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Alt 28.08.2009, 16:25   #11
Beverly
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Registriert seit: 04.01.2009
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Beiträge: 1.006
  
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Auf Wikipedia gibt es einen Artikel zur Kritik am Marxismus, wo als Kritiker aber sowohl Milton Friedman als auch John Maynard Keynes genannt werden. Also Sinn und Unsinn und die Erklärung der Massenmorde im Stalinismus aus "Geist und Buchstaben" der Marxschen Lehre hat mich nicht überzeugt. Als ob Bücher morden könnten ... den kriminellen Charakter einer Ideologie sieht man nicht am Aussagensystem, sondern am Leben und Wirken ihrer Kader. Da haben sich viele Marxisten nicht mit Ruhm bekleckert, doch auch das bürgerliche Lager wird plötzlich ganz kleinlaut.

Weil es selbst die Korruption und Käuflichkeit (ehemals) marxistischer Kader nach Kräften ausgenutzt hat. Und weil die Apparatschiks im Ostblock nach 1989 wieder ein bürgerlich-reaktionäres System eingeführt haben, dass so schlimm oder schlimmer zu werden verspricht als es der Staatssozialismus zuvor war. Wer selbst bereit ist, jeden korrupten Kader aus den Reihen des Marxismus mit offenen Armen aufzunehmen, kann da natürlich nicht sehr kritisch sein

Tolle bürgerliche Kritiker des Marxismus, die eine ehemaligen SED-Trine zur Kanzlerin gemacht haben. Auch tolle Kritik des Marxismus durch das bürgerliche Lager, dass jetzt im bürgerlichen Südwesten von Berlin überall das Konterfei des Klaus-Uwe-Benneter hängt. Denn kenne ich noch aus den wilden 1970er Jahren, als er als Frontmann von "Stamokap" - Theorie des Staatsmonopolistischen Kapitalismus - einer der ganz Harten im Garten war und dafür aus der SPD flog.
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Alt 28.08.2009, 18:07   #12
Hellmann
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Registriert seit: 07.08.2008
Beiträge: 1.574
  
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Wir stehen da heute wohl an einem Neuanfang, die Ideen vor und jenseits von Marx wieder zu finden, aufzugreifen oder neu zu erfinden.

Wafi hat hier im Forum mal einiges über die frühen Anarchisten geschrieben.

Ein neues Dogmengebäude bräuchte es ja wirklich nicht zu sein, aber es sollte deutlich werden, was durch den Marxismus verhindert und ausgelöscht wurde, vor allem natürlich die Freiheit und Offenheit der Diskurse.

Bei den Marxisten bin ich mir immer vorgekommen, wie in einer Bibelgruppe: alle Gedanken mussten mit einem Zitat aus den Heiligen Schriften der MEW gerechtfertigt werden. Der Marxismus hat also über 150 Jahre den Diskurs verhindert.

Selber bin ich noch nicht dazu gekommen, das Feld der Ideen genauer abzustecken, das vom Marxismus damals platt gemacht wurde. Im Zusammenhang mit meinem Buch sollte ich das natürlich noch machen.

Also bitte ich um etwas Geduld.
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Alt 29.08.2009, 11:37   #13
Beverly
Schriftstellerin
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Registriert seit: 04.01.2009
Ort: Berlin
Beiträge: 1.006
  
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Zitat:
Zitat von Hellmann Beitrag anzeigen
Ein neues Dogmengebäude bräuchte es ja wirklich nicht zu sein, aber es sollte deutlich werden, was durch den Marxismus verhindert und ausgelöscht wurde, vor allem natürlich die Freiheit und Offenheit der Diskurse.

Bei den Marxisten bin ich mir immer vorgekommen, wie in einer Bibelgruppe: alle Gedanken mussten mit einem Zitat aus den Heiligen Schriften der MEW gerechtfertigt werden. Der Marxismus hat also über 150 Jahre den Diskurs verhindert.
Damit ist der Marxismus in die Fußstapfen von Christentum und Islam getreten. Sozusagen als säkularisierte "Buchreligion", wo alles nur aus einen sakrosankten Text abgeleitet werden konnte und wo andere Gedankensysteme diffamiert wurden. Die Kirche hat die antiken Philosophen und Religionen diffamiert und unterdrückt, der Marxismus andere Ansätze in der Arbeiterbewegung bzw. der Linken. Schon zu Hochzeiten des Kommunismus hat wer gesagt, dass die KPs doch wie die Kirche aufgebaut sind
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Alt 30.08.2009, 12:32   #14
deserd
Erfahrener Benutzer
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Registriert seit: 19.03.2009
Beiträge: 729
  
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Zitat:
Zitat von Beverly Beitrag anzeigen
Damit ist der Marxismus in die Fußstapfen von Christentum und Islam getreten. Sozusagen als säkularisierte "Buchreligion", wo alles nur aus einen sakrosankten Text abgeleitet werden konnte und wo andere Gedankensysteme diffamiert wurden. Die Kirche hat die antiken Philosophen und Religionen diffamiert und unterdrückt, der Marxismus andere Ansätze in der Arbeiterbewegung bzw. der Linken. Schon zu Hochzeiten des Kommunismus hat wer gesagt, dass die KPs doch wie die Kirche aufgebaut sind
Wobei anzumerken ist, dass das Christentum die "freundlichere", deshalb aber wesentlich erfolgreichere Gewaltum darstellt im Ggs zum furchtbar bösen Islam.

Soll heißen: Kann man so nicht vergleichen. - Eigentlich gar nicht.
Die Christen haben Nord-, Süd- und Mittel-Amerika, einen ganz und gar nicht unbeträchtlichen Teil in Afrika erobert (und Australien).
Und welche Einkünfte erhalten die schrecklich bösen Islamisten aus ihren früheren Streifzügen ?
- Das war jetzt doch ein Vergleich. Ich hoffe manchmal noch, das diesbezüglich wenigstens ein paar Leuten noch das Licht aufgeht ....
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Alt 30.08.2009, 21:56   #15
oloool
Dr. Annu Naki
Stammuser
 
Benutzerbild von oloool
 
Registriert seit: 08.08.2008
Beiträge: 1.706
Stimmung:
  
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Zitat:
Zitat von deserd Beitrag anzeigen
Wobei anzumerken ist, ...

Deserd,

mag sein, zwischen Christentum und Islam gibt es kriegerische Unterschiede.
Doch das ist hier nicht das Thema.
Der Grund des Hasses liegt im Monotheismus selbst.
__________________
Jeder Anfang ist ein [kleiner] Abschied.

Geändert von oloool (31.08.2009 um 11:58 Uhr). Grund: ;)
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anarchismus, arbeiterbewegung, bakunin, bevor marx kam, cortés, denker, marxismus, proudhon, wirklichen

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