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13.11.2010, 10:13
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#1
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Benutzer
aktives Forenmitglied
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Beiträge: 63
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Export-Deckelung ein Wirtschafts-Instrument ? Oder Ankurbelung der Binnenkonjunktur ?
Obama drängt wegen der schlechten US-Außenbilanz China den neuen Exportweltmeister und den Vize Deutschland Ihren Export zu deckeln .
Aus meiner Sicht ist in der Volks- und Weltwirtschaft Deckelung ein ebenso schlechtes Instrument wie Dauer-Subventionen . Beide verzerren den Wettbewerb . Dies schließt allerdings nicht aus , dass dringend eine Rahmen-Gesetzgebung erforderlich ist . Wohin der Neo-Liberale Grundsatz führt , ´´ der Markt regelt sich allein `` , haben wir in der letzten Krise gesehen .
Eine bessere Möglichkeit unseren Außenbilanz-Überschuß auszugleichen wäre endlich unsere Binnenkonjunktur nicht weiter zu vernachlässigen . Das heißt wir sollten auf dem Binnenmarkt endlich diese staatlich dauer-subventionierten Hungerlöhne unterbinden und damit die Kaufkraft stärken .
Dies käme sowohl unserem Binnenmarkt wie dem Import zu gute .
Die Hungerlöhne sind erst durch die Dauer-Subventionierung entstanden . Wenn der Arbeitgeber nicht gegenüber seiner Konkurrenz benachteiligt sein wollte , mußte er ebenfalls seinem Arbeitnehmer sagen , ich kann Dir nur soviel geben , den Rest hol Dir vom Arbeitsamt . Als kurzfristige Maßnahme mag das vielleicht akzeptabel sein, aber als Dauersubvention hat es zu diesen unakzeptablen Hungerlöhnen auf dem Binnenmarkt geführt und zwar durch den Gesetzgeber !
Auf dem Exportsektor haben wir dieses Problem nicht .
Die sozialverträglichste Methode aus dieser Abwärtsspirale aus zu scheren ist ein gesetzlicher Mindestlohn , wie in die meisten Länder in der EU haben !
Durch Mindestlohn geht auf dem Binnenmarkt nicht ein einziger Arbeitsplatz verloren . Die Arbeit von Frisör , Fensterputzer , Anstreicher , Maurer u.sw. kann nicht ins Ausland verlagert werden . Der Preis für diese Arbeit wird auf direktem Weg etwas teuerer(Freie MarktWirtschaft), ansonsten bezahlen wir die Dauersubvention über unsere Steuern TEURER (Staatswirtschaft)(FDP???).
Befristete Anschubsubventionen (für Forschung , neue Produkte usw. )müssen sein . Dauersubventionen verzerren und schädigen den Markt . Vor diesem Schwachsinn sind wir gut ohne Mindest-Löhne zurecht gekommen .
Eine Ankurbelung des Binnenmarktes durch Mindestlöhne auf diesem Sektor würde die soziale Schieflage unserer Löhne wesentlich korrigieren , unsere Wirtschaft weiter ankurbeln , um diese Krise wirklich zu überwinden und zusätzlich den Import aus anderen Ländern fördern .
Eine Deckelung würde das genaue Gegenteil bewirken .
Wann begreifen unsere Politiker die Volks- Weltwirtschaft endlich als eine Art geschlossenen Kreisprozeß des gegenseitigen Geben und Nehmens . Sie blüht nur nach dem Prinzip leben und leben lassen !!!
Bürger einer demokratisch gewählten LOBBYKRATIE
GLÜ2010
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13.11.2010, 14:03
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#2
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Freiwirtschaftler
Stammuser
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Ort: Wuppertal
Beiträge: 768
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@ → GLÜ2010
Zitat:
ZITAT:
Eine bessere Möglichkeit unseren Außenbilanz-Überschuß auszugleichen wäre endlich unsere Binnenkonjunktur nicht weiter zu vernachlässigen . Das heißt wir sollten auf dem Binnenmarkt endlich diese staatlich dauer-subventionierten Hungerlöhne unterbinden und damit die Kaufkraft stärken .
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Das ist gar nicht möglich ohne das Geldsystem noch schneller zu kippen.
Warum?
Wir müssen einfach mal zur Kenntnis nehmen, dass hier gigantische Geldvermögen exponentiell vervielfacht werden und zwar mit dieser Formel: → Kn=K0(1+p/100)^n←.
Um nun dieses zu ermöglichen muß Wachstum her und zwar exponentielles Wachstum.
Binnenmärkte jedoch sind keinesfalls geeignet, exponentielle Zuwächse zu generieren und so ist man gezwungen das fehlende Wachstum zu exportieren.
Binnenmärkte erzeugen im allergünstigsten Fall ein temporäres, lineares Wachstum und stagnieren bei gedecktem Bedarf.
Das Problem ist der Zins, er wird ohne Bezug zur Wirtschaftsleistung willkürlich festgelegt und wenn die Banken keine Schuldner finden, sitzen die auf immer dicker werdenden Passiva, dass heißt, die können die Ansprüche ihrer Anleger nicht mehr bedienen und so kann sich nur noch der Staat verschulden.
Die Banken werden also eher ein Interesse haben, mit den großen AG’s international, gigantische Gewinne zu machen und um das zu realisieren, wird der Binnenmarkt mit bezahlbaren Krediten unterversorgt, in der Folge entsteht eine hohe Arbeitslosigkeit, die ihrerseits ein Lohndiktat und landesweite Dumpinglöhne ermöglicht.
Wie gesagt, würden die Banken nicht so agieren würde das Geldsystem sofort zusammenbrechen.
Mindestlöhne ändern das überhaupt nicht, unser Geld ist die Ursache, mit dem Zinseszins ist die Pestilenz an Bord und so haben wir auch keine Finanzkrise, sondern eine Geldsystemkrise.
__________________
Wer es vorzieht, seinen eigenen Kopf etwas anzustrengen statt fremde Köpfe einzuschlagen, der studiere das Geldwesen.“
Silvio Gesell, Geld oder Krieg (1912)
Die Natürliche Wirtschaftsordnung von Silvio Gesell
http://userpage.fu-berlin.de/~roehri...ll/nwo/nwo.pdf
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13.11.2010, 16:20
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#3
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Kapitalist
Stammuser
Registriert seit: 15.10.2009
Beiträge: 1.043
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Hallo Pommes,
Zitat:
Zitat von Pommes
Das ist gar nicht möglich ohne das Geldsystem noch schneller zu kippen.
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unser Geld ist seit 1948 stabil. Das bedeutet seit 62 Jahren ist das Währungssystem nicht zusammengebrochen, obwohl es Zinsen gibt. Zwar noch kein Menschenleben, aber doch schon eine recht lange Zeit.
Zitat:
Im Jahre 1781 bat der Continental Congress die damalige erste nationale Bank, die „Bank of North America“ in Philadelphia, um Hilfe. Ziel war es, das Finanzsystem zu stärken. Daraufhin wurde im Jahre 1785 der „Dollar“ als neue Währung der USA eingesetzt und bereits im Jahre 1787 wurden die ersten Münzen emittiert. In dem „Coinage Act“ (Prägungsgesetze) aus dem Jahr 1792 wurde das monetäre System festgelegt. Es wurde die Einführung einer dezimalen Währung beschlossen.
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http://de.wikipedia.org/wiki/US-Doll...ischen_Dollars
Und den Dollar gibt es trotz der Zinsen schon etwas länger.
So schnell kippt also ein Geldsystem mit Zinsen nicht.
Zitat:
Durch Mindestlohn geht auf dem Binnenmarkt nicht ein einziger Arbeitsplatz verloren . Die Arbeit von Frisör , Fensterputzer , Anstreicher , Maurer u.sw. kann nicht ins Ausland verlagert werden . Der Preis für diese Arbeit wird auf direktem Weg etwas teuerer(Freie MarktWirtschaft), ansonsten bezahlen wir die Dauersubvention über unsere Steuern TEURER (Staatswirtschaft)(FDP???).
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Das ist richtig. Aber die Preiserhöhung wird dann vor allem wieder den kleinen Mann treffen und der könnte dann sogar noch die Schwarzarbeit bevorzugen.
Gruß
Sebastian
Geändert von Sebastian Hauk (13.11.2010 um 16:31 Uhr).
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13.11.2010, 17:24
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#4
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Benutzer
aktives Forenmitglied
Registriert seit: 30.10.2010
Beiträge: 63
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Zitat:
Zitat von Pommes
@ → GLÜ2010
Das ist gar nicht möglich ohne das Geldsystem noch schneller zu kippen.
Warum?
Wir müssen einfach mal zur Kenntnis nehmen, dass hier gigantische Geldvermögen exponentiell vervielfacht werden und zwar mit dieser Formel: →Kn=K0(1+p/100)^n←.
Um nun dieses zu ermöglichen muß Wachstum her und zwar exponentielles Wachstum.
Binnenmärkte jedoch sind keinesfalls geeignet, exponentielle Zuwächse zu generieren und so ist man gezwungen das fehlende Wachstum zu exportieren.
Binnenmärkte erzeugen im allergünstigsten Fall ein temporäres, lineares Wachstum und stagnieren bei gedecktem Bedarf.
Das Problem ist der Zins, er wird ohne Bezug zur Wirtschaftsleistung willkürlich festgelegt und wenn die Banken keine Schuldner finden, sitzen die auf immer dicker werdenden Passiva, dass heißt, die können die Ansprüche ihrer Anleger nicht mehr bedienen und so kann sich nur noch der Staat verschulden.
Die Banken werden also eher ein Interesse haben, mit den großen AG’s international, gigantische Gewinne zu machen und um das zu realisieren, wird der Binnenmarkt mit bezahlbaren Krediten unterversorgt, in der Folge entsteht eine hohe Arbeitslosigkeit, die ihrerseits ein Lohndiktat und landesweite Dumpinglöhne ermöglicht.
Wie gesagt, würden die Banken nicht so agieren würde das Geldsystem sofort zusammenbrechen.
Mindestlöhne ändern das überhaupt nicht, unser Geld ist die Ursache, mit dem Zinseszins ist die Pestilenz an Bord und so haben wir auch keine Finanzkrise, sondern eine Geldsystemkrise.
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Endlich mal einer der Lösungs-Vorschläge macht und nicht über alles Mögliche und meistens Unmögliche wettert . Ob allerdings die Freiwirtschaftslehre von Silvio Gesell die bessere Lösung ist sollen auf dem Gebiet sachkundigere als ich beurteilen (neue Systeme erzeugen meist nur neue Bonzen.)
Ich gehe allerdings davon aus , dass wir beide mit der LOBBYKRATIE , die jetzt anstelle unserer Volksvertreter das Sagen hat wenig glücklich sind .
Ich denke da allerdings in kleineren Schritten .
Ein solcher Schritt ist beispielsweise in der jetzigen verfahrenen Situation der Mindestlohn .
Andere EU-Länder haben ihn seit langem und Ihr Geldsystem ist DADURCH nicht gekippt.
Gekippt ist es erst durch die maßlose Spekulation von Banken mit dem angestrebten WACHTUMS-EXPONENTEN von möglichst 25% , während die REAL-Wirtschaft nur von 5% und in Boomjahren bestenfalls 10-12% Gewinn aufweist. (Wachstum um jeden Preis wird uns übrigens nur noch schneller in die Umweltkatastrophen schlittern lassen.)
Wenn wir nicht mehr bereit sind , mit unseren Steuergeldern IHRE Spekulationsrisiken zu decken , werden die Herrschaften mit Gewinnen zufrieden sein müssen die sich an der Realwirtschaft orientieren . Sorry .
Sorry für die Spekulanten . Unsere Lebensgrundlage unser Globus verträgt kein exponentielles Wachstum . Daher käme uns das lineare Wachstum auf dem Binnenmarkt hervorgerufen durch Mindestlöhne , bis zur Deckung unseres jeweiligen Bedarfs sehr zu statten .
Vor allem würde eine Ankurbelung des Binnenmarktes durch Mindestlöhne auf diesem Sektor die soziale Schieflage unserer Löhne wesentlich korrigieren , unsere Wirtschaft weiter ankurbeln , um diese Krise wirklich zu überwinden und zusätzlich den Import aus anderen Ländern fördern .
Man sollte Situationen möglichst wenig durch dogmatische Brillen betrachten. Das Kommunistische Dogma ist gescheitert (man wollte den Egoismus abschaffen anstatt diesen Antriebsmotor zu kanalisieren) .
Die Neo-Liberalen mit IHREM Kredo : Der Markt regelt sich von selbst sind gescheitert . Auch wenn Sie es noch nicht wahr haben wollen .
Die Freiwirtschaftslehre von Silvio Gesell zu beurteilen überlass ich gern auf dem Gebiet Sachkundigeren . Wie gesagt ich denke da in kleineren Schritten und möglichst ohne dogmatische Brille .
Die Hoffnung stirbt zuletzt .
Bürger einer demokratisch gewählten LOBBYKRATIE
GLÜ2010
Geändert von GLÜ2010 (13.11.2010 um 17:28 Uhr).
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13.11.2010, 18:28
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#5
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Freiwirtschaftler
Stammuser
Registriert seit: 22.06.2009
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@ → Sebastian Hauk
Zitat:
ZITAT:
unser Geld ist seit 1948 stabil. Das bedeutet seit 62 Jahren ist das Währungssystem nicht zusammengebrochen, obwohl es Zinsen gibt.
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Lieber Sebastian, hier irrst du gewaltig!
Die beiden Weltkriege, ( sie waren übrigens beide von den Eliten der Hochfinanz finanziert) hatten zunächst einmal eine gewaltige Sachkapitalvernichtung zur Folge, die ihrerseits einen ordentlichen Bedarf erzeugt hat, einen Bedarf, der prozentuale, monetäre Zuwächse erlaubte, das allerseits gepriesene Wirtschaftswunder zum Preis von 60 Millionen Menschenleben.
In den 70ger jedoch, war das Feuer aus, Bretton Woods mußte gekippt werden, der Goldstandart war nicht mehr haltbar.
Die Staaten haben sich kontinuierlich verschuldet, haben regelmäßig, nicht mehr stattfindendes Wachstum, über Staatsverschuldung finanziert und heute sind die meisten Nationalstaaten hoffnungslos verschuldet, zahlen Zinsen mit neuen Schulden und sitzen so in einer Verschuldung, die sich aus sich selber heraus nährt.
Eine Abwärtsspirale die nicht aufzuhalten ist.
Zitat:
ZITAT:
So schnell kippt also ein Geldsystem mit Zinsen nicht.
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Falsch!
Wenn man Geldvermögen exponentiell vermehrt und die Wirtschaftsleistung nur linear steigt bastelt man eine Bombe.
Siehe Grafik Wikipedia.
http://de.wikipedia.org/wiki/Exponentielles_Wachstum
__________________
Wer es vorzieht, seinen eigenen Kopf etwas anzustrengen statt fremde Köpfe einzuschlagen, der studiere das Geldwesen.“
Silvio Gesell, Geld oder Krieg (1912)
Die Natürliche Wirtschaftsordnung von Silvio Gesell
http://userpage.fu-berlin.de/~roehri...ll/nwo/nwo.pdf
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13.11.2010, 19:02
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#6
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Freiwirtschaftler
Stammuser
Registriert seit: 22.06.2009
Ort: Wuppertal
Beiträge: 768
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@ → GLÜ2010
Zitat:
ZITAT:
Ich gehe allerdings davon aus , dass wir beide mit der LOBBYKRATIE , die jetzt anstelle unserer Volksvertreter das Sagen hat wenig glücklich sind .
Ich denke da allerdings in kleineren Schritten .
---/-
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Zunächst sei gesagt, dass ein Freigeld wohl kaum neue Bonzen hervorbringt, denn Reichtum ist nur machbar, wenn leistungslose Einkommen möglich sind, genau die aber hat Silvio Gesell ausgeschlossen.
Lobbykratie ist gut ich bezeichne es lieber als Kleptokratie, (Herrschaft der Diebe)!
Ja was haben die Lobbyisten noch für Ansprüche wenn das Geldsystem zusammenbricht?
Ansprüche auf Macht u. Herrschaft generieren sich ausschließlich aus Abhängigkeiten.
In Abhängigkeit gerät jedoch ein Gemeinwesen nur über den nie zu tilgenden Zins.
Den Beweis liefert die Realität, da bezeichnen sich die Banken als systemrelevant und nehmen ganze Völker in Geiselhaft.
Zitat:
ZITAT:
Vor allem würde eine Ankurbelung des Binnenmarktes durch Mindestlöhne auf diesem Sektor die soziale Schieflage unserer Löhne wesentlich korrigieren , unsere Wirtschaft weiter ankurbeln , um diese Krise wirklich zu überwinden und zusätzlich den Import aus anderen Ländern fördern .
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Das ist wohl richtig, hätte aber zur Folge, dass die Gewinne im internationalen Geschäft einbrächen und die Banken zunehmend vor dem Problem stünden ihre Passiva zu bedienen.
Mit Mindestlöhnen wird der Gaul von der falschen Seite gesattelt, denn heute hätte laut Trichet ohne die Rettungspakete nicht eine Bank überlebt, das heißt die hängen alle am Tropf.
Da haben wir doch das Recht zu intervenieren!
Eine Demurrage in Höhe von 6% pro Jahr auf Bargeld u. Sichtguthaben und wir hätten Weihnachten das Wirtschaftswunder 2.0.
Das Kapital käme aus allen Löchern um nicht der Demurrage zum Opfer zu fallen, es würde sofort investiert, augenblicklich ginge das Kapital in die Wirtschaft, es würde binnen Jahresfrist Vollbeschäftigung herrschen, das Lohndiktat wäre passe, Arbeit könnte ganz neu bewertet werden.
Silvio Gesell sagt:
„Reichtum und Armut sind gleichmäßig verkehrte Zustände. Sie gehören nicht in einen geordneten Staat. Sie sind mit dem Bürger- und Völkerfrieden unvereinbar. ... Armut ist eine Kette und Reichtum ist eine Kette. Und der Anblick von Ketten muss jedem Freien ein Gräuel sein. Wo er sie sieht, muss er sie brechen.“
Silvio Gesell, Die Natürliche Wirtschaftsordnung (1920)
__________________
Wer es vorzieht, seinen eigenen Kopf etwas anzustrengen statt fremde Köpfe einzuschlagen, der studiere das Geldwesen.“
Silvio Gesell, Geld oder Krieg (1912)
Die Natürliche Wirtschaftsordnung von Silvio Gesell
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13.11.2010, 19:44
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#7
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Kapitalist
Stammuser
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Hallo Pommes,
Zitat:
Zunächst sei gesagt, dass ein Freigeld wohl kaum neue Bonzen hervorbringt, denn Reichtum ist nur machbar, wenn leistungslose Einkommen möglich sind, genau die aber hat Silvio Gesell ausgeschlossen.
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und dieses hat er dann mit dem Zinsverbot und dem Landbesitzverbot ausgeschlossen. Dann hat der Mann aber in dieser Hinsicht keine große Ahnung von dem Thema gehabt.
Wenn Du an einer Gesellschaft beteiligst bist, die hohe Gewinne erziehlt, kannst Du problemlos Millionen und Abermillionen jedes Jahr, ohne einen Handschlag zu tun, erhalten.
Das ist Realität. Du erhälst einfach einen Teil des Gewinns der Gesellschaft.
Gruß
Sebastian
Geändert von Sebastian Hauk (13.11.2010 um 19:48 Uhr).
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13.11.2010, 20:22
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#8
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Freiwirtschaftler
Stammuser
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@ → Sebastian Hauk
Zitat:
ZITAT:
und dieses hat er dann mit dem Zinsverbot und dem Landbesitzverbot ausgeschlossen. Dann hat der Mann aber in dieser Hinsicht keine große Ahnung von dem Thema gehabt.
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Gesell hat kein Zinsverbot, das wird ihm bestenfalls angedichtet.
Es gibt nur eine Demurrage auf Bargeld u. Sichtguthaben.
Der Zins passt sich damit an die Wirtschaftsleistung an und das geschieht folgendermaßen.
Bargeld u. Sichtguthaben unterliegen einem jährlichen Verlust von 6% ( das ist weniger als die heutige echte Inflationsrate), damit gerät das Kapital unter Angebotsdruck.
Gelder aus langfristigen Anlagen, können von den Banken in Form von Krediten sofort wieder ausgereicht werden und sind so vor der Demurrage sicher.
Wenn nun die Wirtschaft brummt werden die Banken versuchen mit Zinsen das Geld aus dem Markt zu locken um es da zu platzieren wo es am meisten gebraucht wird und so passt sich der Zins exakt an die Wirtschaftsleistung an.
Thema Landbesitz.
Der Boden ist ein Produktionsfaktor und ein Monopol.
Monopolrenten führen aber unweigerlich zu Marktverzerrungen, denn sie verhindern eine Preisbildung auf Basis von Angebot u. Nachfrage.
Der Boden würde bei Einführung eines Freigeldes zudem unweigerlich zur Spekulation genutzt und deshalb muß der Boden verstaatlicht werden.
Es ist darüber hinaus auch nicht nachvollziehbar, dass ein Gott gegebenes Gut, von Menschen verkauft werden kann.
Wir müßten heute jedoch niemanden von „seiner“ Scholle jagen, sprich enteignen, es würde völlig reichen, dem Staat ein Vorkaufsrecht einzuräumen.
__________________
Wer es vorzieht, seinen eigenen Kopf etwas anzustrengen statt fremde Köpfe einzuschlagen, der studiere das Geldwesen.“
Silvio Gesell, Geld oder Krieg (1912)
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http://userpage.fu-berlin.de/~roehri...ll/nwo/nwo.pdf
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13.11.2010, 20:28
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#9
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Kapitalist
Stammuser
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Hallo Pommes,
Zitat:
Der Boden würde bei Einführung eines Freigeldes zudem unweigerlich zur Spekulation genutzt und deshalb muß der Boden verstaatlicht werden.
Es ist darüber hinaus auch nicht nachvollziehbar, dass ein Gott gegebenes Gut, von Menschen verkauft werden kann.
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nicht mit der Verpachtung von Boden wird in Deutschland viel Geld verdient, sondern mit der Vemietung von Wohnungen und Geschäftsräumen.
Zitat:
Beispiel 1:
Der Arbeitnehmer AN vermietet eine ihm gehörende Eigentumswohnung an M. Die Mieteinnahmen einschließlich der Umlage für Nebenkosten gehören zu den Einnahmen aus Vermietung und Verpachtung.
Beispiel 2:
Der Unternehmer UN betreibt eine Spenglerei auf eigenem Grundstück und vermietet eine Werkswohnung, die zu dem Betriebsvermögen der Spenglerei gehört. Die Mieteinnahmen einschließlich der Nebenkosten gehören zu den Einnahmen aus Gewerbebetrieb.
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http://de.wikipedia.org/wiki/Eink%C3...nd_Verpachtung
und mit dem Boden gibt es dann eine Verbindung zu den Nationalsozialisten. Und wegen diesem Thema will hier auch Perestroika nicht mehr posten.
Zitat:
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Der Ökonom, Politikwissenschaftler und Marxist Elmar Altvater meinte, dass in Gesells Geld- und Bodenreform „ein struktureller Antisemitismus angelegt“ sei.[6] Das „freiwirtschaftliche Konzept“ sei „anschlussfähig an rassistische und antisemitische Positionen. Viele der Vertreter dieser und ähnlicher Positionen haben mit den Nazis paktiert und ihre Nähe gesucht.“[7] Diese Kritik wurde von Werner Onken zurückgewiesen. Der Vorwurf Altvaters, dass viele Anhänger Gesells mit den Nationalsozialisten paktiert und ihre Nähe gesucht haben, „lässt sich leider nicht bestreiten: im historischen Kontext erscheint sie jedoch in einem differenzierteren Licht.“[8]
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http://de.wikipedia.org/wiki/Silvio_Gesell
Gruß
Sebastian
Geändert von Sebastian Hauk (13.11.2010 um 21:45 Uhr).
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13.11.2010, 21:49
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#10
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Freiwirtschaftler
Stammuser
Registriert seit: 22.06.2009
Ort: Wuppertal
Beiträge: 768
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@ → Sebastian Hauk
Zitat:
ZITAT:
und mit dem Boden gibt es dann eine Verbindung zu den Nationalsozialisten. Und wegen diesem Thema will hier auch Perestroika nicht mehr posten.
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Perestroika interessiert mich nicht und mit den Nationalsozialisten hatte Gesell auch nichts am Hut, der ist von denen sogar ins Loch gesteckt worden.
Gesell war Anarchist, der war Finanzminister der Räterepublik.
Was den Antisemitismus betrifft, so ist das wohl das letzte Argument der Kapitalisten, aber der kann Gesell auch nicht abgehängt werden.
ZITAT: Wikipedia:
Für Onken sind die erhobenen Vorwürfe des Antisemitismus nicht berechtigt. Onken räumt zwar ein, dass „Silvio Gesells Kapitalismuskritik nur in ihren Anfängen noch nicht frei von antisemitischen Ressentiments“ gewesen sei so habe er beispielsweise bedauerlicherweise „den Geldwucher nochmals mit den Juden assoziiert“. Sein Resumee: „Anhand von Originalquellen lässt sich zeigen, dass Silvio Gesells Kritik am kapitalistischen Geldwesen sich nicht gegen die Juden richtete. Abgesehen von zwei fragwürdigen Äußerungen aus seinen Frühschriften (1891/92) und aus seinem Hauptwerk (1916/20) zieht sich eine respektvolle Einstellung zu Juden durch sein Werk.“
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Altvater ist übrigens Marxist und gehört damit zu der Klientel, die das Kapital eh nicht verstanden haben.
Ein Freigeld würde dazu führen, dass weit mehr Leute in den Genuß von Wohneigentum kämmen, als das heute der Fall ist, denn mit dem null Zins kostet das Objekt nachher nur noch die Hälfte.
Ich sitze lieber auf gepachtetem Grund in einem Haus, als auf eigenem Grund in einer Laube.
ZITAT: Prof. Dr. Irving Fisher
„Freigeld könnte der beste Regulator der Umlaufgeschwindigkeit des Geldes sein, die der verwirrendste Faktor in der Stabilisierung des Preisniveaus ist. Bei richtiger Anwendung könnte es uns tatsächlich binnen weniger Wochen aus der Krise heraushelfen. ... Ich bin ein bescheidener Schüler des Kaufmanns Gesell.“
Stamp Scrip, New York 1933
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__________________
Wer es vorzieht, seinen eigenen Kopf etwas anzustrengen statt fremde Köpfe einzuschlagen, der studiere das Geldwesen.“
Silvio Gesell, Geld oder Krieg (1912)
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