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27.05.2009, 23:15
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#11
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Erfahrener Benutzer
Stammuser
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Beiträge: 729
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Zitat:
Zitat von Beverly
Was du hier über A. H. satirisch schreibst, wird bei Napoleon von vielen Historikern für bare Münze genommen. Napoleon habe Deutschland aus der Stagnation gerissen und dem untern den Duodezfürsten dahinsiechendem Land neuen Schwung gegeben. Der dann 120 Jahre nach Napoleon zu besagtem A. H. führte ...
Aber im Ernst und ohne Napoleon mit Hitler gleichsetzen zu wollen: hätten die politisch Verantwortlichen und die Intellektuellen den Korsen als den Großverbrecher mit 3-6 Millionen Toten gebrandmarkt, der er war, hätte es wahrscheinlich keinen Hitler gegeben.
Ich glaube, viele einfache Menschen wussten das schon vor 200 Jahren besser als ihre Eliten. So schrieb ein Augenzeuge der "Völkerschlacht" bei Leipzig - 100 000 Tote -, er wünschte, dass es so einen Horror nie wieder geben würde. Nur stieß sein Wunsch bei den Herrschenden und den Gelehrten auf taube Ohren, weil die so lange Verbrecher als Helden feierten, bis A. H. kam ...
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Ich meine das eigentlich nicht satirisch. Ich meine das schon "irgendwie ernst".
-- Ich weiß auch gar nicht, wie man_mensch damit umgehen kann, ob das überhaupt geht, irgendwie gehen könnte ....?
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Die Geschichte mit Napoleon davor kenne ich wiederum kaum, wenig. -- Meine nur, es gibt auch Philosophen, die in "linken Kreisen" auch hochbeachtet werden - die Rede soll von Hegel sein - der von Napoleons Auftreten während seines Einmarsches sehr fasziniert war ....
gruß, deserd
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28.05.2009, 09:23
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#12
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Schriftstellerin
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Zitat:
Zitat von deserd
Ich meine das eigentlich nicht satirisch. Ich meine das schon "irgendwie ernst".
-- Ich weiß auch gar nicht, wie man_mensch damit umgehen kann, ob das überhaupt geht, irgendwie gehen könnte ....?
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Das läuft aber darauf hinaus, Hitler vom Großverbrecher zu einer Art Geschichtsheroen zu machen und seine Verbrechen als "historische Notwendigkeit" zu rechtfertigen. Schließlich hätte es ohne den A. H. weder das Wirtschaftswunder noch Israel gegeben, gelle  ?
Damit sind wir aber bei Napoleon:
Zitat:
Zitat von deserd
Die Geschichte mit Napoleon davor kenne ich wiederum kaum, wenig. -- Meine nur, es gibt auch Philosophen, die in "linken Kreisen" auch hochbeachtet werden - die Rede soll von Hegel sein - der von Napoleons Auftreten während seines Einmarsches sehr fasziniert war ....
gruß, deserd
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Dann solltest du dich - wenn du Zeit und Lust hast - kritisch mit ihm und seiner Zeit beschäftigen. Und auf Philosophen in "linken Kreisen" nicht allzuviel geben.
Ich selbst habe auch mal geglaubt, dass die Französische Revolution und auch Napoleon den Fortschritt brachten. Dann tauchten da aber immer mehr Ungereimtheiten und schreckliche Dinge auf: der Terreur der französischen Revolution, die Kriege mit denen sie Europa verwüsteten und das verbrecherische Abenteurertum von Napoleon Bonaparte und dem Rest seiner korsichen Gaunerfamilie. Meines Wissens wollte er unrsprünglich ein unabhängiges Korsika, nur winkte dann in Frankreich und Euroa mehr Beute 
Ja, das war alles "notwendig", nur wofür?
"Perry Rhodan" zufolge waren es die "Geburtswehen der terranischen Maneschheit". Nur denken die Gestalten, die bei den Geburtswehen etliche hundert Millionen Menschen durch Krieg, Massenmord und Hunger haben draufgehen lassen, nicht daran, eine einige Menschheit entstehen zu lassen. Diese Versprechen waren nur die Mohrrübe für den Esel.
Das ganze Projekt diente nur dazu, den Lebensstandard und die Machtmittel der Eliten und Oberschichten zu steigern, alles andere war und ist ihnen egal.
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28.05.2009, 15:08
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#13
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Erfahrener Benutzer
Stammuser
Registriert seit: 18.05.2009
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Zitat:
Zitat von Beverly
Das läuft aber darauf hinaus, Hitler vom Großverbrecher zu einer Art Geschichtsheroen zu machen und seine Verbrechen als "historische Notwendigkeit" zu rechtfertigen. Schließlich hätte es ohne den A. H. weder das Wirtschaftswunder noch Israel gegeben, gelle  ?
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Was es zu wiederlegen gilt. Was denkst Du wohl wäre passiert wenn Hitler
beim Marsch auf die Feldherrnhalle erschossen worden wäre ?
Hess oder Röhm wären nachgerückt und nix hätte sich geändert.
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28.05.2009, 22:46
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#14
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Schriftstellerin
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Zitat:
Zitat von Randle P. McMurphy
Was es zu wiederlegen gilt. Was denkst Du wohl wäre passiert wenn Hitler
beim Marsch auf die Feldherrnhalle erschossen worden wäre ?
Hess oder Röhm wären nachgerückt und nix hätte sich geändert.
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Dann kannst du sicher erklären, wie ein sogar von seinen eigenen Kameraden als eher dumm eingeschätzter Rudolf Hess aus eigener Kraft seinen "Führer" hätte ersetzen können.
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29.05.2009, 08:05
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#15
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Erfahrener Benutzer
Stammuser
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Beiträge: 320
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Zitat:
Zitat von Beverly
Dann kannst du sicher erklären, wie ein sogar von seinen eigenen Kameraden als eher dumm eingeschätzter Rudolf Hess aus eigener Kraft seinen "Führer" hätte ersetzen können.
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Gut - Hess war warscheinlich weniger skrupellos als die anderen Nazi Bonzen
aber als Dumm würde ich ihn nicht beschreiben. Naiv trifft es wohl eher.
http://de.wikipedia.org/wiki/Rudolf_Hess 
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29.05.2009, 08:58
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#16
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beurlaubt
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Stimmung:
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Zitat:
Zitat von Beverly
Dann kannst du sicher erklären, wie ein sogar von seinen eigenen Kameraden als eher dumm eingeschätzter Rudolf Hess aus eigener Kraft seinen "Führer" hätte ersetzen können.
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Wenn einer der vielen Attentatsversuche geklappt hätte, wie wäre es dann weitergegangen? Wer hätte dann wohl die Macht übernommen und hätte das den Krieg beendet und die Verantwortlichen wären zur Rechenschaft gezogen worden? Ich glaube nicht. Es hätte nichts geändert, da die wahre Macht damals schon bei Banken und Wirtschaft zu suchen war und diese die eigentlich treibenden Kraft waren.
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29.05.2009, 13:21
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#17
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Beiträge: 320
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Zitat:
Zitat von Britta
Wenn einer der vielen Attentatsversuche geklappt hätte, wie wäre es dann weitergegangen? Wer hätte dann wohl die Macht übernommen und hätte das den Krieg beendet und die Verantwortlichen wären zur Rechenschaft gezogen worden? Ich glaube nicht. Es hätte nichts geändert, da die wahre Macht damals schon bei Banken und Wirtschaft zu suchen war und diese die eigentlich treibenden Kraft waren.
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Nicht ganz richtig. Zwar hat die Industrie & Kapita & Bürgertum Hitler unterstützt
ihn aber als Marionette zu sehen ist Unsinn.
Möglicherweise war das zwar die Absicht - konnte aber nie durchgesetzt werden.
Hitler wurde einfach unterschätzt. Von allem und Innen.- und Außenpolitisch.
Innenpolitisch wollte man Ruhe und Stabilität.
Außenpolitisch die Wiederherstellung der Souveränität und den Status welchen
man vor 1914 genossen hatte.
Zudem darf man die Angst vor der Verbreitung des Kommunismus nicht vergessen.
Alle Staaten und alle Konzerne des Westens waren sich der Gefahr bewußt was
passiert wenn sich in Deutschland ein ähnliches System wie in Russland etabliert.
Dazu kam das Krieg die Geschäfte vermasselt und niemand ein weiteres Blutvergiesen wie 1914-18 wollte. Was schließlich zu einer westlichen Beschwichtigungspolitik (Appeacement) führte. Welche Hitler als Schwäche interpretierte..............wie´s weiterging wissen wir alle.
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01.06.2009, 01:35
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#18
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Dr. Annu Naki
Stammuser
Registriert seit: 08.08.2008
Beiträge: 1.682
Stimmung:
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Zitat:
Zitat von Randle P. McMurphy
...
Was schließlich zu einer westlichen Beschwichtigungspolitik (Appeacement) führte. Welche Hitler als Schwäche interpretierte..............wie´s weiterging wissen wir alle.
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Eine westliche Beschwichtigungspolitik gab es nicht.
Es gab aber definitiv ein "westliches"/wirtschaftliches Interesse an einem zweiten großen Weltkrieg.
__________________
Jeder Anfang ist ein [kleiner] Abschied.
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02.06.2009, 13:00
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#19
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Erfahrener Benutzer
Stammuser
Registriert seit: 18.05.2009
Beiträge: 320
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Doch: http://de.wikipedia.org/wiki/Appease...nniens_Haltung
Zudem war 1939 kaum eine alliierte Armee für einen Krieg gerüstet
- anders als 1914.
Auch die Industrie war kaum in der Lage den gewünschten Ausstoß an Waffen
und Material sicher zu stellen. Auf beiden Seiten.
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02.06.2009, 14:44
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#20
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Schriftstellerin
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Registriert seit: 04.01.2009
Ort: Berlin
Beiträge: 995
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Zitat:
Zitat von Randle P. McMurphy
Nicht ganz richtig. Zwar hat die Industrie & Kapita & Bürgertum Hitler unterstützt
ihn aber als Marionette zu sehen ist Unsinn.
Möglicherweise war das zwar die Absicht - konnte aber nie durchgesetzt werden.
Hitler wurde einfach unterschätzt. Von allem und Innen.- und Außenpolitisch.
Innenpolitisch wollte man Ruhe und Stabilität.
Außenpolitisch die Wiederherstellung der Souveränität und den Status welchen
man vor 1914 genossen hatte.
Zudem darf man die Angst vor der Verbreitung des Kommunismus nicht vergessen.
Alle Staaten und alle Konzerne des Westens waren sich der Gefahr bewußt was
passiert wenn sich in Deutschland ein ähnliches System wie in Russland etabliert.
Dazu kam das Krieg die Geschäfte vermasselt und niemand ein weiteres Blutvergiesen wie 1914-18 wollte. Was schließlich zu einer westlichen Beschwichtigungspolitik (Appeacement) führte. Welche Hitler als Schwäche interpretierte..............wie´s weiterging wissen wir alle.
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Dazu möchte ich noch ergänzen: Auch wenn Deutschland den Zweiten Weltkrieg gewonnen hätte, hätte es in den Eliten Bestrebungen zur Entmachtung Hitlers und der Nazi-Partei gegeben. "Man" hätte an der Ausplünderung Europas teilgenommen und davon profitiert und irgendwann die Verbrechen der Nazis publik gemacht, um sie loszuwerden. Um dann das Großdeutsche Reich von einer Regierung führen zu lassen, die weniger erratisch als A. H. und die Nazis war und mit der ein Ausgleich mit den USA und ggfs. Großbritannien möglich wäre.
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