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Alt 08.03.2009, 14:09   #1
wafi
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Standard Anarchistischen Kongress Berlin, Ostern

Einladung zum anarchistischen Kongress
14. Januar 2009in Aktionen und Veranstaltungen0 Kommentare
Unter dem Motto Anarchismus im 21. Jahrhundert. Anarchie organisieren veranstalten die Anarchistische Förderation Berlin und Freund_innen an Ostern 2009 einen anarchistischen Kongress in Berlin.
Zum viertägigen Kongress sind verschiedene Referierende sowie internationale und lokale anarchistische Gruppen und Organisationen eingeladen zu diskutieren, sich auszutauschen und zu vernetzen sowie neue Ideen und Ansätze für den Anarchismus zu entwickeln.
Es würde uns große Freude bereiten, euch dabeizuhaben. Bitte leitet diese Einladung auch an mögliche Interessierte weiter.

siehe hier: http://afb.blogsport.de/
und hier: http://www.akongress.org/

Würd mich freuen den ein oder anderen zu treffen

Gruß
Peter
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Alt 08.03.2009, 18:03   #2
Iphigenie
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10-13.April 2009 soll das sein?
Früher konnte Dir das nicht einfallen?

Grummelgrüße
Iphi
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Alt 08.03.2009, 18:31   #3
wafi
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Liebste Iphi

von jugendhafter Flexibilität ausgehend dachte ich eher, daß der Termin zu früh eingestellt worden ist

aber ... ich werde mich auf die Gerontologie der 20+x Generation einstellen und früher Termine versuchen zu posten

... in der Hoffnung, daß Alzheimer da noch nicht relevant ist

Gruß
Peter
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Alt 10.04.2009, 09:51   #4
wafi
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Kann nun leider nicht hin, weil Sohnemann ne OP hatte und ... nascha ...

Whatever ... neuste Information:

Geplant war die Veranstaltungen in der TU atsttfinden zu lassen. War auch alles ok, bis vorgestern. Dann schoß die B.Z. quer und ätzte gegen den Kongreß, die TU Leitung verbot daraufhin die Räumlichkeiten zu nutzen.

Jetzt soll die Veranstaltung dezentral und relativ spontan organisiert werden. Hier der Anlaufpunkt:

Der Kongressort ist jetzt dezentral und vielfältig. Ein erster Infopoint wird im New Yorck, Mariannenplatz 2 Berlin-Kreuzberg (Lageplan) eingerichtet. U-Bahn 1 und 8 Kottbusser Tor

siehe: http://projekt-menschwerdung.com/wik...tle=Hauptseite


Das LKA Berlin gab bekannt, im Internet Aufrufe dieser Art zu analysieren und die Verfasser zu observieren ... uhhhuuuuuu das macht aber gaaaaanz dollle Angst ... ganz doll ...

Gruß
Peter
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Alt 11.04.2009, 11:14   #5
wafi
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Grad nen Anruf bekommen ...

Die Organisation klappt wohl trotz des Verbotes in der TU gut. Derzeit finden die meisten Vorträge und Diskussionen vor dem Bethanien auf der Wiese statt (zur Erläuterung für Nichtberliner ... der Rauchhaus Song von Ton Steine Scherben erzählt über die Besetzung des Bethaniens, einem ehemaligen Krankenhaus. Wenn ich das richtig kapiert habe, gibt es derzeit drei unterschiedliche Nutzer des GEländes).

Im Bethanien stehen genügend Räume zur Verfügung um bei schlechtem Wetter die ganze Sache auch nach drinnen zu verlagern. Bekocht wird die ganze Bagage von der Volxküche, die schon in Heiligendamm und ähnliche Events durchaus kulinarische highlights geboten hat.
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Alt 13.04.2009, 15:15   #6
wafi
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tscha ...

gestern Abend wurde der Kongreß abgebrochen. Die Leute die Anarchie als weniger gute Methode finden, dürfen sich köstlich amüsieren ... Leider.

Ich hätte ja erwartet, daß es in punkto Gewaltfrage zu ernsthaften Auseinandersetzungen kommt ... aber weeeeeiiiiiiiiiiiiit gefehlt.

Der Sandkasten um sich gegenseitig mit Förmchen zu behauen, wurde auf einer ganz anderen Ebene eröffnet ... und sorry, wenngleich ich viel Fantasie hab, wie Konflikte entstehen ... aber selbst ich hab mir nicht vorstellen können, wie bescheuert manche sind ...

Soweit ich aus Berichten gehört habe, ist folgendes passiert ...

Eine Gruppe namens Fuck for Forest stellt Pornos her und vertreibt die im Internet, angeblich wird aus den Einnahmen Regenwald gekauft. Jedenfalls in einer Diskussionsveranstaltung am Samstag zum Thema Sex und Anarchie meinte jemand sich ausziehen zu müssen ... und andere, die das störte als Kampflesbe und verklemmt darstellen zu müssen ... Whatever, kann man eigentlich nur drüber grinsen ... aber es ging weiter.... Am Sonntag meinten dann die Leute der FFF Fraktion nackt auf dem Kongreß erscheinen zu müssen, was irgendwann nicht nur Kongreßteilnehmer nervte, sondern auch die Bewohner des Bethaniens ... und dann kam es statt zum Rausschmiß der merkbefreiten FFF`s zur "Solidarisierung" ... ein für mich unglaublicher Vorgang, sich mit ner Gruppe zu solidarisieren, die Sexualität monetär mißbraucht. Whatever, als Gäste des Bethaniens hatte es der Kongreß nicht geschafft die FFF`s zu überzeugen, sich an die Spielregeln der Gastgeber zu halten ... deshalb löste das Orgateam den Kongreß gestern abend auf. Schade.

Die Teilnehmerstruktur war nicht gerade ideal. Kaum ältere (nach Schätzungen 30-40 über 35 jährige) ähnlich viele/wenige Frauen, der Rest testosterongeschwängerte Jungspunte ... was zumindest den merkwürdigen Solidarisierungseffekt erklären könnte.
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Alt 13.04.2009, 16:05   #7
deserd
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Beiträge: 729
  
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Tja, das ist ein echtes Trauerspiel.

Aber im Prinzip erwarte ich nicht so viel von Anarchos der bzw. den Anarchoszenen, .... sind ja auch nicht so viele (meines Wissens) .... ist irgendwie strange .....

Ich habe mich für Anarchie schon öfter interessiert. Ich war auch auf den libertären Tagen in den 90ern in Frankfurt. - Das war einigermaßen ok.

Aber irgendwie werde ich mit Anarchos und den jeweiligen Anarchoszenen einfach nicht warm.

Ist so nicht mein Ding ...! -- Was eigentlich daran liegt, dass meine Befürchtungen sich leider eben auch zumindest zum Teil bestätigen. ... irgendwie lauern bei Anarchos eben Sachen im Hintergrund - ich habs zum Teil ja auch erlebt, Schweinereien haben sich leider bestätigt - ich mag nicht Gewalt gegen evtl Schwächere, ich will Demokrate imECHTEN sinn, das geht nicht mit Anarchos, aber nicht nur - nicht, scheiss Hierarchien - neee, alles das will ich nicht !!!!!

Ja, Gewalt ist absolut scheiße. - Wobei natürlich auch einmal Gewalt an sich und überhaupt mal bearbeitet werden müsste - Wenn dann die tollen Anarchos dann auch noch Gewalt gegen gleich Starke oder Schwächere ausüben, isses dann endgültig vorbei.

Die Labels Anarchie sind mal echt scheiße. Das in Wikipedia beschriebene Ideal ist ja voll OK. - Leider Theorie. - Auch anarchistische Bevormundung etc. ist kacke.

Aber vielleicht gibt es bald Anarchos, die mehr Erfolg haben,vielleicht, weil sie sich nicht als Anarchisten bezeichnen. - Ich würde diese Hoffnung nicht aufgeben - denn da könnte noch was drin sein.

gruss, deserd
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Alt 13.04.2009, 17:55   #8
wafi
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naja deserd

ich denke das Problem ist m.E. nen anderes. Dadurch das Anarchie permanent mit Chaos und Regellosigkeit dargestellt wird, kommen eben Spacken aus ganz anderen Ebenen um sich da dann zu tummeln. Wie eben die Pornoverkäufer.
Ne Abgrenzung ist natürlich schwierig, weil eben keine durchgehende Idiologie hinter der Anarchie steckt, somit es extrem schwierig ist zu sagen, hey, du hast hier nix verloren. M.E. in dem Fall der FFF nur an einem Punkt fest zu machen, eben daß die Gastgeber sagen, woll`n wir nicht ... und daran hat man sich zu halten oder sich zu verpissen. Die eigene Freiheit endet halt an der Freiheit des anderen und logisch ist das Zuhause der Bewohner des Bethaniens eben ihr Ding, ihre Freiheit und ihre Grenze und da endet halt die Freiheit der FFF`ler. Schade, daß diese ansich völlig klare Position eben mehrheitlich nicht kapiert wurde.

Soweit ich gehört habe, waren z.B. die Vorträge von Bernd Drücke (graswurzelrevolution) und von Jürgen Mümken, postanarchismus ... klasse und inhaltlich stark, dagegen muß Anarcha Feminismus ein absolutes Desaster gewesen sein ... nichtmal Emma Goldmann kam zur Sprache, es wurde nur blablabla gebracht (Einschätzung von jemanden, den ich seeeeeeeehr gut kenne und auf deren Meinung ich seeeeeehr viel wert lege )
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Alt 17.04.2009, 20:09   #9
deserd
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Zitat:
Zitat von wafi Beitrag anzeigen
naja deserd

ich denke das Problem ist m.E. nen anderes. Dadurch das Anarchie permanent mit Chaos und Regellosigkeit dargestellt wird, kommen eben Spacken aus ganz anderen Ebenen um sich da dann zu tummeln. Wie eben die Pornoverkäufer.
Ne Abgrenzung ist natürlich schwierig, weil eben keine durchgehende Idiologie hinter der Anarchie steckt, somit es extrem schwierig ist zu sagen, hey, du hast hier nix verloren. M.E. in dem Fall der FFF nur an einem Punkt fest zu machen, eben daß die Gastgeber sagen, woll`n wir nicht ... und daran hat man sich zu halten oder sich zu verpissen. Die eigene Freiheit endet halt an der Freiheit des anderen und logisch ist das Zuhause der Bewohner des Bethaniens eben ihr Ding, ihre Freiheit und ihre Grenze und da endet halt die Freiheit der FFF`ler. Schade, daß diese ansich völlig klare Position eben mehrheitlich nicht kapiert wurde.

Soweit ich gehört habe, waren z.B. die Vorträge von Bernd Drücke (graswurzelrevolution) und von Jürgen Mümken, postanarchismus ... klasse und inhaltlich stark, dagegen muß Anarcha Feminismus ein absolutes Desaster gewesen sein ... nichtmal Emma Goldmann kam zur Sprache, es wurde nur blablabla gebracht (Einschätzung von jemanden, den ich seeeeeeeehr gut kenne und auf deren Meinung ich seeeeeehr viel wert lege )
Aus meiner Sicht ist das echt richtig schlecht und oberübel, dass das SO gelaufen ist ..!! - Also im Ernst, ich hätte mich ja so dermaßen geärgert, wenn ich - den für mich weiten teuren Weg - da hingefahren wäre und dann der Kongress wegen sowas (!!!!???<<<||<????<<).

Wirklich wegen "Porno" und "Pornoverkäufer" .... nimmt doch mal diese "Worte" in deinen |Brain|, und dann wirst du hoffentlich erkennen, dass diese "Worte" im Prinzip "nur" die rhetorischen Waffen spezieller etablierter Bürgerklassen sind (--> das wäre also ein aufzubereitendes und sehr wichtiges Thema)

Es ist ja freundlich und generös, wenn die Bethanier für die Veranstaltung ihr Haus bereitstellen. - Unabhängig davon, ob mensch die Rhetorikwaffe "Porno" mag oder nicht mag, gut oder schlecht findet, hätte ich mir doch wenigstens gewünscht, dass die Bethanier vielleicht hätten doch einmal ihre in bürgerlicher Verklemmtheit geerdeten Aversion hätten ablegen können.
Solang da keine_r zu Sex und Vergewaltigung gezwungen wird, wäre das aus meiner Sicht ok.
Diese echte oder auch nur bürgerlich-ideale Vorzeige-Haltung der Bethanier wird ihre selben Probleme wirklich nicht lösen .... .. aber leider umso mehr ein weiterer fetter Minuspunkt für Zukunft der Arnarchoszenen

Zum "Problem" der Anarchoszenen: das ist überhaupt nicht der angebliche Vorwurf von Chaos und Regellosigkeit, sondern das wachsende Misstrauen aus ihrem Umfeld, dass sie leider weiterhin durch ihr Gebaren füttern - gepaart mit weiteren tiefergehenden Deffekten, die aus der Unfähigkeit (oder aus dem Nichtwollen) der Kommunikation mit eben diesem Umfeld (das eben aus Interessenten oder Symphatisanten besteht) entsteht.
-- Möglicherweise gibt es da überhaupt keine Lösung, vor allem wenn man meint, man dürfe nicht mit offenen Karten spielen. - Es ist wie gesagt, auch ganz und gar nicht nur das Problem von Anarchos, sondern in "vielen linken Kreisen" und auch sonst ganz gesellschaftsweit virulent - auch in der ganz großen Politik.

Der Vorwurf von Chaos und Regellosigkeit ist ein Vorwurf aus der Bilderwelt des "Bürgerlichen Ideals" - das sich im Prinzip selbst völlig verhöhnt. Solche wie echte und faire Anarchos brauchen bzw bräuchten sich mit sowas überhaupt nicht zu belasten - wozu auch, denn "Chaos und Regellosigkeit" dringen in jede gesellschaftliche Sphäre ein, die sie gerade brauchen - oder die Realität gerade nicht anders bewältigen können. - Das geht schon mal eindeutig ins Leere.
Wenn jemand damit ein Problem hat, dann wohl deshalb, weil er, sie "das Problem haben will" (ist immer eine schöne Ausrede). ... Schau doch in die Sphäre aus Gesellschaft-Wirtschaft und Politik: du wirst es überall erkennen. = Gerade deswegen sind diese Vorwürfe letztlich im Prinzip "stumpfer Schnaps" (Schnaps = Feuerwasser = das wurde gebraucht, um Indianer blind zu machen ... wozu wohl ...)

Es bleibt es also die Frage: wollen die Anarchoszenen genauso arbeiten wie die Gesamtgesellschaft mit verdeckten Karten und Geheimwissen, natürlich ein paar Parameter alternativer (ich nehm jetzt wieder die Excel-Tabelle) ...?

gruss, deserd
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Alt 17.04.2009, 20:52   #10
wafi
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deserd

was jemand wie mit Sexualität macht ist mir völlig Latte. Wer aber Sexualität monetär auslebt, ist nen kleinstbürgerliches Arsch, vulgo Ausdruck dafür ist halt Porno. Sich von solchen Leuten zu distanzieren halte ich für absolut legitim. Ist doch nen Witz alles in Kohle umsetzen zu wollen, selbst Sex. Sorry, aber da hätte ich eine breite Distanzierung erwartet. Es geht dabei nicht um Sex, es geht auch nicht dabei um Vergewaltigung oder ähnliches, es geht alleine um die Tatsache mit Sexualität, dem wohl durchaus natürlichstem überhaupt (sonst wären wir wohl nicht hier) Kohle zu machen. Hat überhaupt nix mit Verklemmtheit zu tun.

Zu deinem anderen Punkt, den ich davon mal abtrenne ... mit offenen Karten zu spielen ... ist mit Sicherheit eines der größten Probleme gerade auch in der linken Szene. Hat m.E. was mit Selbstvertrauen ... oder eben fehlendem Selbstvertrauen zu tun. Ist halt leider nicht unbedingt gegeben. Es wird sich "uniformiert" sei es im schwarzen Block, mit Dreads oder wie auch immer, nicht das Individuum zählt, sondern das nach außen getragene Bild. Nascha ... so sind sie halt die Sofarevoluzzer
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