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21.08.2008, 08:42
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#1
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Erfahrener Benutzer
Stammuser
Registriert seit: 07.08.2008
Beiträge: 1.574
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Diskussion zum Marx-Thread
Anregungen und Kritik zu meiner Marx-Studie bitte ich hier einzubringen.
Selbstverständlich interessieren mich auch Hinweise, wie ich den "Roman" noch spannender gestalten könnte.
Wer gar nichts damit anfangen kann und will, sollte vielleicht einen eigenen Thread zum Nachweis eröffnen, dass der Karl Marx auf keinen Fall etwas anderes gewesen sein könne, als ein ganz aufrechter und über jeden Zweifel erhabener Revolutionär.
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21.08.2008, 11:49
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#2
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Gast
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gäääääääääääääääääääääääääääääääähn....
.....................Und der Berg kreißte und kreißte und gebar ein kleines Mäuschen.... 
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21.08.2008, 23:02
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#3
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Gast
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Iphi, nur weil du selbst so darauf erpicht bist, gute Antworten auf deine Themen zu bekommen, die auch speziell nach deinen Vorstellungen ausfallen sollen, finde ich, man könnte auch anderen Leuten ein ähnliches Recht einräumen. Über einen Kommentar
Zitat:
gäääääääääääääääääääääääääääääääähn....
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würdest du dich sicher auch nicht freuen, bei einem Thema, das dir wichtig ist.
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23.08.2008, 19:34
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#4
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Gast
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@ Hellmann:
Anbei ein paar Bemerkungen zur Einleitung:
Zitat:
Man kann auch nicht jeden als Regierungsagenten verwenden.
Wut auf erfolgreichere Leute, die man im Auftrag und mit Unterstützung der Regierung politisch vernichten kann, ist ein gutes Motiv. Es war wohl sein Motiv und der preußische Regierungsrat Ludwig von Westphalen dürfte es an dem ehrgeizigen Sohn seines Freundes Heinrich Marx in Trier früh erkannt und noch gepflegt haben.
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Dieses ganze Stückchen ist nicht sehr schön formuliert und vom Sinn her unklar.
Der kursive Satz ist für mich unverständlich. Unelegant auch die Wiederholung "ist ... Motiv" und dann gleich "war ... Motiv".
"Es"?! 'Es' was?
Ich würde den ganzen Abschnitt zurück in die Werkstatt holen und nicht zu schnell drüber huschen.
Zitat:
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Karl Marx war bestimmt kein angenehmer Charakter (1) und ein Ludwig von Westphalen hat sich ganz sicher nicht aus Knabenliebe für unseren Freund interessiert und sich die Mühe gemacht, ihm die für seine späteren Aufgaben wichtigen geistigen Hintergründe zu vermitteln.
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(1) Eine solche Behauptung genügt nicht. Hier fehlt definitiv eine Beschreibung, Zitate und what not.
"Und"-Reihung nicht schön, weil der Sinn ganz anders weitergeht.
Zitat:
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Dass er noch seine Tochter heiratet, war wohl vom Mentor nicht geplant.
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Wohl? Zum Wohl!
Ich finde: Satz auslassen oder Begründung einfügen. "wohl" ohne weiteres extrem vage und leer.
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23.08.2008, 20:40
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#5
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Gast
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Zitat:
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„Jude, Rheinländer, Rechtsgelehrter, so daß er gegen alle Liebreize des ostelbischen Junkertums dreifach hätte gepanzert sein müssen, war Heinrich Marx doch preußischer Patriot, nicht in dem faden Sinne, den dies Wort heute hat, sondern preußischer Patriot etwa von dem Schlage, wie ihn die älteren von uns noch in den Waldeck und Ziegler gekannt haben: mit bürgerlicher Bildung gesättigt, in gutem Glauben an die altfritzige Aufklärung, ein »Ideologe«, wie sie Napoleon nicht ohne Grund haßte.
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Hihi, was bedeutet "altfrizig"? Ob das was mit dem russischen Spitznamen "Fritz" für Deutsche zu tun hat?
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23.08.2008, 20:45
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#6
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Gast
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Nebenbei: vielleicht wäre es interessant zu klären, was der Reiz daran sein könnte, Regierungsagent zu sein. Speziell, wenn man dafür manche andere Dinge entbehren muss. Fehlt mir so bischen.
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23.08.2008, 21:13
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#7
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Erfahrener Benutzer
Stammuser
Registriert seit: 07.08.2008
Beiträge: 1.574
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Zitat:
Zitat von Turandot
Hihi, was bedeutet "altfrizig"? Ob das was mit dem russischen Spitznamen "Fritz" für Deutsche zu tun hat?
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Damit ist der "Alte Fritz" gemeint, ein aufgeklärter und durchaus seiner Zeit voraus gewesener Monarch.
Zitat:
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1738 komponierte Friedrich seine erste Sinfonie. Ein Jahr darauf, 1739 schrieb Friedrich, der bereits mit Voltaire korrespondierte, den „Antimachiavell“, einen Tugendkatalog des aufgeklärten Idealmonarchen.
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Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Friedri...(Preu%C3%9Fen))
Eine von einem aufgeklärten und moralisch integren Fürsten gelenkte Monarchie schien vielen dem republikanischen Parlamentarismus überlegen. Vermutlich auch dem Heinrich Marx.
Zitat:
Zitat von Turandot
Nebenbei: vielleicht wäre es interessant zu klären, was der Reiz daran sein könnte, Regierungsagent zu sein. Speziell, wenn man dafür manche andere Dinge entbehren muss. Fehlt mir so bischen.
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Tja nun: erstens das ungezwungene Leben, der politische Einfluss, immer da, wo gerade etwas los ist, mit den wichtigsten Leuten seiner Zeit im engsten Kontakt.
Schau einfach mal, wen der Marx alles kennengelernt hat. Das hat selbst sein Schwager nicht vermocht, der als Innenminister halt mit den Kammern und dem Hof in Berlin beschäftigt war.
Wovon wollte Marx leben? Als Regierungsagent fließt Geld und man kann in Paris in den Salons herumlungern, ohne dafür richtig arbeiten zu müssen. Oder man wird mal schnell der Chefredakteur einer Zeitung und ist wichtig.
Verglichen mit einer bürgerlichen Existenz als Anwalt?!
Welche Dinge muß man denn entbehren? Bürgerliche Pflichten wie den sonntäglichen Kirchbesuch, die obligatorischen Einladungen langweiliger Leute, das ewige Einerlei...?
Was ich mit dem Motiv des Karl Marx gemeint habe ist, dass er Neid gegen bessere und erfolgreichere Leute hatte. Das war sein Motiv, diese Leute zu bekämpfen und ihnen zu schaden, wie etwa den Bauers oder Ruge und Herwegh. Marx war nicht so sehr talentiert und etwa im Vergleich mit Engels ein mieser Autor. In meinen jetzt folgenden Beiträgen seiner "Freundschaften" zuerst mit Bruno Bauer und später mit Ruge und Herwegh wird das Motiv von Marx hoffentlich deutlich werden: er muß es genossen haben, die "Freunde" zu täuschen.
Es gibt ja viele, die sonst gern als Regierungsagenten arbeiten würden, aber vor dem schließlichen Verrat an den Leuten zurückschrecken, die sie sich da zuerst zu Freunden machen müssen.
Karl Marx hatte da sicher kein Problem und ich vermute, dass das der Grund für den Aufwand war, mit dem sich der Ludwig von Westphalen um den jungen Marx gekümmert hat.
Geändert von Hellmann (09.11.2008 um 00:45 Uhr).
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23.08.2008, 21:16
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#8
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Gast
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Zitat:
Tja nun: erstens das ungezwungene Leben, der politische Einfluss, immer da, wo gerade etwas los ist, mit den wichtigsten Leuten seiner Zeit im engsten Kontakt.
Schau einfach mal, wen der Marx alles kennengelernt hat. Das hat selbst sein Schwager nicht vermocht, der als Innenminister halt mit den Kammern und dem Hof in Berlin beschäftigt war.
Wovon wollte Marx leben? Als Regierungsagent fließt Geld und man kann in Paris in den Salons herumlungern, ohne dafür richtig arbeiten zu müssen. Oder man wird mal schnell der Chefredakteur einer Zeitung und ist wichtig.
Verglichen mit einer bürgerlichen Existenz als Anwalt?!
Welche Dinge muß man denn entbehren? Bürgerliche Pflichten wie den sonntäglichen Kirchbesuch, die obligatorischen Einladungen langweiliger Leute, das ewige Einerlei...?
Was ich mit dem Motiv des Karl Marx gemeint habe ist, dass er Neid gegen bessere und erfolgreichere Leute hatte. Das war sein Motiv, diese Leute zu bekämpfen und ihnen zu schaden, wie etwa den Bauers oder Ruge und Herwegh. Marx war nicht so sehr talentiert und etwa im Vergleich mit Engels ein mieser Autor. In meinen jetzt folgenden Beiträgen seiner "Freundschaften" zuerst mit Bruno Bauer und später mit Ruge und Herwegh wird das Motiv von Marx hoffentlich deutlich werden: er muß es genossen haben, die "Freunde" zu täuschen.
Es gibt ja viele, die sonst gern als Regierungsagenten arbeiten würden, aber vor dem schließlichen Verrat an den Leuten zurückschrecken, die sie sich da zuerst zu Freunden machen müssen.
Karl Marx hatte da sicher kein Problem und ich vermute, dass das der Grund für den Aufwand war, mit dem sich der Ludwig von Westphalen um den jungen Marx gekümmert hat.
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Miteinbauen, finde ich. Und möglichst plastisch, beispielhaft, konkret. Siehe Preparata! (Ging mir jetzt nicht darum, überzeugt zu werden, sondern reine Schreibvorschläge.)
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23.08.2008, 21:36
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#9
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Gast
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Zitat:
Die Familien Marx und Westphalen standen in engem Kontakt und die Kinder waren Spielgefährten. Nach der Biografie von Raddatz sei der alte von Westphalen für den jungen Karl Marx zu einem „Über-Ich und Über-Vater“ geworden(S. 31):
„Der etwa 60jährige Ludwig von Westphalen nahm den ältesten Sohn seines Freundes Heinrich Marx auf lange Wanderungen mit, zitierte Homer oder Shakespeare, begeisterte den jungen Mann für die romantische Literatur und sprach über etwas bislang gänzlich Unbekanntes – den Sozialismus. Durch ihn hörte Karl Marx erstmals von den Lehren Saint-Simons. Ein ganz und gar sonderbares Gespann – des Nobelmanns Neigung richtete sich auf einen Ideal-Sohn, Lehrling; Marx` Bewunderung, ja Zuneigung galt einem jugendstarken Greis, einem männlichen Intellekt. Einem Herrn.“
Ehe wir jetzt an abwegige Neigungen eines Nobelmannes denken, sollten wir spätestens beim Stichwort Sozialismus davon ausgehen, dass wir es bei Ludwig von Westphalen sicher nicht mit einem Sozialisten zu tun haben, aber wohl mit einem Mann, der einem zukünftigen Agenten der Regierung die erforderliche politische Bildung vermitteln kann.
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Das ist wahrlich interessant, aber gibt es mehr Details dazu? Denn gerade als junger Mensch begeistert man sich sehr stark und oft extrem. Wie hat von Westphalen das gemacht, den jungen Mann in die Richtung zu lotsen? Insgesamt fehlt mir bislang genaueres zu Marx als Person und Psyche.
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01.09.2008, 12:54
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#10
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Gast
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Sag mal, und wie ist es mit Edgar Bauer? Der hat auch einen interessanten Lebenslauf ... hat für dänische Behörden gearbeitet und sich offenbar gar nicht mit Marx verstanden ... und am Ende wurde er dann ein stinknormaler Konservativer ...
http://de.wikipedia.org/wiki/Edgar_Bauer
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