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Umfrageergebnis anzeigen: Gibt es wirkliche "Meister der Insel"?
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1. Nein! Sowas zu glauben ist paranoider Schwachsinn.
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2. Es gibt böse Mächtige, aber das ist nur eine Minderheit in den Eliten.
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3. Es gibt gleich viel böse wie gute Menschen mit Macht.
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4. Die bösen Menschen mit Macht sind in der Mehrheit.
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5. Fast alle Mächtigen sind so böse wie die fiktiven "Meister der Insel".
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6. Ich bin oder war selbst ein "Meister der Insel".
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7. Ich bin oder war ein Handlanger der "Meister der Insel".
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8. Ich habe einmal den Eliten & Autoritäten vertraut, bin aber enttäuscht worden!
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9. Ich vertraue Eliten und Autoritäten auch jetzt!
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10. Keine oder andere Meinung
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29.03.2009, 13:06
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#21
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Schriftstellerin
Stammuser
Registriert seit: 04.01.2009
Ort: Berlin
Beiträge: 1.006
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Zitat:
Zitat von Britta
Entfernte Planeten zu besiedeln ist wie damals, als es den wilden Westen noch gab. Aber auch der wurde von den Bankern eingeholt. Spätestens als man Lincoln ermordete und das Greenback-Gesetz rückgängig machte, hatten die Meister der Insel die USA wieder in der Hand.
Aber dazwischen gab es eine Zeit, in der man seine Träume leben konnte.
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@Britta,
Herrschaft in der Art realer oder fiktiver "Meister der Insel" kann nur in geschlossenen Räumen ausgeübt werden, nicht in einer offenen Welt oder einem offenen Kosmos.
Du hast es selbst am Beispiel der USA und Australiens beschrieben. Zumindest für Weiße aus Europa ("Farbige" oder "Eingeborene" werden das anders gesehen haben), gab es da noch Freiräume oder zumindest Flucktmöglichkeiten. Die wurden dann zunichte gemacht, als das "System" die vor ihm Geflohenen wieder einholte. Die "Meister der Insel" können keine Freiräume oder selbst das noch so harmlose Andere am Leben lassen.
In "Perry Rhodan" rotten sie ein Volk aus, dessen einziges "Verbrechen" es war, auf riesigen fliegenden Werfte seine Dienste zur Instandhaltung von Raumschiffen anzubieten. In der realen Welt erwischte es ein Gemeinwesen von Jesuiten in Südamerika - IMHO nur, weil die Patres die Frechheit besaßen, eine über lange Zeit erfolgreiche Vergesellschaftung zu errichten. IMHO bekämpften die USA und die katholische Kirche in den 1980er Jahren aus den gleichen Gründen die Sandinisten in Nicaragua - weil da die "Gefahr" bestand, eine alternative Vergesellschaftungsform aufzubauen. Die Sandinisten selbst waren Ami-freundlich und gute Katholiken - es nützte ihnen trotzdem nichts!
Die "Meister der Insel" sind beweisen zwar, dass sich theoretisch so ein Herrschaftssystem auch über kosmische Distanzen errichten lässt. Dann nehmen halt Raumschiffe den Platz von Segelschiffen ein und es geht nicht mehr um Inseln und Kontinente, sondern um Sonnensysteme und Galaxien.
Aber es muss immer eine geschlossene Welt geschaffen werden!
Früher sperrten totalitäre Systeme ihre Bürger ein, ließen kaum jemanden aus- oder einreisen.
Heute ist Reisefreiheit witzlos, weil es in der als alternativlos gesetzten One World überall gleich und fast überall schlechter ist als hier. Selbst fiktive Alternativen werden ignoriert oder wo sie zur Sprache gebracht werden, gnadenlos zerredet. Es gibt sogar Früchtchen, die in einem Universum mit ca. 10 hoch 23 größeren Himmelskörpern behaupten, dass es nur auf der Erde Leben geben kann. So etwas hat auch schon mal die Kirche behauptet.
Die "Meister der Insel" riegelten die Andromeda-Galaxis vom übrigen Universum ab und waren bestrebt, auch die Milchstraße zu erobern. In "Perry Rhodan" wird das nicht so recht erklärt. Rhodan selbst bedauert ja einen Moment lang, dass die Möglichkeit zu einer friedlichen Lösung des Konfliktes mit den MdI vertan wurde. Er träumt von einer Kooperation mit der Nachbargalaxis und einem Aufschwung für Wissenschaft und Technik. Anstatt weiter Planeten zu zerstören, will er auf toten Welten Leben schaffen.
Die MdI haben solche Träume nicht. Warum eigentlich nicht? Der Leser und die Leserin werden da weiter auf machtgierige Bösewichter verwiesen. Nun ja.
Aber der Logik machtgieriger Bösewichter zufolge müssen sie die Milchstraße schon deshalb erobern, weil ihre Herrschaft nur so lange funktioniert, wie sie sich über die gesamte bekannte und erreichbare Welt erstreckt. Egal, ob Schiffe, Flugzeuge oder Raumschiffe das Erreichbare definieren.
Was ist aber in einem prinzipiell offenem Universum? Das vielleicht nur eines von unendlich vielen Universen ist?
In einem anderen Forum habe ich schon die Frage aufgeworfen, ob Diktatur im Kosmos (offen oder verdeckt) überhaupt möglich ist. Weil die Menschen jederzeit vor ihr auf andere Planeten fliehen können. Weil selbst der mächtigste Diktator jemanden fürchten muss, der noch mächtiger ist als er. Weil sich auch der Widerstand der Schwächeren leichter organisieren lässt. Wie es Perry Rhodan den Meistern der Insel demonstriert.
Nachtrag: Hier ein paar Links zu den Perry Rhodan-"Silberbänden" um die "Meister der Insel":
http://www.perrypedia.proc.org/index...ster_der_Insel
5. Zyklus: Die Meister der Insel
Band 21: Straße nach Andromeda
Band 22: Schrecken der Hohlwelt
Band 23: Die Maahks
Band 24: Die Para-Sprinter
Band 25: Brennpunkt Andro-Beta
Band 26: Kontrollstation Modul
Band 27: Andromeda
Band 28: Lemuria
Band 29: Der Zeitagent
Band 30: Bezwinger der Zeit
Band 31: Pakt der Galaxien
Band 32: Die letzte Bastion
Falls du einen Blick reinwerfen willst, kann ich dir die Bände auch ausleihen. Das Hauptproblem an den "Meistern der Insel" ist nämlich, dass sie meiste Zeit nicht selbst in Erscheinung treten. Die Menschen haben es da mit skurrilen Welten, unheimlichen Technologien und exotischen Völkern zu tun. Erst allmählich kommen sie dahinter, wer in Andromeda das Sagen hat.
Rhodan schimpft da einmal über Leute, die andere für sich kämpfen lassen.
Ich selbst fand das zu Anfang auch eher unbefriedigend, bis mir die Parallelen zur Wirklichkeit auffielen.
Geändert von Beverly (29.03.2009 um 13:17 Uhr).
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29.03.2009, 16:20
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#22
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beurlaubt
Registriert seit: 08.08.2008
Beiträge: 4.476
Stimmung:
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Zitat:
Zitat von Beverly
@Britta,
Herrschaft in der Art realer oder fiktiver "Meister der Insel" kann nur in geschlossenen Räumen ausgeübt werden, nicht in einer offenen Welt oder einem offenen Kosmos.
Du hast es selbst am Beispiel der USA und Australiens beschrieben. Zumindest für Weiße aus Europa ("Farbige" oder "Eingeborene" werden das anders gesehen haben), gab es da noch Freiräume oder zumindest Flucktmöglichkeiten. Die wurden dann zunichte gemacht, als das "System" die vor ihm Geflohenen wieder einholte. Die "Meister der Insel" können keine Freiräume oder selbst das noch so harmlose Andere am Leben lassen.
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Das hindert die MDI nicht daran, gleich zu Anfang einen Fuß in die neue Welt zu setzen. Man findet ihre Handlanger dann da, wo der erste Handel zwischen der neuen und der alten Welt stattfindet und zuerst Geld verdient wird. Die MDI übernehmen mehr und mehr dessen, was Andere dann dort geschaffen haben.
und im wilden Westen wie auch in Australien waren unter den ersten Siedlern welche, die mit den Eingeborenen lebten und deren Lebensweise annahmen. Erst das Fußfassen der MDI brachte dann deren Verdrängung oder Ausrottung.
Zitat:
Zitat von Beverly
In "Perry Rhodan" rotten sie ein Volk aus, dessen einziges "Verbrechen" es war, auf riesigen fliegenden Werfte seine Dienste zur Instandhaltung von Raumschiffen anzubieten. In der realen Welt erwischte es ein Gemeinwesen von Jesuiten in Südamerika - IMHO nur, weil die Patres die Frechheit besaßen, eine über lange Zeit erfolgreiche Vergesellschaftung zu errichten. IMHO bekämpften die USA und die katholische Kirche in den 1980er Jahren aus den gleichen Gründen die Sandinisten in Nicaragua - weil da die "Gefahr" bestand, eine alternative Vergesellschaftungsform aufzubauen. Die Sandinisten selbst waren Ami-freundlich und gute Katholiken - es nützte ihnen trotzdem nichts!
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Unabhängige Solidargemeinschaften waren schon immer eine Gefahr für die Kirche und andere MDI. Unabhängig bedeutet soviel wie 'nicht beherrschbar'. Alle voneinander abhängig zu machen ist oberstes Ziel, auch bei der Globalisiserung. Wenn dann ein Teil ausfällt, die logistische Kette zusammenbricht, dann gibt es den größtmöglichen Schaden für Alle.
Zitat:
Zitat von Beverly
Die "Meister der Insel" sind beweisen zwar, dass sich theoretisch so ein Herrschaftssystem auch über kosmische Distanzen errichten lässt. Dann nehmen halt Raumschiffe den Platz von Segelschiffen ein und es geht nicht mehr um Inseln und Kontinente, sondern um Sonnensysteme und Galaxien.
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Im Großen wie im Kleinen. Ein Grundprinzip des Universums.
Zitat:
Zitat von Beverly
Aber es muss immer eine geschlossene Welt geschaffen werden!
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Die MDI haben es dabei nicht eilig. Sie haben Zeit und früher oder später kriegen sie jede noch so freie Welt. Egal wie viele Versuche nicht funktionieren und wie viele Jahrzehnte es dauert, sie lassen nicht locker.
Ist wie mit der Abstimmung über die EU-Verfassung in Irland. 2008 abgelehnt ist für 2009 schon die nächste Abstimmung geplant. Und wenn die wieder nicht wie gewünscht ausfällt, wird 2010 eben nochmal abgestimmt...
Zitat:
Zitat von Beverly
Früher sperrten totalitäre Systeme ihre Bürger ein, ließen kaum jemanden aus- oder einreisen.
Heute ist Reisefreiheit witzlos, weil es in der als alternativlos gesetzten One World überall gleich und fast überall schlechter ist als hier. Selbst fiktive Alternativen werden ignoriert oder wo sie zur Sprache gebracht werden, gnadenlos zerredet. Es gibt sogar Früchtchen, die in einem Universum mit ca. 10 hoch 23 größeren Himmelskörpern behaupten, dass es nur auf der Erde Leben geben kann. So etwas hat auch schon mal die Kirche behauptet.
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Aus dem Paradies, das die Erde ursprünglich werden sollte, ist ein Gefängnisplanet geworden.
Zitat:
Zitat von Beverly
Die "Meister der Insel" riegelten die Andromeda-Galaxis vom übrigen Universum ab und waren bestrebt, auch die Milchstraße zu erobern. In "Perry Rhodan" wird das nicht so recht erklärt. Rhodan selbst bedauert ja einen Moment lang, dass die Möglichkeit zu einer friedlichen Lösung des Konfliktes mit den MdI vertan wurde. Er träumt von einer Kooperation mit der Nachbargalaxis und einem Aufschwung für Wissenschaft und Technik. Anstatt weiter Planeten zu zerstören, will er auf toten Welten Leben schaffen.
Die MdI haben solche Träume nicht. Warum eigentlich nicht? Der Leser und die Leserin werden da weiter auf machtgierige Bösewichter verwiesen. Nun ja.
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Manchmal frage ich mich, ob sich die MDI von den negativen Gefühlen, die ihnen entgegengebracht werden 'ernähren'.
Nur was ist, wenn das was bei uns Realität genannt wird, gar nicht die richtige Realität ist? Wenn das Universum und alles was wir zu kennen glauben etwas anderes ist, etwas das wir nicht wahrnehmen können, weil wir zusehr in unserer Realität verrannt sind?
Z.B. wenn das ganze Universum ein einziges Lebewesen ist und wir eingebildeten Menschen nur ein winziger Teil davon?
Zitat:
Zitat von Beverly
@Aber der Logik machtgieriger Bösewichter zufolge müssen sie die Milchstraße schon deshalb erobern, weil ihre Herrschaft nur so lange funktioniert, wie sie sich über die gesamte bekannte und erreichbare Welt erstreckt. Egal, ob Schiffe, Flugzeuge oder Raumschiffe das Erreichbare definieren.
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Dabei geht es wohl eher um die lästige Konkurrenz, die man nicht erst aufkommen lassen will. Wer sich auf das Erreichte beschränkt, läuft Gefahr alles durch jemanden zu verlieren, der es genauso macht wie die MDI. Immer oben bleiben müssen...
Zitat:
Zitat von Beverly
Was ist aber in einem prinzipiell offenem Universum? Das vielleicht nur eines von unendlich vielen Universen ist?
In einem anderen Forum habe ich schon die Frage aufgeworfen, ob Diktatur im Kosmos (offen oder verdeckt) überhaupt möglich ist. Weil die Menschen jederzeit vor ihr auf andere Planeten fliehen können. Weil selbst der mächtigste Diktator jemanden fürchten muss, der noch mächtiger ist als er. Weil sich auch der Widerstand der Schwächeren leichter organisieren lässt. Wie es Perry Rhodan den Meistern der Insel demonstriert.
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Irgendwo gibt es zu jeder Zeit eine Grenze. Diese Grenze ist die Entfernung und die Zeit, die man braucht um diese Entfernung zu überwinden. Hinter dieser Grenze ist man solange frei, bis es noch schnellere Fortbewegungsmöglichkeiten gibt.
Zitat:
Zitat von Beverly
Nachtrag: Hier ein paar Links zu den Perry Rhodan-"Silberbänden" um die "Meister der Insel":
http://www.perrypedia.proc.org/index...ster_der_Insel
5. Zyklus: Die Meister der Insel
Band 21: Straße nach Andromeda
Band 22: Schrecken der Hohlwelt
Band 23: Die Maahks
Band 24: Die Para-Sprinter
Band 25: Brennpunkt Andro-Beta
Band 26: Kontrollstation Modul
Band 27: Andromeda
Band 28: Lemuria
Band 29: Der Zeitagent
Band 30: Bezwinger der Zeit
Band 31: Pakt der Galaxien
Band 32: Die letzte Bastion
Falls du einen Blick reinwerfen willst, kann ich dir die Bände auch ausleihen. Das Hauptproblem an den "Meistern der Insel" ist nämlich, dass sie meiste Zeit nicht selbst in Erscheinung treten. Die Menschen haben es da mit skurrilen Welten, unheimlichen Technologien und exotischen Völkern zu tun. Erst allmählich kommen sie dahinter, wer in Andromeda das Sagen hat.
Rhodan schimpft da einmal über Leute, die andere für sich kämpfen lassen.
Ich selbst fand das zu Anfang auch eher unbefriedigend, bis mir die Parallelen zur Wirklichkeit auffielen.
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Danke für das Angebot. Ich brauche aber immer ziemlich lange, bis ich ein Buch gelesen habe. Seit 6 Wochen lese ich an Barbara Woods 'Traumzeit'.
Und danach wartet noch 'Das Jesustestament' darauf, gelesen zu werden.
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29.03.2009, 18:00
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#23
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Schriftstellerin
Stammuser
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Zitat:
Zitat von Britta
Unabhängige Solidargemeinschaften waren schon immer eine Gefahr für die Kirche und andere MDI. Unabhängig bedeutet soviel wie 'nicht beherrschbar'. Alle voneinander abhängig zu machen ist oberstes Ziel, auch bei der Globalisiserung. Wenn dann ein Teil ausfällt, die logistische Kette zusammenbricht, dann gibt es den größtmöglichen Schaden für Alle.
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Schaden für alle einfachen Menschen - ja.
Aber bedrohlichen Schaden für das Gesamtsystem, das alle von sich abhängig macht - nein!
Wenn jedes Teilsystem vom Ganzen abhängig ist und nicht ohne es existieren kann, kann es nicht ausbrechen und muss sich den Regeln des Gesamtsystems fügen.
Übrigens muss ich da an eine Frage denken, die ein Kommilitone aus dem Irak in einer Erstsemesterveranstaltung bei den Politologen gestellt hat. Er fragte:
"Ich komme aus einem Land, das als unterentwickelt bezeichnet wird. Was aber ist Unterentwicklung?"
Ich tat mich mit der Formulierung einer Antwort schwer, fand sie aber doch. Unterentwicklung ist, wenn ein Gemeinwesen die Fähigkeit verliert, sich wirtschaftlich aus eigener Kraft zu erhalten und idealerweise auch weiter zu entwickeln.
Wobei die Neuzeit für die so genannte Dritte Welt als eine Epoche charakterisiert wurde, in der die "Entwicklung der Unterentwicklung" erfolgte.
Zitat:
Zitat von Britta
Im Großen wie im Kleinen. Ein Grundprinzip des Universums.
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Das habe ich in Anlehnung an "fraktale" Geometrie als "Selbstähnlichkeit" politischer und gesellschaftlicher Strukturen bezeichnet. Die Familie und der Landkreis sind da keine Gegengewichte oder Exklaven zu den global herrschenden Strukturen mehr, sondern bilden sie im Kleinen ab. Weswegen jeder Dorftrottel heutzutage die Globalisierung feiert und von einer regional autonomen Produktion nichts mehr wissen will.
Zitat:
Zitat von Britta
Aus dem Paradies, das die Erde ursprünglich werden sollte, ist ein Gefängnisplanet geworden.
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Und zudem eine Kloake  !
Ich habe mir schon oft überlegt, wenn sie so weitermachen wie jetzt, ist in 300 Jahren Schluss. Eine total verblödete Population von 20 Milliarden menschlicher Lautsprecher für die herrschenden Diskurse, verglichen mit denen selbst die "Duplos" der "Meister der Insel" noch ein Ausbund von Individualität sind.
Alle fossilen Energiequellen endlich aufgebraucht und nix getan, um dauerhaft das Energieproblem zu lösen!
Nach der nun anstehenden "Nutzung" der Weltmeere ist die Biosphäre kaputt und es wird vielleicht nicht mal mehr genug Sauerstoff produziert!
Die Menschen vegetieren in Kuppeln dahin, wie ich sie mir für den Mond, aber nicht die Erde erträumt habe, weil die Erde so unbewohnbar geworden ist wie der Mond.
Zitat:
Zitat von Britta
Manchmal frage ich mich, ob sich die MDI von den negativen Gefühlen, die ihnen entgegengebracht werden 'ernähren'.
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Das Schlimme und Erschreckende ist, dass man IMHO gar nicht herausfinden kann, was die jenseits unmittelbarer Gelüste - Macht, Geld, Konsum, Sex, Ego polieren, niedere Instinkte ausleben - überhaupt treibt. Da ist vielleicht gar nichts, weil sie selbst nur ein "Faktor" in dem von ihnen geschaffenen kranken System sind. Man soll immer an die Banalität des Bösen denken.
Zitat:
Zitat von Britta
Dabei geht es wohl eher um die lästige Konkurrenz, die man nicht erst aufkommen lassen will. Wer sich auf das Erreichte beschränkt, läuft Gefahr alles durch jemanden zu verlieren, der es genauso macht wie die MDI. Immer oben bleiben müssen...
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Der Krug geht aber nur so lange zum Brunnen, bis er bricht. Auf der Erde haben die MDI alles im Griff, aber wie ist es mit - hypothetischen - Außerirdischen? Die brauchen nur tausend Jahre weiter zu sein als wir, dann hat es sich mit "Immer oben bleiben müssen"  Ich selbst bin der Existenz von Außerirdischen, wie sie Perry Rhodan und co. beschreiben, gegenüber sehr skeptisch. Wie du selbst schreibst, mögen wir den Kosmos nicht richtig verstanden haben. Aber der Gedanke, dass unserer Peiniger in ihren Villen ohne Namensschilder sitzen und Angst vor kleinen Grünen Männchen schieben, hat schon was für sich  Da haben sie einen damit beauftragt, UFO's lächerlich zu machen. Nun, ich glaube nicht an UFO's, aber der Widerleger hat die Widerlegung gründlichst diskreditiert. Er soll sogar ins Lager der UFO-Gläubigen gewechselt sein
Zitat:
Zitat von Britta
Irgendwo gibt es zu jeder Zeit eine Grenze. Diese Grenze ist die Entfernung und die Zeit, die man braucht um diese Entfernung zu überwinden. Hinter dieser Grenze ist man solange frei, bis es noch schnellere Fortbewegungsmöglichkeiten gibt.
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Du meinst, dass einer menschlichen Kolonie im All immer die MDI oder ihre Schergen folgen werden? Nun ja, den Gedanken hatte ich auch schon. Kann sein, muss aber nicht sein. Auch mit der Grenze ist das so eine Sache. Ist bei 10 Prozent der Lichtgeschwindigkeit Schluss, weil schnellere Raumschiffe vom interstellaren Gas zerrieben werden? Oder finden wir Verfahren für Reisen mit Überlichtgeschwindigkeit, vielleicht sogar in Sofortzeit.
Nicht zu vergessen die Frage, warum einer zum Handlanger der MDI oder einem MDI selbst wird. Die scheinen sich da alle mit einem eigentlich kläglichen Judaslohn zufrieden zu geben. Weil die Ressourcen auf der Erde nun mal begrenzt sind.
Wie ist das im Kosmos?
Gesetzt den Fall, dass da relativ viele Ressourcen für relativ wenige sind, die etwas davon haben wollen, könnte man die Angehörigen des Apparates der MDI vielleicht einfach kaufen. Eine eigene Insel, wo er oder sie ungestört "Meister" sein kann oder ein eigener Planet.
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30.03.2009, 07:15
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#24
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beurlaubt
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Beiträge: 4.476
Stimmung:
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Zitat:
Zitat von Beverly
Schaden für alle einfachen Menschen - ja.
Aber bedrohlichen Schaden für das Gesamtsystem, das alle von sich abhängig macht - nein!
Wenn jedes Teilsystem vom Ganzen abhängig ist und nicht ohne es existieren kann, kann es nicht ausbrechen und muss sich den Regeln des Gesamtsystems fügen.
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So hatte ich das gemeint. Schließlich bin ich ein 'einfacher Mensch'.
Zitat:
Zitat von Beverly
Übrigens muss ich da an eine Frage denken, die ein Kommilitone aus dem Irak in einer Erstsemesterveranstaltung bei den Politologen gestellt hat. Er fragte:
"Ich komme aus einem Land, das als unterentwickelt bezeichnet wird. Was aber ist Unterentwicklung?"
Ich tat mich mit der Formulierung einer Antwort schwer, fand sie aber doch. Unterentwicklung ist, wenn ein Gemeinwesen die Fähigkeit verliert, sich wirtschaftlich aus eigener Kraft zu erhalten und idealerweise auch weiter zu entwickeln.
Wobei die Neuzeit für die so genannte Dritte Welt als eine Epoche charakterisiert wurde, in der die "Entwicklung der Unterentwicklung" erfolgte.
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Die Entwicklung der Unterentwicklung - oder die Zurückentwicklung. Stillstand auf jeden Fall. Über einen gewissen Punkt ist die Menschheit in ihrer Entwicklung schon seit langer Zeit nicht hinausgekommen.
Ich würde das aber nicht nur auf 'wirtschaftlich' beschränken und geistig/seelisch/religiös noch dazunehmen.
Zitat:
Zitat von Beverly
Das habe ich in Anlehnung an "fraktale" Geometrie als "Selbstähnlichkeit" politischer und gesellschaftlicher Strukturen bezeichnet. Die Familie und der Landkreis sind da keine Gegengewichte oder Exklaven zu den global herrschenden Strukturen mehr, sondern bilden sie im Kleinen ab. Weswegen jeder Dorftrottel heutzutage die Globalisierung feiert und von einer regional autonomen Produktion nichts mehr wissen will.
Und zudem eine Kloake  !
Ich habe mir schon oft überlegt, wenn sie so weitermachen wie jetzt, ist in 300 Jahren Schluss. Eine total verblödete Population von 20 Milliarden menschlicher Lautsprecher für die herrschenden Diskurse, verglichen mit denen selbst die "Duplos" der "Meister der Insel" noch ein Ausbund von Individualität sind.
Alle fossilen Energiequellen endlich aufgebraucht und nix getan, um dauerhaft das Energieproblem zu lösen!
Nach der nun anstehenden "Nutzung" der Weltmeere ist die Biosphäre kaputt und es wird vielleicht nicht mal mehr genug Sauerstoff produziert!
Die Menschen vegetieren in Kuppeln dahin, wie ich sie mir für den Mond, aber nicht die Erde erträumt habe, weil die Erde so unbewohnbar geworden ist wie der Mond.
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Sehe ich auch so. Nur werde ich das Glück haben, das nicht mehr zu erleben - es sei denn im nächsten Leben, sofern dazwischen nicht 5000 Jahre liegen.
Zitat:
Zitat von Beverly
Das Schlimme und Erschreckende ist, dass man IMHO gar nicht herausfinden kann, was die jenseits unmittelbarer Gelüste - Macht, Geld, Konsum, Sex, Ego polieren, niedere Instinkte ausleben - überhaupt treibt. Da ist vielleicht gar nichts, weil sie selbst nur ein "Faktor" in dem von ihnen geschaffenen kranken System sind. Man soll immer an die Banalität des Bösen denken.
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Könnte es eine Krankheit sein? Also, dass die seelisch total kaputt sind oder fehlgeleitet von ihren niederen Trieben?
Zitat:
Zitat von Beverly
Der Krug geht aber nur so lange zum Brunnen, bis er bricht. Auf der Erde haben die MDI alles im Griff, aber wie ist es mit - hypothetischen - Außerirdischen? Die brauchen nur tausend Jahre weiter zu sein als wir, dann hat es sich mit "Immer oben bleiben müssen"  Ich selbst bin der Existenz von Außerirdischen, wie sie Perry Rhodan und co. beschreiben, gegenüber sehr skeptisch. Wie du selbst schreibst, mögen wir den Kosmos nicht richtig verstanden haben. Aber der Gedanke, dass unserer Peiniger in ihren Villen ohne Namensschilder sitzen und Angst vor kleinen Grünen Männchen schieben, hat schon was für sich  Da haben sie einen damit beauftragt, UFO's lächerlich zu machen. Nun, ich glaube nicht an UFO's, aber der Widerleger hat die Widerlegung gründlichst diskreditiert. Er soll sogar ins Lager der UFO-Gläubigen gewechselt sein 
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Ich denke schon dass es noch mehr Leben in unserem Universum gibt und das intelligentes Leben nicht die Ausnahme sondern die Regel ist.
Und mit UFO's ist das so eine Sache. Wenn, dann sind das keine ausserirdischen Flugobjekte denke ich.
Zitat:
Zitat von Beverly
Du meinst, dass einer menschlichen Kolonie im All immer die MDI oder ihre Schergen folgen werden? Nun ja, den Gedanken hatte ich auch schon. Kann sein, muss aber nicht sein. Auch mit der Grenze ist das so eine Sache. Ist bei 10 Prozent der Lichtgeschwindigkeit Schluss, weil schnellere Raumschiffe vom interstellaren Gas zerrieben werden? Oder finden wir Verfahren für Reisen mit Überlichtgeschwindigkeit, vielleicht sogar in Sofortzeit.
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Ja, sie würden folgen um dann auch dort in einer Kolonie alles zu übernehmen, was Profit bringt.
Zitat:
Zitat von Beverly
Nicht zu vergessen die Frage, warum einer zum Handlanger der MDI oder einem MDI selbst wird. Die scheinen sich da alle mit einem eigentlich kläglichen Judaslohn zufrieden zu geben. Weil die Ressourcen auf der Erde nun mal begrenzt sind.
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Scheint sich doch zu rentieren. Man verdient etwas mehr wie der Rest und hat ein klein wenig was zu sagen. Das reicht für das Ego aus und man kann sich wichtig fühlen.
Zitat:
Zitat von Beverly
Wie ist das im Kosmos?
Gesetzt den Fall, dass da relativ viele Ressourcen für relativ wenige sind, die etwas davon haben wollen, könnte man die Angehörigen des Apparates der MDI vielleicht einfach kaufen. Eine eigene Insel, wo er oder sie ungestört "Meister" sein kann oder ein eigener Planet.
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Ein eigener Planet müßte auch verteidigt werden. Im kleinen gesehen stelle ich mir eine Insel vor, die mir gehört. Es gibt genug Wasser, Obst und Gemüse, ich habe Nutztiere, genug Fische im Wasser und meine eigene Energieversorgung. Dann wird festgestellt, dass unter meiner Insel ein großes Ölfeld ist und auf meiner Insel jede Menge seltener Metalle zu finden sind.
Was würde wohl passieren? Ich verfüge nicht über Waffen um meine Insel zu verteidigen...
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30.03.2009, 09:04
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#25
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Schriftstellerin
Stammuser
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Ort: Berlin
Beiträge: 1.006
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Zitat:
Zitat von Britta
Die Entwicklung der Unterentwicklung - oder die Zurückentwicklung. Stillstand auf jeden Fall. Über einen gewissen Punkt ist die Menschheit in ihrer Entwicklung schon seit langer Zeit nicht hinausgekommen.
Ich würde das aber nicht nur auf 'wirtschaftlich' beschränken und geistig/seelisch/religiös noch dazunehmen.
(...)
Könnte es eine Krankheit sein? Also, dass die seelisch total kaputt sind oder fehlgeleitet von ihren niederen Trieben?
(...)
Man verdient etwas mehr wie der Rest und hat ein klein wenig was zu sagen. Das reicht für das Ego aus und man kann sich wichtig fühlen.
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Auf Wikipedia steht zu Krankheit:
Zitat:
Krankheit (...) ist die bestehende oder drohende nachteilige Beeinträchtigung oder Einschränkung körperlicher, geistig-seelischer oder sozialer Fähigkeiten. Krankheit äußert sich also in objektiv beobachtbaren Tatbeständen, dem subjektiven Befinden oder dem Verhalten.
Abwesenheit von Krankheit ist eine notwendige, aber laut WHO nicht hinreichende Voraussetzung für Gesundheit.
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Zu Gesundheit findet sich da:
Zitat:
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Gesundheit des Menschen ist laut Weltgesundheitsorganisation „ein Zustand des vollständigen körperlichen, geistigen und sozialen Wohlergehens und nicht nur das Fehlen von Krankheit oder Gebrechen.“
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Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Gesundheit
Auf der kollektiven Ebene - der Menschheit - ist es zweifellos eine Krankheit. Und die Krankheit des Ganzen äußert sich in seelischen oder körperlichen Krankheiten seiner Teile - also der Menschen. Wir haben wieder die auf allen Größenskalen selbstähnlichen Strukturen:
a. Eine kranke Menschheit, die IMHO ihren Daseinszweck immer mehr verfehlt.
Was nicht heißen soll, dass alle Menschen nach den gleichen Dingen streben müssen. Im Gegenteil: der Daseinszweck mag sogar in der Vielfalt und Mannigfaltigkeit bestehen. Die Verfehlung des Daseinszweck ist der homo oeconimicus, der auf allen Ebenen der Hierarchien nur nach Überleben, Macht und Geld strebt und gar nicht mehr weiß, was er damit anfangen soll.
b. Von Krisen und Konflikten geschüttelte Gemeinwesen.
Alle sind Teil des gleichen globalen Systems und wenn das kriselt, kriseln auch die einzelnen Länder und Staaten. Das Gesamtsystem Menschheit verfehlt sienen Daseinszweck und so tun es auch seien Bestandteile, Völker und Nationen, Kulturen und Religionen.
Gestern hatte ich mit einer Freundin eine Diskurssion über die Rolle der Religionen in dieser Welt und ich kam da zu dem Schluss, das auch die Religionen nur noch zum Chaos, dem Niedergang und der Orientierungslosigkeit beitragen. Im 21. Jahrhundert da einen schwachsinnigen Wortglauben (bei dem sich unsere Altvorderen vielleicht im Grabe umdrehen, weil sie das nicht wörtlich, sondern als Metapher nahmen) zu predigen und ein "Mittelalter" zu fordern das noch schlimmer als das "echte" ist, outet gerade die antimodernen Fundamentalisten als die perversten Protagonisten einer perversen Moderne.
c. Seelisch oder körperlich kranke Individuen.
Wer ist eigentlich noch körperlich gesund und geistig und seelisch ausgeglichen? Ich kenne da so gut wie niemanden. Jeder schleppt irgendein Trauma oder eine Frustration mit sich rum, krepelt an einer hartnäckigen Krankheit rum und hadert mit Gott und der Welt. Ausgerechnet die, die auf "Normal" machen, sind in der Klapse die hoffnungslosen und unheilbaren Fälle.
Es ist gar nicht mal so schwer, vom kranken Gesamtsystem Menschheit über seine kranken Unter-Kollektive zu den kranken Menschen zu kommen. Manche sind seelich krank als Folge von Kriegstrauma, viele leiden an den Folgen der einen oder anderen Form von Psychoterror und andere leiden an heilbaren Krankheiten, nur fehlt ihnen das Geld zur Behandlung. Etliche mögen auch deshalb frustriert sein, weil sie mit ihrem Leben schlicht nichts anzufangen wissen, keine Aufgabe und keine sozialen Kontakte und zwischenmenschlichen Beziehungen haben. Dass eine 90-Stunden-Woche wie in China nicht gesund ist, versteht sich von selbst.
So komme ich zu folgendem Schluss:
Es macht keinen Sinn die MDI im individualisierendem Sinne, als Einzelpersonen, für "krank" zu erklären. Im Gegenteil: als Individuen sind sie vielleicht gesünder und ausgeglicher als die meisten anderen Menschen. Schließlich gehören sie zu denen, die Zugang zu medizinischer Versorgung haben und welche die Anpassung an das System am besten schaffen (kein Wunder, denn sie haben es selbst geschaffen).
Aber die MDI sind wesentliche "Knotenpunkte" in einer kollektiven Krankheit. Dass die Knoten selbst gesund, zäh, flexibel und überlebenstüchtig sind, während alles übrige immer und immer wieder kaputt geht, macht die Krankheit nicht besser, sondern schlimmer.
Schließlich stellt sich damit die Frage nach "Heilung" oder "Exitus".
Mir ist schon der Gedanke gekommen, dass kollektiver Selbstmord eine Lösung wäre. Einzelnen Menschen wird meistens das Recht zugestanden, eine zugleich unterträgliche und unheilbare Krankheit durch den Freitod zu beenden.
Warum eigentlich nicht der Menschheit als Ganzem?
Keine Menschheit mehr, keine MDI und kein System mehr, das sie beherrschen können.
Schließlich lassen die MDI und ihre Schergen keinen Zweifel daran, dass all die ethischen Grundsätze, die dem gemeinsamen und rückstandslosem Ableben von sieben Milliarden Menschen im Wege stehen, für sie nur Mumpitz sind. Sie haben nichts gegen den Tod von Menschen einzuwenden, sie sind nur sauer, wenn sie selbst nicht mehr Herren über Leben und Tod sind.
Last but least die Frage: gibt es "Heilung"?
Perry Rhodan zufolge für die "MdI" selbst nicht.
Die haben zugunsten der Macht ihre Menschlichkeit und selbst ihre Individualität komplett aufgegeben. Ein "MdI" entwickelt zwar Zuneigung zu einem Untergebenen, den er als ebenbürtigen Gegner im dreidimensionalem Schachspiel erlebt, doch die Machtinstinkte siegen: anstatt die Freundschaft weiter zu entwickeln, verheizt er ihn in einem sinnlosen Himmelfahrtskommando. Weil "gleich" nicht "Freund", sondern "Feind" bedeutet hätte. Der MdI lebt dann weiter allein mit Robotern und Androiden und ist frustriert, weil die keine gleichwertigen Widersparts für ihn sind. Vom "Faktor I" darf er sich dann wegen der gescheiterten Zerstörung der Erde als "Versager" titulieren lassen. Ein ganz tolles Leben führen die Mächtigen im Kosmos  - ist es allen Ernstes DAS, nach dem die realen "MdI" streben würden, wenn sie auch Raumschiffe hätten?
Aber wie ist es mit dem Rest? Den normal gebliebenen Menschen, die sich lieber in der Eckkneipe besaufen würden, als zu so einem Homunkulus wie Perrys MdI zu werden? Sind wir immer dazu verdammt, Nährboden für die nächste Generation MDI zu sein? Oder gibt es noch andere Auswege außer dem kollektiven Selbstmord?
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30.03.2009, 22:38
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#26
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Lind Gren
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Zitat:
Zitat von Beverly
Ich kann mir nicht vorstellen, dass es so leicht ist. Sogar die "Meister der Insel" tarnen sich und ihre realen Gegenstücke werden das noch viel cleverer praktizieren. Sie werden sogar falsche Verschwörungstheorien in Umlauf bringen und dem Pöbel Sündenböcke präsentieren, um von den wirklichen Strukturen abzulenken.
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Das brauchen sie garnicht, das Finanzsystem, und nachgeschaltet damit das Gesellschaftssystem, ist so angelegt, das immer diejenigen profitieren, die bereits genügend Kapital haben ihre Interessen in dubioser Lobbyarbeit durchzusetzen.
Damit lässt sich ihr Kapital potenzieren.
Da ist es schon fast egal welche Begebenheiten die Menschen umtreibt. ALtersarmut, 2 Klassenmedizien, schlechter werdende Bildung etc.pp. ob da Randale bei Demos gesteuert sind oder nicht oder von der Presse vorsätzlich in ein manipulierendes Licht gerückt werden. Ob Marx gekauft war oder nicht. Völlig egal.
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30.03.2009, 23:40
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#27
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Schriftstellerin
Stammuser
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Zitat:
Zitat von otix_
Das brauchen sie garnicht, das Finanzsystem, und nachgeschaltet damit das Gesellschaftssystem, ist so angelegt, das immer diejenigen profitieren, die bereits genügend Kapital haben ihre Interessen in dubioser Lobbyarbeit durchzusetzen.
Damit lässt sich ihr Kapital potenzieren.
Da ist es schon fast egal welche Begebenheiten die Menschen umtreibt. ALtersarmut, 2 Klassenmedizien, schlechter werdende Bildung etc.pp. ob da Randale bei Demos gesteuert sind oder nicht oder von der Presse vorsätzlich in ein manipulierendes Licht gerückt werden. Ob Marx gekauft war oder nicht. Völlig egal.
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Ein Freund von mir meinte sinngemäß: "Das deutsche Kapital hat den zweiten Weltkrieg gewonnen." So ist es auch, siehe die Nachkriegsentwicklung der BRD und siehe den Zusammenbruch des Ostblocks nach 1989.
Ein anderer Freund wies mich darauf hin, dass Ford Köln während des Krieges trotz Kriegszustand zwischen dem Deutschen Reich und den USA weiter "business as usual" machen konnte. Nach dem Krieg wurde dann abgerechnet - wobei es völlig egal war, wer militärisch "gewonnen" und wer "verloren" hat.
Das Kapital sorgt dafür, dass es immer auf der Siegerseite ist. Auch ein reichsdeutscher Sieg vor Moskau und bei Stalingrad wäre auf lange Frist nur ein Sieg des Kapitals gewesen. Nazi-Deutschland wäre so oder so den Bach runtergegangen, nur die "Wirtschaft" wäre geblieben.
Dem Kapital als Ganzes ist es auch egal, wenn einzelne "Kapitalfraktionen" hops gehen: sei es die Ermordung von bürgerlichen Juden aus Neid auf ihren Besitz oder ihre Stellung in der Gesellschaft durch die Nazis. Sei es die Enteignung, Vertreibung und Ermordung der alten politischen und wirtschaftlichen Eliten in Russland und China durch die Kommunisten. Der kleine kapitalistische Mitläufer ahnt gar nicht, wie unwichtig und austauschbar er für das kranke Gesamtsystem ist, dem er huldigt. Selbst in friedlichen Zeiten mögen die kleinen selbstständigen Krauter viel Frust schieben. In schlechten Zeiten landen sie Seite an Seite mit den von ihnen verachteten einfachen Menschen und Habenichtsen im Massengrab und kein Hahn kräht mehr nach ihnen. Am Ende habe sie ihr Ableben nicht einmal den einfachen Menschen zu verdanken, sondern anderen Kapitalfraktionen.
Die Alliierten und das Deutsche Reich trugen maßgeblich dazu bei, dass Russland bolschewistisch wurde - mit fatalen Folgen für die damaligen russische Bourgeoisie. Das kapitalistische, militaristische und antikommunistische Japan überfiel 1937 das kapitalistische und extrem antikommunistische China von Tschiang Kai Tschek und die Kriegswirren ermöglichten den zuvor von Tschiang Kai Tschek zerschlagenen Kommunisten unter Mao ein Comeback auf die politische Bühne. Bei der Gründung der VR China wurden dann drei Millionen Menschen als angebliche oder tatsächliche Protagonisten des alten Systems ermordert. Noch aus der Schulzeit kenne ich da ein Bild aus den Anfängen der VR China mit der Unterschrift "Großgrundbesitzer warten auf ihre Hinrichtung". Dem Gesamtsystem sind die ebenso egal wie einfache Bauern und Russland und China sind wieder kapitalistische geworden, also ist die kapitalistische Welt wieder in Ordnung.
"Da oben" ist die Luft reichlich dünn und nicht jeder, der sich für reich und mächtig hält, ist es auch. Man muss krisenfeste Strukturen schaffen und selbst immun gegen die Folgen von Kriegen, Revolutionen und Umstürzen sein. Was den Gedanken nahelegt, dass die meisten Unternehmer zwar ihre Rolle im Kapitalismus spielen, aber selbst nicht zu den MDI gehören. Im Gegenteil: wer mit dem System gut klarkommt und darin sein Auskommen findet, neigt dazu, es mit der rosa Brille zu sehen. Ich muss da an "Die Geschwister Oppermann" denken (ein Roman von Lion Feuchtwanger, der verfilmt wurde). Der jüdische Kaufhausbesitzer Oppermann wollte lange nicht wahr haben, was da mit ihm für ein mieses Spiel getrieben wurde. Er glaubte halt ans Deutschtum und an den Kapitalismus
Vielleicht ist es sogar wie mit dem Totalitarismus bei Orwell: es gibt eine herrschende Schicht (in "1984" die "innere Partei"), dann den Mittelstand - die einfachen Parteimitglieder - die Arbeiter ("Proles") - und die Ausgegrenzten - die Menschen in den Ländern, um die Eurasien, Ozeanien und Ostasien unaufhörlich Krieg führen.
Je weiter unten jemand in der Hierarchie steht, desto weniger interessant ist er oder sie für die Herrschenden als Objekt von Indoktrination und desto mehr begreift er oder sie, was da wirklich vorgeht. Zwar nicht mit allen Fakten, Namen und Gesichtern, aber die grundlegenden Zusammenhänge.
So sagte in dem Roman "Eine Frau am Punkt Null" die Wärterin im ägyptischen Frauengefängnis, dass nicht die wegen Mord an ihrem Zuhälter zum Tode verurteile Prostituierte das Hängen verdient, sondern "sie". Die Prostituierte sagte über "sie" selbst, dass sie auf fromm machen und dabei nur Gott und die Menschen betrügen. Die Meinung zweier Frauen, bei denen sich das System mit der Indoktrination nicht viel Mühe gegeben hat. Oder die von Natur aus immun gegen seine Lügen waren.
Je höher Menschen in der Hierarchie stehen, desto schwerer haben sie es mit der Wahrheit. Weil sie was zu verlieren haben und noch was gewinnen wollen. Weil sie als halbwegs gute Menschen nicht wahr haben wollen, wie grundlegend schlecht die Welt ist. Bis sich dann die schlechten Erfahrungen häufen und die absurden Nachrichten und besch... nicht enden wollen.
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31.03.2009, 10:25
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#28
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Schriftstellerin
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Eine Umfrage über die "Meister der Insel"
Ich habe dem Thema noch eine Umfrage hinzugefügt:
Gibt es wirkliche "Meister der Insel"?
1. Nein, sowas zu glauben ist paranoider Schwachsinn. Die "Meister der Insel" existieren nur in billigen Schundromanen.
2. Es gibt zwar böse Menschen mit Macht, aber es sind nur wenige. Sie werden von den Anderen und Guten stets besiegt. Siehe Hitler, dessen Tyrannei nach 12 Jahren zusammenbrach.
3. Es gibt ungefähr gleich viel böse wie gute Menschen mit Macht. Die Geschichte ist demzufolge ein noch nicht entschiedener Kampf zwischen Gut und Böse. Demokratie gegen Diktatur, Freiheit gegen Tyrannei etc.
4. Die bösen Menschen mit Macht sind in der Mehrheit. Aber es gibt auch in den Eliten Menschen, die für das Gute kämpfen, auch wenn sie in der Minderheit sind. Oft unterliegen sie, aber ab und zu gewinnen sie auch.
5. So gut wie alle Mächtigen sind so menschenverachtend, hinterlistig, herzlos und geistlos wie die fiktiven "Meister der Insel" in Andromeda. Denn es gilt der Satz: "Macht korrumpiert" - deswegen sind schon die kleinen Mächtigen "vor Ort" in der Regel bösartige Giftzwerge  "absolute Macht korrumpiert absolut" - deswegen sind die Angehörigen der Eliten fast durchweg menschenverachtend und destruktiv.
6. Ich war oder bin ein "Meister der Insel".
7. Ich war oder bin ein Handlanger oder Scherge der "Meister der Insel".
8. Ich habe einmal den Eliten und Autoritäten vertraut, bin aber enttäuscht worden!
9. Ich vertraue den Eliten und Autoritäten auch jetzt noch!
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31.03.2009, 10:47
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#29
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Ich kann mich da noch nicht ganz wiederfinden.
Nach meinen Erfahrungen bevorzuge ich eine Kombination aus familiären und sonstigen Netzwerken kombiniert mit den gerade existierenden politischen Positionen und Ämtern, deren Inhaber doch die Rationalität ihres jeweiligen Staates und ihrer Firma etc. zu vertreten haben.
Die Familie oder ein mafiöses Netzwerk ermöglich die Karriere, aber die Verhaltensweisen werden dann auch von den Gegebenheiten den Funktionsträgern vorgegeben.
Viel besser kann ich es leider nicht erklären.
Aber am Beispiel der angloamerikanischen Politik wäre es so gewesen:
Ganz übergeordnet hat sich die Logik des US-Imperialismus durchgesetzt. Auf der Ebene darunter gab es Banken und Konzerne, die etwa noch im Krieg den Hitler unterstützt haben.
Oder noch weiter darunter: der Montagu Norman wurde als Chef der Bank von England 1944 auch in den Adelsstand erhoben, als ihn aber sein Freund Hjalmar Schacht 1950 besuchen wollte (der Montagu war krank und nicht mehr reisefähig), haben die britischen Behörden dem Schacht kein Visum gegeben. Da hat dem Norman die Barony nichts genützt, da kam die Rationalität des Staatsinteresses an erster Stelle.
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31.03.2009, 10:52
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#30
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Aufgrund meiner eigenen Lebenserfahrung habe ich auf die Frage
Gibt es wirkliche "Meister der Insel"?
diese beiden Antworten:
5. So gut wie alle Mächtigen sind so menschenverachtend, hinterlistig, herzlos und geistlos wie die fiktiven "Meister der Insel" in Andromeda. Denn es gilt der Satz: "Macht korrumpiert" - deswegen sind schon die kleinen Mächtigen "vor Ort" in der Regel bösartige Giftzwerge  "absolute Macht korrumpiert absolut" - deswegen sind die Angehörigen der Eliten fast durchweg menschenverachtend und destruktiv.
8. Ich habe einmal den Eliten und Autoritäten vertraut, bin aber enttäuscht worden!
Ich bin in folgendem geistigen und sozialen Umfeld aufgewachsen
- konservative Großfamilie
- kleinbürgerliches Deutschtum
- strenger Protestantismus
dazu kamen
- die Wirtschaftswunder BRD der Nachkriegszeit
- die Umweltbewegung und die Grünen
- der Pazifismus ("gegen den Atomtod")
- die Arbeiterbewegung, weil ich aus einem Arbeiterhaushalt komme, und die Linke
- die sexuelle Emanzipation (Homobewegung etc.)
Selbst wenn da nicht alles schlecht und verderbt war - sonst gäbe es mich vermutlich nicht - so ist der Anteil des Schlechten und Korrupten doch erschreckend groß gewesen. Nur zu oft hatten diverse Autoritäten nur dann Recht, wenn sie mir sagten, was für Verbrecher die anderen Autoritäten waren. Die strenggläubigen protestantischen Christen hatten Recht damit, sowohl die Nazis - "in Hitler liegt das Heil nicht!" - als auch die katholische Kirche - "der Papst ist der Antichrist" - zu verdammen. Nur "übersahen" sie dabei den Mist, den sie selbst mit ihren Dogmen anrichteten. Der Spruch von Jesus "was zeigst du auf den Splitter im Auge deines Nächsten, siehst aber den Balken in deinem Auge nicht" erfüllte sich da an einigen seiner treuesten Gläubigen.
Die harten marxistischen Linken hatten auch Recht, die Grünen zu verdammen. Siehe das Scheitern von Rot-Grün, siehe die Zustimmung der Grünen zu Hartz IV. Aber sie übersahen dabei all den Müll, den sie selbst mit ihren Dogmen verbreiteten. Auch an harten Atheisten erfüllte sich so das Jesuswort.
Das Deutschtum?
Der moderne deutsche Nationalismus war und ist nur die Ideologie von herrschsüchtigen Ekeln und Männerbünden. Tut mir Leid für alle ehrlichen Nationalisten, die das mitlesen müssen, aber so war und ist es. Der "deutsche Sonderweg" bestand darin, alles Schlechte vom "Westen" aufzunehmen - den Kapitalismus, die korrupte bürgerliche Gesellschaft, Imperialismus & Rassismus -, es in typisch deutscher Gründlichkeit auf die Spitze zu treiben und ihm noch einige scheußliche Extras hinzuzufügen. Kritik am Parlamentarismus, Parteienstaat und bürgerlicher Demokratie halte ich für berchtigt - aber die Deutschtümmler schufen mit dem Macht- und Obrigkeitsstaat ein System, das noch schlimmer war als die britische oder die US-amerikanische Demokratie. Warum sind denn so viele Deutsche in die USA ausgewandert, obwohl das Leben da auch kein Zuckerschlecken war?
Im Grunde hatten sie bei "Perry Rhodan" Recht - und es waren IMHO Konservative, wenn auch mit Technikwahn, die da zuerst schrieben -, wenn sie "Deutschland" zuerst im "Westblock" und dann im "Solaren Imperium" verschwinden ließen. Um die staatliche/politische/ideologische Entität ist es nicht schade. Sie hat nicht mal ein gutes Verhältnis zur deutschen Kultur, sondern da gibt es einerseits immer wieder Separatismus - Schweiz, Österreich, DDR, "unabhängigen Staat Bayern" - andererseits sind für die Superdeutschen die Hälfte der hier lebenden Menschen Menschen zweiter Klasse. Weil Einwanderer, schwul, auch die Parole "Juden können keine Deutschen sein" gibt es noch.
Der Pazifismus Marke Grün ist dazu verkommen, zum dritten Mal im 20. Jh. Krieg gegen Serbien zu führen und die Riege schwuler Politiker ist nur erbärmlich.
Angesichts all der Enttäuschungen kann ich nicht anders, als große und kleine Mächtige komplett in die Tonne zu treten. Nicht die feinsinnige Literaturkritik, sondern die Wirklichkeit selbst weist da "Perry Rhodan" den Rang von Trivialliteratur zu: weil die realen "Meister der Insel" unendlich viel schlimmer sind als die Fiktiven.
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