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Alt 22.10.2009, 12:08   #21
Britta
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Zitat:
Zitat von Jocelyne Lopez Beitrag anzeigen
Das wichtigste dabei ist der Zusatz: „Bei Inzest sind es natürlich weniger Personen“.

Wie viele „weniger Personen“ es zu diesem rein theoretischen Ergebnis gibt, wissen wir also nicht und weder die Geschichte noch die Mathematik werden uns es je präzis sagen können.

Dabei muss man auch nicht an die Fälle von direktem Inzest in direkter Linie (Vater/Mutter) denken, die stattgefunden haben jedoch eine äußerst marginale Rolle bei der Wachstum der Weltbevölkerung gespielt haben sollten: direkter Inzest ist seit Menschengedenken in allen Kulturen gesellschaftlich Tabu, auch schon bei Naturvölkern.
Schon bei gemeinsamen Urur-Großvätern liesse sich in vielen Fällen ein 'Inzest' nicht mehr bemerken. Dann noch die unehelichen Kinder, denen ihr Vater nicht bekannt ist etc.

Aber Mathematiker denken ja so logisch und wollen immer alles ausrechnen.

Und bestimmt gibt es für die Erfindung so einer Formel den Nobelpreis. :irre:
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Alt 22.10.2009, 12:53   #22
Jocelyne Lopez
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Zitat:
Zitat von Britta Beitrag anzeigen
Schon bei gemeinsamen Urur-Großvätern liesse sich in vielen Fällen ein 'Inzest' nicht mehr bemerken. Dann noch die unehelichen Kinder, denen ihr Vater nicht bekannt ist etc.

Aber Mathematiker denken ja so logisch und wollen immer alles ausrechnen.
Es gibt kein Mensch, nicht mal Könige, der die Namen seiner 32 Ur-Urgroßeltern kennt, geschweige denn wie sie aussahen, sowie wo und wie sie gelebt haben. Diese Informationen sind für immer für alle Menschen verloren, auch für Könige.

Bei mir zum Beispiel sind mir meine Vorfahren väterlicher Seite schon bei der Generation der Großeltern völlig unbekannt: Mein Vater war Adoptivkind und kannte wohl selbst seine biologischen Eltern nicht: http://www.jocelyne-lopez.de/familie/vater.html

Bei meinen Vorfahren aus der mütterlichen Seite gibt es eine Besonderheit, die man nach meinem Aussehen wohl nicht vermuten würde: Mein Großvater mütterlicher Seite wurde in Madagaskar geboren, zu einer Zeit wo die Insel noch eine französische Kolonie war. Er hat immer erzählt, dass er von seiner Großmutter großgezogen wurde und dass seine Großmutter schwarz-weiß-Mischling war. Bei ihm selbst konnte man diese afrikanische Abstammung schon nicht wirklich merken: Er war sehr hellhäutig und hatte graue Augen, nur das Haar war leicht gekraust und die Nase nur unten an den Nasenflügeln verbreitet, wie ich es auch oft auf Bilder bei Eingeborenen aus Madagaskar gesehen habe. Meine Ur-Urgroßmutter mütterlicher Seite war also eine Afrikanerin - wobei in meiner Familie die Ursprünge sich zufälligerweise nach ein paar Generationen treffen http://www.jocelyne-lopez.de/familie/rettung.html

Viele Grüße
Jocelyne Lopez
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Alt 22.10.2009, 15:16   #23
SandraB
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Zitat:
Zitat von Jocelyne Lopez Beitrag anzeigen
Es gibt kein Mensch, nicht mal Könige, der die Namen seiner 32 Ur-Urgroßeltern kennt, geschweige denn wie sie aussahen, sowie wo und wie sie gelebt haben. Diese Informationen sind für immer für alle Menschen verloren, auch für Könige.
Das sind doch nur 4 Generationen! Um die Namen der Ur- Ur-Großeltern zu kennen,muss man kein König sein. Meine Urgroßeltern sind alle so um 1870 bis 1890 herum geboren, deren Eltern zwischen 1840 bis 1870. Mein Großvater hat in seiner Jugend einen Familienstammbaum erstellen müssen, der 2 Generationen zurückreicht, er hat ihn auf 3 erweitert, ich habe also auch Zugriff auf die Namen und Geburtsdaten meiner Ur-Ur-Ur- Großeltern. Für die andere Familienseite hat mein Vater dasselbe gemacht. Sowohl von meinen Urgroßeltern als auch von meinen Ur-Ur-Großeltern existieren Fotos.

Bis zum 30-jährigen Krieg können viele Menschen in Europa mit etwas Aufwand die Namen ihrer Vorfahren herausfinden. Adelige sowieso, oft noch weiter zurück, weil die Familien eigene Aufzeichnungen haben und nicht auf Kirchenbücher angewiesen sind.
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Alt 22.10.2009, 16:14   #24
Jocelyne Lopez
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Registriert seit: 25.05.2009
Beiträge: 268
  
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Zitat:
Zitat von SandraB Beitrag anzeigen
Das sind doch nur 4 Generationen! Um die Namen der Ur- Ur-Großeltern zu kennen,muss man kein König sein. Meine Urgroßeltern sind alle so um 1870 bis 1890 herum geboren, deren Eltern zwischen 1840 bis 1870. Mein Großvater hat in seiner Jugend einen Familienstammbaum erstellen müssen, der 2 Generationen zurückreicht, er hat ihn auf 3 erweitert, ich habe also auch Zugriff auf die Namen und Geburtsdaten meiner Ur-Ur-Ur- Großeltern. Für die andere Familienseite hat mein Vater dasselbe gemacht. Sowohl von meinen Urgroßeltern als auch von meinen Ur-Ur-Großeltern existieren Fotos.
Existieren Fotos von Deinen 32 Urgroßeltern und von Deinen 64 Ur-Ur-Großeltern?! Und Du kennst alle ihrer Namen und Geburtsorten?! Das ist wohl die Ausnahme und kann nur durch gezielten und sehr aufwendige Recherchen lückenlos zusammengestellt werden.

Die Regel ist jedoch, dass ein Mensch nicht einmal die Identität aller seiner 32 Ur-Urgroßeltern kennt. Und das ist wie gesagt nur 4 Generationen...

Zitat:
Bis zum 30-jährigen Krieg können viele Menschen in Europa mit etwas Aufwand die Namen ihrer Vorfahren herausfinden. Adelige sowieso, oft noch weiter zurück, weil die Familien eigene Aufzeichnungen haben und nicht auf Kirchenbücher angewiesen sind.
Solche Ahnenforschung sind wie gesagt sehr aufwendig und beschränken sich m.W. meistens nur auf die Namenlinie des Vaters, also sehr stark eingeschränkt was die Gesamtzahl der Männer und Frauen anbelangt, die an einer Zeugung beteiligt waren (man zeugt nicht mit dem Namen ), und es gab zur Zeit des 30.jährigen Krieges eine ganze Menge davon für jeden von uns.

Viele Grüße
Jocelyne Lopez

Geändert von Jocelyne Lopez (22.10.2009 um 16:16 Uhr).
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Alt 22.10.2009, 17:28   #25
nocheinPoet
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Zitat:
Zitat von Jocelyne Lopez Beitrag anzeigen
Es gibt kein Mensch, nicht mal Könige, der die Namen seiner 32 Ur-Urgroßeltern kennt, geschweige denn wie sie aussahen, sowie wo und wie sie gelebt haben. Diese Informationen sind für immer für alle Menschen verloren, auch für Könige.

Bei mir zum Beispiel sind mir meine Vorfahren väterlicher Seite schon bei der Generation der Großeltern völlig unbekannt: Mein Vater war Adoptivkind und kannte wohl selbst seine biologischen Eltern nicht: http://www.jocelyne-lopez.de/familie/vater.html

Bei meinen Vorfahren aus der mütterlichen Seite gibt es eine Besonderheit, die man nach meinem Aussehen wohl nicht vermuten würde: Mein Großvater mütterlicher Seite wurde in Madagaskar geboren, zu einer Zeit wo die Insel noch eine französische Kolonie war. Er hat immer erzählt, dass er von seiner Großmutter großgezogen wurde und dass seine Großmutter schwarz-weiß-Mischling war. Bei ihm selbst konnte man diese afrikanische Abstammung schon nicht wirklich merken: Er war sehr hellhäutig und hatte graue Augen, nur das Haar war leicht gekraust und die Nase nur unten an den Nasenflügeln verbreitet, wie ich es auch oft auf Bilder bei Eingeborenen aus Madagaskar gesehen habe. Meine Ur-Urgroßmutter mütterlicher Seite war also eine Afrikanerin - wobei in meiner Familie die Ursprünge sich zufälligerweise nach ein paar Generationen treffen http://www.jocelyne-lopez.de/familie/rettung.html

Viele Grüße
Jocelyne Lopez
Nur zwei Links in Deinen Blog? Du lässt nach, das solltest Du noch mal überarbeiten.
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Alt 22.10.2009, 17:33   #26
nocheinPoet
Gast
 
Beiträge: n/a
  
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Ich möchte hier mal ganz klar und deutlich sagen, ich bin nicht mit Frau Lopez oder Britta verwandt! Jegliche Aussagen in diese Richtung, sei es auch nur implizit, ist eine Beleidigung.

Sagt mal Kinder, geht es noch?

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Alt 22.10.2009, 18:06   #27
SandraB
Neuling
 
Registriert seit: 20.10.2009
Beiträge: 48
  
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Zitat:
Zitat von Jocelyne Lopez Beitrag anzeigen
Existieren Fotos von Deinen 32 Urgroßeltern und von Deinen 64 Ur-Ur-Großeltern?! Und Du kennst alle ihrer Namen und Geburtsorten?! Das ist wohl die Ausnahme und kann nur durch gezielten und sehr aufwendige Recherchen lückenlos zusammengestellt werden.

Die Regel ist jedoch, dass ein Mensch nicht einmal die Identität aller seiner 32 Ur-Urgroßeltern kennt. Und das ist wie gesagt nur 4 Generationen...
2 Eltern, 4 Großeltern, 8 Ur-Großeltern, 16 Ur-Ur-Großeltern, 32 Ur-Ur-Ur-Großeltern.

Bis zu den Ur-Ur-Großeltern zu kommen, ist nicht wirklich sooo kompliziert. Das sind schließlich nur die Großeltern der Großeltern. Wenn jemand das Glück hat, dass die Großeltern noch leben, kommt er an diese Namen im allgemeinen sehr leicht.


Zitat:
Solche Ahnenforschung sind wie gesagt sehr aufwendig und beschränken sich m.W. meistens nur auf die Namenlinie des Vaters, also sehr stark eingeschränkt was die Gesamtzahl der Männer und Frauen anbelangt, die an einer Zeugung beteiligt waren (man zeugt nicht mit dem Namen ), und es gab zur Zeit des 30.jährigen Krieges eine ganze Menge davon für jeden von uns.
Wieso soll sich das auf die Vaterlinie beschränken?? In den Kirchenbüchern stehen die Namen beider Ehepartner inklusive deren beider Elternnamen bwz dem Geburtsnamen der Frau. Es ist völlig gleich, ob ich nach der Familie meines Vaters oder meiner Mutter forsche, auch wenn sich der Name der Ehefrau durch die Ehe im allgemeinen ändert. Das wird schließlich genauso aufgezeichnet.

Wenn man einen Namen und einen Geburtsort hat, vielleicht auch noch ein Datum, ist das ein guter Ausgangspunkt. Inzwischen gibt es auch einige ganz gute Onlinesuchmöglichkeiten.

Der 30-jährige Krieg ist aus einem einfachen Grund eine Grenze bei der Ahnenforschung: damals wurden sehr viele Kirchenunterlagen vernichtet.
SandraB ist offline   Mit Zitat antworten


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Alt 22.10.2009, 18:45   #28
Jocelyne Lopez
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Registriert seit: 25.05.2009
Beiträge: 268
  
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Zitat:
Zitat von SandraB Beitrag anzeigen

Wenn man einen Namen und einen Geburtsort hat, vielleicht auch noch ein Datum, ist das ein guter Ausgangspunkt. Inzwischen gibt es auch einige ganz gute Onlinesuchmöglichkeiten.

Der 30-jährige Krieg ist aus einem einfachen Grund eine Grenze bei der Ahnenforschung: damals wurden sehr viele Kirchenunterlagen vernichtet.
Wie gesagt, das erfordert eine gezielte und aufwendige Forschung, um die Identität der Tausende von Menschen zu erfahren, die zur Zeit des 30. jährigen Krieges die Vorfahren von jedem von uns waren. Die Informationen, die wir aus diesen Tausenden von Namen gewinnen sind auch gleich Null, es sei denn, es taucht darunter einen oder mehreren bekannten Namen, deren Leben einigermaßen historisch dokumentiert ist, wie zum Beispiel Karl der Große - wobei man eben keine aufwendige Forschung betreiben muß, um zu wissen, dass Karl der Große der Vorfahren der Mehrheit von uns ist... Es ist nun mal so, und kann auch nicht anders sein: Wir haben alle gemeinsame Vorfahren. Und das ist auch schön.

Viele Grüße
Jocelyne Lopez

Geändert von Jocelyne Lopez (22.10.2009 um 18:47 Uhr).
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Alt 22.10.2009, 18:52   #29
SandraB
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Beiträge: 48
  
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Zitat:
Zitat von Jocelyne Lopez Beitrag anzeigen
Wie gesagt, das erfordert eine gezielte und aufwendige Forschung, um die Identität der Tausende von Menschen zu erfahren, die zur Zeit des 30. jährigen Krieges die Vorfahren von jedem von uns waren. Die Informationen, die wir aus diesen Tausenden von Namen gewinnen sind auch gleich Null, es sei denn, es taucht darunter einen oder mehreren bekannten Namen, deren Leben einigermaßen historisch dokumentiert ist, wie zum Beispiel Karl der Große - wobei man eben keine aufwendige Forschung betreiben muß, um zu wissen, dass Karl der Große der Vorfahren der Mehrheit von uns ist... Es ist nun mal so, und kann auch nicht anders sein: Wir haben alle gemeinsame Vorfahren. Und das ist auch schön.

Viele Grüße
Jocelyne Lopez
Der 30-Jährige Krieg ist vor 361 Jahren zu Ende gegangen. Nimmt man der Einfachheit halber 30 Jahre für eine Generation, sind das etwa 12 Generationen.
Karl der Große wird darunter aber sicher nicht auftauchen, der hat früher gelebt.

Darum geht es aber gar nicht. Die Behauptung war, das niemand die Namen seiner Ur-Urgroßeltern kennen würde. Das ist einfach falsch.
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Alt 22.10.2009, 19:21   #30
Jocelyne Lopez
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Zitat:
Zitat von SandraB Beitrag anzeigen

Der 30-Jährige Krieg ist vor 361 Jahren zu Ende gegangen. Nimmt man der Einfachheit halber 30 Jahre für eine Generation, sind das etwa 12 Generationen.
Karl der Große wird darunter aber sicher nicht auftauchen, der hat früher gelebt.

Darum geht es aber gar nicht. Die Behauptung war, das niemand die Namen seiner Ur-Urgroßeltern kennen würde. Das ist einfach falsch.
Gut, okay.
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