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Alt 05.12.2009, 06:41   #11
deserd
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Zitat:
Zitat von kladi Beitrag anzeigen

warum hast Du Angst vor 'Wissenschaft'?

Sie tut Dir doch nichts!

Kladi, das ist großer Schwachsinn. Wissenschaftler sind leicht käuflich.
deserd ist offline   Mit Zitat antworten


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Alt 05.12.2009, 06:53   #12
Hellmann
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Zitat:
Zitat von kladi Beitrag anzeigen
warum hast Du Angst vor 'Wissenschaft'?

Sie tut Dir doch nichts!
Also: die sogenannten Wirtschaftswissenschaftler wollen uns ständig die Löhne und Sozialleistungen kürzen, um die Profite zu steigern.

Dann behaupten die, schon die Wirtschaftslage im Jahr 2060 zu kennen und dass die Renten dann nicht mehr zu finanzieren wären, und fordern Rentenkürzungen und private Vorsorge für das Alter bei privaten Versicherungskonzernen, in deren Beratergremien die gleichen Leute dann für viel Gehalt sitzen.
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Alt 05.12.2009, 13:37   #13
Beverly
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Zitat:
Zitat von Hellmann Beitrag anzeigen
Dann behaupten die, schon die Wirtschaftslage im Jahr 2060 zu kennen(...)
wobei deren "Zukunftsvisionen" für derartige Zeiträume grundsetzlich Horror sind.
Beverly ist offline   Mit Zitat antworten


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Alt 05.12.2009, 15:10   #14
jovi
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Mainstream frei übersetzt die Haupt Strömung. Haupt impliziert aber dass es noch was anderes gibt, sagen wir mal ‚Neben Strömung’. Die Nebenströmung hat die Chance zur Hauptströmung zu mutieren. Je falscher die Hauptströmung, desto wahrscheinlicher die Mutation.

Nun gibt es Kräfte, die versuchen die ‚Abweichler’ zur Hauptströmung zurückzubewegen. Der Grund dieses Phänomens ist dass die Hauptströmung eine gewisse Beständigkeit aufweist. Die Beständigkeit zu verlieren führt wiederum zu Angst und Furcht. Was passiert wenn? Werde ich mich in der neuen Situation zurechtfinden? Muss ich mein hart erarbeitetes Können aufgeben? Habe ich dann noch eine Chance?
Das Bedürfnis nach Sicherheit wird gebrochen, vielleicht auch das Bedürfnis nach Mühelosigkeit.

Eine der Möglichkeiten Leute wieder auf den Kurs zu bringen ist, dem abweichenden Verhalten negative Eigenschaften zu assoziieren. Dies geschieht meist indem man die Leute in eine kleine Gruppe einordnet, die gewünschte negative Eigenschaften aufweist. Zum Beispiel „Wenn Ihr keine etablierte Partei wählt, dann unterstützt ihr kleine extremistische, (in Deutschland Nazi-) Parteien.“ So wird dem Nichtwähler einer etablierten Partei Nazieigenschaften vorgeworfen.

Zitat:
Zitat von kladi Beitrag anzeigen
jeder war mal als Kind 'Gegen den Mainstream'. Alle, außer Dir, haben sich hier an die Klein-/Großschreibung angepasst.
Du versuchst hier auch mich auf den Mainstream zu locken, indem Du mich mit einem Kind assoziierst, was wahrscheinlich in den Köpfen als noch dumm, unreif, weis nicht wo es lang geht, fehleranfällig verbunden ist. Das zweite ist die Ausgrenzung aus der Gruppe „Alle, außer Dir“ obwohl das bei genauem Hinsehen gar nicht wahr ist – aber Wahrheit muss sich bei solchen Aktionen der kurzsichtigen Plausibilität unterordnen. (Nein, ich nehme es Dir nicht krum, da es eine weit verbreitete Handlung ist die oft unbewusst ausgeführt wird.)

Hast aber auch „Meinungsführer“ (Mf) genannt, ein Fachwort aus der „Mainstream“ berührenden Disziplin (Soziologie? Psychologie? Philosophie? Marketing?). Dies sind Leute die in der Gruppe auf einem gewissen Feld Anerkennung verdient haben. In diesem Feld (, womöglich auch übertragend in den anderen) haben sie die Chance den Mainstream zu beeinflussen. Gefährlich wird’s wenn Mf dieses Recht nicht von anderen bekommen sondern versucht es an sich zu reißen und mit Gewalt bzw Gewaltandrohung es verteidigt (Alphatier?).

So, Bedürfnis nach Sicherheit habe ich schon genannt, weiterhin gibt es Bedürfnisse nach Wissen und nach sozialer Anerkennung. Noch mal, nimm Dir Zeit um nachzudenken was Du möchtest. Womöglich kannst Du dann diese Frage selbst beantworten:

Zitat:
Zitat von kladi Beitrag anzeigen
Möchtest Du Deine Fragen wiederholen?
jovi ist offline   Mit Zitat antworten


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Alt 06.12.2009, 12:27   #15
Beverly
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Pfeil Millionen toter Fische schwimmen im Strom, der im Kreis fließt

Zitat:
Zitat von Hellmann Beitrag anzeigen
Mainstream ist das, was die Massenmedien propagieren.
Die Probleme fangen damit an, dass der Mainstream nicht zu definieren ist. IMHO ist seine wichtigste Eigenschaft:

Der Amoklauf gegen klare Strukturen jeder Art!

Dadurch wird das Leben der Menschen auf die eine oder andere Art immer anomischer und sinnloser. Haben sie die Schnauze voll von Liberal Ultra und Anti-Deutschen, Wester-Schwester und Klima-Äinschie, und suchen nach Sinn und Ordnung, finden sie nur noch mehr Unsinn:

- die offenbar nicht auszurottenden stalinistischen Restbestände bei den Linken von den Stalinknutschern der MLPD bis zu den Stasi-Leuten bei der Linken
- den neofaschistischen Dummfug bei der Rechten, die nur sauer auf die Stalinisten sind, weil sie mit ihrem Idol zumindest in Deutschland nicht durch die Straßen laufen dürfen
- den bigotten Fundamentalismus bei Christen, Juden und Moslems, Hindus und Buddhisten, deren Schwachsinn nicht Überwindung, sondern übelster Ausdruck der Postmoderne ist

Ich halte es da für irreführend, von einem Mainstream zu sprechen und sich da eine klare und eindeutige Richtung vorzustellen, auf die sich die große Mehrheit geeinigt hat. Sozusagen ein Fluss mit klar erkennbaren Ufern und wohl definierter Fließrichtung. Das gäbe Unzufriedenen und Marginalisierten zumindest die Möglichkeit, sich abzugrenzen und aus der Abgrenzung heraus Forderungen und Interessen zu artikulieren.
Aber unser Mainstream tritt stets über die Ufer und fließt dabei nirgendwohin. Wir sind alle Teil von ihm und haben nur noch die Wahl, ob wir als Fisch aus eigener Kraft und mit eigenem Verstand in der Brühe schwimmen oder tot und bauchoben treiben. Wobei die Metapher mit den toten Fischen durchbrochen wird: im Mainstream reißen die toten mitschwimmenden Fische ihr Maul am weitesten auf
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Alt 06.12.2009, 12:56   #16
deserd
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a Mainstream bezieht sich, wie schon mehrfach behauptet, auf Kultur und Medien, und nicht auf den Großanteil von der klassischen Bürgerschichten und -gesellschaften.

b Mainstream, diese Hypothese stelle ich mal auf, können durchaus auch mehrere Streams sein, die die Rolle einer Avantgarden Bewegung (Avantgarde = eine Art Vorhut) spielen; im Vergleich (Menge der Angehörigen) zur Gesamtgesellschaft sind sie eher marginal, aber sozusagen Pioniere der Zukunftsgesellschaft

c Es ist aber zu erwarten, dass die Ausstrahlung der Mainstream-Groups eine Faszination auf Leute ausüben, die eher dem klassischen Bürgerschichtentum angehören-insofern entstehen im Laufe der Zeit immer mehr Gesellschaftspekten auch in den klassischen Bürgerschichten.
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Alt 06.12.2009, 13:09   #17
deserd
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Zitat:
Zitat von kladi Beitrag anzeigen
Hi deserd,

zunächst einmal Danke für die schnelle, ausführliche Antwort!

Ich habe mir nur diesen Satz heraus gegriffen:


In den meisten Fällen gibt es in einer Familie einen 'Meinungsführer', der auch bestimmt, wie mit 'Abweichlern' zu verfahren ist.

Hier beginnt es doch!!

Den Rest lege bitte unter's Kopfkissen.
Bis morgen
Klaus
Völliger Quark! So einfach ist das nicht !

In Bezug auf "Familie", das ist eben auch vieles denkbar, und die Kombination von Regeln und "Lebensstil" aus verschiedenen "Kulturkreisen" machts

ALSO: d. h. es ist ganz klar möglich, dass eine eigentlich eher traditionelle Familie mit einem eigentlich autoritärem Charakter mit einem durchaus modernem Patchwork-Identy-Style arbeitet, zum einen, weil es praktikabel sein wird, zum anderen, weil es einfach aus ökonischen Gründen schlichtweg erforderlich ist.

Übrigens, dein verwendetes Wort "Abweichler" finde ich einfach nur widerlich. Es gibt bestimmt eine bessere Beschreibung dafür.
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Alt 06.12.2009, 14:10   #18
oloool
Dr. Annu Naki
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Zitat:
Zitat von Beverly Beitrag anzeigen
Die Probleme fangen damit an, dass der Mainstream nicht zu definieren ist. IMHO ist seine wichtigste Eigenschaft:

Der Amoklauf gegen klare Strukturen jeder Art!

Aber, würde das stimmen, wäre der Mainstream ja ein Pool diffus wirkender Individuen, gegen klare Strukturen gerichtet, hieße doch, es hätte sich niemals ein Herrschaftssystem etablieren können. Auch religiöse Kreuzzüge hätte es nicht gegeben...

__________________
Jeder Anfang ist ein [kleiner] Abschied.

Geändert von oloool (06.12.2009 um 14:12 Uhr).
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Alt 06.12.2009, 16:31   #19
deserd
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Registriert seit: 19.03.2009
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Zitat:
Zitat von oloool Beitrag anzeigen
Aber, würde das stimmen, wäre der Mainstream ja ein Pool diffus wirkender Individuen, gegen klare Strukturen gerichtet, hieße doch, es hätte sich niemals ein Herrschaftssystem etablieren können. Auch religiöse Kreuzzüge hätte es nicht gegeben...

Hmm ..., ja ..., zustimm ....

Aber im Prinzip war das Herrschaftssytem schon immer zuerst da und Mainstream eben ein Phänomen, dass sich aus dem "überschuss" speisst

Inzwischen ist eh schon nicht mehr einfach zu erkennen, ob Avantgarde-Groups des Mainstreams herrschaftskritisch oder eher herrschaftskonform sind - da könnte man z. B. Groups der Antideutschen nehmen ... die würde ich teils auf jeden Fall zum Feld "Mainstream" rechnen, obwohl politisch - also eine Ausnahme

Also stimmt diese Aussage nicht: >>Der Amoklauf gegen klare Strukturen jeder Art!<<,- denn es ja im Gegenteil "in", einfach alles zu verstecken und nur dort mit ganz klaren Aussagen zu arbeiten, die sich 100pro etabliert haben und einfach nur abgeleiert werden wie "Mut gegen Rechts(extrem)"

Das passiert inzwischen fast überall, einige sichere Parolen als verständliche Basis und im Dunkelfeld eine vielfach gelayerte und auslegbare Think-Collection parat haben für alle Fälle, die gut genug ist, alle Angriffe abzuwehren und nicht genehme Positionen nach Art der dreifachen Wahrheitsverdrehung erst mal zum Schweigen zu bringen. - Das ist jetzt das Feld "(Politische) Kommunikation", ganz sicher eine Errungenschaft auch des Mainstreams bzw besser gesagt des Mainstream-Wirken, und zwar der Avantgarde Groups, aber letztlich arbeiten längst auch konservative Politiker damit, auch wenn sie eher dem traditionellen klassischen Bürgerschichttum angehören -- was ja absolut kein Widerspruch ist, sondern eine logische Folge.

Geändert von deserd (06.12.2009 um 16:35 Uhr).
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Alt 06.12.2009, 21:10   #20
Beverly
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Zitat:
Zitat von oloool Beitrag anzeigen
Aber, würde das stimmen, wäre der Mainstream ja ein Pool diffus wirkender Individuen, gegen klare Strukturen gerichtet, hieße doch, es hätte sich niemals ein Herrschaftssystem etablieren können. Auch religiöse Kreuzzüge hätte es nicht gegeben...

Ooops,

da habe ich etwas übersehen bzw. vergessen. Wenn man unter "klare Strukturen" Regeln und Normen versteht, die den Bedürfnissen der Menschen nach Sicherheit ebenso entsprechen wie ihren Veranlagungen und die erfüllbar sind, dann ist es mit der Herrschaft so:

Sie setzt Regeln und Normen, die

- nicht den Bedürfnissen und Veranlagungen der Menschen entsprechen
- die für die Beherrschten keinen Sinn ergeben
und die deshalb
- nicht erfüllbar sind

In wievielen Tyranneien und Bürokratien ist man immer Rechtsbrcher oder mit der "Pflichterfüllung" in Verzug, weil es da für 435 Angelegenheiten 9870 Normen gibt?
Konfrontiert uns die Gesellschaft nicht in steigendem Maße mit "Anforderungen" aller Art, denen wir immer weniger gerecht werden können?
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