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06.03.2009, 12:21
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#1
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Gast
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Attac Kapitalismus Kongress
an diesem WE 6.-8.3 findet in Berlin der attac Kapitalismus Kongress in der TU-Berlin statt. Büschen kurzfristig diese Ankündigung, aber hab das auch erst vorhin mitbekommen, werde am Sa. dahin gehen.
Hier die web page: http://www.attac.de/aktuell/kapitali...ss/startseite/
Gruß
Peter
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06.03.2009, 13:37
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#2
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Gast
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Hi Peter,
da erwarten wir aber einen guten Bericht von Dir
grüße
Iphi
im Politischen Lyrik -Tröööt hab ich das Lied Bet und Arbeit reingestellt.
Dürfte Dir gefallen.
Geändert von Iphigenie (06.03.2009 um 13:39 Uhr).
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07.03.2009, 20:23
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#3
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Gast
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hm naja ... Iphi will nen Bericht ...
dann probier ich mal zu berichten. Ich fang mal mit dem Seminar "Psychologie der Krise an" ... Nach Aussagen von Töchterchen und holdester Holde ... ein Mensch der etwas mit einer sonoren Stimme vortrug, zumindest das Niveau Stammtischgeschwätz erreichte, die Teilnehmer dazu aufforderte in jeder Kneipe aufklärerische Erklärbären zu spielen .... Auf die Frage, was das alles mit der Psychologie der Krise zu tun habe ... erklärte der Schlaumeier, daß er bei googel nachgeschaut hat und dort sei von der Krise in der Psychologie die Rede, mithin könne man doch ne Wissenschaft nicht ernst nehmen, die selber in der Krise steckt ....  no further comment ...
derweilen lauschte ich dem "Nur ein Stabilitätsproblem? Die systemischen Ursachen des Crash`s" ... kurz gesagt, Ursachenforschung .... kam nen bißchen kurz, Zins wurde sogar einmal am Rande erwähnt ... warum das System so funktioniert wie es das tut ... war ziemlich platt ... Die Diskussionsveranstaltung zwischen Paul Windolf, Jörg Huffschmid und Fernando Carvalho (der mir noch am besten gefallen hat) war ... reden wir einfach nicht mehr davon. Grundsätzliche Aussage war, man muß nen neues Machtsystem schaffen ... auf Zwischenfragen die Macht ansich in Frage stellte, wurde nicht wirklich eingegangen.
whatever ... man ist ja optimistisch ... also in den nächsten Vortrag rein ... "Alternativen zum Kapitalismus" ... hm, man denkt, Thema ist ja spannend. Nachdem also erstmal die Hälfte der Zeit über den Kapitalismus philosophiert wurde , kamen ganz leichte Ansätze von Alternativen, wenngleich diverse erstmal als nicht betrachtbar ausgeschlossen wurden, wie z.B. Kropotkin. Lief aber alles auf ein mehr oder weniger zentralistisches planwirtschaftliches System hinaus. Auch von den Zuhörern und Mitdiskutanten wurde eher eine andere Machtverteilung gefordert, denn Macht ansich in Frage zu stellen. Die Kryptokommunisten auferstanden in Ruinen (so zumindest der bauliche Zustand der TU) mußten logisch ihre sozialistische Planwirtschaft hochleben lassen. Erkenntnißgewinn = 0 und ich hatte nebenbei auch noch hunger, was meine Laune nicht wesentlich verbesserte.
Tscha ... natürlich gab`s ganz viele Bücherstände ... das einzige wo nicht Marx drauf stand war nen Stand der Heinrich Böll Stiftung, ansonsten versammelten sich alle möglichen und unmöglichen marxistischen Untergruppierungen, die im Sinne eines marxistischen Kirchentages die Gläubigen beglücken wollten. Mir war schlecht.
Hm ... meine Holde meinte, sie fand, daß es eine merkwürdig aggressive Stimmung in den geheiligten Hallen gab.
Hm... tscha ... also, optimistischer machte mich die Veranstaltung heute nicht. Einziger Lichtblick war eine wirklich extrem hübsche Kassiererin. Naja, man muß halt auch die positiven Seiten sehen
Gruß
Peter
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08.03.2009, 09:56
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#4
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Gast
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Hi Peter,
vielen Dank für den Bericht.
Ich kopiere Dir hier etwas von mir aus einem anderen Trööt rein,
das dazu passt:
Zitat:
Zitat:
Zitat von wafi
Hellmann
Egal wie ich es betrachte, ich sehe keine wirklichen Lösungen und die Lösung Revolution ... vor der graut es mir.
Schaun wer mal. Da Langschläfer geh ich erst zu den Nachmittagsveranstaltungen von attac hin, vielleicht gibt`s da ja andere Ideen, werde berichten.
Gruß
Peter
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Es wird keine Revolution geben, höchstens kleine Revolten, die das
System jederzeit durch Militär und Polizei schnell niederschlagen kann
("Zur Rettung unserer Demokratie" versteht sich. Siehe auch:
Notstandsgesetze). Es wird ein totalitäres System entstehen, das
weiterhin unter dem Decknamen Parlamentarische Demokratie firmieren
wird, wobei der Übergang vom Jetztzustand zum demokratisch kapitalistischen
Totalitaritätszustand fließend, also für Otta Normalverbraucher unmerklich
ineinander übergleiten wird.
Eine Revolution des Volkes wird es nicht geben, da keiner von uns
weiß, was wir an die Stelle des verachteten Systems stellen sollten.
Aber auch so wäre eine Revolution nicht zu begrüßen, weil immer
noch die Macht des Menschen über den Menschen existiert....das
bedeutet, es würden sich momentan nur Menschen an die Spitze
der Revolution stellen, um sie anschließend abzubrechen, um das
alte System unter anderen Vorzeichen zu reorganisieren und zu
installieren.
Auf die attac-Führung ist übrigens nichts zu geben. Rund 20-3o
Zentralkommiteemitglieder bestimmen den Kapitalismuserhaltungskurs.
Die Basis darf aber revolutionäre Sprüche klopfen wie sie gerade lustig ist.
Aber gute Ideen wirst Du sicherlich dort hören und uns vortragen können.
grüße
Iphi
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Nach Lektüre Deines Berichtes: es wird ein sehr weiter Weg werden,
bis zum Verschwinden der Macht des Menschen über den Menschen.
Bis dahin wird die Welt ähnlich elend beschaffen sein wie jetzt.....
Zitat:
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Hm... tscha ... also, optimistischer machte mich die Veranstaltung heute nicht. Einziger Lichtblick war eine wirklich extrem hübsche Kassiererin. Naja, man muß halt auch die positiven Seiten sehen
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.....dann kann es Dir ja zum Glück sooooooooooo schlecht noch
nicht gehen.  
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08.03.2009, 11:05
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#5
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Gast
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jau Iphi
so ist das wohl.
Nochwas ... kamen wir beim Frühstück drauf. Interessant war die Altersstruktur. Holde meint 30% ältere Semester, ich hab 40% geschätzt, der Rest eben Jungspunte. Interessant bei den älteren Semester ... zumeist Rentnergang (also Alt 68`er) kaum 40 - 55 jährige, ein totales schwarzes Loch bei den 30-40 jährigen.
Wieviel Leute da waren ???? Schätze aber mal, daß die angestrebte Zahl von 1200 weit überschritten wurde.
Gruß
Peter
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08.03.2009, 13:14
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#6
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Gast
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Ja, Peter ich weiß...sieht in meiner Generation auch nicht gerade rosig aus
(80er Tscheneräschen). Die sind alle so richtig schön im
Kapitalismus eingebettet ("Du bist der Kapitalismus- der Kapitalismus
bist du!"). Fühl mich manchmal echt einsam ("Warum modelst du denn
nicht nebenbei so wie ich, da könntest du dir die tollsten Klamotten
kaufen!"....  ).
naja..was solls, disce gaudere!
grüße
Iphi 
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08.03.2009, 15:46
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#7
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Neuling
Registriert seit: 04.10.2008
Ort: Bayern
Beiträge: 40
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attac wie auch die sog. linke bestehen doch nur aus einem grund: die palliativfunktion zu erfüllen.
ich frag mich ja wirklich, was das sein sollte, globalisierungskritik...
...vermutlich nur eins, ab und mit 0,33 liter-säften um den tisch rumzusitzen und dem doofen urnenpöbel was erzählen, was nirgendwo greift, weil es das auch gar nicht soll.
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08.03.2009, 17:50
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#8
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Gast
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Zitat:
Zitat von fastsprachlos
attac wie auch die sog. linke bestehen doch nur aus einem grund: die palliativfunktion zu erfüllen.
ich frag mich ja wirklich, was das sein sollte, globalisierungskritik...
...vermutlich nur eins, ab und mit 0,33 liter-säften um den tisch rumzusitzen und dem doofen urnenpöbel was erzählen, was nirgendwo greift, weil es das auch gar nicht soll.
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Hallo faspra,
was meinst' 'n mit Palliativfunktion genau?
...Und dann versuch doch mal ein wenig nachsichtiger mit uns
armen Menschlein zu sein; denn wir sind schließlich alle ein wenig
hilflos, was die Weltlage anbelangt. Wir wissen zwar alle, daß wir
in den nächsten 35 Jahren vor ungeheueren Umwälzungen stehen
....aber ein Rezept für eine andere Welt haben wir noch nicht,
weder Du noch der doofe Urnenpöpel
grüße
Iphi 
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08.03.2009, 18:49
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#9
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Gast
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fastsprachlos ...
oh .. nur fast sprachlos
Aber die Palliativfunktion (geniales Wort ... muß ich mir merken) seh ich nicht unbedingt so. Aus Sicht von Empathieeunuchen mag das so sein, aber wer nicht über Wege nachdenkt, die man gehen könnte um etwas anderes zu erreichen, wird vermutlich nicht in der Lage sein andere Wege zu finden. Mag ja sein, daß dies gewünscht ist, aber wir leben nun mal nicht in nem Wunschkonzert. Daß das jetzige System sich gerade verabschiedet und die Frage ob in diesem Jahr in ein zwei oder zehn Jahren, nur noch ne marginale Frage ist, dürfte klar sein. Was danach kommt, wissen die Götter, im worst case ein diktatorisches System, ergo macht es Sinn sich jetzt auszutauschen und versuchen Gemeinsamkeiten zu finden, selbst wenn`s schwer fällt. Der Stimmungszuwachs der FDP ist tatsächlich m.E. im Moment nur zu erklären, daß die Leute lieber auf nem toten Gaul weiter reiten wollen, statt auf ein neues, unbekanntes Pferd zu setzen. Dabei bleibt der alte Gaul tot, egal wie man versucht den rethorisch zum Leben zu erwecken.
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08.03.2009, 21:01
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#10
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Neuling
Registriert seit: 04.10.2008
Ort: Bayern
Beiträge: 40
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Zitat:
Zitat von Iphigenie
Hallo faspra,
was meinst' 'n mit Palliativfunktion genau?
...Und dann versuch doch mal ein wenig nachsichtiger mit uns
armen Menschlein zu sein; denn wir sind schließlich alle ein wenig
hilflos, was die Weltlage anbelangt. Wir wissen zwar alle, daß wir
in den nächsten 35 Jahren vor ungeheueren Umwälzungen stehen
....aber ein Rezept für eine andere Welt haben wir noch nicht,
weder Du noch der doofe Urnenpöpel
grüße
Iphi 
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hallo iphi,
palliativfunktion meint in dem zusammenhang die funktion, den unmut, der ja nicht mager vorhanden ist, zu kanalisieren.
nein, meine nachsicht ist ziemlich aufgebraucht, nachdem ich mir schon viel zu lange anschau, wohin diese nachsicht, dieses verstehen, dieses entschuldigen, dieses analysieren, die strategie "das kleinere übel zu wählen" führt.
ein verein, eine organisation, eine partei, die
nicht
zum generalstreik aufruft, kann ich im derzeitigen stadium nicht ernst nehmen. ist ja auch in anderen "geschäftsbereichen" so, man macht sich selbst mit einem anderen etikett konkurrenz, so bleibt einem die kundschaft.
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