Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : IRAN: Kurswechsel des Westens nach 30 Jahren - Lösung im Atomstreit in Sicht?


Hydarnes_VI
02.02.2009, 00:34
[Einleitung]:

Hallo allerseits! :winken:

Wie Ihr sicherlich alle wisst, jährt sich am 11. Februar bereits zum 30. mal die "Islamische Revolution" von 1979 in IRAN, das noch bis 1935 den Namen Persien trug, und von 550 v. Chr. bis eben zum Schicksalsjahr 1979 eine absolute Monarchie gewesen ist, nachdem die USA und Großritannien im Schicksalsjahr 1953 durch einen von der C.I.A. und M.I.6 organisierten und bezahlten Aufstand die Anzeichen der ersten Demokratie im Nahen- und Mittleren-Osten unter dem gewählten Ministerpräsidenten Dr. M. Mossaddegh aus wirtschaftlichen und geo-politischen Gründen im Keim erstickt hatten (:toben:) und den Schah auf den Pfauen-Thron zurück holten. Die Revolution von 1979 ist demnach zu einem nicht unerheblichen Teil als mehr oder weniger direkte Folge und Konsequenz der Einmischung der USA in die inneren Angelegenheiten des iranisches Volkes zu verstehen.

Sehr interessant ist in diesem Zusammenhang z.B. auch folgender Artikel:
http://geschichte-usa.suite101.de/article.cfm/der_weg_des_iran_zur_theokratie

Heute ist die traditionelle Regionalmacht am Persischen Golf mit einer Fläche von 1.628.750 km² nach Saudi-Arabien der größte und mit einer heutigen Bevölkerungszahl von 72 Millionen nach der Türkei der bevölkerungsreichste Staat Vorderasiens. Der im 7 Jahrhundert n. Chr. durch Abspaltung vom arabisch-sunnitischen Islam und Gründung der eigenständigen schiitischen Glaubensrichtung zwangsläufig zum Mutterland aller Schiiten gewordene Vielvölkerstaat verfügt außerdem über die weltweit zweitgrößten Gas- und drittgrößten Öl-Vorkommen. Diese lassen den IRAN zusätzlich zu seiner bedeutenden geo-strategischen Lage am ölreichen Persischen Golf [aus dessen Nadelöhr, der Strasse von Hormuz, täglich ca. 25% des Weltölverbrauchs verschifft werden] und zusätzlich zu seiner historisch bedingten Vormachtstellung in der schiitischen Welt, auch zu einem wichtigen globalen Wirtschaftsfaktor werden.


: :kopfkratz:

Umstritten bleibt weiterhin das Atomprogramm des Landes, das seinen Ursprung in den 50er und 60er Jahren des letzten Jahrhunderts besitzt - damals wohlgemerkt noch unter der Herrschaft des pro-westlichen "Shahin-Shah, Arya-Mehr" (König-der-Könige, Licht der Arier), Mohammed-Reza Pahlewi. Die USA hatten einst nämlich nicht nur ihren im Mittleren-Osten strategisch und wirtschaftlich wichtigsten Verbündeten im Kalten-Krieg massiv hochgerüstet, sondern auch wunschgemäß das Atomprogramm des Landes mit aufgebaut. :rolleyes2: Die Revolution von 1979 setzte dem ambitionierten Programm mit nationalem Prestigefaktor ein jähes Ende. Es wurde aber schon Mitte der 80er Jahre während dem vom Irak begonnenen 1. Golfkrieg wieder aufgenommen, nachdem große Teile der Erdöl-Industrie, wichtige Staudämme und weitere Anlagen zur Energie-Erzeugung durch den von West und Ost massiv unterstützten Irak zerstört wurden. :nono:

Im Jahr 2002 wurde bekannt, dass der Iran Atomanlagen unterhielt, die der IAEO wohl verheimlicht worden waren, unter anderem in Natans und Arak. Die in den nachfolgenen Jahren von der IAEO bemängelte Zusammenarbeit führte schliesslich ab 2006 zu mehreren Resulutionen und Sanktionen des UN-Sicherheitsrates, die bisher allerdings weitgehend wirkungslos blieben, zumal der Iran mit Boykott und Sanktionen bereits frühere Erfahrungen besitzt und diese zu umgehen weiß.

"Mit der Wahl von Mahmūd Ahmadī-Nežād 3. August 2005 zum Präsidenten der Islamischen Republik Iran, verschärfte sich der Konflikt um das iranische Atomprogramm. Der bisherige Chefunterhändler, Hassan Rowhani, ein gemäßigter Reformer, wurde bereits am 18. August 2005 seines Postens enthoben und durch Ali Laridschani, einen Reformgegner, ersetzt. Die Regierung Ahmadinedschad nennt die Position des Atomwaffensperrvertrags „scheinheilig“ und „doppelzüngig“ und verweist einerseits auf das ursprüngliche Ziel des Vertrags, nämlich die globale nukleare Abrüstung voranzutreiben, andererseits auf das Verhalten der drei Atommächte Israel, Indien und Pakistan, die den Atomwaffensperrvertrag nicht unterzeichnet haben. Diese drei Staaten eigneten sich Atomwaffen in Geheimprojekten an (Israel 1968, Indien 1974, Pakistan 1990[14]). Das Eingeständnis Israels führt etwa nach Meinung der Deutschen Welle[15] den derzeitigen Druck des Westens (USA und EU) auf den Iran ad absurdum, da Israel sich zwar der IAEO anschloss, nicht aber dem NPT.
Iran bestreitet Streben nach Atomwaffen vehement, das Atomprogramm diene der Diversifizierung seiner Energieversorgung, besonders vor dem Hintergrund der Verdopplung der iranischen Bevölkerung in den vergangenen 20 Jahren und der weltweiten Sorge um eine Erschöpfung der Ölvorräte. Angesichts steigender Ölpreise ist es für Iran auch wirtschaftlich von Interesse, mehr Öl zum Export zur Verfügung zu haben und Strom im Inland mit Atomkraft zu produzieren. Derzeit verbraucht der Iran ca. 40 Prozent seiner Ölförderung selbst."
aus: http://de.wikipedia.org/wiki/Iranisches_Atomprogramm


[Diskussions-Thema]:

Neue Perspektiven durch "Direkte Diplomatie" auf gleicher Augenhöhe :cool:

Nach massiven Kursänderungen im Anti-Terrorkampf und Umweltbereich bricht der neue US-Präsident Barack Obama auch mit der bisherigen ergebnislosen Iran-Politik seines Vorgängers George W. Bush. Somit ist erstmals auch eine ernsthaft angestrebte, für den Iran akzeptable Lösung im Atomstreit in Sicht, bei dem der Iran seiner Position entsprechend behandelt werden kann. Obama hatte bereits im Wahlkampf einen neuen Ansatz in der Iran-Politik angekündigt und erklärt, dass er als Präsident der USA auch zu direkten Gesprächen mit Teheran ohne Vorbedingungen bereit wäre.

Und eine tatsächliche Annäherung der USA an den Iran würde bei positivem Verlauf (und - nebenbei bemerkt - zum Ärger des engsten Verbündeten der USA im Nahen-Osten, Israel) natürlich auch automatisch zu deutlich besseren politischen und wirtschaftlichen Beziehungen zwischen Europa und Iran führen.

[I]"Die neue amerikanische UN-Botschafterin Susan Rice kündigte am vergangenen Montag (26.1.2009) direkte Gespräche der USA mit dem Iran über dessen umstrittenes Atomprogramm an. Bush hatte dies abgelehnt."
aus: http://www.dw-world.de/dw/article/0,,3977863,00.html?maca=de-teaser_top_stories-212-rdf

Es ergeben sich daraus nun u.a. folgende Fragen, zu deren Diskussion ich euch gerne einladen möchte:

1.) Wie erfolgsversprechend ist der neue, pragmatische Kurswechsel der USA?

2.) Welche Chancen ergeben sich daraus für den Westen, für den Iran, sowie für die gesamte Entwicklung in der Region?

3.) Wie sind die Kritiker von den positiven Seiten der gegenseitigen Annäherung IRAN<->USA zu überzeugen?

4.) Wie verhält sich Israel? Ist die Gefahr eines neuen Angriffs-Krieges in der Region nun gebannt?

BinOnline
02.02.2009, 01:52
1.) Wie erfolgsversprechend ist der neue, pragmatische Kurswechsel der USA?
Es ist noch zu früh, um diese Frage beantworten zu können. Ich für meinen Teil bin da eher skeptisch.

2.) Welche Chancen ergeben sich daraus für den Westen, für den Iran, sowie für die gesamte Entwicklung in der Region?
Bei Erfolg werden wir einen zuverlässigen Gas und Öllieferanten bekommen.
Wenn wir Glück haben, in Israel ein paar Sprengstoff-Attentate weniger.
Die iranischen Machthaber werden viel Geld für Militär, Prestigeobjekte etc. haben.
Das Persische Volk wird bei der derzeitigen Regierungskonstellation nicht all zuviel abbekommen.

3.) Wie sind die Kritiker von den positiven Seiten der gegenseitigen Annäherung IRAN<->USA zu überzeugen?
Schwer, einfach und schlicht schwer.
Hier würde den Mullahs Schwerstarbeit abverlangt werden.

4.) Wie verhält sich Israel? Ist die Gefahr eines neuen Angriffs-Krieges in der Region nun gebannt?
Israel hat bereits mit dem jetzigen Mullah-Regime normale Handelsbeziehungen gehabt.
Falls die Mullahs ihre atomaren Träume real werden lassen, wird Israel die Träume wegbomben.
Und das ist gut so.

Britta
02.02.2009, 06:54
Im Jahr 2002 wurde bekannt, dass der Iran Atomanlagen unterhielt, die der IAEO wohl verheimlicht worden waren, unter anderem in Natans und Arak. Die in den nachfolgenen Jahren von der IAEO bemängelte Zusammenarbeit führten schliesslich ab 2006 zu mehreren Resulutionen und Sanktionen des UN-Sicherheitsrates, die bisher allerdings weitgehend wirkungslos blieben, zumal der Iran mit Boykott und Sanktionen bereits frühere Erfahrungen besitzt und diese zu umgehen weiß.

Mir ist von ElBaradai bekannt, dass im Iran in Punkto Atomprogramm alles mit rechten Dingen zuging. Bitte eine Quelle für die 'verheimlichten' Atomanlagen.

Die Regierung Ahmadinedschad nennt die Position des Atomwaffensperrvertrags „scheinheilig“ und „doppelzüngig“ und verweist einerseits auf das ursprüngliche Ziel des Vertrags, nämlich die globale nukleare Abrüstung voranzutreiben, andererseits auf das Verhalten der drei Atommächte Israel, Indien und Pakistan, die den Atomwaffensperrvertrag nicht unterzeichnet haben. Diese drei Staaten eigneten sich Atomwaffen in Geheimprojekten an (Israel 1968, Indien 1974, Pakistan 1990[14]). Das Eingeständnis Israels führt etwa nach Meinung der Deutschen Welle[15] den derzeitigen Druck des Westens (USA und EU) auf den Iran ad absurdum, da Israel sich zwar der IAEO anschloss, nicht aber dem NPT.

Hier wird die Doppelmoral des Westens deutlich sichtbar und es ist zu erkennen, dass es sich bei den Vorwürfen gegen Iran um einen vorgeschobenen Grund handelt.



Es ergeben sich daraus nun u.a. folgende Fragen, zu deren Diskussion ich euch gerne einladen möchte:

1.) Wie erfolgsversprechend ist der neue, pragmatische Kurswechsel der USA?

Das kommt auf den Iran an.

Von Seiten Obamas dürfte das ernst gemeint sein, da er Brzeznski in seine Regierung berufen hat. Der war bei Bush ein absoluter Gegner dieser feindlichen Iranpolitik, was er auch offen geäussert hat. Ob seine Geo-Strategie besser für die Welt ist, wird sich zeigen.

Amazon.com: The Grand Chessboard: American Primacy And Its Geostrategic Imperatives (9780465027262): Zbigniew Brzezinski: Books

2.) Welche Chancen ergeben sich daraus für den Westen, für den Iran, sowie für die gesamte Entwicklung in der Region?

Es könnte endlich ruhig werden und die Öllieferungen gesichert. Ein Krieg gegen Iran ist Dank der leeren Kriegskassen der USA zur Zeit sowieso zu teuer. Die Schäden für unseren Planeten wären enorm.

3.) Wie sind die Kritiker von den positiven Seiten der gegenseitigen Annäherung IRAN<->USA zu überzeugen?

Was die USA sagen wird gemacht und wenn die Medien ihre Hetzpropaganda runterfahren, spricht eh bald kein Mensch mehr darüber.

4.) Wie verhält sich Israel? Ist die Gefahr eines neuen Angriffs-Krieges in der Region nun gebannt?

Siehe Punkt 3.

Was sollte Israel ohne US-Unterstützung gegen Iran tun können?

heimattreu
02.02.2009, 18:28
...... : :kopfkratz:

...... Derzeit verbraucht der Iran ca. 40 Prozent seiner Ölförderung selbst."
aus: http://de.wikipedia.org/wiki/Iranisches_Atomprogramm

.......................................

Und eine tatsächliche Annäherung der USA an den Iran würden bei positivem Verlauf und zum Ärger Israels natürlich auch automatisch zu deutlich besseren politischen und wirtschaftlichen Beziehungen zwischen Europa und Iran führen.


Hi Xerxes ... äh, Hydarnes !

Wieviel dieser 40% Eigenverbrauch wird unnötigerweise abgefackelt ... vor allem: Kann man im Iran Gas verflüssigen?

ADD 2) Ich glaube kaum, daß "während dieser" iranischen Präsidentschaft noch reale Gespräche zustande kommen!
Wann wird feststehen, ob der derzeitige Präsident nochmals kandidieren darf ???

Wer sind die aussichtsreichsten Kandidaten für die nächste Legislative ?? Gehört Laridjani zu Deinen positiven Kandidaten ??


MfG Heimattreu
:winken::winken::winken::winken::winken:

BinOnline
02.02.2009, 19:27
Hi Xerxes ... äh, Hydarnes !

Wieviel dieser 40% Eigenverbrauch wird unnötigerweise abgefackelt ... vor allem: Kann man im Iran Gas verflüssigen?

Da die Mullahs in Waffen, Terrorgruppen und dubiose Atomanlagen investieren, kann der Iran da gar nichts tun.
Sie können das eigene Land nicht mal mit eigenen Diesel und Benzin versorgen.

wafi
02.02.2009, 19:28
1.) Wie erfolgsversprechend ist der neue, pragmatische Kurswechsel der USA?

2.) Welche Chancen ergeben sich daraus für den Westen, für den Iran, sowie für die gesamte Entwicklung in der Region?

3.) Wie sind die Kritiker von den positiven Seiten der gegenseitigen Annäherung IRAN<->USA zu überzeugen?

4.) Wie verhält sich Israel? Ist die Gefahr eines neuen Angriffs-Krieges in der Region nun gebannt?


zu 1. ... die einzig sinnvolle Lösungsmöglichkeit.

zu 2. .... im Gegensatz zu der geläufigen Meinung expandiert die Wirtschaft im Iran schon seit Jahren mit Hilfe westlicher Firmen. Logisch vornehmlich im Ölbereich. Das wird simpel weiter ausgebaut. Für Europa hat das durchaus wesentliche Vorteile, denn ob Total Fina selbst BP sind im Iran aktiv ... dumm gelaufen für Exxon und Co.

zu 3 ... och wieso überzeugen? Die haben doch die letzten 8 Jahre überzeugend dargelegt, daß sie nix drauf haben. Also müssen die sich selber überzeugen, alles andere ist Zeitverschwendung.

zu 4 ... Israel wird lernen müssen zu akzeptieren, daß Israel nicht der Nabel der Welt ist. Je schneller die das kapieren, desto besser, desto eher kann sich in NO was vernünftiges entwickeln. Je langsamer die im kapieren sind, desto mehr wird Israel auf Dauer isoliert. Dumm gelaufen, selber schuld.

Hydarnes_VI
03.02.2009, 16:51
Es ist noch zu früh, um diese Frage beantworten zu können. Ich für meinen Teil bin da eher skeptisch.

Aber klar sind Sie das, BinO...! :rolleyes2:


Bei Erfolg werden wir einen zuverlässigen Gas und Öllieferanten bekommen.


Nicht immer nur an das Materielle denken... könnte helfen! Der Iran ist in der Region ein einflussreiches, politisches Schwergewicht an dem man nicht drum-herum kommt. Frieden, Ordnung und Stabilität kann es in der Region ohne eine freundschaftliche Beziehung zu ihm daher nicht geben.


Wenn wir Glück haben, in Israel ein paar Sprengstoff-Attentate weniger.

Diese handeln auf eigne Faust, nicht auf Befehl aus Teheran. Wären den Palästinensern GERECHTIGKEIT wiederfahren, und besäßen diese angemessen Land, Macht, Unabhängigkeit und ließe man sie in Ruhe, dann würde es auch keine scheussliche Sprengstoff-Attentate geben. So einfach ist das.


Die iranischen Machthaber werden viel Geld für Militär, Prestigeobjekte etc. haben.
Aber auch für andere Dinge - denn sie wissen, dass sie für das Volk auch andere, größere Investitionen tätigen werden müssen, als bisher.


Das Persische Volk wird bei der derzeitigen Regierungskonstellation nicht all zuviel abbekommen.
Das Persische Volk weiss, dass diese "Regierungkonstellation" nicht die Optimalste ist, und das bessere Zeiten kommen werden, wenn kein ausgewiesener Aggressor dazwischenfunkt. Vieles hängt aber auch vom Wohlwollen der Völkergemeinschaft bzw. von äusseren Umständen ab - z.B. die Aufhebung der Sanktionen, Aufnahme in die WTO und in die SCO, Einhaltung der abgeschlossenen Verträge, Verbesserung der Handelsbeziehungen, Neu-Investitionen, etc.


Schwer, einfach und schlicht schwer.
Hier würde den Mullahs Schwerstarbeit abverlangt werden.

Nicht nur ihnen, sondern insbesondere der neuen israelischen Regierung unter (voraussichtlich) dem rechtsgerichteten Politiker Netanyahu, der dem Iran offen mit Angriff gedroht hat...! :mad:


Israel hat bereits mit dem jetzigen Mullah-Regime normale Handelsbeziehungen gehabt.

Hätten Sie dazu eine Quelle? Oder meinen Sie die von den USA organisierten Waffenlieferungen via Israel im Krieg gegen den Irak? :kopfkratz:


Falls die Mullahs ihre atomaren Träume real werden lassen, wird Israel die Träume wegbomben.
Und das ist gut so.

Das wäre für Isreal nicht durchführbar. Israel könnte höchstens einige ihm bekannte Anlagen beschädigen, aber nicht ausschalten. Nachdem Iran inzwischen mehr als gut auf jeden Angriff vorbereitet ist - selbst auf Angriffe der USA - glaube ich aber nicht, dass Israel auch nur das geringste ausrichten wird können, zumal der Iran neben den hervorragenden TOR-M1 Flugabwehrraketensysteme für kurze bis mittlere Höhen jetzt auch im Besitz modernster Versionen der formidablen S-300 Flugabwehrraketenkomplexe mit ihren bis zu 1000 km weitreichenden "Tombstone" Radare ist.

http://www.debka.com/headline.php?hid=5778
http://www.themoscowtimes.com/article/1009/42/373338.htm
http://www.harpoondatabases.com/encyclopedia/Entry642.aspx

[Hierzu auch einige Hintergrund-Informationen]:

"Nach Ansicht des russischen Analysten würden die S-300-Raketen und die bereits früher gelieferten russischen Luftverteidigungsraketen vom Typ Tor-M1 dem Iran beim Aufbau eines starken Netzwerks von Lang- und Mittelstrecken-»Verteidigungsringen« helfen, mit dem Teheran alle Versuche abwehren kann, wichtige Atomanlagen des Landes zu zerstören. Moskau hat Ende Januar gemäß einem Ende 2005 unterzeichneten Vertrag dem Iran 29 Tor-M1-Raketen im Wert von 700 Millionen Dollar geliefert. Außerdem hat Russland iranische Tor-M1-Experten ausgebildet, darunter Radar-Spezialisten und Kommandeure."
aus: http://info.kopp-verlag.de/news/russland-der-iran-und-die-georgien-krise.html

"Wie die Zeitung „Kommersant» beichtete, hatte Iran von Russland 2006 bereits 29 Fla-Raketenkomplexe des Typs Tor-M1 und Tor-M1T bekommen. Ein Jahr später folgten Lieferungen von 1200 Raketen für diese Komplexe. Am meisten befürchtet aber Israel, dass Russland ein bereits paraphiertes Abkommen mit Iran über die Lieferung von fünf S-300-PMU1-Komplexen umsetzt. Diese Flugabwehrsysteme könnten sich beim Einsatz gegen moderne westliche Kampfflugzeuge als überaus effektiv erweisen."
aus: http://de.rian.ru/analysis/20081008/117589936.html

Russia has previously sold Tor-M1 air-defense missiles and other weapons to Iran in deals criticized by the U.S. and Israel. The long-range S-300 is a much more advanced weapon that would make any potential Israeli strike at Iran's nuclear facilities more difficult.
aus: http://www.haaretz.com/hasen/spages/1048251.html

BinOnline
03.02.2009, 22:49
Nicht immer nur an das Materielle denken... könnte helfen! Der Iran ist in der Region ein einflussreiches, politisches Schwergewicht an dem man nicht drum-herum kommt. Frieden, Ordnung und Stabilität kann es in der Region ohne eine freundschaftliche Beziehung zu ihm daher nicht geben.
Dass der Iran in der Region Einfluss hat, ist unbestritten. Ein politisches Schwergewicht ist der Iran jedoch nicht und wird es, zumindest mittelfristig auch nicht werden.
Und von wegen Frieden, Ordnung und Stabilität!
In Afghanistan halten sich die Mullahs ein paar Gangsterbosse, im südlichen Irak zündeln sie, was das Zeug hält und im eigenen Land unterdrücken sie die Bevölkerung und im Norden des Landes erhalten die Kurden eine besondere liebevolle Behandlung.

Diese handeln auf eigne Faust, nicht auf Befehl aus Teheran. Wären den Palästinensern GERECHTIGKEIT wiederfahren, und besäßen diese angemessen Land, Macht, Unabhängigkeit und ließe man sie in Ruhe, dann würde es auch keine scheussliche Sprengstoff-Attentate geben. So einfach ist das.
Hisbollah und Hamas werden von den Mullahs unterstützt und gelenkt. Von wegen selbständig!
Dies als eine einfache Sache anzutun, erfordert schon eine starke Einäugigkeit.

Aber auch für andere Dinge - denn sie wissen, dass sie für das Volk auch andere, größere Investitionen tätigen werden müssen, als bisher.
Wie recht Du doch hast, jetzt haben die Mullahs ja einen eigenen Sputnik.
Darauf wartete das persische Volk dringend. ;-)

Das Persische Volk weiss, dass diese "Regierungkonstellation" nicht die Optimalste ist, und das bessere Zeiten kommen werden, wenn kein ausgewiesener Aggressor dazwischenfunkt. Vieles hängt aber auch vom Wohlwollen der Völkergemeinschaft bzw. von äusseren Umständen ab - z.B. die Aufhebung der Sanktionen, Aufnahme in die WTO und in die SCO, Einhaltung der abgeschlossenen Verträge, Verbesserung der Handelsbeziehungen, Neu-Investitionen, etc.
Die allermeisten Perser wollen eine freie, offene Gesellschaft. Mit den Mullahs ist dies nicht möglich.

Nicht nur ihnen, sondern insbesondere der neuen israelischen Regierung unter (voraussichtlich) dem rechtsgerichteten Politiker Netanyahu, der dem Iran offen mit Angriff gedroht hat...! :mad:
Keine Sorge, auch bei Tzipi werden die Ärsche der Mullahs auf Grundeis gehen, wenn es erforderlich sein wird.

Hätten Sie dazu eine Quelle? Oder meinen Sie die von den USA organisierten Waffenlieferungen via Israel im Krieg gegen den Irak? :kopfkratz:
Nach dem Sturz vom Schah bis zum Irakkrieg gab es zeitweise sogar fast normale Wirtschaftsbeziehungen zwischen den beiden Ländern.

Das wäre für Isreal nicht durchführbar.
Von was träumst eigentlich in der Nacht?

Barbier
04.02.2009, 01:12
Diese handeln auf eigne Faust, nicht auf Befehl aus Teheran. Wären den Palästinensern GERECHTIGKEIT wiederfahren, und besäßen diese angemessen Land, Macht, Unabhängigkeit und ließe man sie in Ruhe, dann würde es auch keine scheussliche Sprengstoff-Attentate geben. So einfach ist das.
Wo ist das so einfach, auf Niribu?

OG
Barbier

BinOnline
05.02.2009, 01:15
Gerade läuft ein wunderbarer Dokumentarfilm über Farah Diba in der ARD.
Der Film ist von Nahid Persson, einer ehemaligen Kommunistin unter dem Schah.

http://programm.daserste.de/detail1.asp?heute=05.02.2009&id=X000930143&sdatlo=04.02.2009&sender=1&dpointer=32&anzahl=37&ziel=32

Hydarnes_VI
05.02.2009, 01:34
Gerade läuft ein wunderbarer Dokumentarfilm über Farah Diba in der ARD.
Der Film ist von Nahid Persson, einer ehemaligen Kommunistin unter dem Schah.

http://programm.daserste.de/detail1.asp?heute=05.02.2009&id=X000930143&sdatlo=04.02.2009&sender=1&dpointer=32&anzahl=37&ziel=32

Ja, eine wirklich interessante Doku - und auch noch 90 Minuten lang...! Leider habe ich nur die letzten 30 Minuten davon gesehen! :traurig: :toben:

BinOnline
05.02.2009, 01:39
Ja, eine wirklich interessante Doku - und auch noch 90 Minuten lang...! Leider habe ich nur die letzten 30 Minuten davon gesehen! :traurig: :toben:

Dann hast Du Pech gehabt.
Vielleicht wird es mal wiederholt.
Falls ich bis dahin nicht schon im Hades bin, gebe ich Bescheid, wenn ich es mal lesen sollte.

Hydarnes_VI
05.02.2009, 01:57
Dann hast Du Pech gehabt.
Vielleicht wird es mal wiederholt.
Falls ich bis dahin nicht schon im Hades bin, gebe ich Bescheid, wenn ich es mal lesen sollte.

O.k. - darfste gerne machen! :)

BinOnline
06.02.2009, 09:58
Eigentlich nicht zu fassen.
Seit 3 Jahrzehnten traktieren die Mullahs bereits Persien :traurig:

http://www.tagesschau.de/ausland/iran178.html

Hydarnes_VI
06.02.2009, 12:05
Eigentlich nicht zu fassen.
Seit 3 Jahrzehnten traktieren die Mullahs bereits Persien :traurig:

http://www.tagesschau.de/ausland/iran178.html

Ja, es ist schon traurig.

Traurig ist auch, was alles dazu geführt hat, dass die Iraner sich 1979 dazu entschieden haben. Und die USA tragen dabei bekanntermaßen eine wesentliche Mitschuld... :cool:

Traurig ist aber auch, wie in anderen Staaten Bevölkerungsteile bzw. Volksgruppen "traktiert" werden - z.B. in Israel. :traurig:

Und solange es Unterdrückung, Benachteiligung, und Messen-mit-zweierlei-Mass gegenüber Moslems gibt, solange werden sich moslemische Staaten vor Ort auch einzumischen versuchen um diese Missstände und Ungerechtigkeiten zu beseitigen - egal ob das nun Iran, Syrien, Lybien, Sudan, oder sonst ein moslemischer Staat ist.

Britta
06.02.2009, 13:37
Ja, es ist schon traurig.

Traurig ist auch, was alles dazu geführt hat, dass die Iraner sich 1979 dazu entschieden haben. Und die USA tragen dabei bekanntermaßen eine wesentliche Mitschuld... :cool:


Nicht nur die USA. Die Franzosen haben auch mitgemischt. Sie sorgten für den Aufstieg des Ayatollahs Khomeini. Und nicht zu vergessen die Engländer. - Alle wollten günstig an das iranische Öl und somit war Khomeini ein französischer Agent. Da dass an US und UK-Interessen kratzte, wurde in den Medien eine regelrechte Hetzkampagne gestartet, die im Laufe der Jahre immer weiter ausgebaut wurde.

http://www.acht-der-schwerter.com/2007/02/06/frankreich-und-die-iranische-revolution/

""Präsident Valéry Giscard d’Estaing hatte den Schah von Persien als ersten ausländischen Staatsgast in seiner Amtszeit eingeladen, wobei er die französischen Interessen am iranischen Öl im Blick hatte. 1978 sahen Giscard und sein Innenminister Michel Poniatowski den Zusammenbruch der Schah-Regierung voraus, eine Entwicklung, die Frankreichs Wirtschaftsinteressen schaden würde." "

Hydarnes_VI
06.02.2009, 21:51
Man könnte sagen:
Ein kleiner Schritt für die Menschheit, ein großer Schritt für den Iran...:
YouTube- Iran's first satellite launch - &quot;Omid&quot; launched by Safir 2
:happy:

Interressant ist in diesem Zusammenhang auch folgender Artikel:

"Irans Satellit als Friedens-Bote"

(dpa/jw) "Der iranische Staatschef Mahmud Ahmadinedschad ist Bedenken des Westens wegen des iranischen Raumfahrtprogramms entgegengetreten. "Dieser Satellit ist nur ein Bote des Friedens und der Gerechtigkeit", sagte Ahmadinedschad am Donnerstag in Mashad im Nordosten des Landes.

Mehrere westliche Regierungen befürchten, dass hinter dem iranischen Weltraumprogramm auch ein Programm für ballistische Raketen stecken könnte. Eine Trägerrakete, die einen Satelliten ins All bringe, könnte zur Entwicklung einer Langstreckenwaffe führen, hieß es unter anderem in Washington. Der iranische Präsident verwies dagegen darauf, dass globale Probleme "nicht mehr mit Bomben und Raketen" sondern vielmehr "im respektvollen Dialog" gelöst würden. [Anm. Hydarnes_VI: Wo, außer auf dieser Technik-Webstite, wurde hier im Westen darüber berichtet?! :confused:]

Der Iran hatte am Dienstag seinen ersten selbst gebauten Satelliten in eine Erdumlaufbahn gebracht. Der Start des Satelliten Omid (Hoffnung) mit einer im Iran gebauten Trägerrakete vom Typ Safir 2 (Botschafter) wurde vom Staatsfernsehen übertragen. Er sei aus Anlass des 30. Jahrestags der islamischen Revolution erfolgt, berichtete die amtliche Nachrichtenagentur IRNA."

http://satundkabel.magnus.de/satellit/artikel/satellit-ist-nur-ein-bote-des-friedens-iran-besaenftigt-den-westen.html


Ebenfalls nicht uninteressant zu wissen:

[...]"Das iranische Verteidigungsministerium sprach unterdessen von einem "ultramodernen wissenschaftlichen Erfolg" und warf den USA und Israel vor, diesen "technologischen Durchbruch" als militärischen Schachzug zu verunglimpfen. Teheran wolle auch anderen Islamischen Staaten ermöglichen, ihre Satelliten ins Weltall zu schießen."[...]

aus: http://satundkabel.magnus.de/satellit/artikel/update-omid-iran-schickt-ersten-selbst-gebauten-satelliten-ins-all.html

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Es ist auch immer wieder ein interressantes, weltweit zu beobachtendes Phänomen, wie nationale technische Errungenschaften wie diese, bei Landsleuten unterschiedlichster politischer Couleur die gleichen Gefühle - nämlich STOLZ und FREUDE - auszulösen pflegen. :)

Hydarnes_VI
07.02.2009, 01:34
Wo ist das so einfach, auf Niribu?

OG
Barbier

:nono:

Dat Dingens heisst übrigens NIBIRU und nicht "Niribu"...

Guckst Du hier:
http://de.wikipedia.org/wiki/Nibiru
http://www.videogold.de/planet-nibiru-und-sein-einfluss-auf-unsere-welt/


P.S.: Und was hat "OG" zu bedeuten? "Old-testamentary Greetings"? :irre:

Britta
07.02.2009, 10:54
Man könnte sagen:
Ein kleiner Schritt für die Menschheit, ein großer Schritt für den Iran...:
http://www.youtube.com/watch?v=EWNj73HXhRY&feature=related
:happy:


Wo soll das eine Bedrohung sein?

Die US-Killersatelliten können das Ding jederzeit kaltstellen. Aber Hauptsache man kann das wieder in den Medien als iranische Brdrohung bezeichnen.

Hydarnes_VI
07.02.2009, 19:45
Wo soll das eine Bedrohung sein?


Das Frage ich mich auch.

Nicht der Satellit selbst (obwohl, GPS-Daten können auch militärisch genutzt werden, aber eine echte Bedrohung ist das ja nicht), sondern [laut sog. "westliche Experten"...] die Trägerrakete, die - notfalls - auch als ballistische Langsteckenrakte eingesetzt werden kann. Dies gilt aber für ALLE Betreiber eines Weltraumprogramms, sodaß der Iran hier keine Ausnahme ist. Die eigentliche Gefahr geht auch vielmehr von der äußerst instabilen Atomwaffen-Macht Pakistan und vom atomar bewaffneten, belizistischen und stets überemotional (und daher irational) agierenden Aggressorstaat Israel aus, wie unabhängige, intelligente und unvoreingenommene Menschen längst wissen.

Außerdem ist der Iran nicht so stupide seine wenigen, teueren Langstreckenraketen gegen einen überlegenen (da atomar bewaffneten) Feind als Angriffswaffe zu missbrauchen. Als mögliche Verteidigungs- bzw. Abschreckungswaffe (entsprechende Stückzahl vorausgesetzt) schon eher...


Die US-Killersatelliten können das Ding jederzeit kaltstellen. Aber Hauptsache man kann das wieder in den Medien als iranische Brdrohung bezeichnen.
Erst mal welche haben. Noch sind diese Dinger ja Zukunftsvision. Außerdem wird der Iran -so wie es aussieht - bald in der Lage sein ebenfalls sog. Killersatelliten in den Weltraum zu entsenden, wenn das angebracht erscheint.

wafi
07.02.2009, 19:52
jau die Killersateliten und vor allem die Raketenabwehr ... da lach ich mich jedesmal schlapp drüber. Bislang waren eigentlich alle Versuche der USA ne ballistische Rakete abzuschießen von Erfolglosigkeit gekrönt ... Selten so gelacht :D

Was ich nicht ganz verstehe ist die Reaktion von Laridschani in München. Statt nen kleinen Schritt auf die USA zuzugehen, holzt der bekloppt rum. Kapieren tu ich das nicht so ganz, denn der Iran hat bislang nur verloren durch die Isolation, wäre zumindest eine freundliche Distanziertheit angemessen gewesen.

Hydarnes_VI
07.02.2009, 20:14
jau die Killersateliten und vor allem die Raketenabwehr ... da lach ich mich jedesmal schlapp drüber. Bislang waren eigentlich alle Versuche der USA ne ballistische Rakete abzuschießen von Erfolglosigkeit gekrönt ... Selten so gelacht :D

Was ich nicht ganz verstehe ist die Reaktion von Laridschani in München. Statt nen kleinen Schritt auf die USA zuzugehen, holzt der bekloppt rum. Kapieren tu ich das nicht so ganz, denn der Iran hat bislang nur verloren durch die Isolation, wäre zumindest eine freundliche Distanziertheit angemessen gewesen.

Ich denke, das liegt daran, weil man die Konferrenz unbedachterweise (anscheinend hat der Raketenstart in den Weltraum einen bleibenden - und leider beängstigenden - Eindruck hinterlassen...) mit unnötigen Drohungen gegen den Iran gestartet hatte: http://bazonline.ch/ausland/europa/Sicherheitskonferenz-eroeffnet-mit-Drohungen-gegen-Iran/story/18049316

Allerdings sollte man auch wissen, dass Larijani eher ein Hitzkopf ist und zu den radikalen Konservativen zählt, für die gut gemeinte Reden eines Obama nicht so viel Wert sind, wie die vom iranischen Präsident Ahmadinedjad verlangte Entschuldigung der USA für jahrzehntelange Einmischung in die inneren Angelegenheiten des Iran und für die Unterstützung Saddam Husseins im 1. Golfkrieg... Diese berechtige Forderung blieb bisher aber leider unbeantwortet. Staatdessen gab es bisher wieder einmal nur Drohungen bezüglich weitere, härtere Sanktionen im Atomstreit, und dümmliche Unterstellungen hinsichtlich dem ebenso ambitionierten wie erfogreichen iranischen Weltraumprogramm, das für die gesamte iranische Nation nicht nur eine bedeutende technische Errungenschaft, sondern auch ein nationales Prestigeobjekt ist.

Britta
07.02.2009, 22:39
jau die Killersateliten und vor allem die Raketenabwehr ... da lach ich mich jedesmal schlapp drüber. Bislang waren eigentlich alle Versuche der USA ne ballistische Rakete abzuschießen von Erfolglosigkeit gekrönt ... Selten so gelacht :D

Was ich nicht ganz verstehe ist die Reaktion von Laridschani in München. Statt nen kleinen Schritt auf die USA zuzugehen, holzt der bekloppt rum. Kapieren tu ich das nicht so ganz, denn der Iran hat bislang nur verloren durch die Isolation, wäre zumindest eine freundliche Distanziertheit angemessen gewesen.

Eigentlich hatte ich die Sateliten gemeint, die andere Sateliten ausser Gefecht setzen können.

Und letzt haben die Amis doch von See aus einen Sateliten mit ner Rakete runtergeholt und das als Riesenerfolg gefeiert.

Und Obamas Berater für Nahost ist für einen Partner Iran, denn ohne Iran läßt sich der NO nicht beherrschen.
http://de.wikipedia.org/wiki/Zbigniew_Brzezi%C5%84ski

Der Brzezinski hat schon vor Jahren unter Bush ziemlich über dessen Iranpolitik geweint, da diese seiner Meinung nach den Weltbeherrungsplänen der Amerikaner nicht förderlich war.
"Seit 2006 tritt Brzeziński als Kritiker der US-Politik gegenüber dem Atomprogramm des Iran und im Irakkrieg hervor. Brzeziński ist der Meinung, dass die Strategie der USA gescheitert ist. [1] Anfang 2007 warnte er davor, die USA würden einen Vorwand suchen, um gegen den Iran einen Krieg zu initiieren[2]."

Da er jetzt in Obamas Stab ist, wird sich die US-Politik gegenüber Iran um (fast) 180° drehen. Vielleicht kann man da ja eine dicke Lippe riskieren.

wafi
07.02.2009, 22:55
naja Britta

nen Sateliten abzuschießen, von dem man alle Daten hat und der nicht manipuliert werden kann ohne das man es weiß ... ist schon nen Kunststück, allerdings durchaus berechenbar. Selbiges mit so nem Ding zu machen, dessen Daten man nicht hat und der mal eben nen kleines bißchen den Kurs korrigieren kann ... ist dagegen sehr schwer ... und bei ner Rakete so ziemlich unmöglich ... und absolut unmöglich mit einer die über Mehrfachsprengköpfe verfügt. Das ganze ist und bleibt nen Hirngespinst.

Gruß
Peter

Britta
07.02.2009, 23:01
naja Britta

nen Sateliten abzuschießen, von dem man alle Daten hat und der nicht manipuliert werden kann ohne das man es weiß ... ist schon nen Kunststück, allerdings durchaus berechenbar. Selbiges mit so nem Ding zu machen, dessen Daten man nicht hat und der mal eben nen kleines bißchen den Kurs korrigieren kann ... ist dagegen sehr schwer ... und bei ner Rakete so ziemlich unmöglich ... und absolut unmöglich mit einer die über Mehrfachsprengköpfe verfügt. Das ganze ist und bleibt nen Hirngespinst.

Gruß
Peter

Hälst du das dann für ein Fake:

http://www.shortnews.de/start.cfm?id=699157
"Der außer Kontrolle geratene US-Spionagesatellit (SN berichtete) ist mittels einer Rakete von einem Kriegsschiff aus, das im nördlichen Pazifik in der Nähe von Hawaii positioniert wurde, abgeschossen worden.
Dem Pentagon zufolge wurde vom Kreuzer "USS Lake Erie" eine modifizierte SM-3-Rakete abgefeuert und mittels des Radar- und Lenksystem Aegis zum Ziel geführt. Dieses System soll künftig Basis des amerikanischen Raketenabwehrsystems sein.
Der erste Schuss war zwar ein Volltreffer, ob das eigentliche Ziel, den an Bord des Satelliten befindliche Tank mit dem giftigen Treibstoff Hydrazin zu zerstören, gelungen ist, wird erst in den kommenden 24 Stunden geklärt sein."

wafi
08.02.2009, 11:51
nö Britta

wieso sollte ich das für nen fake halten? Das Problem ist doch simpel ... wenn ich die Flugdaten kenne, dann ist die Wahrscheinlichkeit einen Treffer zu landen, relativ gut. Kenn ich die Flugdaten nicht und können diese verändert werden, dann wird nen Treffer nahezu unmöglich. Beweißt ja auch dieser Fall ... denn anscheinend ist das Ding nicht wirklich zerstört worden, auf nen zweiten Versuch haben die es garnicht mehr ankommen lassen, weil wg. dem Zusammenprall sich die Flugbahn unbekannt verändert hat, außerdem sind die Geschwindigkeiten dermaßen hoch, daß du realistisch von einer Position nur die Chance hast einen Schuß abzufeuern, mehr ist nicht, weil dann ist das Objekt schon wieder außerhalb der Reichweite. Wäre bei nem geostationärem Sateliten natürlich wieder etwas einfacher, weil, der verändert ja seine relative Position nicht. Ne Rakete tut dies sehr wohl. Ein Raketenabwehrsystem bei interkontinentalen Raketen ... ist nen Witz. Die zerstörst du vor dem Start oder garnicht.

Britta
08.02.2009, 13:02
Ein Raketenabwehrsystem bei interkontinentalen Raketen ... ist nen Witz. Die zerstörst du vor dem Start oder garnicht.

Das sehe ich genauso. Zufallstreffer.

Aber so ein Raketenabwehrsystem bringt ne Menge Geld wenn man den entsprechenden Ländern die Dinger verkaufen kann.

sam
08.02.2009, 13:05
Ein Raketenabwehrsystem bei interkontinentalen Raketen ... ist nen Witz. Die zerstörst du vor dem Start oder garnicht.
:nono:

Patriots lassen Scuds grüssen ...


mfG

Hydarnes_VI
08.02.2009, 19:37
:nono:

Patriots lassen Scuds grüssen ...


mfG

Hallo,

die "Scuds" sind/waren aber Kurzstreckenraketen (http://de.wikipedia.org/wiki/Kurzstreckenrakete) und keine Interkontinental-Raketen... :cool:
Die sind viel leichter abzufangen, obwohl es ja selbst bei diesen Probleme gab... (siehe z.B. Einschläge in Saudi-Arabien in 1991).

wafi
08.02.2009, 20:13
tztztz sam

also für jemand der sich für Physik interessiert sollte dir der Unterschied klar sein. Schau dir mal einfach die Geschwindigkeitspotentiale interkontinentaler Raketen und Mittelstreckenraketen an ... die Tomahawk fliegt sogar Unterschallgeschwindigkeit ... Mittelstreckenraketen erreichen irgendwas um die 11.000 km/h ... interkontinentalraketen im Weltraum 26.000 km/h ... Spaßige Frage, wen trifft man wohl leichter?
Im übrigen fliegen die Dinger im Gegensatz zu den Mittelstreckenraketen ziemlich hoch und damit schon durchaus außerhalb der Reichweite "normaler" Radargeräte, die bei den GEschwindigkeiten sowieso kaum mitkommen, da wird`s schon bei Mittelstreckenraketen schwierig.

Hydarnes_VI
08.02.2009, 21:53
"Larijani picks up 'positive' US signal "

http://www.iranmania.com/news/contents/NewsContent/News.aspx?ContentID=5754

Britta
08.02.2009, 22:11
"Larijani picks up 'positive' US signal "

http://www.iranmania.com/news/contents/NewsContent/News.aspx?ContentID=5754

Hab ich doch vorausgesagt. Man, ich sollte Hellseherin werden. :D

sam
08.02.2009, 22:28
tztztz sam

also für jemand der sich für Physik interessiert sollte dir der Unterschied klar sein. Schau dir mal einfach die Geschwindigkeitspotentiale interkontinentaler Raketen und Mittelstreckenraketen an ... die Tomahawk fliegt sogar Unterschallgeschwindigkeit ... Mittelstreckenraketen erreichen irgendwas um die 11.000 km/h ... interkontinentalraketen im Weltraum 26.000 km/h ... Spaßige Frage, wen trifft man wohl leichter?
Da hast du mich tatsächlich erwischt. :o
Irgendwie hatte ich die ik-Dinger als nur "ein wenig schneller" in Erinnerung.

Wenn es mehr als das Doppellte ist, das schaffen die RAS nie.
Zumindest nicht die ausm Golfkrieg ...


mfG

Hydarnes_VI
11.02.2009, 00:22
Hab ich doch vorausgesagt. Man, ich sollte Hellseherin werden. :D

Jo, mach mal: Wer wird die nächste iranische Präsidentschaftswahl im kommenden Juni gewinnen? :kopfkratz: :confused: :kopfkratz: :confused:

Britta
11.02.2009, 06:56
Jo, mach mal: Wer wird die nächste iranische Präsidentschaftswahl im kommenden Juni gewinnen? :kopfkratz: :confused: :kopfkratz: :confused:

Ich denke Ahmadinedschad, wenn er sich nochmal zur Wahl stellt.

Habe mit Iranern gesprochen und die finden ihren Präsidenten gut - ganz im Gegensatz zu unseren Konzernmedien.

Hydarnes_VI
11.02.2009, 19:24
Heute, ARTE, 21:00 - 22:30

"IRAN - Der Wille zur Großmacht"
(Dokumentation zum Themen-Tag IRAN aus Anlass des 30jährigen Jubiläums der Revolution von 1979).
__________________

Hydarnes_VI
11.02.2009, 19:25
Heute, ARTE, 21:00 - 22:30

"IRAN - Der Wille zur Großmacht"
(Dokumentation zum Themen-Tag IRAN aus Anlass des 30jährigen Jubiläums der Revolution von 1979).
__________________

Hydarnes_VI
23.02.2009, 19:45
Ich denke Ahmadinedschad, wenn er sich nochmal zur Wahl stellt.

Wollen wir es nicht hoffen...!
Er hat sowieso nur Chancen, wenn der Iran angegriffen wird...
Ansonsten ist er quasi chancenlos, weil er und sein unfähiges Kabinett wirtschafts- und sozialpolitisch VERSAGT haben - und somit die Wahlversprechen nicht eingehalten haben (im Gegenteil: Inflation, Korruption und Arbeitslosigkeit haben sogar zugenommen)!


Habe mit Iranern gesprochen und die finden ihren Präsidenten gut - ganz im Gegensatz zu unseren Konzernmedien.

Dann hast Du mit den FALSCHEN Iranern gesprochen...! :D
Die Mehrheit der Iraner findet ihn nämlich nicht gut und ist - bis auf die Fortschritte im Atom- und Weltraumprogramm - ziemlich enttäuscht von ihm (Hauptgrund siehe oben, aber auch wegen den unnötigen und z.T. unklugen Provokationen gegenüber Israel)

wafi
23.02.2009, 19:55
finde es erstmal spannend, daß Schröder mit dem geplauscht hat ... und irgendwie wohltuend, daß die scheinbar vereinbart haben nach außen nix zu sagen und sich dran halten. Schaun wer mal, vielleicht kommt A aus T doch noch zu weiteren Ansichten.

Übrigends ... mit der Kritik der Bevölkerung an A aus T ist das wohl tatsächlich so ne Sache. Nen Bekannter war letztes Jahr (ok, ein Jahr her) 3 Monate in Teheran und meinte, daß es eben kein einheitliches Bild gibt. Grade unterpriveligierte neigen zu Zustimmung, während Mittelschicht, so es sie denn noch gibt, eher ablehnend sind. Man darf jedenfalls gespannt sein.

Gruß
Peter

Britta
24.02.2009, 12:00
Wollen wir es nicht hoffen...!
Er hat sowieso nur Chancen, wenn der Iran angegriffen wird...
Ansonsten ist er quasi chancenlos, weil er und sein unfähiges Kabinett wirtschafts- und sozialpolitisch VERSAGT haben - und somit die Wahlversprechen nicht eingehalten haben (im Gegenteil: Inflation, Korruption und Arbeitslosigkeit haben sogar zugenommen)!



Dann hast Du mit den FALSCHEN Iranern gesprochen...! :D
Die Mehrheit der Iraner findet ihn nämlich nicht gut und ist - bis auf die Fortschritte im Atom- und Weltraumprogramm - ziemlich enttäuscht von ihm (Hauptgrund siehe oben, aber auch wegen den unnötigen und z.T. unklugen Provokationen gegenüber Israel)

Wer so einen mächtigen Gegner wie die USA hat, die allen Banken dieser Welt verbieten, mit dem Iran Transaktionen durchzuführen und auch ansonsten allen Ländern dieser Welt vorschreiben, wie wann und wo sie mit Iran handeln dürfen, der hat keine Chance seine Wirtschaft auf die Beine zu bringen und seine Wahlversprechen zu halten.

Meine Firma wollte Geschäfte mit Iran machen. Die Geschäfte wurden wegen politischem Druck aus USA auf Eis gelegt. Und diese Geschäfte hatten nichts mit Waffen zu tun, sondern mit Autos.

Die Iraner mit denen ich gesprochen habe waren nicht aus dem normalen Volk. Es waren hochgebildete Menschen und sie haben mir viel über ihr Land erzählt.

Iphigenie
24.02.2009, 12:58
Hi Britta,

Du schreibst:
Wer so einen mächtigen Gegner wie die USA hat, die allen Banken dieser Welt verbieten, mit dem Iran Transaktionen durchzuführen und auch ansonsten allen Ländern dieser Welt vorschreiben, wie wann und wo sie mit Iran handeln dürfen, der hat keine Chance seine Wirtschaft auf die Beine zu bringen und seine Wahlversprechen zu halten.

So sehe ich das auch. Und so sehen das auch viele gebildete Iraner
- wie mir das zumindest ein gebildeter iranischer Kollege versicherte.

(abgesehen davon: In welchem Volk findet man eine einheitliche Meinung?)

grüße
Iphi:)

Hydarnes_VI
24.02.2009, 13:40
Wer so einen mächtigen Gegner wie die USA hat, die allen Banken dieser Welt verbieten, mit dem Iran Transaktionen durchzuführen und auch ansonsten allen Ländern dieser Welt vorschreiben, wie wann und wo sie mit Iran handeln dürfen, der hat keine Chance seine Wirtschaft auf die Beine zu bringen und seine Wahlversprechen zu halten.

Da ist schon zwar was Wahres dran. Aber man muß/sollte noch etwas tiefer unter die Oberfläche schauen: Zu den auferlegten Sanktionen kommt eben noch hinzu, dass es sich bei den derzeitigen verantwortlichen Wirtschaftsbeamten und staatlichen Managern in Iran zumeist um sehr loyale, dafür bzw. gerade deshalb aber auch oft um unqualifizierte Leute, und nicht um Fachleute handelt...! Das wird in Iran auch ganz offen (und zurecht) vom Volk bemängelt - besonders, weil viele dieser Beamte und die hinter deren Rücken stehende Mullahs korrupt sind, ein Großteil des vom Staat zugeteilten Geldes in die eigene Tasche stecken und mit Duldung der Regierung Vetternwirtschaft betreiben. Dazu kommt, dass die Regierung die Einnahmen aus dem Öl-Export oft nicht vernünftig genug re-investiert werden.


Meine Firma wollte Geschäfte mit Iran machen. Die Geschäfte wurden wegen politischem Druck aus USA auf Eis gelegt. Und diese Geschäfte hatten nichts mit Waffen zu tun, sondern mit Autos.

Ja, so geht es leider vielen deutschen Firmen; wirklich traurig das - und zwar für beide Seiten. Es ist ein Unding sondergleichens, dass die USA meint, allen und jeden diktieren zu können/müssen, was Sache ist. :mad: Und noch trauriger ist, dass viele Regierungen - allen voran natürlich wieder unsere derzeitige hiesige Bücklingsregierung - dies auch noch penibelst befolgt! :toben:

Interessant ist in diesem Zusammnhang, dass sich Schröder in Iran auch mit Vertretern der Wirtschaft getroffen hat, und diese einstimmig genau dieses Verhalten der Deutschen bemängelt haben. Mit anderen europäischen Staaten mache man nämlich noch gute Geschäfte, nur mit Deutschland nicht! Die Deutschen würden sich "päpstlicher als der Papst" verhalten, was leider auch wirklich stimmt.


Die Iraner mit denen ich gesprochen habe waren nicht aus dem normalen Volk. Es waren hochgebildete Menschen und sie haben mir viel über ihr Land erzählt.

Hmmm... das widerspricht sich aber schon etwas :D! Vermutlich waren es Geschäftsleute einer staatlichen Firma(?). Die bestehen sytembedingt aus treuen Anhängern der Regierung, und müssen nicht nur in Fragen der Außen- sondern auch in Fragen der Innenpolitik stets die Ansichten ihres Arbeitgebers (der im Falle von staatlichen Firmen ja der Staat ist) vertreten.

Offener und politisch unabhängiger sind da schon die Angestellten und Manager von privaten Firmen, die es in Iran zwar auch gibt, die aber in der Minderheit sind.

Wie gesagt, laut meinen Informationen genießt Ahmadinedjad von Seiten des Volkes in Fragen der Innenpolitik keinen großen Zuspruch mehr. Vergessen wir auch nicht, dass rund 70% der Iraner unter 30 Jahre alt ist, und die Jugend noch enttäuschter ist, als die ältere Generation - ganz besonders die Studenten (vor allem zwar wegen der seit Ahmadi deutlich gestiegenen Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit, aber eben auch hinsichtlich gestiegene soziale und wirtschaftliche Probleme, über die sie sich so ihre Gedanken machen).

Hydarnes_VI
24.02.2009, 13:54
Hi Britta,

Du schreibst:


So sehe ich das auch. Und so sehen das auch viele gebildete Iraner
- wie mir das zumindest ein gebildeter iranischer Kollege versicherte.

(abgesehen davon: In welchem Volk findet man eine einheitliche Meinung?)

grüße
Iphi:)

Was willst Du mit deiner Betonung auf "gebildet" andeuten? Etwa dass ich nur ungebildete Iraner kenne? :nono: Schau am besten mal, was ich dazu Britta geantwortet habe - denn soweit liegen wir nicht auseinander... Man muß die Verhältnisse IN Iran aber persönlich gut kennen um sich ein richtiges und vollständiges Bild von der Situation malen zu können - und zudem immer darauf achten von wem man was hört und warum...

Britta
24.02.2009, 15:53
Was willst Du mit deiner Betonung auf "gebildet" andeuten? Etwa dass ich nur ungebildete Iraner kenne? :nono: Schau am besten mal, was ich dazu Britta geantwortet habe - denn soweit liegen wir nicht auseinander... Man muß die Verhältnisse IN Iran aber persönlich gut kennen um sich ein richtiges und vollständiges Bild von der Situation malen zu können - und zudem immer darauf achten von wem man was hört und warum...

So war das bestimmt nicht gemeint.

Mir ging die ganze Zeit unsere Presse mit ihren Hetzkampagnen auf den Kecks. Deswegen habe ich mal genauer hingeschaut. Und ein ganz anderes Bild bekommen, wie man dem normalen Volk weismachen will.

Der Präsident war früher Lehrer und vieles was er sagt, ist echt gut. Sein Brief an Bush wurde vielfach von normalen Menschen übersetzt und in allen möglichen Foren veröffentlicht.

Das es Korruption gibt ist nur logisch. 3x raten wer ein Interesse hatte, den Iran zu destabilisieren und überall mitgemischt hat, wenn's um Geld geht. Mit den Sanktionen und Einflußnahmen ist es wahrscheinlich noch schlimmer wie im Fall Kuba.

Ich habe z.B. einen Iraner kennengelernt, der in England aufgewachsen ist und in Deutschland zur Schule ging. Sein Job ist es, Geschäfte zu vermitteln. Spezialgebiet Iran.

Hydarnes_VI
25.02.2009, 19:35
So war das bestimmt nicht gemeint.

Mir ging die ganze Zeit unsere Presse mit ihren Hetzkampagnen auf den Kecks. Deswegen habe ich mal genauer hingeschaut. Und ein ganz anderes Bild bekommen, wie man dem normalen Volk weismachen will.

Der Präsident war früher Lehrer und vieles was er sagt, ist echt gut. Sein Brief an Bush wurde vielfach von normalen Menschen übersetzt und in allen möglichen Foren veröffentlicht.

Das es Korruption gibt ist nur logisch. 3x raten wer ein Interesse hatte, den Iran zu destabilisieren und überall mitgemischt hat, wenn's um Geld geht. Mit den Sanktionen und Einflußnahmen ist es wahrscheinlich noch schlimmer wie im Fall Kuba.


Ja, die Eimischung der USA (durch Destabilisierung, vor allem durch Unterstützung von Separatistenbewegungen, aber auch durch Druck auf ausländische Firmen und Investoren) spielt ebenfalls eine Rolle.


Ich habe z.B. einen Iraner kennengelernt, der in England aufgewachsen ist und in Deutschland zur Schule ging. Sein Job ist es, Geschäfte zu vermitteln. Spezialgebiet Iran.

Und der hat sich pro-Ahmadi geäußert, bzw. gemeint, dieser genieße beim iranischen Volk großen Zuspruch? Wann war das? Ich vermute mal sicherlich VOR 2008, wo das Volk noch geduldig auf die Einlösung seiner innenpolitischen (wirtschaftlichen und sozialen) Wahlversprechen gewartet hat...

wafi
25.02.2009, 19:46
sag mal Hydarnes

als die Türkei in den Nordirak einfiel um die PKK zu bekämpfen hab ich mich immer gefragt, ob es nicht sein kann, daß die PKK dort eigentlich ne ganz andere Aufgabe hatte und eigentlich im Nordiran für Unruhe sorgen sollte. Hast du dazu nähere Info`s ob diese Vermutung irgendwie zu untermauern ist? Weil eigentlich fand ich das taktisch von Seiten der USA völlig bescheuert die PKK dort gewähren zu lassen und damit ne deutliche Distanzierung der Türkei zu erreichen.

Gruß
Peter

Hydarnes_VI
01.03.2009, 20:54
sag mal Hydarnes

als die Türkei in den Nordirak einfiel um die PKK zu bekämpfen hab ich mich immer gefragt, ob es nicht sein kann, daß die PKK dort eigentlich ne ganz andere Aufgabe hatte und eigentlich im Nordiran für Unruhe sorgen sollte. Hast du dazu nähere Info`s ob diese Vermutung irgendwie zu untermauern ist? Weil eigentlich fand ich das taktisch von Seiten der USA völlig bescheuert die PKK dort gewähren zu lassen und damit ne deutliche Distanzierung der Türkei zu erreichen.

Gruß
Peter

Ja, das steckt(e) eindeutig Systematik dahinter.

Der sogenannte Kurdenkonflikt beschränkt sich eben nicht nur auf das irakisch-türkische, sondern auch auf das irakisch-iranischen Grenzgebiet. An der irakisch-iranischen Grenze im Norden in der Nähe der Türkei ist vor allem die kurdische separatistisch-terroristische PEJAK (oder auch PJAK) aktiv.

In 2007 wurde im TV-Nachrichtenmagazin "Weltspiegel" ein sehr interessanter Bericht gezeigt, in der mit der PKK verwandte, marxistische PEJAK portretiert wurde, die vom Irak aus operiert und in den Nord-Ost Iran einfällt und dort zusammen mit ihren verwandten iranisch-kurdischen Separatisten im Nord-Westen Irans Anschläge verübt - vor allem auf iranische Offiziere, Polizisten und Beamte. Übrigens werden deren Kämpfer laut diesem Bericht zum größten Teil aus EU-Staaten rekrutiert: Es sind zumeist hierher emigrierte Kurden und deren Nachkommen, die mit Geld angelockt werden... Die Waffen dier PEJAK sind laut eigener Aussage US-amerikanischer und isralischer Herkunft, genauso wie deren finanzielle Mittel.

Im gleichen Jahr knüpfte dann auch ARD-Magazin MONITOR an diesen Bericht des "Weltspiegel" und berichtete u.a. auch über einen seltsamen Rekrutierungsfall in Deutschland, bei dem ein kurdischer Halbwüchsiger durch seine Landsleute für den Einsatz als Freiheitskämpfer für Scharfschützenaufgaben abgeworben wurde. Am ungeheuerlichsten ist jedoch, dass zudem laut diesem Bericht der Führer der PEJAK, Abdul Rahman Haji Ahmadi, seinen Wohnsitz in Köln hat, unbeheligt von den deutschen Behörden hin-und-her reisen darf, vom BND beschützt wird und sogar Verfassungsschutz geniesst! Da wundert es dann auch nicht, dass die deutsche Auslandsspionage (BND) - wahrscheinlich auf Geheiß der USA und/oder Israels - mit der PEJAK in zwielichtigen Beziehungen stehen soll.

Hier noch ein paar Quellen/Artikel/Berichte zum Thema:
http://deutsche.wordpress.com/category/pejak/
http://deutsche.wordpress.com/2007/09/29/usadeutschland-und-israel-kooperieren-mit-terroristen-im-irak-gegen-iran/
http://www.tagblatt.ch/tagblatt-alt/tagblattheute/hb/ausland/tb-au/art709,35086
http://forum.spiegel.de/showpost.php?p=2494046&postcount=1216

So verwundert es dann auch nicht, dass sich Iran und Türkei in der Bekämpfung der PKK und der PEJAK einig sind, und nicht immer nur unabhängig voneinander gegen diese militärisch vorgehen - natürlich auch grenzübergreifend im Irak, wo diese in relativ unzugäglichen Bergregionen ihre Ausgangsbasen unterhalten.

Eine Lösung des Kurdenkonflikts kann es daher nur unter Einbezug ALLER hiervon betroffenen Staaten geben, nämlich Irak, Iran Syrien UND der Türkei.

Ach und ja, seit Obamas Amtsantritt hat sich die US-Politik auch hinsichtlich der PEJAK erfreulicherweise um 180° gewandelt - ein eindeutiges freundschaftliches Signal an den Iran:
http://www.bueso.de/news/obama-administration-stuft-pkk-gruppe-pejak-als-terroristische-vereinigung
http://www.turkishweekly.net/news/64144/us-brands-pkk-39-s-iran-branch-pjak-quot-terrorist-organization-quot-.html

Britta
01.03.2009, 21:17
Ja, die Eimischung der USA (durch Destabilisierung, vor allem durch Unterstützung von Separatistenbewegungen, aber auch durch Druck auf ausländische Firmen und Investoren) spielt ebenfalls eine Rolle.

Diese Einmischung spielt eine sehr große Rolle, da die USA Druck auf alle anderen Länder ausüben, mitzumachen.


Und der hat sich pro-Ahmadi geäußert, bzw. gemeint, dieser genieße beim iranischen Volk großen Zuspruch? Wann war das? Ich vermute mal sicherlich VOR 2008, wo das Volk noch geduldig auf die Einlösung seiner innenpolitischen (wirtschaftlichen und sozialen) Wahlversprechen gewartet hat...

Da vermutest du allerdings richtig. Das war Ende 2007.

Allerdings ist mein eigener Eindruck von Ahmadinedschad ebenfalls ein positiver. Er hat einige Provokationen aussenpolitisch hervoragend gemeistert, ist also gar nicht so dumm. (z.B. die Geschichte mit den britischen Gefangenen).

Hydarnes_VI
01.03.2009, 21:34
Diese Einmischung spielt eine sehr große Rolle, da die USA Druck auf alle anderen Länder ausüben, mitzumachen.

Ja, aber aber eben nicht der einzig entscheidende Faktor, warum es dem Iran wirtschaftlich besser gehen könnte - sondern "nur" der außenpolitische. Wie gesagt, der mindestens ebenso bedeutende interne bzw. innenpolitische Faktor ist die zentralistische Planwirtschaft durch konservative linien-treue und zudem unqualifizierte Verantwortliche.


Da vermutest du allerdings richtig. Das war Ende 2007.
Na wer sagt´s denn! :):cool:


Allerdings ist mein eigener Eindruck von Ahmadinedschad ebenfalls ein positiver. Er hat einige Provokationen aussenpolitisch hervoragend gemeistert, ist also gar nicht so dumm. (z.B. die Geschichte mit den britischen Gefangenen).

Nein, dumm ist er nicht. Nur zu konservativ und zu "verbohrt", was die notwendigen wirtschaftlichen, sozialen und politischen Reformen bisher verhindert hat - und ihm letztendlich den erneuten Wahlsieg kosten wird.

Britta
01.03.2009, 21:37
Ja, aber aber eben nicht der einzig entscheidende Faktor, warum es dem Iran wirtschaftlich besser gehen könnte - sondern "nur" der außenpolitische. Wie gesagt, der mindestens ebenso bedeutende interne bzw. innenpolitische Faktor ist die zentralistische Planwirtschaft durch konservative linien-treue und zudem unqualifizierte Verantwortliche.



Diese unqualifizierten Verantwortlichen hast du überall auf der Welt in hohen Positionen sitzen. Wäre dem nicht so, dann hätten wir jetzt keine Weltwirtschaftskrise.

Möchte nicht wissen, wie viele Verantwortliche im Iran US-Sympathisanten sind.

Paladin1988
22.05.2009, 13:26
Tach :winken:

der Iran wird sich sein Atomprogramm durch niemanden stören lassen wollen.

Und vor allem: Muss ja keine feindliche Idee dahinterstecken.


Der Iran hat mehrere Gründe auf dem Atomweg zu bleiben, einer der Gründe kenne ich gut, den Grund teilt auch Nachbar Türkei, um in Zukunft ebenfalls mit Atomprogrammen zu beginnen, die der Iran schon seit langem angeht.

Und der eine Grund den ich halt kenne ist mehr als friedlich


mfg

Randle P. McMurphy
22.05.2009, 13:56
Nun es geht ja nicht um die Gründe die Du kennst.......... :irre:

Paladin1988
22.05.2009, 13:59
Nun es geht ja nicht um die Gründe die Du kennst.......... :irre:

:D sondern?

also ich meinte damit "das Atomprogramm eines Irans muss gar net ma feindlich besonnen sein, ich bin überzeugt, dass sie überwiegend friedliches damit verfolgen :kopfkratz:"

oder warum glotzt sich ein ankara teheran an und will in zukunft eventuell auch sowas machen?

Randle P. McMurphy
22.05.2009, 14:44
Oder warum glotzt sich ein ankara teheran an und will in zukunft eventuell auch sowas machen?

Weil sie erstens nix dagegen tun können und zweitens auch nicht schlauer sind ?
Keine Ahnung was da unterm Turban so vor sich geht. :irre:

Paladin1988
22.05.2009, 14:46
Weil sie erstens nix dagegen tun können und zweitens auch nicht schlauer sind ?
Keine Ahnung was da unterm Turban so vor sich geht. :irre:

:D hihihihi

aber beide Länder klagen über dat gleiche Problem, ich nenn mal das eine friedliche Problem was ich kenne: STROMAUSFÄLLE

im Sommer, bei 42°, wenn die Klimaanlage, Kühlschrank und alles plötzlich alles blubb ausgeht....wirst auch du nach Atomkraftwerken schreien.....oder bei 42° ein lauwarmes Bier trinken:giggle:, zum Wohl:D

Randle P. McMurphy
25.05.2009, 10:33
Strom läßt sich aber auch ohne Kernschmelze herstellen.
Gerade da wo die Sonne immer scheint. ;)

Paladin1988
25.05.2009, 10:50
Strom läßt sich aber auch ohne Kernschmelze herstellen.
Gerade da wo die Sonne immer scheint. ;)


was ja schon genutzt :) wird, in Türkei hat unser Eigentumshaus (und viele andere die man sieht und generell auch viele die man überall da sieht)

Diese Solarkanister auf den Dächern.
http://wowturkey.com/tr242/Cagdas_Ozturk_Min.jpg

(auf die Dächer achten)

die gewährleisten das Heißwasser! (nicht Strom, sondern heißwasser durch Sonnenenergie)

Nur = Türkei und auch der Iran ist keine Sahara, im Winter nützen die Dinger wenig.

Zudem: Nicht alle Ecken der Türkei oder vom Iran sind dauerhaft heiß, manche Ecken der Türkei erreichen im Sommer gradmal 25° und im Winter stolze -25°

Iran ebenso. Wenn mütterchen Russland -33° schickt, kann der Metzger sein Fleisch auch draußen hinhängen. In Osttürkei ist das jedes Jahr von Dezember bis ende Februar Alltag, Eiszapfen so groß wie Menschen etc. etc.

Das heißt, die Sonne scheint NICHT immer da.

Fazit? Wenn man in Türkei oder Iran Solarkraftwerke hinstellen würde = würden sie saisonal nützlich sein, 6-8 Monate Solarkraftgewinnung und die anderen 4-6 Monate = tote Hose = abstellen = das wäre mit hohen Verlusten verbunden.

Es sei denn die Solarkraftwerke speisen und speichern die Energie und Kraft dauerhaft, dann gibts auch dauerhaft Solarpower, rund um jede Jahreszeit :)

Cheops
25.05.2009, 11:54
was ja schon genutzt :) wird, in Türkei hat unser Eigentumshaus (und viele andere die man sieht und generell auch viele die man überall da sieht)

Diese Solarkanister auf den Dächern.
http://wowturkey.com/tr242/Cagdas_Ozturk_Min.jpg

(auf die Dächer achten)

die gewährleisten das Heißwasser! (nicht Strom, sondern heißwasser durch Sonnenenergie)

Nur = Türkei und auch der Iran ist keine Sahara, im Winter nützen die Dinger wenig.

Zudem: Nicht alle Ecken der Türkei oder vom Iran sind dauerhaft heiß, manche Ecken der Türkei erreichen im Sommer gradmal 25° und im Winter stolze -25°

Iran ebenso. Wenn mütterchen Russland -33° schickt, kann der Metzger sein Fleisch auch draußen hinhängen. In Osttürkei ist das jedes Jahr von Dezember bis ende Februar Alltag, Eiszapfen so groß wie Menschen etc. etc.

Das heißt, die Sonne scheint NICHT immer da.

Fazit? Wenn man in Türkei oder Iran Solarkraftwerke hinstellen würde = würden sie saisonal nützlich sein, 6-8 Monate Solarkraftgewinnung und die anderen 4-6 Monate = tote Hose = abstellen = das wäre mit hohen Verlusten verbunden.

Es sei denn die Solarkraftwerke speisen und speichern die Energie und Kraft dauerhaft, dann gibts auch dauerhaft Solarpower, rund um jede Jahreszeit :) Dein Link will sich mir wegen akuter Auswärtigkeit nicht erschließen, aber zum Thema: Der Iran ist die Summe seiner Menschen und die kann man nach 30 Jahren nicht mehr auf solche Vögel, wie Khomeini oder Ahmadinejad reduzieren!

Paladin1988
25.05.2009, 11:59
Dein Link will sich mir wegen akuter Auswärtigkeit nicht erschließen, aber zum Thema: Der Iran ist die Summe seiner Menschen und die kann man nach 30 Jahren nicht mehr auf solche Vögel, wie Khomeini oder Ahmadinejad reduzieren!

hm, soll heißen bis der Iran Solarkraftwerke mal aufgestellt hat, gibt es die Menschheit nicht mehr, zumindest Holland nicht, die schwimmen gen Island :giggle:

Cheops
25.05.2009, 12:05
hm, soll heißen bis der Iran Solarkraftwerke mal aufgestellt hat, gibt es die Menschheit nicht mehr, zumindest Holland nicht, die schwimmen gen Island :giggle: Dazu gibt es keinen Link in deutsch oder wenigstens in englisch? Ich kann mir nicht vorstellen, dass nur Türken und Araber über solchen Fortschritt berichten. Such mal bitte was raus. Es wird ja sonst auch in allen Sprachen über jeden Furz berichtet, der im Iran gelassen wird.

Randle P. McMurphy
25.05.2009, 14:45
Es sei denn die Solarkraftwerke speisen und speichern die Energie und Kraft dauerhaft, dann gibts auch dauerhaft Solarpower, rund um jede Jahreszeit :)

Du verwechselst Solarkollektoren und Photovoltarik mein lieber muselpanischer Freund. :giggle:

http://de.wikipedia.org/wiki/Solartechnik

http://de.wikipedia.org/wiki/Photovoltaikanlage

Cheops
25.05.2009, 14:51
Du verwechselst Solarkollektoren und Photovoltarik mein lieber muselpanischer Freund. :giggle:

http://de.wikipedia.org/wiki/Solartechnik

http://de.wikipedia.org/wiki/Photovoltaikanlage Ist das nicht egal? Es ist auf jeden Fall eine umweltschonende Energie...:)

Randle P. McMurphy
25.05.2009, 15:12
Das eine macht das Wasser heiß das andere lädt den Akku
des Massagestabes. :kopfkratz:

Cheops
25.05.2009, 15:22
Das eine macht das Wasser heiß das andere lädt den Akku
des Massagestabes. :kopfkratz: Solange die Energie umweltfreundlich ist... :)

Randle P. McMurphy
27.05.2009, 09:23
So lange kein lebensgefährdenter Müll anfällt dessen Entsorgung
noch ungeregelt ist............

Paladin1988
28.05.2009, 09:07
So lange kein lebensgefährdenter Müll anfällt dessen Entsorgung
noch ungeregelt ist............

bezüglich atomgedöns um Iran....

ich meine wir müssen einem Trend ins Auge sehen, der in unserer nächsten Zukunft FAKT sein wird:

- Russland
- USA

werden nicht mehr die Einzigen sein, die da ganz oben im weitem Weltall nach Erdöl oder sonstigen Ressourcen suchen :giggle:

- Indien
- Iran

möchten nun auch im weitem Weltall mitspielen

in Zukunft werden immer mehr Länder im Weltall mitspielen wollen und mit ner eigenen Rakete hoch hinauf wollen und oder mit Atomen spielen :)

immer mehr Länder werdens in Zukunft.....heute und morgen Indien und Iran, übermorgen pfff Türkei und Mexico, wer weiß :D


Die 1. größten Länder (Länder der Größenkategorie 1) spielen schon.

Die 2. größten Länder werden folgen..... und so weiter....

Cheops
28.05.2009, 09:13
Wenn die Öl und Energiereserven der Erde demnächst alle sind, hilft auch die Raumfahrt da nicht weiter, also haben diese Länder dann auch nichts davon, wenn sie nicht gerade Quellen auf dem Mars und dem Saturn nutzen können.

Paladin1988
28.05.2009, 09:20
Wenn die Öl und Energiereserven der Erde demnächst alle sind, hilft auch die Raumfahrt da nicht weiter, also haben diese Länder dann auch nichts davon, wenn sie nicht gerade Quellen auf dem Mars und dem Saturn nutzen können.

genauso ist es.

Das ist wie der ewige Ausbau Dubai's: Solange man Erdöl hat.

Und die Scheichs wollen nun die großen Luxus Dubai Projekte sowas von schnell fertig haben, die jüngste große Verwirklichung soll wieder mal eine mega Insel vor den Meeresküsten Dubai's sein.

Sowas kann man eigentlich in ~10 Jahren fertigstellen, der Scheich setzte abe eine Frist von 4-5 Jahren = 2012 muss diese Mega Luxus Insel stehen!

Jetzt frage ich mich vor was der Scheich Fracksausen bekommen hat, warum er es so total eilig hat:

- dass die Erdölquellen in Saudi Arabien ab 2013 versiegen?
- oder hat er in seinem Palast den Maya Kalender stehen?:giggle:

Britta
19.10.2009, 06:53
Heute morgen im TV wurde über den Anschlag auf die iranischen Revolutionsgardisten berichtet. Hab mal geschaut, was ich darüber finde

Iran-Anschlag: USA und Briten beteiligt?
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Die Rebellengruppe, die sich zu dem Selbstmordanschlag auf die iranischen Revolutionsgarden (Pasdaran) bekannt hat, wird laut Teheran von britischen und US-Geheimdiensten ausgebildet. Der Heereschef der Revolutionsgarden, Mohammed Pakpur, sagte im iranischen Fernsehen, die Basis der Rebellen befinde sich in den Nachbarländern des Iran, dort würden sie trainiert und ausgerüstet.

Festgenommene hätten ausgesagt, dass sie von ausländischen Geheimdiensten ausgerüstet würden, sagte Pakpur, ohne nähere Angaben zu den Festnahmen zu machen. "In diesen Ländern arbeiten US- und britische Geheimdienste", und die Rebellengruppe Jundallah "wird von den amerikanischen und britischen Geheimdiensten trainiert".

Auch pakistanische Sicherheitsbeamte waren nach Einschätzung des iranischen Präsidenten Mahmoud Ahmadinejad in den Selbstmordanschlag auf die mächtige Revolutionsgarde am Sonntag verwickelt. Der Iran habe Informationen erhalten, wonach einige Sicherheitsbeamte in Pakistan mit den für das Attentat verantwortlichen Personen kooperiert hätten, zitierte die halbstaatliche Nachrichtenagentur Fars den Präsidenten. "Wir betrachten es als unser Recht, diese Kriminellen von ihnen einzufordern".

Der iranische Innenminister Mostafa Mohammed Najar forderte das Nachbarland Pakistan auf, "schnellstmöglich die Terroristen an den Iran zu übergeben", wie das staatliche iranische Fernsehen auf seiner Website meldete.

Die Zahl der Toten bei dem verheerenden Selbstmordanschlag auf die Revolutionsgarden hat sich nach Berichten staatlicher Medien auf mindestens 42 erhöht. Dies berichtete der iranische Fernsehsender Press TV in der Nacht zum Montag. Unter den Toten seien auch sieben Kommandanten der Gardisten, berichteten das Staatsfernsehen und das Innenministerium weiter. Zahlreiche Menschen seien bei dem Blutbad in der Provinz Sistan-Balutschistan im Südosten des Landes verletzt worden.

Nach Angaben des staatlichen Fernsehens bekannte sich eine radikale Sunnitengruppe namens Jundallah (Gottessoldaten) zu dem Anschlag. Die Gruppe soll unter anderem im Drogenhandel aktiv sein. http://www.orf.at/?href=http%3A%2F%2Fwww.orf.at%2Fticker%2F344890.ht ml

Von Briten und Amis berichtet die SZ nichts:
http://www.sueddeutsche.de/politik/45/491412/text/

und n-tv läßt mal wieder kein Ahmadinedschad-Bashing aus:

http://www.n-tv.de/politik/Anschlag-auf-Revolutionsgarde-article551989.html

Britta
21.10.2009, 10:16
Immer mehr behinderte und nicht lebensfähige Kinder werden im Irak geboren.

http://www.globalresearch.ca/index.php?context=va&aid=15744
September 2009, Fallujah General Hospital had 170 babies born, 24% of which died within their first week of life. Worse yet, fully 75% of the babies born that month were deformed. This compares to August 2002, six months before the US invasion, when 530 live births were reported with only six dying in the first week, and only one deformity.
24 der im September geborenen Babies sind in der ersten Lebenswoche gestorben. 75% der im September geborenen Babies sind missgebildet.

Die Zahlen sprechen eine deutliche Sprache, was dem irakischen Volk durch den Lügenkrieg angetan wurde.

Immer noch streiten die US-Behörden ab, dass DU-Munition eine Gefahr darstellt, warnt aber trotzdem ihre Soldaten, sich Orten zu nähern an denen mit dieser Munition geschossen wurde und verbietet medizinische Studien an den Kriegsschauplätzen:
While the Pentagon has continued to claim, against all scientific evidence, that there is no hazard posed by depleted uranium, US troops in Iraq have reportedly been instructed to avoid any sites where these weapons have been used—destroyed Iraqi tanks, exploded bunkers, etc.—and to wear masks if they do have to approach. Many torched vehicles have been brought back to the US, where they have been buried in special sites reserved for dangerously contaminated nuclear materials. (Thousands of tons of DU-contaminated sand from Kuwait, polluted with DU during the US destruction of Iraq’s tank forces in the 1991 war, were removed and shipped to a waste site in Idaho last year with little fanfare.) Suspiciously, international health officials have been prevented or obstructed from doing medical studies of DU sites in Iraq and Afghanistan.