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Alt 04.12.2009, 22:38   #1
kladi
Benutzer
 
Registriert seit: 18.01.2009
Beiträge: 298
  
Standard Was ist Mainstream?

Was ist Mainstream?

Ist Mainstream in Familie, Clique, Forum, Firma, ..., Politik, Wissenschaft, Gesellschaft vergleichbar?

Wie geht der jeweilige Mainstream mit "Abweichlern" um?

Können wir daraus Lehren ziehen?

Erwartungsvoll
Klaus
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Alt 04.12.2009, 23:26   #2
deserd
Erfahrener Benutzer
Stammuser
 
Registriert seit: 19.03.2009
Beiträge: 729
  
Standard

Ne, so stark allegorisch eher nicht.

Mainstream verbinde ich am ehesten mit Moderner Kultur der jüngeren Generationen in D, also eine Art "POP" in Film, Musik, Codecs, cliquen auch.

In Firmen eher wenig, da hat jede ihr Profil

In der Politik, kann man zwei Veränderungen finden, die sich in den wichtigsten Parteien finden: das ist zum einen die Kopf- oder Person-orientierte Politik sowie der Änderung der Funktionen von Parteien, sie dienen heutzutage hauptsächlich der Rekrutierung des Nachwuchses und weniger bzw gar nicht um die Umsetzung der gewünschten Politik

Familien, das kann man nicht verallgemeinern. Da gibt es traditionellen Familienbilder und und junge, möglicherweise auch ältere Patchwork-Families - aber auch junge Familien können sehr traditionell veranlagt sein.

Mit Abweichlern, das ist schon fast nicht mehr möglich, dass es sowas gibt, Abweichler sind nicht erwünscht, ich finde das gilt im aktuellen Neoliberalismus noch viel mehr als im historischen NS.
- Es ist aber jugendlichen, eigentlich auch Älteren durchaus möglich, verschiedene Identitäten anzunehmen. So kann man z. B. in der Arbeitswelt sehr voraussehend angepaßt sein - das quasi der Fast-Überall-Standart, (hängt aber auch vom Unternehmer ab, und kleine und mittlere Unternehmer können sehr individuell sein, auch darin, was sie ihren Mitarbeitern erlauben ...) , aber in der Freizeit den Crank-Freak spielen mit einer anderen Identität. Aber ich glaube, Ältere haben dann doch eher Schwierigkeiten mit sowas ... eine Rolle würde natürlich auch immer die persönliche Ökonomie spielen, aber auch, wie sehr man Menschen-freundlich ist .... aufgrund von Lebenserfahrungen

In der Politik ist Abweichlertum sehr unbeliebt und wird im Falle eines Falles entsprechend repressiv gemäß der Parteilinie und Partei-Geistes verfolgt

Wissenschaft: viele W.schaftler sind abhängig von ihrem Arbeitgeber

"Gesellschaft" ist zu allegorisch und kann so nicht erklärt werden diesbezüglich, in den klassischen Bürgerschichten gibt es natürlich sowas wie "Manieren", in freakszenen- und cliquen gibts dafür z. B. "The Code Is The Message" - ist halt kultiger ....

Zu Foren kann auch nix gesagt werden, weil Ein Forum ist wieder ganz anders ist als das andere - jeweilige Foren-Individualität, würde ich das nennen ...

Lehren ziehen ? - Nicht wirklich, würde ich sagen. Die Familie, in die man geboren wird, kann man sich nicht aussuchen ..., den Job so einfach auch nicht .... Bei Freunden, Cliquen ist das wohl etwas anders .... ich würde mir allerdings nicht soviel davon versprechen.

Nicht zuletzt wieder die persönliche ökonomische Situation, das zermürbt Leute aus den ärmeren Schichten schon auch, wobei ich deutlich drauf hinweisen würde, das Reiche Menschen auch nicht per se besser gestellt sind und ebenso viele Regeln erfüllen müssen, - vor allem eher Jugendlichere, aber auch nicht nur die Jüngsten ....
Einschlägige Filme, Bücher über Familiengeschichten usw geben oft darüber weis ....

Mainstream ist für mich erst mal in der Breite die aktuelle Medien-Landschaft, mehr kulturell als politisch, das ist deutlich, abgeehen von den Funktionsänderungen der Parteien; Obama ebenso, ist absolut Pop, seine Herkunft spielt allerdings eine wichtige Rolle für seinen Job

Die klassischen Bürgerschichten würde ich höchstens im weniger konsumierten Kultur-Sektor dazuzählen, was wohl auch wenig verbreitet ist. Ein weit verbreitetes Bürgertum von mehreren Schichten würde ich eher nicht als Mainstream bezeichnen.

Geändert von deserd (04.12.2009 um 23:56 Uhr). Grund: Rechtschreibfehler
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Alt 04.12.2009, 23:42   #3
kladi
Benutzer
 
Registriert seit: 18.01.2009
Beiträge: 298
  
Standard

Hi deserd,

zunächst einmal Danke für die schnelle, ausführliche Antwort!

Ich habe mir nur diesen Satz heraus gegriffen:
Zitat:
Zitat von deserd Beitrag anzeigen
Familien, das kann man nicht verallgemeinern.
In den meisten Fällen gibt es in einer Familie einen 'Meinungsführer', der auch bestimmt, wie mit 'Abweichlern' zu verfahren ist.

Hier beginnt es doch!!

Den Rest lege bitte unter's Kopfkissen.
Bis morgen
Klaus
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Alt 04.12.2009, 23:43   #4
jovi
?
Stammuser
 
Benutzerbild von jovi
 
Registriert seit: 05.09.2009
Beiträge: 477
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Zitat:
Zitat von kladi Beitrag anzeigen
Können wir daraus Lehren ziehen?
hallo klaus

auf welchem gebiet möchtest du das gelernte einsetzen?
was möchtest du den erreichen?
jovi ist offline   Mit Zitat antworten


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Alt 05.12.2009, 00:40   #5
oloool
Dr. Annu Naki
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Benutzerbild von oloool
 
Registriert seit: 08.08.2008
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Zitat:
Zitat von kladi Beitrag anzeigen
Was ist Mainstream?

Dahinter verbirgt sich der Begriff "öffentliche Meinung".

Die These, direkte Demokratie sei die beste Organisationsform, entspringt der Erkenntnis, dass der Querschnitt vieler Meinungen genauer/wahrer ist als jede Einzelmeinung.

Das ist natürlich unpraktisch für jede Herrschaftsform.
So entstanden die Religionen mit ihren Funktürmen. Später brachte uns die Wissenschaft das Radio, Film und Show ans Bett. Bequemlichkeit ohne Sendeschluss. Und so begreifen wir heute auch kaum, dass die halbwegs gesunden Früchte der Wissenschaft, ihr konstruktiver Teil, "künstlerisch" wieder der Religion zum Opfer dargebracht ist.

Die ehrliche Wissenschaft ist das Opferlamm. Aus dem Grand Master erschallt dröhnend Gelächter und seine Niederen zerhauen wild die Honigwaben...
__________________
Jeder Anfang ist ein [kleiner] Abschied.
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Alt 05.12.2009, 00:56   #6
kladi
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Registriert seit: 18.01.2009
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Hallo jovi,

jeder war mal als Kind 'Gegen den Mainstream'. Alle, außer Dir, haben sich hier an die Klein-/Großschreibung angepasst.

Möchtest Du Deine Fragen wiederholen?
Klaus
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Alt 05.12.2009, 01:26   #7
kladi
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Registriert seit: 18.01.2009
Beiträge: 298
  
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Zitat:
Zitat von oloool Beitrag anzeigen
Die ehrliche Wissenschaft ist das Opferlamm. Aus dem Grand Master erschallt dröhnend Gelächter und seine Niederen zerhauen wild die Honigwaben...
Bingo!

Ich habe noch nie etwas Dümmeres gehört!
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Alt 05.12.2009, 01:29   #8
kladi
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Registriert seit: 18.01.2009
Beiträge: 298
  
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Sag an, "Blöder Vogel!",

warum hast Du Angst vor 'Wissenschaft'?

Sie tut Dir doch nichts!
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Alt 05.12.2009, 01:36   #9
oloool
Dr. Annu Naki
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Benutzerbild von oloool
 
Registriert seit: 08.08.2008
Beiträge: 1.682
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Zitat:
Zitat von kladi Beitrag anzeigen
Bingo!

Ich habe noch nie etwas Dümmeres gehört!


Nein?

Ich schon: Akuter CO-2-Klimawandel zum Beispiel mitsamt den destruktiven "Lösungsansätzen" zur Abwehr der Sonneneinstrahlung mit Spiegeln und Sprays..., ganz "aktuell".




Oh und ich habe keine Angst vor Wissenschaft, nein keine.
Lese, mein Freund, lese! Nicht gleich schießen, erst denken...
__________________
Jeder Anfang ist ein [kleiner] Abschied.
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Alt 05.12.2009, 06:31   #10
Hellmann
Erfahrener Benutzer
Stammuser
 
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Registriert seit: 07.08.2008
Beiträge: 1.573
  
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Zitat:
Zitat von oloool Beitrag anzeigen
Ich schon: Akuter CO-2-Klimawandel zum Beispiel mitsamt den destruktiven "Lösungsansätzen" zur Abwehr der Sonneneinstrahlung mit Spiegeln und Sprays..., ganz "aktuell".
Ja. es ist wie ein Alptraum. Hätte nie geglaubt, so einen Wahnsinn selber noch mal erleben zu müssen.

Sag, kladi, auf welcher Seite stehst Du in dieser Frage.

Mainstream ist das, was die Massenmedien propagieren.
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