Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : "voll unten!" - seit wann ist die Arbeiterbewegung auf den Hund gekommen?


Beverly
03.08.2009, 23:30
Ich war heute auf einer Veranstaltung des LSVDs - Lesbisch-Schwuler Verband Deutschlands - mit dem SPD-Vorsitzenden Franz Müntefering. Da versuchte ich, ihm Folgendes zu vermitteln:

Ich bin aus einer Arbeiterfamilie - Vater Schlosser, die meisten Verwandten frühre Maurer -, wo noch 1998 - als Schröder Kanzler wurde - die meisten SPD gewählt haben und wo das heute keine(r) mehr tut. Ferner habe ich gesagt: "Die SPD ist nicht mehr die Partei der kleinen Leute."

Die Reaktion war so bräsig, dass ich daraus nur schließen kann, die Sozi-Kader müssen die einfachen Menschen verachten und sie zeigen das auch ganz offen! Münte argumentierte damit, wegen Wahlgeheimnis könne ich nicht wissen, was meine Verwandten wählten. Richtig geil war seine Auslassung, die würden doch wieder SPD wählen. Beides Blödsinn, weil ich die politische Stimmung der Leute in meinem Umfeld halbwegs abschätzen kann.

Ich habe noch versucht, ihn auf das Desaster der SPD bei den Europawahlen hinzuweisen - 21 Prozent der Stimmen, macht bei 43 Prozent Wahlbeteiligung stolze 9 Prozent aller Wahlberechtigten - vergeblich!
Müntefering und die Sozen-Funktionäre müssen in einer Traumwelt leben und agieren wie in einem ganz, ganz schlechten Film. In den Räumlichkeiten des LSVDs, wo nicht viel Platz ist und wo nur "Eingeweihte" über den LSVD-Verteiler von der Veranstaltung wussten, flüchten sie vor der eigenen Klientel und sind beleidigt, wenn die in der einen oder anderen Form doch noch erscheint.

Dieser Abend hat bei mir ein Fass, das schon lange randvoll ist, endgültig zum Überlaufen und Umkippen gebracht. Die Frage steht im Raum:

Seit wann ist die Arbeiterbewegung moralisch und politisch auf den Hund gekommen!

Wir haben da ein Gemenge aus depperten "Prolls", die nur zu oft nationalistischem oder fundamantalistischem Müll nachlaufen (siehe den Pöbelsozialismus der NPD), zynischen Intellektuellen und korrupten Funktionären.
Die "kleinen Leute", für die die Arbeiterbewegung doch da sein wollte, verdrücken sich dann irgendwann in verschiedenste Richtungen. Die einen gehen ideologisch zu CDU/FDP, was ich immer abgelehnt habe, was mich aber spätestens nach diesem Abend nicht mehr wundert :rolleyes2: Viele wählen gar nicht mehr und andere mögen zwischen Linkspartei und APPD schwanken. Gerade die, die an längsten an die Arbeiterbewegung und das, wofür sie steht, geglaubt haben, sind am verzweifelsten.

Wer hat die so kaputt gemacht?

1. Die Arbeiterbewegung scheiterte an vorgefundenen Herrschaftstraditionen

Über Jahrhunderte wurde in Deutschland der Typ des Spießers und Duckmäusers so "erfolgreich" gezüchtet, dass die Arbeiterbewegung dagegen nicht ankam.

2. Die Arbeiterbewegung scheiterte schon in ihren Anfängen

Das Elend der Menschen vor zweihundert Jahren war so groß und die Machtmittel der Arbeiter waren so gering, dass Gewerkschaften und Arbeiterorganisationen von Anfang an zum Scheitern verurteilt waren.

3. Der Marxismus hat die Arbeiterbewegung kaputt gemacht

So lange sich die Arbeiter noch über Marx und Bakunein stritten, es Formen anarchischer Selbstorganisation und Selbsthilfe gab, war die Arbeiterbewegung ungeachtet allen Elends auf gutem Wege. Auch Marx und die Marxisten als eine von vielen Denkrichtungen - eben neben Bakunin und anderen - hätten das nicht kaputt machen können.
Der "Aufstieg" des Marxismus und der Marxisten bedeutete aber den Abstieg der Arbeiterbewegung. Weil sich die marxistische "Schule" zu einer Schule veritabler Korruption - wenn man die Macht nicht an sich reißen konnte - und Tyrannei - wenn man die Macht übernahm - entwickelte.

4. Der Reformismus ist schuld!

Als nach 1900 SPD und Gewerkschaften das System nicht mehr umstürzen wollten, sondern durch Kompromisse mit den Herrschenden die Lage der Arbeiter zu verbessern suchten, ging es bergab! Denn weder das Kaiserreich im besonderen noch die bürgerliche Gesellschaft im Allgemeinen lassen sich reformieren.

5. Stalin hat die Arbeiterbewegung kaputt gemacht

Stalin ließ vermutlich mehr Kommunisten umbringen als alle anderen Tyrannen. Er hat alles Fortschrittliche liquidiert, was die Oktoberrevolution gebracht hat und war nur ein "großrussischer Nationalist" (Lenin über Stalin). Alldiweil sich sowohl Sozialdemokraten als auch Bolschewisten für die Rechte Homosexueller eingesetzt hatten, war es unter Stalin so, dass sich Nazis und Stalinisten wechselseitig vorwarfen, Homosexuelle in ihren Reihen zu dulden.

6. Der Wohlstand der Nachkriegszeit hat die Arbeiter entpolitisiert.

Das damals linke Magazin KONKRET schrieb über die Arbeiterbewegung in den 1970er Jahren zur Regierungszeit von Helmut Schmidt, dass die Arbeiter mit dem Kopf in der Scheiße und dem Arsch im Himmel gelandet sind. Damals erhoben Linke den Vorwurf, die Arbeiter würden nur noch ans Materielle denken und hätten jedes politische Bewusstsein verloren.

7. Schröder und die Agenda 2010 haben den Todesstoß versetzt

Das Gebaren von Leuten wie Schröder, Clement und eben Müntefering legt die Vermutung nahe, die wollen die SPD absichtlich kaputt machen. Die Gerwerkschaften agieren dagegen eher hilflos, wie zahnlose Tiger.

Beverly
03.08.2009, 23:44
Ich glaube, das Zusammenwirken dieser drei Faktoren hat die Arbeiterbewegung nicht nur in Deutschland zerstört:

3. Der Marxismus hat die Arbeiterbewegung kaputt gemacht

4. Der Reformismus ist schuld!

5. Stalin hat die Arbeiterbewegung kaputt gemacht

Durch den Marxismus wurde eine weder vollständige noch alternativlose noch überhaupt verständliche Weltsicht zur fast ausschließlich geltenden Ideologie. Anarchisten und andere Weltsichten fristeten ein Schattendasein, alldiweil der Marxismus im Grunde immer nur erklärte, warum nichts gelang.

Die marxistische geprägte Arbeiterbewegung brachte dann zwei gleichermaßen verhängnisvolle Politikansätze hervor:

Im Reformismus agierten die Kader der Arbeiterbewegung als Büttel für die Herrschenden, im Stalinismus agierten sie als machtgierige Tyrannen.

Dieser verhängnisvolle Dreiklang sorgte schon vor einem Menschalter für das Scheitern. Uns Münte ist da nur die Nachgeburt eines welthistorischen Desasters :rolleyes2:

Britta
04.08.2009, 06:34
Ich glaube, das Zusammenwirken dieser drei Faktoren hat die Arbeiterbewegung nicht nur in Deutschland zerstört:

Ich glaube nicht, dass es an diesen Gründen liegt. Das Kapital hat sich organisiert. Die Elite konnte dass, weil sie über das nötige Geld verfügt. Sie hat sich Politik und Gewerkschaften nach und nach gekauft. Die Medien besaßen die vorher schon.

Und klar, volle Bäuche denken nicht. Das geschah in einer Zeit, in der es (fast) jedem gut ging und der Wohlstand sich breit machte. Die Menschen genossen das Leben und das Geld, dass man sie verdienen ließ und merkten nicht, das sie verarscht wurden. Nach und nach nahm man ihnen stückchenweise ihr Einkommen wieder weg. Es ging ihnen aber immer noch gut genug und sie akzeptierten die wohlformulierten Lügen und Begründungen, warum sie auf dies und das verzichten müssen.

Inzwischen hat das Kapital an allen Schlüsselpositionen seine Leute sitzen und da Alle korrupt sind, kann die Mafia in aller Ruhe die Welt regieren.

Hellmann
04.08.2009, 09:01
Prinzipiell bin ich für die Punkte 1 bis 3, aber es kommt noch eine wichtige Sache hinzu: Wirtschaftskrise und Massenarbeitslosigkeit haben seit dreißig Jahren das System völlig korrumpiert.

Heute haben wir hier Verhältnisse, wie ich sie mir früher nur für Staaten in Lateinamerika für möglich gehalten habe oder für Länder, die seit Jahrhunderten Opfer kolonialer Unterdrückung und Ausbeutung sind.

Presse, Wissenschaft und Politik sind völlig korrumpiert. Heute kann man jede Scheiße behaupten und zur herrschenden Meinung machen mit eifriger Hilfe der Massenmedien und sämtlicher Journaille. Jüngstes Beispiel die "Klimakatastrophe".

Der Marxismus hat sicher eine wichtige Rolle gespielt und im Westen waren die 68er ja eine reine CIA-Veranstaltung. Die hatten ihre Zentren nicht umsonst in Frankfurt, wo sich im IG-Farben-Komplex auch die CIA-Zentrale befunden hat.

Ehrlich gesagt, hatte die Arbeiterbewegung auch von vornherein keine Chance und wurde schon in allen Anfängen verarscht. Man denke nur an das sogenannte "Eherne Lohngesetz" von Lassalle, wonach an den Hungerlöhnen nichts zu ändern wäre und auch gewerkschaftliche Organisation nichts bringen würde. So einer wurde Vorläufer der Sozialdemokratie, da braucht einen nichts zu wundern.

Beverly
04.08.2009, 10:10
Und klar, volle Bäuche denken nicht. Das geschah in einer Zeit, in der es (fast) jedem gut ging und der Wohlstand sich breit machte. Die Menschen genossen das Leben und das Geld, dass man sie verdienen ließ und merkten nicht, das sie verarscht wurden. Nach und nach nahm man ihnen stückchenweise ihr Einkommen wieder weg. Es ging ihnen aber immer noch gut genug und sie akzeptierten die wohlformulierten Lügen und Begründungen, warum sie auf dies und das verzichten müssen.

Inzwischen hat das Kapital an allen Schlüsselpositionen seine Leute sitzen und da Alle korrupt sind, kann die Mafia in aller Ruhe die Welt regieren.

Ich war bei der Beurteilung des Massenwohlstandes nach dem Krieg zwiespältig, weil ich es angesichts der Entbehrungen und des Elends im "Deutschen Reich" nur zu gut verstehen kann, wenn die Leute endlich mal normal leben wollten. Nicht mehr Hungern für den Kaiser und statt "Kanonen statt Butter" Butter statt Kanonen :)
Nur habe ich - Jahrgang 1962 - viele schlimme Erinnerungen an Neurosen im Wirtschaftswunderland und wer nicht neurotisch war, war ein egoistisches Arschloch mit "Nach uns die Sintflut"-Parolen. Letztendlich wurden da die Grundlagen für die Realisierung von "Schöne neue Welt" von Aldous Huxley in den Industrieländern gelegt.

Britta
09.08.2009, 13:09
Ich war bei der Beurteilung des Massenwohlstandes nach dem Krieg zwiespältig, weil ich es angesichts der Entbehrungen und des Elends im "Deutschen Reich" nur zu gut verstehen kann, wenn die Leute endlich mal normal leben wollten. Nicht mehr Hungern für den Kaiser und statt "Kanonen statt Butter" Butter statt Kanonen :)
Massenwohlstand und Massenelend werden bewußt gesteuert. Es könnte allen Menschen auf diesem Planeten gut gehen, wenn man denn nur Interesse daran hätte, den Wohlstand zu organisieren statt den Mangel.
Nur habe ich - Jahrgang 1962 - viele schlimme Erinnerungen an Neurosen im Wirtschaftswunderland und wer nicht neurotisch war, war ein egoistisches Arschloch mit "Nach uns die Sintflut"-Parolen. Letztendlich wurden da die Grundlagen für die Realisierung von "Schöne neue Welt" von Aldous Huxley in den Industrieländern gelegt.
Darüber habe ich auch schon nachgedacht. Wenn es den Menschen zu gut geht und sie wirklich keine Probleme mehr haben, dann machen sie sich welche. Sie werden ziemlich egobezogen und leben in ihrer kleinen, inneren Welt. Wenn diese innere Welt dann nicht mehr mit der äusseren vereinbar ist, rennen sie zum Psychiater. Was aber auch mit mangelnder Bildung und zuwenig gefordert sein zusammenhängen kann.

Beverly
09.08.2009, 18:47
Darüber habe ich auch schon nachgedacht. Wenn es den Menschen zu gut geht und sie wirklich keine Probleme mehr haben, dann machen sie sich welche. Sie werden ziemlich egobezogen und leben in ihrer kleinen, inneren Welt. Wenn diese innere Welt dann nicht mehr mit der äusseren vereinbar ist, rennen sie zum Psychiater. Was aber auch mit mangelnder Bildung und zuwenig gefordert sein zusammenhängen kann.

Viele Menschen werden aber gefordert. "Fördern und fordern" lautet die Parole der Jobcenter für die Arbeitslosen. Wer Arbeit hat, klagt über Stress und längere Arbeitszeit bei weniger Geld.
Ich sehe das Problem in Anforderungen, die von den Betroffenen nicht zu Unrecht als sinnlos, überzogen oder ungerecht empfunden werden.

Britta
10.08.2009, 07:13
Viele Menschen werden aber gefordert. "Fördern und fordern" lautet die Parole der Jobcenter für die Arbeitslosen. Wer Arbeit hat, klagt über Stress und längere Arbeitszeit bei weniger Geld.
Ich sehe das Problem in Anforderungen, die von den Betroffenen nicht zu Unrecht als sinnlos, überzogen oder ungerecht empfunden werden.
Das würde ich nicht 'fördern und fordern' nennen. Es ist reine Schikane für ein Almosen.

Ich dachte beim Fordern mehr an Denken auf einem höheren Niveau und an Bildung des Charakters. Wir sind so selten ehrlich zueinander und sagen dem Anderen nicht, was uns stört und was wir als falsch ansehen. Kritik zu üben gelingt uns nicht mehr ehrlich. Ist mir gestern auch wieder passiert. Ich habe keinen Sinn darin gesehen, demjenigen die Wahrheit zu sagen. :traurig:

Ludischbo
11.08.2009, 14:40
Ich denke, dass viele (o.g Umfrage..) Thesen zutreffen. Aber eines fehlt mir noch... die Arbeiterbewegung ist geschichtlich auf den "Hund" gekommen, weil sie sich selbst hat auf den "Hund" hat kommen lassen.
Ich ergänze: Die historische Spaltung der Arbeiterbewegung. Sie hat sich auch gespaltet, weil sie sich hat spalten lassen.

Pragmatisch auf heute übertragen sollten wir mal definieren, was wir heute (also Neuzeit) als Arbeiterbewegung definieren.?
Eine echte Bewegung aus der Arbeiterschicht gibt es doch fast gar nicht mehr. Überhaupt... die kleinen Leute lassen sich lieber bewegen, statt zu bewegen. Das ist nicht gut. Bewegung beginnt bei einem selber;)

Beverly
11.08.2009, 15:51
(...)die kleinen Leute lassen sich lieber bewegen, statt zu bewegen(...)

das bringt es auf den Punkt und dadurch sind die einfachen Menschen hilflos und manipulierbar, obwohl sie die Mehrheit der Weltbevölkerung stellen

otix_
11.08.2009, 19:11
Ich denke, dass viele (o.g Umfrage..) Thesen zutreffen. Aber eines fehlt mir noch... die Arbeiterbewegung ist geschichtlich auf den "Hund" gekommen, weil sie sich selbst hat auf den "Hund" hat kommen lassen.
Ich ergänze: Die historische Spaltung der Arbeiterbewegung. Sie hat sich auch gespaltet, weil sie sich hat spalten lassen.

Pragmatisch auf heute übertragen sollten wir mal definieren, was wir heute (also Neuzeit) als Arbeiterbewegung definieren.?
Eine echte Bewegung aus der Arbeiterschicht gibt es doch fast gar nicht mehr. Überhaupt... die kleinen Leute lassen sich lieber bewegen, statt zu bewegen. Das ist nicht gut. Bewegung beginnt bei einem selber;)


shice, keiner bracht die mehr :|.
Hör ich "Arbeiterbewegung" denk ich an hart erschuftet, Bergwerk, Schmutz, Arbeitersiedlungen, 50er, industrielle Revolution. Der Begriff ist nicht mehr recht zeitgemäß...

Beverly
12.08.2009, 10:22
shice, keiner bracht die mehr :|.
Hör ich "Arbeiterbewegung" denk ich an hart erschuftet, Bergwerk, Schmutz, Arbeitersiedlungen, 50er, industrielle Revolution. Der Begriff ist nicht mehr recht zeitgemäß...

Es sind mehrere Probleme.

Die Automatisierung hat viele Tätigkeiten überflüssig gemacht, so dass in Fabriken, wo früher 10 000 Menschen arbeiteten, nur noch 1000 arbeiten müssen. Dagegen ist an sich nichts einzuwenden.

Das ernsthaftere Problem ist die Zerlegung von Arbeit und von Erwerbsbiografien in kleine und austauschbare Teilstücke. Das begann schon mit Babbage und Taylor, die sich um die Aufspaltung von Arbeit in mechanische Einzelschritte "verdient" gemacht haben.
Werden die mechanisierten Einzelschritte von Maschinen erledigt - siehe oben - ist alles gut. Sollen sie weiterhin von Menschen gemacht werden, wird Arbeit zum Horrortrip :rolleyes2:
Einerseits sind das dann die stupiden Fließbandtätigkeiten. Andererseits ist das die Zerlegung von 20, 30 oder 40 Jahren kontinuierlicher Erwerbsbiografie in eine Abfolge von "Jobs" und Erwerbslosigkeit. Aus Arbeitern werden Tagelöhner, aus der Arbeiterklasse ein Haufen perspektivloser Überlebenskünstler und Duckmäuser.

Man hat dann ein Rentierssystem, in dem gerade die, die noch produktiv arbeiten (Erwerbstätige, Hausarbeit) am schlechtesten gestellt sind. Die Jobber und Tagelöhner rangieren noch unter denen, die offiziell von Transferleistungen leben (Bezieher von Sozialleistungen, Arbeitslosengeld und Rentner). Über ihnen ist dann noch ein Rest kontinuierlich und produktiv tätiger Arbeiter und Angestellte, ohne die es nicht geht. Parallel und über ihnen sind dann wieder Leute, die de facto ebenso von Transferleistungen leben wie Erwerbslose. Die "Schauspieler mit großer Klappe" halt, die über die Hartz-IV-Empfänger die Nase rümpfen, aber selbst nur viel üppiger am Rentierssystem teilhaben als diese. Wie parasitär die sind, zeigt folgendes Szenario: die Erde geht unter und ihr sollt mit einem Raumschiff auf einem anderen Planeten eine neue Zivilisation aufbauen. Um den letzten Platz an Bord bewerben sich ein Koch und ein Justitiar. Wen würdet ihr an Bord lassen ;) ?

Britta
12.08.2009, 15:14
Maschinen erledigen auch viele Arbeiten im Nanobereich. Menschen könnten gar nicht mehr so fein und im wahrsten Sinne 'haargenau' arbeiten.

Deswegen gäbe es aber jede Menge Arbeiten, die der Mensch verrichten könnte im Non-Profit Bereich, was aber keiner zahlen will da es ja vorgeblich immer um Gewinn geht, wo man dann im Gegensatz dazu einfach Billionen aus dem Nichts erzeugt um das Geld den Bankstern in den Rachen zu schmeißen. Die erhöhen die Geldmenge ständig, ohne das es jemand kontrollieren kann oder das es irgendwelche Auswirkungen auf die Preise hat - zumindest ist das seit Jahren schon so.

Ich frage mich, wenn man so verantwortungslos Geld einfach erzeugen kann und das Geld eh keinen richtigen Wert hat, warum man es dann nicht für sinnvolle Sachen tut. Wir hätten dann genug Personal in Schulen, Krankenhäusern und Altersheimen und wir hätten für jeden Menschen eine sinnvolle und erfüllende Arbeit.

Beverly
12.08.2009, 17:21
Ich frage mich, wenn man so verantwortungslos Geld einfach erzeugen kann und das Geld eh keinen richtigen Wert hat, warum man es dann nicht für sinnvolle Sachen tut. Wir hätten dann genug Personal in Schulen, Krankenhäusern und Altersheimen und wir hätten für jeden Menschen eine sinnvolle und erfüllende Arbeit.

Das ist für mich Anlass, darüber zu grübeln, welche Klasse in einer ausdifferenzierten Gesellschaft das Sagen hat. IMHO mag es da auch auf gleicher Stufe der Entwicklung der Produktivkräfte unterschiedliche "herrschende Klassen" gegeben haben.
Da wären:

1. diejenigen, die das Land kontrollieren (Grundherren)
2. diejenigen, die das Monopol über physische Gewalt haben (Militärs)
3. diejenigen, welche das Monopol über die Sinnstiftung und das Setzen von Normen haben (Klerus, Protagonisten säkularer Ideologien)
4. diejenigen, welche die öffentliche Verwaltung kontrollieren (Staatsapparat, Bürokratie)
5. diejenigen, welche komplexe geistige Tätigkeiten ausüben (Techniker und Wissenschaftler, Künstler und Intellektuelle)
6. diejenigen, welche die Mittel zur Erzeugung von Waren und Dienstleistungen kontrollieren (Unternehmer)
7. diejenigen, welche den Strom von Waren und Geld kontrollieren (Kaufleute, Bankiers)

Es spricht sehr viel dafür, dass Nr. 7 zu den wichtigsten Fraktionen der herrschenden Klasse gehört und mittels der Kontrolle bedruckten Papiers oder von Werten in einer Datenbank ("Kontostand") sehr viel Macht ausgeübt wird. Spätere Generationen werden dir Recht geben und das für einen Unsinn halten wie den Ablasshandel durch korrupte Päpste. Aber der Ablasshandel funktionierte, bis Luther mit der Hilfe deutscher Fürsten, die den Papst in Rom nicht mehr finanzieren wollten, dem Unsinn ein Ende machte. Der "Luther" für das Geld(un)wesen steht noch aus und ich sehe keine mächtigen Interessen, die sich gegen den Blödsinn stemmen.

Britta
12.08.2009, 17:27
Das ist für mich Anlass, darüber zu grübeln, welche Klasse in einer ausdifferenzierten Gesellschaft das Sagen hat. IMHO mag es da auch auf gleicher Stufe der Entwicklung der Produktivkräfte unterschiedliche "herrschende Klassen" gegeben haben.
Da wären:

1. diejenigen, die das Land kontrollieren (Grundherren)
2. diejenigen, die das Monopol über physische Gewalt haben (Militärs)
3. diejenigen, welche das Monopol über die Sinnstiftung und das Setzen von Normen haben (Klerus, Protagonisten säkularer Ideologien)
4. diejenigen, welche die öffentliche Verwaltung kontrollieren (Staatsapparat, Bürokratie)
5. diejenigen, welche komplexe geistige Tätigkeiten ausüben (Techniker und Wissenschaftler, Künstler und Intellektuelle)
6. diejenigen, welche die Mittel zur Erzeugung von Waren und Dienstleistungen kontrollieren (Unternehmer)
7. diejenigen, welche den Strom von Waren und Geld kontrollieren (Kaufleute, Bankiers)

Es spricht sehr viel dafür, dass Nr. 7 zu den wichtigsten Fraktionen der herrschenden Klasse gehört und mittels der Kontrolle bedruckten Papiers oder von Werten in einer Datenbank ("Kontostand") sehr viel Macht ausgeübt wird. Spätere Generationen werden dir Recht geben und das für einen Unsinn halten wie den Ablasshandel durch korrupte Päpste. Aber der Ablasshandel funktionierte, bis Luther mit der Hilfe deutscher Fürsten, die den Papst in Rom nicht mehr finanzieren wollten, dem Unsinn ein Ende machte. Der "Luther" für das Geld(un)wesen steht noch aus und ich sehe keine mächtigen Interessen, die sich gegen den Blödsinn stemmen.
Nummer 7 ist absolut richtig. Und mit Hilfe von Logen und anderen Geheimbünden besetzt Nummer 7 die wichtigsten Schlüsselpositionen in Nr. 1 bis 6.

In Nr. 7 findest du sowohl die Kirche, als auch alle Zentralbanken dieser Welt.

Hellmann
12.08.2009, 18:37
7. diejenigen, welche den Strom von Waren und Geld kontrollieren (Kaufleute, Bankiers)

Es spricht sehr viel dafür, dass Nr. 7 zu den wichtigsten Fraktionen der herrschenden Klasse gehört und mittels der Kontrolle bedruckten Papiers oder von Werten in einer Datenbank ("Kontostand") sehr viel Macht ausgeübt wird.
Die Kaufleute und Bankiers haben den weitesten Horizont, das sehe ich als den entscheidenden Punkt. Genauer gesagt: die Fernkaufleute und die großen Bankiers.

Die anderen von 1 bis 6 sind entweder zu sehr spezialisiert oder zu sehr in ihren kleinen Bereich vergraben.

Es ist da eine ganz natürliche Entwicklung, dass die Fernhändler und die großen Bankiers den anderen im geistigen Horizont voraus sind, was sie ja auch müssen, wenn sie ihr Geschäft erfolgreich betreiben wollen.

Die Bankiers hatten natürlich schon mit der Erfindung des Giralgeldes sehr viel Wissen über ihre Kunden. Man denke an den Aufstieg der Medici von Wechslern und Kontoführern zu Päpsten.

Beverly
12.08.2009, 22:29
Die Kaufleute und Bankiers haben den weitesten Horizont, das sehe ich als den entscheidenden Punkt. Genauer gesagt: die Fernkaufleute und die großen Bankiers.

Die anderen von 1 bis 6 sind entweder zu sehr spezialisiert oder zu sehr in ihren kleinen Bereich vergraben.

und das gilt auch für die Arbeiterbewegung :(

Hellmann
13.08.2009, 06:37
und das gilt auch für die Arbeiterbewegung :(
Ja, weshalb man denen aber keinen Vorwurf machen kann, denn was sollen die schon machen, wenn sie den ganzen Tag arbeiten müssen und abends müde und dreckig heim gehen. Was die bei der Arbeit lernen und können, führt eben nicht weiter, und Fußball ist da der einzige Zeitvertreib, der sich mit solchen Drecksjobs verbinden lässt.

Die Intellektuellen hätten die Chance und Pflicht, endlich politisch was aus sich zu machen. Aber gerade die leben ja nur davon, sich opportunistisch an interessierte Kreise zu verkaufen, statt die Politik selber in die Hand zu nehmen.

Spökes
13.08.2009, 08:30
Ja, weshalb man denen aber keinen Vorwurf machen kann, denn was sollen die schon machen, wenn sie den ganzen Tag arbeiten müssen und abends müde und dreckig heim gehen. Was die bei der Arbeit lernen und können, führt eben nicht weiter, und Fußball ist da der einzige Zeitvertreib, der sich mit solchen Drecksjobs verbinden lässt.Hellmann, an dieser Aussage ist eniges dran. Nach einem harten Arbeitstag, und den gibt es immer noch für sehr viele, fehlt einem für einiges die Kraft und man sucht Regeneration beziehungsweise Ablenkung oder Entspannung. In den Bereichen, in denen noch ein gerechter Lohn entrichtet wird und es entsprechend erträgliche Arbeitszeiten gibt sieht es natürlich erheblich anders aus. Viele der Mitarbeiter sind als solche "überqualifiziert". Entsprechende "intellektuelle" Ansätze schlummern auch in deren Köpfe. Letztlich will ich nur sagen, dass man die angesprochene Personengruppe nicht einfach über einen Kamm scheren kann. Bei manchem kommt man bei näherer Betrachtung nur ans Staunen, was die aufgrund ihrer Privatinteressen so alles an den Tag legen.

Die Intellektuellen hätten die Chance und Pflicht, endlich politisch was aus sich zu machen. Aber gerade die leben ja nur davon, sich opportunistisch an interessierte Kreise zu verkaufen, statt die Politik selber in die Hand zu nehmen.Wenn die Intellektuellen es dann auch noch schaffen, für alle was draus zu machen, kämen wir weiter, wenn die Zeit nicht zu knapp wäre (point of no return).

Beverly
13.08.2009, 09:45
Ja, weshalb man denen aber keinen Vorwurf machen kann, denn was sollen die schon machen, wenn sie den ganzen Tag arbeiten müssen und abends müde und dreckig heim gehen. Was die bei der Arbeit lernen und können, führt eben nicht weiter, und Fußball ist da der einzige Zeitvertreib, der sich mit solchen Drecksjobs verbinden lässt.

Nicht zu vergessen, wie vielen einfachen Menschen von interessierter Seite nationalistischer und fundamentalistischer Dreck ins Hirn gekübelt wurde und noch wird, an den seine Urheber selbst gar nicht glaubten. Um sie geduckt zu halten und gegeneinander aufhetzen zu können.
IMHO ist das in der deutschen Geschichte deutlich daran abzulesen, dass sich hinter der nationalkonservativen Fassade schon im späten Kaiserreich statt aristokratischer oligarchische Strukturen ausbildeten. Mit Bismarck ist da vielleicht wirklich der Lotse von Bord gegangen und in der herrschenden Klasse triumphierten Dummheit und Gier selbst über die offiziell hoch gehaltenen Prinzipien. All die herrschsüchtigen Arschlöcher, die nach dem von ihnen verschuldeten Zusammenbruch des Deutschen Reichen ebenso kommandierten und intrigierten wie zuvor!

Die Intellektuellen hätten die Chance und Pflicht, endlich politisch was aus sich zu machen. Aber gerade die leben ja nur davon, sich opportunistisch an interessierte Kreise zu verkaufen, statt die Politik selber in die Hand zu nehmen.

Du hast einmal geschrieben, Intellektuelle wollten den Dingen auf den Grund gehen. Ich kann dazu noch ergänzen, dass Intellektuelle kreativ sein wollen und Untätigkeit für sie die schlimmste Strafe ist. Es braucht ein "Projekt" und im Zweifelsfall beutet man sich lieber selbst aus, als von anderen für deren Ideen ausgebeutet zu werden.
Doch was sich da rumspringt, scheinen mir eher Schauspieler zu sein. Der echte Intellektuelle macht sich seinen Text (=Diskurs) selbst und da habe ich schon eine Menge Diskurse im Internet erlebt. Wo die Leute ihre Weltsicht vom Stapel ließen, ohne dass es ihnen materiell was einbrachte. Die Pseudo-Intellektuellen und Lohnschreiber geben wie richtige Schauspieler jeden fremden Text wieder, der von ihnen verlangt wird. Wobei ich diese Texte (= herrschende Diskurse) so langweilig und banal finde, dass ich mich frage, wer so einen Müll schreibt. Wahrscheinlich niemand. Da redet dann jeder das, von dem er meint, dass es die Anderen von ihm verlangen und letztendlich schreibt sich der Diskurs selbst :)

oloool
13.08.2009, 11:20
Die Intellektuellen hätten die Chance und Pflicht, endlich politisch was aus sich zu machen. Aber gerade die leben ja nur davon, sich opportunistisch an interessierte Kreise zu verkaufen, statt die Politik selber in die Hand zu nehmen.



Hi Hellmann,

in der DDR nannte sich die heutige Elite "Intelligenz".
Es gab sogar edle "Clubs der Intelligenz".

Ist vielleicht etwas oberflächlich die Verbindung als Antwort auf Deine Gedanken. Doch eine traumtaube Masse, die seit Jahrzehnten von Konsum betört in den Egoismus treibt, unten wie oben, ist nicht ganz ohne Zauber zu überwinden, schon gar nicht weltweit.

Es braucht einen geradezu unmenschlich starken Idealismus, sich zunächst dahin treiben zu lassen, wo man wirklich etwas in dieser Hierarchie ("legal") verändern könnte – und es dann auch noch zu tun.

Da sind zunächst Ideen gefragt, die die Menschen selbst auch umsetzen können. Das bringt Vertrauen und Motivation. Einfache Perspektiven für die greifbare Welt.

Beverly
13.08.2009, 13:13
Hi Hellmann,

in der DDR nannte sich die heutige Elite "Intelligenz".
Es gab sogar edle "Clubs der Intelligenz".(...)

Regiert haben da aber nicht die Intellektuellen, sondern eine Clicque "alter Kämpfer" aus dem kommunistischen Zweig der Arbeiterbewegung.

Daraus folgt ganz allgemein: eine depperte Masse lässt sich nicht von Intellektuellen regieren, sondern von Oberdeppen. Weil die "ihre Sprache sprechen", d. h. instinktiv wissen, wie sie die Masse zu manipulieren haben. Nur zu oft standen im 20. Jahrhundert kleine Geister an der Spitze großer Bewegungen. Stalin und Hitler waren nicht die Hellsten und vom Ayatollah Chomeini heißt es, er wäre ein "Dorfgeistlicher" gewesen.

Das macht die Rolle der Intellektuellen problematisch. Opposition und Abseits-stehen führt bestenfalls zu Eskapismus und Verzweiflung (und ich habe auch gerade wieder eine SF-Geschichte fertiggestellt). Schlimmstenfalls führt es zur Vernichtung der wirtschaftlichen Existenz oder gar des eigenen Lebens. Weil nur die "genommen" werden, welche den herrschenden Diskursen folgen, sie rechtfertigen und weiter entwickeln. Egal was für eine Beleidigung für Geist und Seele die immer sind. Scheiße wird halt zu Schokolade umdefiniert und Kotfresser zu (Volks-)Genossen.

Trotzdem finde ich das Gebaren vieler Intellektueller unverzeihlich. Weil sie nicht aus Angst mitmachen - denn im Westen wird man für eine andere Meinung nicht gleich liquidiert - sondern um des Vorteils willen. Weil sie die herrschenden Diskurse mit einem erschreckendem Eifer und abartiger Beflissenheit nachplappern. Weil sie nicht Opfer, sondern Täter sind.

Es ist naheliegend, dass Intellektuelle, die weder für ihre Überzeugung Leid auf sich nehmen wollen noch zu Dummschwätzern im Dienste des Systems verkommen möchten, mit dem Gedanken spilen, aus dem Hintergrund heraus zu agieren. Wenn man selbst nicht "Führer" oder "Revolutionsführer" werden kann, bestimmt man halt, wer das wird und da das Maul aufreißen darf. Mr. Obama und Frau Merkel sind dann auch nicht der mächtigste Mann und die mächtigste Frau der Welt (mächtigste Frau ist Mirona) ...
Das könnte ich durchaus nachvollziehen. Wäre da bei dem hypothetischen Intellektuellen im Hintergrund nicht eine an der von ihnen geschaffenen Welt zu erkennende kranke Mischung aus Destruktivität und Kleingeistigkeit, absoluter Menschenverachtung und totaler Borniertheit, Prinzipienlosigkeit und Fantasielosigkeit. Da hatten selbst die "Meister der Insel" mehr Stil. Pfui :mad: !

oloool
13.08.2009, 13:50
Das macht die Rolle der Intellektuellen problematisch. Opposition und Abseits-stehen führt bestenfalls zu Eskapismus und Verzweiflung ...

Warum gelingt es den Intellektuellen denn nicht,
in die breite Masse Impulse zu pflanzen, die Erfolg haben?

Ich denke, problematisch ist die Opposition zum einen,
wenn ihr Antrieb Egoismus ist.

Einfache Gemüter brauchen einfache Worte und greifbare Lösungen.
Man muss die Werkzeuge nutzen, die verfügbar sind, weil man nicht alles auf einmal wahrhaftig neu und gut kreieren kann.
Wir sind ja nicht Gott, der Alles am 7. Tag erschafft. Wir können aber Impulse setzen. Positive.

Wir haben wirklich viel über die Probleme geschrieben.
Wann fangen wir mit dem Lösen an?

Hellmann
13.08.2009, 14:14
Doch eine traumtaube Masse, die seit Jahrzehnten von Konsum betört in den Egoismus treibt, unten wie oben, ist nicht ganz ohne Zauber zu überwinden, schon gar nicht weltweit.

Es braucht einen geradezu unmenschlich starken Idealismus, sich zunächst dahin treiben zu lassen, wo man wirklich etwas in dieser Hierarchie ("legal") verändern könnte – und es dann auch noch zu tun.

Da sind zunächst Ideen gefragt, die die Menschen selbst auch umsetzen können. Das bringt Vertrauen und Motivation. Einfache Perspektiven für die greifbare Welt.

Ich weiß nicht: die Massen werden durch die Medien gesteuert und vermutlich haben die Intellektuellen - die in der Opposition - immer ihre Energie damit vergeudet, die Massen erreichen zu wollen.

Das kommt wohl daher, dass es eigentlich die Aufgabe der Intellektuellen wäre, die Massen zu lenken.

Genau das geht aber in diesem System nicht, weil die Massen nur von den Massenmedien und mit viel Geld zu steuern wären, das die Intellektuellen eben nicht haben.

Der Marsch durch die Institutionen funktioniert auch nicht, ohne zuletzt selber korrumpiert zu sein oder ausgeschaltet zu werden.

Vielleicht müssten sich die Intellektuellen erst mal selber organisieren, bevor sie die Massen zu steuern versuchen.

deserd
13.08.2009, 23:01
Zur Umfrage:

alles außer 2 und 9 alles relativ richtig, finde ich.

Wobei zu 2, die Anfänge können bestimmt nicht lang gewesen sein, also nur ein paar Jahre (wann wurden denn die Gewerkschaften gegründet ?)

deserd
14.08.2009, 00:12
Zitat von Hellmann:
"Die Intellektuellen hätten die Chance und Pflicht, endlich politisch was aus sich zu machen. Aber gerade die leben ja nur davon, sich opportunistisch an interessierte Kreise zu verkaufen, statt die Politik selber in die Hand zu nehmen."
Dein zweiter Satz birgt ein Problem, das du wahrscheinlich auch schon elbst mal beschrieben hast. Es ist überhaupt nicht einfach, als Intellektueller Politik zu machen außer in den entsprechenden bekannten Kreisen. - Die werden schlichtweg nicht reingelassen in die Politik.




Wenn die Intellektuellen es dann auch noch schaffen, für alle was draus zu machen, kämen wir weiter, wenn die Zeit nicht zu knapp wäre (point of no return).
Die Frage ist auch (und auch in der Hauptsache): Warum die Intellektuellen ??? - Wieso eigentlich, frage ich mich, und das aus meiner Sicht auch völlig zurecht !
-- Bitte eine Begründung, warum die Intellektuellen die Politik in die Hand nehmen sollen, die sie aber auch gar nicht bekommen werden ??!! ---

Meine Meinung: "Die Intellektuellen haben eine andere Aufgabe als die, Politik zu machen. Aber möglicherweise machen Intellektuelle auch Politik (oder haben mal welche gemacht), es ist aber nicht ihr Schwerpunkt. - Sie werden auch niemals in die große Politik kommen, dessen bin ich mir sehr sicher, das sieht man seit langem den Machtverhältnissen weltweit. - Ich gehe da noch weiter: Sie sind wahrscheinlich/möglicherweise sogar unfähig, Politik zu machen - bestimmt wollen Intellektuelle auch gar nicht in die große Politik"


Zitat von oloool:
" ..... Doch eine traumtaube Masse, die seit Jahrzehnten von Konsum betört in den Egoismus* treibt, unten wie oben, ist nicht ganz ohne Zauber zu überwinden, schon gar nicht weltweit.

Es braucht einen geradezu unmenschlich starken Idealismus**, sich zunächst dahin treiben zu lassen, wo man wirklich etwas in dieser Hierarchie ("legal") verändern könnte – und es dann auch noch zu tun.

Da sind zunächst Ideen gefragt, die die Menschen selbst auch umsetzen können. Das bringt Vertrauen und Motivation. Einfache Perspektiven für die greifbare Welt.***"

* Egoismus - beziehst du das jetzt auf die "Masse" oder auch auf die Intellektuellen ? - Wahrscheinlich, nehme ich an.
Egoismus ist vielleicht/wahrscheinlich das falsche Wort für "Intellektuelle", in mancher Hinsicht ist wahrscheinlich "Misstrauen" das bessere ...., in wiederum anderen Fällen wieder etwas anderes ...- und ich bin ganz sicher, das betrifft nicht nur Intellektuelle, sondern auch die Masse.

** " ... unmenschlich starken Idealismus ...." = funktioniert nicht, und wenn doch, was sehr unwahrscheinlich ist, geschieht ein Unfall ...
-- Politik zu machen, bedeutet auch, den Willen dazu zu haben, - aber das allein reicht nicht aus, da fehlen noch mindestens 2 Eigenschaften.

*** Nenn doch bitte mal Ideen, die auch umgesetzt werden können ... (ich hab auch verdammt viele ...)
Perspektiven sind überhaupt nicht einfach. (Es gibt sogar sehr viele bedrohliche Perspektiven) - Und die Welt ist nicht einfach greifbar

Perspektiven, die völlig ungefährlich sind, sind möglicherweise zu realisieren.
Der Begriff "Perspektive" hat was mit Technologien, Visionärem, Strategien, etc, aber auch mit Wachstum und Zeit zu tun.

oloool
14.08.2009, 10:06
..., bevor sie [die Intellektuellen] die Massen zu steuern versuchen.


Das kann nach meinem Verständnis nicht die Aufgabe sein.
Vielleicht stößt mich auch nur das Verb "steuern" ab, was eher im Sinne von "Impulse/Inspiration/Idee geben" gemeint ist?

Wir haben ja schon genug "Ferngesteuerte". ;)



Ich bevorzuge das weiße Rauschen, indem jeder seine eigenen Impulse gibt und die der anderen entweder reflektiert oder absorbiert.

oloool
14.08.2009, 10:47
* Egoismus - beziehst du das jetzt auf die "Masse" oder auch auf die Intellektuellen ? - Wahrscheinlich, nehme ich an.
Egoismus ist vielleicht/wahrscheinlich das falsche Wort für "Intellektuelle", in mancher Hinsicht ist wahrscheinlich "Misstrauen" das bessere ...., in wiederum anderen Fällen wieder etwas anderes ...- und ich bin ganz sicher, das betrifft nicht nur Intellektuelle, sondern auch die Masse.



Egoismus, deserd, ist genau das richtige Wort.
Egoismus, der innere Antrieb auf ein Haben-Wollen, Erreichen-Wollen, Streben – betrifft ausnahmslos (unterschiedlich stark) alle Menschen. Und es ist ein Gegenspieler auf dem Weg zum vollkommenen ("heiligen") Intellekt, dem alluniversalen Verstehen.
Wir reden hier aber von Menschen,
von denen kein einziger Eigner dieser Vollkommenheit, also dem alluniversalen Verstehen sein kann...

Höher Intellektuelle haben aber die Aufgabe ihr Verstehen mitzuteilen, mit den weniger Intellektuellen zu teilen/ zu leben. Ist der Antrieb dessen jedoch an irgendeinem Punkt egoistisch, wird die gebende, positive Wirkung zur Negativen, zur Nehmenden...

Schwarzwälder
14.08.2009, 12:54
Hallo - mein "Einstieg" hier.

Das Thema u. eure Diskusssion - sehr inspirierend - merci.

Egoismus, deserd, ist genau das richtige Wort.
Egoismus, der innere Antrieb auf ein Haben-Wollen, Erreichen-Wollen, Streben – betrifft ausnahmslos (unterschiedlich stark) alle Menschen. Und es ist ein Gegenspieler auf dem Weg zum vollkommenen ("heiligen") Intellekt, dem alluniversalen Verstehen.
Wir reden hier aber von Menschen,
von denen kein einziger Eigner dieser Vollkommenheit, also dem alluniversalen Verstehen sein kann

Ich denke viele wichtige Punkte zum Thema sind bereits angesprochen worden. Von daher werde ich wohl wenig neues dazu beitragen können.

Allerdings würde ich die Weltkriege an sich u. ihre Auswirkungen mit als einen wichtigen Faktor nennen, warum sich die "Arbeiterbewegung", trotz ihrer relativ langen Geschichte nicht grundsätzlich hat durchsetzen können ; jedenfalls immer wieder zerissen u. neu aufgebaut werden musste.
Das kapitalistische System als solches war vermutlich, wenn überhaupt, nur in ganz wenigen kurzen Phasen wirklich in Gefahr ( ob mit Kaiser oder ohne ).
Und das große Problem der überwiegend regional u. national organisierten ( u. damals noch teilweise tatsächlich machtvollen ) Gewerkschaften war schon zu jener Zeit die Internationalität des Kapitals, welches im Notfall eben dank seiner globalen mafiösen Strukturen immer in der Lage war - wenn es notwendig schien - Arbeitsplätze durch Aufrüstung zu schaffen, kompromisse einzugehen - oder eben krieg zu führen etc.

Allerdings glaube ich auch, wie bereits erwähnt wurde, dass zumindest in den Industrieländern "die Zeit" der Arbeiter - Gewerkschaften vorüber ist ( ein Beleg hierfür ist m.E. die zunehmende Macht der "bunten" Verdi-Truppe ).
Intellekt führt zwar nicht unbedingt ins Absolutverständnis des Nirwana, u. sicher sind "Künstler" i.d.R. keine Politiker - u. wollen es auch nicht sein. Aber starke neue Visionen, einigende (un)zeitgemäße innovative Gesellschaftsideen - u. Modelle sollten sie schon erschaffen können ; auch wenn der Großteil am Säckel der Eliten tanzt. V.a. umsetzbare, begreifbare, verständliche u. überzeugende Argumente für eine bessere Zukunft wären absolut notwendig.
Aber ich denke, selbst sie, bzw. die meisten von ihnen, standen wie die große Masse im Banne des vermeintlichen Triumpfes des Kapitalismus über den Kommunismus/Sozialismus.
Gerade mit der "Wiedervereinigung" schien plötzlich als 11. Gebot in Stein gemeißelt der Satz zu stehen :
" Der Kapitalismus hat ein für allemal bewiesen, dass er das beste, wirtschaftlichste, stärkste, natürlichste u. sicherste System ist, welches die Menschen jemals erreichen können " etc. etc. ( jedenfalls in diesem Sinne ).

Dass das Kapital damit im Grunde nur bewiesen hat, dass er das zynischste, wertloseste ( Profit ist der einzige wahre Wert ), das brutalste und raffinierteste System ist, welches jemals Unrecht ungerecht verteilt hat konnte jahrzehntelang in keinem Mainstreammediensektor ernsthaft behauptet werden. Erst jetzt - mit der Krise - kommt Verschlucktes, Unterdrücktes, Tabuisiertes etc. langsam wieder hoch.

Meiner Meinung nach hat diese Welt nur dann noch ( wenn es nicht schon längst zu spät ist ) eine Chance auf eine menschliche, gerechte, friedliche Zukunft für die meisten Menschen der Erde, wenn es endlich gelingt eine internationale parteilose gewaltlose gleichbereichtigte u. absolut transparente basisdemokratische Weltgemeinschaft der Völker ( gerade über das Internet etc. ) aufzubauen - also sich in einer globalen Bewegung auf den internationalen Widerstand zu einigen.
Dazu brauchen wir alle - nicht nur die Intellektuellen...

Es wird viele Jahrzehnte brauchen bis diese Bewegung stark genug ist - aber dieses wertneutrale Räubersystem kann nur gemeinsam friedlich überwunden werden - alles andere schafft nur wieder neue Hierarchien u. "Herren".

Daran mitzuarbeiten ist für mich das Größte - auch wenn ich mit Sicherheit nicht mehr die USE ( United States of Earth ) erleben werde.

Grüße vom Schwarzwälder :winken:

Spökes
14.08.2009, 16:10
Zitat von Hellmann:
"Die Intellektuellen hätten die Chance und Pflicht, endlich politisch was aus sich zu machen. Aber gerade die leben ja nur davon, sich opportunistisch an interessierte Kreise zu verkaufen, statt die Politik selber in die Hand zu nehmen."
Dein zweiter Satz birgt ein Problem, das du wahrscheinlich auch schon elbst mal beschrieben hast. Es ist überhaupt nicht einfach, als Intellektueller Politik zu machen außer in den entsprechenden bekannten Kreisen. - Die werden schlichtweg nicht reingelassen in die Politik.




Die Frage ist auch (und auch in der Hauptsache): Warum die Intellektuellen ??? - Wieso eigentlich, frage ich mich, und das aus meiner Sicht auch völlig zurecht !
-- Bitte eine Begründung, warum die Intellektuellen die Politik in die Hand nehmen sollen, die sie aber auch gar nicht bekommen werden ??!! ---

Meine Meinung: "Die Intellektuellen haben eine andere Aufgabe als die, Politik zu machen. Aber möglicherweise machen Intellektuelle auch Politik (oder haben mal welche gemacht), es ist aber nicht ihr Schwerpunkt. - Sie werden auch niemals in die große Politik kommen, dessen bin ich mir sehr sicher, das sieht man seit langem den Machtverhältnissen weltweit. - Ich gehe da noch weiter: Sie sind wahrscheinlich/möglicherweise sogar unfähig, Politik zu machen - bestimmt wollen Intellektuelle auch gar nicht in die große Politik"



Nun, die Intellektuellen deshalb, weshalb man z. B. zum Graben ausheben am besten einen kräftigen jungen Burschen nimmt, sofern kein Bagger einsetzbar ist. Allerdings soll das von meiner Warte aus nicht heißen, dass die Intellektuellen der Masse eins aufdrücken sollen. Dazu fehlt ihnen vermutlich eine gehörige Portion Lebenserfahrung. Vielmehr eignen sie sich doch aufgrund ihrer geistigen Kapazität dazu, die vielen Einzelteile eines Puzzels, die vom Volk zusammengetragen werden zu ordnen und in Beziehung zueinander zu setzen. Meinen Überlegungen liegt allerdings immer so etwas wie die "Stunde Null" zugrunde.

Hellmann
14.08.2009, 22:58
Meiner Meinung nach hat diese Welt nur dann noch ( wenn es nicht schon längst zu spät ist ) eine Chance auf eine menschliche, gerechte, friedliche Zukunft für die meisten Menschen der Erde, wenn es endlich gelingt eine internationale parteilose gewaltlose gleichbereichtigte u. absolut transparente basisdemokratische Weltgemeinschaft der Völker ( gerade über das Internet etc. ) aufzubauen - also sich in einer globalen Bewegung auf den internationalen Widerstand zu einigen.
Dazu brauchen wir alle - nicht nur die Intellektuellen...
Meine Sorge ist, dass wir vielleicht nur ein ganz kurzes Zeitfenster haben, bis das Internet nicht mehr für alle offen ist.

Man darf auch nicht vergessen, dass mit dem Internet jeder Mensch politisch einschätzbar wird. Kein Problem heute, von jedem ein Profil zu speichern, jeden zu identifizieren, der kritische Seiten liest, sich an Diskussionen beteiligt, abweichende Meinungen vertritt.

Einige Klicks von jedem und die haben sein Profil und können alle ausschalten, die gefährliches Potential haben. Plötzlich finden die mit einem kritischen Profil keine menschenwürdigen Jobs mehr, kommen nicht mehr weiter, haben überall unerklärliche Probleme...

oloool
14.08.2009, 23:20
Meine Sorge ist, dass wir vielleicht nur ein ganz kurzes Zeitfenster haben, bis das Internet nicht mehr für alle offen ist.


P2P : Suchen, Merken ;)
Ist dezentral, geht nicht mehr abzuschaffen, es sei denn, der Strom ist aus.


Genauso muss organisiert werden: dezentral, persönlich.

Cheops
15.08.2009, 14:55
Nach meiner Meinung ist die Arbeiterbewegung im Westen Deutschlands auf den Hund gekommen, als es ihr in den siebziger Jahren eigentlich richtig gut ging. Damals war die größte Sorge der (West) deutschen der Ölpreis und das Sonntagsfahrverbot, was sie erschreckte.
Die Arbeitsplätze waren noch sicher, die Globalisierung noch keine Bedrohung und so entledigte sich die damalige Arbeiterpartei SPD auch ihrer revolutionären Wurzeln und wurde zu einem Verband von Beamten der Sorte Müntefering und davon hat sie sich nie wieder erholt.
So war es dann auch kein Problem für die Linkspartei, Teile dieser Wurzeln einzusammeln und zu einem glaubwürdigeren Vertreter der Arbeiter zu werden. Zumal sie innerhalb der Riege der etablierten Parteien im Bundestag ohnehin als die politischen Schmuddelkinder gelten und sich der verlorenen Themen der SPD bedienen können.
Heute sind alle Parteien mit den anstehenden Problemen überfordert und so wird Merkel weiter gewählt werden, bis sie im Kanzleramt verfault, oder sie ein frustrierter Hartz IV Empfänger nach einem ihrer ewigen Antrittsbesuche von der Gangway ihres Flugzeugs schießt.

Britta
15.08.2009, 21:27
Meine Sorge ist, dass wir vielleicht nur ein ganz kurzes Zeitfenster haben, bis das Internet nicht mehr für alle offen ist.

Ich denke, wir haben gar kein Zeitfenster mehr.

Eine logische Folge des Kapitalismus ist, dass diejenigen die die Macht über das Geld haben, automatisch am Ende die Herrscher der Welt sind. Die Oberschicht ist global gegangen und hat Konzerne, die in aller Welt vertreten sind. Die Mittelschicht hat mit ihrem Konsumwahn dabei mitgeholfen, die Oberschicht zu bereichern. Überall mitverdient haben die Gelddrucker.

Nun sind wir an dem Punkt angekommen, wo immer öfter das Wort Weltregierung fällt. Sogar der Papst hat seinen Schäfchen schon klargemacht, dass wir eine Weltregierung brauchen.

Als Gründe gelten globale Probleme, die die Oberschicht entweder erfunden oder aber selbst geschaffen hat. Globale Erwärmung, globaler Krieg gegen den Terror und globale Finanzkrise dienen nun als Ausrede, dass wir eine globale Regierung brauchen.

So langsam werden wir auf das hingeführt, was die Oberschicht für uns vorgesehen hat. Eine globale Regierung braucht globale Klassen. Da es viele Länder gibt, die keine Mittelschicht haben, muß das angepasst werden. Aber nicht etwa so, dass man eine Mittelschicht in den Ländern fördert, die keine hat. Nein, es ist viel einfacher, die Mittelschicht in den Ländern zu zerstören, wo es noch eine gibt.

Konsumieren ist nicht mehr erwünscht. Da reichen die Rohstoffe dieser Erde nicht mehr. Wenn es nur noch Unterschicht und Oberschicht gibt, dann gibt es auch nur noch Niedrig- oder Tagelöhner.

Die Konzerne werden bald bestimmen, wer der oberste Regierungsfürst ist. Das bischen Scheindemokratie dass wir noch haben, wird es bald auch nicht mehr geben. Schon die nächsten Wahlen könnten uns eine deutsche Regierung zeigen, die ihre Amtszeit nicht mehr zuende führen wird. Auch die Bundeswehr ist dann überflüssig. Jeder Großkonzern wird seine eigene Armee aufstellen und mit dieser seinen Besitz beschützen. Ist ja jetzt mit den Pipelines bereits so. Firmen wie Blackwater sind die zukünftigen Armeen dieser Welt.

Die wahren Herrscher der Erde haben sich bisher im Hintergrund gehalten. Jetzt ist ihre Macht schon so angewachsen, dass es nicht mehr lange dauern wird, bis sie ihren Thron besteigen. Sie sind nicht wählbar und nicht abwählbar und sie sind aus den größten Verbrecherfamilien hervorgegangen, die unsere Erde je gesehen hat.

Cheops
15.08.2009, 21:43
Ich denke, wir haben gar kein Zeitfenster mehr.

Eine logische Folge des Kapitalismus ist, dass diejenigen die die Macht über das Geld haben, automatisch am Ende die Herrscher der Welt sind. Die Oberschicht ist global gegangen und hat Konzerne, die in aller Welt vertreten sind. Die Mittelschicht hat mit ihrem Konsumwahn dabei mitgeholfen, die Oberschicht zu bereichern. Überall mitverdient haben die Gelddrucker.

Nun sind wir an dem Punkt angekommen, wo immer öfter das Wort Weltregierung fällt. Sogar der Papst hat seinen Schäfchen schon klargemacht, dass wir eine Weltregierung brauchen.

Als Gründe gelten globale Probleme, die die Oberschicht entweder erfunden oder aber selbst geschaffen hat. Globale Erwärmung, globaler Krieg gegen den Terror und globale Finanzkrise dienen nun als Ausrede, dass wir eine globale Regierung brauchen.

So langsam werden wir auf das hingeführt, was die Oberschicht für uns vorgesehen hat. Eine globale Regierung braucht globale Klassen. Da es viele Länder gibt, die keine Mittelschicht haben, muß das angepasst werden. Aber nicht etwa so, dass man eine Mittelschicht in den Ländern fördert, die keine hat. Nein, es ist viel einfacher, die Mittelschicht in den Ländern zu zerstören, wo es noch eine gibt.

Konsumieren ist nicht mehr erwünscht. Da reichen die Rohstoffe dieser Erde nicht mehr. Wenn es nur noch Unterschicht und Oberschicht gibt, dann gibt es auch nur noch Niedrig- oder Tagelöhner.

Die Konzerne werden bald bestimmen, wer der oberste Regierungsfürst ist. Das bischen Scheindemokratie dass wir noch haben, wird es bald auch nicht mehr geben. Schon die nächsten Wahlen könnten uns eine deutsche Regierung zeigen, die ihre Amtszeit nicht mehr zuende führen wird. Auch die Bundeswehr ist dann überflüssig. Jeder Großkonzern wird seine eigene Armee aufstellen und mit dieser seinen Besitz beschützen. Ist ja jetzt mit den Pipelines bereits so. Firmen wie Blackwater sind die zukünftigen Armeen dieser Welt.

Die wahren Herrscher der Erde haben sich bisher im Hintergrund gehalten. Jetzt ist ihre Macht schon so angewachsen, dass es nicht mehr lange dauern wird, bis sie ihren Thron besteigen. Sie sind nicht wählbar und nicht abwählbar und sie sind aus den größten Verbrecherfamilien hervorgegangen, die unsere Erde je gesehen hat.Solange die Menschen ein Bedürfnis an Konsum und einem kleinen Wohlstand haben,werden die Konzerne, die ihnen das zusichern, auch weiter Macht besitzen. Es war der Kardinalfehler von KPdSU und SED, den Menschen dieses Bedürfnis abzusprechen und genau deshalb ist das Experiment des stalinistischen Sozialismus auch so jämmerlich gescheitert. Was regierende Verbrecherfamilien angeht, so haben die eher in der Katholischen Kirche ihren Ursprung, wo schon im 15. Jahrhundert, die Giftmischer der Familie Borgia alles ausgerottet hat, was ihrer Macht im Weg stand. Fakt ist allerdings eines, man kann Menschen, denen es gut geht, nicht erziehen und das haben nun schon die Stalinisten eindrucksvoll bewiesen!

Britta
15.08.2009, 22:44
Solange die Menschen ein Bedürfnis an Konsum und einem kleinen Wohlstand haben,werden die Konzerne, die ihnen das zusichern, auch weiter Macht besitzen. Es war der Kardinalfehler von KPdSU und SED, den Menschen dieses Bedürfnis abzusprechen und genau deshalb ist das Experiment des stalinistischen Sozialismus auch so jämmerlich gescheitert. Was regierende Verbrecherfamilien angeht, so haben die eher in der Katholischen Kirche ihren Ursprung, wo schon im 15. Jahrhundert, die Giftmischer der Familie Borgia alles ausgerottet hat, was ihrer Macht im Weg stand. Fakt ist allerdings eines, man kann Menschen, denen es gut geht, nicht erziehen und das haben nun schon die Stalinisten eindrucksvoll bewiesen!
Ohne Geld werden die Menschen ihr Bedürfnis nach Konsum und Wohlstand nicht mehr befriedigen können. Das Geld ist in den Händen der Banker und die nehmen den Menschen immer mehr davon weg. Es bleiben nur noch Schulden.

Die Banker haben ein Netz von Gehilfen um die ganze Welt gespannt. Ihnen gehört alles - Energie, Nahrung, Kleidung, Rüstung, Kommunikation, Medien, Pharma, Logistik, Politik - keine Branche die nicht in ihrem Besitz ist.

Wenn die Banker heute beschliessen, alle Arbeiter und Angestellten auf die Straße zu setzen, was meinst du, wie viele Menschen würden sterben?

Cheops
15.08.2009, 22:55
Ohne Geld werden die Menschen ihr Bedürfnis nach Konsum und Wohlstand nicht mehr befriedigen können. Das Geld ist in den Händen der Banker und die nehmen den Menschen immer mehr davon weg. Es bleiben nur noch Schulden.

Die Banker haben ein Netz von Gehilfen um die ganze Welt gespannt. Ihnen gehört alles - Energie, Nahrung, Kleidung, Rüstung, Kommunikation, Medien, Pharma, Logistik, Politik - keine Branche die nicht in ihrem Besitz ist.

Wenn die Banker heute beschliessen, alle Arbeiter und Angestellten auf die Straße zu setzen, was meinst du, wie viele Menschen würden sterben? Dann verschulden sie sich eben weiter, denn das tun die ja seit Jahrzehnten. Da muss kein Banker was beschließen, denn es ist ja gerade offensichtlich, wie ihnen die Regierungen zu Füßen liegen. Du verbreitest hier keine Neuigkeiten. Nur ein Plan, wie man an diesen Dingen etwas ändern kann, den hast auch du nicht. Den Menschen ihre Bedürfnisse abzugewöhnen, hat schon der Sozialismus 70 Jahre völlig erfolglos versucht!

Britta
16.08.2009, 09:30
Dann verschulden sie sich eben weiter, denn das tun die ja seit Jahrzehnten. Da muss kein Banker was beschließen, denn es ist ja gerade offensichtlich, wie ihnen die Regierungen zu Füßen liegen. Du verbreitest hier keine Neuigkeiten. Nur ein Plan, wie man an diesen Dingen etwas ändern kann, den hast auch du nicht. Den Menschen ihre Bedürfnisse abzugewöhnen, hat schon der Sozialismus 70 Jahre völlig erfolglos versucht!
Die Banker werden den Geldhahn zudrehen und die Nationalstaaten abschaffen.

Wer über beide Ohren verschuldet ist, hat alles verpfändet und die Bundesregierung hat nicht nur ganz Deutschland verpfändet, sondern auch die Bürger in die Sklaverei verkauft. Bald werden die Banker den Pfand einfordern.

Natürlich sind die Banker nicht an den Arbeitslosen, Rentnern, Kranken und Aufständischen interessiert. Das sind für die 'Muster ohne Wert' ...

Cheops
16.08.2009, 09:44
Die Banker werden den Geldhahn zudrehen und die Nationalstaaten abschaffen.

Wer über beide Ohren verschuldet ist, hat alles verpfändet und die Bundesregierung hat nicht nur ganz Deutschland verpfändet, sondern auch die Bürger in die Sklaverei verkauft. Bald werden die Banker den Pfand einfordern.

Natürlich sind die Banker nicht an den Arbeitslosen, Rentnern, Kranken und Aufständischen interessiert. Das sind für die 'Muster ohne Wert' ...Der Nationalismus ist einfach viel zu ausgeprägt, als dass ihn irgendwelche Banker ernsthaft schädigen könnten und selbst für die härtesten Banker sind Menschen mit irgendeiner Art von Einkommen interessant, die sich als Schuldner hergeben. Lohnsklaven sind wir doch ohnehin alle, oder waren es wie in meinem Fall lange genug..
Daran ändern wird ohnehin keiner etwas und im Internet schon gar nicht. Ich hab junge Menschen im Internet getroffen, die da ihre Meinung kund taten, aber die Welt ziemlich real, mit Demonstrationen in Heiligendamm ändern wollten. das hat auch meiner Natur entsprochen, aber zu der Zeit hatte ich auch meinen Körper unter Kontrolle. Heute habe ich den Staffelstab der Veränderung an Jüngere und Gesündere übergeben.

Britta
16.08.2009, 09:50
Der Nationalismus ist einfach viel zu ausgeprägt, als dass ihn irgendwelche Banker ernsthaft schädigen könnten und selbst für die härtesten Banker sind Menschen mit irgendeiner Art von Einkommen interessant, die sich als Schuldner hergeben. Lohnsklaven sind wir doch ohnehin alle, oder waren es wie in meinem Fall lange genug..

Du träumst! Der Nationalismus ist schneller abgeschafft wie du es dir vorstellen kannst. Mit der EU und dem Euro hat das schon begonnen. Kein Bürger will das und deswegen wurden die Bürger auch nicht gefragt. Siehst doch, wie einfach das ist.

Die ständig wachsenden Konsumentenmasse war nur solange erwünscht, bis die Karten verteilt waren. Nun ist der Reichtum bei einigen Wenigen so stark konzentriert, dass zumindest der nutzlose Konsument, der über kein eigenes Einkommen verfügt, ausgedient hat. Es gibt zuviele Rentner, Kranke und Arbeitslose. Diese schmälern die Profite, weil sie kein eigenes Einkommen mehr haben. Dazu kommen noch die Dissidenten, die der Neuen Weltordnung im Wege stehen.

Wenn dann der Staat ausgedient hat, weil die Konzerne die Weltregierung übernommen haben, dann gibt es auch keinen Staat mehr, der die Rentner, Kranken und Arbeitslosen durchfüttert. Wo soll denn das Geld dafür herkommen? Die Konzernregierung wird das bestimmt nicht zahlen wollen. Die Kosten dafür übersteigen den Profit, der von diese Gruppen per Konsum abgezockt werden kann.

Daher auch die Idee mit dem Chip. Nur wer einen Chip hat, kann arbeiten und am Leben teilhaben. Und wenn er nutzlos geworden ist, kann die Selbstzerstörung aktiviert werden.

Cheops
16.08.2009, 10:00
Du träumst! Der Nationalismus ist schneller abgeschafft wie du es dir vorstellen kannst. Mit der EU und dem Euro hat das schon begonnen. Kein Bürger will das und deswegen wurden die Bürger auch nicht gefragt. Siehst doch, wie einfach das ist.

Die ständig wachsenden Konsumentenmasse war nur solange erwünscht, bis die Karten verteilt waren. Nun ist der Reichtum bei einigen Wenigen so stark konzentriert, dass zumindest der nutzlose Konsument, der über kein eigenes Einkommen verfügt, ausgedient hat. Es gibt zuviele Rentner, Kranke und Arbeitslose. Diese schmälern die Profite, weil sie kein eigenes Einkommen mehr haben. Dazu kommen noch die Dissidenten, die der Neuen Weltordnung im Wege stehen.

Wenn dann der Staat ausgedient hat, weil die Konzerne die Weltregierung übernommen haben, dann gibt es auch keinen Staat mehr, der die Rentner, Kranken und Arbeitslosen durchfüttert. Wo soll denn das Geld dafür herkommen? Die Konzernregierung wird das bestimmt nicht zahlen wollen. Die Kosten dafür übersteigen den Profit, der von diese Gruppen per Konsum abgezockt werden kann.

Daher auch die Idee mit dem Chip. Nur wer einen Chip hat, kann arbeiten und am Leben teilhaben. Und wenn er nutzlos geworden ist, kann die Selbstzerstörung aktiviert werden.Mit Blick auf die deutsche Geschichte hat Nationalismus auch nicht besonders viel gebracht und was Rentner angeht, ist diese Gruppe viel zu groß und wird immer größer, als dass sie, von wem auch immer, übersehen werden kann, denn gerade Deutschland ist ja völlig überaltert. Außerdem ist das alles nichts Neues und bis es wirklich eng wird, sollten wir als Menschen unser Leben genießen und uns nicht durch düstere Prophezeiungen im Internet völlig verrückt machen!

Britta
16.08.2009, 10:05
Mit Blick auf die deutsche Geschichte hat Nationalismus auch nicht besonders viel gebracht und was Rentner angeht, ist diese Gruppe viel zu groß und wird immer größer, als dass sie, von wem auch immer, übersehen werden kann, denn gerade Deutschland ist ja völlig überaltert. Außerdem ist das alles nichts Neues und bis es wirklich eng wird, sollten wir als Menschen unser Leben genießen und uns nicht durch düstere Prophezeiungen im Internet völlig verrückt machen!
Die Rentner werden nicht übersehen. Das Problem ist den Herrschenden bekannt. Eine Lösung haben die auch schon gefunden. Du brauchst dir nicht einzubilden dass, nur weil eine Gruppe sehr groß ist, diese dementsprechend viel zu sagen hätte in dieser Welt. Wozu gibt es Genfood, Jod und Fluor in den Nahrungsmitteln, Bestrahlung der Nahrung um Vitamine und Mineralien zu zerstören und zu guter Letzt: Impfungen...

Geniesse dein Leben, Cheops.

Cheops
16.08.2009, 10:15
Die Rentner werden nicht übersehen. Das Problem ist den Herrschenden bekannt. Eine Lösung haben die auch schon gefunden. Du brauchst dir nicht einzubilden dass, nur weil eine Gruppe sehr groß ist, diese dementsprechend viel zu sagen hätte in dieser Welt. Wozu gibt es Genfood, Jod und Fluor in den Nahrungsmitteln, Bestrahlung der Nahrung um Vitamine und Mineralien zu zerstören und zu guter Letzt: Impfungen...

Geniesse dein Leben, Cheops. das Thema hier ist doch ohnehin ein anderes, nämlich, wann die Arbeiterbewegung so auf den Hund gekommen ist und darauf habe ich meine Antwort (http://www.politik-sind-wir.de/showpost.php?p=23903&postcount=33) ja nach bestem Wissen und Gewissen gegeben. Alles andere ist nur Spekulation und übliches deutsches Wehklagen über die Schlechtigkeit der Welt, die man allerdings mit Worten im Internet nicht ändern wird.

Britta
16.08.2009, 10:22
das Thema hier ist doch ohnehin ein anderes, nämlich, wann die Arbeiterbewegung so auf den Hund gekommen ist und darauf habe ich meine Antwort (http://www.politik-sind-wir.de/showpost.php?p=23903&postcount=33) ja nach bestem Wissen und Gewissen gegeben. Alles andere ist nur Spekulation und übliches deutsches Wehklagen über die Schlechtigkeit der Welt, die man allerdings mit Worten im Internet nicht ändern wird.
Je mehr Menschen es gibt, die wie du einfach nicht kapieren wollen was gespielt wird, desto weniger Chancen gibt es, etwas zu ändern und das Schlimmste überhaupt noch zu verhindern.

Cheops
16.08.2009, 10:27
Je mehr Menschen es gibt, die wie du einfach nicht kapieren wollen was gespielt wird, desto weniger Chancen gibt es, etwas zu ändern und das Schlimmste überhaupt noch zu verhindern. Ich will hier nicht über eine Zukunft spekulieren, sondern das Thema interessiert mich, da es an die Ursachen geht und nicht die Offensichtlichen der Gegenwart. Entweder reden wir über das Thema oder lassen es bleiben!

Britta
16.08.2009, 14:12
Ich will hier nicht über eine Zukunft spekulieren, sondern das Thema interessiert mich, da es an die Ursachen geht und nicht die Offensichtlichen der Gegenwart. Entweder reden wir über das Thema oder lassen es bleiben!
Ich brauche nicht über die Zukunft spekulieren. Die ist klar und deutlich zu sehen. Und das hat sehr wohl mit diesem Thema zu tun, denn es wird in der Zukunft nur noch Oberschicht und Unterschicht geben. Die Oberschicht sind die Bankerfamilien und die Unterschicht ist nunmal die Arbeiterklasse. Andere Klassen sind nicht mehr vertreten. Und die Arbeiterklasse wird auf die nächsten Jahrhunderte keine Arbeiterbewegung mehr ins Leben rufen können. Sie wird in Slums dahinvegetieren und darauf warten, dass sie der Oberschicht zu Diensten sein darf.

Cheops
16.08.2009, 14:46
Ich brauche nicht über die Zukunft spekulieren. Die ist klar und deutlich zu sehen. Und das hat sehr wohl mit diesem Thema zu tun, denn es wird in der Zukunft nur noch Oberschicht und Unterschicht geben. Die Oberschicht sind die Bankerfamilien und die Unterschicht ist nunmal die Arbeiterklasse. Andere Klassen sind nicht mehr vertreten. Und die Arbeiterklasse wird auf die nächsten Jahrhunderte keine Arbeiterbewegung mehr ins Leben rufen können. Sie wird in Slums dahinvegetieren und darauf warten, dass sie der Oberschicht zu Diensten sein darf.Als ob da ein Unterschied zu jetzt gäbe. Dennoch ist das Thema eine Frage, die in die Geschichte geht und du willst nur deine Schauerdgeschichten und Offensichtlichkeiten loswerden.
Bring deine Schauermärchen ohne die Legitimation eines Gesprächs mit mir zu Ende!

Britta
16.08.2009, 19:31
Als ob da ein Unterschied zu jetzt gäbe. Dennoch ist das Thema eine Frage, die in die Geschichte geht und du willst nur deine Schauerdgeschichten und Offensichtlichkeiten loswerden.
Ich kann ja verstehen, dass du das nicht wahrhaben willst und es als Schauermärchen darstellst.
Bring deine Schauermärchen ohne die Legitimation eines Gesprächs mit mir zu Ende!
Keiner hat dich gezwungen, dich an dieser Diskussion zu beteiligen. :irre:

Cheops
16.08.2009, 19:41
Ich kann ja verstehen, dass du das nicht wahrhaben willst und es als Schauermärchen darstellst.

Keiner hat dich gezwungen, dich an dieser Diskussion zu beteiligen. :irre: Eine stetige Wiederholung deiner lebenslustigen Schwarzmalerei ist kaum eine Diskussion, sondern maximal eine Verlautbarung, die mit dem Thema, welches im Präteritum liegt, recht wenig zu tun hat. Du antwortest im Futur und im Konjunktiv und so kreist du ausschließlich um deine Sicht der Dinge und nicht um das Thema. So macht ein Gespräch aber keinen Sinn!

Beverly
16.08.2009, 19:42
Nach meiner Meinung ist die Arbeiterbewegung im Westen Deutschlands auf den Hund gekommen, als es ihr in den siebziger Jahren eigentlich richtig gut ging. Damals war die größte Sorge der (West) deutschen der Ölpreis und das Sonntagsfahrverbot, was sie erschreckte.
Die Arbeitsplätze waren noch sicher, die Globalisierung noch keine Bedrohung und so entledigte sich die damalige Arbeiterpartei SPD auch ihrer revolutionären Wurzeln und wurde zu einem Verband von Beamten der Sorte Müntefering und davon hat sie sich nie wieder erholt.

Der geistige und moralische Niedergang der Arbeiterbewegung vollzog sich in beiden Teilen Deutschlands zur gleichen Zeit und war im Osten mindestens ebenso gravierend wie im Westen. Mitte/Ende der 1970er Jahre wurde doch alle aus der DDR gemobbt, die aus dem Projekt noch was machen wollten, oder sie gingen in die innere Emigration. "Ab 20 Uhr war man im Westen", hat es ein Freund von mir gesagt.

So war es dann auch kein Problem für die Linkspartei, Teile dieser Wurzeln einzusammeln und zu einem glaubwürdigeren Vertreter der Arbeiter zu werden. Zumal sie innerhalb der Riege der etablierten Parteien im Bundestag ohnehin als die politischen Schmuddelkinder gelten und sich der verlorenen Themen der SPD bedienen können.

Was sich geistig außerhalb des Umfeldes der Linkspartei in Ostdeutschland so abspielt bzw. Ostdeutsche haben verlauten lassen ist so, als ab da eine Mischung aus FDP und NPD das Sagen gehabt hätte. Liberal Ultra der Wendehälse mit Frau Merkel ("die Mitte") oder "Projekt Deutsches Reich" der Zonennazis. Objektiv ein Beleg dafür, dass der Stalinismus nicht nur die Arbeiterbewegung selbst kaputt gemacht hat, sondern Wegbereiter für neuen bzw. des nächsten Faschismus war. In einem zornigen Moment habe ich zu Lebzeiten des Stalinismus gedacht, das sind "Faschisten mit der Schirmmütze". Ich hätte diesen Gedanken weiter verfolgen und nicht abtun sollen, dann hätte ich mir viele Enttäuschungen erspart.

Beverly
16.08.2009, 19:46
Meiner Meinung nach hat diese Welt nur dann noch ( wenn es nicht schon längst zu spät ist ) eine Chance auf eine menschliche, gerechte, friedliche Zukunft für die meisten Menschen der Erde, wenn es endlich gelingt eine internationale parteilose gewaltlose gleichbereichtigte u. absolut transparente basisdemokratische Weltgemeinschaft der Völker ( gerade über das Internet etc. ) aufzubauen - also sich in einer globalen Bewegung auf den internationalen Widerstand zu einigen.
Dazu brauchen wir alle - nicht nur die Intellektuellen...

Es wird viele Jahrzehnte brauchen bis diese Bewegung stark genug ist - aber dieses wertneutrale Räubersystem kann nur gemeinsam friedlich überwunden werden - alles andere schafft nur wieder neue Hierarchien u. "Herren".

Daran mitzuarbeiten ist für mich das Größte - auch wenn ich mit Sicherheit nicht mehr die USE ( United States of Earth ) erleben werde.

Grüße vom Schwarzwälder :winken:

Wir brauchen ein Projekt, das eine Mischung aus
- Perry Rhodan > technokratische Weltordnung
- Lenin > Beseitigung der bürgerlichen Ordnung
- Nestor Machno > Anarchismus
- Teilhard de Chardin > der Platz des Menschen im Kosmos
- Lilo Wanders > sexuelle Emanzipation
- Petra Kelly > die Grünen, wie sie mal waren und als Gegenpol zu Gingantismus
und einem guten Koch - damit alle genug zu essen haben - ist.)

Cheops
16.08.2009, 19:57
Der geistige und moralische Niedergang der Arbeiterbewegung vollzog sich in beiden Teilen Deutschlands zur gleichen Zeit und war im Osten mindestens ebenso gravierend wie im Westen. Mitte/Ende der 1970er Jahre wurde doch alle aus der DDR gemobbt, die aus dem Projekt noch was machen wollten, oder sie gingen in die innere Emigration. "Ab 20 Uhr war man im Westen", hat es ein Freund von mir gesagt.



Was sich geistig außerhalb des Umfeldes der Linkspartei in Ostdeutschland so abspielt bzw. Ostdeutsche haben verlauten lassen ist so, als ab da eine Mischung aus FDP und NPD das Sagen gehabt hätte. Liberal Ultra der Wendehälse mit Frau Merkel ("die Mitte") oder "Projekt Deutsches Reich" der Zonennazis. Objektiv ein Beleg dafür, dass der Stalinismus nicht nur die Arbeiterbewegung selbst kaputt gemacht hat, sondern Wegbereiter für neuen bzw. des nächsten Faschismus war. In einem zornigen Moment habe ich zu Lebzeiten des Stalinismus gedacht, das sind "Faschisten mit der Schirmmütze". Ich hätte diesen Gedanken weiter verfolgen und nicht abtun sollen, dann hätte ich mir viele Enttäuschungen erspart. Mit dem Haken, dass man nicht überall auf dem Gebiet der DDR das Westfernsehen empfangen konnte. Im ländlichen Raum und im Bezirk Dresden, was in etwa dem heutigen Sachsen entsprach, wurde das sogar bewusst unmöglich gemacht.
Aus diesen Teilen der DDR wurde auch die aktivsten Mitglieder der SED, NVA und Stasi rekrutiert. Den mangelte es einfach an Optionen zur Information und Unwissenheit war immer schon ein beliebtes Mittel der Herrschenden. Was in der DDR als "Neues Deutschland" als Zeitung angeboten wurde, war auch nur das Pendant zur westdeutschen "BILD" und war echtem Wissen eher abträglich.
Nur gab es in der DDR ohnehin keine solche Arbeiterbewegung wie in Westdeutschland, also konnte sie auch nur dort auf den Hund kommen.

Beverly
16.08.2009, 19:59
Ich denke, wir haben gar kein Zeitfenster mehr.

Eine logische Folge des Kapitalismus ist, dass diejenigen die die Macht über das Geld haben, automatisch am Ende die Herrscher der Welt sind. Die Oberschicht ist global gegangen und hat Konzerne, die in aller Welt vertreten sind. Die Mittelschicht hat mit ihrem Konsumwahn dabei mitgeholfen, die Oberschicht zu bereichern. Überall mitverdient haben die Gelddrucker.

Nun sind wir an dem Punkt angekommen, wo immer öfter das Wort Weltregierung fällt. Sogar der Papst hat seinen Schäfchen schon klargemacht, dass wir eine Weltregierung brauchen.

Als Gründe gelten globale Probleme, die die Oberschicht entweder erfunden oder aber selbst geschaffen hat. Globale Erwärmung, globaler Krieg gegen den Terror und globale Finanzkrise dienen nun als Ausrede, dass wir eine globale Regierung brauchen.

So langsam werden wir auf das hingeführt, was die Oberschicht für uns vorgesehen hat. Eine globale Regierung braucht globale Klassen. Da es viele Länder gibt, die keine Mittelschicht haben, muß das angepasst werden. Aber nicht etwa so, dass man eine Mittelschicht in den Ländern fördert, die keine hat. Nein, es ist viel einfacher, die Mittelschicht in den Ländern zu zerstören, wo es noch eine gibt.

Konsumieren ist nicht mehr erwünscht. Da reichen die Rohstoffe dieser Erde nicht mehr. Wenn es nur noch Unterschicht und Oberschicht gibt, dann gibt es auch nur noch Niedrig- oder Tagelöhner.

Die Konzerne werden bald bestimmen, wer der oberste Regierungsfürst ist. Das bischen Scheindemokratie dass wir noch haben, wird es bald auch nicht mehr geben. Schon die nächsten Wahlen könnten uns eine deutsche Regierung zeigen, die ihre Amtszeit nicht mehr zuende führen wird. Auch die Bundeswehr ist dann überflüssig. Jeder Großkonzern wird seine eigene Armee aufstellen und mit dieser seinen Besitz beschützen. Ist ja jetzt mit den Pipelines bereits so. Firmen wie Blackwater sind die zukünftigen Armeen dieser Welt.

Die wahren Herrscher der Erde haben sich bisher im Hintergrund gehalten. Jetzt ist ihre Macht schon so angewachsen, dass es nicht mehr lange dauern wird, bis sie ihren Thron besteigen. Sie sind nicht wählbar und nicht abwählbar und sie sind aus den größten Verbrecherfamilien hervorgegangen, die unsere Erde je gesehen hat.

Hallo Britta,

ganz formell und offen die Macht in einem Weltstaat auszuüben zeugt von mehr Stil als ich ihnen den herrschenden Nichtsen zugetraut habe. Was soll das bedeuten? Dass sie ihre eigene Banalität des Bösen leid sind und auf - was für eine verquere Weise auch immer - doch nach Größe streben?

Weltstaat und Weltregierung passen jedenfalls nicht zu ihren Machtspielchen, wie sie sie bisher immer betrieben haben. Es sei denn, sie gründen den Weltstaat, um ihn nach wenigen Jahrzehnten scheitern zu lassen und die Völker wieder in Duodezfürstentümer einzusperren und aufeinander zu hetzen. Eine einige Menschheit wäre dann als Utopie ebenso diskreditiert wie es der Sozialismus heute schon ist und die Hoffnungslosigkeit wäre noch größer.

Wenn sie nicht nach Größe streben und es auch kein taktisches Manöver ist, mag eine Weltregierung ihr erster großer Fehler sein. Weil die Menschen dann keinen anonymen Kräften und Bewegungen - die Globalisierung, der Nationalismus, der Fundamentalismus, die "menschliche Natur" - gegenüberstehen, sondern einem konkreten System mit konkreten Menschen in einer konkreten Welthauptstadt. Eine Weltregierung, die nur für 10 Prozent der Menschheit handelt, wird es IMHO nicht lange machen.

Also, was soll der Sch... mit Weltregierung und Weltstaat? Für die Herrschenden läuft es so wie es ist, doch viel besser. Dass ich für Weltregierung und Weltstaat bin, weil es so nicht mehr weiter laufen soll, macht die Angelegenheit noch komplizierter.

Beverly
16.08.2009, 20:05
Nur gab es in der DDR ohnehin keine solche Arbeiterbewegung wie in Westdeutschland,

:rolleyes2:

also konnte sie auch nur dort auf den Hund kommen.

wie sehr die Linke und das Streben der Arbeiterbewegung nach einer gerechten Welt für alle vom DDR-System diskreditiert wurden, habe ich erst in den letzten Jahren begriffen
weil ich wohl so auf die humanistische Propaganda aus der DDR reingefallen bin, wie Ostdeutsche auf westdeutsche Werbespots
die dachten, wir könnten uns das alles kaufen was da beworben wurde, alldiweil nicht nur in meinem Leben Luxus durch Abwesenheit glänzte
ich dachte, die hätten bei aller Tristesse noch das Streben nach den richtigen Dingen und hätte das Denken eher den Pferden überlassen sollen

Cheops
16.08.2009, 20:15
:rolleyes2:



wie sehr die Linke und das Streben der Arbeiterbewegung nach einer gerechten Welt für alle vom DDR-System diskreditiert wurden, habe ich erst in den letzten Jahren begriffen
weil ich wohl so auf die humanistische Propaganda aus der DDR reingefallen bin, wie Ostdeutsche auf westdeutsche Werbespots
die dachten, wir könnten uns das alles kaufen was da beworben wurde, alldiweil nicht nur in meinem Leben Luxus durch Abwesenheit glänzte
ich dachte, die hätten bei aller Tristesse noch das Streben nach den richtigen Dingen und hätte das Denken eher den Pferden überlassen sollen Schon erstaunlich, wie sehr die DDR die Westdeutschen 20 Jahre nah ihrem Ende noch immer fasziniert. So haben die Deutschen endlich wieder einen Schuldigen. Nur da die wenigsten Westdeutschen mit der Unfreundlichkeit bestraft worden sind, in der DDR leben zu müssen, ist das Wissen über diesen Staat auch ein Ergebnis wilder Spekulation und der gezielten Bearbeitung durch fünf Jahrzehnte Springerpresse und beides ist nicht viel wert.

Cheops
16.08.2009, 20:19
Hallo Britta,

ganz formell und offen die Macht in einem Weltstaat auszuüben zeugt von mehr Stil als ich ihnen den herrschenden Nichtsen zugetraut habe. Was soll das bedeuten? Dass sie ihre eigene Banalität des Bösen leid sind und auf - was für eine verquere Weise auch immer - doch nach Größe streben?

Weltstaat und Weltregierung passen jedenfalls nicht zu ihren Machtspielchen, wie sie sie bisher immer betrieben haben. Es sei denn, sie gründen den Weltstaat, um ihn nach wenigen Jahrzehnten scheitern zu lassen und die Völker wieder in Duodezfürstentümer einzusperren und aufeinander zu hetzen. Eine einige Menschheit wäre dann als Utopie ebenso diskreditiert wie es der Sozialismus heute schon ist und die Hoffnungslosigkeit wäre noch größer.

Wenn sie nicht nach Größe streben und es auch kein taktisches Manöver ist, mag eine Weltregierung ihr erster großer Fehler sein. Weil die Menschen dann keinen anonymen Kräften und Bewegungen - die Globalisierung, der Nationalismus, der Fundamentalismus, die "menschliche Natur" - gegenüberstehen, sondern einem konkreten System mit konkreten Menschen in einer konkreten Welthauptstadt. Eine Weltregierung, die nur für 10 Prozent der Menschheit handelt, wird es IMHO nicht lange machen.

Also, was soll der Sch... mit Weltregierung und Weltstaat? Für die Herrschenden läuft es so wie es ist, doch viel besser. Dass ich für Weltregierung und Weltstaat bin, weil es so nicht mehr weiter laufen soll, macht die Angelegenheit noch komplizierter. Der Star Trek Erfinder Gene Roddenberry muss ja dann der völlige Kommunist gewesen sein, denn in seinen Drehbüchern gab es auch eine Weltregierung, kein Geld und Arbeit nach Bedürfnis, also alles Bestandteile einer kommunistischen Ideologie.
Nur sah das bei ihm nicht so bedrohlich aus, wie man hier öfter liest...

Britta
16.08.2009, 20:47
Hallo Britta,

ganz formell und offen die Macht in einem Weltstaat auszuüben zeugt von mehr Stil als ich ihnen den herrschenden Nichtsen zugetraut habe. Was soll das bedeuten? Dass sie ihre eigene Banalität des Bösen leid sind und auf - was für eine verquere Weise auch immer - doch nach Größe streben?
Sie sind das Böse. Nur sind sie inzwischen so mächtig, dass sie sich wie die Götter aufführen können. Und nach welcher Größe streben sie denn? Geistige Größe ist es nicht. Kriminelle Größe haben sie bewiesen. Aber Monopoly ist ja noch nicht fertig. Es sind noch ca. 6000 Mitspieler - da wollen 5999 noch gefressen werden.
Weltstaat und Weltregierung passen jedenfalls nicht zu ihren Machtspielchen, wie sie sie bisher immer betrieben haben. Es sei denn, sie gründen den Weltstaat, um ihn nach wenigen Jahrzehnten scheitern zu lassen und die Völker wieder in Duodezfürstentümer einzusperren und aufeinander zu hetzen. Eine einige Menschheit wäre dann als Utopie ebenso diskreditiert wie es der Sozialismus heute schon ist und die Hoffnungslosigkeit wäre noch größer.
Eine einige Menschheit war schon immer Utopie. Da denke ich an den Turmbau zu Babel, als die Menschen den Göttern gleich sein wollten. Die Götter haben es verstanden, Zwietracht zu sehen und verschiedene Wege erfunden, wie man mit den Göttern verhandeln sollte. Dann wollte jeder was anderes. Ein paar Menschen wurden bestimmt auch von den 'Göttern' bestochen. Heute nennt man die zukünftigen Götter noch Banker.

Weltstaat und Weltregierung sind das Endziel. Vorher spielt man das Spielchen noch mit Euro und Amero und auch Asien und die arabischen Länder werden wie gewünscht eine Währungsunion gründen. Mit dem neuen Monopoly-Geld geht das Spielchen noch ein wenig länger und vielleicht sind dann bis zur Weltregierung nur noch 100 Konzerne beteiligt.

Auch braucht man die Menschen nicht mehr aufeinander zu hetzen um sie zu dezimieren. Es gibt so viele schöne Viren und andere Bevölkerungsplanungshelfer.
Wenn sie nicht nach Größe streben und es auch kein taktisches Manöver ist, mag eine Weltregierung ihr erster großer Fehler sein. Weil die Menschen dann keinen anonymen Kräften und Bewegungen - die Globalisierung, der Nationalismus, der Fundamentalismus, die "menschliche Natur" - gegenüberstehen, sondern einem konkreten System mit konkreten Menschen in einer konkreten Welthauptstadt. Eine Weltregierung, die nur für 10 Prozent der Menschheit handelt, wird es IMHO nicht lange machen.
Was können denn die Menschen noch gegen eine solche Weltregierung ausrichten, wenn auf den Aufruf zum Generalstreik die Todesstrafe steht und jeder Mensch einen Chip implantiert hat? Nach der abgelehnten Patentanmeldung kann man mit diesem Chip sogar den Tod seines Trägers bei Bedarf auslösen.

Und unsere derzeitige Regierung macht auch nur Politik für die oberen 10.000 ohne dass die Menschen sich dagegen wehren können.
Also, was soll der Sch... mit Weltregierung und Weltstaat? Für die Herrschenden läuft es so wie es ist, doch viel besser. Dass ich für Weltregierung und Weltstaat bin, weil es so nicht mehr weiter laufen soll, macht die Angelegenheit noch komplizierter.
Wenn die souveränen Nationalstaaten aufgelöst sind, und Konzerne die Weltregierung haben, es nur noch eine 2-Klassen-Gesellschaft gibt, dann gibt es mit Sicherheit auch keinen Sozialstaat mehr. Konzerne werden keine Steuern mehr zahlen und keine Rücksicht mehr auf die Umwelt nehmen.

Wer sollte ihnen dann noch Vorschriften machen? Wer zahlt dann ausgedienten Arbeitern Rente? Wer kümmert sich um die sozial Schwachen? Wessen Interessen zählen dann noch?

Schau dir die EU-Verfassung an. Da ist alles geregelt was die Wirtschaft und das Geschäftliche betrifft. Nur die Menschen hat man total vergessen. Es sei denn es geht darum, die Armee gegen die Menschen einzusetzen.

Eine Weltregierung und eine Weltwährung wäre eine gute Sache, wenn sie von ehrlichen Menschen, die nach einer besseren Welt für Alle streben, gemacht werden würde. So aber wollen uns die schlimmsten Kriminellen die diese Welt je hervorgebracht hat, diese Weltregierung aufzwingen. Was die sich vorstellen ist eine vorgeschriebene Regierung, die wir nicht mal wählen dürfen. Wir haben dabei keinerlei Mitspracherecht. Was soll dabei anderes herauskommen, wie totale Sklaverei der Menschen unter Göttern?

Es soll auch keiner glauben, dass man das dann noch zum Guten wenden könnte, was aus diesem Sumpf von Mord, Massenmord und Krieg entstanden ist und erzwungen wurde, um ein paar Reiche zu Superreichen Herrschern zu machen.

Was wir brauchen um das Schlimmste zu verhindern ist, dass jeder Erwachsene sich seiner Verantwortung für die Politik bewußt wird.

Cheops
16.08.2009, 20:57
Sie sind das Böse. Nur sind sie inzwischen so mächtig, dass sie sich wie die Götter aufführen können. Und nach welcher Größe streben sie denn? Geistige Größe ist es nicht. Kriminelle Größe haben sie bewiesen. Aber Monopoly ist ja noch nicht fertig. Es sind noch ca. 6000 Mitspieler - da wollen 5999 noch gefressen werden.
***unnötiges Vollzitat gekürzt*** Die Massen könnten sich schon dagegen wehren, wenn sie es denn nur wollen würden. Nur das Abhandenkommen dieses Willens ist ja gerade das Thema dieses Threads. Ich habe meine Theorie aufgestellt, wann und warum das geschehen ist und nun solltet ihr eure Meinung dazu sagen.
Wie schlecht und übel Gegenwart und Zukunft sind, steht hier in jedem dritten Kommentar...

Britta
16.08.2009, 21:43
Die Massen könnten sich schon dagegen wehren, wenn sie es denn nur wollen würden. Nur das Abhandenkommen dieses Willens ist ja gerade das Thema dieses Threads. Ich habe meine Theorie aufgestellt, wann und warum das geschehen ist und nun solltet ihr eure Meinung dazu sagen.
Wie schlecht und übel Gegenwart und Zukunft sind, steht hier in jedem dritten Kommentar...
Es weiß doch gar keiner, gegen was man sich wehren soll. Die Medien berichten nichts darüber und du kennst dich ja selber mit deinem Ausspruch: 'Was die Tagesschau nicht bringt, existiert für mich nicht...'

Wo soll der Wille denn herkommen, wenn die Menschen desinformiert sind? Wie sollen sie sich gegen etwas motivieren, was es angeblich gar nicht gibt? Big Brother und DSDS sind doch viel interessanter, wie das wirkliche Leben.

Wenn du mich fragst, sind es die Medien mit denen das selbständige und verantwortungsvolle Denken der Bürger vollkommen ausgeschaltet wird.

Cheops
17.08.2009, 09:05
Es weiß doch gar keiner, gegen was man sich wehren soll. Die Medien berichten nichts darüber und du kennst dich ja selber mit deinem Ausspruch: 'Was die Tagesschau nicht bringt, existiert für mich nicht...'

Wo soll der Wille denn herkommen, wenn die Menschen desinformiert sind? Wie sollen sie sich gegen etwas motivieren, was es angeblich gar nicht gibt? Big Brother und DSDS sind doch viel interessanter, wie das wirkliche Leben.

Wenn du mich fragst, sind es die Medien mit denen das selbständige und verantwortungsvolle Denken der Bürger vollkommen ausgeschaltet wird. Als ob es vor 20 Jahren in der DDR Bücher gegeben hätte, in den Anweisungen für gewaltlosen Widerstand gelehrt wurden. Damals waren sogar Kopierer verboten. Ich muss das wissen, denn neben meinem Orchesterbüro, in dem ich arbeitete, stand so ein Ding, ein Geschenk von den Schlagersängern Cindy und Bert und den durfte nur mein damaliger Chef, ein strammes Parteimitglied, nach Einweisung durch die Stasi bedienen. Trotzdem wurde die Wende in Berlin auch von den Theatern organisiert, die am 4. November 89 die Millionendemo auf dem Alexanderplatz ausgerichtet haben. Der Mangel an Kommunikationsmittel ist heute nun wirklich kein Thema. Sogar heute können die Menschen zwischen Nachrichten und zweifelhafter Unterhaltung, wie DSDS und Big Brother unterscheiden und außer dir kommt wohl keiner auf die Idee, sowas in einen Topf zu hauen!

Britta
17.08.2009, 09:10
Als ob es vor 20 Jahren in der DDR Bücher gegeben hätte, in den Anweisungen für gewaltlosen Widerstand gelehrt wurden. Damals waren sogar Kopierer verboten. Ich muss das wissen, denn neben meinem Orchesterbüro, in dem ich arbeitete, stand so ein Ding, ein Geschenk von den Schlagersängern Cindy und Bert und den durfte nur mein damaliger Chef, ein strammes Parteimitglied, nach Einweisung durch die Stasi bedienen. Trotzdem wurde die Wende in Berlin auch von den Theatern organisiert, die am 4. November 89 die Millionendemo auf dem Alexanderplatz ausgerichtet haben. Der Mangel an Kommunikationsmittel ist heute nun wirklich kein Thema. Sogar heute können die Menschen zwischen Nachrichten und zweifelhafter Unterhaltung, wie DSDS und Big Brother unterscheiden und außer dir kommt wohl keiner auf die Idee, sowas in einen Topf zu hauen!
Du bist wohl immer noch der Meinung, IHR hättet EURE Revolution selbst gemacht. Tatsache ist, dass die Mauer niemals gefallen wäre, wenn es nicht von den heimlichen Herrschern der Welt so geplant gewesen wäre.

Organisiert wurde euer Aufstand so, dass ihr glaubtet es ginge vom Volk aus. Glaub das ruhig weiter.

Und dir fallen ja noch nicht mal zweifelhafte Nachrichten auf. Du glaubst alles ohne nachzudenken.

Cheops
17.08.2009, 09:20
Du bist wohl immer noch der Meinung, IHR hättet EURE Revolution selbst gemacht. Tatsache ist, dass die Mauer niemals gefallen wäre, wenn es nicht von den heimlichen Herrschern der Welt so geplant gewesen wäre.

Organisiert wurde euer Aufstand so, dass ihr glaubtet es ginge vom Volk aus. Glaub das ruhig weiter.

Und dir fallen ja noch nicht mal zweifelhafte Nachrichten auf. Du glaubst alles ohne nachzudenken. Im Gegensatz zu dir war ich dabei, habe in der Berliner Gethsemanekirche (http://upload.wikimedia.org/wikipedia/de/thumb/3/3b/Berlin_Gethsemanekirche.jpg/180px-Berlin_Gethsemanekirche.jpg) gesessen, von der Stasi eingekreist und sogar fromme Lieder gesungen und meine Mutter war mit ihren 50 Jahren auf dem Alexanderplatz, wo die Demos anfingen. Ich habe in eineem fremden Wohnzimmer eine Partei mitbegründet, die ich 1994 wieder verlassen habe.
Also hör auf, dir ein Urteil anzumaßen, wenn du wirklich keine Ahnung hast!

Hellmann
17.08.2009, 09:29
Im Gegensatz zu dir war ich dabei, habe in der Berliner Gethsemanekirche (http://upload.wikimedia.org/wikipedia/de/thumb/3/3b/Berlin_Gethsemanekirche.jpg/180px-Berlin_Gethsemanekirche.jpg) gesessen, von der Stasi eingekreist und sogar fromme Lieder gesungen und meine Mutter war mit ihren 50 Jahren auf dem Alexanderplatz, wo die Demos anfingen. Ich habe in eineem fremden Wohnzimmer eine Partei mitbegründet, die ich 1994 wieder verlassen habe.
Also hör auf, dir ein Urteil anzumaßen, wenn du wirklich keine Ahnung hast!
Was haben die Euch verarscht. :(

Ziemlich genau ein Jahr vor dem Fall der Mauer war ich auf einer Veranstaltung im Taunus, wo das schon klar war, dass es bald die "Wiedervereinigung" geben wird.

Dann haben die die ersten frommen Demos in den evangelischen Kirchen inszeniert und Ihr habt gemeint, Ihr wärt das gewesen.

Cheops
17.08.2009, 09:34
Was haben die Euch verarscht. :(

Ziemlich genau ein Jahr vor dem Fall der Mauer war ich auf einer Veranstaltung im Taunus, wo das schon klar war, dass es bald die "Wiedervereinigung" geben wird.

Dann haben die die ersten frommen Demos in den evangelischen Kirchen inszeniert und Ihr habt gemeint, Ihr wärt das gewesen. Zumindest haben wir schon eine miese Regierung zum Teufel gejagt, während die Westdeutschen selbst nach den Revolten von 1968 alle brav zur Wahl rennen und 2005 sogar ein "Kreisleitungsmitglied und Sekretärin für Agitation und Propaganda bei der FDJ" zum Kanzlerin machten!

oloool
17.08.2009, 09:48
Der wohl entscheidendste Auslöser in der Jugend und an Schulen war eine Ausgabe des russischen Jugendmagazins "SPUTNIK", 1988, das sich plötzlich revisionistisch der Lehrmeinung gegenüber stellte. In einem kleinen Textabsatz war soviel Sprengstoff verborgen, dass die Geschichts- und Staabülehrer explosionsartig diskreditiert waren.

Beverly
17.08.2009, 10:13
Schon erstaunlich, wie sehr die DDR die Westdeutschen 20 Jahre nah ihrem Ende noch immer fasziniert.(...)

Nicht faszinieren, sondern nur anöden und nerven. Weil die Ex-DDRler selbst all das sind und tun, was sie den Westdeutschen vorwerfen. Weil viele von ihnen - der so genannte "DDR-Mittelstand" - dabei die schlechten Eigenschaften der Westdeutschen noch übetrifft. Tut mir Leid, aber man hätte 1990 lieber das Solare Imperium ausrufen sollen als die Scharade namens Wiedervereinigung durchzuziehen.

Beverly
17.08.2009, 10:19
Der Star Trek Erfinder Gene Roddenberry muss ja dann der völlige Kommunist gewesen sein, denn in seinen Drehbüchern gab es auch eine Weltregierung, kein Geld und Arbeit nach Bedürfnis, also alles Bestandteile einer kommunistischen Ideologie.
Nur sah das bei ihm nicht so bedrohlich aus, wie man hier öfter liest...

Der Kommunismus ist an Dingen gescheitert, die bei Star Trek gar nicht vorkommen. In der "Föderation" gibt es keine offiziell verordnete Staatsideologie ("Sozialismus") und es ist auch nicht die Rede davon, dass nur der Staat Unternehmer und Bauer sein kann.
Allerdings wurde vor Gründung der Föderation im Dritten Weltkrieg so richtig Tabula Rasa gemacht. Den Spielfilm "Der erste Kontakt" um Zefren Cochrane und den Erstkontakt mit den Vulkaniern entnehme ich, dass kurz zuvor im Dritten Weltkrieg 600 Millionen Menschen umgekommen sind und die Regierungen aus der Zeit davor nicht exisitieren. Ich schließe daraus, dass da die alten Machteligen systematisch ausgerottet wurden. Entweder in einem von langer Hand vorbereiteten Plan oder als spontane Aktionen der Menschen, welche die Verantwortlichen für den Krieg liquidierten, weil sie nicht wollten, dass auf WK III WK IV folgt.

Beverly
17.08.2009, 10:28
Sie sind das Böse. Nur sind sie inzwischen so mächtig, dass sie sich wie die Götter aufführen können. Und nach welcher Größe streben sie denn? Geistige Größe ist es nicht. Kriminelle Größe haben sie bewiesen. Aber Monopoly ist ja noch nicht fertig. Es sind noch ca. 6000 Mitspieler - da wollen 5999 noch gefressen werden.

Und der verbliebene krönt sich dann zum Imperator ... bei deinem Szenario muss ich an den Todtsteltzer-Zyklus von Simon R. Green denken. Da ist die Menschheit unter einem System geeint, das in der Tat wie das Böse an sich wirkt. An der Spitze steht Imperatorin Löwenstein XIV. Ein absolut menschenverachtendes System, wo jeder "entbehrlich" ist und auf x Vergehen die Todesstrafe steht. Natürlich steht auch auf Rebellion die Todesstrafe, doch da man auch umgebracht wird, wenn man nichts getan hat, schreckt das nicht wirklich ab. Und das "brutalstmögliche" System aller Zeiten hat den Fehler begangen, sich selbst als nicht zu übersehendes Ziel zu präsentieren. Ja, da hat die herrschende Klasse nur noch einen Hals und einen Kopf. Und sie endet damit, dass ihr der Kopf vom Rumpf getrennt wird.

Beverly
17.08.2009, 10:34
Die Massen könnten sich schon dagegen wehren, wenn sie es denn nur wollen würden. Nur das Abhandenkommen dieses Willens ist ja gerade das Thema dieses Threads. Ich habe meine Theorie aufgestellt, wann und warum das geschehen ist und nun solltet ihr eure Meinung dazu sagen.
Wie schlecht und übel Gegenwart und Zukunft sind, steht hier in jedem dritten Kommentar...

Das Problem ist, dass wir von einer Arbeitsgesellschaft zu einem Rentierssystem geworden sind. In der Arbeitsgesellschaft bzw. "Industriegesellschaft" hängt alles von der Arbeit ab, was den Arbeitern eine gewisse Macht gibt. Das war die Grundlage der Arbeiterbewegung, nur hat sie sie nicht zu nutzen gewusst.

Im Rentierssystem leben fast alle von Transferleistungen. Egal als als Erwerbslose und Rentner offen oder als "Angestellte" verdeckt. Das Yuppie-Pack mit seinen Sinekuren, das auf die Erwerbslosen hetzt, unterscheidet sich von denen nur dadurch, dass sie in 1,2 Monaten soviel Transferleistungen bekommen wie ein Erwerbslose in einem Jahr.
Wer hier noch produktiv arbeitet, dem geht es oft noch schlechter als den Erwerbslosen und Rentnern. Weil er oder sie nicht mehr bekommt, aber dafür auch noch arbeiten soll. Ja, wer arbeitet, ist selbst schuld :rolleyes2:

In diesem Rentierssystem haben nicht die die Macht, die arbeiten, sondern die, welche die Verteilugn der Transferleistungen an Erwerbslose, Rentner und so gennante "Erwerbstätige" steuern. Die unten sind dadurch machtlos, bei denen oben konzentriert sich alle Macht. Um das zu brechen, müsste man das Geld selbst drucken und in Umlauf bringen, von dem alle abhängig sind.

Britta
17.08.2009, 12:00
Rentiersystem ist eine treffende Bezeichnung. :rolleyes2:

Beverly
17.08.2009, 17:24
Im Gegensatz zu dir war ich dabei, habe in der Berliner Gethsemanekirche (http://upload.wikimedia.org/wikipedia/de/thumb/3/3b/Berlin_Gethsemanekirche.jpg/180px-Berlin_Gethsemanekirche.jpg) gesessen, von der Stasi eingekreist und sogar fromme Lieder gesungen und meine Mutter war mit ihren 50 Jahren auf dem Alexanderplatz, wo die Demos anfingen. Ich habe in eineem fremden Wohnzimmer eine Partei mitbegründet, die ich 1994 wieder verlassen habe.
Also hör auf, dir ein Urteil anzumaßen, wenn du wirklich keine Ahnung hast!

Der Fehler damals war, dass nur die Menschen im Osten Deutschlands ihr Regime stürzten und die Menschen im Westen das unterließen, so dass es sich auf den Osten ausdehnen konnte. Den Kohl beim Fall der Mauer nur auszupfeifen war zu lax, man hätte ihn zusammen mit Honi absetzen müssen.

Britta
17.08.2009, 20:43
Der Fehler damals war, dass nur die Menschen im Osten Deutschlands ihr Regime stürzten und die Menschen im Westen das unterließen, so dass es sich auf den Osten ausdehnen konnte. Den Kohl beim Fall der Mauer nur auszupfeifen war zu lax, man hätte ihn zusammen mit Honi absetzen müssen.
Das wäre damals ja auch passiert, wenn nicht die neu Wahlberechtigten ihren 'Einheitskanzler' gewählt hätten. Wären es nur Westdeutsche Wahlen gewesen, hätte er nicht nochmal 4 Jahre bekommen.

Aber dann hätte er ja das DDR-Volksvermögen nicht an seine Freunde verschenken können.

oloool
17.08.2009, 20:49
Der Fehler damals war, dass nur die Menschen im Osten Deutschlands ihr Regime stürzten und die Menschen im Westen das unterließen, so dass es sich auf den Osten ausdehnen konnte. Den Kohl beim Fall der Mauer nur auszupfeifen war zu lax, man hätte ihn zusammen mit Honi absetzen müssen.


Die Ostdeutschen haben Honi nicht abgesetzt, Beverly.
Das waren die Russen höchstselbst.

Man hat den Ossies nur gesagt: "Jetzt könnt ihr springen!"
Dann sind sie gesprungen... In die träumerischen Blüten des Frankisten Kohl, seine Bananen, die D-Mark und nach Mollorcha. ;)

Ossis und Wessis nehmen sich nicht viel.

Gorbatschow war der erste offizielle World-Leader.
Es gibt irgendwo im Netz ein Interview... vielleicht hier? (http://www.jeremiahproject.com/newworldorder/)

Britta
17.08.2009, 21:02
Gorbatschow war der erste offizielle World-Leader.
Es gibt irgendwo im Netz ein Interview... vielleicht hier? (http://www.jeremiahproject.com/newworldorder/)
Die haben Gorbatschow nur benutzt und er hat es damals nicht gemerkt. Jelzin war schon kurz danach ihr Mann. Putin ist es nicht.

Gotbatschow war übrigens ein enger Brieffreund von Johannes Paul II. Der Papst glaubte tief und fest an die Prophezeihung von Fatima. Die Erscheinung in Fatima gab damals den Auftrag, im Jahre 1960 Russland der Mutter Gottes zu weihen, was der damalige Papst und die Kurie nicht getan haben. Zu Lucia dos Santos hatten nur JPII und Ratzinger Kontakt und einmal durfte Mel Gibson mit ihr durch Gitterstäbe sprechen.

oloool
17.08.2009, 21:09
Die haben Gorbatschow nur benutzt und er hat es damals nicht gemerkt. Jelzin war schon kurz danach ihr Mann. Putin ist es nicht.

Gotbatschow war übrigens ein enger Brieffreund von Johannes Paul II. Der Papst glaubte tief und fest an die Prophezeihung von Fatima. Die Erscheinung in Fatima gab damals den Auftrag, im Jahre 1960 Russland der Mutter Gottes zu weihen, was der damalige Papst und die Kurie nicht getan haben. Zu Lucia dos Santos hatten nur JPII und Ratzinger Kontakt und einmal durfte Mel Gibson mit ihr durch Gitterstäbe sprechen.

Ich weiß dass Gorbatschow in einem Interview offen über diese Situation und seine Gedanken darüber sprach, ich finde es nur nicht mehr.

Britta
17.08.2009, 21:14
Ich weiß dass Gorbatschow in einem Interview offen über diese Situation und seine Gedanken darüber sprach, ich finde es nur nicht mehr.
Mußt du auch nicht. Ist offen sichtlich und ich habe das auch schon mal irgendwo gelesen.

Schwarzwälder
18.08.2009, 05:42
@all

- mag sein, dass "wir uns " mit "unserem Widerstand" hier u. in tausenden anderen Foren und/oder politischen Widerstandsbewegungen/Organisationen etwas vormachen, und die Zeit längst vorbei ist, in welcher die Völker sich ein wirklich selbstbestimmtes freies u. basisdemokratisches Leben hätten erkämpfen können. Ist es überhaupt möglich ?
- mag sein, dass die Kontrolle inklusive Internet inzwischen schon so global u. differenziert, bzw. intensiv ist, dass auch über "das Netz" kein globaler Widerstand mehr entstehen kann, weil er rechtzeitig zerteilt, integriert, verkauft, kriminalisiert etc. werden würde.
- mag sein, dass für einen wirkungsvollen globalen Widerstand zunächst die Entdeckung oder (Er)findung gleich mehrerer Eier ala Kolombus nötig wären.

Sicher ist m.E. nur, dass der Großteil der Menschheit auch in Zukunft keine Chance auf ein menschenwürdiges Leben haben wird, wenn es nicht gelingt das Kapital global gemeinsam "von Unten" zu überwinden.
Für mich ist inzwischen nicht mehr relevant wie es im einzelnen zu diesem schizophrenen ungerechten globalen Raubtiersystem kommen konnte. Ich brauche auch keine Gründe u. Beweise mehr dafür zu sammeln oder darüber zu jammern, wie schlecht diese Welt ist - dafür ist das Elend u. die Ungerechtigkeit, die Lüge, die Geschichte der Menschheit viel zu offensichtlich. Und es ist dokumentiert - wenn auch noch nicht zusammenfassend.

Und da der Feind - das Kapital - in fast allen Bereichen des Lebens übermächtig ist hat es auch keinen Sinn sich zu beklagen oder seine Fehler u. Unzulänglichkeiten anzugreifen, bzw. im klassischen Sinne gegen ihn zu kämpfen ( dies dient ihm nur zu weiterer Integration oder Zerschlagung von aufkeimendem Widerstand ).

Ich denke, dass die Bildung von Nationen für das internationale ( oder besser nationallose ) Kapital lange Zeit eines der geeignetsten Mittel war um die globale Masse der Menschen zu manipulieren, zu kanalisieren und um sie in ihrer Macht als Masse zu begrenzen oder gegenseitig auszuspielen etc.
Im Zuge der dynamischen HiTech-Entwicklung u. Globalisierung erschweren diese Grenzen jedoch zunehmend die immer mächtiger werdenden "geheimen Monopole u. Oberelitezirkel" in ihrem Bestreben des Machterhalts - u. Ausbaus.
Außerdem gibt es "neue" Möglichkeiten der Manipulation ( weltweite Mediengleichschaltung, Stellvertreterkriege, bzw. begrenzte atypische Kriege, willkürliche globale Ressourcenverknappung, globale Finanzmarktstrategien, Privatarmeen etc. etc. ).
Von daher gehe ich davon aus, dass die nationalen Grenzen zunehmend fallen werden, wobei die Konflikte innerhalb der "Großgemeinschaften wie zB. EU natürlich weiterhin nach Belieben von den Eliten entfacht, manipuliert oder eingedämmt werden.

Insofern : Vielleicht ist schon alles zu spät - aber wenn überhaupt noch etwas möglich ist, dann nur, wenn wir uns "von Unten" gemeinsam global und friedlich auflehnen - unseren in zigtausend Stücken dahinvegetierenden Widerstand vereinigen können.

Es wird dann nicht mehr um das Kapital u. den Arbeiter gehen.

Es wird dann ein Kampf zwischen Ökonomie und Gesellschaft sein ; oder auch ein Kampf zwischen Eigentum und Überleben sein.

Wir brauchen Ideen, die ohne Kapital auskommen u. dennoch dem "privaten Streben" Rechnung tragen - Ideen die global verständlich und umsetzbar sind - Ideen, auf die sich die Menschen weltweit einigen können.

Grüße vom Schwarzwälder

P.S. s. z.B. www.welt-kritik.de

Britta
18.08.2009, 06:38
Außerdem gibt es "neue" Möglichkeiten der Manipulation ( weltweite Mediengleichschaltung, Stellvertreterkriege, bzw. begrenzte atypische Kriege, willkürliche globale Ressourcenverknappung, globale Finanzmarktstrategien, Privatarmeen etc. etc. ).
Von daher gehe ich davon aus, dass die nationalen Grenzen zunehmend fallen werden, wobei die Konflikte innerhalb der "Großgemeinschaften wie zB. EU natürlich weiterhin nach Belieben von den Eliten entfacht, manipuliert oder eingedämmt werden.

Insofern : Vielleicht ist schon alles zu spät - aber wenn überhaupt noch etwas möglich ist, dann nur, wenn wir uns "von Unten" gemeinsam global und friedlich auflehnen - unseren in zigtausend Stücken dahinvegetierenden Widerstand vereinigen können.

Ich stimme dir in Allem zu.

Das war allerdings nur möglich, weil wir uns haben blenden lassen. Einmal verstanden was gespielt wird, funktioniert die Medienmanipulation nicht mehr.

Auch ist Alles von Menschen gemacht und die Menschen bestimmen ihre Welt selbst. Je mehr Menschen Bescheid wissen und nicht mehr manipuliert werden können, desto weniger Einfluß haben diese Leute. Um ein Mitglied einer Schafherde zu sein, muß man vor allen Dingen ein Schaf sein. Ich bin kein Schaf mehr.

Aufklärung ist wichtig. Viele Jahre lang konnte Aufklärung in den großen Foren erfolgreich verhindert werden. Nun sind überall kleine Foren entstanden, in denen man Probleme offen ansprechen kann, die in den Mainstream-Foren blockiert wurden.

Noch ist der Kampf zu gewinnen. :winken:

Beverly
18.08.2009, 10:59
Ossis und Wessis nehmen sich nicht viel.

Nein.

Die DDR ist auch nicht peinlicher als all die anderen deutschen Staatswerdungen, die es seit der Teilung des Frankenreiches nach dem Tode Karls des Großen gegeben hat. Die Ottonen, Habsburger, Bayern, selbst das überschätzte Preußen ... es war von Anfang an Chaos und Willkür, Leid und jene Art von fauler Kompromisse, die zu mehr Leid führten. Mit der DDR ist da nur eine von vielen Blasen in dem fauligem Sumpf aus Duckmäuserei des Volkes, Separatismen und unfähigen Eliten geplatzt.
Leider hat das Nachfolgeprojekt von 1990 nicht zu einer Überwindung jener unsäglichen Zustände geführt. Im Gegenteil. Reaktionäre Gestalten jubelten, dass wir jetzt wieder "Deutschland" haben. Sie meinen damit nicht ein lebbares Gemeinwesen, in dem Ordnung und Freiheit herrschen, sondern dass die Gegend in Mitteleuropa wieder so zur Spielwiese verbrecherischer Eliten werden kann wie sie es seit über tausend Jahren ist. Wenn es nach denen geht, geht das auch noch tausend Jahre so weiter. Dann iwrd Bayern doch noch unabhängig oder Merkeldeutschland vereinigt sich mit dem Padanien des Umberto Bossi zur Wiedergeburt des HRRDN. Ach ja, Österreich und Ungarn fusionieren zur Neuauflage der k.u.k.-Monarchie und das Tragen der Narrenkappe wird für alle Pflicht :)

Hellmann
18.08.2009, 11:01
Vielleicht zum Punkt 8 noch eine Ergänzung (da fehlt noch was):

Man hat die Menschen auch systematisch durch das Sinnieren, Theoretisieren und Räsonnieren davon abgehalten, einfach ihre Interessen durchzusetzen. Das begann wohl schon mit der Religion, die man den Kindern eingetrichtert hat, zu beten statt zu handeln und sich über Schuldgefühle zu verkopfen.

Würden die mit guten Gründen wütenden Bürger einfach aufstehen und sich auf den Weg zum Reichstag machen, um ihren Abgeordneten dort mal herauszuholen und zur Rede zu stellen, würden sie noch auf dem Weg feststellen, wie viele sie sind und dass die Regierung gegen sie machtlos ist, solange sie handeln, statt sich rigendwo die Geschichte vom Pferd (oder vom Mehrwert, oder von der Dialektik der Aufklärung oder von der Wertkritik) erzählen zu lassen und blos über dicken Büchern zu hocken, vor denen die Herrschenden keine Angst zu haben brauchen.

Anderswo ist man vielleicht gerade auch so weit gekommen:

http://www.streifzuege.org/2009/ohne-kritische-theorie-schmeckts-besser

Die "Kritische Theorie" hält die Leute davon ab, das System ganz einfach zu beseitigen. Denn bis man die verstanden und sich untereinander um die richtige Auslegung zerstritten hat, können die Herrschenden weiter Party machen und die Menschen verarschen.

oloool
18.08.2009, 12:08
Anderswo ist man vielleicht gerade auch so weit gekommen:

http://www.streifzuege.org/2009/ohne-kritische-theorie-schmeckts-besser

Die "Kritische Theorie" hält die Leute davon ab, das System ganz einfach zu beseitigen. Denn bis man die verstanden und sich untereinander um die richtige Auslegung zerstritten hat, können die Herrschenden weiter Party machen und die Menschen verarschen.

Das gefällt mir, Hellmann!
Genau hier liegt der richtige Ansatz.

Der Text aus Deinem Link "http://www.streifzuege.org/2009/ohne-kritische-theorie-schmeckts-besser" sollte sich jeder mal durchlesen.

Dahinter steht das Kreislaufprinzip, der vollkommene Mensch, der nicht aus Egoismus heraus handelt, dem universalen Kreislauf sich nicht zu entziehen versucht und so befähigt ist, Teil einer konstruktiven/kreativen freien Gesellschaft zu sein. Das muss aber von innen heraus entstehen.

Hellmann
18.08.2009, 12:37
Die Anhänger der "Wertkritik" von Kurz sind gleich dagegen losgelaufen, allen voran der Prof. Ortlieb, als ob im Kapitalismus einer Professor würde, der nicht dem System zu dienen entschlossen ist.

Die persönliche Entscheidung, den Versuch eines theoretischen Denkens gegen den warenförmigen Mainstream als doch allzu anstrengend aufzugeben und sich künftig lieber in dem von der Warenform vermittelten Emotionsstrom treiben zu lassen, ist nicht kritikabel.
http://www.exit-online.org/textanz1.php?tabelle=aktuelles&index=5&posnr=369

Aber in den Kreisen hält man ja auch Adorno und die CIA für kritische Kritiker des Kapitalismus, solange es beim Diskurs über dicke, endlose Bücher bleibt.

Da finde ich das schon besser:
Diese Einstellung zur sinnlichen Welt sei eine emanzipatorische Forderung ersten Ranges, deklarierte ich, und schon – so schnell kann ich gar nicht berauscht sein – werde ich von der Reflexions-Polizei im Adorno-Gewand zurückgepfiffen: „Du handelst affirmativ, wenn du nicht alles Tun mit kapitalismuskritischer Reflexion begleitest. Nota bene: Du bist immer und überall funktional unter das automatische Subjekt subsumiert.“ So wird einem, bevor er noch trinken kann, das gefüllte Glas aus der Hand gerissen: „Emanzipation gibt’s vorerst nur in der kritischen Theorie.“ Wisst ihr Theoretiker, was ihr uns Menschen antun wollt? Ist euch klar, dass ihr mit euren Analysen unseres Verhaltens keine Hilfe leistet?
http://www.streifzuege.org/2009/ohne-kritische-theorie-schmeckts-besser

Die Sinniererei ist natürlich seit Jesus und Marx dazu da, die Leute davon abzuhalten, ihre Fürsten einfach am nächsten Baum aufzuknüpfen. Stattdessen laufen die armen Leute mit der Bibel oder dem Kapital unterm Arm rum und fragen sich, warum die frommen Sprüche an den Verhältnissen nichts ändern können.

oloool
18.08.2009, 13:32
Die Sinniererei ist natürlich seit Jesus und Marx dazu da, die Leute davon abzuhalten, ihre Fürsten einfach am nächsten Baum aufzuknüpfen. Stattdessen laufen die armen Leute mit der Bibel oder dem Kapital unterm Arm rum und fragen sich, warum die frommen Sprüche an den Verhältnissen nichts ändern können.


Nein, Hellmann,
das Sinnieren ist gut dazu geeignet, zunächst einen Weg zu finden.
Nicht erst seit Jesus, schon gar nicht Marx. Beide sind meiner Auffassung nach sehr verschieden: Marx war Zionist, Jesus Anarchist.

Die Ursachen von Problemen muss man ersticken indem man sie obsolet macht. Es nützt nichts, den Fürsten aufzuknüpfen, der wächst nämlich sofort nach. Man braucht die praktische Alternative, die auch die einfachen Gemüter erleben können, die den Fürsten plausibel in deren Leben obsolet macht. Erst dann ist die Ursache des Problems gelöst.


Ortliebs Geisteszustand erkennt man schon an seinen aggressiven Worthülsen. Führte man den Dialog relaxt fort, würde er bald darauf noch ausfälliger werden und implodieren: Auf diese einfache Art bekommst Du jeden dieser Krämpfe weg.

Hellmann
18.08.2009, 13:57
Nunja, das Sinnieren wäre ein eigenes Thema.

Da müsstest Du mal einen Strang dazu eröffnen, wie das laufen soll, die Herrschaft abzuschütteln, ohne gegen die Herrschenden entsprechend vorzugehen. Zähle mich da eher zu der anderen Sorte von Anarchisten, die nicht erwarten, dass die Methode von Gandhi weiter führt.

Zum Verrat der Marxisten an den Arbeitern aber aktuell noch aus dem Vortrag von Kurz bei Attac.
Deshalb kann die neue Staatsorientierung gar nicht in soziale Bahnen gelenkt werden. Absehbar ist vielmehr, dass sich im Namen der desperaten Krisenbewältigung die soziale Notstandsverwaltung dramatisch verschärft. Egal welche Regierungskoalition am Ruder ist, sie kann nur die Verlaufsform einer Krise der Staatsfinanzen modulieren, die ebenso historisch ist wie die Krise der Finanzmärkte und der Weltkonjunktur. Die Absenkung aller Transfereinkommen unter das Existenzminimum und die endgültige Liquidierung der öffentlichen Daseinsvorsorge wird zur unausweichlichen Konsequenz der systemischen Krisenbedingungen, die von der Politik nur exekutiert werden können, weil das Kapitalverhältnis nun einmal ihre Voraussetzung bildet.

http://www.exit-online.org/textanz1.php?tabelle=aktuelles&index=0&posnr=374

Da wird mal eben wieder der Marxismus benutzt, um die Verelendung der Leute zur unausweichlichen Konsequenz zu erklären, gegen die man halt nichts machen könne, außer auf die große Weltrevolution zu warten...

Die Marxisten sind doch immer wieder dienstbare Geister. Also verelendet mal schön und studiert noch die Wertform mund wundert Euch, wovon der Kurz und seine Brut eigentlich leben und warum die überall zu Wort kommen dürfen.

Spökes
18.08.2009, 15:15
Wollte ich doch gerade mal in die Streifzüge reinschauen und siehe da: nichts! Soll etwas mit Verbindungsproblemen zu tun haben. Wie seht Ihr das?

Hellmann
18.08.2009, 18:07
Wollte ich doch gerade mal in die Streifzüge reinschauen und siehe da: nichts! Soll etwas mit Verbindungsproblemen zu tun haben. Wie seht Ihr das?
Die waren zeitweise nicht zu erreichen, jetzt sind sie gerade wieder da. Vermutlich ist der Server auf einen Ansturm nicht vorbereitet. :D

Hellmann
18.08.2009, 18:10
Sehe gerade, dass die den Klimaschwindel propagieren.

http://www.streifzuege.org/2009/klimawandel-bereits-ueber-der-chaos-schwelle

Kann man also vergessen die Leute. Schade.

Beverly
18.08.2009, 23:32
... gelöscht ...

Schwarzwälder
19.08.2009, 11:56
Hallo

Zitate v. Britta
Das war allerdings nur möglich, weil wir uns haben blenden lassen. Einmal verstanden was gespielt wird, funktioniert die Medienmanipulation nicht mehr.

Auch ist Alles von Menschen gemacht und die Menschen bestimmen ihre Welt selbst. Je mehr Menschen Bescheid wissen und nicht mehr manipuliert werden können, desto weniger Einfluß haben diese Leute. Um ein Mitglied einer Schafherde zu sein, muß man vor allen Dingen ein Schaf sein. Ich bin kein Schaf mehr.

Aufklärung ist wichtig. Viele Jahre lang konnte Aufklärung in den großen Foren erfolgreich verhindert werden. Nun sind überall kleine Foren entstanden, in denen man Probleme offen ansprechen kann, die in den Mainstream-Foren blockiert wurden.

Noch ist der Kampf zu gewinnen.

Die Medienmanipulation entwickelt sich, wie alles, täglich weiter – und die Menschen fangen quasi unter anderen Vorzeichen stets von neuem an ihr Bewusstsein zu entwickeln.

Leider wird eben diese zunehmend künstliche Welt von immer weniger Menschen bestimmt – u. gerade Mütter/Väter sind ja eine besonders sensible u. manipulierbare Gruppe hinsichtlich der zeitgemäßen Anpassungszwänge bezüglich ihrer Pädagogik etc. ( aktuelles Beispiel : „Rabenmütter“, die ihre Kinder nicht brav impfen lassen etc. ).
Mir scheint es fast so, als ob die Anzahl der „Nichtschafe“ in Korelation zur Anzahl der „Wahrheiten“, welche im Informationszeitalter ständig zunehmen u. medial immer intensiver verbreitet werden, ein Ende der Manipulierbarkeit ( bzw. der Beschäftigungstherapie durch stets „neue“ Informationen u. deren Verarbeitung etc. ) in immer weitere Fernen rücken würden.
Klar : es gibt genügend relativ gebildete kritische u. engagierte Menschen – aber solange sie sich in einer wertfreien Welt die Freiheit nehmen müssen um ihre Wahrheiten finden zu können – in einer vom Kapital gehetzten Zeit des ständigen Umbruchs – der totalen willkürlichen Vereinzelung u. Anonymisierung – dazu der Konsumstress inklusive Dauerwerbeterror – und immer auf der Suche nach „Selbstverwirklichung“ > solange werden es diese „Individualisten u. Theoretiker“ mit Sicherheit nicht schaffen das Notwendige - also die Vereinigung zu erlangen. Und diese wäre die Grundvoraussetzung jeglichen wirkungsvollen Widerstandes.
Keine Frage : Aufklärung, Information u. Austausch sind wichtig. Aber inzwischen befürchte ich schon ein wenig, dass zumindest ein Großteil der „www-kritik“ letzten Endes zur Kompensation verkommen ist – nicht unbedingt willentlich u. bewusst natürlich ( aber ein wenig ist es vielleicht vergleichbar mit der Gewissensberuhigung u. Kompensation durch das Spenden für „wohltätige Zwecke“ etc. ) Man quatscht sich quasi aus – findet Gleichgesinnte oder ähnlich Gesinnte, oder Feinbilder etc. – also jedenfalls besteht diese Gefahr, denke ich.
Der Widerstand jedoch muss sich, wenn er Wirkung erzielen will, einen, konzentrieren, disziplinieren – auf die wesentlichen Punkte zugehen u. sie bearbeiten – bzw. Alternativen entwickeln etc. – ganz schlicht gesagt.
Ich würde es gerne hoffen können, dass der Kampf noch zu gewinnen ist – allein – mir fehlen die Argumente, bzw. ich finde zu viele Realitäten, die dem entgegen stehen. Trotz alledem gibt es für mich keine Alternative zum gewaltlosen globalen basisdemokratischen etc. Widerstand.

Zitate v. Hellmann

Man hat die Menschen auch systematisch durch das Sinnieren, Theoretisieren und Räsonnieren davon abgehalten, einfach ihre Interessen durchzusetzen. Das begann wohl schon mit der Religion, die man den Kindern eingetrichtert hat, zu beten statt zu handeln und sich über Schuldgefühle zu verkopfen.

Würden die mit guten Gründen wütenden Bürger einfach aufstehen und sich auf den Weg zum Reichstag machen, um ihren Abgeordneten dort mal herauszuholen und zur Rede zu stellen, würden sie noch auf dem Weg feststellen, wie viele sie sind und dass die Regierung gegen sie machtlos ist, solange sie handeln, statt sich rigendwo die Geschichte vom Pferd (oder vom Mehrwert, oder von der Dialektik der Aufklärung oder von der Wertkritik) erzählen zu lassen und blos über dicken Büchern zu hocken, vor denen die Herrschenden keine Angst zu haben brauchen.

Tja .. wie alle Wissenschaften ist auch die Geisteswissenschaft nicht gefeit gegen Zeitgeist, Macht, Korruption, Verfälschung, Missbrauch etc. etc. – unsere sogenannte Kultur ist ja letztlich, wie unsere Geschichte auch, eine Interpretation der vergangenen u. gegenwärtigen Realitäten durch die Gewinner des Systems.
Und ein fetter Bauch rebelliert halt leider ungern – egal wie klug der dazugehörige Kopf auch sein mag. Außerdem ist nichts leichter zu ertragen als eine Reihe von guten Tagen – und unsere „Herren Professoren“, ganz im Geiste der Sklavenhalter Aristoteles u. Co. haben gemeinsam mit den „Göttern“ in Weiß und den „Gerechten“ in Schwarz im Zuge von Aufklärung u. Industriealisierung/Imperialismus nun mal seit vielen Jahrzehnten einen Spitzenplatz an der Tafel der Reichen für sich erobern können – u. nur dumme Hunde beißen in die Hände ihrer Herren.
Alle Wissenschaft u. Kunst dient zunächst mal den Eliten – u. gerade die „Kritischen Geister“ sorgen mit ihren Erkenntnissen dem System in erster Linie zur „Ausbesserung“ von aufgedeckten Schwachstellen im System.
Unserem natürlichen „Drang“ zur Verteidigung u. Abwehr jeglicher Unannehmlichkeiten wird in der künstlichen Profitwelt seit Jahrhunderten sukzessive der Boden entzogen. Dafür verstehen wir uns u. andere Menschen immer besser, kommen mit immer mehr Einschränkungen, Toleranzen, Differenzierungen, Geboten u. Grenzen zurecht – wofür wir im Ausgleich die Megaspass – u. Konsumkultur erhalten um uns wenigstens frei fühlen zu können.
Dabei ist im Grund schon alles klar, alles gesagt, alles gewusst – das Perfide an diesem System ist es, dass es den meisten Menschen jedoch Glauben macht, dass es ihnen gut erginge ( wofür natürlich die absoluten weltweiten Opfer auch ein prima u. dank Medien stets präsentes Beispiel geben ).
Ja, das Kapital hat viel von Rom, Athen, Alexandria u. Berlin gelernt – Brot u. Spiele in immer ver-rückteren Formen – die Wahrheiten relativieren – die Geister beschäftigen, entzweien u. mit immer neuen „Infos“ beschäftigen. Dazu ein wenig Butter auf`s Brot usw.
Hauptsache ist, dass unsere intellektuellen Genies noch irgendwie durchblicken u. ihre komplexen Erkenntnisse brav ihren Herren vermitteln, damit diese sie global nutzen können.
Wir brauchen heute weder Analytiker noch brauchen wir weitere Anamnesen – wir brauchen neue Ziele, neue Wege dorthin, u. neue Organisationsformen, die diese Aufgaben in die Wege leiten können.

Zitate v. Beverly

Die DDR ist auch nicht peinlicher als all die anderen deutschen Staatswerdungen, die es seit der Teilung des Frankenreiches nach dem Tode Karls des Großen gegeben hat. Die Ottonen, Habsburger, Bayern, selbst das überschätzte Preußen ... es war von Anfang an Chaos und Willkür, Leid und jene Art von fauler Kompromisse, die zu mehr Leid führten. Mit der DDR ist da nur eine von vielen Blasen in dem fauligem Sumpf aus Duckmäuserei des Volkes, Separatismen und unfähigen Eliten geplatzt.

M.W. begann die unselige germanische Geschichte schon viel früher – hat nicht Karl, ein brutaler Machtmensch zeitweise mit Rom koaliert um die Sueben u. andere besiegen zu können ? War er nicht Auslöser der Christianisierung u. „Zivilisierung“ der noch relativ urtümlichen kleinen Stammesgesellschaften u. deren „Natur – bzw. Polytheismus“ ?
M.E. liegt die Krux v.a. im „nordisch-germanischen Wesen“, im Monotheismus, in der Großmachtsucht u. damit einhergehenden Zwangsvereinigungen – also der Bildung großer Staaten, die aus First-Nation-Sicht nicht menschlich sein können, wenn sie mehr als 3000 Seelen beinhalten.
Und natürlich den damals üblichen knallharten Überlebenskämpfen der Stämme u. Völker, die mangels damaligem Wissen u. Technik den Lebenskampf u. seine Menschen eben wirklich hart hat werden lassen ( v.a. eben die „kalten nördlichen Rassen ) in der „Wildnis“.
Das Scheitern der DDR hat jedenfalls viele Gründe, die nicht im Sozialismus oder gar in der DDR selbst zu finden sind.
Ich denke, gerade weil Deutschland viele Jahrhunderte lang im Grunde keine völkische klar abgegrenzte Einheit war, wuchs hier der Drang zur nationalen Größe u. Identität ins Krankhafte hinein ; konnte von den jeweiligen Eliten des Landes besonders gut im Volke Fuss fassen ( man denke nur daran, dass die Gebrüder Grimm quasi im staatlichen Auftrag unterwegs nach Geschichten waren, die helfen sollten eine gleich sprechende Kulturnation aufzubauen etc. – dass Baden z.B. längere Zeit französisch oder österreichisch war, u. wesentlich mehr mit den Elsässern gemeinsam hat als mit den Preußen, den Ostfriesen oder Bajuwaren etc. ).
Auch die Ausgangslage der DDR, bzw. der SU, im Vergleich zur BRD, bzw. den USA `45 macht sehr deutlich – wenn mensch es sehen will – dass die DDR /SU im Grunde nie eine Chance gegen das damals noch in den USA weitgehend konzentrierte Kapital hatte.

Thema „leicht“ verfehlt, was ? Jedenfalls haben auch die o.g. Voraussetzungen u. natürlich der auf allen Bereichen geführte Kampf des Kapitals gegen die SU/DDR etc. dazu geführt, dass der Sozialismus in kranke Abwege geriet u. vorläufig unterging.



Grüße vom Schwarzwälder

Beverly
19.08.2009, 14:19
M.W. begann die unselige germanische Geschichte schon viel früher – hat nicht Karl, ein brutaler Machtmensch zeitweise mit Rom koaliert um die Sueben u. andere besiegen zu können ? War er nicht Auslöser der Christianisierung u. „Zivilisierung“ der noch relativ urtümlichen kleinen Stammesgesellschaften u. deren „Natur – bzw. Polytheismus“ ?
M.E. liegt die Krux v.a. im „nordisch-germanischen Wesen“, im Monotheismus, in der Großmachtsucht u. damit einhergehenden Zwangsvereinigungen – also der Bildung großer Staaten, die aus First-Nation-Sicht nicht menschlich sein können, wenn sie mehr als 3000 Seelen beinhalten.
Und natürlich den damals üblichen knallharten Überlebenskämpfen der Stämme u. Völker, die mangels damaligem Wissen u. Technik den Lebenskampf u. seine Menschen eben wirklich hart hat werden lassen ( v.a. eben die „kalten nördlichen Rassen ) in der „Wildnis“.

Manchmal wäre es vielleicht besser gewesen, wenn sich - von der Hermannsschlacht vor 2000 Jahren angefangen - eine Seite durchgesetzt hätte und ihr Projekt konsequent vollzogen hätte. Bei besagter Schlacht nahmen sich Varus und Arminius hinsichtlich Bösartigkeit nicht viel. Im Grunde egal, ob die Römer die Auständischen auch noch ans Kreuz genagelt hätten oder die Germanen über die Alpen gezogen wären und nach Varus auch noch seinen obersten Feldherr ins Jenseits befördert hätten.

Aber nein: angefangen mit besagter Schlacht verliefen Konflikte in Germanien/Deutschland immer so: Die Mächtigen zankten sich und stürzten die Menschen ins Unglück. Die Römer mit ihrer Brutalität, Arminius mit seiner Falschheit. Gut, dann rollten ein paar Köpfe und Arminius nahm Augustus die Arbeit ab, einen unfähigen Gouverneur abzumurksen. Danach vertrugen sich die zankenden Parteien wieder und sannen auf neuen Zoff. Darunter zu leiden hatten das Volk. Das hat sich dann immer und immer wieder wiederholt. Immer der faule Kompromiss zwischen verfeindeten Eliten, für den das Volk die Zeche zu zahlen hatte.
Eigentlich braucht man sich angesichts 2000 Jahre so "ruhmreicher" deutscher Geschichte nicht zu wundern, dass das Deutschland von heute unbewusst den nationalkollektiven Selbstmord anstrebt. Ich finde die umständliche und qualvolle Art der Selbsttötung zwar enervierend, aber das ist nur ein Streit um Methoden. Mit dem Ziel "nie wieder Deutschland" hatten die einschlägigen linken Schreihälse leider recht. Das sage ich, obwohl ich deren Gebaren und Diskurse so peinlich finde wie das ihrer rechtsextremen Widersacher. Wobei auf beiden Seiten die Peinlichkeit auf dem Unverständnis der Geschichte der letzten 2000 Jahre fußt. Es geht nicht darum, Brötchen mit Marmelade zum Frühstück, eine bestimmte Sprache, bestimmte Feiertage und dergleichen zu exterminieren. Es geht aber auch nicht darum, die Narren und Verbrecher der letzten 2000 Jahre weiter als Helden und Vorbilder zu feiern und an Erbärmlichkeit nicht zu toppende Verhaltensmuster der Arroganz oben und Duckmäuserei unten für "Kultur" zu halten. Oder zu glauben, im Zeitalter der Passagierflugzeuge mit einem Volksbegriff weiter zu kommen, der auf die Zeit passte, als die Postkutschen noch im Schlamm stecken blieben.

otix_
19.08.2009, 15:41
Sehe gerade, dass die den Klimaschwindel propagieren.

http://www.streifzuege.org/2009/klimawandel-bereits-ueber-der-chaos-schwelle

Kann man also vergessen die Leute. Schade.

haste nicht Bedenken, daß sie doch Recht haben könnten :confused:

otix_
19.08.2009, 15:48
Zur Umfrage: Ich glaub der technische Fortschritt hat die Arbeiterbewegung letztendlich doch in ihrer ehemaligen Funktion obsolet werden lassen. In Butter ist trotzdem nichts, denn andere Gefahren lauern nun.

Und Dank einer kräftigen linksoppositionellen Grundhaltung, ist der Kapitalsimsus glücklicher Weise immer wieder in seine Schranken verwiesen worden, so daß der technische Fortschritt letztendlich auch den (lohn)arbeitenden, und reale Werte schaffenden Schichten zu Gute kommt. Da heißt es aber weiter auch dran bleiben. In aller Sinne: möchten die finanziellen Blasenbilder und kapitalistischen Schaumschläger auch zukünftig noch ihr Dasein genießen können!

in diesem Sinne:

Wacht auf, Verdammte dieser Erde,
die stets man noch zum Hungern zwingt!
Das Recht wie Glut im Kraterherde
nun mit Macht zum Durchbruch dringt.
Reinen Tisch macht mit dem Bedränger!
Heer der Sklaven, wache auf!
Ein Nichts zu sein, tragt es nicht länger
Alles zu werden, strömt zuhauf!

|: Völker, hört die Signale!
Auf zum letzten Gefecht!
Die Internationale
erkämpft das Menschenrecht. :|

Es rettet uns kein höh'res Wesen,
kein Gott, kein Kaiser noch Tribun
Uns aus dem Elend zu erlösen
können wir nur selber tun!
Leeres Wort: des Armen Rechte,
Leeres Wort: des Reichen Pflicht!
Unmündig nennt man uns und Knechte,
duldet die Schmach nun länger nicht!

|: Völker, hört die Signale!
Auf zum letzten Gefecht!
Die Internationale
erkämpft das Menschenrecht. :|

In Stadt und Land, ihr Arbeitsleute,
wir sind die stärkste der Partei'n
Die Müßiggänger schiebt beiseite!
Diese Welt muss unser sein;
Unser Blut sei nicht mehr der Raben,
Nicht der mächt'gen Geier Fraß!
Erst wenn wir sie vertrieben haben
dann scheint die Sonn' ohn' Unterlass!

|: Völker, hört die Signale!
Auf zum letzten Gefecht!
Die Internationale
erkämpft das Menschenrecht. :|



http://www.marxismus-online.eu/links/vllogo.gif

;)

Hellmann
19.08.2009, 16:09
haste nicht Bedenken, daß sie doch Recht haben könnten :confused:
Nein, nicht eine Zehntelsekunde!

Das liegt schon an der Art und Weise, wie das von den Massenmedien und Parteien propagiert wird, dass man da keinen Gedanken daran verschwenden muss, dass das irgendeinen realen Hintergrund haben könnte außer dem üblichen Grund, dass die mal wieder die Leute verarschen.

Aus dem gleichen Grund habe ich ja auch die Vogelgrippe und die Schweinepandemie von vornherein als Volksverdummung eingestuft.

Da brauche ich nur zu schauen, wie das die Massenmedien propagieren.

Und ich habe mich bisher nie getäuscht, sogar auf das Waldsterben, das doch seinerzeit so genau von der Wissenschaft bewiesen wurde, warten wir noch immer vergeblich.

Nein, ich glaube denen nichts mehr. :nono:

Hellmann
19.08.2009, 16:34
Ist ja auch klar, was die mit den ganzen Öko-Weltuntergangsgeschichten bezwecken. Die wollen dem Volk den Lebensstandard reduzieren: weniger Lohn, weniger Rente, weniger medizinische Versorgung, weniger Bildung.

Das würden die Leute ja noch mitkriegen zwischen Fussball und der dringenden Frage, ob der Hauptdarsteller des neuen Hollywoodfilms jetzt einen Oskar verdient hat. Schließlich betrifft sie das ganz persönlich, wenn sie verarmen, und das merken sie noch.

Jetzt braucht man was ganz dramatisches: die Klimakatastrophe.

Die Merkel wird also die Welt retten mit lauter neuen Gesetzen und Vorschriften, mit denen Dir das Leben weiter erschwert und verteuert wird. Von der Verarmung der Massen ist nicht mehr die Rede, wenn doch die Erde bedroht ist und das Merkel jeden Tag als große Klimakanzlerin in die Medien kommt.

Ist das so schwer zu durchschauen?

Ich kenne auch genug Leute aus den herrschenden Kreisen, um zu wissen, dass von denen keiner an den Blödsinn glaubt. Die lachen nur, wenn im SPIEGEL oder im ZDF wieder neue Horrorgeschichten kommen. Die wissen, dass ihre Leute dort halt dem Volk wieder Scheiße erzählen.

Ge NIE
19.08.2009, 16:44
Hallo Hellmann,

ich gebe Dir Recht von meiner Sichtweise aus gesehen.

Dem gesagten kann ich momentan nichts weiter hinzufügen, sondern wollte nur ein Feedback an Dich zurücksenden.


LG Ge NIE

oloool
19.08.2009, 17:08
Ist das so schwer zu durchschauen?


Nö.

Das gelangweilte Volk braucht Ablenkung, damit es sich beschäftigt fühlt und nicht über wirklich interessante Dinge nachdenkt, denkt sich der König und sponsert allerlei Verrücktes.

deserd
19.08.2009, 17:23
Man sollte zum Untergang der Arbeiterbewegung auch richtigerweise ergänzen, dass sie eigentlich nie wirklich die Chance hatte, ein funktionierendes internationales Netz aufzubauen, (von CNT/FAU mal abgesehen), was sicher daran lag, dass a) erstmal brauchbare Sprach-Kenntnisse nur bei wenigen vorhanden sind, und b), die knappen, fehlenden Möglichkeiten, diese auch aufzubauen, zu unterhalten, zu pflegen.

Von daher sind die Möglichkeiten der Arbeiterbewegung per se determiniert.- Und das ändert sich auch nicht im Zeitalter des Internet.
- Wie gut oder wie übel die Internet-Kommunikation heute funktioniert, sehen wir ja selber schon nur innerhalb Deutschlands.

(Ganz abgesehen davon, das "Kommunikation" und alles, was damit zu tun hat (Verständigung, Diskussion etc etc) überhaupt insgesamt nicht so funktioniert, dass man damit eine Bewegung aufbauen kann.)

Britta
19.08.2009, 18:11
haste nicht Bedenken, daß sie doch Recht haben könnten :confused:
Das es nur Lippenbekenntnisse sind mit dem Klimaschutz, sieht man an ihren Kriegen und Manövern, die sie abhalten und die die Umwelt übelst schädigen.

Wäre ihnen das ernst mit dem Klimaschutz, müßten sie erstmal aufhören massig Bomben abzuwerfen, Hellfire-Raketen auf Beerdigungen abzufeuern und in Massen mit Kampfjets rumfliegen.

Und ich muß für mein Autochen zahlen... :toben:

Spökes
19.08.2009, 18:40
Nee, die Art und Weise, wie man diese Wetteränderung in den Griff bekommen möchte mag nicht koscher sein. Die Problematik besteht schon. Weitsicht an der Schnittkante zwischen Metropolregion und Landschaft steht mir schon immer zur Verfügung so in dem Spektrum Siebengebirge, Bergisches, Niederrhein, Öcher Land, Nord-Eifel. Eine Wahrung dieser Blickachsen gelingt nur noch an wenigen Tagen im Jahr. An den übrigen ist der bereich mit einem diesigen Schleier überzogen, der von Tag zu Tag unterschiedlich dicht ist. Immer häufiger ergibt sich dass bei bestem Wetter nicht mal der Dom zu sehen ist. Dann sträuben sich mir die Nackenhaare. Nun, der Blick in die ländliche Ausrichtung ist dabei in der Regel durchsichtiger. Maßgabe hierfür ist der erste Kamm der Nord-Eifel, der so knapp 300 Meter die Zülpicher Börde überthront. Als Beginn dieser Entwicklung habe ich mir die Einführung des bleifreien Otto-Kraftstoffes notiert.

Weniger Lohn geht doch z. B. bei striktem Zinsverbot. Bei so großem Arbeitskräfteüberhang wie aktuell läßt sich dann auch weniger Arbeiten. Gut, alles findet sich nicht wieder ein aber vieles ist ja auch wirklich Mist und man könnte ja drauf verzichten, oder? Was musste ich immer über die Kollegen schmunzeln, die nach Feierabend sich beim Sport für teuer Geld abhetzen wollten und mit dem Auto statt mit dem Fahrrad zur Arbeit kamen.

Britta
19.08.2009, 19:21
Weniger Lohn geht doch z. B. bei striktem Zinsverbot.
Jeder will doch Rendite. Lassen sie ihr Geld für sich arbeiten heißt es doch immer.

Wenn dann die Deutsche Bank 25% Rendite einfährt, das Wirtschaftswachstum aber nur 3% beträgt oder sogar minus, dann kann da was nicht stimmen. Woher kommen die 25% wenn nicht von Blasen und Scheingeschäften oder Betrug?

Und wenn die Menschen nur noch ihr Geld für sich arbeiten lassen, wer produziert dann noch etwas?

Nur an den Zinsen liegt es nicht. Es sind auch Minuszinsen möglich.

otix_
19.08.2009, 19:52
Jeder will doch Rendite. Lassen sie ihr Geld für sich arbeiten heißt es doch immer.



Richtig beworben könnte in Zeiten solcher Krisen Banken damit werben keine Zinsen zu zahlen.

Das mag zwar merkwürdig klingen, aber die lächerlichen Prozente auf magere Sparguthaben oder sein Giralgeld macht jeden Bankkunden zum Mittäter ohne das er etwas nennenswert davon hätte. Aber diese Zinsen lassen ihn mehr oder weniger unterschwellig und gezielt an seine "MitSchuld" erinnern.

Spökes
19.08.2009, 20:19
Jeder will doch Rendite. Lassen sie ihr Geld für sich arbeiten heißt es doch immer.

Wenn dann die Deutsche Bank 25% Rendite einfährt, das Wirtschaftswachstum aber nur 3% beträgt oder sogar minus, dann kann da was nicht stimmen. Woher kommen die 25% wenn nicht von Blasen und Scheingeschäften oder Betrug?

Und wenn die Menschen nur noch ihr Geld für sich arbeiten lassen, wer produziert dann noch etwas?

Nur an den Zinsen liegt es nicht. Es sind auch Minuszinsen möglich.Mit dem Wollen ist es jetzt vorbei. Panik ist in ihren Augen.

Vieles braucht erst garnicht produziert zu werden. Kein Mensch hätte unter gesunden Bedingungen zeit für soetwa zu konsumieren und nur um die Leute am Arbeiten zu halten? Weniger kann mehr sein.

Produzieren müsste ein Jeder und zwar real.

Sagen wir mal so: Könnte es eine Zwickmühle sein? Auf jedem Weg wird es Opfer kosten. Nur sehe ich die Auswirkungen im Rahmen der aktuellen Krise und einer sich wenig tragfähig erweisenden ehemaligen Arbeiterbewegung schwerpunktmäßig bei uns. Hier sagt man: Et is noch immer jott jejangen!, weil:Es könnte mal nicht gut gehen und man weis nicht wann. Den gewohnten Nachkriegsstandard wird man nur schwerlich beibehalten können. Es kann neben allem möglichen Schnickschnack durchaus auch zu einem spontanen Krieg kommen. Die Substanz wird auf weiteres gestört sein, die Funktionalität vermutlich aufgehoben.

Wir haben Kommunalwahlkampf. Der lenkt mich zur Zeit ab. Für jede einzelne Körperschaft in der Metropolregion wurde ein Forum eingerichtet. Der Grüne Landratskandidat kam auf "offiziel bald 20000" Arbeitslose im Amtsbezirk, die "natürlich viel höher" ist und ihr Einlassen auf den "Green New Deal" brächte gut 6000 neue Arbeitsplätze in den Kreis. Mhm! Der DGB stellt die Kandidaten allerdings bisher noch nicht zur Rede oder fördert auch nur ein wenig eine Belebung des Wahlkampfes mit Inhalten.

Keine Zinsen nehmen zu können und trotzdem den Wirtschaftskreislauf rundlaufen zu lassen wäre doch schon was. Wenn es mit Minuszinsen besser geht, dann mal los. Ganz einig sind die Spezialisten sich in der Frage aber nicht, oder?;)

Britta
19.08.2009, 20:19
Richtig beworben könnte in Zeiten solcher Krisen Banken damit werben keine Zinsen zu zahlen.

Das mag zwar merkwürdig klingen, aber die lächerlichen Prozente auf magere Sparguthaben oder sein Giralgeld macht jeden Bankkunden zum Mittäter ohne das er etwas nennenswert davon hätte. Aber diese Zinsen lassen ihn mehr oder weniger unterschwellig und gezielt an seine "MitSchuld" erinnern.
Ja, und dann ist da ja noch die Inflationsrate. Da bekommt man erklärt, dass der Zins ja dieselbige ausgleichen soll, weil ja das Geld ständig weniger wert wird. Dass das von den Zinsen kommt, erklären die einem nicht. Durch Zins entstandenes 'Mehrgeld' erhöht die Geldmenge. Logisch wird das Geld weniger wert.

Hellmann
19.08.2009, 20:52
Keine Zinsen nehmen zu können und trotzdem den Wirtschaftskreislauf rundlaufen zu lassen wäre doch schon was. Wenn es mit Minuszinsen besser geht, dann mal los. Ganz einig sind die Spezialisten sich in der Frage aber nicht, oder?;)
Der Keynesianer ist für Inflation als Minuszins. Den Freiwirten haben sie eingeredet, an den Geldscheinen herum zu stempeln, schnipseln und was weiß ich.

Das Freigeld kriegen wir nie gebacken, dafür wird es propagiert, während Inflation leicht umsetzbar ist.

Im Prinzip wäre es alles kein Problem: weniger Wochenarbeitszeit, frühere Rente, mehr Urlaub - und schon braucht es zusätzliche Arbeitskräfte. Kein Wunder, dass das Kapital und seine gekauften Wissenschaftler genau das Gegenteil fordern.

Dann müsste die Mitbestimmung für die Mitarbeiter kräftig ausgebaut werden. Dann gibt es keine Betriebsverlegungen mehr ins billigere Ausland, kein Aufkaufen und Ausschlachten hiesiger Unternehmen. Ist eigentlich alles nicht so weit weg.

Dann noch den ganzen Vorschriftenwust abschaffen. Jeder kann auf einer Wiese sich eine Behausung bauen. Weg mit Ökovorschriften, Kaminkehrermeisterzwang, Bauordnung und dergleichen mehr. Jeder darf sich irgendwo auf ein Stück Wiese seine Hütte bauen, darf mit anderen ohne Handwerksordnung und Zunftzwang für Essen, Trinken, Haareschneiden, Kleidung, Unterhaltung und sonst alles sorgen.

Heute wird mit Öko und mit Zertifizierungen dafür gesorgt, dass morgen nur noch die Großkonzerne was produzieren und verkaufen können. Auch dazu ist "Öko" gut.

oloool
19.08.2009, 21:23
Der Keynesianer ist für Inflation als Minuszins. Den Freiwirten haben sie eingeredet, an den Geldscheinen herum zu stempeln, schnipseln und was weiß ich.

Das Freigeld kriegen wir nie gebacken, dafür wird es propagiert, während Inflation leicht umsetzbar ist.

Im Prinzip wäre es alles kein Problem: weniger Wochenarbeitszeit, frühere Rente, mehr Urlaub - und schon braucht es zusätzliche Arbeitskräfte. Kein Wunder, dass das Kapital und seine gekauften Wissenschaftler genau das Gegenteil fordern.

Dann müsste die Mitbestimmung für die Mitarbeiter kräftig ausgebaut werden. Dann gibt es keine Betriebsverlegungen mehr ins billigere Ausland, kein Aufkaufen und Ausschlachten hiesiger Unternehmen. Ist eigentlich alles nicht so weit weg.

Dann noch den ganzen Vorschriftenwust abschaffen. Jeder kann auf einer Wiese sich eine Behausung bauen. Weg mit Ökovorschriften, Kaminkehrermeisterzwang, Bauordnung und dergleichen mehr. Jeder darf sich irgendwo auf ein Stück Wiese seine Hütte bauen, darf mit anderen ohne Handwerksordnung und Zunftzwang für Essen, Trinken, Haareschneiden, Kleidung, Unterhaltung und sonst alles sorgen.

Heute wird mit Öko und mit Zertifizierungen dafür gesorgt, dass morgen nur noch die Großkonzerne was produzieren und verkaufen können. Auch dazu ist "Öko" gut.


Mensch Hellmann,

früher kamen solche Thesen noch aus der FDP.
Seitdem die über 5% sind, ist die Bodenhaftung verloren gegangen und der Fallschirm war zerschnitten...

Klar wäre das alles einfacher.

Regionalgeld hat auch nur den einen relevanten Vorteil:
Das Wirtschaftsleben regional zu organisieren und damit das bizzare Zentralgeld zu unterwandern, die Folgen dessen Crashs abzufedern, weil man schon eine unabhängige Ordnung hat.

Wenn auf dem offiziellen Weg das Chaos liegt, kann man nicht daran festhalten: "ja was wäre wenn"... Dann muss man einen Ausweg finden, der am Ungetüm vorbeiführt. Erstmal.

Klar ist es mit dem Zerschnipseln und Bekleben keine Lösung.
Es geht eher um den sozialen Aspekt, der erstmal praktisch und machbar ist.


Du kandidierst ja auch nicht. :o

Britta
19.08.2009, 21:35
Der Keynesianer ist für Inflation als Minuszins. Den Freiwirten haben sie eingeredet, an den Geldscheinen herum zu stempeln, schnipseln und was weiß ich.

Das Freigeld kriegen wir nie gebacken, dafür wird es propagiert, während Inflation leicht umsetzbar ist.

Im Prinzip wäre es alles kein Problem: weniger Wochenarbeitszeit, frühere Rente, mehr Urlaub - und schon braucht es zusätzliche Arbeitskräfte. Kein Wunder, dass das Kapital und seine gekauften Wissenschaftler genau das Gegenteil fordern.

Dann müsste die Mitbestimmung für die Mitarbeiter kräftig ausgebaut werden. Dann gibt es keine Betriebsverlegungen mehr ins billigere Ausland, kein Aufkaufen und Ausschlachten hiesiger Unternehmen. Ist eigentlich alles nicht so weit weg.

Dann noch den ganzen Vorschriftenwust abschaffen. Jeder kann auf einer Wiese sich eine Behausung bauen. Weg mit Ökovorschriften, Kaminkehrermeisterzwang, Bauordnung und dergleichen mehr. Jeder darf sich irgendwo auf ein Stück Wiese seine Hütte bauen, darf mit anderen ohne Handwerksordnung und Zunftzwang für Essen, Trinken, Haareschneiden, Kleidung, Unterhaltung und sonst alles sorgen.

Heute wird mit Öko und mit Zertifizierungen dafür gesorgt, dass morgen nur noch die Großkonzerne was produzieren und verkaufen können. Auch dazu ist "Öko" gut.
Zur Zeit betrifft das Zertifizieren nur die Zulieferer zur Automobil- und Aerospacebranche. Jetzt fängt aber auch die Lebensmittelindustrie bereits an. Bald darf nur noch liefern, wer zertifiziert ist, was aufgrund der Kosten bald zu einem Massensterben bei den Kleinen führen wird. Auch werden keine neuen Unternehmen dazukommen. Wer eine Idee hat, hat keine Chance mehr die ganzen Auflagen zu stemmen und kann vergessen, ein Unternehmen zu gründen.

Zertifizierungen sind eine gute Idee zur Monopolbildung.

Nur ist die Frage, wann damit endlich Schluß ist. Wenn am Ende nur noch ein Gottkönig übrig bleibt, was haben dann all die Anderen davon, seine Sklaven zu sein?

Wir könnten Alle prima leben, wenn es den Größenwahn einiger irrer Cäsaren nicht gäbe, die die Welt nun schon lange genug in die falsche Richtung lenken.

Beverly
19.08.2009, 21:36
Zur Umfrage: Ich glaub der technische Fortschritt hat die Arbeiterbewegung letztendlich doch in ihrer ehemaligen Funktion obsolet werden lassen. In Butter ist trotzdem nichts, denn andere Gefahren lauern nun.

So sehe ich das auch: die Verringerung der Arbeit durch Maschinen entzieht der Arbeiterbewegung die Basis. Trotzdem geht es den meisten Menschen auf der Erde so schlecht, dass sich die Frage nach einer Bewegung stellt, die das ändern kann.

Wobei ich den Eindruck habe, die Diskussion franst immer mehr aus und wir entfernen uns immer weiter vom Thema.

oloool
19.08.2009, 22:11
So sehe ich das auch: die Verringerung der Arbeit durch Maschinen entzieht der Arbeiterbewegung die Basis. Trotzdem geht es den meisten Menschen auf der Erde so schlecht, dass sich die Frage nach einer Bewegung stellt, die das ändern kann.


Eine Bewegung, die das ändern kann,
darf nicht nur eine Bewegung sein, die aus Neid und Egoismus rekrutiert wird.
Denn das führt wieder in dieselbe Sackgasse.

Also sollte nicht nach einer "Bewegung der Arbeiter" gefahndet werden,
sondern nach praktikablen Ideen, die sie selbst verwirklichen können, denn das schafft auch Vertrauen und Motivation – und zwar in ihre eigene Unabhängigkeit.

Inflation ist, wenn alle König sind.* ;)

*(Ich denk morgen darüber nach, ob das gut durchdacht war. ;))

deserd
19.08.2009, 22:51
So sehe ich das auch: die Verringerung der Arbeit durch Maschinen entzieht der Arbeiterbewegung die Basis. Trotzdem geht es den meisten Menschen auf der Erde so schlecht, dass sich die Frage nach einer Bewegung stellt, die das ändern kann.

Wobei ich den Eindruck habe, die Diskussion franst immer mehr aus und wir entfernen uns immer weiter vom Thema.

Das Maschinen die Arbeit verkürzen, fände ich erst mal keine Katastrophe. -- Die wirkliche ernsthafte Katastrophe dagegen ist es allerdings, wenn durch Kapitalismus etc. Soziale Existenzsicherungen abgebaut werden.

Sollen die Maschinen doch arbeiten, bitte schön. -- Prinzipiell gibt es genug Geld und Nahrungsmittel usw auf der Erde.

Mit einer Bewegung, die da was ändert, das sehe ich allerdings schwierig. Die allermeisten denken erst mal an sich. - Die Arbeiter übrigens auch. - Die Gewerkschaft händelt mit SPD und Regierung.

Empire ist meiner Ansicht nach fast völlig realisiert - bis auf ein paar wenige aus der "guten alten" Arbeitszeit geretteten Arbeitsplätze - bis die weg sind, das dauert nicht mehr lange.

Und gegen das Empire gibt es bekanntlich keine Möglichkeit des Widerstands ..... - das geht über die brave Bürger-Ebene.

Die ehemaligen "linken Revolutionäre" haben die Resistance zerstört. Und zwar ALLE "Linken" Weltverbesserer- Das Sind Eine Ganze Menge. Schröeder und Fischer GANZ OBEN. Eine weitere große Menge dahinter.

Da kann es nur noch Misstrauen geben. Das kann auch nicht einfach abgebaut werden.

"Links" bzw Linke Politologen, Politiker gibt es nicht mehr. Auch "Die Linke" ist keine linke Partei. - Es gib kein "links" mehr. Das ehemalige links-alternative Spektrum ist total zerplittert und wurde seit 1989 noch mit vielen anderen sehr fragwürdigen Formationen angereichert, - ich nenn da jetzt nur mal die "Antideutschen" (im Sinne der Politsekte Antideutsch) etc etc.

Das Misstrauen ist voll oder mindestens großenteils berechtigt und Vertrauen wird sich wahrscheinlich nicht mehr herstellen.

Die "Bösen alten Alternativen" (Brot für die Welt, BUND, (Greenpeace) etc) sind wiedergekommen und haben ihren miesen schäbigen Ruf aufpoliert - und niemand traut sich zu meckern.

Aus meiner Sicht hat es keinen Sinn, zu versuchen, in die "gute alte" Arbeitswelt zu flüchten. - Ich hoffe doch mal, dass darauf keiner reinfällt. btw.: so wahnsinnig lang war die auch gar nicht, vielleicht 1955-1975, - war also wirklich nicht der große geile Wahnsinn, und Krisen gabs damals auch schon ab und zu .....
Eine wirkliche Veränderung hätten Arbeiterbewegungen auch gar nicht durchsetzen können, wegen der Arbeit eben ..... - also weg damit und für etwas anderes, besseres arbeiten

Please, bitte zum Thema zurück ...

Britta
20.08.2009, 06:44
Das Maschinen die Arbeit verkürzen, fände ich erst mal keine Katastrophe. -- Die wirkliche ernsthafte Katastrophe dagegen ist es allerdings, wenn durch Kapitalismus etc. Soziale Existenzsicherungen abgebaut werden.

Sollen die Maschinen doch arbeiten, bitte schön. -- Prinzipiell gibt es genug Geld und Nahrungsmittel usw auf der Erde.

Mit einer Bewegung, die da was ändert, das sehe ich allerdings schwierig. Die allermeisten denken erst mal an sich. - Die Arbeiter übrigens auch. - Die Gewerkschaft händelt mit SPD und Regierung.

Empire ist meiner Ansicht nach fast völlig realisiert - bis auf ein paar wenige aus der "guten alten" Arbeitszeit geretteten Arbeitsplätze - bis die weg sind, das dauert nicht mehr lange.

Und gegen das Empire gibt es bekanntlich keine Möglichkeit des Widerstands ..... - das geht über die brave Bürger-Ebene.

Die ehemaligen "linken Revolutionäre" haben die Resistance zerstört. Und zwar ALLE "Linken" Weltverbesserer- Das Sind Eine Ganze Menge. Schröeder und Fischer GANZ OBEN. Eine weitere große Menge dahinter.

Da kann es nur noch Misstrauen geben. Das kann auch nicht einfach abgebaut werden.

"Links" bzw Linke Politologen, Politiker gibt es nicht mehr. Auch "Die Linke" ist keine linke Partei. - Es gib kein "links" mehr. Das ehemalige links-alternative Spektrum ist total zerplittert und wurde seit 1989 noch mit vielen anderen sehr fragwürdigen Formationen angereichert, - ich nenn da jetzt nur mal die "Antideutschen" (im Sinne der Politsekte Antideutsch) etc etc.

Das Misstrauen ist voll oder mindestens großenteils berechtigt und Vertrauen wird sich wahrscheinlich nicht mehr herstellen.

Die "Bösen alten Alternativen" (Brot für die Welt, BUND, (Greenpeace) etc) sind wiedergekommen und haben ihren miesen schäbigen Ruf aufpoliert - und niemand traut sich zu meckern.

Aus meiner Sicht hat es keinen Sinn, zu versuchen, in die "gute alte" Arbeitswelt zu flüchten. - Ich hoffe doch mal, dass darauf keiner reinfällt. btw.: so wahnsinnig lang war die auch gar nicht, vielleicht 1955-1975, - war also wirklich nicht der große geile Wahnsinn, und Krisen gabs damals auch schon ab und zu .....
Eine wirkliche Veränderung hätten Arbeiterbewegungen auch gar nicht durchsetzen können, wegen der Arbeit eben ..... - also weg damit und für etwas anderes, besseres arbeiten

Please, bitte zum Thema zurück ...
Prinzipiell ist es nicht schlecht, wenn Maschinen schwere Arbeiten übernehmen. Wir hätten auch überall noch Bedarf an Arbeitskräften. Es ist der Profitwahn, der Arbeitszeiten verlängern und Personal abbauen will.

Jede Partei die sich neu gründet um etwas zu verändern wird innerhalb kürzester Zeit unterwandert. Manche Leute wollen halt nicht, dass sich was ändert.

Was wir bekommen werden sind Villen reicher Leute, bewacht von Privatarmeen und mit riesen Zaun drumherum, eine sehr kleine Mittelschicht, die das Geld für solche Sicherheit nicht hat und eine riesige Unterschicht, die nur noch von Kriminalität leben kann.

Schöne Neue Welt(ordnung).

Das kommt davon wenn Mensch nicht mehr zwischen Gut und Schlecht unterscheiden kann und vor allen Dingen, wenn er es noch kann, sich nicht traut danach zu handeln.

Ein weltweiter Generalstreik um diese Richtung zu ändern wäre längst fällig.

Hellmann
20.08.2009, 07:10
Die ehemaligen "linken Revolutionäre" haben die Resistance zerstört. Und zwar ALLE "Linken" Weltverbesserer- Das Sind Eine Ganze Menge. Schröeder und Fischer GANZ OBEN. Eine weitere große Menge dahinter.

Da kann es nur noch Misstrauen geben. Das kann auch nicht einfach abgebaut werden.

"Links" bzw Linke Politologen, Politiker gibt es nicht mehr. Auch "Die Linke" ist keine linke Partei. - Es gib kein "links" mehr. Das ehemalige links-alternative Spektrum ist total zerplittert und wurde seit 1989 noch mit vielen anderen sehr fragwürdigen Formationen angereichert, - ich nenn da jetzt nur mal die "Antideutschen" (im Sinne der Politsekte Antideutsch) etc etc.

Das Misstrauen ist voll oder mindestens großenteils berechtigt und Vertrauen wird sich wahrscheinlich nicht mehr herstellen.

Die "Bösen alten Alternativen" (Brot für die Welt, BUND, (Greenpeace) etc) sind wiedergekommen und haben ihren miesen schäbigen Ruf aufpoliert - und niemand traut sich zu meckern.
Was das betrifft, haben die Herrschenden mit ihren V-Leuten und Agentennetzen ihre Ziele bei der Zersetzung dieser Bewegungen voll erreicht.

Es ist wohl kein Zufall, dass man da immer wieder darauf zurück kommt. Von den Frankfurter Spontiführern Joschka und Cohn-Bendit bis zu den Antideutschen hat man es von Anfang an nur mit V-Leuten zu tun gehabt.

Dementsprechend schädlich für den Ruf der Linken waren deren Auswirkungen, ob Joschkas Putztruppe oder die Schläger und Parolenschreier der "Antifa", die noch das einfache Volk für die Nazis verantwortlich macht.

Von den aufrechten Marxisten mit ihrem ewigen Studium von Adorno und der Wertform ganz zu schweigen.

Vermutlich müsste am Beginn einer erfolgreichen Bewegung gegen die herrschenden Verhältnisse erst einmal Counterintelligence dafür geschaffen werden. Dass man also überhaupt erst mal in der Lage ist, die üblichen V-Leute des Systems aus den eigenen Reihen fern zu halten.

Die wenigsten Leute ahnen, dass in Relation zu dem, was hier abgeht, die Stasi der DDR noch nicht mal als Beispiel und zur Belehrung dienen kann.

Beverly
20.08.2009, 11:25
Da ich selbst links bin, frage ich mich auch, was wir falsch gemacht haben. Ich muss Hellmann mit den V-Leuten Recht geben, weil mir in Initiativen jeder Art immer wieder Leute über den Weg gelaufen sind, deren Verhalten ich mir nicht anders als durch Tätigkeit "im Auftrag" erklären kann. Oder um einen Job zu kriegen, ihr Buch bei einem großen Verlag unter zu bekommen und dergleichen mehr. Es sei denn, sie hängen aus Überzeugung einen kleingeistigem Mist an und sind von Natur aus egomanische Arschlöcher.

Ich habe da eine lange Geschichte schlechter Projekterfahrungen. Weil aus dieversen Projekten entweder nichts oder ein Rädchen im System geworden ist. Letzteres gilt z. B. für die Grünen. Woraus ich den Schluss ziehen muss, dass das System auch "harmlose" autonome Projekte nicht zulässt. Sachen wie Regionalgeld treten doch auf der Stelle und mich beschleicht bei der Vorstellung, Dinge "von unten" "vor Ort" ändern zu sollen eine unglaubliche Lähmung und Apathie. Nicht umsonst sind all die gewerkschaftseigenen Unternehmen gegen die Wand gefahren worden. Wer kennt noch Neue Heimat und co. außer durch Skandale? Die sind nicht mehr da, aber die Wand steht noch! Den Warp-Antrieb zu erfinden scheint mir da kaum weniger utopisch. Doch selbst dem Physiker, der die theoretische Grundlagen dafür geschaffen hat, wurde von den Kötern des Systems schon rhetorisch ans Bein gepisst.

Wobei die Linke sich beim Versagen in guter schlechter Gesellschaft befindet, denn Liberale und Rechte sind keinen Deut besser. Da verkauft jeder sein Erbe für ein Linsengericht und manche Backen sind auf ihre Käuflichkeit auch noch stolz. Politik verkommt zu einem erbärmlichen Wettstreit darum, wer sich die kranke Welt am besten schönreden kann und am elegantesten den Diskurs der Herrschenden als seinen eigenen ausgibt.

Ein Liberaler, der dieses System für Freiheit hält, sollte die Arztrechnung wegen der Behandlung von Anencephalie unbedingt eigenverantwortlich aus der eigenen Tasche zahlen müssen. Im Wartezimmer des Gehirnchirurgen trifft er dann auf Rechte, die ihre Inspirationen aus "Stahlfront" beziehen. Und nicht merken, wie sie verarscht werden :)

oloool
20.08.2009, 12:24
Sachen wie Regionalgeld treten doch auf der Stelle und mich beschleicht bei der Vorstellung, Dinge "von unten" "vor Ort" ändern zu sollen eine unglaubliche Lähmung und Apathie.

'Dann lasst uns wenigstens in Faszination erstarren und gelähmt die Fußnägel des Ungeheuers ausschmücken. Harren wir dem Schmaus der unbesiegbaren "Elite", da alles was wir tun rein gar nichts bringt...'

Ich mag diesen intellektuellen Pessimismus nicht. Wir haben doch festgestellt, dass nicht der König sondern die Masse stets die Exekutive war.

Selbstverständlich wächst vom Boden herauf, was gesund ist.
Und jeder Keim beginnt im Kleinen.

Wer von oben herab sich sehnt im Handumdrehen gleich die ganze Welt zu verändern, der will nur "Elite" sein und wird scheitern. Ablehnung halte ich gegenüber jenen, die nur Ablehnung bringen. Trauer gegenüber jenen, die nichts als trauern. Wozu soll sich die Welt überhaupt verändern, und wie, wenn man alle Geisteskraft dem Wahnsinn opfert? Mal innehalten und danach fragen, ob es etwas gibt in dieser Welt, für was sich lohnt zu leben.

Was nicht leben will, stirbt.

Spökes
20.08.2009, 19:57
Der Keynesianer ist für Inflation als Minuszins. Den Freiwirten haben sie eingeredet, an den Geldscheinen herum zu stempeln, schnipseln und was weiß ich.

Das Freigeld kriegen wir nie gebacken, dafür wird es propagiert, während Inflation leicht umsetzbar ist.Wie war es denn zu Zeiten des Tauschhandels? Klar, dass ging alles nicht so locker von der Hand aber es funktionierte so gut, dass das System damals sich weiter entwickeln konnte, wie wir ja heute sehen. Jetzt gilt es meines Erachtens die für einen Tauschhandel geeigneten heute bekannten und vor allem notwendigen Produkte mal einer Produktionsplanung zuzuführen um dann mal zu sehen, welchen Aufwand man zur Bedarfsdeckung betreiben muss. Da es bei meinen Überlegungen zu keiner freien Entfaltung vor allem der Produktivkräfte kommen soll, bitte ich, den Ansatz nicht in die Schublade "Planwirtschaft" zu packen. Also, den Tauschhandel auf die Spitze treiben und alles darüber hinaus abstoßen. Das müsste so rüber kommen, dass noch festzulegende kulturelle Gewohnheiten Unsereiners weiter zu realisieren sind. Konsum als solches muss nicht dazugehören. Ok, dazu bleibt keine Zeit.

Im Prinzip wäre es alles kein Problem: weniger Wochenarbeitszeit, frühere Rente, mehr Urlaub - und schon braucht es zusätzliche Arbeitskräfte. Kein Wunder, dass das Kapital und seine gekauften Wissenschaftler genau das Gegenteil fordern.Das läßt den volkswirtschaftlichen Arbeitskräfteüberhang wachen. Der Markt wird mehr und mehr zum Stellen-Anbietermarkt. Nichts mehr zu verdienen. :toben:

Dann müsste die Mitbestimmung für die Mitarbeiter kräftig ausgebaut werden. Dann gibt es keine Betriebsverlegungen mehr ins billigere Ausland, kein Aufkaufen und Ausschlachten hiesiger Unternehmen. Ist eigentlich alles nicht so weit weg.Das Konsumgüterproduzenten am besten im Markt operieren ist ja garnichtmal so verkehrt. Der örtliche Markt kommt mir ein wenig gesättigt vor. Von daher mag ich die Nutzung einer neuen Weide als nicht verkehrt ansehen, glatt auch noch befördern. Mitbestimmung braucht es in diesem Sinne nicht da die Produktion nicht dem Erwerb des Lebensunterhaltes oder einer Risikoverzinsung für Kapitaleinlagen sondern ausschließlich der Erhaltung noch festzulegender Kulturgüter geht. Die Trinkwasserversorgung muss z. B. weiterlaufen und und und. Je umfangreicher diese Pakete gepackt werden desto schwerer wird deren Last zu tragen.
Was das Ausschlachten angeht: Bei uns steht keine einzige Industriebrache. So könnte ich bald 12 und mehr große Industrieanlagen aufzählen, die in den letzten 50 Jahren vor Ort verschwunden sind. Das Bild der Stadt hat sich erheblich verändert.

Dann noch den ganzen Vorschriftenwust abschaffen. Jeder kann auf einer Wiese sich eine Behausung bauen. Weg mit Ökovorschriften, Kaminkehrermeisterzwang, Bauordnung und dergleichen mehr. Jeder darf sich irgendwo auf ein Stück Wiese seine Hütte bauen, darf mit anderen ohne Handwerksordnung und Zunftzwang für Essen, Trinken, Haareschneiden, Kleidung, Unterhaltung und sonst alles sorgen.Eine gezielte Entwicklung dorthin könnte aber ein Überleben aller bewerkstelligen. Die durchaus vorstellbare Absicht der Reduzierung der Erdbevölkerung durch interessierte und potente Kreise hingegen führt zu einer Auslese, deren künftige Generationen dann weiter gemolken :giggle: werden, hin zu dem Endpunkt, den wir gerade erleben. Alle bisher aufgezeigten Auswege aus der Krise führen bestenfalls in die Katastrophe.

Heute wird mit Öko und mit Zertifizierungen dafür gesorgt, dass morgen nur noch die Großkonzerne was produzieren und verkaufen können. Auch dazu ist "Öko" gut.Ich hab das so verstanden, als hätten die da Oben sich es anders überlegt und wollten mit der Impfaktion die Schlussrechnung aufmachen.