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Alt 12.08.2010, 21:45   #1
Elfer
beurlaubt
 
Registriert seit: 03.01.2010
Beiträge: 967
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Standard Multikulti oder Wirtschaftstourismus

Ich habe mich schon so oft gefragt, warum man als streng konservativer Moslem in einer Gesellschaft leben will, die so ganz meinem Glauben widerspricht und in der ich mich mit Gleichgläubigen isoliere.

Als Frankreich die Burka verbot, konnte man sie in manchen Teilen "meiner" Stadt vermehrt feststellen. Eigentlich waren es die ersten überhaupt in dieser Stadt, die wirkliche eine klassische Burka trugen.

Nun räumt Frankreich 40 Romalager und schickt die "Bewohner" nach Rumänien und Bulgarien zurück. Natürlich laufen da Menschenrechtler bereits Sturm.
Auch in dieser Stadt gehören die Rumänen und Bulgaren (nie pauschal) zu den größten Problemgruppen, auch im kriminellen Milieu.
Große Gruppen dieser Menschen können nicht in anspruch nehmen, dass sie endlich ein menschenwürdiges Leben führen wollten. Sie kamen her und machten aus Wohnhäusern die größte annehmbare Hölle.

Es fällt mir schon fast schwer, aber es gibt mittlerweile Bereiche, in denen die Menschen aus Gewohnheit kriminell sind. Sie sorgen für sehr große Probleme.
Sie werden nciht menschenunwürdig untergebracht, sie leben menschenunwürdig.

Wie dem auch sei. Mir kam bei dem Artikel der Gedanke, was in Deutschland los wäre, würde man die Leute zurück in die Heimat schicken.

Ich glaube, dass man in diesen Bereich härter vorgehen sollte und Ausländern (auch EU) nur unter ganz engen Bedingungen ein Bleiberecht zubilligen sollten und können.

Wir können nicht grenzenlos Asylanten aufnehmen, nicht grenzenlos Menschen einbürgern, nicht grenzenlos ausländische Menschen aufnehmen.

Ein heikles Thema, aber irgendwann muss man darüber reden dürfen, wie in jedem anderen Land auch darüber geredet wird.

Geändert von Elfer (16.08.2010 um 21:03 Uhr).
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Alt 12.08.2010, 22:01   #2
Britta
beurlaubt
 
Registriert seit: 08.08.2008
Beiträge: 4.477
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Vor einer Weile bin ich mal mit der S-Bahn von der Arbeit nach Hause gefahren. Am Bahnhof traf ich 2 sehr nette Kinder, mit denen ich mich unterhielt während wir auf den Zug warteten. Es war wirklich ein nettes Gespräch und die beiden waren gut erzogen. Es waren Zigeunerkinder.

Man sollte es nicht pauschalisieren.

Menschen werden so, wie sie es von ihren Erfahrungen gelehrt werden.
Britta ist offline   Mit Zitat antworten


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Alt 12.08.2010, 22:19   #3
Elfer
beurlaubt
 
Registriert seit: 03.01.2010
Beiträge: 967
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Zitat:
Zitat von Britta Beitrag anzeigen
Vor einer Weile bin ich mal mit der S-Bahn von der Arbeit nach Hause gefahren. Am Bahnhof traf ich 2 sehr nette Kinder, mit denen ich mich unterhielt während wir auf den Zug warteten. Es war wirklich ein nettes Gespräch und die beiden waren gut erzogen. Es waren Zigeunerkinder.

Man sollte es nicht pauschalisieren.

Menschen werden so, wie sie es von ihren Erfahrungen gelehrt werden.
Damit habe ich doch gleich den Kern des Problems provoziert.

Man darf sie nicht pauschalisieren. Man muss aber auch von der Kuscheldiskussion wegkommen.

Damit meine ich solche Argumente wie, "die Deuschen sind aber", weg kommen, denn das ist nicht die Frage bzw eine ganz andere.

Es ist aber auch schwer den Personenkreis eindeutig zu beschreiben. Daher habe ich Kriminalität als Indikator eingefügt.
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Alt 13.08.2010, 03:46   #4
otix_
Lind Gren
 
Registriert seit: 07.08.2008
Beiträge: 1.927
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Zitat:
Zitat von Elfer Beitrag anzeigen
Damit habe ich doch gleich den Kern des Problems provoziert.

Man darf sie nicht pauschalisieren. Man muss aber auch von der Kuscheldiskussion wegkommen.

Damit meine ich solche Argumente wie, "die Deuschen sind aber", weg kommen, denn das ist nicht die Frage bzw eine ganz andere.

Es ist aber auch schwer den Personenkreis eindeutig zu beschreiben. Daher habe ich Kriminalität als Indikator eingefügt.
Pauschalisierungen sind das Brot und Butter des trivialen Journalismus. Bildzeitung und andere Revolverblätter nutzen diese Schlichtheit um Ressentiments zu schüren und den Leser in eine ganz bestimmt Richtung zu drücken. Wenn WeltOnline z.B. reißerisch schreibt: "Griechen gönnen sich größte Panzerarmee Europas" ist eigentlich schon klar: ein erneuter Hetzartikel steht an, um einen Keil zwischen die Mitglieder der EU zu treiben und gewünschte Reaktionen beim Leser zu erzeugen. Ein User der sich Seute Deern nennt schreibt so dann auch gleich:

Zitat:
Und für dieses korrupte und größenwahnsinnige Volk sollen wir mit Milliarden von Euros geradestehen?
Das darf doch alles nicht wahr sein!
So strunzdoof können wir doch nicht sein, oder?
Differenzierung und Reflektion: Fehlanzeige. Er hat wie gewünscht funktioniert. Leider ist dieses recht weit verbreitet, wenn es auch weniger zu werden scheint, denn so dann folgen auch anders lautende Kommentare.

Zitat:
Zitat von Elfer Beitrag anzeigen
Wir können nicht grenzenlos Asylanten aufnehmen, nicht grenzenlos Menschen einbürgern, nicht grenzenlos ausländische Menschen aufnehmen.
Das denke ich auch. Die Gesellschaft muß sich aber entscheiden ob sie Globalisierung will oder Nationalstaatlichkeit. Beides geht nicht, genau so wenig, wie sich die Rosinen aus beidem Heraus zu picken. In der Politik wird der globale Gedanke der sich aus humanitären Gesichtspunkten zusammensetzt (z.B. Asyl) aber schlicht ausgenutzt um ein Volk zu teilen, um es besser kontrollieren zu können und es wirtschaftlichen Interessen z.b. um Druck auf die Löhne auszuüben, zu opfern. In der Politk möchten sich einige tatsächlich ihr Wunschvolk bauen!
__________________
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Alt 13.08.2010, 12:26   #5
Britta
beurlaubt
 
Registriert seit: 08.08.2008
Beiträge: 4.477
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Zitat:
Zitat von Elfer Beitrag anzeigen
Damit habe ich doch gleich den Kern des Problems provoziert.

Man darf sie nicht pauschalisieren. Man muss aber auch von der Kuscheldiskussion wegkommen.

Damit meine ich solche Argumente wie, "die Deuschen sind aber", weg kommen, denn das ist nicht die Frage bzw eine ganz andere.

Es ist aber auch schwer den Personenkreis eindeutig zu beschreiben. Daher habe ich Kriminalität als Indikator eingefügt.
Ich hab kein Problem mit Ausländern oder ihrer Religion. Auch nicht mit innländischen Christen.

Man sollte immer nur den Mensch beurteilen und nicht, woher er stammt oder welche Religionszugehörigkeit er hat. Der Charakter sollte zählen.
Britta ist offline   Mit Zitat antworten


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Alt 13.08.2010, 18:06   #6
Elfer
beurlaubt
 
Registriert seit: 03.01.2010
Beiträge: 967
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Zitat:
Zitat von otix_ Beitrag anzeigen
Pauschalisierungen sind das Brot und Butter des trivialen Journalismus. ...

...Die Gesellschaft muß sich aber entscheiden ob sie Globalisierung will oder Nationalstaatlichkeit. Beides geht nicht, genau so wenig, wie sich die Rosinen aus beidem Heraus zu picken.
In einer Diskussion wieder dieser kann man auch versuchen, sie in Gang zu bringen, wenn auch auf die Gefahr, dass sie vestummt, bevor sie angefangen hat. Diese Diskussion wird aber immer mit soviel political correctness geführt, dass es einem inhaltslosen Singsang gleicht.

Ich denke schon, dass beides geht. Es geht in Kanada, es geht in Australien, es geht in vielen Ländern....Globalisierung kann nicht weltweite Freizügigkeit bedeuten. Was spricht gegen einen "geregelten" Zuzug?

Zitat:
Zitat von Britta Beitrag anzeigen
Ich hab kein Problem mit Ausländern oder ihrer Religion. Auch nicht mit innländischen Christen.

Man sollte immer nur den Mensch beurteilen und nicht, woher er stammt oder welche Religionszugehörigkeit er hat. Der Charakter sollte zählen.
Na, es geht auch nicht so sehr um den christlichen Glauben in Deutschland. Ich rede weder von DEN Muslimen, DEN Juden oder DEN sonstigen Religionen.

Ich rede von den extremen Formen. Diese kann man in den Ländern ausleben, in denen sie ihre Wurzeln, zumindest aktuell ihren Mittelpunkt haben.

Eine Religionsausübung, die sich grundsätzlich gegen das stellt, was man hier unter Gesellschaft versteht und vor allem, die andere Religionen, die hier ihre Wurzeln, ihren Mittelpunkt haben, nicht einmal akzeptieren kann, hat hier nichts zu suchen.

Ich möchte in diesem Land weder religiöse noch andere Lebensraumnieschen haben, in denen sich tatsächliche Parallelgesellschaften bilden. Das hat nichts mit Multikulti zu tun. Es würde nicht Intergration bedeuten. Es würde die Gesellschaft auseinander reissen.

Kein Land dieser Welt, nicht einmal das Toleranteste, würde dies zulassen wollen und können.

Für wäre es falsch verstandene Globalisierung und falsch verstandener Multikulti.
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Alt 13.08.2010, 19:06   #7
Sebastian Hauk
Kapitalist
Stammuser
 
Registriert seit: 15.10.2009
Beiträge: 1.040
  
Standard

Hallo,

Zitat:
Ich denke schon, dass beides geht. Es geht in Kanada, es geht in Australien, es geht in vielen Ländern....Globalisierung kann nicht weltweite Freizügigkeit bedeuten. Was spricht gegen einen "geregelten" Zuzug?
natürlich bedeutet Globalisierung weltweite Freizügigkeit. In der EU gibt es übrigens diese Freizügigkeit, bis auf ein paar Ausnahmen, schon.
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Alt 13.08.2010, 19:51   #8
otix_
Lind Gren
 
Registriert seit: 07.08.2008
Beiträge: 1.927
Stimmung:
  
Standard

Zitat:
Zitat von Elfer Beitrag anzeigen
Was spricht gegen einen "geregelten" Zuzug?
Was spricht dagegen? Der Gleichheitsgrundsatz, Fairness, soziale Komponenten. Dürfen wir Leute ausweisen, oder gar nicht erst rein lassen, die aufgrund ihrer geographischen Herkunft in Armut leben müssen? Das ist fast schon ähnlich wie die DDR-Mauer, nur andersherum.

Zitat:
Zitat von Elfer Beitrag anzeigen
Ich denke schon, dass beides geht. Es geht in Kanada, es geht in Australien, es geht in vielen Ländern....Globalisierung kann nicht weltweite Freizügigkeit bedeuten.
Was hier los wäre wenn wir es wie Kanada handhaben würde . Aus allen Ecken würden die Bünde der verschiedensten Vertriebenen kommen.
Dummerweise könnten wir auf dem richtigen Weg sein, in dem wir die Lebensverhältnisse hier, an die ärmerer Länder anpassen. :|
__________________
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Alt 13.08.2010, 19:51   #9
Elfer
beurlaubt
 
Registriert seit: 03.01.2010
Beiträge: 967
Stimmung:
  
Standard

Zitat:
Zitat von Sebastian Hauk Beitrag anzeigen
Hallo,



natürlich bedeutet Globalisierung weltweite Freizügigkeit. In der EU gibt es übrigens diese Freizügigkeit, bis auf ein paar Ausnahmen, schon.
Das heisst aber nicht, dass es so sein muss. Die Freizügigkeit in der EU ist mir nicht nur bekannt, ich sehe eben diese sehr kritisch.

Globalisierung ist nicht gleichbedeutend mit Freizügigkeit. Man kann sie an Bedingungen knüpfen.
Darüber hinaus muss man die Möglichkeit haben schon im Bereich der ersten Monate gegen bestimmte Entwicklungen steuern zu können.

Ein Problem mit der Freizügigkeit in Europa ist allerdings auch erst da wirklich entstanden, wo die EU ihre eigenen Beitrittskriterien vergessen hat und das wirtschaftliche Gefälle innerhalb der EU extreme Ausmaße angenommen hat.
Elfer ist offline   Mit Zitat antworten


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Alt 14.08.2010, 09:39   #10
otix_
Lind Gren
 
Registriert seit: 07.08.2008
Beiträge: 1.927
Stimmung:
  
Standard

Zitat:
Zitat von Elfer Beitrag anzeigen
Was spricht gegen einen "geregelten" Zuzug?
Aber wahrscheinlich willst du Elfer nur möglichst viel für dich und andere dürfen zu sehen wo sie bleiben. Das außerdem nennt sich Dekadenz und die kommt merkwürdiger Weise oft gerade von Berufsgruppen, die es am allerwenigsten nötig hätten
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