Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : "Der Tropfen, der das Fass zum Überlaufen bringt" - dein Frust-Barometer
"Alles prima" oder "Schnauze voll". Hier könnt ihr angeben, wo ihr im Lebe steht:
1. Mein Leben ist im Großen und Ganzen glücklicklich und ich akzeptiere die vorhbehaltlos die bestehende politische und wirtschaftliche Ordnung (Demokratie, Marktwirtschaft bzw. Kapitalismus).
2. Ich habe Probleme in meinem Leben und versuche, sie aus eigener Kraft zu lösen. Ich sehe Mängel in der politischen und wirtschaftlichen Ordnung, hoffe aber auf ihre Beseitigung.
3. Stress und Ärger in meinem Leben nehmen zu und oft werde ich ihnen kaum Herr. Ich hoffe aber, die vielen Probleme in den Griff zu bekommen. In der politischen und wirtschaftlichen Ordnung sehe ich große Mängel, die aber überwunden werden können.
4. Der Ärger in meinem Leben reisst nicht ab und überfordert mich. Oft weiß ich nicht, wie es weiter gehen soll. In der politischen und wirtschaftlichen Ordnung sehe ich viele Probleme, die nicht weniger werden und nicht gelöst werden. Trotzdem gibt es zu dem Leben und der bestehenden Ordnung keine Alternative.
5. Die Probleme in meinem Leben sind so schwer geworden, dass sie mich schier erdrücken. Ständig habe ich Angst um meine Existenz und oft ist mir alles egal. In der politischen und wirtschaftlichen Ordnung sehe ich keine Perspektive mehr und nehme das Tun von Politikern und wirtschaftlich Mächtigen passiv hin, ohne noch auf etwas zu hoffen.
6. Ich fühle mich in meinem Leben immer wieder in meiner Existenz bedroht. Es ist so schlimm geworden, dass es mir egal ist, wie es weiter geht. Weil ich keinen Ausweg mehr sehe und keine Hoffnung auf Besserung habe. Von der politischen und wirtschaftlichen Ordnung habe ich mich innerlich gelöst, »Demokratie« und »Marktwirtschaft« sind für mich obsolet geworden.
7. Meine Lebensumstände treiben mich in die Verzweiflung und zu extremen Handlungen wie Selbstmord oder Straftaten. Allerdings sind das nur Fantasien, bislang habe ich nichts dergleichen getan. Die politische und wirtschaftliche Ordnung ist mir so verhasst geworden, dass ich aus meiner Verachtung für sie kein Hehl mache. Trotzdem mache ich einen großen Bogen um Extremisten in der Art von »Autonomen« und »Neonazis«, weil ich die für dumm und schädlich halte.
8. Mir fehlt nur noch die Gelegenheit, um »auszurasten« und ich hoffe auf Krawalle wie in Paris 2005 oder in Athen, um dann meine Wut und Verzweiflung abzureagieren. Ich hoffe auf den Sturz der bestehenden politischen und wirtschaftlichen Ordnung und bin sogar bereit, dafür ins Gefängnis zu gehen oder zu sterben. Weil mein Leben so zur Hölle geworden ist, dass Knast nicht schlimmer und Tod eine Erlösung ist.
9. Ich bin zu der Einsicht gekommen, dass es NICHT an mir allein liegt, dass mein Leben zu einem ständigen und zermürbenden K(r)ampf geworden ist. Eigene Fehler mögen sich zwar unerfreuliche und unerwartete Konsequenzen zeigen, aber die wären noch zu bewältigen. Dass »Leben« zu einem Alptraum geworden ist, liegt daran, dass ich den Satz »Es gibt kein gutes Leben im Schlechten« ignoriert habe. Ich habe versucht, mein Leben selbst zu gestalten und für eigenes Versagen auch die Verantwortung zu übernehmen. Dummerweise habe ich auch versucht, für das Versagen anderer – Eltern, Großeltern, vorheriger Generationen, zynischer gleichgültiger Mitmenschen – die Konsequenzen zu tragen. Das ist mehr als ich allein tragen kann. Dass die Folgen eigenen Versagens und des Versagens Anderer oft nicht zu unterscheiden sind, macht das Problem nur noch schlimmer. Mein wesentlicher Fehler hier liegt darin, entweder NICHT, mit falschen Mitteln (sei es Gewalt oder Teilhabe an korrupten politischen Strukturen) oder nicht entschieden genug für eine gerechte Gesellschaft eingetreten zu sein. Mein eigener alltäglicher Frust und Existenzkampf ist daher Folge des Glaubens, in einer ungerechten Gesellschaft gerecht behandelt zu werden.
Für mich selbst sind es diese beiden Punkte
6. Ich fühle mich in meinem Leben immer wieder in meiner Existenz bedroht. Es ist so schlimm geworden, dass es mir egal ist, wie es weiter geht. Weil ich keinen Ausweg mehr sehe und keine Hoffnung auf Besserung habe. Von der politischen und wirtschaftlichen Ordnung habe ich mich innerlich gelöst, »Demokratie« und »Marktwirtschaft« sind für mich obsolet geworden.
Mich für 7. oder 8. zu entscheiden, habe ich mir verkniffen, weil ich mit dem "Ausrasten" schlechte Erfahrungen gemacht habe und ziellose Krawalle uns nicht weiter bringen. Selbst wenn wir uns auf den Bürgersteigen immerzu bücken müssten, weil an den Laternenpfählen DOCH einige Menschenschinder baumeln, befreit uns das nicht von der Aufgabe, endlich eine gerechte Gesellschaft zu schaffen. Weil sonst die Krawalle von 20xx ebenso Murks sind wie die Revolutionen von 1776, 1789 und 1917 und der *** wieder von vorn losgeht.
9. Ich bin zu der Einsicht gekommen, dass es NICHT an mir allein liegt, dass mein Leben zu einem ständigen und zermürbenden K(r)ampf geworden ist. Eigene Fehler mögen sich zwar unerfreuliche und unerwartete Konsequenzen zeigen, aber die wären noch zu bewältigen. Dass »Leben« zu einem Alptraum geworden ist, liegt daran, dass ich den Satz »Es gibt kein gutes Leben im Schlechten« ignoriert habe. Ich habe versucht, mein Leben selbst zu gestalten und für eigenes Versagen auch die Verantwortung zu übernehmen. Dummerweise habe ich auch versucht, für das Versagen anderer – Eltern, Großeltern, vorheriger Generationen, zynischer gleichgültiger Mitmenschen – die Konsequenzen zu tragen. Das ist mehr als ich allein tragen kann. Dass die Folgen eigenen Versagens und des Versagens Anderer oft nicht zu unterscheiden sind, macht das Problem nur noch schlimmer. Mein wesentlicher Fehler hier liegt darin, entweder NICHT, mit falschen Mitteln (sei es Gewalt oder Teilhabe an korrupten politischen Strukturen) oder nicht entschieden genug für eine gerechte Gesellschaft eingetreten zu sein. Mein eigener alltäglicher Frust und Existenzkampf ist daher Folge des Glaubens, in einer ungerechten Gesellschaft gerecht behandelt zu werden.[/QUOTE]
Ein Blick in Gescichte und Gegenwart zeigt uns, dass wir uns über unsere Frustrationen und Ängste nicht zu wundern brauchen. Weil es viele Menschen gab und gibt, denen es noch schlechter ging und geht. Und zwar nicht aus "Notwendigkeit" irgendeiner Art, sondern weil sie Spielbälle von Großverbrechern aller Art waren. Die Apologeten des status quo argumentieren damit, dass wir deshalb unser Elend und den nicht abreißenden Stress, Ängste und Frustrationen gefälligst ertragen sollen. Wenn Ungerechtigkeit aber auch weiterhin Leitmotiv unserer Existenz sein soll, dann bitte ich mir jene Ungerechtigkeit aus, wo gewisse Leute an der Laterne baumeln. Wenn man sie zuerst mit den Füßen voran aufhängt und sie dann nach ihrer Meinung über eine gerchte Gesellschaft ohne Lynchjustiz fragt, werden da viele ratzfatz ihre Meinung ändern.
Ich hätte normal Punkt 7 genommen, den kann ich aber nicht nehmen weil da was von Verzweiflung steht.
Ich verachte aber die Machthabenden. Sie sind für mich keine Autorität mehr. Nur verzweifeln werde ich daran nicht. Ich wünsche ihnen nach dem Tod einfach nur die Hölle, die sie für die Menschen auf Erden bereitet haben.
Ansonsten habe ich vor nichts Angst und werde mich, solange ich lebe, für eine bessere Welt einsetzen. :winken:
"Alles prima" oder "Schnauze voll". Hier könnt ihr angeben, wo ihr im Lebe steht:
Wie wäre es mit einer Option:
"Ich fühle mich fit genug, um meine alternative Umgebung zu schaffen?"
Probleme gibt es immer.
Und gab es immer.
Die Herausforderung des Lebens bestand so auch immer darin, Probleme zu erkennen um sie umschiffen zu können oder noch besser, sie zu verhindern.
Sich aller Hoffnungslosigkeit hinzugeben, bringt auch nur Hoffnungslosigkeit.
Wie wäre es mit einer Option:
"Ich fühle mich fit genug, um meine alternative Umgebung zu schaffen?"
Wenn nicht die technischen Probleme mit dem Hinflug wären, wäre mir eine Stadt auf dem Mond dazu geeigneter als das, was wir auf der Erde haben.
Der alltägliche Irrsinn kommt auch daher, dass Leben als Nullsummenspiel aufgefasst wird - was der eine mehr hat, muss der andere verlieren - und man da nicht wegkommt. Wobei das Zusammenpferchen der Menschen in einer begrenzten Umgebung (= Erde) das Nullsummenspiel begünstigt. "Alternative Umgebungen" sehe ich deshalb nur noch auf anderen Himmelskörpern.
Wenn nicht die technischen Probleme mit dem Hinflug wären, wäre mir eine Stadt auf dem Mond dazu geeigneter als das, was wir auf der Erde haben.
Der alltägliche Irrsinn kommt auch daher, dass Leben als Nullsummenspiel aufgefasst wird - was der eine mehr hat, muss der andere verlieren - und man da nicht wegkommt. Wobei das Zusammenpferchen der Menschen in einer begrenzten Umgebung (= Erde) das Nullsummenspiel begünstigt. "Alternative Umgebungen" sehe ich deshalb nur noch auf anderen Himmelskörpern.
;)
Also ich empfinde diesen Planeten als ganz hervorragend.
Ich denke für meinen Teil nicht, dass es darauf ankommt, etwas zu haben, sondern vielmehr aus dem was man hat, etwas zu erschaffen. Ich halte das für das Glücksgefühl, Erfüllung, ... nenne es auch Herzscheiße ;)
Hellmann 29.11.2009, 23:21 Wie wäre es mit einer Option:
"Ich fühle mich fit genug, um meine alternative Umgebung zu schaffen?"
Das schaffst Du nicht mit der alternativen Umgebung.
Nimm mal das Thema Klimakatastrophe. Das ist eine dreiste Lüge und Volksverarschung. Wenn Du Kinder hast, musst Du damit rechnen, dass die das in der Schule eingepaukt kriegen. Wenn Du irgendwo Leute triffst, musst Du damit rechnen, dass die Dir mit dem Scheiß ankommen, dass die Dich meiden, wenn sie merken, dass Du da anderer Ansicht bist.
Von dem ganz zu schwiegen, was in den Zeitungen steht und im Radio oder Fernsehen läuft. Das musst Du alles von Dir fernhalten in diesem System, wenn Du Dich nicht mit dummem Dreck abfüllen lassen willst.
Nee, da gibt es kein Entkommen, das System muss weg.
also bis jetzt, wenn ich unbedingt etwas wollte und es mit aller kraft versucht habe zu erreichen habe ich es geschafft.
als motivation hat mir geholfen zu sagen: "wenn andere es geschafft haben, dann schaffst ich es auch, kann doch nicht sein, das ich unfähiger bin :nono: als sonst jemand". zugegeben, habe oft glück gehabt aber dies gehört zum leben dazu, oft versuchen steigert übrigens das glück - halt so wie mit dem würfel, eine sechs wirft man nicht beim ersten mal aber bei hinreichend oft wird es schon klappen. wenn nicht :toben: dann muss man halt nachhelfen. :giggle:
Ja, man kann schon einiges erreichen. In erster Linie allerdings für sich selber. Der Einfluß auf das Umfeld bleibt gering. Letztlich befindet man sich mit "natürlichen Ansprüchen" an das Leben in einer Insellösung. Gesamtgesellschaftlich sehe ich keine Option der Missere zu entrinnen. Frust ist vorprogramiert. Man muss halt damit umgehen können um nicht zu sagen: eine Kämpfernatur abgeben.
;)
Also ich empfinde diesen Planeten als ganz hervorragend.
Ja, für Tiere und Pflanzen ist er meistens ein prima Ort. Die entwickeln hier immer neue Formen und gedeihen sogar in den Eiszeiten. Die Dinosaurier sind zwar ausgestorben, aber Blauwale sind ebenso groß und noch schwerer. Nur gibt es fast keine Blauwale mher. Woran das wohl liegt ... :kopfkratz:
Obwohl mir die technischen Probleme bewusst sind, muss ich auf diesen Punkten bestehen:
1. Aus Sicht der Tiere und Pflanzen, der irdischen "Natur" sind 7-10 Milliarden Menschen eine Katastrophe gerade dann, wenn die Menschen ihre Technik darauf optimieren, die Ressourcen der Erde zu "nutzen". Dann haben wir bald Städte in der Antarktis und auf dem Meer und viele andere Spezies als Konkurrenten um Platz ausgerottet.
2. Nach 30-35 Jahren Bestrebungen "die Probleme auf der Erde zu lösen", kann ich nur sagen: Das ist gründlich gescheitert und ist zum Öko-Label für naturzerstörende und menschenverachtende Politik verkommen.
3. Soweit ich über den Menschen und sein Verhältnis zur Natur und zur Erde etwas sagen kann, muss ich konstatieren: beiden scheinen nicht auf Dauer füreinander gemacht zu sein. Der Mensch plündert und zerstört die Erde, die Erde rächt sich mit einem Kollaps der Biosphäre (wie ohne menschliches Zutun vor 250 Millionen Jahren), dem Ausbruch des nächsten Supervulkans oder hilfsweise einem Kometeneinschlag.
Vielleicht ist Mutter Erde zu uns wie andere Mütter im Tierreich und auch bei den Menschen. Wenn das Gör groß geworden ist, soll es seine eigenen Wege gehen und darf nur zu Besuch kommen.
Das schaffst Du nicht mit der alternativen Umgebung.
(...)
Nee, da gibt es kein Entkommen, das System muss weg.
Da sehe ich sogar beim Auswandern in den Weltraum Probleme. Ich habe zu viele SF-Geschichten gelesen, wo der bürgerliche Schwachsinn auf andere Planeten exportiert wird. Etwa die Phasentheorie der Geschichte als Prozess aufsteigender Entwicklung von Jäger und Sammler > antike Sklavenhalter > Feudalismus (Mittelalter) > Manufakturwesen > Kapitalismus > irgendeinem utopischem Endstadium, auf das die Leute hoffen sollen, um Entbehrungen zu ertragen, das aber nie eintritt.
Im einem Science Fiction-Roman müssen die Siedler auf einem anderen Planeten diese Phasen wieder von Anfang an durchlaufen. Sie sollen zuerst Bauern werden, damit ihre Urenkel dann in der Industriegesellschaft ankommen, die sie auf der Erde schon hatten. Sie fliegen deshalb mit Überlichtgeschwindigkeit durchs All und fahren mit einem Schaufelraddampfer in ein Dorfkaff in the middle of nowhere. Ein Mädchen flüchtet von da, weil sie die Verarschung durschschaut hat. Selbst auf einer ökologisch ruinierte Erde hatte sie eine Zukunft und auf der neuen Welt soll sie so im Dreck wühlen wie die Menschen im Mittelalter oder früher Neuzeit. Diese so genannte "stage theory" ist eine hübsche fiktive Fortschreibung realer Verarschungen.
Es ist dann nur folgerichtig, dass bei einer schweren, von außen kommenden Krise die Planeten, auf denen solche kranken Ableger einer kranken bürglich-kapitalistischen Gesellschaft breit gemacht haben, der Bedrohung zum Opfer fallen. Nur das "Königreich Kulu" und die "Edenisten" halten der Bedrohung stand. Sie werden zwar als ideologische Gegepole dargestellt - Kulu ist konservativ und autoritär, Eden progressistisch-hedonistisch und anarchistisch - aber beide Gemeinwesen haben den Ausstieg aus der bürgerlich-kapitalistischen Gesellschaft erfolgreich vollzogen.
Damit sollten wir aber nicht bis in 600 Jahren warten :rolleyes2:
Nimm mal das Thema Klimakatastrophe. Das ist eine dreiste Lüge und Volksverarschung. Wenn Du Kinder hast, musst Du damit rechnen, dass die das in der Schule eingepaukt kriegen. Wenn Du irgendwo Leute triffst, musst Du damit rechnen, dass die Dir mit dem Scheiß ankommen, dass die Dich meiden, wenn sie merken, dass Du da anderer Ansicht bist.
Das Klima wandelt sich auf jeder Skala betrachtet: im Laufe von Jahrhunderten, Jahrtausenden, Jahrmillionen. Der akute Klimawandel ist nur einer von vielen. Die Menschen und ihre Treibhausgase mögen da Einfluss haben, aber andere Umwälzungen gingen ohne menschliches Zutun vonstatten.
Das Problem ist nicht der Klimawandel per se, sondern, dass die Erde so dicht bevölkert ist und da vieles auf einer so fragilen Grundlage ist, dass Änderungen die Lebensgrundlage von Millionen oder Milliarden bedrohen.
Als vor 10 000 Jahren der Meeresspiegel um 100 Meter stieg, mögen da einige Siedlunge, vielleicht sogar erste Städte untergegangen sein. Die meisten Menschen zogen einfach höher und nutzten zuvor vergletscherte Gebiete.
Würden heute die Polkappen abschmelzen - was schon oft geschehen ist - wäre dann die Hälfte oder mehr der Weltbevölkerung unter Wasser.
Von dem ganz zu schwiegen, was in den Zeitungen steht und im Radio oder Fernsehen läuft. Das musst Du alles von Dir fernhalten in diesem System, wenn Du Dich nicht mit dummem Dreck abfüllen lassen willst.
Die Massenmedien ignoriere ich zu großen Teilen. Die kann man nicht kaufen, wegzappen oder ausschalten. Ich finde es nur schlimm, wie viele Menschen in meinem Umfeld sich diesen Krampf noch schön reden. Manche mögen das wirklich glauben, aber bei vielen habe ich das Gefühl, es ist auch Angst, sonst aufzufallen oder als Querulant zu gelten. In offenen Momenten schimmert dann durch, was sie von dem System wirklich halten: nichts!
Ja, man kann schon einiges erreichen. In erster Linie allerdings für sich selber. Der Einfluß auf das Umfeld bleibt gering. Letztlich befindet man sich mit "natürlichen Ansprüchen" an das Leben in einer Insellösung. Gesamtgesellschaftlich sehe ich keine Option der Missere zu entrinnen. Frust ist vorprogramiert. Man muss halt damit umgehen können um nicht zu sagen: eine Kämpfernatur abgeben.
Eine Insel, auf der alle verfügbaren Ressourcen vorhanden sind, wäre schön. Ich nehme auch einen Asteroiden, sofern es die Technik dafür gibt, und der nicht demnächst gegen einen anderen Himmelskörper knallt.
Wir haben aber keine Inseln, sondern streben Nischen an. "Die Flucht ins Private" nannten das die Linken vor einer Generation. Nur haben es Totalitarismen aller Art an sich, auch und besonders in das Private einzudringen. Sei es über Repression und Gewalt, sei es über wirtschaftliche Abhängigkeiten. Um es dir in der Nische gemütlich zu machen, musst du sie dir leisten können. Damit bist du irgendwie an das System gebunden. Sei es als reicher Erbe, sei es als Empfänger von Transferleistungen. Sei es in Form jener gut dotierten Erwerbstätigen, die meines Erachtens "Pfründen" bekommen.
Ein anderer User hat in einem anderen Forum zum Thema Nische geschrieben: das System ist schon da.
Eine Insel, auf der alle verfügbaren Ressourcen vorhanden sind, wäre schön. Ich nehme auch einen Asteroiden, sofern es die Technik dafür gibt, und der nicht demnächst gegen einen anderen Himmelskörper knallt.
Wir haben aber keine Inseln, sondern streben Nischen an. "Die Flucht ins Private" nannten das die Linken vor einer Generation. Nur haben es Totalitarismen aller Art an sich, auch und besonders in das Private einzudringen. Sei es über Repression und Gewalt, sei es über wirtschaftliche Abhängigkeiten. Um es dir in der Nische gemütlich zu machen, musst du sie dir leisten können. Damit bist du irgendwie an das System gebunden. Sei es als reicher Erbe, sei es als Empfänger von Transferleistungen. Sei es in Form jener gut dotierten Erwerbstätigen, die meines Erachtens "Pfründen" bekommen.
Ein anderer User hat in einem anderen Forum zum Thema Nische geschrieben: das System ist schon da.
Nischen bieten sich für Produkte und Freizeittotschlagen, jedenfalls wenn man den Schwerpunkt seiner Tätigkeiten auf die Gewinnung der Nahrung legt. Dabei geschieht allerdings das Gegenteil von einer Flucht ins Private. Den Spaß kann ich nun mal schlecht verstecken und muss damit nach draußen. Ja, stimmt, auch dies muss man sich leisten können. Da "Beobachter" des Geschehens häufig dies nicht können, bleibt es in meinem Fall bei der Insellösung, die ja bekanntlich nicht funktioniert, schon alleine dadurch, dass die Imissionen der nahen Landstraße bei mir einwirken. Das System als solches bleibt bei mir allerdings vor der Gartentüre, jedoch hat es bisher noch nicht einmal angeklopft. So wurde mir nicht untersagt zu zeigen, dass sich dies unter Zuhilfenahme einfachster Werkzeuge und einer Portion Energie, die sich auch jeder Breitensportler abgewinnen muss, umsetzen läßt. Da sagt selbstverständlich das "System" zu: Alles viel zu viel Arbeit, nicht effizient,....und ich befeuere dies gar mit. Je mehr Menschen glauben, dem wäre so, desto weniger haben am Tag X die schwache Möglichkeit, diesen zu überdauern. Die Leute, die sich an solchen Vorgaben orientieren erscheinen mir eh zu schwach, körperlich wie mental. Was soll ich mich damit abgeben? Die bräuchten nur ihre Augen zu öffnen und den Verstand einzuschalten statt mir zu erzählen, wie mühselig dass doch alles ist.
Zu meiner Verwunderung sprach mich die Tage ein Landwirt an, wie er nun meinen Garten, den er gerade wenn er mit seinem Unimog-Cabriole unterwegs ist einsehen kann, zu bewerten hätte? Er erlaubte sich nach dem Tod seiner Eltern als erstes den alten Bauerngarten in Weideland umzuwidmen und fortan seine Ernährung aus fragwürdigen Quellen zu bestreiten. Offensichtlich stößt er in dieser Frage an Grenzen, die seine Kinder aufwerfen. Die sehen meinen Garten immer aus dem Bus heraus, wie Tausende andere auch. Schlimm ist nur, wenn ich irgendwo hingehe: Statt Ruhe finde ich immer irgendwelche Gesprächspartner. Das macht Frust! Statt drüber zu sinnieren sollten die Leute doch einfach nur handeln, sofern sie über Handlungsspielraum verfügen. Viele hätten den ja. Mit deiner anvisierten Mondlandung werden wir nicht weiter kommen mangels Handlungsspielraumes.
Sorry, sollte ich ot gelandet sein. Das musste jetzt raus. Habe gerade eine Schubkarre Chicoree ausgebuddelt und zum Treiben vorbereitet.
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