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Alt 08.07.2010, 07:06   #1
otix_
Lind Gren
 
Registriert seit: 07.08.2008
Beiträge: 1.964
Stimmung:
  
Standard "Versicherungen" - komplett abschaffen!

Versicherungen (der Begriff an sich ist schon irreführend!) haben ihre Berechtigung - wenn sie als solche tatsächlich zu bezeichnen sind. Versicherungen müssen es sich aber leisten können Menschen abzusichern und das funktioniert nur in Wohlstandszeiten und Orten.

Deutschland ist nun aber immer weiter davon entfernt ein Wohlstandsland zu sein. In diesem Sinne reduzieren Versicherungen ihre Leistungen und erhöhen gleichzeitig die Beiträge. Zurück bleibt nur noch ein Skelett, dass den Menschen Sicherheit verspricht die nicht mehr gegeben ist und sie in dem Glauben lässt, Versicherungen heute wären in etwa vergleichbar mit denen, von vor 20 Jahren. Ein Anachronismus, wie sich immer mehr herausstellt, der gezielt aufrecht erhalten wird, um die steigenden Kosten und Beiträge möglichst klaglos von den Bürgern einnehmen zu können.

Dabei sind die Versicherungen verstärkt nur noch als Selbstzweck und als ABM-Stellen zu bezeichnen. Ebenso gut könnte eine "freie Hand des Marktes" die Versorgung des Menschen übernehmen - wenn sie es nicht sowieso schon täte. Denn spätestens wenn Versicherungen heute ihre Leistungen komplett einstellen, weil die Beiträge vornehmlich in dunklen Kanälen verschwunden sind, wird wieder lapidar mit den "Gesetzen des Marktes" argumentiert. Sie sind dann einfach insolvent weil es angeblich zu viele gab, sie sich nicht am Markt behaupten konnte, oder sie schlicht schlecht geführt wurden. Die Beiträge sind verpufft und stellen sich als Zahlungen in eine leere Hülle heraus.

So könnte man das Unabwendbare viel schneller haben, in dem man die "Versicherungen" abschafft, bzw die Zahlungen komplett einstellt und sich jeder einzelne überlegt wie und mit was er seine Zukunft mindestens genauso gut absichern kann.

Die eigene Versicherungen könnte z.B eine größere Familie sein, ein Stück Land, Bewegung und gesunde Lebensweise usw. usf. Bei diesen Maßnahmen würde auch das viel besprochen Anspruchsdenken auf ein Minimum reduziert (aber die die darüber am lautesten schreien , leben am Besten, gerade davon ), ebenso lässt sich Dekadenz nicht mehr weiter vorwerfen und die Versicherung würde nicht auf den unsicheren weil kapitalabhängigen Füßen stehen und somit eher die Bezeichnung Versicherung verdienen, als die Selbstbedienungsmentalität und der Selbstzweck der heute dort anzutreffen ist.

Warum dieser Schritt nicht getan wird? Weil die Branche fürstlich davon lebt, Produkte anzubieten, welche rein auf Versprechen (Versicherungen) basieren, inklusive der politischen Entscheidungsträger. Ein Lügengebäude welches die Beitragszahler blendet.
Aber auch die Angestellten sind Nutznießer - durch eine gewisse Arbeitsplatzgarantie gekauft und dadurch natürlich Pro-Versicherung eingestellt.

Zusätzlich herrscht bei vielen noch der Glaube in den Köpfen, dass man ohne "Versicherung" doch nicht durchs Leben kommen könnte. Ein Trugschluss natürlich, denn wenn diese Art der Versicherung wegfällt, bilden sich automatisch neue Strukturen, die den Menschen das geben was ihnen ähnliche Sicherheit gibt wie dieses System jetzt.

Deswegen fordere ich die komplette Auflösung kapitalgedeckter Versicherungen und die Einstellungen jeglicher Zahlungen an diese Lügengebäude. Und das sind nun mal besonders die Arbeitslosenversicherung sowie die gesetzliche als auch privaten Krankenversicherungen!
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Alt 08.07.2010, 11:44   #2
Elfer
beurlaubt
 
Registriert seit: 03.01.2010
Beiträge: 967
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Standard

Ich bleibe dann mal freiwillig in der Versicherung, die ich für notwendig erachte.

Ich sehe nämlich nicht genug Fläche für 30-40 Mio. Haushalte, die sich auf dem Land selbst versorgen.
Ich sehe auch keine Bereitschaft zu einem nahezu autonomen, aber auch härteren Leben auf dem "Land".

Die Dinge entwickeln sich auf beiden Seiten bedenklich. Die wachsende Gier der Versicherungen und der Konzerne geht mit der wachsenden Gier der Menschen einher.
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Alt 16.07.2010, 06:24   #3
otix_
Lind Gren
 
Registriert seit: 07.08.2008
Beiträge: 1.964
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Zitat:
Zitat von Elfer Beitrag anzeigen
Die Dinge entwickeln sich auf beiden Seiten bedenklich. Die wachsende Gier der Versicherungen und der Konzerne geht mit der wachsenden Gier der Menschen einher.
Eine gewisse Zeit des Mangels um existenzielle Güter im Leben rückt vieles gerade und macht frei . Das sollte ein Pflichtjahr werden. Das ist besser als Wehrpflicht!
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Alt 16.07.2010, 09:12   #4
Spökes
Schäng
 
Benutzerbild von Spökes
 
Registriert seit: 12.08.2008
Beiträge: 1.731
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Zitat:
Zitat von otix_ Beitrag anzeigen
Eine gewisse Zeit des Mangels um existenzielle Güter im Leben rückt vieles gerade und macht frei . Das sollte ein Pflichtjahr werden. Das ist besser als Wehrpflicht!
Den Mangel an existenziellen Gütern möchte ich niemandem zumuten. Anders ist es bei Güter, die darüber hinaus gehen. Die braucht man nicht unbedingt, um frei im Sinne von frei und damit "reich" zu werden. Über einen Mangel an existenziellen Gütern landen wir nachher bei Gaia. Das kostet mir zuviele Menschenleben, die nicht richtig nützlich geopfert werden müssten/sollen.
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Alt 16.07.2010, 09:34   #5
otix_
Lind Gren
 
Registriert seit: 07.08.2008
Beiträge: 1.964
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Zitat:
Zitat von Spökes Beitrag anzeigen
Den Mangel an existenziellen Gütern möchte ich niemandem zumuten. Anders ist es bei Güter, die darüber hinaus gehen. Die braucht man nicht unbedingt, um frei im Sinne von frei und damit "reich" zu werden. Über einen Mangel an existenziellen Gütern landen wir nachher bei Gaia. Das kostet mir zuviele Menschenleben, die nicht richtig nützlich geopfert werden müssten/sollen.
Stimmt schön ist das nicht, aber nützlich. Ich kenne Leute, die nie um irgendetwas kämpfen mussten und die unterscheiden sich doch erheblich in ihrer Einstellung und haben Probleme, wenn sie mit weniger auskommen müssten. Da kann ich nur drüber lachen . Das sind diejenigen, die am lautesten schreien. Da herrscht wirklich so etwas wie Dekadenz.
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Alt 16.07.2010, 12:59   #6
Spökes
Schäng
 
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Registriert seit: 12.08.2008
Beiträge: 1.731
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Zitat:
Zitat von otix_ Beitrag anzeigen
Stimmt schön ist das nicht, aber nützlich. Ich kenne Leute, die nie um irgendetwas kämpfen mussten und die unterscheiden sich doch erheblich in ihrer Einstellung und haben Probleme, wenn sie mit weniger auskommen müssten. Da kann ich nur drüber lachen . Das sind diejenigen, die am lautesten schreien. Da herrscht wirklich so etwas wie Dekadenz.
Ach, Du meinst die Verwöhnten. Die gehen doch schon zugrunde, wenn nur das über das Existentielle hinausgehende nicht mehr verfügbar ist. Wenn es dann hart auf hart kommt versuchen die am ehesten, den Mad Max zu machen und werden von den ehrbaren Bürgern wie Hunde totgeschlagen. Weiter verstand ich das so, dass wenn es existentiel wird, dies ja für alle gilt. Noch ist ja ein grobmaschiges sozial Netz vorhanden. Mit nichts muss ja eigentlich niemand auskommen.
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Alt 19.06.2011, 18:43   #7
lydi
Neuling
 
Registriert seit: 19.06.2011
Beiträge: 2
  
Standard

An sich bin ich schon der Meinung,dass Versicherung ihren Sinn haben. Nervig ist mittlerweile die Vielfalt an Versicherungen. Man versucht schon einem jede unnötige Versicherung anzudrehen. Mir hat vor einiger Zeit eine Versicherungsgesellschaft eine sogenannte D&O Versicherung schmackhaft zu machen. Total die unnötige Versicherung, von der man Finger lassen sollte, auch wenn die Seite diese positiv darstellt.
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Alt 02.11.2011, 14:29   #8
Lobenswert
0-Poster
 
Registriert seit: 28.09.2011
Beiträge: 3
  
Standard

Die Sozialversicherung für selbstständige Geringverdiener in Österreich produziert eher die Sozialfälle, als davor zu schützen.

Die Bezeichnung "Versicherung" ist daher etwas irreführend, finde ich jedenfalls.
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Alt 24.11.2011, 13:53   #9
sabrinachr
Neuling
 
Registriert seit: 30.09.2011
Beiträge: 3
  
Standard

Die normalen Versicherungen haben schon ihren Sinn. Ich finde eher, dass man diese ganzen privaten Zusatzversicherungen wie zum Beispiel eine private Berufsunfähigkeitsversicherung strenger kontrollieren müsste, vor allem die Werbung für diese. Heutzutage versucht man doch selbst Studenten oder Arbeitslosen so eine Versicherung schmackhaft zu machen, obwohl man genau weiß, dass sie sich diese kaum leisten können.
sabrinachr ist offline   Mit Zitat antworten


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Alt 24.11.2011, 21:54   #10
bunny
Neuling
 
Registriert seit: 14.10.2011
Beiträge: 3
  
Standard

Zitat:
Die Sozialversicherung für selbstständige Geringverdiener in Österreich produziert eher die Sozialfälle, als davor zu schützen.

Die Bezeichnung "Versicherung" ist daher etwas irreführend, finde ich jedenfalls.
Das ist es auch...Das ist auf jeden Fall ein großes Problem in Österreich.
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Stichworte
abschaffen, arbeitslosenversicherung, komplett, krankenversicherung, versicherungen

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