|
|
|
|
|
10.12.2009, 10:23
|
#21
|
|
weltmensch
Stammuser
Registriert seit: 25.10.2009
Beiträge: 3.848
Stimmung:
|
Zitat:
Zitat von Beverly
Ist bestimmt spannend. Vielleicht kaufe ich es mir auch, wenn ich andere Sachen fertig gelesen habe.
|
hatte bei amazon gesucht: buch steht zur zeit nicht zur verfügung. richard
__________________
Sorgt euch nicht, LEBT.
|
|
Finden Sie diesen Kommentar lesenswert?
Ja |
Nein
|
10.12.2009, 15:15
|
#22
|
|
Erfahrener Benutzer
Stammuser
Registriert seit: 19.03.2009
Beiträge: 729
|
Was mich auch interessiert würde: Gibt es eigentlich vergleichbar gute und wichtge Bücher zu diesem ?
Könnte man aber auch in einem extra Thread eröffnen.
Bei Amazon habe ich diese Liste gefunden
[ame="http://www.amazon.de/exec/obidos/ASIN/3421052859//homepagevonklaus"]Der Hitler-Mythos: Führerkult und Volksmeinung: Amazon.de: Ian Kershaw, Klaus Kochmann: Bücher[/ame]
und ein scheinbar herausragendes Buch scheint dieses zu sein:
[ame="http://www.amazon.de/Wendepunkte-Schl%C3%BCsselentscheidungen-im-Zweiten-Weltkrieg/dp/3421058067/ref=pd_sim_b_36"]Wendepunkte: Schlüsselentscheidungen im Zweiten Weltkrieg: Amazon.de: Ian Kershaw, Klaus-Dieter Schmidt: Bücher[/ame]
|
|
Finden Sie diesen Kommentar lesenswert?
Ja |
Nein
|
10.12.2009, 19:18
|
#23
|
|
Schriftstellerin
Stammuser
Registriert seit: 04.01.2009
Ort: Berlin
Beiträge: 995
|
In der Beschreibung findet sich der Satz: "Hitler hatte eine breite Anhängerschaft quer durch alle Schichten der Bevölkerung. Auch viele, die sich selbst nicht als Nationalsozialisten betrachteten, waren von Hitler fasziniert."
Er faszinierte so lange, bis 1945 alles in Trümmern lag, die Feinde Deutschlands das Land verkleinerten, aufteilten und den Menschen hier Ideologien aufzwangen - Liberalismus, Stalinismus - die sich als nicht zukunftsfähig erwiesen haben.
Wie kann da ein Typ "faszinieren", der nicht nur ein Verbrecher, sondern auch ein Verlierer war? Was zur Folge hatte, dass er 'zig Millionen Menschen völlig sinnlos hat ermorden und in den Tod gehen lassen. Wer so einen Typen faszinierend findet, der sollte Urlaub im KZ machen  !
Tut mir Leid, aber neige immer mehr dazu, so etwas für dreiste Lügen zu halten. All die Gestalten, die den A. H. für ihre Zwecke förderten und ausnutzten, haben parallel dazu den Mythos des "Führers" geschaffen, um sich dahinter zu verstecken.
Dem haben doch nur verklemmte Trinen und heimliche Klemmschwestern zugejubelt. Und wenn die Massen nicht genug jubelten, kam der Jubel aus Lautsprechern. Wer bei Verstand geblieben ist, wusste früher oder später, was dem A. H. und seiner Truppe zu halten war: nichts!
Geändert von Beverly (10.12.2009 um 21:17 Uhr).
|
|
Finden Sie diesen Kommentar lesenswert?
Ja |
Nein
|
10.12.2009, 20:17
|
#24
|
|
Erfahrener Benutzer
Stammuser
Registriert seit: 07.08.2008
Beiträge: 1.573
|
Dieser Jan Kershaw ist ein typischer Systemhistoriker, der einen entsprechenden Scheiß verzapft:
Zitat:
Der Führerkult ist für Kershaw das zentrale Element der "charismatischen Herrschaft" Hitlers. Er erblickt im Hitler-Mythos "ein 'heroisches' Image und eine volkstümliche Wahrnehmung Hitlers, die ihm größtenteils kraß von der Wirklichkeit abweichende Eigenschaften und Motive zuschrieben". Hitler galt als die Personifizierung der "Volksgemeinschaft", als alleiniger Schöpfer des deutschen "Wirtschaftswunders" und Repräsentant des "gesunden Volksempfindens. Er wurde als persönlich aufrichtig angesehen und als staatsmännisches Genie betrachtet, ein militärischer Führer ohnegleichen" und "Bollwerk" gegen den Bolschewismus und vor allem gegen die Juden.
Gestützt auf zeitgenössische Berichte über die Volksmeinung, die "die Lauscher des Systems" zusammenstellten, legt Kershaws bahnbrechende Studie die wichtigsten Fundamente des Hitler-Mythos frei. Er zeigt, auf welcher Grundlage der Führerkult errichtet und gepflegt wurde. Und er zeigt die Konsequenzen, die der Hitler-Mythos für die Durchsetzung der ideologischen Ziele des Nationalsozialismus und den Völkermord an den Juden hatte.
|
Jan Kershaw: Der Hitler-Mythos: Führerkult und Volksmeinung (Taschenbuch)
Da wird so getan, als hätte der "Führerkult" halt Hitler an die Macht gebracht und die blöden Deutschen wären darauf abgefahren.
Von der Unterstützung Hitlers und Schachts durch die Bank von England ist sicher keine Rede und auch nicht davon, dass erst dadurch die Vollbeschäftigung möglich wurde, was die Leute natürlich beeindruckt hat.
Mit Hilfe der Massenmedien und mit genug Geld lässt sich jeder Unsinn in der Bevölkerung verbreiten, das sehen wir heute ja am Beispiel Klimawahn.
Die Frage ist aber: wer steckt dahinter und hat das finanziert und wer hatte die qualifizierten Leute, die sich das ausgedacht haben.
Der Kershaw aber ist für die Tonne.
Geändert von Hellmann (10.12.2009 um 20:24 Uhr).
|
|
Finden Sie diesen Kommentar lesenswert?
Ja |
Nein
|
10.12.2009, 20:22
|
#25
|
|
Erfahrener Benutzer
Stammuser
Registriert seit: 07.08.2008
Beiträge: 1.573
|
Das zweite Buch von Jan Kershaw scheint derselbe Müll:
Zitat:
|
Die Ereignisse, die den Beginn des Zweiten Weltkriegs markierten, versetzten weite Teile der Welt in eine Art Schockzustand. Plötzlich schien es keine Regeln mehr zu geben. Die Aggressoren kannten für ihr Tun keine Grenzen, für ihre Opfer aber zogen dunkle Zeiten herauf. Im Strudel dieser Ereignisse sah sich eine kleine Gruppe von Politikern mit zentralen Entscheidungen konfrontiert, die in dieser Auseinandersetzung Triumph oder Untergang bedeuten konnten.In seinem glänzend geschriebenen Buch »Wendepunkte« vermittelt der Historiker Ian Kershaw dem Leser einen einzigartigen Eindruck davon, wie groß der Entscheidungsspielraum der einzelnen Politiker tatsächlich war und welche Rolle ihre ganz individuelle Persönlichkeit spielte: Warum entschloss sich Churchill, nach der französischen Kapitulation weiterzukämpfen? Warum vertraute Stalin darauf, dass Hitler die UdSSR nicht überfallen würde? Und warum griffen die Japaner Pearl Harbor an?
|
Jan Kershaw: Wendepunkte: Schlüsselentscheidungen im Zweiten Weltkrieg (Gebundene Ausgabe)
Da erfärt der Leser ganz sicher nichts von all dem, was wirklich gelaufen ist. Aber wirklich nichts. Wenn ich mal ganz lebensmüde bin, schreibe ich selber noch ein Buch darüber, im Moment ist mir das aber zu heiß.
|
|
Finden Sie diesen Kommentar lesenswert?
Ja |
Nein
|
10.12.2009, 20:30
|
#26
|
|
Erfahrener Benutzer
Stammuser
Registriert seit: 07.08.2008
Beiträge: 1.573
|
Zitat:
Zitat von deserd
Was mich auch interessiert würde: Gibt es eigentlich vergleichbar gute und wichtge Bücher zu diesem ?
|
Gute Frage deserd.
Meine Kritik an den zwei Büchern von Kershaw richtet sich nicht gegen Dich, bitte nicht missverstehen.
Leider muss ich sagen, dass das Thema 3. Reich nur etwas für ausgesprochene Spezialisten ist, die sich durch die ganze irreführende Darstellung in der herrschenden Literatur durchbeißen können. Allen Anderen empfehle ich einfach: Finger weg!
Hat keinen Sinn im Moment. Der Preparata kann ungefähr eine Vorstellung davon geben, was wirklich gelaufen ist, aber sonst und darüber hinaus ist das alles heute immer noch undiskutierbar. Daher kann ich auch wirklich keine Literatur empfehlen, bei der man einfach glauben darf, was der Autor schreibt.
|
|
Finden Sie diesen Kommentar lesenswert?
Ja |
Nein
|
10.12.2009, 20:36
|
#27
|
|
Kapitalist
Stammuser
Registriert seit: 15.10.2009
Beiträge: 1.040
|
Hallo,
Zitat:
|
Wer bei Verstand geblieben ist, wusste früher oder später, was dem A. H. und seiner Truppe zu halten war: nichts!
|
wenn nun aber alle Zeitungen verkünden, dass Adolf Hitler so genial ist und der Retter Deutschlands und die Richter schreiben, dass der Führer das Recht schützt und aus dem Führertum das Recht entsteht usw.
http://books.google.de/books?id=XSfm...age&q=&f=false
Und nicht nur die Richter haben Hitler unterstützt, sondern auch die Pädagogen:
Prof. Dr. Albert Holfelder: Das Ende der normativen Pädagogik:
"Die politische Macht ist der Schöpfer des Erziehungsraumes, und nur darum konnte der Staat Adolfs Hitlers zu einem Erziehungstaate werden, weil Adolf Hitler durch Stiftung einer neuen Ordnung des Volkes wieder große und sinnvolle Erziehung ermöglichte ...".
Bleib da mal bei Verstand.
Gruß
Sebastian
Geändert von Sebastian Hauk (10.12.2009 um 20:42 Uhr).
|
|
Finden Sie diesen Kommentar lesenswert?
Ja |
Nein
|
10.12.2009, 21:30
|
#28
|
|
Schriftstellerin
Stammuser
Registriert seit: 04.01.2009
Ort: Berlin
Beiträge: 995
|
"Der Führer ins Nichts"
Zitat:
Zitat von Hellmann
Leider muss ich sagen, dass das Thema 3. Reich nur etwas für ausgesprochene Spezialisten ist, die sich durch die ganze irreführende Darstellung in der herrschenden Literatur durchbeißen können. Allen Anderen empfehle ich einfach: Finger weg!
|
Bestenfalls kann man die Dokus und die Literatur mit kritischen Fragen "gegen den Strich" bürsten. Ich frage mich da immer, was das denn für ein Projekt gewesen sein soll, das schon nach 12 Jahren scheiterte? Und warum dürfen all die Nazi-Trottel seit über 60 Jahren noch plärren und in den USA mit der Hakenkreuzflagge im Vorgarten und Stormfront.org sogar noch lauter als hier?
Warum basteln Nazis und Bürgerliche Seit an Seit am Mythos des A. H.s?
Warum kann das Nazipack heuer noch immer auf einen "Pendelschlag" hoffen und zwar nicht im GULAG, San Quentin oder in Bautzen, sondern in Freiheit und oft gut abgesichert. Da schlägt einer einen Einwanderer tot und wird nach der Haftentlassung Kader bei der NPD  !
Dabei ist gerade jemand, der primär interne Faktoren für das Scheitern des Dritten Reiches verantwortlich machen will, gezwungen, der Führung eine so monströse Mischung aus Dummheit und Menschenverachtung zu attestieren, dass da für einen "Mythos Hitler" kein Platz ist. "Der Führer ins Nichts", watschte ihn ein konservativer Autor in einem Buchtitel ab.
Für das Bürgerpack habe ich da einen Titelvorschlag: "Adolf Hitler - einer von uns". Das ist zwar als Satire gemeint, aber oft hat die Realität die Satire eingeholt und überholt. Die haben es schon fertig gebracht, in einem Machwerk mit dem Titel "Der junge Stalin" A. H.s Diktatorenkollegen ein Denkmal zu setzen. Die Rehabilitierung des A. H. wird da auch nicht lange auf sich warten lassen.
Geändert von Beverly (10.12.2009 um 21:42 Uhr).
|
|
Finden Sie diesen Kommentar lesenswert?
Ja |
Nein
|
10.12.2009, 21:37
|
#29
|
|
Schriftstellerin
Stammuser
Registriert seit: 04.01.2009
Ort: Berlin
Beiträge: 995
|
Zitat:
Zitat von Sebastian Hauk
Hallo,
wenn nun aber alle Zeitungen verkünden, dass Adolf Hitler so genial ist und der Retter Deutschlands und die Richter schreiben, dass der Führer das Recht schützt und aus dem Führertum das Recht entsteht usw.
http://books.google.de/books?id=XSfm...age&q=&f=false
Und nicht nur die Richter haben Hitler unterstützt, sondern auch die Pädagogen:
Prof. Dr. Albert Holfelder: Das Ende der normativen Pädagogik:
"Die politische Macht ist der Schöpfer des Erziehungsraumes, und nur darum konnte der Staat Adolfs Hitlers zu einem Erziehungstaate werden, weil Adolf Hitler durch Stiftung einer neuen Ordnung des Volkes wieder große und sinnvolle Erziehung ermöglichte ...".
Bleib da mal bei Verstand.
Gruß
Sebastian
|
Sagen wir mal so: der NS war auch ein Projekt korrupter Akademiker und Intellektueller. Wobei sich die Diskurse der Herrschaften sich darin erschöpften, in ihren Diskursen eine Mischung aus Menschenverachtung und Byzantinismus (wie ihn schon Otto Strasser für das Umfeld des A. H.s diagnostiziert hatte) abzusondern.
Und das Projekt bestand nicht darin, etwas für ihr Land und ihr Volk zu tun, sondern vor allem die eigenen Karrieren voran zu bringen. Sie waren Antisemiten, weil sie neidisch auf jüdische Kollegen waren. Sie waren nach 1945 Philosemiten, weil das nun angesagt war und die jüdischen Kollegen ja "weg" waren.
Die Rolle der Nazi-Intellektuen und die bruchlose Fortsetzung ihrer Karrieren nach '45 sind ein weiteres Indiz dafür, dass der NS alles Mögliche war, nur eines nicht: ein auf Dauer angelegtes Projekt. Nie waren tausend Jahre so schnell vorbei wie unter dme A. H.
Wobei die Nazi-Kader alles Mögliche in den Untergang getrieben haben, den sie von ein paar Ausnahmen an der Spitze und bei solchen, "die sich erwischen ließen", größtenteils gut überlebt haben.
|
|
Finden Sie diesen Kommentar lesenswert?
Ja |
Nein
|
10.12.2009, 21:45
|
#30
|
|
Kapitalist
Stammuser
Registriert seit: 15.10.2009
Beiträge: 1.040
|
Hallo Beverly,
Zitat:
|
Und das Projekt bestand nicht darin, etwas für ihr Land und ihr Volk zu tun, sondern vor allem die eigenen Karrieren voran zu bringen.
|
dem stimme ich zu. Die Mehrheit der NSDAP Mitglieder war bestimmt nur deshalb in der NSDAP, weil es gut für Ihre Karriere war.
Ende 1930 hatte die NSDAP 389.000 Mitglieder und
Ende 1933 hatte die NSDAP schon 3,90 Millionen Mitglieder.
Und 3,90 Millionen sind für deutsche Parteien schon eine gewaltige Zahl an Mitgliedern.
http://de.wikipedia.org/wiki/Nationa...Arbeiterpartei
Gruß
Sebastian
|
|
Finden Sie diesen Kommentar lesenswert?
Ja |
Nein
|
 |
|
| Themen-Optionen |
|
|
| Ansicht |
Linear-Darstellung
|
Forumregeln
|
Es ist Ihnen nicht erlaubt, neue Themen zu verfassen.
Es ist Ihnen nicht erlaubt, auf Beiträge zu antworten.
Es ist Ihnen nicht erlaubt, Anhänge hochzuladen.
Es ist Ihnen nicht erlaubt, Ihre Beiträge zu bearbeiten.
HTML-Code ist aus.
|
|
|
|
|
| TIPP |
|
Themen können von angemeldeten Usern zu "Beiträgen der Woche" gewählt werden.
|
|
--
|
|
|