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Umfrageergebnis anzeigen: Was wäre 1935 aus Guido Westerwelle geworden?
1. Widerstandkämpfer 0 0%
2. unpolitischer Kleinbürger 1 20,00%
3. wegen seiner Homosexualität verfolgt 0 0%
4. bürgerlicher Nazi-Gegner 0 0%
5. opportunistischer Mitläufer 2 40,00%
6. bei der "Machtergreifung" 1933 in die NSDAP eingetreten 2 40,00%
7. als SA-Kader 1934 zusammen mit Röhm liquidiert 1 20,00%
8. Nazi-Kader und übler Nazi-Jurist 3 60,00%
9. Agent einer fremden Macht 2 40,00%
10. gewöhnlicher Krimineller 0 0%
Multiple-Choice-Umfrage. Teilnehmer: 5. Sie dürfen bei dieser Umfrage nicht abstimmen

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Alt 14.02.2010, 21:52   #1
Beverly
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Ausrufezeichen "Guido Westerwelle in der Zeitmaschine" - was wäre er im Jahre 1935?

Es war eigentlich kaum zu überhören, was Guido Westerwelle in den letzten Tagen zum Thema "Hartz IV" von sich gegeben hat. Stellvertretend für all das Johei hier ein Link dazu:

http://www.zeit.de/newsticker/2010/2...94-23877358xml

Der Herr Westerwelle hat aber schon ein recht bewegtes politisches Leben hinter sich. Sein Curriculum Vitae hier:

http://de.wikipedia.org/wiki/Guido_Westerwelle

Trauriger Höhepunkt im Leben des Guido W. war das Wahljahr 2002 mit dem "Projekt 18". Die F.D.P. verfehlte damals die avisierten 18 Prozent um 10 Prozent und der Wahlpleite folgte der Selbstmord von Westerwelles damaligem Kompagnon Jürgen W. Möllemann.

Dessen Biografie hier:

http://de.wikipedia.org/wiki/J%C3%BC...M%C3%B6llemann

Aber nun drehen wir die Uhr um 75 Jahre zurück und sind nicht mehr in der BRD des Agendajahres 2010 sondern im Deutschen Reich des Jahres 1935. Es geht in der akuten Innenpolitik auch nicht mehr um die Arbeitslosen, sondern um die Juden. Schließlich hat jede Tyrannei ihre eigenen Sündenböcke und ich will dem ins Jahr 1935 versetzten Guido nicht mehr unterstellen als er den Arbeitslosen

Meine Frage lautet:

Was wäre aus Guido Westerwelle im Jahr 1935 geworden?

1. Er wäre über kurz oder lang zum Widerstand gegen ein freiheitsfeindliches Regine gestoßen.
2. Er wäre unpolitischer Kleinbürger geblieben.
3. Er wäre als unpolitischer Mensch wegen seiner Homosexualität verfolgt worden.
4. Als Mensch mit bürgerlichem Hintergrund hätte er sich von den Nazis fern gehalten.
5. Als opportunistischer Mitläufer hätte er im Kleinen seinen Vorteil gesucht, sich aber von Verbrechen der Nazis fern gehalten.
6. Als "Märzgefallener" wäre er 1933 in die NSDAP eingetreten, um dann als kleiner PG und brauner Schreihals seinen Mitmenschen auf den Geist zu gehen.
7. Als "zynischer Schwuler" hätte er in der SA des offen schwulen Ernst Röhm Karriere gemacht, wäre aber 1934 zusammen mit ihm von Hitler und der SS beseitigt worden.
8. Als Nazi-Kader wäre er über die Leichen von Freund und Feind gegangen und hätte als Nazi-Jurist Karriere gemacht.
9. Er wäre Agent einer fremden Macht geworden mit dem Auftrag, das Deutsche Reich von innen zu zerstören.
10. Wegen Straftaten wie Betrug wäre er mit Recht im Zuchthaus gelandet.

Weil man nie exakt sagen kann, was jemand oder man selbst damals geworden wäre, habe ich in der Umfrage Mehrfachnennungen erlaubt.

Bei dieser Abstimmung kommen vom F.D.P.-Kader bis zum F.D.P.-Hasser alle auf ihre Kosten. Viel Spaß

Geändert von Beverly (14.02.2010 um 21:59 Uhr). Grund: Hinweis zu Mehrfachnennungen nachgetragen
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Alt 14.02.2010, 21:58   #2
Elfer
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Zitat:
Zitat von Beverly Beitrag anzeigen
...
Was wäre aus Guido Westerwelle im Jahr 1935 geworden?
...
Welche Bedeutung sollte diese Spekulation haben?

Mir reicht es, dass wir mit diesem größenwahnsinnigen Möchtegernfürsten heute zu tun haben.

Müssen wir wirklich immer wieder die 1930er Jahre in Deutschland auf alles projezieren?
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Alt 14.02.2010, 22:09   #3
Beverly
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Daumen runter

Was wäre aus Guido Westerwelle im Jahr 1935 geworden?

Meine Antwort:

5. Als opportunistischer Mitläufer hätte er im Kleinen seinen Vorteil gesucht, sich aber von Verbrechen der Nazis fern gehalten.
6. Als "Märzgefallener" wäre er 1933 in die NSDAP eingetreten, um dann als kleiner PG und brauner Schreihals seinen Mitmenschen auf den Geist zu gehen.

8. Als Nazi-Kader wäre er über die Leichen von Freund und Feind gegangen und hätte als Nazi-Jurist Karriere gemacht.
9. Er wäre Agent einer fremden Macht geworden mit dem Auftrag, das Deutsche Reich von innen zu zerstören.

Meine Gründe: er wäre zu egomanisch gewesen, um das Leben eines einfachen Menschen zu führen. Jene Prinzipien, die einen dazu veranlässt hätten, gegen das Regime zu arbeiten oder zumindest in die "innrere Emigration" zu gehen, glänzen bei ihm durch Abwesenheit.

Die Art, wie er nach dem Tod von Möllemann 2002 so getan hat, als ob nichts geschehen wäre, zeugt von einer gewissen Skrupellosigkeit. So einer hätte sich als Nazi-Kader auch nicht an der Seite Röhms erschießen lassen.
Er hätte nach seinem Vorteil gestrebt und versucht, so weit zu kommen, wie möglich - sei es kleiner Mitläufer, sei es als juristischer Bauchredner des Regimes. Bei absehbarem Ende - spätestens ab 1943 - hätte er auch nicht davor zurück geschreckt, das Deutsche Reich an seine Feinde zu verraten. Nach 1945 hätte er dann von nichts gewusst und weil er nicht der Typ des Totschlägers ist, wo das Blut an den eigenen Händen klebt, wäre er damit auch durchgekommen.
Fazit: ein in das Jahr 1935 zurück geschickter Guido W. wäre kleiner oder mittlerer Nazi-Kader geworden, nach '45 entnazifiziert und hätte dann seinerzeit die F.D.P. mit gegründet
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Alt 14.02.2010, 22:13   #4
Beverly
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Zitat:
Zitat von Elfer Beitrag anzeigen
Welche Bedeutung sollte diese Spekulation haben?

Mir reicht es, dass wir mit diesem größenwahnsinnigen Möchtegernfürsten heute zu tun haben.

Müssen wir wirklich immer wieder die 1930er Jahre in Deutschland auf alles projezieren?
Tut mir Leid, aber Erscheinungen wie Guido W. beweisen, dass in Deutschland zumindest die "politische Klasse"

NICHTS

aus der Nazi-Zeit gelernt haben. Da ist der immer gleiche Aufguss des immergleichen korrupten spießigen und bigotten Apparatschiks am Werk. Heute muss man sich von den Gestalten das lautete Gejaule über die bösen Nazis anhören, die damals selbst zu den Schlimmsten gehört hätten.

Nachtrag: ich habe einfach keine Lust mehr, so einen wie den Guido noch irgendwie inhaltlich zu diskutieren. Es geht nicht um "Leistungsträger" oder "Sozialstaat", Arbeiter oder Arbeitslose, es geht um die zugleich banalen und bösartigen Mechanismen, nach denen solche Gestalten funktionieren.

Die Nazizeit muss nicht unbedingt die "Folie" sein, vor die man so einen hält. Aber sein offizielles Sein - Außenminister und Vizekanzler, Parteivorsitzender - kann es auch nicht mehr sein. Da sagen selbst seine Politiker-Kollegen, dass er dem nicht mehr gerecht wird (wobei die meisten nicht besser als er sind).

Geändert von Beverly (14.02.2010 um 22:31 Uhr).
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Alt 14.02.2010, 22:29   #5
Elfer
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Zitat:
Zitat von Beverly Beitrag anzeigen
Tut mir Leid, aber Erscheinungen wie Guido W. beweisen, dass in Deutschland zumindest die "politische Klasse"

NICHTS

aus der Nazi-Zeit gelernt haben. Da ist der immer gleiche Aufguss des immergleichen korrupten spießigen und bigotten Apparatschiks am Werk. Heute muss man sich von den Gestalten das lautete Gejaule über die bösen Nazis anhören, die damals selbst zu den Schlimmsten gehört hätten.
Das gilt nur für Leute, die alles auf diese Vergangenheit ´runterbrechen müssen.

Sorry berverly, selbst in einer Parallelwelt muss irgendwann mal gut sein. Lass und doch einfach ins Leben zurück kehren und nicht alles mit dem EINEN erklären. Wir sind mehr als die Nazis hinterlassen haben.
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Alt 14.02.2010, 22:35   #6
Beverly
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Zitat:
Zitat von Elfer Beitrag anzeigen
Das gilt nur für Leute, die alles auf diese Vergangenheit ´runterbrechen müssen.

Sorry berverly, selbst in einer Parallelwelt muss irgendwann mal gut sein. Lass und doch einfach ins Leben zurück kehren und nicht alles mit dem EINEN erklären. Wir sind mehr als die Nazis hinterlassen haben.
Ich kann den Gedanken nachvollziehen, lieber an die Zukunft zu denken als sich immerzu mit dem bewussten 12 Jahren zu befassen. Aber bei der Hetze von Guido kamen mir gewisse Assoziationen wieder hoch und eines ist gewiss: mit solchen Leuten wie ihm in führenden Positionen wird es keine Zukunft geben.
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Alt 14.02.2010, 22:45   #7
Elfer
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Zitat:
Zitat von Beverly Beitrag anzeigen
Ich kann den Gedanken nachvollziehen, lieber an die Zukunft zu denken als sich immerzu mit dem bewussten 12 Jahren zu befassen. Aber bei der Hetze von Guido kamen mir gewisse Assoziationen wieder hoch und eines ist gewiss: mit solchen Leuten wie ihm in führenden Positionen wird es keine Zukunft geben.
Nimm doch das, was er Dir anbietet. Westerwelle ist allein schon Thema genug, ohne jeden Vergleich.

Er ist ein Despot...ein selbstherrliches Anal
Er ist inkompetent
Er ist einfach untragbar.....
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Alt 15.02.2010, 09:25   #8
Beverly
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Zitat:
Zitat von Elfer Beitrag anzeigen
Nimm doch das, was er Dir anbietet. Westerwelle ist allein schon Thema genug, ohne jeden Vergleich.

Er ist ein Despot...ein selbstherrliches Anal
Er ist inkompetent
Er ist einfach untragbar.....
Meines Erachtens will Westerwelle so etwas wie der deutsche Jörg Haider werden - ein reaktionärer und rechtspopulistischer Demagoge, der den Wohlstandsmob aufhetzt. Etwas Anderes kann und will er nicht, weil ihm dazu Charakter und Konzepte fehlen, um die Themen "Arbeit", "Soziales" und "Steuern" sinnvoll anzugehen. IMHO gäbe es für alles Lösungen, aber langsam habe ich den Eindruck, dass diese Lösungen nicht gewollt sind, weil auch dann für Westerwelles Klientel die Bäume nicht in den Himmel wachsen. So bedient er jetzt noch immer die Pfeifen, die auf die Parole "mehr Brutto fürs Netto" reingefallen sind und greift dabei zu immer schmutzigeren Tricks.
Die Nagelprobe für seine Demagogie sind die Wahlen in Nordrhein-Westfalen und man kann nur hoffen, dass dieser Schreihals die Leute an der Urne gegen sich mobilisiert.
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Alt 15.02.2010, 13:24   #9
Sebastian Hauk
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Hallo,

Zitat:
Müssen wir wirklich immer wieder die 1930er Jahre in Deutschland auf alles projezieren?
solange es jetzt nicht die RT ist, ist es mir egal.
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Alt 15.02.2010, 18:49   #10
Beverly
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Beiträge: 995
  
Standard vom Nazi-Kader zum "Liberalen"

... ist es kein weiter Weg, wie dieser Artikel aus dem "Spiegel" von 1957 beweist:

http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-41759831.html

Ihm zufolge fanden ehemalige Nazi-Kader über den "Umweg" der "Deutschen Reichspartei" auch den Weg zur niedersächsischen FDP. Ferner erweckt er den Eindruck, als ob es damals in der FDP neben den "Altliberalen" auch ehemalige Nazis gegeben hätte, deren Ansichten sich nach dem Kriege nicht wesentlich verändert haben. Liberalismus und Faschismus als "Formen bürgerlichen Herrschaft" koexistieren demzufolge in so genannten bürgerlich-liberalen Parteien. Mal fressen ihre Kader Kreide und machen auf Bürgerrechte, mal spucken sie die Kreide aus und wir haben Dinge wie Haider in Österreich und Westerwelle in Deutschland.
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