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19.07.2010, 15:34
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#21
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Erfahrener Benutzer
Stammuser
Registriert seit: 07.08.2008
Beiträge: 1.573
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Zitat:
Zitat von Spökes
Wachstum zerstört nicht nur die Umwelt, sondern auch soziale Gefüge. Konsum tötet nicht nur die Natur sondern auch manchen Konsumenten. Weshalb soll man denn die Löhne und Sozialleistungen kürzen solange es noch reichlich andere Möglichkeiten gibt? Gut, die mögen zwar so argumentieren, aber...
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Mir sind bürgerliche Statussymbole auch zuwider und ich brauche das nicht. Aber wir müssen doch realisieren, dass "öko" ganz praktisch als Waffe gegen die keynesianischen Forderungen nach einer expansiven Geldpolitik benutzt wird.
Mit "öko" lässt sich auch die Massenverarmung bestens rechtfertigen.
Jedenfalls kennen die Neoliberalen seit dreißig Jahren nur die Forderungen nach Lohnkürzung und Sozialabbau und höheren Profiten für das Kapital. Die machen weder auf öko, wollen keine Eisbären retten, lassen den Wald sterben, machen den ArbeiterInnen das Leben zur Hölle und den KapitalistInnen die Ausbeutung zum Spaß, ohne von Genderquatsch zu faseln, wollen nicht die Vergangenheit bewältigen, keine Nazis bekämpfen und auch nicht die Wertform der Profite analysieren.
Damit sind die Neoliberalen erfolgreich und ich frage mich, wie lange die Linken noch brauchen, bis sie das kapieren. Denen laufen von 10.000 HartzIV-EmpfängerInnen 9999 davon, bis sie mit Gender und Umwelt und Wertkritik und Internationalismus auch nur die Vorreden beendet haben.
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19.07.2010, 16:14
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#22
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Schäng
Registriert seit: 12.08.2008
Beiträge: 1.626
Stimmung:
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Zitat:
Zitat von deserd
Hellmann meint bestimmt nicht ein soziales Gefüge zerstörendes Wachstum!
Jetzt haben wir auf der Breite Öko und eine noch breitere Verarmung der Bevölkerung.
Aber das Vermögen der obersten 3 % - 10 % (?) wächst und wächst und wächst ....
Dieses Wachstum ist die Zerstörung von Sozialgefüge im großem Maßstab!
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Sicherlich nicht. Allerding zerstört Wachstum dieses im Regelfall, entsprechend meinem persönlichen Erfahrungshorizont. Der Wohlstand vereinzelt die Leute, macht sie damit auch angreifbarer. Man hat halt materielle Werte gegen immaterielles getauscht, wie auch klare Luft gegen Heizung und Klimaanlage. Leider bin ich nicht frei davon, solche oder ähnliche Annehmlichkeiten für mich zu nutzen aber eines weiss ich: Brauch ich alles nicht wirklich, nur um nicht zu sehr zum Aussenseiter zu werden.
Ja, deren Vermögen wächst und wächst aber ist es auch noch etwas Wert? Bei mir bekommen die dafür nichts mehr.  Bio ist für mich auch nur ein Alibi. Selber machen wäre Bio aber ach nein, dass ist doch soviel Arbeit und geht so in den Rücken. 
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19.07.2010, 17:51
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#23
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Schäng
Registriert seit: 12.08.2008
Beiträge: 1.626
Stimmung:
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Zitat:
Zitat von Hellmann
Mir sind bürgerliche Statussymbole auch zuwider und ich brauche das nicht. Aber wir müssen doch realisieren, dass "öko" ganz praktisch als Waffe gegen die keynesianischen Forderungen nach einer expansiven Geldpolitik benutzt wird.
Mit "öko" lässt sich auch die Massenverarmung bestens rechtfertigen.
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Die "beste Rechtfertigung" dafür habe ich noch nicht erkannt und bei weiterem Überlegen komme ich jetzt nicht mal auf irgendeine Rechtfertigung, dass naturbezogene Lebensweisen in die Armut führen. Mal extrem beschrieben führt dies doch zum Beispiel auch zu Kinderreichtum oder Fischreichtum.  Also vermutlich sehe ich den Begriff "öko/bio" von einer nicht relevanten Warte. Mir ist es ein Instrument gerade den Neos durch ausbleibende Nachfrage den Boden unter den Füssen wegzuziehen. Siehst Du sonst eine Chance, hier etwas zu bewegen? Dass dann Verelendung/Verarmung um sich greift ist schon klar, allerdings nicht gewollt sondern notwendiger Weise. Woher sonst soll die Kraft kommen, einen neuen Weg aus der Sackgasse heraus zu finden? Dazu bedarf es bestimmt eines schroffen Endes. Bei einer korrekten Regierung hätten wir diesen Punkt vermutlich schon erreicht. So wird halt noch ein Toter künstlich am Leben erhalten in der trügerischen Erwartung, er würde auferstehen. Man begann offensichtlich die selber in die Welt gesetzten Märchen als bare Münze zu nehmen. Das angesprochen Ende ist natürlich allgemeinverbindlich. Ausnahmen kann man da nicht zulassen.
Zitat:
Jedenfalls kennen die Neoliberalen seit dreißig Jahren nur die Forderungen nach Lohnkürzung und Sozialabbau und höheren Profiten für das Kapital. Die machen weder auf öko, wollen keine Eisbären retten, lassen den Wald sterben, machen den ArbeiterInnen das Leben zur Hölle und den KapitalistInnen die Ausbeutung zum Spaß, ohne von Genderquatsch zu faseln, wollen nicht die Vergangenheit bewältigen, keine Nazis bekämpfen und auch nicht die Wertform der Profite analysieren.
Damit sind die Neoliberalen erfolgreich und ich frage mich, wie lange die Linken noch brauchen, bis sie das kapieren. Denen laufen von 10.000 HartzIV-EmpfängerInnen 9999 davon, bis sie mit Gender und Umwelt und Wertkritik und Internationalismus auch nur die Vorreden beendet haben.
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Das finde ich auch alles ...nicht gut. Nur lass ich die Green Agenda für mich nicht als Ökobewegung durchgehen. Vielleicht sollte ich mir eine eigene Ecke aufmachen, so : native, natural,...aha, natural mystix!  Ich sprech also von einer real existierenden "Öko"-Bewegung, die nichts mit oben angesprochenen Absichten zu tun hat. Die befinden sich allerdings schon in den Fängen des Systems, befreien sich allerdings immer wieder daraus. Klar, geraten natürlich wieder rein, aber...irgendwann wird ja wohl Schluss sein. Dennoch ist deren Existenz nur durch gesellschaftliche Einbindung möglich.
Sagen wir mal so: Ich habe gute Ideen, Geld unter die Leute zu bringen. Eine ist eine Hägebrücke in einem "Erlebnisraum" zur stadtnahen Erholung, so quasi eine Bildungsmaßnahme im Bereich Heimatkunde. Auch bewerbe ich eine kreuzungsfreis Rad-Schnellstrecke hinein in die Stadt. Die Flächen dafür sind vorhanden. Natürlich krempele ich den gesamten S/ÖPNV in der Region um. Bei mir fahren doch tatsächlich Züge am Hbf. vorbei. Ein Sakrileg! Schwierig mich zu beschimpfen wird es für die wahren Gegner solcher Überlegungen, da ich auch reichlich Umgehungsstraßen und Autobahnanschlüsse einfordere. Für mich sind eben die Aufwendungen nach Nutzwertanalyse zur Erstellung einer Relation entscheiden, nicht das kaukasische "Kreidekreispflänzchen"  , welches sich auf der Trasse breit gemacht hat. Ja, all dies auf der Grundlage des angenommenen vorhandenen Wachstums.
Ja, aus manchen Schreibfeder der Linken kommt wirklich Merkwürdiges. Das entspricht allerdings im Großen und Ganzen dem allgemeinen Wirrwar.
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19.07.2010, 18:07
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#24
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beurlaubt
Registriert seit: 03.01.2010
Beiträge: 967
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Mal ganz abgesehen davon, das Du 100 Jahre zu spät lebst, sträuben sich mir wieder einmal die haare ob Deiner beharrlichen Verbohrtheit und festgefahrenen Programmatik.
Zitat:
Zitat von Hellmann
Mir sind bürgerliche Statussymbole auch zuwider und ich brauche das nicht. Aber wir müssen doch realisieren, dass "öko" ganz praktisch als Waffe gegen die keynesianischen Forderungen nach einer expansiven Geldpolitik benutzt wird.
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Du musst jeden Tag die Klinge an Deinem hals spüren und trotzdem reitest Du als glorreicher Verfechter der Wahrheit und der Gerechtigkeit voran. Wow, gut, dass es niemals soweit kommen wird.
Zitat:
Zitat von Hellmann
Mit "öko" lässt sich auch die Massenverarmung bestens rechtfertigen.
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Ja, und hätten die Keynesianer es erfunden, wären Milch und Honig drin. Hochmut kommt vor dem Fall.
Zitat:
Zitat von Hellmann
.. wollen nicht die Vergangenheit bewältigen, keine Nazis bekämpfen und auch nicht die Wertform der Profite analysieren.
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Warst Du nicht der, der so verschrobene Vorstellungen von dem realen Leben in der DDR hatte? Der die Verbrechen der DDR so relativ gesehen hat?
Hat Vergangenheitsbewältigung nur etwas mit den Fehlern der anderen zu tun?
In diesem Land wurde viel bewältigt, manches über die Maße hinaus und zum Nachteil für dieses Land, aber es wurde viel, wenn auch nicht alles bewältigt.
Das ist zumindest mehr, als 99% jeder anderen Nation oder jeden anderen Staates, die Unrecht begangen haben.
Wir haben sogar geschwiegen, als Israel gegen jedes Völkerrecht Menschen entführte und tötete. Weil es Menschen waren, die wir bewältigen wollten.
Es wäre schön, wenn Du zur Realität zurück finden würdest. Vielleicht wärest Du dann sogar ein qualifizierter Gesprächspartner mit dem man über Lösungsansätze reden könnte.
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19.07.2010, 18:10
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#25
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beurlaubt
Registriert seit: 03.01.2010
Beiträge: 967
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Zitat:
Zitat von Spökes
wie auch klare Luft gegen Heizung und Klimaanlage. Leider bin ich nicht frei davon, solche oder ähnliche Annehmlichkeiten für mich zu nutzen aber eines weiss ich: Brauch ich alles nicht wirklich, nur um nicht zu sehr zum Aussenseiter zu werden.
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Mal ehrlich die letzten Wochen hätte ich alles für eine Klimaanlage im Büro gegeben. Es kann mir niemand erzählen, dass er Temperaturen um 40 Grad in geschlossenen Räumen, ohne jeglichen Austausch von (kühler) Luft, einfach wegsteckt und zur Tagesordnung übergeht. 
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19.07.2010, 19:07
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#26
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Schäng
Registriert seit: 12.08.2008
Beiträge: 1.626
Stimmung:
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Zitat:
Zitat von Elfer
Mal ehrlich die letzten Wochen hätte ich alles für eine Klimaanlage im Büro gegeben. Es kann mir niemand erzählen, dass er Temperaturen um 40 Grad in geschlossenen Räumen, ohne jeglichen Austausch von (kühler) Luft, einfach wegsteckt und zur Tagesordnung übergeht. 
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Die Wetterspitzen steckt eigentlich Niemand so weg. Das was Du dort beschreibst ist ja aktuell nichts ungewöhnlich. Man braucht sich nur einen Dachdecker, Erntehelfer, Schmied oder Bäcker vorzustellen. Die überleben alle nach den gleichen Verhaltensmuster. Das kannst Du auch! 
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19.07.2010, 22:08
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#27
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Dr. Annu Naki
Stammuser
Registriert seit: 08.08.2008
Beiträge: 1.682
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Zitat:
Zitat von Hellmann
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Damit sind die Neoliberalen erfolgreich und ich frage mich, wie lange die Linken noch brauchen, bis sie das kapieren. Denen laufen von 10.000 HartzIV-EmpfängerInnen 9999 davon, bis sie mit Gender und Umwelt und Wertkritik und Internationalismus auch nur die Vorreden beendet haben.
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Vielleicht geht das ja gar nicht, Hellmann?
Meine Auffassung ist, solang man auch noch auf den letzten Passagier warten will, will man gar nicht losfahren.
Die Linken sind kein Paket: Die Mehrheit glaubt, die "AntiFa" wäre linkspolitisch. Punker glauben auch, trotz Nazisymbolik, dass sie "links" sind. Ich kenne weit mehr Unternehmer, die links sind. Ein paar linke Geschäftspartner habe ich auch kennen gelernt...
Dieses "Die ganze Welt verändern", das was sich über Jahrtausende etabliert hat, das zu verändern, ja das hat ja nichtmal Jesus geschafft. Und der hatte für seine Zeit eine hervorragende PR.
Stattdessen nahm jemand auf, kehrte es um und schiss die katholische Kirche.
Entschuldigung.
Man kann nur im kleinen Rahmen etwas ändern
und zusehen, dass es wächst.
Dieses Höher, Schneller, Weiter: Das ist die Sache der "Neoliberalen":
Besser eignete sich der Begriff Elitaristen, wenn man den Begriff "Faschisten" gar nicht gebrauchen will.
Vielleicht passt hier ja auch der "göttliche" Hinweis:
"Liebe Deinen Feind mehr als Deinen Freund!"
Organisiere die Feindschaften: Dann sind die dummen Hühner mit sich selbst beschäftigt.
__________________
Jeder Anfang ist ein [kleiner] Abschied.
Geändert von oloool (19.07.2010 um 22:18 Uhr).
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19.07.2010, 23:52
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#28
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Erfahrener Benutzer
Stammuser
Registriert seit: 07.08.2008
Beiträge: 1.573
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Vor allem die "Marxisten" treiben ein "linkes" Spiel und verarschen ihre Anhänger. Hier wieder der Robert Kurz gegen die Keynesianer:
Zitat:
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Robert Kurz: Eine bloße Kritik des Neoliberalismus (wie bei Attac und großen Teilen der Linken) ist verkürzt, weil sie gar nicht zu den inneren Zusammenhängen der Krise vordringt, sondern lediglich eine falsche Wirtschaftspolitik sehen möchte. Verbunden damit ist die Hoffnung auf eine keynesianische Kehrtwende, die zurück zu einem "guten" Kapitalismus mit Arbeitsplatz-Investitionen und wohlfahrtsstaatlichen Gratifikationen führen soll. Das ist Traumtänzerei, die in der Tat am Kern des Problems vorbeigeht, weil sowohl die neoliberale als auch die keynesianische Doktrin die kapitalistische Produktionsweise, deren Kategorien und Kriterien, gleichermaßen blind voraussetzen. Unter den qualitativ neuen Krisenbedingungen ist aber die herrschende Produktionsweise selber das Problem. Der Keynesianismus kehrt nur als Krisen- und Notstandsverwaltung zurück, das heißt als Fortsetzung des Neoliberalismus mit anderen Mitteln. Dabei können sich die inneren Widersprüche nur verschärfen.
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http://www.heise.de/tp/r4/artikel/32/32932/1.html
Der proklamiert da ganz dreist und naiv die Weltrevolution statt keynesianischer Konjunkturpolitik. Auf die dürfen wir dann ewig warten, während die Neoliberalen dank Kurz und Konsorten fast unbehindert ihre Politik verfolgen und Schritt für Schritt durchsetzen.
Die Opfer der Neoliberalen sollen dann Wertkritik betreiben. 
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20.07.2010, 00:56
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#29
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Dr. Annu Naki
Stammuser
Registriert seit: 08.08.2008
Beiträge: 1.682
Stimmung:
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Zitat:
Zitat von Hellmann
Vor allem die "Marxisten" treiben ein "linkes" Spiel
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Kapitalismus definiere ich über das Zinseszinsgeldwesen,
dass sich indirekt proportional zur natürlichen Wertminderung aller Waren und Dienstleistungen am Markt verhält.
Das Geldwesen heute ist ein Antiwert.
In zweierlei Hinsicht:
1.) Alles ist vergänglich. Alles vergammelt.
2.) Jedoch Geld ist virtuell schöpfend: aus Nichtstun. Werte entstehen, ohne ein Zutun: Ein Brot im Regal, ohne Bauern, Müller und Bäcker: Es ist einfach da: Wie im Schlaffenland. Oh Schland!
Natürlich spielt hier die Psychologie eine entscheidende Rolle. Doch, wenn wir uns sogar trauen sollen, das heiligste, die Geschlechter zu eliminieren, dann können wir das mit dem Zinsgeld erst recht uns leisten!
Oder?
__________________
Jeder Anfang ist ein [kleiner] Abschied.
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20.07.2010, 06:31
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#30
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Erfahrener Benutzer
Stammuser
Registriert seit: 07.08.2008
Beiträge: 1.573
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Der erste Schritt zur Überwindung des Zinsgelds ist einfach die kontrollierte Inflation. Damit ist schon das wichtigste Ziel erreicht und das lässt sich ganz einfach und ohne Weltrevolution machen.
Wer es radikaler (Weltrevolution) und umständlicher (Freigeld) haben möchte, trägt erst einmal zur Erhaltung der bestehenden Probleme und Missstände bei. Wie eben Kurz, der sich in seinem neuesten Text nicht entblödet, noch vor der Inflation zu warnen:
Zitat:
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Die USA als größtes Defizitland verlangen ebenso wie die Südeuropäer, dass die BRD jede Sparpolitik aufgibt und den Binnenkonsum ankurbelt, um die Ungleichgewichte abzubauen. Verkehrte Welt: Die ehemaligen Vorreiter des Neoliberalismus fordern nun eine diametral entgegengesetzte Wirtschaftspolitik und nehmen einen Part ein, den die deutschen Gewerkschaften sich nicht zutrauten. Das scheint den keynesianischen Hoffnungen entgegenzukommen, ist aber insofern widersinnig, als damit eben die inflationäre Option forciert würde. Wie das Direktorium des IWF liebäugeln die USA und Teile der EU mit einer vermeintlich "kontrollierten Inflation", um das Dilemma zu bearbeiten; aber angesichts der ökonomischen Lage würde die Kontrolle schnell verloren gehen.
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http://www.heise.de/tp/r4/artikel/32/32932/1.html
Da wird deutlich, dass der "Marxismus" eine Hilfstruppe der Neoliberalen ist, gegen die keynesianischen Lösungen der Probleme. Statt die weltpolitische Gelegenheit zu nutzen, mit Hilfe der USA endlich wieder keynesianische Politik gegen die Neoliberalen durchzusetzen, fällt Kurz den Keynesianern in den Rücken. Man würde die Kontrolle über die Inflation schnell verlieren und blablabla, aber man kann ja stattdessen auf die Weltrevolution hoffen und dass wir nicht vorher in der Gosse gelandet sind.
Und überhaupt wäre, so Kurz, der Keynesianismus nur so etwas ähnliches wie der Neoliberalismus, nur Krisenverwaltung statt Weltrevolution und so weiter.
So blöde kann der Kurz selbstredend gar nicht sein, hier nur versehentlich den Neoliberalen wieder in die Hände zu spielen.
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