Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : "Hitlers Gegner und Gönner" - waren manche Feinde Hitlers schlimmer als er?
Vorbemerkung: Es geht mir nicht darum, Adolf Hitler und die Nazis in irgendeiner Weise zu relativieren, zu verharmlosen oder gar schön zu reden. Ich halte den A. H. für einen gefährlichen Irren und alte und neue Nazis für Verräter am deutschen Volk und Verbrecher an der Menschheit.
Adolf und seine Paladine haben sozusagen 12 Jahre blutige Party gemacht und als es dann hieß "party is over", haben sie sich die Kugel gegeben, um sich den Folgen ihres Tuns zu entziehen. Das war nicht einmal ein mieses und *** Projekt in der Art von Sowjetrussland oder Rotchina, das war gar kein Projekt!
Aber gerade diese ... "flüchtige" Natur des Nazi-Regimes weckt die Frage nach Hintermännern und Nutznießern. Das Gerede vom Nazi-Wahn mag ich da auch nicht hören. Irre landen gewöhnlich in der Psychiatrie oder der Gosse. Nicht an der Spitze eines Staates.
Dass der A. H. da von Kräften hin gehievt wurde, die später in lautstarkes Gegacker über die Folgen für Deutschland und die Verbrechen an anderen Völkern ausbrachen, halte ich für erwiesen.
Was die Konstellationen um die Nazi-Führung betrifft, so sehe ich da zwei große Gruppen:
1. Den Widerstand aus Überzeugung
Bei der Linken und der Arbeiterbewegung war das IMHO von Anfang an so. Ebenso bei einigen Gegnern Hitlers auf der Rechten resp. den "Nationalrevolutionären". Sie alle eint IMHO, dass sie von Anfang an kein Deutschland unter der Führung Hitlers wollten.
Während der Nazi-Diktatur stießen dazu noch Menschen, die im System lebten, vielleicht sogar in ihm aufwuchsen und von ihm geprägt wurden, die aber der Ekel vor seinen Verbrechen zu Gegnern Hitlers machte. Menschen, die sich für brave Reichsbürger hielten und auch immer schön römisch grüßten, gerieten vielleicht wegen Lappalien und nicht einmal gewollt in Opposition zu einem System, das bedingungslose Gefolgschaft für jeden Schwachsinn forderte.
2. Die Feindschaft aus Opportunismus
Sie ist IMHO nicht leicht vom Widerstand aus Überzeugung abzugrenzen, die Übergange sind fließend. Handelten die Verschwörer des 20. Juli aus Überzeugung oder aus Opportunismus.
Der Opportunismus wird aber bei den Gestalten manifest, die nach dem Untergang des Dritten Reiches von Mitläufern und Unterstützern des NS plötzlich zu Amnesikern oder gar Widerstandkämpfern mutierten.
Den Kern des Opportunismus möchte ich so fassen:
1. Man unterstützte Hitler, tat nichts gegen die Verbrechen der Nazis, profitierten vom System oder beteiligte sich sogar an Verbrechen.
2. Der Wendepunkt kam nicht aus einer im weitesten Sinne moralischen Entscheidung - einen Verbrecher und Totengräber Deutschlands zu beseitigen - sondern daraus, dass A. H. und die Nazis den eigenen Interessen nicht mehr nützten oder sie bedrohten.
Eigentlich sprachen schon viele Maßnahmen der Nazis in den 30er Jahren dafür, zu ihnen auf Distanz zu gehen: die Entrechtung der Juden, Repression und Terror (wieso überall KZs, wenn der Führer doch angeblich so vom Volke geliebt wurde?), die Verfolgung von Homosexuellen, die Ermordung von Gegnern und Behinderten.
Aber Homosexuelle wurden in der BRD noch bis 1969 verfolgt, ebenso viele Jahre lang Kommunisten. Das spricht nicht gerade für eine aus moralischen Erwägungen gespeiste Gegnerschaft gegen Hitler bei vielen Konservativen.
Ich wage da folgende Vermutung: Hitler und die Nazis wurde von einer reaktionären Kamarilla aus konservativen Politikern der Weimarer Republik und Teilen des Kapitals an die Macht gehievt. Ihr Auftrag: die Arbeiterbewegung zerschlagen und die gesellschaftliche Öffnung der Weimarer Republik wieder zunichte machen. Deutschland als Menschenfarm für hochnäsige reaktionäre Junker und Herrenreiter sowie Standort des Kapitals wieder aufwerten. Dazu das Deutsche Reich, das die anderen imperialistischen Staaten zerschlagen wollten, wieder auf Augenhöhe mit seinen Kontrahenten bringen.
Hitler ging als Agent oder Partner oder wasauchimmer des Kapitals und des reaktionären Bürgertums nicht nur gegen die Linke und gegen die Arbeiter vor, sondern "säuberte" auch die Rechte von nationalrevolutionären Bestrebungen. Nicht zu vergessen, dass er den lästigen Rivalen Röhm auch liquidieren ließ, um sein Bündnis mit dem Kapital und den reaktionären Eliten nicht zu gefährden.
Nur wurde der Irre aus Braunau denen unheimlich, die ihn selbst an die Macht gebracht haben. Er selbst war zu unberechenbar und die Vorstellung, dass die Nazi-Party Jahrzehnte dauern könnte, mag in den Herrensalons auch nicht gerade für frohe Stimmung gesorgt haben.
Ich denke, die herrschende Klasse wäre Hitler und seine Paladine gern zeitig los geworden und hätte die ihnen nützenden Aspekte des Faschismus beibehalten! Hätten diese Kreise Hitler und die Nazis gestürzt, wäre das Ergebnis nur ein System, das anders genau so schlimm gewesen wäre:
Weiterhin Unterdrückung der Arbeiterbewegung und der Linken - vielleicht hätte man Hitler und die Nazis wegen ihrer Ideen von der Volksgemeinschaft auch zu "Linken" erklärt.
Weiterhin geistige Enge, patriarchales Familienbild und Verfolgung von Homosexuellen.
All die Konzessionen an die Massen, die es nach '45 wegen des Drucks der Arbeiterbewegung und des Ostblocks gab, wären ausgeblieben. Der einfache Mensch im reaktionären Postfaschismus wäre so arm und dumm gehalten worden, wie es sich mit den Interessen eines rigiden Obrigkeitsstaates und eines gierigen Kapitals gerade noch vereinen lässt. Wenn der Stauffenberg wirklich an das heilige deutsche Vaterland geglaubt hat, hätte ihn in so einem System reaktionärer Zyniker vermutlich bald der Fangschuss ereilt. Das Deutsche Reich wäre vermutlich zusammen mit Italien und Franco-Spanien Teil einer "Heiligen Allianz gegen den Bolschewismus" geworden.
Im übrigen bin ich der Meinung, dass sich die Volksgenossen auch für den Fall eines Sieges Hitlerdeutschlands und seiner Verbündeten über die Sowjetunion auf so einen bigotten Postfaschismus hätten "freuen" können. Die bürgerlichen Kreise und das Kapital hättes es gerade angesichts der Zerschlagung der ihnen verhassten SU für hoch an der Zeit gefunden, den A. H. und seine Mannen zu entfernen. Ihre unsäglichen Verbrechen wären "entdeckt" worden und der Bürgermob hätte ein Geschrei erlogenen Entsetzens und falscher Betroffenheit angestimmt. Ende wie oben.
Randle P. McMurphy 18.05.2009, 13:55 Ganz ehrlich - ich habe nicht die Bohne kapiert was Du uns überhaupt sagen
möchtest. :giggle:
Zudem ist mir diese anti-nationale-Selbstkasteiung im ewigen Bezug zu
Adolf Hinkel aufgefallen.
Wenn das Dein historisches Bild Deiner Heimat ist - Prost Mahlzeit.
Auch Georg Elser und der von mir viel zitierte Götz von Berlichingen
waren Deutsche, genau wie Marx oder Luther.
Also laß diech nicht immer durch Öberflächlichkeiten täuschen.
Wie bei einer Kartoffel. Wenn der Dreck mal weggekratzt ist kommt
was total Leckeres zum Vorschein.
Also laß diech nicht immer durch Öberflächlichkeiten täuschen.
Wie bei einer Kartoffel. Wenn der Dreck mal weggekratzt ist kommt
was total Leckeres zum Vorschein.
Wie schaut es denn mit der Kartoffel nicht oberflächlich betrachtet tatsächlich aus, so mit Pelle und roh?;)Lecker oder was?
Randle P. McMurphy 22.05.2009, 10:21 Geschält & geschnitten mit Butter & Speck in der Pfanne.
Dieser Anblick ist mir am Liebsten. :happy:
Back to Topic: Hitler ist nicht mit seiner Schar aus der Hölle emporgestiegen.
Er ist das Produkt seiner Zeit und seines Umfeldes. Ein Katalysator.
Ich denke das weder die NSDAP noch der zweite Weltkrieg vermeidbar gewesen
wären.
Geschält & geschnitten mit Butter & Speck in der Pfanne.
Dieser Anblick ist mir am Liebsten. :happy:
Back to Topic: Hitler ist nicht mit seiner Schar aus der Hölle emporgestiegen.
Er ist das Produkt seiner Zeit und seines Umfeldes. Ein Katalysator.
Ich denke das weder die NSDAP noch der zweite Weltkrieg vermeidbar gewesen
wären. Auch Apfel und Voigt sind Produkte ihrer Umwelt und einer chronisch rechtsblinden CDU, nur werden sie nie das erreichen, was Hitler wurde, denn dazu fehlen alle Voraussetzungen und die Mehrheit des Volkes ist auch nicht sehr begeistert von den Neonazis, von denen sich einige sogar direkt am GröFaZ orientieren und ihn noch immer verehren. Waffen im Parlament und pädophile Fotos auf deren Computer tun ihr Übriges, um die Sympathie nicht allzu groß werden zu lassen.. Ich hoffe mal, es wird so bleiben, aber Neonazis sind ja noch nie durch zu große Lernfähigkeit aufgefallen, denn sonst wären es ja keine.
Randle P. McMurphy 25.05.2009, 08:37 Ich hoffe mal, es wird so bleiben, aber Neonazis sind ja noch nie durch zu große Lernfähigkeit aufgefallen, denn sonst wären es ja keine.
Dein Wort in Gottes Ohr Meister,
ich kann mich noch daran erinnern als bei uns in den Landtagswahlen
die REP ein zweistelliges Ergebnis (10,9 %) bekamen. :nono:
Protestwähler - sagte man damals und das waren noch bessere Zeiten als Heute.
Auch Apfel und Voigt sind Produkte ihrer Umwelt und einer chronisch rechtsblinden CDU, nur werden sie nie das erreichen, was Hitler wurde, denn dazu fehlen alle Voraussetzungen und die Mehrheit des Volkes ist auch nicht sehr begeistert von den Neonazis, von denen sich einige sogar direkt am GröFaZ orientieren und ihn noch immer verehren. Waffen im Parlament und pädophile Fotos auf deren Computer tun ihr Übriges, um die Sympathie nicht allzu groß werden zu lassen.. Ich hoffe mal, es wird so bleiben, aber Neonazis sind ja noch nie durch zu große Lernfähigkeit aufgefallen, denn sonst wären es ja keine.
Ich habe mit einer Freundin mal durchdiskutiert, was für "Erfolge" rechte Systeme aller Art in den letzten 100 Jahren hatten:
Portugal unter dem faschistischem Salazar-Regime bis Mitte der 1970er Jahre: das meiste Geld ging für Kriege in den Kolonien drauf, die sie trotzdem verloren. Portugal wurde zum Armenhaus Europas und die Portugiesen mussten selbst zu den Spaniern aufschauen, weil bei ihnen alles marode war.
Spanien unter Franco: eine erzreaktionäre Gesellschaftspolitik, meines Wissens seit den 1960er Jahren eine gewisse "Liberalisierung", aber noch immer barbarische Maßnahmen (Hinrichtung mit der Garotte). Mit Franco starb auch sein System, nachdem er IMHO die politische und gesellschaftliche Entwicklung Spaniens um Jahrzehnte zurück geworfen hat.
Italien unter Berlusconi: der wird selbst von Rechten als Verbrecher geschmäht und das Chaos geht unter ihm munter weiter. Warum sind beim Erdbeben in L'Auqileia in den Abruzzen so viele Häuser eingestürzt? Solche Fragen sind für Berlusconi ebenso Nestbeschmutzung wie für das Regime in China, wo es letztes Jahr ein Erdbeben gab.
Italien unter Mussolini: hätte funktionieren können, wenn er nicht zum bornierten und lernunfähigen Rechten geworden wäre. So trat Italien im Ersten Weltkrieg auf Betreiben Mussolinis an der Seite der Entente in den Krieg ein. Aaaber die Mittelmächte brachten Italien an den Rand der Kapitulation, die nur durch Eingreifen der Entente abgewendet werden konnte. Das hat Mussolini nicht von seiner Kriegstreiberei und seinem Größenwahn geheilt. Worauf es kam wie es kam ...
Die USA unter Reagan, Bush senior und junior: Die Schere zwischen Arm und Reich klafft immer weiter auseinander. Die Reichen werden reicher - war ja auch sinn der Übung. Dito bei
Englang unter Margaret Thatcher: "We Germans buy the englisch industries and close them", sagte vor zehn Jahren mal ein Kollegen von mir zu einem Briten. Tolle Erfolge der Tories.
Chile unter Pinochet und andere rechte Militärdiktatoren in Lateinamerika: "Eigentlich hatten nur die Oberschicht und das Militär was davon." Das Volk verarmte und wurde terrorisiert.
Russland unter Putin: IMHO mittlerweile schlimmer als zu Sowjetzeiten und das will schon was heißen.
Deutschland unter Hitler wirft nur zwei Fragen an die Fans des A. H. auf:
1. wie kann es sein, dass sein Tausendjähriges Reich schon nach 12 Jahren vorbei war?
2. warum freuen sich doch selbst in Deutschland die meisten Menschen darüber, dass es so schnell vorbei war?
Fazit: Rechte reden gern von Zucht und Ordnung, aber in ihren Systemen ist das immer nur für die breite Masse da. Die dann nichts mehr zu sagen hat und rechtlos ist. Die Prinzipien rechter Systeme gelten aber nie für die rechten Machthaber und ihren Anhang selbst. Da war quer durch die Bank - von soft bis hart - immer nur Prinzipienlosigkeit und Willkür angesagt.
Rechte haben nie ein Projekt oder eine Ordnung zustande gebracht, die auch nur ein Menschenalter hielt und angesichts der Natur des rechten Denkens und Handelns ist das auch gut so!
Wobei ich gar nicht leugnen will, dass ich selbst manchmal "rechte" Gedanken habe. Die Welt und die Menschen sind scheiße und umbringen ist manchmal wirklich nur Abfallbeseitigung. Vornehm ausgedrückt ist das wohl "anthropologischer Pessimismus". Aber wenn ich daraus ein Ordnungskonzept nach dem Motto "streng aber gerecht" und "Erziehung zum Höheren" ableiten wollte, fangen die Probleme mit den Rechten an. Weil sie selbst nur zu oft die allergrößten und -schlimmsten Chaoten sind! Lieber Lebensuntüchtigkeit in Rot-Grün als rechte Junx auf erneuter nationaler Selbstfindung! Zudem vertragen sich meiner Meinung nach gerade rigide Ordnungskonzepte nicht mit dem Partikularismus und Parochialismus, ohne den die Rechten scheinbar nicht sein können. Rein hypothetisch: wenn man etwa in der BRD "Zucht und Ordnung" hätte, bräuchte man weder Migranten zu deportieren noch sexuelle Minderheiten zu drangsalieren, weil sich ja dann alle an Regeln halten müssten und gut is.
Aber da schlagen dann bei den Rechten wieder sozialdarwinistische und liberale Elemente durch. Der "Kampf ums Dasein" halt, wo die erfolgreichen Kämpfer ihr Land kaputt gemacht und Millionen haben verrecken lassen, um dann von der BRD dicke Renten zu kassieren. Oder Sprüche in der Art von "wirtschaftspolitisch hat die FDP Recht" und eine Art des Lebens und Denkens, die eher zu liberalem Individualismus und Ego-Trip passt als zu allem anderen. Nur mit dem kleinen Unterschied, dass bezüglich Promiskuität und Homosexualität bei anderen geschmäht wird, was sich die Kameraden selbst gönnen. Wo mir der Gedanke kommt, dass die Ideologie in toto gar nicht zur Verwirklichung bestimmt ist. Gute Gedanken - die Welt und die Menschen sind scheiße und man muss mit dem Schlimmsten von beiden rechnen, man braucht ein Ordnung, klare Strukturen und Werteorientierung - werden maßlos überdehnt, hirnrissig ausgelegt und sind letztendlich nur Begleitmusik für einen individuellen oder kollektiven Ego-Trip. War nicht das Nazi-Reich für seine Kader wie eine einzige große Party?
Vorbemerkung: Es geht mir nicht darum, Adolf Hitler und die Nazis in irgendeiner Weise zu relativieren, zu verharmlosen oder gar schön zu reden. Ich halte den A. H. für einen gefährlichen Irren und alte und neue Nazis für Verräter am deutschen Volk und Verbrecher an der Menschheit.
Adolf und seine Paladine haben sozusagen 12 Jahre blutige Party gemacht und als es dann hieß "party is over", haben sie sich die Kugel gegeben, um sich den Folgen ihres Tuns zu entziehen. Das war nicht einmal ein mieses und *** Projekt in der Art von Sowjetrussland oder Rotchina, das war gar kein Projekt!
Aber gerade diese ... "flüchtige" Natur des Nazi-Regimes weckt die Frage nach Hintermännern und Nutznießern. Das Gerede vom Nazi-Wahn mag ich da auch nicht hören. Irre landen gewöhnlich in der Psychiatrie oder der Gosse. Nicht an der Spitze eines Staates.
Dass der A. H. da von Kräften hin gehievt wurde, die später in lautstarkes Gegacker über die Folgen für Deutschland und die Verbrechen an anderen Völkern ausbrachen, halte ich für erwiesen.
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Aber natürlich wird Adolf Hitler in hoher Ehre gehalten, das ist doch völlig sonnenklar !!! - Und das nicht nur in Deutschland, sondern in der ganzen Welt. - Seht euch doch einfach an, was der erreicht hat ! - Das ist glatter Wahnsinn ! - Das hat kein einziger andrer Politiker hinbekommen.
Die negative Bilanz ist auch klar - da gibts auch keine Entschuldigung, nicht die geringste. Die Endlösung, die Erfindung der industriellen Vernichtung von Menschen, vornehmlich Juden, Sinti & Roma und Behinderte - zuerst mal.
--- Aber im Ernst, regt sich jemensch darüber auf ?? (Die komischen und zweifelhaften Antifa lass mer jetzt mal raus) - NÖ. - Uns gehts ja so gut.
--- Und natürlich profitieren auch wir, wir, die lange nah dem Krieg geboren worden wurden, auch noch diesem System von A. H. - Oder gibt es da etwa Zweifel daran ? Aus meiner Sicht nicht. - Ohne A. H. und den durch ihn begründeten NS mit allem auch schrecklichem wäre Deutschland wahrscheinlich ein Dritte-Welt-Land, weil vielleicht / wahrscheinlich ausser Krise hier nix mehr gelaufen wäre.
--- Wenn jetzt aber nun Leute sagen, das alles hätte AH und seine SS und NPD gemacht, kann kann ich da nur drüber den Kopf schütteln. - Genauso, dass es angeblich nur die Braunen, die Nazis gewesen sind. - Für wie doof hält man eigentlich die Leute ???
Dein Wort in Gottes Ohr Meister,
ich kann mich noch daran erinnern als bei uns in den Landtagswahlen
die REP ein zweistelliges Ergebnis (10,9 %) bekamen. :nono:
Protestwähler - sagte man damals und das waren noch bessere Zeiten als Heute. Ich weiß von den "Protestwählern", aber andererseits will ich nicht wissen, was uns die untätige Regierung Merkel an Protestwählern bescheren wird. Raucher, Autofahrer, DVD-Sammler und weiß der Geier, wen sie noch mit ihren Verboten verprellt hat...:toben:
Aber natürlich wird Adolf Hitler in hoher Ehre gehalten, das ist doch völlig sonnenklar !!! - Und das nicht nur in Deutschland, sondern in der ganzen Welt. - Seht euch doch einfach an, was der erreicht hat ! - Das ist glatter Wahnsinn ! - Das hat kein einziger andrer Politiker hinbekommen.
Die negative Bilanz ist auch klar - da gibts auch keine Entschuldigung, nicht die geringste. Die Endlösung, die Erfindung der industriellen Vernichtung von Menschen, vornehmlich Juden, Sinti & Roma und Behinderte - zuerst mal.
--- Aber im Ernst, regt sich jemensch darüber auf ?? (Die komischen und zweifelhaften Antifa lass mer jetzt mal raus) - NÖ. - Uns gehts ja so gut.
--- Und natürlich profitieren auch wir, wir, die lange nah dem Krieg geboren worden wurden, auch noch diesem System von A. H. - Oder gibt es da etwa Zweifel daran ? Aus meiner Sicht nicht. - Ohne A. H. und den durch ihn begründeten NS mit allem auch schrecklichem wäre Deutschland wahrscheinlich ein Dritte-Welt-Land, weil vielleicht / wahrscheinlich ausser Krise hier nix mehr gelaufen wäre.
--- Wenn jetzt aber nun Leute sagen, das alles hätte AH und seine SS und NPD gemacht, kann kann ich da nur drüber den Kopf schütteln. - Genauso, dass es angeblich nur die Braunen, die Nazis gewesen sind. - Für wie doof hält man eigentlich die Leute ???
Was du hier über A. H. satirisch schreibst, wird bei Napoleon von vielen Historikern für bare Münze genommen. Napoleon habe Deutschland aus der Stagnation gerissen und dem untern den Duodezfürsten dahinsiechendem Land neuen Schwung gegeben. Der dann 120 Jahre nach Napoleon zu besagtem A. H. führte ... :rolleyes2:
Aber im Ernst und ohne Napoleon mit Hitler gleichsetzen zu wollen: hätten die politisch Verantwortlichen und die Intellektuellen den Korsen als den Großverbrecher mit 3-6 Millionen Toten gebrandmarkt, der er war, hätte es wahrscheinlich keinen Hitler gegeben.
Ich glaube, viele einfache Menschen wussten das schon vor 200 Jahren besser als ihre Eliten. So schrieb ein Augenzeuge der "Völkerschlacht" bei Leipzig - 100 000 Tote -, er wünschte, dass es so einen Horror nie wieder geben würde. Nur stieß sein Wunsch bei den Herrschenden und den Gelehrten auf taube Ohren, weil die so lange Verbrecher als Helden feierten, bis A. H. kam ...
Was du hier über A. H. satirisch schreibst, wird bei Napoleon von vielen Historikern für bare Münze genommen. Napoleon habe Deutschland aus der Stagnation gerissen und dem untern den Duodezfürsten dahinsiechendem Land neuen Schwung gegeben. Der dann 120 Jahre nach Napoleon zu besagtem A. H. führte ... :rolleyes2:
Aber im Ernst und ohne Napoleon mit Hitler gleichsetzen zu wollen: hätten die politisch Verantwortlichen und die Intellektuellen den Korsen als den Großverbrecher mit 3-6 Millionen Toten gebrandmarkt, der er war, hätte es wahrscheinlich keinen Hitler gegeben.
Ich glaube, viele einfache Menschen wussten das schon vor 200 Jahren besser als ihre Eliten. So schrieb ein Augenzeuge der "Völkerschlacht" bei Leipzig - 100 000 Tote -, er wünschte, dass es so einen Horror nie wieder geben würde. Nur stieß sein Wunsch bei den Herrschenden und den Gelehrten auf taube Ohren, weil die so lange Verbrecher als Helden feierten, bis A. H. kam ...
Ich meine das eigentlich nicht satirisch. Ich meine das schon "irgendwie ernst".
-- Ich weiß auch gar nicht, wie man_mensch damit umgehen kann, ob das überhaupt geht, irgendwie gehen könnte ....?
-
Die Geschichte mit Napoleon davor kenne ich wiederum kaum, wenig. -- Meine nur, es gibt auch Philosophen, die in "linken Kreisen" auch hochbeachtet werden - die Rede soll von Hegel sein - der von Napoleons Auftreten während seines Einmarsches sehr fasziniert war ....
gruß, deserd
Ich meine das eigentlich nicht satirisch. Ich meine das schon "irgendwie ernst".
-- Ich weiß auch gar nicht, wie man_mensch damit umgehen kann, ob das überhaupt geht, irgendwie gehen könnte ....?
Das läuft aber darauf hinaus, Hitler vom Großverbrecher zu einer Art Geschichtsheroen zu machen und seine Verbrechen als "historische Notwendigkeit" zu rechtfertigen. Schließlich hätte es ohne den A. H. weder das Wirtschaftswunder noch Israel gegeben, gelle :rolleyes: ?
Damit sind wir aber bei Napoleon:
Die Geschichte mit Napoleon davor kenne ich wiederum kaum, wenig. -- Meine nur, es gibt auch Philosophen, die in "linken Kreisen" auch hochbeachtet werden - die Rede soll von Hegel sein - der von Napoleons Auftreten während seines Einmarsches sehr fasziniert war ....
gruß, deserd
Dann solltest du dich - wenn du Zeit und Lust hast - kritisch mit ihm und seiner Zeit beschäftigen. Und auf Philosophen in "linken Kreisen" nicht allzuviel geben.
Ich selbst habe auch mal geglaubt, dass die Französische Revolution und auch Napoleon den Fortschritt brachten. Dann tauchten da aber immer mehr Ungereimtheiten und schreckliche Dinge auf: der Terreur der französischen Revolution, die Kriege mit denen sie Europa verwüsteten und das verbrecherische Abenteurertum von Napoleon Bonaparte und dem Rest seiner korsichen Gaunerfamilie. Meines Wissens wollte er unrsprünglich ein unabhängiges Korsika, nur winkte dann in Frankreich und Euroa mehr Beute ;)
Ja, das war alles "notwendig", nur wofür?
"Perry Rhodan" zufolge waren es die "Geburtswehen der terranischen Maneschheit". Nur denken die Gestalten, die bei den Geburtswehen etliche hundert Millionen Menschen durch Krieg, Massenmord und Hunger haben draufgehen lassen, nicht daran, eine einige Menschheit entstehen zu lassen. Diese Versprechen waren nur die Mohrrübe für den Esel.
Das ganze Projekt diente nur dazu, den Lebensstandard und die Machtmittel der Eliten und Oberschichten zu steigern, alles andere war und ist ihnen egal.
Randle P. McMurphy 28.05.2009, 15:08 Das läuft aber darauf hinaus, Hitler vom Großverbrecher zu einer Art Geschichtsheroen zu machen und seine Verbrechen als "historische Notwendigkeit" zu rechtfertigen. Schließlich hätte es ohne den A. H. weder das Wirtschaftswunder noch Israel gegeben, gelle :rolleyes: ?
Was es zu wiederlegen gilt. Was denkst Du wohl wäre passiert wenn Hitler
beim Marsch auf die Feldherrnhalle erschossen worden wäre ?
Hess oder Röhm wären nachgerückt und nix hätte sich geändert.
Was es zu wiederlegen gilt. Was denkst Du wohl wäre passiert wenn Hitler
beim Marsch auf die Feldherrnhalle erschossen worden wäre ?
Hess oder Röhm wären nachgerückt und nix hätte sich geändert.
Dann kannst du sicher erklären, wie ein sogar von seinen eigenen Kameraden als eher dumm eingeschätzter Rudolf Hess aus eigener Kraft seinen "Führer" hätte ersetzen können.
Randle P. McMurphy 29.05.2009, 08:05 Dann kannst du sicher erklären, wie ein sogar von seinen eigenen Kameraden als eher dumm eingeschätzter Rudolf Hess aus eigener Kraft seinen "Führer" hätte ersetzen können.
Gut - Hess war warscheinlich weniger skrupellos als die anderen Nazi Bonzen
aber als Dumm würde ich ihn nicht beschreiben. Naiv trifft es wohl eher.
http://de.wikipedia.org/wiki/Rudolf_Hess ;)
Dann kannst du sicher erklären, wie ein sogar von seinen eigenen Kameraden als eher dumm eingeschätzter Rudolf Hess aus eigener Kraft seinen "Führer" hätte ersetzen können.
Wenn einer der vielen Attentatsversuche geklappt hätte, wie wäre es dann weitergegangen? Wer hätte dann wohl die Macht übernommen und hätte das den Krieg beendet und die Verantwortlichen wären zur Rechenschaft gezogen worden? Ich glaube nicht. Es hätte nichts geändert, da die wahre Macht damals schon bei Banken und Wirtschaft zu suchen war und diese die eigentlich treibenden Kraft waren.
Randle P. McMurphy 29.05.2009, 13:21 Wenn einer der vielen Attentatsversuche geklappt hätte, wie wäre es dann weitergegangen? Wer hätte dann wohl die Macht übernommen und hätte das den Krieg beendet und die Verantwortlichen wären zur Rechenschaft gezogen worden? Ich glaube nicht. Es hätte nichts geändert, da die wahre Macht damals schon bei Banken und Wirtschaft zu suchen war und diese die eigentlich treibenden Kraft waren.
Nicht ganz richtig. Zwar hat die Industrie & Kapita & Bürgertum Hitler unterstützt
ihn aber als Marionette zu sehen ist Unsinn.
Möglicherweise war das zwar die Absicht - konnte aber nie durchgesetzt werden.
Hitler wurde einfach unterschätzt. Von allem und Innen.- und Außenpolitisch.
Innenpolitisch wollte man Ruhe und Stabilität.
Außenpolitisch die Wiederherstellung der Souveränität und den Status welchen
man vor 1914 genossen hatte.
Zudem darf man die Angst vor der Verbreitung des Kommunismus nicht vergessen.
Alle Staaten und alle Konzerne des Westens waren sich der Gefahr bewußt was
passiert wenn sich in Deutschland ein ähnliches System wie in Russland etabliert.
Dazu kam das Krieg die Geschäfte vermasselt und niemand ein weiteres Blutvergiesen wie 1914-18 wollte. Was schließlich zu einer westlichen Beschwichtigungspolitik (Appeacement) führte. Welche Hitler als Schwäche interpretierte..............wie´s weiterging wissen wir alle.
...
Was schließlich zu einer westlichen Beschwichtigungspolitik (Appeacement) führte. Welche Hitler als Schwäche interpretierte..............wie´s weiterging wissen wir alle.
Eine westliche Beschwichtigungspolitik gab es nicht.
Es gab aber definitiv ein "westliches"/wirtschaftliches Interesse an einem zweiten großen Weltkrieg.
Randle P. McMurphy 02.06.2009, 13:00 Doch: http://de.wikipedia.org/wiki/Appeasement#Hitlers_Au.C3.9Fenpolitik_und_Gro.C3.9 Fbritanniens_Haltung
Zudem war 1939 kaum eine alliierte Armee für einen Krieg gerüstet
- anders als 1914. ;)
Auch die Industrie war kaum in der Lage den gewünschten Ausstoß an Waffen
und Material sicher zu stellen. Auf beiden Seiten.
Nicht ganz richtig. Zwar hat die Industrie & Kapita & Bürgertum Hitler unterstützt
ihn aber als Marionette zu sehen ist Unsinn.
Möglicherweise war das zwar die Absicht - konnte aber nie durchgesetzt werden.
Hitler wurde einfach unterschätzt. Von allem und Innen.- und Außenpolitisch.
Innenpolitisch wollte man Ruhe und Stabilität.
Außenpolitisch die Wiederherstellung der Souveränität und den Status welchen
man vor 1914 genossen hatte.
Zudem darf man die Angst vor der Verbreitung des Kommunismus nicht vergessen.
Alle Staaten und alle Konzerne des Westens waren sich der Gefahr bewußt was
passiert wenn sich in Deutschland ein ähnliches System wie in Russland etabliert.
Dazu kam das Krieg die Geschäfte vermasselt und niemand ein weiteres Blutvergiesen wie 1914-18 wollte. Was schließlich zu einer westlichen Beschwichtigungspolitik (Appeacement) führte. Welche Hitler als Schwäche interpretierte..............wie´s weiterging wissen wir alle.
Dazu möchte ich noch ergänzen: Auch wenn Deutschland den Zweiten Weltkrieg gewonnen hätte, hätte es in den Eliten Bestrebungen zur Entmachtung Hitlers und der Nazi-Partei gegeben. "Man" hätte an der Ausplünderung Europas teilgenommen und davon profitiert und irgendwann die Verbrechen der Nazis publik gemacht, um sie loszuwerden. Um dann das Großdeutsche Reich von einer Regierung führen zu lassen, die weniger erratisch als A. H. und die Nazis war und mit der ein Ausgleich mit den USA und ggfs. Großbritannien möglich wäre.
Randle P. McMurphy 02.06.2009, 15:09 Kaum zu glauben zumal die Öfen bis zur letzten Stunde gebrannt haben..........
Vorbemerkung: Es geht mir nicht darum, Adolf Hitler und die Nazis in irgendeiner Weise zu relativieren, zu verharmlosen oder gar schön zu reden. Ich halte den A. H. für einen gefährlichen Irren und alte und neue Nazis für Verräter am deutschen Volk und Verbrecher an der Menschheit.
Adolf und seine Paladine haben sozusagen 12 Jahre blutige Party gemacht und als es dann hieß "party is over", haben sie sich die Kugel gegeben, um sich den Folgen ihres Tuns zu entziehen. Das war nicht einmal ein mieses und *** Projekt in der Art von Sowjetrussland oder Rotchina, das war gar kein Projekt!
Aber gerade diese ... "flüchtige" Natur des Nazi-Regimes weckt die Frage nach Hintermännern und Nutznießern. Das Gerede vom Nazi-Wahn mag ich da auch nicht hören. Irre landen gewöhnlich in der Psychiatrie oder der Gosse. Nicht an der Spitze eines Staates.
Dass der A. H. da von Kräften hin gehievt wurde, die später in lautstarkes Gegacker über die Folgen für Deutschland und die Verbrechen an anderen Völkern ausbrachen, halte ich für erwiesen.
Was die Konstellationen um die Nazi-Führung betrifft, so sehe ich da zwei große Gruppen:
1. Den Widerstand aus Überzeugung
Bei der Linken und der Arbeiterbewegung war das IMHO von Anfang an so. Ebenso bei einigen Gegnern Hitlers auf der Rechten resp. den "Nationalrevolutionären". Sie alle eint IMHO, dass sie von Anfang an kein Deutschland unter der Führung Hitlers wollten.
Während der Nazi-Diktatur stießen dazu noch Menschen, die im System lebten, vielleicht sogar in ihm aufwuchsen und von ihm geprägt wurden, die aber der Ekel vor seinen Verbrechen zu Gegnern Hitlers machte. Menschen, die sich für brave Reichsbürger hielten und auch immer schön römisch grüßten, gerieten vielleicht wegen Lappalien und nicht einmal gewollt in Opposition zu einem System, das bedingungslose Gefolgschaft für jeden Schwachsinn forderte.
2. Die Feindschaft aus Opportunismus
Sie ist IMHO nicht leicht vom Widerstand aus Überzeugung abzugrenzen, die Übergange sind fließend. Handelten die Verschwörer des 20. Juli aus Überzeugung oder aus Opportunismus.
Der Opportunismus wird aber bei den Gestalten manifest, die nach dem Untergang des Dritten Reiches von Mitläufern und Unterstützern des NS plötzlich zu Amnesikern oder gar Widerstandkämpfern mutierten.
Den Kern des Opportunismus möchte ich so fassen:
1. Man unterstützte Hitler, tat nichts gegen die Verbrechen der Nazis, profitierten vom System oder beteiligte sich sogar an Verbrechen.
2. Der Wendepunkt kam nicht aus einer im weitesten Sinne moralischen Entscheidung - einen Verbrecher und Totengräber Deutschlands zu beseitigen - sondern daraus, dass A. H. und die Nazis den eigenen Interessen nicht mehr nützten oder sie bedrohten.
Eigentlich sprachen schon viele Maßnahmen der Nazis in den 30er Jahren dafür, zu ihnen auf Distanz zu gehen: die Entrechtung der Juden, Repression und Terror (wieso überall KZs, wenn der Führer doch angeblich so vom Volke geliebt wurde?), die Verfolgung von Homosexuellen, die Ermordung von Gegnern und Behinderten.
Aber Homosexuelle wurden in der BRD noch bis 1969 verfolgt, ebenso viele Jahre lang Kommunisten. Das spricht nicht gerade für eine aus moralischen Erwägungen gespeiste Gegnerschaft gegen Hitler bei vielen Konservativen.
Ich wage da folgende Vermutung: Hitler und die Nazis wurde von einer reaktionären Kamarilla aus konservativen Politikern der Weimarer Republik und Teilen des Kapitals an die Macht gehievt. Ihr Auftrag: die Arbeiterbewegung zerschlagen und die gesellschaftliche Öffnung der Weimarer Republik wieder zunichte machen. Deutschland als Menschenfarm für hochnäsige reaktionäre Junker und Herrenreiter sowie Standort des Kapitals wieder aufwerten. Dazu das Deutsche Reich, das die anderen imperialistischen Staaten zerschlagen wollten, wieder auf Augenhöhe mit seinen Kontrahenten bringen.
Hitler ging als Agent oder Partner oder wasauchimmer des Kapitals und des reaktionären Bürgertums nicht nur gegen die Linke und gegen die Arbeiter vor, sondern "säuberte" auch die Rechte von nationalrevolutionären Bestrebungen. Nicht zu vergessen, dass er den lästigen Rivalen Röhm auch liquidieren ließ, um sein Bündnis mit dem Kapital und den reaktionären Eliten nicht zu gefährden.
Nur wurde der Irre aus Braunau denen unheimlich, die ihn selbst an die Macht gebracht haben. Er selbst war zu unberechenbar und die Vorstellung, dass die Nazi-Party Jahrzehnte dauern könnte, mag in den Herrensalons auch nicht gerade für frohe Stimmung gesorgt haben.
Ich denke, die herrschende Klasse wäre Hitler und seine Paladine gern zeitig los geworden und hätte die ihnen nützenden Aspekte des Faschismus beibehalten! Hätten diese Kreise Hitler und die Nazis gestürzt, wäre das Ergebnis nur ein System, das anders genau so schlimm gewesen wäre:
Weiterhin Unterdrückung der Arbeiterbewegung und der Linken - vielleicht hätte man Hitler und die Nazis wegen ihrer Ideen von der Volksgemeinschaft auch zu "Linken" erklärt.
Weiterhin geistige Enge, patriarchales Familienbild und Verfolgung von Homosexuellen.
All die Konzessionen an die Massen, die es nach '45 wegen des Drucks der Arbeiterbewegung und des Ostblocks gab, wären ausgeblieben. Der einfache Mensch im reaktionären Postfaschismus wäre so arm und dumm gehalten worden, wie es sich mit den Interessen eines rigiden Obrigkeitsstaates und eines gierigen Kapitals gerade noch vereinen lässt. Wenn der Stauffenberg wirklich an das heilige deutsche Vaterland geglaubt hat, hätte ihn in so einem System reaktionärer Zyniker vermutlich bald der Fangschuss ereilt. Das Deutsche Reich wäre vermutlich zusammen mit Italien und Franco-Spanien Teil einer "Heiligen Allianz gegen den Bolschewismus" geworden.
Im übrigen bin ich der Meinung, dass sich die Volksgenossen auch für den Fall eines Sieges Hitlerdeutschlands und seiner Verbündeten über die Sowjetunion auf so einen bigotten Postfaschismus hätten "freuen" können. Die bürgerlichen Kreise und das Kapital hättes es gerade angesichts der Zerschlagung der ihnen verhassten SU für hoch an der Zeit gefunden, den A. H. und seine Mannen zu entfernen. Ihre unsäglichen Verbrechen wären "entdeckt" worden und der Bürgermob hätte ein Geschrei erlogenen Entsetzens und falscher Betroffenheit angestimmt. Ende wie oben.
Einfach mal Standard Oil, IG Farben, Prescott Bush, etc. googeln.
Dann habt ihr die echten Nazis. - Immer fragen, wo das Geld herkommt.
Was du hier über A. H. satirisch schreibst, wird bei Napoleon von vielen Historikern für bare Münze genommen. Napoleon habe Deutschland aus der Stagnation gerissen und dem untern den Duodezfürsten dahinsiechendem Land neuen Schwung gegeben. Der dann 120 Jahre nach Napoleon zu besagtem A. H. führte ... :rolleyes2:
Aber im Ernst und ohne Napoleon mit Hitler gleichsetzen zu wollen: hätten die politisch Verantwortlichen und die Intellektuellen den Korsen als den Großverbrecher mit 3-6 Millionen Toten gebrandmarkt, der er war, hätte es wahrscheinlich keinen Hitler gegeben.
Ich glaube, viele einfache Menschen wussten das schon vor 200 Jahren besser als ihre Eliten. So schrieb ein Augenzeuge der "Völkerschlacht" bei Leipzig - 100 000 Tote -, er wünschte, dass es so einen Horror nie wieder geben würde. Nur stieß sein Wunsch bei den Herrschenden und den Gelehrten auf taube Ohren, weil die so lange Verbrecher als Helden feierten, bis A. H. kam ...
Napoleon ist bereits von den gleichen Herrschaften finanziert worden, wie Hitler auch. Mit ähnlichem Ziel. Und bevor sich hier einige mittels falschen Kunstbegriffen wie "Antisemitismus" echauffieren wollen: die waren es nicht.
Wer lieferte das Öl bis 1945 f.d. Nazi-Kriegsmaschinerie ? Standard Oil. Die USA ergo !
Ein Beispiel dafür, dass zu Beginn der 1930er Jahre viele, die weder Hitleristen noch Nazis waren auch keine Demokraten waren, ist der so genannte "Austrofaschismus". Über ihn habe ich in einem Programmhinweis von 3sat für heute, Montag den 3. Mai, Folgendes gefunden:
22:25 [Montag, 3. 5.]
Kreuz & Quer: Der Traum vom christlichen Staat
Die Katholische Kirche zwischen Republik und Anschluss
Film von Christian Rathner
Der Traum vom christlich-katholischen Österreich in der Zeit nach dem Ersten Weltkrieg sollte sich rasch nach der Errichtung des Ständestaats und dem damit verbundenen Austrofaschismus zerschlagen. "Im Namen Gottes des Allmächtigen": So beginnt die Verfassung des ...
Der Traum vom christlich-katholischen Österreich in der Zeit nach dem Ersten Weltkrieg sollte sich rasch nach der Errichtung des Ständestaats und dem damit verbundenen Austrofaschismus zerschlagen. "Im Namen Gottes des Allmächtigen": So beginnt die Verfassung des Bundesstaates Österreich, die am 1. Mai 1934 in Kraft trat. Bundeskanzler Engelbert Dollfuß hatte Parlament und Demokratie ausgeschaltet und regierte autoritär. 1933 hatte er die Schaffung eines "christlichen deutschen Staates auf ständischer Grundlage mit einer starken autoritären Regierung" angekündigt. Die katholischen Bischöfe reagierten erfreut. Sollte jetzt tatsächlich ein christlicher Staat entstehen - nach den ethischen Normen der katholischen Kirche und ohne den Einfluss "gottloser" Ideologien wie denen des Sozialismus? Denn Verunsicherung und Orientierungslosigkeit katholischer Kreise waren nach dem Zusammenbruch der Monarchie 1918 groß. Thron und Altar hatten immer zusammengehört; aber plötzlich gab es den Thron nicht mehr. Ausgerechnet der von der Kirche abgelehnte Sozialismus wurde zum bestimmenden Faktor in der Regierung des jungen Staates. Der politische Kampf um die Religion und um alte Privilegien und Einflussmöglichkeiten der katholischen Kirche machte den Priester und christlich-sozialen Politiker Ignaz Seipel zur zentralen Figur des politischen Katholizismus.
Der Film "Der Traum vom christlichen Staat" aus der Reihe "Kreuz & Quer" schildert den Weg der katholischen Kirchenführung in das autoritäre Experiment. Er zeigt aber auch auf, wie die enge Verbindung zum austrofaschistischen Ständestaat die alte Einheit von Kirche und Staat infrage stellte. Am Ende wurden jene Strömungen gestärkt, die der Kirche den Rückzug aus der aktiven Politik und die verstärkte Hinwendung zur Seelsorge dringend empfahlen.
Quelle http://www.3sat.de/programm/?#1900
Mehr dazu auf Wikipedia: http://de.wikipedia.org/wiki/Austrofaschismus
In dem Abschnitt über die Bildungspolitik wird der totalitäre und reaktionäre Charakter dieses Systems deutlich:
Der katholischen Kirche wurde dabei starker Einfluss auf das zuvor durch Otto Glöckel säkularisierte Bildungssystem eingeräumt. Wer in Österreich nun mit Matura aus einer höheren Schule ausscheiden wollte, musste den Religionsunterricht besucht haben. Auch Mädchen wurde das Erreichen eines höheren Bildungsgrades wieder erschwert, da die austrofaschistischen Machthaber das klassische Frauenbild der Hausfrau und Mutter favorisierten.
Auch auf Hochschulebene erließ die Bundesregierung 1933 mehrere Gesetze. Zunächst wurde die Zahl der Hochschullehrer und Assistenten vermindert, womit insbesondere regimekritische Lehrende auf legalistischem Wege ihrer Ämter enthoben werden konnten. Mit einem weiteren Gesetz wurden Disziplinarverfahren, die bisher der jeweils betroffenen Universität oblagen, der Kontrolle des Bundesministeriums unterstellt, was sich ebenfalls zum Nachteil kritischer Mitarbeiter der Universitäten auswirkte. Akademische Funktionäre konnten von nun an ausschließlich Personen werden, die Mitglied der Vaterländischen Front waren. „Jede freiwerdende Lehrkanzel muss, wenn der entsprechende Mann vorhanden ist, mit einem Hochschullehrer von vaterlandstreuer und womöglich auch noch besonders christlicher Gesinnung besetzt werden“[2], ließ Unterrichtsminister Hans Pernter nach Beschluss der neuen Hochschulgesetze verlautbaren.
Zur ideologischen Schulung der Studierenden führte die Regierung Pflichtvorlesungen zu den „ideellen und geschichtlichen Grundlagen des österreichischen Staates und zur weltanschaulichen und staatsbürgerlichen Erziehung“ ein und errichtete verpflichtende militärisch geführte Hochschullager. Im Gesetzestext, der die Einführung militärischer Hochschullager regelte, heißt es: „Jedes Hochschullager soll einen militärischen und einen pädagogischen Leiter, also Offiziere und Erziehungsleiter, erhalten, wobei ersteren das militärische Kommando und die vormilitärische Schulung, letzteren das Vortragswesen und die Freizeitgestaltung obliegt.“
Quelle s. o.
Selbst wenn die Nazis den ersten austrofaschistischen österreichischen Bundeskanzler Dollfuß ermordeten und der "Anschluss" von Österreich an das Deutsche Reich von 1938 gern als Eroberung des kleinen unschuldigen Österreichs durch die pösen Nazis dargestellt wird, so kann man in Dingen wie dem Austrofaschismus nichts Anderes sehen als Wegbereiter, Varianten und Vorläufer des NS. Der Konflikt Nationalsozialisten vs. Austrofaschisten ist so als Machtkampf innerhalb der gleichen ideologischen Strömung aufzufassen und nicht als Konflikt verschiedeneer Ideologien. Zudem hat da beim Anschluss 1938 nur ein Österreicher den Anderen entmachtet. Eines war der Austrofaschismus mit Sicherheit nicht: eine Alternative sowohl zum Nazi-Terror als auch zur gescheiterten kapitalistsichen und liberaldemokratischen Ordnung. Das ganze System strahlt für mich einen Mief aus, der auch bei seinem Weiterbestehen in sich selbst den Keim zu einer "Demokratiebewegung" und einem Gegenstüch zu "68" getragen hätte.
Staatsfeind 22.12.2010, 15:08 hier sag ich nix zu sonst verbrenn ich mir den Mund.Nur eines,es sind im Namen der Kirche weit mehr Menschen dahin geschlachtet,ganze Völker durch den amerikanischen Siedlerwahn umgekommen als durch den Führer.Davon spricht keiner mehr.Armselig
hier sag ich nix zu sonst verbrenn ich mir den Mund.Nur eines,es sind im Namen der Kirche weit mehr Menschen dahin geschlachtet,ganze Völker durch den amerikanischen Siedlerwahn umgekommen als durch den Führer.Davon spricht keiner mehr.Armselig
Eine Aussage die absolut richtig ist , das Schlachten ganzer Indianer-- Völker eine Ethnische Säuberung , wie sie in der Geschichte ihres Gleichen sucht !
Aber Freunde , warum über das dritte Reich diskutieren , es ist doch längst abgearbeitet ! Die Nutznießer das heißt die unbeteiligten Nachkommen der Opfer wurden mehr als fürstlich entschädigt , für die Leiden ihrer Verwanten !
Erarbeitet von eigentlich unbeteiligten Verwanten ,derer die das zu verantworten hatten !
Darüber hinaus ist es doch bekannt ein gewaltsam ums Leben gekommener ist ein Mord , Zehn Gewaltsam ums Leben gekommene , sind ein Serien Mord , Tausend ein Massenmord , über tausend eine , Statistik !
Seit dem Ende des verlorenen Krieges , im Mai !945 , wucherte die Statistik ins Uferlose , kaum noch nach zu recherchieren ,aber weit mehr als im gesamten2Weltkrieg
Von Hiroshima Über Nord--Korea, Vietnam , Chile usw eine endlos lange Liste von Verbrechen gegen die Menschlichkeit zur Sicherung Kapitalistischer Interessen der westlichen Industrieländer allen voran der USA; ..................Ende offen , auf einen Nürnberger Prozess warten wir vergebens !
Zur Zeit , finden einige Raubzüge , der westlichen Industrienationen , gegen die Völker der Welt statt , mit Beteiligung der BRD , obwohl unser Grundgesetz das auf Grund gemachter Erfahrung verbietet !
Was Hitler damals als zurückschießen bezeichnete , heißt heute Aufbauhilfe , die alte muslimisch , maurische Parole ; "WILLST DU NICHT MEIN BRUDER SEIN; SCHLAG ICH DIR DEN SCHÄDEL EIN !" scheint den Militäreinsatz zu rechtfertigen !
Ich höre und sehe keinen Protest, zu mindest keinen den man ernst nehmen könnte , wir machen uns schuldig an der Ermordung , Hundert --Tausender , Afghanen Iraker Palästinenser Kongolesen Namibier Somalier usw !
Selbst die Chaoten der Antifa , die eigentlich nur gegen alles sind , was sie zur Arbeit verpflichten würde, halten sich bedeckt !
Nicht mal die Fraktion der Gutmenschen , ist mit einem Anflug leiser Kritik , zu vernehmen , vergessen ihre Autoaufkleber " Stell dir vor es ist Krieg und niemand hin !" seit ihr Häuptling diesen Krieg aktiv forcierte und eigentlich am längsten an der Lüge festhielt !
Das ist aktuelles Verbrechen , natürlich ist es den Verantwortlichen Raubrittern,lieber wenn das dritte Reich ,die Sovjet Union oder der so genannte UnrechtsStaat diskutiert wird , damit kann man sie wirklich nicht in Verbindung bringen ! ..... So glauben sie !
In diesem Sinne ; " Alles wird gut !"..immer schön fröhlich bleiben :toben:
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