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Alt 13.04.2010, 13:12   #1
Beverly
Schriftstellerin
Stammuser
 
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Registriert seit: 04.01.2009
Ort: Berlin
Beiträge: 995
  
Idee "Menschenversuche im sozialen Labor" - gibt es das auch in der Realität?

Ich schreibe derzeit an einer Erzählung, in der Verbrecher mittels Gentechnik die Neandertaler wieder auferstehen lassen. Aus Geweberesten erhalten sie das Erbgut, züchten daraus "neue" Neandertaler und setzen sie (bzw. Mischlinge aus Neandertaler und Jetztmesch) auf mehreren erdähnlichen Planeten aus.
Die Ziele der Verbrecher:

Sie wollen herausfinden, wie sich die Neandertaler entwickelt hätten, wenn sie nicht durch unglückliche Umstände - extreme Kälte vor ca. 30 000 Jahren, die Konkurrenz des Jetzmensch - ausgestorben wären.
Die Frage, ob sie auch unter besseren Bedingungen tumbe Primitive geblieben wären oder so fähig wie der Jetztmensch oder ihm sogar überlegen geworden wären, ist ja durchaus interessant.

Sie wollen herausfinden, ob sich in Mischlingen die besten Eigenschaften von Neandertaler - Kraft, großes Gehirn - und Jetztmensch - Agilität, Flexibilität - vereinen lassen.

Sie wollen die mit den ahnungslosen Neandertalern und Mischlingen gewonnenen Erfahrungen für ihre eigene Gesellschaft nutzen, z. B. ihr Erbgut optimieren.

Dafür müssen dann allerdings viele Millionen Menschen über lange Zeit das Elend von Antike, Mittelalter und Neuzeit erneut und vielleicht immer wieder durchleben. Der Menschenversuch im Großen ist noch mehr ein Verbrechen als z. B. Menschenversuche der Nazis.

Meine Frage

Hat es "soziale Experimente" an Gemeinwesen (Städten, Stämmen, Ländern) auch in Wirklichkeit gegeben?
Gibt es sie noch?


So kenne ich als Erklärung für den Abwurf der Atombomben auf Hiroshima und Nagasaki, dass die USA herausfingen wollten, welche Folgen ein Angriff mit Atomwaffen auf eine Stadt hat.
US-amerikanische Soldaten selbst sollen ahnungslos der Strahlung oberirdisch gezündeter Atombomben ausgesetzt worden sein.

Heute gibt es den Diskurs vom so genannten "sozialen Labor":

Zitat:
Im letzten Jahrzehnt ist Osteuropa eine Art soziales "Labor" gewesen, mit einigen gleichzeitig ablaufenden Prozessen, welche in Westeuropa ein Jahrhundert oder länger andauerten und getrennt voneinander abliefen. Diese "Teleskopisierung" der Entwicklung in Osteuropa, anstelle von zeitlich ausgedehnteren Übergängen, ist eine einmalige Gelegenheit, die Widersprüchlichkeit zwischen der Logik und dem tatsächlichen Ablauf der Prozesse des Übergangs zu Demokratie, Marktwirtschaft oder Kapitalismus, und der nationalen Identität aufzuzeigen.
http://www2.hu-berlin.de/ostseekolle...ss_pers_de.php

Angesichts des Zynismus, der sich dahinter verbirgt, bin ich noch am Grübeln über das Ende meines Schreibprojektes. An sich hasse ich ja etatistische Darbietungen jeder Art. Ich spiele jedoch mit dem Gedanken, die fiktiven Verantwortlichen für das Aussetzen von Neandertalen zwecks "sozialer Experimente" in einem zünftigen und universumsweit übertragenen Schauprozess aburteilen zu lassen.
Oder sie finden sich auf einem Planeten wieder, wo es nicht so heile Welt ist wie sie es gewohnt sind, und müssen feststellen, in einem neuen "sozialen Experiment" auf der falschen Seite der Versuchsanordnung zu sein
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Alt 14.04.2010, 19:39   #2
Sebastian Hauk
Kapitalist
Stammuser
 
Registriert seit: 15.10.2009
Beiträge: 1.040
  
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Hallo Beverly,

vor ein paar Wochen habe ich dieses hier gelesen:

http://info.kopp-verlag.de/news/offi...-den-1950.html

Ansonsten ist mir aber nichts bekannt.

Das habe ich auch noch ergoogelt.

[ame="http://www.amazon.de/Deckname-Artischocke-geheimen-Menschenversuche-CIA/dp/344215281X"]Deckname Artischocke. Die geheimen Menschenversuche der CIA.: Amazon.de: Egmont R. Koch, Michael Wech: Bücher[/ame]

Gruß

Sebastian
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Alt 14.04.2010, 20:41   #3
Beverly
Schriftstellerin
Stammuser
 
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Registriert seit: 04.01.2009
Ort: Berlin
Beiträge: 995
  
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Hallo Sebastian,

zu den Menschenversuchen der CIA habe ich noch das ("MKULTRA") hier auf Wikipedia gefunden.

Als Beispiel für ein "soziales Experiment" hier "Die Welle" (ich habe den Fernsehfilm darüber gesehen).
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Alt 19.04.2010, 18:08   #4
Beverly
Schriftstellerin
Stammuser
 
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Registriert seit: 04.01.2009
Ort: Berlin
Beiträge: 995
  
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Als Beispiel für ein fiktives "soziales Experiment" möchte ich hier den Roman

Wächter der Unsterblichkeit von Horst Hoffmann nennen. Der Inhalt:

Außerirdische kommen in verschiedenen Epochen auf die Erde und entführen Menschen aus dieversen Kulturen, um sie wie "Probeexemplare" auf einem anderen Planeten gefangen zu halten.
Der mit der Leitung des Projektes beauftragte titelgebende "Wächter der Unsterblichkeit" bekommt allerdings Gewissensbisse und schmeißt zum Ende seinen Job hin.
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Alt 19.04.2010, 22:04   #5
Britta
beurlaubt
 
Registriert seit: 08.08.2008
Beiträge: 4.477
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Zitat:
Zitat von Beverly Beitrag anzeigen
Außerirdische kommen in verschiedenen Epochen auf die Erde und entführen Menschen aus dieversen Kulturen, um sie wie "Probeexemplare" auf einem anderen Planeten gefangen zu halten.
Der mit der Leitung des Projektes beauftragte titelgebende "Wächter der Unsterblichkeit" bekommt allerdings Gewissensbisse und schmeißt zum Ende seinen Job hin.
Das klingt ja ähnlich wie: http://de.wikipedia.org/wiki/Natascha_Kampusch

oder: http://de.wikipedia.org/wiki/Kriminalfall_von_Amstetten

Wozu sollte man Menschen auf einem anderen Planeten gefangenhalten? Was hätten die Ausserirdischen davon? Sowas einfach nur so kann sich doch nur ein kranker Geist ausdenken.

Wenn Menschen das mit anderen Menschen machen, dann vielleicht um rauszufinden wie lange es dauert, bis diese sich wehren oder sich selbst umbringen.
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Alt 19.04.2010, 22:37   #6
Sebastian Hauk
Kapitalist
Stammuser
 
Registriert seit: 15.10.2009
Beiträge: 1.040
  
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Hallo Britta,

erinnert mich jetzt etwas an die Film-Serie Saw.

Außerirdische bräuchten sich aber nur die Erde anzusehen. Da gibt es schon genug zu sehen.

Gruß

Sebastian
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Alt 19.04.2010, 22:40   #7
Britta
beurlaubt
 
Registriert seit: 08.08.2008
Beiträge: 4.477
Stimmung:
  
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Zitat:
Zitat von Sebastian Hauk Beitrag anzeigen
Hallo Britta,

erinnert mich jetzt etwas an die Film-Serie Saw.

Außerirdische bräuchten sich aber nur die Erde anzusehen. Da gibt es schon genug zu sehen.

Gruß

Sebastian
Ich habe alle SAW-Teile gesehen und verstehe nicht, was dich da dran erinnert.
Britta ist offline   Mit Zitat antworten


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Alt 19.04.2010, 22:44   #8
Sebastian Hauk
Kapitalist
Stammuser
 
Registriert seit: 15.10.2009
Beiträge: 1.040
  
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Hallo Britta,

ein Irrer der Menschen einsperrt, die er dann entweder selber umbringt oder die sich dann selber umbringen.

Und Saw heißt ja auch auf deutsch er oder sie sah.

Sehr brutale Filme. Muss doch jetzt glatt an das AC-Forum denken.

Gruß

Sebastian
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Alt 19.04.2010, 22:49   #9
Britta
beurlaubt
 
Registriert seit: 08.08.2008
Beiträge: 4.477
Stimmung:
  
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Zitat:
Zitat von Sebastian Hauk Beitrag anzeigen
Hallo Britta,

ein Irrer der Menschen einsperrt, die er dann entweder selber umbringt oder die sich dann selber umbringen.

Und Saw heißt ja auch auf deutsch er oder sie sah.

Sehr brutale Filme. Muss doch jetzt glatt an das AC-Forum denken.

Gruß

Sebastian
Nein Sebastian, The Saw heißt: Die Säge

(im ersten Teil mußten sich die Gefangenen selbst ihren Fuß absägen, um sich aus der Fessel zu befreien).

In dem Film werden Menschen gefangengehalten, denen ihr Leben nichts wert ist und die es vergeuden, nicht zu schätzen wissen oder denen das Leben Anderer nichts wert ist. Sie müssen sich selbst verletzen und verstümmeln, wenn sie überleben wollen.
Britta ist offline   Mit Zitat antworten


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Alt 19.04.2010, 22:51   #10
Sebastian Hauk
Kapitalist
Stammuser
 
Registriert seit: 15.10.2009
Beiträge: 1.040
  
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Hallo Britta,

es heißt also The Saw und nicht Saw.

Und der Titel ergibt sich aus dem ersten Film. Das wusste ich jetzt nicht. Es soll ja schon sehr viele Saw-Filme geben.

Gruß

Sebastian
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