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07.08.2008, 16:41
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#1
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Gast
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Anarchie ist machbar, Herr Nachbar
Versuche ich mal eine völlig andere politische/gesellschaftliche Betrachtungsweise darzustellen.
Die Anarchie ist kein geschlossenes Gedankengebäude, sie reicht von einem Laotse, Diogenes, über William Godwin, Proudhon, Kropotkin, Stirner, Mühsam, Tolstoi, Gandhi, Goldman, Mancho ... Stowasser ... über IAA, FAU, Graswurzelrevolution bis ...?
Für die Jungs des schwarzen Blocks die unter schwarzen oder schwarz-roten Fahnen vermummt durch die Gegend laufen und sich gerne prügeln, wurde wg. fehlender intellektueller Eigenschaften das A mit nem Kreis versehen, damit sie wenigstens nicht noch Schreibfehler produzieren .... ....
Der Grundgedanke aller Anarchisten ist ähnlich, auch wenn es zwischen den unterschiedlichen Denkansätzen erhebliche Unterschiede gibt.
Die Aussage Anarchie ist Herrschaftslosigkeit ist sicherlich richtig, spiegelt aber nicht den ganzen Gedankengang wieder.
Landauer formulierte: „Anarchie ist nicht eine Sache der Forderungen, sondern des Lebens“ ...
und trifft m.E. damit den Kern der Anarchie. Im Gegensatz zu allen anderen Denkansätzen gehen die Anarchisten davon aus, daß jeder sein Leben so in die Hand nehmen kann, wie er/sie es sich wünscht, gemäß seinen ganz persönlichen Fähigkeiten und Fertigkeiten. Menschlein braucht deshalb keinen Führer, der ihn wohin auch immer führt, Menschlein braucht den Freiraum seine Fähig- und Fertigkeiten zu entwickeln.
Das tut er logischerweise immer in seiner nächsten Umgebung. Sei es Familie, Haus, Straße, Stadt/Dorf ... schon weiter weg Landkreis ... fast kaum noch zu sehen Bundesland ... und was ist nen Staat? Soll heißen, Menschlein ist sehr zentralistisch wenn es um seinen Lebensmittelpunkt geht, oder im Umkehrschluß für einen Staat, extrem dezentral.
Die Bayern mögen mir verzeihen, aber mich interessiert relativ wenig, was sie in München oder wo auch immer machen.
Konsequenz ist, daß Anarchisten kleine, dezentrale Gebilde wollen, die für die Menschen, die dort leben übersichlich sind und weil überschaubar, auch gemeinsam geregelt werden können. Das es zwischen diesen dezentralen Gebilden auch Regelungsbedarf gibt, ist sicherlich richtig, aber wirklich viele Dinge fallen mir da beim besten Willen nicht ein, eigentlich nur zwei wesentliche Aspekte, Verkehrswege und universitäre Bildung, der Rest kann dezentral geregelt werden.
Führt logisch zu sehr unterschiedlichen dezentralen Gebilden. Na und? Eintönig ist langweilig, bunt ist halt scheuner ;-)
Bakunin beschrieb es so: „Der Staat ist eine Abstraktion, die das Leben des Volkes verschlingt, ein unermeßlicher Friedhof, auf dem sich alle Lebenskräfte eines Landes großzügig und andächtig haben hinschlachten lassen“
Die Lebenskräfte sind dezentral und wenn die sich frei entwickeln können, dann können sie sich gegenseitig befruchten, es geht um die „Konkurenz“ der Ideen und Lösungen. Für manche ein chaotisches Bild, aber was so chaotisch aussieht ist alles andere als Chaos, es wird Ordnungen geben, die sich aus diversen Randbedingungen unterschiedlich entwickeln und immer wieder hinterfragt werden, denn Randbedingungen ändern sich auch. Proudhon dazu „Anarchie ist Ordnung ohne Herrschaft“ ... und was sollte daran falsch sein?
Warum sollen die Anwohner einer Straße nicht entscheiden, wo es sinnvoll ist parken zu dürfen und wo nicht? Die wissen das besser als nen Bauamt ... als Bleistift mal.
Wie dezentrale Strukturen sich organisieren, ob freie Assoziation oder über Räte oder ... sollte jeder dezentralen Struktur selbst überlassen sein. Wesentlich ist die Kommunikation, Wiliam Godwin „Kommunikation ist das Wesen der Freiheit, Zwang kann nicht überzeugen.“
Das Menschenbild des Anarchisten ist simpel: Jeder bekloppte ist anders verrückt und das ist gut so! ... oder anders gesagt, die Diskussion on Menschlein gut/böse oder wie auch immer ist, ist irrelevant. Relevant ist, daß Menschen die kooperieren einfach bessere Chancen und Entwicklungsmöglichkeiten haben, Probleme besser lösen können ... die Kooperation zunächst Grundlage menschlicher Geschichte ist. Man muß den Menschen nicht zu Kooperation erziehen. Anarchisten behaupten, daß das Gegenteil derzeit der Fall ist, Menschen werden zu unkooperativen Verhaltensweisen erzogen. Sollte man einfach sein lassen. Diese Frage war übrigends auch der Grund, weshalb die erste Internationale auseinanderbrach. Das Primat einer Partei zur Schulung des „sozialistischen“ Menschens ... erzeugte bei Bakunin und Co nur Brechreize und eine Abkehr von Marx und Murks ;-)
Natürlich gibt`s noch ne Menge zu sagen, soll ja nur nen kurzer Einstieg sein in eine, vielleicht interessante Debatte. Zwei Punkte möchte ich allerdings noch anschneiden, die durchaus entscheidend sind, besonders zur Abgrenzung zu den „lieben“ Sozialisten :-D
Proudhon vertrat folgende These: „Der persönliche Besitz ist die Bedingung des gesellschaftlichen Lebens. Fünftausend Jahre Eigentum beweisen: Eigentum ist der Selbstmord der Gesellschaft. Der Besitz ist rechtlich; das Eigentum ist widerrechtlich.“
Somit sind alle Arten wirtschaftlichen Handelns auch in einer Anarchie denkbar, mit dem kleinen, aber feinen Unterschied, daß Eigentum nicht erworben werden kann. Macht ja auch irgendwie Sinn, denn das letzte Hemd hat eh keine Taschen ;-)
Letzter Punkt ... die Gewaltfrage. Durchaus sehr kontrovers unter Anarchisten diskutiert. Eine maßgebliche Gruppe lehnt Gewalt als Mittel ab, denn der wichtigste Grundatz, formuliert von Kropotkin lautet : „Anwesenheit des Ziels in den Mitteln“ ... so kann natürlich keine friedliche Gesellschaft mit Mitteln der Gewalt entstehen, keine freie Gesellschaft mit den Mitteln des Zwangs ... Beinhaltet aber auch den Abschied von revolutionären Träumen, hin zu einer Veränderung Schritt für Schritt. Deshalb etwas merkwürdig dieser schwarze Block ...
Wer noch nen bißchen weiter sich informieren möchte ... hier noch nen paar links:
Anarchopedia : http://de.anarchopedia.org/Hauptseite
(man scrolle mal etwas runter und betrachte die Gebrauchsanweisung zur Fußball EM *LOL*
Graswurzelrevolution: http://www.graswurzel.net/
Anarchosyndikalismus, FAU-IAA : http://www.fau.org/artikel/
Naja ... und dann gibt`s ja noch die yoou Tube ;-) : [ame="http://www.youtube.com/watch?v=hpeJZ...eature=related"]YouTube- Broadcast Yourself.[/ame]
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07.08.2008, 16:43
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#2
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Gast
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Anarchie ist von Anfang an negativ belegt, schlicht weil es Macht und Herrschaft komplett in Frage stellt übrigends wesentlich radikaler als der Kommunismus (nach Marx). Da soll ja erst Menschlein über die Schulung Sozialismus zu einem kooperativen Verhalten erzogen werden, wobei die Anarchie sagt, Menschlein ist eigentlich sowieso kooperativ, dat wird dem nur aberzogen.
Wenn du dir irgendeine Politkomikerrede anhörst wird sehr oft das Wort Anarchie gebraucht, natürlich als negativ und als Synonym für gewalttätiges Chaos. Genau das bedient der schwarze Block. Der größte Witz an der Sache ... die meisten von den schwarz vermummten sind im unvermummten Leben bei solid, Jusos, Antifa, jedoch weit weg von den anarchistischen Ideen. Was ich persönlich besonders erschreckend finde ist, daß die SS damit verhöhnt wird. Ne, ne ... nicht die SS sondern die Schwarzen Scharen, anarchosyndikalistische Jugendliche, die sich zusammen geschlossen hatten, zumeist aus der FAUD und der SAJD kamen und ziemlich massiven Widerstand gegen die Nazis leisteten, vielfach das mit ihrem Leben im KZ bezahlen mußten. Auch sowas, worüber nichts in der Auseinandersetzung mit der NS Zeit gesagt/geschrieben wird, ähnliches gilt für die Edelweißpiraten. Da sind bourgeoise Gruppen wie die Weiße Rose doch lieber....
Allerdings muß man auch klar sagen, die Gewaltfrage ist jetzt bei der Merhheit von bekennenden Anarchisten geklärt, wie beschrieben, der Großteil lehnt Gewalt ab.
Dem war aber nicht immer so.
Nach der Niederschlagung der Pariser Kommune war die "Propaganda der Tat" tatsächlich erster terroristischer Widerstand, leider durchgeführt von Anarchisten. Man kann nen ansatzweise Verständnis vor dem Hintergrund 20.000 toter Kommunarden in Paris entwickeln, aber rechtfertigt m.E. eben keine Gewalt.
Das Bild des anarchistischen Terroristen mit Bombe unter der Jacke, hat sich sehr schnell verfestigt. Auch in Spanien während des Bürgerkrieges gab es Morde z.B. an katholischen Priestern die versuchten mit ihrer Propaganda die libertären Projekte um Barcelona zu stören.
Auch die 30.000 Kämpfer der ukrainischen Bauern, die in der Ukraine ein libertäres Projekt (Machnotchina) zuerst gegen die Deutschen/Österreicher, dann gegen die weiße Armee um dann zuletzt geschlagen zu werden von der Roten Armee ... waren nicht grad friedliche Gesellen.
Übrigends leider so Geschichten die kaum bekannt sind, die Bolschewisten hatten kein Interesse daran ein anarchistisches Projekt auch nur ansatzweise in der Geschichte bestehen zu lassen, dabei umfaßte dies Projekt knapp 7 Mill. Einwohner. Selbiges gilt für Spanien, wer weiß heute noch, daß es um Barcelona ein relativ großes anarchistisches Projekt gab, selbst die Sozialisten verschweigen das gerne.
Nur ... man glaubt es kaum ... Süd-Korea ehrt noch heute Kim Jwa Jin, der bekannteste Vertreter eines anarchistischen Projektes, welches sich massiv gegen die Besatzung durch die Japaner gewehrt hat.
Die Abkehr von gewaltbereiten Lösungen hat drei Namen, der Vordenker Peter Kropotkin, der Vermittler Tolstoi und der "Erfinder" gewaltfreien Widerstandes, Mahatma Gandhi. Gandhi stand in Kontakt zu Tolstoi, dieser zu Kropotkin. Etliche von Gandhis Überlegungen lassen sich bei Kropotkin eben auch lesen.
Auch so nen Witz, zwar erklärte Gandhi in einer Rede in Dehli, daß er ein Anarchist ist, diese Tatsache wird aber nicht kommuniziert, weil paßt ja irgendwie nicht ins Bild des bösen, bombenschmeißenden und chaos verbreitenden Anarchisten. Schade eigentlich. Gandhi`s Ideen z.B. zur dezentralen Herstellung von Produkten, von dezentralen, selbstverwalteten Kommunen, sind 1:1 von Kropotkin übernommen worden und seine Weigerung innerhalb einer Staatsregierung mit zu arbeiten, hat nichts mit einem religiösen Hintergrund zu tun, sondern simpel mit der Tatsache, daß er nicht über Menschen herrschen wollte.
Btw ... gab es tatsächlich mal die Diskussion, ob man nicht lieber Libertär statt Anarchie sagt. Meint zwar das gleiche, hört sich aber anders an. Eben genau wg. den negativen Vorurteilen und ner möglichen Abgrenzung zu Wandschmierereien wo dann noch das A mit Kreis drumrum irgendwo prangt mit nem zumeist selten dämlichen Spruch.
Es scheint Konsens zu sein, daß Anarchisten bei dem Wort Anarchie bleiben. Der Grund ist wieder das Selbstverständnis. Einmal gehört die geschilderte gewalttätige Geschichte dazu und hat zu einem Lernprozeß geführt, zum anderen verstehen sich Anarchisten nicht als Elite. Irrungen, Wirrungen, Fehler gehören einfach zum Menschsein dazu und müssen von Gesellschaft ausgehalten werden. Die anarchistische Idee geht nicht von einem Übermenschen aus, deshalb ist es zwar nett, wenn man es für sich schafft einigermaßen konsequent zu leben, aber das ist nen persönliches Ding, gesamtgesellschaftlich muß man halt damit leben, daß die Inkonsequenz die Normalität ist ... und ganz ehrlich, wer bei sich genauer hinschaut entdeckt genügend eigene Inkonsequenz.
Klar kann/darf man sich über den schwarzen Block ärgern, klar darf man sich über den negativen Gebrauch des Wortes Anarchie ärgern ... aber die Kirche sollte man im Dorf lassen.
Gruß
Peter
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07.08.2008, 16:43
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#3
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Gast
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Btw. ne Buchempfehlung
Titel ... wie könnte es anders sein : Anarchie
von Horst Stowasser
Nautilusverlag, ISBN 978-3-89401-537-4
vielleicht noch nen Wort dazu. Das Buch ist eine sehr gute kompakte Zusammenfassung diverser anarchistischer Denkkonzepte und Horst schafft es diese klasse zu verbinden. Nen Wort zu Horst ... 1981 wurde er zu Knast wg des bekannten Tucholsky Zitates verurteilt, schon vor der Vollpension hat er in diversen libertären Projekten mitgearbeitet. Im Moment ist sein Projekt ein Mehrgenerationenhaus, wen es interessiert, hier nen Interview: http://fau-duesseldorf.org/nachricht...wird-aufgebaut
Gruß
Peter
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07.08.2008, 18:47
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#4
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Registriert seit: 07.08.2008
Beiträge: 98
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Zitat:
Zitat von wafi
[...]
Konsequenz ist, daß Anarchisten kleine, dezentrale Gebilde wollen, die für die Menschen, die dort leben übersichlich sind und weil überschaubar, auch gemeinsam geregelt werden können. Das es zwischen diesen dezentralen Gebilden auch Regelungsbedarf gibt, ist sicherlich richtig, aber wirklich viele Dinge fallen mir da beim besten Willen nicht ein, eigentlich nur zwei wesentliche Aspekte, Verkehrswege und universitäre Bildung, der Rest kann dezentral geregelt werden.
[...]
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ne menge bleiwüste, aber es erklärt nicht wie diese überdezentralen angelegenheiten geregelt werden sollen.
Neben verkehrswege und ausbildung fallen mir noch andere sachen ein, wie ist es mit dem gewaltmonopol? Wer vertritt das gebilde völkerrechtlich? Wie verhält es sich mit währungen? Wie wird ein rückfall in klein- und kleinststaaterei vermieden? Wer garantiert die einhaltung der menschenrechte?
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07.08.2008, 21:38
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#5
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Gast
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sorry für die Bleiwüste, aber ich hab halt nur meine postings kopiert, deswegen nen bißchen sehr viel Blei.
Welches Gewaltmonopol???????????
Welches Gebilde????????
Wer soll wen "völkerrechtlich" vertreten und vor allem wozu????
Naja und wer die Menschenrechte vertritt, halt jeder ... oder auch nicht. Mal dusselig zurück gefragt, wer vertritt denn heute die Menschenrechte? ... und noch besser, wer setzt sie durch????????? Das sind doch nur Papiertiger, zu nix zu gebrauchen.
Gruß
Peter
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07.08.2008, 21:53
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#6
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Registriert seit: 07.08.2008
Beiträge: 98
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Zitat:
Zitat von wafi
sorry für die Bleiwüste, aber ich hab halt nur meine postings kopiert, deswegen nen bißchen sehr viel Blei.
Welches Gewaltmonopol???????????
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Das monopol gewalt ausüben zu dürfen. Wer besitzt das? Oder haben wir dann eine Mad-Max-Welt in der der schwerbewaffnetste die macht ausübt?
Wer verurteilt gewaltverbrecher? Wer sperrt sie ein, wenn überhaupt?
Na, die gebilde der selbstbestimmung, die Du beschreibst
Zitat:
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Wer soll wen "völkerrechtlich" vertreten und vor allem wozu????
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nun, es wird vermutlich nicht dazu kommen, daß wir eines morgens ausfwachen und alle welt ist in selbstbetimmte gebilde aufgeteilt...  also müssen diese gebilde ja irgendwie mit dem rest der welt interagieren, es sei denn sie sind völlig autistisch angelegt.
Zitat:
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Naja und wer die Menschenrechte vertritt, halt jeder ... oder auch nicht. Mal dusselig zurück gefragt, wer vertritt denn heute die Menschenrechte? ... und noch besser, wer setzt sie durch????????? Das sind doch nur Papiertiger, zu nix zu gebrauchen.
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Na dann, warum also ändern, wenns nicht besser als das bestehende sein soll? 
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07.08.2008, 22:11
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#7
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Gast
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empfehle einen BEsuch in Christiania /Kopenhagen, nen "Experiment" was durchaus schon lange läuft und schau`s dir an, wie man es selbst eingekesselt in einer anderen Gesellschaft schafft, ziemlich autark zu sein.
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07.08.2008, 22:47
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#8
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Erfahrener Benutzer
Stammuser
Registriert seit: 07.08.2008
Beiträge: 1.574
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Von vornherein ist mir der Anarchismus auch sympathisch, während ich hierarchische Strukturen nicht aushalte. Das beginnt schon mit meinem Widerwillen gegen das Nachbeten großer Vordenker.
Wir leben in Gesellschaften, die von mächtigen, kriminellen Strukturen beherrscht werden. Gewaltverzicht halte ich für naiv, aber das muß jeder für sich entscheiden. Hierarchische Strukturen haben unter den herrschenden Verhältnissen den Nachteil, dass die Herrschenden eben leicht die Handvoll Leute an der Spitze kaufen können.
Dann verehren die Revolutionäre Regierungsagenten.
Vorrangig ist natürlich die Information über alles, was die Herrschenden so treiben: Kriege, Wirtschaftskrisen, inszenierte Massenbewegungen (Öko-Agenda, Club of Rome, WWF...) und eben die Hintergründe von dem Ganzen und die Herrschaftszirkel (Bilderberger, Transatlantiker - es ist eben kein Zufall, dass Joschka in der ZEIT schmieren darf und zu den Bilderbergern eingeladen war...).
Das ist auch der gefährlichste Job, weil die Leute ja sichtbar werden, wenn sie Informationen öffentlich weitergeben. Das läuft dann hier und heute auch nicht anders, als in den berüchtigten Stasigeschichten aus der DDR, nur dass im "freien Westen" sowas auch mal privat organisiert und damit viel unberechenbarer wird.
Die Mehrheit der Bürger hält nicht ohne Grund ihr Maul und interessiert sich höchstens für Fussball. Die sind nicht doof, die wissen schon warum, haben Angst um die Zukunft ihrer Kinder...
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08.08.2008, 00:21
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#9
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Registriert seit: 07.08.2008
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Zitat:
Zitat von wafi
empfehle einen BEsuch in Christiania /Kopenhagen, nen "Experiment" was durchaus schon lange läuft und schau`s dir an, wie man es selbst eingekesselt in einer anderen Gesellschaft schafft, ziemlich autark zu sein.
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Mal ehrlich wafi - schwaches bild
Christiana existiert nur deshalb noch weil die verfasste gesellschaft drumherum es ermöglicht, sprich das gewaltmonopol des staates dänemark ermöglicht aufgrund seiner gesetze die duldung. Aber auch das ist eine frage der zeit, sah ich doch letztens im TV, dsß sich dort immer mehr immobilienhaie sehen lassen, wenn die erstmal über ihre lobbies dendruck erhöhen ists dann auch aus... und dann? bewaffneter untergrundkampf?
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08.08.2008, 00:28
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#10
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Registriert seit: 07.08.2008
Beiträge: 98
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Zitat:
Zitat von Hellmann
Von vornherein ist mir der Anarchismus auch sympathisch, während ich hierarchische Strukturen nicht aushalte. Das beginnt schon mit meinem Widerwillen gegen das Nachbeten großer Vordenker.
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Wie war das nochmal mit den steinen und dem glashaus? Oder anders, wer hat heute ein unterforum mit keynes zu gepflastert???? 
Zitat:
[...]
Vorrangig ist natürlich die Information über alles, was die Herrschenden so treiben: Kriege, Wirtschaftskrisen, inszenierte Massenbewegungen (Öko-Agenda, Club of Rome, WWF...) und eben die Hintergründe von dem Ganzen und die Herrschaftszirkel (Bilderberger, Transatlantiker - es ist eben kein Zufall, dass Joschka in der ZEIT schmieren darf und zu den Bilderbergern eingeladen war...).
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Alles pipifax!
Haste dich schon mal über bertelsmann kundig gemacht, oder is das ne nummer zu groß?
Zitat:
Das ist auch der gefährlichste Job, weil die Leute ja sichtbar werden, wenn sie Informationen öffentlich weitergeben. Das läuft dann hier und heute auch nicht anders, als in den berüchtigten Stasigeschichten aus der DDR, nur dass im "freien Westen" sowas auch mal privat organisiert und damit viel unberechenbarer wird.
Die Mehrheit der Bürger hält nicht ohne Grund ihr Maul und interessiert sich höchstens für Fussball. Die sind nicht doof, die wissen schon warum, haben Angst um die Zukunft ihrer Kinder...
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Papperlapapp - die leute haltens maul weil si ihre ruhe haben wollen, ihre kleine idyllische kleinfamilie, oder ihren skatabend, usw usf jeder will in ruhe sein kleines privates ding durchziehen und basta! 
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