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Alt 14.07.2011, 11:17   #11
Beverly
Schriftstellerin
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Registriert seit: 04.01.2009
Ort: Berlin
Beiträge: 1.006
  
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Zitat:
Zitat von Hellmann Beitrag anzeigen
Mich wundert ja immer wieder, wie schamlos diese intellektuellen Prostituierten heute in den Massenmedien auftreten
Wie kann man die Verlängerung der Arbeitszeit fordern, wenn zugleich Millionen Menschen entweder arbeitslos sind, von ihrer Arbeit nicht leben können oder auf mit öffentlichen Mitteln finanzierten Stellen im "2. Arbeitsmarkt" arbeiten?
Durch Verlängerung der Arbeitszeit erbringen weniger Erwerbstätige die gleiche Leistung und somit werden noch mehr Menschen arbeitslos bzw. rutschen aus dem ersten Arbeitsmarkt in "prekäre" Beschäftigungsverhältnisse ab. Das scheint Sinn der Übung zu sein
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Alt 14.07.2011, 11:22   #12
agano
weltmensch
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Registriert seit: 25.10.2009
Beiträge: 4.664
Stimmung:
  
Daumen hoch

Zitat:
Zitat von Beverly Beitrag anzeigen
Wie kann man die Verlängerung der Arbeitszeit fordern, wenn zugleich Millionen Menschen entweder arbeitslos sind, von ihrer Arbeit nicht leben können oder auf mit öffentlichen Mitteln finanzierten Stellen im "2. Arbeitsmarkt" arbeiten?
Durch Verlängerung der Arbeitszeit erbringen weniger Erwerbstätige die gleiche Leistung und somit werden noch mehr Menschen arbeitslos bzw. rutschen aus dem ersten Arbeitsmarkt in "prekäre" Beschäftigungsverhältnisse ab. Das scheint Sinn der Übung zu sein
Sehr gute Frage. Ich liebe Menschen, die sich die richtigen Fragen stellen können, denn sie gehen mit, sind aufmerksam und lassen sich weniger von diesem Politschmarotz verarschen. richard
__________________
Sorgt euch nicht, LEBT.




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Alt 07.01.2012, 18:51   #13
WolfgangSeidel
Neuling
 
Registriert seit: 14.09.2008
Beiträge: 10
  
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Zitat:
Zitat von Sebastian Hauk Beitrag anzeigen
Hallo,

der Deutsche muss in den nächsten Jahrzehnten eine Stunde mehr arbeiten um den Wohlstand zu halten. Das liegt vor allem daran, dass es mehr Rentner und weniger erwerbsfähige Menschen gibt.

http://www.focus.de/finanzen/karrier...id_640317.html

Wir könnten natürlich auch mehr Ausländer ins Land lassen.
Es gibt lediglich keine Beschäftigungswunder und dies gibt es nicht einmal quantitativ. Abseits der Darstellungskünste aus der Politik, die per Gesetz frisierte Statistiken zeigen, welche ein vermeintliches Beschäftigungswunder belegen sollen, erkennt man die wirklichen fakten sehr schnell, wenn man mit volkswirtschaftlichen Kennzahlen etwas umgehen kann.

Seit den 90er Jahren gibt es allein was die Zahl der Gesamtarbeitsstunden angeht absolut kein Beschäftigungswunder.
http://www.vdi-nachrichten.com/artik...wunder/51466/1

Was den Artikel im Focus angeht, unsere Wohlstandssteigerung ist primär durch die Produktivitätssteigerung entstanden. Das Geschichtchen was der Focus da bringt ist eben so nicht richtig, besser gesagt, es läßt den entscheidenden volkswirtschaftlichen Faktor des letzten Jahrhunderts einfach weg. Das was der Focus verbreitet riecht schon wieder nach PR-Arbeit von Lobbyisten, die pseudowissenschaftlich getarnt ist. Böse Zungen nennen solche "Wissenschaftler" auch Mietmäuler. Häufig stecken hinter der Finanzierung von gewissen Instituten auch Lobbyisten. Das ist einfach eine Tarnung bei der Meinungsmache.
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Alt 22.01.2012, 10:41   #14
GLÜ2010
Benutzer
aktives Forenmitglied
 
Registriert seit: 30.10.2010
Beiträge: 72
  
Standard

Zitat:
Zitat von Beverly Beitrag anzeigen

Zitat von Sebastian Hauk Lt. Focus
Hallo,

der Deutsche muss in den nächsten Jahrzehnten eine Stunde mehr arbeiten um den Wohlstand zu halten. Das liegt vor allem daran, dass es mehr Rentner und weniger erwerbsfähige Menschen gibt.


Beverly

Wie kann man die Verlängerung der Arbeitszeit fordern, wenn zugleich Millionen Menschen entweder arbeitslos sind, von ihrer Arbeit nicht leben können oder auf mit öffentlichen Mitteln finanzierten Stellen im "2. Arbeitsmarkt" arbeiten?
Durch Verlängerung der Arbeitszeit erbringen weniger Erwerbstätige die gleiche Leistung und somit werden noch mehr Menschen arbeitslos bzw. rutschen aus dem ersten Arbeitsmarkt in "prekäre" Beschäftigungsverhältnisse ab. Das scheint Sinn der Übung zu sein


WolfgangSeidel

Böse Zungen nennen solche "Wissenschaftler" auch Mietmäuler. Häufig stecken hinter der Finanzierung von gewissen Instituten auch Lobbyisten. Das ist einfach eine Tarnung bei der Meinungsmache.
Wir müssen das gleiche Arbeitsvolumen halten , wenn wir die gleiche Abschöpfung garantieren wollen . Verteilen wir das gleiche Arbeitsvolumen auf weniger Schultern , so lassen sich bei entsprechender Arbeitslosenquote die Löhne leichter drücken und somit bei gleichem Absatz , der nun mal auch seine Grenzen hat , die Abschöpfung trotzdem erhöhen .

Das ist die Milchmädchen Rechnung . Den Wohlstand, den wir da vermehren sollen , dürfte kaum der Unsere sein .

Bürger einer demokratisch gewählten LOBBYKRATIE

GLÜ2010
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Alt 22.01.2012, 12:16   #15
munichangelika
Erfahrener Benutzer
Stammuser
 
Benutzerbild von munichangelika
 
Registriert seit: 10.08.2008
Ort: munich
Beiträge: 617
Stimmung:
  
Standard Ja wie wollen wir nun leben...!?

Nummer Eins der Woche

Von Nataly Bleuel und Cornelius Pollmer
Nummer Eins der Reue

... Am Ende ihres Lebens haben Menschen der Schwester Bronnie Ware erzählt, was sie gerne anders gemacht hätten. Über unerfüllbare Wünsche an die Vergangenheit.
Von Cornelius Pollmer

Es ist schwer, diese Welt zu verlassen, und es wird einem auch schwer gemacht. Sterben war nie schön, aber es war mal weniger kompliziert. Manches, das lebensverlängernd genannt wird, verlängert doch nur das Sterben. Und statt nach dem Leben auch noch sein Sterben zu optimieren, kann der Mensch wenigstens im Tod sich selbst genug sein – um über das Glück und die Versäumnisse seines Lebens nachzudenken.

Bronnie Ware hat viele Jahre als Krankenschwester in der Palliativmedizin und -pflege gearbeitet. Sie kümmerte sich um Patienten, die sich entschieden hatten, zuhause zu sterben. Bronnie Ware begleitete sie in den letzten Wochen ihres Lebens, manchmal waren es drei, manchmal zwölf. Sie sagt, Menschen wüchsen enorm, wenn sie sich mit ihrem eigenen Tod beschäftigten. Und sie hat auch Gemeinsamkeiten ausgemacht in dem, was Menschen bereuen, wenn sie auf dem Sterbebett liegen und die letzte große Revue passieren lassen. Fünf unerfüllbare Wünsche an die Vergangenheit hat sie besonders häufig gehört:

1. Ich wünschte, ich hätte den Mut aufgebracht, ein Leben getreu mir selbst zu führen – anstatt eines, das andere von mir erwarteten.

2. Ich wünschte, ich hätte nicht so viel gearbeitet.

3. Ich wünschte, ich hätte den Mut aufgebracht, meine Gefühle zu zeigen.

4. Ich wünschte, ich wäre mit meinen Freunden in Kontakt geblieben.

5. Ich wünschte, ich hätte mich glücklicher sein lassen.

Man könnte jetzt sagen: wie banal das alles ist, esoterische Sommerakademie, Glücksratgeberliteratur.

Man kann aber auch: Bronnie Wares Quintett ernst nehmen, dann erklären sich einem die Häufigkeiten. Man liest die Wünsche, nickt innerlich. Ein Mal, zwei Mal, wenn es schlecht läuft: häufiger. Das könnte in ein paar gute Vorsätze münden, jene aus der Silvesternacht haben sich Mitte Januar ja in aller Regel erledigt. Aber dann verließe einen doch irgendwann wieder der Mut – mehr Arbeit, weniger Gefühle, mehr Erwartungen.

Also: Vielleicht schon mal zu fragen anfangen, wenn man der Wiege noch näher als der Bahre ist.

Ich wünschte, ich…

Zitiere aus: http://sz-magazin.sueddeutsche.de/bl...eins-der-reue/


… und?

Geändert von munichangelika (22.01.2012 um 12:17 Uhr). Grund: was willst DU?
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