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Alt 03.11.2008, 15:23   #21
Hellmann
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Zitat:
Zitat von munichangelika Beitrag anzeigen
http://www.tagesspiegel.de/# unter (-Multimedia) (-Video>)

gibt es ein Hochschul-Interview zu dem Thema: "Sie haben eine Welt zu gewinnen"...
"Er gilt als der größte Kritiker des Kapitalismus", hören wir da und wir sollen uns wohl gar nicht wundern, mit wieviel Hingabe die kapitalistische Presse das Vorhaben der Linksparteijugend begleitet.

Ja wird der größte Kritiker denn in allen Systemmedien nicht totgeschwiegen?

Die ahnungslosen Studenten ahnen nichts und halten die positive Berichterstattung von SPIEGEL bis TAGESSPIEGEL wohl noch für den Beweis der Offenheit und Ausgewogenheit oder gar Freiheit der kapitalistischen Medien.

Hier geht´s direkt zum Filmchen: http://www.tagesspiegel.de/medien/vi...html?SORT=PRIO

Ja wirklich, die Frage heißt: "Warum ist Karl Marx heute wieder so aktuell?"

Weil es Zeit wird, die Leute wieder mit der "Wertformanalyse" zu verscheißern, nachdem die Politik des Finanzkapitals solche Verheerungen für jeden sichtbar angerichtet hat, der seinen Kopf nicht in die 2000 Seiten Werttheorie vergräbt.

Mir tun die Mädels und Jungchen richtig leid, wie die sich vorführen lassen in ihrer ganzen Einfalt, mit Marx irgendetwas verstehen zu wollen.

Geändert von Hellmann (03.11.2008 um 19:13 Uhr).
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Alt 03.11.2008, 16:18   #22
munichangelika
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Was meintest Du damit, was sollen sie denn verstehen. Ich denke schon dass das wieder nur eine Propaganda-Blindschleiche ist, die sich daherschlängelt, und gut aussieht. Das dachte ich mir dabei auch. Denn nichts wird ungeprüft durchgelassen, was nicht das rechte Licht auf alles wirft. Und am liebsten wäre es allen keiner würde merken dass nichts in Ordnung ist. Kommt mir das nur so vor?

Doch ich sehe das in dem Licht, dass die Älteren der Jugend die Verantwortung für die Herausforderungen in der Zukunft bewusst zu übergeben haben. Das ist also die Aufgabe der Alten, und das unbewusst zu tun, wäre fatal.


Denn es ist bewusst zu machen, dass die Zukunft heute eindeutig eine Aufgabe ist. Das kann man nicht übersehen haben. Egal wie gebildet man ist, muss man also dort wo man steht lernen entscheidungsfähig zu werden. Das kann man aber nur mit Verantwortung. Erst kommt nämlich die Verantwortung und dann entwickelt man die Fähigkeiten, diese Verantwortung zu tragen und sich zu entwickeln, so dass man dann aber auch staunen kann, was man alles draufhat. Nicht umgekehrt. Es ist nicht möglich ohne Verantwortung zu tragen etwas Wesentliches über das Leben und die Welt zu lernen.

Die Theorie mag interessant sein, aber den Marx zu studieren ist aus dem Blickwinkel heraus eine passable Zukunft zu gestalten heraus erst wirklich interessant. Wenn man eh' keine Verantwortung hat, dann hat man ja gar nicht die Lust das zu studieren, oder was anderes.

Oder wer studiert denn Ingenieur Wissenschaft mit Interesse 10 Jahre lang, und weiß dass er dann nur Schreiner werden wird. Als Beispiel, es interessiert doch keinen die Zukunft zu gestalten, der gar keine Zukunft gestalten wird, denkt er. Also müssen wir sie bewusst, offen, ehrlich, verantwortungsbewusst "übergeben".

Deshalb ist es vorerst wichtig, den jungen Menschen die Verantwortung "zu übergeben".

Um etwas näher darauf einzugehen: Die älteren Generationen sollten die jungen Generationen mit allen Mitteln unterstützen lernen. Dazu gehört, sich vor allem mit Rat und Tat bereitzustellen, Organisatorische Aufgaben, die vielleicht Erfahrung benötigen zu übernehmen und Mittel bereitzustellen Rahmenbedingungen zu schaffen, Ermutigungen zu geben, Erfahrung (auch Geschichte) zu erzählen etc.

Doch ich sehe das in dem Licht, dass die Älteren der Jugend die Verantwortung für die Herausforderungen in der Zukunft bewusst zu übergeben haben. Das ist also die Aufgabe der Alten, und das unbewusst zu tun, wäre fatal.

Denn es ist bewusst zu machen, dass die Zukunft heute eindeutig eine Aufgabe ist. Das kann man nicht übersehen haben. Egal wie gebildet man ist, muss man also dort wo man steht lernen entscheidungsfähig zu werden. Das kann man aber nur mit Verantwortung. Erst kommt nämlich die Verantwortung und dann entwickelt man die Fähigkeiten, diese Verantwortung zu tragen und sich zu entwickeln, so dass man dann aber auch staunen kann, was man alles drauf hat. Nicht umgekehrt.

Es ist nicht möglich, denke ich, ohne Verantwortung zu tragen etwas Wesentliches über das Leben und die Welt zu lernen. Die Theorie mag interessant sein, aber den Marx zu studieren ist aus dem Blickwinkel heraus - eine passable Zukunft zu gestalten - erst interessant. Wenn man eh keine Verantwortung hat, dann hat man ja gar nicht die Lust das zu studieren, oder was anderes.

Oder wer studiert denn Ingenieur-Wissenschaft mit Interesse 10 Jahre lang, und weiß, dass er dann nur Schreiner werden wird.

Deshalb ist es vorerst wichtig, den jungen Menschen die Verantwortung "zu Übertragen".

Um etwas näher darauf einzugehen: Die älteren Generationen sollten die jungen Generationen mit allen Mitteln unterstützen lernen. Dazu gehört, sich vor allem mit Rat und Tat bereitzustellen, organisatorische Aufgaben, die vielleicht Erfahrung benötigen zu übernehmen und Mittel bereitzustellen Rahmenbedingungen zu schaffen, Ermutigungen zu geben, Erfahrung (auch Geschichte) zu erzählen etc.

Geändert von munichangelika (04.11.2008 um 20:34 Uhr).
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Alt 04.11.2008, 21:08   #23
Hellmann
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Die Marx-Propaganda anlässlich der Finanzkrise geht weiter, diesmal der bekannte Michael R. Krätke in der Tageszeitung "Junge Welt".

Worum geht es?

Zitat:
Nach den Krisen von 1846/47 und 1857/58 strengte das britische Parlament jeweils eine Untersuchung an, um künftigen Krisen vorzubeugen. Marx las und nutzte die Berichte dieser Untersuchungskommissionen eifrig (Auszüge daraus finden sich z.B. im dritten Band des »Kapital«). Sie lieferten ihm die schlagenden Beweise für seine These, daß die Herren der Wirtschaft ihr eigenes System, den Kapitalismus, ebenso wenig begriffen wie ihre politischen Wortführer.
Quelle: http://www.jungewelt.de/2008/11-05/012.php

Stichwort Peelsche Bankakte!

Man hatte in beiden Krisen die Bankakte aufheben müssen, durch die künstliche Beschränkungen des Geldumlaufs erzwungen wurden, was dann zu Krise und Deflation führte. Nach der Aufhebung der Peelschen Bankakte konnte die Krise überwunden werden. Das wird sogar bei Marx im dritten Band des Kapital deutlich. Genau das soll das Publikum heute aber nicht aus Marx lernen.

Zitat:
Marx war mit den Phänomenen der Finanzkrisen im 19. Jahrhundert wohlvertraut. Er hat zahlreiche Geld- und Finanzkrisen erlebt, sie kommentiert und analysiert. Er begann sein erneutes Studium der politischen Ökonomie ab 1850 mit einem klaren Schwerpunkt: Geld, Kredit und Krisen. Er studierte die internationalen Geld- und Kreditverhältnisse in London, damals das finanzielle Zentrum und der einzige wahrhaft internationale Finanzmarkt der ganzen Welt. Regelmäßig las und exzerpierte Marx die Money Market Review und den Economist; mit der Börse und den eigenartigen Bewegungen der Geld- und Kapitalmärkte war er wohlvertraut. Friedrich Engels, als Manager eines der führenden deutsch-britischen Textilunternehmen in Manchester selbstverständlich Mitglied der dortigen Börse, wußte noch besser Bescheid und erstattete ihm oft Bericht.
Krätke muss also den Dreh schaffen, dem Publikum seinen Marx zunächst als großen Analytiker der Geld- und Kreditverhältnisse zu verkaufen, um dann im Ergebnis aber von Geld- und Kreditpolitik im Zusammenhang mit den Krisen nichts mehr wissen zu wollen.

So wie es unter dem Bild dann heißt:

Zitat:
Wirtschaftskrisen bedürfen keiner eigenständigen Theorie – als Existenzform des Kapitalismus müssen sie in einer grundlegenden Kritik erfaßt werden
In der "grundlegenden Kritik" kommen die monetären Zusammenhänge und Ursachen der Krisen dann nicht mehr vor.

Zitat:
Marx zog in den »Grundrissen« gegen die »falsche Kritik der Politischen Ökonomie« seiner sozialistischen Zeitgenossen zu Felde: Die Spekulation und Überspekulation war keineswegs die Hauptursache der Krise, sie war nur ein Symptom und ein beschleunigendes Moment. Es war auch nicht eine falsche Bankgesetzgebung, die zur Kreditkrise geführt hatte. Die gab es in der Form der »Peelschen Bankakte« von 1844, in vom englischen Premierminister Sir Robert Peel entwickelten Gesetze zur Geldpolitik. Marx hat sie deutlich genug kritisiert. Folglich war der Krise auch nicht durch eine Bank- oder Börsenreform beizukommen. Keine Geldreform, kein Herumdoktern an den Regulierungen der Finanzmärkte konnte die großen Weltmarktkrisen verhindern.
Dann hat das Finanzkapital nichts zu fürchten außer der Weltrevolution.

Für diese Schlussfolgerung hält sich das System seine Marxisten bis auf den heutigen Tag!
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Alt 04.11.2008, 21:47   #24
Turandot
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Zitat:
Zitat von munichangelika Beitrag anzeigen
Die Theorie mag interessant sein, aber den Marx zu studieren ist aus dem Blickwinkel heraus eine passable Zukunft zu gestalten heraus erst wirklich interessant.
Ob man nun denkt, dass Marx ein "Agent" ist oder nicht: eines kann man in jedem Fall über Marx sagen. Er ist was für den Elfenbeinturm. Ein Hegel-Schüler ganz besonders in dem Sinn, dass er schwer zu lesen ist. Das kann Jahre dauern bis einer dieser Studenten herausgefunden hat, ob Marx das Problem der Zinsen so oder so betrachtet hat und ob er irrte oder richtig lag. Bis dahin ist es längst zu spät.


Und wenn man diese überaus fleißigen, intellektuellen und rechtschaffenen Studenten in der Zwischenzeit fragt:

- Was Derivate sind:



- Was Hedge Fonds sind und wer sie in Deutschland legalisiert hat:



- Wie Geld entsteht - ja, wie überhaupt Gewinn entstehen kann ...

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Alt 05.11.2008, 08:18   #25
Linkskonservativer
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Zitat:
Zitat von Hellmann Beitrag anzeigen
Genau zur Krise des Finanzkapitals sollen die Studis das Kapital wieder lesen. Da sind sie dann die nächsten zehn Semester beschäftigt mit der Werttheorie und Wertkritik. Bis dahin kann sich das Finanzkapital ungestört aus der Schlinge ziehen
Das ist der Sinn der Übung. Die Konzepte des Mr. Marx waren ja schon in der Vergangenheit erwiesenermasen nicht geeignet, den Kapitalismus wirkungsvoll und nachhaltig zu bekämpfen. Schon allein an der Tatsache, dass wir heute NICHT im Sozialismus leben (denn nach Mr. Marx müsste es ja mittlerweile so weit sein...) zeigt schon auf, wie falsch diese Lehre ist!
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Alt 05.11.2008, 10:45   #26
Hellmann
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Brief an den Preußischen Gesandten in London vom 30. Mai 1850:

Zitat:
"Sir,
Den öffentlichen Blättern entnehmen wir, dass die "Neue Preußische Zeitung" unlängst eine Reihe von Enthüllungen veröffentlicht hat, welche jenen Teil der deutschen und besonders der preußischen Emigration betrifft, der gegenwärtig in London lebt; daß die oben genannte Zeitung von gewissen Beziehungen zwischen London und Berlin gesprochen hat und daß sie den Namen eines der Unterzeichneten in Verbindung mit dieser Sache gebracht hat.
Die Gesellschaft, der wir angehören, hält die "Neue Preußische Zeitung" nicht. Wir nehmen uns daher die Freiheit, uns an Sie zu wenden, und erwarten von Ihrer Loyalität, daß Sie, Sir, der offizielle Repräsentant unserer Nationalität in England, die courtoisie haben werden, uns die in Frage kommenden Nummern der "Neue Preußischen Zeitung" zur Verfügung zu stellen.
Wir haben die Ehre, Sir, zu verbleiben Ihre
ergebenen Diener
Karl Marx
August Willich
Friedrich Engels"
Quelle: http://www.bundesarchiv.de/aktuelles...x=0&id=1&nr=1#

Aber die Andeutungen in den Enthüllungen der Neuen Preußischen Zeitung sind natürlich noch kein Beweis.

Eher verräterisch ist die vertrauensvolle Hinwendung unserer staatsgefährdenden Revolutionäre an die Preußische Gesandtschaft.

Hatten echte Revolutionäre nicht gerade nach 1848 in preußischen Gefängnissen um Gesundheit und gar ihr Leben zu fürchten? Sollte das Schreiben an den Preußischen Gesandten diesen gar nicht wegen einiger Zeitungsexemplare belästigen, die der Preußische Gesandte den gefährlichen Revolutionären doch aus Loyalität besorgen möchte, sondern so verklausuliert um Maßnahmen gegen derartige Gerüchte in London ersuchen?

Geändert von Hellmann (05.11.2008 um 10:54 Uhr).
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Alt 05.11.2008, 12:27   #27
munichangelika
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Zitat:
Zitat von Linkskonservativer Beitrag anzeigen
Das ist der Sinn der Übung. Die Konzepte des Mr. Marx waren ja schon in der Vergangenheit erwiesenermasen nicht geeignet, den Kapitalismus wirkungsvoll und nachhaltig zu bekämpfen. Schon allein an der Tatsache, dass wir heute NICHT im Sozialismus leben (denn nach Mr. Marx müsste es ja mittlerweile so weit sein...) zeigt schon auf, wie falsch diese Lehre ist!
Die Konzepte waren also nicht geeinget. Nur zu gut dass ich beweisen kann, dass die Konzepte nicht den Mist gebaut haben, sondern wieder mal die Menschen.

Beispiel: Versuche mal eine glückliche Familie mit einem guten Konzept und dann aber mit Zwang und Gewalt und starren Regelungen hinzubekommen, dann reden wir weiter. (Und erschieße jeden, der nicht sagt was Du hören willst?) An was kann es da wohl gelegen haben.

Die Mittel waren einfach nicht geeignet. Sicherlich sind manche Ansätze von Marx diskutierenswert, andere gut, wieder andere nix, aber er hat sich wenigstens Gedanken gemacht, was uns doch weiter helfen müsste. Und die Welt braucht sicherlich Menschen, die genau wissen wie sie leben wollen (Aber besser ohne dazu andere zwingen zu müssen, wenn sie sie nicht überzeugen können). Wäre es nicht wichtig zuwissen wie man leben will, um sein Leben sinnvoll einzusetzen um es im Nachhinein nicht zu bereuen?
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Alt 05.11.2008, 15:48   #28
wafi
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Angelika

ne! Du unterliegst einem Trugschluß. Um es nicht zu komplex zu machen, Marx hat ein mechanisiertes Weltbild gehabt, wo ein Rädchen ins andere greift und man "nur" eben diese Ordnung herstellen müsse, damit alles reibungslos funktioniert.
DASS Menschlein aber anders gestrickt ist, daß Menschlein durchaus auch irrational sein kann, daß es zig tausende Wege gibt, die jeder so gehen kann und jeder irgendwie anders bekloppt ist, all das hat Marx in seinem mechanischen Weltverständnis nicht kapiert. Die Grundlage seines Denkens war falsch ... die Leute die versucht haben, ihm das zu erklären, hat er versucht auszutricksen und stattdessen willfähige Leute eingesetzt, die als "Elite" seinen Traum dieses mechanisierten Menschleins verwirklichen sollten. Lenin, Stalin, Mao ... selbst Pol Pot waren keine Ausrutscher, sondern Leute, die konsequent versucht haben, dieses mechanisierte Menschenbild umzusetzen. Nicht freie Entwicklung des Einzelnen, nicht Kooperation zwischen Menschen waren/sind Ziele des Marxismus. Unter der scheinheiligen Rubrik sozialer Gerechtigkeit sollte es zu einer Nivelierung der GEsellschaft kommen mit einer kleinen Elite, die diese führt. Es ist Banane ob der Marx nen Regierungsagent war, was er auf jedenfall war ist jemand, der die Eigenheiten und Fähigkeiten von Menschen unterschätzt hat. Er hat nicht begriffen, daß das komische Chaos, was so ne Gesellschaft ist, sehr produktiv sein kann, daß sich aus diesem Chaos eigene Ordnungen entwickeln, die jenseits von Beeinflussungen von Außen agieren.
Das was an Marx besonders schlimm ist, daß er dieses mechanisierte Menschenbild erst salonfähig gemacht hat. Die noch nicht trockenen hinter den Ohren Bürschchens der Bißchen Was Lernen Fraktion haben das genauso übernommen, wie die dummdusseligen Politclowns.

Marx ist und war die Pest ... nicht besser als die Cholera, die derzeit die Macht hat.

Gruß
Peter
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Alt 05.11.2008, 18:01   #29
Hellmann
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Zitat:
Zitat von wafi Beitrag anzeigen
Es ist Banane ob der Marx nen Regierungsagent war, was er auf jedenfall war ist jemand, der die Eigenheiten und Fähigkeiten von Menschen unterschätzt hat. Er hat nicht begriffen, daß das komische Chaos, was so ne Gesellschaft ist, sehr produktiv sein kann, daß sich aus diesem Chaos eigene Ordnungen entwickeln, die jenseits von Beeinflussungen von Außen agieren.
Das was an Marx besonders schlimm ist, daß er dieses mechanisierte Menschenbild erst salonfähig gemacht hat.
Im Prinzip stimme ich mit Dir völlig überein, wafi, allerdings möchte ich doch eine Erklärung dafür haben, warum dieser Marx mit seinem Schmarrn von Theorie überhaupt salonfähig werden konnte.

Dafür ist der Regierungsagent die einzige Erklärung.

Sonst verstehen wir das nicht, warum noch heute dieser Käse von Werttheorie wieder aufgewärmt wird, denn so blöd waren die Leute ja schon 1848 nicht:

Zitat:
Père Flocon, on the other hand, is proving more amenable. He is delighted at the way the Brüsseler-Zeitung and The Northern Star defended the Réforme against the National. Not even the blâme against L. Blanc and Ledru-Rollin have succeeded in flustering him, any more than my announcement that we have now decided in London to come out openly as communists. He, of course, made some capital assertions you are tending towards despotism, you will kill the revolution in France, we have eleven million small peasants who at the same time are the most fanatical property owners, etc., etc., although he also abused the peasants, — after all, he said, our principles are too similar for us not to march together; as for us, we will give you all the support in our power, etc., etc.
Quelle: http://www.marxists.org/archive/marx...s/48_01_14.htm

Dass zentrale Planwirtschaft ein Wahnsinn ist, war schon seit jeher jedem klar. Wer den Kapitalismus schützen will, muß seine Agenten unter den Feinden des Kapitalismus also möglichst unsinnige Forderungen aufstellen lassen, mit denen eben schon 1848 die Revolution an den elf Millionen kleinen Bauern scheitern würde, wie sicher nicht nur Flocon erkannt hat.
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Alt 05.11.2008, 18:18   #30
wafi
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ne Hellmann

das siehst du jetzt zu kurz. Marx hat schon richtig analysiert, daß der Kapitalismus zu einer Oligarchie führt und letztendlich zu Monopolbildung, also auch nix anderes als eine zentrale Planwirtschaft. Schaut man sich die Schlüsselindustrien heute an, so sind wir in einer oligarchen Phase, die unter dem Deckmantel der Synergieeffekte immer mehr zentralisiert und monopolisiert wird. Insofern hat Marx nur das vorausgesehen, was tatsächlich auch passiert. Der Rückschluß dieses als staatsmonopol zu machen ist genauso unsinnig, wie die derzeitige Monopolisierung. Ich kenne keine Firmen, die mehr Geld zum Schornstein rausjagen als gerade die großen ... es ist der gleiche Effekt, wie innerhalb einer Planwirtschaft.

Das war ja gerade einer der wesentlichen Kritikpunkte eines Bakunins ... und hat ja zu Kropotkins These geführt, daß dezentrale Strukturen aufgebaut werden müssen um eben einer Monopolisierung und Zentralisierung entgegen zu steuern, denn egal unter welcher Flagge die oligarchen oder monopolen Strukturen segeln, sie sind immer das Ende der individuellen Freiheit.

Gruß
Peter
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