Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Preparata: Wer Hitler mächtig machte
Hellmann 27.10.2009, 10:25 In einem Monat erscheint endlich die deutsche Übersetzung des Buches von Giacomo Preparata, das ich hier schon einmal in der Originalausgabe besprochen hatte.
Wer Hitler mächtig machte: Wie britisch-amerikanische Finanzeliten dem Dritten Reich den Weg bereiteten (Taschenbuch)
von Guido G Preparata (Autor), Andreas Bracher (Vorwort), Helmuth Böttiger (Übersetzer)
Taschenbuch: 416 Seiten
Verlag: Perseus; Auflage: 1., Auflage (20. November 2009)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 390756474X
ISBN-13: 978-3907564745
Wer Hitler mächtig machte: Wie britisch-amerikanische Finanzeliten dem Dritten Reich den Weg bereiteten: Amazon.de: Guido G Preparata, Andreas Bracher, Helmuth Böttiger: Bücher
Der Preis wird vermutlich 30 Euro sein.
-> http://www.buchhandel.de/detailansicht.aspx?isbn=978-3-907564-74-5
Wer sich schon einmal kurz etwas einlesen möchte (Auszug in Deutsch):
-> http://www.menschenkunde.com/weltgeschehen/preparata.html
Werde mir die Übersetzung auf jeden Fall kaufen, auch wenn ich das Buch schon in der Originalfassung besitze.
Conjuring Hitler: How Britain and America Made the Third Reich (Taschenbuch)
von Guido G. Preparata (Autor)
Conjuring Hitler: How Britain and America Made the Third Reich: Amazon.de: Guido G. Preparata: Englische Bücher
Wenigstens hat man für die deutsche Übersetzung ein geschmackvolleres Titelbild gewählt.
Preparata ist selbstverständlich noch nicht das letzte Wort zu dem Thema und er kennt einige wichtige Zusammenhänge auch noch nicht. Da wäre für einen begabten Autor, der sich vor Tod und Teufel nicht fürchtet, noch ein Thema, das für jede Menge Ärger heute und morgen und die Hoffnung auf späten Ruhm taugen würde.
In einem Monat erscheint endlich die deutsche Übersetzung des Buches von Giacomo Preparata, das ich hier schon einmal in der Originalausgabe besprochen hatte.
.absolut interessant. werde ich mir auch auf deutsch besorgen.
habe bemerkt, dass immer mehr details um den 1. und 2. WK auf den markt kommen. wird auch langsam zeit, dass da so einiges gerade rerückt wird, was nicht ganz in ordnung ist.
zwar wird das wohl noch einige jahrzehnte dauern, bis man sich letztendlich ein allumfassendes bild machen kann, aber das macht nichts. alle male peinlich wird es für die länder, die immer mit den fingern auf uns zeigten und letztendlich begreifen müssen, dass es ihre politik, ihre finanzwirtschaft, ihr boykottieren war, das vieles erst überhaupt in gange gebracht hat. ich hoffe, diese länder übernehmen dann auch eine gewisse verantwortung in dieser angelegenheit und rehabilitieren so einiges.
richard
Raffaello 07.12.2009, 20:22 Übrigens hat er auch eine interessante website:
www.guidopreparata.com
@Hellmann, dein Link auf die deutsche Übersetzung funktioniert nicht richtig und meiner auch nicht.
Auf Amazon wird die deutsche Übersetzung zwar angezeigt, aber mit dem Hinweis "derzeit nicht verfügbar".
Hellmann 07.12.2009, 22:14 Das Buch ist noch nicht erhältlich und wird vom Verlag für Dezember angekündigt. Es ist ein kleiner Verlag in der Schweiz, der wohl Probleme hat.
Gibt es öfter bei wichtigen Büchern.
Das Problem mit dem Link liegt wohl an den deutschen Umlauten, da funktioniert die Anzeige anscheinend nicht.
Raffaello 08.12.2009, 19:33 Hier ist es aber lieferbar:
http://www.buchhandel.de/default.aspx?strframe=titelsuche&caller=vlbPublic&nSiteId=11&Func=Search&stichwort=preparata
Ich habe es auch schon ;)
Hier ist es aber lieferbar:
http://www.buchhandel.de/default.aspx?strframe=titelsuche&caller=vlbPublic&nSiteId=11&Func=Search&stichwort=preparata
Ich habe es auch schon ;)
Ist bestimmt spannend. Vielleicht kaufe ich es mir auch, wenn ich andere Sachen fertig gelesen habe.
Dabei war das erste Coverbild ansprechender als diese Rochade.
Hellmann 09.12.2009, 07:45 Dabei war das erste Coverbild ansprechender als diese Rochade.
Nein, finde ich nicht. Kann die Visage von dem H. nicht ausstehen. Ebenso kommt mir die von K.M. nicht auf meinen Titel. :rolleyes2:
Es war ja auch ein geopolitisches Schachspiel.
Nein, finde ich nicht. Kann die Visage von dem H. nicht ausstehen. Ebenso kommt mir die von K.M. nicht auf meinen Titel. :rolleyes2:
Es war ja auch ein geopolitisches Schachspiel.Dieses Spiel lief aber doch schon vor H. und doch eigentlich immer noch und davon ist er, der in dem Buch ja in vorderster Linie mit seinen Verwicklungen abgehandelt wird doch nur ein mittelgroßes Rädchen. Ich kam auch nur drauf weil sich das Cover geändert hat. Da fragt man sich schon: Warum?
Hast Du schon Überlegungen bezüglich des Regierungsagenten Cover angestellt?
Hellmann 09.12.2009, 10:41 Dieses Spiel lief aber doch schon vor H. und doch eigentlich immer noch und davon ist er, der in dem Buch ja in vorderster Linie mit seinen Verwicklungen abgehandelt wird doch nur ein mittelgroßes Rädchen. Ich kam auch nur drauf weil sich das Cover geändert hat. Da fragt man sich schon: Warum?
Mein Vorschlag wäre es auch gewesen, das Schachcover zu nehmen. Weil der H. eben wirklich nur ein kleines dummes Rädchen war. Der wusste noch nicht mal, was Intelligence ist, sonst hätte er gemerkt, dass Canaris und Heydrich für die Briten gearbeitet haben. Canaris schon seit dem Ersten Weltkrieg und der hat dann auf seinem Schiff den Heydrich aufgegabelt.
Sowas muss doch auffallen. Solche Zufälle gibt es doch nicht.
Hast Du schon Überlegungen bezüglich des Regierungsagenten Cover angestellt?
Ja, das Buch sollte auch gerade in den Druck gehen. Auf dem Cover ist der Kölner Karnevalszug von 1846.
-> http://ksh.wikipedia.org/wiki/Datei:Maskenzug_Koeln_1846.jpg
Hoffentlich klappt alles. :kopfkratz:
Nein, finde ich nicht. Kann die Visage von dem H. nicht ausstehen. Ebenso kommt mir die von K.M. nicht auf meinen Titel. :rolleyes2:
Es war ja auch ein geopolitisches Schachspiel.
In dem Titelbild der englischen Ausgabe mit dem Hitler wird dem noch eine gewisse dämonische Qualität gegeben. Optisch also die Fortsetzung der Hitler-Verkultung, die mir an diversen Dokus so sauer aufgestoßen ist. Dabei haben schon in den zwanzigern und dreißiger Jahren Personen in der "Rechten", die es ja iwissen müssen, auf die eine oder andere Art harsche Kritik an Hitler geübt. Ohne seine "Förderer" wäre der vielleicht nicht einmal in den eigenen Reihen die alles beherrschende, zerstörende und diskreditierende Figur geworden, zu der er nun einmal wurde. Andere Schreihälse und Schlagetots - Goebbels, Röhm - oder zumindest denkfähige Menschen - Otto Strasser, Ernst Niekisch - hätten dann die einschlägige Szene geprägt und bei allem Unsinn viel weniger Unheil angerichtet und vielleicht auch das eine oder andere Konstruktive. Aber dann gäbe es das Deutsche Reich vielleicht noch und Rechte, Linke und unpolitische Menschen hätten nach dem Elend und Chaos bürgerlicher Herrschaft so die Schnauze voll gehabt, dass es 1945 weder Zusammenbruch noch Restauration bürgerlicher Herrschaft gegeben hätte.
Ungeachtet äußerer Faktoren habe ich bei der Unterstützung der bürgerlichen Pareien für das "Ermächtigungsgesetz" folgenden Verdacht: die unterstützten Hitler, weil sie davon ausgingen, dass der Irre, Schlächter und Größenwahnsinnige kein dauerhaftes "nichtbürgerliches" Projekt zustande bringen würde. Sie unterstützen ihn IMHO nicht nur gegen die Arbeiterbewegung, sondern auch gegen "Rechte" - eben seine Rivalen in der NSDAP -, die mit ernst zu nehmenden Linken zumindest die Ablehnung und Verwerfung des 1776 und 1789 begonnenen bürgerlichen Projektes gemeinsam hatten. Ich will den Bürgerlichen nicht einmal vorwerfen, dass sie ahnten, wie katastrophal das von ihnen ermöglichte braune Intermezzo werden und enden würde. Hitlers ausländische Förderer wussten das vielleicht besser :D
Weil wir gerade bei Autoren sind, ...
ich verweise mal auf einen "Dr. Peter Beter", dessen Thesen/Informationen wir vielleicht parallel mal diskutieren könnten:
http://www.peterdavidbeter.com/docs/all/pbde/pbde.html
Mein Vorschlag wäre es auch gewesen, das Schachcover zu nehmen. Weil der H. eben wirklich nur ein kleines dummes Rädchen war. Der wusste noch nicht mal, was Intelligence ist, sonst hätte er gemerkt, dass Canaris und Heydrich für die Briten gearbeitet haben. Canaris schon seit dem Ersten Weltkrieg und der hat dann auf seinem Schiff den Heydrich aufgegabelt.
Wie erklärst du dir denn die Ermordung von Heydrich durch ein Kommando Exil-Tschechen, die meines Wissens von Großbritannien aus eingeschleust wurden?
Canaris hat er ja meines Wissens zum Schluss hinrichten lassen. Als ich eine Doku über den C. sah, der in die Ermordnung Rosa Luxemburgs verstrickt war und den ich für jene Sorte elitärer Scheißrechter halte, die glauben, dass Gott die Welt nur für sie gemacht hat, kam mir seine Hinrichtung wie eine von den wenigen guten Taten des A. Hs. vor (wobei die zweite sein eigener Selbstmord war und sich der Rest vermutlich auf Fürsorge für seinen Schäferhund bezog).
Hellmann 09.12.2009, 11:41 Wie erklärst du dir denn die Ermordung von Heydrich durch ein Kommando Exil-Tschechen, die meines Wissens von Großbritannien aus eingeschleust wurden?
Aus genau diesem Grund, weil er für sie gearbeitet hat und dann aus dem Ruder lief und seine eigene Politik verfolgen wollte.
Die Historiker erzählen den Leuten natürlich, die Briten hätten Herydrich ermorden lassen, weil der so grausam gewesen wäre. Dann hätten sie doch vorher noch Hitler und Himmler ermorden lassen müssen, oder?
Heydrich war mächtig genug geworden, um seine eigenen Pläne durchsetzen zu wollen. Vermutlich hatte er auch nicht vor, mit einer Giftkapsel im Mund oder vor einem Tribunal zu enden. Und im Gegensatz zu den anderen Figuren war Heydrich intelligent genug, um die Absichten der britischen Seite zu durchschauen.
Er war für die Briten eine Gefahr und musste genau deshalb beseitigt werden. Stalin hat das mit einigen wichtigen Agenten auch so gemacht, die Briten waren da nicht dankbarer zu ihren Leuten.
Hellmann 09.12.2009, 12:40 Weil wir gerade bei Autoren sind, ...
ich verweise mal auf einen "Dr. Peter Beter", dessen Thesen/Informationen wir vielleicht parallel mal diskutieren könnten:
http://www.peterdavidbeter.com/docs/all/pbde/pbde.html
Habe ich mal kurz angeschaut, aber die Sache ist ein faules Ei.
Da werden berechtigte Einwände gegen die herrschende Geschichtsschreibung ganz gezielt und unnötig mit absoluten Spinnereien vermischt, um eben die Leute zu diskreditieren, die der herrschenden Lehre nicht folgen.
So nach dem Motto: wenn der behauptet, dass H. gezielt an die Macht gebracht wurde, glaubt er sicher auch an Ufos und gefährliche kommunistische Weltraumstrahlen und an die Hohlerde...
Sowas wird seit jeher ganz gezielt verbreitet, um jeden, der die herrschende Lehre berechtigt bezweifelt, mit irgendwelchen Spinnereien zu verknüpfen. Der normale Dummbeutel, der sich anlügen lässt, lacht dann über jeden ernsthaften Kritiker und kommt einem mit Erdstrahlen und ob man auch glaube, dass Elvis noch lebt.
Die Historiker erzählen den Leuten natürlich, die Briten hätten Herydrich ermorden lassen, weil der so grausam gewesen wäre. Dann hätten sie doch vorher noch Hitler und Himmler ermorden lassen müssen, oder?
Heydrich war mächtig genug geworden, um seine eigenen Pläne durchsetzen zu wollen. Vermutlich hatte er auch nicht vor, mit einer Giftkapsel im Mund oder vor einem Tribunal zu enden. Und im Gegensatz zu den anderen Figuren war Heydrich intelligent genug, um die Absichten der britischen Seite zu durchschauen.
In einer Doku kam, dass britische Agenten Hitler in seinem Domizil in den Alpen im Wortsinne "im Visier" hatten, aber darauf verzichteten, ihn zu ermorden.
Bei Heydrich ist mir unabhängig davon, ob er nun britischer Agent war, der Gedanke gekommen, dass sie ihn umgebracht haben, weil er von den Nazi-Spitzen nicht so sehr "der Intelligenteste", sondern neben Albert Speer der einzige Intelligente war. Der ihnen so oder so im weiteren Verlauf des Krieges Ärger gemacht hat.
Ebenso ist mir die Idee gekommen, dass die US-Amerikaner im zweiten Weltkrieg den Großadmiral Yamamoto (http://de.wikipedia.org/wiki/Yamamoto_Isoroku) nur deshalb abschossen, weil der einer der fähigsten Leute in der japanischen Führung war.
So nach dem Motto: ...
Das ist so korrekt.
Doch andererseits, hätte ich brisante Informationen oder würde solche verbreiten, wäre es nicht angebracht, bewusst die Suppe zu versalzen, damit die Erstligisten interessiert sind und doch gleichzeitig dem Dogma nach Verwirrung Sorge getragen wird...?
Eine spektakuläre Trägerstory, die wahre Inhalte verbirgt?
Nur so eine Idee.
Werde jetzt nicht weiter stören. ;)
Hellmann 09.12.2009, 13:06 Ebenso ist mir die Idee gekommen, dass die US-Amerikaner im zweiten Weltkrieg den Großadmiral Yamamoto (http://de.wikipedia.org/wiki/Yamamoto_Isoroku) nur deshalb abschossen, weil der einer der fähigsten Leute in der japanischen Führung war.
Yamamoto ist ziemlich früh mit den USA in Berührung gekommen. Den halte ich auch für einen potentiellen Amimann, der den Angriff auf Hawai in Japan durchgesetzt hat, obwohl die Sache ohne Duldung durch die USA völlig selbstmörderisch war. Im Normalfall wäre die japanische FlLotte nicht ungesehen vor Hawai gekommen, die Luftradarstation auf Hawai wäre nicht zu dämlich gewesen, Alarm zu geben und zwar rechtzeitig, und die Flugzeuge der Amis wären nicht hilflos mitten auf den Flugplätzen angetäut gewesen, sondern hätten die Träger versenkt.
Außerdem wäre die japanische Flotte nach dem Angriff niemals zurückgekommen und jeder japanische Kapitän musste das eigentlich vorher ganz genau so gut wissen. Die japanische Flotte war blind, die hatten kein Radar!
Also vermute ich, dass auch Yamamoto ein falsches Spiel getrieben hat. Seit Japan 1905 im Krieg gegen Russland von den Amis unterstützt wurde, hatten die ihre Leute da drin.
Seit Japan 1905 im Krieg gegen Russland von den Amis unterstützt wurde, hatten die ihre Leute da drin.
@Hellmann,
mit deinen Agentengeschichten fühle ich mich im Moment ein bisschen überfordert, weil ich die nicht verifizieren kann. Wei du es dir IMHO zu leicht machst, wenn du hinter jedem einen Agenten der Angloamerikaner vermutest.
Allerdings ist das Gebaren der Achsenmächte Deutschland, Italien und Japan ab den 1930er Jahren in jeder Hinsicht so neben der Spur, dass auch die Erklärung aus endogenen Faktoren heraus hilflos anmutet.
Da bin ich dann an dem Punkt angelangt, wo es mir egal ist, wer wessen Agent war und ich nur auf das Endresultat schaue. Da haben die Angloamerikaner in zwei Etappen gewonnen: 1945 Westeuropa, Japan und Südkorea in ihre Einflusssphäre gebracht und ab 1990 auch den ehemaligen Ostblock einschließlich China. Die Resulatate sind so, dass ich meine, die siegen sich zu Tode, weil sie der Welt keine gerechte Ordnung bieten können oder wollen.
Ist bestimmt spannend. Vielleicht kaufe ich es mir auch, wenn ich andere Sachen fertig gelesen habe.hatte bei amazon gesucht: buch steht zur zeit nicht zur verfügung. richard
Was mich auch interessiert würde: Gibt es eigentlich vergleichbar gute und wichtge Bücher zu diesem ?
Könnte man aber auch in einem extra Thread eröffnen.
Bei Amazon habe ich diese Liste gefunden
Der Hitler-Mythos: Führerkult und Volksmeinung: Amazon.de: Ian Kershaw, Klaus Kochmann: Bücher
und ein scheinbar herausragendes Buch scheint dieses zu sein:
Wendepunkte: Schlüsselentscheidungen im Zweiten Weltkrieg: Amazon.de: Ian Kershaw, Klaus-Dieter Schmidt: Bücher
Der Hitler-Mythos: Führerkult und Volksmeinung: Amazon.de: Ian Kershaw, Klaus Kochmann: Bücher (http://www.amazon.de/exec/obidos/ASIN/3421052859//homepagevonklaus)
In der Beschreibung findet sich der Satz: "Hitler hatte eine breite Anhängerschaft quer durch alle Schichten der Bevölkerung. Auch viele, die sich selbst nicht als Nationalsozialisten betrachteten, waren von Hitler fasziniert."
Er faszinierte so lange, bis 1945 alles in Trümmern lag, die Feinde Deutschlands das Land verkleinerten, aufteilten und den Menschen hier Ideologien aufzwangen - Liberalismus, Stalinismus - die sich als nicht zukunftsfähig erwiesen haben.
Wie kann da ein Typ "faszinieren", der nicht nur ein Verbrecher, sondern auch ein Verlierer war? Was zur Folge hatte, dass er 'zig Millionen Menschen völlig sinnlos hat ermorden und in den Tod gehen lassen. Wer so einen Typen faszinierend findet, der sollte Urlaub im KZ machen :mad: !
Tut mir Leid, aber neige immer mehr dazu, so etwas für dreiste Lügen zu halten. All die Gestalten, die den A. H. für ihre Zwecke förderten und ausnutzten, haben parallel dazu den Mythos des "Führers" geschaffen, um sich dahinter zu verstecken.
Dem haben doch nur verklemmte Trinen und heimliche Klemmschwestern zugejubelt. Und wenn die Massen nicht genug jubelten, kam der Jubel aus Lautsprechern. Wer bei Verstand geblieben ist, wusste früher oder später, was dem A. H. und seiner Truppe zu halten war: nichts!
Hellmann 10.12.2009, 20:17 Dieser Jan Kershaw ist ein typischer Systemhistoriker, der einen entsprechenden Scheiß verzapft:
Der Führerkult ist für Kershaw das zentrale Element der "charismatischen Herrschaft" Hitlers. Er erblickt im Hitler-Mythos "ein 'heroisches' Image und eine volkstümliche Wahrnehmung Hitlers, die ihm größtenteils kraß von der Wirklichkeit abweichende Eigenschaften und Motive zuschrieben". Hitler galt als die Personifizierung der "Volksgemeinschaft", als alleiniger Schöpfer des deutschen "Wirtschaftswunders" und Repräsentant des "gesunden Volksempfindens. Er wurde als persönlich aufrichtig angesehen und als staatsmännisches Genie betrachtet, ein militärischer Führer ohnegleichen" und "Bollwerk" gegen den Bolschewismus und vor allem gegen die Juden.
Gestützt auf zeitgenössische Berichte über die Volksmeinung, die "die Lauscher des Systems" zusammenstellten, legt Kershaws bahnbrechende Studie die wichtigsten Fundamente des Hitler-Mythos frei. Er zeigt, auf welcher Grundlage der Führerkult errichtet und gepflegt wurde. Und er zeigt die Konsequenzen, die der Hitler-Mythos für die Durchsetzung der ideologischen Ziele des Nationalsozialismus und den Völkermord an den Juden hatte.
Jan Kershaw: Der Hitler-Mythos: Führerkult und Volksmeinung (Taschenbuch)
Da wird so getan, als hätte der "Führerkult" halt Hitler an die Macht gebracht und die blöden Deutschen wären darauf abgefahren.
Von der Unterstützung Hitlers und Schachts durch die Bank von England ist sicher keine Rede und auch nicht davon, dass erst dadurch die Vollbeschäftigung möglich wurde, was die Leute natürlich beeindruckt hat.
Mit Hilfe der Massenmedien und mit genug Geld lässt sich jeder Unsinn in der Bevölkerung verbreiten, das sehen wir heute ja am Beispiel Klimawahn.
Die Frage ist aber: wer steckt dahinter und hat das finanziert und wer hatte die qualifizierten Leute, die sich das ausgedacht haben.
Der Kershaw aber ist für die Tonne.
Hellmann 10.12.2009, 20:22 Das zweite Buch von Jan Kershaw scheint derselbe Müll:
Die Ereignisse, die den Beginn des Zweiten Weltkriegs markierten, versetzten weite Teile der Welt in eine Art Schockzustand. Plötzlich schien es keine Regeln mehr zu geben. Die Aggressoren kannten für ihr Tun keine Grenzen, für ihre Opfer aber zogen dunkle Zeiten herauf. Im Strudel dieser Ereignisse sah sich eine kleine Gruppe von Politikern mit zentralen Entscheidungen konfrontiert, die in dieser Auseinandersetzung Triumph oder Untergang bedeuten konnten.In seinem glänzend geschriebenen Buch »Wendepunkte« vermittelt der Historiker Ian Kershaw dem Leser einen einzigartigen Eindruck davon, wie groß der Entscheidungsspielraum der einzelnen Politiker tatsächlich war und welche Rolle ihre ganz individuelle Persönlichkeit spielte: Warum entschloss sich Churchill, nach der französischen Kapitulation weiterzukämpfen? Warum vertraute Stalin darauf, dass Hitler die UdSSR nicht überfallen würde? Und warum griffen die Japaner Pearl Harbor an?
Jan Kershaw: Wendepunkte: Schlüsselentscheidungen im Zweiten Weltkrieg (Gebundene Ausgabe)
Da erfärt der Leser ganz sicher nichts von all dem, was wirklich gelaufen ist. Aber wirklich nichts. Wenn ich mal ganz lebensmüde bin, schreibe ich selber noch ein Buch darüber, im Moment ist mir das aber zu heiß.
Hellmann 10.12.2009, 20:30 Was mich auch interessiert würde: Gibt es eigentlich vergleichbar gute und wichtge Bücher zu diesem ?
Gute Frage deserd. :)
Meine Kritik an den zwei Büchern von Kershaw richtet sich nicht gegen Dich, bitte nicht missverstehen.
Leider muss ich sagen, dass das Thema 3. Reich nur etwas für ausgesprochene Spezialisten ist, die sich durch die ganze irreführende Darstellung in der herrschenden Literatur durchbeißen können. Allen Anderen empfehle ich einfach: Finger weg!
Hat keinen Sinn im Moment. Der Preparata kann ungefähr eine Vorstellung davon geben, was wirklich gelaufen ist, aber sonst und darüber hinaus ist das alles heute immer noch undiskutierbar. Daher kann ich auch wirklich keine Literatur empfehlen, bei der man einfach glauben darf, was der Autor schreibt.
Sebastian Hauk 10.12.2009, 20:36 Hallo,
Wer bei Verstand geblieben ist, wusste früher oder später, was dem A. H. und seiner Truppe zu halten war: nichts!
wenn nun aber alle Zeitungen verkünden, dass Adolf Hitler so genial ist und der Retter Deutschlands und die Richter schreiben, dass der Führer das Recht schützt und aus dem Führertum das Recht entsteht usw.
http://books.google.de/books?id=XSfmMC6u0MoC&pg=PT225&lpg=PT225&dq=der+f%C3%BChrer+sch%C3%BCtz+das+recht&source=bl&ots=2USvTkBceF&sig=AG2IH7jOUl1ocs-3qLVE6G44ihg&hl=de&ei=d04hS6TNDMz54Abv8PX3CQ&sa=X&oi=book_result&ct=result&resnum=5&ved=0CB4Q6AEwBA#v=onepage&q=&f=false
Und nicht nur die Richter haben Hitler unterstützt, sondern auch die Pädagogen:
Prof. Dr. Albert Holfelder: Das Ende der normativen Pädagogik:
"Die politische Macht ist der Schöpfer des Erziehungsraumes, und nur darum konnte der Staat Adolfs Hitlers zu einem Erziehungstaate werden, weil Adolf Hitler durch Stiftung einer neuen Ordnung des Volkes wieder große und sinnvolle Erziehung ermöglichte ...".
Bleib da mal bei Verstand.
Gruß
Sebastian
Leider muss ich sagen, dass das Thema 3. Reich nur etwas für ausgesprochene Spezialisten ist, die sich durch die ganze irreführende Darstellung in der herrschenden Literatur durchbeißen können. Allen Anderen empfehle ich einfach: Finger weg!
Bestenfalls kann man die Dokus und die Literatur mit kritischen Fragen "gegen den Strich" bürsten. Ich frage mich da immer, was das denn für ein Projekt gewesen sein soll, das schon nach 12 Jahren scheiterte? Und warum dürfen all die Nazi-Trottel seit über 60 Jahren noch plärren und in den USA mit der Hakenkreuzflagge im Vorgarten und Stormfront.org sogar noch lauter als hier?
Warum basteln Nazis und Bürgerliche Seit an Seit am Mythos des A. H.s?
Warum kann das Nazipack heuer noch immer auf einen "Pendelschlag" hoffen und zwar nicht im GULAG, San Quentin oder in Bautzen, sondern in Freiheit und oft gut abgesichert. Da schlägt einer einen Einwanderer tot und wird nach der Haftentlassung Kader bei der NPD :mad: !
Dabei ist gerade jemand, der primär interne Faktoren für das Scheitern des Dritten Reiches verantwortlich machen will, gezwungen, der Führung eine so monströse Mischung aus Dummheit und Menschenverachtung zu attestieren, dass da für einen "Mythos Hitler" kein Platz ist. "Der Führer ins Nichts", watschte ihn ein konservativer Autor in einem Buchtitel ab.
Für das Bürgerpack habe ich da einen Titelvorschlag: "Adolf Hitler - einer von uns". Das ist zwar als Satire gemeint, aber oft hat die Realität die Satire eingeholt und überholt. Die haben es schon fertig gebracht, in einem Machwerk mit dem Titel "Der junge Stalin" A. H.s Diktatorenkollegen ein Denkmal zu setzen. Die Rehabilitierung des A. H. wird da auch nicht lange auf sich warten lassen.
Hallo,
wenn nun aber alle Zeitungen verkünden, dass Adolf Hitler so genial ist und der Retter Deutschlands und die Richter schreiben, dass der Führer das Recht schützt und aus dem Führertum das Recht entsteht usw.
http://books.google.de/books?id=XSfmMC6u0MoC&pg=PT225&lpg=PT225&dq=der+f%C3%BChrer+sch%C3%BCtz+das+recht&source=bl&ots=2USvTkBceF&sig=AG2IH7jOUl1ocs-3qLVE6G44ihg&hl=de&ei=d04hS6TNDMz54Abv8PX3CQ&sa=X&oi=book_result&ct=result&resnum=5&ved=0CB4Q6AEwBA#v=onepage&q=&f=false
Und nicht nur die Richter haben Hitler unterstützt, sondern auch die Pädagogen:
Prof. Dr. Albert Holfelder: Das Ende der normativen Pädagogik:
"Die politische Macht ist der Schöpfer des Erziehungsraumes, und nur darum konnte der Staat Adolfs Hitlers zu einem Erziehungstaate werden, weil Adolf Hitler durch Stiftung einer neuen Ordnung des Volkes wieder große und sinnvolle Erziehung ermöglichte ...".
Bleib da mal bei Verstand.
Gruß
Sebastian
Sagen wir mal so: der NS war auch ein Projekt korrupter Akademiker und Intellektueller. Wobei sich die Diskurse der Herrschaften sich darin erschöpften, in ihren Diskursen eine Mischung aus Menschenverachtung und Byzantinismus (wie ihn schon Otto Strasser für das Umfeld des A. H.s diagnostiziert hatte) abzusondern.
Und das Projekt bestand nicht darin, etwas für ihr Land und ihr Volk zu tun, sondern vor allem die eigenen Karrieren voran zu bringen. Sie waren Antisemiten, weil sie neidisch auf jüdische Kollegen waren. Sie waren nach 1945 Philosemiten, weil das nun angesagt war und die jüdischen Kollegen ja "weg" waren.
Die Rolle der Nazi-Intellektuen und die bruchlose Fortsetzung ihrer Karrieren nach '45 sind ein weiteres Indiz dafür, dass der NS alles Mögliche war, nur eines nicht: ein auf Dauer angelegtes Projekt. Nie waren tausend Jahre so schnell vorbei wie unter dme A. H.
Wobei die Nazi-Kader alles Mögliche in den Untergang getrieben haben, den sie von ein paar Ausnahmen an der Spitze und bei solchen, "die sich erwischen ließen", größtenteils gut überlebt haben.
Sebastian Hauk 10.12.2009, 21:45 Hallo Beverly,
Und das Projekt bestand nicht darin, etwas für ihr Land und ihr Volk zu tun, sondern vor allem die eigenen Karrieren voran zu bringen.
dem stimme ich zu. Die Mehrheit der NSDAP Mitglieder war bestimmt nur deshalb in der NSDAP, weil es gut für Ihre Karriere war.
Ende 1930 hatte die NSDAP 389.000 Mitglieder und
Ende 1933 hatte die NSDAP schon 3,90 Millionen Mitglieder.
Und 3,90 Millionen sind für deutsche Parteien schon eine gewaltige Zahl an Mitgliedern.
http://de.wikipedia.org/wiki/Nationalsozialistische_Deutsche_Arbeiterpartei
Gruß
Sebastian
Die Rolle der Nazi-Intellektuen und die bruchlose Fortsetzung ihrer Karrieren nach '45 sind ein weiteres Indiz dafür, dass der NS alles Mögliche war, nur eines nicht: ein auf Dauer angelegtes Projekt. Nie waren tausend Jahre so schnell vorbei wie unter dme A. H.
Ich gehe mal davon, dass das 1000-jährige Reich in der Hauptsache eine Vision war, die mobilisieren soll.
Und das hat es eindeutig !
Es war eine gewaltige Mobilisierung, die auch vieles gebracht hat, außer vielleicht das Öl aus Bagdad.
Aber trotz allem steht Deutschland ja gar nicht so schlecht da.
Ich würde sagen: Mission weitgehendst erfüllt
Ich gehe mal davon, dass das 1000-jährige Reich in der Hauptsache eine Vision war, die mobilisieren soll.
Und das hat es eindeutig !
Es war eine gewaltige Mobilisierung, die auch vieles gebracht hat, außer vielleicht das Öl aus Bagdad.
Aber trotz allem steht Deutschland ja gar nicht so schlecht da.
Ich würde sagen: Mission weitgehendst erfüllt
Ein Freund von mir sagt sinngemäß "das deutsche Kapital hat den Zweiten Weltkrieg gewonnen". Diese Mission hat der NS zweifellos erfüllt, was aber entscheidende Konsequenzen für seine Verortung als dezidierter "Extremismus der Mitte".
Die Nazis haben da mit den Liberalen den Amoklauf gegen klare Strukturen und den Sozialdarwinismus gemeinsam. "Leben ist Kampf" und "freies Spiel der Kräfte" halt.
Selbst bei den Unterschieden und der scharfen Abgrenzung lügen sich Gelb und Braun was vor. Die Liberalen wollen im "Wettbewerb" die geisteskranken Exzesse der Nazis unterbinden, aber bei ihren "Spielregeln" schleichen sich Zynismus und Resignation der Intelligenten und Verrohung der Dummen hintenrum wieder ein. Statt brauner Arbeiter-Tottrampler züchtet man dann halt große und kleine Intriganten und wundert sich, wenn die Leute ausrasten.
Die Nazis haben 1940 damit geprahlt, dass sie Paris als Zentrum des Liberalismus und der Demokratie eingenommen haben. Millionen Menschen in den ehemaligen französischen Kolonien würden da Beifall geklatscht haben, weil die Franzosen ihre Länder ungleich schlimmer terrorisiert haben als Deutschland. Aber die Nazis wollten der Bigotterie und Verlogenheit des "Westens", von Kolonialismus und Imperialismus keine Alternative entgegen setzen, sondern sie waren die schlimmste Version des "Westens"! Sie haben all den rassistischen und imperialistischen Dreck, den die USA, GB und Frankreich schon vor Deutschland frönte, aufgenommen und noch radikalisiert. Hat nicht Hitler England als die "arischste aller Nationen" bezeichnet? Hat nicht schon der Otto Strasser den A. H. zusammengeschissen, weil der dem antikolonialem Kampf der Inder gleichgültig gegenüberstand und mit einem "Interventionskrieg gegen Russland" liebäugelte.
Haben nicht die Nazis, anstatt in den Afrikanern bzw. den Menschen afrikanischer Herkunft die Opfer bigotter westlicher Groß- und Kolonialmächte zu sehen, gegen sie die widerlichsten rassistischen Diskurse losgelassen?
Wobei der Rassismus der Liberalen nicht weniger, sondern nur feinsinniger ist. Die Afrikaner werden da halt als Versager hingestellt, weil sie es "am Markt" nicht schaffen.
Wir sind da wieder bei Kühnl und "Faschismus und Liberalismus als Formen bürgerlicher Herrschaft".
Wobei ich mir aus vielen Gründen kein dauerhauftes "rechtes" Gegenprojekt gegen die Moderne vorstellen kann. An dieser Unmöglichkeit sind die Nazis vielleicht auch gescheitert bzw. die meisten Nazi-Kader wollten es nicht und dachten nicht über den Tellerrand ihrer eigenen Karriere hinaus. Die Möglichkeit, ungestraft Verbrechen aller Art begehen zu können, wird ein Übriges zur Korrumpierung und damit Unmöglich-Machung eines "Projektes" beigetragen haben. Es sei denn, man sieht in Verbrechen und Zerstörung ein Projekt :mad: !
Nachtrag: wir müssten uns nicht so exzessiv mit der "Nazi-Scheiße", befassen wenn nicht alle mit ihr zusammhängenden Probleme heute so ungelöst sind wie zu den Tagen des A.H.s. Damit meine ich keine Buße für den Holocaust oder sonstige Antifa-Diskurse.
Ich meine damit vor allem, dass die Nazis das am Alten, was erhaltenswert gewesen wäre, entweder selbst zerstört haben oder seine Zerstörung bewirkt haben und alles am Alten, was schlecht ist, heute so präsent ist wie vor hundert Jahren. Es gibt weder ein deutsches Ostpreußen noch große jüdische Gemeinden in Osteuropa. Dafür gibt es bigotte Deutschtümelei und in Israel werden Gestalten Minister, die es vor hundert Jahren im "Stetl" nicht einmal zum Milchmann gebracht hätten.
Angesichts des "nationalen Selbstmordes" mit oder ohne fremde Hilfe und der Tatsache, dass sich die Zeit nun einmal nicht zurück drehen lässt, lag der Gedanke nahe, den Blick nach vorn zu richten und durchzustarten. In eine zumindest teilweise "technokratische" Ordnung mit "Huhn im Topf" und "vollem Kühlschrank" für alle. Eine "Moderne" die diesen Namen verdient und selbst wenn sich herausstellt, dass man bis zu ihrer Realisierung noch Jahrhunderte braucht, hätte man so lange Aufgaben und Herausforderungen.
Einige Jahrzehnte sah es so aus, als würde sich die Menschheit auf diesen Weg begeben. Wenn auch eher wie ein Besoffener, der nur mit Mühe sie Spur halten kann. Seit einiger Zeit ist der Besoffene aber hingefallen und merkt nicht einmal, dass er dabei ist, in einer Pfütze zu ertrinken.
Da kommt bei mir der Frust wieder hoch und ich mache Nazi-Kader und ihren stalinistischen Kollegen den Vorwurf, im 20. Jahrhundert Chancen vertan zu haben, die es jetzt nicht mehr gibt. Wobei ich den Verdacht habe, dass das der Sinn der Übung war - den Menschen jede noch so kleine oder verzweifelte Hoffnung auf ein Erwachen aus dem Alptraum namens "bürgerliche Gesellschaft" zu nehmen.
Hallo Beverly,
dem stimme ich zu. Die Mehrheit der NSDAP Mitglieder war bestimmt nur deshalb in der NSDAP, weil es gut für Ihre Karriere war.
Ende 1930 hatte die NSDAP 389.000 Mitglieder und
Ende 1933 hatte die NSDAP schon 3,90 Millionen Mitglieder.
Und 3,90 Millionen sind für deutsche Parteien schon eine gewaltige Zahl an Mitgliedern.
http://de.wikipedia.org/wiki/Nationalsozialistische_Deutsche_Arbeiterpartei
Gruß
Sebastian
Das waren die so genannten "Märzgefallenen". Wobei sich viele der 3,9 Millionen Mitglieder der NSDAP 1933 nach 1945 schnell auf andere Parteien verteilt haben dürften :)
Ein Freund von mir sagt sinngemäß "das deutsche Kapital hat den Zweiten Weltkrieg gewonnen". Diese Mission hat der NS zweifellos erfüllt, was aber entscheidende Konsequenzen für seine Verortung als dezidierter "Extremismus der Mitte".
Die Nazis haben da mit den Liberalen den Amoklauf gegen klare Strukturen und den Sozialdarwinismus gemeinsam. "Leben ist Kampf" und "freies Spiel der Kräfte" halt.
Gegen Sozialdarwinismus oder dafür ? - das halte ich für "missverständlich" ....
für Sozialdarwinismus meinst du wahrscheinlich ...?
Hellmann 10.01.2010, 19:03 Habe inzwischen das Buch von Preparata bei Amazon erhalten und angelesen. Es ist bei Amazon immer noch nicht regulär lieferbar, aber es kam in einer Woche.
Der erste Eindruck von dem Buch ist sehr gut und bei der Thematik hat sich der Kauf der sehr gelungenen deutschen Übersetzung wirklich gelohnt. Ich habe beim Lesen den Kopf dann frei, wenn ich es mir nicht übersetzen muss.
Zum Schluss hat Guido Preparata ein Nachwort angefügt und darin über die Probleme berichtet, die er mit diesem Buch nach der Veröffentlichung im Jahr 2006 in den USA bekam.
Er hat damit seine Karriere an der Universität geopfert. Er war seit 1999 Assistenzprofessor an der Universität Washington für Ökonomie und hat da in einem Kurs auch die NS-Ökonomie behandelt. Der Kurs wurde dann die Grundlage für das Buch, weil Preparata sich mit dem Thema historisch befasst hat, also die Beziehungen zwischen angloamerikanischen Wirtschaftskreisen und dem NS und speziell Personen wie Montagu Norman und Hjalmar Schacht untersucht hat. Preparata ist also kein VWL-Modellbauer, sondern einer der wenigen neuen Vertreter der verdrängten Historischen Schule der Ökonomie.
Kurzum, man hat ihn wegen dieses Buches an keiner Universität zum Ordentlichen Professor berufen. Eine Schmutzkampagne gegen ihn hat seine weitere Karriere in den USA beendet. Er wurde schließlich wegen seiner unbezweifelbaren Leistungen Anfang 2007 zum außerordentlichen Professor befördert und hat sich 2008 von der Universität Washington verabschiedet.
Er schreibt nun, dass er nicht erwarte, dass die Reaktion akademischer Kreise in Deutschland "anständig oder wenigstens weniger gehässig ausfallen werde als die der amerikanischen Universitätsangehörigen". Sein Buch ist daher für die nichtakademische Öffentlichkeit gedacht, in der Hoffnung, dass sich damit eine "zivile Diskussion" führen lässt.
Bin mal gespannt, ob sein Buch hier in den Volksverdummungsmedien überhaupt eine Erwähnung findet. Würde mich nicht weiter wundern, wenn es völlig ignoriert wird. Professoren, Dozanten, Assistenten und Studenten an den Universitäten werden sich auch beeilen, ihre persönliche Entrüstung über seine Thesen zu bekunden, falls es jemand wagen sollte, so etwas überhaupt irgendwo an einer deutschen Universität zur Sprache bringen zu wollen.
So ist das leider.
Wir leben in einem "freien Land". :nono:
Zum Schluss hat Guido Preparata ein Nachwort angefügt und darin über die Probleme berichtet, die er mit diesem Buch nach der Veröffentlichung im Jahr 2006 in den USA bekam.
Er hat damit seine Karriere an der Universität geopfert. Er war seit 1999 Assistenzprofessor an der Universität Washington für Ökonomie und hat da in einem Kurs auch die NS-Ökonomie behandelt. Der Kurs wurde dann die Grundlage für das Buch, weil Preparata sich mit dem Thema historisch befasst hat, also die Beziehungen zwischen angloamerikanischen Wirtschaftskreisen und dem NS und speziell Personen wie Montagu Norman und Hjalmar Schacht untersucht hat. Preparata ist also kein VWL-Modellbauer, sondern einer der wenigen neuen Vertreter der verdrängten Historischen Schule der Ökonomie.
Kurzum, man hat ihn wegen dieses Buches an keiner Universität zum Ordentlichen Professor berufen. Eine Schmutzkampagne gegen ihn hat seine weitere Karriere in den USA beendet. Er wurde schließlich wegen seiner unbezweifelbaren Leistungen Anfang 2007 zum außerordentlichen Professor befördert und hat sich 2008 von der Universität Washington verabschiedet.
Er schreibt nun, dass er nicht erwarte, dass die Reaktion akademischer Kreise in Deutschland "anständig oder wenigstens weniger gehässig ausfallen werde als die der amerikanischen Universitätsangehörigen". Sein Buch ist daher für die nichtakademische Öffentlichkeit gedacht, in der Hoffnung, dass sich damit eine "zivile Diskussion" führen lässt.
Bin mal gespannt, ob sein Buch hier in den Volksverdummungsmedien überhaupt eine Erwähnung findet. Würde mich nicht weiter wundern, wenn es völlig ignoriert wird. Professoren, Dozanten, Assistenten und Studenten an den Universitäten werden sich auch beeilen, ihre persönliche Entrüstung über seine Thesen zu bekunden, falls es jemand wagen sollte, so etwas überhaupt irgendwo an einer deutschen Universität zur Sprache bringen zu wollen.
So ist das leider.
Wir leben in einem "freien Land". :nono:
Klarer Fall von "Akademischer Faschismus", der verschleierte Teil der Geschichte. Bis heute.
Hallo, Hellmann, was hältst du eigentlich von den Büchern von Reinhard Kühnl ?
Würde mich echt interessieren, weil Kühnl oft als "der" Faschismusforscher in Deutschland angesehen wird, im Prinzip würden mich zwei, drei Bücher von dem auch reizen ....
Edit:
Mir fällt gerade ein, relativ neue Bücer gibt es von dem ja kaum noch ....
und hatte der nicht mal was was geschrieben von "Bürgertum Faschismus und Neoliberalismus" ? .... finde ich grad nicht mehr ....
Hellmann 11.01.2010, 09:24 Hallo, Hellmann, was hältst du eigentlich von den Büchern von Reinhard Kühnl ?
Die Bücher von Kühnl kenne ich, ist aber schon länger her und ich habe kein Bedürfnis, die noch einmal zu lesen.
Bei dem sind die bösen Deutschen für den NS verantwortlich. Es gibt überhaupt nur die bösen Deutschen auf der Erde, alles andere sind brave Antifaschisten, von Stalin bis Churchill und zurück. Er redet zwar vom Kleinbürgertum und den großen Kapitalisten, kennt da aber nur echt deutsche Kapitalisten. Speziell Rockefeller und das Bankenimperium von Morgan sind ihm völlig fremd und deren Einfluss auf die Weltpolitik unbekannt.
Nur der deutsche Kleinbürger in seiner Abstiegsangst und das die Welt erobern wollende deutsche Großkapital haben die Geschichte des 20. Jahrhunderts gemacht.
Er hat ja auch einen Lehrstuhl gekriegt für seine Theorien und man hat sich wundern dürfen, warum so ein kommunistischer Professor vom bösen deutschen Großkapital und den noch böseren deutschen Kleinbürgern überhaupt geduldet wird an einer Uni.
Aber er wird wohl von den Amis protegiert worden sein. :kopfkratz:
Die Bücher von Kühnl kenne ich, ist aber schon länger her und ich habe kein Bedürfnis, die noch einmal zu lesen.
Bei dem sind die bösen Deutschen für den NS verantwortlich. Es gibt überhaupt nur die bösen Deutschen auf der Erde, alles andere sind brave Antifaschisten, von Stalin bis Churchill und zurück. Er redet zwar vom Kleinbürgertum und den großen Kapitalisten, kennt da aber nur echt deutsche Kapitalisten. Speziell Rockefeller und das Bankenimperium von Morgan sind ihm völlig fremd und deren Einfluss auf die Weltpolitik unbekannt.
Nur der deutsche Kleinbürger in seiner Abstiegsangst und das die Welt erobern wollende deutsche Großkapital haben die Geschichte des 20. Jahrhunderts gemacht.
Er hat ja auch einen Lehrstuhl gekriegt für seine Theorien und man hat sich wundern dürfen, warum so ein kommunistischer Professor vom bösen deutschen Großkapital und den noch böseren deutschen Kleinbürgern überhaupt geduldet wird an einer Uni.
Aber er wird wohl von den Amis protegiert worden sein. :kopfkratz:
Tja, Hellmann, gestern Nacht, nachdem ich diese Frage an dich gestellt habe, kam dann bei mir dann die Erleuchtung:
nachdem ich einen langen Beitrag in der Zeit (von 1973) zu Kühnls Faschismus & Liberalismus (vereinfachtes Fazit des Autors: "Kühnl ist unscharf"), auch andere Texte von und über Kühnl noch mal gelesen hatte, Biografie und Werdegang inbegriffen, auch die Klassifizierung "Marxistischer Historiker", ging mir dann - klar - der Kronleuchter auf.
Insofern ist das Teil-Fazit "unscharf" zu Kühnls Buch 1973 völlig logisch. - Ich brauch da keine Erklärung mehr. - Was sollte der da auch schreiben ?
(Das Buch zu Quellen und Dokumenten mag wohl eine gewisse Wertigkeit haben ...)
Die Bücher von Kühnl kenne ich, ist aber schon länger her und ich habe kein Bedürfnis, die noch einmal zu lesen.
Bei dem sind die bösen Deutschen für den NS verantwortlich. Es gibt überhaupt nur die bösen Deutschen auf der Erde, alles andere sind brave Antifaschisten, von Stalin bis Churchill und zurück. Er redet zwar vom Kleinbürgertum und den großen Kapitalisten, kennt da aber nur echt deutsche Kapitalisten. Speziell Rockefeller und das Bankenimperium von Morgan sind ihm völlig fremd und deren Einfluss auf die Weltpolitik unbekannt.
Nur der deutsche Kleinbürger in seiner Abstiegsangst und das die Welt erobern wollende deutsche Großkapital haben die Geschichte des 20. Jahrhunderts gemacht.
Er hat ja auch einen Lehrstuhl gekriegt für seine Theorien und man hat sich wundern dürfen, warum so ein kommunistischer Professor vom bösen deutschen Großkapital und den noch böseren deutschen Kleinbürgern überhaupt geduldet wird an einer Uni.
Aber er wird wohl von den Amis protegiert worden sein. :kopfkratz:
Bei der Frage, wie denn eine "neutrale Sichtweise" zum WK II aussehen würde - also weder Apologie für das Deutsche / Dritte Reich noch für seine Gegner - habe ich als Antwort die Imperialismustheorie genannt.
Da lässt sich die Geschichte des 19. und 20. Jahrhunderts als Kampf um die Vorherrschaft zwischen prinzipiell gleichartigen, eben imperialistischen Mächten darstellen. Die Phase von 1933 bis 1945 war eine von vielen Phasen davor und danach.
Zugleich kann man im Kontext der Imperialismustheorie die Verbrechen und die Amoralität des NS und seiner Kader mit aller Schärfe verurteilen, ohne zwangsläufig irgendwelchen nichtvorhandenen Befreiern lobhudeln zu müssen. Es ist halt eine Frage des Fokus - ob sich der nun auf die Endphase des deutschen Imperialismus richtet oder andere Imperialismen richtet.
Ferner lässt sich die Diskussion auch hinsichtlich der Rolle der imperialistischen Staaten "skalieren". Waren die Regierungen in Washington, London, Paris, Berlin, Moskau und Tokio nun eigenständige historische Subjekte oder selbst nur Marionetten?
Historische Subjekte im Ringen um die Weltherrschaft waren sie nach eigenem Selbstverständnis. Aber schon die Logik des Kapitals, der ökonomischen Sphäre, stellt das in Frage. Ford Köln hat sowohl für den Sieg des Deutschen Reiches als auch für seine Niederlage geplant und andere Unternehmen werden es ähnlich gemacht haben. Schon Orwell schreibt 1948 in "1948" dass die scheinbar im ewigen Krieg um die Macht ringenden Superstaaten da in Wirklichkeit nur eine Scharade aufführen und ihre Kriege von den Eliten inszeniert werden, die das Interesse an der Machterhaltung eint.
Hellmann 19.01.2010, 11:04 Aber schon die Logik des Kapitals, der ökonomischen Sphäre, stellt das in Frage. Ford Köln hat sowohl für den Sieg des Deutschen Reiches als auch für seine Niederlage geplant und andere Unternehmen werden es ähnlich gemacht haben. Schon Orwell schreibt 1948 in "1948" dass die scheinbar im ewigen Krieg um die Macht ringenden Superstaaten da in Wirklichkeit nur eine Scharade aufführen und ihre Kriege von den Eliten inszeniert werden, die das Interesse an der Machterhaltung eint.
Orwell hatte im Zweiten Weltkrieg unmittelbar Einblick in die britische Kriegspropaganda. Sein "1984" beschreibt ja nicht irgendeine Zukunft, sondern seine Gegenwart, etwas als Utopie verfremdet. Das darf bloß niemand laut und deutlich sagen bis heute.
Wenn wir verhindern wollen, dass die Täuschung des Publikums und die Verbrechen der herrschenden Oligarchen einfach immer so weitergehen, dann müssen wir versuchen, die Wahrheit über die Geschichte zu verbreiten. Zum Beispiel wie es Preparata macht, dass Hitler ein Teil der angloamerikanischen Geopolitik war. Wie später so Figuren wie Saddam Hussein oder Bin Laden.
Orwell, zumindest in jüngeren Jahren als Anachist angesehen (und auch einer, den ich relativ gern schätze im Ggs. zu vielen anderen Anar's), schrieb angeblich im Buch "... Katalonien .... (?)" über Ghandis angeblichen Lösungsvorschlag zur Judenverfolgung, der im Sinne etwa so verkündet:
"Die in Deutschland lebenden Juden sollten zur Nordseeküste marschieren und sich dort über die Steinklippen in den Tod stürzen, um auf diese Weise die Internationale Welt auf den Völkermord hinzuweisen ..."
Im Katalonien-Buch, Internet, deutsche Übersetzung, glaub Seite 48 ...
"Mein Katalonien" heißt dat, glaube ich ...
Orwell, zumindest in jüngeren Jahren als Anachist angesehen (und auch einer, den ich relativ gern schätze im Ggs. zu vielen anderen Anar's), schrieb angeblich im Buch "... Katalonien .... (?)" über Ghandis angeblichen Lösungsvorschlag zur Judenverfolgung, der im Sinne etwa so verkündet:
"Die in Deutschland lebenden Juden sollten zur Nordseeküste marschieren und sich dort über die Steinklippen in den Tod stürzen, um auf diese Weise die Internationale Welt auf den Völkermord hinzuweisen ..."
Im Katalonien-Buch, Internet, deutsche Übersetzung, glaub Seite 48 ...
"Mein Katalonien" heißt dat, glaube ich ...
Was, Steinklippen an der Nordsee?:kopfkratz::giggle:
Was, Steinklippen an der Nordsee?:kopfkratz::giggle:
Ja, gibts da irgendwo, und wenn es die Felsen von Helgoland sind (Helgoland fiel glaub auch im Zitat ...)
Ja, gibts da irgendwo, und wenn es die Felsen von Helgoland sind (Helgoland fiel glaub auch im Zitat ...)
So, genau die Stelle habe ich nicht gefunden ... ich meine, die hätte in "Mein Katalonien" gestanden, kurz nach Anfang irgendeines Kapitels ....
.... nun habe ich das gefunden, in einem anderen Buch (Rache ist sauer, Kap.: Über Ghandi) von Ihm:
" Dennoch kann man Gandhis Pazifismus bis zu einem gewissen Grade von seinen andern Lehren trennen. Sein Ursprung war religiös, aber er beanspruchte für ihn auch den Rang einer fest umrissenen Technik, einer Methode, die angestrebte, politische Wirkung zu erzielen. Es war eine andere Haltung als die der meisten westlichen Pazifisten. Satyargraha, von Gandhi zuerst in Südafrika entwickelt, war eine Art gewaltloser Kriegführung, eine Form, den Gegner niederzuzwingen, ohne ihn zu verletzen und ohne dabei Haß zu empfinden noch zu wecken. Es umfaßte Dinge wie zivilen Ungehorsam, Streiks, das Blockieren von Bahnlinien durch Niederlegen auf die Schienen, Polizeiattacken durchzustehen ohne davonzulaufen und ohne zurückzuschlagen, und dergleichen mehr.
Gandhi war dagegen, Satyargraha mit »passiver Widerstand« zu übersetzen. Auf Gujarati scheint das Wort »Festigkeit in der Wahrheit« zu bedeuten. Als junger Mann diente Gandhi als Krankenträger auf englischer Seite im Burenkrieg, und er war bereit, das gleiche im Krieg 1914–18 wieder zu tun. Selbst nachdem er sich völlig von jeder Gewaltanwendung losgesagt hatte, war er ehrlich genug zu gestehen, daß es notwendig sein könnte, in einem Krieg Partei zu ergreifen. Er tat es, und konnte auch nicht anders, nachdem sein Kampf sich ausschließlich um die Gewinnung der nationalen Unabhängigkeit drehte, er bezog
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nicht die Linie steriler Unehrlichkeit, nach der in einem Krieg beide Seiten gleich viel wert sind, es also keinen Unterschied macht, wer gewinnt. Ebensowenig zog er vor, im Gegensatz zu westlichen Pazifisten, unliebsamen Fragen auszuweichen.
Im Zusammenhang mit dem letzten Krieg gab es eine Frage, zu der auch Pazifisten eine klare Antwort zu geben verpflichtet waren: »Was ist mit den Juden? Kann man ruhig zusehen, daß sie ausgerottet werden? Wenn nicht, was schlagen Sie zu ihrer Rettung vor, ohne auf das Mittel des Krieges zurückzugreifen?« Ich muß gestehen, daß ich von keinem Pazifisten im Westen eine ehrliche Antwort auf diese Frage gehört habe, dagegen eine Menge von Ausflüchten. Zufällig wurde an Gandhi eine sehr ähnliche Frage im Jahre 1938 gerichtet. Seine Antwort findet sich in Louis Fischers Gandhi und Stalin.
Danach vertrat Gandhi den Standpunkt, die deutschen Juden sollten kollektiv Selbstmord begehen, um die ganze Welt und das deutsche Volk gegen Hitlers Gewaltherrschaft aufzurütteln. Nach dem Krieg rechtfertigte er diese Ansicht mit den Worten, die Juden hätten sowieso den Tod gefunden und hätten daher auch um ihrer Sache willen freiwillig sterben können. Man hat den Eindruck, daß eine solche Einstellung selbst einen so großen Gandhi-Bewunderer wie Fischer vor den Kopf stieß, aber Gandhi war nur ehrlich. Wenn man selber kein Leben auslöschen will, so muß man doch damit rechnen, daß das Leben auf andere Weise erledigt wird. Als er 1942 den gewaltlosen Widerstand gegen die Invasion der Japaner propagierte, gab er offen zu, daß das mehrere Millionen Menschenleben kosten könnte.
Man hat allen Grund zur Annahme, daß Gandhi, der schließlich 1869 geboren wurde, um diese Zeit das Wesen des Totalitar*ismus nicht begriff und alles unter dem Gesichtspunkt seines Kampfes gegen die englische Regierung sah. Der entscheidende Punkt dabei war nicht, daß die englische Regierung ihn mit Nachsicht behandelte, sondern daß er immer in der Lage war, sich Gehör zu verschaffen."
Ich bin mir sehr sicher, dass das " .... mit den über die Steilklippen in den Tod springen ..." gelesen zu haben ... - ich hab die nur nicht direkt gefunden ....
--- ... Wenn man aber nach der Thematik googelt, es gibt wohl noch andere Stellen und Hinweise - außer denen von Orwell -, DASS Ghandi schon Einiges zur Lösung der Judenverfolgung in Deutschland geshrieben hat, -- Müsste schon auch ein richtiges Buch sein ... - nur scheinbar sehr wenig bekannt ....
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Also, Ghandi als Anarchisten zu bezeichnen, halte ich erstens für sehr gewagt - und zweitens sowieso völlig daneben -, abgesehen davon, dass ich inzwischen sowieso was gegen Anarchisten habe (nicht unbedingt was gegen Anarchismus)
Als "Anarchist" wäre mir Orwell wesentlich lieber als Ghandi und viele andere ...
Auf der Wiki-Liste ist glaub schon auch Ghandi als Anar. drauf, aber nicht
Orwell.
-- Echt, die Bücher von Orwell sind echt eine tolle Fundgrube. - Sowas gutes findet man selten.
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Nun würde mich noch interessieren, warum man die bestimmt auch seltsamen Vorschläge des M. Ghandi so gut wie nirgends findet -, das riecht mir etwas nach Verschleierung ....
Ja, ich fände es gut, wenn man den "idealen" Superhelden Gandhi wieder etwas zur Erde zurückholt, z. B. auf den Boden der Realität der Vergangenheit.
Diese Beweihräucherung von Ghandi geht mir eh schon lange auf die Senkel.
- So wie die beweihräucherte Friedensbewegung auch ... - die verheimlichen auch was .... - das mag ich nicht ...
Eigentlich ist das ein superknallharter und ein sehr wichtiger, und wahrscheinlich ein absichtlich verschwiegener Brennpunkt, Ghandi und seine Vorschläge (und Ghandi überhaupt)!
Wer profitiert alles von diesen Verschleierungen ? - Die Rechten, die Linken, die Waffenproduzenten auf eine spezielle Art auch, die Politiker, und und und ... - aber was genau haben die verschiedenen Friedensbeweger - außer dass sie natürlich für den Frieden sind - ... aber da fehlt noch was: Was haben die wirklich davon ???
Diese Friedensprediger sind alle Lügner. Ich glaube denen keinen Wort mehr, allen diesen "Sorten" - es gibt ja verschiedene .... (Ich war mal selber in der Friedens-Ini, in den 80er gegen den Natodoppelbeschluss und die Raketen-Stationierung - ich fand das damals auch gut, auch auch heute noch. Aber heute noch mal in ne Friedens-Ini - Nee Danke *kotz*) - Ich kann so ein Geseibere nicht ab, ich glaube, ich werde dann wütend ...
Aber ich will wissen, was sie uns vorlügen!
Edit:
Gerade diese (auch genialen) Zeilen von Orwell gefunden:
" .... Wie immer es jedoch um die physikalischen Wissenschaften oder die Musik, Malerei und Architektur bestellt sein mag, es ist keine Frage, daß die Literatur zum Untergang verurteilt ist, wo es keine Gedankenfreiheit mehr gibt. Nicht nur, daß sie in jedem Land abstirbt, das eine solche Verfassung hat – jeder Schriftsteller, der eine totalitäre Ideologie unterstützt, der für Verfolgungen und die Verfälschung der Wirklichkeit Entschuldigungen findet, vernichtet sich selbst. Einen Ausweg gibt es da nicht.
Keine Tiraden gegen Individualismus und den elfenbeinernen Turm, keine
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scheinheiligen Plattheiten, daß ›wahre Individualität nur durch Aufgehen in der Gemeinschaft zu erreichen ist‹ können darüber hinwegtäuschen, daß ein gekaufter Geist ein zerstörter Geist ist.
Wo kein Platz mehr für spontane Ideen ist, wird literarisches Schaffen zur Unmöglichkeit, ja die Sprache selbst verdorrt. Einmal, in Zukunft, wenn der menschliche Geist zu etwas völlig anderem geworden ist, als wir bisher darunter verstanden haben, wird man vielleicht lernen, literarisches Schaffen und geistige Wahrheit voneinander zu trennen. Heute wissen wir nur, daß die Phantasie sich wie bestimmte Tierarten in der Gefangenschaft nicht fortpflanzt.
Jeder Schriftsteller oder Journalist, der das leugnet – und jeder, der die Sowjet-Union verherrlicht, tut das –, verlangt in Wahrheit seinen eigenen Tod.
Polemic, Januar 1946"
"Sein Ursprung war religiös, aber er beanspruchte für ihn auch den Rang einer fest umrissenen Technik, einer Methode, die angestrebte, politische Wirkung zu erzielen."
Gandhi war vor allem religiös. In diesem Zusammenhang ist der Begriff "spirituell" wohl besser eingesetzt: Das irdische Sein wird als Werkstatt für ein höheres, spirituelles Sein verstanden. Die materielle Welt hat eine untergeordnete Bedeutung sowie auch das irdische Dasein.
Der Selbstmord wird von Gandhi als Ausweg und Chance verstanden, die einen Neubeginn bedeuten soll, weil das "fatalistische" Höhere es so vorsah, das 'universale Gesetz' unverletzt bliebe...
Für Gandhi ist eine solche Auffassung nur logisch und konstruktiv.
Auch wenn sie aus dem geistigen Hintergrund gerissen bösartig erscheint.
Hellmann 19.01.2010, 18:44 Diese Friedensprediger sind alle Lügner. Ich glaube denen keinen Wort mehr, allen diesen "Sorten" - es gibt ja verschiedene .... (Ich war mal selber in der Friedens-Ini, in den 80er gegen den Natodoppelbeschluss und die Raketen-Stationierung - ich fand das damals auch gut, auch auch heute noch. Aber heute noch mal in ne Friedens-Ini - Nee Danke *kotz*) - Ich kann so ein Geseibere nicht ab, ich glaube, ich werde dann wütend ...
Aber ich will wissen, was sie uns vorlügen!
Das war schon eine komische Sache, damals mit der Friedensbewegung. Auf einen Schlag war plötzlich in jeder Stadt in jedem Jugendhaus eine Friedensinitiative. Wenige Wochen vorher war da nichts und nachdem sich aus dieser Friedensbewegung mit der Petra Kelly die Grünen gegründet hatten, war die Friedensbewegung plötzlich wieder verschwunden. Fast dreißig Jahre haben die Kids in den Jugendhäusern sich jetzt überhaupt nicht mehr mit Politik und Krieg und Frieden befasst.
Eigentlich fand ich das ja ganz sympathisch, dass die Kids sich endlich mal mit Politik beschäftigt haben. Aber es war natürlich eine Inszenierung der Gegenseite.
Wer hatte das inszeniert? Es war bösartig. Genug Leute hatten damals den Krieg noch erlebt und wussten wie er wirklich ist. Die Jungs und Mädels wollten sich da friedlich auf die Straßen legen, um die Panzer aufzuhalten. Ihre Eltern wussten noch aus eigener Erfahrung: die Panzer würden anhalten, die Soldaten würden die Mädels vergewaltigen, und dann würden die Panzer über die Jungs auf der Straße drüberrollen.
Wer hatte das inszeniert? Die Kommies von der DKP waren es nicht, obwohl sich in den Medien diesbezüglich Gerüchte fanden. Es waren unsere angloamerikanischen Freunde und der Zweck war nicht leicht zu erkennen.
Gleichzeitig zur Friedensbewegung begann die "Stabilitätspolitik". Später, als es die Grünen gab, die die Wirtschaftskrise auf keinen Fall mit mehr Wachstum überwinden wollten, war es klar. Man hatte von der geldpolitischen Inszenierung der Volcker-Rezession abgelenkt, weil in Deutschland die Leute noch aus den dreißiger Jahren vor einer Wirtschaftskrise einen Horror hatten und die Geldpolitik gleich dafür verantwortlich machen würden. Also musste irgendein Theater her. Das war das Ding. Als ich es selber begriffen hatte, war es auch schon zu spät...
Wer hatte das inszeniert? Die Kommies von der DKP waren es nicht, obwohl sich in den Medien diesbezüglich Gerüchte fanden. Es waren unsere angloamerikanischen Freunde und der Zweck war nicht leicht zu erkennen.
Bist du sicher ? Welcher Art muss ich mir die Konstruktion bilden ?
Eine versteckte Art Angst zu schüren ... ? - ... könnt schon passen ....
Hellmann 21.01.2010, 09:38 Bist du sicher ? Welcher Art muss ich mir die Konstruktion bilden ?
Eine versteckte Art Angst zu schüren ... ? - ... könnt schon passen ....
Völlig sicher. Das war ja das Unheimliche daran, dass ich mir keinen vernünftigen Grund für die Veranstaltung vorstellen konnte. Aber sie war oberprofessionell organisiert. Es gab schlagartig flächendeckend in allen Jugendhäusern aller Städte diese "Friedensinitiativen".
Die waren gut gemacht, kreativ, künstlerisch, die Organisatoren meist von den Kommunen als Personal und Praktikanten eingestellt. Sonst dürfen die in den Jugendhäusern höchstens irgendeinen langweiligen Disco-Abend oder eine Tischtennis-Meisterschaft machen, aber doch nicht Politik.
Nach wenigen Monaten war es schlagartig wieder vorbei. Seitdem ist flächendeckend in sämtlichen Jugendhäusern Tristesse und Langeweile angesagt und absolut nichts mehr los. Bald dreißig Jahre lang. Politik ist schon gar kein Thema mehr, jedenfalls nichts, was wirklich wichtig wäre. Vor den Wahlen vielleicht einmal ein Abend mit den Kandidaten ohne große Diskussion.
Die Absicht war tatsächlich die Ablenkung von der genau zu diesem Zeitpunkt mit Hochzinspolitik verursachten Massenarbeitslosigkeit, was ich selbst erst später kapiert habe, als die Grünen gegen die Keynesianer in Stellung gebracht waren und jede Belebung der Konjunktur als Umweltverbrechen verdammt haben. Man dürfe auf gar keinen Fall zur Bekämpfung der Massenarbeitslosigkeit den Konsum fördern, die Wirtschaft beleben und das Wachstum erhöhen. Das Wachstum zerstöre die Umwelt!
Die Grünen waren aus der Friedensbewegung hervorgegangen.
.......
Die Grünen waren aus der Friedensbewegung hervorgegangen.
Aber doch nur zu einem Teil. Die Grünen sind "nach 68" entstanden, das ist auf jeden Fall eine ihrer Wurzeln.
Während der politischen Kämpfe um den Nato-Doppelbeschluss (war das 86 ?) waren Grünen als Partei etabliert, wenn auch noch nicht in der Bürger-Landschaft.
Und, wer weiß, wie alt die Friedensbewegung ist ... ? - Ich meine gelesen zu haben, in den 50ern gabs schon Friedensdemos ....
-
Und übrigens kann man die Jugendzentren nicht über einen Kamm scheren ..., glaube ich zumindest.
In dem Kaff, wo ich grad wohne gibt es ein "selbstverwaltetes" Jugendzentrum, und zwar eines der allerersten selbstverwalteten JZs, gut möglich dass es sogar Das Erste der "Selbstverwalteten" Jzs sein, wurde schon gesagt. - Dann gibt es noch die "normalen" JZs
Und über das Wort selbstverwaltet und dessen diverser Lügen-Ideologen müsste ich auch ein Büchlein produzieren ... - aber das ist schon wieder eine andere Geschichte ....
Ostermärche gab es schon in den 50er. Die Doppelbeschlußproblematik bestand um 1983. Derweilen allerdings bereits die Anti-AKW-Bewegung mächtig im Gespräch war. Meiner Meinung nach finden sich dort die Wurzeln der Grünen. Aber nicht nur dort. Was sagte der junge Brings in dem Trailer "Meine Kindheit am Rhein": Der Rhein stank, dass kann man sich garnicht vorstellen! Auch der Hinweis auf die am 15 Januar 1985 im Ruhrgebiet ausgerufen Smog-Alarmstufe III sollte man im Auge behalten. Hierfür geltende Ursachen konnte ich zu der Zeit auch vor Ort nachvollziehen, da wir hier noch ausreichend durch Schwerindustrie "beeinflußt" waren. Schön war das nicht. Auch bleibt ein Teil der Bauernschaft und deren Zwänge als Ursache für die Grünen zu berücksichtigen. Gut, dass man diese Bewegung eingefangen hat ist etwas anderes, vielmehr auch nur der Lauf der Dinge.
Hellmann 21.01.2010, 12:02 Die Friedensbewegung ist auch so ein spannendes Thema wie der Karl Marx. :D
Nicht selten haben wir hier einen Bund der Füchse zur Abrüstung der Hühnerställe, zur Beseitigung aller Zäune und der Schrotflinten des Bauern und Maulkorbzwang für den Hofhund. :)
Der Höhepunkt war die Weltfriedensstiftung des US-Stahlindustriellen Carnegie mit dem ehemaligen US-Kriegsminister als erstem Präsidenten. :mad:
Hellmann 21.01.2010, 12:15 Man sollte wirklich ein Buch darüber schreiben, so viele spannende Themen:
Carnegie aus wiki. Der erfahrene Mensch sieht sofort die Zusammenhänge. :D
Geboren als Sohn eines Webers, wurde Carnegie zum reichsten Menschen seiner Zeit. Er war berühmt als Philanthrop und spendete insgesamt mehr als 350 Millionen US-Dollar.
http://de.wikipedia.org/wiki/Andrew_Carnegie
Philanthropen nennen sich die großen Verbrecher und Völkermörder der USA. Die Medien müssen die Menschenliebe dieser Gangster feiern, sonst fliegen die Redakteure auf die Straße. Jeder große Verbrecher in den USA gilt in den Medien der USA als Philanthrop.
Mit 14 Jahren wechselte Carnegie zu einem Telegraphenamt in Pittsburgh und lernte dort das Telegraphieren. Dort wurde auch der Leiter der Western Division der Pennsylvania Railroad Thomas A. Scott auf die Fähigkeiten Carnegies aufmerksam und machte ihn zu seinem Sekretär. Carnegie stieg im Unternehmen auf und erreichte die Position des Leiters des Eisenbahnbereichs Pittsburgh. Als Scott im Amerikanischen Bürgerkrieg stellvertretender Kriegsminister wurde, ging Carnegie mit ihm nach Washington, D.C. und arbeitete als seine rechte Hand. Ein Teil von Carnegies Aufgabe bestand darin, das militärische Telegraphensystem zu organisieren.
http://de.wikipedia.org/wiki/Andrew_Carnegie
Dass die US-Pazifisten aber auch immer aus dem Kriegsministerium kommen. :traurig:
miss dschei 21.01.2010, 13:48 Aber doch nur zu einem Teil. Die Grünen sind "nach 68" entstanden, das ist auf jeden Fall eine ihrer Wurzeln.
Während der politischen Kämpfe um den Nato-Doppelbeschluss (war das 86 ?) waren Grünen als Partei etabliert, wenn auch noch nicht in der Bürger-Landschaft.
Und, wer weiß, wie alt die Friedensbewegung ist ... ? - Ich meine gelesen zu haben, in den 50ern gabs schon Friedensdemos ....
-
Und übrigens kann man die Jugendzentren nicht über einen Kamm scheren ..., glaube ich zumindest.
In dem Kaff, wo ich grad wohne gibt es ein "selbstverwaltetes" Jugendzentrum, und zwar eines der allerersten selbstverwalteten JZs, gut möglich dass es sogar Das Erste der "Selbstverwalteten" Jzs sein, wurde schon gesagt. - Dann gibt es noch die "normalen" JZs
Und über das Wort selbstverwaltet und dessen diverser Lügen-Ideologen müsste ich auch ein Büchlein produzieren ... - aber das ist schon wieder eine andere Geschichte ....
wenn es das in dorfen, lkrs. erding ist, so hab ich letztes, vorletztes jahr vernommen, dass dort nazis eingefallen sein sollen bzw. die halbe stadt einnehmen wollten, worauf das bündnis gegen rechts usw. in ein schallendes crescendo gefallen sind :)
das jz dorfen, eröffnet im märz 74, war primär als gegenveranstaltung zu all dem unterhaltungsmüll gedacht, der uns damals nicht zur nase stand (discos usw.).
es gab zwar damals dort so etwas wie einen vietnam-ausschuss (herzig, ne?) der aber primär in der isener mühle (inoffizielles jz) beheimatet war.
das schöne dort war, die leute waren kunterbunt durcheinander, es war keine homogene sache, schüler neben studenten, lehrlingen, chronisch arbeitslosen usw., an marxsche bildungsabende kann ich mich nicht erinnern, wär mir aufgefallen.
sonderlich politisch ausgerichtet war da gar nichts, man hatte genug damit zu tun, die vorwürfe des oberförsters und stadtrat penzls, der u.a. auch dort mal eine beischlafstätte entdeckte (matratze im büro/fotolabor), abzuwehren. es gab ja ständig versuche, etwas zu konstruieren, damit man das ding dicht machen könnte. und es lebt immer noch, man glaubt es kaum.
zum thema von mir so viel: mittlerweile bin ich so weit zu glauben, dass so gut wie alles inszenierungen sind und waren.
mich würde interessieren, ob über die person/rolle der petra kelly mehr rauszubringen wäre, sie war immerhin vorher länger in den staaten, was unsereinem schon wieder so ein krieseln im gebälk macht...
Jeder große Verbrecher in den USA gilt in den Medien der USA als Philanthrop.
http://de.wikipedia.org/wiki/Andrew_Carnegie
Dass die US-Pazifisten aber auch immer aus dem Kriegsministerium kommen. :traurig:
In "Philanthrop" sagt Wikipedia es ziemlich ähnlich, ohne leider genauer auf den Punkt bzw die Punkte zu kommen.
Andrew C, das ist wahrscheinlich der Urgroßvater von diesem Dale (Sorge dich nicht ...)
Ich erinnere mich noch an eine Meldung, das war glaube ich, auch in den 80ern, da sind 2 Anarchisten (es waren glaube sogar Brüder) auf einem US-Luft-Army-Stützpunkt eingebrochen sein und haben dann dort angeblich "proklamatisch" versucht die dortigen Waffen (Flugzeuge und Raketen) mit Hilfe schwerer Hämmer zu zerstören.
War bestimmt auch ein Fake, aber wenn es A-Brüder gewesen sein sollten, müsste das irgendwo noch rauszukriegen sein ....
Aber "Anarchisten" und alles über "Anarchisten" glaube ich nur noch das, was ich deutlich herauslese.
---@ miss dschei:
ne, leider nicht, ich wohne im "klaren" Norden, Nähe Bremen.
Gut, dann haben wir ja so ziemlich alles, was die sogenannte Friedensbewegung betrifft, ans Tageslicht gebracht.
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