stalin viele Kommunisten hat umbringen lassen, fand der das durchaus in Ordnung. Weil für ihn Kommunisten so ***, dass man sie getrost ermorden kann.
IMHO belegt diese Diskussion, dass Stalin beim besten Willen nicht mehr als "links", guter oder schlechter Sozialist oder Bolschewist bezeichnet werden kann. Er hat nach seiner Machtergreifung in den 1930er Jahren in der Sowjetunion eine als "Stalinismus" bekannt gewordene Spielart des Faschismus eingeführt und sie nach 1945 den Völkern Osteuropas aufgezwungen. Um sein System durchzusetzen, musste Stalin zuerst seine Weggefährten aus der Zeit des Bolschewismus liquidieren. Was der Hintergrund für o. g. Disput war.
Ferner liquidierte er alle Menschengruppen, Klassen bzw. Klassenfraktionen, die von der Beseitiguung der alten Ordnung durch die Bolschewiki profitiert hatten: die Intellektuellen und die Bauern. Die Intellektuellen waren die zaristische Zensur losgeworden und die Bauern die Großgrundbesitzer. Stalin liquidierte das, was es vorher an geistiger Freiheit gegeben hatte und machte die Bauern qua Kollektivierung wieder zu Leibeigenen ohne eigenen Besitz.
Alles in allem zeugt schon diese "Bilanz" von einem Tyrannen, der nicht für sondern gegen den Sozialismus und gegen die Linke ist. Lenin mag ein schlechter Linker gewesen sein und sein Sozialismus kaum erträglich - Stalin war kein Linker und sein System war eine Spielart des Faschismus!
Der Stalin-Faschismsu unterschied sich von der Hitler-Variante nur durch die direkte und absolute Kontrolle der Produktionsmittel durch den Staat! Hitler ließ Bauern und Unternehmern noch Freiheiten bzw. stand in einem Abhängigkeitsverhältnis zum Kapital. Stalin hatte freie Hand, weil die Bolschewiki - mit Recht! - das russische Kapital liquidiert hatten. Faschist war er trotzdem! Er begründete ein System, wo nur eine kleine Minderheit an die offiziellen Parolen vom Sozialismus wirklich glaubte. Wirkliche Träger des System waren die Mittelschichten, die eher reaktionäre denn progressive Einstellungen hatten. Als Kryptofaschist lebte es sich im Ostblock besser denn als überzeugter Linker und Humanist. So meinte ein Freund von mir, in der SU würden in Wirklichkeit feudalistische und patriarchale Verhältnisse herrschen. Weil Stalin den von den Bolschewiki angestoßenen gesellschaftlichen Fortschritt brutal gestoppt hat.

Faschismus rot II - Mao

Vor einiger Zeit habe ich eine Dokumentation über das Leben von Mao Tse Tung gesehen. Bei den da zur Sprachen kommenden monströsen Verbrechen fiel mir eines auf: Opfer waren fast ausschließlich Menschen, die Teil eines sozialistischen Projektes hätten sein müssen! Kann jemand, der zu Millionen Bauern und Angehörige der eigenen sozialistischen Bewegung umbrigt, selbst Sozialist sein? Muss man ihn nicht eher als Faschisten brandmarken?
Neben den Verbrechen am eigenen Volk und möglicherweisen an der gesamten Menschheit - weil Mao eine Alternative zum globalen Kapitalismus von innen heraus zunichte machte - ist noch sein "Bruch mit der Sowjetunion" zu erwähnen. Dazu gibt es eine US-amerikanische SF-Erzählung, wo dieser Bruch nicht zustande kam und es prompt zum Dritten Weltkrieg zwischen dem Westen und "Russochina" kommt. Die Amis schlagen zwar eine Offensive der Russochinesen zurück (die Story sollten schließlich US-Bürger lesen), aber das Bündnis zwischen der SU und China wurde sogar von seinen Gegnern ernst genommen.
Mao brach mit der SU, als da Nikita Chruschtschow an der Macht war. Ich halte Nikita zwar auch für einen größenwahnsinnigen Bauerntrampel, aber glaube, dass er auch gesehen hat, was Stalin angerichtet hat. Möglicherweise hat er versucht, die SU erneut auf einen zukunftsfähigen Kurs zu steuern, ist aber an sich selbst und seinem Umfeld gescheitert. Wobei Mao ihm mit seinem "Bruch" nach Kräften schadete und dieser Bruch auch damit begründet ist, dass Mao in China jene stalinistischen Herrschaftspraktiken fortsetzen wollte, die Chruschtschow zumindest in ihren Extremen nicht mehr wollte.

Die Folgen bestehen in mindestens 100 Millionen Menschen, welche die Massenmörder-Troika Hitler, Stalin, Mao hat umbringen lassen. Für Hitler werden 20 Millionen Mordopfer genannt, für Stalin 40 Millionen und für Mao 70 Millionen.

Zu dem für sich selbst stehendem menschlichen Leid zu Lebzeiten der drei Tyrannen kommen noch die langfristigen Folgen, unter denen die von ihnen beherrschten Völker bis heute leiden. In Deutschland, Russland und China tobt sich derzeit IMHO die gleiche menschenverachtende Ideologie aus: eine Minderheit profitiert von allen Annehmlichkeiten einer technischen Zivlisation und der Rest soll bestenfalls in Perspektivlosigkeit und Bevormundung - Deutschland - schlimmstenfalls in bitterster Ausbeutung - China - dahin vegetieren. Vermutlich ist der Protz in Moskau oder Shanghai so, dass dagegen sogar Berlin-Mitte noch kleinbürgerlich ist, aber in der russischen oder chinenesischen Provinz würde uns Deutsche dafür der Schlag treffen.
In allen drei Länder herrscht heute eine gesichtslose und korrpupte Oligarchie, die außer einem bigotten Pseudo-Nationalismus keine andere Vision hat, als die eigenen Pfründe und die Interessen der wohlhabenden Minderheit.

Für Deutschland habe ich die historischen Hintergründe mit einer Freundin diskutiert. Wir sind dabei zu folgendem Schluss gekommen: die Nazi-Herrschaft hat zum Zusammenbruch des Deutsches Reiches geführt und mit dem "Wirtschaftwunder" der BRD wurden die Grundlagen für eine Politik gelegt, die nach einer Generation Fettlebe ins ökologische und ökonomische Nichts führen muss.
Russland und China erleben jetzt ihr "Wirtschaftswunder", von dem nur eine Minderheit profitiert und IMHO führt es auch diese beiden Länder ins ökologische und ökonomische Nichts. Das Ende des Booms in beiden Ländern deutet sich ja schon mit der akuten "Krise" an.

Die Hintergründe

Ist so ein Totalversagen auf breiter Linie nur die Folge falscher Ideologien, schlechten Führungspersonals und von Fehlern? Im Literaturforum habe ich einen Strang über ernst zu nehmende "Polit-Verbrecher" aufgemacht - d. h. Menschen, die skrupellos sind, aber ein Projekt verfolgten, dass diesen Namen verdient.
Das gemeinsame Projekt von Hitler, Stalin und Mao lautet dagegen: "Vernichtung"!
IMHO gibt es aber auch da Kräfte, welche diese Vernichtung wollen und von ihr profitieren. Reaktionäre und Antikommunisten, die - wie mein polnischer Ex-Kollege - den Tod der Kommunisten und das Scheitern des sozailistischen Projektes wollten. Kräfte, denen die Liquidierung bürgerlicher Menschengruppen ganz Recht war, weil sie dann die so frei gewordenen Plätze einnehmen konnten. Nicht zu vergessen der Westen, der kein Interesse an einer wie auch immer gearteten Auseinandersetzung mit "Russochina" hatte.
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Alt 11.07.2009, 11:56   #2
Hellmann
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Das Geheimnis hinter diesen drei Figuren der Weltgeschichte ist die Geopolitik.

Es ging um die Ausschaltung Deutschlands als beherrschender Kraft Zentraleuropas und die Ausschaltung der für die Angloamerikaner gefährlichsten Kontinentalmacht Russland und schließlich des an Bevölkerung und alter Tradition reichen Chinas, Indien war ja schon seit langem durch die britische Kolonialpolitik ins Elend gedrückt worden. Weltpolitik als Kolonialpolitik.

Man hat diese Figuren aufgebaut und an die Macht gebracht, was unsere Historiker nicht behandeln dürfen, wenn sie nicht aus der Uni fliegen und den Rest ihres Lebens im Sozialamt betteln möchten.

Mao war bei den Amis beschäftigt, da war er schon "Marxist", er war ein "Yale". Stalin war spätestens in Baku in Kontakt mit großen Ölkonzernen gekommen und zu Hitler verweise ich auf Preparata und die Parvus/Helphand-Geschichte.

Es war westliche Geopolitik in aller Konsequenz und sehr erfolgreich. Wer nichts mehr zu verlieren hat, mag ein Buch darüber schreiben.
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Alt 11.07.2009, 22:15   #3
Beverly
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Zitat:
Zitat von Hellmann Beitrag anzeigen
Das Geheimnis hinter diesen drei Figuren der Weltgeschichte ist die Geopolitik.

Es ging um die Ausschaltung Deutschlands als beherrschender Kraft Zentraleuropas und die Ausschaltung der für die Angloamerikaner gefährlichsten Kontinentalmacht Russland und schließlich des an Bevölkerung und alter Tradition reichen Chinas, Indien war ja schon seit langem durch die britische Kolonialpolitik ins Elend gedrückt worden. Weltpolitik als Kolonialpolitik.

Man hat diese Figuren aufgebaut und an die Macht gebracht, was unsere Historiker nicht behandeln dürfen, wenn sie nicht aus der Uni fliegen und den Rest ihres Lebens im Sozialamt betteln möchten.

Mao war bei den Amis beschäftigt, da war er schon "Marxist", er war ein "Yale". Stalin war spätestens in Baku in Kontakt mit großen Ölkonzernen gekommen und zu Hitler verweise ich auf Preparata und die Parvus/Helphand-Geschichte.

Es war westliche Geopolitik in aller Konsequenz und sehr erfolgreich. Wer nichts mehr zu verlieren hat, mag ein Buch darüber schreiben.
Ich sehe das aus einer gänzlich anderen Perspektive, komme aber zu "äquivalenten" Ergebnissen, wenn ich mir die Fragen stelle:

Was wäre ohne Hitler, Stalin und Mao geschehen?

Meines Erachtens war Deutschland um 1930 gerade so weit, dass die schlimmste materielle Not und die schlimmsten Krankheiten besiegt werden konnten. Man hätte bei Verzicht auf Größenwahn den Menschen ein sicheres, aber oft ärmliches Leben bieten können. Die eine oder andere Innovation, sogar ein deutsches Raumfahrtprogramm, wo man eine Rakete auf 80 Kilometer Höhe schießt und der Welt sagt: "Wir waren als Erste im Weltraum."
Aber der Schwerpunkt wäre die Sicherung der Grundbedürfnisse gewesen. Für Russland und China gilt das noch viel mehr - in Deutschland konnte man immerhin alle zur Schule schicken, die Chinesen waren schon froh, wenn sie keine Hungersnöte hatten.
Auch ohne Marxismus-Sozialismus und v. a. die entsetlichen Zwangskollektivierungen eine Art "Bauernsozialismus", selbst wenn infolge Mechanisierung der Anteil der Menschen in der Landwirtschaft abgenommen hätte. Weder Krieg und Terror noch "Boom" und "Rezession". Weder Etatismus mit Amok laufenden Großverbrechern an der Spitze mächtiger Staaten noch als ihre "Erben" neoliberale A***, die ihren Völkern sagen: "Seht zu wo ihr bleibt."

Aus Dummheit oder Vorsatz (ich will mich da nicht festlegen) haben Hitler, Mao und Stalin langfristig als Wegbereiter jener neoliberalen Ideologie gewirkt, die jede Art von Ordnung und den Staat als Garanten von Ordnung und Gerechtigkeit negiert. Die drei Großverbrechen haben mit den unzähligen kleinen Tyrannen, welche der Neoliberalismus züchtet, aber die Menschenverachtung und die Liebe zu schrankenloser Willkür gemeinsam.

Nachtrag: wenn hinter den drei Großverbrechern ein Plan steckt, in dem sie benutzt wurden, glaube ich nicht, dass es darum geht, die "Angloamerikaner" im Sinne einer staatlichen Entität - USA, Großbritannien etc. - zu stärken und ihre eurasischen Rivalen zu schwächen. Jene Ideologie, die sich jetzt in Eurasien austobt, tobte sich ebenso in den USA und Großbritannien aus und hat die beiden Staaten bzw. ihre Gesellschaften IMHO geschwächt. Es geht darum, dieser Ideologie des "liberal" angehauchten Sozialdarwinismus selbst zur weltweiten Durchsetzung zu verhelfen. Wobei die Vertreter dieser Ideologie so penetrant sind, dass sie sich nicht darüber zu wundern brauchen, Objekt von Verschwörungstheorien zu werden.

Geändert von Beverly (11.07.2009 um 22:21 Uhr).
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Alt 11.07.2009, 22:49   #4
Hellmann
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Zitat:
Zitat von Beverly Beitrag anzeigen
Nachtrag: wenn hinter den drei Großverbrechern ein Plan steckt, in dem sie benutzt wurden, glaube ich nicht, dass es darum geht, die "Angloamerikaner" im Sinne einer staatlichen Entität - USA, Großbritannien etc. - zu stärken und ihre eurasischen Rivalen zu schwächen. Jene Ideologie, die sich jetzt in Eurasien austobt, tobte sich ebenso in den USA und Großbritannien aus und hat die beiden Staaten bzw. ihre Gesellschaften IMHO geschwächt. Es geht darum, dieser Ideologie des "liberal" angehauchten Sozialdarwinismus selbst zur weltweiten Durchsetzung zu verhelfen. Wobei die Vertreter dieser Ideologie so penetrant sind, dass sie sich nicht darüber zu wundern brauchen, Objekt von Verschwörungstheorien zu werden.
Du scheinst mir da stark durch Dein Studium beeinflusst zu sein, wo natürlich der Schwerpunkt auf den "Verbrecher" gelegt wird, den es dann zu kritisieren und zu tadeln gilt.

In dieser Welt kommen nicht so einfach von selber irgendwelche "Verbrecher" an die Macht. Die erste Frage ist also: wer brachte die Bolschewiken in Russland an die Regierung? Woher kam Stalin und wer konnte ihn kaufen? Dass Stalin in Baku die Marxisten organisiert hat und dass da die großen Ölkonzerne waren, wird den Kinderchen ja auch nicht erzählt.

Hat Stalin etwa seine tapferen Marxisten speziell die Konkurrenten von XY-Oil bestreiken und sabotieren lassen?

Da müsste man also anfangen, dann Parvus/Helphand (von dem hast Du in Deinem Studium sicher nichts gehört) und Lenin, der von Deutschland und Österreich unterstützt seine Parteizeitung aus München(?) nach Russland vertreibt.

Hitler ist klar, siehe Preparata. Der hatte Deutschland so tief in die Scheiße zu reiten, dass das Land anschließend von den Angloamerikanern besetzt werden kann. Die lassen ja heute noch ihre Kriegspropaganda von "Hitler und die Nazideutschen" in vollster Lautstärke über die Medien laufen.

Und Mao "war ein Yale" zum Beginn seiner Karriere als Politiker.

Russland war ein riesiges Land, China ein Land mit einem riesigen Volk und die Deutschen waren talentiert und lagen geostrategisch im Zentrum Europas.

Man hat sie ausgeschaltet und unsere Politologen sinnieren nur darum, wieso jetzt Hitler,Stalin und Mao solche Verbrecher waren und warum die bösen Nazideutschen das unterstützt haben.

Da sind wir aber auf dem Holzweg und finden keine vernünftige Antwort.
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Alt 11.07.2009, 23:32   #5
Beverly
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Zitat:
Zitat von Hellmann Beitrag anzeigen
Russland war ein riesiges Land, China ein Land mit einem riesigen Volk und die Deutschen waren talentiert und lagen geostrategisch im Zentrum Europas.

Man hat sie ausgeschaltet und unsere Politologen sinnieren nur darum, wieso jetzt Hitler,Stalin und Mao solche Verbrecher waren und warum die bösen Nazideutschen das unterstützt haben.
Was haben die "Angloamerikaner" resp. Angelsachsen davon, (deiner Theorie zufolge) Not und Elend in der Welt zu verbreiten, nur damit andere Länder nicht nach oben kommen?
Wobei die USA und GB selbst (abgesehen von den Reichen und Mächtigen) nur zu oft einen ärmlichen Eindruck machen und es den von ihnen geplätteten "Krauts" nach dem Krieg materiell oft besser ging.

Zitat:
Zitat von Hellmann Beitrag anzeigen
Da sind wir aber auf dem Holzweg und finden keine vernünftige Antwort.
Ich kann deine Erklärungen nicht abschließend bewerten, weil ich die fraglichen Quellen nicht kenne. Aber bei den "offiziellen" Erklärungen gebe ich dir Recht, sie sind alle Müll! Wir haben zur Erklärung der Verbrechen des A. H.s und seiner beiden Kollegen folgende Sätze:

"Davon haben wir nichts gewusst."
"Wir konnten nichts machen, sonst wären wir selbst eingesperrt oder umgebracht worden."
"Wir haben uns redlich bemüht, die Volksgemeinschaft / den Sozialismus aufzubauen, aber sind gescheitert."
"An den 130 Millionen Toten, den vielen Traumatisierten und zerstörten Leben und der Perspektivlosigkeit haben nicht wir Schuld, sondern der Führer (Hitler, Stalin, Mao)."
"Wenn nicht die drei besagten Personen Schuld haben, liegt es auch nicht an uns, sondern an der menschlichen Natur."

Die Erklärungen der Mitläufer von Nazismus und Stalinismus wären durchaus glaubhaft und nachvollziehbar. Man hofft auf den Zusammenbruch und das Ende des rotbraunen Alptraum, um dann etwas Besseres zu machen! Vorbilder und Leitbilder gab es dafür genug - den Sozialdemokratismus, die Hippies, den Anarchismus und den Technokratismus. Aber dem Gebaren, dass die NS-Mitläufer nach 1945 und die Stalin-Mitläufer nach 1989 an den Tag legten, muss ich entnehmen, dass all ihr Gejämmer über die Unterdrückung in Nazismus und Stalinismus erfunden, erstunken und erlogen sind. Nicht, weil es keinen Terror und keine Toten gab, sondern weil sie auf kleiner Ebene zu den Profiteuren des Systems gehörten. Da kann natürlich der großen Bandenchef auch das kleine Licht auspusten (was Stalin ja gern gemacht hat), was aber nichts an der Mittäterschaft des kleinen Lichtes ändert.
Apropos Licht: warum sind sie nicht allesamt aus der DDR geflüchtet, wenn es da so schlimm war? Auf das Erich das Licht ausmacht.
Und aus den kleinen Lumpen, von denen mir im RL und im Web genug über den Weg gelaufen sind und die sich allesamt durch Sozialdarwinismus, Neoligeralismus, elitäres Rechtstum oder offenen Nazismus auszeichneten, muss ich dann auf die großen Lumpen schließen.

Vor diesen Hintergrund sind die alten Erklärungen Müll und neue Erklärungen in der Art wie du sie bietest, sind gefragt.

Geändert von Beverly (12.07.2009 um 09:52 Uhr).
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Alt 12.07.2009, 08:51   #6
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Was haben die "Angloamerikaner" resp. Angelsachsen davon, (deiner Theorie zufolge) Not und Elend in der Welt zu verbreiten, nur damit andere Länder nicht nach oben kommen?
Wobei die USA und GB selbst (abgesehen von den Reichen und Mächtigen) nur zu oft einen ärmlichen Eindruck machen und es den von ihnen geplätteten "Krauts" nach dem Krieg materiell oft besser ging.
Was haben die davon? Vermutlich das, was sie heute inne haben: Ein Position im Nationenranking die ihnen erlaubt, ungestraft auf Kosten anderer Völker und Nationen weit über ihre Verhältnisse zu leben.
Die "Krauts" stiegen wohl aus der Asche auf um dem Rest der Welt zu zeigen was darauß wird, wenn die Amerikaner einem "Demokratie" bringen. Zudem war es im Land besonders unbehaglich, was die Leute dazu anhielt, besonders kräftig in die Hände zu spucken.
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Alt 12.07.2009, 10:38   #7
Hellmann
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Wir haben zur Erklärung der Verbrechen des A. H.s und seiner beiden Kollegen folgende Sätze:

"Davon haben wir nichts gewusst."
"Wir konnten nichts machen, sonst wären wir selbst eingesperrt oder umgebracht worden."
"Wir haben uns redlich bemüht, die Volksgemeinschaft / den Sozialismus aufzubauen, aber sind gescheitert."
"An den 130 Millionen Toten, den vielen Traumatisierten und zerstörten Leben und der Perspektivlosigkeit haben nicht wir Schuld, sondern der Führer (Hitler, Stalin, Mao)."
"Wenn nicht die drei besagten Personen Schuld haben, liegt es auch nicht an uns, sondern an der menschlichen Natur."

Die Erklärungen der Mitläufer von Nazismus und Stalinismus wären durchaus glaubhaft und nachvollziehbar. Man hofft auf den Zusammenbruch und das Ende des rotbraunen Alptraum, um dann etwas Besseres zu machen!
Sei mir nicht bös, Beverly, aber Du bist da immer noch auf dem völlig falschen Dampfer, auf den man Dich und die anderen Studenten der Politologie getrieben hat.

Auf diesem Dampfer darf nur gefragt werden, was die Mitläufer verbrochen haben, was die Bevölkerung über die Verbrechen wusste und warum es so wenig Widerstand gab.

Die kleinen Leute wussten nichts. So wie heute niemand etwas über die absichtliche Verursachung der Massenarbeitslosigkeit weiß. Die kleinen Leute konnten nichts machen, so wie wir heute nichts gegen HartzIV machen können und nichts gegen die nächste Krise mit ihren Folgen.

Die kleinen Leute sind nicht organisiert, die sind beschäftigt, selber zu überleben. Die müssen schauen, wie sie ihre Frauen und Kinder durchbringen, und schon das haben viele nicht geschafft.

Also hör bitte damit auf, nach der Schuld der kleinen Leute zu fragen.

Wenn ich von den Angloamerikanern rede, meine ich die herrschende Schicht. Der britische Arbeiter oder der Neger im Slum in den USA hat von denen auch nichts zu erwarten. Diese herrschende Schicht bezeichne ich auch als Intelligence, weil die historisch aus dem Zusammenwachsen von Seeräubern, britischem Hochadel, US-Räuberbaronen und den durchgefütterten Intellektuellen vor allem aus und in den Geheimorganisationen entstanden, die dann zur Intelligence verschmolzen.

Die bestimmen die Politik und wenn Du etwas ändern willst, dann musst Du die ausschalten. Die sind aber im Gegensatz zu den kleinen Leuten gut organisiert und beherrschen die Konzerne und die Medien und die Universitäten...
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Alt 12.07.2009, 11:32   #8
Beverly
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Was haben die davon? Vermutlich das, was sie heute inne haben: Ein Position im Nationenranking die ihnen erlaubt, ungestraft auf Kosten anderer Völker und Nationen weit über ihre Verhältnisse zu leben.
Naja ... dem Diskurs von Hellmann zufolge standen die USA in den 1920er Jahren wirklich vor dem Sieg über die Armut, nur haben ihre Eliten es vorgezogen, das eigene Volk qua "Großer Depression" wieder ins Elend zu stürzen.
Was haben die reichen und mächtigen "Angloamerikaner" vom Elend ihrer eigenen Völker und dem Elend der übrigen Welt? Die einzige Antwort auf diese Frage, die für mich zwingend ist: Ohne das Elend der Anderen wären sie weder reich noch mächtig.
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Alt 12.07.2009, 11:46   #9
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Naja ... dem Diskurs von Hellmann zufolge standen die USA in den 1920er Jahren wirklich vor dem Sieg über die Armut, nur haben ihre Eliten es vorgezogen, das eigene Volk qua "Großer Depression" wieder ins Elend zu stürzen.
Was haben die reichen und mächtigen "Angloamerikaner" vom Elend ihrer eigenen Völker und dem Elend der übrigen Welt? Die einzige Antwort auf diese Frage, die für mich zwingend ist: Ohne das Elend der Anderen wären sie weder reich noch mächtig.
Siehste, und um reich und mächtig zu sein/werden, muss man sich schon was einfallen lassen und dabei darf man vermutlich nicht zimperlich sein.
Na ja, in jungen Jahren bin ich viel rund gekommen und habe selbst in Europa eine Menge Elend entdecken können, während ich mich selber halbwegs auf der Sonnenseite des Elends aufhielt. Allerdings empfand ich die Verhältnisse in den USA, die ich als 20jähriger 1980 erfuhr als das Übelste, was mir bis dahin und auch später unterkam, "Dritte Welt" und "Ostblock" eingeschlossen. Dort zählte ein Menschenleben nicht viel, vermutlich ein Ausdruck des Gesamten.
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Alt 12.07.2009, 11:52   #10
Beverly
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Sei mir nicht bös, Beverly, aber Du bist da immer noch auf dem völlig falschen Dampfer, auf den man Dich und die anderen Studenten der Politologie getrieben hat.

Auf diesem Dampfer darf nur gefragt werden, was die Mitläufer verbrochen haben, was die Bevölkerung über die Verbrechen wusste und warum es so wenig Widerstand gab.

Die kleinen Leute wussten nichts. So wie heute niemand etwas über die absichtliche Verursachung der Massenarbeitslosigkeit weiß. Die kleinen Leute konnten nichts machen, so wie wir heute nichts gegen HartzIV machen können und nichts gegen die nächste Krise mit ihren Folgen.

Die kleinen Leute sind nicht organisiert, die sind beschäftigt, selber zu überleben. Die müssen schauen, wie sie ihre Frauen und Kinder durchbringen, und schon das haben viele nicht geschafft.

Also hör bitte damit auf, nach der Schuld der kleinen Leute zu fragen.
@Hellmann,

das Problem mit "den kleinen Leuten" ist ihre maßlose und erbärmliche Duckmäuserei, die ich bis in den Freundes- und Familienkreis erlebe. "Ärger mit dem Jobcenter? - Selbst schuld, weil du den Sachbearbeiterinnen nicht tief genug in den Arsch gekrochen bist." In der Großfamilie wurden Konflikte nicht solidarisch gelöst, sondern unter den Teppich gekehrt. Der Onkel mit Abitur und Klassenkamerad des Kriegsverbrechers Wernher von Braun scherte sich um die Probleme seiner Schwester mit Volkschulabschluss im Grunde einen Dreck! Hast du nicht selbst den Dreiklang von Familie, Netzwerk und Staat beschrieben? Der sich darin äußert, dass die ach so heilige Familie nur die Basis ist, von der aus ihre besser gestellten Angehörigen in die Netzwerke gehen können? Um dann die schlechter gestellten Angehörigen schlicht abzuschreiben. Der Höhepunkt solcher Familien- und Freundesrunden ist dann, wenn sie einem gezielt verletzende Äußerungen zu hören geben.
Die Migranten mit ihren innerfamiliären Moden sind da nur ehrlicher als das deutsche Pack. Sie zeigen auch in Sprichwörtern wie:

"Ich gegen meinen Bruder."
"Ich und mein Bruder gegen meinen Cousin."
"Ich, mein Bruder und mein Cousin gegen den Rest der Welt."
(arabisches Sprichwort)

Es ist genau dieses Gebaren der "kleinen Leute", dass die großen Verbrecher erst möglich macht. Entweder tun die das freiwillig, dann kann man sie alle so abschreiben wie sie mich abgeschrieben haben. Oder es ist das Resultat jahrhundertelander Indoktrination und Gehirnwäsche, dann muss man die Instanzen der Gehirnwäsche - Patriarchat und Familie, Wortglaube, Glaube an einen personalen Gott - exterminieren.

Zitat:
Zitat von Hellmann Beitrag anzeigen
Wenn ich von den Angloamerikanern rede, meine ich die herrschende Schicht. Der britische Arbeiter oder der Neger im Slum in den USA hat von denen auch nichts zu erwarten. Diese herrschende Schicht bezeichne ich auch als Intelligence, weil die historisch aus dem Zusammenwachsen von Seeräubern, britischem Hochadel, US-Räuberbaronen und den durchgefütterten Intellektuellen vor allem aus und in den Geheimorganisationen entstanden, die dann zur Intelligence verschmolzen.

Die bestimmen die Politik und wenn Du etwas ändern willst, dann musst Du die ausschalten. Die sind aber im Gegensatz zu den kleinen Leuten gut organisiert und beherrschen die Konzerne und die Medien und die Universitäten...
Von den "durchgefütterten Intellektuellen" sind mir eine Menge über den Weg gelaufen. Da haben wir auch wieder die arschkriecherischen und duckmäuserischen "kleinen Leute", die nach der Parole verfahren "wes Brot ich ess, des Lied ich sing". Schon dieses altehrwürdige Sprichwort zeigt, dass die nicht alle so ahnungslos waren und sind.
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