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Alt 30.12.2010, 11:30   #1
otix_
Lind Gren
 
Registriert seit: 07.08.2008
Beiträge: 1.964
Stimmung:
  
Blogbeitrag Robin Hood (Movie)



Wer kennt sie nicht: Die Geschichte des spätmittelalterlichen Helden Robin Hood, der als Wegelagerer mit seinen Gefährten habgierige Geistliche und Adlige ausraubte. Real belegt ist davon nicht wirklich etwas. Ein Umstand der den zahlreichen Verfilmungen zu Gute kommt, denn so braucht sich kein Regisseur an historische Vorlagen halten. Ridley Scott nahm sich 2009 der Sage an und dichtete sich ganz freimütig, unter Mithilfe verschiedener Autoren (Brian Helgeland, Ethan Reiff und Cyrus Voris), seine eigenen Robin Hood zusammen. Position 24 der Verfilmungen und Serien seit 1912, nimmt der Star-Regisseur damit ein, was aber nur nebenbei bemerkt sei.
Nicht minder erlesen liest sich das schauspielerische Aufgebot: Russell Crowe und Cate Blanchett lassen, wie nicht anders zu erwarten, einen Blockbuster vermuten und tatsächlich: die Wahl des Hauptdarstellers in Kombination mit dem Regisseur versetzt den Zuschauer doch das eine oder andere Mal ins antike Rom, zu Zeiten der Gladitorenkämpfe. Der Film trägt fast schon überdeutlich die Handschrift des bereits 2000 erschienenen Sandalenfilms “Gladiator”.

Das muss nun nichts Schlechtes sein, denn nicht umsonst wurde dieser Streifen damals mit Oscars überhäuft. Und so bleiben die Zutaten auch bei Robin Hood die gleichen: Heldemut, Lovestory und Schlachtengetümmel.
Dass dabei der Streifen etwas zu glatt wirkt dürfte Scotts Routine geschuldet sein, mit denen er solche Projekte angeht. Positiv ist auf jeden Fall schon mal, dass sich das Drehbuch nicht an Vorgaben hält. Ganz freimütig wird die bekannte Story umgeschrieben und verfällt damit glücklicherweise nicht in jene klischeehafte Heldenverklärung die andere Adaptionen bereits anhaftet. Robin Hood hier, ist kein selbstloser Zeitgenosse der den Reichen nimmt um den Armen zu geben, sondern ein durchweg auf eigene Vorteile bedachter königlicher Bogenschütze, der durch verschiedene Wirren und Intrigen die Gunst der Stunde nutzt und sich an die hübsche Lady Marion (Cate Blanchett) heran macht und ganz nebenbei noch zum Adoptivsohn Sir Walter Loxleys (Max von Sydow) wird.
Mit dieser falschen Identität ausgestattet ist er der Einzige, der die verfeindeten Lords wieder einen kann, um sie gemeinsam gegen die anrückenden Franzosen ins Feld zu führen.


Unterhaltsam ist Robin Hood allemal. In den 140 Minuten wird so manch interessanter Plot gesponnen, doch so Manches wirkt auch etwas zu simpel. Zu viel passt einfach zu nahtlos in das Geschehen und wirkt dadurch arg an den Haaren herbeigezogen. Wenn z.B. die Gruppe um Robin Hood ganz zufälliger Weise sowohl zeitlich als auch räumlich in dem Moment im Wald die Wege mit des königlichen Boten Häschern kreuzt, leidet der Realismus deutlich.
Visuell ist Robin Hood auf höchstem Niveau. Das Mittelalter ist treffend dargestellt. Die Belagerung der Burg am Anfang des Films ist stimmig und zeigt die technische Qualität, die auch bis zum Ende hin nicht abflacht. Was abflacht ist die Handlung, die ordentlich beginnt, deren zahlreiche Handlungsstränge sich aber in Seichtheit und Vorausschaubarkeit verlieren. Die Schauspieler agieren wie zu erwarten auf gewohnt hohem Niveau und heben den Film damit doch noch auf ein Podest, das ihm das Prädikat “sehenswert” einbringt.


Wertung: 6.0/10


Robin Hood
Darsteller: Russell Crowe, Cate Blanchett, Max von Sydow, William Hurt, Mark Strong, Kevin Durand, Oscar Isaac u.a.
Regie: Ridley Scott
USA / 2010 – circa 140 Minuten


Preis: EUR 22,99 EURNeu ab: EUR 12,29 Auf Lagergebraucht ab: EUR 11,69 Auf LagerErscheinungstermin:23.09.2010



Weiterführende Links:
  1. Mall Cop (Movie)
  2. Der seltsame Fall des Benjamin Button (Movie)
  3. The Road (Movie)



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Stichworte
hood, movie, robin

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