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Alt 20.05.2010, 07:29   #11
Spökes
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Die Menge von 700 t Öl, die dort austreten sollen, halte ich für gänzlich unrealistisch. Zum Umfüllen von knapp 25 t (28000 l) zähes Öl benötigen wir knapp eine halbe Stunde, ohne dass dabei im Tankzug ein Druck erzeugt würde. Das ganze wird über eine 100er Leitung abgewickelt. Die dortige Leitung hat bestimmt einen größeren Querschnitt und der Druck, der dort dahinter steckt, scheint gewaltig zu sein. Jedenfalls wird es ein Vielfaches der angegebenen Menge sein, was dort austritt.

Lieber wäre mir ja, die würden das Zeugs anlanden lassen. Zum einen geschieht dies trotz aller Gegenwehr sowieso und zum anderen läßt sich das Zeugs dort leichter abschöpfen. Der Schaden auf dem offenen Meer bleibt leider unkontrollierbar.
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Alt 20.05.2010, 07:47   #12
jovi
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Zitat:
Zitat von Spökes Beitrag anzeigen
Die Menge von 700 t Öl, die dort austreten sollen, halte ich für gänzlich unrealistisch. Zum Umfüllen von knapp 25 t (28000 l) zähes Öl benötigen wir knapp eine halbe Stunde, ohne dass dabei im Tankzug ein Druck erzeugt würde. Das ganze wird über eine 100er Leitung abgewickelt. Die dortige Leitung hat bestimmt einen größeren Querschnitt und der Druck, der dort dahinter steckt, scheint gewaltig zu sein. Jedenfalls wird es ein Vielfaches der angegebenen Menge sein, was dort austritt.

Lieber wäre mir ja, die würden das Zeugs anlanden lassen. Zum einen geschieht dies trotz aller Gegenwehr sowieso und zum anderen läßt sich das Zeugs dort leichter abschöpfen. Der Schaden auf dem offenen Meer bleibt leider unkontrollierbar.
Man könnte das Bohrloch sprengen oder mit einem größeren Stein&Schotter verschließen. Das Rumgeeiere verstehe ich überhaupt nicht. Wegen den Ölmassen wird es auch hungrige Bürger geben ... und zu welchem Blödsinn man fähig sein wird, wenn man nichts zu verlieren hat ...
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Alt 20.05.2010, 09:01   #13
Spökes
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Zitat:
Zitat von jovi Beitrag anzeigen
Man könnte das Bohrloch sprengen oder mit einem größeren Stein&Schotter verschließen. Das Rumgeeiere verstehe ich überhaupt nicht. Wegen den Ölmassen wird es auch hungrige Bürger geben ... und zu welchem Blödsinn man fähig sein wird, wenn man nichts zu verlieren hat ...
So eine Sprengung scheint das Einfachste zu sein. Dass dies bisher nicht durchgeführt wurde kann aber durchaus an einer mangelnden Standfestigkeit des Deckgebirges über dem Öl-Reservoir liegen, da die Verschüttungssprengung vermutlich am Beginn des Austrittskanals stattfinden muss, da vermutlich ansonsten durch den vorhandenen Druck die losen Gesteinsschichten hinausgespült würden, oder? Leider habe ich keine Infos gefunden, wie stark dieses Deckgebirge ist.
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Alt 20.05.2010, 09:05   #14
Britta
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Zitat:
Zitat von Spökes Beitrag anzeigen
Die Menge von 700 t Öl, die dort austreten sollen, halte ich für gänzlich unrealistisch. Zum Umfüllen von knapp 25 t (28000 l) zähes Öl benötigen wir knapp eine halbe Stunde, ohne dass dabei im Tankzug ein Druck erzeugt würde. Das ganze wird über eine 100er Leitung abgewickelt. Die dortige Leitung hat bestimmt einen größeren Querschnitt und der Druck, der dort dahinter steckt, scheint gewaltig zu sein. Jedenfalls wird es ein Vielfaches der angegebenen Menge sein, was dort austritt.

Lieber wäre mir ja, die würden das Zeugs anlanden lassen. Zum einen geschieht dies trotz aller Gegenwehr sowieso und zum anderen läßt sich das Zeugs dort leichter abschöpfen. Der Schaden auf dem offenen Meer bleibt leider unkontrollierbar.
Mit Sicherheit tritt mehr Öl aus, wie in den Medien behauptet. Das Einsetzen von Chemiekalien bindet das Öl schon unter Wasser. Es verklumpt und bleibt unter der Oberfläche unsichtbar. Das was in Strandnähe kommt, soll abgebrannt werden und Bewohner mit Atembeschwerden werden evakuiert.

Ich denke, es wird sich mit nichts anderem stoppen lassen, wie mit der Entlastungsbohrung. Die soll aber erst in 3-4 Monaten fertig sein. Bis dahin dürfte der ganze Golf von Mexico vollgelaufen sein und die riesigen Klumpen an Öl, die man mit den Chemiekalien gebunden hat, treiben aufs offene Meer hinaus und verseuchen den Rest der Welt.
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Alt 21.05.2010, 09:09   #15
Britta
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Heute morgen im Frühstücksfernsehen hieß es, die Menge an Öl die autritt ist 20 mal größer wie anfangs zugegeben.

Das Öl hat jetzt die Küste Louisianas erreicht, in 1 Woche Florida. Die Loop-Strömung bringt die Ölklumpen, die sich unter Wasser befinden, dann raus auf's offene Meer. Innerhalb von 15-20 Wochen könnte das Öl dann die Küste Irlands und Frankreichs erreichen, danach Spanien.

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Alt 21.05.2010, 11:08   #16
Spökes
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Zitat:
Zitat von Britta Beitrag anzeigen
Heute morgen im Frühstücksfernsehen hieß es, die Menge an Öl die autritt ist 20 mal größer wie anfangs zugegeben.

Das Öl hat jetzt die Küste Louisianas erreicht, in 1 Woche Florida. Die Loop-Strömung bringt die Ölklumpen, die sich unter Wasser befinden, dann raus auf's offene Meer. Innerhalb von 15-20 Wochen könnte das Öl dann die Küste Irlands und Frankreichs erreichen, danach Spanien.

Bei der "Quelle" geht es um ein 500er Rohr, plus dem Druck, der vermutlich von keinem Tankwagen erzeugt werden kann. Da wollte ich wirklich nicht so tief stappeln.
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Alt 21.05.2010, 12:36   #17
Britta
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Zitat:
Zitat von Spökes Beitrag anzeigen
Bei der "Quelle" geht es um ein 500er Rohr, plus dem Druck, der vermutlich von keinem Tankwagen erzeugt werden kann. Da wollte ich wirklich nicht so tief stappeln.
Bei dem verklumpten Öl unter der Wasseroberfläche handelt es sich um einen 'kleinen Klumpen', der 10 Meilen lang, 5 Meilen breit und 100 Meter tief ist. Es soll 3 oder 5 dieser Klumpen geben.

Die Wissenschaftler von der University of Southern Mississippi haben das laut eigener Aussage von der Regierung verboten bekommen.

Zitat:
Pensacola television station WEAR filed a report (video at the link) on the oil plume and broke the news about the scientists being muzzled by the government:

Over the weekend, a research crew from the University of Southern Mississippi found evidence that there are 3 to 5 plumes… About 5 miles wide, 10 miles long and 3 hundred feet in depth.

But after giving that information to the press, the lead researcher now says he has been asked by the federal government… Which funds his research… To quit giving interviews until further testing is done.
http://www.globalresearch.ca/index.p...t=va&aid=19250
Ein anderes Schiff von der Universität von Louisiana, die Pelican, kommt am Sonntag zurück.

Hier kann man den Verlauf der Strömungen schön sehen, die diese 'Klumpen' auch zu uns bringen könnte:

http://de.wikipedia.org/wiki/Golfstrom
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Alt 22.05.2010, 23:23   #18
Britta
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Nun befürchten auch Wissenschaftler, dass die riesigen Ölklumpen Europa erreichen können. Bisher soll die Menge das 25-fache der Exxon Valdez erreicht haben.

Zitat:
With up to 70,000 barrels of oil spewing into the Caribbean every day, there are well-founded fears that the Gulf Loop will pass on its contamination load to the Gulf Stream which, in turn, pours into the North Atlantic. If this happens then the countries of Western Europe that are bathed by this giant oceanic current will also suffer the hydrocarbon toxic fallout from the Deepwater Horizon, scientists say. The multibillion-dollar damage to communities, industries and the incalculable ecological cost might then be multiplied to trillions.

And the full extent of this transatlantic catastrophe does not even stop there. In the South Atlantic, the offshore territories off West Africa – including those of Ghana, Ivory Coast and Sierra Leone – have in recent years become major players in global oil exploration.
http://www.globalresearch.ca/index.p...t=va&aid=19252

ABC hat das auch in den Nachrichten (aber erst mal Werbung)
http://abclocal.go.com/wabc/video?id=7452848

und hier; http://www.liveleak.com/view?i=708_1274534530&c=1
Zitat:
Oil spill to reach Europe, Arctic

CLOSE [X]
The oil spill in the Gulf of Mexico is gradually finding its way toward Europe and the Arctic to damage, endangering wider ecological basins, scientists say.
Dem Gouvaneur von Louisiana war es nicht möglich, Ölsperren für die Küste zu bekommen. Ihm fehlten die finaziellen Mittel (die doch eigentlich BP zur Verfügung stellen müsste?). Auch die Army hat er um Hilfe gebeten
Zitat:
Today, Louisiana Gov. Bobby Jindal dispensed with his laid-back attitude about the spill and in a local radio interview said that he had made repeated, increasingly desperate pleas to get the Army Corps of Engineers to approve an emergency retaining wall project that would have protected the fragile marshlands of Louisiana from the onslaught of thick oil now oozing out of the Gulf.

...But sadly Jindal's pleas fell on deaf ears, and this morning around 8 a.m., oil washed up onshore.
Leider waren die auf dem Ohr auch taub.

Auch wird versucht, das wahre Ausmaß der Katastophe zu verschleiern, indem man Kameras und Handys konfisziert und Wissenschaftler sowie Reporter nicht an die Küste läßt.
Zitat:
Contacts in Louisiana have given me numerous, unconfirmed reports of cameras and cell phones being confiscated, scientists with monitoring equipment being turned away, and local reporters blocked from access to public lands impacted by the oil spill. But today CBS News got it on video, along with a bone-chilling statement by a Coast Guard official

...CBS Evening News reported they were denied access to oiled shoreline by a civilian vessel that had clean-up workers contracted by BP, as well as Coast Guard personnel on board. CBS News video taped the exchange during which time one of the contractors told them (on tape) that " ... this is BP's rules not ours."

Geändert von Britta (22.05.2010 um 23:38 Uhr).
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Alt 23.05.2010, 07:49   #19
Spökes
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Dort werden alles in Allem gewaltige Mengen Rohöl austreten und noch ist die "Quelle" längstens nicht verschlossen respektive versiegt. Daher halte ich die Überlegung, das Zeugs "onshore" einzusammeln für die ergibigste. Das Öl mit chemischen Mitteln zu bekämpfen oder abzufackeln verschleiert nur das Problem und birgt mehr Gefahren, als wir kalkulieren können.

Das uns dies direkt betrifft ist ja wirklich nicht auszuschließen, dafür gibt es ja den Golfstrom. So wie es aussieht fällt zerklumptes Öl ab und gerät so in die Strömung gen Norden. Wogegen die Oberflächenströmung im Golf von Mecxico offensichtlich auf das amerikansiche Festland zuströmt. Das ist zwar schade für die dortige Flora und Fauna aber immer noch besser als den gesamten Nordatlantik zu vergiften.
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Alt 23.05.2010, 10:35   #20
Britta
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Zitat:
Zitat von Spökes Beitrag anzeigen
Dort werden alles in Allem gewaltige Mengen Rohöl austreten und noch ist die "Quelle" längstens nicht verschlossen respektive versiegt. Daher halte ich die Überlegung, das Zeugs "onshore" einzusammeln für die ergibigste. Das Öl mit chemischen Mitteln zu bekämpfen oder abzufackeln verschleiert nur das Problem und birgt mehr Gefahren, als wir kalkulieren können.
Aufsammeln - anders wird es wohl nicht gehen, denn aus dem Meer fischen ist nicht. Nur, wohin dann mit dem Zeugs? Da müßte man ein ganz schön tiefes Loch buddeln oder wäre das Zeug dazu geeignet, die Heizkraftwerke jahrelang mit betreiben?

Zitat:
Zitat von Spökes Beitrag anzeigen
Das uns dies direkt betrifft ist ja wirklich nicht auszuschließen, dafür gibt es ja den Golfstrom. So wie es aussieht fällt zerklumptes Öl ab und gerät so in die Strömung gen Norden. Wogegen die Oberflächenströmung im Golf von Mecxico offensichtlich auf das amerikansiche Festland zuströmt. Das ist zwar schade für die dortige Flora und Fauna aber immer noch besser als den gesamten Nordatlantik zu vergiften.
Wenn es sich um die ganze Welt verteilt, dürften die Kosten den Wert von BP um ein vielfaches übersteigen.
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