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08.01.2012, 09:37
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#1
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Neuling
Registriert seit: 14.09.2008
Beiträge: 10
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Was die geistigen Väter der echten sozialen Marktwirtschaft meinten!
Auch HEUTE noch beschwören die Anhänger des Schröderismus-Merkelismus die geistigen Väter der echten sozialen Marktwirtschaft.
Sie berufen sich auf diese und beschwören gar in Reden, besonders häufig in Krisenzeiten, die Begrifflichkeit der "sozialen Marktwirtschaft".
Geht es wirklich noch um die Feststellungen, Erkenntnisse und Rezepte der geistigen Väter der sozialen Marktwirtschaft, oder mehr darum als Politimarketing das in den Köpfen der Bürger positiv veranke Nachkriegswirtschaftswunder zu mißbrauchen, wie es auch die dubiose Lobbyorganisation INSM betreibt?
Als Anregung einmal eine Originalaussage von einem der geistigen Väter der echten sozialen Marktwirtschaft:
"In der Überzeugung von der Unhaltbarkeit des Kapitalismus und von der Notwendigkeit seiner Überwindung sind wir mit den Marxisten und Sozialisten vollkommen einig, und wir halten mit ihnen den Nachweis, dass der auf die Spitze getriebene Kapitalismus zwangsläufig in Kollektivismus ausmünden müsse, für durchaus gelungen und für eine geniale Leistung ihres Meisters. Das anzuerkennen scheint mir eine Forderung intellektueller Redlichkeit. Wogegen wir uns wenden, das sind die Irrtümer, die Marx vom historischen Liberalismus übernommen hat. Und wenn wir, gemeinsam mit den Sozialisten, den Kapitalismus ablehnen, so erst recht und umso mehr den Kollektivismus als einen auf die äußerste Spitze getriebenen Kapitalismus. Und unser allerschwerster Vorwurf gegen den Kapitalismus ist gerade der, dass er – wie die Kollektivisten selber lehren – früher oder später unvermeidlich zum Kollektivismus führt."
Aus: A. Rüstows (1945/50), Das Versagen des Wirtschaftsliberalismus, S. 78.
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09.01.2012, 12:00
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#2
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Erfahrener Benutzer
Stammuser
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Ort: Harzvorland, Sachsen-Anhalt
Beiträge: 1.846
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Das Theoriegebäude der sozialen Marktwirtschaft ist mir weitestgehend unbekannt. In Deutschland gehöre ich damit sicher zu einer absoluten Mehrheit.
Auch kann ich die gesellschaftliche Praxis der BR Deutschland bis 1989/90 nicht wirklich bewerten.
Heute (und das zeigt Dein Zitat) erscheint die ursprünglichen Idee einer sozialen Marktwirtschaft als der "dritte Weg", als eine Art Alternative zum real existierenden Globalkapitalismus und zum Staatsozialismus.
Zudem vermittelt sich mir im historischen Kontext der Eindruck, die "soziale Marktwirtschaft" ist seinerzeit vordergründig zum ideologischen Gegenstück gegen die DDR hochstilisiert worden, mit deren Untergang war die sie theoretisch und praktisch obsolet geworden.
Heute ist für mich "Soziale Marktwirtschaft" nur noch eine in der Praxis inhaltsleere Worthülse beim verkrampften Streben, die realen volkswirtschaftlichen und sozialen Gegebenheiten schön zu reden.
Geändert von Timirjasevez (09.01.2012 um 14:03 Uhr).
Grund: Fehlerkorrektur
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09.01.2012, 15:28
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#3
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weltmensch
Stammuser
Registriert seit: 25.10.2009
Beiträge: 4.664
Stimmung:
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Zitat:
Zitat von WolfgangSeidel
Auch HEUTE noch beschwören die Anhänger des Schröderismus-Merkelismus die geistigen Väter der echten sozialen Marktwirtschaft.
Sie berufen sich auf diese und beschwören gar in Reden, besonders häufig in Krisenzeiten, die Begrifflichkeit der "sozialen Marktwirtschaft".
Geht es wirklich noch um die Feststellungen, Erkenntnisse und Rezepte der geistigen Väter der sozialen Marktwirtschaft, oder mehr darum als Politimarketing das in den Köpfen der Bürger positiv veranke Nachkriegswirtschaftswunder zu mißbrauchen, wie es auch die dubiose Lobbyorganisation INSM betreibt?
Als Anregung einmal eine Originalaussage von einem der geistigen Väter der echten sozialen Marktwirtschaft:
"In der Überzeugung von der Unhaltbarkeit des Kapitalismus und von der Notwendigkeit seiner Überwindung sind wir mit den Marxisten und Sozialisten vollkommen einig, und wir halten mit ihnen den Nachweis, dass der auf die Spitze getriebene Kapitalismus zwangsläufig in Kollektivismus ausmünden müsse, für durchaus gelungen und für eine geniale Leistung ihres Meisters. Das anzuerkennen scheint mir eine Forderung intellektueller Redlichkeit. Wogegen wir uns wenden, das sind die Irrtümer, die Marx vom historischen Liberalismus übernommen hat. Und wenn wir, gemeinsam mit den Sozialisten, den Kapitalismus ablehnen, so erst recht und umso mehr den Kollektivismus als einen auf die äußerste Spitze getriebenen Kapitalismus. Und unser allerschwerster Vorwurf gegen den Kapitalismus ist gerade der, dass er – wie die Kollektivisten selber lehren – früher oder später unvermeidlich zum Kollektivismus führt."
Aus: A. Rüstows (1945/50), Das Versagen des Wirtschaftsliberalismus, S. 78.
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Der Grundgedanke ist falsch. Warum ist er falsch? Na, wir sind KEIN SOUVERÄNER STAAT!!! Und wenn wir das NICHT SIND, gibt es VORGABEN von jemand anderem, der das SAGEN hat. Und ALLES, was UNS betrifft, ob Finanzen oder Wirtschaft, ob Gesetze oder sonstige Bestimmungen, ja selbst wenn der Kanzler gewählt wurde, muss der zum Rapport .... erscheinen. Wohin, darfst du dir selbst ausmalen.
Und deshalb ist DEIN GRUNDGEDANKE ... falsch, weswegen auch falsche Schlüsse von dir gezogen werden.
Denke ich jetzt erst mal. Darauf gehe ich aber nicht näher ein.
Niemand unserer jetzigen Politiker fällt eine Entscheidung, bevor die nicht - von anderem Ort - abgesegnet wurden. Das zu deiner Erkenntnis.
Schäubles Worte: Wir waren nach den 2.WK zu keiner Zeit Souverän. Nu kommst du. richard
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Sorgt euch nicht, LEBT.
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09.01.2012, 17:58
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#4
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Neuling
Registriert seit: 14.09.2008
Beiträge: 10
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Zitat:
Zitat von Timirjasevez
Das Theoriegebäude der sozialen Marktwirtschaft ist mir weitestgehend unbekannt. In Deutschland gehöre ich damit sicher zu einer absoluten Mehrheit.
Auch kann ich die gesellschaftliche Praxis der BR Deutschland bis 1989/90 nicht wirklich bewerten.
Heute (und das zeigt Dein Zitat) erscheint die ursprünglichen Idee einer sozialen Marktwirtschaft als der "dritte Weg", als eine Art Alternative zum real existierenden Globalkapitalismus und zum Staatsozialismus.
Zudem vermittelt sich mir im historischen Kontext der Eindruck, die "soziale Marktwirtschaft" ist seinerzeit vordergründig zum ideologischen Gegenstück gegen die DDR hochstilisiert worden, mit deren Untergang war die sie theoretisch und praktisch obsolet geworden.
Heute ist für mich "Soziale Marktwirtschaft" nur noch eine in der Praxis inhaltsleere Worthülse beim verkrampften Streben, die realen volkswirtschaftlichen und sozialen Gegebenheiten schön zu reden.
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Die Ordoliberalen der Freiburger Schule, zu denen sich ein Ludwig Erhard zurechnen ließ, bauten nahe am Sozialismus (das würde vielen Politikern, die aktuell die Begrifflichkeit "soziale Marktwirtschaft" vergewaltigen nicht gefallen). Abgelehnt wurde nicht Sozialismus an sich sondern nur eine zentralistische Planwirtschaft mit 5-Jahresplänen und ein Staatssozialismus.
Die soziale Marktwirtschaft wurde als Antwort auf die historische Erkenntnis von einem kapitalistischen Totalversagen hin entworfen.
Zusammenballungen wirtschaftlicher Macht sind zu verhindern, gefordert wurde ein starker Staat, der über der Wirtschaft steht. Nicht der Sozialstaat stand im Fordergrund (Stillegungsprämien etc.), sondern eine Partizipation am wachsenden Kuchen in der Breite. Zu starke Unterschiede zwischen arm und reich sollten verhindert und bekämpft werden, gegebenfalls sollte über die Sekundärverteilung korrigiert werden, die Wirtschaft sollte der Gesellschaft dienen und nicht Selbstzweck sein und nicht die Gesellschaft sollte der Wirtschaft dienen.
Es würde sich lohnen wenn die Menschen in der Breite sich einmal mit dem Original beschäftigen würden. Da würden viele staunen!
"Es sind also nicht die sogenannten Missbräuche wirtschaftlicher Macht zu bekämpfen, sondern wirtschaftliche Macht selbst."
-Walter Eucken
Man denke da HEUTE an systemrelevante Banken etc.! 
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09.01.2012, 17:59
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#5
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Neuling
Registriert seit: 14.09.2008
Beiträge: 10
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Zitat:
Zitat von agano
Der Grundgedanke ist falsch. Warum ist er falsch? Na, wir sind KEIN SOUVERÄNER STAAT!!!
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Wenn es nach den USA gegangen wäre, dann hätten wir nach dem Krieg eine zentralistische Planwirtschaft gehabt.
Ich denke, das trägt zum Thema nicht so viel bei.
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09.01.2012, 18:06
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#6
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weltmensch
Stammuser
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Zitat:
Zitat von WolfgangSeidel
Wenn es nach den USA gegangen wäre, dann hätten wir nach dem Krieg eine zentralistische Planwirtschaft gehabt.
Ich denke, das trägt zum Thema nicht so viel bei.
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Eine ganze Menge sogar, wenn es um Entscheidungen geht, die von keinem der deutschen Politiker ohne Genehmigung ... anderer Kreise gefällt werden kann. Du scheinst dir über diese Situation nicht im Klaren zu sein?! Sie ist eindeutig und reduziert die Entscheidungskraft unserer Politiker auf ein NICHTS!!! Es sieht zwar so aus, als würden die deutschen Politiker selbstständig Entscheidungen treffen, das aber geht nicht ohne Genehmigung gewisser Kreise. Wir sind NICHT SOUVERÄN. Verstehst du? Fein. richard
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09.01.2012, 19:56
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#7
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Zitat:
Zitat von WolfgangSeidel
Wenn es nach den USA gegangen wäre, dann hätten wir nach dem Krieg eine zentralistische Planwirtschaft gehabt.
Ich denke, das trägt zum Thema nicht so viel bei.
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Zumal sich ja wesentliche Ideenkonstrukte der sozialen Marktwirtschaft offenbar zu einer Zeit herauskristallisierten, als Nachkriegsdeutschland von einer staatlichen Souveränität gar zweier Staaten noch klar entfernt war.
Schäbles hier immer wieder strapazierter Souveränitätsbegriff ist wohl auch nicht staatspolitisch oder völkerrechtsrelevant zu interpretieren, sondern im Sinne volks- und finanzwirtschaftlicher Autarkie Deutschlands zu sehen.
Nun könnte man suchen und würde sicher fündig, aber hast Du nicht Leseempfehlungen für jemanden, der in das Thema "Soziale Marktwirtschaft" einsteigen will?
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09.01.2012, 22:25
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#8
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Neuling
Registriert seit: 14.09.2008
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Zitat:
Zitat von Timirjasevez
Zumal sich ja wesentliche Ideenkonstrukte der sozialen Marktwirtschaft offenbar zu einer Zeit herauskristallisierten, als Nachkriegsdeutschland von einer staatlichen Souveränität gar zweier Staaten noch klar entfernt war.
Schäbles hier immer wieder strapazierter Souveränitätsbegriff ist wohl auch nicht staatspolitisch oder völkerrechtsrelevant zu interpretieren, sondern im Sinne volks- und finanzwirtschaftlicher Autarkie Deutschlands zu sehen.
Nun könnte man suchen und würde sicher fündig, aber hast Du nicht Leseempfehlungen für jemanden, der in das Thema "Soziale Marktwirtschaft" einsteigen will?
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Ja, zum Beispiel das Eucken-Archiv
http://www.eucken.org/home/index.html
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10.01.2012, 10:54
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#9
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Erfahrener Benutzer
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Beiträge: 1.846
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Zitat:
Zitat von WolfgangSeidel
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Besten Dank. Ich habe mal geschaut. Gibt es aber aus Deiner Sicht so eine Art "Standardwerk"?
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12.01.2012, 17:35
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#10
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Beiträge: 72
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Zitat:
Zitat von agano
Eine ganze Menge sogar, wenn es um Entscheidungen geht, die von keinem der deutschen Politiker ohne Genehmigung ... anderer Kreise gefällt werden kann. Du scheinst dir über diese Situation nicht im Klaren zu sein?! Sie ist eindeutig und reduziert die Entscheidungskraft unserer Politiker auf ein NICHTS!!! Es sieht zwar so aus, als würden die deutschen Politiker selbstständig Entscheidungen treffen, das aber geht nicht ohne Genehmigung gewisser Kreise. Wir sind NICHT SOUVERÄN. Verstehst du? Fein. richard
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Die unfreiwillige Abhängigkeit deutscher Politiker von Washington gilt sicherlich für die Nachkriegszeit . Von Bush Junior oder Obama sind Sie keineswegs mehr (total) abhängig ( siehe Schröder und der Irak-Krieg ) .
Aber freiwillig kriechen Sie Global-Playern in Arsch . Argument : Es könnte ja Arbeitsplätze kosten .
Dies ist genau so falsch wie das Argument : Mindestlohn im Dienstleistungssektor kostet Arbeitsplätze (siehe frühere Beiträge ) .Aber vielleicht blüht uns hier eine ähnliche Kanzler-Wende wie bei der Energie-REVOLUTION :
Es macht keinen Sinn einer teuren Geliebten Geschenke hinterher zu schmeißen , nur weil Sie droht , uns zu verlassen .
Es ist in doppelter Hinsicht wesentlich wirksamer , sich selbst attraktiver zu machen , um andere anzuziehen .
Hierzu muß man unter anderem abschreckende undurchsichtige Spielregeln , sprich Steuergesetze , die nur von ausgebufften Insidern legitim umschifft werden , wesentlich vereinfachen .
Bekanntlich belebt Konkurrenz das Geschäft .
Abbau von Dauersubventionen würde ebenso einen international attraktiven Steuersatz ermöglichen und gleichzeitig unseren Finanzhaushalt sanieren und unsere Standortvorteile Infrastruktur und Ausbildung vor dem drohenden Verfall bewahren .
Das gleiche gilt für die Finanz-Transaktions-Steuer , die zur Abdeckung der Bankrisiken dienen könnte .
Kurz gesagt , statt den Global-Playern in den Arsch zu kriechen sollten Sie sich auf das Primat der Politik besinnen , Rahmengesetze zu schaffen .
Rahmengesetze heißt nicht mehr Gesetze , sondern Festlegung eines volks- und weltwirtschaftlichen Rahmens innerhalb dessen Betriebswirtschaften sich frei entfalten können . Dirigistische Eingriffe in die einzelnen Betriebe von Seiten des Staates sind dagegen Gift , genauso wie einseitige Profitmaximierungen der Unternehmen . Infrastruktur gehört allerdings in die öffentliche Hand .
Der Egoismus ist ein starker Motor . Man sollte nicht versuchen ihn auszuschalten ,
sondern ihn durch übergeordnete Rahmengesetze zu kanalisieren .
Wann begreifen unsere Politiker die Volks- Weltwirtschaft endlich als eine Art geschlossenen Kreisprozeß des gegenseitigen Geben und Nehmens . Sie blüht nur nach dem Prinzip leben und leben lassen . (Theorien mögen da vielleicht hilfreich sein aber neue Situationen meistern sich wahrscheinlich leichter durch konstruktives Nachdenken. Aber das scheint den führenden neoliberalen Köpfen aller Parteien abhanden gekommen zusein . )
Denk ich an Deutschland in der Nacht . . . .
Bürger einer demokratisch gewählten LOBBYKRATIE
GLÜ2010
Geändert von GLÜ2010 (13.01.2012 um 18:44 Uhr).
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