Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Europa in der Rezession
Turandot 14.08.2008, 12:09 "Der Klügere gibt nach", wird sich die deutsche Wirtschaft gedacht haben und schrumpfte im 2. Quartal um 0,5% laut Financial Times Deutschland. (http://www.ftd.de/politik/deutschland/399361.html?p=1)
In ausländischen Publikationen is häufiger die Rede von -1%
Unsere tatkräftigen Politiker fordern ein Anti-Rezessions-Programm: Die Putzfrau müsse von den Steuern leichter abgesetzt werden. (http://www.faz.net/s/Rub0E9EEF84AC1E4A389A8DC6C23161FE44/Doc~E7E616B328CE94892BB7082F2171DAEBF~ATpl~Ecommon ~Scontent.html)
Die französische Wirtschaft schrumpfte um 0,3%
Italien -0,3%, Spanien merkwürdigerweise nur -0,1%
jezisabagut 14.08.2008, 18:55 "Der Klügere gibt nach", wird sich die deutsche Wirtschaft gedacht haben und schrumpfte im 2. Quartal um 0,5% laut Financial Times Deutschland. (http://www.ftd.de/politik/deutschland/399361.html?p=1)
In ausländischen Publikationen is häufiger die Rede von -1%
Unsere tatkräftigen Politiker fordern ein Anti-Rezessions-Programm: Die Putzfrau müsse von den Steuern leichter abgesetzt werden. (http://www.faz.net/s/Rub0E9EEF84AC1E4A389A8DC6C23161FE44/Doc~E7E616B328CE94892BB7082F2171DAEBF~ATpl~Ecommon ~Scontent.html)
Die französische Wirtschaft schrumpfte um 0,3%
Italien -0,3%, Spanien merkwürdigerweise nur -0,1%
„ Einmalig „ ist, dass die Bereitschaft zu weltweiten Militäreinsätzen gleichfalls in Verfassungsrang erhoben wird.
EU-Streitkräfte werden zu "Kampfein-sätzen im Rahmen der Krisenbewältigung einschließlich Frieden schaffender Maßnahmen" eingesetzt .
Weiter heißt es:
"Mit allen diesen Missionen kann zur Bekämpfung des Terrorismus beigetragen werden, unter anderem auch durch die Unterstützung für Drittstaaten bei der Bekämpfung des Terrorismus in ihrem Hoheitsgebiet".
Das Beschwören einer diffusen Terrorismusgefahr wird auch in Europa zu einer allgegenwärtigen Rechtfertigungsformel für globale Militärinterventionen gemacht.
Mit einer territorialen Verteidigungsoption, die Rüstung auf entschieden niedrigerem Niveau einschließen würde, haben diese Bestimmungen nichts zu tun.
Es geht ausschließlich um Militärinterventionen - ohne geographische Einschränkungen.
Turandot 14.08.2008, 21:41 „ Einmalig „ ist, dass die Bereitschaft zu weltweiten Militäreinsätzen gleichfalls in Verfassungsrang erhoben wird.
EU-Streitkräfte werden zu "Kampfein-sätzen im Rahmen der Krisenbewältigung einschließlich Frieden schaffender Maßnahmen" eingesetzt .
Weiter heißt es:
"Mit allen diesen Missionen kann zur Bekämpfung des Terrorismus beigetragen werden, unter anderem auch durch die Unterstützung für Drittstaaten bei der Bekämpfung des Terrorismus in ihrem Hoheitsgebiet".
Das Beschwören einer diffusen Terrorismusgefahr wird auch in Europa zu einer allgegenwärtigen Rechtfertigungsformel für globale Militärinterventionen gemacht.
Mit einer territorialen Verteidigungsoption, die Rüstung auf entschieden niedrigerem Niveau einschließen würde, haben diese Bestimmungen nichts zu tun.
Es geht ausschließlich um Militärinterventionen - ohne geographische Einschränkungen.
:kopfkratz: Sorry, habe den Beitrag nicht überhaupt nicht verstanden.
Übrigens: drei Ausrufezeichen machen die Aussage nicht gewaltiger als eins. (Und so ganz nebenbei: vor Ausrufezeichen kein Leerzeichen.) :)
jezisabagut 14.08.2008, 21:44 :kopfkratz: Sorry, habe den Beitrag nicht überhaupt nicht verstanden.
Übrigens: drei Ausrufezeichen machen die Aussage nicht gewaltiger als eins. (Und so ganz nebenbei: vor Ausrufezeichen kein Leerzeichen.) :)
OKAY...
Nichtverstehen bedeutet ja nicht, DUMM zu sein !!!
Turandot 14.08.2008, 21:53 Nichtverstehen bedeutet ja nicht, DUMM zu sein !!!
:kopfkratz: Sprechen wir über das selbe Thema oder sind wir nur zufällig im gleichen Strang?
jezisabagut 14.08.2008, 22:22 :kopfkratz: Sprechen wir über das selbe Thema oder sind wir nur zufällig im gleichen Strang?
Gibt es ETWA Zufälle ?
Turandot 14.08.2008, 22:26 Gibt es ETWA Zufälle ?
Möglicherweise. Ich verstehe allerdings nicht, was das alles mit der Rezession in Europa zu tun hat?
jezisabagut 14.08.2008, 22:33 Möglicherweise. Ich verstehe allerdings nicht, was das alles mit der Rezession in Europa zu tun hat?
Ach...
Du hast nach der Rezession in Europa gefragt ?
Mensch,schreib es doch GLEICH SO HIN !!!
Macht es um VIELES " LEICHTER " !
Turandot 14.08.2008, 22:38 Ach...
Du hast nach der Rezession in Europa gefragt ?
Mensch,schreib es doch GLEICH SO HIN !!!
Macht es um VIELES " LEICHTER " !
:confused:
Übrigens habe ich nicht gefragt, sondern lediglich einen Ordner/ Faden/ Thread/ Strang * zu dem Thema der Überschrift geöffnet.
Deine Antwort stand nach meinem Verständnis jedoch in keinem Zusammenhang zu dem Thema, daher habe ich mich erkundigt, worum es dir geht.
Turandot 14.08.2008, 22:45 Anmerkung:
* zu Deutsch: Trööt
jezisabagut 14.08.2008, 22:47 :confused:
Übrigens habe ich nicht gefragt, sondern lediglich einen Ordner/ Faden/ Thread/ Strang zu dem Thema der Überschrift geöffnet.
Deine Antwort stand nach meinem Verständnis jedoch in keinem Zusammenhang zu dem Thema, daher habe ich mich erkundigt, worum es dir geht.
OOCH ...ich mache es gaaanz " kurz " !!!!
Die vielleicht bemerkenswerteste Veränderung im Vergleich zum letzten gescheiterten Verfassungsvertrag ist, dass auf den Begriff "Verfassung" ganz verzichtet wird und auch auf alle damit zusammenhängenden Symbole, welche die EU als eigenständige Einheit darstellen>.
Dies überrascht doch sehr - hatten doch die führenden Politiker der EU und die etablierten Medien - mehrere Jahre gebetsmühlenhaft den Standpunkt vertreten, dass die EU eine Verfassung braucht, um zur "Finalität der europäischen Integration" voranzuschreiten.
Stets wurde betont, die EU könne nicht mehr mit schrittweisen Vertragsänderungen im Stile von Maastricht, Amsterdam und Nizza weitermachen.
Nun aber folgt der neue "Reformvertrag" genau diesem alten Muster:
Es handelt sich um einen "Änderungsvertrag", genau wie der EU-Vertrag von Nizza ein bloßer Änderungsvertrag des Vertrags von Amsterdam war.
Vor allem Teil III des Verfassungsvertrags(neoliberaler Zuschnitt der Wirtschafts- und Sozialpolitik) und die heftig kritisierten Bestimmungen zur Gemeinsamen Sicherheits- und Verteidigungspolitik finden sich nahezu wortgleich im "Reformvertrag" wieder.
Die wenigen Änderungen im Vergleich zum Verfassungsvertrag beziehen sich vor allem auf institutionelle Fragen: die Zahl der Kommissionsmitglieder wird reduziert; die Stärkung des Präsidenten der Kommission wird auf 2014 hinausgeschoben; das neue Abstimmungsverfahren im Rat (doppelte Mehrheit) tritt ebenfalls erst 2014 bzw. vollständig 2017 in Kraft; der vormals vorgesehene Posten des Außenministers der Europäischen Union wird umbenannt zum "Hohen Vertreter der Union für Außen- und Sicherheitspolitik"; ein Protokoll über die Unterrichtung der nationalen Parlamente wird beigefügt, welches die Frist, in der nationale Parlamente mit einer Stellungnahme auf Initiativen der Kommission reagieren können, von 6 auf 8 Wochen ausdehnt; die Zahl der Politikbereiche.
Der Entwurf des "Reformvertrags" präsentiert in neuer Aufmachung im Wesentlichen dieselben Inhalte wie der gescheiterte Verfassungsvertrag, während der DURCHSETZUNGS-PROZESS in keinem Fall durch den "Volkswillen " gestört werden soll und darf.
Darauf läuft es hinaus, LEIDER !!!
Turandot 14.08.2008, 22:51 @ jezi:
Ich rede aber über die Rezession. Ich hoffe, ich muss das Wort für dich nicht durch Großschreibung oder Farbe verständlich machen?
jezisabagut 14.08.2008, 23:03 @ jezi:
Ich rede aber über die Rezession. Ich hoffe, ich muss das Wort für dich nicht durch Großschreibung oder Farbe verständlich machen?
1996 hat Bill Clinton das amerikanische Wohlfahrtssystem unter dem Motto "Welfare to Work" reformiert. In diesem Prozess ist der Bundesstaat Wisconsin ("Wisconsin Works", W-2) am weitesten fortgeschritten, der Staat, dessen Sozialhilfesystem Roland Koch seit seinem Besuch dort im Sommer 2001 nachahmen möchte.
In Wisconsin gibt es für arbeitsfähige Erwachsene keine Sozialhilfe mehr. Stattdessen haben sie Anspruch darauf, dass ihnen ein Arbeitsplatz oder wenigstens eine Qualifizierungsmaßnahme vermittelt wird, die mehr oder weniger gut bezahlt sind. Dies geschieht in vier Stufen:
Reguläre Arbeit ("Unsubsidized Employment") :
Nach Möglichkeit sollen alle Teilnehmer so schnell wie möglich auf dem ersten Arbeitsmarkt unterkommen.
Probearbeitsverträge ("Trial Jobs") :
Wer nicht vermittelt werden kann, arbeit bei einem privaten Arbeitgeber auf Probe. Hierzu gehört ein staatlicher Lohnkostenzuschuss von 300$ pro Monat.
Gemeinschaftsdienste ("Community Service Job") :
Dieses Programm ist vergleichbar mit Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen. Die Teilnehmer erhalten 673$ pro Monat für 30 Stunden Arbeit pro Woche und 10 Stunden Berufsberatung oder Qualifizierung. Für jede unentschuldigte Fehlstunde wird das Gehalt gekürzt.
Einführungsphase ("Transition") :
Wer aus gesundheitlichen, geistigen oder familiären Gründen nicht arbeiten kann, kommt in eine Rehabilitation oder Therapie. Die Teilnehmer erhalten 628$ pro Monat. 28 Stunden pro Woche müssen sie arbeiten, 12 haben sie für Beratung und Rehabilitierungsmaßnahmen.
Für Krankenversicherung und Kinderbetreuung sorgt, falls nötig, der Staat. Leistungen aus diesem Programm gibt es aber für jeden Menschen maximal fünf Jahre im Leben, höchstens zwei Jahre am Stück.
Die Prozessteilnehmer werden von Vermittlungsagenturen betreut. Das können Ämter, gemeinnützige Organisationen oder private Unternehmen sein. Erfolgreiche Vermittlungsagenturen erhalten vom Staat mehr Geld.
In Zeiten der Rezession zeigen sich die Schwächen dieses Systems :
Die ehemalige Staatssekretärin von Wisconsin, Jennifer Reichert, wird von der FTD mit den Worten zitiert:
"Dass die Hilfsempfänger auf eigenen Beinen stehen, konnten wir nicht erreichen."
Jeder vierte Vermittelte stand innerhalb von 18 Monaten wieder beim Staat vor der Türe. Und das neue System ist teuerer als das alte: die Hilfsleistungen sind zwar um 80% gefallen, Betreuung und Fortbildung kosten aber so viel, dass der Sozialetat insgesamt um 20% gestiegen ist.
Es gibt mehr Arme mit schwerwiegenden Problemen. Laut der FTD können sich etwa in Wisconsin 33% der ehemaligen Sozialhilfe-Empfänger kein tägliches Essen leisten. 1992 waren das "nur" 18%.
Nur 38% der Amerikaner finden, dass die Politik Einkommensunterschiede reduzieren muss, gegenüber 65 bis 80% in den verschiedenen Nationen Europas.
So haben die Amerikaner ein System erhalten, das zu ihnen passt:
Es ist in Teilen durchaus erfolgreich, etwa bei der Arbeitslosigkeit, führt aber dazu, dass die Schere weiter aufgeht.
Und es gibt Menschen, die komplett durch die Maschen des sozialen Netzes fallen – und die Maschen werden immer größer.
Turandot,
was echauffierst Du Dich so? :D
Als intelligenter und sachkundiger mensch weißt Du, daß
"Sie [die Konjunktur] ist dabei durch Konjunkturzyklen, mehrjährige Schwankungen der wirtschaftlichen Aktivität in marktwirtschaftlich organisierten Volkswirtschaften, gekennzeichnet. Diese Zyklen betreffen die Wirtschaft als Ganzes und weisen eine Regelmäßigkeit auf. Konjunkturzyklen bestehen im Regelfall aus
* Aufschwungphasen (Expansion),
* der Hochkonjunktur (Boom),
* Abschwungphasen (Rezession) und den
* Tiefphasen (Depression).".
quelle (http://de.wikipedia.org/wiki/Konjunktur)
Also don't panic :) alles normal: system normal, all fucked up :D
Es kommt zu einer überproduktion, kapzitäten müssen abgebaut werden, der preis sinkt, deshalb kaufen die leute mehr, die nachfrage steigt, kapazitäten werden aufgebaut, es kommt zu einer überproduktion, kapazi... usw usf... :D
der tendenzielle fall der profitrate (http://de.wikipedia.org/wiki/Tendenzieller_Fall_der_Profitrate)
1996 hat Bill Clinton das amerikanische Wohlfahrtssystem unter dem Motto "Welfare to Work" reformiert. In diesem Prozess ist der Bundesstaat Wisconsin ("Wisconsin Works", W-2) am weitesten fortgeschritten, der Staat, dessen Sozialhilfesystem Roland Koch seit seinem Besuch dort im Sommer 2001 nachahmen möchte.
In Wisconsin gibt es für arbeitsfähige Erwachsene keine Sozialhilfe mehr. Stattdessen haben sie Anspruch darauf, dass ihnen ein Arbeitsplatz oder wenigstens eine Qualifizierungsmaßnahme vermittelt wird, die mehr oder weniger gut bezahlt sind. Dies geschieht in vier Stufen:
Reguläre Arbeit ("Unsubsidized Employment") :
Nach Möglichkeit sollen alle Teilnehmer so schnell wie möglich auf dem ersten Arbeitsmarkt unterkommen.
Probearbeitsverträge ("Trial Jobs") :
Wer nicht vermittelt werden kann, arbeit bei einem privaten Arbeitgeber auf Probe. Hierzu gehört ein staatlicher Lohnkostenzuschuss von 300$ pro Monat.
Gemeinschaftsdienste ("Community Service Job") :
Dieses Programm ist vergleichbar mit Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen. Die Teilnehmer erhalten 673$ pro Monat für 30 Stunden Arbeit pro Woche und 10 Stunden Berufsberatung oder Qualifizierung. Für jede unentschuldigte Fehlstunde wird das Gehalt gekürzt.
Einführungsphase ("Transition") :
Wer aus gesundheitlichen, geistigen oder familiären Gründen nicht arbeiten kann, kommt in eine Rehabilitation oder Therapie. Die Teilnehmer erhalten 628$ pro Monat. 28 Stunden pro Woche müssen sie arbeiten, 12 haben sie für Beratung und Rehabilitierungsmaßnahmen.
Für Krankenversicherung und Kinderbetreuung sorgt, falls nötig, der Staat. Leistungen aus diesem Programm gibt es aber für jeden Menschen maximal fünf Jahre im Leben, höchstens zwei Jahre am Stück.
Die Prozessteilnehmer werden von Vermittlungsagenturen betreut. Das können Ämter, gemeinnützige Organisationen oder private Unternehmen sein. Erfolgreiche Vermittlungsagenturen erhalten vom Staat mehr Geld.
In Zeiten der Rezession zeigen sich die Schwächen dieses Systems :
Die ehemalige Staatssekretärin von Wisconsin, Jennifer Reichert, wird von der FTD mit den Worten zitiert:
"Dass die Hilfsempfänger auf eigenen Beinen stehen, konnten wir nicht erreichen."
Jeder vierte Vermittelte stand innerhalb von 18 Monaten wieder beim Staat vor der Türe. Und das neue System ist teuerer als das alte: die Hilfsleistungen sind zwar um 80% gefallen, Betreuung und Fortbildung kosten aber so viel, dass der Sozialetat insgesamt um 20% gestiegen ist.
Es gibt mehr Arme mit schwerwiegenden Problemen. Laut der FTD können sich etwa in Wisconsin 33% der ehemaligen Sozialhilfe-Empfänger kein tägliches Essen leisten. 1992 waren das "nur" 18%.
Nur 38% der Amerikaner finden, dass die Politik Einkommensunterschiede reduzieren muss, gegenüber 65 bis 80% in den verschiedenen Nationen Europas.
So haben die Amerikaner ein System erhalten, das zu ihnen passt:
Es ist in Teilen durchaus erfolgreich, etwa bei der Arbeitslosigkeit, führt aber dazu, dass die Schere weiter aufgeht.
Und es gibt Menschen, die komplett durch die Maschen des sozialen Netzes fallen – und die Maschen werden immer größer.
Hört sich für mich nach hartz4, 1€-job und den workingfair-plänen, des Glos, Michi an bzw seines ministeriums (http://www.heise.de/tp/r4/artikel/27/27917/1.html) und den neuen britischen ideen (http://http://www.heise.de/tp/r4/html/result.xhtml?url=/tp/r4/artikel/28/28376/1.html&burl=/tp/r4/artikel/28/28376/1.html&words=Sozialhilfe) an...
(ja, sorry, ich daß man normal nicht einen zweizeiler nach einem megazitat bringen soll, aber ich finde den beitrag ungekürzt zitierenswert.)
heimattreu 15.08.2008, 02:49 :kopfkratz: Sorry, habe den Beitrag nicht überhaupt nicht verstanden.
Übrigens: drei Ausrufezeichen machen die Aussage nicht gewaltiger als eins. (Und so ganz nebenbei: vor Ausrufezeichen kein Leerzeichen.) :)
Wer befiehlt das bitteschön ???
Iphigenie 15.08.2008, 09:28 Wer befiehlt das bitteschön ???
Turandot schrieb:
(Und so ganz nebenbei: vor Ausrufezeichen kein Leerzeichen.)
Sorry, aber wo siehst Du denn da einen Imperativ (=Befehlsform)?
Hellmann 15.08.2008, 11:08 Als intelligenter und sachkundiger mensch weißt Du, daß
...Dein folgendes Zitat aus wiki Quatsch ist, weil die Konjunktur immer durch die Geldpolitik gesteuert wird.
Wie oft habe ich das jetzt schon erklärt? :confused:
"Sie [die Konjunktur] ist dabei durch Konjunkturzyklen, mehrjährige Schwankungen der wirtschaftlichen Aktivität in marktwirtschaftlich organisierten Volkswirtschaften, gekennzeichnet. Diese Zyklen betreffen die Wirtschaft als Ganzes und weisen eine Regelmäßigkeit auf. Konjunkturzyklen bestehen im Regelfall aus
* Aufschwungphasen (Expansion),
* der Hochkonjunktur (Boom),
* Abschwungphasen (Rezession) und den
* Tiefphasen (Depression).".
Dein Link funktioniert nicht.
Und dann noch der Marxistenquatsch vom tendenziellen Fall der Profitrate:
Es kommt zu einer überproduktion, kapzitäten müssen abgebaut werden, der preis sinkt, deshalb kaufen die leute mehr, die nachfrage steigt, kapazitäten werden aufgebaut, es kommt zu einer überproduktion, kapazi... usw usf... :D
Kapierst Du das denn nicht?
Solange die Leute meinen, die "Konjunkturzyklen" würden halt von selber und unvermeidbar die Krise bringen und der tendenzielle Fall der Profitrate führe gleich noch tiefer in die Krise, können die Kapitalisten mit ihrer Geldpolitik so viel Arbeitslose erzeugen, bis sie damit dem letzten lohnabhängigen Arbeiter das Rückgrat gebrochen haben.
Und Du hilfst ihnen dabei! :mad:
Turandot 15.08.2008, 11:57 @ ahead:
Das mit den Kojunkturzyklen ist nicht etwa so wie die Gezeiten, der Vollmond oder der Frühling. Das hängt mit einer Menge anderen Sachen zusammen, z.B. (ich will dich ja nicht langweilen :o )
-> mit den Zinsen. Im Augenblick hat die EZB beispielsweise die Zinsen so hoch wie seit dem Jahr 2000 nicht (höher als damals sogar):
http://www.housepricefacts.com/index.php?bankid=3
Im Jahr 2002 hatten wir sehr geringes Wachstum +0,1 (kann man eigentlich auch als Schrumpfung sehen) und dann 2003 -0,2.
Jedenfalls gibt es jetzt mehr Probleme, ganz global, als damals. Wir haben eine globale Hauspreisblase und eine damit (aber nicht nur damit) zusammenhängende Bankenkrise.
Fannie und Freddie gehören zu den größten 10 Firmen der Welt! Und die größten drei amerikanischen Autohersteller sind "eventuell kurz vor der Pleite". Die europäischen und japanischen Autobauer haben auch Gewinneinbrüche. Das sind Hiobsbotschaften von ziemlich historischem Kaliber.
Dann kommt noch die Krise des Dollars als Leitwährung hinzu mit allen geopolitischen Implikationen (Krieg).
Deswegen: es geht mir nicht darum, Panik zu schieben, sondern die Situation zu beobachten.
...Dein folgendes Zitat aus wiki Quatsch ist, weil die Konjunktur immer durch die Geldpolitik gesteuert wird.
Stimmt. Und die Geldpolitik hat sich in den letzten Tagen so geäussert, dass die westlichen Zentralbanken alle wie bekloppt Dollars aufgekauft haben um den Dollar zu stützen.
Gold fällt gerade unter 800 Dollar die Unze, weil die Banken den Markt damit überschwemmen.
Das geschieht aber alles nur, um den Schein aufrecht zu erhalten, es wäre alles in Ordnung und vom Zusammenbruch könne keine Rede sein.
Sich selbst brauchen diese Herren aber nicht zu blenden. Sie wissen, dass die Musik dicht am Abgrund spielt. Es ist alles nur eine Frage der Zeit.
Wenn die Russen ihre Fanny Mae Anteile jetzt auf den Markt werfen... :kopfkratz:
Deswegen: es geht mir nicht darum, Panik zu schieben, sondern die Situation zu beobachten.
Es sind im Laufe der Geschichte schon viele Imperien untergegangen. Im Moment erleben wir so einen Untergang.
Die letzte Stufe/ der letzte Versuch einen solchen Untergang abzuwenden ist immer Krieg.
Turandot 15.08.2008, 12:26 Wenn die Russen ihre Fanny Mae Anteile jetzt auf den Markt werfen... :kopfkratz:
Daran glaube ich nicht, das ist ein zu großer Fisch. Die Russen haben vom hohen Ölpreis sehr stark profitiert, aber wir sitzen dennoch alle im gleichen Boot.
heimattreu 15.08.2008, 13:35 Turandot schrieb:
Sorry, aber wo siehst Du denn da einen Imperativ (=Befehlsform)?
Hallo Turandot !!
Es war ein Scherzkeks darüber - ist aber ein Angriff auf meinen Stil *LOL* !! :irre:
Zur Rezession: -- die haben wir schon längst !!
Es wird nun erstmals zugegeben - öffentlich. :toben:
Wer sich nur Lebensmittel vom kärglichen Lohn/Gehalt leisten konnte, der kam schon lange in den Genuss derselben.
Besser dran sind bloss Die, welche jedes Jahr ein neues Auto brauchen. Das wird zwar auch teurer, man schwindelt sich jedoch mit den Verbesserungen der Technik durch, welche im Vorjahr noch Sonderausstattung war !!!
Mfg ht.
heimattreu 15.08.2008, 13:40 Turandot schrieb:
Sorry, aber wo siehst Du denn da einen Imperativ (=Befehlsform)?
Hallo Iphi !!
Habe ich ausgebessert ??? :kopfkratz: ???
War natürlich nicht so gemeint !!! :winken:
Heil Keynes!
...Dein folgendes Zitat aus wiki Quatsch ist, weil die Konjunktur immer durch die Geldpolitik gesteuert wird.
Monokausale erklärungen sind wenig hilfreich
Wie oft habe ich das jetzt schon erklärt? :confused:
Erklärt? :confused:
Gepredigt!
Dein Link funktioniert nicht.
Jetzt schon, und extra für Dich:
quelle (http://de.wikipedia.org/wiki/Konjunktur)
Und dann noch der Marxistenquatsch vom tendenziellen Fall der Profitrate:
Ja, "quatsch" eine gute grundlage für eine sachliche diskussion....
Kapierst Du das denn nicht?
Kapierst Du das denn nicht, daß es zwei seiten derselben medaille sind?
Solange die Leute meinen, die "Konjunkturzyklen" würden halt von selber und unvermeidbar die Krise bringen und der tendenzielle Fall der Profitrate führe gleich noch tiefer in die Krise, können die Kapitalisten mit ihrer Geldpolitik so viel Arbeitslose erzeugen, bis sie damit dem letzten lohnabhängigen Arbeiter das Rückgrat gebrochen haben.
Na das bestätigt doch den tendenziellen fall der profitrate, oh edler retter des kapitalismus. ;)
Ich bezweifle allerdings, daß die neolibs sich ausgerechnet auf Karl Marx berufen werden....
Und Du hilfst ihnen dabei! :mad:
Lächerlich...
Keynes Heil!
@ ahead:
Das mit den Kojunkturzyklen ist nicht etwa so wie die Gezeiten, der Vollmond oder der Frühling. Das hängt mit einer Menge anderen Sachen zusammen, z.B. (ich will dich ja nicht langweilen :o )
Ich sehe das auch so, im gegensatz zu Hellmann, der alles auf die geldpolitik reduziert.
-> mit den Zinsen. Im Augenblick hat die EZB beispielsweise die Zinsen so hoch wie seit dem Jahr 2000 nicht (höher als damals sogar):
http://www.housepricefacts.com/index.php?bankid=3
Im Jahr 2002 hatten wir sehr geringes Wachstum +0,1 (kann man eigentlich auch als Schrumpfung sehen) und dann 2003 -0,2.
Jedenfalls gibt es jetzt mehr Probleme, ganz global, als damals. Wir haben eine globale Hauspreisblase und eine damit (aber nicht nur damit) zusammenhängende Bankenkrise.
Fannie und Freddie gehören zu den größten 10 Firmen der Welt! Und die größten drei amerikanischen Autohersteller sind "eventuell kurz vor der Pleite". Die europäischen und japanischen Autobauer haben auch Gewinneinbrüche. Das sind Hiobsbotschaften von ziemlich historischem Kaliber.
Dann kommt noch die Krise des Dollars als Leitwährung hinzu mit allen geopolitischen Implikationen (Krieg).
Schön, das ist der geldpolitische aspekt, anderere aspekte sind der zunehmende wissensstand, die sich erhöhende produktivität infolge verbesserten wissens und daraus resultierend verbesserten, effizenteren produktionsmethoden aka automatisierung.
Deswegen: es geht mir nicht darum, Panik zu schieben, sondern die Situation zu beobachten.
Ich denke nich, daß die zeit für Die finale Schlacht der Kapitalisten©®™ untereinander gekommen ist.
Turandot 15.08.2008, 22:13 @ ahead
Dies:
1. Fannie und Freddie gehören zu den größten 10 Firmen der Welt! Und die größten drei amerikanischen Autohersteller sind "eventuell kurz vor der Pleite". Die europäischen und japanischen Autobauer haben auch Gewinneinbrüche. Das sind Hiobsbotschaften von ziemlich historischem Kaliber.
2. Dann kommt noch die Krise des Dollars als Leitwährung hinzu mit allen geopolitischen Implikationen (Krieg).
War als zwei getrennte Punkte gemeint und die haben eigentlich nichts mit Zinsen zu tun, jedenfalls nicht in erster Linie.
anderere aspekte sind der zunehmende wissensstand, die sich erhöhende produktivität infolge verbesserten wissens und daraus resultierend verbesserten, effizenteren produktionsmethoden aka automatisierung.
Dass sich die Produktivität erhöht hätte - was genau meinst du damit?
Ich denke nich, daß die zeit für Die finale Schlacht der Kapitalisten©®™ untereinander gekommen ist.
Ich auch nicht - die Schlacht endet nie. Auch Weltkriege und ähnliches haben nie zum Showdown geführt, nur zu Verschiebungen. Aber dass eine große Menge von Leuten in der Zwischenzeit darunter leiden müssen, das schon.
@ ahead
Dies:
"1. Fannie und Freddie gehören zu den größten 10 Firmen der Welt! Und die größten drei amerikanischen Autohersteller sind "eventuell kurz vor der Pleite". Die europäischen und japanischen Autobauer haben auch Gewinneinbrüche. Das sind Hiobsbotschaften von ziemlich historischem Kaliber.
2. Dann kommt noch die Krise des Dollars als Leitwährung hinzu mit allen geopolitischen Implikationen (Krieg)."
War als zwei getrennte Punkte gemeint und die haben eigentlich nichts mit Zinsen zu tun, jedenfalls nicht in erster Linie.
Naja 1. is ja wohl indirekt direkt damit verbunden und 2. auch... welche krise des dollars ??? Das ist keine krise des dollar ;) Die dollarwährung ist die einzige währung auf diesem planet die ihre wirtschaftlcihen verluste exportieren kann (durch abwertung), aber auch nur weil sie weltweit als leitwährung anerkannt wird.
Dass sich die Produktivität erhöht hätte - was genau meinst du damit?Wie, was ich damit meine?
Ich meine, damit, daß sich die produktionsrate im verhältnis zu den eingesetzten arbeitskräften erhöht hat - sprich der einzelne arbeitnehmer produziert heute mehr als zuvor, und sobald die produktivität, rate ich jetzt mal, pro arbeitnehmer 1,5 erreicht hat, werden wieder 30% der belegschaft gekündigt werden...
Ich auch nicht - die Schlacht endet nie. Auch Weltkriege und ähnliches haben nie zum Showdown geführt, nur zu Verschiebungen. Aber dass eine große Menge von Leuten in der Zwischenzeit darunter leiden müssen, das schon.
Das ende der schlacht ist dann eingeläutet wenn die hegemonie der bourgeoisie aka kapital usw nahchaltig zu brechen beginnt.Bis dahin leidet, sag ich mal etwas distanziert, eine große menge von leuten - wie bisher auch....
Hellmann 16.08.2008, 06:29 Ist doch schön für die Kapitalisten, dass die Marxisten meinen, die Verelendung des Proletariats würde zur Weltrevolution führen, und bis dahin dürfe man nichts gegen die Verelendung des Proletariats unternehmen, weil das doch die Weltrevolution verhindern und den Kapitalismus sanieren würde.
Die Anhänger des Schwagers des preußischen Innenministers sind ihr Geld wert. :irre:
Iphigenie 16.08.2008, 09:13 Ist doch schön für die Kapitalisten, dass die Marxisten meinen, die Verelendung des Proletariats würde zur Weltrevolution führen, und bis dahin dürfe man nichts gegen die Verelendung des Proletariats unternehmen, weil das doch die Weltrevolution verhindern und den Kapitalismus sanieren würde.
Die Anhänger des Schwagers des preußischen Innenministers sind ihr Geld wert. :irre:
Das wurde doch nirgendwo in Aheads Beitrag erwähnt...
Mußt Du wirklich jeden kleinsten indirekten Hinweis auf eine Revolution oder so, zum Anlass nehmen, Deine Schwagertheorie zum Besten zu geben?:rolleyes2::rolleyes2:
Hellmann 16.08.2008, 09:44 Das wurde doch nirgendwo in Aheads Beitrag erwähnt...
Das kenne ich doch seit den 80er Jahren, dass Keynesianer von Marxisten als "edle Retter des Kapitalismus" bezeichnet werden und dieselben "ganz distanziert" das nach ihrer Vorstellung unvermeidbare Leiden einer großen Zahl von Leuten diskutieren, bis eben die von Marx "wissenschaftlich bewiesene unvermeidbare Krise des Kapitalismus"...
Das ist nicht ahead, das sind typische Argumentationsmuster.
Mußt Du wirklich jeden kleinsten indirekten Hinweis auf eine Revolution oder so, zum Anlass nehmen, Deine Schwagertheorie zum Besten zu geben?:rolleyes2::rolleyes2:
Ja, ich will nämlich verhindern, dass die EZB mit Hochzinspolitik Europa in die nächste Rezession treibt, mit Unterstützung der Marxisten, was eben kein Zufall ist.
Iphigenie 16.08.2008, 09:53 @Hellmann
tssss irgendwo bist Du und bleibst Du ein kleiner Kindskopf (nicht bös gemeint):)
Daran glaube ich nicht, das ist ein zu großer Fisch. Die Russen haben vom hohen Ölpreis sehr stark profitiert, aber wir sitzen dennoch alle im gleichen Boot.
Das wäre zumindest für die USA eine größere Massenvernichtungswaffe, wie es Bomben sein können.
Und ehrlich gesagt sind die Kriegsdrohungen der USA gegen Russland so deutlich, dass ich wenn ich Putin oder Medwedjev wäre, dies tun würde.
Und zusätzlich zu diesen Anteilen noch alle anderen, die sich im russischen Staatsbesitz befinden.
Ausserdem würde ich Zahlungen in Dollar nicht mehr akzeptieren.
All diese Möglichkeiten hat die Russische Regierung.
Turandot 16.08.2008, 16:33 Das wäre zumindest für die USA eine größere Massenvernichtungswaffe, wie es Bomben sein können.
Und ehrlich gesagt sind die Kriegsdrohungen der USA gegen Russland so deutlich, dass ich wenn ich Putin oder Medwedjev wäre, dies tun würde.
Und zusätzlich zu diesen Anteilen noch alle anderen, die sich im russischen Staatsbesitz befinden.
Ausserdem würde ich Zahlungen in Dollar nicht mehr akzeptieren.
All diese Möglichkeiten hat die Russische Regierung.
Russland ist wirklich kein 'National'staat, sondern ein einziger Konzernstaat - und Gazprom hat kein Interesse an fallenden Öl/Gaspreisen, daher wird man die USA nicht einfach versenken -> denn der Rest der Welt sinkt in dem Fall mit - und damit eben die Preise, der Verbrauch von Öl/Gas.
Daher denke ich: weder Russland noch China haben Interesse an einer größeren Katastrophe in den USA.
Hast du diesen Artikel schon gesehen? Da geht es drum, dass Gaz und seine Freunde ein Öl/Gaskartell bilden wollen mit Preis- und Produktionkontrolle. :kopfkratz:
http://www.globalresearch.ca/index.php?context=va&aid=9853
jezisabagut 16.08.2008, 19:33 Ja, ich will nämlich verhindern, dass die EZB mit Hochzinspolitik Europa in die nächste Rezession treibt, mit Unterstützung der Marxisten, was eben kein Zufall ist.
IST DAS der ZUFALL auf den Du wartest ?
Die geplante deutsch-russische Ostseepipeline könnte schwerwiegende Folgen für die Umwelt haben. Das berichtet das Nachrichtenmagazin "Spiegel". Das vom russischen Energiekonzern Gazprom geführte Nord-Stream-Konsortium erwäge, die Pipeline vor ihrer Inbetriebnahme im Jahr 2011 mit 2,3 Milliarden Liter einer Lösung aus giftigem Glutaraldehyd zu spülen, berichtete das Magazin .
Die „ Bundesregierung „ ist informiert :
Das Abwasser solle anschließend in die Ostsee gepumpt werden. Solche Pläne seien den deutschen Behörden grundsätzlich bekannt, zitiert der "Spiegel" aus einer Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage der Grünen-Abgeordneten Sylvia Kotting-Uhl.
E.on, BASF und Schröder SIND im Konsortium !!!
Nord-Stream erwägt der Bundesregierung zufolge allerdings auch Alternativen zur Giftlauge.
Im Aufsichtsgremium des Konsortiums sitzt neben Vertretern des Energiekonzerns E.on und des Chemieriesen BASF auch Ex-Kanzler Gerhard Schröder.
Der frühere SPD-Bundeskanzler "darf nicht zu Gunsten seines eigenen Profits bei Gazprom die ökologische Zerstörung der Ostsee betreiben.
Er muss das sofort verhindern oder den Aufsichtsrat verlassen", verlangte die Grünen-Europaabgeordnete Angelika Beer.
Turandot 16.08.2008, 19:41 Zitat von jezisabagut Gazprom will Gift in die Ostsee ablassen
Zitat von Hellmann
Ja, ich will nämlich verhindern, dass die EZB mit Hochzinspolitik Europa in die nächste Rezession treibt, mit Unterstützung der Marxisten, was eben kein Zufall ist.
IST DAS der ZUFALL auf den Du wartest ?
Eigentlich wollte ich nur einen ganz normales Rezessions-Tagebuch schreiben, so nach dem Motto "20. August: Lehman Brothers muss wieder Kapital erhöhen."
Aber diese Art von an einander vorbei, drunter und drüber, reden, hat freilich auch was.
:irre: :irre: :irre:
jezisabagut 16.08.2008, 19:58 Eigentlich wollte ich nur einen ganz normales Rezessions-Tagebuch schreiben, so nach dem Motto "20. August: Lehman Brothers muss wieder Kapital erhöhen."
Aber diese Art von an einander vorbei, drunter und drüber, reden, hat freilich auch was.
:irre: :irre: :irre:
Ach...wie NIEDLICH ...
Hellmann "sprach " ich an, und ein MOD antwortet mir...
NIcht irre...eher VERWIRREND !!!
Russland ist wirklich kein 'National'staat, sondern ein einziger Konzernstaat - und Gazprom hat kein Interesse an fallenden Öl/Gaspreisen, daher wird man die USA nicht einfach versenken -> denn der Rest der Welt sinkt in dem Fall mit - und damit eben die Preise, der Verbrauch von Öl/Gas.
Daher denke ich: weder Russland noch China haben Interesse an einer größeren Katastrophe in den USA.
Hast du diesen Artikel schon gesehen? Da geht es drum, dass Gaz und seine Freunde ein Öl/Gaskartell bilden wollen mit Preis- und Produktionkontrolle. :kopfkratz:
http://www.globalresearch.ca/index.php?context=va&aid=9853
Normal entgeht mir kein Artikel von Globalresearch. Eine Seite, die ich fast täglich besuche und lese.
Wer hat schon Interesse an einer größeren Katastrophe?
Allerdings entpuppt sich die US-Administration langsam aber sicher als weltweite Mafia-Organisation.
Die Bemühungen, sich Feinde zu machen sind überdurchschnittlich erfolgreich. Den Stress, den Russen und Chinesen von diesen Leuten gemacht bekommen, würde ich mir nicht mehr gefallen lassen. Die Pläne haben sich entfaltet - es gibt keine Alternative mehr, keine Möglichkeit mehr sich zu arrangieren.
Den Russen bleibt keine andere Wahl - die Kriegserklärung ist zu deutlich. Ein Funke noch und der 3. Weltkrieg ist da.
Das sind mene Befürchtungen.
Turandot 16.08.2008, 21:54 Deine Befürchtungen sind m.E. gerechtfertigt. Krieg war auch zu anderen Zeiten ein beliebtes Mittel bei Finanzkrisen und der Unmöglichkeit mit normalen Investitionen Geld zu verdienen.
Allerdings, ob Russland (Gazprom) nun wirklich keine Wahl hat, weil die USA (die Firmen der US-Administration) unbedingt irgendeinen "Krieg" wollen - das erscheint mir nicht wahrscheinlich. Krieg ist denkbar, wenn beide Parteien auf Konfrontation gehen, was bestimmte Pipelines und deren militärische Sicherung betrifft.
Aber ich denke, dass der Hauptunterschied zwischen Putin und Bush darin besteht, dass Putin einfach klug ist ... und wie es mit Bush ist, wussten wir von Anfang an ...
Allerdings ist Putin auch nicht um das Wohl der Welt besorgter als seine geächtete Kollegin Yulia Tymoshenko oder der Oligarchen-Kollege, der nunmehr hinter russischen Gardinen sitzt. Zwar erzählt Putin seinem russischen Volk, dass er auf Oligarchenjagd sei (z.B. Tymoshenko) -> es handelt sich aber um eine Jagd auf Konkurrenten, die nicht das Gewollte machen.
Umgekehrt erzählt die Tymoshenko ihren Ukrainern die gleiche Geschichte bloß genau anders herum.
Ihr Lebenslauf (http://en.wikipedia.org/wiki/Yulia_Tymoshenko) ist übrigens enorm sprechend und sehr repräsantativ für die Privatisierungswelle in den ehemaligen Ländern der UDSSR und dem plötzlichen Reichtum mancher Individuen - da ist Russland keineswegs eine Ausnahme, sondern genau das Blueprint.
.
Heil Keynes!
Ist doch schön für die Kapitalisten, dass die Marxisten meinen, die Verelendung des Proletariats würde zur Weltrevolution führen, und bis dahin dürfe man nichts gegen die Verelendung des Proletariats unternehmen, weil das doch die Weltrevolution verhindern und den Kapitalismus sanieren würde.
Die Anhänger des Schwagers des preußischen Innenministers sind ihr Geld wert. :irre:
Wie Iphigenie schon anmerkte habe ich nichts derlei geschrieben!
Das kenne ich doch seit den 80er Jahren, dass Keynesianer von Marxisten als "edle Retter des Kapitalismus" bezeichnet werden und dieselben "ganz distanziert" das nach ihrer Vorstellung unvermeidbare Leiden einer großen Zahl von Leuten diskutieren, bis eben die von Marx "wissenschaftlich bewiesene unvermeidbare Krise des Kapitalismus"...
Das ist nicht ahead, das sind typische Argumentationsmuster.
Lassen wir doch zuerst den weißen ritter, unterwegs zur rettung des kapitals selbst zu wort kommen:
"Ja, ich will nämlich verhindern, dass die EZB mit Hochzinspolitik Europa in die nächste Rezession treibt[...]"
:D
Mal ein paar fragen:
Befindet sich gegenwärtig der kapitalismus (mal wieder) in einer krise?
Offenbaren sich dabei verelendungstendenzen?
Inwieweit sind Marxisten konkret (!) an entscheidungen beteiligt, die diese tendenzen aktiv im nationalen bzw internationalen rahmen befördern?
Der weiße ritter zur rettung des kapitalismus glaubt mit ein wenig herumgedrehe an der zinsschraube könne die macht der weltkonzerne gebrochen bzw deren manager zum einlenken und überdenken ihrer strategien bewegen. Das ist an den symptomen rumgedoktort die ursachen, geld (kapital -> kapitalimus), shareholder value über alles & daraus resultierend ausbeutung und verarmung, werden nicht angetastet.
Da nützt auch keine tatsachenverdrehung: Der Kapitalismus verelendet und nicht "die Marxisten".
Keynes Heil!
jezisabagut 17.08.2008, 17:32 Heil Keynes!
Wie Iphigenie schon anmerkte habe ich nichts derlei geschrieben!
Lassen wir doch zuerst den weißen ritter, unterwegs zur rettung des kapitals selbst zu wort kommen:
"Ja, ich will nämlich verhindern, dass die EZB mit Hochzinspolitik Europa in die nächste Rezession treibt[...]"
:D
Mal ein paar fragen:
Befindet sich gegenwärtig der kapitalismus (mal wieder) in einer krise?
Offenbaren sich dabei verelendungstendenzen?
Inwieweit sind Marxisten konkret (!) an entscheidungen beteiligt, die diese tendenzen aktiv im nationalen bzw internationalen rahmen befördern?
Der weiße ritter zur rettung des kapitalismus glaubt mit ein wenig herumgedrehe an der zinsschraube könne die macht der weltkonzerne gebrochen bzw deren manager zum einlenken und überdenken ihrer strategien bewegen. Das ist an den symptomen rumgedoktort die ursachen, geld (kapital -> kapitalimus), shareholder value über alles & daraus resultierend ausbeutung und verarmung, werden nicht angetastet.
Da nützt auch keine tatsachenverdrehung: Der Kapitalismus verelendet und nicht "die Marxisten".
Keynes Heil!
ahead, SAUBER kommentiert !!!
Hellmann 17.08.2008, 18:27 Mal ein paar fragen:
Befindet sich gegenwärtig der kapitalismus (mal wieder) in einer krise?
Offenbaren sich dabei verelendungstendenzen?
Inwieweit sind Marxisten konkret (!) an entscheidungen beteiligt, die diese tendenzen aktiv im nationalen bzw internationalen rahmen befördern?
Das habe ich eigentlich schon oft genug beantwortet:
Nicht "der Kapitalismus" befindet sich in einer Krise. Dem Kapitalismus geht es seit der Durchsetzung des Neoliberalismus zu Beginn der 80er Jahre und der monetaristischen "Stabilitätspolitik" blendend: die Profite sind seitdem enorm gestiegen.
Auch in der Zeit der Großen Depression befand sich nicht "der Kapitalismus" in der Krise, sondern es gab Interessen, die mit dieser Großen Depression verfolgt und erreicht wurden.
Und ja, die "Marxisten" haben wieder einmal dabei mitgeholfen, mit der Geldpolitik Rezession und Massenarbeitslosigkeit zu erzeugen und die Voraussetzung für die Verelendung von Abermillionen zu schaffen. Nur mitgeholfen, sicher waren sie nicht maßgeblich, aber die Opposition gegen diese Geldpolitik wird immer noch spürbar durch die Marxisten behindert.
jezisabagut 17.08.2008, 18:41 Das habe ich eigentlich schon oft genug beantwortet:
Nicht "der Kapitalismus" befindet sich in einer Krise. Dem Kapitalismus geht es seit der Durchsetzung des Neoliberalismus zu Beginn der 80er Jahre und der monetaristischen "Stabilitätspolitik" blendend: die Profite sind seitdem enorm gestiegen.
Auch in der Zeit der Großen Depression befand sich nicht "der Kapitalismus" in der Krise, sondern es gab Interessen, die mit dieser Großen Depression verfolgt und erreicht wurden.
Und ja, die "Marxisten" haben wieder einmal dabei mitgeholfen, mit der Geldpolitik Rezession und Massenarbeitslosigkeit zu erzeugen und die Voraussetzung für die Verelendung von Abermillionen zu schaffen. Nur mitgeholfen, sicher waren sie nicht maßgeblich, aber die Opposition gegen diese Geldpolitik wird immer noch spürbar durch die Marxisten behindert.
Ich glaube mich erinnern zu können,das ahead die " Medaille " von immer NOCH ZWEI SEITEN aus betrachtet....
RESPEKT DAFÜR !!!
Ist der STEMPELGLANZ und die GRAVIERUNG etwa bei Dir SPEZIELL auf beiden Seiten GLEICH,Hellmann ?
Hellmann 17.08.2008, 18:49 Ist der STEMPELGLANZ und die GRAVIERUNG etwa bei Dir SPEZIELL auf beiden Seiten GLEICH,Hellmann ?
Die Frage verstehe ich nicht. :kopfkratz:
Heil Keynes!
Das habe ich eigentlich schon oft genug beantwortet:
Nein.
Die Frage war:
Befindet sich gegenwärtig der kapitalismus (mal wieder) in einer krise?
Nicht "der Kapitalismus" befindet sich in einer Krise. Dem Kapitalismus geht es seit der Durchsetzung des Neoliberalismus zu Beginn der 80er Jahre und der monetaristischen "Stabilitätspolitik" blendend: die Profite sind seitdem enorm gestiegen.
Wo sind die profite gestiegen?
Warum ist der kapitalismus in eine glaubwürdigkeitskrise geraten und hat, nach den letzten umfragen (sofern nicht irgendwelche interessen oder gar mal wieder die intelligence die umfrage oder medien manipuliert hat :D ) so wenig rückhalt in der bevölkerung wie schon lange nicht mehr?
Die Frage war:
Offenbaren sich dabei verelendungstendenzen?
Auch in der Zeit der Großen Depression befand sich nicht "der Kapitalismus" in der Krise, sondern es gab Interessen, die mit dieser Großen Depression verfolgt und erreicht wurden.
Tja, wenn es dem kapitalismus so prächtig ging und geht, ist ein weißer ritter zur rettung des kapitalismus überflüssig, offensichtlich ist ein keynesianismus überflüssig.
Die Frage war:
Inwieweit sind Marxisten konkret (!) an entscheidungen beteiligt, die diese tendenzen aktiv im nationalen bzw internationalen rahmen befördern?
Und ja, die "Marxisten" haben wieder einmal dabei mitgeholfen, mit der Geldpolitik Rezession und Massenarbeitslosigkeit zu erzeugen und die Voraussetzung für die Verelendung von Abermillionen zu schaffen. Nur mitgeholfen, sicher waren sie nicht maßgeblich, aber die Opposition gegen diese Geldpolitik wird immer noch spürbar durch die Marxisten behindert.Konkret? - mal wieder fehlanzeige!
Aktiv? - mal wieder fehlanzeige!
Keynes Heil!
jezisabagut 17.08.2008, 19:13 Die Frage verstehe ich nicht. :kopfkratz:
Aber dat weiß man doch bei dir ...
Keine EIGENE Erfahrung bei Wechselschichten...aber sie
anderen AUFSCHWATZEN !!!
Zum quasi NULLTARIF !!!
Brav,wie Du funktionieren kannst,WENN es nur zu Deinem VORTEIL gereicht !!!
Iphigenie 17.08.2008, 20:08 @jezisabagut
Du fragst Hellmann:
Ist der STEMPELGLANZ und die GRAVIERUNG etwa bei Dir SPEZIELL auf beiden Seiten GLEICH,Hellmann ?
Darauf sagte Hellmann:
Die Frage verstehe ich nicht.
Darauf hast Du gesetzt:
Aber dat weiß man doch bei dir ...
Keine EIGENE Erfahrung bei Wechselschichten...aber sie
anderen AUFSCHWATZEN !!!
Zum quasi NULLTARIF !!!
Brav,wie Du funktionieren kannst,WENN es nur zu Deinem VORTEIL gereicht !!!
Ich verstehe das auch nicht und werde irgendwie das Gefühl nicht los, daß Du uns alle hier auf den Arm nehmen willst.
Die Gravierung ist auf beiden Seiten einer Münze stets die gleiche (natürlich nicht dieselbe!). Stempelglanz ist ein feststehender (genormter?) Qualitätsbegriff bei Münzen, und selbstverständlich auf beiden Seiten einer Münze vorhanden.
Was willst Du also mit einer Frage, die kein Mensch außer Dir verstehen kann?
Was willst Du also mit einer Frage, die kein Mensch außer Dir verstehen kann?
Wissen ist Macht!
Wissen ist Macht!
Funktioniert auch, wenn man nur vorgibt etwas zu wissen. Man darf sich nur nicht dabei erwischen lassen ;)
BinOnline 24.08.2008, 00:29 Wissen ist Macht!
Angewandtes Wissen ist Macht,
nicht angewandtes Wissen ist keine Macht.
heimattreu 30.08.2008, 01:48 Wissen ist Macht!
Ich kenne zum Beispiel die Borsalinomünzen - 1x 2 Kopf, auf der 2.Münze 2 Adler !!
Man fragt vorher Kopf oder Adler, dann nimmt man die Richtige - Gewonnen !!!
Ja, ich will nämlich verhindern, dass die EZB mit Hochzinspolitik Europa in die nächste Rezession treibt, mit Unterstützung der Marxisten, was eben kein Zufall ist.
schreiben Sie diesen satz in hexametern, so dass seine Logik jedermann heimleuchtet. Tut mir leid, aber dass Marxisten (die ja offenbar derzeit eine ungeheure Machtbasis haben müssen!) der EZB bei irgendwas behilflich ist - oder dass die EZB sich der Hilfe von marxisten vergewissern muss...das ist nun ein so ausgemachter Unsinn, da bleibt mir die Sprache weg.
Ich will gar nicht in Untergang machen, sehe aber derzeit - ich habe das lange nicht wahrhaben wollen - neben einer sotospeak relativ unproblematischen, weil zyklische rezession doch erhebliche weitere Probleme auf uns zukommen. Stichwort bankenkrise. Wie seht ihr es: Sind die unglaublichen Kosten des sog. kriegs gegen den Terror ein weiterer krisenverschräfender faktor? Oder sorgt das, volkswirtschaftlich gesprochen, eher für eine künstliche Binnenachfrage (eben durchden Staat/das Militär)?
Hellmann 04.09.2008, 20:41 @hartmut
Krieg ist natürlich konjunkturbelebend, was schon der Zweite Weltkrieg bewiesen hat, nachdem die fortdauernde Rezession in den USA dann endlich überwunden werden konnte. :mad:
Ansonsten sind die Marxisten in ihrer Nische dieser Gesellschaft durchaus wichtig, weil sie eben dafür sorgen, dass ein weites Spektrum oppositioneller Bürger auf "Wertkritik" und dergleichen macht, statt gegen die geldpolitisch herbeigeführte Massenerwerbslosigkeit und gegen den Neoliberalismus aufzutreten.
Ich habe da lange genug Erfahrung mit dem "Marxismus", wenn ich das so schreibe.
Natürlich wäre mir auch die "Weltrevolution" lieber als keynesianische Konjunkturpolitik im Kapitalismus. ;)
Turandot 04.09.2008, 21:12 schreiben Sie diesen satz in hexametern, so dass seine Logik jedermann heimleuchtet. Tut mir leid, aber dass Marxisten (die ja offenbar derzeit eine ungeheure Machtbasis haben müssen!) der EZB bei irgendwas behilflich ist - oder dass die EZB sich der Hilfe von marxisten vergewissern muss...das ist nun ein so ausgemachter Unsinn, da bleibt mir die Sprache weg.
Ohne jetzt explizit zum Marxismus Stellung zu nehmen, möchte ich doch nochmals erklären, wie Hellmann das m.E. meinte. (Hellmann, korrigier mich, wenn ich das falsch verstehe.)
Von der Psychologie her weiß man, dass Menschen sehr manipulierbar sind. Angenommen ich möchte einen Termin mit jemandem vereinbaren, um ihm was aufzuschwatzen. Es ist erwiesen, dass die Frage:
"Möchten Sie einen Termin?"
Wesentlich häufiger mit nein beantwortet wird als die Frage:
"Wann haben Sie besser Zeit, Dienstag oder Donnerstag?"
Der Mensch ist von der Frage abgelenkt, ob er diesen Termin braucht und denkt über Dienstag oder Donnerstag nach.
Auf höheren/ komplexeren Ebenen ist das auch so. Wenn jetzt jemand gegen den uneingeschränkten Kapitalismus ist, sucht er sich eine Alternative. Und es ist gut, eine gleich mit zu liefern, die nicht zum Kern der Sache kommt.*
Zum Beispiel: Der gängige Gegensatz zum Darwinismus ist der Kreationismus. Und jeder, der Darwin in Frage stellt, wird gleich mit "Du willst doch nicht zu den rechten Hillbillies der Kreationisten gehören?!" Der Mensch erschrickt und kehrt doch lieber zum Darwinismus zurück. Denn die meisten prüfen nicht, ob es jenseits des Mainstream noch Alternativen gibt.
Und da Marx relativ wenig mit Geldpolitik am Hut hat - kann man sagen, dass er die Zentralbanken indirekt schützt - denn der Marxismus ist die gängige Alternative zum Kapital. Und gutmütige Leute bleiben dann bei dem Gedanken stehen, dass diese Welt die best mögliche Welt ist, weil "der Kommunismus leider gescheitert ist. Schade."
Weiß nicht, ob ich mich klar ausgedrückt habe :kopfkratz:
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* Aber ich will nicht behaupten, dass der Marxismus "nicht machbar ist". Ich habe mich zu wenig damit beschäftigt. Und im Gegensatz zu Hellmann bin ich nicht so sehr von Keynes überzeugt - wobei man von radikaleren Änderungen vielleicht nur träumen kann, weil sie nicht zugelassen werden.
Turandot 04.09.2008, 21:19 Ich will gar nicht in Untergang machen, sehe aber derzeit - ich habe das lange nicht wahrhaben wollen - neben einer sotospeak relativ unproblematischen, weil zyklische rezession doch erhebliche weitere Probleme auf uns zukommen. Stichwort bankenkrise.
Die Bankenkrise würde ich nicht von der "natürlichen" Rezession trennen. Das hängt m.E. ganz stark zusammen.
No manufacturing. No new ideas. What's our economy based on?
By Joseph Stiglitz / September 3, 2008
More than 75 years ago, confidence in the market economy got a rude shock as the world sank into the Great Depression. Adam Smith had said that the market led the economy, as if by an invisible hand, to economic efficiency and societal wellbeing. It was hard to believe that Smith was right when one in four Americans was out of a job. Some economists held true to their faith in self-regulating markets; they said, just be patient, in the long run the market's restorative forces will take hold, and we will recover. But Keynes's retort ruled the day: In the long run, we are all dead. We could not wait. Today, even conservatives believe that government should intervene to maintain the economy at or near full employment
Those who believe in free markets have now received another rude shock: We have not yet sunk into an "official" recession, but it has been more than half a year since any new jobs were created, and, meanwhile, our labor force continues to grow. If the Great Depression undermined our confidence in macroeconomics (the ability to maintain full employment, price stability, and sustained growth), it is our confidence in microeconomics (the ability of markets and firms to allocate labor and capital efficiently) that is now being destroyed. Resources were misallocated and risks were mismanaged so severely that the private sector had to go running to the government for help, lest the entire system melt down. Even with federal intervention, I have estimated the cumulative gap between what our economy could have produced--had we invested in actual businesses, rather than, say, mortgages for people who couldn't afford their homes--and what we will produce over the period of our slowdown to be more than $1.5 trillion.
Blame has rightly fallen on the financial markets because it is their responsibility to allocate capital and manage risk, and their failure has revived several old concerns of the political (and economic) left. Some looking at the U.S. economy's decreasing reliance on manufacturing and increasing dependence on the service sector (including financial services) have long worried that the whole thing was a house of cards. After all, aren't "hard objects"--the food we eat, the houses we live in, the cars and airplanes that we use to transport us from one place to another, the gas and oil that provides heat and energy--the "core" of the economy? And if so, shouldn't they represent a larger fraction of our national output?
The simple answer is no. We live in a knowledge economy, an information economy, an innovation economy. Because of our ideas, we can have all the food we can possibly eat--and more than we should eat--with only 2 percent of the labor force employed in agriculture. Even with only 9 percent of our labor force in manufacturing, we remain the largest producer of manufactured goods. It is better to work smart than to work hard, and our investments in education and technology have enabled us to enjoy higher standards of living--and to live longer--than ever before. America's dominance in so many aspects of high-tech is testimony to the real returns to these soft expenditures. Indeed, I would argue that we would do even better if we had more resources in these sectors.
But the view that our recent success is based on a house of cards has more than a grain of truth to it. In recent years, financial markets created a giant rich man's casino, in which well-off players could take trillion dollar bets against each other. I am among those who believe that consenting adults should be allowed great freedom in what they do--as long as they don't harm others. But there's the rub. These high-rollers weren't just gambling their own money. They were gambling other people's money. They were putting at risk the entire financial system--indeed, our entire economic system. And now we are all paying the price.
Financial markets have been likened to the brain of the economy. They are supposed to allocate capital and manage risk. When they do their job well, economies prosper. When they do their job badly, as we are once again learning, everyone suffers. Financial markets are amply rewarded for their work--in recent years, they have received over 30 percent of corporate profits--and the standard mantra in economics was that these rewards were commensurate with their social return. That is, financial wizards might walk off with a great deal of money, but the rest of society is better off because our capital generates so much more productivity than in societies with less well-developed--and less rewarded--financial markets. Part of the rewards that accrue to financial markets are thus for encouraging innovation--through venture capital firms and the like.
But not all innovations enhance welfare, even when they increase profits. For instance, cigarette profits may have increased when the tobacco industry developed products that were more addictive, but those who died as a result, and their families, were hardly better off; nor were the taxpayers who had to pick up the tab for the increased health care costs. Food companies that, today, taking a page out of the same playbook, develop products that lead to compulsive eating--and the resulting obesity epidemic--may be increasing profits, but not societal well-being. Microsoft was ingenious in its strategies to leverage the monopoly power it had from controlling the PC operating system; it increased its profits, but, in killing rivals like Netscape, it had a chilling effect on innovation.
The task of unraveling all that went wrong in our financial system is a difficult one, but in essence the financial system's latest innovation was to devise fee structures that were often far from transparent and that allowed it to generate enormous profits--private rewards that were not commensurate with social benefits. The imperfections of information (resulting from the non-transparency) led to imperfections in competition, helping to explain why the usual maxim that competition drives profits to zero seemed not to hold. One should have suspected that something was wrong when bank after bank made so much money year after year. One should have suspected that something was wrong with the economic system when millions of Americans owed billions to credit card companies and banks in "late fees," "penalties," and a variety of other charges, transforming a high annual interest rate of 20 percent into a truly usurious effective interest rate of 100 percent or more for those who fell behind in their payments.
Perhaps the worst problems--like those in the subprime mortgage market--occurred when non-transparent fee structures interacted with incentives for excessive risk-taking in which financial managers got to keep high returns made one year, even if those returns were more than offset by losses the next. Behind the subprime crisis were mortgages designed to encourage repeated refinancing of homes--a pyramid scheme that generated billions of dollars in fees for the mortgage company as long as home prices continued to soar. It was inevitable that the bubble would break. But, by then, the profits that had been pocketed would make these financial wizards secure for life--or, at least, that was their hope.
To put it another way, had those in the financial sector allocated capital and risk in a way that fueled the economy, they would have had handsome profits. But they wanted more, and so established incentive structures that encouraged gambling. If they gambled and won, they could walk away with a share of the profits. If they gambled and lost, the investors would bear the consequences. It was almost as if the entire financial system was converted into a giant casino in which the system was rigged to guarantee those running the games huge returns, at the expense of the players. But in Las Vegas and Atlantic City, the games are near zero-sum: The gains of the casino owners approximately equal the losses of the players. The financial-system-as-casino, on the other hand, is a negative-sum game. Those on Wall Street may have walked off with billions, but those billions are dwarfed by the costs to be paid by the rest of us. Some have lost their homes and life savings--to say nothing of their dreams for their own futures and those of their children. Others are innocent bystanders who resisted the false promises of the mortgage brokers and the credit card companies, but now find themselves out of jobs as the economy weakens. And the poor are hurt as state revenues plummet, forcing cutbacks in public services.
The current woes in America's financial system are not an isolated accident--a rare, once-in-a-century event. Indeed, there have been more than one hundred financial crises worldwide in the last 30 years or so. Here in the United States alone, we have had the S&L crisis in 1989, the dot-com/WorldCom/Enron problems of the early years of this decade, and now the subprime-morphing-into-the-beyond-subprime collapse. In addition to these national problems, there were regional troubles--real-estate crises fed by excessive lending in Texas and the Southwest in the mid-'80s, and in California and New England in the early '90s. In each of these instances, financial markets failed to do what they were supposed to do in allocating capital and managing risk. In the late '90s, for instance, so much capital was allocated to fiber optics that, by the time of the crash, it was estimated that 97 percent of fiber optics had seen no light.
In short, the problem with the U.S. economy is not that we have allocated too many resources to the "soft" areas and too few to the "hard." It is not necessarily that we have allocated too many resources to the financial sector and rewarded it too generously--though a strong argument could be put forward to that effect. It is that too little effort was devoted to managing real risks that are important--enabling ordinary Americans to stay in their homes in the face of economic vicissitudes--and that too much effort went into creating financial products that enhanced risk. Too much energy has been spent trying to make an easy buck; too much effort has been devoted to increasing profits and not enough to increasing real wealth, whether that wealth comes from manufacturing or new ideas. We have learned a painful lesson, both in the 1930s and today: The invisible hand often seems invisible because it's not there. At best, it's more than a little palsied. At worst, the pursuit of self-interest--corporate greed--can lead to the kind of predicament confronting the country today.
[Joseph Stiglitz is University Professor at Columbia University, winner of the 2001 Nobel Memorial Prize in Economics, and co-author of The Three Trillion Dollar War.]
© The New Republic 2008
Source / The New Republic / Post date September 10, 2008
Hallo Turandot
es ging mir einzig um hellmanns "preussischen regierungsagenten"!.
Klar, dass man per Verwechslung von konträrem und kontradiktorischem Widerspruch viel Unheil anrichtet "Du bist gegen blau? Also bist Du für gelb!" ("Nein, ich bin für grün, begreif es doch...")
Und klar ist auch, dass derzeit - da der neoliberalismus tot ist, versagt hat - verzweifelt die LiPa mit ihren 10-20 % als bedrohung in Szene gesetzt wird (bekanntlich stehen wir kurz vor der Einführung des Kommunismus, schuld daran sind Gregor und Oskar, die beiden pöhsen Buben...). So herr Koch, so herr Huber jüngst...und niemand stellt sich hin und bricht in schallendes Gelächter aus.
darum gings mir aber nicht.
Hallo Turandot
Zu Stiglitz: Interessant, zweifellos.
Er schreibt:
Too much energy has been spent trying to make an easy buck; too much effort has been devoted to increasing profits and not enough to increasing real wealth,
ja eben. Wo widerlegt es mich? Das sind Sonderprobleme, die bis dato in normalen Rezessionskrisen nicht vorhanden waren. Sie haben damit zu tun, dass ichweißnichtwieviel Kapital weltweit "verzweifelt" (haha) nach renditeträchtigen Anlagemöglichkeiten sucht...
und ergänzend: Dass die Löhne in Boomzeiten (wobei der deutsche sog. "Boom" mit zweikommascheißmichan Prozent die letzten jahre weißgott sehr relativ war!) stagnierten war auch neu!
Turandot 05.09.2008, 11:53 Wo widerlegt es mich?
Ich meinte nur, dass wir es nicht mit einer "natürlichen Rezession" zu tun haben, die auf eine Bankenkrise trifft. Denn erstens war der "Aufschwung" sehr kurz und zweitens kann man sagen (und das ist einer von Stiglitz Punkten), dass der Boom imaginär war, da er nicht auf Produktion basierte, sondern auf Innovationen am Finanzmarkt (die uns jetzt in die Tiefe reißen) und steigenden Häuserpreisen (nunmehr fallend). :nono:
Nur mal eine kurze Anekdote: ich war in Budapest und habe mich gewundert, wie schick ein jeder umhergeht, alles sah nach blühender Wirtschaft aus, die Autos waren sämtlich neu. Und ich fragte mich, ob der Westen denn nach Osten umgezogen ist. Aber Frau die dort lebte, erzählte mir, dass die Autos alle geleased waren ... Und jetzt wollen die Leute nur noch arbeiten und die Autos abzahlen.
(Übrigens, ganz nebenbei, ich spreche unheimlich ungern von "natürlich" oder "Zyklus" in der Wirtschaft, so als handele es sich bei Geldgeschäften um Gezeiten oder dgl.)
und ergänzend: Dass die Löhne in Boomzeiten (wobei der deutsche sog. "Boom" mit zweikommascheißmichan Prozent die letzten jahre weißgott sehr relativ war!) stagnierten war auch neu!
So neu eigentlich nicht, denke ich. Beispielsweise das gesamte Konzept von Outsourcing und andere Arten der Effektivitätssteigerung hängen ganz direkt mit Reallohnsenkungen zusammen. ZB. möchte die deutsche Post ihre Läden zumachen und kleine Postschalter in Supermärkten aufmachen, wo Subunternehmer dann für 7,00 € pro Stunde arbeiten.
Wenn es dich interessiert, hier ein längerer Vortrag von einer Juraprofessorin von Harvard mit dem Titel "The coming collapse of the middle class". Etwas sehr analoges ist in Europa und Japan vermutlich auch passiert.
Elizabeth Warren
YouTube- The Coming Collapse of the Middle Class
Hallo
nein, Naturgesetze sinds nicht, aber dass der letzte (übrigens, da dürften wir einig sein, sehr bescheidene!*) Aufschwung atypisch war, ist doch unstreitig, oder?
Nun, in den USA war es, soweit ich weiß (Du scheinst mir kompetenter und ch bin belehrbar ;-) ), auch eine Binnenkonjunktur auf Punp gegeben zu haben - nicht nur beim Hauskauf/bau. (Hausbau ist übrigens schon was handfestes...nur eben: auf Pump). Gelder kamen überwiegend aus China.
Ob wir das Nemaxdesaster ab 2000 bereits als vollgültige Rezession beschreiben dürfen, oder ob es eine atypische Delle war und die eigentliche Rezession jetzt beginnt...keine Ahnung. Bin kein Wirtschaftswissenschaftler. Als Laie vermeine ich zu beobachten: Da AHMAZ gilt, scheint es immer wieder unterschiedliche konkrete Anläße für eine schwerwiegende Rezession zu geben.
Die besonbders heftigen Krisen (Gründerkrach, 1929, vielleicht jetzt) scheinen indessen vielleicht mit Verwerfungen am Kapitalmarkt zusammenzuhängen die dann auf eine zyklische Depression treffen und per positiver Rückkopplung so richtig abwärts führen. Einfach mal drauflosspekuliert...
* ist schon verrückt, wie einem von einer Meute völlig verrückt gewordener Journalisten 2kommascheißmichan als "Wirtschaftswunder 2.0" verkauft wurde. Man hatte da zum Teil den Eindruck, es mit Wahnsinnigen zu tun zu haben...
Hellmann 06.09.2008, 10:32 Hi Hartmut,
... auch eine Binnenkonjunktur auf Punp gegeben zu haben - nicht nur beim Hauskauf/bau. (Hausbau ist übrigens schon was handfestes...nur eben: auf Pump). Gelder kamen überwiegend aus China.
eine boomende Binnenkonjunktur kann es immer nur auf Pump geben!
Nur eine Große Depression kann man sich richtig zusammensparen; also Vorsicht mit den Leuten, die ständig über die Schulden jammern und erst mal kräftig Ersparnisse bilden möchten und diese Ersparnisse dann blos nicht für den Konsum verbrauchen wollen...
Turandot 06.09.2008, 11:16 eine boomende Binnenkonjunktur kann es immer nur auf Pump geben!
ALLES gibt es nur auf Pump, weil unser Geld Schuldgeld ist. Es ist schon verrückt, wenn man darüber nachdenkt, dass sämtliches Geld geschuldet ist. :kopfkratz: Und die Schulden sind ungünstigerweise eben größer als alle vorhandene Geldmenge, aufgrund vom Zins.
Bin kein Wirtschaftswissenschaftler.
Das ist auch ganz gut, die Wirtschaftswissenschaftler sehen oft den Wald vor lauter Bäumen nicht und ignorieren ganz fundamentale Dinge aufgrund von einer Art vorauseilendem Gehorsam. :traurig:
Noch ein kleiner Lesetipp:
Dr. Erhard Glötzl hat einige sehr interessante Vorträge zu verschienden Themen, betreffend Guthaben/ Schulden und die Probleme einer alternden Volkswirtschaft geschrieben.
Hier ein paar Formulierungen, die mir heute gut gefallen haben:
Zitat:
5. Das Fundamentalparadoxon der Geldwirtschaft:
die Ohnmacht der Schuldner
Es steht nicht im Ermessen der Schuldner, die Gesamtheit der Schulden durch zusätzliche Warenproduktion oder Dienstleistungen (dh. durch Fleiß) abzubauen. In einer Geldwirtschaft entscheiden über den Abbau der Gesamtheit der Schulden letztlich nur die Gesamtheit der Gläubiger und nicht die Schuldner.
Diese Aussage ist zwar fundamental, aber leider nicht evident, weil man sich leicht dadurch täuschen läßt, daß diese Aussage für den individuellen Schuldner natürlich falsch ist. Daher ist es berechtigt, diesen Sachverhalt als Fundamentalparadoxon der Geldwirtschaft zu bezeichnen.
Die Gesamtheit der Schulden kann (...) ohne Geldschöpfung und ohne Aus*gabenkürzungen nur in dem Ausmaß von den Schuldnern abgebaut werden, in dem die Gesamtheit der Gläubiger bereit ist, ihre Gutha*ben abzubauen und damit Waren oder Dienstleistungen der Schuld*ner zu kaufen. Insbesondere können auch Kreditzinsen nur in dem Ausmaß zurückgezahlt werden, wie die Gläubiger bereit sind, Waren oder Dienstleistungen von den Schuldnern zu kaufen.
Da Zinsen zu einem automatischen Anwachsen der Schulden führen, ergibt sich aus den Zinsen für den Schuldner der Zwang, seine Schulden zurückzuzahlen. Dieser zinsbedingte Zwang zur Schuldentilgung führt im Zusammenhang mit der für eine Geldwirtschaft charakteristischen Unterlegenheit der Schuldner zur sogenannten Ohnmacht der Schuldner. Die Ohnmacht der Schuldner ist die Ursache für Wachstumszwang, Wettbewerb und Konkurrenz in einer „Geld“-Wirtschaft mit Soll- und Habenzinsen.
6. Das Wachstum von Guthaben und Schulden
(...)
Für Gläubiger gilt aber im Mittel tendenziell, daß sie insbesondere wegen der Zinseinkommen kein Interesse haben, die Guthaben abzubauen, son*dern ein Interesse haben, diese zu vergrößern, um die Zinseinkommen zu erhöhen.
Wenn die Kapitalgeber (Geldvermögensbesitzer) nicht bereit sind, Waren oder Dienstleistungen im Ausmaß ihrer Zinseinkommen zu kaufen, dh. ihr Kapitaleinkommen zu verkonsumieren oder zu verinvestieren, müssen die Geldvermögen systemnotwendigerweise rascher wachsen als das Bruttosozialprodukt, wie dies in der Realität auch tatsächlich der Fall ist (siehe auch beiliegende Grafik ‚).
Dr. Erhard Glötzl, aus: 2001 Die Krise einer alternden Finanzwirtschaft
Hallo Turandot
interessante Ausführungen von Glötzl.
Ich meine indessen es schon etwas weniger substanziell: es ist en Unterschied, ob ein Staat langfristig auf Pump strategische Investitionen tätigt (was richtig ist), oder ob Konsumenten kurzfristige Kredite über ihre individuellen Verhältnisse aufnehmen/diese Kredite mithilfe spekulativer Papiere abgesichert werden o.ä.
http://de.wikipedia.org/wiki/Tulpenwahn
edit: und: http://de.wikipedia.org/wiki/Gr%C3%BCnderkrach
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