Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Aktuelle Analysen zur Lage der Nation


Sybilla
20.01.2009, 14:03
1. Viele Medien verkündeten im Gleichklang

„Erfolg der Reformen am Arbeitsmarkt und erheblicher Abbau der Arbeitslosigkeit“

Die Fakten:

Statistisch erfasste Arbeitslose Dezember 2008 : 3.102.085 Personen

LEISTUNGSEMPFÄNGER BA Bericht Dezember 2008 Seite 62

LEISTUNGSEMPFÄNGER
- Arbeitslosengeld 904.612*
- erwerbsfähige Hilfebedürftige (Alg II) 4.771.367*
- nicht erwerbsfähige Hilfebedürftige (Sozialgeld) 1.800.779*
*Vorläufig und hochgerechnet, endgültige Werte stehen erst nach einer Wartezeit von drei Monaten fest.

* 7.476.758 Leistungsempfänger
+ 414.000 Arbeitslose, die im Berichtsmonat keine Geldleistungen aus der Arbeitslosenversicherung oder der Grundsicherung bezogen. (BA Bericht Dezember 2008 Seite 30)

Zum Vergleich

Im Dezember 2004 vor der Arbeitsmarktreform Hartz IV wurden von der BA 4.464.230 Personen als arbeitslos gemeldet. 1.377.822 Personen befanden sich in einer von Bund oder Bundesagentur für Arbeit geförderten arbeitsmarktpolitischen Maßnahme. Im Dezember 2004 wurden von der BA 4.321.000 Leistungsempfänger gezählt.

Pressemitteilung Nr.025 vom 20.01.2009 -Finanzen der gesetzlichen Sozialversicherung im 1. bis 3. Quartal 2008 (http://www.destatis.de/jetspeed/portal/cms/Sites/destatis/Internet/DE/Presse/pm/2009/01/PD09__025__71135,templateId=renderPrint.psml)

WIESBADEN – In der gesetzlichen Sozialversicherung ergab sich nach Mitteilung des Statistischen Bundesamtes (Destatis) in den ersten drei Quartalen 2008 insgesamt ein kassenmäßiges Finanzierungsdefizit (in Abgrenzung der Finanzstatistik) von 2,4 Milliarden Euro. ...

...In den ersten drei Quartalen 2008 betrugen die Ausgaben der gesetzlichen Sozialversicherung insgesamt 355,7 Milliarden Euro. Gegenüber dem entsprechenden Zeitraum 2007 errechnet sich eine Zunahme von 2,0%. Die Einnahmen stiegen um 1,3% auf 353,3 Milliarden Euro.

Der multimedial im Gleichklang verkündete Aufschwung am Arbeitsmarkt schlägt sich unter Berücksichtigung der gestiegenen Grundlohnsumme un unter Einbeziehung der Beitragssatzänderungen nicht in der Kasse der Sozialversicherung nieder.

2. Viele Medien verkündeten im Gleichklang

"Konsumenten im Kaufrausch"

Die Fakten:

Kognitive Dissonanz
Beschreibt die Widersprüche zwischen Wirklichkeit und utopischen Wunschdenken, es gibt zwei grundlegende Strategien:
- Sich an der Wirklichkeit orientieren und sich um Besserung bemühen.
- Die Wirklichkeit manipulieren und an der Utopie „Pippi Langstrumpf Welt“ festhalten, um so das Wohlgefühl des Erfolgs zu bewahren.


GfK-Konsumklima November 2008 - Moderat steigende Konsumlaune (http://www.wiwi-treff.de/home/index.php?mainkatid=1&ukatid=1&sid=9&artikelid=4458&pagenr=0)
Im November 2008 erzielte der Einzelhandel in Deutschland nach vorläufigen Daten aus sieben Bundesländern nominal 1,8% und real 3,0% weniger Umsatz als im November 2007. (http://www.destatis.de/jetspeed/portal/cms/Sites/destatis/Internet/DE/Presse/pm/2009/01/PD09__007__45241,templateId=renderPrint.psml)

Die Betrachtung seit März 2007 zeigt das der multimedial im Gleichklang berichtet Aufschwung für gut 85 % aller Bürger nie statt gefunden hat

März 07 Gesamtindikator Konsumklima 4,3 Punkte
Einzelhandelsumsatz im März 2007 real + 0,5% gegenüber März 2006
Statistisches Bundesamt Pressemitteilung Nr. 179 vom 30.04.2007
April 07 Gesamtindikator Konsumklima 5,3 Punkte
Einzelhandelsumsatz im April 2007 real - 0,6% gegenüber April 2006
Statistisches Bundesamt Pressemitteilung Nr. 223 vom 01.06.2007
Mai 07 Gesamtindikator Konsumklima von 5,5 Punkten.
Einzelhandelsumsatz im Mai 2007 real - 3,7% gegenüber Mai 2006
Statistisches Bundesamt Pressemitteilung Nr. 264 vom 29.06.2007
Juni 07 Gesamtindikator Konsumklima 7,4 Punkten
Einzelhandelsumsatz im Juni 2007 real - 0,8% gegenüber Juni 2006
Statistisches Bundesamt Pressemitteilung Nr. 303 vom 31.07.2007
Juli 07 Gesamtindikator Konsumklima 8,4 Punkten.
Einzelhandelsumsatz im Juli 2007 real um - 1,5% gegenüber Juli 2006
Statistisches Bundesamt Pressemitteilung Nr. 345 vom 31.08.2007

August 07 Gesamtindikator Konsumklima 8,5 Punkten
Einzelhandelsumsatz im August 2007 real - 2,2% gegenüber August 2006
Statistisches Bundesamt Pressemitteilung Nr. 396 vom 28.09.2007
September 07 Gesamtindikator Konsumklima 7,6 Punkten
Einzelhandelsumsatz im September 2007 real - 2,2% gegenüber September 2007
Statistisches Bundesamt Pressemitteilung Nr. 435 vom 31.10.2007
Oktober 07 Gesamtindikator Konsumklima 6,7 Punkten
Einzelhandelsumsatz im Oktober 2007 real - 0,6% gegenüber Oktober 2006
Statistisches Bundesamt Pressemitteilung Nr. 485 vom 30.11.2007
November 07 Gesamtindikator Konsumklima 4,9 Punkten.
Statistisches Bundesamt Pressemitteilung Nr. 006 vom 09.01.2008
Im November 2007 setzte der Einzelhandel in Deutschland - real 3,2% weniger um als im November 2006.
Dezember 07 Gesamtindikator Konsumklima 4,4 Punkten.
Einzelhandelsumsatz im Dezember 2007 real um - 6,9% gesunken
Statistisches Bundesamt Pressemitteilung Nr. 040 vom 31.01.2008

2007: Einzelhandelsumsatz 2007 real mindestens um 1,5% gesunken
Statistisches Bundesamt Pressemitteilung Nr. 006 vom 09.01.2008

Real ist 2007 ein Einzelhandelsumsatz von - 1,8%. eingetreten.

Januar 08 Gesamtindikator Konsumklima 4,5 Punkten.
Einzelhandelsumsatz im Januar 2008 real um 0,6% gestiegen
Statistisches Bundesamt Pressemitteilung Nr. 086 vom 29.02.2008
… Allerdings ist zu berücksichtigen, dass im Januar 2007 erstmals die neuen höheren Mehrwertsteuersätze galten….
Februar 08 Gesamtindikator Konsumklima 4,5 Punkten.
Einzelhandelsumsatz im Februar 2008 real um - 0,3% gesunken
Statistisches Bundesamt Pressemitteilung Nr. 135 vom 01.04.2008
März 08 Gesamtindikator Konsumklima 4,5 Punkten.
Einzelhandelsumsatz im März 2008 real um - 6,3% gesunken
Statistisches Bundesamt Pressemitteilung Nr. 171 vom 02.05.2008
April 08 Gesamtindikator Konsumklima 4,8 Punkten.
Einzelhandelsumsatz im April 2008 real um - 1,0% gesunken
Statistisches Bundesamt Pressemitteilung Nr. 201 vom 30.05.2008
Mai 08 Gesamtindikator Konsumklima 5,6 Punkten.
Einzelhandelsumsatz im Mai 2008 real um 0,7% gestiegen
Statistisches Bundesamt Pressemitteilung Nr. 237 vom 01.07.2008
Juni 08 Gesamtindikator Konsumklima 4,7 Punkten.
Einzelhandelsumsatz im Juni 2008 real um - 3,9% gesunken
Statistisches Bundesamt Pressemitteilung Nr. 278 vom 01.08.2008
Juli 08 Gesamtindikator Konsumklima 3,6 Punkten.
Einzelhandelsumsatz im Juli 2008 real unverändert
Statistisches Bundesamt Pressemitteilung Nr. 321 vom 01.09.2008
Augsut 08 Gesamtindikator Konsumklima 1,9 Punkten.
Einzelhandelsumsatz im August 2008 real um - 3,0% gesunken
Statistisches Bundesamt Pressemitteilung Nr. 375 vom 01.10.2008
September 08 Gesamtindikator Konsumklima 1,6 Punkten.
Einzelhandelsumsatz im September 2008 real um 1,2% gestiegen
Statistisches Bundesamt Pressemitteilung Nr. 407 vom 31.10.2008
…Allerdings hatte der September 2008 mit 26 Verkaufs-tagen einen Verkaufstag mehr als der Vorjahresmonat….
Oktober 08 Gesamtindikator Konsumklima 1,8 Punkten.
Statistisches Bundesamt Pressemitteilung Nr. 455 vom 01.12.2008
Einzelhandelsumsatz im Oktober 2008 real um - 1,5% gesunken
November 08 Gesamtindikator Konsumklima 1,9 Punkten.
Statistisches Bundesamt Pressemitteilung Nr.007 vom 09.01.2009
Einzelhandelsumsatz im November 2008 real um - 3,0% gesunken
...Allerdings hatte der November 2008 mit 25 Verkaufstagen auch einen Verkaufstag weniger als der Vorjahresmonat....
Dezember 08 Gesamtindikator Konsumklima prognostiziert 2,2 Punkten.
Januar 2009 Gesamtindikator prognostiziert für Januar 2009 einen Wert von 2,1 Punkten

Pressemitteilung Nr.007 vom 09.01.2009 - Einzelhandelsumsatz 2008 voraussichtlich real leicht gesunken (http://www.destatis.de/jetspeed/portal/cms/Sites/destatis/Internet/DE/Presse/pm/2009/01/PD09__007__45241,templateId=renderPrint.psml)

Quelle: Gesamtindikator Konsumklima http://www.wiwi-treff.de/home/index.php

Quelle: Einzelhandelsumsätze
http://www.destatis.de/jetspeed/portal/cms/Sites/destatis/Internet/DE/Navigation/Navigationsknoten__Startseite1.psml

2008 Veränderungen zum Vorjahresmonat (real)

Januar 08 + 0,6 %
Februar 08 – 0,3 %
März 08 – 6,3 %
April 08 – 1,0 %
Mai 08 + 0,7 %
Juni 08 – 3,9 %
Juli 08 0 %
August – 3,0 %
September + 1,2 % (zusätzlicher Verkaufstag)
Oktober – 1,5 %
November – 3,0 % (einen Verkaufstag weniger)

Wenn der Einzelhandel eine verbesserte Kauflaune erhofft gleicht das dem pfeifen im dunklen Wald. Ich fürchte, die Reformen der Aganda 2010 haben Handel und Handwerk in eine tiefe Krise gestürzt.

Warum orientieren sich Politik und Medien nicht an der Wirklichkeit und bemühen sich um Besserung und Wahrheit sondern suggerieren einen Erfolg der Agenda 2010 Politik, den es so weder am Arbeitsmarkt noch in der Wirtschaft gibt?

3. Viele Medien verkündeten im Gleichklang

"Die Wirtschaftskrise - das Glas ist nicht halb leer sondern halb voll"

Die Faktenanalyse:

Das Glas ist für viele Bürger und Arbeitnehmer schlicht und einfach leer.
Der außer Rand und Band geratene Casino - Kapitalismus der die Finanzkrise ausgelöst hat, schlägt trotz diverser Konjunkturpakete voll auf die Wirtschaft durch.

BMW schickt 26.000 Beschäftigte in Kurzarbeit (http://www.welt.de/wirtschaft/article3058319/BMW-schickt-26-000-Beschaeftigte-in-Kurzarbeit.html)

BASF reagiert mit Kurzarbeit auf Konjunkturkrise (http://de.reuters.com/article/topNews/idDEBEE50I0CG20090119)

MAN stoppt Lkw-Produktion an 42 Tagen im ersten Halbjahr (http://www.faz.net/d/invest/meldung.aspx?id=94756445)

AMD erwägt Kurzarbeit in Dresden (http://www.heise.de/newsticker/AMD-erwaegt-Kurzarbeit-in-Dresden--/meldung/121993)

Aus der Finanzkrise wird eine Wirtschaftskrise in deren Folge eine Arbeitsmarktkrise folgt die schlussendlich in eine gefährliche politische Krise münden kann.

Die Vorboten und Machenschaften rund um die hessischen Landtagswahlen 2008/2009 und deren Wahlergebnis 2009 verheißen meines Erachtens eine Polarisierung der Politik in extreme Positionen. Diese durch die Stärkung des neo-rechtsliberalen Rand der radikal fundamentalistischen Wirtschaftsfanatiker seine Manifestation findet, diese Polarisierung der politischen Ideologien in Zeiten einer Weltwirtschaftskrise war zuletzt in der Weimarer Republik zu beobachten und führte das Land in eine grausame und unmenschliche Diktatur.

Was ist zu tun, welche Alternative Politik ist erforderlich?

Ich bin der Meinung die Agenda 2010 Politik ist gescheitert. Jetzt ist ein rascher und bedingungsloser Politikwechsel erforderlich. Der fortschrittlichste ist immer der, der als erster umgekehrt, wenn er erkannt hat, das der Weg falsch ist.

Weder Zinssenkungen noch das überfluten der Märkte mit Liquidität ist ein Weg aus der Krise. Zinssenkungen sichern zumindest kurzfristig die Arbeitsplätze. Langfristig spült ein gesetzlicher Mindestlohn (westeuropäisches Niveau) und kräftige Lohnerhöhungen mehr Netto in die Taschen der Arbeitnehmer. Eine Anhebung der Renten und ein ALG II Regelsatz von 460 € stärken die Kaufkraft der Rentner und ALG II Leistungsempfänger. Die Bürger können wieder konsumieren die Wirtschaft nimmt Fahrt auf.

Sybilla
22.01.2009, 14:06
Die neoliberale Logik lehrt, wenn die Stimmung der Menschen positiv ist, wird sich auch die wirtschaftliche Lage positiv entwickeln.

Die Logik der Vernunft lehrt, wenn sich die wirtschaftliche Lage positiv entwickelt, steigt die Stimmung der Menschen positiv an.

Der Fehler der Neoliberalen ist, dass sie "das Pferd" immer am Hinterteil aufzäumen möchten. Erschwerend ist in dieser Krise das die Neoliberalen immer noch nicht realisieren das, „dass Pferd“ das die Neoliberalen reiten, möchten von außer Rand und Band geratenen Spekulanten zu tote geritten wurde.

Da können die Obrigkeiten in Politik (träumen vom Ende der Krise) und Medien (werden das Ende der Krise vor den Bundestagswahlen wunschgemäß im Gleichklang berichten) noch so gute und positive Stimmung verbreiten, "dass Pferd" ist schlicht und einfach tot, "tote Pferde" kann keiner reiten alle müssen absteigen.

Spökes
22.01.2009, 14:38
Hallo Sybilla!

Verstehe ich dich bei der Darstellung der Stützbedürftigen richtig? Da sind knapp drei Millionen Arbeitslos und dann kommen noch die fast acht Millionen Anderen dazu?

opppa
23.01.2009, 09:54
Die neoliberale Logik lehrt, wenn die Stimmung der Menschen positiv ist, wird sich auch die wirtschaftliche Lage positiv entwickeln.

Die Logik der Vernunft lehrt, wenn sich die wirtschaftliche Lage positiv entwickelt, steigt die Stimmung der Menschen positiv an.

Der Fehler der Neoliberalen ist, dass sie "das Pferd" immer am Hinterteil aufzäumen möchten. Erschwerend ist in dieser Krise das die Neoliberalen immer noch nicht realisieren das, „dass Pferd“ das die Neoliberalen reiten, möchten von außer Rand und Band geratenen Spekulanten zu tote geritten wurde.

Da können die Obrigkeiten in Politik (träumen vom Ende der Krise) und Medien (werden das Ende der Krise vor den Bundestagswahlen wunschgemäß im Gleichklang berichten) noch so gute und positive Stimmung verbreiten, "dass Pferd" ist schlicht und einfach tot, "tote Pferde" kann keiner reiten alle müssen absteigen.

Es ist eben schwierig, vor den anstehenden Wahl dem toten Pferd zu erklären, daß es ihm ja eigentlich noch gut geht.

Der Fehler liegt nach meiner Interpretation darin, daß die Reiter das Pferd dadurch zu Tode geritten haben, daß sie ihm das ganze Futter weggefressen haben.

:kopfkratz:

Dillerjohann
23.01.2009, 10:35
Es ist eben schwierig, vor den anstehenden Wahl dem toten Pferd zu erklären, daß es ihm ja eigentlich noch gut geht.

Der Fehler liegt nach meiner Interpretation darin, daß die Reiter das Pferd dadurch zu Tode geritten haben, daß sie ihm das ganze Futter weggefressen haben.

:kopfkratz:

Das reiten von toten Pferden hat in diesem Lande ein große tratition, so werden weiterhin menschne gesucht und hoch bezahlt, die dem toten Pferd immer noch etwas aus den Rippen holen kann. Nur wird aus dem Pferd kein Stretroß sondernes wird Tod bleiben solange sich die Rahmenbedingungen für die Menschen nicht ändert, die am Rande der Konjungtourprogramme Teilnahmslos stehen müssen.:confused:

Absenkung der Mehrwertsteuer auf 10% wäre ein Mittel von dem jeder etwas hat, vor allem die, die auf Hartz IV angewiesen sind. :happy:

otix_
23.01.2009, 13:04
Oskar Lafontaine, DIE LINKE: Bundesregierung versagt bei der Regulierung der Finanzmärkte

PdVGvkPVJJw

warum sollte das vernünftige Aufzeigen von Defiziten eigentlich links sein...weils richtig, aber unangenehm ist ;)

opppa
23.01.2009, 13:33
Oskar Lafontaine, DIE LINKE: Bundesregierung versagt bei der Regulierung der Finanzmärkte

PdVGvkPVJJw

warum sollte das vernünftige Aufzeigen von Defiziten eigentlich links sein...weils richtig, aber unangenehm ist ;)

Bei den Parteien, die seit Bimbes-Kohl an der Macht waren, ist alles links und kommunistisch, was vielleicht die eigenen Futternäpfchen gefährden könnte!

Aber es könnte auch sein, daß die Etablierten die Begriffe "links" und "Verstand" gleichsetzen?

:winken:

Dillerjohann
23.01.2009, 13:45
Wer vertritt denn noch die Arbeiterschaft ?

Neomarxisten und Neofaschisten bestimmt nicht!

Wirkliche Areitnehemer sind nur noch 2 im Reichstag!

Der Rest sind Beamte,Selbständige in der Regel Freiberufler.

Hatschon jemand mal darüber nachgedacht, das der arbeietr nur noch das Stimmvieh darstellt, welches sich durch die manipulieren lassen die sie gwählt haben.

Links ist da von weit entfernt,ob Oskar Lafontaine ein wirklicher linker ist ,ist zu bezweifeln, er vertritt zwar linke Positionen, aber auch mehr nicht.

otix_
23.01.2009, 13:52
Links ist da von weit entfernt,ob Oskar Lafontaine ein wirklicher linker ist ,ist zu bezweifeln, er vertritt zwar linke Positionen, aber auch mehr nicht.

ich bin mir nicht sicher ob es heutzutage nicht schon reicht nur linke Positionen zu vertreten oder ob es mehr sein muss, was nicht heisst das es dazu nicht noch kommen könnte.
Die wache Linke legt, entgegen aller Anfeindungen und Zerstörungsphantasien ihr gegenüber, immer wieder die Finger in die Wunden und schützt damit die Anhänger neoliberalen Gedankenguts vor sich selbst. :D

Iphigenie
23.01.2009, 14:01
Bei den Parteien, die seit Bimbes-Kohl an der Macht waren, ist alles links und kommunistisch, was vielleicht die eigenen Futternäpfchen gefährden könnte!

Aber es könnte auch sein, daß die Etablierten die Begriffe "links" und "Verstand" gleichsetzen?

:winken:


hi opppa,

ich überlege mir gerade, ob diese Begriffe wie LINKS und RECHTS
eigentlich nicht schon längst antquiert und damit historisch hinfällig
sind. Denn wenn man es heutzutage genauer betrachtet, stecken in
jedem bewußt nachdenkenden Menschen, sowohl linke als auch
rechte Elemente.

Diejenigen, die verbissen an der Macht hängen, um sich an den
Futtertöpfen der Gemeinschaft gütlich zu tun, kann man auch als
solche benennen.

grüße
Iphi:happy:

Dillerjohann
23.01.2009, 15:28
hi opppa,

ich überlege mir gerade, ob diese Begriffe wie LINKS und RECHTS
eigentlich nicht schon längst antquiert und damit historisch hinfällig
sind. Denn wenn man es heutzutage genauer betrachtet, stecken in
jedem bewußt nachdenkenden Menschen, sowohl linke als auch
rechte Elemente.

Diejenigen, die verbissen an der Macht hängen, um sich an den
Futtertöpfen der Gemeinschaft gütlich zu tun, kann man auch als
solche benennen.

grüße
Iphi:happy:



So auch die Politik und die Resultat sind nicht ewig von Bestand, linkes und rechtes sind immer mit Ideologien verknüpft gewesen was heut zu tage nicht mehr deutlich sichtbar ist

Es ist nur noch ein verschwommener Brei aus Macht und den Futtertrögen, an denen sich die Politik weitgehend vergreift.

Ohne den Gedanken daran zu verschwenden, es könnte sich um einen Kriminellen Akt handeln. Gerade die SPD, die ihre Grundlage der Arbeiterbewegung findet, ist sich nicht zu schade,rechtskräftig verurteilte Steuerhinterzieher als Vertreter in den Bundestag zu senden. Wundert sich das ganze Wahlkreise verloren gehen, und führt den gleichen Schmus weiter, ohne auf das Resultat der Wahlen zu Reagieren.
Also ist die ehemalige Linke SPD, in das Bürgerliche Lager, übergewechselt,und hat auch nicht mehr die moralische Verpflichtung, weiterhin die Arbeiterschaft zu vertreten

hieronymusjaeger
23.01.2009, 16:07
Das reiten von toten Pferden hat in diesem Lande ein große tratition, so werden weiterhin menschne gesucht und hoch bezahlt, die dem toten Pferd immer noch etwas aus den Rippen holen kann. Nur wird aus dem Pferd kein Stretroß sondernes wird Tod bleiben solange sich die Rahmenbedingungen für die Menschen nicht ändert, die am Rande der Konjungtourprogramme Teilnahmslos stehen müssen.:confused:

Absenkung der Mehrwertsteuer auf 10% wäre ein Mittel von dem jeder etwas hat, vor allem die, die auf Hartz IV angewiesen sind. :happy:

der vorschlag ist Unfug und nicht realisierbar,

1 % Mehrwertsteuer bedeutet 8 Mrd. Euro Einnahmen

9% Senkung wären 72 Milliarden Euro Steuerausfall jährlich


wieviele Schulden schweben dir vor????

2 Billionen , 3 Billionen?????

hieronymusjaeger
23.01.2009, 16:11
Oskar Lafontaine, DIE LINKE: Bundesregierung versagt bei der Regulierung der Finanzmärkte

PdVGvkPVJJw

warum sollte das vernünftige Aufzeigen von Defiziten eigentlich links sein...weils richtig, aber unangenehm ist ;)



ja der Lafontain ist schon genial,

er sitzt bei der KFW im Verwaltungsrat,

warum hat er nicht mal konstruktive Ideen eingebracht,

hinterher hat er bilanziert, dass es falsch war die IKB am Leben zu lassen,

hätte der große Finanzspezialist doch gleich sagen können, hinterher ist es einfach zu wissen was richtig gewesen wäre

Hellmann
23.01.2009, 16:17
der vorschlag ist Unfug und nicht realisierbar,

1 % Mehrwertsteuer bedeutet 8 Mrd. Euro Einnahmen

9% Senkung wären 72 Milliarden Euro Steuerausfall jährlich


wieviele Schulden schweben dir vor?
Den Steuerausfall zur Konjunkturankurbelung könnte man doch durch eine kräftige Vermögenssteuer wieder ausgleichen.

Schließlich ist es doch das Geld der Reichen auf der Bank, für das der Staat jetzt bürgen muss.

Da kostet eine Bank leicht so viel, wie die Senkung der Mehrwertsteuer auf 10 Prozent.

hieronymusjaeger
23.01.2009, 16:22
Den Steuerausfall zur Konjunkturankurbelung könnte man doch durch eine kräftige Vermögenssteuer wieder ausgleichen.

Schließlich ist es doch das Geld der Reichen auf der Bank, für das der Staat jetzt bürgen muss.

Da kostet eine Bank leicht so viel, wie die Senkung der Mehrwertsteuer auf 10 Prozent.



wie sieht die Lösung aus???

Enteignung?????

ich habe mal bei ner Steuerberatungsgesellschaft gearbeitet, die vermögendere Kundschaft hatte

die sind schneller weg als du schauen kannst


der Schraubenfritze Reinhold Würth sitzt jetzt in Österreich, das geht ganz schnell

serenety
23.01.2009, 18:47
wie sieht die Lösung aus???

Enteignung?????

ich habe mal bei ner Steuerberatungsgesellschaft gearbeitet, die vermögendere Kundschaft hatte

die sind schneller weg als du schauen kannst


der Schraubenfritze Reinhold Würth sitzt jetzt in Österreich, das geht ganz schnell

das ist etwas was die schreier nach enteignung immer wieder vergessen, deutschland ist nicht das einzige land auf der welt wo man eine produktion errichten kann.... :traurig:

Hellmann
23.01.2009, 19:17
wie sieht die Lösung aus???

Enteignung?????

ich habe mal bei ner Steuerberatungsgesellschaft gearbeitet, die vermögendere Kundschaft hatte

die sind schneller weg als du schauen kannst

In den meisten Ländern müssen die Reichen Schutzgeld an die Kriminellen zahlen und in der EU lässt sich die Vermögenssteuer sicher einheitlich hochsetzen.

Außerdem kann auch der Reiche nur seine flüssigen Mittel außer Landes bringen, die Immobilien etc. kann man also besteuern.

Das kriegen wir schon hin. :)

BinOnline
23.01.2009, 19:38
In den meisten Ländern müssen die Reichen Schutzgeld an die Kriminellen zahlen und in der EU lässt sich die Vermögenssteuer sicher einheitlich hochsetzen.

Außerdem kann auch der Reiche nur seine flüssigen Mittel außer Landes bringen, die Immobilien etc. kann man also besteuern.

Das kriegen wir schon hin. :)

Das glaube ich nicht.
Bestes Beispiel: Die Anfangsjahre der DDR.
Die, die was hatten und das waren nicht wenige, flüchteten aus der DDR und liesen nicht nur ihre Immobilien zurück, sondern auch ihre Werkstätten, Maschinen, ja ganze Fabriken.
In den Wirtschaftswunderzeiten war hier (im Westen) die Steuerlast gering und die Finanzämter hatten sogar eine eigene Gerichtsbarkeit, damit Steuersünder nicht zu hart bestraft werden konnten.
Die 50er, 60er Jahre waren nicht die schlechtersten Zeiten, die dieses Land bisher erlebte.

Hellmann
23.01.2009, 19:48
Wir wollen doch nicht gleich den Bolschewismus einführen. :)

Obwohl es mir manchmal schon in den Fingern juckt ;), wenn ich so Leute höre, die beim Thema Konjunkturprogramm gleich wegen der Staatsverschuldung rumjammern und wegen einer angemessene Vermögenssteuer zum Ausgleich der gewaltigen Kosten für die Sicherung der Banken gleich mit der DDR anfangen.

BinOnline
23.01.2009, 21:05
Wir wollen doch nicht gleich den Bolschewismus einführen. :)

Obwohl es mir manchmal schon in den Fingern juckt ;), wenn ich so Leute höre, die beim Thema Konjunkturprogramm gleich wegen der Staatsverschuldung rumjammern und wegen einer angemessene Vermögenssteuer zum Ausgleich der gewaltigen Kosten für die Sicherung der Banken gleich mit der DDR anfangen.

Naja,
schlechte Erfahrungen bleiben halt hängen und werden nur sehr schwer vergessen.
Das trifft sogar auf die Deutschen zu.....:-)

Dillerjohann
24.01.2009, 09:52
der vorschlag ist Unfug und nicht realisierbar,

1 % Mehrwertsteuer bedeutet 8 Mrd. Euro Einnahmen

9% Senkung wären 72 Milliarden Euro Steuerausfall jährlich

wieviele Schulden schweben dir vor????

2 Billionen , 3 Billionen?????

72 Milliarden sind gegenüber dem Bankenrettungsplan ein lächerliche Summe, nur mit dem Unterschied, das diese 72 Milliarden wieder in den Konsum gehen, das heißt sie werden wieder steuerpflichtig in dem Waren des täglichen Bedarfes gedeckt werden müssen. Zumahl sie der Binnen Konjunktur erheblichen Auftrieb geben werden.

Die 500 Milliarden für die Banken, dienen lediglich, der Schuldendeckung der Banken, von denen min. 50 Milliarden auf dem Weg und Umwege verschwinden.(Schlechteste Beispiel bei der Wiedervereinigung 1989 sind über 400 Milliarden verschwunden)

Der Große Josef Ackermann, der mit seiner blumigen Sprache, sich schämen würde auch nur eine Cent, aus dem Steuersäckel zu nehmen, um sein marode deutsche und Postbank zu retten, befand sich angeblich im Würgegriff von Sauerkraut und Würstchen, als er davon erfuhr, das auch die deutsche Bank, mit 4,5 Milliarden, wer weiß ob es nicht Zehn mal so viel ist, derart verschluckt, das Not ärztliche Hilfe in Anspruch genommen werden musste.


Wieso sollen diese 72 Milliarden, eine Katastrophe für Deutschland sein, wenn die Banken und die Industrie, rund 1 Billion verwursten werden,ohne das der Allgemeinheit irgend ein Nutzen davon ensteht!

Die Verhältnismäßigkeit muss schon gewahrt sein!

Dei Hyporealestate in München, hat schon mehr Geld verbraten, welches ihr nicht gehörte,was immer noch vergessen wird. Das Geld der Allgemeinheit, und das sind 72 Milliarden, Mindereinnahmen sind, sind gut angelegt in dem sie den Menschen etwas zurückgibt und denen , die Arbeitslos sind wieder die Chance geben wird, wieder in Beschäftigung zu kommen.



Die Abwarckprämie hingegen, dient nur denen die es sich sowieso leisten könnten eine Neuwagen zu erwerben. Die Leihwagen Lobbyisten haben auch schon dafür gesorgt das sie ihre Flotten auf Kosten der Allgemeinheit Modernisieren können, da ihre Fahrzeugflotten ja keine Fahrzeuge enthalten, die 9 Jahre alt sind. Hier sehe ich eine direkte Verknüpfung zwischen Politik und Wirtschaft.

Hier gibt es keinen Aufschrei, der Korruptionsvorwürfe loslassen würde.In diese Krise scheint alles das erlaubt zu sein was denen, die Taschen noch weiter füllt die sie schon Voll genug haben.

Und das schlimme daran ist, das selbst die SPD diese Gesetz ohne weiteres durch gewinkt hat. Anscheinend haben die kleinen Leute ja kein Geld verloren, sie haben ja keines ,so wird anscheinend argumentiert wenn solche politischen Ungetüme, zur Bereicherung einiger weniger, durch gedrückt werden.

In wie weit, die Europäische Wirtschaftsunion, dieses überstehen kann steht in den Sternen, gerade an den Börsen wird schon gemunkelt das es zu einem Zerfall kommen könnte, und somit noch einmal kräftig abgeräumt werde?

Es ist anscheinend schon ins Auge gefasst worden, den Staat dann über diesen Zerfall wieder zu Sanieren, denn nichts wäre einfacher wieder zur finanziellen Eigenstaatlichkeit, zurück zu finden.

Es stellt sich nur die Grundlegende frage: Wer zahlt diese Zeche die da gemacht wurde?

Die Banken bestimmt nicht !:kopfkratz:

Sybilla
05.03.2009, 21:39
1.Lage am Arbeitsmarkt

Wer offiziell arbeitslos ist - und wer nicht (http://www.stern.de/wirtschaft/arbeit-karriere/arbeit/:Arbeitsmarktstatistik-Wer--/655995.html)
Fast 1,5 Millionen von Kurzarbeit bedroht (http://nachrichten.rp-online.de/article/wirtschaft/Fast-15-Millionen-von-Kurzarbeit-bedroht/31877)

Arbeitsmarkt Februar 2009:

Der BA Monatsbericht berichtet von einem unerwartet hohen Anstieg der statistisch erfassten Arbeitslosigkeit im Februar 09.
Laut BA Bericht wurden im Februar 09 (Seite 46) 3.551.926 Personen von der BA – Statistik als arbeitslos erfasst. (November 2008 2.988.444 Personen)

Im Monat Februar befanden sich 1,55 Mio Personen in einer von Bund oder Bundesagentur für Arbeit geförderten arbeitsmarktpolitischen Maßnahme. (Seite 25 BA Bericht Januar 2009)

Außer den Leistungsempfängern gab es im Oktober (nachfolgende Monatszahlen liegen noch nicht vor) noch 401.000 Arbeitslose, die im Berichtsmonat keine Geldleistungen aus der Arbeitslosenversicherung oder der Grundsicherung bezogen. Von allen Arbeitslosen erhielten 87 Prozent Leistungen. (BA Bericht Februar 2009 Seite 18 )

7.882.627 Leistungsempfänger von ALG I, ALG II und Sozialgeld BA Bericht Februar 2009 Seite 46. Das ist ein Anstieg von 180.555 Personen zum Vormonat( Details weiter unten) Im Vergleich zu November 08 im Vergleich der vorläufige Zahlen, einen Anstieg um 483.316 Leistungsempfänger.


2. Lage im Einzelhandel

"GfK prognostiziert Konsumklima hellt sich auf " - Statistisches Bundesamt berichtet von weiterer Eintrübung bei den Einzelhandelsumsätzen im Januar 2009

Die Fakten des Statistisches Bundesamt :

Kognitive Dissonanz
Beschreibt die Widersprüche zwischen Wirklichkeit und utopischen Wunschdenken, es gibt zwei grundlegende Strategien:
- Sich an der Wirklichkeit orientieren und sich um Besserung bemühen.
- Die Wirklichkeit manipulieren und an der Utopie „Pippi Langstrumpf Welt“ festhalten, um so das Wohlgefühl des Erfolgs zu bewahren.

2007: Einzelhandelsumsatz 2007 real mindestens um 1,5% gesunken
Statistisches Bundesamt Pressemitteilung Nr. 006 vom 09.01.2008

Real ist 2007 ein Einzelhandelsumsatz von - 1,8%. eingetreten.

Januar 08 Gesamtindikator Konsumklima 4,5 Punkten.
Einzelhandelsumsatz im Januar 2008 real um 0,6% gestiegen
Statistisches Bundesamt Pressemitteilung Nr. 086 vom 29.02.2008
… Allerdings ist zu berücksichtigen, dass im Januar 2007 erstmals die neuen höheren Mehrwertsteuersätze galten….
Februar 08 Gesamtindikator Konsumklima 4,5 Punkten.
Einzelhandelsumsatz im Februar 2008 real um - 0,3% gesunken
Statistisches Bundesamt Pressemitteilung Nr. 135 vom 01.04.2008
März 08 Gesamtindikator Konsumklima 4,5 Punkten.
Einzelhandelsumsatz im März 2008 real um - 6,3% gesunken
Statistisches Bundesamt Pressemitteilung Nr. 171 vom 02.05.2008
April 08 Gesamtindikator Konsumklima 4,8 Punkten.
Einzelhandelsumsatz im April 2008 real um - 1,0% gesunken
Statistisches Bundesamt Pressemitteilung Nr. 201 vom 30.05.2008
Mai 08 Gesamtindikator Konsumklima 5,6 Punkten.
Einzelhandelsumsatz im Mai 2008 real um 0,7% gestiegen
Statistisches Bundesamt Pressemitteilung Nr. 237 vom 01.07.2008
Juni 08 Gesamtindikator Konsumklima 4,7 Punkten.
Einzelhandelsumsatz im Juni 2008 real um - 3,9% gesunken
Statistisches Bundesamt Pressemitteilung Nr. 278 vom 01.08.2008
Juli 08 Gesamtindikator Konsumklima 3,6 Punkten.
Einzelhandelsumsatz im Juli 2008 real unverändert
Statistisches Bundesamt Pressemitteilung Nr. 321 vom 01.09.2008
Augsut 08 Gesamtindikator Konsumklima 1,9 Punkten.
Einzelhandelsumsatz im August 2008 real um - 3,0% gesunken
Statistisches Bundesamt Pressemitteilung Nr. 375 vom 01.10.2008
September 08 Gesamtindikator Konsumklima 1,6 Punkten.
Einzelhandelsumsatz im September 2008 real um 1,2% gestiegen
Statistisches Bundesamt Pressemitteilung Nr. 407 vom 31.10.2008
…Allerdings hatte der September 2008 mit 26 Verkaufs-tagen einen Verkaufstag mehr als der Vorjahresmonat….
Oktober 08 Gesamtindikator Konsumklima 1,8 Punkten.
Statistisches Bundesamt Pressemitteilung Nr. 455 vom 01.12.2008
Einzelhandelsumsatz im Oktober 2008 real um - 1,5% gesunken
November 08 Gesamtindikator Konsumklima 1,9 Punkten.
Statistisches Bundesamt Pressemitteilung Nr.007 vom 09.01.2009
Einzelhandelsumsatz im November 2008 real um - 3,0% gesunken
...Allerdings hatte der November 2008 mit 25 Verkaufstagen auch einen Verkaufstag weniger als der Vorjahresmonat....
Dezember 08 Gesamtindikator Konsumklima prognostiziert 2,2 Punkten.
Statistisches Bundesamt Pressemitteilung Nr.038 vom 03.02.2009 Im Dezember 2008 erzielte der Einzelhandel in Deutschland real - 0,3% weniger Umsatz als im Dezember 2007. Allerdings hatte der Dezember 2008 mit 25 Verkaufstagen auch einen Verkaufstag mehr als der Vorjahresmonat.

Einzelhandelsumsatz 2008 real um 0,4% gegenüber 2007 gesunken (http://www.destatis.de/jetspeed/portal/cms/Sites/destatis/Internet/DE/Presse/pm/2009/02/PD09__038__45241,templateId=renderPrint.psml)


Januar 2009 Gesamtindikator prognostiziert für Januar 2009 einen Wert von 2,1 Punkten
Statistisches Bundesamt Pressemitteilung Nr.078 vom 05.03.2009 Einzelhandelsumsatz im Januar 2009 real -1,3% gesunken
Der Gesamtindikator prognostiziert nach revidiert 2,3 Punkten im Februar für März 2009 einen Wert von 2,6 Punkten.



Pressemitteilung Nr.007 vom 09.01.2009 - Einzelhandelsumsatz 2008 voraussichtlich real leicht gesunken (http://www.destatis.de/jetspeed/portal/cms/Sites/destatis/Internet/DE/Presse/pm/2009/01/PD09__007__45241,templateId=renderPrint.psml)

Quelle: Gesamtindikator Konsumklima http://www.wiwi-treff.de/home/index.php

Quelle: Einzelhandelsumsätze
http://www.destatis.de/jetspeed/portal/cms/Sites/destatis/Internet/DE/Navigation/Navigationsknoten__Startseite1.psml

2008 Veränderungen zum Vorjahresmonat (real)

Januar 08 + 0,6 %
Februar 08 – 0,3 %
März 08 – 6,3 %
April 08 – 1,0 %
Mai 08 + 0,7 %
Juni 08 – 3,9 %
Juli 08 0 %
August – 3,0 %
September + 1,2 % (zusätzlicher Verkaufstag)
Oktober – 1,5 %
November – 3,0 % (einen Verkaufstag weniger)

Dezmeber – 0,3 % (trotz zusätzlichen Verkaufstag)

Einzelhandelsumsatz 2008 real um 0,4% gegenüber 2007 gesunken (http://www.destatis.de/jetspeed/portal/cms/Sites/destatis/Internet/DE/Presse/pm/2009/02/PD09__038__45241,templateId=renderPrint.psml)
Januar 09 – 1,3 %



Wenn die GfK eine verbesserte Kauflaune prognostiziert gleicht das dem pfeifen im dunklen Wald. Ich fürchte, die Reformen der Agenda 2010 haben Handel und Handwerk in eine tiefe Krise gestürzt.

Warum orientieren sich Politik und Medien nicht an der Wirklichkeit und bemühen sich um Besserung und Wahrheit sondern suggerieren eine positive Stimmung, die es so weder am Arbeitsmarkt in der Wirtschaft noch im Einzelhandel gibt?

3. Lage der Wirtschaft

Deutsche Bank-Experte erwartet drastischen Absturz - ...Der Absturz der deutschen Wirtschaft wird nach Einschätzung von Deutsche-Bank-Chefvolkswirt Norbert Walter in diesem Jahr noch drastischer ausfallen als zunächst von ihm befürchtet. Walter geht statt minus vier Prozent nun von fünf Prozent Rückgang beim Bruttoinlandsprodukt (BIP) aus... (http://newsticker.welt.de/index.php?channel=wir&module=dpa&id=20453312)


Die Abwrackprämie: Ein Strohfeuerchen, an dem sich alle wärmen (http://www.regensburg-digital.de/?p=2340)

Angst vor aufflackernder Inflation treibt Anleger um (http://www.welt.de/welt_print/article3320884/Angst-vor-aufflackernder-Inflation-treibt-Anleger-um.html)

Die deutsche Wirtschaft im Sog der konjunkturellen Talfahrt der Weltwirtschaft (http://www.bundesbank.de/download/volkswirtschaft/mba/2009/200902mba_ueberblick.pdf)

EZB: Kreditdynamik im Januar nahe Null (http://www.aktienmarkt.net/EZB_Kreditdynamik_im_Januar_nahe_Null,dw2009-02-26-165712.htm)

Hellmann
11.03.2009, 18:23
Gigantischer Auftragseinbruch!

Man kann die Zahlen eigentlich gar nicht glauben, aber nach aktuellen Pressemeldungen hat es im Januar einen Einbruch der Industrieaufträge von 38 Prozent gegenüber dem Vorjahr gegeben.

Rechnet man die Monate Dezember und Januar, dann liegen die Industrieaufträge mit -33 Prozent unter dem Vorjahreswert.

Das ist fast unvorstellbar und wird Konsequenzen haben, die kaum noch zu dämpfen sind. Die Industrieaufträge von heute sind die Produktion von morgen und ein Einbruch der Industrieproduktion von einem Drittel zum Vorjahr bedeutet eine gewaltig sinkende Kapazitätsauslastung von vielleicht noch 60 Prozent.

-> http://www.n-tv.de/1118475.html

Das kann sich noch gar niemand vorstellen.

wafi
11.03.2009, 18:33
Hellmann

kann leider nicht aus dem Nähkästchen plaudern ... aber es ist noch deutlich schlimmer. Der größte Witz ist, nu entwickelt sich zwischen Konkurrenten der Raubtierkapitalismus ... Vertrag? egal, der andere hat dich grade unterboten, ziehst de mit oder verklag mich doch ... die Abwärtspreisschraube wird derzeit massiv gedreht ... die Folgen werden über kurz Zusammenbrüche sein und zwar massiv.

Gruß
Peter

Hellmann
13.03.2009, 14:42
Einbruch der Industrieproduktion im Januar -20 Prozent!

Der Inlandsumsatz nahm im Vergleichszeitraum um 16,6 Prozent ab; der Auslandsumsatz brach mit minus 23,8 Prozent noch stärker ein. Dabei lag der Umsatz mit den Ländern der Eurozone um 21,7 Prozent, der Absatz in das übrige Ausland um 25,6 Prozent unter dem Vorjahresniveau.
Quelle: http://www.handelsblatt.com/politik/konjunktur-nachrichten/rekord-minus-fuer-deutsche-industrie;2201012

Im Sektor Kraftwagen -33 Prozent.

Da kommt noch einiges auf uns zu, weil es einige Monate dauert, bis es richtig durchschlägt.

Goldmann Sach rechnet mit -5,2 Prozent bei der Wirtschaftsleistung 2009. Die Rezession wird sich locker über drei Jahre hinziehen.

Hellmann
14.04.2009, 09:01
Von Destatis gibt es die Zahlen zum Februar.

Schwere Umsatzeinbrüche bei Automobil und Metall:

Metallerzeugung und -bearbeitung -29,9% zum Vorjahr

Herstellung von Kraftwagen und Kraftwagenteilen -39,6% z.Vj.

Quelle: http://www.destatis.de/jetspeed/portal/cms/Sites/destatis/Internet/DE/Presse/pm/2009/04/PD09__144__421,templateId=renderPrint.psml

Bald müssten jetzt die ersten Quartalszahlen kommen. In den Medien werden vermutlich die Abweichungen zum Vormonat groß gemeldet werden. Wenn also im März dann ein Umsatzrückgang von 37,6% bei KW zum Vorjahr gewesen sit, meldet die Presse vermutlich einen Umsatzanstieg von 2% oder so zum Vormonat Februar. :D

In den nächsten drei Monaten wird dann klar zu sehen sein, wie tief die Krise einschlagen wird.

Dann kommt es darauf an, dass in Konsequenz der Krise das Finanzkapital zerschlagen wird und nicht die Herren des Finanzkapitals die Krise benutzen können, um uns für alle Zeiten in ihre Tasche zu stecken.

Britta
14.04.2009, 09:34
Lt. Nachrichten heute morgen verbucht Goldman Sachs hohe Gewinne und will sogar was von den Staatsgeldern die sie erhalten haben zurückzahlen.

wafi
14.04.2009, 09:59
klar Britta

weil die wg. neuer Bilanzierungsregeln Schrottpapiere wieder als werthaltig bemessen dürfen, daher keinen Abschreibebedarf mehr, ergo Gewinn. Banaler "Trick".

Aasgeier
14.04.2009, 10:18
Nur leider generieren Bilanzierungsregeln kein Cash. Wenn die also wirklich was zurückzahlen wollen, wird schon was dran sein.

Britta
14.04.2009, 10:33
Ausserdem ist es schon ein FED-Banker weniger (Lehman), da müssen die verbleibenden doch Gewinn machen, wird der Kuchen doch durch weniger geteilt.

Ich könnte wetten, das JP Morgan und die Bank of America ähnlich gute Zahlen bringen werden.

Hellmann
14.04.2009, 10:34
Man fragt sich oft nach dem Sinn des Interbankenhandels zum Beispiel mit Devisen. Weil das ja nach aller Logik ein Nullsummenspiel ist: was die eine Bank gewinnt, das verliert die andere.

Die Logik der Banker dreht das Ding aber andersrum: wenn die Bank gewinnt, zahlen sich die Führungskräfte riesige Boni und Gewinnanteile. Verliert die Bank, muss zuerst der Kunde dafür zur Kasse gebenten werden, wenn das nicht reicht, dann der Staat.

Macht also nichts, wenn eine Bank bankrott geht, dann ist das Geld nicht weg, sondern bei der anderen Bank, und der Staat kann ja die Einleger retten.

wafi
14.04.2009, 12:20
Aasgier

nö ... falsch. Es werden eben nicht reale Beträge von A nach B überwiesen. Der Witz ist doch nen anderer. Durch die neuen Bilanzierungsregeln die Schrottpapiere wieder zu dem Nominalwert bewertet, hast du schwupp die wupp die Eigenkapitalquote erhöht und kannst dann quasi zu 0% FED GEld nehmen und an Staatsfond weiter geben. Tut ja nicht weh und wg. Bilanzierung stehst du ja gut da. Der Schein eines Milliardengewinns ist da ... aber sag mir mal wo der generiert worden sein soll???? In der Industrie???? Im Handel???? Auf dem Aktienmarkt??????? Ne, geht nirgendwo. So what. Es geht weiter wie bisher ....

Aasgeier
14.04.2009, 13:33
wafi,

egal wie hoch die EK-Quote ist. Sie erhöht weder deinen Cash-Bestand, noch deine Kreditlinien. Genausowenig wie die Zuschreibungen auf wertlose (Wert)papiere den Cash-Bestand erhöht. Wenn ich was zurückzahlen will, brauche ich entweder Cash oder eine entsprechende Linie. Niemand wird wegen bloßer Buchgewinne (da hast du recht, mehr ist vieles davon nicht) irgendetwas zurückzahlen, dass er nicht unbedingt zurückzahlen muss. Folglich muss da tatsächlich realer Gewinn dahinter stecken.

Wahrscheinlich werden auch die anderen Banken in 2009 wieder Gewinne ausweisen, alleine schon deshalb, weil jeder vernünftige Bilanzierer in 2008 alles an Risiken hineingepackt hat was geht. Schließlich sind die Börsen im Keller und das Jahr ist sowieso verloren. Nächstes Jahr wird dann ein Teil der Risikovorsorge wieder aufgelöst (sofern die Entwicklung an den Börsen einigermaßen positiv ist) und ist wird ein schöner Gewinn ausgewiesen.
Interessant ist dann an den Bilanzen aber die Kapitalflussrechnung, da wirst du genau sehen, ob die wirklich cash generiert haben oder ob es nur Buchgewinne sind.

wafi
14.04.2009, 13:58
Aasgier

natürlich erhöht das EK die Kreditlinie, siehe Basel II und damit die Chance in diesem Fall bei der FED cash zu generieren. Im übrigen will die Bank ja Anleihen ausgeben ... zur weiteren Erhöhung des EK ... beides zeugt nicht davon, daß reale Gewinne gemacht wurden. Whatever ... wir werden es sehen oder auch nicht, denn die verwässerten Bilanzierungsregeln zeigen im Endeffekt nur Schall und Rauch.

Aasgeier
14.04.2009, 16:22
wafi,

durch ein höheres EK haben Banken die Möglichkeit höhere Kredite aufzunehmen. Das stimmt. Trotz allem, wenn ich Kohle nicht zurückzahlen muss, dann mache ich das nicht wenn es mir schlecht geht. Ergo, es ist Kohle da.

Nochmal zu den Bilanzierungsregeln: Die Möglichkeit die Papiere zu Anschaffungskosten zu bewerten, gilt nur für Kursschwankungen. So bald eine echte Wertminderung da ist, müssen die Papiere trotzdem abgewertet werden. Nichtsdestotrotz stimme ich dir in dem Punkt zu, dass diese Änderung ein schlechter Scherz ist. Man hat den Banken - und nicht nur denen - ermöglicht, Kurssteigerungen jahrelang gewinnerhöhend zu buchen, ob nun realisiert oder nicht. Eigentlich sehen die IFRS vor, dass eine Umqualifizierung zu den zu Anschaffungskosten fortgeführten Positionen nicht möglich ist. Aber genau hier hat man jetzt die Regeln geändert. Plötzlich geht das. Der Kursrutsch muss nicht zwingend mitgenommen werden und vor allem könnte er auch ergebnisneutral (mindert aber trotzdem das EK) verbucht werden.

Aber wenn jemand glaubt, dass eine Bilanz mehr wert ist, als das Papier auf dem sie geschrieben steht, der tut mir sowieso leid.

wafi
14.04.2009, 16:58
Aasgier

wenn ich recht informiert bin, dann liegen die Zinssätze aus dem Bankenrettungsdingenskirchen bei über 5% ... die FED kassiert dagegen nur 0 - 0,25%, es macht daher absolut Sinn "umzuschulden" weil dann bricht man die Staatshilfen auf nen niedrigeres Zinsniveau runter.

Das mit dem echten Wertverlust von Papieren ist ja auch so ne Sache. Haste Papiere von Firmen die insolvent sind, kommste nicht dran vorbei, bei allen anderen aber kannst du mindestens den EK rechnen.
Außerdem stimmt das nicht, daß Bilanzen das Papier nicht wert sind ... da akkumuliert sich ne Menge Arbeit der Finanzfrisöre :D :D

otix_
14.04.2009, 20:59
Lt. Nachrichten heute morgen verbucht Goldman Sachs hohe Gewinne und will sogar was von den Staatsgeldern die sie erhalten haben zurückzahlen.

Die nächste Blase wird mit Luft gefüllt. Wenn die auch wieder platzt, wird mit der Blase: Staatsverschuldung einfach weitergemacht : ).
So läuft das halt..Nachhaltigkeit braucht kein Mensch!

Sybilla
20.04.2009, 23:02
Bericht zur Lage der Nation April 2009

1.Lage am Arbeitsmarkt

Wer offiziell arbeitslos ist - und wer nicht (http://www.stern.de/wirtschaft/arbeit-karriere/arbeit/:Arbeitsmarktstatistik-Wer--/655995.html)
Fast 1,5 Millionen von Kurzarbeit bedroht (http://nachrichten.rp-online.de/article/wirtschaft/Fast-15-Millionen-von-Kurzarbeit-bedroht/31877)

Arbeitsmarkt März 2009:

Der BA Monatsbericht berichtete von einem ungewöhnlichen Anstieg der statistisch erfassten Arbeitslosigkeit im März 09.

Laut BA Bericht wurden im März 09 (Seite 48) 3.585.811 Personen von der BA – Statistik als arbeitslos erfasst. Das waren 33.885 mehr als im Februar 09 und 78.375 als im März 2008 gegenüber November 2008 2.988.444 Personen ist das ein rasanter Anstieg von 597.367 Personen in nur 4 Monaten.

Leistungsempfänger: (ALG I; ALG II; Sozialgeld)

7.918.642 Leistungsempfänger von ALG I, ALG II und Sozialgeld BA Bericht März 2009 Seite 48. Das ist ein Anstieg von 40.558 Personen zum Vormonat. Im Vergleich zu November 08 im Vergleich der vorläufige Zahlen, einen Anstieg um sage und schreibe 519.331 Leistungsempfänger.

(BA Bericht November 7.399.311 Leistungsberechtigte im BA Bericht März 09 auf 7.542.787 Leistungsberechtigte korrigiert)

Kurzarbeit:

Schlimmeres verhindert im Augenblick noch die Kurzarbeit, sagte Frank-Jürgen Weise, Chef der Bundesagentur für Arbeit (BA). Nach vorläufigen Berechnungen der BA waren davon zwischen Januar und März bis zu 1,7 Millionen Menschen betroffen.

Arbeitsmarktpolitische Instrumente

Mit Beginn des Jahres 2009 ist eine weitere Reform der arbeitsmarktpolitischen Instrumente, das „Gesetz zur Neuausrichtung der arbeitsmarktpolitischen Instrumente“, in Kraft getreten. Im Monat März befanden sich 1,58 Millionen Personen ( + 30.000 zum Vormonat Februar) in einer von Bund oder Bundesagentur für Arbeit geförderten arbeitsmarktpolitischen Maßnahme. (Seite 6 BA Bericht März 2009)

Somit hat sich die Lage am Arbeitsmarkt bei weitem schlechter entwickelt als das von allen „Fachleuten“ erwartet wurde.

2. Lage im Einzelhandel

"GfK prognostiziert Konsumklima hellt sich auf " - Statistisches Bundesamt berichtet von weiterer Eintrübung bei den Einzelhandelsumsätzen im Januar 2009

Die Fakten des Statistisches Bundesamt :

Kognitive Dissonanz
Beschreibt die Widersprüche zwischen Wirklichkeit und utopischen Wunschdenken, es gibt zwei grundlegende Strategien:
- Sich an der Wirklichkeit orientieren und sich um Besserung bemühen.
- Die Wirklichkeit manipulieren und an der Utopie „Pippi Langstrumpf Welt“ festhalten, um so das Wohlgefühl des Erfolgs zu bewahren.

2007: Einzelhandelsumsatz 2007 real mindestens um 1,5% gesunken
Statistisches Bundesamt Pressemitteilung Nr. 006 vom 09.01.2008

Real ist 2007 ein Einzelhandelsumsatz von - 1,8%. eingetreten.


GfK Prognosen seit Januar 2008

Januar 08 Gesamtindikator Konsumklima 4,5 Punkten.
Februar 08 Gesamtindikator Konsumklima 4,5 Punkten.
März 08 Gesamtindikator Konsumklima 4,5 Punkten.
April 08 Gesamtindikator Konsumklima 4,8 Punkten.
Mai 08 Gesamtindikator Konsumklima 5,6 Punkten.
Juni 08 Gesamtindikator Konsumklima 4,7 Punkten.
Juli 08 Gesamtindikator Konsumklima 3,6 Punkten.
Augsut 08 Gesamtindikator Konsumklima 1,9 Punkten.
September 08 Gesamtindikator Konsumklima 1,6 Punkten.
Oktober 08 Gesamtindikator Konsumklima 1,8 Punkten.
November 08 Gesamtindikator Konsumklima 1,9 Punkten.
Dezember 08 Gesamtindikator Konsumklima 2,2 Punkten.


Einzelhandelsumsatz im Januar 2008 real um 0,6% gestiegen
Statistisches Bundesamt Pressemitteilung Nr. 086 vom 29.02.2008
… Allerdings ist zu berücksichtigen, dass im Januar 2007 erstmals die neuen höheren Mehrwertsteuersätze galten….
Einzelhandelsumsatz im Februar 2008 real um - 0,3% gesunken
Statistisches Bundesamt Pressemitteilung Nr. 135 vom 01.04.2008
Einzelhandelsumsatz im März 2008 real um - 6,3% gesunken
Statistisches Bundesamt Pressemitteilung Nr. 171 vom 02.05.2008
Einzelhandelsumsatz im April 2008 real um - 1,0% gesunken
Statistisches Bundesamt Pressemitteilung Nr. 201 vom 30.05.2008
Einzelhandelsumsatz im Mai 2008 real um 0,7% gestiegen
Statistisches Bundesamt Pressemitteilung Nr. 237 vom 01.07.2008
Einzelhandelsumsatz im Juni 2008 real um - 3,9% gesunken
Statistisches Bundesamt Pressemitteilung Nr. 278 vom 01.08.2008
Einzelhandelsumsatz im Juli 2008 real unverändert
Statistisches Bundesamt Pressemitteilung Nr. 321 vom 01.09.2008
Einzelhandelsumsatz im August 2008 real um - 3,0% gesunken
Statistisches Bundesamt Pressemitteilung Nr. 375 vom 01.10.2008
Einzelhandelsumsatz im September 2008 real um 1,2% gestiegen
Statistisches Bundesamt Pressemitteilung Nr. 407 vom 31.10.2008
…Allerdings hatte der September 2008 mit 26 Verkaufs-tagen einen Verkaufstag mehr als der Vorjahresmonat….
Statistisches Bundesamt Pressemitteilung Nr. 455 vom 01.12.2008
Einzelhandelsumsatz im Oktober 2008 real um - 1,5% gesunken
Statistisches Bundesamt Pressemitteilung Nr.007 vom 09.01.2009
Einzelhandelsumsatz im November 2008 real um - 3,0% gesunken
...Allerdings hatte der November 2008 mit 25 Verkaufstagen auch einen Verkaufstag weniger als der Vorjahresmonat....
Statistisches Bundesamt Pressemitteilung Nr.038 vom 03.02.2009 Im Dezember 2008 erzielte der Einzelhandel in Deutschland real - 0,3% weniger Umsatz als im Dezember 2007. Allerdings hatte der Dezember 2008 mit 25 Verkaufstagen auch einen Verkaufstag mehr als der Vorjahresmonat.


Einzelhandelsumsatz 2008 real um 0,4% gegenüber 2007 gesunken (http://www.destatis.de/jetspeed/portal/cms/Sites/destatis/Internet/DE/Presse/pm/2009/02/PD09__038__45241,templateId=renderPrint.psml)

2008 Veränderungen zum Vorjahresmonat (real)

Januar 08 + 0,6 % GfK Konsumklima prognostiziert 4,5 Punkten.
Februar 08 – 0,3 % GfK Konsumklima prognostiziert 4,5 Punkten.
März 08 – 6,3 % GfK Konsumklima prognostiziert 4,5 Punkten.
April 08 – 1,0 % GfK Konsumklima prognostiziert 4,8 Punkten
Mai 08 + 0,7 % GfK Konsumklima prognostiziert 5,6 Punkten.
Juni 08 – 3,9 % GfK Konsumklima prognostiziert 4,7 Punkten.
Juli 08 0 % GfK Konsumklima prognostiziert 3,6 Punkten.
August – 3,0 % GfK Konsumklima prognostiziert 1,9 Punkten.
September + 1,2 % (zusätzlicher Verkaufstag) GfK Konsumklima prognostiziert 1,6 Punkten.
Oktober – 1,5 % GfK Konsumklima prognostiziert 1,8 Punkten.
November – 3,0 % (einen Verkaufstag weniger) GfK Konsumklima prognostiziert 1,9 Punkten

Dezmeber – 0,3 % (trotz zusätzlichen Verkaufstag) GfK Konsumklima prognostiziert 2,2 Punkten.
Pressemitteilung Nr.007 vom 09.01.2009 - Einzelhandelsumsatz 2008 voraussichtlich real leicht gesunken (http://www.destatis.de/jetspeed/portal/cms/Sites/destatis/Internet/DE/Presse/pm/2009/01/PD09__007__45241,templateId=renderPrint.psml)

Einzelhandelsumsatz 2008 real um 0,4% gegenüber 2007 gesunken (http://www.destatis.de/jetspeed/portal/cms/Sites/destatis/Internet/DE/Presse/pm/2009/02/PD09__038__45241,templateId=renderPrint.psml)

Januar 2009 GfK Gesamtindikator prognostiziert für Januar 2009 einen Wert von 2,1 Punkten.
Februar 2009 GfK Gesamtindikator prognostiziert nach revidiert 2,3 Punkten im Februar.
März 2009 GfK Gesamtindikator prognostiziert für März 2009 einen Wert von 2,6 Punkten.
April 2009 der Gesamtindikator prognostiziert nach revidiert 2,5 Punkten im März für April einen Wert von 2,4 Punkten und zeigt sich damit angesichts der wirtschaftlichen Situation weiterhin robust.

Statistisches Bundesamt Pressemitteilung Nr.078 vom 05.03.2009 Einzelhandelsumsatz im Januar 2009 real -1,3% gesunken
Pressemitteilung Nr.132 vom 01.04.2009 Einzelhandelsumsatz im Februar 2009 gegenüber Februar 2009 real - 5,3% gesunken Der Februar 2009 hatte allerdings mit 24 Verkaufstagen einen Verkaufstag weniger als der Februar 2008.

Januar 09 – 1,3 % GfK Gesamtindikator prognostiziert 2,1 Punkten.
Februar 2009 – 5,3 % GfK Gesamtindikator prognostiziert 2,3 Punkten.


Quelle: Gesamtindikator Konsumklima http://www.wiwi-treff.de/home/index.php

Quelle: Einzelhandelsumsätze
http://www.destatis.de/jetspeed/portal/cms/Sites/destatis/Internet/DE/Navigation/Navigationsknoten__Startseite1.psml


April 2009 der Gesamtindikator prognostiziert nach revidiert 2,5 Punkten im März für April einen Wert von 2,4 Punkten und zeigt sich damit angesichts der wirtschaftlichen Situation weiterhin robust.

KaDeWe, Oberpollinger, Alsterhaus: Die drei Warentempel aus dem Hause Arcandor
KaDeWe, Alsterhaus und Oberpollinger zählen zu Deutschlands edelsten Einkaufstempeln. Nun stellt der angeschlagene Arcandor-Konzern seine Flaggschiffe des kultivierten Konsums zur Disposition. ( http://www.netzeitung.de/wirtschaft/unternehmen/1332677.html)


Wenn die GfK angesichts der Fakten eine weiterhin robust Kauflaune prognostiziert gleicht das dem pfeifen im dunklen Wald. Ich fürchte, die Reformen der Agenda 2010 haben Handel und Handwerk in eine tiefe Krise gestürzt. Die nicht mit Geldschöpfung überwunden werden kann sondern nur mit der Abkehr von der verhängnisvollen Agenda 2010 Politik.

Warum orientieren sich Politik und Medien nicht an der Wirklichkeit und bemühen sich um Besserung und Wahrheit sondern suggerieren eine positive Stimmung, die es so weder am Arbeitsmarkt in der Wirtschaft noch im Einzelhandel gibt?

3. Lage der Wirtschaft

Auftragslage immer schlimmer:

Maschinenbau erhält halb so viele Order ( http://www.netzeitung.de/wirtschaft/konjunktur/1314337.html )

Deutscher Maschinenbau hat Talsohle noch lange nicht erreicht. - Der deutsche Maschinenbau hat in seiner schweren Krise die Talsohle noch lange nicht erreicht. "Wir sind eigentlich noch gar nicht richtig in der Krise angekommen, weil viele Unternehmen noch alte Aufträge haben", sagte der Hauptgeschäftsführer des Branchenverbandes VDMA, Hannes Hesse, in einem Gespräch mit der Deutschen Presse-Agentur dpa. "Wenn wir bis Juli oder August keine Zeichen für eine Trendwende haben, dann wird es harte Einschnitte geben, auch bei den Beschäftigten." Der Maschinenbau, einer der wichtigsten deutschen Industriezweige, verzeichnet nach Jahren des Booms derzeit einen historischen Einbruch bei den Auftragseingängen. Im Februar halbierten sich die Aufträge im Vergleich zum Vorjahresmonat. Für das Gesamtjahr erwartet der Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA) einen Produktionseinbruch von zehn bis 20 Prozent. (http://www.wirtschaftsblatt.at/home/international/unternehmen/370486/index.do?_vl_pos=r.3.NT)

Baugewerbe verbucht kräftiges Minus im Vergleich zum Vorjahr - Im Wohnungsbau gaben die Umsätze um 23 Prozent nach. Die Zahl der Beschäftigten sank um 6,6 Prozent auf 44.300. ( http://www.die-topnews.de/baugewerbe-verbucht-kraeftiges-minus-im-vergleich-zum-vorjahr-346418)

Autoabsatz bricht ein - Tagesspiegel - ‎16.04.2009‎ - Die weltweite Wirtschaftskrise hat die Absatzzahlen der Autoindustrie im ersten Quartal 2009 teilweise dramatisch einbrechen lassen. Wie der Verband der Automobilindustrie (VDA) am Mittwoch mitteilte, sank der europäische Autoabsatz in den ersten drei Monaten des Jahres im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 17 Prozent auf 3,4 Millionen Fahrzeuge. ( http://www.tagesspiegel.de/wirtschaft/Wirtschaftskrise-Autokrise;art271,2774185)

Plan Z oder der letzte Versuch den neoliberalen Kapitalismus vor dem finalen Ende zu retten.

Ergänzung zu Kurzarbeit - Staat erwägt massiven Eingriff in den Arbeitsmarkt ( http://www.welt.de/wirtschaft/article3548192/Staat-erwaegt-massiven-Eingriff-in-den-Arbeitsmarkt.html )

Der Bundestagswahlkampf hat begonnen und in den gleich klingenden Medien wird über das nahende Ende der Wirtschafts- und Arbeitsmarktkrise (ausgelöst durch die Agenda 2010 Politik) berichtet und wenn diese psychologische Manipulation so viel Erfolg zeigt, als die prognostizierte Kauflust der Konsumenten durch die GfK Prognosen, sind die Neoliberalen mit ihrer Kunst mit höchster Wahrscheinlichkeit am Ende der Fahnenstange angekommen.

Sybilla
22.04.2009, 02:14
"Bad Banks"

Fragen über Fragen

Welche Leistung erhält die Solidargemeinschaft der Steuerzahler für die Übernahme der "Giftpapiere" es sind doch immer die Neoliberalen die für jede Leistung eine Gegenleistung erwarten, zumindest dann wenn sie persönlich nicht betroffen sind?

3.100 Milliarden Euro an faulen Krediten liegen in Banken Laut Internationalem Währungsfonds müssen Finanzinstitute doppelt so viel abschreiben, als gedacht. (http://www.kleinezeitung.at/nachrichten/wirtschaft/finanzkrise/1922108/index.do)

Der Internationale Währungsfonds (IWF) schätzt die weltweiten Verluste der Finanzwirtschaft in der Krise auf mehr als vier Billionen Dollar und damit doppelt so hoch wie in einer früheren Prognose. (http://www.rp-online.de/public/article/wirtschaft/news/699262/IWF-schaetzt-Verluste-auf-vier-Billionen-Dollar.html)

IWF sieht noch kein Ende der Finanzkrise - Riesen-Abschreibungen (http://de.reuters.com/article/topNews/idDEBEE53K0CE20090421)

Die "Geschenke" der Solidargemeinschaft der Steuerzahler sind exorbitant und unerträglich, die neoliberale Wahnidee des endlos wachsenden Profit ist gescheitert.

Sybilla
28.04.2009, 01:09
Seit der Umsetzung der neoliberalen Politik aus der die missglückte und fruchtlose Agenda 2010 sowie die vermurkste Hartz IV Reform entsprungen ist. Ist die Wahrscheinlichkeit, dass durch Wirtschafts und Arbeitsmarktkrisen, soziale Unruhen ausgelöst werden könnten, erheblich gestiegen.

Zudem die Obrigkeiten in den ARGEN die Leistungsberechtigten Bürger weiterhin unter verstärkt unter Druck setzen....

z.B..... mit einer sogenannten "Bettlägigkeitsbescheinigung" die zusätzlich zu den üblichen ärztlichen Krankenbescheinigungen bei Einladungen zu ARGE - Terminen oder "Maßnahmen" beizubringen ist, provozieren und drangsalieren sowie gegenüber "normaler" Arbeitnehmern bei Ärzten diskriminieren.
Die Stimmungslage der Betroffenen ALG II Berechtigten hat sich durch dieses Behördengebaren (eingefordert in sogenannten Eingliederungsvereinbarungen) erheblich verschärft.

Die Zahl von 8 Millionen Leistungsberechtigten sollte seitens der politischen Obrigkeiten nicht unterschätzt werden, ich fürchte die neoliberale Obrigkeit hat mit Hartz IV und Behörden - "Geistesblitzen" wie - "Bettlägigkeitsbescheinigung - 1 Euro Jobs, Fahrradständerbewachung o.ä." den sozialen Kessel enorm unter Druck gesetzt.

Seit der Einführung des SGB II (Hartz IV) ist die Mittelschicht in D um 5 Millionen Bürger geschmolzen, die Angst vor dem sozialen Abstieg, ist in der Mittelschicht in Zeiten drohender Arbeitslosigkeit verstärkt zu spüren.

Deutschlandradio Kultur 27.04.2009 · 19:30 Uhr

Zwischen Häuschen und Hartz IV (http://www.dradio.de/dkultur/sendungen/zeitfragen/949659/) - Die Verwundbarkeit der Mitte

Für Hartz-IV-Empfänger ist das eigene Haus nur selten noch zu halten.

Das Klavier ist verkauft, der Tanzunterricht für die Kinder gestrichen und wenn es so weiter geht, dann kommt das Reihenhaus unter den Hammer. So könnte sie aussehen, die Dramaturgie eines Absturzes aus der Mittelschicht. Und der vollzieht sich immer häufiger, glaubt man den Zahlen des Deutschen Institutes für Wirtschaftsforschung.

Beitrag als mp3 (http://ondemand-mp3.dradio.de/file/dradio/2009/04/27/drk_20090427_1930_06e1d03f.mp3)

Sybilla
29.04.2009, 22:47
Ich fürchte der multimedial verkündete Aufschwung sollte das wahre Ausmaß der Agenda 2010 Politik überdecken. Jetzt kommen die negativen Entwicklungen ans Licht.

Fehlende Aufträge -Deutschlands Maschinenbau stürzt weiter ab.[...] Abgestürzt: Der Maschinenbau meldet für das erste Quartal 2009 einen Rückgang von 42 Prozent bei den Aufträgen.... (http://www.welt.de/wirtschaft/article3646251/Deutschlands-Maschinenbau-stuerzt-weiter-ab.html)

Löcher, nichts als Löcher


Löcher, nichts als Löcher...Auch Sozialkassen betroffen ... Besonders betroffen sind die Kranken- und die Arbeitslosenversicherung. Die Wirtschaftsforscher sagen wegen des drastischen Anstiegs der Zahl der Arbeitslosen einen Rückgang der Beitragseinnahmen von 7,6 Milliarden Euro für dieses und von 4,1 Milliarden Euro im Jahr 2010 für die Sozialkassen insgesamt voraus: Allein den gesetzlichen Kassen fehlen nach eigenen Berechnungen in diesem und im nächsten Jahr 7,34 Milliarden ... Für Ende 2010 rechnet die Bundesagentur für Arbeit mit einem Defizit von 15 bis 20 Milliarden Euro. Mit den gleichen Folgen wie bei den Krankenkassen: Entweder steigt der Beitragssatz, oder der Bund muss einspringen. Was noch tiefere Löcher in Steinbrücks Haushalt reißt ... (http://www.morgenweb.de/nachrichten/politik/20090427_srv0000004130658.html)

Wann kommt der Politikwechsel, nach der Steuerschätzung für 2009/2010 ?

Sybilla
23.06.2009, 12:39
Was ist zuverlässiger die IFO - Stimmungs/Meinungsumfrage oder die Weltbankstudie?

Geschäftsklima in Deutschland hellt sich auf (http://www.welt.de/wirtschaft/article3971479/Geschaeftsklima-in-Deutschland-hellt-sich-auf.html)

Weltbank rechnet mit dramatischem Konjunktureinbruch (http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,631683,00.html)


Prinzip Hoffnung - Optimismus oder Faktenanalyse und Realismus.

Natürlich ersehnen viele das Ende der Krise, .....vor allem die Wahlkämpfern neoliberalen Parteien.

Insolvenzen im Einzelhandel...1.Q Reallöhne sinken um 0,4% .... GfK: Stimmung der Verbraucher hellt sich überraschend auf

Woolworth, Schiesser, Hertie, Karstadt, Quelle .... haben Insolvenz angemeldet, obwohl die GfK Monat für Monat bei stetig sinkenden Einzelhandelumsätzen eine positive Verbraucher Stimmung ermittelte.

Was ist die Ermittlung der Stimmung der Verbraucher wert, wenn in der Realität, eine Einzelhandelskette nach der anderen Insolvenz anmelden muss?

Ich vermute den Konsumenten soll dadurch suggeriert werden, dass vor der Bundestagswahl aufgrund der politischen Konjunkturprogramme der starke Konjunktureinbruch nach und nach gestoppt werden kann.

Aber was ist wenn nicht die Psychologie sondern die Fakten das Kaufverhalten der Konsumenten bestimmen?
Folgen dann trotz aufgehellter Kaufstimmung der Verbraucher weitere Insolvenzen?

Pressemitteilung Nr.231 vom 23.06.2009 1. Quartal 2009: Reallöhne sinken um 0,4% (http://www.destatis.de/jetspeed/portal/cms/Sites/destatis/Internet/DE/Presse/pm/2009/06/PD09__231__623,templateId=renderPrint.psml)


Fragen über Fragen???

Mich würde es nicht überraschen, wenn die BA im Mai ein sinken der statistisch erfassten Arbeitslosigkeit vermelden würde.

Aber ich fürchte das viele der sich widersprechenden Meldungen, die eine positive Stimmung den negativen Fakten gegenüberstellen, einen manipulativen Charakter besitzen.

... wir malen eine Welt, so wie sie uns gefällt....

Sybilla
23.06.2009, 23:47
Die einen hoffen die anderen befürchten.

Wirtschaftskrise - Harvard-Professor sagt deutschen Absturz voraus (http://www.welt.de/finanzen/article3979428/Harvard-Professor-sagt-deutschen-Absturz-voraus.html)
23. Juni 2009, 13:58 Uhr Der Finanzhistoriker Niall Ferguson sieht für Deutschland schwarz: Die eigentliche Krise kommt erst noch, meint der Harvard-Professor. Er erklärt, warum es um die deutsche Wirtschaft schlechter als um die US-Ökonomie stehe – und wieso die Deutschen die Krise anderer Euro-Staaten mitbezahlen.

Mitten in der Finanzkrise üben sich die Deutschen weiterhin in Verdrängung der Realitäten. Dabei steht der tief in die globale Wirtschaft eingebetteten Bundesrepublik das Schlimmste erst bevor. Deutschland muss nicht nur dramatische Exporteinbrüche verkraften, sondern auch damit rechnen, für kriselnde Länder der Eurozone einzustehen......

Die Krise im Einzelhandel (Hertie, Karstadt. Quelle....)
wurde meines Erachtens durch die Agenda 2010 (Niedriglohn) verursacht. Gestiegene Kauflust und der erhöhte Anschaffungsneigung beschreibt nur eine Gefühlslage, leider steht dieser Gefühlslage der Fakt der sinkenden Umsätze im Einzelhandel gegenüber. Die Konsumenten können eben nicht nach Gefühlslage einkaufen. Viele Verbraucher kaufen, was sie mit ihren Einkommen (Niedriglohn - Agenda 2010) bezahlen können.

Sybilla
28.07.2009, 15:20
Bericht zur Lage der Nation Juli 2009

1.Lage am Arbeitsmarkt

Wer offiziell arbeitslos ist - und wer nicht (http://www.stern.de/wirtschaft/arbeit-karriere/arbeit/:Arbeitsmarktstatistik-Wer--/655995.html)
Fast 1,5 Millionen von Kurzarbeit bedroht (http://nachrichten.rp-online.de/article/wirtschaft/Fast-15-Millionen-von-Kurzarbeit-bedroht/31877)

Arbeitsmarkt Juni 2009

Arbeitslose:

Die Zahl der statistisch erfassten Arbeitslosigkeit sank im Juni 2009 ungewöhnlich gering um 48.048 Personen auf 3.409.980 Personen (Mai 3.458.028). Allerdings befanden sich Im Monat Juni 1,62 Mio Personen in einer von Bund oder Bundesagentur für Arbeit geförderten arbeitsmarktpolitischen Maßnahme.

Darunter sind 326.798 Personen in einer Arbeitsgelegenheiten nach § 16d SGB II

Im Vergleich zum Vorjahresmonat Juni 2008 stieg die Zahl der Arbeitslosen um 250.211 (Mai 174.794 Personen) an.

Leistungsempfänger: (ALG I; ALG II; Sozialgeld)

7.842.588 Leistungsempfänger von ALG I, ALG II und Sozialgeld BA Bericht Juni 2009 Seite 52. Darunter 6.033.002 Leistungsempfänger im Bereich des ALGI und ALG II.

- Arbeitslosengeld 1.101.389
- erwerbsfähige Hilfebedürftige (Alg II) 4.931.613
- nicht erwerbsfähige Hilfebedürftige (Sozialgeld) 1.809.586

Außer den Leistungsempfängern gab es im Februar noch 388.000 Arbeitslose, die im Berichtsmonat keine Geldleistungen aus der Arbeitslosenversicherung oder der Grundsicherung bezogen. Von allen Arbeitslosen erhielten 89 Prozent Leistungen


Saisonbereinigt steigt die Zahl der Arbeitslosen um 31.000 auf 3.495.000 an (Seite 59 BA Bericht Juni 2009)


Kurzarbeit:

Ein ansteigen der Arbeitslosigkeit verhindert im Augenblick noch die Kurzarbeit,. Nach vorläufigen Berechnungen der BA waren davon im Mai 1,3 – 1,6 Millionen Personen betroffen. (letzte Zahl in der Zahlenreihe März 2009 1.246.618 BA Bericht Juni 2009 Seite 57)Die aktuelle Zahl (Juni 2009) der Personen in Kurzarbeit konnte ich im BA Bericht Juni 2009 nicht erkennen.



Arbeitsmarktpolitische Instrumente

Mit Beginn des Jahres 2009 ist eine weitere Reform der arbeitsmarktpolitischen Instrumente, das „Gesetz zur Neuausrichtung der arbeitsmarktpolitischen Instrumente“, in Kraft getreten. Im Monat Juni 2009 befanden sich 1,62 Mio Personen in einer von Bund oder Bundesagentur für Arbeit geförderten arbeitsmarktpolitischen Maßnahme. (Seite 6 BA Bericht Juni 2009)


2. Lage im Einzelhandel

"GfK prognostiziert kontinuierlich Konsumklima hellt sich auf " - das Statistisches Bundesamt berichtet kontinuierlich von weiterer Eintrübung bei den Einzelhandelsumsätzen

Im Vergleich die GfK Prognosen mit den Fakten des Statistisches Bundesamt :

Kognitive Dissonanz
Beschreibt die Widersprüche zwischen Wirklichkeit und utopischen Wunschdenken, es gibt zwei grundlegende Strategien:
- Sich an der Wirklichkeit orientieren und sich um Besserung bemühen.
- Die Wirklichkeit manipulieren und an der Utopie „Pippi Langstrumpf Welt“ festhalten, um so das Wohlgefühl des Erfolgs zu bewahren.

GfK Prognosen und die Entwicklung des Einzelhandelsumsatz seit Januar 2008

Januar 08 Gesamtindikator Konsumklima 4,5 Punkten.
Einzelhandelsumsatz im Januar 2008 real um 0,6% gestiegen
Statistisches Bundesamt Pressemitteilung Nr. 086 vom 29.02.2008
… Allerdings ist zu berücksichtigen, dass im Januar 2007 erstmals die neuen höheren Mehrwertsteuersätze galten….

Februar 08 Gesamtindikator Konsumklima 4,5 Punkten.
Einzelhandelsumsatz im Februar 2008 real um - 0,3% gesunken
Statistisches Bundesamt Pressemitteilung Nr. 135 vom 01.04.2008

März 08 Gesamtindikator Konsumklima 4,5 Punkten.
Einzelhandelsumsatz im März 2008 real um - 6,3% gesunken
Statistisches Bundesamt Pressemitteilung Nr. 171 vom 02.05.2008

April 08 Gesamtindikator Konsumklima 4,8 Punkten.
Einzelhandelsumsatz im April 2008 real um - 1,0% gesunken
Statistisches Bundesamt Pressemitteilung Nr. 201 vom 30.05.2008

Mai 08 Gesamtindikator Konsumklima 5,6 Punkten.
Einzelhandelsumsatz im Mai 2008 real um 0,7% gestiegen
Statistisches Bundesamt Pressemitteilung Nr. 237 vom 01.07.2008

Juni 08 Gesamtindikator Konsumklima 4,7 Punkten.
Einzelhandelsumsatz im Juni 2008 real um - 3,9% gesunken
Statistisches Bundesamt Pressemitteilung Nr. 278 vom 01.08.2008

Juli 08 Gesamtindikator Konsumklima 3,6 Punkten.
Einzelhandelsumsatz im Juli 2008 real unverändert
Statistisches Bundesamt Pressemitteilung Nr. 321 vom 01.09.2008

Augsut 08 Gesamtindikator Konsumklima 1,9 Punkten
Einzelhandelsumsatz im August 2008 real um - 3,0% gesunken
Statistisches Bundesamt Pressemitteilung Nr. 375 vom 01.10.2008

September 08 Gesamtindikator Konsumklima 1,6 Punkten.
Einzelhandelsumsatz im September 2008 real um 1,2% gestiegen
Statistisches Bundesamt Pressemitteilung Nr. 407 vom 31.10.2008
…Allerdings hatte der September 2008 mit 26 Verkaufstagen einen Verkaufstag mehr als der Vorjahresmonat….

Oktober 08 Gesamtindikator Konsumklima 1,8 Punkten.
Statistisches Bundesamt Pressemitteilung Nr. 455 vom 01.12.2008
Einzelhandelsumsatz im Oktober 2008 real um - 1,5% gesunken

November 08 Gesamtindikator Konsumklima 1,9 Punkten.
Statistisches Bundesamt Pressemitteilung Nr.007 vom 09.01.2009
Einzelhandelsumsatz im November 2008 real um - 3,0% gesunken
...Allerdings hatte der November 2008 mit 25 Verkaufstagen auch einen Verkaufstag weniger als der Vorjahresmonat....

Dezember 08 Gesamtindikator Konsumklima 2,2 Punkten.
Statistisches Bundesamt Pressemitteilung Nr.038 vom 03.02.2009 Im Dezember 2008 erzielte der Einzelhandel in Deutschland real - 0,3% weniger Umsatz als im Dezember 2007. Allerdings hatte der Dezember 2008 mit 25 Verkaufstagen auch einen Verkaufstag mehr als der Vorjahresmonat.

Einzelhandelsumsatz 2008 real um 0,4% gegenüber 2007 gesunken (http://www.destatis.de/jetspeed/portal/cms/Sites/destatis/Internet/DE/Presse/pm/2009/02/PD09__038__45241,templateId=renderPrint.psml)

Januar 2009 GfK Gesamtindikator Konsumklima 2,1 Punkten.
Statistisches Bundesamt Pressemitteilung Nr.078 vom 05.03.2009 Einzelhandelsumsatz im Januar 2009 real -1,3% gesunken

Februar 2009 GfK Gesamtindikator Konsumklima 2,3 Punkten.
Statistisches Bundesamt Pressemitteilung Nr.132 vom 01.04.2009 Einzelhandelsumsatz im Februar 2009 gegenüber Februar 2009 real - 5,3% gesunken Der Februar 2009 hatte allerdings mit 24 Verkaufstagen einen Verkaufstag weniger als der Februar 2008.

März 2009 GfK Gesamtindikator Konsumklima 2,6 Punkten.
Statistisches Bundesamt Pressemitteilung Nr. 168 vom 04.05.2009 Umsatz im Einzelhandel in Deutschland im März 2009 real - 1,5% niedriger als im März 2008. Der März 2009 hatte mit 26 Verkaufstagen zwei Verkaufstage mehr als der März 2008

April 2009 GfK Gesamtindikator Konsumklima 2,5 Punkten.
Statistisches Bundesamt Pressemitteilung Nr.205 vom 29.05.2009
Einzelhandelsumsatz im April 2009 real um - 0,8% gesunken

Mai 2009 GfK Gesamtindikator Konsumklima 2,5 Punkte
Statistisches Bundesamt Pressemitteilung Nr. 243 vom 01.07.2009 Einzelhandelsumsatz im Mai 2009 real - 2,9% niedriger als im Mai 2008
Der Mai 2009 hatte allerdings mit 24 Verkaufstagen einen Verkaufstag weniger als der Vorjahresmonat…..

Juni 2009 GfK Gesamtindikator Konsumklima 2,5 Punkte
Juli 2009 GfK Gesamtindikator Konsumklima2,9 Punkte
August 2009 der GfK Gesamtindikator prognostiziert nach revidiert 3,0 Punkten im Juli für August einen Wert von 3,5 Punkten

Quelle: Gesamtindikator Konsumklima
http://www.wiwi-treff.de/home/index.php

Quelle: Einzelhandelsumsätze
http://www.destatis.de/jetspeed/portal/cms/Sites/destatis/Internet/DE/Navigation/Navigationsknoten__Startseite1.psml

Wenn die GfK angesichts der Fakten eine weiterhin robuste Kauflaune prognostiziert gleicht das dem pfeifen im dunklen Wald. Ich fürchte, die Reformen der Agenda 2010 haben Handel und Handwerk in eine tiefe Krise gestürzt. Die nicht mit Geldschöpfung überwunden werden kann sondern nur mit der Abkehr von der verhängnisvollen Agenda 2010 Politik.

Warum orientieren sich Politik und Medien nicht an der Wirklichkeit und bemühen sich um Besserung und Wahrheit sondern suggerieren eine positive Stimmung, die es so weder am Arbeitsmarkt in der Wirtschaft noch im Einzelhandel gibt?

Warum das Konsumklima besser ist als die Realität

Warum das Konsumklima besser ist als die Realität - Deutschland kämpft mit der Rezession: Aufträge bleiben aus, Exporte brechen ein, bei vielen Menschen schrumpft wegen Kurzarbeit das Einkommen. Nur der private Verbrauch bleibt laut GfK stabil. Kann das sein? (http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,638129,00.html)

3. Lage der Wirtschaft

WTO sieht für den Welthandel noch schwärzer Rückgang um sogar 10 Prozent im laufenden Jahr prognostiziert

WTO sieht für den Welthandel noch schwärzer Rückgang um sogar 10 Prozent im laufenden Jahr prognostiziert - Die Ökonomen der Welthandelsorganisation WTO sehen immer schwärzer: Sie schätzen, dass das Volumen des Welthandels in diesem Jahr um 10 Prozent einbrechen wird. Im März hatten sie noch mit 9 Prozent gerechnet - was bereits der stärkste Rückgang seit dem Zweiten Weltkrieg wäre. (http://www.nzz.ch/nachrichten/schweiz/wto_sieht_fr_welthandel_noch_schwrzer_1.3158729.ht ml )

Der Bundestagswahlkampf hat begonnen und in den gleich klingenden Medien wird über das nahende Ende der Wirtschafts- und Arbeitsmarktkrise (ausgelöst durch die Agenda 2010 Politik) berichtet und wenn diese psychologische Manipulation so viel Erfolg zeigt, als die prognostizierte Kauflust der Konsumenten durch die GfK Prognosen, sind die Neoliberalen mit ihrer Kunst mit höchster Wahrscheinlichkeit am Ende der Fahnenstange angekommen.

Sybilla
03.08.2009, 22:10
Wie von vielen erwartet läuft der Trend des GFK - Konsumklima Aufwärtstrend und die Ergebnisse im Einzelhandelsumsatz Abwärtstrend weiter auseinander.

GfK: Deutsches Konsumklima setzt Aufwärtstrend fort

27.07.2009, 08:04:44 - GfK: Deutsches Konsumklima setzt Aufwärtstrend fort -Die Stimmung unter den deutschen Verbrauchern hat sich unerwartet kräftig aufgehellt..... (http://kurse.focus.de/news/GfK-Deutsches-Konsumklima-setzt_id_news_113558460.html)

Einzelhandelsumsatz im Juni 2009 real um 1,6% gesunken
Im ersten Halbjahr 2009 wurde im deutschen Einzelhandel nominal 2,3 und real 2,1% weniger als im vergleichbaren Vorjahreszeitraum umgesetzt.

Pressemitteilung Nr.289 vom 03.08.2009 - Einzelhandelsumsatz im Juni 2009 real um 1,6% gesunken – Nach vorläufigen Ergebnissen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) ging der Umsatz im Einzelhandel in Deutschland im Juni 2009 nominal um 2,0% und real um 1,6% im Vergleich zum Juni 2008 zurück. Beide Monate hatten jeweils 25 Verkaufstage....

Im ersten Halbjahr 2009 wurde im deutschen Einzelhandel nominal 2,3 und real 2,1% weniger als im vergleichbaren Vorjahreszeitraum umgesetzt. (http://www.destatis.de/jetspeed/portal/cms/Sites/destatis/Internet/DE/Presse/pm/2009/08/PD09__289__45212,templateId=renderPrint.psml)

Monat für Monat hören wir das dass Konsumklima seinen Aufwärtstrend fortsetzt und wenige Tage später berichtet das Statistische Bundesamt von weiter sinkenden Einzelhandlesumsätzen.

Ich erkenne in diesen Fall eine kognitive Dissonanz

Eine kognitiver Dissonanz beschreibt die Widersprüche zwischen Wirklichkeit und utopischen Wunschdenken, es gibt zwei grundlegende Strategien:
- Sich an der Wirklichkeit (Einzelhandelsumsätze) orientieren und sich um Besserung bemühen.
- Die Wirklichkeit beschönigen (GfK - Konsumklima-Index), damit die Obrigkeit an einer Utopie „Pippi Langstrumpf Welt“ festhalten kann, um so das Wohlgefühl des Erfolgs bei den Wählerinnen und Wählern (Untertanen) zu bewahren.

Britta
03.08.2009, 22:40
Eine kognitiver Dissonanz beschreibt die Widersprüche zwischen Wirklichkeit und utopischen Wunschdenken, es gibt zwei grundlegende Strategien:
- Sich an der Wirklichkeit (Einzelhandelsumsätze) orientieren und sich um Besserung bemühen.
- Die Wirklichkeit beschönigen (GfK - Konsumklima-Index), damit die Obrigkeit an einer Utopie „Pippi Langstrumpf Welt“ festhalten kann, um so das Wohlgefühl des Erfolgs bei den Wählerinnen und Wählern (Untertanen) zu bewahren.
Ist doch mit Steinmeier dasselbe. Der verspricht jetzt die Schaffung von 4 Mio. Arbeitsplätzen. Da muß ich lachen. Vermutlich will er erst einmal 8 Mio. Arbeitsplätze vernichten, bevor er 4 Mio. neue schafft. Und dann glaubt er auch noch, damit Wahlen gewinnen zu können.

Das ist noch nicht mal utopisches Wunschdenken, dass sind glatte Lügen.

Clara
05.08.2009, 08:31
Ich glaube Iphigenie möchte hier gar nicht mehr schreiben, mir hat dieses Forum fast immer sehr gut gefallen, ich werde also von meinem Entschluss hier nicht mehr zu schreiben zurücktreten, auch wenn ich noch immer Iphigenies Sperrung unfreundlich finde. Am liebsten wäre mir auch noch immer Otix würde sie einfach rückgängig machen, sry für die Einmischung.

Hallo Pommes, schön das du hier bist. :)

@ Britta

Ich finde, einzig die Linken machen wirklich seriöse Vorschläge, wie wir die 1 Millionen Jobs die sie neu schaffen wollen auch finanzieren könnten.
Die Grünen halten fest an der Privatisierung der Energieversorgung, träumen aber von einem green new deal, als ob die Damen und Herren von Rwe und Co auch nur auf einen winzigsten Teil ihrer Dividende dafür verzichten würden.

Herrn Steinmeier würde ich zwar sehr gerne als Chef einer Rot Rot Grünen Koalition sehen, aber die Funktionsweise unseres Wirtschaftssystems hat endweder er oder ich nicht richtig begriffen.

Er möchte Stellen schaffen die durch Staatsausgaben getragen werden, obwohl wir keinen auch nur annähernd ausgeglichenen Staatshaushalt haben.

Gutbezahlte Arbeitsplätze in Produktionsbetrieben sind in einem kapitalistischen System sehr wichtig denke ich.
Die Steuereinnahmen die ein Staat durch die aus diesen Betrieben abführte Lohn und Einkommenssteuer einnimmt ermöglicht ihm erst seine Aufgabe ausführen zu können, ohne sich dafür verschulden zu müssen.

Wenn die Löhne zu niedrig sind können die Menschen nicht am Konsum teilnehmen, langfristig kann man so in einem kapitalistischen System nur sehr wenig Gewinne machen.

Ein Großteil der Arbeitsplätze muss meiner Meinung nach deshalb aus dem produzierenden Bereich kommen.
Er trägt sich selber und führt Steuereinnahmen ab. Auch schafft er die für den Dienstleistungsbereich so wichtigen kaufkräftigen Kunden, Arbeitslose oder Unterbezahlte können sich halt keinen Maler leisten, nicht verreisen oder regelmäßig in die Oper gehen.

Deswegen ist der Grund für die Weltwirtschaftskrise für mich auch die Abwanderung der Produktionsbetriebe aus den Industrienationen. Und die Lösung würde für mich darin liegen weltweit gute Arbeits und Lebensbedingungen zu schaffen, so das sich eine Produktion von Waren auch wieder überall rentiert.
Habe ich hier ja schon versucht deutlich zu machen.

Kein Wahlprogramm geht darauf zur Genüge ein, entweder ich irre mich oder alle anderen irren sich. :)

Grüße Clara

Britta
05.08.2009, 09:09
@ Britta

Ich finde, einzig die Linken machen wirklich seriöse Vorschläge, wie wir die 1 Millionen Jobs die sie neu schaffen wollen auch finanzieren könnten.
Die Grünen halten fest an der Privatisierung der Energieversorgung, träumen aber von einem green new deal, als ob die Damen und Herren von Rwe und Co auch nur auf einen winzigsten Teil ihrer Dividende dafür verzichten würden.
Hallo Clara,

Wir hätten jede Menge Jobs, die neu geschaffen werden könnten. Angeblich fehlt es ja immer am Geld. Für die Bankenrettung sind hunderte von Milliarden da - die gibt es nicht um Jobs zu schaffen?

Was hätten wir mit den 480 Milliarden für eine tolle Welt in D schaffen können? Das würde ausreichen um alle Schulen zu modernisieren, doppelt soviele Lehrer einzustellen, Klassen zu verkleinern, das Pflegepersonal in den Krankenhäusern und Altersheimen aufzustocken und besser zu bezahlen etc.

Mit 480 Milliarden hätten wir das ganze Land umkrempeln können. Leider ging das Geld an die Banken und verpuffte. Wer will uns noch erzählen, es wäre kein Geld da um Jobs zu schaffen, wo die doch das Geld aus dem Nichts herzaubern?
Herrn Steinmeier würde ich zwar sehr gerne als Chef einer Rot Rot Grünen Koalition sehen, aber die Funktionsweise unseres Wirtschaftssystems hat endweder er oder ich nicht richtig begriffen.

Er möchte Stellen schaffen die durch Staatsausgaben getragen werden, obwohl wir keinen auch nur annähernd ausgeglichenen Staatshaushalt haben.

Herrn Steinmeier würde ich am Liebsten im Gefängnis sehen - für seine Verletzung der Menschenrechte an Murat Kurnatz und für die BND-Affäre. Leider vergisst der normale Wähler zu schnell.

Die Stellen die er schaffen will, sind nur Wahlkampftäuschung. Hat sich schon jemals ein Politiker an Wahlkampfversprechen gehalten? Schon gar nicht so ein Menschenverachter wie Steinmeier.
Gutbezahlte Arbeitsplätze in Produktionsbetrieben sind in einem kapitalistischen System sehr wichtig denke ich.
Die Steuereinnahmen die ein Staat durch die aus diesen Betrieben abführte Lohn und Einkommenssteuer einnimmt ermöglicht ihm erst seine Aufgabe ausführen zu können, ohne sich dafür verschulden zu müssen.

Muß es immer Produktion sein? Warum nicht im Non-Profit Bereich? Geld kann doch gar nicht so wichtig sein, wenn sie soviel für sich drucken können, wie sie brauchen. Nur wir können das nicht und die drucken auch keines für unsere Bedürfnisse. Geld kann nichts wert sein, so wie Bankster und Politiker damit umgehen. Es ist nur Betrug.

Clara
07.08.2009, 08:57
@ Britta

Vor allem, die Banken wollen schon wieder Millionen an irgendwelche Handlanger ausschütten, bevor wir unsere Steuergelder wiederbekommen.
Ohne Rückzahlungsvereinbarung den Banken Milliarden zu schenken, damit haben viele Regierungen nur bewiesen, wie wenig dieses System noch für uns alle gedacht ist.
Ich habe in diesem Forum auch schon punktuell die Zahlungen an die Banken für gutgeheißen, aus Angst vor einem sogenannten Schwarzen Freitag.
Aber !!!, wie die Regierungen mit unser aller Geld bzw. Schulden umgehen, dass gehört eigentlich vor Gericht gestellt.
Wenn die Banken wieder Gewinne machen, müssen sie auch ihre Schulden bezahlen, ist doch eigentlich ganz simpel.

Dieser neue, mir unsympathische Wirtschaftsminister will ja jetzt die Banken wenn sie Probleme haben ganz unter staatliche Kontrolle stellen, meines Erachtens aber nur um ihnen so weitere Forderungen wie sie z.B. in dem Prozess um die HRE entstehen könnten vom Hals zu halten.
Er möchte einen Schutzschirm für die Banken aufstellen, statt für die Menschen.

Du hast Recht, Steinmeier hat Dreck am stecken, einzigst richtig wäre er würde sich persönlich zu Murat Kurnatz begeben und sich bei ihm entschuldigen. Wenigsten, wenn er zu seinen Fehlern im Umgang mit Murat Kurnatz befragt wird, sollte er schon deutlich machen, dass ihm sein Verhalten leid tut. Er verhält sich falsch, wenn er sein Verhalten noch immer verteidigt. Du bist wieder strenger mit der Beurteilung der Menschen als ich, hast aber in der Sache auch Recht.

Wir haben leider keine Alternative zu ihm im Moment und ich würde mich halt sehr freuen, wenn SPD, Linke und Grüne die neue Regierung bilden würden. Mehr als Träumerei von mir wird das aber wahrscheinlich nicht.

Die Jobs müssen halt Steuern abwerfen für unsere Schulen und Universitäten, das machen sie auch, wenn sie nicht nur auf Gewinne aus sind.
Ohne die übertriebene Profitgier wäre es aber sehr wohl auch möglich selbsttragende Unternehmen zu schaffen deren einzigster Sinn nicht die Gewinnmaximierung von Aktionären, sondern die Erhaltung von gutbezahlten Arbeitsplätzen für die Menschen ist.

Steuergelder muss der Staat erst mal einnehmen um sie langfristig auch ausschütten zu können, diese Situation haben wir nicht und lösen das Problem auch längerfristig nicht, indem wir neue Arbeitsplätze mit Steuermittel bezahlen, ohne einen Vorschlag der Gegenfinanzierung zu haben. Das aber möchte Steinmeier.

Deswegen gefällt mir auch der Vorschlag der Linken so gut, mit Vermögenssteuer Arbeitsplätze zu schaffen, endlich mal Menschen die, die Mathematik nicht ganz außer acht lassen.

Produktionsbetriebe halt deshalb, weil eine permanente Nachfrage von produzierten Waren herrscht und diese Betriebe nicht vom Staat finanziert werden müssen. Sie sind für mich Grundlage unseres Wirtschaftssystems.

Ich habe wie hier schon gesagt keinerlei Vorbildung, alles wieder nur reine Logik, ich kann deswegen natürlich einfach etwas übersehen oder nicht zuende gedacht haben,

Regelmäßig hoffe ich, dass ich mit meinen wirtschaftlichen Zukunftsprognosen falsch liege.
Gestern wurde in den Nachrichten gemeldet, dass es einen Anstieg der Auftragslage in der deutschen Wirtschaft gibt, ohne diese Angaben überprüfen zu können, halte ich sie erst mal nicht für glaubwürdig.
Der Zugang zu genauen Zahlen, welche z.B. unsere Staatseinnahmen und Ausgaben darlegen, unsere Verschuldung und die dafür zu leistende Zinshöhe usw., finde ich noch sehr verbesserungswürdig.

China hat auch Hunderte Milliarden in seine Wirtschaft gepumpt um das geplante Wirtschaftswachstum einhalten zu können, mir erscheint so ein Verhalten erst mal sehr fragwürdig.
Allerdings, China musste diese Milliarden nicht wie wir leihen, aber anstatt das es gigantische Massen an Geld hortet sollte es doch seine Bevölkerung besser versorgen.

Wir wollen doch ein Wirtschaftssystem welches nach logischen Regeln funktioniert, natürlich ist das nicht im Interesse der kurzsichtigen Raffgierigen.
Wie die Regierungen mit Geld umgehen, muss eigentlich, sobald die Halden noch zu niedrigen Preisen leergekauft sind, zu einer Inflation führen, eine Produktion lohnt sich nicht mehr, weil die Preise im Keller sind, also wird weniger produziert als nachgefragt wird, was doch zwangsläufig zu einer Inflation führt.
In 3 bis 5 Jahren werde ich erst sehen, ob ich mit meiner Raterei richtig gelegen habe, ich hoffe nicht.

Grüße Clara

Britta
07.08.2009, 09:15
@ Britta

Vor allem, die Banken wollen schon wieder Millionen an irgendwelche Handlanger ausschütten, bevor wir unsere Steuergelder wiederbekommen.
Ohne Rückzahlungsvereinbarung den Banken Milliarden zu schenken, damit haben viele Regierungen nur bewiesen, wie wenig dieses System noch für uns alle gedacht ist.
Ich habe in diesem Forum auch schon punktuell die Zahlungen an die Banken für gutgeheißen, aus Angst vor einem sogenannten Schwarzen Freitag.
Aber !!!, wie die Regierungen mit unser aller Geld bzw. Schulden umgehen, dass gehört eigentlich vor Gericht gestellt.
Wenn die Banken wieder Gewinne machen, müssen sie auch ihre Schulden bezahlen, ist doch eigentlich ganz simpel.

Dieser neue, mir unsympathische Wirtschaftsminister will ja jetzt die Banken wenn sie Probleme haben ganz unter staatliche Kontrolle stellen, meines Erachtens aber nur um ihnen so weitere Forderungen wie sie z.B. in dem Prozess um die HRE entstehen könnten vom Hals zu halten.
Er möchte einen Schutzschirm für die Banken aufstellen, statt für die Menschen.
Die Banken sind inzwischen der Staat, da kann man sie auch verstaatlichen und der Politik, die bereits ebenfalls von den Banken betrieben oder zumindest beeinflusst wird, unterstellen. So hat man alles in einer Hand - ist doch praktisch.

Das Geldspiel ist eine Illusion, zumal die für sich selbst soviel drucken, wie sie benötigen und uns so knapp wie möglich halten.

Selbst die Federal Reserve hat auf den Cayman Inseln Briefkasten-Banken gegründet, um die US-Bonds mit illegal erzeugtem Geld aufzukaufen und die Märkte zu manipulieren, da diese ansonsten bereits zusammengebrochen wären. So spricht man von geheimnisvollen 'Investoren' auf den Cayman Inseln, hinter denen aber nur die FED stecken kann. Es ist zu durchsichtig.

Dieses System ist tatsächlich nicht für uns gedacht, sondern gegen uns.

Du hast Recht, Steinmeier hat Dreck am stecken, einzigst richtig wäre er würde sich persönlich zu Murat Kurnatz begeben und sich bei ihm entschuldigen. Wenigsten, wenn er zu seinen Fehlern im Umgang mit Murat Kurnatz befragt wird, sollte er schon deutlich machen, dass ihm sein Verhalten leid tut. Er verhält sich falsch, wenn er sein Verhalten noch immer verteidigt. Du bist wieder strenger mit der Beurteilung der Menschen als ich, hast aber in der Sache auch Recht.
Selbst wenn Steinmeier sich persönlich entschuldigen würde - es wäre gelogen, alles nur Show. An solchem Verhalten kannst du den wahren Charakter eines Politikers ganz leicht erkennen und dich niemals täuschen.
Wir haben leider keine Alternative zu ihm im Moment und ich würde mich halt sehr freuen, wenn SPD, Linke und Grüne die neue Regierung bilden würden. Mehr als Träumerei von mir wird das aber wahrscheinlich nicht.
Es ist egal wer an der Regierung ist, die menschenverachtende Politik wird sich nicht ändern. Die haben ihren Plan und ziehen das seit Jahrzehnten durch. Politiker sind nur Marionetten, egal welche Farbe.
Die Jobs müssen halt Steuern abwerfen für unsere Schulen und Universitäten, das machen sie auch, wenn sie nicht nur auf Gewinne aus sind.
Ohne die übertriebene Profitgier wäre es aber sehr wohl auch möglich selbsttragende Unternehmen zu schaffen deren einzigster Sinn nicht die Gewinnmaximierung von Aktionären, sondern die Erhaltung von gutbezahlten Arbeitsplätzen für die Menschen ist.
Das ist doch nicht gewollt. Der Markt ist fast aufgeteilt und man wird keine Konkurrenz mehr entstehen lassen. Es soll nur noch abhängig Beschäftigte und Großkonzerne geben. Andere Unternehmen werden nicht mehr entstehen, Schulen und Universitäten wird es, genau wie Kindergärten, in der Zukunft nur noch von Großkonzernen geben, die darin ihre zukünftigen Sklavenarbeiter züchten.
@ Steuergelder muss der Staat erst mal einnehmen um sie langfristig auch ausschütten zu können, diese Situation haben wir nicht und lösen das Problem auch längerfristig nicht, indem wir neue Arbeitsplätze mit Steuermittel bezahlen, ohne einen Vorschlag der Gegenfinanzierung zu haben. Das aber möchte Steinmeier.

Deswegen gefällt mir auch der Vorschlag der Linken so gut, mit Vermögenssteuer Arbeitsplätze zu schaffen, endlich mal Menschen die, die Mathematik nicht ganz außer acht lassen.

Produktionsbetriebe halt deshalb, weil eine permanente Nachfrage von produzierten Waren herrscht und diese Betriebe nicht vom Staat finanziert werden müssen. Sie sind für mich Grundlage unseres Wirtschaftssystems.

Ich habe wie hier schon gesagt keinerlei Vorbildung, alles wieder nur reine Logik, ich kann deswegen natürlich einfach etwas übersehen oder nicht zuende gedacht haben,

Regelmäßig hoffe ich, dass ich mit meinen wirtschaftlichen Zukunftsprognosen falsch liege.
Gestern wurde in den Nachrichten gemeldet, dass es einen Anstieg der Auftragslage in der deutschen Wirtschaft gibt, ohne diese Angaben überprüfen zu können, halte ich sie erst mal nicht für glaubwürdig.
Der Zugang zu genauen Zahlen, welche z.B. unsere Staatseinnahmen und Ausgaben darlegen, unsere Verschuldung und die dafür zu leistende Zinshöhe usw., finde ich noch sehr verbesserungswürdig.

China hat auch Hunderte Milliarden in seine Wirtschaft gepumpt um das geplante Wirtschaftswachstum einhalten zu können, mir erscheint so ein Verhalten erst mal sehr fragwürdig.
Allerdings, China musste diese Milliarden nicht wie wir leihen, aber anstatt das es gigantische Massen an Geld hortet sollte es doch seine Bevölkerung besser versorgen.

Wir wollen doch ein Wirtschaftssystem welches nach logischen Regeln funktioniert, natürlich ist das nicht im Interesse der kurzsichtigen Raffgierigen.
Wie die Regierungen mit Geld umgehen, muss eigentlich, sobald die Halden noch zu niedrigen Preisen leergekauft sind, zu einer Inflation führen, eine Produktion lohnt sich nicht mehr, weil die Preise im Keller sind, also wird weniger produziert als nachgefragt wird, was doch zwangsläufig zu einer Inflation führt.
In 3 bis 5 Jahren werde ich erst sehen, ob ich mit meiner Raterei richtig gelegen habe, ich hoffe nicht.

Grüße Clara
Was wir wollen, ist nicht relevant. Was die wenigen Großkonzerne wollen, die sich alles untereinander aufgeteilt haben ist dass, was zählt. Wir sind nur das Menschenmaterial, dass für sie die Arbeit verrichten soll. Die Menschen zweiter Klasse, die nicht zu diesem elitären Kreis gehören.

Alles was du hier geschrieben hast, beruht auf der Illusion, die du durch die Medien als Wirklichkeit akzeptiert hast.

Politiker, Regierungschefs etc. haben nicht wirklich was zu sagen. Sie führen Befehle aus - sie können gar nicht anders. Würden sie sich weigern, wäre ihr Land bald wieder in der Steinzeit.

Clara
07.08.2009, 09:43
Das ist auch unser Staat und wir haben verdammt noch mal ein Recht darauf, dass er nach Gesetzen arbeiten muss die auch zu unseren Gunsten sind.

Grüße Clara

Sybilla
07.08.2009, 10:48
Rohstahlproduktion im Juli 2009 28,8% niedriger als im Juli 2008

Pressemitteilung Nr.292 vom 07.08.2009 - Rohstahlproduktion im Juli 2009 28,8% niedriger als im Juli 2008 - WIESBADEN – Die deutschen Hüttenwerke haben im Juli 2009 1,66 Millionen Tonnen Roheisen und 2,69 Millionen Tonnen Rohstahl hergestellt. Wie das Statistische Bundes*amt (Destatis) mitteilt, produzierten die Hüttenwerke damit 30,0% weniger Roheisen und 28,8% weniger Rohstahl als im Juli 2008.... (http://www.destatis.de/jetspeed/portal/cms/Sites/destatis/Internet/DE/Presse/pm/2009/08/PD09__292__42311,templateId=renderPrint.psml)

Erzeugen von Roheisen Juli 2008 2,377 Millionen Tonnen
Erzeugen von Roheisen Juli 2009 1,663 Millionen Tonnen
Erzeugen von Roheisen Juni 2009 1,458 Millionen Tonnen

Erzeugen von Rohstahl Juli 2008 3,784 Millionen Tonnen
Erzeugen von Rohstahl Juli 2009 2,694 Millionen Tonnen
Erzeugen von Rohstahl Juni 2008 2,514 Millionen Tonnen

Quelle: Statistisches Bundesamt

Beispiel:

Wenn bei einer Produktion von 2.377.000 Tonnen Roheisen ein Anstieg von 5% erreicht wird sind das 118.859 Tonnen.

Wenn bei einer Produktion von 1.663.000 Tonnen Roheisen ein Anstieg von 5% erreicht wird sind das nur 83.150 Tonnen.

Das heißt je niedriger die Basis umso höher der prozentuale Anstieg.

Deutsche Ausfuhren im Juni 2009: – 22,3% zum Juni 2008

Pressemitteilung Nr.290 vom 07.08.2009 - Deutsche Ausfuhren im Juni 2009: – 22,3% zum Juni 2008 - WIESBADEN – Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) anhand vorläufiger Ergebnisse mitteilt, wurden im Juni 2009 von Deutschland Waren im Wert von 68,5 Milliarden Euro ausgeführt und Waren im Wert von 56,3 Milliarden Euro eingeführt. Die deutschen Ausfuhren waren damit im Juni 2009 um 22,3% und die Einfuhren um 17,2% niedriger als im Juni 2008. (http://www.destatis.de/jetspeed/portal/cms/Sites/destatis/Internet/DE/Presse/pm/2009/08/PD09__290__51,templateId=renderPrint.psml)

Ausfuhr Orginalwert

Juui 2008 88,1 Mrd. Euro
Juni 2009 68,5 Mrd. Euro

Im März 2009 wurden 70,0 Mrd. Euro erreicht der Mai 2009 war mit 60,7 Mrd. Euro ein Tiefstpunkt.

Das der Anstieg um 7 % von diesen Tiefstpunkt von Mai 2009 zu Juni 2009 in den gleichklingenden Medien als "Aufschwung" verkündet wird, ist angesichts der Fakten ein echter "Wahlkampfbrüller"

Die Wirtschaftskrise schlägt nun zunehmend auf die Realwirtschaft durch.

14,9% mehr Unternehmensinsolvenzen im Mai 2009

Pressemitteilung Nr.291 vom 07.08.2009 14,9% mehr Unternehmensinsolvenzen im Mai 2009 (http://www.destatis.de/jetspeed/portal/cms/Sites/destatis/Internet/DE/Presse/pm/2009/08/PD09__291__52411,templateId=renderPrint.psml)

Tarnen, täuschen, tricksen und viele Medien spielen mit!

Spökes
07.08.2009, 10:50
Was wir wollen, ist nicht relevant. Was die wenigen Großkonzerne wollen, die sich alles untereinander aufgeteilt haben ist dass, was zählt. Wir sind nur das Menschenmaterial, dass für sie die Arbeit verrichten soll. Die Menschen zweiter Klasse, die nicht zu diesem elitären Kreis gehören.


Wäre es irrelevant was wir wollen bräuchte es doch kein "mind control". Wir wissen nur nicht so recht, was und warum wir etwas wollen. Viele wollen so Sachen in etwa so schön wie Schneewitschen oder reich wie Donald Duck sein. Solche Ansinnen läßt der "Filter" sicherlich nicht durch.

Politiker, Regierungschefs etc. haben nicht wirklich was zu sagen. Sie führen Befehle aus - sie können gar nicht anders. Würden sie sich weigern, wäre ihr Land bald wieder in der Steinzeit. Du siehst, der Schlüssel liegt vermutlich in der Steinzeit. Diesbezüglich noch mal aus dem Experiment des WDR: Die Kinder wollten am Ende am liebsten dort bleiben.

Britta
07.08.2009, 12:23
Wäre es irrelevant was wir wollen bräuchte es doch kein "mind control". Wir wissen nur nicht so recht, was und warum wir etwas wollen. Viele wollen so Sachen in etwa so schön wie Schneewitschen oder reich wie Donald Duck sein. Solche Ansinnen läßt der "Filter" sicherlich nicht durch.

Du siehst, der Schlüssel liegt vermutlich in der Steinzeit. Diesbezüglich noch mal aus dem Experiment des WDR: Die Kinder wollten am Ende am liebsten dort bleiben.
Noch braucht es mind control, denn das Ziel ist ja noch nicht erreicht. Wir sind zwar im letzten Drittel, könnten aber noch gefährlich werden wenn nur die Mehrheit endlich aufwachen würde. Das würde aber wahrscheinlich auch nur einen Aufschub von ein paar Generationen bedeuten.

So wie in der Steinzeit kann heute keiner mehr leben. Sogar die Inuit, denen man auf ewig versprochen hatte ihren Lebensraum Arktis nicht anzutasten, sind jetzt bedroht. Da will sich keiner mehr an Verträge erinnern, die man geschlossen hat, weil man glaubte im ewigen Eis wäre nichts zu holen. Dies Beispiel zeigt, welche Charaktere das sind:

http://www.globalresearch.ca/index.php?context=va&aid=14675

Da streiten sich gleich mehrere Parteien um die Bodenschätze eines Landes, dass ihnen gar nicht gehört. :traurig:

The Arctic has become unlivable due to the environmental destruction caused by the imperialists. The Inuit have the same duties to care for our mother, Great Turtle Island. We are brothers and sisters. We follow your issues and feel all the stresses that you are going through. We hope you won’t allow yourselves to be used by any of these foreign invaders. They are trying to exploit you and nothing good will come of it.

Britta
07.08.2009, 12:25
@ Britta

„Wir können den Staat nicht verändern, wir können ihn nur zwingen unverschämter zu lügen.“

Ich persönlich denke, dass diese Einstellung entweder zur Resignation oder zur Radikalisierung führt, beides finde ich falsch.
Das ist auch mein Staat und ich habe verdammt noch mal ein Recht darauf, dass er nach Gesetzen arbeiten muss die auch zu meinen Gunsten sind.
Dieses Recht sollten wir einfordern und nicht resignieren.

Grüße Clara
Ich resigniere nicht und ich radikalisiere mich auch nicht. Ich mache mir nur nichts vor.

Zeige mir einen Weg, wie wir diese Rechte einfordern können, der zum Erfolg führt und ich gehe diesen Weg mit dir.

Spökes
07.08.2009, 12:44
Noch braucht es mind control, denn das Ziel ist ja noch nicht erreicht. Wir sind zwar im letzten Drittel, könnten aber noch gefährlich werden wenn nur die Mehrheit endlich aufwachen würde. Das würde aber wahrscheinlich auch nur einen Aufschub von ein paar Generationen bedeuten.Das Ziel wird da unerreichbar niemals erreicht, da kann man sich noch so laaang machen. Zudem, laut Ahmadinedschad liegt der Zenit schon hinter uns und die Sache ist gegessen. Daher auch die Flucht in z. B. die Massenhimmelung im Rahmen der Scheingrippe. Nun, all ihre Machenschaften werden sich gegen sie selber richten.
Zum Aufwachen gehören sicherlich eine Menge "positive Vibrations". Wo sollen die den plötzlich her kommen. Für die Vorhandenen "positive Vibrations" benötigt man "mind control" aber damit kann man sie nicht unterdrücken.

So wie in der Steinzeit kann heute keiner mehr leben. Sogar die Inuit, denen man auf ewig versprochen hatte ihren Lebensraum Arktis nicht anzutasten, sind jetzt bedroht. Da will sich keiner mehr an Verträge erinnern, die man geschlossen hat, weil man glaubte im ewigen Eis wäre nichts zu holen. Dies Beispiel zeigt, welche Charaktere das sind:

http://www.globalresearch.ca/index.php?context=va&aid=14675

Da streiten sich gleich mehrere Parteien um die Bodenschätze eines Landes, dass ihnen gar nicht gehört. :traurig:Ja, heute kann man nur noch experimentel in der Steinzeit leben. Morgen kann das aber völlig anders aussehen.

Sybilla
07.08.2009, 17:04
Noch ein paar Meldungen aus der Welt der Wirtschaft und Finanzen

1. Halbjahr Hypo Real Estate fährt Milliardenverlust ein

1. Halbjahr Hypo Real Estate fährt Milliardenverlust ein -7. August 2009, 08:45 Uhr -Die verstaatlichte Immobilienbank Hypo Real Estate (HRE) hat im ersten Halbjahr 2009 wegen Wertberichtigungen auf wackelige Immobilienkredite einen Milliardenverlust eingefahren. Und auch die Aussichten sind düster: Vorstandschef Axel Wieandt geht davon aus, dass es bis 2012 keinen Gewinn gibt. (http://www.welt.de/wirtschaft/article4273565/Hypo-Real-Estate-faehrt-Milliardenverlust-ein.html)

Commerzbank schreibt weiter rote Zahlen (http://www.dw-world.de/dw/article/0,,4545862,00.html)

Luxusgehalt trotz Staatshilfe: Die Lügen der Politik - Video (http://daserste.ndr.de/panorama/media/panorama282.html)

Diese Meldung sorgte vielerorts für Verstörung: Der Vorstandsvorsitzende der angeschlagenen HSH Nordbank, Dirk Nonnenmacher, erhält eine Sonderzahlung von 2,9 Millionen Euro. In der Tat verstörend, schließlich konnte die Landesbank von ihren beiden Hauptanteilseignern Hamburg und Schleswig-Holstein gerade nur durch eine Kapitalspritze in Milliardenhöhe vor dem Ruin gerettet werden.... (http://daserste.ndr.de/panorama/archiv/2009/panoramahsh100.html)

06.08.2009 - Milliardengrab Landesbanken - Podcast (http://www1.ndr.de/podcast/panorama286.xml)

Milliardengrab Landesbanken: Banker kassieren, Politiker schauen zu - Die Rettung der Banken mit Steuergeldern sollte an strikte Regeln geknüpft sein: keine Boni, nicht mehr als 500.000 Euro für die Manager. So ist es im Gesetz für Bundeshilfen geregelt, an dem sich mehrere Bundesländer angeblich orientieren. Doch Recherchen von Panorama zeigen: Wenn die Länder für ihre maroden Landesbanken zahlen, sind die Regeln viel weniger streng - und werden teilweise auch noch gebrochen. (http://daserste.ndr.de/panorama/archiv/2009/landesbanken106.html)

Hypothekenfinanzierer - Fannie Mae bettelt um frische Milliarden- 07.08.2009, 07:25 Uhr

Hypothekenfinanzierer - Fannie Mae bettelt um frische Milliarden - Wenn es noch irgendeinen Zweifel gab, dass das Fass Fannie Mae keinen Boden hat, dann ist er heute Nacht erbracht worden: Nach einem neuerlichen Milliardenverlust bracht der angeschlagene US-Hypothekenfinanzierer weitere Hilfe vom Staat. Wo das enden soll, weiß im Moment niemand. (http://www.handelsblatt.com/unternehmen/banken-versicherungen/fannie-mae-bettelt-um-frische-milliarden;2441990)

Magna im ersten Halbjahr mit 325 Mio. Dollar Verlust (http://www.orf.at/?href=http%3A%2F%2Fwww.orf.at%2Fticker%2F337132.ht ml)

Opel-Interessent Magna rutscht im Halbjahr tief in die Verlustzone (http://www.swissinfo.ch/ger/news/newsticker/international/Opel_Interessent_Magna_rutscht_im_Halbjahr_tief_in _die_Verlustzone.html?siteSect=143&sid=11050245&cKey=1249646771000&ty=ti&positionT=1)

Dürr rutscht in die Verlustzone (http://www.boerse-go.de/nachricht/Duerr-rutscht-in-die-Verlustzone,a1857089.html)


Ausfuhr insgesamt Januar bis Juni 2009 391,8 Milliarden Euro – 23,2% (http://www.destatis.de/jetspeed/portal/cms/Sites/destatis/Internet/DE/Presse/pm/2009/08/PD09__290__51,templateId=renderPrint.psml)

Ausfuhr insgesamt Januar bis Juni 2008 509,9 Milliarden Euro (http://www.destatis.de/jetspeed/portal/cms/Sites/destatis/Internet/DE/Presse/pm/2009/08/PD09__290__51,templateId=renderPrint.psml)

Klingt das nach dem nahenden Ende der Krise?

otix_
07.08.2009, 17:15
Klingt das nach dem nahenden Ende der Krise?

nein, aber nach einem Wandel in der Wahrnehmung. Der Mensch als ein Gewohnheitstier, kann selbst Verluste (z.B. an Wohlstand) als Leistung, und als Gewinn wahrnehmen. Die gesamte Agenda2010 ist danach aufsgerichtet.

Clara
10.08.2009, 08:12
@ Britta

Ich wollte dich nicht angreifen, du bist einer der wenigen Menschen in den Foren deren Meinung ich zu 95% teile, deine Beiträge sind sozusagen ein Gegenmittel, wenn ich mal wieder total genervt bin.

Du bist mir ein wenig streng mit den Grünen und der SPD, aber das ist ja leider auch nicht unberechtigt.

Ob die globale Ausbeutung von einigen wenigen geplant und eingefädelt wird würde ich gerne so nicht glauben, im Grunde ermöglicht aber erst das nicht Denken wollen der Massen, dass einige wenige ihre Interessen so rücksichtslos durchsetzen können.

Grüße Clara

Britta
10.08.2009, 12:28
@ Britta

Ich wollte dich nicht angreifen, du bist einer der wenigen Menschen in den Foren deren Meinung ich zu 95% teile, deine Beiträge sind sozusagen ein Gegenmittel, wenn ich mich mal wieder total genervt bin.

Du bist mir ein wenig streng mit den Grünen und der SPD, aber das ist ja leider auch nicht unberechtigt.

Ob die globale Ausbeutung von einigen wenigen geplant und eingefädelt wird würde ich gerne so nicht glauben, im Grunde ermöglicht aber erst das nicht denken wollen der Massen, dass einige wenige ihre Interessen so rücksichtslos durchsetzen können.

Grüße Clara
Hallo Clara,

ich fühle mich doch nicht angegriffen.

Die Grünen und die SPD sind wie alle anderen Parteien einfach nicht zu gebrauchen. Ich halten von denen gar nichst mehr. Sie sind natürlich nicht selbst schuld, denn sie haben gar keine Möglichkeit, Politik zu machen. Sie sind nicht mehr wie die Verwalter der Menschenherde. Das Sagen haben andere Leute und die stellen sich nicht zur Wahl.

Im Moment lese ich das Buch 'Der letzte Papst'. Mit der Kirche habe ich mich so nie beschäftigt früher. Nun bin ich schon überrascht zu lesen, wie der Vatikan bei der Gründung der EU, der KSZE und auch ansonsten in der Weltpolitik mitmischt. Kein Wunder - bei dem Vermögen und der Bankenmacht...

Man lernt halt nie aus.

Sybilla
10.08.2009, 15:57
Kumuliert von Januar bis Juni 2009 lag das (arbeitstäglich bereinigte) Umsatzvolumen im Verarbeitenden Gewerbe um 20,9% unter dem Niveau des entsprechenden Vorjahreszeitraums;...
Verarbeitendes Gewerbe setzt preisbereinigt 17,7% weniger um als im Juni 2008

Pressemitteilung Nr.293 vom 10.08.2009 -Juni 2009: Verarbeitendes Gewerbe setzt preisbereinigt 17,7% weniger um als im Juni 2008 -WIESBADEN – Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilt, ging der Umsatz im Verarbeitenden Gewerbe nach vorläufigen Angaben im Juni 2009 arbeitstäglich- und preisbereinigt um 17,7% gegenüber dem Juni 2008 zurück (nach unverändert – 19,0% im Mai 2009). Der Inlandsumsatz nahm im Vergleichszeitraum um 13,5%, die Erlöse mit ausländischen Abnehmern um 22,3% ab. Dabei lagen der Umsatz mit den Ländern der Eurozone um 19,7% und der Absatz in das übrige Ausland um 24,4% unter dem Vorjahresniveau.... (http://www.destatis.de/jetspeed/portal/cms/Sites/destatis/Internet/DE/Presse/pm/2009/08/PD09__293__421,templateId=renderPrint.psml)

Sybilla
11.08.2009, 00:52
Ist nach der Bundestagswahl die innere Sicherheit gefährdet?

Nein, ich denke noch können die Stellschrauben so nachjustiert werden (Erhöhung Hartz IV, gesetzlicher Mindestlohn, Verzicht von Steuersenkungen für Besserverdienende oder durch eine höhere Besteuerung von Spitzeneinkommen....) dass die Schere zwischen Reich und Arm wieder enger wird.

Nach Klagerekord Debatte über Regeln für Hartz-IV-Empfänger

Die Rekordzahl an Klagen gegen Hartz IV in Berlin hat bundesweit eine Debatte über einfachere Durchführungsregeln des Gesetzes ausgelöst. Nach der Berliner Justizsenatorin Gisela von der Aue (SPD) verlangten auch andere Bundesländer wie Nordrhein-Westfalen und Baden-Württemberg neue Regeln. "Wir haben eine gesetzliche Regelung, die viele Fragen aufwirft", sagte Stefan Wirz, Sprecher des Justizministeriums in Baden-Württemberg der "Berliner Zeitung".... (http://www.welt.de/die-welt/politik/article4272875/Nach-Klagerekord-Debatte-ueber-Regeln-fuer-Hartz-IV-Empfaenger.html)

Proteste aus der Parallelgesellschaft-mp3 (http://ondemand-mp3.dradio.de/file/dradio/2009/08/10/drk_20090810_0722_463b28c4.mp3)

....Bei der Commerzbank klagen Investmentbanker Boni in Millionenhöhe ein, obwohl sie im letzten Jahr für ein Minus von über fünf Milliarden Euro gesorgt haben und die Bank damit ruiniert hätten, wäre der Staat nicht mit über acht Milliarden Euro als größter Aktionär eingesprungen. Leben diese Menschen in einer anderen Welt, fragt sich da der normale Betrachter. Ja, sie leben in einer anderen Welt, lautet die Antwort. Ihre Welt unterscheidet sich grundlegend von der der meisten Bürger. Dort, wo sie wohnen, wohnen keine Durchschnittsverdiener mehr. Sie können es sich schlicht nicht leisten....Mit dem Boom der Aktienmärkte, der enormen Steigerung der Spitzeneinkommen, der Senkung der Spitzensteuersätze und der gleichzeitigen Einführung von Hartz IV und einem Niedriglohnsektor wurde die Gesellschaft auseinander gerissen..... (http://www.dradio.de/dkultur/sendungen/politischesfeuilleton/1012887/)

Die Parallelgesellschaft der Besserverdienenden hat offensichtlich die Bodenhaftung und den gerechten Maßstab verloren.

Sybilla
11.08.2009, 23:50
Befindet sich Deutschland in der Deflation?

Folgende Kennzahlen sprechen klar dafür:

Trotz kräftigen Wachstums sind die Netto-Reallöhne in Deutschland von 2004 bis 2008 gesunken

Trotz kräftigen Wachstums sind die Netto-Reallöhne in Deutschland von 2004 bis 2008 gesunken. Die Entwicklung ist einmalig in der Geschichte der Bundesrepublik..... (http://www.da-imnetz.de/nachrichten/wirtschaft-finanzen/loehne-deutschland-2004-2008-gesunken-441737.html)

In diesen Bereich wirken die Hartz Reformen die Schaffung eines Niedrigstlohnsektor und "Bürgerarbeit" sowie Ein Euro Jobs führen zu einem nachhaltigen abrutschen des Einkommensniveau.


Das Abrutschen des Einkommensniveau führt zum absinken der Preise und zum absinken der Produktion.

Pressemitteilung Nr.295 vom 11.08.2009 Verbraucherpreise Juli 2009: – 0,5% zum Juli 2008 (http://www.destatis.de/jetspeed/portal/cms/Sites/destatis/Internet/DE/Presse/pm/2009/08/PD09__295__611,templateId=renderPrint.psml)
Pressemitteilung Nr.296 vom 11.08.2009 - Großhandelspreise Juli 2009: – 10,6% zum Juli 2008 (http://www.destatis.de/jetspeed/portal/cms/Sites/destatis/Internet/DE/Presse/pm/2009/08/PD09__296__61281,templateId=renderPrint.psml)

Deutsche Produktion stagniert im Juni wider Erwarten - Die Produktion im produzierenden Sektor Deutschlands ist im Juni entgegen den Erwartungen der Experten nicht weiter gestiegen, sondern sogar leicht gesunken. (http://kurse.focus.de/news/Deutsche-Produktion-stagniert-im-Juni_id_news_114883405.html)


Somit sehe ich kristallklar die Agenda 2010 als eine der Ursachen für die tiefste und schwerste Wirtschaftskrise der BR Deutschland.

Ich sehe nun zwei Möglichkeiten, die Obrigkeit sieht tatenlos zu wie sich in immer mehr Branchen durch "Marktbereinigung" Monopole und Oligopole bilden. Oder die politische Obrigkeit vollzieht einen Paradigmenwechsel in der politischen Grundausrichtung. Weg von der neoliberalen Profitwirtschaft wieder zurück zur echten sozial gerechten Marktwirtschaft.

Sybilla
13.08.2009, 17:10
Im Vergleich zum zweiten Quartal 2008 ging das preisbereinigte BIP um 7,1% zurück.

Pressemitteilung Nr.298 vom 13.08.2009 Bruttoinlandsprodukt wächst um 0,3% im 2. Quartal 2009 gegenüber Vorquartal ... Im Vergleich zum zweiten Quartal 2008 ging das preisbereinigte BIP um 7,1% zurück. Kalenderbereinigt war die Wirtschaftsleistung um 5,9% niedriger als vor einem Jahr, weil im Berichtsquartal drei Arbeitstage weniger zur Verfügung standen als im gleichen Zeitraum des Vorjahres. (http://www.destatis.de/jetspeed/portal/cms/Sites/destatis/Internet/DE/Presse/pm/2009/08/PD09__298__811,templateId=renderPrint.psml)

Das Wirtschaftswachstum von 0,3 % im Vergleich Winter - Frühjahr (Abwrackprämie - Konjunkturprogramme) ist meines Erachtens kein Grund zum euphorischen und überschwänglichen Jubel (45 Tage bis zur Bundestagswahl) oder ein Anzeichen für eine bevorstehend und nachhaltiger Erholung der deutschen Wirtschaft.

Viele Medien spielen mit und berichten im medialen Gleichklang "nur" die frohe Botschaft vom Wachstum der D Wirtschaft um 0,3 %

Zweites Quartal - BIP schrumpfte in EU um 4,8 Prozent

Zweites Quartal - BIP schrumpfte in EU um 4,8 Prozent -In der Eurozone schrumpfte die Wirtschaftsleistung durchschnittlich um 4,6 Prozent... (http://derstandard.at/fs/1250003394365/Zweites-Quartal-BIP-schrumpfte-in-EU-um-48-Prozent)

Stellenabbau:

Insolvenz - Arcandor: Primondo streicht 3 700 Stellen

Arcandor ist als Ganzes nicht überlebensfähig, die einzelnen Teile aber schon. So lautet kurz gefasst die Analyse des Insolvenzverwalters Klaus Hubert Görg. Karstadt und Quelle haben also eine Zukunft. Aber die fordert ihre Opfer. Allein bei der Arcandor-Tochtern Primondo, also im Wesentlichen bei Quelle, fallen 3 700 Stellen weg. (http://www.handelsblatt.com/unternehmen/handel-dienstleister/arcandor-ist-nur-in-teilen-ueberlebensfaehig;2444558)

T-Systems streicht 3000 Arbeitsplätze (http://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/562/484003/text/)

Beckinger Schraubenfabrik ist insolvent - 1700 Arbeitnehmer betroffen...Die deutsche Acument-Gruppe, die Schrauben, Bolzen und andere Verbindungsteile für die Automobilindustrie herstellt, ist insolvent. (http://www.sol.de/titelseite/topnews/Acument-BEckingen-Schrauben-Fabrik-Schraubenfabrik-insolvent-INsolvenz-SOL-SOL-DE-PLeite-Arbeitsplaetze-Beckinger-Schraubenfabrik-ist-insolvent%3Bart26205,3073554)

Flüchtige Zeiten (http://ondemand-mp3.dradio.de/file/dradio/2009/08/12/drk_20090812_0721_726d0033.mp3)

Der Arbeitsplatz ist befristet und unsicher. Der akademische Nachwuchs lebt in “Prekarität”, er wird zum Wanderarbeiter auf höherer Ebene. Die nationalen Bildungstrümpfe, unter ihnen Geisteswissenschaft, werden im europäischen Vereinheitlichungsmorast versenkt. Es ist, als wollte man alten Wein aus ehrwürdigen Fässern in Bierflaschen mit Patentverschluss umfüllen.

Beherzten Bürgern ist zu danken, dass sich das Bundesverfassungsgericht eindeutig zu unveräußerlichen Rechten eines souveränen Staates bekannte, nachdem sie in den Gehirnen der politischen Klasse nicht mehr vollzählig gespeichert sind. Ihm obliegt letztlich die Gestaltungsmacht über die wirtschaftlichen, kulturellen Lebensverhältnisse. Sie dürfen von keiner Vertragsunion eingeengt werden. Damit ist eine Koexistenz von EU und souveränem Mitgliedstaat angemahnt und kein Untertänigkeitsverhältnis. Europa wird kein Bundesstaat, kein unbeweglicher Felsblock in der Landschaft, sondern eine bewegliche und bewegende Kette, die nur so stark ist wie ihre Glieder - und das sind Nationen und Identitäten.

WestLB nutzt Bad Bank zuerst

WestLB nutzt Bad Bank zuerst -Die WestLB prescht vor: Nach FTD-Informationen hat die Düsseldorfer Landesbank beim staatlichen Rettungsfonds Soffin einen Antrag für die Auslagerung riskanter Wertpapiere in Höhe von 6,4 Mrd. Euro gestellt. (http://www.ftd.de/unternehmen/finanzdienstleister/:Bundeshilfe-WestLB-nutzt-Bad-Bank-zuerst/552856.html)

Angesichts dieser Faktenanalyse sehe ich keinen Grund zum aufatmen.Den Wählerinnen und Wähler wird eine Welt gemalt so wie sie den Wahlkämpfern der Großen Koalition gefällt.

Sybilla
17.08.2009, 22:43
Verbraucher weiter in Kauflaune?

GfK-Konsumklima - Verbraucher weiter in Kauflaune (http://www.faz.net/s/Rub050436A85B3A4C64819D7E1B05B60928/Doc~E239283D5F36D4ECF93FBE1E1F3CFD85D~ATpl~Ecommon ~Scontent.html?rss_googlenews)

hamburg ein letztes mal zu hertie

Angela Merkel-Hertie/Karstadt/Quelle 03.06.2009

Blusenverbrennung vor Hertie in Datteln

Letzter Tag bei Hertie in Datteln

Tschüss Hertie

otix_
18.08.2009, 06:31
Verbraucher weiter in Kauflaune?

GfK-Konsumklima - Verbraucher weiter in Kauflaune (http://www.faz.net/s/Rub050436A85B3A4C64819D7E1B05B60928/Doc~E239283D5F36D4ECF93FBE1E1F3CFD85D~ATpl~Ecommon ~Scontent.html?rss_googlenews)

hamburg ein letztes mal zu hertie (http://www.youtube.com/watch?v=1yYTgQi_MuQ&feature=related)

Angela Merkel-Hertie/Karstadt/Quelle 03.06.2009 (http://www.youtube.com/watch?v=nUzWJ5_i47Q&feature=related)

Blusenverbrennung vor Hertie in Datteln (http://www.youtube.com/watch?v=60D_oyisRUo&feature=related)

Letzter Tag bei Hertie in Datteln (http://www.youtube.com/watch?v=6JhoVSC-tok&feature=related)

Tschüss Hertie (http://www.youtube.com/watch?v=oiFTXckh0zU)

Auffallend still ist es in den Medien. Immerhin ist dort wieder ein beträchtlicher Teil der Mittelschicht weggebrochen: Rund 4500 Personen bereiten sich auf ihren Aufschwung, und ihr kommendes Wachstum vor. ;)

Presse und Medien plärren aber lieber vom "Raubzug der Wenigverdiener" wenn es um die Auflösung der Mittelschicht geht:

Diese Wenigverdiener sind es nämlich, die das Gemeinwesen mit ihren Wohlstands- und Versorgungserwartungen in den Bankrott treiben. Mittlerweile sind es so viele, dass keine große Partei mehr an Ihnen vorbei kommt, wenn sie Wahlen gewinnen will.

http://www.welt.de/wirtschaft/article4118272/Der-staatliche-Raubzug-gegen-die-Mittelschicht.html

Dabei sind es doch die vielen kleinen und großen Investoren die Dawnay Day angehören, die leistungsloses Einkommen respektive Wohlstands- und Versorgungserwartungen, rein aus Kapital generiert haben wollen.

Tatsächlich zeichnete sich seit dem Einstieg des Investors eine Spirale nach unten ab. 2006 machte Hertie ein Minus von 33 Millionen Euro. 2007 waren es wiederum 30 Millionen Euro bei schrumpfenden Umsätzen und einem Eigenkapital von angeblich nicht mal zehn Millionen.

man könnte natürlich auch erklären, daß die Investoren so vorgehen mußten, weil sich der Kreis in dem Moment schliesst, wenn die (etwaigen) Steuern des "Krake Staat", auf diesen Erlös, an die Wenigverdiener verteilt werden. Da ist zwar etwas dran, nur logisch klingt das nicht, weil diese Wenigverdiener ja wiederum für andere Investoren und Institutionen Gewinne generieren, zumal sie als letztes Glied in der Kette rein der Ausbeutung dienen. Was wäre also wenn nicht verteilt werden würde. Andere Lobbygruppen würden wieder das große Zähneklappern kriegen, wenn sie merken, daß der Binnenmarkt noch mehr einbricht, weil noch weniger konsumiert würde. Wobei die Frage, ist ob diese Lobbygruppen, die aus der bröselnden Mittelschicht bestehen, mächtig genug sind sich auf Dauer durchzusetzen. Vorausgesetzt sie erkenne überhaupt die Situation in der sie sich befinden.
Und jetzt kann man den Sack zu machen und die Antwort geben: Die Mittelschicht schrumpft, weil sie nicht mächtig genug ist, und sie ihre Situation nicht richtig einschätzt.
So gibt es den Weg: die Mittelschicht siedelt sich in der Unterschicht an, und der Begriff wird, von Politik und globalen Unternehmen, über die Medien, auf dem abgesenkten Level neu definiert: "Mittelschicht" - auf Niveau der Unterschicht.

Das macht aber nichts, und lässt genug Raum für Hoffnung selbst bei widrigsten Umständen eine positives Grundstimmung zu bekommen:

Nachfolgende Generationen werden sich kaum vorstellen können, daß ein Bevölkerungsdurchschnitt, finanzielle Mittel mit einem 40 h (Lohn)Arbeitsplatz erwirtschaftete, von dem z.B.: Wohneigentum, und Grund und Boden erworben werden, eine Familie ernährt und auf einen Ruhestand hin, genannt Rente, hingearbeitet werden konnte.

Der Mehrheit in der Zukunft wird es aber nicht so vorkommen, als ob ihnen an etwas mangelt, nur der Weg dorthin kommt uns in der Gegenwart als Abstieg vor. Im Ergebnis wird der Mensch seine Zufriedenheit im Arrangemant mit den Gegebenheiten finden. Politik spekuliert darauf, und ihre primäre Aufgabe ist den Niedergang nett zu verpacken, und die Menschen (die Mittelschicht) sanft nach unten zu begleiten.

Daß das kein Leistung ist, im Sinne von: "wir haben ein System (geschaffen) daß tatsächlich Wachstum und Wohlstand (durch *LohnArbeit) generiert" muß natürlich auch verschleiert werden, weswegen dem Bürger Politik mit seinen Worthülsen immer so verlogen vorkommt. Denn das ominöse Wachstum kommt ja nur durch ständig steigende Einschränkungen, wie wir speziell an den kommenden Generationen sehen (werden).

capice?

Tschüss Hertie

Sybilla
18.08.2009, 16:38
Politische Tatenlosigkeit verschärft zusehends die Finanz- und Wirtschaftskrise.

Anhaltende US-Bankenkrise könnte für Einlagensicherung zum Problem werden

Anhaltende US-Bankenkrise könnte für Einlagensicherung zum Problem werden - Die seit rund zwei Jahren anhaltende Pleitewelle bei Banken in den USA ist weit schlimmer als die vorangegangene Krise. Dies berichtete das "Wall Street Journal". Als zunehmend bedrohliches Problem erweise sich die Übernahme von Bürgschaften durch den Einlagensicherungsfonds FDIC für Einlagen von zusammengebrochenen Geldhäusern..... (http://www.boerse-go.de/nachricht/Anhaltende-US-Bankenkrise-koennte-fuer-Einlagensicherung-zum-Problem-werden,a1866041,b117.html)

Experten erwarten zweite Bankenkrise

Experten erwarten zweite Bankenkrise - Gerade erholen sich die Geldinstitute, da droht eine neue Runde im Überlebenskampf: Die Folgen der Firmeninsolvenzen belasten laut Ökonomen nun mit voller Wucht Sparkassen und Volksbanken.... (http://www.ftd.de/politik/deutschland/:Neue-Kreditausf%E4lle-Experten-erwarten-zweite-Bankenkrise/554940.html)

DIHK-Studie - Wirtschaftskrise kostet Exporteure 180 Milliarden

Wirtschaftskrise kostet Exporteure 180 Milliarden - Die Wirtschaftskrise kommt die Exportnation Deutschland teuer zu stehen: Allein in diesem Jahr verlieren die Exporteure durch die Krise rund 180 Milliarden Euro an Umsatz. Jetzt könnte Deutschland sogar seinen Titel als Exportweltmeister verlieren. Denn die Chinesen sind mittlerweile eine ernste Konkurrenz. (http://www.welt.de/wirtschaft/article4344522/Wirtschaftskrise-kostet-Exporteure-180-Milliarden.html)

Das Abwürgen der Binnenkonjunktur durch die Agenda 2010 Entzug von Kaufkraft durch sinkende Reallöhne und einen ausufernden Niedriglohnsektor sowie die Erhöhung der MwSt. um 3% Punkte verstärkt die Krise im Binnenmarkt.

Metro rechnet nochmal nach - Übernahme von Karstadt-Filialen wackelt

Metro rechnet nochmal nach - Übernahme von Karstadt-Filialen wackelt ... Der Düsseldorfer Metro-Konzern will die geplante Übernahme von rund 60 Karstadt-Häusern offenbar noch einmal überdenken. Medienberichten zufolge soll das Vorhaben neu durchgerechnet werden, weil sich die wirtschaftliche Lage einiger Filialen offenbar stark verschlechtert hat. (http://www.rp-online.de/public/article/wirtschaft/news/745298/Uebernahme-von-Karstadt-Filialen-wackelt.html)

Somit führt die Realität die monatliche Meldung von einen stabilen Konsumklima ad absurdum.

Ein gesetzlicher Mindestlohn auf westeuropäischen Niveau ist zur Bewältigung der Krise der Binnenkonjunktur zwingend erforderlich. Der Strukturwandel von einer Exportwirtschaft zu einer Wirtschaft des EU weiten Binnenmarktes ist unumgänglich.

Britta
19.08.2009, 09:52
Selenz` Kommentar 18. August 2009
www.hans-joachim-selenz.de

Im Prozent-Nebel durch die Krise

Wirtschaftslage und Konjunktur haengen von vielen
Einflussgroessen ab. Ein ganz wichtiger Faktor - der
Fachmann weiss das - ist die Stimmung der Verbraucher.
Stehen schlechte Zeiten ins Haus konsumiert der Buerger
weniger.
In der Krise gilt es daher, gute Stimmung zu verbreiten.

Schlaegt man heute eine deutsche Zeitung auf, hat man den
Eindruck, das Wirtschaftswunder sei erneut ausgebrochen.
Da ist von Produktionssteigerungen zu lesen, dass es nur
so raucht. Der Prozentnebel truebt indes den Blick auf die
Fakten. Dem Buerger qualmt der Schaedel angesichts
dramatisch steigender Prozentzahlen.
Selbst das Brutto-Inlandsprodukt beginnt zu steigen.
Um 0,3 Prozent.
Was soll man davon halten?
Welchen Zahlen kann der Buerger trauen?
Was sagen ihm Prozente?

Prozente haben fuer den Fachmann grossen Charme.
Man kann sie in jeder Richtung gestalten.
Der Kreativitaet sind keine Grenzen gesetzt.
Es kommt bei den Prozenten naemlich immer auf die Basis an.
Der Ausgangswert ist ebenso wichtig, wie der Bezugszeitpunkt.
Vormonat, Vorquartal oder Vorjahr. Nur dann ist die Richtung
klar und man weiss, wo man wirklich steht.
Oben oder unten.
Die Talsohle sei inzwischen laengst erreicht, hoert man aus
vielen Kanaelen. Nahezu unisono. Von nun an muss es demnach
bergauf gehen - um im Bild zu bleiben. Und die Politik tut
derweil das ihre:
Wirtschaftsminister Karl-Theodor von und zu Guttenberg
erklaert die Wirtschaftskrise mal eben fuer beendet.
Basta - ist man geneigt zu sagen. Der Mann hat Mut.
Doch hat er auch recht?

Die Frage ist nicht leicht zu beantworten. Fuer viele Buerger
hat die Krise naemlich noch gar nicht begonnen.
In anderen Laendern sind ihre Auswirkungen schon sehr viel
deutlicher zu verspueren. Diese Laender werden als Konsumenten
deutscher Waren ueber Jahre mehr oder weniger ausfallen.
In Deutschland haben bis dato die Massnahmen der Regierung
wie die Verlaengerung des Kurzarbeitergeldes oder die
Abwrackpraemie die Krise abgemildert bzw. hinausgeschoben.
Fuer diese Effekte hat man mal eben einige Milliarden in die
Hand genommen. Fuer die Rettung maroder Banken wurden
noch weitaus mehr Milliarden in den grossen Pott geworfen.
Das Geld hat man zwar nicht. Doch angesichts einer veritablen
Weltwirtschaftskrise muss man halt zu unkonventionellen
Mitteln greifen. Solange der Papierpreis nicht steigt,
ist das Drucken von Geldscheinen eine durchaus preiswerte
Angelegenheit - um auch hier im Bild zu bleiben.

Und da viele Buerger und sogar Politiker den Unterschied
zwischen einer Million und einer Milliarde eh nicht kennen,
ist das auch nicht weiter tragisch
(Selenz´ Kommentar vom 23. Februar 2009 „Wirtschaftskrise“).
Irgendjemand wird den Schuldenberg irgendwann - hoffentlich -
einmal abtragen. Doch das hat Zeit.
Jetzt stehen erst einmal Wahlen ins Haus.
Da erwartet der Buerger halt, dass man ihn bezaubert...

Den zauberhaften Prozentzahlen stehen indes gar nicht so
tolle Nachrichten gegenueber. In den USA brechen immer noch
und immer mehr Banken zusammen. Waren es in 2007 noch
5 Institute, so stieg deren Zahl ueber 25 in 2008 auf aktuell
schon 77 Banken bis August diesen Jahres.
Hierzulande entwickelt sich nicht nur die Hypo-Real-Estate
zum Fass ohne Boden. Derweil kaempfen jenseits der Papiergeld-
Fassade strategisch wichtige Zweige der deutschen Wirtschaft
weiterhin ums nackte Ueberleben. Ganze Teile des Werkzeugbaus
stehen buchstaeblich vor dem Aus. Deren Auslastung sinkt weiter.
Container-Terminals laufen leer, die Gueterwagenkapazitaet ist
halbiert.

Ein kleines Rechenexempel zum Thema Prozent-Nebel:
Die Produktion der Firma XYZ habe sich im Zuge der Krise
beispielsweise um 50 % reduziert. Nicht nur im Maschinenbau
und in Teilen der Grundstoffindustrie war eine Halbierung
der Produktion im Zuge der Krise keine Seltenheit.
Liest man dann, die Produktion der Firma XYZ sei im Vergleich
zum Vorquartal um 50 Prozent gestiegen, geht Otto
Normalverbraucher vielfach davon aus, die alte Produktionshoehe
sei wieder erreicht. Doch weit gefehlt.
Die scheinbar spektakulaere prozentuale Steigerung bezieht
sich naemlich auf die neue Basis. Und die hatte sich im
Vergleich zum Ausgangswert zuvor bekanntlich halbiert.
Ausgehend von der neuen Basis sind mit einem Anstieg um 50 %
gerade einmal 75 % des Ausgangswertes erreicht.
Mit einer solchen Auslastung kann auf Dauer kein Unternehmen
ueberleben. Das Beispiel zeigt, wie genau man seine Zeitung
lesen muss.

Ein Prozent ist zwar stets ein Prozent,
sein Wert kann indes ganz verschieden sein.
Darin liegt der Zauber des Prozent-Nebels...

Peine, den 18. August 2009
gez.: Prof. Dr.-Ing. Hans-Joachim Selenz
Können unsere Politiker tatsächlich Milliarden nicht von Millionen unterscheiden? Wenn es um Ausgaben für den Bürger geht schon, bei Geld für die Banker nicht...

Sybilla
19.08.2009, 11:47
Schwache Nachfrage Erzeugerpreise Juli 2009: – 7,8% gegenüber Juli 2008 fallen so stark wie nie

Pressemitteilung Nr.303 vom 19.08.2009 Erzeugerpreise Juli 2009: – 7,8% gegenüber Juli 2008 Stärkster Preisrückgang seit Beginn der Statistik im Jahre 1949
WIESBADEN – Der Index der Erzeugerpreise gewerblicher Produkte lag nach Mitteilung des Statistischen Bundesamtes (Destatis) im Juli 2009 um 7,8% niedriger als im Juli 2008. Das ist der stärkste bislang gemessene Preisrückgang im Vorjahresvergleich seit Beginn der Erzeugerpreisstatistik im Jahr 1949. Damit lagen die Erzeugerpreise im Juli 2009 wieder etwa auf dem Niveau vom Mai 2007. Im Juni und Mai 2009 hatte die Jahresänderungsrate – 4,6% beziehungsweise – 3,6% betragen. Gegenüber Juni 2009 sank der Erzeugerpreisindex um 1,5%.
[...]Ohne Berücksichtigung von Energie sanken die Erzeugerpreise im Jahresvergleich um 3,6% und gegenüber Juni 2009 um 0,2%. (http://www.destatis.de/jetspeed/portal/cms/Sites/destatis/Internet/DE/Presse/pm/2009/08/PD09__303__61241,templateId=renderPrint.psml)

Die wirtschaftliche Lage wird immer düsterer die Politik der eingeschlafenen Hände zeigt ihre Wirkung.

Sybilla
19.08.2009, 20:50
Der viel gepriesene moderate Anstieg der Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten wurde augenscheinlich mit atypischer Beschäftigung erreicht.

Pressemitteilung Nr.304 vom 19.08.2009 - Umfang atypischer Beschäftigung hat zugenommen ... 1998 standen noch fast drei Viertel (72,6%) der Erwerbstätigen in einem Normalarbeitsverhältnis, 2008 waren es nur noch 66,0%. Der Anteil atypischer Beschäftigungsformen stieg im gleichen Zeitraum von 16,2% auf 22,2%.
Unter einem Normalarbeitsverhältnis wird ein Beschäftigungsverhältnis verstanden, das voll sozialversicherungspflichtig, mit mindestens der Hälfte der üblichen vollen Wochenarbeitszeit und mit einem unbefristeten Arbeitsvertrag ausgeübt wird....Von atypischen Beschäftigungsformen wird gesprochen, wenn eines oder mehrere dieser Kriterien nicht erfüllt sind. Dazu zählen neben der Zeitarbeit, Teil*zeitbeschäftigungen mit 20 oder weniger Stunden Arbeit pro Woche, geringfügige Beschäftigungen sowie befristete Beschäftigungen.... (http://www.destatis.de/jetspeed/portal/cms/Sites/destatis/Internet/DE/Presse/pm/2009/08/PD09__304__132,templateId=renderPrint.psml)

tricksen, tarnen, täuschen

Von wegen sozial ist was Arbeit schafft, ich behaupte, atypische Beschäftigung in prekären Arbeitsverhältnissen im Niedrigstlohnbereich ist weder sozial noch können durch sozialversicherungspflichtiger atypischer Beschäftigung die Probleme der Sozialkassen gelöst werden. Im Gegenteil vermute ich, ein ausufernder Bereich der atypische Beschäftigung in prekären Arbeitsverhältnissen verschärft die finanzielle Lage der Sozialkassen. Und beschleunigt das abrutschen der Mittelschicht in Familienarmut.

oloool
19.08.2009, 23:30
Andere Reaktionen (@FAZ):
(http://www.faz.net/s/Rub4B891837ECD14082816D9E088A2D7CB4/Doc~E58DFB2651C1C4444AA28C72C18D41F95~ATpl~Ecommon ~Scontent.html)Apple zieht sich vom regulierten Markt in Frankfurt zurück

Der amerikanische Computer- und iPhone-Hersteller Apple zieht sich von der Börse Frankfurt zurück. Das Unternehmens aus dem kalifornischen Cupertino hat nach eigenen Angaben vom Mittwoch den Widerruf der Zulassung seiner Aktien zum regulierten Markt (General Standard) an der Frankfurter Wertpapierbörse beantragt. Die Apple Inc geht davon aus, dass diese Notierung zum Jahresende eingestellt wird, nannte aber keinen Grund für den Rückzug. Die Apple-Aktie bleibt am Nasdaq Global Select Market zum Börsenhandel zugelassen und kann damit auch künftig im Freiverkehr verschiedener deutscher Wertpapierbörsen gehandelt werden. (DowJones)

Sybilla
21.08.2009, 00:59
Wie seriös sind Pläne zur Steuersenkung von FDP und Union?

FDP: Das Nettokonzept der FDP (http://59.parteitag.fdp.de/files/197/BPT-Nettokonzept.pdf)

CDU: Union schließt jede Form von Steuererhöhungen aus (http://www.cdu.de/archiv/2370_27441.htm)

SPD: Finanzierungsvorstellungen der CDU/CSU sind hanebuechener Unsinn (http://www.pressrelations.de/new/standard/result_main.cfm?pfach=1&n_firmanr_=109407&sektor=pm&detail=1&r=379339&sid=&aktion=jour_pm&quelle=0)


Die Fakten:

Appell der Bundesbank - "Erheblich schlechtere Staatsfinanzen"

Appell der Bundesbank - "Erheblich schlechtere Staatsfinanzen" - Düstere Prognosen: Warum die Bundesbank davon ausgeht, dass die Politiker nach den Wahlen kräftig sparen müssen. - Die Bundesbank erwartet stark steigende Staatsfinanzen und mahnt Finanzpolitiker, in Zukunft die Schuldenlast einzudämmen. "Die Lage der Staatsfinanzen verschlechtert sich im laufenden Jahr drastisch und im kommenden Jahr weiter erheblich", steht im Monatsbericht der Notenbank. Die Neuverschuldung dürfte in diesem Jahr um über drei Prozent des Bruttoinlandsprodukts zunehmen und damit die Obergrenze des Europäischen Stabilitätspakts reißen. Einerseits erhöhten die Konjunkturpakete das staatliche Defizit. Andererseits zeichne sich ein "außerordentlich kräftiger Rückgang" beim Aufkommen der gewinnabhängigen Steuern ab…. (http://www.sueddeutsche.de/finanzen/475/484907/text/)

"Die größte Depression aller Zeiten"

"Die größte Depression aller Zeiten" - In der Tat, die Prognosen des Trends Research Instituts sind nichts für schwache Nerven. Derzeit sieht Gerald Celente die Welt auf dem Weg in die größte Depression aller Zeiten. Kein Wunder, dass die Massenmedien hier zu Lande kein Wort darüber verlieren. Doch dummerweise hat der Mann, um den es hier geht, in der Vergangenheit wie kaum ein anderer wichtige Ereignisse sehr präzise vorher gesagt…. (http://www.ariva.de/Die_groesste_Depression_aller_Zeiten_c3050729)

Analyse, Fazit und Handlungsalternativen:

Die Einfachsteuermodelle von Union und FDP führen neben den krisenbedingten Steuermindereinnahmen zu massiven Steuerausfällen. Zur Frage, wie diese Wahlversprechen neben den Konjunkturprogrammen und der Abwrackprämie finanziert werden sollen, sehen die Pläne von Union und FDP Eingriffe in steuerliche Regelungen für Arbeitnehmer, Sozialabbau und den Abbau von Subventionen vor. Union und FDP betreiben wie all zu oft Klientelpolitik (Wahlversprechen) für die Besserverdienenden. Steuersenkungen für Spitzenverdiener sollen durch Sozialabbau bezahlt werden. Steuermindereinnahmen sollen durch eine exorbitant hohe Neuverschuldung des Staatshaushalts und eine mehr als nebulöse Hoffnung auf Wirtschaftswachstum kompensiert werden.

Richtig ist das die Arbeitnehmer/innen eine höhere Kaufkraft benötigen, damit die Binnenkonjunktur wieder an fahrt gewinnt. Leider hat der Umfang atypischer Beschäftigung durch die Agenda 2010 und den dadurch ausufernden Niedriglohnsektor fulminant zugenommen Pressemitteilung Nr.304 vom 19.08.2009 Umfang atypischer Beschäftigung hat zugenommen (http://www.destatis.de/jetspeed/portal/cms/Sites/destatis/Internet/DE/Presse/pm/2009/08/PD09__304__132,templateId=renderPrint.psml) die Reallöhne sind gesunken Reallöhne gesunken, Abgaben gestiegen (http://www.dw-world.de/dw/article/0,,4560177,00.html?maca=de-hwf-deu-1650-rdf) Wer die Real-Einkommen der Arbeitnehmer/innen der Leistungsträger der Mittelschicht wirklich erhöhen möchte, damit sich ihre Leistung wieder lohnt. Muss den Niedriglohnsektor und die atypische Beschäftigung durch gesetzliche Mindestlöhne auf westeuropäischen Niveau regulieren. Dadurch steigt nicht nur die Kaufkraft und die Anschaffungsneigung der Verbraucher sondern auch die Einnahmen der Sozialkassen das zu einem erheblichem Entlastungseffekt von Arbeitnehmer und Arbeitgeber führen wird. Die Kosten der Krise, müssen jene tragen, die diese Krise verursacht haben. für Steuergeschenke an das Klientel der Besserverdienende sehe ich im Gegensatz zu Union und FDP in den nächsten 4 Jahren keinerlei Spielräume.

Sybilla
21.08.2009, 17:43
Ein interessanter Vortrag von Prof Wolfgang Berger.

Vortrag von Prof Wolfgang Berger zur Finanzkrise/Wirtschaftskrise Teil 1 bis Teil 9. Nicht verwechseln mit Roland Berger.

Eine sehr interessante Vorlesung von Prof Wolfgang Berger zur Finanzkrise/Wirtschaftskrise Insidern und Interessierten sind diese Zusammenhänge bekannt, dass diese Zusammenhänge nicht in den medialen Seichtgebieten zur Sprache kommen ist angesichts des neoliberalen Gleichklangs nicht weiter verwunderlich. Die Richtschnur wird am Ende der Vorlesung gespannt, dem ist nichts hinzuzufügen.

Kernhaushalte von Bund und Ländern: Defizit steigt im 1. Halbjahr 2009 auf insgesamt 15,4 Milliarden Euro

Pressemitteilung Nr.307 vom 21.08.2009- Kernhaushalte von Bund und Ländern: Defizit im 1. Halbjahr 2009 - WIESBADEN – Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilt, verzeichneten die Kernhaushalte von Bund und Ländern – in Abgrenzung der Finanzstatistik – im ersten Halbjahr 2009 ein beträchtliches kassenmäßiges Finanzierungsdefizit. Bei den Ländern erreichte das Finanzierungsdefizit insgesamt 15,4 Milliarden Euro, während im ersten Halbjahr 2008 noch ein Finanzierungsüberschuss von 3,1 Milliarden Euro zu verzeichnen war.... (http://www.destatis.de/jetspeed/portal/cms/Sites/destatis/Internet/DE/Presse/pm/2009/08/PD09__307__71131,templateId=renderPrint.psml)

Ein politischer Paradigmenwechsel ist unausweichlich.

Sybilla
22.08.2009, 20:00
USA: 9000 Milliarden Dollar Schulden

USA: 9000 Milliarden Dollar Schulden - Die US-Regierung muss ihre Schätzung für das Haushaltsdefizit der kommenden zehn Jahre um zwei Billionen Dollar nach oben korrigieren. Die neue Prognose sieht für den Zeitraum von 2010 bis 2019 ein kumuliertes Minus von neun Billionen Dollar vor. (http://tagesschau.sf.tv/nachrichten/archiv/2009/08/22/international/usa_9000_milliarden_dollar_schulden)

Negativrekord: 1.600 Milliarden Euro Staatsschulden

Erstmals in der Geschichte der Bundesrepublik wird die Staatsverschuldung am heutigen 10. August 2009 gegen 16 Uhr die Marke von 1.600.000.000.000 Euro überspringen. Das teilt der Bund der Steuerzahler mit. Zu Jahresbeginn betrugen die Kreditmarktschulden von Bund, Ländern und Gemeinden samt Extrahaushalten, wie z. B. dem Finanzmarktstabilisierungsfonds, noch 1.515 Milliarden Euro. (http://www.banktip.de/News/23555/negativrekord-1.600-milliarden-euro-staatsschulden.html)

Ich meine, diese Zahlen führen das Steuerkonzept der Neoliberalen (FDP/Union) ad absurdum. Für Steuergeschenke an die Klientel der Besserverdienenden ist keinerlei Handlungsspielraum gegeben.

Deutschlandradio Kultur - Wortwechsel - Wirtschaftswachstum in Deutschland - Krise schon überwunden? -mp3 (http://ondemand-mp3.dradio.de/file/dradio/2009/08/21/drk_20090821_1907_c601e984.mp3)

Abschwung gestoppt? - Oder kehrt die Rezession zurück?
Luft zur Steuersenkung? Oder drohen Steuererhöhungen?

Sybilla
24.08.2009, 22:58
Juni 2009 gegenüber Mai 2009 - Auftragseingänge in der Industrie der Eurozone um 3,1% gestiegen -Rückgang um 0,4% in der EU27

Natürlich geht es aufwärts. :confused: Genauso wie die Einzelhandelsumsätze alljährlich im Vergleich von November zu Dezember ansteigen.

Wer natürlich auch eine zweiten Blick wagt, kann blitzschnell erkennen das die Auftragseingänge im Vergleich zu 2008 um ca. - 25 % eingebrochen sind.

Im Vergleich zum Juni 2008 nahm der Index der Auftragseingänge in der Industrie im Juni 2009 in der Eurozone um 25,1% und in der EU27 um 24,0% ab.

Im Vergleich zum Juni 2008 nahm der Index der Auftragseingänge in der Industrie im Juni 2009 in der Eurozone um 25,1% und in der EU27 um 24,0% ab. Betrachtet man die Auftragseingänge ohne Schiff- und Bootsbau, Schienenfahrzeugbau sowie Luft- und Raumfahrzeugbau, so betrug der Rückgang 26,7% bzw. 25,9%. (http://epp.eurostat.ec.europa.eu/cache/ITY_PUBLIC/4-24082009-AP/DE/4-24082009-AP-DE.PDF)

Leistungsmissbrauch ?

Geburtstagsessen im Bundeskanzleramt - Merkel hofiert Ackermann auf Staatskosten (http://www.handelsblatt.com/politik/deutschland/merkel-hofiert-ackermann-auf-staatskosten;2448425)

Jobabbau - Kahlschlag kommt nach der Wahl

Jobabbau - Kahlschlag kommt nach der Wahl - Die deutsche Industrie will Stellen im großem Umfang streichen - sobald die Bundestagswahl vorüber ist. Dann läuft das Stillhalteabkommen mit Berlin aus.... (http://www.ftd.de/politik/deutschland/:Jobabbau-Kahlschlag-kommt-nach-der-Wahl/557336.html)

Aber 6 Tage vor drei Landtagswahlen und 27 Tage vor der Bundestagswahl wird die Botschaft vom unerwarteten Aufschwung verkündet, der sich sehr bald nach den Wahlen in Schall und Rauch auflösen dürfte.

Sybilla
27.08.2009, 08:54
Das Ifo Institut des Herrn Prof. Sinn aus München meldet wieder einmal ein ansteigen des Ifo - Index. (laut Medien zum x.ten Mal in Folge)

Glauben wir mal an den Aufschwung... Auch der Sommer 2006 war nur ein seliger Traum. (http://www.ftd.de/boersen_maerkte/aktien/marktberichte/:Das-Kapital-Glauben-wir-mal-an-den-Aufschwung/557832.html?eid=313559)

Tja wer genau hinsieht, sieht oft sehr viel besser.

Wie man mit Statistik täuschen kann Die verschaukelte Bevölkerung - „Nicht nur die Zahlen sind wichtig, sondern die beabsichtigte Wirkung und der Mechanismus“

Wie man mit Statistik täuschen kann Die verschaukelte Bevölkerung - „Nicht nur die Zahlen sind wichtig, sondern die beabsichtigte Wirkung und der Mechanismus“ meinte Prof. Dr. Gerd Bosbach, Spezialist für Statistikmissbrauch.... - Im Vatikan lebt sich’s gefährlich „Was ist die gefährlichste Stadt?“, beginnt Bosbach seinen Vortrag. Es sei nicht New York oder Rio, sondern der Vatikanstaat. Und warum? Weil es dort viele Besucher gibt und entsprechend viel geklaut wird. Der Vatikan-Staat hat bei vergleichsweise geringer Bevölkerung deshalb die meisten Zivil- und Strafverfahren pro Einwohner. (http://www.nrhz.de/flyer/beitrag.php?id=13186)

Sozialhilfeausgaben 2008: Anstieg auf netto 19,8 Milliarden Euro

Pressemitteilung Nr.314 vom 26.08.2009 - Sozialhilfeausgaben 2008: Anstieg auf netto 19,8 Milliarden Euro - ....Die Nettoausgaben für die Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung betrugen 3,7 Milliarden Euro; dies entsprach 19% der gesamten Sozialhilfeausgaben. Im Vergleich zu 2007 stiegen die Ausgaben für diese Hilfeart um 6,0%. (http://www.destatis.de/jetspeed/portal/cms/Sites/destatis/Internet/DE/Presse/pm/2009/08/PD09__314__221,templateId=renderPrint.psml)

Finanzierung Mindesteinkommen (Union/FDP)

Union und FDP sprechen sehr oft von einen Mindesteinkommen (Kombilohn) sie werden aber in den Wahl-werbe-sendungen nicht gefragt wie dieses Mindesteinkommen von der Solidargemeinschaft der Steuerzahler finanziert werden soll. Denn dieser Kombilohn (Mindesteinkommen) wirkt wie eine Prämie auf Kobraschwänze. Union und FDP denken und die üblich verdächtigen „Experten“ unterstützen die These der neoliberalen Union/FDP ein Kombilohnmodel könnte die Arbeitslosigkeit in D reduzieren. Als in den 1930 ern Indien von einer Kobrainvasion heimgesucht wurde, setzten die Behörden eine Fangprämie auf Kobraschwänze aus, was dazu führte das Kobraschlangen gezüchtet wurden, aber deren Reduzierung nicht förderte. Den gleichen Effekt sehe ich bei den angedachten Mindesteinkommen (ergänzendes ALG II), damit züchtet man Kombilohnarbeitsplätze, die Kosten für das Mindesteinkommen steigt immer weiter an. Erste Forderungen nach einer Erhöhung der MwST. um 6% Punkte sind bereits an die Politik adressiert. Das Fazit heißt Kombilöhne oder Mindesteinkommen setzen die falschen Anreize. Der gesetzliche Mindestlohn auf westeuropäischen Niveau ist eine echte Alternative dadurch wird die Solidargemeinschaft der Steuerzahler entlastet und nur die Gewinnerwartung von Unternehmen belastet. Die Zahl der Menschen die bei Renteneintritt von Altersarmut bedroht werden sinkt ab.

Ich hoffe das mancher Wahlkampfmoderator an Union und FDP folgende Fragen stellt.

Wie und von wem werden die versprochen Steuersenkungen finanziert?
Wie und von wem wird das Mindesteinkommen (ergänzendes ALG II) für den ausufernden Bereich der atypischen Beschäftigung finanziert?
Wie wirkt sich das das Mindesteinkommen (ergänzendes ALG II) auf die rasant ansteigende Altersarmut aus?

SPD

...Wie immer das Urteil künftiger Historiker über Schröders changierende Persönlichkeit ausfällt, seine Agenda 2010, im Kern die richtige Antwort auf die drohende Unbezahlbarkeit unserer Sozialsysteme, folgte doch der ökonomischen Vernunft. Heute ist sie ein Teufelswort. ... (http://www.dradio.de/dkultur/sendungen/politischesfeuilleton/1023114/)

Mann Mann Mann

Ich meine, wenn man in D von drohender Unbezahlbarkeit sprechen kann dann von der Einrichtung der Bad Banks und den Rettungsschirmen über der HRE und anderen notleidenden Banken.

Ich behaupte die Arbeitslosenhilfe in der Form wie sie vor 2005 und vor den ALG II gestaltet und bezahlt wurde, wäre angesichts der Rettungsmilliarden für Banken noch sehr lange bezahlbar und erheblich gerechter als das ALG II gewesen.

In meine Ohren klingt der Satz des Klaus Bölling, wie die Antwort eines trotzigen Kindes, das zwar schon lange seinen Fehler eingesehen hat, aber den Eltern, in Fall von Herr Klaus Bölling wohl eher den Wählerinnen und Wählern, trotzen möchte. Nicht auszudenken wenn die SPD mit einen Kanzlerkandidaten angetreten wäre der einfach nur gesagt hätte " Die Agenda 2010 war großer Mist" Ich bin sicher die SPD wäre mit dieser Aussage bei den BT - Wahlen locker über die 35 % Hürde geschwebt.

Sybilla
27.08.2009, 09:55
27.08.2009 08:50 GfK-Konsumklima zieht weiter an (http://www.finanznachrichten.de/nachrichten-2009-08/14794087-gfk-konsumklima-zieht-weiter-an-009.htm)

Pressemitteilung Nr.316 vom 27.08.2009 - Anstieg des privaten Konsums infolge der Umweltprämie für Pkw (http://www.destatis.de/jetspeed/portal/cms/Sites/destatis/Internet/DE/Presse/pm/2009/08/PD09__316__811,templateId=renderPrint.psml)
Veränderungsraten zum Vorjahr (in jeweiligen Preisen)
Privater Konsum 2006 + 2,3 2007 + 1,4 2008 + 2,5 1.Halbjahr 2009 + 0,1
Kauf von Kraftfahrzeugen 2006 + 7,8 2007 – 8,8 2008 –3,9 1.Halbjahr 2009 +23,0
Privater Konsum ohne Kraftfahrzeuge 2006 +2,0 2007 +2,0 2008 +2,8 1.Halbjahr 2009 – 1,0

Somit ist kristallklar ersichtlich, dass nur das "Strohfeuer Abwrackprämie" den privaten Konsum und die gemessene Kauflust im 1. Halbjahr 2009 befördert hat. Ohne "Strohfeuer Abwrackprämie" ist ein deutlicher Einbruch des privaten Konsum zu verzeichnen.

Sybilla
28.08.2009, 11:05
Wenn das Strohfeuer der Abwrackprämie verglimmt ist wird vermutlich nichts als "verbrannte Erde" zurückbleiben.

Studie schlägt Alarm - Aus der Abwrackprämie gefährdet 90.000 Jobs (http://www.rp-online.de/public/article/auto/abwrackpraemie/750592/Aus-der-Abwrackpraemie-gefaehrdet-90000-Jobs.html)

Zehn Schattenseiten der Abwrackprämie (http://www.rp-online.de/public/bildershowinline/aktuelles/auto/43311)

Was sagt die allmonatliche Meldung des imaginären Konsumklima eigentlich aus?

Fakt ist das der Einzelhandelsumsatz im 1. Halbjahr 2009 real um beachtliche 2,1 % gesunken ist.

Im ersten Halbjahr 2009 wurde im deutschen Einzelhandel nominal 2,3 und real 2,1% weniger als im vergleichbaren Vorjahreszeitraum umgesetzt. (http://www.destatis.de/jetspeed/portal/cms/Sites/destatis/Internet/DE/Presse/pm/2009/08/PD09__289__45212,templateId=renderPrint.psml)

Ich denke des weder Optimismus noch Pessimismus aus der Krise führen, deshalb setze ich immer auf Realismus.

Sybilla
29.08.2009, 13:39
Mehr Netto vom Brutto

Städtetag sieht beispiellose Finanzkrise (http://www.dw-world.de/dw/function/0,,12356_cid_4609282,00.html)

Wie kann die Schuldenlast von Bund, Länder und Kommunen von den Bürgern geschultert werden?

a, MwSt. auf 25 % erhöhen
b, Börsenumsatzsteuer von 1 % erheben
c, soziale Leistungen, Kindergeld um 25 % kürzen
d, Private Vermögenssteuer erheben

FDP und Union möchten ihre Klientel steuerlich entlasten wie kann das von den Bürgern geschultert werden?

a, MwSt. auf 25 % erhöhen
b, Subventionen und steuerliche Vorteile der Arbeitnehmer streichen
c, soziale Leistungen, Kindergeld um 25 % kürzen
d, Mineralölsteuer erhöhen

FDP und Union vertreten ein Mindesteinkommen (ergänzenden ALG II) aufgestockt wird, wie kann das von den Bürgern geschultert werden?

a, MwSt. auf 25 % erhöhen
b, gesetzlicher Mindestlohn
c, Mineralölsteuer erhöhen
d, Absenken des Mindesteinkommen

Sybilla
03.09.2009, 12:07
Wie lange dauert die Krise?

In manchen Medien wird m Gleichklang vom nahenden Ende der Krise berichtet.
Ist das Konzept von Frau Merkel "abwarten und alles so lassen, wie es ist“ der richtige Weg durch die Krise?
Oder kommt die Krise nach der BTW knüppeldick zurück?

In den letzten Tagen mehren sich die warnenden Experten - Stimmen, das „weiter so“ nicht aus der Krise führen wird.

EZB will dem Aufschwung nicht so recht trauen

...Vor kurzem wäre Jean-Claude Trichet fast der Kragen geplatzt. Er habe das Gefühl, dass einige die Krise längst abgehakt hätten und zur Normalität zurückkehrten, sagte der Chef der Europäischen Zentralbank (EZB) beim Notenbanker-Treff in Jackson Hole Ende August. Auch die Konjunktur habe sich noch keinesfalls erholt.... (http://www.welt.de/die-welt/finanzen/article4451903/EZB-will-dem-Aufschwung-nicht-so-recht-trauen.html)

Und das Statistische Landesamt in Stuttgart meldet auch im Juli für Baden-Württemberg weiterhin ein dickes Minus in den Auftragsbüchern der Industrie.

Im Zeitraum Januar bis Juli lag die Nachfrage um 36 Prozent unter dem Vorjahreswert Trotz erster Anzeichen für eine Stabilisierung steht in den Auftragsbüchern der Industrie in Baden-Württemberg weiterhin ein dickes Minus. Wie das Statistische Landesamt am Mittwoch in Stuttgart mitteilte, gingen die Auftragseingänge preisbereinigt im Juli im Vergleich zum selben Monat des Vorjahres um 27 Prozent zurück. (http://www.ad-hoc-news.de/zeitraum-nur-kleine-lichtblicke-in-industrieunternehmen--/de/Politik/20484097)

Auch der Einbruch der Aufträge im Bauhauptgewerbe ist ein Indiz, das die Krise weiterhin andauert.

Pressemitteilung Nr.312 vom 25.08.2009 -Aufträge im Bauhauptgewerbe im Juni 2009: real – 7,0% zum Juni 2008 (http://www.destatis.de/jetspeed/portal/cms/Sites/destatis/Internet/DE/Presse/pm/2009/08/PD09__312__441,templateId=renderPrint.psml)

Objektiv betrachtet sagen alle Analysen der wirtschaftlichen Kennzahlen so kann es nicht weiter gehen. Die Sondereffekte (Wachstum im Q2 um 0,3 %) Konjunkturprogramme und Umwelt (Abwrackprämie) laufen aus. Jetzt ist politisches Handeln nötig. Zum einem muss das exorbitant hohe Staatsdefizit abgedeckt werden zum anderen ist ein wirtschaftlicher Strukturwandel (weniger Exportabhängigkeit mehr Binnennachfrage) überfällig. Ein Lösungsansatz ist eine Börsenumsatzsteuer (Vorschlag 1 % = ca. 70 Mrd. €/Jahr) und eine Stärkung der Binnennachfrage durch eine Absenkung der MwSt. von 19 auf 15 Prozentpunkte.(Die Kosten sind nicht höher als die Kosten für die EK - Steuersenkungspläne für die Klientel von FDP und Union.) Somit hätten aber alle Verbraucher (nicht nur eine bestimmte Klientel) mehr Kaufkraft vom Netto.

Eine Absenkung der MwSt. und ein ausgeglichener Staatshaushalt ist nur finanzierbar wenn das von FDP und Union favorisierte steuerfinanzierte Mindesteinkommen (ergänzendes ALG II) durch einen gesetzlichen Mindestlohn auf westeuropäischem Niveau ersetzt wird. Der Unterschied, zwischen den von FDP und Union favorisierten Mindesteinkommen und einen gesetzlichen Mindestlohn ist, das Mindesteinkommen ist steuerfinanziert, der gesetzliche Mindestlohn kostet den Steuerzahler keinen Cent. Das Mindesteinkommen ist der falsche Anreiz weil dadurch immer mehr atypische Beschäftigung mit hoher Gewinnerwartung geschöpft wird, diese durch die Solidargemeinschaft der Steuerzahler subventioniert werden muss. Der gesetzliche Mindestlohn entlastet die Solidargemeinschaft der Steuerzahler, senkt aber die Gewinnerwartung einzelner Unternehmen ab, allerdings setzt ein gesetzlicher Mindestlohn keine Anreize zum Ausbau von atypischer Beschäftigung. Zudem hebt der gesetzliche Mindestlohn die Kaufkraft der Verbraucher an. Mehr Kaufkraft vom Netto.

Sybilla
05.09.2009, 15:37
Wenn der Aufschwung kommen würde hätten die Arbeitnehmer und Rentner weniger Probleme.
Nun ist die Katze aus dem Sack!

Bruttolöhne sinken die Rentengarantie der Bundesregierung kommt voraussichtlich 2010 zum Tragen.

Die Bruttolöhne und -gehälter in Deutschland sind einem Zeitungsbericht zufolge im zweiten Quartal durchschnittlich um 0,8 Prozent gesunken. ... Führende Wirtschaftsforscher rechnen wegen der schlechten Lohnentwicklung damit, dass die Rentengarantie der Bundesregierung voraussichtlich im nächsten Jahr erstmals zum Tragen kommt.... (http://www.dw-world.de/dw/function/0,,12356_cid_4638349,00.html?maca=de-de_na-2225-xml-atom)
Die Agenda 2010 und die Niedriglohnpolitik haben neben Sondereffekten (Kurzarbeit) und atypischer Beschäftigung die Bruttolöhne ins rutschen gebracht. Weniger Brutto heißt natürlich ebenso weniger Netto von weniger Brutto.

Ebenso sinken die Einnahmen der Sozialkassen und die Steuereinnahmen des Staates.

Abhilfe könnte ein gesetzlicher Mindestlohn/Mindesteinkommen schaffen.

Es gibt zwei Modelle, das von Union und FDP favorisierte Mindesteinkommen das durch steuerfinanziertes ergänzendes ALG II einen Niedriglohn aufstockt.
Vorteil: Die Gewinnerwartung der Unternehmen steigt durch subventionierte Löhne an.
Nachteil: Die Mindesteinkommen werden von der Solidargemeinschaft der Steuerzahler subventioniert werden.
Mindesteinkommen setzen die falschen Anreize, denn dadurch entstehen immer mehr Beschäftigungsverhältnisse im Niedriglohnsektor und die Kosten für das Mindesteinkommen (steuerfinanziertes ergänzendes ALG II steigen immer weiter an)
Was spricht dafür?
Mehr Menschen erhalten ein Beschäftigungsverhältnis.
Was spricht dagegen?
Das Bruttolohnniveau sinkt auf breiter Front.

Oder das Modell von SPD/GRÜNE/LINKE des gesetzlichen Mindestlohn auf westeuropäischen Niveau.
Vorteil:Ein gesetzlicher Mindestlohn wird von den Unternehmen finanziert.
Nachteil: Die Gewinnerwartung von Unternehmen sinkt ab.
Was spricht dafür?
Das Bruttolohnniveau und die Kaufkraft (Anschub Binnenkonjunktur) steigt auf breiter Front.
Was spricht dagegen?
Die Angst das ein gesetzlicher Mindestlohn Beschäftigungsverhältnisse im Niedriglohnsektor vernichtet.
Allerdings wurde das in keinem Wirtschaftsraum (USA,GB, FRA) nach Einführung von gesetzlichen Mindestlöhnen in einen nennenswerten Umfang beobachtet.

Ist die Lohnfindung nicht Aufgabe der Tarifpartner?

Ja aber, in Bereichen in denen die gewerkschaftliche Vertretung keine Mitwirkungsmöglichkeit besitzt, ist es die Aufgabe des Staat soziale Mindeststandards gesetzlich zu, garantieren.

Sybilla
07.09.2009, 11:46
Viele behaupten und manche „Experten“ verkünden das ALG II Kombilohnmodel hat die Arbeitslosigkeit in D enorm reduziert. Als in den 1930 ern Indien von einer Kobrainvasion heimgesucht wurde, setzten die Behörden eine Fangprämie auf Kobraschwänze aus, was dazu führte das Kobraschlange gezüchtet wurden, aber deren Reduzierung nicht förderte.Den gleichen Effekt sehe ich im ALG II Kombilohnmodel, damit züchtet der Staat Kombilohnarbeitsplätze, aber die Zahl der ALG II Leistungsberechtigten steigt weiter an. Kommunen fürchten Sozialausgaben-Explosion. (http://www.handelsblatt.com/politik/deutschland/kommunen-fuerchten-sozialausgaben-explosion;2453630)
Das Fazit heißt, ein Mindesteinkommen durch ergänzendes ALG II setzt die falschen Anreize.

Von einem Aufschwung fehlt weiterhin jede Spur

August 2009 27,9% weniger Roheisen und 26,0% weniger Rohstahl als im August 2008

Pressemitteilung Nr.328 vom 07.09.2009 Rohstahlproduktion im August 2009 bei 2,95 Millionen Tonnen - WIESBADEN – Die deutschen Hüttenwerke haben im August 2009 1,83 Millionen Tonnen Roheisen und 2,95 Millionen Tonnen Rohstahl hergestellt. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilt, produzierten die Hüttenwerke damit 27,9% weniger Roheisen und 26,0% weniger Rohstahl als im August 2008. Gegenüber dem Vormonat Juli nahm die Produktion im August 2009 bei Roheisen um 12,1% und bei Rohstahl um 9,6% zu. Bei der Rohstahlproduktion ergab sich kalender- und saisonbereinigt (Berliner Verfahren 4.1 – BV 4.1) ein Rückgang um 3,0%. (http://www.destatis.de/jetspeed/portal/cms/Sites/destatis/Internet/DE/Presse/pm/2009/09/PD09__328__42311,templateId=renderPrint.psml)

Auch Werftengruppe Hegemann beantragt Staatsbürgschaften (http://www.welt.de/die-welt/wirtschaft/article4477686/Auch-Werftengruppe-Hegemann-beantragt-Staatsbuergschaften.html)

Diese Krise kann nicht durch wunderbare Geldschöpfung überwunden werden, es bedarf eines politischen Paradigmenwechsel und eines wirtschaftlichen Strukturwandel. Weg von der neoliberalen Profitwirtschaft (Wachstum,Wachstum,Wachstum) mit Schwerpunkt Export hin zu einer ökologischen und sozialen Marktwirtschaft des EU Binnenmarktes die hauptsächlich von den Konsum der EU Verbraucher getragen wird. Das setzt eine stärke Kaufkraft der Verbraucher durch eine spürbare Absenkung der MwSt. sowie eine ökologische Energiepolitik voraus. Wer glaubt (Union/FDP/Bundeskanzlerin) er/sie könne durch eine EK -Steuersenkung für eine "elitäre" Klientel Wachstum, Wachstum,Wachstum generieren und somit die Krise überwinden, hat die Ursache der Krise offensichtlich nicht richtig analysiert, ein politisches scheitern ist meines Erachtens nicht nur aufgrund des exorbitant hohen Staatsdefizit vorprogrammiert.

Britta
07.09.2009, 12:31
Wer glaubt (Union/FDP/Bundeskanzlerin) er/sie könne durch eine EK -Steuersenkung für eine "elitäre" Klientel Wachstum, Wachstum,Wachstum generieren und somit die Krise überwinden, hat die Ursache der Krise offensichtlich nicht richtig analysiert, ein politisches scheitern ist meines Erachtens nicht nur aufgrund des exorbitant hohen Staatsdefizit vorprogrammiert.
Die Frage ist aber: Wollen die wirklich Wachstum, Wachstum, Wachstum generieren oder ist das nur ein dämliches Lippenbekenntnis, da sie ja um Wachstum zu generieren genau das Gegenteil dessen machen müßten, was sie seit Jahrzehnten (schon unter Kohl) tun?

Oder aber wollen die nur dass ihre eigenen Bankkonten und die ihrer Freunde wachsen? Denn zusätzlich bekommen wir Klimawandel und Resourcenschwund gepredigt. Das ist zwar auch gelogen, ist aber ein deutlicher Hinweis dass man die Masse im Elend ohne Konsum schmoren lassen will um selbst in Saus und Braus zu leben.

Jedenfalls erklärt es die Widersprüche zwischen Sagen und Handeln.

Es kann natürlich auch noch was ganz anderes sein: Die Politiker sind einfach nur strohdumm, mickrig, blöd und korrupt.

Hellmann
07.09.2009, 12:52
Es kann natürlich auch noch was ganz anderes sein: Die Politiker sind einfach nur strohdumm, mickrig, blöd und korrupt.
So dumm können die gar nicht sein. Die sitzen an der Quelle und befassen sich den ganzen Tag mit nichts anderem. Die wissen genau, dass Krisen und Massenarbeitslosigkeit absichtlich verursacht werden, dass der "menschenverursachte Klimawandel wegen CO2" ein Schwachsinn ist und SARS, Vogelgrippe und jetzt Schweinegrippe eine Inszenierung der Medien sind.

Das Problem ist, dass diese Figuren sich sogar für besonders schlau und gut informiert halten und über die dumme Masse, die den Blödsinn in den Medien glaubt, sich erhaben fühlen.

Wenigstens das ist dank Internet heute vorbei. Und es ist wichtig, dass es im Internet viele Foren gibt, in denen die Banditen sehen können, dass die Leute eben nicht blöde sind und es deshalb nicht besser verdient haben...

Sybilla
08.09.2009, 11:11
Kommt jetzt der Aufschwung oder nicht?

Deutsche Ausfuhren im Juli 2009: – 18,7% gegenüber Juli 2008

Pressemitteilung Nr.329 vom 08.09.2009 Deutsche Ausfuhren im Juli 2009: – 18,7% gegenüber Juli 2008 WIESBADEN – Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) anhand vorläufiger Ergebnisse mitteilt, wurden im Juli 2009 von Deutschland Waren im Wert von 70,5 Milliarden Euro ausgeführt und Waren im Wert von 56,6 Milliarden Euro eingeführt. Damit verringerten sich die deutschen Ausfuhren im Juli 2009 im Vergleich zum Juli 2008 um 18,7% und die Einfuhren um 22,3%. Gegenüber Juni 2009 nahmen die Ausfuhren kalender- und saisonbereinigt um 2,3% zu, während die Einfuhren gegenüber dem Vormonat nahezu unverändert blieben. (http://www.destatis.de/jetspeed/portal/cms/Sites/destatis/Internet/DE/Presse/pm/2009/09/PD09__329__51,templateId=renderPrint.psml)

Die Auftragseingänge in der Industrie sanken im Vergleich zum Vorjahresmonat um 22,6 Prozent.


Die Auftragseingänge in der Industrie unterschritten ihre Vorjahresstand im Zweimonatsvergleich um 22,6 Prozent. Die Inlandsbestellungen lagen dabei um 19,2 Prozent, die Auslandsbestellungen um 25,4 Prozent unter dem Vorjahresniveau. (http://www.ftd.de/politik/konjunktur/:konjunktur-industrie-nimmt-fahrt-auf/50006294.html)

Der imaginäre Aufschwung beschränkt sich auf Sondereffekte (Konjunkturprogramme) und den Vormonatsvergleich - Bundeswirtschaftsministerium: Industrie steuert mit kräftigem Auftragsplus aus Krise

...Die Firmen sammelten 3,5 Prozent mehr Bestellungen ein als im Vormonat, wie das Bundeswirtschaftsministerium am Montag mitteilte. Ein Rüstungs-Großauftrag sorgte für kräftigen Auftrieb bei den Inlandsorders, die um mehr als zehn Prozent anzogen. Lange Gesichter gab es allerdings bei den Autoherstellern, bei denen trotz der Abwrackprämie deutlich weniger Aufträge eingingen.... (http://de.reuters.com/article/topNews/idDEBEE5860AD20090907)

Ah ja, ob das kräftige Auftragsplus der Industrie ein punktgenau entfachtes Wahlkampf - Strohfeuer oder ein nachhaltiger und fortdauernder Aufschwung ist, zeigt das kommende Winterhalbjahr.

Allerdings werden die Jahresvergleichszahlen in kürze geringer ausfallen denn im August/September 2008 begann der beispiellose Abschwung der bundesdeutschen Wirtschaft.

Ob nach den Wahlen, der Weg der aus der Krise führt, wirklich nur Wachstum, Wachstum, Wachstum heißt, darf mit Recht bezweifelt werden.
Ich denke, der überfällige Strukturwandel der Wirtschaft der meines Erachtens bis heute verschlafen wurde, kann nicht durch Wachstum, Wachstum, Wachstum umgangen werden. Dass wird eine der ersten Erkenntnisse sein, die der neuen Bundesregierung ins Aufgabenheft zu schreiben ist.

Sybilla
10.09.2009, 18:15
Angesichts der folgenden Informationen erhebt sich die Frage gefährdet ein allgemeiner flächendeckender gesetzlicher Mindestlohn auf westeuropäischen. Niveau wirklich Millionen von Arbeitsplätzen oder würden nur wenige Arbeitnehmer Falsche Zahlen bei der Mindestlohn-Debatte (http://www.rbb-online.de/kontraste/beitrag/2008/falsche_zahlen_bei.html) von einen Mindestlohn profitieren? Pressemitteilung Nr.304 vom 19.08.2009 - Umfang atypischer Beschäftigung hat zugenommen (http://www.destatis.de/jetspeed/portal/cms/Sites/destatis/Internet/DE/Presse/pm/2009/08/PD09__304__132,templateId=renderPrint.psml) Fakt ist das die Zahl der armen Kinder unter 15 Jahren, die von Hartz IV leben müssen steigt weiter an Deutschlands arme Kinder (http://www.zeit.de/2009/08/Macher-und-Maerkte5) Die Kosten für den Arbeitsmarkt/ALG II/ ergänzendes ALG II - Mindesteinkommen stieg alleine im Haushaltsplan 2008 des Bundes (ohne Hartz IV Ausgaben der Kommunen) auf über 35 Mrd. Euro an. Die Hartz-IV-Gesamtausgaben des Bundes,die auch Mietzuschüsse und Verwaltungskosten umfassen, könnten daher in etwa im Rahmen der veranschlagten knapp 35 Milliarden Euro bleiben. (http://de.reuters.com/article/topNews/idDEKOE04698120080410)
1 Euro Jobs sind zwar wirkungslos senken aber die Zahl der statistisch erfassten Arbeitslosen Ausgenutzt und chancenlos - der Unsinn der Ein-Euro-Jobs (http://daserste.ndr.de/panorama/archiv/2008/panoramaeineurojobs2.html) und laut einer Studie (http://www.iaq.uni-due.de/iaq-report/2008/report2008-01.pdf)

Also, wenn nur wenige Arbeitnehmer von einem gesetzlichen Mindestlohn auf westeuropäischem Niveau betroffen sind, dann kann ein gesetzlicher Mindestlohn nur wenige Arbeitsplätze bedrohen.

Wenn aber durch einem gesetzlichen Mindestlohn auf westeuropäischem Niveau viele Arbeitsplätze bedroht werden, dann würden auch viele Arbeitnehmer von einem gesetzlichen Mindestlohn profitieren.

Trendwende in den USA

In jüngster Zeit mehren sich die Stimmen, die den konventionellen Pro – und Kontra- Argumenten widersprechen. So ist Nobelpreisträger Robert Solow (MIT) der Auffassung, daß sich seit einer Expertenumfrage des American Economic Review im Jahr 1978, bei der 90% der befragten Volkswirte der Meinung waren, Mindestlohnanhebungen führten zu höherer Arbeitslosigkeit unter gering qualifizierten Arbeitnehmern, dieser Prozentsatz inzwischen wahrscheinlich halbiert habe. Zu einem Wendepunkt in der Mindestlohndebatte kam es 1995 aufgrund der berühmten Studie der Ökonomen David Card und Alan Krueger (Princeton), die feststellten, daß es im U.S.-Bundesstaat New Jersey trotz des höheren Mindestlohns im Vergleich zum Nachbarstaat Pennsylvania zu einem höheren Wachstum an Arbeitsplätzen gekommen war. Die Studie wird heute oft als Beweis dafür zitiert, daß der Effekt des Mindestlohns auf den Arbeitmarkt geringer sei als bisher konventionell angenommen. "Heute geht es in der Debatte darum, wie klein der Effekt ist, nicht darum, wie groß er ist", kommentiert ein Arbeitsmarktexperte. Vor diesem Hintergrund, so Nobelpreisträger Joseph Stiglitz, ehemaliger Chefökonom der Weltbank, werden die gesellschaftlichen Konsequenzen der Mindestlohnanhebung immer wichtiger. Seit dem letzten Mindestlohnanstieg vor 10 Jahren ist die Arbeitslosigkeit in den USA weiter zurückgegangen. Stiglitz zieht das Resümee: "Die Anhebung des Mindestlohnes wurde von anderen Arbeitsmarktfaktoren vollkommen überlagert." (http://www.kas.de/db_files/dokumente/laenderberichte/7_dokument_dok_pdf_10371_1.pdf)

Hellmann
10.09.2009, 20:29
Also, wenn nur wenige Arbeitnehmer von einem gesetzlichen Mindestlohn auf westeuropäischem Niveau betroffen sind, dann kann ein gesetzlicher Mindestlohn nur wenige Arbeitsplätze bedrohen.

Wenn aber durch einem gesetzlichen Mindestlohn auf westeuropäischem Niveau viele Arbeitsplätze bedroht werden, dann würden auch viele Arbeitnehmer von einem gesetzlichen Mindestlohn profitieren.
Deine logischen Schlüsse sind zwar einwandfrei, aber die Logik der sogenannten Wirtschaftswissenschaftler und der Politiker orientiert sich nur an den Interessen des Kapitals.

Also sind einmal wenige Arbeitnehmer vom Mindestlohn betroffen, wenn es um die Frage geht, ob der Mindestlohn vielen Menschen helfen würde.

Gleichzeitig sind aber plötzlich viele Arbeitsplätze betroffen, wenn man mit der Behauptung argumentieren will, dass der Mindestlohn Arbeitsplätze verhindern würde.

Den logischen Zusammenhang erhalten die Wirtschaftswissenschaftler mit einem Packerl Geldscheinen von den interessierten Kapitalisten und ihren Interessenverbänden wie INSM direkt oder durch "Forschungsaufträge".

Natürlich spinnen die sowieso, weil sie die Löhne allein als Kostenfaktoren betrachten, als würden die Arbeiter das Geld dann verbrennen und sich nichts dafür kaufen. Den Unsinn trotzdem zu verzapfen, ist die Voraussetzung für einen Lehrstuhl.

Sybilla
11.09.2009, 17:41
Großhandelspreise August 2009: – 8,3% zum August 2008

Pressemitteilung Nr.340 vom 11.09.2009 -Großhandelspreise August 2009: – 8,3% zum August 2008 - WIESBADEN – Der Index der Großhandelsverkaufspreise lag nach Mitteilung des Statistischen Bundesamtes (Destatis) im August 2009 um 8,3% unter dem Stand von August 2008. Im Juli 2009 hatte die Jahresänderungsrate – 10,6% und im Juni 2009 – 8,8% betragen. Im Vergleich zum Juli 2009 stiegen die Großhandelspreise im August 2009 um 0,7%. (http://www.destatis.de/jetspeed/portal/cms/Sites/destatis/Internet/DE/Presse/pm/2009/09/PD09__340__61281,templateId=renderPrint.psml)

Auch HSH Nordbank benötigt Bad Bank

Die Anzeichen verdichten sich, dass die HSH Nordbank staatliche Hilfen für eine Bad Bank und eine Abwicklungsanstalt in Anspruch nehmen wird. (http://www.handelsblatt.com/unternehmen/banken-versicherungen/hsh-nordbank-will-eigene-bad-bank;2455603)

WestLB-Chef stellt sich auf "eiskalten" Winter ein

WestLB-Chef stellt sich auf "eiskalten" Winter ein - ... "Ich gehe davon aus, dass wir wegen der Wirtschaftskrise einen eiskalten Winter bekommen, der Auswirkungen hat bis ins kommende Frühjahr", sagte der komissarische WestLB-Chef Dietrich Voigtländer am Mittwoch bei einer Branchenkonferenz in Frankfurt.... (http://de.reuters.com/article/companiesNews/idDEBEE5880DD20090909)


Gebühren-Millionen für die HRE Risiko-Investments bei WDR und BR

Mit "unbesicherten Geldmarktaufnahmen" wollten WDR und BR mehr aus ihren Gebühren-Millionen herausholen. Das Problem: Die Anlage erfolgte bei der Hypo Real Estate. (http://www.sueddeutsche.de/finanzen/882/487290/text/)

Diese Kennzahlen sind sehr alarmierend.
Wer zahlt die möglichen Ausfälle der Bad Banks?
Wie wirken sich die fallenden Großhandelspreise aus?
Wie können die Landesbanken und die HRE stabilisiert werden?

Wer hat ein Konzept wer hat einen Plan?

Sybilla
16.09.2009, 01:04
Entgegen den Gleichklang in vielen Medien schätzen die Experten des IWF die Rezession als noch nicht überwunden an. Sie warnen vor einer weiteren Vertiefung durch eine soziale Krise.
Kriseneinschätzung - IWF sieht Rezession noch nicht überwunden - Ein Jahr ist seit der Pleite der US-Investmentbank Lehman Brothers vergangen. Doch während einige schon das Ende der Krise ausrufen, bleibt IWF-Chef Dominique Strauss-Kahn vorsichtig. Der Finanzkrise folge nicht nur eine Wirtschafts-, sondern auch eine Sozialkrise, die ihren Höhepunkt noch nicht erreicht habe. Und manch ein Experte warnt vor einer „Horror-Inflation“. (http://www.handelsblatt.com/politik/konjunktur-nachrichten/iwf-sieht-rezession-noch-nicht-ueberwunden;2456073)

Juli 2009 gegenüber Juni 2009 Industrieproduktion in der Eurozone um 0,3% gefallen

eurostat - Pressemitteilung euroindikatoren - 129/2009 - 14. September 2009 (http://epp.eurostat.ec.europa.eu/cache/ITY_PUBLIC/4-14092009-AP/DE/4-14092009-AP-DE.PDF)

Auch die Industrieproduktion ist in D von Juli 2009 gegenüber Juni 2009 um 0,8 % (eurostat Seite3) gefallen. Im Vergleich zum Vorjahresmonat gar um 18,2 % (eurostat Seite4)

Natürlich gibt auch wieder einmal neues von der Bankenkrise HRE-Sanierung wird immer teurer

HRE-Sanierung wird immer teurer - Die Bundesbank sieht einen Kapitalbedarf von bis zu 26 Milliarden Euro für die vor der Insolvenz gerettete Bank Hypo Real Estate - weit mehr als bisher bekannt. Die Opposition im Bundestag beklagt Verschwendung während der HRE-Rettung. (http://www.tagesspiegel.de/zeitung/Titelseite-Hypo-Real-Estate-Finanzkrise-Bankenkrise;art692,2898434)

Wo sind die politischen Zukunftskonzepte wo ist der Plan aus der Krise?
In zahlreichen TV Wahlsendungen - TV Wahlformen - TV Duetten und TV Duellen werden diese Kernthemen nicht oder nur am in wenigen Sätzen beachtet. Wie soll die durch die Agenda 2010 eingebrochene Binnenkonjunktur wieder angekurbelt werden?
22 % der Arbeitnehmer sind atypischen Beschäftigungsverhältnisse beschäftigt. Durch die Agenda 2010 ufert der Niedriglohnsektor immer weiter aus und senkt die Kaufkraft vieler Konsumenten und ihrer Familien ab. Wo sind die Lösungen?

Hellmann
16.09.2009, 09:25
Wo sind die politischen Zukunftskonzepte wo ist der Plan aus der Krise?
...
... Wo sind die Lösungen?
Die "Zukunftskonzepte" und "Lösungen" sind schon in den Schubladen und in manchen Presseartikeln lugen sie schon hervor.

Es handelt sich selbstverständlich um sozialpolitische Horrorlösungen.
Auch die Europäische Zentralbank drückt auf's Tempo. Sie fordert die mehrheitlich hoch verschuldeten 16 Euro-Länder auf, bereits mit der Aufstellung der Haushaltspläne 2010 einen strikten Sparkurs einzuschlagen. Je länger die Regierungen bräuchten, ihre Defizite zurückzufahren, desto eher werde sie die Leitzinsen erhöhen, drohte die EZB unverhohlen.
http://www.manager-magazin.de/geld/artikel/0,2828,648254-2,00.html

Da droht die EZB also schon mal, mit Zinserhöhungen die Konjunktur abzuwürgen, wenn das der Staat nicht durch eine restriktive Finanzpolitik macht. Aber das kapieren die Leute ja nie mit der Geldpolitik, das ist ihnen zu abstrakt und zu wenig anschaulich.

Die ersten "Experten" sind schon in Stellung gegangen und lauern nur noch auf den Wahlabend:
"Das wird schmerzhaft werden, man wird vielen Menschen auf die Füße treten müssen, um die Neuverschuldung zurückzufahren", sagt Experte Boss vom Kieler Institut für Wirtschaftsforschung voraus. Und für Finanzwissenschaftler Homburg ist klar: "Spätestens ein bis zwei Monate nach der Wahl werden Maßnahmen kommen, von denen derzeit niemand auch nur eine Ahnung hat. Ganz sicher sind die Schubladen des Bundesfinanzministeriums voller Ideen zu Einnahmeerhöhungen und Ausgabenkürzungen. Aber bis zum Wahltag bleiben die Schubladen geschlossen."
Das Kieler Institut für Weltwirtschaft ist die altbekannte Kaderschmiede für Neoliberalismus, Lohnsenkung und Sozialabbau.
"Viel Kürzungspotenzial" sieht der Forscher bei zahlreichen Subventionen. Als Subvention definiert das IfW dabei Steuervergünstigungen, Finanzhilfen des Bundes, der EU, der Bundesagentur für Arbeit und der Länder und ihrer Gemeinden. Im Jahr 2007 zum Beispiel hätte das gesamte Kürzungspotenzial bei rund 124 Milliarden Euro gelegen und im vergangenen Jahr bei 119 Milliarden Euro.
Wozu soll der Staat Arbeitslosen und Rentnern noch etwas zahlen, meinen die "Forscher". Das kann man doch sparen.

Bei den Reichen dagegen soll man nicht mehr Geld holen, da gäbe es nicht viel und der Widerstand wäre zu groß, meinen die "Forscher" allen Ernstes:
"Mit Millionärsteuern oder Vermögenssteuern mag man Neidgefühle befriedigen. Sie sind aber zur Füllung der Staatskasse ungeeignet - ihr Aufkommen ist zu gering, der Widerstand zu groß", kommentiert Homburg die Vorstellungen linker Politiker. Aufgrund der "enormen haushaltspolitischen Herausforderungen" geht Homburg ähnlich wie das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) davon aus, dass die Mehrwertsteuer steigen wird, trotz anderslautender Versprechungen Angela Merkels. Auch eine Pkw-Maut, deren Aufkommen allein dem Bund zufließt, könnte Wirklichkeit werden.
Und die korrupte Presse wird halt vom Kapital bezahlt samt ihrer "Experten" um gleich nach der Wahl den Schuldenabbau zu fordern durch eine höhere Konsumsteuer und Sozialabbau. Wenn dabei noch etwas Geld übrig bleibt, gibt es noch Steuergeschenke und Subventionen für die Reichen.

Clara
16.09.2009, 10:58
Man wird nur aggressiv, wenn man sich zuviel von dem menschenfeindlichen Geblubere durchliest finde ich

Britta
16.09.2009, 12:51
Man wird nur aggressiv, wenn man sich zuviel von dem menschenfeindlichen Geblubere durchliest finde ich
Besser wie aggressiv zu werden wenn du mit menschenfeindlichen Behörden zu tun haben mußt und selber betroffen bist.

Wegschauen hilft nicht. Früher oder später ist jeder betroffen.

Clara
16.09.2009, 19:28
@ Britta

Du hast ja Recht :)

Sybilla
17.09.2009, 14:22
Vor dem Wahlsonntag sprechen viele von Steuersenkungen und vom Ende der Krise Hurra, der (Pseudo-) Aufschwung ist da! (http://www.heise.de/tp/r4/artikel/31/31137/1.html) nach den Wahlsonntag kommt der Herbst der Wahrheiten Worüber vor der Wahl keiner spricht (http://www.wiwo.de/politik/worueber-vor-der-wahl-keiner-spricht-407989/) auch die OECD sieht mehr Arbeitslose (http://nachrichten.rp-online.de/article/wirtschaft/OECD-sieht-mehr-Arbeitslose/52229) als die BA in ihren kreativen Berichten vermeldet. Sinkende Frachtraten Hapag Lloyd muss mehr einsparen (http://www.ftd.de/unternehmen/unternehmen/:sinkende-frachtraten-hapag-lloyd-muss-mehr-einsparen/50011247.html)zeigen deutlich wohin die Reise geht.

Im Wahlkampf wird also weiterhin getrickst, getarnt, vertuscht, verschwiegen und verheimlicht, wie ernst die Lage ist. (http://www.wiwo.de/politik/worueber-vor-der-wahl-keiner-spricht-407989/)

Aber welche Konzepte Strategien und Lösungen werden von den Wahrscheinlichen Regierungsparteien Union, FDP, SPD, (Gelb - Schwarz oder Schwarz - Rot) den Wählerinnen und Wählern angeboten?

Ich sehe keine Konzepte Strategien oder Lösungen ich höre nur von Steuersenkungen für die Klientel von Union und FDP von wachsender Beschäftigung in atypischen Beschäftigungsverhältnissen durch steuerfinanziertes Mindesteinkommen und vom Ausbau der Beschäftigung in privaten Haushalten. Ein nein zu gesetzlichen Mindestlöhnen, denn diese würden den Niedriglohnsektor der Agenda 2010 aushebeln und nach Meinung der Kanzlerin sowie der Union und FDP Arbeitsplätze im Niedrigtslohnbereich gefährden.

In welcher Welt werden die Wählerinnen und Wähler in den Morgenstunden des 28. September erwachen?

Ludischbo
19.09.2009, 13:56
..

In welcher Welt werden die Wählerinnen und Wähler in den Morgenstunden des 28. September erwachen?

In einer Welt, wo die neue Regierung ihren Wähler/Innen die Rechnung für Bankenrettungen, Abwackprämie, Bürgschaften etc. präsentieren wird.

Mit 85 Milliarden Euro Mindereinnahmen rechnen die Steuerschätzer allein schon für das Jahr 2010. Gleichzeitig wird die Zahl der Arbeitslosen um mindestens eine Million anwachsen und mit ihnen das Defizit in den Sozialkassen. Die Verheerungen, die die Krise in den öffentlichen Haushalten anrichten wird, könnten daher auch gut doppelt so groß ausfallen.
...Stattdessen müsste offen darüber gestritten werden, wer die Zeche fürs „Komasaufen auf den Finanzmärkten“ zahlen soll, wie es der manchmal noch sozialdemokratische Finanzminister Peer Steinbrück so schön plastisch nannte. Dabei war er immerhin ehrlich genug, „harte Verteilungskämpfe“ anzukündigen Harald Schumann, Berliner Tagesspiegel (http://www.tagesspiegel.de/meinung/kommentare/Wahlkampf-TV-Duell-Angela-Merkel-Steinmeier;art141,2899955)

Ja. Da muss ich den Merkelfreund Steinbrück ausnahmsweise mal recht geben. Wir wachen in der Tat in einer Welt mit sehr harten Verteilungskämpfen auf.
Wir wachen in einer Welt auf, wo die "Wachstumskräfte freigesetzt werden" und harte soziale Einschnitte werden die "Wachstumskräfte" abverlangen werden..
Wir wachen auf in einer Welt, in der Deutschland die Schließung des int. Spielcasinos nicht vorantreiben wird.

Sybilla
25.09.2009, 14:40
Wahl - Suggestion?

Konsumklima - Die Kauflaune steigt - Die Krise ist vorbei - das scheinen zumindest die Deutschen zu glauben: Sie geben ihr Geld mit beiden Händen aus. (http://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/530/488923/text/)

Ich behaupte, im Oktober wird das statistische Bundesamt melden, das der Einzelhandelsumsatz auch im August (real) zum 11. Mal in Folge ( seit September 2008) gesunken ist.

Die Fakten:

Auch vor einem Monat wurde im medialen Gleichklang von der überraschend guten Kauflaune berichtet. Wenige Tage später meldete das statistische Bundesamt das der Einzelhandelsumsatz (real) zum 10. Mal in Folge ( seit September 2008) gesunken ist.

Januar 2009 GfK Gesamtindikator Konsumklima 2,1 Punkten.
Statistisches Bundesamt Pressemitteilung Nr.078 vom 05.03.2009 Einzelhandelsumsatz im Januar 2009 real -1,3% gesunken
Februar 2009 GfK Gesamtindikator Konsumklima 2,3 Punkten.
Statistisches Bundesamt Pressemitteilung Nr.132 vom 01.04.2009 Einzelhandelsumsatz im Februar 2009 gegenüber Februar 2009 real - 5,3% gesunken Der Februar 2009 hatte allerdings mit 24 Verkaufstagen einen Verkaufstag weniger als der Februar 2008.
März 2009 GfK Gesamtindikator Konsumklima 2,6 Punkten.
Statistisches Bundesamt Pressemitteilung Nr. 168 vom 04.05.2009 Umsatz im Einzelhandel in Deutschland im März 2009 real - 1,5% niedriger als im März 2008. Der März 2009 hatte mit 26 Verkaufstagen zwei Verkaufstage mehr als der März 2008
April 2009 GfK Gesamtindikator Konsumklima 2,5 Punkten.
Statistisches Bundesamt Pressemitteilung Nr.205 vom 29.05.2009 Einzelhandelsumsatz im April 2009 real um - 0,8% gesunken
Mai 2009 GfK Gesamtindikator Konsumklima 2,5 Punkte
Statistisches Bundesamt Pressemitteilung Nr. 243 vom 01.07.2009 Einzelhandelsumsatz im Mai 2009 real - 2,9% niedriger als im Mai 2008 Der Mai 2009 hatte allerdings mit 24 Verkaufstagen einen Verkaufstag weniger als der Vorjahresmonat…..
Juni 2009 GfK Gesamtindikator Konsumklima 2,5 Punkte
Pressemitteilung Nr.289 vom 03.08.2009 Einzelhandelsumsatz im Juni 2009 real um - 1,6% gesunken. Beide Monate hatten jeweils 25 Verkaufstage.
Juli 2009 GfK Gesamtindikator Konsumklima2,9 Punkte
Pressemitteilung Nr.321 vom 01.09.2009 -Einzelhandelsumsatz im Juli 2009 real um - 1,0% gesunken. Beide Monate hatten jeweils 27 Verkaufstage.
August 2009 der GfK Gesamtindikator prognostiziert nach revidiert 3,0 Punkten im Juli für August einen Wert von 3,5 Punkten
September 2009 der der GfK Gesamtindikator prognostiziert nach revidiert 3,4 Punkten im August für September einen Wert von 3,7 Punkten

Quelle: Gesamtindikator Konsumklima
http://www.gfk.com/group/press_information/press_releases/004539/index.de.html

Quelle: Einzelhandelsumsätze
http://www.destatis.de/jetspeed/portal/cms/Sites/destatis/Internet/DE/Navigation/Navigationsknoten__Startseite1.psml

Aufträge im Bauhauptgewerbe im Juli 2009: real – 8,4% zum Juli 2008

Pressemitteilung Nr.365 vom 25.09.2009 - Aufträge im Bauhauptgewerbe im Juli 2009: real – 8,4% zum Juli 2008 (http://www.destatis.de/jetspeed/portal/cms/Sites/destatis/Internet/DE/Presse/pm/2009/09/PD09__365__441,templateId=renderPrint.psml)

Neues Kapitel in der unendlichen Geschichte der Finanzkrise um Landesbanken

Stuttgarter Landesbank in Nöten: LBBW erwartet neuen Milliardenverlust - Ausfälle aus Immobiliengeschäften und die Wirtschaftskrise reißen die Landesbank Baden-Württemberg wieder knietief in die roten Zahlen. Die Bilanz für 2009 soll genauso schlecht wie im Vorjahr sein. (http://www.netzeitung.de/wirtschaft/unternehmen/1472279.html)

Sybilla
01.10.2009, 22:03
Lage im Einzelhandel

Pressemitteilung Nr.374 vom 01.10.2009 - Einzelhandelsumsatz im August 2009 real um 2,6% gesunken -WIESBADEN – Nach vorläufigen Ergebnissen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) lag der Umsatz im deutschen Einzelhandel im August 2009 nominal 3,5% und real 2,6% niedriger als im August 2008. Beide Monate hatten jeweils 26 Verkaufstage. Im Vergleich zum Juli 2009 sank der Umsatz im August 2009 unter Berücksichtigung von Saison- und Kalendereffekten nominal um 0,7% und real um 1,5%. (http://www.destatis.de/jetspeed/portal/cms/Sites/destatis/Internet/DE/Presse/pm/2009/10/PD09__374__45212,templateId=renderPrint.psml)



"GfK prognostiziert kontinuierlich Konsumklima hellt sich auf " - das Statistisches Bundesamt berichtet kontinuierlich von weiterer Eintrübung bei den Einzelhandelsumsätzen

Im Vergleich die GfK Prognosen mit den Fakten des Statistisches Bundesamt :

Kognitive Dissonanz
Beschreibt die Widersprüche zwischen Wirklichkeit und utopischen Wunschdenken, es gibt zwei grundlegende Strategien:
- Sich an der Wirklichkeit orientieren und sich um Besserung bemühen.
- Die Wirklichkeit manipulieren und an der Utopie „Pippi Langstrumpf Welt“ festhalten, um so das Wohlgefühl des Erfolgs zu bewahren.

GfK Prognosen und die Entwicklung des Einzelhandelsumsatz seit Januar 2008

Januar 08 Gesamtindikator Konsumklima 4,5 Punkten.
Einzelhandelsumsatz im Januar 2008 real um 0,6% gestiegen
Statistisches Bundesamt Pressemitteilung Nr. 086 vom 29.02.2008
… Allerdings ist zu berücksichtigen, dass im Januar 2007 erstmals die neuen höheren Mehrwertsteuersätze galten….

Februar 08 Gesamtindikator Konsumklima 4,5 Punkten.
Einzelhandelsumsatz im Februar 2008 real um - 0,3% gesunken
Statistisches Bundesamt Pressemitteilung Nr. 135 vom 01.04.2008

März 08 Gesamtindikator Konsumklima 4,5 Punkten.
Einzelhandelsumsatz im März 2008 real um - 6,3% gesunken
Statistisches Bundesamt Pressemitteilung Nr. 171 vom 02.05.2008

April 08 Gesamtindikator Konsumklima 4,8 Punkten.
Einzelhandelsumsatz im April 2008 real um - 1,0% gesunken
Statistisches Bundesamt Pressemitteilung Nr. 201 vom 30.05.2008

Mai 08 Gesamtindikator Konsumklima 5,6 Punkten.
Einzelhandelsumsatz im Mai 2008 real um 0,7% gestiegen
Statistisches Bundesamt Pressemitteilung Nr. 237 vom 01.07.2008

Juni 08 Gesamtindikator Konsumklima 4,7 Punkten.
Einzelhandelsumsatz im Juni 2008 real um - 3,9% gesunken
Statistisches Bundesamt Pressemitteilung Nr. 278 vom 01.08.2008

Juli 08 Gesamtindikator Konsumklima 3,6 Punkten.
Einzelhandelsumsatz im Juli 2008 real unverändert
Statistisches Bundesamt Pressemitteilung Nr. 321 vom 01.09.2008

Augsut 08 Gesamtindikator Konsumklima 1,9 Punkten
Einzelhandelsumsatz im August 2008 real um - 3,0% gesunken
Statistisches Bundesamt Pressemitteilung Nr. 375 vom 01.10.2008

September 08 Gesamtindikator Konsumklima 1,6 Punkten.
Einzelhandelsumsatz im September 2008 real um 1,2% gestiegen
Statistisches Bundesamt Pressemitteilung Nr. 407 vom 31.10.2008
…Allerdings hatte der September 2008 mit 26 Verkaufstagen einen Verkaufstag mehr als der Vorjahresmonat….

Oktober 08 Gesamtindikator Konsumklima 1,8 Punkten.
Statistisches Bundesamt Pressemitteilung Nr. 455 vom 01.12.2008
Einzelhandelsumsatz im Oktober 2008 real um - 1,5% gesunken

November 08 Gesamtindikator Konsumklima 1,9 Punkten.
Statistisches Bundesamt Pressemitteilung Nr.007 vom 09.01.2009
Einzelhandelsumsatz im November 2008 real um - 3,0% gesunken
...Allerdings hatte der November 2008 mit 25 Verkaufstagen auch einen Verkaufstag weniger als der Vorjahresmonat....

Dezember 08 Gesamtindikator Konsumklima 2,2 Punkten.
Statistisches Bundesamt Pressemitteilung Nr.038 vom 03.02.2009 Im Dezember 2008 erzielte der Einzelhandel in Deutschland real - 0,3% weniger Umsatz als im Dezember 2007. Allerdings hatte der Dezember 2008 mit 25 Verkaufstagen auch einen Verkaufstag mehr als der Vorjahresmonat.

Einzelhandelsumsatz 2008 real um 0,4% gegenüber 2007 gesunken (http://www.destatis.de/jetspeed/portal/cms/Sites/destatis/Internet/DE/Presse/pm/2009/02/PD09__038__45241,templateId=renderPrint.psml)

Januar 2009 GfK Gesamtindikator Konsumklima 2,1 Punkten.
Statistisches Bundesamt Pressemitteilung Nr.078 vom 05.03.2009 Einzelhandelsumsatz im Januar 2009 real -1,3% gesunken

Februar 2009 GfK Gesamtindikator Konsumklima 2,3 Punkten.
Statistisches Bundesamt Pressemitteilung Nr.132 vom 01.04.2009 Einzelhandelsumsatz im Februar 2009 gegenüber Februar 2009 real - 5,3% gesunken Der Februar 2009 hatte allerdings mit 24 Verkaufstagen einen Verkaufstag weniger als der Februar 2008.

März 2009 GfK Gesamtindikator Konsumklima 2,6 Punkten.
Statistisches Bundesamt Pressemitteilung Nr. 168 vom 04.05.2009 Umsatz im Einzelhandel in Deutschland im März 2009 real - 1,5% niedriger als im März 2008. Der März 2009 hatte mit 26 Verkaufstagen zwei Verkaufstage mehr als der März 2008

April 2009 GfK Gesamtindikator Konsumklima 2,5 Punkten.
Statistisches Bundesamt Pressemitteilung Nr.205 vom 29.05.2009

Einzelhandelsumsatz im April 2009 real um - 0,8% gesunken

Mai 2009 GfK Gesamtindikator Konsumklima 2,5 Punkte
Statistisches Bundesamt Pressemitteilung Nr. 243 vom 01.07.2009 Einzelhandelsumsatz im Mai 2009 real - 2,9% niedriger als im Mai 2008
Der Mai 2009 hatte allerdings mit 24 Verkaufstagen einen Verkaufstag weniger als der Vorjahresmonat…..

Juni 2009 GfK Gesamtindikator Konsumklima 2,5 Punkte
Pressemitteilung Nr.289 vom 03.08.2009 Einzelhandelsumsatz im Juni 2009 real um - 1,6% gesunken. Beide Monate hatten jeweils 25 Verkaufstage.

Juli 2009 GfK Gesamtindikator Konsumklima2,9 Punkte
Pressemitteilung Nr.321 vom 01.09.2009 -Einzelhandelsumsatz im Juli 2009 real um - 1,0% gesunken. Beide Monate hatten jeweils 27 Verkaufstage.


August 2009 der GfK Gesamtindikator prognostiziert nach revidiert 3,0 Punkten im Juli für August einen Wert von 3,5 Punkten.
Pressemitteilung Nr.374 vom 01.10.2009 -Einzelhandelsumsatz im August 2009 real um - 2,6% gesunken. Beide Monate hatten jeweils 26 Verkaufstage.

September 2009 der GfK Gesamtindikator prognostiziert nach revidiert 3,4 Punkten im August für September einen Wert von 3,7 Punkten

Oktober 2009 der GfK Gesamtindikator prognostiziert nach revidiert 3,8 Punkten im September für Oktober einen Wert von 4,3 Punkten.

Quelle: Gesamtindikator Konsumklima http://www.gfk.com/group/press_information/press_releases/004539/index.de.html

Quelle: Einzelhandelsumsätze
http://www.destatis.de/jetspeed/portal/cms/Sites/destatis/Internet/DE/Navigation/Navigationsknoten__Startseite1.psml

Wenn die GfK angesichts der Fakten eine weiterhin robuste Kauflaune prognostiziert gleicht das dem pfeifen im dunklen Wald. Ich fürchte, die Reformen der Agenda 2010 haben Handel und Handwerk in eine tiefe Krise gestürzt. Die nicht mit Geldschöpfung überwunden werden kann sondern nur mit der Abkehr von der verhängnisvollen Agenda 2010 Politik.

Warum orientieren sich Politik und Medien nicht an der Wirklichkeit und bemühen sich um Besserung und Wahrheit sondern suggerieren eine positive Stimmung, die es so weder am Arbeitsmarkt in der Wirtschaft noch im Einzelhandel gibt?

Warum das Konsumklima besser ist als die Realität

Warum das Konsumklima besser ist als die Realität - Deutschland kämpft mit der Rezession: Aufträge bleiben aus, Exporte brechen ein, bei vielen Menschen schrumpft wegen Kurzarbeit das Einkommen. Nur der private Verbrauch bleibt laut GfK stabil. Kann das sein? (http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,638129,00.html)

Sybilla
02.10.2009, 11:58
Der Maschinenbau hat abermals weniger Aufträge erhalten hat, aber das nun die Hoffnung besteht, dass dies nun doch endlich die Talsohle sein müsse.

Der unter massiven Auftragsrückgängen leidende deutsche Maschinenbau schöpft allmählich wieder Hoffnung. Trotz eines Einbruchs bei den Bestellungen von 43 Prozent im August, dürfte nach Einschätzung des Verbandes Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA) die Talsohle erreicht sein. Das Inlandsgeschäft sank im August um 45 Prozent, die Auslandsnachfrage nahm um 41 Prozent ab. ... Im Oktober 2008 sackte der Auftragseingang um 16 Prozent ab, im November schon um 30, im Dezember um 40 Prozent. So ging es weiter: Januar minus 42 Prozent, Februar 49, März 35, April 58, Mai 48, Juni 46 Prozent, Juli 43 und August ebenfalls 43 Prozent. (http://www.faz.net/s/RubEC1ACFE1EE274C81BCD3621EF555C83C/Doc~E4BA8811CF9F44FD2ABD895BDF1AEDD8E~ATpl~Ecommon ~Scontent.html)

jovi
04.10.2009, 16:13
die glücksstrene scheint nicht aufzuhören


http://www.tagesschau.de/inland/unionfdp110.html

"2008 seien noch 85 Prozent der Bundesausgaben von den Steuereinnahmen gedeckt worden. In diesem Jahr sinke die Quote auf rund 74, 2010 sogar auf 65 Prozent."


haha :giggle: langsam muss man sich ernsthaft gedanken über ein neues system machen :kopfkratz: lange kann es nicht mehr so weiterlaufen

otix_
18.10.2009, 06:04
Nach dem der Staat, - also wir alle -, und zahllose kommende Generationen verschuldet sind bis über beide Ohren; so man sich den Schuh dieser "Schulden" überhaupt anziehen mag, sind die Kassen natürlich leergeplündert:

Das Geld ist zur Rettung des Finanzwesens, maroder Unternehmen, Bonis für Banker und in dunkle Kanäle der Vettern- und Lobbywirtschaft gesickert.

Jetzt wo kein Geld mehr vorhanden ist, wohl auch nicht für die vollmundigen Wahlversprechen der CDU/FDP, bezüglich von Steuersenkungen, kommen die systemtreuen Schreiberlinge hervorgekrochen, und möchten den Bürgern die Ohren vollsäuseln, dass ein "Wohlfahrtsstaat" nicht mehr bezahlbar wäre:

Der Druck des Wohlfahrtsstaates hat aus Menschen Steuerbürger gemacht, die sich allzu fatalistisch seinen Ansprüchen fügen, so als sei der Staat Naturgesetz. Dabei gibt der Bürger Geld und damit auch Freiheit in die Hände des Staates. Der jedoch glaubt, eine generelle Einzugsermächtigung für unsere Konten zu haben.

Wollen wir umverteilen bis zum Umfallen? (http://www.welt.de/politik/deutschland/article4881823/Wollen-wir-umverteilen-bis-zum-Umfallen.html)

Die oben genannten 'Sozialhilfeempfänger' werden sich die Hände reiben und sich die Bäuche vor schallendem Gelächter halten, wenn sie diesen Artikel lesen.
Weiter darf die Verbindung eines Wohlfahrtstaates zu einer Unterschicht nicht fehlen, was im nächsten Satz geschieht:

Und gerade der verschuldete Staat der Gegenwart nimmt weiter, statt zu sparen oder sich einer Renovation zu unterziehen. Selbst aufgeklärte Mittelschichtsvertreter haben nichts dagegen, dass man ihnen mittels eines raffinierten Geflechts aus Steuern und Abgaben mehr als die Hälfte ihres Einkommens nimmt, denn sie glauben, alles diene dem guten Zweck, der „Unterschicht“ zu helfen

Dem Leser wird also wieder manipulativ die Verbindung "Sozialstaat - Unterschicht - Kosten" nahegebracht. Aber dieser Text bleibt auch ziemlich allgemeingültig, je nach dem wer ihn liest.
Da dürfte sich der Mittelschichtler wiederfinden, der linksgerichtete Unternehemer ebenso, wie das was bürgerlich genannt wird, der Lohnarbeitsplatzlose und der Niedriglöhner. Alle werden sie mit diesem Text letztendlich eingeschworen auf weitere Einschnitte und Verzicht.
...

Hellmann
18.10.2009, 09:38
Na, der Springer-Konzern mit seiner Interessenpropaganda mal wieder. Aber sogar die Leser der Welt fallen nicht mehr darauf herein, wie die Leserkommentare Zeigen:
Es ist nicht die "Unterschicht" die hunderte Milliarden von der Regierung hinterhergeworfen bekommt. Nein, es sind die Banken und Konzerne die mit Geschenken, Steuererleichterungen, zinslosen Krediten, usw. überhäuft werden und das ist ja nun nicht gerade die "Unterschicht".
Seit Jahrzehnten wird das Vermögen in Deutschland von CDU/SPD/FDP/Grünen von unten nach oben verteilt - nicht umgekehrt! Da sollte vielleicht mal recherchiert werden, bevor öffentlich so ein peinlicher Blödsinn behauptet wird!
http://www.welt.de/politik/deutschland/article4881823/Wollen-wir-umverteilen-bis-zum-Umfallen.html

Das wirklich Schlimme ist ja, dass praktisch sämtliche Massenmedien diese neoliberale Propaganda betreiben, obwohl es längst kaum noch geneigte Leser für diese Lügen gibt.

Die Presse ist völlig in der Hand dieser neoliberalen Kapitalfraktion!

Und das ist seit 30 Jahren immer schlimmer geworden. Wer heute noch Journalist sein will, muss bei den ganzen Lügen eifrig mitmachen.

Selbst so Zeitungen wie die FR, TAZ oder Freitag tun doch nur so, als ob sie auf der Seite der Opfer des Systems stünden, aber ihnen leider keine gescheiten Argumente einfallen täten...

Britta
18.10.2009, 13:01
Dem Leser wird also wieder manipulativ die Verbindung "Sozialstaat - Unterschicht - Kosten" nahegebracht. Aber dieser Text bleibt auch ziemlich allgemeingültig, je nach dem wer ihn liest.
Da dürfte sich der Mittelschichtler wiederfinden, der linksgerichtete Unternehemer ebenso, wie das was bürgerlich genannt wird, der Lohnarbeitsplatzlose und der Niedriglöhner. Alle werden sie mit diesem Text letztendlich eingeschworen auf weitere Einschnitte und Verzicht.
...
Irgendwie hört sich das so an wie 'Weitermachen wie bisher'. Dabei wollen die weiter ignorieren, dass uns genau das in die Krise geführt hat.

@Hellmann, kannst du denen nicht dein Büchlein schicken, damit sie merken dass man uns nicht ewig veräppeln kann?

Aber die wissen das ja. Sie wollen nur nicht, dass die Menschen das kapieren. Dabei hat der G-20-Gipfel ja genau das Gegenteil beschlossen. Wenn die die Krise beenden wollen, müssen sie massig Arbeitsplätze schaffen, kräftig Löhne und Gehälter erhöhen und Steuern senken. Anders geht es nunmal nicht, denn mehr Arbeitslose bedeuten steigende Kosten und sinkende Einnahmen.

Diesen 'Experten' sollte man ihre Doktortitel aberkennen. :mad:

otix_
19.10.2009, 05:53
Was ist mit der Springerpresse los? Ich habe das Gefühl, das von ihr vermehrt die wahre Stimmung im Land ehrlicher reflektiert wird. Hängen die ihr Fähnchen nur nach dem Wind um ihre Auflage zu halten, steht da echtes Interesse dahinter, oder die Sorge die eigenen Pfründe nicht mehr sicher zu haben?
Womöglich ist es ein Mix! ; )

Staatsform im Zwielicht
Deutsche, hadert nicht mit der Demokratie!

Ausgerechnet in demokratischen Gesellschaften des Westens wachsen Zweifel, ob die Demokratie den Herausforderungen einer sich rasant verändernden Welt gewachsen ist. Einige sprechen bereits von der Ära der "Postdemokratie". Ein Plädoyer für die Belebung der politischen Kräfte.

Quelle Welt:Deutsche, hadert nicht mit der Demokratie! (http://www.welt.de/politik/deutschland/article4882525/Deutsche-hadert-nicht-mit-der-Demokratie.html)

Hätten die sich das nicht vorher überlegen können als das Bashing losging, um die "Agenda2010" durchzudrücken. Clements "Schmarotzerdebatte" steht für ein Erbe, das auf allen Bürgern lastet und sich nun immer mehr als Bumerang erweist.
Die Leute übelst zu vergnatzen, die den globalen Wohlstand anderer, mit ihrer Armut tragen sollen, erweist sich immer mehr als Fehler.

Britta
19.10.2009, 06:38
Was ist mit der Springerpresse los? Ich habe das Gefühl, das von ihr vermehrt die wahre Stimmung im Land ehrlicher reflektiert wird. Hängen die ihr Fähnchen nur nach dem Wind um ihre Auflage zu halten, steht da echtes Interesse dahinter, oder die Sorge die eigenen Pfründe nicht mehr sicher zu haben?
Womöglich ist es ein Mix! ; )
Ich hätte mich bei dem Artikel ein paar Mal wegwerfen können vor Lachen. :irre:

Freie Wählergruppen und Basisinitiativen finden ebenso Zulauf wie die monothematisch orientierte, gegen Internet-Zensur zu Felde ziehende Piratenpartei. Die etablierten politischen Kräfte sollten solche Formationen nicht als lästige Konkurrenten behandeln, die es aus dem politischen Feld herauszuhalten gilt, sondern sie als mögliche Dialog- und Kooperationspartner bei dem Versuch betrachten, die Bürger zu mehr aktiver Teilhabe am politischen Leben zu motivieren.

Der Wähler ist gerade dabei, sich seine Demokratie zu erobern indem er die Diktatoren nicht mehr wählt, die zwar immer A versprochen aber dann B getan haben. Bald werden die großen Volksparteien eben keine großen Parteien mehr sein. So werden Politiker vielleicht auch mal lernen müssen, was Demokratie ist. Bisher war das alles nur eine große Heuchelei.

Schade das es dem Volk erst richtig mies gehen muß, bevor sowas passiert. Schöner wäre es, wenn sich jeder schon immer für das interessiert hätte, was die Politiker so treiben und Fehlverhalen entsprechend bemerkt und quittiert hätte. Leider ist bei vielen Wählern das Gedächtnis zu kurz.

Hellmann
19.10.2009, 09:01
Wirkliche Kritik findet man aber nicht im Artikel, sondern wie üblich erst in den Leserkommentaren.
Wir leben in einer Plutokratie,
Demokratie muss sich das Volk noch erkämpfen

Clara
20.10.2009, 10:14
@ Hellmann
Plutokratie ist eine Unterform der Ogliarchie, habe ich gestern wegen ihnen gelernt, ich kannte diese Begriffe gar nicht.
Es ist sehr erfreulich, das man hier in diesem Forum immer noch etwas lernen kann
Wir haben eine Mischung aus Plutokratie und Demokratie, ganz klar, denke ich.
Deswegen sind ja auch manche Medien zur Aufrechterhaltung dieses Systems so wichtig, ihre Hauptaufgabe ist es, permanent diese Tatsache zu verschleiern.

otix_
22.10.2009, 07:22
Was sind Zeitarbeitsfirmen?
Zeitarbeitsfirmen sind ohnehin nur die Leichenfledderer dieses Pleitestaates. Der Deckmantel der "Unternehmerschaft" übertüncht gerade noch ein wenig das parasitäre Gebahren. Es ist anzunehmen, daß sie die nächsten sein werden die es erwischt.
Sie dürfte es in einer funktionierenden Marktwirtschaft gar nicht geben!?

Britta
22.10.2009, 09:05
Was sind Zeitarbeitsfirmen?
Zeitarbeitsfirmen sind ohnehin nur die Leichenfledderer dieses Pleitestaates. Der Deckmantel der "Unternehmerschaft" übertüncht gerade noch ein wenig das parasitäre Gebahren. Es ist anzunehmen, daß sie die nächsten sein werden die es erwischt.
Sie dürfte es in einer funktionierenden Marktwirtschaft gar nicht geben!?
Das es keine Zeitarbeitsfirmen geben darf, würde ich so nicht sehen. Ich habe selbst bis vor 14 Jahren lange Jahre in einer Zeitarbeitsfirma gearbeitet. Damals konnte man da noch mehr verdienen, wie in einer Festanstellung. Ich bin dadurch viel rumgekommen und habe viel gesehen. Hat mir immer Spaß gemacht und ich habe viele Leute dadurch kennengelernt. Es war damals auch leicht, durch Zeitarbeit eine Festanstellung zu finden. Man konnte es sich aussuchen ob man einen angebotenen Arbeitsplatz annimmt und Angebote hatte ich damals in jedem Job, den ich gemacht habe. Dadurch wußte ich vorher, was auf mich zukommen würde und die wenigsten Jobs hätte ich fest machen wollen. 2 Angebote davon hab ich angenommen. In der einen Firma war ich dann 4 Jahre und in der zweiten bin ich heute noch.

Irgendwann wurden die Gesetze geändert und massig auf Zeitarbeit umgestellt. Es ist ja der Gesetzgeber, der hier den Massenmissbrauch möglich gemacht hat.

Clara
25.10.2009, 05:57
Ein Problem bei den Zeitarbeitsfirmen ist, das man viel weniger verdient als die Festangestellten die neben einem arbeiten. Es müsste dringend derselbe Lohn für dieselbe Arbeit gezahlt werden.
Ein anderes Problem ist die Planungsunsicherheit die gegeben ist, wenn man keine Festanstellung hat.
Dieses Problem aus der Welt zu schaffen ist weitaus schwieriger.
Beschränkt man die über eine Zeitarbeitfirma vermittelte Tätigkeit, und macht eine Festanstellung über eine gewisse Beschäftigungsdauer hinaus zur Pflicht, wird das nur zu kürzeren Einsätzen an den verschiedenen Einsatzorten führen.
Unter den momentanen Bedingungen sind die Zeitarbeitsfirmen in Deutschland für unsere Volkswirtschaft sehr schädlich denke ich, sie forcieren die Verarmung der Bevölkerung, so ist die soziale Marktwirtschaft unmöglich zu verwirklichen.

Hellmann
25.10.2009, 06:53
Unter den momentanen Bedingungen sind die Zeitarbeitsfirmen in Deutschland für unsere Volkswirtschaft sehr schädlich denke ich, sie forcieren die Verarmung der Bevölkerung, so ist die soziale Marktwirtschaft unmöglich zu verwirklichen.
Daher bin ich für ein Verbot jeder Art von Zeitarbeitsfirmen, weil sich der Missbrauch der Zeitarbeit gesetzlich niemals regeln lässt.

Beginnen müsste es damit, dass jeder Arbeitslose das Recht bekommt, Zeitarbeit ohne weitere Begründung abzulehnen.

Die Gewerkschaften sollten sich dafür einsetzen. Das werden die korrupten Funktionäre natürlich nicht ohne Druck von unten machen, aber der nächste große Streik sollte der Zeitarbeit gelten, in allen Firmen, die Zeitarbeiter einsetzen. Die Arbeiter werden das verstehen, weil es ja ihre Arbeitsplätze sind, die von der Zeitarbeit gefährdet werden.

Nur die korrupten Gewerkschaftsfunktionäre wird man auf die Straße zerren müssen.

Hellmann
25.10.2009, 06:57
Das es keine Zeitarbeitsfirmen geben darf, würde ich so nicht sehen. Ich habe selbst bis vor 14 Jahren lange Jahre in einer Zeitarbeitsfirma gearbeitet. Damals konnte man da noch mehr verdienen, wie in einer Festanstellung.
Ja, aber die Zeiten sind vorbei und wenn man etwas durchsetzen will, dann muss man grobe Keile in die groben Klötze treiben, sonst kommt nichts voran.

Mit "Verbesserungen" in der Zeitarbeit wären wir in 100 Jahren noch beschäftigt, also weg damit.

Britta
25.10.2009, 15:00
Ja, aber die Zeiten sind vorbei und wenn man etwas durchsetzen will, dann muss man grobe Keile in die groben Klötze treiben, sonst kommt nichts voran.

Mit "Verbesserungen" in der Zeitarbeit wären wir in 100 Jahren noch beschäftigt, also weg damit.
Ist auch nur ein Symptom und nicht die Ursache. Es ist die Politik, die diesen Missbrauch möglich macht. Und wenn, dann muß man das Übel gleich an der Wurzel packen.

Sybilla
13.12.2009, 14:40
Lage im Einzelhandel

Es ist wieder soweit, multimedial wird im Gleichklang vom brummen im Weihnachtsgeschäft berichtet. Sind die Konsumenten wirklich in vor-weihnachtlicher Kauflaune oder brummen nur die Lichterketten des weihnachtlichen Blendwerks der Innenstädte?

Binnenkonsum – Konsumenten verlieren weiterhin rapide an Kaufkraft

Die Bundesbürger haben im kommenden Jahr weniger Geld für den Konsum zur Verfügung. Laut einem Zeitungsbericht schrumpft die Kaufkraft in Deutschland 2010 um 7,5 Milliarden Euro. Vor allem die alten Bundesländer sind betroffen. (http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/0,1518,666784,00.html)

Kognitive Dissonanz
Beschreibt die Widersprüche zwischen Wirklichkeit und utopischen Wunschdenken, es gibt zwei grundlegende Strategien:
- Sich an der Wirklichkeit orientieren und sich um Besserung bemühen.
- Die Wirklichkeit manipulieren und an der Utopie „Pippi Langstrumpf Welt“ festhalten, um so das Wohlgefühl des Erfolgs zu bewahren.

GfK Prognosen und die Entwicklung des Einzelhandelsumsatz seit Januar 2008

Januar 08 Gesamtindikator Konsumklima 4,5 Punkten.
Einzelhandelsumsatz im Januar 2008 real um 0,6% gestiegen
Statistisches Bundesamt Pressemitteilung Nr. 086 vom 29.02.2008
… Allerdings ist zu berücksichtigen, dass im Januar 2007 erstmals die neuen höheren Mehrwertsteuersätze galten….

Februar 08 Gesamtindikator Konsumklima 4,5 Punkten.
Einzelhandelsumsatz im Februar 2008 real um - 0,3% gesunken
Statistisches Bundesamt Pressemitteilung Nr. 135 vom 01.04.2008

März 08 Gesamtindikator Konsumklima 4,5 Punkten.
Einzelhandelsumsatz im März 2008 real um - 6,3% gesunken
Statistisches Bundesamt Pressemitteilung Nr. 171 vom 02.05.2008

April 08 Gesamtindikator Konsumklima 4,8 Punkten.
Einzelhandelsumsatz im April 2008 real um - 1,0% gesunken
Statistisches Bundesamt Pressemitteilung Nr. 201 vom 30.05.2008

Mai 08 Gesamtindikator Konsumklima 5,6 Punkten.
Einzelhandelsumsatz im Mai 2008 real um 0,7% gestiegen
Statistisches Bundesamt Pressemitteilung Nr. 237 vom 01.07.2008

Juni 08 Gesamtindikator Konsumklima 4,7 Punkten.
Einzelhandelsumsatz im Juni 2008 real um - 3,9% gesunken
Statistisches Bundesamt Pressemitteilung Nr. 278 vom 01.08.2008

Juli 08 Gesamtindikator Konsumklima 3,6 Punkten.
Einzelhandelsumsatz im Juli 2008 real unverändert
Statistisches Bundesamt Pressemitteilung Nr. 321 vom 01.09.2008

August 08 Gesamtindikator Konsumklima 1,9 Punkten
Einzelhandelsumsatz im August 2008 real um - 3,0% gesunken
Statistisches Bundesamt Pressemitteilung Nr. 375 vom 01.10.2008

September 08 Gesamtindikator Konsumklima 1,6 Punkten.
Einzelhandelsumsatz im September 2008 real um 1,2% gestiegen
Statistisches Bundesamt Pressemitteilung Nr. 407 vom 31.10.2008
…Allerdings hatte der September 2008 mit 26 Verkaufstagen einen Verkaufstag mehr als der Vorjahresmonat….

Oktober 08 Gesamtindikator Konsumklima 1,8 Punkten.
Statistisches Bundesamt Pressemitteilung Nr. 455 vom 01.12.2008
Einzelhandelsumsatz im Oktober 2008 real um - 1,5% gesunken

November 08 Gesamtindikator Konsumklima 1,9 Punkten.
Statistisches Bundesamt Pressemitteilung Nr.007 vom 09.01.2009
Einzelhandelsumsatz im November 2008 real um - 3,0% gesunken
...Allerdings hatte der November 2008 mit 25 Verkaufstagen auch einen Verkaufstag weniger als der Vorjahresmonat....

Dezember 08 Gesamtindikator Konsumklima 2,2 Punkten.
Statistisches Bundesamt Pressemitteilung Nr.038 vom 03.02.2009 Im Dezember 2008 erzielte der Einzelhandel in Deutschland real - 0,3% weniger Umsatz als im Dezember 2007. Allerdings hatte der Dezember 2008 mit 25 Verkaufstagen auch einen Verkaufstag mehr als der Vorjahresmonat.

Einzelhandelsumsatz 2008 real um 0,4% gegenüber 2007 gesunken (http://www.destatis.de/jetspeed/portal/cms/Sites/destatis/Internet/DE/Presse/pm/2009/02/PD09__038__45241,templateId=renderPrint.psml)

Januar 2009 GfK Gesamtindikator Konsumklima 2,1 Punkten.
Statistisches Bundesamt Pressemitteilung Nr.078 vom 05.03.2009 Einzelhandelsumsatz im Januar 2009 real -1,3% gesunken

Februar 2009 GfK Gesamtindikator Konsumklima 2,3 Punkten.
Statistisches Bundesamt Pressemitteilung Nr.132 vom 01.04.2009 Einzelhandelsumsatz im Februar 2009 gegenüber Februar 2009 real - 5,3% gesunken Der Februar 2009 hatte allerdings mit 24 Verkaufstagen einen Verkaufstag weniger als der Februar 2008.

März 2009 GfK Gesamtindikator Konsumklima 2,6 Punkten.
Statistisches Bundesamt Pressemitteilung Nr. 168 vom 04.05.2009 Umsatz im Einzelhandel in Deutschland im März 2009 real - 1,5% niedriger als im März 2008. Der März 2009 hatte mit 26 Verkaufstagen zwei Verkaufstage mehr als der März 2008

April 2009 GfK Gesamtindikator Konsumklima 2,5 Punkten.
Statistisches Bundesamt Pressemitteilung Nr.205 vom 29.05.2009

Einzelhandelsumsatz im April 2009 real um - 0,8% gesunken

Mai 2009 GfK Gesamtindikator Konsumklima 2,5 Punkte
Statistisches Bundesamt Pressemitteilung Nr. 243 vom 01.07.2009 Einzelhandelsumsatz im Mai 2009 real - 2,9% niedriger als im Mai 2008
Der Mai 2009 hatte allerdings mit 24 Verkaufstagen einen Verkaufstag weniger als der Vorjahresmonat…..

Juni 2009 GfK Gesamtindikator Konsumklima 2,5 Punkte
Pressemitteilung Nr.289 vom 03.08.2009 Einzelhandelsumsatz im Juni 2009 real um - 1,6% gesunken. Beide Monate hatten jeweils 25 Verkaufstage.

Juli 2009 GfK Gesamtindikator Konsumklima2,9 Punkte
Pressemitteilung Nr.321 vom 01.09.2009 -Einzelhandelsumsatz im Juli 2009 real um - 1,0% gesunken. Beide Monate hatten jeweils 27 Verkaufstage.


August 2009 der GfK Gesamtindikator prognostiziert nach revidiert 3,0 Punkten im Juli für August einen Wert von 3,5 Punkten.
Pressemitteilung Nr.374 vom 01.10.2009 -Einzelhandelsumsatz im August 2009 real um - 2,6% gesunken. Beide Monate hatten jeweils 26 Verkaufstage.

September 2009 der GfK Gesamtindikator prognostiziert nach revidiert 3,4 Punkten im August für September einen Wert von 3,7 Punkten.
Pressemitteilung Nr.412 vom 30.10.2009 - Einzelhandelsumsatz im September 2009 real um - 3,9% gesunken Beide Monate hatten jeweils 26 Verkaufstage.

Oktober 2009 der GfK Gesamtindikator prognostiziert nach revidiert 3,8 Punkten im September für Oktober einen Wert von 4,3 Punkten.
Pressemitteilung Nr.461 vom 01.12.2009 - Einzelhandelsumsatz im Oktober 2009 real um -1,7% gegenüber dem Vorjahr gesunken Beide Monate hatten jeweils 26 Verkaufstage.

November 2009 d er Gesamtindikator prognostiziert nach revidiert 4,2 Zählern im Oktober für November einen Wert von 4,0 Punkten.

Dezember 2009 der GfK Gesamtindikator prognostiziert nach 4,0 Punkten im November einen Wert von 3,7 Punkten für Dezember.

Quelle: Gesamtindikator Konsumklima http://www.gfk.com/group/press_information/press_releases/004539/index.de.html

Quelle: Einzelhandelsumsätze
http://www.destatis.de/jetspeed/portal/cms/Sites/destatis/Internet/DE/Navigation/Navigationsknoten__Startseite1.psml

Ich fürchte, die Reformen der Agenda 2010 haben Handel und Handwerk in eine tiefe Krise gestürzt. Die nicht mit Geldschöpfung überwunden werden kann sondern nur mit der Abkehr von der verhängnisvollen Agenda 2010 Politik.

Warum orientieren sich Politik und Medien nicht an der Wirklichkeit und bemühen sich um Besserung und Wahrheit sondern suggerieren eine positive Stimmung, die es so weder am Arbeitsmarkt in der Wirtschaft noch im Einzelhandel gibt?

Ist die Krise vorbei?

Verheerende Lage der Wirtschaft

Statistisches Bundesamt:

Pressemitteilung Nr. 475 vom 09.12.2009 - Umsatz im Verarbeitenden Gewerbe im Oktober 2009: Preisbereinigt ? 13,9% zum Vorjahresmonat

Pressemitteilung Nr. 474 vom 09.12.2009 - Deutsche Ausfuhren im Oktober 2009: – 15,9% zum Oktober 2008

Pressemitteilung Nr. 471 vom 08.12.2009 -17,4% mehr Unternehmensinsolvenzen im September 2009

Pressemitteilung Nr. 466 vom 04.12.2009 - 3. Quartal 2009: Umsatzrückgang im Dienstleistungsbereich zum dritten Mal in Folge.

Pressemitteilung Nr. 463 vom 02.12.2009 - Eisenbahn-Tonnage: – 20,3% von Januar bis September 2009


Regierungen wechseln die Probleme bleiben.

Sybilla
11.01.2010, 00:11
Lage im Einzelhandel

Nachdem in den letzten Wochen multimedial im Gleichklang vom brummen im Weihnachtsgeschäft berichtet wurde. Kehrt Ernüchterung ein das Statistische Bundesamt meldet für November 2009 einen unerwartet starken Einbruch der Einzelhandelsumsätze. Die Kaufkraft sinkt bricht auf breiter Front ein, die Reallöhne befinden sich seit Hartz IV im freiem Fall. Pressemitteilung Nr.004 vom 07.01.2010 - Einzelhandelsumsatz 2009 voraussichtlich real um 2% niedriger


Binnenkonsum – Konsumenten verlieren weiterhin rapide an Kaufkraft

Die Bundesbürger haben im kommenden Jahr weniger Geld für den Konsum zur Verfügung. Laut einem Zeitungsbericht schrumpft die Kaufkraft in Deutschland 2010 um 7,5 Milliarden Euro. Vor allem die alten Bundesländer sind betroffen. (http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/0,1518,666784,00.html)

Kognitive Dissonanz
Beschreibt die Widersprüche zwischen Wirklichkeit und utopischen Wunschdenken, es gibt zwei grundlegende Strategien:
- Sich an der Wirklichkeit orientieren und sich um Besserung bemühen.
- Die Wirklichkeit manipulieren und an der Utopie „Pippi Langstrumpf Welt“ festhalten, um so das Wohlgefühl des Erfolgs zu bewahren.

GfK Prognosen und die Entwicklung des Einzelhandelsumsatz seit Januar 2008

Januar 08 Gesamtindikator Konsumklima 4,5 Punkten.
Einzelhandelsumsatz im Januar 2008 real um 0,6% gestiegen
Statistisches Bundesamt Pressemitteilung Nr. 086 vom 29.02.2008
… Allerdings ist zu berücksichtigen, dass im Januar 2007 erstmals die neuen höheren Mehrwertsteuersätze galten….

Februar 08 Gesamtindikator Konsumklima 4,5 Punkten.
Einzelhandelsumsatz im Februar 2008 real um - 0,3% gesunken
Statistisches Bundesamt Pressemitteilung Nr. 135 vom 01.04.2008

März 08 Gesamtindikator Konsumklima 4,5 Punkten.
Einzelhandelsumsatz im März 2008 real um - 6,3% gesunken
Statistisches Bundesamt Pressemitteilung Nr. 171 vom 02.05.2008

April 08 Gesamtindikator Konsumklima 4,8 Punkten.
Einzelhandelsumsatz im April 2008 real um - 1,0% gesunken
Statistisches Bundesamt Pressemitteilung Nr. 201 vom 30.05.2008

Mai 08 Gesamtindikator Konsumklima 5,6 Punkten.
Einzelhandelsumsatz im Mai 2008 real um 0,7% gestiegen
Statistisches Bundesamt Pressemitteilung Nr. 237 vom 01.07.2008

Juni 08 Gesamtindikator Konsumklima 4,7 Punkten.
Einzelhandelsumsatz im Juni 2008 real um - 3,9% gesunken
Statistisches Bundesamt Pressemitteilung Nr. 278 vom 01.08.2008

Juli 08 Gesamtindikator Konsumklima 3,6 Punkten.
Einzelhandelsumsatz im Juli 2008 real unverändert
Statistisches Bundesamt Pressemitteilung Nr. 321 vom 01.09.2008

August 08 Gesamtindikator Konsumklima 1,9 Punkten
Einzelhandelsumsatz im August 2008 real um - 3,0% gesunken
Statistisches Bundesamt Pressemitteilung Nr. 375 vom 01.10.2008

September 08 Gesamtindikator Konsumklima 1,6 Punkten.
Einzelhandelsumsatz im September 2008 real um 1,2% gestiegen
Statistisches Bundesamt Pressemitteilung Nr. 407 vom 31.10.2008
…Allerdings hatte der September 2008 mit 26 Verkaufstagen einen Verkaufstag mehr als der Vorjahresmonat….

Oktober 08 Gesamtindikator Konsumklima 1,8 Punkten.
Statistisches Bundesamt Pressemitteilung Nr. 455 vom 01.12.2008
Einzelhandelsumsatz im Oktober 2008 real um - 1,5% gesunken

November 08 Gesamtindikator Konsumklima 1,9 Punkten.
Statistisches Bundesamt Pressemitteilung Nr.007 vom 09.01.2009
Einzelhandelsumsatz im November 2008 real um - 3,0% gesunken
...Allerdings hatte der November 2008 mit 25 Verkaufstagen auch einen Verkaufstag weniger als der Vorjahresmonat....

Dezember 08 Gesamtindikator Konsumklima 2,2 Punkten.
Statistisches Bundesamt Pressemitteilung Nr.038 vom 03.02.2009 Im Dezember 2008 erzielte der Einzelhandel in Deutschland real - 0,3% weniger Umsatz als im Dezember 2007. Allerdings hatte der Dezember 2008 mit 25 Verkaufstagen auch einen Verkaufstag mehr als der Vorjahresmonat.

2009

Januar 2009 GfK Gesamtindikator Konsumklima 2,1 Punkten.
Statistisches Bundesamt Pressemitteilung Nr.078 vom 05.03.2009 Einzelhandelsumsatz im Januar 2009 real -1,3% gesunken

Februar 2009 GfK Gesamtindikator Konsumklima 2,3 Punkten.
Statistisches Bundesamt Pressemitteilung Nr.132 vom 01.04.2009 Einzelhandelsumsatz im Februar 2009 gegenüber Februar 2009 real - 5,3% gesunken Der Februar 2009 hatte allerdings mit 24 Verkaufstagen einen Verkaufstag weniger als der Februar 2008.

März 2009 GfK Gesamtindikator Konsumklima 2,6 Punkten.
Statistisches Bundesamt Pressemitteilung Nr. 168 vom 04.05.2009 Umsatz im Einzelhandel in Deutschland im März 2009 real - 1,5% niedriger als im März 2008. Der März 2009 hatte mit 26 Verkaufstagen zwei Verkaufstage mehr als der März 2008

April 2009 GfK Gesamtindikator Konsumklima 2,5 Punkten.
Statistisches Bundesamt Pressemitteilung Nr.205 vom 29.05.2009

Einzelhandelsumsatz im April 2009 real um - 0,8% gesunken

Mai 2009 GfK Gesamtindikator Konsumklima 2,5 Punkte
Statistisches Bundesamt Pressemitteilung Nr. 243 vom 01.07.2009 Einzelhandelsumsatz im Mai 2009 real - 2,9% niedriger als im Mai 2008
Der Mai 2009 hatte allerdings mit 24 Verkaufstagen einen Verkaufstag weniger als der Vorjahresmonat…..

Juni 2009 GfK Gesamtindikator Konsumklima 2,5 Punkte
Pressemitteilung Nr.289 vom 03.08.2009 Einzelhandelsumsatz im Juni 2009 real um - 1,6% gesunken. Beide Monate hatten jeweils 25 Verkaufstage.

Juli 2009 GfK Gesamtindikator Konsumklima2,9 Punkte
Pressemitteilung Nr.321 vom 01.09.2009 -Einzelhandelsumsatz im Juli 2009 real um - 1,0% gesunken. Beide Monate hatten jeweils 27 Verkaufstage.


August 2009 der GfK Gesamtindikator prognostiziert nach revidiert 3,0 Punkten im Juli für August einen Wert von 3,5 Punkten.
Pressemitteilung Nr.374 vom 01.10.2009 -Einzelhandelsumsatz im August 2009 real um - 2,6% gesunken. Beide Monate hatten jeweils 26 Verkaufstage.

September 2009 der GfK Gesamtindikator prognostiziert nach revidiert 3,4 Punkten im August für September einen Wert von 3,7 Punkten.
Pressemitteilung Nr.412 vom 30.10.2009 - Einzelhandelsumsatz im September 2009 real um - 3,9% gesunken Beide Monate hatten jeweils 26 Verkaufstage.

Oktober 2009 der GfK Gesamtindikator prognostiziert nach revidiert 3,8 Punkten im September für Oktober einen Wert von 4,3 Punkten.
Pressemitteilung Nr.461 vom 01.12.2009 - Einzelhandelsumsatz im Oktober 2009 real um -1,7% gegenüber dem Vorjahr gesunken Beide Monate hatten jeweils 26 Verkaufstage.

November 2009 d er Gesamtindikator prognostiziert nach revidiert 4,2 Zählern im Oktober für November einen Wert von 4,0 Punkten.
Pressemitteilung Nr.004 vom 07.01.2010 - Im November 2009 erzielte der Einzelhandel in Deutschland nach vorläufigen Ergebnissen aus sieben Bundesländern nominal 3,1% und real 2,8% weniger Umsatz als im November 2008. Beide Monate hatten jeweils 25 Verkaufstage.

Dezember 2009 der GfK Gesamtindikator prognostiziert nach 4,0 Punkten im November einen Wert von 3,7 Punkten für Dezember.

Quelle: Gesamtindikator Konsumklima http://www.gfk.com/group/press_information/press_releases/004539/index.de.html

Quelle: Einzelhandelsumsätze
http://www.destatis.de/jetspeed/portal/cms/Sites/destatis/Internet/DE/Navigation/Navigationsknoten__Startseite1.psml

Ich fürchte, die Reformen der Agenda 2010 Hartz IV und unzählige Arbeitsgelegenheiten (Ein Euro Jobs) haben Handel und Handwerk in eine tiefe Krise gestürzt. Die nicht mit Geldschöpfung überwunden werden kann sondern nur mit der Abkehr von der verhängnisvollen Agenda 2010 Politik.

Warum orientieren sich Politik und Medien nicht an der Wirklichkeit und bemühen sich um Besserung und Wahrheit sondern suggerieren eine positive Stimmung, die es so weder am Arbeitsmarkt in der Wirtschaft noch im Einzelhandel gibt?

Regierungen wechseln die Probleme wachsen..

otix_
11.01.2010, 10:14
Die Medien verdrehen mal wieder die Wahrnehmung, und erklären in so manchem neuen Artikel alles zur “Sozialromantik”, nur nicht das soziale und solidarische Einstehen aller, für die Finanzmarktkrise. Diese merkwürdige Logik offenbart sich immer wieder bei solchen oder ähnlichen Artikeln:

Die Hartz-IV-Sozialromantiker sind gefährlich (http://www.welt.de/politik/deutschland/article5799419/Die-Hartz-IV-Sozialromantiker-sind-gefaehrlich.html?page=42#article_readcomments)

Der Satz, wer länger in die Arbeitslosenversicherung eingezahlt hat, soll mehr bekommen, klingt überzeugend. Auch Verbesserungen für Kinder und Alleinerziehende sind populär. Doch vieles, was sozial aussieht, hat höchst unsoziale Folgen, weil es die Arbeitslosen ruhigstellt, anstatt sie zu aktivieren.

Was aber ist die exorbitante Stützung der Weltwirtschaft in der Finanzkrise anderes, als der Wunsch eines weiterhin möglichst friedlichen gesellschaftlichen Zusammenlebens? Sozialromantik!

Das was der Finanzwirtschaft widerfahren ist, hätte demnach gar nicht das Prädikat Krise bekommen brauchen, sondern könnte ebensogut "Herausforderung" oder "Justierung" heißen. Wem nutzt es also, von "Krise" zu sprechen:

Den Begriff Krise nehmen doch vornehmlich diejenigen in den Mund, die ahnen, dass die Chance auf ein süßes, luxuriöses Leben ohne Arbeit, auf Kosten anderer, für sie nicht mehr unbedingt gewährleistet ist.
Allgemein von (Welt)Krise zu sprechen aktiviert nunmal ganz nebenbei den sozialen Kern des Einzelnen. Auf einmal sollen alle mitverantwortlich sein, um aus der Krise herauszukommen.

Nur: Niedriglöhner, Arbeitslose, und auch der normale Mensch von der Strasse, kommt doch nur auf die Idee von Krise zu sprechen, weil Medien und Politik sie im Gleichklang zu dem erklären.

Sie könnten auch ohne Banken leben, ohne diese Regierung, und sogar ohne diesen Staat. Das Schreckgespenst, dass alles um die Ohren fliegen könnte, wenn dieses Finanzsystem nicht gestützt werden würde, kommt doch gerade von unflexiblen "Sozialromantikern", die es sich eingerichtet haben im Sozialgefüge der einzelnen Staaten und auf Kosten derer leben. Damit sich das nicht ändert schreien sie Krise, um an die Mittel zu kommen weiterzumachen.

Die Aktivierung wie es im Artikel so vollmundig heißt stoppt anscheinend ganz plötzlich bei denjenigen, die nicht bereit sind ihren Anteil an Einschränkungen ihrer Lebensweise zu übernehmen, und auch damit ihren Teil der Verantwortung.

Denn auch ein verfilztes Finanzsystem gehört aktiviert und nicht mit Steuergeldern ruhig gestellt! Der größte Fehler war es, es zu stützen, denn die Folgen sind letztendlich noch unsozialer, als wenn man es hätte vor die Hunde gehen lassen.

Hellmann
11.01.2010, 10:53
Die Medien verdrehen mal wieder die Wahrnehmung, und erklären in so manchem neuen Artikel alles zur “Sozialromantik”, nur nicht das soziale und solidarische Einstehen aller, für die Finanzmarktkrise. Diese merkwürdige Logik offenbart sich immer wieder bei solchen oder ähnlichen Artikeln:

Die Hartz-IV-Sozialromantiker sind gefährlich (http://www.welt.de/politik/deutschland/article5799419/Die-Hartz-IV-Sozialromantiker-sind-gefaehrlich.html?page=42#article_readcomments)

Die Logik der Springerpresse zeigt sich in diesem Artikel hier:
Denn die Hartz-Reformen und andere Liberalisierungen etwa bei der Zeitarbeit wirken nicht nur auf Langzeitarbeitslose, sondern auch auf die Beschäftigten. Das Anspruchsniveau bis weit in die Mittelschicht hinein ist im Zuge dieser Veränderungen gesunken.

So offen und deutlich liest man den Zweck der Agenda2010 selbst beim Springerkonzern nur selten. Es geht darum, das "Anspruchsniveau" der lohnabhängigen Bevölkerung weier zu senken.

Dazu will diese Lohnfeder des Kapitals alle Kritik an der Agenda2010 als Sozialromantik verunglimpfen. Sie wird sicher für diese wenigen Zeilen gut bezahlt und eine Woche im Luxus davon leben können.

Wenn man die Springerpresse liest, braucht man sich freilich nicht zu wundern. Man sollte endlich anfangen, ebensop regelmäßig und stur die Enteignung der dreckigen Ausbeuter zu fordern, wie die Springerpresse Lohnsenkung und Sozialabbau propagiert.

Spökes
11.01.2010, 11:08
Wenn man die Springerpresse liest, braucht man sich freilich nicht zu wundern. Man sollte endlich anfangen, ebensop regelmäßig und stur die Enteignung der dreckigen Ausbeuter zu fordern, wie die Springerpresse Lohnsenkung und Sozialabbau propagiert.
Das mache ich doch schon die ganze Zeit, da sich meine gedachte Absenkung des Standards grundsätzlich auf alle bezieht. So stehen die Sparvermögen als Reserve für die Abgleichung der Schuldendienste, von denen ja dann in erster Linie der Zins entfällt. Restliches Vermögen wird selbstverständlich zur Errichtung eines vertretbaren Lebensstandardes benötigt. Leider fallen die Kluncker aktuell in Billardtischtaschen, an die man nicht mehr dran kommen kann. Tja, wer zu spät kommt, den bestraft das Leben, sagt man.

tertesu
12.01.2010, 06:23
Die Logik der Springerpresse zeigt sich in diesem Artikel hier:

So offen und deutlich liest man den Zweck der Agenda2010 selbst beim Springerkonzern nur selten. Es geht darum, das "Anspruchsniveau" der lohnabhängigen Bevölkerung weier zu senken.


Sag ich doch:
Inflation selber machen!
http://www.politik-sind-wir.de/showthread.php?p=31532#post31532

Sybilla
03.03.2010, 23:18
Die wirtschaftliche Lage, die Lage der Bürger, der sozialen Sicherungssysteme, des Einzelhandels und die Lohnentwicklung haben sich 2009 weiterhin erheblich verschlechtert.

Von einer in vielen Medien suggerierten wirtschaftlichen Erholung ist in der Realität der Wirklichkeit nichts zu spüren. Das wahrgenommen brummen und der gefühlte Ansturm der Konsumenten im Weihnachtsgeschäft war eine multimedial wahrgenommen Sinnestäuschung.

Es ist an der Zeit, unseren Blick mit realen Fakten und reale Kennzahlen zu schärfen:

Im Vergleich zum Vorjahr ist die Produktion von Roheisen somit um 30,9% und die von Rohstahl um 28,7% zurückgegangen.
Pressemitteilung Nr.009 vom 11.01.2010

Statistisches Bundesamt - Pressemitteilung Nr.009 vom 11.01.2010 - Im Krisenjahr 2009 wurden bundesweit 20,13 Millionen Tonnen Roheisen und 32,67 Millionen Tonnen Rohstahl hergestellt. Im Vergleich zum Vorjahr ist die Produktion von Roheisen somit um 30,9% und die von Rohstahl um 28,7% zurückgegangen. (http://www.destatis.de/jetspeed/portal/cms/Sites/destatis/Internet/DE/Presse/pm/2010/01/PD10__009__42311.psml)

6,9% mehr Unternehmensinsolvenzen im November 2009
Pressemitteilung Nr.047 vom 10.02.2010

WIESBADEN – Im November 2009 haben die deutschen Amtsgerichte nach Angaben des Statistischen Bundesamtes (Destatis) 2 539 Unternehmensinsolvenzen gemeldet. Das waren 6,9% mehr als im November 2008. Die Verbraucherinsolvenzen lagen im November 2009 mit 8 882 Fällen um 12,4% höher als im Vorjahresmonat. Insgesamt wurden, zusammen mit den Insolvenzen von anderen privaten Schuldnern und Nachlässen, 13 804 Insolvenzen registriert. Das bedeutet ein Anstieg von 10,9% gegenüber November 2008 (http://www.destatis.de/jetspeed/portal/cms/Sites/destatis/Internet/DE/Presse/pm/2010/02/PD10__047__52411,templateId=renderPrint.psml)


Bruttoverdienste sinken erstmals seit Gründung der Bundesrepublik
Pressemitteilung Nr.074 vom 03.03.2010 2009:

WIESBADEN – Nach ersten Ergebnissen der Volkswirtschaftlichen Gesamtrechnungen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) sind die durchschnittlichen Bruttoverdienste aller Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in Deutschland im Jahr 2009 um – 0,4% auf rund 27 648 Euro gesunken. Dies ist der erste Rückgang der Verdienste in der Geschichte der Bundesrepublik. (http://www.destatis.de/jetspeed/portal/cms/Sites/destatis/Internet/DE/Presse/pm/2010/03/PD10__074__812,templateId=renderPrint.psml)

All das führt zu sinkenden Einnahmen in der gesetzlichen Sozialversicherung

Gesetzliche Sozialversicherung im 1.– 3. Quartal 2009 mit hohem Defizit
Pressemitteilung Nr.015 vom 14.01.2010

WIESBADEN – Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilt, verzeichnete die gesetzliche Sozialversicherung – in der Abgrenzung der Finanzstatistik – in den ersten drei Quartalen 2009 ein kassenmäßiges Finanzierungsdefizit von 16,6 Milliarden Euro. Damit lag es um 11,6 Milliarden Euro über dem des Vorjahreszeitraums. Hauptursache dafür war das hohe Defizit der Bundesagentur für Arbeit, das sich 2009 um 13,2 auf 15,8 Milliarden Euro erhöht hat. (http://www.destatis.de/jetspeed/portal/cms/Sites/destatis/Internet/DE/Presse/pm/2010/01/PD10__015__71135,templateId=renderPrint.psml)

Der reale Kaufkraftverlust spiegelt sich seid 2 Jahren in kontinuierlich sinkenden Einzelhandelsumsätze wieder.

Einzelhandelsumsätze sinken stärker als erwartet.

Lage im Einzelhandel

Nachdem in den Adventswochen multimedial im Gleichklang vom brummen im Weihnachtsgeschäft berichtet wurde. Kehrt abermals wie 2006/2007/2008/2009 Ernüchterung ein das Statistische Bundesamt meldet für Dezember 2009 und Januar 2010 einen unerwartet starken Einbruch der Einzelhandelsumsätze. Die Kaufkraft bricht weiterhin auf breiter Front ein, die Reallöhne befinden sich seit Hartz IV im freiem Fall.

Binnenkonsum – Konsumenten verlieren unerwartet an Kaufkraft

Die Bundesbürger haben im kommenden Jahr weniger Geld für den Konsum zur Verfügung. Laut einem Zeitungsbericht schrumpft die Kaufkraft in Deutschland 2010 um 7,5 Milliarden Euro. Vor allem die alten Bundesländer sind betroffen. (http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/0,1518,666784,00.html)

Einzelhandelsumsatz 2009 real um 1,8% gegenüber 2008 gesunken
Pressemitteilung Nr.040 vom 02.02.2010

WIESBADEN – Nach vorläufigen Ergebnissen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) lag der Umsatz im Einzelhandel in Deutschland im Jahr 2009 nominal um 2,4% und real um 1,8% niedriger als 2008. (http://www.destatis.de/jetspeed/portal/cms/Sites/destatis/Internet/DE/Presse/pm/2010/02/PD10__040__45212,templateId=renderPrint.psml)

Das Märchen vom brummenden Weihnachtsgeschäft hat sich wieder einmal als weihnachtliches Blendwerk der brummenden Lichterketten entpuppt. Im Dezember 2009 erzielte der Einzelhandel in Deutschland real 2,5% weniger Umsatz als im Dezember 2008.

Im Dezember 2009 erzielte der Einzelhandel in Deutschland nach vorläufigen Ergebnissen aus sieben Bundesländern nominal 1,8% und real 2,5% weniger Umsatz als im Dezember 2008. Beide Monate hatten jeweils 25 Verkaufstage. (http://www.destatis.de/jetspeed/portal/cms/Sites/destatis/Internet/DE/Presse/pm/2010/02/PD10__040__45212,templateId=renderPrint.psml)

Die Entwicklung der Einzelhandelsumsätze im Januar 2010, die sich bei weitem schlechter als erwartet entwickelt haben, ist Grund für verstärkte Sorge um die Binnenkonjunktur. Von einem Aufschwung ist die Binnenkonjunktur meilenweit entfernt.

Einzelhandelsumsatz im Januar 2010 real um 3,4% gesunken
Pressemitteilung Nr.073 vom 03.03.2010

WIESBADEN – Nach vorläufigen Ergebnissen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) lag der Umsatz im Einzelhandel in Deutschland im Januar 2010 nominal 3,0% und real 3,4% niedriger als im Januar 2009. Allerdings hatte der Januar 2010 mit 25 Verkaufstagen einen Verkaufstag weniger als der Januar 2009. (http://www.destatis.de/jetspeed/portal/cms/Sites/destatis/Internet/DE/Presse/pm/2010/03/PD10__073__45212,templateId=renderPrint.psml)

Kognitive Dissonanz
Beschreibt die Widersprüche zwischen Wirklichkeit und utopischen Wunschdenken, es gibt zwei grundlegende Strategien:
- Sich an der Wirklichkeit orientieren und sich um Besserung bemühen.
- Die Wirklichkeit manipulieren und an der Utopie „Pippi Langstrumpf Welt“ festhalten, um so das Wohlgefühl des Erfolgs zu bewahren.

Ich fürchte, die Reformen der Agenda 2010 Hartz IV und unzählige Arbeitsgelegenheiten (Ein Euro Jobs) haben Handel und Handwerk und somit die Binnenkonjunktur in eine tiefe Krise gestürzt. Die nicht mit Geldschöpfung überwunden werden kann sondern nur mit der Abkehr von der verhängnisvollen Agenda 2010 Politik.

Warum orientieren sich Politik und Medien nicht an der Wirklichkeit und bemühen sich um Besserung und Wahrheit sondern suggerieren eine positive Stimmung, die es so weder am Arbeitsmarkt in der Wirtschaft noch im Einzelhandel gibt?

Regierungen wechseln die Probleme wachsen...

Sybilla
23.06.2010, 00:41
Viele Medien berichten im Gleichklang der Pressemitteilungen der wirtschaftliche Aufschwung sei da, das Problem der Arbeitslosigkeit nahezu gelöst und die Steuereinnahmen des Fiskus sprudeln unerwartet stark.

Ist dieser Aufschwung ein echter Aufschwung oder wie 2006 ein medialer Aufschwung der nur in den Medien und in wenigen Export orientierten Wachstumssegmenten stattfindet?

Der genaue Blick auf den Arbeitsmarkt zeigt auf das neben der Zahl der registrierten Arbeitslosen im Mai 2010 3.241.529 noch 1.602.244 Personen in arbeitsmarktpolitische Instrumente verschoben wurden. ARBEITSLOSE + Personen in Massnahmen Mai 2010 == 4.843.773 betroffene Personen.

Noch deutlicher wird die Lage am Arbeitsmarkt wenn die Zahl der Leistungsberechtigten betrachtet wird.

Leistungsempfänger:
ALG I 987.744;
ALG II 5.038.185;
Sozialgeld 1.856.218 ohne Sozialhilfe SGB XII

Die Zahl der Leistungsempfänger (ALG I, ALG II, Sozialgeld) verharrt weiterhin bei rund 8 Millionen Personen (7.882.147)

Auch der im medialen Gleichklang verkündete Aufschwung in der Wirtschaft ist nur auf Hoffnung und Prognosen der Zukunft gestützt.

Die Wirtschaftsauskunftei Creditreform berichtet im ersten Halbjahr 2010 mussten bundesweit 17.360 Betriebe Insolvenz anmelden. Das sind gut sieben Prozent mehr als in den ersten sechs Monaten des Vorjahres. Betroffen sind vor allem kleine und mittelständische Unternehmen.

Von den von der Politik erhofften und von vielen Medien verkündeten Aufschwung fehlt demnach jede Spur. Was bleibt ist die Hoffnung und die positiven Prognosen.

Prävalenz der Armut in Deutschland. ( http://www.armut.de/armut-in-deutschland_praevalenz-der-armut-in-deutschland.php?mysid=318ht0gru4si7i5naoicnlv77a91 njbi)

Polarisierung der Einkommen: Die Mittelschicht verliert ( http://www.diw-berlin.de/documents/publikationen/73/diw_01.c.357505.de/10-24-1.pdf )

Nach einer Studie vom Februar 2010 des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) wies Deutschland im Jahr 2008 "eine deutlich höhere relative Einkommensarmut als noch vor zehn Jahren" auf. Rund 11,5 Millionen Menschen lagen mit ihrem verfügbaren Einkommen unter der Armutsgrenze.

Die Frage der Zukunft ist nicht ob und in welcher Höhe das Wachstum in wenigen Export orientierten Wachstumssegmenten ausfällt sondern wie der soziale Abstieg der Mittelschicht gebremst werden kann. Denn das erzielte Wirtschaftswachstum wird nicht durch Lohnerhöhungen an die Mittelschicht weitergegeben, die Arbeitnehmer werden vermutlich m weitere Belastungen zugemutet, die chronisch unterfinanzierten Kommunen werden Abgaben und Gebühren erhöhen und die klaffende Lücke in der GKV wird den vernehmen nach mit Zusatzbeiträge (Kopfprämie) der Versicherten geschlossen. Ebenso wird die Leih- und Zeitarbeit aufgrund geringerer Lohnkosten weiter exorbitant ausgeweitet.

Jeder dritte Jugendliche in Ostdeutschland ist arm ( http://www.rp-online.de/panorama/deutschland/Jeder-dritte-Jugendliche-in-Ostdeutschland-ist-arm_aid_872040.html )

Metro Cash & Carry streicht noch 900 Jobs (http://nachrichten.rp-online.de/wirtschaft/metro-cash-amp-carry-streicht-noch-900-jobs-1.79092)

Mahnwache oder: Der Kapitalismus geht über Leichen ( http://www.dradio.de/dkultur/sendungen/feature/1178958/ )

Sybilla
30.06.2010, 12:56
Arbeitsmarkt Juni 2010:

Auswirkung der Neuausrichtung der arbeitsmarktpolitischen Instrumente auf die Messung der Arbeitslosigkeit BA Bericht Juni 2010 Seite 13

….Die Neuausrichtung der Instrumente hat indirekt Auswirkungen auf die Vergleichbarkeit der Arbeitslosenzahlen im Zeitablauf. Nach § 16 Absatz 2 SGB III gelten Teilnehmer an Maßnahmen der aktiven Arbeitsmarktpolitik nicht als arbeitslos. Diese Regelung kommt bei den neuen Maßnahmen nach § 46 SGB III zum Tragen und entsprechend werden Teilnehmer an solchen Maßnahmen einheitlich nicht als arbeitslos geführt. […] Im April 2009 waren Dritte bundesweit für rund 200.000 Personen mit der Vermittlung nach § 37 SGB III alter Fassung beauftragt. Die Teilnahmen an diesem Instrument laufen ab Mai 2009 sukzessive aus und parallel dazu erhöht sich die Zahl der Teilnahmen an den neuen Maßnahmen zur Aktivierung und beruflichen Eingliederung. Dadurch wird im Vergleich zu früheren Zeiträumen die Arbeitslosenzahl durch Teilnahmen an arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen stärker entlastet. Dieser Effekt ist bei der Beurteilung der Arbeitslosenzahlen zu berücksichtigen.… (http://www.pub.arbeitsagentur.de/hst/services/statistik/000100/html/monat/201006.pdf)

BA Bericht Juni 2010 Seite 48

Folgende arbeitsmarktpolitische Instrumente werden aktuell in die Entlastungsrechnung der BA einbezogen:
- Vollzeitäquivalent der Kurzarbeit: Zahl der Kurzarbeiter mal durchschnittlichem Arbeitszeitausfall,
- Maßnahmen des zweiten Arbeitsmarktes: Arbeitsgelegenheiten, ABM, Beschäftigungszuschuss
- berufliche Weiterbildung (einschl. Reha), Eignungsfeststellungs- und Trainingsmaßnahmen (einschl. Reha; Restabwick-lung), Maßnahmen zur Aktivierung und beruflichen Eingliederung
- Vorruhestandsähnliche Regelungen: Inanspruchnahme des § 428 SGB III im Rechtskreis SGB III (Restabwicklung), Perso-nen in geförderter Altersteilzeit, Regelung des § 53 a Abs. 2 SGB II
- Förderung der Selbständigkeit: Gründungszuschuss, Einstiegsgeld Variante Selbständigkeit und Existenzgründungszu-schuss (Ich-AG; Restabwicklung).
Außerdem werden Personen, die arbeitsunfähig sind und Arbeitslosengeld auf Basis des §
126 SGB III beziehen, zur Unterbeschäftigung gezählt.

Offizielle Zahl der registrierten Arbeitslosen im Juni 2010
3.153.300 + 1.579.060 Personen in arbeitsmarktpolitische Instrumente.
Die Zahl der Personen in Arbeitsgelegenheiten (Ein Euro Jobs) wird im BA – Bericht auf 313.715 beziffert.

[b]ARBEITSLOSE + Personen in Massnahmen Mai 2010 == 4.732.360 betroffene Personen

BA Bericht Juni 2010 Seite 53 Unterbeschäftigung ohne Kurzarbeit 4.307.638 Personen Unterbeschäftigungsquote 10,1 %

Nach den jüngsten Angaben wurden im März 2010 an 830.000 Arbeitnehmer Kurzarbeitergeld gezahlt. (BA Bericht Juni 2010 Seite 9)

Leistungsempfänger 3):
ALG I 914.843 ;
ALG II 4.998.061 ;
Sozialgeld 1.842.895 (ohne Sozialhilfe SGB XII) BA Bericht Juni 2010 Seite 53
3) Endgültige Werte stehen erst nach einer Wartezeit fest. Am aktuellen Rand können die Daten aufgrund von Erfahrungswerten überwiegend hoch gerechnet werden.
Die Zahl der Leistungsempfänger (ALG I, ALG II, Sozialgeld) verharrt weiterhin auf höchsten Niveau (7.755.799) BA Bericht Juni Seite 53.

Der BA - Arbeitsmarktstatistik suggeriert für den deutschen Arbeitsmarkt weiterhin eine Insel der Glückseligkeit. Die Arbeitslosenstatistik der BA verzeichnet die übliche Frühjahresbelebung am Arbeitsmarkt.. Bei sorgfältiger Betrachtung des BA Monatsbericht fällt allerdings auf, dass viele Zahlen auf Schätzungen und Hochrechnungen beruhen. Für mich stellt sich deshalb die Frage, wird die Zahl der Arbeitslosen seitens der BA gezählt oder - wie zuletzt in Griechenland - geschätzt? Vor allem stellt sich die Frage, woher kommt trotz „boomenden Arbeitsmarkt“ das exorbitant hohe Finanzdefizit der BA und der exorbitant hohe Anstieg der Ausgaben für soziale Leistungen (ALG II) bei den Kommunen?

Statistisches Bundesamt - Pressemitteilung Nr.505 vom 22.12.2009 - Deutliches Defizit der Kommunen im ersten bis dritten Quartal 2009

Laut BA Schätzungen/Hochrechnungen befanden sich im Monat Juni *1,58 Mio. Personen (*vorläufig und hochgerechnet) in einer von Bund oder Bundesagentur für Arbeit geförderten arbeitsmarktpolitischen Maßnahme.BA - Bericht Juni 2010 Seite 6 Darunter sind nach BA Hochrechnungen/Schätzung 313.715 Personen - BA Bericht Juni 2010 Seite 85 in einer Arbeitsgelegenheiten nach § 16d SGB II Wobei von einer Untererfassung auszugehen ist, 3) Es ist von einer Untererfassung auszugehen, so haben bundesweit für 2009 [Januar bis Dezember, Datenstand April 2010] nur ca. 71 % im BA Bericht März waren es noch 77 % der Träger Daten zum Einsatz der kommunalen Eingliederungsleistungen (flankierende Leistungen) erfasst. Wie viele Personen in den fehlenden 23 % jetzt 29 % gefördert werden, wäre reine Spekulation. (BA Bericht Mai Seite 85 Fußnote 3)

Vor allem im Bereich der Arbeitsgelegenheiten (Ein Euro Jobs) ist eine erhebliche Untererfassung zu vermuten. Hinweis BA Bericht Juni 2010 Seite 85 Am aktuellen Rand werden die Daten aufgrund von Erfahrungswerten hoch gerechnet. 7) Vergleiche mit Vorjahresergebnissen sind nicht sinnvoll, da rückwirkend ab BM Jan 2010 die Datenbasis und das Messkonzept zur Auswertung von eingelösten VGS (bewilligt 1. Rate) umgestellt und die statistischen Ergebnisse revidiert wurden.

Quelle der Daten: http://www.pub.arbeitsagentur.de/hst/services/statistik/000100/html/monat/201006.pdf

Wem nützt eine kreative Arbeitslosenstatistik die vielfach auf Schätzungen und Hochrechnungen der BA beruht?

Die Wirtschaftskrise schlägt demnach nur auf die Zahl der Leistungsempfänger und die Finanzen der BA und der Kommunen durch, nicht aber auf die Zahl der statistisch erfassten Arbeitslosen, die BA Statistik der Arbeitslosen sinkt trotz anhaltender Krise auf immer neue Rekordtiefststände ab, die Arbeitslosen werden weiterhin in den „Verschiebebahnhöfen“ – arbeitsmarktpolitische Instrumente und Kurzarbeit sowie in der von der Ministerin angestrebten Ausweitung der steuerfinanzierten Bürgerarbeit, verborgen.

Erstellt von Sybilla am 30.06.10 11 Uhr 00
Jeder darf diesen Bericht unter Hinweis auf die Autorin frei verwenden

Sybilla
29.07.2010, 13:24
Arbeitsmarkt Juli 2010:

Auswirkung der Neuausrichtung der arbeitsmarktpolitischen Instrumente auf die Messung der Arbeitslosigkeit BA Bericht Juli 2010 Seite 13

….Die Neuausrichtung der Instrumente hat indirekt Auswirkungen auf die Vergleichbarkeit der Arbeitslosenzahlen im Zeitablauf. Nach § 16 Absatz 2 SGB III gelten Teilnehmer an Maßnahmen der aktiven Arbeitsmarktpolitik nicht als arbeitslos. Diese Regelung kommt bei den neuen Maßnahmen nach § 46 SGB III zum Tragen und entsprechend werden Teilnehmer an solchen Maßnahmen einheitlich nicht als arbeitslos geführt. […] Im April 2009 waren Dritte bundesweit für rund 200.000 Personen mit der Vermittlung nach § 37 SGB III alter Fassung beauftragt. Die Teilnahmen an diesem Instrument laufen ab Mai 2009 sukzessive aus und parallel dazu erhöht sich die Zahl der Teilnahmen an den neuen Maßnahmen zur Aktivierung und beruflichen Eingliederung. Dadurch wird im Vergleich zu früheren Zeiträumen die Arbeitslosenzahl durch Teilnahmen an arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen stärker entlastet. Dieser Effekt ist bei der Beurteilung der Arbeitslosenzahlen zu berücksichtigen.… (http://www.pub.arbeitsagentur.de/hst/services/statistik/000100/html/monat/201007.pdf)

BA Bericht Juli 2010 Seite 48

Folgende arbeitsmarktpolitische Instrumente werden aktuell in die Entlastungsrechnung der BA einbezogen:
- Vollzeitäquivalent der Kurzarbeit: Zahl der Kurzarbeiter mal durchschnittlichem Arbeitszeitausfall,
- Maßnahmen des zweiten Arbeitsmarktes: Arbeitsgelegenheiten, ABM, Beschäftigungszuschuss
- berufliche Weiterbildung (einschl. Reha), Eignungsfeststellungs- und Trainingsmaßnahmen (einschl. Reha; Restabwicklung), Maßnahmen zur Aktivierung und beruflichen Eingliederung
- Vorruhestandsähnliche Regelungen: Inanspruchnahme des § 428 SGB III im Rechtskreis SGB III (Restabwicklung), Perso-nen in geförderter Altersteilzeit, Regelung des § 53 a Abs. 2 SGB II
- Förderung der Selbständigkeit: Gründungszuschuss, Einstiegsgeld Variante Selbständigkeit und Existenzgründungszu-schuss (Ich-AG; Restabwicklung).
Außerdem werden Personen, die arbeitsunfähig sind und Arbeitslosengeld auf Basis des §
126 SGB III beziehen, zur Unterbeschäftigung gezählt.

Offizielle Zahl der registrierten Arbeitslosen im Juli 2010
3.191.800 + 1.487.198 Personen in arbeitsmarktpolitische Instrumente.
Die Zahl der Personen in Arbeitsgelegenheiten (Ein Euro Jobs) wird im BA – Bericht auf 316.411 beziffert.

Nach letzten Angaben im Berichtsmonat März 2010, erhielten 385.000 Arbeitslose keine Geldleistungen aus der Arbeitslosenversicherung oder der Grundsicherung. (BA Bericht Juli 2010 Seite 20)

ARBEITSLOSE + Personen in Maßnahmen Juli 2010 == 4.678.998 betroffene Personen
(zuzüglich der Arbeitslosen die keine Geldleistungen aus der Arbeitslosenversicherung oder der Grundsicherung erhalten)

BA Bericht Juli 2010 Seite 53 Unterbeschäftigung ohne Kurzarbeit 4.302.624 Personen Unterbeschäftigungsquote 10,1 %

Nach den jüngsten Angaben wurden im März 2010 an 830.000 Arbeitnehmer Kurzarbeitergeld gezahlt. (BA Bericht Juli 2010 Seite 9) 385.000 Arbeitslose erhielten,

Leistungsempfänger 3):
ALG I 945.692;
ALG II 4.962.218;
Sozialgeld 1.831.613 (ohne Sozialhilfe SGB XII) BA Bericht Juli 2010 Seite 54
3) Endgültige Werte stehen erst nach einer Wartezeit fest. Am aktuellen Rand können die Daten aufgrund von Erfahrungswerten überwiegend hoch gerechnet werden.
Die Zahl der Leistungsempfänger (ALG I, ALG II, Sozialgeld) verharrt mitten im „Jobwunder“ weiterhin auf höchsten Niveau (7.739.523) BA Bericht Juli Seite 54.

Der BA - Arbeitsmarktstatistik suggeriert für den deutschen Arbeitsmarkt weiterhin eine Insel der Glückseligkeit. Die Arbeitslosenstatistik der BA verzeichnet die übliche Entwicklung am Arbeitsmarkt.. Bei sorgfältiger Betrachtung des BA Monatsbericht fällt allerdings auf, dass viele Zahlen auf Schätzungen und Hochrechnungen beruhen. Für mich stellt sich deshalb die Frage, wird die Zahl der Arbeitslosen seitens der BA gezählt oder - wie zuletzt in Griechenland - geschätzt ? Vor allem stellt sich die Frage, woher kommt trotz „boomenden Arbeitsmarkt“ das exorbitant hohe Finanzdefizit der BA und der exorbitant hohe Anstieg der Ausgaben für soziale Leistungen (ALG II) bei den Kommunen?

Statistisches Bundesamt - Pressemitteilung Nr.505 vom 22.12.2009 - Deutliches Defizit der Kommunen im ersten bis dritten Quartal 2009

Es handelt sich abermals um ein Paradoxon einerseits spricht der Staatsjournalismus vom „Jobwunder“ immerhin ist die Zahl der Arbeitslosen von rund 5 Millionen 2005 auf rund 3 Millionen 2010 gesungen anderseits Seit der Einführung von Hartz IV sind die Unterkunftskosten deutlich angestiegen: von 8,7 Milliarden Euro im Jahr 2005 auf voraussichtlich elf Milliarden Euro in diesem Jahr. ( http://www.zeit.de/politik/deutschland/2010-07/hartz-IV-mietkosten )

Laut BA Schätzungen/Hochrechnungen befanden sich im Monat Juli *1,49 Mio. Personen (*vorläufig und hochgerechnet) in einer von Bund oder Bundesagentur für Arbeit geförderten arbeitsmarktpolitischen Maßnahme.BA - Bericht Juli 2010 Seite 6 Darunter sind nach BA Hochrechnungen/Schätzung 316.411 Personen - BA Bericht Juli 2010 Seite 86 in einer Arbeitsgelegenheiten nach § 16d SGB II Wobei von einer Untererfassung auszugehen ist, 3) Es ist von einer Untererfassung auszugehen, so haben bundesweit für 2010 [Januar bis Juni, Datenstand Juni 2010 - vorläufige Werte] nur ca. 72 % der Träger Daten zum Einsatz der kommunalen Eingliederungsleistungen (flankierende Leistungen) erfasst. Wie viele Personen in den fehlenden 28 % gefördert werden, wäre reine Spekulation. (BA Bericht Juli Seite 86 Fußnote 3)

Vor allem im Bereich der Arbeitsgelegenheiten (Ein Euro Jobs) ist eine erhebliche Untererfassung zu vermuten. Hinweis BA Bericht Juli 2010 Seite 86 Am aktuellen Rand werden die Daten aufgrund von Erfahrungswerten hoch gerechnet. 7) Vergleiche mit Vorjahresergebnissen sind nicht sinnvoll, da rückwirkend ab BM Jan 2010 die Datenbasis und das Messkonzept zur Auswertung von eingelösten VGS (bewilligt 1. Rate) umgestellt und die statistischen Ergebnisse revidiert wurden.

Quelle der Daten: http://www.pub.arbeitsagentur.de/hst/services/statistik/000100/html/monat/201007.pdf

Wem nützt eine kreative Arbeitslosenstatistik die vielfach auf Schätzungen und Hochrechnungen der BA beruht?

Die Zahl der offiziell registrieren Arbeitslosen bleibt auf niedrigen Niveau die Finanzlage der BA und der Kommunen bleibt angespannt, viele Arbeitslose/Arbeitssuchende werden weiterhin in den „Verschiebebahnhöfen“ – arbeitsmarktpolitische Instrumente und Kurzarbeit sowie in der von der Ministerin angestrebten Ausweitung der steuerfinanzierten Bürgerarbeit, verborgen.

Aufschwung am Arbeitsmarkt?!?

Erstellt von Sybilla am 29.07.10 11 Uhr 00
Jeder darf diesen Bericht unter Hinweis auf die Autorin frei verwenden

otix_
30.07.2010, 07:31
Merkwürdiger Weise kommen Aufschwünge immer dann, wenn Forderungen seitens des Volkes gemacht werden und auf die Einhaltung von Äußerungen und Versprechen seitens der Politiker gepocht wird.

Da wäre z.b. der Mindestlohn der noch völlig offen ist, dessen Einhaltung aber Frau von der Leyen groß propagiert wurde. Da ist die Regelung der Finanzmärkte nach der alle geschrien hatten, als die Hütte am brennen war. Auch da ist bisher nichts passiert.

Dann wäre da noch das Sparpaket, dass nur die ohnehin schon schlechter Gestellten belastet und sie zum Zahlmeister der Bankenkrise degradiert.
Rösslers Gesundheitsreform, das zum Freifahrtschein für die Kostenerhebung von immer noch über 160 Krankenkassen wird.
Und und und: überall Baustellen, bei denen nichts passiert ist, die aber mit dem nun erklärten Aufschwung als hinfällig, weil anscheinend nicht mehr notwendig erachtet werden sollen.

Das ist Politik auf Betrugsbasis, voll leerer Worthülsen und Absichtsbekundungen, dessen Ziel aber nie ihre Einhaltung und/oder Umsetzung war.

Sybilla
31.08.2010, 21:17
Deutschland: Arbeitsmarkt August 2010:

Deutscher Arbeitsmarkt eine Insel der Glückseligen in einem Meer der steigenden Arbeitslosigkeit?

Wir hören und sehen mit Verwunderung die Arbeitsmarktdaten der Insel der Glückseligen. Wir reiben uns verwundert die Augen. Jeder siebente US-Bürger braucht Lebensmittelmarken - Über 40 Millionen Bürger der USA erhalten Lebensmittel-Marken, etwa 50 Prozent mehr als vor der Rezession. Die USA geben für die gesamte Sozialhilfe rund eine halbe Billion Dollar aus. (http://diepresse.com/home/wirtschaft/international/591008/index.do?_vl_backlink=/home/wirtschaft/international/index.do) In den USA, hat sich die Lage am Arbeitsmarkt, in den letzten Monaten gegensätzlich zur der Statistik des deutschen Arbeitsmarkt entwickelt.

Offizielle Zahl der registrierten Arbeitslosen im August 2010
3.188.122 Personen wurden statistisch erfasst
+ 1.376.178 Personen in arbeitsmarktpolitische Instrumente.
Die Zahl der Personen in Arbeitsgelegenheiten (Ein Euro Jobs) wird im BA – Bericht August 2010 Seite 85) auf 318.982 beziffert.

Nach letzten Angaben im Berichtsmonat März 2010, erhielten 385.000 Arbeitslose keine Geldleistungen aus der Arbeitslosenversicherung oder der Grundsicherung. (BA Bericht Juli 2010 Seite 20 – BA im BA Bericht August 2010 ist diese Zahl nicht auffindbar)

ARBEITSLOSE + Personen in Maßnahmen
August 2010 == 4.564.300 betroffene Personen
(zuzüglich der Arbeitslosen die keine Geldleistungen aus der Arbeitslosenversicherung oder der Grundsicherung erhalten)

BA Bericht August 2010 Seite 51 Unterbeschäftigung ohne Kurzarbeit 4.257.082
Personen Unterbeschäftigungsquote 10,0 %

Nach den jüngsten Angaben wurden im März 2010 an 830.000 Arbeitnehmer Kurzarbeitergeld gezahlt. (BA Bericht August 2010 Seite 9)

Leistungsempfänger 3):
ALG I 933.400;
ALG II 4.892.162;
Sozialgeld 1.812.932 (ohne Sozialhilfe SGB XII) BA Bericht August 2010 Seite 51
3) Endgültige Werte stehen erst nach einer Wartezeit fest. Am aktuellen Rand können die Daten aufgrund von Erfahrungswerten überwiegend hoch gerechnet werden.
Die Zahl der Leistungsempfänger (ALG I, ALG II, Sozialgeld) verharrt mitten im „Arbeitsmarktwunder“ weiterhin auf höchsten Niveau die Statistik der BA weist 7.638.494 Personen im Leistungsbezug von Arbeitslosengeld I; Arbeitslosengeld II und Sozialgeld aus.


Auswirkung der Neuausrichtung der arbeitsmarktpolitischen Instrumente auf die Messung der Arbeitslosigkeit BA Bericht Juli 2010 Seite 13 (Im BA Bericht August ist diese Erklärung nicht auffindbar

….Die Neuausrichtung der Instrumente hat indirekt Auswirkungen auf die Vergleichbarkeit der Arbeitslosenzahlen im Zeitablauf. Nach § 16 Absatz 2 SGB III gelten Teilnehmer an Maßnahmen der aktiven Arbeitsmarktpolitik nicht als arbeitslos. Diese Regelung kommt bei den neuen Maßnahmen nach § 46 SGB III zum Tragen und entsprechend werden Teilnehmer an solchen Maßnahmen einheitlich nicht als arbeitslos geführt. […] Im April 2009 waren Dritte bundesweit für rund 200.000 Personen mit der Vermittlung nach § 37 SGB III alter Fassung beauftragt. Die Teilnahmen an diesem Instrument laufen ab Mai 2009 sukzessive aus und parallel dazu erhöht sich die Zahl der Teilnahmen an den neuen Maßnahmen zur Aktivierung und beruflichen Eingliederung. Dadurch wird im Vergleich zu früheren Zeiträumen die Arbeitslosenzahl durch Teilnahmen an arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen stärker entlastet. Dieser Effekt ist bei der Beurteilung der Arbeitslosenzahlen zu berücksichtigen. (http://statistik.arbeitsagentur.de/Statischer-Content/Arbeitsmarktberichte/Monatsbericht-Arbeits-Ausbildungsmarkt-Deutschland/Monatsberichte/Generische-Publikationen/Monatsbericht-201007.pdf)

Im BA Arbeitsmarktbericht August 2010 wurden in Deutschland statistisch wieder weniger Arbeitslose gezählt, das ist die niedrigste Zahl der Arbeitslosen in einen August seit x Jahren.

Allerdings ist die Definition von Arbeitslosigkeit in Deutschland zahlenfreundlich ausgerichtet.

Erwerbsfähige Hilfebedürftige, die nach Vollendung des 58. Lebensjahres mindestens für die Dauer von zwölf Monaten Leis-tungen der Grundsicherung für Arbeitsuchende bezogen haben, gelten nach § 53a Abs. 2 SGB II dann nicht als arbeitslos, wenn ihnen in diesem Zeitraum keine sozialversicherungspflichtige Beschäftigung angeboten werden konnte. (BA – Bericht August 2010 Seite 38)

BA Bericht August 2010 Seite 46

Folgende arbeitsmarktpolitische Instrumente werden aktuell in die Entlastungsrechnung der BA einbezogen:
- Vollzeitäquivalent der Kurzarbeit: Zahl der Kurzarbeiter mal durchschnittlichem Arbeitszeitausfall,
- Maßnahmen des zweiten Arbeitsmarktes: Arbeitsgelegenheiten, ABM, Beschäftigungszuschuss
- berufliche Weiterbildung (einschl. Reha), Eignungsfeststellungs- und Trainingsmaßnahmen (einschl. Reha; Restabwicklung), Maßnahmen zur Aktivierung und beruflichen Eingliederung
- Vorruhestandsähnliche Regelungen: Inanspruchnahme des § 428 SGB III im Rechtskreis SGB III (Restabwicklung), Perso-nen in geförderter Altersteilzeit, Regelung des § 53 a Abs. 2 SGB II
- Förderung der Selbständigkeit: Gründungszuschuss, Einstiegsgeld Variante Selbständigkeit und Existenzgründungszu-schuss (Ich-AG; Restabwicklung).
Außerdem werden Personen, die arbeitsunfähig sind und Arbeitslosengeld auf Basis des §
126 SGB III beziehen, zur Unterbeschäftigung gezählt.

Der BA - Arbeitsmarktstatistik suggeriert für den deutschen Arbeitsmarkt weiterhin eine Insel der Glückseligkeit. Die Arbeitslosenstatistik der BA verzeichnet die übliche Entwicklung am Arbeitsmarkt.. Bei sorgfältiger Betrachtung des BA Monatsbericht fällt allerdings auf, dass viele Zahlen auf Schätzungen und Hochrechnungen beruhen. Für mich stellt sich deshalb abermals die Frage, wird die Zahl der Arbeitslosen seitens der BA gezählt oder - wie zuletzt in Griechenland - geschätzt? Vor allem stellt sich die Frage, woher kommt trotz „boomenden Arbeitsmarkt“ das exorbitant hohe Finanzdefizit der BA und der exorbitant hohe Anstieg der Ausgaben für soziale Leistungen (ALG II) bei den Kommunen?

Statistisches Bundesamt - Pressemitteilung Nr.505 vom 22.12.2009 - Deutliches Defizit der Kommunen im ersten bis dritten Quartal 2009

Es handelt sich abermals um ein Paradoxon einerseits spricht der Staatsjournalismus vom „Jobwunder“ immerhin ist die Zahl der Arbeitslosen von rund 5 Millionen 2005 auf rund 3 Millionen 2010 gesungen anderseits Seit der Einführung von Hartz IV sind die Unterkunftskosten deutlich angestiegen: von 8,7 Milliarden Euro im Jahr 2005 auf voraussichtlich elf Milliarden Euro in diesem Jahr. ( http://www.zeit.de/politik/deutschland/2010-07/hartz-IV-mietkosten )

Laut BA Schätzungen/Hochrechnungen befanden sich im Monat August *1,38 Mio. Personen (*vorläufig und hochgerechnet) in einer von Bund oder Bundesagentur für Arbeit geförderten arbeitsmarktpolitischen Maßnahme.BA - Bericht August 2010 Seite 6 Darunter sind nach BA Hochrechnungen/Schätzung 318.982 Personen - BA Bericht August 2010 Seite 85 in einer Arbeitsgelegenheiten nach § 16d SGB II Wobei von einer Untererfassung auszugehen ist, 3) Es ist von einer Untererfassung auszugehen, so haben bundesweit für 2010 [Januar bis Juni, Datenstand Juni 2010 - vorläufige Werte] nur ca. 72 % der Träger Daten zum Einsatz der kommunalen Eingliederungsleistungen (flankierende Leistungen) erfasst. Wie viele Personen in den fehlenden 28 % gefördert werden, wäre reine Spekulation. (BA Bericht August Seite 85 Fußnote 3)

Vor allem im Bereich der Arbeitsgelegenheiten (Ein Euro Jobs) ist eine erhebliche Untererfassung zu vermuten. Hinweis BA Bericht August 2010 Seite 85 Am aktuellen Rand werden die Daten aufgrund von Erfahrungswerten hoch gerechnet. 7) Vergleiche mit Vorjahresergebnissen sind nicht sinnvoll, da rückwirkend ab BM Jan 2010 die Datenbasis und das Messkonzept zur Auswertung von eingelösten VGS (bewilligt 1. Rate) umgestellt und die statistischen Ergebnisse revidiert wurden.


Umstellung der Statistik der gemeldeten Arbeitsstellen (http://statistik.arbeitsagentur.de/Statischer-Content/Grundlagen/Methodenberichte/Generische-Publikationen/Methodenbericht-Umstellung-der-Statistik-der-gemeldeten-Arbeitsstellen.pdf)

Quelle der Daten: (ACHTUNG, Neue Internetadresse (URL) (http://www.pub.arbeitsagentur.de/hst/services/statistik/000100/html/monat/201007.pdf) der Statistik der Bundesagentur für Arbeit http://statistik.arbeitsagentur.de/
Quelle der Daten August 2010
http://statistik.arbeitsagentur.de/Statischer-Content/Arbeitsmarktberichte/Monatsbericht-Arbeits-Ausbildungsmarkt-Deutschland/Monatsberichte/Generische-Publikationen/Monatsbericht-201008.pdf

Wem nützt eine kreative Arbeitslosenstatistik die vielfach auf Schätzungen und Hochrechnungen der BA beruht?

Die Zahl der offiziell registrieren Arbeitslosen bleibt auf niedrigen Niveau die Finanzlage der BA und der Kommunen bleibt angespannt, viele Arbeitslose/Arbeitssuchende werden weiterhin in den „Vierschiebebahnhöfen“ – arbeitsmarktpolitische Instrumente und Kurzarbeit sowie in der von der Ministerin angestrebten Ausweitung der steuerfinanzierten Bürgerarbeit, verborgen.

Erstellt von Sybilla am 31.08.10 11 Uhr 00
Jeder darf diesen Bericht unter Hinweis auf die Autorin frei verwenden

Sybilla
01.09.2010, 22:58
Der „Erfolg“ von Hartz IV und der gefühlte Jobboom resultiert vor allem in der Ausweitung des Niedrigstlohnsegment des Arbeitsmarktes, alleine die Zahl der Minijobber in Privathaushalten ist seit 2007 um rund 50 Prozent gestiegen. ... Im Bereich der gewerblichen Minijobs gab es im zweiten Quartal dieses Jahres 6,8 Millionen Beschäftigte. (http://www.abendblatt.de/wirtschaft/article1608808/Zahl-der-Minijobber-klettert-seit-2007-um-50-Prozent.html) Im Bezug auf ergänzende ALG II Leistungen (1,4 Millionen Personen) wird immer wieder behauptet das diese nur selten länger als 1 Jahr bezahlt würden. Dazu sollte man wissen das jede Unterbrechung des Minijobs auch eine Unterbrechung der ergänzenden ALG II Leistungen bedeutet. Im konkreten kann das zum Beispiel so sein, dass eine Familie eine Haushaltshilfe nur von September bis Juli beschäftigt im Ferienmonat August ist der Minijob der Haushaltshilfe und der Bezug des ergänzenden ALG II unterbrochen. Das „Urlaubsgeld“ der Haushaltshilfe zahlt das Jobcenter ebenso die ergänzenden ALG II Leistungen der Minijob Haushaltshilfe, also die Solidargemeinschaft der Steuerzahler. Das der „Beschäftigungsboom“ am Arbeitsmarkt 6,8 Millionen Beschäftigte in gewerblichen Minijobs beinhaltet, ist zumindest für mich nicht überraschend.

otix_
04.09.2010, 20:46
Gesponsert von Niedriglöhnern hier, und den Slums in Bangladesh, steigt die Zahl der deutschen Millionäre auf Rekordniveau. Kein Grund zum feiern also, sondern ein Hinweis, wie arg die Schieflage schon voran geschritten ist:

Die deutsche Wirtschaft boomt - und auch das Geldvermögen der Bundesbürger wächst rasant. Die Verluste aus der Finanzkrise sind laut einer DIW-Studie inzwischen komplett ausgeglichen. Davon profitieren besonders die Reichen: Noch nie gab es hierzulande so viele Vermögensmillionäre.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/0,1518,715649,00.html

Ausschließlich die deutsche Exportwirtschaft boomt, wohlgemerkt, die Binnenwirtschaft liegt danieder.

otix_
05.09.2010, 07:16
Doch es gibt auch immer wieder Meldungen in Deutschland, die auf schleichende Veränderungen hindeuten. So steigt die Zahl der Ausschreitungen von angeblich "linken Randalieren".

Nach dem Hamburger Schanzenfest haben Randalierer Polizisten mit Brandsätzen, Steinen und Flaschen angegriffen. 21 Menschen wurden festgenommen.

Hunderte randalieren im Hamburger Schanzenviertel (http://www.welt.de/politik/deutschland/article9405953/Hunderte-randalieren-im-Hamburger-Schanzenviertel.html)

Zu deuten ist darin aber viel mehr die Reflexion jener Gewalt und Gesetzlosigkeit, welche dem Bürgern vom Staat her angetan und vorgelebt wird.
Die wirtschaftliche Gewalt ist nicht minder gefährlich als die einer Physischen, denn die Übergänge sind fließend und mit Frustration verbunden. Oder sagen wir es anders: Wenn sich immer weniger Menschen etwas zu Essen leisten können, und am Rande der Existenz vegetieren, wird der durch wirtschaftliche Gewalt geschaffene Hunger zur physischen Gewalt.

Sebastian Hauk
06.09.2010, 18:48
Hallo,

Ausschließlich die deutsche Exportwirtschaft boomt, wohlgemerkt, die Binnenwirtschaft liegt danieder.



Und der Boom der deutschen Exportwirtschaft dürfte wird sogar noch einige Jahre anhalten.

China wird dieses Jahr 2.5 Millionen Autos mehr verkaufen als letzes Jahr. In Deutschland werden z.B. jedes Jahr nur etwas 3 Millionen Autos verkauft. Und Volkswagen verkauft in China schon mehr Autos als in Deutschland. Wobei die meisten auch dort produziert werden.

Natürlich bezieht sich dieser Boom in China nicht nur auf die Autos. Gute Aussichten also für die Exportindustrie.

http://www.bild.de/BILD/politik/wirtschaft/2010/09/06/zahl-der-autos-in-china/wird-sich-binnen-zehn-jahren-verdoppeln.html

Gruß

Sebastian

Sybilla
07.09.2010, 00:02
Das Geschäft mit der Armut und den Armen

Ein Euro Jobs oder Bürgerarbeit oder Pflegehelfer das Geschäft mit der Armut der Armen blüht wie selten zuvor.Mittlerweile tauchen in den Medien immer mehr Beispiele dubioser Sozialfirmen auf, zumeist gemeinnützige GmbHs. Für die Anbieter eröffnen sich viele Chancen, besonders lukrative Strukturen aufzubauen. (http://www.dradio.de/dkultur/sendungen/zeitfragen/1249341/)

Dienstmaserati und Traumrendite - Vom neuen Profitstreben in der Sozialarbeit

Manuskript zur Sendung als PDF-Dokument (http://www.dradio.de/download/124221/)

Audio - Podcast (http://www.dradio.de/aod/?station=3&broadcast=348697&datum=20100823&playtime=1282584600&fileid=87ddb29b&sendung=348697&beitrag=1249341&)

Die GmbH erlaubt viele Möglichkeiten Gewinne herauszuziehen - trotz Gemeinnützigkeit. Für Stefan Thyroke, Berliner ver.di-Betreuungssekretär für die Branche, ist der Bereich der freien Träger ein "Sumpfgebiet", in dem Fälle von Filz und Korruption fast alltäglich seien. (http://www.dradio.de/dkultur/sendungen/zeitfragen/1249341/)

...

Vielleicht hat Harald Ehlert den Fehler gemacht, sich als Propagandatrommler einer Entwicklung zu positionieren, die in einer seltsamen Unübersichtlichkeit abläuft. Staat, Wohlfahrtsverbände und gemeinnützige Gmbhs kooperieren diskret. (http://www.dradio.de/download/124221/)

Die aktuelle Forderung von Frau Merkel "Pflege statt Hartz IV" ist ein weiteres Mosaiksteinschen, einer Gedanken-Welt in der Kinder von Hartz IV Familien mit (Bildungs)Chipkarten und Pflegebedürftige mit Hartz IV Leistungsempfänger versorgt werden sollen.

Bei objektiver Betrachtung scheinen die neoliberalen Wahnideen der Obrigkeit anhand der Leistung/Nutzen Rechnung des Humankapitals ( der Bürger) immer deutlicher durch.

otix_
08.09.2010, 14:00
Bei objektiver Betrachtung scheinen die neoliberalen Wahnideen der Obrigkeit anhand der Leistung/Nutzen Rechnung des Humankapitals ( der Bürger) immer deutlicher durch.

Auch die Medien rücken langsam mit der Sprache heraus, mit dem, was schon lange im Volk angekommen ist. Lange Zeit war von subjektiven Eindrücken die Rede wie bei der EURO-einführung, bei der die Preise laut Medienberichten nie gestiegen sein sollen, sondern alles nur angeblich subjektive Empfindungen waren:

Bitteres Jahrzehnt für die deutschen Arbeitnehmer: In keinem anderen EU-Land sind die Löhne so langsam gestiegen. Das stößt auf Kritik.

Deutschland ist EU-Schlusslicht beim Lohnwachstum (http://www.welt.de/wirtschaft/article9476888/Deutschland-ist-EU-Schlusslicht-beim-Lohnwachstum.html)

Wo ist der Aufschwung hin, der noch vor wenigen Tagen propagiert wurde?

Sybilla
17.09.2010, 22:29
Wem nützt der neoliberale Finanzkapitalismus?
Was ist der neoliberale Finanzkapitalismus? "Unrechtsideologie" oder "legitimer Versuch, eine gerechtere Gesellschaft aufzubauen"? Daran entzünden sich immer wieder kontroverse Diskussionen. Dabei sind die Begriffe nicht unwichtig: Wer sie setzt, beeinflusst das kollektive Gedächtnis der Bürger. Wer sind die Kontrahenten in diesem Kampf um die richtige Ideologie ?

Zum einem die Wirtschaft, Mainstream - Medien und die Politik der neoliberalen Parteien, ihre Anhänger, Anhängsel, Sympathisanten, sowie Neo-Utopisten mit neoliberalen Wahnideen. Auf der anderen Seite die Demokraten mit antiautoritärem Konsens, die Arbeitnehmerfamilien, die Mehrheit der Bürger, dazu die Opfer der Sozialreform „Hartz IV“ die Gegner der Atomkraft und die Demonstranten gegen Stuttgart 21.
Die Verteidiger des neoliberalen Finanzkapitalismus sind in der Suggestion des Erfolgs ihrer Ideologie keineswegs erfolglos. Noch immer glauben viele Bürger trotz Finanzkrise der neoliberale Finanzkapitalismus sei eine gute Sache, er wurde nur von den Banken und Finanzmärkten schlecht ausgeführt. Das ist erschreckend, doch erklärbar, arbeiten doch neben der federführenden Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft etwa 250 Verbände und Lobbyorganisationen in Politik und Medien mit ca. 500 000 Mitgliedern mit viel Eifer und nahezu allen Mitteln zum Beispiel „medialer Propaganda“ an der Ehrenrettung des neoliberale Finanzkapitalismus. Dazu veröffentlichen und interpretieren Wirtschaftsinstitute, neoliberal geprägte Ökonomen und Institute sowie meinungsbildende Medien dicke Studien (zuletzt die Shell Jugend-Studie), in denen „das System“ hofiert und über alles gelobt wird. Die detaillierten Fakten bringen es an den Tag, der positive Ausblick der Jugend beschränkt sich nur auf die Jugendlichen in Familien mit hohen und gehobenen Einkommen, hingegen die Jugendlichen in Familien mit niederen und niedrigsten Einkommen vermehrt negativ in die Zukunft blicken. Die Schere zwischen Reich und Arm ist offen, allerdings wird das in den Mainstreammedien der fehlenden Bildung/Engagement/Selbstverantwortung der Betroffenen aber nicht dem neoliberalen Wirtschaftssystem des Finanzkapitalismus angelastet. Obwohl alle wissen das die Jugend aus ärmeren Einkommensschichten und mittleren Bildungsstand in Leih – Zeitarbeit sowie in Praktika und Niedriglohnbeschäftigung „verheizt“ wird.

Beispiel: "Atomkraft": Die stereotype Abwehrformel lautet, der Strom kommt ja nicht aus der Steckdose. Das bisschen Rechtsstaat also: Öffentliche Diskussion, Einsprüche, Verwaltungsgerichte werden angesichts des Atom-Deals der Laufzeitverlängerung und der Einflussnahme der Atomlobby zur Farce, sogar Grundstücksenteignungen z.B. in Gorleben wollen in Zukunft wieder möglich werden. Die Freiheit der Bürger und der Willen der Bürger wird von der Politik den Interessen einer starken Lobby untergeordnet. Diese eindeutige Analyse ist nicht aus der Welt zu schaffen, indem man ihn einen "politischen Kampfbegriff" nennt und behauptet, dass die Laufzeitverlängerung der Atomenergie eine Brückenfunktion zur Energie-wende bildet.

Weitere Reizworte sind: "Bürgerproteste- Stuttgart21"Bei der Grundsicherung „Hartz IV“ wird seitens der neoliberalen Ideologen immer wieder darauf hingewiesen, das Geld der Grundsicherung müsse erarbeitet werden, die soziale Pflicht der Politik bestehe auch darin, das die Arbeitnehmer nicht zu stark belastet werden. Hingegen die Belastung der Bürger voraussichtlich bei den Projekt „Stuttgart21“ bei weit über 10 Mrd. € liegen wird, was würde die viel zitierte „Schwäbische Hausfrau“ zu dieser Verschwendung der Steuergelder sagen? Das die Bürger ihre fundamentale Rechte wie Meinungs-, Versammlungs-- Gewissens und Pressefreiheit wahrnehmen ist ihr gutes Recht. Leider wird den Bürgern die Wahrnehmung ihrer fundamentalen Rechte in unserer liberalen Netzwerkgesellschaft der herrschenden Obrigkeit in Wirtschaft, Medien und Politik oft erschwert. In der Wahrnehmung vieler Bürger wird die Meinungs- Gewissens und Pressefreiheit durch die Politik, neoliberaler Interessenverbände und der politischen Korrektheit an der kurzen Leine gehalten.

Die Neoliberalen sind nicht zimperlich beim Setzen von Begriffen. So bezeichnen Sie ihre politischen Gegner oft als „Extremisten“ sie initiieren "Hexenjagden" gegen gefühlten oder tatsächlichen Hartz IV - Missbrauch oder unterwerfen Bedürftige einer "Inquisition" der Familien und der Lebensverhältnisse, sie reduzieren das Unrecht der Hartz IV Sozialreform (BVerfG) auf "politische Fehler, Fehlentscheidung und Rechtsverstöße", verrechnen die Neoliberalen die " sozialen Errungenschaften" mit Schlagworten wie "Leistung muss sich lohnen oder sie fordern eine Arbeitspflicht für alle Hartz IV ALG II Leistungsempfänger " d
Das Elterngeld für ALG II Berechtigte Hartz IV Empfänger wird ersatzlos mit den ALG II Regelsätzen verrechnet und somit gestrichen. Die neoliberalen erklären Atomenergie und Stuttgart 21 zum Resultat des nötigen Wachstums und des globalen Wettbewerbs. Wir hören und lesen vom Aufschwung und vom Jobwunder. Die Fakten zeigen aber auf das rund 8 Millionen Menschen Transferleistungen (ALG I; ALG II; Sozialgeld) erhalten und das die Zahl der Insolvenzen gegenüber den „Krisenjahr 2009“ noch einmal um 7,2 % im 1. Halbjahr 2010 angestiegen sind. Bei den Unternehmenseinsolvenzen um 2,0 % und die Insolvenz der Verbraucher gar um 11,6 %. ... und so weiter.

Es sind und bleiben neoliberale und neo-konservative „Rattenfänger“ des rechten politischen Spektrums die durch Verblendung (Deutschland schafft sich ab) und psychologischer Propaganda Stimmungen erzeugen und den Erfolg ihrer politischen Ideologie suggerieren. Das Leben geht weiter? Niemand kann ernsthaft bestreiten, dass auch im neoliberalen Finanzkapitalismus gelebt, geliebt, gelacht wird. Statt hier alle verbalen Kniffe, rhetorische Finten und multimedialen Legenden zu entzaubern, kann ich nur empfehlen: Hören Sie zu, halten sie die Augen offen, merken Sie auf, haben Sie acht!

Hellmann
18.09.2010, 08:36
In der Ablehnung des Neoliberalismus sind wir uns einig, nur würde ich davor warnen, andere Themen wie die Atomenergie, Klima und dergleichen mit dem Kampf gegen den Neoliberalismus zu vermengen.

Schon in den 80er Jahren habe ich das ganz drastisch erleben müssen, wie die Ökobewegung für den Neoliberalismus eingespannt wurde, das Wachstum galt als ganz schädlich für die Umwelt, daher wurden keynesianische Vorschläge durch die Ökobewegung politisch augetrickst. So konnten die jede Kritik an der für Krise und Arbeitslosigkeit verantwortlichen Hochzinspolitik aus dem Feld schlagen. Da kamen einfach die Ökos und haben verlangt, dass die Arbeitslosigkeit auf keinen Fall mit mehr Wirtschaftswachstum überwunden werden dürfe, denn Wachstum sei ja die Zerstörung der Umwelt.

Wenn man mal einen tieferen Blick auf die Anti-Atom und Ökobewegung richtet, stößt man schnell auf die Verbindungen zum Großkapital, das gleichzeitig den Neoliberalismus betreibt. Die Neoliberalen verarmen die Menschen und die Ökos erklären das zum Ziel ihrer Umweltpolitik. Beim CO2-Zertifikatehandel treffen sich die beiden Kolonnen des Kapitals, die Ökos und die Neoliberalen. Außerdem haben die GRÜNEN Hartz-IV beschlossen, deshalb brauchen wir jetzt neue Atomkraftwerke für billigen Strom.

Wenn man nur schaut, wie die Massenmedien die angebliche Klimakatastrophe propagieren, müsste man von selber skeptisch werden. Leider hoffen viele, über die Ökobewegung weitere Unterstützer für den Kampf gegen den Neoliberalismus zu finden, doch das ist eben genau umgekehrt schon geplant: Zum Schluss demonstrieren wir dann gegen Atomstrom, statt für höhere Löhne.

Sybilla
18.09.2010, 14:36
Eigentlich wollte ich nur den Mechanismus der multimedialen Manipulation durch Politik und Wirtschaft aufzeigen.

agano
18.09.2010, 16:20
Eigentlich wollte ich nur den Mechanismus der multimedialen Manipulation durch Politik und Wirtschaft aufzeigen.Es heisst ja immer, der SIEGER schreibt die Geschichte. In der Politik ist es ähnlich. Die Regierenden bestimmen, wann ein Aufschwung vorhanden ist und bestellt Umfragen, die ihnen genehm sind. Sie bestimmen, wie viele Arbeitslose es gibt und vieles mehr.

Das geht IMMER ... an der Realität vorbei. Die Massenmedien spielen da mit. Es gibt dieses Dreiergestirn. 1. die Wirtschaft, 2. die Massenmedien und 3. die Politik.

Alle sollten eigentlich dem Volke dienen. Die Wirtschaft dem Volke nicht nur Arbeit geben, sondern es auch anständig versorgen. Die Medien sollten ehrlich Informieren und die Politik sollten eigentlich VOLKSVERTRETER sein. Angestellte des Volkes.

Ja, ich sehe euch grinsen, denn nichts von dem ist wirklich so, wofür es eigentlich gedacht wäre.

Wir aber als Volk, wie belügen uns Tagtäglich selbst, lassen und auch Tagtäglich veralbern, belügen und betrügen. Und das immer und immer .... wieder. Ununterbrochen! Was für eine geistige Perversion! Mal ehrlich! Wurden wir so erzogen? Sind wir geistig unfähig, uns von diesen VERBRECHERN zu lösen? WIR sind die die Macht, die ein Volk ausmacht, die diese Wirtschaft hoch hält und wodurch auch diese schmierige Wirtschaft verdient. Wie sind der Antrieb, wir erbringen die Leistung, alles geht von uns aus!!!

Wieso machen wir mit diesem verlogenen Dasein nicht ein Ende. Wieso geht der Bürger nicht hin, baut eine Partei für SICH ... auf und wählt sie, schafft die Volksumfrage an, bestellt Politiker, die Qualifiziert und Ehrlich sind und tausend Sachen mehr. Warum lassen wir uns nur so verarschen?

Für mich ist das unbegreiflich. kurtrichard

Sebastian Hauk
18.09.2010, 16:32
Hallo agano,

Wieso machen wir mit diesem verlogenen Dasein nicht ein Ende. Wieso geht der Bürger nicht hin, baut eine Partei für SICH ... auf und wählt sie, schafft die Volksumfrage an, bestellt Politiker, die Qualifiziert und Ehrlich sind und tausend Sachen mehr. Warum lassen wir uns nur so verarschen?

Hast Du das eben nicht für Dich erklärt?

Es gibt dieses Dreiergestirn. 1. die Wirtschaft, 2. die Massenmedien und 3. die Politik.


Gruß

Sebastian

Hellmann
18.09.2010, 20:56
Es gibt dieses Dreiergestirn. 1. die Wirtschaft, 2. die Massenmedien und 3. die Politik.

Ja, das ist es. So einfach und so wirkungsvoll.

Ohne Geld kann man keine Massenmedien betreiben und keine Parteien gründen, deren Politiker nicht sofort von denen, die das Geld haben, gekauft werden.

Hellmann
19.09.2010, 10:01
Der SPEI-GEL, der kennt gar nichts, selbst Josef Goebbels hätte sich geniert:
Not auf dem Jobmarkt

Deutschland gehen die Arbeitskräfte aus

Von Markus Dettmer

Deutschlands Arbeitsmarkt entwickelt sich prächtig, bald sind wohl weniger als drei Millionen Menschen ohne Job. Doch was gut klingt, bereitet Ökonomen große Sorge: Dem Land droht ein Fachkräftemangel, der durch das Altern der Gesellschaft noch verstärkt wird. Der Ausweg: mehr Zuwanderung.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/0,1518,717919,00.html

Die CIA- und MI6-gesteuerte Lügenpresse ist einfach nur noch widerlich.

agano
19.09.2010, 11:01
Ja, das ist es. So einfach und so wirkungsvoll.

Ohne Geld kann man keine Massenmedien betreiben und keine Parteien gründen, deren Politiker nicht sofort von denen, die das Geld haben, gekauft werden.Klare und perfekte Aussage.

Weisst du, irgendwie habe ich das Gefühl, dass der Bürger dabei regelrecht lässtig wird, wenn er beginnt, sich gegen diesen Schmarotz zu wehren.

In den Augen dieses Schmarotzes sollte jeder wohl schnellstmöglich ein Eineuro-Jober werden, gehorchen und vor allen gerade mal so schlau bleiben oder sein, dass er die von ihm geforderte Aufgabe erledigen kann. Dafür steht ja diese *Bildungsreform*!!!

Der moderne Sklave war schon lange geboren und er manifestiert sich nicht erst jetzt. kurtrichard

agano
19.09.2010, 11:03
Hallo agano,



Hast Du das eben nicht für Dich erklärt?



Gruß

SebastianNun, ich bin es doch nicht alleine, der sich diese Fragen stellt, oder ... bist du etwa dieser Meinung? kurtrichard

agano
19.09.2010, 11:26
Der SPEI-GEL, der kennt gar nichts, selbst Josef Goebbels hätte sich geniert:

http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/0,1518,717919,00.html

Die CIA- und MI6-gesteuerte Lügenpresse ist einfach nur noch widerlich.Der Markt wurde von den Politikern doch zerstört. Sie haben die Wirtschaft ins Ausland abwandern lassen und das alles noch mit unseren Steuergeldern subventioniert. Wirkliche Fachkräfte haben sie mitgenommen und den Rest hier belassen. Diese waren entweder zu alt, oder zu krank, oder nicht willig, ihr Heimaltland zu verlassen. Gute Fachkräfte, die hier verblieben, wurden Arbeitslos, wanderten aus, oder versuchten sich Selbstständig zu machen.

Die hier Verbliebenen haben es nun geschafft, sich wieder zu etablieren und nun erfreut sich diese schmierige Politik der Erfolge dieser Mittelschicht, sie schwelgen und profilieren sich im Erfolg dieser Mittelschicht und tun so, als wäre es ihr verdient.

Das konnte passieren, weil es in der Finanzwelt eine Krise gab und die Mittelschicht wieder ein wenig Luft bekam, Geld bekam. Das wird bald zu Ende sein.

Es wird nicht lange dauern, da wird dieser Mittelschicht wieder der Geldhahn zugedreht, sie werden Reihenweise von den Finanzstarken aufgekauft und somit zerstört werden. Tricks dazu gibt es Zuhauf. Das passiert, indem man ihnen Kredite verwehren wird, die Rohprodukte verteuert, und tausend andere Dinge mehr. Die Grossen wollen keine Konkurrenz. Etabliert sich die Mittelschicht neu, wird sie knapp gehalten, oder zerstört. Früher oder später.

Die Finanzkrise brachte der Mittelschicht kurzfristig Luft, also Kapital. Sie konnte sich sehr schnell erholen. Dieses schmierige System jedoch ist bald wieder das Alte und wird der Mittelschicht wieder das Genick brechen. So sehe ich das.

Das Kapital regiert. Damit ist alles gesagt. Vielleicht jedoch besinnt sich die Mittelschicht darauf, eigene Banken zu kreieren, um aus diesem Wirtschaftsdilemma und der Gelddiktatur heraus zu finden. Mal schaun.

#Hab einen Link von einem Freund bekommen. Interessant zu lesen:

http://www.egon-w-kreutzer.de/0PaD2010/37.html

kurtrichard

Sybilla
24.09.2010, 22:38
Angesicht der multimedialen Stimmungslage könnten manche arglose Bürger/innen glauben es gäbe tatsächlich ein Wirtschaftswachstum XXL und zusätzlich ein Jobwunder.

Allerdings sind die harten Fakten bei weitem weniger positiv zubewerten.

18.09.2010 12:44 Siemens-Tochter SIS baut 2.000 Arbeitsplätze ab Bei der Siemens-Tochter SIS ist vorerst keine Besserung in Sicht. (http://www.finanznachrichten.de/nachrichten-2010-09/17997354-siemens-tochter-sis-baut-2-000-arbeitsplaetze-ab-003.htm)

Hier werden Arbeitsplätze von hoch qualifizierten Mitarbeitern abgebaut.

22.09.2010 - 19:06 Auftragsverluste bei Continental Rund 600 Arbeitsplätze in Dortmund bedroht (http://www.rp-online.de/wirtschaft/news/unternehmen/Rund-600-Arbeitsplaetze-in-Dortmund-bedroht_aid_909857.html)

22.09.2010 16:19 Uhr Pharmakonzern Abbott streicht 290 von 800 Stellen in Hannover. (http://www.paz-online.de/Nachrichten/Wirtschaft/Niedersachsen/Abbott-streicht-290-von-800-Stellen-in-Hannover)

Nun gut nachdem die Wirtschaft in 2009 um 6 % abgestürzt ist der 3 % Aufschwung in 2010 immerhin eine deutliche Erholung, allerdings fällt diese Erholung nicht so strak aus, als von Experten erwartet.

Wie erklärt sich das multimedial beschworene „Jobwunder“?

Panorama vom 23. September 2010 Zweifelhaftes Wirtschaftswunder: Mini-Jobs mit Maxi-Schaden (http://daserste.ndr.de/panorama/archiv/2010/panoramavierhunderteurojobs101.html)

Das“ Jobwunder“ findet vor allem im Bereich der 400 € Minijobs statt, diese Minijobs werden nicht wie geplant zum Einstieg in den Arbeitsmarkt sondern immer mehr zum Ausstieg aus der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung. Die von der Solidargemeinschaft der Steuerzahler subventionierten Jobs (ergänzendes ALG II) werden vor allem als Sparmodell genutzt: weniger Steuern, weniger Sozialabgaben. Für 400-Euro-Jobs fällt keine Einkommenssteuer an, ihr Gehalt erhalten die Minijobber "brutto für netto". Für die Sozialabgaben fällt nur eine Pauschale an…. (http://daserste.ndr.de/panorama/archiv/2010/panoramavierhunderteurojobs101.html)

Worin liegt nun der maximale Schaden?

1. Eine Erhöhung der ALG II Regelsätze betrifft nicht nur die statistisch erfassten Arbeitslosen (August 2010 3.188.122 Personen) sondern alle rund 6,8 Millionen Leistungsempfänger (ALG II, Sozialgeld) Aufgrund der geschaffenen Arbeitsmarktstrukturen ist die Anpassung der Hartz IV Mindestsicherung sehr kostspielig.

2. Die Steuereinnahmen der Einkommenssteuer sinken ebenso wie in der gesetzlichen Sozialversicherung (RV;GKV;PV) rapide ab, die Löcher werden größer in der Folge wird das Renteneintrittsalter (Altersrente) auf 67 angehoben und die Löcher der GKV auf Kosten der Versicherten Arbeitnehmer durch Zusatzbeiträge geschlossen.

3. Der Konsum bricht weiter ein, weil die Konsumenten immer weniger Kaufkraft (weniger Netto vom Brutto) besitzen und das anwachsende Heer der Niedriglohnbeschäftigten nur noch auf den Niveau der Existenzsicherung (Arbeit + ergänzendes ALG II) entlohnt wird.

Die Folgen des Schadens?

Statistisches Bundesamt Pressemitteilung Nr.331 vom 21.09.2010 Höheres Defizit der Kommunen im ersten Halbjahr 2010 (http://www.destatis.de/jetspeed/portal/cms/Sites/destatis/Internet/DE/Presse/pm/2010/09/PD10__331__71137,templateId=renderPrint.psml)

daraus:

Die Gemeinden und Gemeindeverbände in Deutschland (ohne die Stadtstaaten) hatten im ersten Halbjahr 2010 (in Abgrenzung der Finanzstatistik) ein kassenmäßiges Finanzierungsdefizit in Höhe von 7,8 Milliarden Euro. Dies teilt das Statistische Bundesamt (Destatis) mit. Im ersten Halbjahr 2009 betrug das Finanzierungsdefizit 4,2 Milliarden Euro. Die Einnahmen der Kommunen stagnierten im ersten Halbjahr 2010 mit 76,8 Milliarden Euro (– 0,2%) auf dem Niveau des entsprechenden Vorjahreszeitraumes. Die kassenmäßigen Ausgaben stiegen dagegen um 4,3% auf 84,7 Milliarden Euro.… Auf der Ausgabenseite stiegen im ersten Halbjahr 2010 die Bauausgaben sehr deutlich auf 6,8 Milliarden Euro, was einer Steigerung von 20,4% gegenüber dem ersten Halbjahr 2009 (5,7 Milliarden Euro) entspricht. Ausschlaggebend war hier die Umsetzung der Konjunkturpakete von Bund und Ländern. Insgesamt erhöhten sich die Sachinvestitionen um 11,4 % auf 8,7 Milliarden Euro. Im gleichen Zeitraum 2009 gaben die Kommunen hierfür 7,8 Milliarden Euro aus. Für soziale Leistungen mussten die Gemeinden 21,2 Milliarden aufwenden (+ 8,1% gegenüber dem ersten Halbjahr 2009 mit 19,6 Milliarden Euro)… (http://www.destatis.de/jetspeed/portal/cms/Sites/destatis/Internet/DE/Presse/pm/2010/09/PD10__331__71137,templateId=renderPrint.psml)

Von einem Wirtschaftswachstum xxl oder gar einen echten „Jobwunder“ fehlt nach wie vor jede Spur, im Gegenteil die Fakten zeigen in den Medien wird eine Welt gemalt so wie die Welt den regierenden gefällt. Die Bürger/innen die Arbeitnehmer/innen die Rentner/innen und die Kranken und rund 7,7 Millionen Leistungsempfänger (mit Arbeitslosengeld I, ALG II-Hartz IV und Sozialgeld) nehmen weder am Aufschwung xxl teil noch verbessert das „Jobwunder“ der Minijobs ihre Einkommenssituation.

Statt hier alle verbalen Kniffe, rhetorische Finten und multimedialen Legenden zu entzaubern, kann ich nur empfehlen: Hören Sie zu, halten sie die Augen offen, merken Sie auf, haben Sie acht!

Aufwachen!!! Nicht träumen!!!

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Sybilla
30.09.2010, 14:07
Deutschland: Arbeitsmarkt September 2010:

Ist der deutsche Arbeitsmarkt eine Insel der Glückseligen in einem Meer der steigenden oder hohen Arbeitslosigkeit in Europa und den USA?

Wir hören und sehen mit Verwunderung die Arbeitsmarktdaten der Insel der Glückseligen. Wir reiben uns verwundert die Augen. Jeder siebente US-Bürger braucht Lebensmittelmarken - Über 40 Millionen Bürger der USA erhalten Lebensmittel-Marken, etwa 50 Prozent mehr als vor der Rezession. Die USA geben für die gesamte Sozialhilfe rund eine halbe Billion Dollar aus. (http://diepresse.com/home/wirtschaft/international/591008/index.do?_vl_backlink=/home/wirtschaft/international/index.do) In den USA, hat sich die Lage am Arbeitsmarkt, in den letzten Monaten gegensätzlich zur der Statistik des deutschen Arbeitsmarkt entwickelt.

Offizielle Zahl der registrierten Arbeitslosen im September 2010
3.031.354 Personen wurden statistisch erfasst
+ 1.430.234 Personen in arbeitsmarktpolitische Instrumente. (August 2010 1.376.178 Personen)
Die Zahl der Personen in Arbeitsgelegenheiten (Ein Euro Jobs) wird im BA – Bericht September 2010 Seite 81) auf 324.238 beziffert.( Es ist von einer Untererfassung auszugehen, so haben bundesweit für 2010 [Januar bis Juni, Datenstand Juni 2010 - vorläufige Werte] nur ca. 72 % der Träger Daten zum Einsatz der kommunalen Eingliederungsleistungen (flankierende Leistungen) erfasst.)

Außer den Leistungsempfängern gab es im Mai noch 375.000 Arbeitslose, die im Berichtsmonat keine Geldleistungen aus der Arbeitslosenversicherung oder der Grundsiche-rung bezogen. (BA Bericht September 2010 Seite 18 )

ARBEITSLOSE + Personen in Maßnahmen
September 2010 == 4.461.588 betroffene Personen
(zuzüglich der Arbeitslosen die keine Geldleistungen aus der Arbeitslosenversicherung oder der Grundsicherung erhalten)

7) Vergleiche mit Vorjahresergebnissen sind nicht sinnvoll, da rückwirkend ab BM Jan 2010 die Datenbasis und das Messkonzept zur Auswertung von eingelösten VGS (bewilligt 1. Rate) umgestellt und die statistischen Ergebnisse revidiert wurden. (BA Bericht September 2010 Seite 81)


BA Bericht September 2010 Seite 49 Unterbeschäftigung ohne Kurzarbeit 4.131.157
Personen Unterbeschäftigungsquote 9,7 %

Nach Angaben der BA wurden im März 2010 an 874.346 Arbeitnehmer Kurzarbeitergeld gezahlt. (Ab April 2010 vorläufig hochgerechnete Daten auf Basis von Abrechnungslisten) Nach den jüngsten vorläufigen hochgerechneten Daten waren im Juli 288.000 Arbeitnehmer in konjunkturell bedingter Kurzarbeit nach § 170 SGB III (BA Bericht September 2010 Seite 9 )

Leistungsempfänger 3):
ALG I 865.663;
ALG II 4.832.440;
Sozialgeld 1.799.582 (ohne Sozialhilfe SGB XII) BA Bericht September 2010 Seite 49 3) Endgültige Werte stehen erst nach einer Wartezeit fest. Am aktuellen Rand können die Daten aufgrund von Erfahrungswerten überwiegend hoch gerechnet werden.
Die Zahl der Leistungsempfänger (ALG I, ALG II, Sozialgeld) verharrt mitten im „Arbeitsmarktwunder“ weiterhin auf höchsten Niveau die Statistik der BA weist 7.497.685 Personen im Leistungsbezug von Arbeitslosengeld I; Arbeitslosengeld II und Sozialgeld aus.


5. Statistische Hinweise zur Arbeitsmarktpolitik - Auswirkung der Neuausrichtung der arbeitsmarktpolitischen Instrumente auf die Messung der Arbeitslosigkeit BA Bericht September 2010 Seite 44

Auszug aus dem BA Bericht Juli 2010:
….Die Neuausrichtung der Instrumente hat indirekt Auswirkungen auf die Vergleichbarkeit der Arbeitslosenzahlen im Zeitablauf. Nach § 16 Absatz 2 SGB III gelten Teilnehmer an Maßnahmen der aktiven Arbeitsmarktpolitik nicht als arbeitslos. Diese Regelung kommt bei den neuen Maßnahmen nach § 46 SGB III zum Tragen und entsprechend werden Teilnehmer an solchen Maßnahmen einheitlich nicht als arbeitslos geführt. […] Im April 2009 waren Dritte bundesweit für rund 200.000 Personen mit der Vermittlung nach § 37 SGB III alter Fassung beauftragt. Die Teilnahmen an diesem Instrument laufen ab Mai 2009 sukzessive aus und parallel dazu erhöht sich die Zahl der Teilnahmen an den neuen Maßnahmen zur Aktivierung und beruflichen Eingliederung. Dadurch wird im Vergleich zu früheren Zeiträumen die Arbeitslosenzahl durch Teilnahmen an arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen stärker entlastet. Dieser Effekt ist bei der Beurteilung der Arbeitslosenzahlen zu berücksichtigen. (http://statistik.arbeitsagentur.de/Statischer-Content/Arbeitsmarktberichte/Monatsbericht-Arbeits-Ausbildungsmarkt-Deutschland/Monatsberichte/Generische-Publikationen/Monatsbericht-201007.pdf)

Im BA Arbeitsmarktbericht September 2010 wurden in Deutschland statistisch wieder weniger Arbeitslose gezählt, das ist die niedrigste Zahl der Arbeitslosen in einen September seit x Jahren.

Allerdings ist die Definition von Arbeitslosigkeit in Deutschland zahlenfreundlich ausgerichtet.

Erwerbsfähige Hilfebedürftige, die nach Vollendung des 58. Lebensjahres mindestens für die Dauer von zwölf Monaten Leis-tungen der Grundsicherung für Arbeitsuchende bezogen haben, gelten nach § 53a Abs. 2 SGB II dann nicht als arbeitslos, wenn ihnen in diesem Zeitraum keine sozialversicherungspflichtige Beschäftigung angeboten werden konnte. (BA – Bericht September 2010 Seite 65)

BA Bericht September 2010 Seite 44

Folgende arbeitsmarktpolitische Instrumente werden aktuell in die Entlastungsrechnung der BA einbezogen:
- Vollzeitäquivalent der Kurzarbeit: Zahl der Kurzarbeiter mal durchschnittlichem Arbeitszeitausfall,
- Maßnahmen des zweiten Arbeitsmarktes: Arbeitsgelegenheiten, ABM, Beschäftigungszuschuss
- berufliche Weiterbildung (einschl. Reha), Eignungsfeststellungs- und Trainingsmaßnahmen (einschl. Reha; Restabwicklung), Maßnahmen zur Aktivierung und beruflichen Eingliederung
- Vorruhestandsähnliche Regelungen: Inanspruchnahme des § 428 SGB III im Rechtskreis SGB III (Restabwicklung), Perso-nen in geförderter Altersteilzeit, Regelung des § 53 a Abs. 2 SGB II
- Förderung der Selbständigkeit: Gründungszuschuss, Einstiegsgeld Variante Selbständigkeit und Existenzgründungszu-schuss (Ich-AG; Restabwicklung).
Außerdem werden Personen, die arbeitsunfähig sind und Arbeitslosengeld auf Basis des §
126 SGB III beziehen, zur Unterbeschäftigung gezählt.

Der BA - Arbeitsmarktstatistik suggeriert für den deutschen Arbeitsmarkt weiterhin eine Insel der Glückseligkeit. Die Arbeitslosenstatistik der BA verzeichnet die übliche Entwicklung am Arbeitsmarkt.. Bei sorgfältiger Betrachtung des BA Monatsbericht fällt allerdings auf, dass viele Zahlen auf Schätzungen und Hochrechnungen beruhen. Für mich stellt sich deshalb abermals die Frage, wird die Zahl der Arbeitslosen seitens der BA gezählt oder - wie zuletzt in Griechenland - geschätzt? Vor allem stellt sich die Frage, woher kommt trotz „boomenden Arbeitsmarkt“ das exorbitant hohe Finanzdefizit der BA und der exorbitant hohe Anstieg der Ausgaben für soziale Leistungen (ALG II) bei den Kommunen?

Statistisches Bundesamt - Pressemitteilung Nr.505 vom 22.12.2009 - Deutliches Defizit der Kommunen im ersten bis dritten Quartal 2009

Es handelt sich abermals um ein Paradoxon einerseits spricht der Staatsjournalismus vom „Jobwunder“ immerhin ist die Zahl der Arbeitslosen von rund 5 Millionen 2005 auf rund 3 Millionen 2010 gesungen anderseits Seit der Einführung von Hartz IV sind die Unterkunftskosten deutlich angestiegen: von 8,7 Milliarden Euro im Jahr 2005 auf voraussichtlich elf Milliarden Euro in diesem Jahr. (http://www.zeit.de/politik/deutschland/2010-07/hartz-IV-mietkosten)

Das Geschäft mit der Armut und den Armen

Ein Euro Jobs oder Bürgerarbeit oder Pflegehelfer das Geschäft mit der Armut der Armen blüht wie selten zuvor.Mittlerweile tauchen in den Medien immer mehr Beispiele dubioser Sozialfirmen auf, zumeist gemeinnützige GmbHs. Für die Anbieter eröffnen sich viele Chancen, besonders lukrative Strukturen aufzubauen. (http://www.dradio.de/dkultur/sendungen/zeitfragen/1249341/)

Dienstmaserati und Traumrendite - Vom neuen Profitstreben in der Sozialarbeit

Manuskript zur Sendung als PDF-Dokument (http://www.dradio.de/download/124221/)

Audio - Podcast (http://www.dradio.de/aod/?station=3&broadcast=348697&datum=20100823&playtime=1282584600&fileid=87ddb29b&sendung=348697&beitrag=1249341&)

Die GmbH erlaubt viele Möglichkeiten Gewinne herauszuziehen - trotz Gemeinnützigkeit. Für Stefan Thyroke, Berliner ver.di-Betreuungssekretär für die Branche, ist der Bereich der freien Träger ein "Sumpfgebiet", in dem Fälle von Filz und Korruption fast alltäglich seien. (http://www.dradio.de/dkultur/sendungen/zeitfragen/1249341/)

...

Vielleicht hat Harald Ehlert den Fehler gemacht, sich als Propagandatrommler einer Entwicklung zu positionieren, die in einer seltsamen Unübersichtlichkeit abläuft. Staat, Wohlfahrtsverbände und gemeinnützige Gmbhs kooperieren diskret. (http://www.dradio.de/download/124221/) Die aktuelle Forderung von Frau Merkel "Pflege statt Hartz IV" ist ein weiteres Mosaiksteinschen, einer Gedanken-Welt in der Kinder von Hartz IV Familien mit (Bildungs)Chipkarten und Pflegebedürftige mit Hartz IV Leistungsempfänger versorgt werden sollen.

Bei objektiver Betrachtung scheinen die neoliberalen Wahnideen der Obrigkeit anhand der Leistung/Nutzen Rechnung des Humankapitals ( der Bürger) immer deutlicher durch.


Umstellung der Statistik der gemeldeten Arbeitsstellen (http://statistik.arbeitsagentur.de/Statischer-Content/Grundlagen/Methodenberichte/Generische-Publikationen/Methodenbericht-Umstellung-der-Statistik-der-gemeldeten-Arbeitsstellen.pdf)

Quelle der Daten: Neue Internetadresse
Statistik der Bundesagentur für Arbeit
Quelle der Daten September 2010
http://statistik.arbeitsagentur.de/Statischer-Content/Arbeitsmarktberichte/Monatsbericht-Arbeits-Ausbildungsmarkt-Deutschland/Monatsberichte/Generische-Publikationen/Monatsbericht-201009.pdf

Wem nützt eine kreative Arbeitslosenstatistik die vielfach auf Schätzungen und Hochrechnungen der BA beruht?

Die Zahl der offiziell registrieren Arbeitslosen bleibt auf niedrigen Niveau die Finanzlage der BA und der Kommunen bleibt angespannt, viele Arbeitslose/Arbeitssuchende werden weiterhin in den „Vierschiebebahnhöfen“ – arbeitsmarktpolitische Instrumente und Kurzarbeit sowie in der von der Ministerin angestrebten Ausweitung der steuerfinanzierten Bürgerarbeit, verborgen.

Erstellt von Sybilla am 30.09.10 12 Uhr 00
Jeder darf diesen Bericht unter Hinweis auf die Autorin frei verwenden

Sybilla
06.10.2010, 22:50
Jobwunder oder Statistik-wunder?

Die Zahlen zur Erwerbstätigkeit und zur Arbeitslosigkeit werden in den Medien verkürzt wiedergegeben und von der Politik einseitig tendenziös interpretiert. Wir brauchen Glasnost (russ.) „Offenheit, Transparenz, Informationsfreiheit“

So ist nicht nachvollziehbar transparent dargestellt, das neben der Gruppe der Maßnahmen Teilnehmer in der Regel auch die Gruppe der unter 25 jährigen und über 58 jährigen aus der Statistik der Arbeitslosen verschwunden sind obwohl auch diese Personen arbeitslos sind.

Als Erwerbstätigkeit zählt: Tätigkeit (Mini-Job) einem Ein-Euro-Job nachgehen und Personen in Mutterschutz oder Elternzeit....!!!

Erwerbstätige sind nach dem Europäischen System Volkswirtschaftlicher Gesamtrechnungen alle Personen, die als Arbeitnehmer (Arbeiter, Angestellte, Beamte, geringfügig Beschäftigte, Soldaten) oder Selbstständige beziehungsweise mithelfende Familienangehörige eine auf wirtschaftlichen Erwerb gerichtete Tätigkeit ausüben. Nach Definition der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) zählen zu den Erwerbstätigen alle Personen im Alter von 15 und mehr Jahren, die in einem Arbeitsverhältnis stehen (Arbeitnehmer) oder selbstständig ein Gewerbe, einen freien Beruf oder eine Landwirtschaft betreiben (Selbstständige, Unternehmer) oder als mithelfende Familienangehörige im Betrieb eines Verwandten mitarbeiten. Personen, die lediglich eine geringfügige Tätigkeit (Mini-Job) ausüben oder als Aushilfe nur vorübergehend beschäftigt sind, zählen ebenso als Erwerbstätige wie auch Personen, die einem Ein-Euro-Job nachgehen. Die Zuordnung zu den Erwerbstätigen ist unabhängig von der tatsächlich geleisteten oder vertragsmäßig vereinbarten Arbeitszeit. Der internationalen Praxis folgend gelten auch Personen, die zwar nicht arbeiten, bei denen aber Bindungen zu einem Arbeitgeber bestehen (z.B. Personen in Mutterschutz oder Elternzeit, die diesen Urlaub aus einer bestehenden Erwerbstätigkeit angetreten haben), als erwerbstätig. (http://de.wikipedia.org/wiki/Erwerbst%C3%A4tigkeit)

Und selbstverständlich wird die die Zahl der Erwerbstätigen nicht durch zählen sondern durch eine Schätzung ermittelt.

Die Erwerbstätigenzahlen der Erwerbstätigenrechnung stützen sich auf eine Vielzahl von statistischen Quellen, um möglichst alle verfügbaren Datenquellen in die Schätzung einfließen zu lassen. (http://www.destatis.de/jetspeed/portal/cms/Sites/destatis/Internet/DE/Content/Publikationen/STATmagazin/Arbeitsmarkt/2008__1/WW__ErwerbstaetigeVGR,templateId=renderPrint.psml)

Die Propaganda-Aussage das die Erwerbstätigkeit und die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung auf immer neue Höchststände steigt, können wir guten Gewissens der Pipi Langstrumpf Welt der Märchen und Mythen zuordnen.

Die Krux ist, das jede/r das scheitern von Hartz IV erkennen kann, ohne das er/sie nur einen Blick auf Statistiken benötigt. Alleine die finanziellen Mehrausgaben der Kommunen und des Bundes seit 2005 sind der Beweis dass, das angestrebte Ziel der Entlastung der Sozialhaushalte nicht nur nicht erreicht wurde sondern das die Sozialhaushalte der Kommunen mit der Einführung von Hartz IV sprichwörtlich - wie die Zahl der Personen in Armut/Armutsgefährdung - explodiert sind.

In einen Satz die Steuerzahler zahlen in Hartz IV mehr ein aber viele ALG II Leistungsempfänger erhalten weniger. (als 2004)
Das Geld versickert in Arbeitsmarkt-Maßnahmen (Bürgerarbeit/Ein Euro Job/ ...) und ergänzenden ALG II/ Hartz IV Zahlungen (Minijobber, Leih und Zeitarbeit, prekäre Bschäftigung...)

Zunahme von Niedriglöhnen - Experten warnen vor Folgen für das Sozialsystem (http://frontal21.zdf.de/ZDFde/inhalt/17/0,1872,8117745,00.html)

Qualität der Arbeit (http://www.destatis.de/jetspeed/portal/cms/Sites/destatis/Internet/DE/Content/Publikationen/Fachveroeffentlichungen/Arbeitsmarkt/QualitaetDerArbeit,property=file.pdf)

Sybilla
28.10.2010, 14:27
Deutschland: Arbeitsmarkt Oktober 2010:

Gestern wurde unter großem euphorischem Jubelgeschrei der öffentlich rechtlichen Medien verlautbart, das die statistisch erfasste Zahl der Arbeitslosen in D, unter die psychologisch wichtige Marke von 3 Millionen gesunken ist. Auf mich wirkte diese Szenerie nahezu hysterisch. Der Plan ist zwar wie gewünscht übererfüllt. Aber viele vermuten (Kommentare der Online Artikel) das die Zahlen zur Erwerbstätigkeit und zur Arbeitslosigkeit in den BA Berichten verkürzt wiedergegeben und von der Politik und den Medien einseitig tendenziös interpretiert werden.

Wenn nun in der 2011 anlaufenden Bürgerarbeit (Ein Euro Jobs) bis 2012 eine weitere Million Personen beschäftigt werden " in Beschäftigung" bringt könnte die Zahl der gezählten Arbeitslosen im November 2012 unter 2 Millionen sinken.

Ist der deutsche Arbeitsmarkt tatsächlich eine Insel der Glückseligen in einem Meer der steigenden oder hohen Arbeitslosigkeit in Europa und den USA?

Wem nützt eine kreative Arbeitslosenstatistik, wenn diese nur aufgrund von Schätzungen, Hochrechnungen der BA und der statistischen Zählwiese eine Zahl der Arbeitslosen unter 3 Millionen Personen ermittelt?

Wie hoch wäre die Zahl der Arbeitslosen im Oktober 2010 wenn diese mit den Grundlagen von 1992 gezählt würden?

Fragen über Fragen, der BA Bericht bleibt viele Antworten schuldig.

Der Vergleich der Leistungsempfänger Personen(ALG; ALHI) 1992 mit den Leistungsempfängern rund 7,4 Millionen Personen (ALGI, ALGII, Sozialgeld) 2010 ergibt einen stolzen Anstieg von rund 100 % nebenbei gibt es heute rund 800.000 Personen in der immer noch bestehenden Sozialhilfe (SGB XII)

Das Ziel der Vollbeschäftigung also dem ureigensten Bedürfnis eines Menschen, das ein Erwerbstätiger von seiner Hände Arbeit auch eine selbst-bestimmte Existenz für sich und seine Familie (ohne ergänzende Hartz IV Leistungen) gestalten möchte/können muss, ist der deutsche Arbeitsmarkt weiter entfernt als je zuvor.

Allerdings ist das Ziel das jeder Arbeitslose irgendwie in Ein Euro Job; Bürgerarbeit; Maßnahmen oder Minijobs beschäftigt wird, erheblich näher gerückt. Nur wem außer der Politik der BA Statistik der Zahlen oder den chronisch klammen Kommunen, ist diese Art der Beschäftigung hilfreich?

Die Zahlen
BA Bericht Oktober 2010 Seite 51 Offizielle Zahl der registrierten Arbeitslosen im Oktober 2010 2.945.491 Personen wurden statistisch erfasst
+ 1.481.600 Personen in arbeitsmarktpolitische Instrumente.
(September 2010 1.430.234 Personen ;August 2010 1.376.178 Personen)
Die Zahl der Personen in Arbeitsgelegenheiten (Ein Euro Jobs) wird im BA – Bericht Oktober 2010 Seite 81) auf 328.472 beziffert.( Es ist von einer Untererfassung auszugehen, so haben bundesweit für 2010 [Januar bis September, Datenstand September 2010 - vorläufige Werte] nur ca. 76 % der Träger Daten zum Einsatz der kommunalen Eingliederungsleistungen (flankierende Leistungen) erfasst.)

Außer den Leistungsempfängern gab es im Juni noch 379.000 Arbeitslose, die im Berichtsmonat keine Geldleistungen aus der Arbeitslosenversicherung oder der Grundsicherung bezogen. (BA Bericht Oktober 2010 Seite 18 )

ARBEITSLOSE + Personen in Maßnahmen
Oktober 2010 == 4.427.091 betroffene Personen
(zuzüglich der Arbeitslosen die keine Geldleistungen aus der Arbeitslosenversicherung oder der Grundsicherung erhalten) im Juni 379.000 Arbeitslose.

Sind diese Zahlen wirklich ein Grund für euphorischen Jubel ?

7) Vergleiche mit Vorjahresergebnissen sind nicht sinnvoll, da rückwirkend ab BM Jan 2010 die Datenbasis und das Messkonzept zur Auswertung von eingelösten VGS (bewilligt 1. Rate) umgestellt und die statistischen Ergebnisse revidiert wurden. (BA Bericht Oktober 2010 Seite 83)


Laut BA Bericht Oktober 2010 Seite 51 bleibt die Unterbeschäftigung ohne Kurzarbeit trotz aller Euphorie über 4 Millionen (4.060.237 ) Personen Unterbeschäftigungsquote 9,5 %

Endgültige Daten zu Kurzarbeit in allen Differenzierungen stehen für den April 2010 zur Verfügung. In diesem Monat erhielten insgesamt 631.000 Personen Kurzarbeitergeld, (BA Bericht Oktober 2010 Seite 9 )

Leistungsempfänger 3):
ALG I 825.870 ;
ALG II 4.766.592 ;
Sozialgeld 1.783.484;
(ohne Sozialhilfe SGB XII ca. 800.000 Personen) BA Bericht Oktober 2010 Seite 51 3) Endgültige Werte stehen erst nach einer Wartezeit fest. Am aktuellen Rand können die Daten aufgrund von Erfahrungswerten überwiegend hoch gerechnet werden.
Die Zahl der Leistungsempfänger (ALG I, ALG II, Sozialgeld) errechnet sich mitten im „Arbeitsmarktwunder“ weiterhin auf hohen Niveau die Statistik der BA weist für Oktober 7.375 946 Personen im Leistungsbezug von Arbeitslosengeld I; Arbeitslosengeld II und Sozialgeld aus.


5. Statistische Hinweise zur Arbeitsmarktpolitik - Auswirkung der Neuausrichtung der arbeitsmarktpolitischen Instrumente auf die Messung der Arbeitslosigkeit BA Bericht Oktober 2010 Seite 46/47

Fazit der Zahlen

Der BA Statistik.Arbeitsmarktbericht Oktober 2010 weist für Deutschland s wieder weniger gezählte Arbeitslose aus, das ist die niedrigste Zahl der Arbeitslosen in einen Oktober seit 1992. Allerdings ist die Definition von Arbeitslosigkeit in Deutschland seit 2005 statistikfreundlich ausgerichtet. Ein Paradox ist das die Zahl der Arbeitslosen gegenüber Oktober 2008 trotz gesunkener Wirtschaftsleistung (BIP) gesunken ist ( So ist die Wirtschaftsleistung in 2009 je nach Berechnung zwischen 5,3 – 4,5 % gesunken.
In 2010 ist die Wirtschaftsleistung (BIP) je nach Berechnung der Schätzung nur zwischen 2,8 – 3,4 % angestiegen. Das ist ein absolutes und einmaliges Novum. Das trotz gesunkener Wirtschaftsleistung (versus 2008) die Zahl der Arbeitslosen gegenüber den Oktober Zahlen von 2008 abgesunken sind. Somit ist klar das absinken der Arbeitslosenzahlen besonders im Vergleich zu Oktober 2008 kann nicht alleine auf der konjunkturellen Entwicklung beruhen.

Erwerbsfähige Hilfebedürftige, die nach Vollendung des 58. Lebensjahres mindestens für die Dauer von zwölf Monaten Leis-tungen der Grundsicherung für Arbeitsuchende bezogen haben, gelten nach § 53a Abs. 2 SGB II dann nicht als arbeitslos, wenn ihnen in diesem Zeitraum keine sozialversicherungspflichtige Beschäftigung angeboten werden konnte. (BA – Bericht Oktober 2010 Seite 67)

So ist nicht nachvollziehbar transparent dargestellt, das neben der Gruppe der Maßnahmen Teilnehmer in der Regel auch die Gruppe der unter 25 jährigen und über 58 jährigen aus der Statistik der Arbeitslosen verschwunden sind obwohl auch diese Personen arbeitslos sind.

Zahl der Erwerbstätigen

Als Erwerbstätigkeit zählt: Tätigkeit (Mini-Job) einem Ein-Euro-Job nachgehen und Personen in Mutterschutz oder Elternzeit....!!!

Erwerbstätige - Definition der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) (http://de.wikipedia.org/wiki/Erwerbst%C3%A4tigkeit)

Und selbstverständlich wird die die Zahl der Erwerbstätigen ebenso wie die Zahl der Arbeitslosen nicht durch genaues zählen sondern durch Hochrechnungen und Schätzungen ermittelt.

Die Erwerbstätigenzahlen der Erwerbstätigenrechnung stützen sich auf eine Vielzahl von statistischen Quellen, um möglichst alle verfügbaren Datenquellen in die Schätzung einfließen zu lassen. (http://www.destatis.de/jetspeed/portal/cms/Sites/destatis/Internet/DE/Content/Publikationen/STATmagazin/Arbeitsmarkt/2008__1/WW__ErwerbstaetigeVGR,templateId=renderPrint.psml)

Die manipulative Propaganda-Aussage das die Erwerbstätigkeit und die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung auf immer neue Höchststände steigt, können Sie guten Gewissens der Pipi Langstrumpf Welt der Märchen und Mythen zuordnen.

Die Krux ist, das jede/r das scheitern von Hartz IV erkennen kann, ohne das er/sie nur einen Blick auf Statistiken benötigt. Alleine die finanziellen Mehrausgaben der Kommunen und des Bundes seit 2005 sind der Beweis dass, das angestrebte Ziel der Entlastung der Sozialhaushalte nicht nur nicht erreicht wurde sondern das die Sozialhaushalte der Kommunen mit der Einführung von Hartz IV sprichwörtlich - wie die Zahl der Personen in Armut/Armutsgefährdung - explodiert sind.

In einen Satz die Gemeinschaft der Steuerzahler zahlt in Hartz IV mehr ein aber viele ALG II Leistungsempfänger erhalten weniger. (als 2004)
Das Geld versickert in Arbeitsmarkt-Maßnahmen (Bürgerarbeit/Ein Euro Job/ ...) und ergänzenden ALG II/ Hartz IV Zahlungen (Minijobber, Leih und Zeitarbeit, prekäre Bschäftigung...)

Hintergrundinfos

Zunahme von Niedriglöhnen - Experten warnen vor Folgen für das Sozialsystem (http://frontal21.zdf.de/ZDFde/inhalt/17/0,1872,8117745,00.html)

Statistisches Bundesamt - Pressemitteilung Nr.505 vom 22.12.2009 - Deutliches Defizit der Kommunen im ersten bis dritten Quartal 2009

Es handelt sich abermals um ein Paradoxon einerseits spricht der Staatsjournalismus vom „Jobwunder“ immerhin ist die Zahl der Arbeitslosen von rund 5 Millionen 2005 auf rund 3 Millionen 2010 gesungen anderseits Seit der Einführung von Hartz IV sind die Unterkunftskosten deutlich angestiegen: von 8,7 Milliarden Euro im Jahr 2005 auf voraussichtlich elf Milliarden Euro in diesem Jahr. (http://www.zeit.de/politik/deutschland/2010-07/hartz-IV-mietkosten)

Das Geschäft mit der Armut und den Armen

Ein Euro Jobs oder Bürgerarbeit oder Pflegehelfer das Geschäft mit der Armut der Armen blüht wie selten zuvor.Mittlerweile tauchen in den Medien immer mehr Beispiele dubioser Sozialfirmen auf, zumeist gemeinnützige GmbHs. Für die Anbieter eröffnen sich viele Chancen, besonders lukrative Strukturen aufzubauen. (http://www.dradio.de/dkultur/sendungen/zeitfragen/1249341/)

Dienstmaserati und Traumrendite - Vom neuen Profitstreben in der Sozialarbeit

Manuskript zur Sendung als PDF-Dokument (http://www.dradio.de/download/124221/)

Audio - Podcast (http://www.dradio.de/aod/?station=3&broadcast=348697&datum=20100823&playtime=1282584600&fileid=87ddb29b&sendung=348697&beitrag=1249341&)

Die GmbH erlaubt viele Möglichkeiten Gewinne herauszuziehen - trotz Gemeinnützigkeit. Für Stefan Thyroke, Berliner ver.di-Betreuungssekretär für die Branche, ist der Bereich der freien Träger ein "Sumpfgebiet", in dem Fälle von Filz und Korruption fast alltäglich seien. (http://www.dradio.de/dkultur/sendungen/zeitfragen/1249341/)

...

Vielleicht hat Harald Ehlert den Fehler gemacht, sich als Propagandatrommler einer Entwicklung zu positionieren, die in einer seltsamen Unübersichtlichkeit abläuft. Staat, Wohlfahrtsverbände und gemeinnützige Gmbhs kooperieren diskret. (http://www.dradio.de/download/124221/) Die aktuelle Forderung von Frau Merkel "Pflege statt Hartz IV" ist ein weiteres Mosaiksteinschen, einer Gedanken-Welt in der Kinder von Hartz IV Familien mit (Bildungs)Chipkarten und Pflegebedürftige mit Hartz IV Leistungsempfänger versorgt werden sollen.

Bei objektiver Betrachtung scheinen die neoliberalen Wahnideen der Obrigkeit anhand der Leistung/Nutzen Rechnung des Humankapitals ( der Bürger) immer deutlicher durch.


Umstellung der Statistik der gemeldeten Arbeitsstellen (http://statistik.arbeitsagentur.de/Statischer-Content/Grundlagen/Methodenberichte/Generische-Publikationen/Methodenbericht-Umstellung-der-Statistik-der-gemeldeten-Arbeitsstellen.pdf)

Quelle der Daten: Neue Internetadresse
Statistik der Bundesagentur für Arbeit
Quelle der Daten Oktober 2010
http://statistik.arbeitsagentur.de/Statischer-Content/Arbeitsmarktberichte/Monatsbericht-Arbeits-Ausbildungsmarkt-Deutschland/Monatsberichte/Generische-Publikationen/Monatsbericht-201010.pdf

Erstellt von Sybilla am 28.10.10 12 Uhr 00
Jeder darf diesen Bericht unter Hinweis auf die Autorin frei verwenden

Nicolay
04.11.2010, 19:04
Könte es sein das sich die sagenhaft schrumpfende Arbeitslosenqote der ALG 1 bezieher,darauf basiert das meines, wissens erst vor kurzem die Bezugsdauer der Leistungen verringert wurden.

Wir haben es also mit einem Logichen Prozes zu tun der keines fals die Wiertschaftliche Expansion dieser Repuplik wiederspiegelt.

Sybilla
30.11.2010, 14:02
Deutschland: Arbeitsmarkt November 2010:

Das Ziel der Vollbeschäftigung also dem ureigensten Bedürfnis eines Menschen, das ein Erwerbstätiger von seiner Hände Arbeit auch eine selbst-bestimmte Existenz für sich und seine Familie (ohne ergänzende Hartz IV Leistungen) gestalten möchte/können muss, ist der deutsche Arbeitsmarkt weiter entfernt als je zuvor. Allerdings ist das Ziel das jeder Arbeitslose irgendwie in Ein Euro Job; Bürgerarbeit; Maßnahmen oder Minijobs beschäftigt wird, erheblich näher gerückt.

Ist der deutsche Arbeitsmarkt tatsächlich wie die Medien gleich klingend berichten eine Insel der Glückseligen in einem Meer der steigenden oder hohen Arbeitslosigkeit in Europa und den USA?

Unter großem euphorischem Jubel der öffentlich rechtlichen und vieler Print-Medien verlautbart die BA, dass die statistisch erfasste Zahl der Arbeitslosen in D auch im November, unter der psychologisch wichtigen Marke von 3 Millionen verharrt. Auf mich wirkt diese Szenerie nahezu hysterisch. Der Plan ist zwar wie von der Politik gewünscht im Sinne der veröffentlichten Zahlen übererfüllt. Aber viele vermuten ( siehe Kommentare der Online Artikel) das die Zahlen zur Erwerbstätigkeit und zur Arbeitslosigkeit in den BA Berichten verkürzt wiedergegeben und von der Politik und den Medien einseitig tendenziös interpretiert werden. Ich vermute gar die Statistik des Arbeitsmarktes gleicht einen Potemkinsches Dorf, sie wird durch das Herausrechnen vieler Arbeitsloser (Ein Euro Jobber; Bürgerarbeiter, 0 Euro Praktikanten...) fein herausgeputzt, um den tatsächlichen, verheerenden Zustand des Arbeitsmarktes zu verbergen. Oberflächlich wirkt die Statistik durch die Zahl der Unterbeschäftigten ausgearbeitet und beeindruckend, es fehlt ihr aber an Substanz.

Der Erfolg am Arbeitsmarkt gründet in den Niedriglohnsektor der Zeit und Leiharbeit (Erpressung am Arbeitsplatz - Wie Leiharbeiter ausgenutzt werden (http://frontal21.zdf.de/ZDFde/inhalt/14/0,1872,8144142,00.html)) den Ein Euro Jobs (Städte missbrauchen Ein-Euro-Jobs (http://www.derwesten.de/nachrichten/Staedte-missbrauchen-Ein-Euro-Jobs-id3995710.html)) und in der so genannten Bürgerarbeit diese Art der Beschäftigung ist und bleibt meines Erachtens Blendwerk und Menschenunwürdig. Wem außer der Politik der BA Zahlenstatistik oder den chronisch klammen Kommunen, ist diese Art der Beschäftigung hilfreich? Den/Der Arbeitslosen? Den/Der Steuerzahler/in ? George Fitzhugh (http://docsouth.unc.edu/southlit/fitzhughcan/bio.html) publizierte um 1854 ein Buch, in dem er sagte: „Einige Menschen sind mit einem Sattel auf dem Rücken geboren, und andere sind gestiefelt und gespornt, um diese zu reiten. Und es tut ihnen gut!“
Ist das der ideologische Grundgedanke der Ein Euro Jobs und der so genannten „Bürgerarbeit“ Wem nützt eine kreative Arbeitslosenstatistik, wenn diese nur aufgrund von Schätzungen, Hochrechnungen der BA und der statistischen Zählwiese eine Zahl der Arbeitslosen unter 3 Millionen Personen ermittelt? Wie hoch wäre die Zahl der Arbeitslosen im November 2010 wenn diese mit den Grundlagen von 1992 gezählt würden?

Fragen über Fragen, der BA Bericht bleibt viele Antworten schuldig.

Die Zahlen
BA Bericht November 2010 Seite 50 die offizielle Zahl der registrierten Arbeitslosen im November 2010 wird mit 2.931.170 Personen beziffert zusätzlich wurden im November 1.506.176 Personen in arbeitsmarktpolitische Instrumente geschätzt BA Bericht November Seite 82 (Erfahrungsgemäß steigt diese Zahl in den folgenden BA Monatsberichte noch erheblich an). Der Rückgang der Arbeitslosigkeit beruht somit ausschließlich auf der Ausdehnung der arbeitsmarktpolitische Instrumente im BA Bericht Oktober wurde die Zahl der Personen in arbeitsmarktpolitische Instrumente auf 1.481.600 Personen geschätzt.


Im BA Bericht November 2010 wurde die Zahl der Personen in arbeitsmarktpolitische Instrumente von 1.481.600 Personen (BA Bericht Oktober 2010) auf 1.501.042 Personen im BA Bericht November 2010 korrigiert.
Im BA Bericht November 2010 wurde die Zahl der Personen in arbeitsmarktpolitische Instrumente von 1.430.234 Personen (BA Bericht September 2010) auf 1.466.955 Personen im BA Bericht November 2010 korrigiert.
BA Bericht November 2010 wurde die Zahl der Personen in arbeitsmarktpolitische Instrumente von 1.376.178 Personen (BA Bericht August 2010) auf 1.411.138 Personen im BA Bericht November 2010 korrigiert.

Die Zahl der Personen in Arbeitsgelegenheiten (Ein Euro Jobs) wird im BA – Bericht November 2010 Seite 82) auf 323.095 beziffert.( Es ist von einer Untererfassung auszugehen, so haben bundesweit für 2010 [Januar bis September, Datenstand September 2010 - vorläufige Werte] nur ca. 76 % der Träger Daten zum Einsatz der kommunalen Eingliederungsleistungen (flankierende Leistungen) erfasst.)

BA Bericht Seite 22 Fußnote 25
Es ist zu beachten, dass eine nennenswerte Zahl der Arbeitslosen im Rechtskreis SGB II keine Leistungen aus der Grundsicherung bezieht und deshalb die Zahl der Arbeitslosen im Rechtskreis SGB II größer ist als die Zahl der arbeitslosen erwerbsfähigen Hilfebedürftigen (um 4 Prozent).

Außer den Leistungsempfängern gab es im Juli noch 378.000 Arbeitslose, die im Berichtsmonat keine Geldleistungen aus der Arbeitslosenversicherung oder der Grundsicherung bezogen.. (BA Bericht November 2010 Seite 19 )

ARBEITSLOSE + Personen in Maßnahmen
November 2010 == 4.437.346 (Oktober 2010 laut BA Bericht Oktober 2010 4.427.091) betroffene Personen

Sind diese Zahlen wirklich ein Grund für euphorischen Jubel ?

7) Vergleiche mit Vorjahresergebnissen sind nicht sinnvoll, da rückwirkend ab BM Jan 2010 die Datenbasis und das Messkonzept zur Auswertung von eingelösten VGS (bewilligt 1. Rate) umgestellt und die statistischen Ergebnisse revidiert wurden. (BA Bericht November 2010 Seite 82)

Laut BA Bericht November 2010 Seite 50 bleibt die so genannte Unterbeschäftigung ohne Kurzarbeit trotz aller Euphorie über 4 Millionen (4.058.497) Personen Unterbeschäftigungsquote 9,5 % Auch die BA Zahl der Unterbeschäftigung bildet nicht die tatsächliche sondern eine von der BA definierte Unterbeschäftigung ab.

Nach den jüngsten vorläufigen hochgerechneten Daten wurde im September an 220.000 Arbeitnehmer konjunkturelles Kurzarbeitergeld nach § 170 SGB III gezahlt, (BA Bericht November 2010 Seite 9 )

Leistungsempfänger 3):
ALG I 829.445 ;
ALG II 4.719.454 ;
Sozialgeld 1.774.341;
(ohne Sozialhilfe SGB XII ca. 1.200.000 Personen – 2008 – Statis - Pressemitteilung Nr.488 vom 15.12.2009) BA Bericht November 2010 Seite 50 3) Endgültige Werte stehen erst nach einer Wartezeit fest. Am aktuellen Rand können die Daten aufgrund von Erfahrungswerten überwiegend hoch gerechnet werden.
Die Zahl der Leistungsempfänger (ALG I, ALG II, Sozialgeld) errechnet sich mitten im „Arbeitsmarktwunder“ weiterhin auf hohen Niveau die Statistik der BA weist für November 7.323.240 Personen im Leistungsbezug von Arbeitslosengeld I; Arbeitslosengeld II und Sozialgeld aus.


5. Statistische Hinweise zur Arbeitsmarktpolitik - Auswirkung der Neuausrichtung der arbeitsmarktpolitischen Instrumente auf die Messung der Arbeitslosigkeit BA Bericht November 2010 Seite 45/46

Fazit der Zahlen

Der Vergleich der Leistungsempfänger Personen(ALG; ALHI) von November 2004 (Im BA Bericht November 2004 wird die Zahl der Leistungsempfänger auf Seite 14 mit 4.071.000 Personen bezifftert) mit den Leistungsempfängern rund 7,4 Millionen Personen (ALGI, ALGII, Sozialgeld) 2010 ergibt einen stolzen Anstieg von rund 80 % nebenbei erhalten rund 1.200.000 Personen Sozialhilfe (2008) in der immer noch bestehenden Sozialhilfe (SGB XII) Pressemitteilung Nr.488 vom 15.12.2009 Sozialhilfe 2008: 1,2 Millionen Menschen erhielten besondere Leistungen. ( http://www.destatis.de/jetspeed/portal/cms/Sites/destatis/Internet/DE/Presse/pm/2009/12/PD09__488__221.psml)

Erwerbsfähige Hilfebedürftige, die nach Vollendung des 58. Lebensjahres mindestens für die Dauer von zwölf Monaten Leis-tungen der Grundsicherung für Arbeitsuchende bezogen haben, gelten nach § 53a Abs. 2 SGB II dann nicht als arbeitslos, wenn ihnen in diesem Zeitraum keine sozialversicherungspflichtige Beschäftigung angeboten werden konnte. (BA – Bericht November 2010 Seite 67)

So ist nicht nachvollziehbar transparent dargestellt, das neben der Gruppe der Maßnahmen Teilnehmer in der Regel auch die Gruppe der unter 25 jährigen und über 58 jährigen die Kranken und Arbeitslose die extern betreut werden aus der Statistik der Arbeitslosen verschwunden sind obwohl auch diese Personen arbeitslos sind.

Zahl der Erwerbstätigen

Als Erwerbstätigkeit zählt: Tätigkeit (Mini-Job) einem Ein-Euro-Job nachgehen und Personen in Mutterschutz oder Elternzeit....!!!

Erwerbstätige - Definition der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) (http://de.wikipedia.org/wiki/Erwerbst%C3%A4tigkeit)

Und selbstverständlich wird die die Zahl der Erwerbstätigen ebenso wie die Zahl der Arbeitslosen nicht durch genaues zählen sondern durch Hochrechnungen und Schätzungen ermittelt.

Die Erwerbstätigenzahlen der Erwerbstätigenrechnung stützen sich auf eine Vielzahl von statistischen Quellen, um möglichst alle verfügbaren Datenquellen in die Schätzung einfließen zu lassen. (http://www.destatis.de/jetspeed/portal/cms/Sites/destatis/Internet/DE/Content/Publikationen/STATmagazin/Arbeitsmarkt/2008__1/WW__ErwerbstaetigeVGR,templateId=renderPrint.psml)

Die manipulative Propaganda-Aussage das die Erwerbstätigkeit und die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung auf immer neue Höchststände steigt, können Sie guten Gewissens der Pipi Langstrumpf Welt der Märchen und Mythen zuordnen.

Die Krux ist, das jede/r das scheitern von Hartz IV erkennen kann, ohne das er/sie nur einen Blick auf Statistiken benötigt. Alleine die finanziellen Mehrausgaben der Kommunen und des Bundes seit 2005 sind der Beweis dass, das angestrebte Ziel der Entlastung der Sozialhaushalte nicht nur nicht erreicht wurde sondern das die Sozialhaushalte der Kommunen mit der Einführung von Hartz IV sprichwörtlich - wie die Zahl der Personen in Armut/Armutsgefährdung - explodiert sind.

In einen Satz die Gemeinschaft der Steuerzahler zahlt in Hartz IV mehr ein aber viele ALG II Leistungsempfänger erhalten weniger. (als 2004)
Das Geld versickert in Arbeitsmarkt-Maßnahmen (Bürgerarbeit/Ein Euro Job/ ...) und ergänzenden ALG II/ Hartz IV Zahlungen (Minijobber, Leih und Zeitarbeit, prekäre Bschäftigung...)

Hintergrundinfos

Zunahme von Niedriglöhnen - Experten warnen vor Folgen für das Sozialsystem (http://frontal21.zdf.de/ZDFde/inhalt/17/0,1872,8117745,00.html)

Statistisches Bundesamt - Pressemitteilung Nr.505 vom 22.12.2009 - Deutliches Defizit der Kommunen im ersten bis dritten Quartal 2009

Es handelt sich abermals um ein Paradoxon einerseits spricht der Staatsjournalismus vom „Jobwunder“ immerhin ist die Zahl der Arbeitslosen von rund 5 Millionen 2005 auf rund 3 Millionen 2010 gesungen anderseits Seit der Einführung von Hartz IV sind die Unterkunftskosten deutlich angestiegen: von 8,7 Milliarden Euro im Jahr 2005 auf voraussichtlich elf Milliarden Euro in diesem Jahr. (http://www.zeit.de/politik/deutschland/2010-07/hartz-IV-mietkosten)

Das Geschäft mit der Armut und den Armen

Ein Euro Jobs oder Bürgerarbeit oder Pflegehelfer das Geschäft mit der Armut der Armen blüht wie selten zuvor.Mittlerweile tauchen in den Medien immer mehr Beispiele dubioser Sozialfirmen auf, zumeist gemeinnützige GmbHs. Für die Anbieter eröffnen sich viele Chancen, besonders lukrative Strukturen aufzubauen. (http://www.dradio.de/dkultur/sendungen/zeitfragen/1249341/)

Dienstmaserati und Traumrendite - Vom neuen Profitstreben in der Sozialarbeit

Manuskript zur Sendung als PDF-Dokument (http://www.dradio.de/download/124221/)

Audio - Podcast (http://www.dradio.de/aod/?station=3&broadcast=348697&datum=20100823&playtime=1282584600&fileid=87ddb29b&sendung=348697&beitrag=1249341&)

Die GmbH erlaubt viele Möglichkeiten Gewinne herauszuziehen - trotz Gemeinnützigkeit. Für Stefan Thyroke, Berliner ver.di-Betreuungssekretär für die Branche, ist der Bereich der freien Träger ein "Sumpfgebiet", in dem Fälle von Filz und Korruption fast alltäglich seien. (http://www.dradio.de/dkultur/sendungen/zeitfragen/1249341/)

...

Vielleicht hat Harald Ehlert den Fehler gemacht, sich als Propagandatrommler einer Entwicklung zu positionieren, die in einer seltsamen Unübersichtlichkeit abläuft. Staat, Wohlfahrtsverbände und gemeinnützige Gmbhs kooperieren diskret. (http://www.dradio.de/download/124221/) Die aktuelle Forderung von Frau Merkel "Pflege statt Hartz IV" ist ein weiteres Mosaiksteinschen, einer Gedanken-Welt in der Kinder von Hartz IV Familien mit (Bildungs)Chipkarten und Pflegebedürftige mit Hartz IV Leistungsempfänger versorgt werden sollen.

Bei objektiver Betrachtung scheinen die neoliberalen Wahnideen der Obrigkeit anhand der Leistung/Nutzen Rechnung des Humankapitals ( der Bürger) immer deutlicher durch.


Umstellung der Statistik der gemeldeten Arbeitsstellen (http://statistik.arbeitsagentur.de/Statischer-Content/Grundlagen/Methodenberichte/Generische-Publikationen/Methodenbericht-Umstellung-der-Statistik-der-gemeldeten-Arbeitsstellen.pdf)

Quelle der Daten: Neue Internetadresse
Statistik der Bundesagentur für Arbeit

http://statistik.arbeitsagentur.de/cae/servlet/contentblob/226976/publicationFile/107142/Monatsbericht-201011.pdf;jsessionid=D1FD109F2FA9556D2E15C101D180 C94A] Quelle der Daten November 2010

Erstellt von Sybilla am 30.11.10 11 Uhr 20
Jeder darf diesen Bericht unter Hinweis auf die Autorin frei verwenden

Sybilla
01.12.2010, 16:55
Paukenschlag folgt Paukenschlag

Die Einzelhandelsumsätze sind entgegen aller Prognosen und Vorhersagen der GfK überraschend und unerwartet stark eingebrochen.

Pressemitteilung Nr.440 vom 01.12.2010 - Einzelhandelsumsatz im Oktober 2010 real um 0,7% gesunken (http://www.destatis.de/jetspeed/portal/cms/Sites/destatis/Internet/DE/Presse/pm/2010/12/PD10__440__45212,templateId=renderPrint.psml)

Dieser Fakt legt die Vermutung nahe das, der multimedial verlautbarte Kaufrausch der Konsumenten nur die Wünsche der Politik aber nicht die Realität abbildet.

Der "Aufschwung xxl" kommt bei vielen Arbeitnehmern offensichtlich nicht an.

Sybilla
01.12.2010, 23:06
Erneutes Paradoxon, obwohl erst gestern nahezu alle Medien Im Gleichklang das absinken der Arbeitslosigkeit auf ein 20 Jahrestief euphorisch bejubelten, müssen wir heute zur Kenntnis nehmen, das die exorbitant hoch angestiegenen Sozialkosten der Städte und Kommunen die Finanzierung der Instandhaltung der Infrastruktur und des Winterdienstes gefährden.

Der Städte- und Gemeindebund sieht wegen der hohen Sozialausgaben ... (http://www.dnews.de/nachrichten/panorama/379407/sozialkosten-schaden-strassen-streudienst.html)

Die durchschnittlich interessierten Bürgerinnen und Bürger verstehen die Welt nicht mehr, wenn die Arbeitslosigkeit sinkt und die Beschäftigung steigt warum steigen dann die Sozialkosten der Städte und Kommunen exorbitant an?

Eventuell ist das die Antwort?

Kommentar zur aktuellen Arbeitslosenstatistik (http://www.radio-z.net/de/politik-beitraege/themen/69765-sozialfunk-kommentar.html)

Meine Oma sagt immer: "Lügen haben kurze Beine"

Pommes
02.12.2010, 01:55
Erneutes Paradoxon, obwohl erst gestern nahezu alle Medien Im Gleichklang das absinken der Arbeitslosigkeit auf ein 20 Jahrestief euphorisch bejubelten, müssen wir heute zur Kenntnis nehmen, das die exorbitant hoch angestiegenen Sozialkosten der Städte und Kommunen die Finanzierung der Instandhaltung der Infrastruktur und des Winterdienstes gefährden.

Der Städte- und Gemeindebund sieht wegen der hohen Sozialausgaben ... (http://www.dnews.de/nachrichten/panorama/379407/sozialkosten-schaden-strassen-streudienst.html)

Die durchschnittlich interessierten Bürgerinnen und Bürger verstehen die Welt nicht mehr, wenn die Arbeitslosigkeit sinkt und die Beschäftigung steigt warum steigen dann die Sozialkosten der Städte und Kommunen exorbitant an?

Eventuell ist das die Antwort?

Kommentar zur aktuellen Arbeitslosenstatistik (http://www.radio-z.net/de/politik-beitraege/themen/69765-sozialfunk-kommentar.html)

Meine Oma sagt immer: "Lügen haben kurze Beine"


Man verfährt hier offensichtlich frei nach Joseph Goebbels, der da gesagt haben soll: "Eine Lüge muss nur oft genug wiederholt werden. Dann wird sie geglaubt."
Der verblödete Michel soll getäuscht werden, bei Laune gehalten werden, damit er nicht mißtrauisch wird, denn wenn das passiert und der rennt los und holt sein letztes Geld von der Bank, dann ist "Game over" angesagt!
Alle Jahre wieder übrigens auch der hoch gepriesene kollektive weihnachtliche Kaufrausch, auf den dann im Januar ebenfalls alle Jahre wieder, dass Heulen des Einzelhandels zu vernehmen ist.

Meine Oma sagte immer: von nix kütt nix.
Und ich sage: solange man Arbeit durch Kapital ersetzt geht das System seinem Ende entgegen und zwar mit mathematischer Präzision.

agano
02.12.2010, 06:11
Erneutes Paradoxon, obwohl erst gestern nahezu alle Medien Im Gleichklang das absinken der Arbeitslosigkeit auf ein 20 Jahrestief euphorisch bejubelten, müssen wir heute zur Kenntnis nehmen, das die exorbitant hoch angestiegenen Sozialkosten der Städte und Kommunen die Finanzierung der Instandhaltung der Infrastruktur und des Winterdienstes gefährden.

Der Städte- und Gemeindebund sieht wegen der hohen Sozialausgaben ... (http://www.dnews.de/nachrichten/panorama/379407/sozialkosten-schaden-strassen-streudienst.html)

Die durchschnittlich interessierten Bürgerinnen und Bürger verstehen die Welt nicht mehr, wenn die Arbeitslosigkeit sinkt und die Beschäftigung steigt warum steigen dann die Sozialkosten der Städte und Kommunen exorbitant an?

Eventuell ist das die Antwort?

Kommentar zur aktuellen Arbeitslosenstatistik (http://www.radio-z.net/de/politik-beitraege/themen/69765-sozialfunk-kommentar.html)

Meine Oma sagt immer: "Lügen haben kurze Beine"
Du hast sehr gut erkannt, dass diese Aussagen, es gäbe weniger Arbeitslose, nur gelogen sein kann. Lügen haben kurze Beine. RICHTIG. richard

Sybilla
04.12.2010, 13:23
Nachbetrachtung zu den BA Monatsberichten

Haben Sie schon bemerkt das trotz „Arbeitsmarktwunder“ die Zahl der Leistungsempfänger (Arbeitslosengeld I; Arbeitslosengeld II; Sozialgeld) von Januar 2005 laut BA Bericht Januar 2005 Seite 20 7.676.457 Personen bis November 2010 nur um 353.217 auf 7.323.240 Leistungsempfänger (BA Bericht November 2010 Seite 50 ) gesunken ist ?

Ist ihnen aufgefallen das die Zahl der Personen im Arbeitslosengeld II Bezug ( Hartz IV)
Von Januar 2005 von 4.088.955 Personen bis November 2010 trotz "Arbeitsmarktwunder – die Zahl der Arbeitslosen ist von über 5 Millionen im Januar 2005 auf unter 3 Millionen im November 2010 abgesunken" auf 4.719.454 Personen angestiegen ist.

Völlig überraschend und unerwartet ist auch die Zahl der die Sozialgeldempfänger sind von Januar 2005 von 1.516.168 Personen bis November 2010 um rund 260.000 Personen auf 1.774.341 Personen angestiegen.

Im November 2010 gibt es 7.323.240 Personen Leistungsempfänger BA Bericht November 2010 Seite 50 und rund (vorläufige Zahlen) 1,1 Millionen Personen Sozialhilfe. Somit erhalten im November 2010 rund 8.434.000 Personen Leistungen der BA/SGB II (Hartz IV) oder Sozialhilfe nach SGB XII.

Diese Nachbetrachtung und der Vergleich einiger BA Berichtszahlen von Januar 2005 mit November 2010 lässt den euphorischen Jubel der Staatsmedien und der Boulevardpresse mit den großen Buchstaben, in einen ganz anderen Licht erscheinen. Im Licht dieser Zahlen, wirkt der Jubel nicht mehr befreiend sondern hysterisch.

Sybilla
04.01.2011, 14:18
Fakten Fakten Fakten

Deutschland: Arbeitsmarkt Dezember 2010:

„Ein Arbeitsloser ist solange an seiner Arbeitslosigkeit selbst schuld, bis er das Gegenteil beweisen kann“

Aufschwung xxxl: Binnenkonsum - Deutschland verliert an Kaufkraft
ILO Vergleichsstudie: Vergleichsstudie Löhne in Deutschland sinken weiter

Global Wage Report 2010: Kurzfassung auf Deutsch (PDF, 578 kB) Neben den moderaten Tarifabschlüssen der vergangenen Jahre sind die Ausweitung des Niedriglohn-Sektors und die Zunahme von atypischen Beschäftigungsformen11 – wie Zeitarbeit und 400-Euro-Jobs – wesentliche Gründe für das schlechte Abschneiden Deutschlands… (http://www.dgb.de/themen/++co++7a01a332-0860-11e0-79f2-00188b4dc422)

ILO - International Labour Office (2010): Global Wage Report 2010/11: Wage Policies in Times of Crisis, Geneva. (http://www.webcitation.org/query?url=http%3A%2F%2Fwww.ilo.org%2Fwcmsp5%2Fgrou ps%2Fpublic%2F%40dgreports%2F%40dcomm%2F%40publ%2F documents%2Fpublication%2Fwcms_145265.pdf&date=2010-12-16)

Sozialexperten warnen vor drastisch steigender Altersarmut (http://www.dw-world.de/dw/function/0,,12356_cid_14743015,00.html)

Kinderarmut in Deutschland besorgniserregend (http://www.noows.de/deutschland-bei-sozialer-gerechtigkeit-mittelmass-24619)

Das Ziel der Vollbeschäftigung also dem ureigenen Bedürfnis eines Menschen, das ein Erwerbstätiger von seiner Hände Arbeit auch eine selbst-bestimmte Existenz für sich und seine Familie (ohne ergänzende Hartz IV Leistungen) gestalten möchte/können muss, ist der deutsche Arbeitsmarkt immer noch nicht näher gekommen. Allerdings ist das Ziel das jeder Arbeitslose irgendwie in Ein Euro Job; Bürgerarbeit; Maßnahmen oder Minijobs beschäftigt wird, erheblich näher gerückt.

Ist der deutsche Arbeitsmarkt tatsächlich wie die Medien gleich klingend berichten eine Insel der Glückseligen in einem Meer der steigenden oder hohen Arbeitslosigkeit in Europa und den USA?

Unter großem euphorischem Jubel der öffentlich rechtlichen Staatsmedien und vieler Print-Medien verlautbart die BA, dass die statistisch erfasste Zahl der Arbeitslosen in D im Dezember 2010, nur knapp über die psychologisch wichtigen Marke von 3 Millionen gesprungen ist. Auf mich wirkt diese Szenerie nahezu hysterisch. Der Plan ist zwar wie von der Politik gewünscht im Sinne der veröffentlichten Zahlen übererfüllt. Aber viele vermuten ( siehe Kommentare der Online Artikel) das die Zahlen zur Erwerbstätigkeit und zur Arbeitslosigkeit in den BA Berichten verkürzt wiedergegeben und von der Politik und den Medien einseitig tendenziös interpretiert werden. Ich vermute gar die Statistik des Arbeitsmarktes gleicht einen Potemkinsches Dorf, sie wird durch das Herausrechnen vieler Arbeitsloser (Ein Euro Jobber; Bürgerarbeiter, 0 Euro Praktikanten...) fein herausgeputzt, um den tatsächlichen, verheerenden Zustand des Arbeitsmarktes zu verbergen. Oberflächlich wirkt die Statistik durch die Zahl der Unterbeschäftigten ausgearbeitet und beeindruckend, es fehlt ihr aber an Substanz.

So wird reißerisch und triumphal ein Beschäftigungsrekord verlautbart aber gleichzeitig werden die Beiträge für die GKV auf 15,5 % + Zusatzbeiträge diverser Krankenkassen angehoben. Wenn es tatsächlich einen Beschäftigungsrekord der sozialversicherungspflichtigen Arbeitsverhältnisse geben würde, dann dürften die Beiträge zur GKV nicht steigen sondern sinken. Wem hilft ein Beschäftigungsrekord der mit 0 € Praktika, 1 € Jobs, Bürgerarbeit, Beschäftigung- und Übfirmen sowie einen Heer von 400 € Jobber erreicht wurde. ?

Die Kommunen und der Bund verzeichnen 2010 Rekordschulden und trotz Aufschwung xxxl leere Kassen.

Der Erfolg am Arbeitsmarkt gründet in den Niedriglohnsektor der Zeit und Leiharbeit (Erpressung am Arbeitsplatz - Wie Leiharbeiter ausgenutzt werden (http://frontal21.zdf.de/ZDFde/inhalt/14/0,1872,8144142,00.html)) den Ein Euro Jobs (Städte missbrauchen Ein-Euro-Jobs (http://www.derwesten.de/nachrichten/Staedte-missbrauchen-Ein-Euro-Jobs-id3995710.html)) und in der so genannten Bürgerarbeit diese Art der Beschäftigung ist und bleibt meines Erachtens Blendwerk und Menschenunwürdig. Wem außer der Politik der BA Zahlenstatistik oder den chronisch klammen Kommunen, ist diese Art der Beschäftigung hilfreich? Den/Der Arbeitslosen? Den/Der Steuerzahler/in ? George Fitzhugh (http://docsouth.unc.edu/southlit/fitzhughcan/bio.html) publizierte um 1854 ein Buch, in dem er sagte: „Einige Menschen sind mit einem Sattel auf dem Rücken geboren, und andere sind gestiefelt und gespornt, um diese zu reiten. Und es tut ihnen gut!“
Ist das der ideologische Grundgedanke der Ein Euro Jobs und der so genannten „Bürgerarbeit“ Wem nützt eine kreative Arbeitslosenstatistik, wenn diese nur aufgrund von Schätzungen, Hochrechnungen der BA und der statistischen Zählwiese eine Zahl der Arbeitslosen um 3 Millionen Personen ermittelt? Wie hoch wäre die Zahl der Arbeitslosen im Dezember 2010 wenn diese mit den Grundlagen von 1992 gezählt würden?

Fragen über Fragen, der BA Bericht bleibt viele Antworten schuldig.

Die Zahlen

BA Bericht Dezember 2010 Seite 74 die offizielle Zahl der registrierten Arbeitslosen im wird mit 3.015.715 Personen berechnet zusätzlich waren nach vorläufigen Schätzungen der BA im Dezember 2010 1.464.582 Personen in arbeitsmarktpolitische Instrumente beschäftigt BA Bericht Dezember Seite 106 (Erfahrungsgemäß steigt diese Zahl in den folgenden BA Monatsberichte noch erheblich an zuletzt um rund 22.000 für November 2010).

So wurde im BA Bericht September 2010 (Seite 81) die Zahl der Personen in arbeitsmarktpolitischen Instrumenten mit 1.430.234 Personen angegeben im BA Bericht Dezember 2010 (Seite 106) wurde diese Zahl um rund 50.000 Personen auf 1.480.440 korrigiert.

Die Zahl der Personen in Arbeitsgelegenheiten (Ein Euro Jobs) wird im BA – Bericht Dezember 2010 Seite 106) mit 288.604 Personen berechnet.( Es ist von einer Untererfassung auszugehen, so haben bundesweit für 2010 [Januar bis September, Datenstand September 2010 - vorläufige Werte] nur ca. 76 % der Träger Daten zum Einsatz der kommunalen Eingliederungsleistungen (flankierende Leistungen) erfasst.)

BA Bericht Dezember 2010 Seite 38 Fußnote 40
Es ist zu beachten, dass eine nennenswerte Zahl der Arbeitslosen im Rechtskreis SGB II keine Leistungen aus der Grundsicherung bezieht und deshalb die Zahl der Arbeitslosen im Rechtskreis SGB II größer ist als die Zahl der arbeitslosen erwerbsfähigen Hilfebedürftigen (um 4 Prozent).

Außer den Leistungsempfängern gab es im August noch 391.000 Arbeitslose, die im Berichtsmonat keine Geldleistungen aus der Arbeitslosenversicherung oder der Grundsicherung bezogen. (BA Bericht Dezember 2010 Seite 35 )

ARBEITSLOSE + Personen in Maßnahmen (vorläufige Berechnung/Schätzung der BA)
Dezember 2010 == 4.480.297

Sind diese Zahlen wirklich ein Grund für euphorischen Jubel ?

7) Vergleiche mit Vorjahresergebnissen sind nicht sinnvoll, da rückwirkend ab BM Jan 2010 die Datenbasis und das Messkonzept zur Auswertung von eingelösten VGS (bewilligt 1. Rate) umgestellt und die statistischen Ergebnisse revidiert wurden. (BA Bericht Dezember 2010 Seite 106)

Laut BA Bericht Dezember 2010 Seite 74 bleibt die so genannte Unterbeschäftigung ohne Kurzarbeit trotz aller Euphorie über 4 Millionen (4.097.283) Personen Unterbeschäftigungsquote 9,6 % Auch die BA Zahl der Unterbeschäftigung bildet nicht die tatsächliche sondern eine von der BA definierte Unterbeschäftigung ab.

Nach den jüngsten vorläufigen hochgerechneten Daten wurde im Oktober an 220.000 Arbeitnehmer konjunkturelles Kurzarbeitergeld nach § 170 SGB III gezahlt, das waren etwa so viele wie im Vormonat (BA Bericht Dezember 2010 Seite 11 )

Leistungsempfänger 3):
ALG I 873.582;
ALG II 4.731.339;
Sozialgeld 1.776.961;
(ohne Sozialhilfe SGB XII ca. 1.200.000 Personen – 2008 – Statis - Pressemitteilung Nr.488 vom 15.12.2009)
BA Bericht Dezember 2010 Seite 74 3) Endgültige Werte stehen erst nach einer Wartezeit fest. Am aktuellen Rand können die Daten aufgrund von Erfahrungswerten überwiegend hoch gerechnet werden.
Die Zahl der Leistungsempfänger (ALG I, ALG II, Sozialgeld) errechnet sich mitten im „Arbeitsmarktwunder“ weiterhin auf hohen Niveau die Statistik der BA weist für Dezember 2010 7.381.882 Personen im Leistungsbezug von Arbeitslosengeld I; Arbeitslosengeld II und Sozialgeld aus.


5. Statistische Hinweise zur Arbeitsmarktpolitik - Auswirkung der Neuausrichtung der arbeitsmarktpolitischen Instrumente auf die Messung der Arbeitslosigkeit BA Bericht Dezember 2010 Seite 69 - 71

Fazit der Zahlen

Der Vergleich der Leistungsempfänger Personen(ALG; ALHI) von Dezember 2004 (Im BA Bericht Dezember 2004 wird die Zahl der Leistungsempfänger auf Seite 24 mit 4.321.000 Personen beziffert) mit den Leistungsempfängern rund 7,4 Millionen Personen (ALGI, ALGII, Sozialgeld) 2010 ergibt einen stolzen Anstieg von rund 70 % nebenbei erhalten rund 1.200.000 Personen Sozialhilfe (2008) in der immer noch bestehenden Sozialhilfe (SGB XII) Pressemitteilung Nr.488 vom 15.12.2009 Sozialhilfe 2008: 1,2 Millionen Menschen erhielten besondere Leistungen. ( http://www.destatis.de/jetspeed/portal/cms/Sites/destatis/Internet/DE/Presse/pm/2009/12/PD09__488__221.psml)

Erwerbsfähige Hilfebedürftige, die nach Vollendung des 58. Lebensjahres mindestens für die Dauer von zwölf Monaten Leistungen der Grundsicherung für Arbeit suchende bezogen haben, gelten nach § 53a Abs. 2 SGB II dann nicht als arbeitslos, wenn ihnen in diesem Zeitraum keine sozialversicherungspflichtige Beschäftigung angeboten werden konnte. (BA – Bericht Dezember 2010 Seite 61)

So ist nicht nachvollziehbar transparent dargestellt, das neben der Gruppe der Maßnahmen Teilnehmer in der Regel auch die Gruppe der unter 25 jährigen und über 58 jährigen die Kranken und Arbeitslose die extern betreut werden aus der Statistik der Arbeitslosen verschwunden sind obwohl auch diese Personen arbeitslos sind.

Zahl der Erwerbstätigen

Als Erwerbstätigkeit zählt: Tätigkeit (Mini-Job) einem Ein-Euro-Job nachgehen und Personen in Mutterschutz oder Elternzeit....!!!

Erwerbstätige - Definition der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) (http://de.wikipedia.org/wiki/Erwerbst%C3%A4tigkeit)

Und selbstverständlich wird die die Zahl der Erwerbstätigen ebenso wie die Zahl der Arbeitslosen nicht durch genaues zählen sondern durch Hochrechnungen und Schätzungen ermittelt.

Die Erwerbstätigenzahlen der Erwerbstätigenrechnung stützen sich auf eine Vielzahl von statistischen Quellen, um möglichst alle verfügbaren Datenquellen in die Schätzung einfließen zu lassen. (http://www.destatis.de/jetspeed/portal/cms/Sites/destatis/Internet/DE/Content/Publikationen/STATmagazin/Arbeitsmarkt/2008__1/WW__ErwerbstaetigeVGR,templateId=renderPrint.psml)

Die manipulative Propaganda-Aussage das die Erwerbstätigkeit und die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung auf immer neue Höchststände steigt, können Sie guten Gewissens der Pipi Langstrumpf Welt der Märchen und Mythen zuordnen.

Die Krux ist, das jede/r das scheitern von Hartz IV erkennen kann, ohne das er/sie nur einen Blick auf Statistiken benötigt. Alleine die finanziellen Mehrausgaben der Kommunen und des Bundes seit 2005 sind der Beweis dass, das angestrebte Ziel der Entlastung der Sozialhaushalte nicht nur nicht erreicht wurde sondern das die Sozialhaushalte der Kommunen mit der Einführung von Hartz IV sprichwörtlich - wie die Zahl der Personen in Armut/Armutsgefährdung - explodiert sind.

In einen Satz die Gemeinschaft der Steuerzahler zahlt in Hartz IV mehr ein aber viele ALG II Leistungsempfänger erhalten weniger. (als 2004)
Das Geld versickert in Arbeitsmarkt-Maßnahmen (Bürgerarbeit/Ein Euro Job/ ...) und ergänzenden ALG II/ Hartz IV Zahlungen (Minijobber, Leih und Zeitarbeit, prekäre Beschäftigung...)

weitere Hintergrundinfos

Zunahme von Niedriglöhnen - Experten warnen vor Folgen für das Sozialsystem (http://frontal21.zdf.de/ZDFde/inhalt/17/0,1872,8117745,00.html)

Statistisches Bundesamt - Pressemitteilung Nr.505 vom 22.12.2009 - Deutliches Defizit der Kommunen im ersten bis dritten Quartal 2009

Es handelt sich abermals um ein Paradoxon einerseits spricht der Staatsjournalismus vom „Jobwunder“ immerhin ist die Zahl der Arbeitslosen von rund 5 Millionen 2005 auf rund 3 Millionen 2010 gesungen anderseits Seit der Einführung von Hartz IV sind die Unterkunftskosten deutlich angestiegen: von 8,7 Milliarden Euro im Jahr 2005 auf voraussichtlich elf Milliarden Euro in diesem Jahr. (http://www.zeit.de/politik/deutschland/2010-07/hartz-IV-mietkosten)

Das Geschäft mit der Armut und den Armen

Ein Euro Jobs oder Bürgerarbeit oder Pflegehelfer das Geschäft mit der Armut der Armen blüht wie selten zuvor.Mittlerweile tauchen in den Medien immer mehr Beispiele dubioser Sozialfirmen auf, zumeist gemeinnützige GmbHs. Für die Anbieter eröffnen sich viele Chancen, besonders lukrative Strukturen aufzubauen. (http://www.dradio.de/dkultur/sendungen/zeitfragen/1249341/)

Dienstmaserati und Traumrendite - Vom neuen Profitstreben in der Sozialarbeit

Manuskript zur Sendung als PDF-Dokument (http://www.dradio.de/download/124221/)

Audio - Podcast (http://www.dradio.de/aod/?station=3&broadcast=348697&datum=20100823&playtime=1282584600&fileid=87ddb29b&sendung=348697&beitrag=1249341&)

Die GmbH erlaubt viele Möglichkeiten Gewinne herauszuziehen - trotz Gemeinnützigkeit. Für Stefan Thyroke, Berliner ver.di-Betreuungssekretär für die Branche, ist der Bereich der freien Träger ein "Sumpfgebiet", in dem Fälle von Filz und Korruption fast alltäglich seien. (http://www.dradio.de/dkultur/sendungen/zeitfragen/1249341/)

...

Vielleicht hat Harald Ehlert den Fehler gemacht, sich als Propagandatrommler einer Entwicklung zu positionieren, die in einer seltsamen Unübersichtlichkeit abläuft. Staat, Wohlfahrtsverbände und gemeinnützige Gmbhs kooperieren diskret. (http://www.dradio.de/download/124221/) Die aktuelle Forderung von Frau Merkel "Pflege statt Hartz IV" ist ein weiteres Mosaiksteinschen, einer Gedanken-Welt in der Kinder von Hartz IV Familien mit (Bildungs)Chipkarten und Pflegebedürftige mit Hartz IV Leistungsempfänger versorgt werden sollen.

Bei objektiver Betrachtung scheinen die neoliberalen Wahnideen der Obrigkeit anhand der Leistung/Nutzen Rechnung des Humankapitals ( der Bürger) immer deutlicher durch.


Umstellung der Statistik der gemeldeten Arbeitsstellen (http://statistik.arbeitsagentur.de/Statischer-Content/Grundlagen/Methodenberichte/Generische-Publikationen/Methodenbericht-Umstellung-der-Statistik-der-gemeldeten-Arbeitsstellen.pdf)

Quelle der Daten: Neue Internetadresse
Statistik der Bundesagentur für Arbeit

Quelle der Daten Dezember 2010 (http://statistik.arbeitsagentur.de/cae/servlet/contentblob/240798/publicationFile/115655/Monatsbericht-201012.pdf;jsessionid=BFB1CF3892CBEEE1CFA3DB46F8C7 9912)

Erstellt von Sybilla am 04.01.11 12 Uhr 00
Jeder darf diesen Bericht unter Hinweis auf die Autorin frei verwenden

agano
04.01.2011, 14:21
Ist Sybilla ein echter Mensch, oder nur ein Mittel zum Zweck? richard

Sybilla
04.01.2011, 15:03
Ist Sybilla ein echter Mensch, oder nur ein Mittel zum Zweck? richard

Ein Mensch!

agano
04.01.2011, 15:36
Ein Mensch!Das glaube ich erst, wenn ich dich nackt sehe! :happy:

Kleiner .... fast verwirrender ... Scherz.

Da du hier kaum in Erscheinung trittst, darf ich das ... bezweifeln. Warum bist du hier so wenig vertreten?

Hast wohl tausend Kinder und einen Mann, oder so?

Irgendwie klingt das nicht so, als wäre ich neugierig, sondern so, als würde ich das auch weiterhin bezweifeln. Glaube ich.

Du wärst mit deinen übermäßigen Texten ja noch erschreckender, wie Kontroya, oder wie der hießt, weshalb ich davon ausging, dass du eher ein ... - oh weh - Automat bist, als ein Mensch! richard

Spökes
04.01.2011, 16:24
Da du hier kaum in Erscheinung trittst, darf ich das ... bezweifeln. Warum bist du hier so wenig vertreten?

Hast wohl tausend Kinder und einen Mann, oder so?


Quatsch, die Frau ist spezialisiert auf dieses Thema und beschäftigt sich nicht mit jedem Furz.

agano
04.01.2011, 17:45
Quatsch, die Frau ist spezialisiert auf dieses Thema und beschäftigt sich nicht mit jedem Furz.Ja, mien Jung, FURZ lässt grüssen! richard

Sybilla
13.01.2011, 17:02
Wer in diesen Tagen aufmerksam die Meldungen der Staatsmedien verfolgt kann schnell den Eindruck gewinnen das diese weder objektiv noch überparteilich sondern tendenziös und einseitig berichten. Die Jubelarien vom Wirtschaftswachstum xxl und dem Arbeitsplatzboom gleicht feinsinniger Propaganda die sich durch tägliche bzw. stündliche Wiederholung in die Gehirne und in das Unterbewusstsein der Zuseher einbrennen soll. Die Beweihräucherung der neoliberalen politischen und wirtschaftlichen Nomenklatura also der Führungscliquen in Politik, Verwaltung, Wirtschaft und Gesellschaft wird in der „Berichterstattung“ der Staatsmedien augenscheinlich zum manifesten Brennpunkt der Information. In diesen Kontext betrachtet wirkt das bizarre und das krampfhafte festhalten an der ALG II Regelsatzerhöhung für Erwachsene von UvdL um 5 € nur noch als Hohn und Spott gegenüber der ALG II Leistungsempfänger. (Immerhin wurde die Referenzgruppe zur Berechnung von den unteren 20 % auf die unteren 13,9 % abgesenkt und durch die Einbezeihung der Personen jene neben ihrer Beschäftigung zusätzliches ALG II erhalten, der Zirkelschluss in der Berechnung vollzogen) Nach Berechnungen der Opposition müsste der ALG II Regelsatz für Erwachsenem aufgrund der ursprünglichen Berechnungsgrundlage um 35 € und nicht um 5 € pro Monat ansteigen. Aber Frau vdL lehnt diese Erhöhung laut Medienberichten aufgrund der Kosten weiterhin ab.

Faktencheck:

2010: Rekord-Wachstum und Rekord-Staatsdefizit (http://www.finanzen100.de/nachrichten/2010-rekord-wachstum-und-rekord-staatsdefizit_H1093829736_1-1-14792/?SEO_IDENTIFIER_XPARAM_NAME=TITLE&SEO_IDENTIFIER_XPARAM_VALUE=2010:+Rekord-Wachstum+und+Rekord-Staatsdefizit)

Es wird berichtet das Wirtschaftswachstum von 3,6 % in 2010 sei ein Rekordwachstum, ja nachdem das BIP in 2009 um – 4,7 % geschrumpft ist, ist das Wachstum des BIP von 3,6 % beachtlich aber bleibt dennoch weit unterhalb der Wirtschaftsleistung von 2008. Wobei in den Staatsmedien kaum erwähnt wird, dass der Aufschwung im 3. (+ 0,7 %) und 4. Quartal 2010 ( + 0,5 %) eine saubere Vollbremsung hingelegt hat. In beiden Quartalen blieb das Quartalswachstum weit unter 1 %.

Wenn ich nun gleichzeitig lese das dass Staatsdefizit Deutschlands von 72,91 Milliarden in einen Sprung um 15,66 Milliarden Euro (rund 21,5 %) binnen eines Jahres auf Euro 88,57 Milliarden Euro geklettert ist, frage ich mich warum das Wachstum des Staatsdefizit kleingeredet wird.

Der Binnenkonsum ist in 2010 nur marginal um 0,5 % angestiegen und dieser marginale Anstieg begründet sich schlicht und einfach darin, dass in 2010 der eine und andere Feiertag auf einen Sonntag gefallen ist, ebenso wie die Weihnachtsfeiertage das Wochenende belegten.
In der Summe hat 2010 gegenüber 2009 je nach Bundesland bis zu 5 Verkaufstage mehr.

Die Löhne vor allem die Reallöhne konnten ihren Sinkflug auch im Jahr 2010 nicht bremsen.
Auch 2011 werden die Arbeitnehmer exorbitant belastet so stieg der Beitrag zur GKV zum 01.01.11 auf beachtliche 15,5 % obwohl im Dezember 2010 angeblich ein „Beschäftigungsrekord“ erreicht wurde, diverse GKV – Kassen belasten die Versicherten trotz „Beschäftigungsrekord“ mit zusätzlichen Beiträgen. Die Energiekosten wurden zum Jahreswechsel von den Stromversorgern ebenfalls in die Höhe katapultiert. Der Spritpreis hat die Schallmauer von 1,50 €/ Liter durchbrochen und der kalte Winter treibt die Heizkosten in schwindel erregende Höhen.

Wie ist der „Beschäftigungsrekord“ einzuordnen?

Ein Blick auf die Leistungsempfänger von ALG I, ALG II – Hartz IV, Sozialgeld und Sozialhilfe klärt auf.

Im Bezug von ALG I ALG II und Sozialgeld befinden sich nach wie vor rund 7,4 Millionen Leistungsempfänger zusätzlich erhalten rund 1,2 Millionen Personen Sozialhilfe.
Das heißt die „Schnellstraße zur Vollbeschäftigung“ bedeutet das immer mehr Personen zwar irgendwie beschäftigt werden ( 0 € Praktika, 1 € Jobs, Bürgerarbeit, Übfirmen, Maßnahmen, Minijobs, ) und über 1 Millionen in der Leih und Zeitarbeit aber viele von ihnen zusätzliches ALG II für sich und ihre Familien benötigen. Das ist die „Schnellstraße zur Vollbeschäftigung“ bei dieser Art der Vollbeschäftigung werden die über 1000 Tafeln in Deutschland zum unverzichtbaren Wirtschaftsfaktor der Vollbeschäftigung.

Diese Art der Vollbeschäftigung ist weder ein Arbeitsplatzwunder noch ein Husarenstück diese Art der Vollbeschäftigung gleicht meiner Meinung nach einen potemkinschen Dorf das nur nach Außen die Suggestion abbildet als sei alles in Ordnung. Bei Licht betrachtet ist es das uralte System der alten Sumerer, das die überzähligen für lau arbeiten lässt, ihre Arbeitskraft aber durch die Gewährung der Grundsicherung für Essen, Kleidung und Unterkunft erhält. Kein Husarenstück kein Jobwunder sondern ein Heer der Billig- Arbeiter deren Arbeitskraft anhand der steuerfinanzierten Grundsicherung erhalten wird.

Aber wem interessieren die Fakten? Solange die Staatsmedien eine Welt malen, wie sie der neoliberalen Nomenklatura also der Führungscliquen in Politik, Verwaltung, Wirtschaft Politik und Gesellschaft gefällt.

Pommes
13.01.2011, 20:40
@ => Sybilla

Aber wem interessieren die Fakten? Solange die Staatsmedien eine Welt malen, wie sie der neoliberalen Nomenklatura also der Führungscliquen in Politik, Verwaltung, Wirtschaft Politik und Gesellschaft gefällt.

Wer drauf reinfällt ist aber doch selber schuld!
Es gibt heute dank Internet, tausende Möglichkeiten, sich die tatsächlich Zusammenhänge zu erschließen, selber zu recherchieren!
Die Dummen wollen beschissen werden, das war zu allen Zeiten so.
Selbst die Staatsmedien weisen zwischen den Zeilen immer wieder auf Zusammenhänge hin, die jeden halbwegs gescheiten Menschen stutzig machen müßten.

Der deutsche Michel ist ein Obrigkeit höriger Volltrottel, ein bequemer Ignorant, dem die Fußballergebnisse wichtiger sind als alles andere.

Pommes
13.01.2011, 23:57
@ > Sybilla

Nur so als Beispiel:
Jedes Jahr vor Weihnachten wird uns derselbe Affenzauber aufgeführt, Wirtschaft brummt, dem Konsumenten geht es gut, wir sind aus dem Jammertal und der absolute Brüller, die FDP fordert Lohnerhöhungen!
Und jetzt, nachdem der Zirkus gelaufen ist, kommt die Rolle rückwärts, die Metro macht den Anfang.
Zitat: Quelle: Reuters.
http://de.reuters.com/article/companiesNews/idDEBEE70A08820110111
Flaues Weihnachtsgeschäft in Deutschland bremst Metro
Die Deutschland-Erlöse schrumpften im vierten Quartal um 2,6 Prozent auf 7,9 Milliarden Euro. Nur dank florierender Geschäfte vor allem in Asien stiegen die Umsätze insgesamt von Oktober bis Dezember leicht, blieben aber unter den Erwartungen der Analysten.
---/-

Sybilla
19.01.2011, 20:47
Faktencheck - Beschäftigungsboom

In den Staats-Medien wird halb stündlich im gleich-klang der Meldungen von einem Arbeitsplatzboom und einer Rekordbeschäftigung berichtet.

Wie haben sich die Einnahmen/Ausgaben Beitragssatz jeweils 19,9 % der gesetzlichen Rentenversicherung entwickelt?

2008 - Statistisches Bundesamt Pressemitteilung Nr.025 vom 20.01.2009

Einnahmen 177,3 Milliarden Euro +2,6 %
Ausgaben 178,0 Milliarden Euro + 1,4 %
Finanzierungsdefizit 0,7 Milliarden Euro

Im so genannten Krisenjahr 2009 Statistisches Bundesamt Pressemitteilung Nr. 015 vom 14.01.2010

Einnahmen 179,0 Milliarden Euro. + 0,9%
Ausgaben 181,9 Milliarden Euro + 2,2 %
Finanzierungsdefizit 2,9 Milliarden Euro

Im so genannten „Aufschwung xxl“ Jahr 2010 Statistisches Bundesamt Pressemitteilung Nr.019 vom 18.01.2011

Einnahmen 183,0 Milliarden Euro. + 2,2%
Ausgaben 185,7 Milliarden Euro + 2,1 %
Finanzierungsdefizit 2,7 Milliarden Euro

Bei Beachtung der Bruttolohnentwicklung wird im Vergleich der Zahlen von 2008 - 2010 deutlich das es in 2009 weder einen nennenswerten Einbruch der Sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung gab (Kurzarbeit) noch das es in 2010 ein Arbeitsplatzwunder gibt. Der in den Staats-Medien vermeldete Beschäftigungsboom ist in der Kasse der gesetzlichen Rentenversicherung definitiv nicht angekommen.
Es ist weder ein außergewöhnlicher Anstieg der Beitragseinnahmen der gesetzlichen Rentenversicherung ersichtlich noch ein außergewöhnliches abschmelzen des Finanzierungsdefizit feststellbar.

Fazit:

Der gefühlte Beschäftigungsboom bzw. das in den Staatsmedien verlautbarte Arbeitsplatzwunder betrifft keinesfalls die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung, der gefühlte Beschäftigungsboom findet demnach, wenn es wirklich einen gibt, ausschließlich in den Bereichen der 1 € Jobs der Bürgerarbeit oder in Minijobs statt.

Pommes
19.01.2011, 22:20
Faktencheck - Beschäftigungsboom



Fazit:

Der gefühlte Beschäftigungsboom bzw. das in den Staatsmedien verlautbarte Arbeitsplatzwunder betrifft keinesfalls die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung, der gefühlte Beschäftigungsboom findet demnach, wenn es wirklich einen gibt, ausschließlich in den Bereichen der 1 € Jobs der Bürgerarbeit oder in Minijobs statt.

Da du ja offensichtlich nur informierst statt zu diskutieren, entgeht dir offensichtlich die Relevanz solcher Zahlen.
Da die Republik vom Export lebt und unsere Kunden im Gänsemarsch in die Pleite marschieren, ist das Zahlenspielchen zwar unterhaltsam aber ohne Bedeutung.:D
http://www.capital.de/politik/:Euro-Schuldenkrise--Gedankenspiele-um-Griechenland-Pleite/100035655.html
Zitat aus dem Beitrag.
Gedankenspiele um Griechenland-Pleite
Das Finanzministerium in Berlin soll Vorkehrungen für den Notfall treffen. Medienberichten zufolge wird eine Umschuldung des krisengeplagten Landes erwogen. Analysten warnen vor fatalen Folgen für die übrigen Euro-Sorgenkinder.-/-

Sybilla
20.01.2011, 00:17
Da du ja offensichtlich nur informierst statt zu diskutieren, entgeht dir offensichtlich die Relevanz solcher Zahlen.
Da die Republik vom Export lebt und unsere Kunden im Gänsemarsch in die Pleite marschieren, ist das Zahlenspielchen zwar unterhaltsam aber ohne Bedeutung.:D
http://www.capital.de/politik/:Euro-Schuldenkrise--Gedankenspiele-um-Griechenland-Pleite/100035655.html
Zitat aus dem Beitrag.
Gedankenspiele um Griechenland-Pleite
Das Finanzministerium in Berlin soll Vorkehrungen für den Notfall treffen. Medienberichten zufolge wird eine Umschuldung des krisengeplagten Landes erwogen. Analysten warnen vor fatalen Folgen für die übrigen Euro-Sorgenkinder.-/-

Ich würde gerne öfter und intensiver diskutieren und an den Meinungsaustausch mit anderen teilnehmen.

Leider ist meine Zeit stark beschränkt.

Sybilla
01.02.2011, 22:51
Deutschland: Arbeitsmarkt Januar 2011:
Völlig unerwartet (Aufschwung xxxl) steigt die Zahl der erfassten Arbeitslosigkeit im Januar 2011 deutlich an.

Die Fakten:

Unterbeschäftigung: (4.320.333 ) Personen Unterbeschäftigungsquote 10,1 %

Leistungsempfänger:
Im Januar 2005 waren 7.676.457 Personen im Leistungsbezug (ALG I, ALG II, Sozialgeld)
Im Januar 2011 waren 7.579.690 Personen im Leistungsbezug (ALG I, ALG II, Sozialgeld)

Schon im September 2010 bezogen mit 1,40 Mio 29 Prozent der erwerbsfähigen Leistungsbezieher in der Grundsicherung (Hartz IV – ALG II) Einkommen aus Erwerbstätigkeit

Der Erfolg von Hartz IV in 6 Jahren ist das die Zahl der Personen im Leistungsbezug (ALG I, ALG II, Sozialgeld) um ca. 100.000 – 1,3 % (96.767) Personen gesunken ist.

Der Jubel der letzten Monate war augenscheinlich nicht berechtigt.

„Ein Arbeitsloser ist solange an seiner Arbeitslosigkeit selbst schuld, bis er das Gegenteil beweisen kann“

Aufschwung xxxl: Binnenkonsum - Deutschland verliert an Kaufkraft
ILO Vergleichsstudie: Vergleichsstudie Löhne in Deutschland sinken weiter

Global Wage Report 2010: Kurzfassung auf Deutsch (PDF, 578 kB) Neben den moderaten Tarifabschlüssen der vergangenen Jahre sind die Ausweitung des Niedriglohn-Sektors und die Zunahme von atypischen Beschäftigungsformen11 – wie Zeitarbeit und 400-Euro-Jobs – wesentliche Gründe für das schlechte Abschneiden Deutschlands… (http://www.dgb.de/themen/++co++7a01a332-0860-11e0-79f2-00188b4dc422)

ILO - International Labour Office (2010): Global Wage Report 2010/11: Wage Policies in Times of Crisis, Geneva. (http://www.webcitation.org/query?url=http%3A%2F%2Fwww.ilo.org%2Fwcmsp5%2Fgrou ps%2Fpublic%2F%40dgreports%2F%40dcomm%2F%40publ%2F documents%2Fpublication%2Fwcms_145265.pdf&date=2010-12-16)

Sozialexperten warnen vor drastisch steigender Altersarmut (http://www.dw-world.de/dw/function/0,,12356_cid_14743015,00.html)

Kinderarmut in Deutschland besorgniserregend (http://www.noows.de/deutschland-bei-sozialer-gerechtigkeit-mittelmass-24619)

Das Ziel der Vollbeschäftigung also dem ureigenen Bedürfnis eines Menschen, das ein Erwerbstätiger von seiner Hände Arbeit auch eine selbst-bestimmte Existenz für sich und seine Familie (ohne ergänzende Hartz IV Leistungen) gestalten möchte/können muss, bleibt auch im deutschen Arbeitsmarkt ein unerfülltes Ziel, das Ziel wurde von der Politik und teilen der Gesellschaft augenscheinlich aufgegeben. Das Ziel der Arbeitsmarktreform der Politik und teilen der Gesellschaft ist das jeder Arbeitslose irgendwie in Ein Euro Job; Bürgerarbeit; Maßnahmen oder Minijobs beschäftigt wird.

Im September 2010 bezogen mit 1,40 Mio 29 Prozent der erwerbsfähigen Leistungsbezieher in der Grundsicherung Einkommen aus Erwerbstätigkeit (BA Bericht Januar 2011 Seite 22)

Der deutsche Arbeitsmarkt ist nicht, wie die Medien gleich klingend berichten (müssen) eine Insel der Glückseligen in einem Meer der steigenden oder hohen Arbeitslosigkeit in Europa und den USA?

In der Regel verlautbart der BA unter großem euphorischem Jubel der öffentlich rechtlichen Staatsmedien und vieler Print-Medien, dass die statistisch erfasste Zahl der Arbeitslosen gesunken ist. Nur im Januar 2011 lesen wir das Winterwetter macht den Arbeitsmarkt zu schaffen. Auf mich wirkt diese Szenerie nahezu hysterisch. Der Plan ist zwar wie von der Politik gewünscht im Sinne der veröffentlichten Zahlen übererfüllt. Aber viele vermuten ( siehe Kommentare der Online Artikel) das die Zahlen zur Erwerbstätigkeit und zur Arbeitslosigkeit in den BA Berichten verkürzt wiedergegeben und von der Politik und den Medien einseitig tendenziös interpretiert werden. Ich vermute gar, die Statistik des Arbeitsmarktes gleicht einen Potemkinsches Dorf, sie wird durch das Herausrechnen vieler Arbeitsloser (Ein Euro Jobber; Bürgerarbeiter, 0 Euro Praktikanten...) fein herausgeputzt, um den tatsächlichen, verheerenden Zustand des Arbeitsmarktes zu verbergen. Oberflächlich wirkt die Statistik durch die Zahl der Unterbeschäftigten ausgearbeitet und beeindruckend, es fehlt ihr aber an Substanz.

So wird reißerisch und triumphal ein Beschäftigungsrekord verlautbart aber gleichzeitig werden die Beiträge für die GKV auf 15,5 % + Zusatzbeiträge diverser Krankenkassen angehoben. Wenn es tatsächlich einen Beschäftigungsrekord der sozialversicherungspflichtigen Arbeitsverhältnisse geben würde, dann dürften die Beiträge zur GKV nicht steigen sondern sinken. Wem hilft ein Beschäftigungsrekord der mit 0 € Praktika, 1 € Jobs, Bürgerarbeit, Beschäftigung- und Übfirmen sowie einen Heer von 400 € Jobber erreicht wurde. ?

Die Kommunen und der Bund verzeichnen 2010 Rekordschulden und trotz Aufschwung xxxl leere Kassen.

Der Erfolg am Arbeitsmarkt gründet in den Niedriglohnsektor der Zeit und Leiharbeit (Erpressung am Arbeitsplatz - Wie Leiharbeiter ausgenutzt werden (http://frontal21.zdf.de/ZDFde/inhalt/14/0,1872,8144142,00.html)) den Ein Euro Jobs (Städte missbrauchen Ein-Euro-Jobs (http://www.derwesten.de/nachrichten/Staedte-missbrauchen-Ein-Euro-Jobs-id3995710.html)) und in der so genannten Bürgerarbeit diese Art der Beschäftigung ist und bleibt meines Erachtens Blendwerk und Menschenunwürdig. Wem außer der Politik der BA Zahlenstatistik oder den chronisch klammen Kommunen, ist diese Art der Beschäftigung hilfreich? Den/Der Arbeitslosen? Den/Der Steuerzahler/in ? George Fitzhugh (http://docsouth.unc.edu/southlit/fitzhughcan/bio.html) publizierte um 1854 ein Buch, in dem er sagte: „Einige Menschen sind mit einem Sattel auf dem Rücken geboren, und andere sind gestiefelt und gespornt, um diese zu reiten. Und es tut ihnen gut!“
Ist das der ideologische Grundgedanke der Ein Euro Jobs und der so genannten „Bürgerarbeit“ Wem nützt eine kreative Arbeitslosenstatistik, wenn diese nur aufgrund von Schätzungen, Hochrechnungen der BA und der statistischen Zählwiese eine Zahl der Arbeitslosen um 3 Millionen Personen ermittelt? Wie hoch wäre die Zahl der Arbeitslosen im Januar 2011 wenn diese mit den Grundlagen von 1992 gezählt würden?

Fragen über Fragen, der BA Bericht bleibt viele Antworten schuldig.

Die Zahlen

BA Bericht Januar 2011 Seite 50 die offizielle Zahl der registrierten Arbeitslosen wird im Januar 2011 von der BA mit 3.347.018 Personen berechnet zusätzlich waren nach vorläufigen Schätzungen der BA im Januar 2011 1.321.287 Personen in arbeitsmarktpolitische Instrumente beschäftigt BA Bericht Januar 2011 Seite 50 (Erfahrungsgemäß steigt diese Zahl in den folgenden BA Monatsberichte noch erheblich an). (BA – Bericht Januar 2011 Seite 82 Fußnote 3 - Es ist von einer Untererfassung auszugehen, so haben bundesweit für 2010 [Januar bis September, Datenstand Dezember 2010 - endgültige Werte] nur ca. 69 % der Träger Daten zum Einsatz der komm. Eingliederungsleistungen (flankierende Leistungen) erfasst.) Zuletzt wurde die Erfassung mit 76 % angegeben.

Die Zahl der Personen in Arbeitsgelegenheiten (Ein Euro Jobs) wird im BA – Bericht Januar 2011 Seite 82) mit 224.252 Personen berechnet.

Es ist zu beachten, dass eine nennenswerte Zahl der Arbeitslosen im Rechtskreis SGB II keine Leistungen aus der Grundsicherung bezieht und deshalb die Zahl der Arbeitslosen im Rechtskreis SGB II größer ist als die Zahl der arbeitslosen erwerbsfähigen Hilfebedürftigen (um 4 Prozent). …. (BA Bericht Januar 2011 Seite 22 Fußnote 21)

Außer den Leis-tungsempfängern gab es im September noch 378.000 Arbeitslose, die im Berichtsmonat keine Geldleistungen aus der Arbeitslosenversicherung oder der Grundsicherung bezogen. (BA Bericht Januar 2011 Seite 19 )

6) Erwerbsfähige Hilfebedürftige, die nach Vollendung des 58. Lebensjahres mindestens für die Dauer von zwölf Monaten Leistungen der Grundsicherung für Arbeitsuchende bezogen haben, ohne dass ihnen eine sozialversicherungspflichtige Beschäftigung angeboten worden ist, gelten nach Ablauf dieses Zeitraums für die Dauer des jeweiligen Leistungsbezugs nicht als arbeitslos.
(BA – Bericht Januar 2011 Seite 66 Fußnote 6)


ARBEITSLOSE + Personen in Maßnahmen (vorläufige Berechnung/Schätzung der BA)
Januar == 4.668.305

Sind diese Zahlen wirklich ein Grund für euphorischen Jubel ?

Fußnoten zur Untererfassung BA Bericht Januar 2011 Seite 82

1) Die Hochrechnung am aktuellen Rand ist derzeit aufgrund fehlender Erfahrungswerte oder technisch nicht realisierbar, darum ist der Vergleich mit Vorjahresergebnissen nur eingeschränkt möglich.
2) Die Einmalleistungen umfassen: Vermittlungsgutschein, Förderungen aus dem Vermittlungsbudget, Sachmittel für Selbständige, sowie Einmalleistungen zu den sonstigen weiteren Leistungen nach § 16 (2) S. 1 SGB II und zur Freien Förderung nach § 16f SGB II
3) Es ist von einer Untererfassung auszugehen, so haben bundesweit für 2010 [Januar bis September, Datenstand Dezember 2010 - endgültige Werte] nur ca. 69 % der Träger Daten zum Einsatz der komm. Eingliederungsleistungen (flankierende Leistungen) erfasst.
4) Als Datengrundlage dienen Zahldaten, die grundsätzlich je Kalendermonat im Nachhinein erfasst werden. Zugänge des aktuellen Berichtsmonats sind somit nur bis zum Ende des Vormonats verfügbar.
5) Aus datenschutzrechtlichen bzw. technischen Gründen werden derzeit nicht alle Teilnahmen erfasst. Bis auf weiteres ist von einer Untererfassung der Teilnahmen auszugehen.
7) Auf Grund der Trägergebietsreform in Sachsen und Sachsen-Anhalt zum 1. Januar 2011 ergeben sich Untererfassungen bei einzelnen Jobcentern in kommunaler Trägerschaft.
8 ) Die individuelle Förderung der Teilnehmer mit Beginn ab 01.01.2009 erfolgt auf Grundlage des zum 01.01.2009 eingeführten § 46 SGB III.
9) Ab Januar 2009 werden revidierte Werte auf Basis von Abrechnungslisten berichtet, bis Dezember 2008 erfolgt die Ermittlung der Werte auf Basis von Betriebsmeldungen.


Laut BA Bericht Januar 2011 Seite 50 verharrt die so genannte Unterbeschäftigung ohne Kurzarbeit trotz der Euphorie der letzten Monate bei weit über 4 Millionen (4.320.333 ) Personen Unterbeschäftigungsquote 10,1 % Auch die BA Zahl der Unterbeschäftigung bildet nicht die tatsächliche sondern eine von der BA definierte Unterbeschäftigung ab.


Leistungsempfänger 3):
ALG I 1.058.411
ALG II 4.755.108
Sozialgeld 1.766.171
(ohne Sozialhilfe SGB XII ca. 1.200.000 Personen – 2008 – Statis - Pressemitteilung Nr.488 vom 15.12.2009)
BA Bericht Januar 2011 Seite 50 3) Endgültige Werte stehen erst nach einer Wartezeit fest. Am aktuellen Rand können die Daten aufgrund von Erfahrungswerten überwiegend hoch gerechnet werden.
Die Zahl der Leistungsempfänger (ALG I, ALG II, Sozialgeld) errechnet sich mitten im „Arbeitsmarktwunder“ weiterhin auf hohen Niveau die Statistik der BA weist für Januar 2011 7.579.690 Personen im Leistungsbezug von Arbeitslosengeld I; Arbeitslosengeld II und Sozialgeld aus. (Im Januar 2005 gab es mit 7.676.457 Personen im Leistungsbezug von Arbeitslosengeld I; Arbeitslosengeld II und Sozialgeld. Die Zahl der Leistungsbezieher ist somit innerhalb von 6 Jahren und trotz den Aufschwungjahren 2008 und 2010 nur um rund 100.000 Personen gesunken.


5. Statistische Hinweise zur Arbeitsmarktpolitik - Entlastung durch Arbeitsmarktpolitik und Unterbeschäftigung - BA Bericht Januar 2011 Seite 45 – 47

….
Folgende arbeitsmarktpolitische Instrumente werden aktuell in die Entlastungsrechnung der BA einbezogen:
- Vollzeitäquivalent der Kurzarbeit: Zahl der Kurzarbeiter mal durchschnittlichem Arbeitszeitausfall,
- Maßnahmen des zweiten Arbeitsmarktes: Arbeitsgelegenheiten, ABM, Beschäftigungszuschuss
- berufliche Weiterbildung (einschl. Reha), Eignungsfeststellungs- und Trainingsmaßnahmen (einschl. Reha; Restabwick-lung), Maßnahmen zur Aktivierung und beruflichen Eingliederung
- Vorruhestandsähnliche Regelungen: Inanspruchnahme des § 428 SGB III im Rechtskreis SGB III (Restabwicklung), Personen in geförderter Altersteilzeit, Regelung des § 53 a Abs. 2 SGB II
- Förderung der Selbständigkeit: Gründungszuschuss, Einstiegsgeld Variante Selbständigkeit und Existenzgründungszu-schuss (Ich-AG; Restabwicklung).
Außerdem werden Personen, die arbeitsunfähig sind und Arbeitslosengeld auf Basis des § 126 SGB III beziehen, zur Unterbe-schäftigung gezählt.
….

Fazit der Zahlen

Der Vergleich der Leistungsempfänger Personen(ALG; ALHI) von Dezember 2004 (Im BA Bericht Dezember 2004 wird die Zahl der Leistungsempfänger auf Seite 24 mit 4.321.000 Personen beziffert) mit den Leistungsempfängern rund 7,6 Millionen Personen (ALGI, ALGII, Sozialgeld) Januar 2011 ergibt einen stolzen Anstieg von rund 75 % nebenbei erhalten rund 1.200.000 Personen Sozialhilfe (2008) in der immer noch bestehenden Sozialhilfe (SGB XII) Pressemitteilung Nr.488 vom 15.12.2009 Sozialhilfe 2008: 1,2 Millionen Menschen erhielten besondere Leistungen. ( http://www.destatis.de/jetspeed/portal/cms/Sites/destatis/Internet/DE/Presse/pm/2009/12/PD09__488__221.psml)


So ist nicht nachvollziehbar transparent dargestellt, das neben der Gruppe der Maßnahmen Teilnehmer in der Regel auch die Gruppe der unter 25 jährigen und über 58 jährigen die Kranken und Arbeitslose die extern betreut werden aus der Statistik der Arbeitslosen verschwunden sind obwohl auch diese Personen arbeitslos sind.

Zahl der Erwerbstätigen

Als Erwerbstätigkeit zählt: Tätigkeit (Mini-Job) einem Ein-Euro-Job nachgehen und Personen in Mutterschutz oder Elternzeit....!!!

Erwerbstätige - Definition der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) (http://de.wikipedia.org/wiki/Erwerbst%C3%A4tigkeit)

Und selbstverständlich wird die die Zahl der Erwerbstätigen ebenso wie die Zahl der Arbeitslosen nicht durch genaues zählen sondern durch Hochrechnungen und Schätzungen ermittelt.

Die Erwerbstätigenzahlen der Erwerbstätigenrechnung stützen sich auf eine Vielzahl von statistischen Quellen, um möglichst alle verfügbaren Datenquellen in die Schätzung einfließen zu lassen. (http://www.destatis.de/jetspeed/portal/cms/Sites/destatis/Internet/DE/Content/Publikationen/STATmagazin/Arbeitsmarkt/2008__1/WW__ErwerbstaetigeVGR,templateId=renderPrint.psml)

Die manipulative Propaganda-Aussage das die Erwerbstätigkeit und die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung auf immer neue Höchststände steigt, können Sie guten Gewissens der Pipi Langstrumpf Welt der Märchen und Mythen zuordnen.

Die Krux ist, das jede/r das scheitern von Hartz IV erkennen kann, ohne das er/sie nur einen Blick auf Statistiken benötigt. Alleine die finanziellen Mehrausgaben der Kommunen und des Bundes seit 2005 sind der Beweis dass, das angestrebte Ziel der Entlastung der Sozialhaushalte nicht nur nicht erreicht wurde sondern das die Sozialhaushalte der Kommunen mit der Einführung von Hartz IV sprichwörtlich - wie die Zahl der Personen in Armut/Armutsgefährdung - explodiert sind.

In einen Satz die Gemeinschaft der Steuerzahler zahlt in Hartz IV mehr ein aber viele ALG II Leistungsempfänger erhalten weniger. (als 2004)
Das Geld versickert in Arbeitsmarkt-Maßnahmen (Bürgerarbeit/Ein Euro Job/ ...) und ergänzenden ALG II/ Hartz IV Zahlungen 1,4 Millionen Personen (Minijobber, Leih und Zeitarbeit, prekäre Beschäftigung...)

weitere Hintergrundinfos

Zunahme von Niedriglöhnen - Experten warnen vor Folgen für das Sozialsystem (http://frontal21.zdf.de/ZDFde/inhalt/17/0,1872,8117745,00.html)

Statistisches Bundesamt - Pressemitteilung Nr.505 vom 22.12.2009 - Deutliches Defizit der Kommunen im ersten bis dritten Quartal 2009

Es handelt sich abermals um ein Paradoxon einerseits spricht der Staatsjournalismus vom „Jobwunder“ immerhin ist die Zahl der Arbeitslosen von rund 5 Millionen 2005 auf rund 3 Millionen 2010 gesungen anderseits Seit der Einführung von Hartz IV sind die Unterkunftskosten deutlich angestiegen: von 8,7 Milliarden Euro im Jahr 2005 auf voraussichtlich elf Milliarden Euro in diesem Jahr. (http://www.zeit.de/politik/deutschland/2010-07/hartz-IV-mietkosten)

Das Geschäft mit der Armut und den Armen

Ein Euro Jobs oder Bürgerarbeit oder Pflegehelfer das Geschäft mit der Armut der Armen blüht wie selten zuvor.Mittlerweile tauchen in den Medien immer mehr Beispiele dubioser Sozialfirmen auf, zumeist gemeinnützige GmbHs. Für die Anbieter eröffnen sich viele Chancen, besonders lukrative Strukturen aufzubauen. (http://www.dradio.de/dkultur/sendungen/zeitfragen/1249341/)

Dienstmaserati und Traumrendite - Vom neuen Profitstreben in der Sozialarbeit

Manuskript zur Sendung als PDF-Dokument (http://www.dradio.de/download/124221/)

Audio - Podcast (http://www.dradio.de/aod/?station=3&broadcast=348697&datum=20100823&playtime=1282584600&fileid=87ddb29b&sendung=348697&beitrag=1249341&)

Die GmbH erlaubt viele Möglichkeiten Gewinne herauszuziehen - trotz Gemeinnützigkeit. Für Stefan Thyroke, Berliner ver.di-Betreuungssekretär für die Branche, ist der Bereich der freien Träger ein "Sumpfgebiet", in dem Fälle von Filz und Korruption fast alltäglich seien. (http://www.dradio.de/dkultur/sendungen/zeitfragen/1249341/)

...

Vielleicht hat Harald Ehlert den Fehler gemacht, sich als Propagandatrommler einer Entwicklung zu positionieren, die in einer seltsamen Unübersichtlichkeit abläuft. Staat, Wohlfahrtsverbände und gemeinnützige Gmbhs kooperieren diskret. (http://www.dradio.de/download/124221/) Die aktuelle Forderung von Frau Merkel "Pflege statt Hartz IV" ist ein weiteres Mosaiksteinschen, einer Gedanken-Welt in der Kinder von Hartz IV Familien mit (Bildungs)Chipkarten und Pflegebedürftige mit Hartz IV Leistungsempfänger versorgt werden sollen.

Bei objektiver Betrachtung scheinen die neoliberalen Wahnideen der Obrigkeit anhand der Leistung/Nutzen Rechnung des Humankapitals ( der Bürger) immer deutlicher durch.


Umstellung der Statistik der gemeldeten Arbeitsstellen (http://statistik.arbeitsagentur.de/Statischer-Content/Grundlagen/Methodenberichte/Generische-Publikationen/Methodenbericht-Umstellung-der-Statistik-der-gemeldeten-Arbeitsstellen.pdf)

Quelle der Daten: Neue Internetadresse
Statistik der Bundesagentur für Arbeit

Quelle der Daten BA Bericht Januar 2011 (http://statistik.arbeitsagentur.de/cae/servlet/contentblob/246040/publicationFile/120674/Monatsbericht-201101.pdf;jsessionid=0D56AB4C36538CBE6F76C4035BB0 8826)

Erstellt von Sybilla am 01.02.11 12 Uhr 00
Jeder darf diesen Bericht unter Hinweis auf die Autorin frei verwenden

Sybilla
01.03.2011, 16:48
Deutschland: Arbeitsmarkt Februar 2011:

Korrektur der Statistik der Arbeitslosen und Arbeitsuchenden für den Januar 2011. Seit Januar hat sich die regionale Zuständigkeit der Träger der Grundsicherung in Sachsen und Sachsen-Anhalt verändert. Im Zuge dieser Trägergebietsreform kam es im Berichtsmonat Januar 2011 bei der Erstellung der Arbeitsmarktstatistik zu Ungenauigkeiten bei der regionalen Zuordnung der Arbeitslosen und der Schätzung fehlender Daten, die nunmehr rückwirkend berichtigt werden. … Der Bestand an Arbeitslosen erhöht sich da durch für den Januar geringfügig um 2.770 oder 0,08 Prozent auf 3.349.788.
(BA – Bericht Februar 2011 Seite 12)

14.2.2011 - Städte so hoch verschuldet wie nie
Trotz des Wirtschaftsaufschwungs stecken die Kommunen in Finanznöten. Für 2010 verzeichnen sie ein Defizit von 9,8 Milliarden Euro, und die Schulden sollen weiter steigen…. Die schwerste Hypothek der städtischen Haushalte seien die immer weiter wachsenden Sozialausgaben… (http://www.zeit.de/politik/deutschland/2011-02/schulden-staedtetag-kommunen-2)

Die Zahlen für Februar 2011

BA Bericht Februar 2011 Seite 47 die offizielle Zahl der registrierten Arbeitslosen wird im Februar 2011 von der BA mit 3.317.099 Personen beziffert zusätzlich waren nach vorläufigen Schätzungen der BA waren (im Februar 2011) 1.318.426 Personen in arbeitsmarktpolitische Instrumente beschäftigt BA Bericht Februar 2011 Seite 47 (Erfahrungsgemäß steigt diese Zahl in den folgenden BA Monatsberichte noch erheblich an). (BA – Bericht Februar 2011 Seite 79 Fußnote 3 - Es ist von einer Untererfassung auszugehen, so haben bundesweit für 2010 [Januar bis September, Datenstand Dezember 2010 - endgültige Werte] nur ca. 69 % der Träger Daten zum Einsatz der komm. Eingliederungsleistungen (flankierende Leistungen) erfasst.) Im BA- Bericht Dezember 2010 wurde die Erfassung mit 76 % angegeben.

Entlastend wirkt außerdem ein seit mehreren Jahren rückläufiges Arbeitskräfteangebot,
Bitte beachten sie auch die Fußnoten zur Untererfassung BA Bericht Februar 2011 Seite 79

Unterbeschäftigung Februar 2011: (4.287.000) Personen Unterbeschäftigungsquote 10,1 %

7.605.352 Leistungsempfänger (Rechtkreis SGB II/SGB III):

darunter:
Arbeitslosengeld 1.072.747 Personen
erwerbsfähige Hilfebedürftige (Alg II) 4.763.138 Personen
nicht erwerbsfähige Hilfebedürftige (Sozialgeld) 1.769.467 Personen
( nicht berücksichtigt sind Leistungsempfänger von Wohngeld, Kinderzuschlag, Grundsicherung im Alter, Sozialhilfe SGB XII…)

BA Bericht Februar 2011 Seite 47 3) Endgültige Werte stehen erst nach einer Wartezeit fest. Am aktuellen Rand können die Daten aufgrund von Erfahrungswerten überwiegend hoch gerechnet werden.


Im Oktober 2010 bezogen mit 1,40 Mio gut 29 Prozent der erwerbsfähigen Leistungsbezieher in der Grundsicherung Einkommen aus Erwerbstätigkeit, 28.000 bzw. 2 Prozent mehr als vor einem Jahr. 1,28 Mio der erwerbstätigen Leistungsbezieher übten eine abhängige Beschäftigung aus, während 126.000 ausschließlich oder zusätzlich einer selbstständigen Tätigkeit nachgingen. (BA Bericht Februar 2011 Seite 22)
http://statistik.arbeitsagentur.de/Navigation/Statistik/Statistik-nach-Themen/Grundsicherung-fuer-Arbeitsuchende-SGBII/Bedarfe-Leistungen-Einkommen/Bedarfe-Leistungen-Einkommen-Nav.html


Was haben ergänzendem Hartz IV/ALG II und Kobraschwänze gemein

Viele dachten und manche „Experten“ forderten ein Kombilohnmodel (ergänzendes ALG II/Hartz IV) zur Reduzierung die Arbeitslosigkeit in D. Als in den 1930ern Indien von einer Kobrainvasion heimgesucht wurde, setzten die Behören eine Fangprämie auf Kobraschwänze aus, was dazu führte das Kobraschlange gezüchtet wurden, aber deren Reduzierung nicht förderte.

Den gleichen Effekt ist nun am Arbeitsmarkt zu beobachten, mit ergänzenden ALG II Leistungen züchtet der Arbeitsmarkt Kombilohnarbeitsplätze, aber die Zahl der Leistungsempfänger wird dadurch kaum reduziert, die Belastung der Kommunen und die Belastung der Solidargemeinschaft der Steuerzahler steigt weiter an. Die Sozialkassen verlieren Einnahmen.

Das Fazit ergänzende Hartz IV/ALG Leistungen setzen die falschen Anreize, besser wäre es die Arbeitgeber zur Schaffung von sozialversicherungspflichtiger Arbeit zu motivieren, somit würden die Kommunen und die Solidargemeinschaft der Steuerzahler entlastet, auch die Sozialkassen profitieren mehr von sozialversicherungspflichtiger Arbeit als von Niedriglöhnen.

417.000 gemeldete Stellen,
nicht saisonbereinigt belief sich der Bestand im Februar auf 417.000 Arbeitsstellen. Nach Wirtschaftszweigen differenziert beruht das Plus in der gleitenden Jahressumme zu mehr als der Hälfte auf Meldungen aus der Arbeitnehmerüberlassung (+ 255.000 oder + 55 Prozent). (BA Bericht Februar 2011 Seite 10/11)


Zahl der Erwerbstätigen

Als Erwerbstätigkeit zählt: Tätigkeit (Mini-Job) einem Ein-Euro-Job nachgehen und Personen in Mutterschutz oder Elternzeit....!!!

Erwerbstätige - Definition der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) (http://de.wikipedia.org/wiki/Erwerbst%C3%A4tigkeit)

Und selbstverständlich wird die die Zahl der Erwerbstätigen ebenso wie die Zahl der Arbeitslosen nicht durch genaues zählen sondern durch Hochrechnungen und Schätzungen ermittelt.

Die Erwerbstätigenzahlen der Erwerbstätigenrechnung stützen sich auf eine Vielzahl von statistischen Quellen, um möglichst alle verfügbaren Datenquellen in die Schätzung einfließen zu lassen. (http://www.destatis.de/jetspeed/portal/cms/Sites/destatis/Internet/DE/Content/Publikationen/STATmagazin/Arbeitsmarkt/2008__1/WW__ErwerbstaetigeVGR,templateId=renderPrint.psml)

Die manipulative Propaganda-Aussage das die Erwerbstätigkeit und die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung auf immer neue Höchststände steigt, können Sie guten Gewissens der Pipi Langstrumpf Welt der Märchen und Mythen zuordnen.

Die Krux ist, das jede/r das scheitern von Hartz IV erkennen kann, ohne das er/sie nur einen Blick auf Statistiken benötigt. Alleine die finanziellen Mehrausgaben der Kommunen und des Bundes seit 2005 sind der Beweis dass, das angestrebte Ziel der Entlastung der Sozialhaushalte nicht nur nicht erreicht wurde sondern das die Sozialhaushalte der Kommunen mit der Einführung von Hartz IV sprichwörtlich - wie die Zahl der Personen in Armut/Armutsgefährdung - explodiert sind.

In einen Satz die Gemeinschaft der Steuerzahler zahlt in Hartz IV mehr ein aber viele ALG II Leistungsempfänger erhalten weniger. (als 2004)
Das Geld versickert in Arbeitsmarkt-Maßnahmen (Bürgerarbeit/Ein Euro Job/ ...) und ergänzenden ALG II/ Hartz IV Zahlungen 1,4 Millionen Personen (Minijobber, Leih und Zeitarbeit, prekäre Beschäftigung...)

Grundsatz der Hartz IV - Ideologie
„Ein Arbeitsloser ist solange an seiner Arbeitslosigkeit selbst schuld, bis er das Gegenteil beweisen kann“

Fazit der Zahlen

Der Vergleich der Leistungsempfänger Personen(ALG; ALHI) von Dezember 2004 (Im BA Bericht Dezember 2004 wird die Zahl der Leistungsempfänger auf Seite 24 mit 4.321.000 Personen beziffert) ebenso wie der Vergleich der Leistungsempfänger
Im Januar 2005 waren 7.676.457 Personen im Leistungsbezug (ALG I, ALG II, Sozialgeld)
Im Februar 2011 waren 7.605.352 Personen im Leistungsbezug (ALG I, ALG II, Sozialgeld)
Ergibt im Vergleich zu Dezember 2004 einen stolzen Anstieg von rund 75 % nebenbeierhalten rund 1 Million Personen Sozialhilfe (SGB XII)in der immer noch bestehenden Sozialhilfe. Im Vergleich zu Januar 2005 ist nur ein marginaler Rückgang – ca. 70.000 Leistungsempfänger feststellbar (unter Berücksichtigung der Demografie) ist kein Rückgang (sondern ein prozentueller Anstieg bezogen auf die Erwerbsfähigen) der Leistungsempfänger im Rechtkreis (SGB II/SGBII) 2005 vs.2011 ersichtlich. So ist auch nicht nachvollziehbar transparent dargestellt, das neben der Gruppe der Maßnahmen Teilnehmer in der Regel auch die Gruppe der unter 25 jährigen und über 58 jährigen die Kranken und Arbeitslose die extern betreut werden aus der Statistik der Arbeitslosen verschwunden sind obwohl auch diese Personen arbeitslos sind.


Der deutsche Arbeitsmarkt ist offensichtlich nicht, wie die Medien gleich klingend berichten, eine Insel der Glückseligen in einem Meer der hohen Arbeitslosigkeit in Europa und den USA.

Sybillas Kommentar

Das Ziel der Vollbeschäftigung also dem ureigenen Bedürfnis eines Menschen, das ein Erwerbstätiger von seiner Hände Arbeit auch eine selbst-bestimmte Existenz für sich und seine Familie (ohne ergänzende Hartz IV Leistungen) gestalten möchte/können muss, bleibt auch im deutschen Arbeitsmarkt ein unerfülltes Ziel, das Ziel wurde von der Politik und teilen der Gesellschaft augenscheinlich aufgegeben. Das Ziel der Arbeitsmarktreform der Politik und teilen der Gesellschaft ist das jeder Arbeitslose irgendwie in Ein Euro Job; Bürgerarbeit; Maßnahmen, Minijobs oder im Niedriglohnbereich beschäftigt wird. In der Regel verlautbart der BA unter großem euphorischem Jubel der öffentlich rechtlichen Staatsmedien und vieler Print-Medien, dass die statistisch erfasste Zahl der Arbeitslosen gesunken ist. Auf mich wirkt diese Szenerie nahezu hysterisch. Der Plan ist zwar wie von der Politik gewünscht im Sinne der veröffentlichten Zahlen übererfüllt. Aber viele vermuten ( siehe Kommentare der Online Artikel) das die Zahlen zur Erwerbstätigkeit und zur Arbeitslosigkeit in den BA Berichten verkürzt wiedergegeben und von der Politik und den Medien einseitig tendenziös interpretiert werden. Ich vermute gar, die Statistik des Arbeitsmarktes gleicht einen Potemkinsches Dorf, sie wird durch das Herausrechnen vieler Arbeitsloser (Ein Euro Jobber; Bürgerarbeiter, 0 Euro Praktikanten...) fein herausgeputzt, um den tatsächlichen, verheerenden Zustand des Arbeitsmarktes zu verbergen. Oberflächlich wirkt die Statistik durch die Zahl der Unterbeschäftigten ausgearbeitet und beeindruckend, es fehlt ihr aber an Substanz.

So wird reißerisch und triumphal ein Beschäftigungsrekord und ein Rekord der offenen Stellen verlautbart aber gleichzeitig wurden die Beiträge für die GKV auf 15,5 % + Zusatzbeiträge diverser Krankenkassen angehoben. Wenn es tatsächlich einen Beschäftigungsrekord der sozialversicherungspflichtigen Arbeitsverhältnisse geben würde, dann dürften die Beiträge zur GKV nicht steigen sondern sinken. Wem hilft ein Beschäftigungsrekord der mit 0 € Praktika, 1 € Jobs, Bürgerarbeit, Beschäftigung- und Übfirmen sowie einen Heer von 400 € Jobber erreicht wurde. ? Wie ist die Meldung von den Rekord der offenen Stellen einzuordnen? Im BA Bericht Februar 2011 werden auf den Seiten 10/11 lediglich 417.000 gemeldete Stellen ausgewiesen in der BA – Jobbörse Stand 01.03.11 steigt die Zahl wunderbare Weise auf 724.956 Stellen an. Ist das ein erneutes Wunder? Eher nicht bei der Erfassung der offenen Stellen entstehen durch die Einbeziehung diverser Jobbörsen entstehen Mehrfachnennung- Redundanzen, so wird aus einen offenen Arbeitsplatz der in 10 Jobbörsen aufgeführt leicht 10 offene Stellen. Der Erfolg am Arbeitsmarkt gründet in den Niedriglohnsektor der Zeit und Leiharbeit (Erpressung am Arbeitsplatz - Wie Leiharbeiter ausgenutzt werden (http://frontal21.zdf.de/ZDFde/inhalt/14/0,1872,8144142,00.html)) den Ein Euro Jobs (Städte missbrauchen Ein-Euro-Jobs (http://www.derwesten.de/nachrichten/Staedte-missbrauchen-Ein-Euro-Jobs-id3995710.html)) und in der so genannten Bürgerarbeit diese Art der Beschäftigung ist und bleibt meines Erachtens Blendwerk und Menschenunwürdig. Wem außer der Politik der BA Zahlenstatistik oder den chronisch klammen Kommunen, ist diese Art der Beschäftigung hilfreich? Den/Der Arbeitslosen? Den/Der Steuerzahler/in ? George Fitzhugh (http://docsouth.unc.edu/southlit/fitzhughcan/bio.html) publizierte um 1854 ein Buch, in dem er sagte: „Einige Menschen sind mit einem Sattel auf dem Rücken geboren, und andere sind gestiefelt und gespornt, um diese zu reiten. Und es tut ihnen gut!“ Ist das der ideologische Grundgedanke der Ein Euro Jobs und der so genannten „Bürgerarbeit“ Wem nützt eine kreative Arbeitslosenstatistik, wenn diese nur aufgrund von Schätzungen, Hochrechnungen der BA und der statistischen Zählwiese eine Zahl der Arbeitslosen um 3 Millionen Personen ermittelt? Wie hoch wäre die Zahl der Arbeitslosen im Februar 2011 wenn diese mit den Grundlagen von 1992 gezählt würden?

Fragen über Fragen, der BA Bericht bleibt und die Politik bleiben viele Antworten schuldig.

Fußnoten

Fußnoten zur Untererfassung BA Bericht Februar 2011 Seite 79

1) Die Hochrechnung am aktuellen Rand ist derzeit aufgrund fehlender Erfahrungswerte oder technisch nicht realisierbar, darum ist der Vergleich mit Vorjahresergebnissen nur eingeschränkt möglich.
2) Die Einmalleistungen umfassen: Vermittlungsgutschein, Förderungen aus dem Vermittlungsbudget, Sachmittel für Selbstständige, sowie Einmalleistungen zu den sonstigen weiteren Leistungen nach § 16 (2) S. 1 SGB II und zur Freien Förderung nach § 16f SGB II
3) Es ist von einer Untererfassung auszugehen, so haben bundesweit für 2010 [Januar bis September, Datenstand Dezember 2010 - endgültige Werte] nur ca. 69 % der Träger Daten zum Einsatz der komm. Eingliederungsleistungen (flankierende Leistungen) erfasst.
4) Als Datengrundlage dienen Zahldaten, die grundsätzlich je Kalendermonat im Nachhinein erfasst werden. Zugänge des aktuellen Berichtsmonats sind somit nur bis zum Ende des Vormonats verfügbar.
5) Aus datenschutzrechtlichen bzw. technischen Gründen werden derzeit nicht alle Teilnahmen erfasst. Bis auf weiteres ist von einer Untererfassung der Teilnahmen auszugehen.
7) Auf Grund der Trägergebietsreform in Sachsen und Sachsen-Anhalt zum 1. Januar 2011 ergeben sich Untererfassungen bei einzelnen Jobcentern in kommunaler Trägerschaft.
8 ) Die individuelle Förderung der Teilnehmer mit Beginn ab 01.01.2009 erfolgt auf Grundlage des zum 01.01.2009 eingeführten § 46 SGB III.
9) Ab Januar 2009 werden revidierte Werte auf Basis von Abrechnungslisten berichtet, bis Dezember 2008 erfolgt die Ermittlung der Werte auf Basis von Betriebsmeldungen.



5. Statistische Hinweise zur Arbeitsmarktpolitik - Entlastung durch Arbeitsmarktpolitik und Unterbeschäftigung - BA Februar Bericht 2011 Seite 42 – 45

….
Folgende arbeitsmarktpolitische Instrumente werden aktuell in die Entlastungsrechnung der BA einbezogen:
- Vollzeitäquivalent der Kurzarbeit: Zahl der Kurzarbeiter mal durchschnittlichem Arbeitszeitausfall,
- Maßnahmen des zweiten Arbeitsmarktes: Arbeitsgelegenheiten, ABM, Beschäftigungszuschuss
- berufliche Weiterbildung (einschl. Reha), Eignungsfeststellungs- und Trainingsmaßnahmen (einschl. Reha; Restabwick-lung), Maßnahmen zur Aktivierung und beruflichen Eingliederung
- Vorruhestandsähnliche Regelungen: Inanspruchnahme des § 428 SGB III im Rechtskreis SGB III (Restabwicklung), Personen in geförderter Altersteilzeit, Regelung des § 53 a Abs. 2 SGB II
- Förderung der Selbständigkeit: Gründungszuschuss, Einstiegsgeld Variante Selbständigkeit und Existenzgründungszu-schuss (Ich-AG; Restabwicklung).
Außerdem werden Personen, die arbeitsunfähig sind und Arbeitslosengeld auf Basis des § 126 SGB III beziehen, zur Unterbe-schäftigung gezählt.
….

Erstellt von Sybilla am 01.03.11 12 Uhr 00
Jeder darf diesen Bericht unter Hinweis auf die Autorin frei verwenden



Meldungsübersicht

Aufschwung xxxl: Binnenkonsum - Deutschland verliert an Kaufkraft
ILO Vergleichsstudie: Vergleichsstudie Löhne in Deutschland sinken weiter

Global Wage Report 2010: Kurzfassung auf Deutsch (PDF, 578 kB) Neben den moderaten Tarifabschlüssen der vergangenen Jahre sind die Ausweitung des Niedriglohn-Sektors und die Zunahme von atypischen Beschäftigungsformen11 – wie Zeitarbeit und 400-Euro-Jobs – wesentliche Gründe für das schlechte Abschneiden Deutschlands… (http://www.dgb.de/themen/++co++7a01a332-0860-11e0-79f2-00188b4dc422)

ILO - International Labour Office (2010): Global Wage Report 2010/11: Wage Policies in Times of Crisis, Geneva. (http://www.webcitation.org/query?url=http%3A%2F%2Fwww.ilo.org%2Fwcmsp5%2Fgrou ps%2Fpublic%2F%40dgreports%2F%40dcomm%2F%40publ%2F documents%2Fpublication%2Fwcms_145265.pdf&date=2010-12-16)

Sozialexperten warnen vor drastisch steigender Altersarmut (http://www.dw-world.de/dw/function/0,,12356_cid_14743015,00.html)

Kinderarmut in Deutschland besorgniserregend (http://www.noows.de/deutschland-bei-sozialer-gerechtigkeit-mittelmass-24619)


weitere Hintergrundinfos

Zunahme von Niedriglöhnen - Experten warnen vor Folgen für das Sozialsystem (http://frontal21.zdf.de/ZDFde/inhalt/17/0,1872,8117745,00.html)

Statistisches Bundesamt - Pressemitteilung Nr.505 vom 22.12.2009 - Deutliches Defizit der Kommunen im ersten bis dritten Quartal 2009

Es handelt sich abermals um ein Paradoxon einerseits spricht der Staatsjournalismus vom „Jobwunder“ immerhin ist die Zahl der Arbeitslosen von rund 5 Millionen 2005 auf rund 3 Millionen 2010 gesungen anderseits Seit der Einführung von Hartz IV sind die Unterkunftskosten deutlich angestiegen: von 8,7 Milliarden Euro im Jahr 2005 auf voraussichtlich elf Milliarden Euro in diesem Jahr. (http://www.zeit.de/politik/deutschland/2010-07/hartz-IV-mietkosten)

Das Geschäft mit der Armut und den Armen

Ein Euro Jobs oder Bürgerarbeit oder Pflegehelfer das Geschäft mit der Armut der Armen blüht wie selten zuvor.Mittlerweile tauchen in den Medien immer mehr Beispiele dubioser Sozialfirmen auf, zumeist gemeinnützige GmbHs. Für die Anbieter eröffnen sich viele Chancen, besonders lukrative Strukturen aufzubauen. (http://www.dradio.de/dkultur/sendungen/zeitfragen/1249341/)

Dienstmaserati und Traumrendite - Vom neuen Profitstreben in der Sozialarbeit

Manuskript zur Sendung als PDF-Dokument (http://www.dradio.de/download/124221/)

Audio - Podcast (http://www.dradio.de/aod/?station=3&broadcast=348697&datum=20100823&playtime=1282584600&fileid=87ddb29b&sendung=348697&beitrag=1249341&)

Die GmbH erlaubt viele Möglichkeiten Gewinne herauszuziehen - trotz Gemeinnützigkeit. Für Stefan Thyroke, Berliner ver.di-Betreuungssekretär für die Branche, ist der Bereich der freien Träger ein "Sumpfgebiet", in dem Fälle von Filz und Korruption fast alltäglich seien. (http://www.dradio.de/dkultur/sendungen/zeitfragen/1249341/)

...

Vielleicht hat Harald Ehlert den Fehler gemacht, sich als Propagandatrommler einer Entwicklung zu positionieren, die in einer seltsamen Unübersichtlichkeit abläuft. Staat, Wohlfahrtsverbände und gemeinnützige Gmbhs kooperieren diskret. (http://www.dradio.de/download/124221/)

Bei objektiver Betrachtung scheinen die neoliberalen Wahnideen der Obrigkeit anhand der Leistung/Nutzen Rechnung des Humankapitals ( der Bürger) immer deutlicher durch.


Umstellung der Statistik der gemeldeten Arbeitsstellen (http://statistik.arbeitsagentur.de/Statischer-Content/Grundlagen/Methodenberichte/Generische-Publikationen/Methodenbericht-Umstellung-der-Statistik-der-gemeldeten-Arbeitsstellen.pdf)

Quelle der Daten: Neue Internetadresse
Statistik der Bundesagentur für Arbeit

Quelle der Daten BA Bericht Februar 2011 ( http://statistik.arbeitsagentur.de/cae/servlet/contentblob/252170/publicationFile/124586/Monatsbericht-201102.pdf;jsessionid=F2AEF7840FB847DF538C7DC98AAA 9EBC)

Erstellt von Sybilla am 01.03.11 12 Uhr 00
Jeder darf diesen Bericht unter Hinweis auf die Autorin frei verwenden

Sybilla
31.03.2011, 18:15
Nichts neues vom Arbeitsmarkt

Deutschland: Arbeitsmarkt März 2011:

Die Bevölkerungsgruppe 0 – 65 Jahre

2005 waren 66.567.900 (http://www.destatis.de/jetspeed/portal/cms/Sites/destatis/Internet/DE/Content/Statistiken/Bevoelkerung/Bevoelkerungsstand/Tabellen/Content75/AltersgruppenFamilienstand,templateId=renderPrint. psml)Personen zwischen 0 und 65 Jahre alt.
0 – 15 Jahre 11.649.800 Personen 15 – 65 Jahre 54.918.100 Personen

2009 waren 64.900.400 (http://www.destatis.de/jetspeed/portal/cms/Sites/destatis/Internet/DE/Content/Statistiken/Bevoelkerung/Bevoelkerungsstand/Tabellen/Content75/AltersgruppenFamilienstand,templateId=renderPrint. psml) Personen zwischen 0 und 65 Jahre alt.
0 – 15 Jahre 11.022.600 Personen 15 – 65 Jahre 53.877.800

Die Zahl der Personen zwischen 0 und 15 Jahren (Rechtkreis SGB II/SGBIII)
verringerte sich zwischen 2005 und 2009 um 627.200 Personen.
Die Zahl der Personen zwischen 15 und 65 Jahren (Rechtkreis SGB II/SGBIII)
verringerte sich zwischen 2005 und 2009 um 1.040.300 Personen.

Das heißt die Entwicklung der Personenkreis der für den Rechtskreis (SGBII/SGBII) in Frage kommt ist vor allem durch die demografische Entwicklung bestimmt, die (Altersgruppe 0 - 65 ) hat such zwischen 2005 - 2009 um 1.667.500 Personen verringert der Arbeitsmarkt wurde erheblich entlastet.

Renteversicherung: Altersarmut, sinkende Beiträge, Mini-Rentenerhöhungen (http://www.finanzzeug.de/renteversicherung-altersarmut-sinkende-beitraege-mini-rentenerhoehungen-28280)


Die Zahlen für März 2011

BA Bericht März 2011 Seite 50 die offizielle Zahl der registrierten Arbeitslosen wird im März 2011 von der BA mit 3.210.341 Personen beziffert zusätzlich waren nach vorläufigen Schätzungen der BA waren (im März 2011) 1.303.633 Personen in arbeitsmarktpolitische Instrumente beschäftigt BA Bericht März 2011 Seite 50 (Erfahrungsgemäß steigt diese Zahl in den folgenden BA Monatsberichte noch erheblich an). (BA – Bericht März 2011 Seite 82 Fußnote 3 - Es ist von einer Untererfassung auszugehen, so haben bundesweit für 2010 [Januar bis September, Datenstand Dezember 2010 - endgültige Werte] nur ca. 69 % der Träger Daten zum Einsatz der komm. Eingliederungsleistungen (flankierende Leistungen) erfasst.) Im BA- Bericht Dezember 2010 wurde die Erfassung mit 76 % angegeben.

Bitte beachten sie auch die Fußnoten zur Untererfassung BA Bericht März 2011 Seite 82

Unterbeschäftigung März 2011: (4.162.729 ) Personen Unterbeschäftigungsquote 9,8 %

7.456.373 Leistungsempfänger (Rechtkreis SGB II/SGB III):

darunter:
Arbeitslosengeld 936.821 Personen
erwerbsfähige Hilfebedürftige (Alg II) 4.753.686 Personen
nicht erwerbsfähige Hilfebedürftige (Sozialgeld) 1.765.866 Personen
( nicht berücksichtigt sind Leistungsempfänger von Wohngeld, Kinderzuschlag, Grundsicherung im Alter, Sozialhilfe SGB XII…)


BA Bericht März 2011 Seite 50 3) Endgültige Werte stehen erst nach einer Wartezeit fest. Am aktuellen Rand können die Daten aufgrund von Erfahrungswerten überwiegend hoch gerechnet werden.


Im November 2010 bezogen mit 1,38 Mio gut 29 Prozent der erwerbsfähigen Leistungsbezie-her in der Grundsicherung Einkommen aus Er-werbstätigkeit, 16.000 bzw. 1 Prozent mehr als vor einem Jahr. 1,26 Mio der erwerbstätigen Leistungsbezieher übten eine abhängige Be-schäftigung aus, während 127.000 ausschließ-lich oder zusätzlich einer selbständigen Tätigkeit nachgingen. (BA Bericht März 2011 Seite 23)
http://statistik.arbeitsagentur.de/Navigation/Statistik/Statistik-nach-Themen/Grundsicherung-fuer-Arbeitsuchende-SGBII/Bedarfe-Leistungen-Einkommen/Bedarfe-Leistungen-Einkommen-Nav.html

Seit 1992 sind die Einkommen der ärmsten 10 Prozent der Bevölkerung um 13 Prozent gesunken, die Einkommen der reichsten 10 Prozent hingegen um 31 Prozent gestiegen. Innerhalb von drei Jahren hat sich die Zahl der in Armut lebenden Kinder verdoppelt. Und die Zahl der Menschen, die Grundsicherung im Alter beantragt haben, wächst kontinuierlich (http://www.vdk.de/perl/cms.cgi?ID=nd18047)

Was haben ergänzendes Hartz IV/ALG II und Kobraschwänze gemein

Viele dachten und manche „Experten“ forderten ein Kombilohnmodel (ergänzendes ALG II/Hartz IV) zur Reduzierung die Arbeitslosigkeit in D. Als in den 1930ern Indien von einer Kobrainvasion heimgesucht wurde, setzten die Behören eine Fangprämie auf Kobraschwänze aus, was dazu führte das Kobraschlange gezüchtet wurden, aber deren Reduzierung nicht förderte.

Den gleichen Effekt ist nun am Arbeitsmarkt zu beobachten, mit ergänzenden ALG II Leistungen züchtet der Arbeitsmarkt Kombilohnarbeitsplätze, aber die Zahl der Leistungsempfänger wird dadurch kaum reduziert, die Belastung der Kommunen und die Belastung der Solidargemeinschaft der Steuerzahler steigt weiter an. Die Sozialkassen verlieren Einnahmen.

Renteversicherung: Altersarmut, sinkende Beiträge, Mini-Rentenerhöhungen (http://www.finanzzeug.de/renteversicherung-altersarmut-sinkende-beitraege-mini-rentenerhoehungen-28280)

Das Fazit ergänzende Hartz IV/ALG Leistungen setzen die falschen Anreize, besser wäre es die Arbeitgeber zur Schaffung von sozialversicherungspflichtiger Arbeit zu motivieren, somit würden die Kommunen und die Solidargemeinschaft der Steuerzahler entlastet, auch die Sozialkassen profitieren mehr von sozialversicherungspflichtiger Arbeit als von Niedriglöhnen.

442.000 gemeldete Stellen,
nicht saisonbereinigt belief sich der Bestand im März auf 417.000 Arbeitsstellen. Nach Wirtschafts-zweigen differenziert beruht das Plus in der glei-tenden Jahressumme zu mehr als der Hälfte auf Meldungen aus der Arbeitnehmerüberlassung (+266.000 oder +56 Prozent). (BA Bericht März 2011 Seite 10)


Zahl der Erwerbstätigen

Als Erwerbstätigkeit zählt: Tätigkeit (Mini-Job) einem Ein-Euro-Job nachgehen und Personen in Mutterschutz oder Elternzeit....!!!

Erwerbstätige - Definition der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) (http://de.wikipedia.org/wiki/Erwerbst%C3%A4tigkeit)

Und selbstverständlich wird die die Zahl der Erwerbstätigen ebenso wie die Zahl der Arbeitslosen nicht durch genaues zählen sondern durch Hochrechnungen und Schätzungen ermittelt.

Die Erwerbstätigenzahlen der Erwerbstätigenrechnung stützen sich auf eine Vielzahl von statistischen Quellen, um möglichst alle verfügbaren Datenquellen in die Schätzung einfließen zu lassen. (http://www.destatis.de/jetspeed/portal/cms/Sites/destatis/Internet/DE/Content/Publikationen/STATmagazin/Arbeitsmarkt/2008__1/WW__ErwerbstaetigeVGR,templateId=renderPrint.psml)

Die manipulative Propaganda-Aussage das die Erwerbstätigkeit und die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung auf immer neue Höchststände steigt, können Sie guten Gewissens der Pipi Langstrumpf Welt der Märchen und Mythen zuordnen.

Die Krux ist, das jede/r das scheitern von Hartz IV erkennen kann, ohne das er/sie nur einen Blick auf Statistiken benötigt. Alleine die finanziellen Mehrausgaben der Kommunen und des Bundes seit 2005 sind der Beweis dass, das angestrebte Ziel der Entlastung der Sozialhaushalte nicht nur nicht erreicht wurde sondern das die Sozialhaushalte der Kommunen mit der Einführung von Hartz IV sprichwörtlich - wie die Zahl der Personen in Armut/Armutsgefährdung - explodiert sind.

In einen Satz die Gemeinschaft der Steuerzahler zahlt in Hartz IV mehr ein aber viele ALG II Leistungsempfänger erhalten weniger. (als 2004)
Das Geld versickert in Arbeitsmarkt-Maßnahmen (Bürgerarbeit/Ein Euro Job/ ...) und ergänzenden ALG II/ Hartz IV Zahlungen 1,4 Millionen Personen (Minijobber, Leih und Zeitarbeit, prekäre Beschäftigung...)

Grundsatz der Hartz IV - Ideologie
„Ein Arbeitsloser ist solange an seiner Arbeitslosigkeit selbst schuld, bis er das Gegenteil beweisen kann“

Fazit der Zahlen

Der Vergleich der Leistungsempfänger Personen(ALG; ALHI) von Dezember 2004 (Im BA Bericht Dezember 2004 wird die Zahl der Leistungsempfänger auf Seite 24 mit 4.321.000 Personen beziffert)
Im März 2011 waren 7.456.373 Personen im Leistungsbezug (ALG I, ALG II, Sozialgeld)[/b]

Pressemitteilung Nr.391 vom 28.10.2010 -314 000 Personen erhielten Ende 2009 Hilfe zum Lebensunterhalt – Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes (Destatis) erhielten zum Jahresende 2009 in Deutschland rund 314 000 Personen laufende Hilfe zum Lebensunterhalt nach dem 3. Kapitel des Zwölften Buches Sozialgesetzbuch (SGB XII „Sozialhilfe“). Dies waren 3,4% weniger Hilfebezieher als im Vorjahr…. (http://www.destatis.de/jetspeed/portal/cms/Sites/destatis/Internet/DE/Presse/pm/2010/10/PD10__391__221,templateId=renderPrint.psml)


Pressemitteilung Nr.377 vom 21.10.2010 - 764 000 Personen erhielten Ende 2009 Grundsicherung – Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes (Destatis) erhielten am Jahresende 2009 rund 764 000 volljährige Personen in Deutschland Leistungen der Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung nach dem 4. Kapitel des Zwölften Buches Sozialgesetzbuch (SGB XII „Sozialhilfe“)…. (http://www.destatis.de/jetspeed/portal/cms/Sites/destatis/Internet/DE/Presse/pm/2010/10/PD10__377__221,templateId=renderPrint.psml)

14.2.2011 - Städte so hoch verschuldet wie nie
Trotz des Wirtschaftsaufschwungs stecken die Kommunen in Finanznöten. Für 2010 verzeichnen sie ein Defizit von 9,8 Milliarden Euro, und die Schulden sollen weiter steigen…. Die schwerste Hypothek der städtischen Haushalte seien die immer weiter wachsenden Sozialausgaben… (http://www.zeit.de/politik/deutschland/2011-02/schulden-staedtetag-kommunen-2)

Unter Berücksichtigung der Demografie ist kein Rückgang (sondern ein prozentueller Anstieg bezogen auf die Erwerbsfähigen) der Leistungsempfänger im Rechtkreis (SGB II/SGBII) 2005 vs.2011 ersichtlich. So ist auch nicht nachvollziehbar transparent dargestellt, das neben der Gruppe der Maßnahmen Teilnehmer in der Regel auch die Gruppe der unter 25 jährigen und über 58 jährigen die Kranken und Arbeitslose die extern betreut werden aus der Statistik der Arbeitslosen verschwunden sind obwohl auch diese Personen arbeitslos sind.


Der deutsche Arbeitsmarkt ist offensichtlich nicht, wie die Medien gleich klingend berichten, eine Insel der Glückseligen in einem Meer der hohen Arbeitslosigkeit in Europa und den USA.

Sybillas Kommentar

Das Ziel der Vollbeschäftigung also dem ureigenen Bedürfnis eines Menschen, das ein Erwerbstätiger von seiner Hände Arbeit auch eine selbst-bestimmte Existenz für sich und seine Familie (ohne ergänzende Hartz IV Leistungen) gestalten möchte/können muss, bleibt auch im deutschen Arbeitsmarkt ein unerfülltes Ziel, das Ziel wurde von der Politik und teilen der Gesellschaft augenscheinlich aufgegeben. Das Ziel der Arbeitsmarktreform der Politik und teilen der Gesellschaft ist das jeder Arbeitslose irgendwie in Ein Euro Job; Bürgerarbeit; Maßnahmen, Minijobs oder im Niedriglohnbereich beschäftigt wird. In der Regel verlautbart der BA unter großem euphorischem Jubel der öffentlich rechtlichen Staatsmedien und vieler Print-Medien, dass die statistisch erfasste Zahl der Arbeitslosen gesunken ist. Auf mich wirkt diese Szenerie nahezu hysterisch. Der Plan ist zwar wie von der Politik gewünscht im Sinne der veröffentlichten Zahlen übererfüllt. Aber viele vermuten ( siehe Kommentare der Online Artikel) das die Zahlen zur Erwerbstätigkeit und zur Arbeitslosigkeit in den BA Berichten verkürzt wiedergegeben und von der Politik und den Medien einseitig tendenziös interpretiert werden. Ich vermute gar, die Statistik des Arbeitsmarktes gleicht einen Potemkinsches Dorf, sie wird durch das Herausrechnen vieler Arbeitsloser (Ein Euro Jobber; Bürgerarbeiter, 0 Euro Praktikanten...) fein herausgeputzt, um den tatsächlichen, verheerenden Zustand des Arbeitsmarktes zu verbergen. Oberflächlich wirkt die Statistik durch die Zahl der Unterbeschäftigten ausgearbeitet und beeindruckend, es fehlt ihr aber an Substanz.

So wird reißerisch und triumphal ein Beschäftigungsrekord und ein Rekord der offenen Stellen verlautbart aber gleichzeitig wurden die Beiträge für die GKV auf 15,5 % + Zusatzbeiträge diverser Krankenkassen angehoben. Wenn es tatsächlich einen Beschäftigungsrekord der sozialversicherungspflichtigen Arbeitsverhältnisse geben würde, dann dürften die Beiträge zur GKV nicht steigen sondern sinken. Wem hilft ein Beschäftigungsrekord der mit 0 € Praktika, 1 € Jobs, Bürgerarbeit, Beschäftigung- und Übfirmen sowie einen Heer von 400 € Jobber erreicht wurde. ? Wie ist die Meldung von den Rekord der offenen Stellen einzuordnen? Im BA Bericht März 2011 werden auf den Seiten 10/11 lediglich 442.000 gemeldete Stellen ausgewiesen in der BA – Jobbörse Stand 31.03.11 steigt die Zahl wunderbare Weise auf 788.981 Stellen an. Ist das ein erneutes Wunder? Eher nicht bei der Erfassung der offenen Stellen entstehen durch die Einbeziehung diverser Jobbörsen entstehen Mehrfachnennung- Redundanzen, so wird aus einen offenen Arbeitsplatz der in 10 Jobbörsen aufgeführt leicht 10 offene Stellen. Der Erfolg am Arbeitsmarkt gründet in den Niedriglohnsektor der Zeit und Leiharbeit.

(Erpressung am Arbeitsplatz - Wie Leiharbeiter ausgenutzt werden (http://frontal21.zdf.de/ZDFde/inhalt/14/0,1872,8144142,00.html)) den Ein Euro Jobs (Städte missbrauchen Ein-Euro-Jobs (http://www.derwesten.de/nachrichten/Staedte-missbrauchen-Ein-Euro-Jobs-id3995710.html)) und in der so genannten Bürgerarbeit diese Art der Beschäftigung ist und bleibt meines Erachtens Blendwerk und Menschenunwürdig. Wem außer der Politik der BA Zahlenstatistik oder den chronisch klammen Kommunen, ist diese Art der Beschäftigung hilfreich? Den/Der Arbeitslosen? Den/Der Steuerzahler/in ? George Fitzhugh (http://docsouth.unc.edu/southlit/fitzhughcan/bio.html) publizierte um 1854 ein Buch, in dem er sagte: „Einige Menschen sind mit einem Sattel auf dem Rücken geboren, und andere sind gestiefelt und gespornt, um diese zu reiten. Und es tut ihnen gut!“ Ist das der ideologische Grundgedanke der Ein Euro Jobs und der so genannten „Bürgerarbeit“ Wem nützt eine kreative Arbeitslosenstatistik, wenn diese nur aufgrund von Schätzungen, Hochrechnungen der BA und der statistischen Zählwiese eine Zahl der Arbeitslosen um 3 Millionen Personen ermittelt? Wie hoch wäre die Zahl der Arbeitslosen im März 2011 wenn diese mit den Grundlagen von 1992 gezählt würden?

Fragen über Fragen, der BA Bericht und die Politik (Frau von der Leyen) bleiben viele Antworten schuldig.

Meldungsübersicht

Aufschwung xxxl: Binnenkonsum - Deutschland verliert an Kaufkraft
ILO Vergleichsstudie: Vergleichsstudie Löhne in Deutschland sinken weiter

Global Wage Report 2010: Kurzfassung auf Deutsch (PDF, 578 kB) Neben den moderaten Tarifabschlüssen der vergangenen Jahre sind die Ausweitung des Niedriglohn-Sektors und die Zunahme von atypischen Beschäftigungsformen11 – wie Zeitarbeit und 400-Euro-Jobs – wesentliche Gründe für das schlechte Abschneiden Deutschlands… (http://www.dgb.de/themen/++co++7a01a332-0860-11e0-79f2-00188b4dc422)

ILO - International Labour Office (2010): Global Wage Report 2010/11: Wage Policies in Times of Crisis, Geneva. (http://www.webcitation.org/query?url=http%3A%2F%2Fwww.ilo.org%2Fwcmsp5%2Fgrou ps%2Fpublic%2F%40dgreports%2F%40dcomm%2F%40publ%2F documents%2Fpublication%2Fwcms_145265.pdf&date=2010-12-16)


30.12.2010, 11:52 Senioren Sozialexperten warnen vor steigender Altersarmut (http://www.focus.de/finanzen/altersvorsorge/senioren-sozialexperten-warnen-vor-steigender-altersarmut_aid_585929.html)

Kinderarmut in Deutschland besorgniserregend (http://www.noows.de/deutschland-bei-sozialer-gerechtigkeit-mittelmass-24619)

Schrumpfende Mittelschicht – Anzeichen einer dauerhaften Polarisierung der verfügbaren Einkommen? (http://www.diw.de/documents/publikationen/73/79586/08-10-1.pdf)

3. Armuts- und Reichtumsbericht der Bundesregierung (http://www.sfz.uni-mainz.de/2231.php)

Zahl der Privatinsolvenzen 2010 auf neuem Höchststand (http://www.google.com/hostednews/afp/article/ALeqM5gRmNY5x_Bylvl8HqulIWJkBgQRjQ?docId=CNG.d9724 3012bc9c3023d4adf8dc324d6ef.601)

weitere Hintergrundinfos

Zunahme von Niedriglöhnen - Experten warnen vor Folgen für das Sozialsystem (http://frontal21.zdf.de/ZDFde/inhalt/17/0,1872,8117745,00.html)

Statistisches Bundesamt - Pressemitteilung Nr.505 vom 22.12.2009 - Deutliches Defizit der Kommunen im ersten bis dritten Quartal 2009

Es handelt sich abermals um ein Paradoxon einerseits spricht der Staatsjournalismus vom „Jobwunder“ immerhin ist die Zahl der Arbeitslosen von rund 5 Millionen 2005 auf rund 3 Millionen 2010 gesungen anderseits Seit der Einführung von Hartz IV sind die Unterkunftskosten deutlich angestiegen: von 8,7 Milliarden Euro im Jahr 2005 auf voraussichtlich elf Milliarden Euro in diesem Jahr. (http://www.zeit.de/politik/deutschland/2010-07/hartz-IV-mietkosten)

Das Geschäft mit der Armut und den Armen

Ein Euro Jobs oder Bürgerarbeit oder Pflegehelfer das Geschäft mit der Armut der Armen blüht wie selten zuvor.Mittlerweile tauchen in den Medien immer mehr Beispiele dubioser Sozialfirmen auf, zumeist gemeinnützige GmbHs. Für die Anbieter eröffnen sich viele Chancen, besonders lukrative Strukturen aufzubauen. (http://www.dradio.de/dkultur/sendungen/zeitfragen/1249341/)

Dienstmaserati und Traumrendite - Vom neuen Profitstreben in der Sozialarbeit

Manuskript zur Sendung als PDF-Dokument (http://www.dradio.de/download/124221/)

Audio - Podcast (http://www.dradio.de/aod/?station=3&broadcast=348697&datum=20100823&playtime=1282584600&fileid=87ddb29b&sendung=348697&beitrag=1249341&)

Die GmbH erlaubt viele Möglichkeiten Gewinne herauszuziehen - trotz Gemeinnützigkeit. Für Stefan Thyroke, Berliner ver.di-Betreuungssekretär für die Branche, ist der Bereich der freien Träger ein "Sumpfgebiet", in dem Fälle von Filz und Korruption fast alltäglich seien. (http://www.dradio.de/dkultur/sendungen/zeitfragen/1249341/)

...

Vielleicht hat Harald Ehlert den Fehler gemacht, sich als Propagandatrommler einer Entwicklung zu positionieren, die in einer seltsamen Unübersichtlichkeit abläuft. Staat, Wohlfahrtsverbände und gemeinnützige Gmbhs kooperieren diskret. (http://www.dradio.de/download/124221/)

Bei objektiver Betrachtung scheinen die neoliberalen Wahnideen der Obrigkeit anhand der Leistung/Nutzen Rechnung des Humankapitals ( der Bürger) immer deutlicher durch.


Umstellung der Statistik der gemeldeten Arbeitsstellen (http://statistik.arbeitsagentur.de/Statischer-Content/Grundlagen/Methodenberichte/Generische-Publikationen/Methodenbericht-Umstellung-der-Statistik-der-gemeldeten-Arbeitsstellen.pdf)

Quelle der Daten: Neue Internetadresse
Statistik der Bundesagentur für Arbeit

Quelle der Daten BA Bericht März 2011 (http://statistik.arbeitsagentur.de/cae/servlet/contentblob/257506/publicationFile/128230/Monatsbericht-201103.pdf)

Erstellt von Sybilla am 31.03.11 12 Uhr 00
Jeder darf diesen Bericht unter Hinweis auf die Autorin frei verwenden

Sybilla
15.04.2011, 14:43
Wir hören wieder einmal nur froh machende Botschaften von der Wirtschaft und vom Arbeitsmarkt, für mich ist dass Anlass für einen fundierten Faktencheck.

Es gilt zu unterscheiden was psychologische Suggestion und was Fakt der Realität ist:

1.Der Arbeitsmarkt:

Heute hören und lesen wir BA: Im Mai weniger als drei Millionen Arbeitslose (http://newsticker.sueddeutsche.de/list/id/1141260) hingegen im BA Bericht März 2011 Seite 50 die offizielle Zahl der registrierten Arbeitslosen im März 2011 von der BA auf 3.210.341 Personen angegeben wird. Hinzu kommen mindestens 1.303.633 Personen die in arbeitsmarktpolitische Instrumente beschäftigt werden (BA Bericht März 2011 Seite 50) Allerdings ist von einer erheblichen Untererfassung auszugehen, so haben bundesweit für 2010 Januar bis September, nur ca. 69 % der Träger Daten zum Einsatz der komm. Eingliederungsleistungen (flankierende Leistungen) erfasst.) (BA Bericht März 2011 Seite 82 Fußnote 3 Die Unterbeschäftigung für März 2011 wird mit: (4.162.729 ) Personen Unterbeschäftigungsquote 9,8 % berechnet. Im März 2011 waren alleine 7.456.373 Leistungsempfänger (Rechtkreis SGB II/SGB III) im Bezug von ALGI/ALGII/Sozialgeld.

Alleine diese Zahlen zeigen dass die Aussage „weniger als drei Millionen Arbeitslose“ mehr psychologische Suggestion als Fakt der Realität ist.

Untermauert wird das durch folgenden Bericht Report Mainz vom 11.04.11 21 Uhr 45

Die Wahrheit hinter glänzenden Vermittlungszahlen Jobwunder in den Medien (http://www.swr.de/report/-/id=233454/nid=233454/did=7723504/1ciuk3n/index.html) Dazu Der renommierte Arbeitsmarktexperte und Professor für Volkswirtschaftslehre an der FH Remagen-Koblenz hinterfragt die Erfolgsmeldung der Bundesagentur. Er hält es für inakzeptabel, dass statt einer Million Hartz-IV-Empfänger in Wahrheit nur etwa 120.000 in Jobs und Ausbildung vermittelt wurden. (http://www.swr.de/report/-/id=233454/nid=233454/did=7723504/1ciuk3n/index.html)

2. Der Aufschwung xxl und der sprunghafte Anstieg der Staatsverschuldung

Zeitreihe JJ5000: VGR - Bruttoinlandsprodukt (preisbereinigt) / 1) 2) 3) (http://www.bundesbank.de/statistik/statistik_zeitreihen.php?lang=de&open=konjunktur&func=row&tr=JJ5000)
Ursprungswert 100 = 2000

2008 110,39
2009 105,18
2010 109,00

Nach dem die Wirtschaftsleistung in 2009 erheblich eingebrochen ist, ist Fakt der Realität das dass Bruttoinlandsprodukt (preisbereinigt) immer noch nicht das Niveau von 2008 erreicht hat, von einen „Aufschwung xxl“ fehlt also jede Spur, er ist nur psychologische Suggestion.
Noch gravierender ist das der „Aufschwung xxl“ teuer erkauft wurde.

So sind die Staatsschulden binnen Jahresfrist nun doch wie erwartet auf 2 080 (Mrd. €) gestiegen.

Tabelle Schuldenquote Schuldenstand (Mrd. €) (http://www.bundesbank.de/download/presse/pressenotizen/2011/20110413.maastricht.php)
2005 1 524 (Mrd. €) in % des BIP 68,0
2009 1 761 (Mrd. €) in % des BIP 73,5
2010 2 080 (Mrd. €) in % des BIP 83,2

Von 2005 bis 2009 steig der Schuldenstand um 237 Mrd. € oder 15,5 %
Von 2009 bis 2010 binnen Jahresfrist um 319 Mrd. € oder 18,11 %

Und das bei offiziell sinkender Arbeitslosigkeit, es ist zu befürchten das sich Deutschland diesen „Aufschwung xxl“ schon bald nicht mehr leisten kann.


3. Die Lohnentwicklung die Inflation und die Kauflaune der Konsumenten

Die Reallöhne sind 2010 um 1,4 % (http://www.destatis.de/jetspeed/portal/cms/Sites/destatis/Internet/DE/Presse/pm/2011/02/PD11__047__623,templateId=renderPrint.psml) gestiegen hingegen die Inflationsrate derzeit offiziell mit 2,1 % (http://www.destatis.de/jetspeed/portal/cms/Sites/destatis/Internet/DE/Presse/pm/2011/04/PD11__145__611,templateId=renderPrint.psml) berechnet wird, der Index der wahrgenommenen Inflation (IWI). Erst seit Anfang vergangenen Jahres notiert unser IWI oberhalb des amtlichen Index. Er steigt seither kontinuierlich und liegt derzeit bei 5 Prozent. (http://www.manager-magazin.de/finanzen/artikel/0,2828,752511-2,00.html)

Die gestiegene Kauflaune der Konsumenten ist mit hoher Wahrscheinlichkeit für viele Arbeitnehmer die jeden Tag aufstehen und arbeiten gehen eine psychologische Suggestion.

Welche Lehren wurden aus der Finanzkrise gezogen?
Unglaublich aber wahr Neue Finanzkrise ante portas (http://www.wallstreet-online.de/nachricht/3134901-unglaublich-aber-wahr-neue-finanzkrise-ante-portas)

Das ist Fakt der Realität.

Sybilla
28.04.2011, 15:51
Deutschland: Arbeitsmarkt April 2011:

Hartz IV Grund zur Freude?

Studie Armut trotz Arbeit nimmt zu - In Deutschland fallen immer mehr Arbeitnehmer unter die Armutsgrenze. (http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,758258,00.html)

7,3 Millionen Mini-Jobber - Ansteigende Armut im Aufschwung - Der Boom der Billiglohnarbeitsplatze immer mehr Arbeitnehmer die jeden Tag früh aufstehen und zur Arbeit gehen leben in Armut oder sind armutsgefährdet.

Die Bundesagentur für Arbeit (BA) zählte Ende September 2010 gut 7,3 Millionen Mini-Jobber. Das sind fast 1,6 Millionen mehr als 2003, damals lockerte die rot-grüne Bundesregierung die Regeln für diese Beschäftigungsform. (http://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/kritik-von-forschern-und-gewerkschaften-aerger-im-land-der-minijobber-1.1088925)

Die Zahlen für April 2011

BA Bericht April 2011 Seite 51 die offizielle Zahl der registrierten Arbeitslosen wird im April 2011 von der BA mit 3.078.058 Personen beziffert zusätzlich waren nach vorläufigen Schätzungen der BA waren (im April 2011) 1.336.065 Personen in arbeitsmarktpolitische Instrumente beschäftigt BA Bericht April 2011 Seite 51 (Erfahrungsgemäß steigt diese Zahl in den folgenden BA Monatsberichte noch erheblich an). (BA – Bericht April 2011 Seite 69 Fußnote 3 Es ist von einer Untererfassung auszugehen, so haben bundesweit für 2010, Datenstand März 2011, nur ca. 68 % der Träger Daten zum Einsatz der komm. Eingliederungsleistungen (flankierende Leistungen) erfasst) Bis zum BA- Bericht Dezember 2010 wurde eine Erfassung von 76 % angegeben. Bis zum BA Bericht März 2011 waren es noch 69 %. Zusätzlich gibt es 340.000 Arbeitslose, die im Berichtsmonat (aktuell Dezember 2010) keine Geldleistungen bezogen haben.

Bitte beachten sie auch die Fußnoten zur Untererfassung BA Bericht April 2011 Seite 69

Unterbeschäftigung April 2011: (4.041.801 ) Personen Unterbeschäftigungsquote 9,5 %

7.346.165 Leistungsempfänger (Rechtkreis SGB II/SGB III):

darunter:
Arbeitslosengeld 831.356 Personen – Tendenz sinkend
erwerbsfähige Hilfebedürftige (Alg II) 4.751.306 Personen – Tendenz steigend
nicht erwerbsfähige Hilfebedürftige (Sozialgeld) 1.763.503 Personen - Tendenz gleich bleibend
( nicht berücksichtigt sind Leistungsempfänger von Wohngeld, Kinderzuschlag, Grundsicherung im Alter, Sozialhilfe SGB XII…)

Im Dezember 2010 bezogen 2.828.000 Personen oder 51 Prozent Leistungen, ohne arbeitslos zu sein.

Außer den Leistungsempfängern gab es im Dezember noch 340.000 Arbeitslose, die im Berichtsmonat keine Geldleistungen aus der Arbeitslosenversicherung oder der Grundsicherung bezogen.
BA Bericht April 2011 Seite 19


BA Bericht April 2011 Seite 51 3) Endgültige Werte stehen erst nach einer Wartezeit fest. Am aktuellen Rand können die Daten aufgrund von Erfahrungswerten überwiegend hoch gerechnet werden.

Sybillas Kommentar

Das Ziel der Vollbeschäftigung also dem ureigenen Bedürfnis eines Menschen, das ein Erwerbstätiger von seiner Hände Arbeit auch eine selbst-bestimmte Existenz für sich und seine Familie (ohne ergänzende Hartz IV Leistungen) gestalten möchte/können muss, bleibt auch im „Aufschwung der Mini und Billigjobs“ am deutschen Arbeitsmarkt ein unerfülltes Ziel, das Ziel wurde von der Politik und teilen der Gesellschaft augenscheinlich aufgegeben. Das Ziel der Arbeitsmarktreform der Politik und teilen der Gesellschaft ist das jeder Arbeitslose irgendwie in Ein Euro Job; Bürgerarbeit; Maßnahmen, Minijobs oder im Niedriglohnbereich beschäftigt wird. In der Regel verlautbart der BA unter großem euphorischem Jubel der öffentlich rechtlichen Staatsmedien und vieler Print-Medien, dass die statistisch erfasste Zahl der Arbeitslosen gesunken ist. Auf mich wirkt diese Szenerie nahezu hysterisch. Der Plan ist zwar wie von der Politik gewünscht im Sinne der veröffentlichten Zahlen übererfüllt. Aber viele vermuten (siehe Kommentare der Online Artikel) das die Zahlen zur Erwerbstätigkeit und zur Arbeitslosigkeit in den BA Berichten verkürzt wiedergegeben und von der Politik und den Medien einseitig tendenziös interpretiert werden. Ich vermute gar, die Statistik des Arbeitsmarktes gleicht einen Potemkinsches Dorf, sie wird durch das Herausrechnen vieler Arbeitsloser (Ein Euro Jobber; Bürgerarbeiter, 0 Euro Praktikanten...) und mit 7,3 Millionen Mini-Jobber fein herausgeputzt, um den tatsächlichen Zustand des Arbeitsmarktes zu verbergen. Oberflächlich wirkt die Statistik durch die Zahl der Unterbeschäftigten ausgearbeitet und beeindruckend, es fehlt ihr aber an Substanz.


Die Bevölkerungsgruppe 0 – 65 Jahre

2005 waren 66.567.900 (http://www.destatis.de/jetspeed/portal/cms/Sites/destatis/Internet/DE/Content/Statistiken/Bevoelkerung/Bevoelkerungsstand/Tabellen/Content75/AltersgruppenFamilienstand,templateId=renderPrint. psml)Personen zwischen 0 und 65 Jahre alt.
0 – 15 Jahre 11.649.800 Personen 15 – 65 Jahre 54.918.100 Personen

2009 waren 64.900.400 (http://www.destatis.de/jetspeed/portal/cms/Sites/destatis/Internet/DE/Content/Statistiken/Bevoelkerung/Bevoelkerungsstand/Tabellen/Content75/AltersgruppenFamilienstand,templateId=renderPrint. psml ) Personen zwischen 0 und 65 Jahre alt.
0 – 15 Jahre 11.022.600 Personen 15 – 65 Jahre 53.877.800

Die Zahl der Personen zwischen 0 und 15 Jahren (Rechtkreis SGB II/SGBIII)
verringerte sich zwischen 2005 und 2009 um 627.200 Personen.
Die Zahl der Personen zwischen 15 und 65 Jahren (Rechtkreis SGB II/SGBIII)
verringerte sich zwischen 2005 und 2009 um 1.040.300 Personen.

Das heißt die Entwicklung der Personenkreis der für den Rechtskreis (SGBII/SGBII) in Frage kommt ist vor allem durch die demografische Entwicklung bestimmt, die (Altersgruppe 0 - 65 ) hat such zwischen 2005 - 2009 um 1.667.500 Personen verringert der Arbeitsmarkt wurde erheblich entlastet.

Im Dezember 2010 bezogen mit 1,37 Mio gut 29 Prozent der erwerbsfähigen Leistungsbezie-her in der Grundsicherung Einkommen aus Er-werbstätigkeit. Der Anteil erwerbstätiger Leis-tungsbezieher ist damit um 1,3 Prozentpunkte gegenüber dem gleichen Monat des Vorjahrs gestiegen. 1,25 Mio der erwerbstätigen Leis-tungsbezieher übten eine abhängige Beschäftigung aus, während 127.000 ausschließlich oder zusätzlich einer Selbstständigen Tätigkeit nachgingen. (BA Bericht April 2011 Seite 22)
http://statistik.arbeitsagentur.de/Navigation/Statistik/Statistik-nach-Themen/Grundsicherung-fuer-Arbeitsuchende-SGBII/Bedarfe-Leistungen-Einkommen/Bedarfe-Leistungen-Einkommen-Nav.html


Seit 1992 sind die Einkommen der ärmsten 10 Prozent der Bevölkerung um 13 Prozent gesunken, die Einkommen der reichsten 10 Prozent hingegen um 31 Prozent gestiegen. Innerhalb von drei Jahren hat sich die Zahl der in Armut lebenden Kinder verdoppelt. Und die Zahl der Menschen, die Grundsicherung im Alter beantragt haben, wächst kontinuierlich (http://www.vdk.de/perl/cms.cgi?ID=nd18047)

Was haben ergänzendes Hartz IV/ALG II und Kobraschwänze gemein

Viele dachten und manche „Experten“ forderten ein Kombilohnmodel (ergänzendes ALG II/Hartz IV) zur Reduzierung die Arbeitslosigkeit in D. Als in den 1930ern Indien von einer Kobrainvasion heimgesucht wurde, setzten die Behören eine Fangprämie auf Kobraschwänze aus, was dazu führte das Kobraschlange gezüchtet wurden, aber deren Reduzierung nicht förderte.

Den gleichen Effekt ist nun am Arbeitsmarkt zu beobachten, mit ergänzenden ALG II Leistungen züchtet der Arbeitsmarkt Kombilohnarbeitsplätze, aber die Zahl der Leistungsempfänger wird dadurch kaum reduziert, die Belastung der Kommunen und die Belastung der Solidargemeinschaft der Steuerzahler steigt weiter an. Die Sozialkassen verlieren Einnahmen.

Renteversicherung: Altersarmut, sinkende Beiträge, Mini-Rentenerhöhungen ( http://www.finanzzeug.de/renteversicherung-altersarmut-sinkende-beitraege-mini-rentenerhoehungen-28280)

Das Fazit ergänzende Hartz IV/ALG Leistungen setzen die falschen Anreize, besser wäre es die Arbeitgeber zur Schaffung von sozialversicherungspflichtiger Arbeit zu motivieren, somit würden die Kommunen und die Solidargemeinschaft der Steuerzahler entlastet, auch die Sozialkassen profitieren mehr von sozialversicherungspflichtiger Arbeit als von Niedriglöhnen.

461.000 gemeldete Stellen, ... In saisonbereinigter Betrachtung haben die Stellenmeldungen gegenüber dem Vormonat um 2.000 abgenommen … Nach Wirtschaftszweigen differenziert beruht das Plus in der gleitenden Jahressumme zu mehr als der Hälfte auf Mel-dungen aus der Arbeitnehmerüberlassung (+265.000 oder +54 Prozent). (BA Bericht April 2011 Seite 10)

Renteversicherung: Altersarmut, sinkende Beiträge, Mini-Rentenerhöhungen ( http://www.finanzzeug.de/renteversicherung-altersarmut-sinkende-beitraege-mini-rentenerhoehungen-28280)


Zahl der Erwerbstätigen

Als Erwerbstätigkeit zählt: Tätigkeit (Mini-Job) einem Ein-Euro-Job nachgehen und Personen in Mutterschutz oder Elternzeit....!!!

Erwerbstätige - Definition der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) (http://de.wikipedia.org/wiki/Erwerbst%C3%A4tigkeit)

Und selbstverständlich wird die die Zahl der Erwerbstätigen ebenso wie die Zahl der Arbeitslosen nicht durch genaues zählen sondern durch Hochrechnungen und Schätzungen ermittelt.

Die Erwerbstätigenzahlen der Erwerbstätigenrechnung stützen sich auf eine Vielzahl von statistischen Quellen, um möglichst alle verfügbaren Datenquellen in die Schätzung einfließen zu lassen. (http://www.destatis.de/jetspeed/portal/cms/Sites/destatis/Internet/DE/Content/Publikationen/STATmagazin/Arbeitsmarkt/2008__1/WW__ErwerbstaetigeVGR,templateId=renderPrint.psml)

Die manipulative Propaganda-Aussage das die Erwerbstätigkeit und die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung auf immer neue Höchststände steigt, können Sie guten Gewissens der Pipi Langstrumpf Welt der Märchen und Mythen zuordnen.

Die Krux ist, das trotz des „Erfolgs der Minijobs und Niedrigjobs“ am Arbeitsmarkt. Alleine die finanziellen Mehrausgaben der Kommunen und des Bundes seit 2005 sprechen eine deutliche Sprache, das angestrebte Ziel der Entlastung der Sozialhaushalte wurde trotz des „Erfolgs“ nicht nur nicht erreicht sondern das die Sozialhaushalte der Kommunen mit der Einführung von Hartz IV sprichwörtlich - wie die Zahl der Personen in Armut/Armutsgefährdung – sind ebenso wie die Minijobs und Billigjobs explodiert.

In einen Satz die Gemeinschaft der Steuerzahler zahlt in Hartz IV mehr ein aber viele ALG II Leistungsempfänger erhalten weniger. (als 2004)
Das Geld versickert in Arbeitsmarkt-Maßnahmen (Bürgerarbeit/Ein Euro Job/ ...) und ergänzenden ALG II/ Hartz IV Zahlungen von ca. 1,4 Millionen Personen (Minijobber, Leih und Zeitarbeit, prekäre Beschäftigung...)

Grundsatz der Hartz IV - Ideologie
„Ein Arbeitsloser ist solange an seiner Arbeitslosigkeit selbst schuld, bis er das Gegenteil beweisen kann“

Fazit der Zahlen

Der Vergleich der Leistungsempfänger Personen(ALG; ALHI) von Dezember 2004 (Im BA Bericht Dezember 2004 wird die Zahl der Leistungsempfänger auf Seite 24 mit 4.321.000 Personen beziffert)
Im April 2011 waren 7.346.165 Personen im Leistungsbezug (ALG I, ALG II, Sozialgeld) Das ist ein Plus von über 3 Millionen Personen oder ca. 70 %

Pressemitteilung Nr.391 vom 28.10.2010 -314 000 Personen erhielten Ende 2009 Hilfe zum Lebensunterhalt – Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes (Destatis) erhielten zum Jahresende 2009 in Deutschland rund 314 000 Personen laufende Hilfe zum Lebensunterhalt nach dem 3. Kapitel des Zwölften Buches Sozialgesetzbuch (SGB XII „Sozialhilfe“). Dies waren 3,4% weniger Hilfebezieher als im Vorjahr…. (http://www.destatis.de/jetspeed/portal/cms/Sites/destatis/Internet/DE/Presse/pm/2010/10/PD10__391__221,templateId=renderPrint.psml)


Pressemitteilung Nr.377 vom 21.10.2010 - 764 000 Personen erhielten Ende 2009 Grundsicherung – Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes (Destatis) erhielten am Jahresende 2009 rund 764 000 volljährige Personen in Deutschland Leistungen der Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung nach dem 4. Kapitel des Zwölften Buches Sozialgesetzbuch (SGB XII „Sozialhilfe“)…. (http://www.destatis.de/jetspeed/portal/cms/Sites/destatis/Internet/DE/Presse/pm/2010/10/PD10__377__221,templateId=renderPrint.psml)

14.2.2011 - Städte so hoch verschuldet wie nie
Trotz des Wirtschaftsaufschwungs stecken die Kommunen in Finanznöten. Für 2010 verzeichnen sie ein Defizit von 9,8 Milliarden Euro, und die Schulden sollen weiter steigen…. Die schwerste Hypothek der städtischen Haushalte seien die immer weiter wachsenden Sozialausgaben… (http://www.zeit.de/politik/deutschland/2011-02/schulden-staedtetag-kommunen-2)

Unter Berücksichtigung der Demografie ist kein Rückgang (sondern ein prozentueller Anstieg bezogen auf die Erwerbsfähigen) der Leistungsempfänger im Rechtkreis (SGB II/SGBII) 2005 vs.2011 ersichtlich. So ist auch nicht nachvollziehbar transparent dargestellt, das neben der Gruppe der Maßnahmen Teilnehmer in der Regel auch die Gruppe der unter 25 jährigen und über 58 jährigen die Kranken und Arbeitslose die extern betreut werden aus der Statistik der Arbeitslosen verschwunden sind obwohl auch diese Personen arbeitslos sind.



(Erpressung am Arbeitsplatz - Wie Leiharbeiter ausgenutzt werden (http://frontal21.zdf.de/ZDFde/inhalt/14/0,1872,8144142,00.html)) den Ein Euro Jobs (Städte missbrauchen Ein-Euro-Jobs (http://www.derwesten.de/nachrichten/Staedte-missbrauchen-Ein-Euro-Jobs-id3995710.html)) und in der so genannten Bürgerarbeit diese Art der Beschäftigung ist und bleibt meines Erachtens Blendwerk und Menschenunwürdig. Wem außer der Politik der BA Zahlenstatistik oder den chronisch klammen Kommunen, ist diese Art der Beschäftigung hilfreich? Den/Der Arbeitslosen? Den/Der Steuerzahler/in ? George Fitzhugh (http://docsouth.unc.edu/southlit/fitzhughcan/bio.html) publizierte um 1854 ein Buch, in dem er sagte: „Einige Menschen sind mit einem Sattel auf dem Rücken geboren, und andere sind gestiefelt und gespornt, um diese zu reiten. Und es tut ihnen gut!“ Ist das der ideologische Grundgedanke der Ein Euro Jobs und der so genannten „Bürgerarbeit“ Wem nützt eine kreative Arbeitslosenstatistik, wenn diese nur aufgrund von Schätzungen, Hochrechnungen der BA und der statistischen Zählwiese eine Zahl der Arbeitslosen um 3 Millionen Personen ermittelt? Wie hoch wäre die Zahl der Arbeitslosen im April 2011 wenn diese mit den Grundlagen von 1992 gezählt würden?

Fragen über Fragen, der BA Bericht und die Politik (Frau von der Leyen) bleiben viele Antworten schuldig.

Meldungsübersicht

Aufschwung xxxl: Binnenkonsum - Deutschland verliert an Kaufkraft
ILO Vergleichsstudie: Vergleichsstudie Löhne in Deutschland sinken weiter

Global Wage Report 2010: Kurzfassung auf Deutsch (PDF, 578 kB) Neben den moderaten Tarifabschlüssen der vergangenen Jahre sind die Ausweitung des Niedriglohn-Sektors und die Zunahme von atypischen Beschäftigungsformen11 – wie Zeitarbeit und 400-Euro-Jobs – wesentliche Gründe für das schlechte Abschneiden Deutschlands… (http://www.dgb.de/themen/++co++7a01a332-0860-11e0-79f2-00188b4dc422)

ILO - International Labour Office (2010): Global Wage Report 2010/11: Wage Policies in Times of Crisis, Geneva. (http://www.webcitation.org/query?url=http%3A%2F%2Fwww.ilo.org%2Fwcmsp5%2Fgrou ps%2Fpublic%2F%40dgreports%2F%40dcomm%2F%40publ%2F documents%2Fpublication%2Fwcms_145265.pdf&date=2010-12-16)


30.12.2010, 11:52 Senioren Sozialexperten warnen vor steigender Altersarmut (http://www.focus.de/finanzen/altersvorsorge/senioren-sozialexperten-warnen-vor-steigender-altersarmut_aid_585929.html)

Kinderarmut in Deutschland besorgniserregend (http://www.noows.de/deutschland-bei-sozialer-gerechtigkeit-mittelmass-24619)

Schrumpfende Mittelschicht – Anzeichen einer dauerhaften Polarisierung der verfügbaren Einkommen? (http://www.diw.de/documents/publikationen/73/79586/08-10-1.pdf)

3. Armuts- und Reichtumsbericht der Bundesregierung (http://www.sfz.uni-mainz.de/2231.php)

Zahl der Privatinsolvenzen 2010 auf neuem Höchststand (http://www.google.com/hostednews/afp/article/ALeqM5gRmNY5x_Bylvl8HqulIWJkBgQRjQ?docId=CNG.d9724 3012bc9c3023d4adf8dc324d6ef.601)

weitere Hintergrundinfos

Zunahme von Niedriglöhnen - Experten warnen vor Folgen für das Sozialsystem (http://frontal21.zdf.de/ZDFde/inhalt/17/0,1872,8117745,00.html)

Statistisches Bundesamt - Pressemitteilung Nr.505 vom 22.12.2009 - Deutliches Defizit der Kommunen im ersten bis dritten Quartal 2009

Es handelt sich abermals um ein Paradoxon einerseits spricht der Staatsjournalismus vom „Jobwunder“ immerhin ist die Zahl der Arbeitslosen von rund 5 Millionen 2005 auf rund 3 Millionen 2010 gesungen (allerdings ist Zahl der 7 Mini-Jobber um 1,6 Millionen angestiegen anderseits Seit der Einführung von Hartz IV sind die Unterkunftskosten deutlich angestiegen: von 8,7 Milliarden Euro im Jahr 2005 auf voraussichtlich elf Milliarden Euro in diesem Jahr. (http://www.zeit.de/politik/deutschland/2010-07/hartz-IV-mietkosten)

Das Geschäft mit der Armut und den Armen

Ein Euro Jobs oder Bürgerarbeit oder Pflegehelfer das Geschäft mit der Armut der Armen blüht wie selten zuvor.
Mittlerweile tauchen in den Medien immer mehr Beispiele dubioser Sozialfirmen auf, zumeist gemeinnützige GmbHs. Für die Anbieter eröffnen sich viele Chancen, besonders lukrative Strukturen aufzubauen. (http://www.dradio.de/dkultur/sendungen/zeitfragen/1249341/)

Dienstmaserati und Traumrendite - Vom neuen Profitstreben in der Sozialarbeit

Manuskript zur Sendung als PDF-Dokument (http://www.dradio.de/download/124221/)

Audio - Podcast (http://www.dradio.de/aod/?station=3&broadcast=348697&datum=20100823&playtime=1282584600&fileid=87ddb29b&sendung=348697&beitrag=1249341&)

Die GmbH erlaubt viele Möglichkeiten Gewinne herauszuziehen - trotz Gemeinnützigkeit. Für Stefan Thyroke, Berliner ver.di-Betreuungssekretär für die Branche, ist der Bereich der freien Träger ein "Sumpfgebiet", in dem Fälle von Filz und Korruption fast alltäglich seien. (http://www.dradio.de/dkultur/sendungen/zeitfragen/1249341/)

...

Vielleicht hat Harald Ehlert den Fehler gemacht, sich als Propagandatrommler einer Entwicklung zu positionieren, die in einer seltsamen Unübersichtlichkeit abläuft. Staat, Wohlfahrtsverbände und gemeinnützige Gmbhs kooperieren diskret. (http://www.dradio.de/download/124221/)

Bei objektiver Betrachtung scheinen die neoliberalen Wahnideen der Obrigkeit anhand der Leistung/Nutzen Rechnung des Humankapitals ( der Bürger) immer deutlicher durch.

Quelle der Daten BA Bericht April 2011 (http://statistik.arbeitsagentur.de/Statischer-Content/Arbeitsmarktberichte/Monatsbericht-Arbeits-Ausbildungsmarkt-Deutschland/Monatsberichte/Generische-Publikationen/Monatsbericht-201104.pdf)

Erstellt von Sybilla am 28.04.11 12 Uhr 00
Jeder darf diesen Bericht unter Hinweis auf die Autorin frei verwenden

Sybilla
30.04.2011, 12:00
Die Fakten enthüllen, der medial inszenierte Aufschwung und der Beschäftigungsrekord sind nur eine Fatamorgana der „Hofberichterstattung“ der Staatsmedien im Sinne der Wirtschaft und der Politik.

Mit mehr als 1000 Tafeln auf der Schnellstraße zur Vollbeschäftigung ?


Wer in diesen Tagen aufmerksam die Meldungen der Staatsmedien verfolgt kann schnell den Eindruck gewinnen das diese weder objektiv noch überparteilich sondern tendenziös und einseitig berichten. Die Jubelarien vom endlos brummenden Wirtschaftswachstum und dem Arbeitsplatzboom der von Beschäftigungsrekord zu Beschäftigungsrekord eilt gleicht feinsinniger Propaganda die sich durch tägliche bzw. stündliche Wiederholung in die Gehirne und in das Unterbewusstsein der Zuseher und Zuhörer einbrennen soll. Die Beweihräucherung der neoliberalen politischen und wirtschaftlichen Nomenklatura also der Führungscliquen in Politik, Verwaltung, Wirtschaft und Gesellschaft wird in der „Berichterstattung“ der Staatsmedien augenscheinlich zum manifesten Brennpunkt der Information.


So sind die Einzelhandelsumsätze völlig überraschend und entgegen der Erwartungen von Experten auf breiter Front nicht nur ein- sondern erheblich weggebrochen.
Pressemitteilung Nr.167 vom 29.04.2011 Einzelhandelsumsatz im März 2011 real um 3,5% gesunken (http://www.destatis.de/jetspeed/portal/cms/Sites/destatis/Internet/DE/Presse/pm/2011/04/PD11__167__45212,templateId=renderPrint.psml) Von der in den Medien verkündeten Kauflust der Verbraucher ist nichts rein gar nichts zusehen.

Im Gegenteil:

Leben auf Pump: Immer mehr Verbraucher in Schuldenfalle - Viele Wege führen in die Schuldenfalle - und immer mehr Menschen tappen hinein. 110.000 Verbraucher meldeten im vergangenen Jahr Insolvenz an - so viele wie noch nie in Deutschland. (http://web.de/magazine/finanzen/geld/12685314-leben-auf-pump-immer-mehr-verbraucher-in-schuldenfalle.html#.A1000109)

Der in den Medien unermüdlich verkündete Aufschwung kommt den Arbeitnehmer/innen die jeden Tag früh aufstehen und zur Arbeit oder Minijob (7,3 Millionen) gehen offensichtlich nicht an.

So steht einer Inflationsrate – Pressemitteilung Nr.160 vom 27.04.2011 -Verbraucherpreise im April 2011: Voraussichtlich + 2,4% gegenüber April 2010 (http://www.destatis.de/jetspeed/portal/cms/Sites/destatis/Internet/DE/Presse/pm/2011/04/PD11__160__611,templateId=renderPrint.psml)
Eine marginale Steigerung der Tarifverdienste Pressemitteilung Nr.168 vom 29.04.2011 Tarifverdienste im Januar 2011: + 0,9% zum Januar 2010 (http://www.destatis.de/jetspeed/portal/cms/Sites/destatis/Internet/DE/Presse/pm/2011/04/PD11__168__622,templateId=renderPrint.psml) gegenüber. Die den Arbeitnehmer/innen die jeden Tag früh aufstehen und zur Arbeit oder Minijob (7,3 Millionen) gehen haben keineswegs mehr Netto vom Brutto sondern aufgrund der exorbitant hohen Preise für Kraftstoffe und Lebensmittel und aufgrund der Zusatzbeiträge diverser Krankenkassen trotz „Beschäftigungsrekord – 7, 3 Millionen Minijobs) noch weniger Netto vom Netto.

Aber in den Medien wachsen die Bäume des Aufschwungs in den Himmel, der Aufschwung brummt ohne Ende und das fabelhafteste ist das man ohne Berücksichtigung von Redundanzen (Mehrfachnennungen) leicht eine Zahl von über eine Million freier Arbeitsstellen fantasieren kann. Natürlich wird bei genauer Betrachtung sehr schnell klar, dass es sich dabei vielfach um Potemkinsche Dörfer der Propaganda der Arbeitnehmerfreizügigkeit in Europa ab dem 1. Mai 2011 handelt. Den Bürgerinnen und Bürgern wird ein Bedarf an Arbeitnehmern/Fachkräften suggeriert der sehr leicht und einfach mit den rund 7,5 Millionen Leistungsempfängern abgedeckt werden könnte. Allerdings wird durch die Arbeitnehmerfreizügigkeit in Europa der Billiglohnsektor weiterhin mit zusätzlichen Arbeitskräften versorgt.

Nein in Deutschland ist nichts in Ordnung, es ist nur ein medial inszeniertes Blendwerk.

Sybilla
07.05.2011, 14:22
Faktencheck Arbeitsmarkt: Auf Sand gebaut

Arbeitsministerin Ursula von der Leyen:
"Der deutsche Arbeitsmarkt ist aufnahmefähig wie ein Schwamm“

Auf Sand gebaut - Die Schattenseiten des Aufschwungs Die deutsche Wirtschaft steht gut da, doch immer mehr Menschen können von ihrer Arbeit nicht leben, jedes neunte Kind in Deutschland wächst in Armut auf, die Finanznot der Kommunen ist dramatisch. Eine Erkundung in den Niederungen des sozialen Alltags. Massenarbeitslosigkeit? Das war gestern. Laut Statistik gibt es immer weniger Arbeitslose, und die prognostizierten Wachstumsraten weisen in eine rosige Zukunft. Leiharbeit, prekäre Beschäftigung und andere staatlich subventionierte Arbeit werden dabei ausgeblendet. Angesagt ist Optimismus….. ( http://www.dradio.de/dkultur/sendungen/zeitfragen/1448136/)

Manuskript zur Sendung als PDF-Dokument Deutschland Radio Berlin Zeitfragen – Das Politische Feature Redaktion: Constanze Lehmann 2. Mai 2011 Auf Sand gebaut ? Die Schattenseiten des Aufschwungs Von Ruth Jung (http://www.dradio.de/download/137715/)

Audio zum Nachhören (http://www.dradio.de/aodflash/player.php?station=3&broadcast=348697&datum=20110502&playtime=1304357400&fileid=e2babbdf&sendung=348697&beitrag=1448136&/)

Der deutsche Arbeitsmarktschwamm saugt vor allem staatliche Subventionen für ergänzende Sozialleistungen (ALG II – Hartz IV) für 7, 3 Minijobber und eine außer Rand und Band geratene Leiharbeit und prekäre Beschäftigung auf. Wer weiß wie die Jobcenter – Kunden – in Arbeit vermitteln der weiß dabei setzen die „Arbeitsvermittler“ vor allem auf die Vermittlung in Minijobs und Leiharbeit und prekäre Beschäftigung. Das dadurch entstehende Problem der Familien – und Altersarmut wird durch den angesagten Optimismus völlig ausgeblendet.

Dieser Beitrag der „Zeitfragen“ des Deutschland Radio Berlin bestätigt meine Analyse der BA – Monatsberichte die ich Monat für Monat in verschiedenen Foren publiziere.

Sybilla
31.05.2011, 15:14
Deutschland: Arbeitsmarkt Mai 2011:

Die Zahlen für Mai 2011

BA Bericht Mai 2011 Seite 52

Zahl der registrierten Arbeitslosen 2.960.112 Personen
zusätzlich waren 1.272.059 Personen in arbeitsmarktpolitische Instrumente beschäftigt (BA – Bericht Mai 2011 Seite 84 Fußnote 3 Es ist von einer Untererfassung auszugehen, so haben bundesweit für 2010, Datenstand März 2011, nur ca. 68 % der Träger Daten zum Einsatz der komm. Eingliederungsleistungen (flankierende Leistungen) erfasst)

Unterbeschäftigung Mai 2011: (4.178.614 ) Personen Unterbeschäftigungsquote 9,8 %

7.255.830 Leistungsempfänger (Rechtkreis SGB II/SGB III):

darunter:
Arbeitslosengeld 775.320 Personen – Tendenz sinkend
erwerbsfähige Hilfebedürftige (Alg II) 4.725.140 Personen – Tendenz gleich bleibend
nicht erwerbsfähige Hilfebedürftige (Sozialgeld) 1.755.370 Personen - Tendenz gleich bleibend
( nicht berücksichtigt sind Leistungsempfänger von Wohngeld, Kinderzuschlag, Grundsicherung im Alter, Sozialhilfe SGB XII…)

(BA Bericht Mai 2011 Seite 20)
Außer den Leistungsempfängern gab es im Dezember noch 342.000 Arbeitslose, die im Berichtsmonat keine Geldleistungen aus der Arbeitslosenversicherung oder der Grundsicherung bezogen. Von allen Arbeitslosen erhielten 89 Prozent Leistungen

Im Dezember 2010 bezogen 2.828.000 Personen oder 51 Prozent Leistungen, ohne arbeitslos zu sein.

470.000 gemeldete Stellen, ... In saisonbereinigter Betrachtung haben die Stellenmeldungen ge-genüber dem Vormonat erneut abgenommen, und zwar um 8.000… Nach Wirtschaftszweigen differenziert beruht das Plus in der gleitenden Jahressumme zu mehr als der Hälfte auf Meldungen aus der Arbeitnehmerüberlassung (+254.000 oder +50 Prozent). (BA Bericht Mai 2011 Seite 10/11)

Der Erfolg am Arbeitsmarkt fußt auf prekärer Beschäftigung darunter über 7 Millionen Minijobs und rund 1 Millionen Personen die in Zeitarbeit beschäftigt sind.

Die Zahlenmystik der Ursula von der Leyen (http://www.youtube.com/watch?v=Pib6hyEYH60&feature=related)

Jubelnd-jaulende Hofhunde

Daß heute der größte Teil der Massenmedien seine Aufgabe darin sieht, sozusagen als Dauer-Ambulanz zur Lebensrettung der Regierung im 24-Stunden-Einsatz 365 Tage im Jahr tätig zu sein, darüber gibt es keinen Zweifel.... Auf dem Wege der Selbstgleichschaltung, der intellektuellen Selbstentmannung, hat man auf das Recht der Kritik verzichtet und hat sich in den Chor weitgehend jubelnd-jaulender Hofhunde eingereiht ... (http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-42891596.html)

Ist das ein Zitat von Karl Marx, Gregor Gysi oder von Sarah Wagenknecht?
Weit gefehlt das Zitat stammt von keinen geringeren als Franz Josef Strauß.

BA Bericht Mai 2011 Seite 23

Im Januar 2011 bezogen mit 1,35 Mio knapp 29 Prozent der erwerbsfähigen Leistungsbe-rechtigten in der Grundsicherung Einkommen aus Erwerbstätigkeit.



http://statistik.arbeitsagentur.de/Navigation/Statistik/Statistik-nach-Themen/Grundsicherung-fuer-Arbeitsuchende-SGBII/Bedarfe-Leistungen-Einkommen/Bedarfe-Leistungen-Einkommen-Nav.html

Die Bevölkerungsgruppe 0 – 65 Jahre

2005 waren 66.567.900 (http://www.destatis.de/jetspeed/portal/cms/Sites/destatis/Internet/DE/Content/Statistiken/Bevoelkerung/Bevoelkerungsstand/Tabellen/Content75/AltersgruppenFamilienstand,templateId=renderPrint. psml)Personen zwischen 0 und 65 Jahre alt.
0 – 15 Jahre 11.649.800 Personen 15 – 65 Jahre 54.918.100 Personen

2009 waren 64.900.400 (http://www.destatis.de/jetspeed/portal/cms/Sites/destatis/Internet/DE/Content/Statistiken/Bevoelkerung/Bevoelkerungsstand/Tabellen/Content75/AltersgruppenFamilienstand,templateId=renderPrint. psml) Personen zwischen 0 und 65 Jahre alt.
0 – 15 Jahre 11.022.600 Personen 15 – 65 Jahre 53.877.800

Die Zahl der Personen zwischen 0 und 15 Jahren (Rechtkreis SGB II/SGBIII)
verringerte sich zwischen 2005 und 2009 um 627.200 Personen.
Die Zahl der Personen zwischen 15 und 65 Jahren (Rechtkreis SGB II/SGBIII)
verringerte sich zwischen 2005 und 2009 um 1.040.300 Personen.

Das heißt die Entwicklung der Personenkreis der für den Rechtskreis (SGBII/SGBII) in Frage kommt ist vor allem durch die demografische Entwicklung bestimmt, die (Altersgruppe 0 - 65 ) hat such zwischen 2005 - 2009 um 1.667.500 Personen verringert der Arbeitsmarkt wurde erheblich entlastet.

Jubel, Trubel, Heiterkeit die deutschen Medien feiern, wieder unter 3 Millionen registrierte Arbeitslose, viele sprechen von der Schnellstraße zur Vollbeschäftigung – ich füge hinzu, leider mit über 1000 Tafeln.

Lügen mit Zahlen

http://www.dradio.de/dlf/sendungen/studiozeit-ks/1402530/
..."Denn wenn die Wirtschaft wächst, können wir auch mehr für das Soziale ausgeben. Wenn man sich die Zahlen anguckt, ist man völlig überrascht. Da ist nämlich die Sozialleistung überhaupt nicht gestiegen. Sie sind halt seit 1991 so um die 30 Prozent des Bruttoinlandsprodukts, worin wir unsere Wirtschaft messen. Und wenn man dann noch länger in die Vergangenheit zurückguckt, halt in den Bereich von Westdeutschland, dann ist es seit 1975, haben wir, geben wir konstant 30 Prozent für Soziales aus. Und jetzt wird der Schuh ein ganz anderer. Unsere sozialen Probleme sind seit 1975 massiv gewachsen. Wir geben aber anteilsmäßig genau so viel aus wie 1975. Also haben wir keinen Wildwuchs, sondern eine Beschneidung des Sozialen.".... (http://www.dradio.de/dlf/sendungen/studiozeit-ks/1402530/)

Lügen mit Zahlen - Audio mp3 (http://ondemand-mp3.dradio.de/file/dradio/2011/03/03/dlf_20110303_2010_afe25bec.mp3)

Viele Medien verkünden im Gleichklang mit euphorischer Jubel in triumphierender Einheit mit Politik und Wissenschaft das abermalige absinken der registrierten Arbeitslosigkeit unter die Zahl von 3 Millionen. Das dieser "Erfolg" vor allem aus der statistischen Definition von Arbeitslosigkeit entspringt wird in der Berichterstattung nur selten erwähnt. Aber die Statistik wurde dementsprechend gestaltet. Die Zahl der Leistungsempfänger (weit über 7 Millionen erhalten alleine ALGI, ALG II. Sozialgeld - ohne Personen die Kinderzuschlag oder Sozialhilfe oder Altersgrundsicherung erhalten) übertrifft diese Zahl um mehr als das doppelte.

Woran erkennt man moderne Sklaverei?

http://www.dradio.de/dlf/sendungen/studiozeit-ks/1431107/

Ob in der Landwirtschaft oder im Pflegebereich: Viele Menschen arbeiten sehr viel - für sehr wenig Geld.... Und dann wissen wir, dass die Zahl von den Frauen, die in den Haushalten arbeiten, dass das mit Sicherheit in die Zehntausende geht. Aber zählen können wir sie nicht." Wie viele Menschen in Deutschland für einen Hungerlohn und teilweise unter menschenunwürdigen Bedingungen arbeiten, darüber gibt es keine Statistik. Wer allerdings die Augen offen hält, kann Arbeitsausbeutung täglich beobachten, sagt Dorothee Frings...... (http://www.dradio.de/dlf/sendungen/studiozeit-ks/1431107/)

Woran erkennt man moderne Sklaverei? - Audio mp3 (http://ondemand-mp3.dradio.de/file/dradio/2011/04/07/dlf_20110407_2035_da958a32.mp3)

Zurzeit gibt es in D rund 7,3 Millionen Personen mit Minijob (400 €) und ca. 1 Millionen Personen in Leih und Zeitarbeit.
TARIF: Regale füllen für 1,86 Euro die Stunde - Die Gewerkschaften beklagen die Ausweitung des Niedriglohnsektors.Tatsache ist allerdings, dass in Deutschland nach jüngsten Statistiken der Bundesagentur für Arbeit knapp 4,5 Millionen Menschen im sogenannten Niedriglohnsektor arbeiten. (http://www.maerkischeallgemeine.de/cms/beitrag/12072446/485072/Die-Gewerkschaften-beklagen-die-Ausweitung-des-Niedriglohnsektors-Regale.html) „Heute Niedriglohn, morgen Altersarmut“

Aber Arbeitsministerin Ursula von der Leyen meint:
"Der deutsche Arbeitsmarkt ist aufnahmefähig wie ein Schwamm“
Zuletzt gebetsmühlenartig im Morgenmagazin von ARD und ZDF vom 31.05.11 vorgetragen.

Der BA Jobbörse (http://jobboerse.arbeitsagentur.de/vamJB/startseite.html?kgr=as&aa=1&m=1&vorschlagsfunktionaktiv=true) sind mit Redundanzen (Mehrfachnennungen einer Stelle) 818.175 Stellen bekannt hingen der Arbeitsministerin Ursula von der Leyen laut ihrer Aussage im ARD und ZDF Morgenmagazin 31.05.11 über 1 Million offene Stellen bekannt sind.

Dieser Arbeitsmarkt also der Arbeitsmarkt der Minijobs und Niedriglohnsektor wie Leiharbeit waren immer aufnahmefähig wie ein Schwamm. Allerdings führt diese Art der Beschäftigung (Stundenlöhne unterhalb von 10 €) auf direkten Weg in die Altersarmut, Familienarmut und Kinderarmut.

http://www.boeckler.de/img_struktur/home_imp_2011_02.gif

Auf Sand gebaut - Die Schattenseiten des Aufschwungs

http://www.dradio.de/dkultur/sendungen/zeitfragen/1448136/

Auf Sand gebaut - Die Schattenseiten des Aufschwungs... (http://www.dradio.de/dkultur/sendungen/zeitfragen/1448136/)

Manuskript zur Sendung als PDF-Dokument Deutschland Radio Berlin Zeitfragen – Das Politische Feature Redaktion: Constanze Lehmann 2. Mai 2011 Auf Sand gebaut ? Die Schattenseiten des Aufschwungs Von Ruth Jung (http://www.dradio.de/download/137715/)

Audio zum Nachhören (http://www.dradio.de/aodflash/player.php?station=3&broadcast=348697&datum=20110502&playtime=1304357400&fileid=e2babbdf&sendung=348697&beitrag=1448136&/)


Studie Armut trotz Arbeit nimmt zu - In Deutschland fallen immer mehr Arbeitnehmer unter die Armutsgrenze. (http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,758258,00.html)

7,3 Millionen Mini-Jobber - Ansteigende Armut im Aufschwung - Der Boom der Billiglohnarbeitsplatze immer mehr Arbeitnehmer die jeden Tag früh aufstehen und zur Arbeit gehen leben in Armut oder sind armutsgefährdet.

Die Bundesagentur für Arbeit (BA) zählte Ende September 2010 gut 7,3 Millionen Mini-Jobber. Das sind fast 1,6 Millionen mehr als 2003, damals lockerte die rot-grüne Bundesregierung die Regeln für diese Beschäftigungsform. (http://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/kritik-von-forschern-und-gewerkschaften-aerger-im-land-der-minijobber-1.1088925)


Sybillas Kommentar

Das Ziel der Vollbeschäftigung also dem ureigenen Bedürfnis eines Menschen, das ein Erwerbstätiger von seiner Hände Arbeit auch eine selbst-bestimmte Existenz für sich und seine Familie (ohne ergänzende Hartz IV ALG II Leistungen) gestalten möchte/können muss, bleibt auch im „Aufschwung der Mini und Billigjobs“ am deutschen Arbeitsmarkt ein unerfülltes Ziel, das Ziel wurde von der Politik und teilen der Gesellschaft augenscheinlich aufgegeben. Das Ziel der Arbeitsmarktreform der Politik und teilen der Gesellschaft ist das jeder Arbeitslose irgendwie in Ein Euro Job; Bürgerarbeit; Maßnahmen, Minijobs oder im Niedriglohnbereich der Zeitarbeit beschäftigt wird. In der Regel verlautbart der BA unter großem euphorischem oder gar hysterischem Jubel der jubelnd-jaulenden Hofhunde also der öffentlich rechtlichen Staatsmedien und vieler Print-Medien, dass die statistisch erfasste Zahl der Arbeitslosen wieder unter 3 Millionen gesunken ist. Auf mich wirkt diese Szenerie nahezu hysterisch. Der Plan ist zwar wie von der Politik gewünscht im Sinne der veröffentlichten Zahlen übererfüllt. Aber viele vermuten (siehe Kommentare der Online Artikel) das die Zahlen zur Erwerbstätigkeit und zur Arbeitslosigkeit in den BA Berichten verkürzt wiedergegeben und von der Politik und den Medien einseitig tendenziös interpretiert werden. Ich vermute gar, die Statistik des Arbeitsmarktes gleicht einen potemkinsches Dorf, sie wird durch das Herausrechnen vieler Arbeitsloser (Ein Euro Jobber; Bürgerarbeiter, 0 Euro Praktikanten...) und mit 7,3 Millionen Mini-Jobber fein herausgeputzt, um den tatsächlichen Zustand des Arbeitsmarktes zu verbergen. Oberflächlich wirkt die Statistik durch die Zahl der Unterbeschäftigten ausgearbeitet und beeindruckend, es fehlt ihr aber an Substanz.

So wird reißerisch und triumphal ein Beschäftigungsrekord und ein Rekord der offenen Stellen verlautbart aber gleichzeitig wurden zum einem die Beiträge für die GKV auf 15,5 % + Zusatzbeiträge diverser Krankenkassen angehoben und zum anderen sind immer mehr Krankenkassen trotz „Arbeitsmarktwunder“ von der Insolvenz bedroht. Wenn es tatsächlich einen Beschäftigungsrekord der sozialversicherungspflichtigen Arbeitsverhältnisse geben würde, dann dürften die Beiträge zur GKV nicht steigen sondern die GKV Beiträge müssten sinken. Wem hilft ein Beschäftigungsrekord der mit 0 € Praktika, 1 € Jobs, Bürgerarbeit, Beschäftigung- und Übfirmen sowie mit 7,3 Millionen Mini-Jobber erreicht wurde. ?

Seit 1992 sind die Einkommen der ärmsten 10 Prozent der Bevölkerung um 13 Prozent gesunken, die Einkommen der reichsten 10 Prozent hingegen um 31 Prozent gestiegen. Innerhalb von drei Jahren hat sich die Zahl der in Armut lebenden Kinder verdoppelt. Und die Zahl der Menschen, die Grundsicherung im Alter beantragt haben, wächst kontinuierlich (http://www.vdk.de/perl/cms.cgi?ID=nd18047)

Was haben ergänzendes Hartz IV/ALG II und Kobraschwänze gemein

Viele dachten und manche „Experten“ forderten ein Kombilohnmodel (ergänzendes ALG II/Hartz IV) zur Reduzierung die Arbeitslosigkeit in D. Als in den 1930ern Indien von einer Kobrainvasion heimgesucht wurde, setzten die Behören eine Fangprämie auf Kobraschwänze aus, was dazu führte das Kobraschlange gezüchtet wurden, aber deren Reduzierung nicht förderte.

Den gleichen Effekt ist nun am Arbeitsmarkt zu beobachten, mit ergänzenden ALG II Leistungen züchtet der Arbeitsmarkt Kombilohnarbeitsplätze, aber die Zahl der Leistungsempfänger wird dadurch kaum reduziert, die Belastung der Kommunen und die Belastung der Solidargemeinschaft der Steuerzahler steigt weiter an. Die Sozialkassen verlieren Einnahmen.

Renteversicherung: Altersarmut, sinkende Beiträge, Mini-Rentenerhöhungen (http://www.finanzzeug.de/renteversicherung-altersarmut-sinkende-beitraege-mini-rentenerhoehungen-28280)

Das Fazit ergänzende Hartz IV/ALG Leistungen setzen die falschen Anreize, besser wäre es die Arbeitgeber zur Schaffung von sozialversicherungspflichtiger Arbeit zu motivieren, somit würden die Kommunen und die Solidargemeinschaft der Steuerzahler entlastet, auch die Sozialkassen profitieren mehr von sozialversicherungspflichtiger Arbeit als von Niedriglöhnen.

Zahl der Erwerbstätigen

Als Erwerbstätigkeit zählt: Tätigkeit (Mini-Job) einem Ein-Euro-Job nachgehen und Personen in Mutterschutz oder Elternzeit....!!!

Erwerbstätige - Definition der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) (http://de.wikipedia.org/wiki/Erwerbst%C3%A4tigkeit)

Und selbstverständlich wird die die Zahl der Erwerbstätigen ebenso wie die Zahl der Arbeitslosen nicht durch genaues zählen sondern durch Hochrechnungen und Schätzungen ermittelt.

Die Erwerbstätigenzahlen der Erwerbstätigenrechnung stützen sich auf eine Vielzahl von statistischen Quellen, um möglichst alle verfügbaren Datenquellen in die Schätzung einfließen zu lassen. (http://www.destatis.de/jetspeed/portal/cms/Sites/destatis/Internet/DE/Content/Publikationen/STATmagazin/Arbeitsmarkt/2008__1/WW__ErwerbstaetigeVGR,templateId=renderPrint.psml)

Die manipulative Propaganda-Aussage das die Erwerbstätigkeit und die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung auf immer neue Höchststände steigt, können Sie guten Gewissens der Pipi Langstrumpf Welt der Märchen und Mythen zuordnen.

Die Krux ist, das trotz des „Erfolgs der Minijobs und Niedrigjobs“ am Arbeitsmarkt. Alleine die finanziellen Mehrausgaben der Kommunen und des Bundes seit 2005 sprechen eine deutliche Sprache, das angestrebte Ziel der Entlastung der Sozialhaushalte wurde trotz des „Erfolgs“ nicht nur nicht erreicht sondern das die Sozialhaushalte der Kommunen mit der Einführung von Hartz IV sprichwörtlich - wie die Zahl der Personen in Armut/Armutsgefährdung – sind ebenso wie die Minijobs und Billigjobs explodiert.

In einen Satz die Gemeinschaft der Steuerzahler zahlt in Hartz IV mehr ein aber viele ALG II Leistungsempfänger erhalten weniger. (als 2004)
Das Geld versickert in Arbeitsmarkt-Maßnahmen (Bürgerarbeit/Ein Euro Job/ ...) und ergänzenden ALG II/ Hartz IV Zahlungen von ca. 1,4 Millionen Personen (Minijobber, Leih und Zeitarbeit, prekäre Beschäftigung...)

Grundsatz der Hartz IV - Ideologie
„Ein Arbeitsloser ist solange an seiner Arbeitslosigkeit selbst schuld, bis er das Gegenteil beweisen kann“

Fazit der Zahlen

Der Vergleich der Leistungsempfänger Personen(ALG; ALHI) von Dezember 2004 (Im BA Bericht Dezember 2004 wird die Zahl der Leistungsempfänger auf Seite 24 mit 4.321.000 Personen beziffert)
Im Mai waren 7.255.830 Personen im Leistungsbezug (ALG I, ALG II, Sozialgeld) Das ist ein Plus von über 3 Millionen Personen oder ca. 70 %

Pressemitteilung Nr.391 vom 28.10.2010 -314 000 Personen erhielten Ende 2009 Hilfe zum Lebensunterhalt – Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes (Destatis) erhielten zum Jahresende 2009 in Deutschland rund 314 000 Personen laufende Hilfe zum Lebensunterhalt nach dem 3. Kapitel des Zwölften Buches Sozialgesetzbuch (SGB XII „Sozialhilfe“). Dies waren 3,4% weniger Hilfebezieher als im Vorjahr…. (http://www.destatis.de/jetspeed/portal/cms/Sites/destatis/Internet/DE/Presse/pm/2010/10/PD10__391__221,templateId=renderPrint.psml)


Pressemitteilung Nr.377 vom 21.10.2010 - 764 000 Personen erhielten Ende 2009 Grundsicherung – Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes (Destatis) erhielten am Jahresende 2009 rund 764 000 volljährige Personen in Deutschland Leistungen der Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung nach dem 4. Kapitel des Zwölften Buches Sozialgesetzbuch (SGB XII „Sozialhilfe“)…. (http://www.destatis.de/jetspeed/portal/cms/Sites/destatis/Internet/DE/Presse/pm/2010/10/PD10__377__221,templateId=renderPrint.psml)

14.2.2011 - Städte so hoch verschuldet wie nie
Trotz des Wirtschaftsaufschwungs stecken die Kommunen in Finanznöten. Für 2010 verzeichnen sie ein Defizit von 9,8 Milliarden Euro, und die Schulden sollen weiter steigen…. Die schwerste Hypothek der städtischen Haushalte seien die immer weiter wachsenden Sozialausgaben… (http://www.zeit.de/politik/deutschland/2011-02/schulden-staedtetag-kommunen-2)

Unter Berücksichtigung der Demografie ist kein Rückgang (sondern ein prozentueller Anstieg bezogen auf die Erwerbsfähigen) der Leistungsempfänger im Rechtkreis (SGB II/SGBII) 2005 vs.2011 ersichtlich. So ist auch nicht nachvollziehbar transparent dargestellt, das neben der Gruppe der Maßnahmen Teilnehmer in der Regel auch die Gruppe der unter 25 jährigen und über 58 jährigen die Kranken und Arbeitslose die extern betreut werden aus der Statistik der Arbeitslosen verschwunden sind obwohl auch diese Personen arbeitslos sind.

Quelle der Daten BA Bericht Mai 2011 (http://statistik.arbeitsagentur.de/Statischer-Content/Arbeitsmarktberichte/Monatsbericht-Arbeits-Ausbildungsmarkt-Deutschland/Monatsberichte/Generische-Publikationen/Monatsbericht-201105.pdf)

Erstellt von Sybilla am 31.05.11 12 Uhr 00
Jeder darf diesen Bericht unter Hinweis auf die Autorin frei verwenden

Sybilla
30.06.2011, 11:44
Deutschland: Arbeitsmarkt Juni 2011:

Arbeitslosenzahlen wurden schon lange geschönt, auch im Jahre 2011 gibt es eine Statistik der Politik und eine Realität der Lebenswirklichkeit.

ZEW-Konjunkturerwartungen deutlich gesunken - Mannheim (dpa) - Die Konjunkturaussichten für Deutschland haben sich nach Einschätzung von Finanzexperten wegen der Griechenlandkrise und negativer Nachrichten aus den USA eingetrübt. ( http://newsticker.sueddeutsche.de/list/id/1169899)


Rund 1, 5 Millionen Arbeitslose werden in der Statistik versteckt. Viele Medien - Franz Josef Strauss nannte diese einmal:“jubelnd-jaulende Hofhunde“ (http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-42891596.html) verkünden im medialen Gleichklang mit euphorischem Jubel, in triumphierender Einheit mit Politik und Wissenschaft. Das abermalige absinken der registrierten Arbeitslosigkeit, auf den niedrigsten Stand seit fast 20 Jahren. Manche Früh- und Morgenmagazine konnte es nicht abwarten, bis die BA die offiziellen Zahlen mitteilt. Sie meldeten im vorauseilenden Gehorsam bereits die Schätzung von „Experten“ die ein absinken der offiziell gezählten Arbeitslosigkeit um 80.000 Personen (tatsächlich sind es laut BA nur 67.000 Personen) beinhaltet. Dass dieser "Erfolg" vor allem der Jahreszeit und aus der statistischen Definition von Arbeitslosigkeit entspringt, (Die Definition von Arbeitslosigkeit von1992 ist mit der Definition von Arbeitslosigkeit 2011 keinesfalls vergleichbar) wird in der Berichterstattung nur selten erwähnt. Aber die Statistik wurde dementsprechend gestaltet. Die Zahl der Leistungsempfänger, über sieben Millionen Personen, erhalten alleine ALGI, ALG II. Sozialgeld, ohne Personen die Kinderzuschlag, Sozialhilfe SGB XII oder Altersgrundsicherung erhalten, übertrifft die Zahl der Leistungsempfänger nach SGB II die Zahl der offiziellen Arbeitslosen um mehr als das doppelte.


Unter 3 Millionen Arbeitslose und so (http://www.youtube.com/watch?v=v3Mi5FlrpoU)

Diese Gruppen werden nach wie vor in der BA Statistik versteckt.

Die offiziellen BA - Zahlen für Juni 2011

BA Bericht Juni 2011 Seite 51

Zahl der registrierten Arbeitslosen ist laut BA nun doch nur wie zu dieser Jahreszeit üblich um rund 67.000 Personen auf 2.893.341 Personen gesunken.
zusätzlich waren 1.262.470 Personen in arbeitsmarktpolitische Instrumente beschäftigt (BA – Bericht Juni 2011 Seite 83 Fußnote 3 Es ist von einer Untererfassung auszugehen, so haben bundesweit für 2010, Datenstand März 2011, nur ca. 68 % der Träger Daten zum Einsatz der komm. Eingliederungsleistungen (flankierende Leistungen) erfasst)

Die offizielle BA Zahl der Unterbeschäftigung für Juni 2011: verharrt bei über 4 Millionen (4.079.599 ) Personen Unterbeschäftigungsquote 9,6 %

7.159.953 Leistungsempfänger (Rechtkreis SGB II/SGB III):

darunter:
Arbeitslosengeld 738.177 Personen
erwerbsfähige Hilfebedürftige (Alg II) 4.676.674 Personen
nicht erwerbsfähige Hilfebedürftige (Sozialgeld) 1.745.102 Personen
( nicht berücksichtigt sind Leistungsempfänger von Wohngeld, Kinderzuschlag, Grundsicherung im Alter, Sozialhilfe SGB XII…)

(BA Bericht Juni 2011 Seite 9/10)

480.000 gemeldete Stellen, ... In saisonbereinigter Betrachtung haben die Stellenmeldungen gegenüber dem Vormonat um 7.000 zugenommen, nach -7.000 im Mai und -2.000 im April. Nicht saisonbereinigt wurden im Juni 205.000 Arbeitsstellen neu gemeldet, … Nach Wirtschaftszweigen differenziert beruht das Plus in der gleitenden Jahressumme zu mehr als der Hälfte auf Meldungen aus der Arbeitnehmerüberlassung (+238.000 oder +45