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07.12.2009, 00:17
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#21
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Erfahrener Benutzer
Stammuser
Registriert seit: 07.08.2008
Beiträge: 1.573
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Zitat:
Zitat von Beverly
Sie setzt Regeln und Normen, die
- nicht den Bedürfnissen und Veranlagungen der Menschen entsprechen
- die für die Beherrschten keinen Sinn ergeben
und die deshalb
- nicht erfüllbar sind
In wievielen Tyranneien und Bürokratien ist man immer Rechtsbrcher oder mit der "Pflichterfüllung" in Verzug, weil es da für 435 Angelegenheiten 9870 Normen gibt?
Konfrontiert uns die Gesellschaft nicht in steigendem Maße mit "Anforderungen" aller Art, denen wir immer weniger gerecht werden können?
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Das ist Absicht. So hält man die Untertanen beschäftigt und immer in Angst, irgendeiner Pflicht nicht nachgekommen zu sein oder gegen eine Vorschrift verstoßen zu haben.
Wen man disziplinieren will, dem weist man seine Verfehlungen nach und straft ihn ab. Die Anderen kuschen, damit ihnen nicht dasselbe passiert.
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07.12.2009, 07:14
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#22
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Schriftstellerin
Stammuser
Registriert seit: 04.01.2009
Ort: Berlin
Beiträge: 995
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Zitat:
Zitat von Hellmann
Das ist Absicht. So hält man die Untertanen beschäftigt und immer in Angst, irgendeiner Pflicht nicht nachgekommen zu sein oder gegen eine Vorschrift verstoßen zu haben.
Wen man disziplinieren will, dem weist man seine Verfehlungen nach und straft ihn ab. Die Anderen kuschen, damit ihnen nicht dasselbe passiert.
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Das geht aber nur so lange gut, bis die Untertanen auf die eine oder andere Art die Verarschung merken. Wenn die Menschen erst einmal begriffen haben, dass sie all die "Angelegenheiten" gar nicht vernünftig regeln können, die Normen unerfüllbar und die Forderungen überzogen sind, ist Feierabend.
An mir selbst erlebe ich, dass ich für Verhaltensweisen Verständnis aufbringe, die ich noch vor kurzer Zeit verurteilt habe. Weil die Leute, die da auf die eine oder andere Art zu Messies werden, entweder dem Druck nicht mehr stand gehalten haben oder sich nicht anders wehren können.
Dann kullern halt die leeren Flaschen durch die S-Bahn-Waggons und der Dreck liegt im Vorgarten eines Mietshauses, wo sich die von den Mietern zu zahlenden Kosten für Hausreinigung binnen eines Jahres verdoppelt haben.
Beim nächsten Termin im Jobcenter setzt man dann halt dem Sachbearbeiter eine Ratte auf dem Schreibtisch, obwohl das früher als ekelhafte Anekdote über einen Asozialen die Runde gemacht hat.
Die Lügen der Religionen machen einen dann halt zum Kirchenhasser, Minarett-Verbieter (wie in der Schweiz) und Antisemiten in Personalunion, wobei nur noch die Frage offen ist, ob schon Moses, Jesus und Mohammed solche großen Arschlöcher waren wie ihre modernen Epigonen. Den Lügen der "Aufklärer" glaubt man aber auch nicht mehr, schon allein weil die Moderne randvoll mit religiösem Mummenschanz ist, der mir heute noch abartiger und totalitärer als vor 1000 Jahren scheint.
Das Geseiere der Deutschnationalliberalkonservativen über das stets vor dem selbst verschuldeten Untergang zu rettende Deutschland macht einen dann halt zur Antideutschen und das ekelhafte Gebaren der Berufsmigranten, die meinen, Deutschland "übernehmen" zu müssen, zur rabiaten Anhängerin eines Weltstaates und einer Weltregierung mit Zähnen und Klauen. Dann kriegen halt die Nationalfuntalisten die Zucht und Ordnung, die sie immerzu nur für andere forderten, mal selbst zu spüren. Wer noch 2001 beim Angriff auf das WTC entsetzt und solidarisch mit den USA war, hat nach all den Orgien an Korruption, Bigotterie und Heuchelei in "God's own country" heuer nur noch Fantasien, da Traufhöhe Null flächendeckend einzuführen 
Geändert von Beverly (07.12.2009 um 07:19 Uhr).
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09.12.2009, 06:52
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#23
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beurlaubt
Registriert seit: 08.08.2008
Beiträge: 4.477
Stimmung:
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Ich war noch nie 'Mainstream'. Die Kreise, in denen ich mich so bewege, sorgen alleine schon durch ihr Äusseres und ihr Auftreten dafür, dass sich Mainstream-Menschen fernhalten.
Ich habe diese Gesellschaft gewählt, weil es da ehrlicher zugeht und Heuchelei sehr selten ist. Man sagt was man denkt und ist füreinander da, was in der normalen Welt immer seltener zu finden ist, unter dem, was man Freunde nennt.
Dieses 'jeder ist sich selbst am Nächsten' und ins Gesicht lächeln, während man bereits das Messer im Rücken hat, geht mir schon lange gegen den Strich und wird von Jahr zu Jahr schlimmer. Nur, was tun? Einfach warten, bis über 50% der Menschen gelernt hat, dass sie sich so gegenseitig das Leben zur Hölle machen (lassen)?
Die Politik will ja einen solchen Mainstream, eine Masse die sich einfach lenken läßt und alles mit sich machen läßt und vor Allem Angst hat. Genau so ein Volk ist es geworden und genauso dumm sind die Politiker, die sich gar nicht mehr anstrengen müssen, ihre schlechten Eigenschaften zu verbergen, denn es ist keiner mehr da, der sich traut ihnen unangenehme Wahrheiten zu sagen oder in einer Position dafür wäre und wenn mal wieder einer auftaucht, ist er auch ganz schnell wegkomplimentiert oder sonstwie mundtot gemacht.
Es wäre schon lange an der Zeit, dem Mainstream eine andere Richtung zu geben und vor allen Dingen die Ehrlichkeit zurückzubringen, aber manch einer würde sein Gesicht verlieren und wieder Andere wollen nicht auf lukrative Lügen verzichten, während manch einer auch auf Rache aus ist. Was fehlt ist ein Dialog, wobei es auch wieder starke Interessen gibt, diesen zu verhindern. Irgendwie ein einziges Wirrwar.
Also bleibt nur abzuwarten, bis es wirklich für die Mehrheit unerträglich wird und nebenbei das eigene Leben in einer kleinen Oase zu geniessen.
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09.12.2009, 07:17
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#24
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Schriftstellerin
Stammuser
Registriert seit: 04.01.2009
Ort: Berlin
Beiträge: 995
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Zitat:
Zitat von Britta
Also bleibt nur abzuwarten, bis es wirklich für die Mehrheit unerträglich wird(...)
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In einem anderen Forum schrieb ein User sinngemäß: "Die Deutschen marschieren immer stur so lange in eine Richtung, bis sie da gegen die Wand laufen. Dann rappeln sie sich auf, marschieren in die andere Richtung, bis sie da gegen die Wand laufen."
So war es mit
- Deutschnational im Kaiserreich: 1918 gegen die Wand
- Liberal Ultra I in der Weimarer Republik: 1933 gegen die Wand
- dem Nationalsozialismus: 1945 gegen die Wand
- dem DDR-Sozialismus: 1989 gegen die Wand
Das Tragische daran ist, dass in allen Projekten auch Richtiges enthalten war, aber das Falsche und Böse über kurz oder lang triumphierte. Im Kaiserreich setzten sich die imperialen und großmäuligen Dumpfbacken durch, sowohl in der Weimarer Republik als bei ihren rechten Gegner die Kretins und in der DDR die Traumtänzer um Honecker und das reaktionäre Spießerpack, das nun so tut, als ob sie da die Opfer und Widerstandskämpfer waren.
Über den akuten Liberalismus hat ein anderer User im gleichen Forum geschrieben, er müssen einen tiefen Fall mit einem lauten und dumpfen Aufschlag tun. Ich fürchte nur, dass das zu einem spießig-autoritärem Intermezzo in der Art von Drittem Reich und DDR führt, dessen Protagonisten mit Bigotterie und Repression die Menschen so lange drangsalieren, bis der Boden für die nächste "Demokratiebewegung" bereitet ist. Und der Liberalismus sein Comback feiert
Die "es muss erst schlechter werden, damit es besser wird"-Argumentation führt also zu nichts. Horror- und Untergangsszenarios sind integraler Bestandteil des Systems. "Der Kapitalismus braucht Krisen um weiter zu existieren" - diesen Satz des Professors Altvater sollten sich alle hinter die Ohren und auf den Spiegel schreiben, die meinen, dem System mit einem großen Knall beikommen zu können. Daran sind im 20. Jahrhundert Linke und Rechte gescheitert und haben außer 130 Millionen Tote nichts bewirkt.
Das adäquate Strafszenario für das einschlägige Pack ist eine Welt, wo es den einfachen Menschen sofort und ohne Umweg über neue Katastrophen besser geht. Einigen Früchtchen kann es dann ruhig schlechter gehen.
Zitat:
Zitat von Britta
nebenbei das eigene Leben in einer kleinen Oase zu geniessen.
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Gerade das ist in diesem System ein Ding der Unmöglichkeit. Die Oase für jeden bzw. jede Kultur, wo sie nach ihrer Facon selig werden können, gibt es nur in einer gerechten Gesellschaft.
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09.12.2009, 07:47
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#25
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beurlaubt
Registriert seit: 08.08.2008
Beiträge: 4.477
Stimmung:
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Zitat:
Zitat von Beverly
Gerade das ist in diesem System ein Ding der Unmöglichkeit. Die Oase für jeden bzw. jede Kultur, wo sie nach ihrer Facon selig werden können, gibt es nur in einer gerechten Gesellschaft.
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Eine gerechte Gesellschaft kann die Familie sein, oder der Freundeskreis.
Und ich habe jede Menge Spaß in meiner kleinen Oase. Manchmal auch mit Mainstreamlern.
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09.12.2009, 10:35
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#26
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Schriftstellerin
Stammuser
Registriert seit: 04.01.2009
Ort: Berlin
Beiträge: 995
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Zitat:
Zitat von Britta
Eine gerechte Gesellschaft kann die Familie sein, oder der Freundeskreis.
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"Es gibt kein gutes Leben im Schlechten" und all jene, die glauben, dass eine "durchliberalisierte" Gesellschaft im Gegensatz zu anderen Totalitarismen wenigstens den Rückzug in die Nische erlaubt, werden sich früher oder später diese Nische nicht mehr leisten können.
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09.12.2009, 16:06
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#27
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beurlaubt
Registriert seit: 08.08.2008
Beiträge: 4.477
Stimmung:
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Zitat:
Zitat von Beverly
"Es gibt kein gutes Leben im Schlechten" und all jene, die glauben, dass eine "durchliberalisierte" Gesellschaft im Gegensatz zu anderen Totalitarismen wenigstens den Rückzug in die Nische erlaubt, werden sich früher oder später diese Nische nicht mehr leisten können.
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Berverly, Nischen finden sich sogar in den Slums der 3. Welt.
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