Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Sind die Gewerkschaften tote Objekte?


Dillerjohann
24.12.2008, 12:10
Kann mich noch Erinnern das die Gewerkschaft zur solidaischen Bekundungen gegen den Krieg im Irak auf riefen, gegen Renten Kürzungen, Gegen alles mögliche. Es geht bergab in diesem Lande, die Menschen werden ausgebeutet noch und noch, werden zu Objekten der Politik der Wirtschaft degradiert.
keine Proteste wegen Arbeitslosigkeit der Jugend, keine Proteste wegen der Massenentlassungen von Zeit und Leiharbeitern, keine Proteste gegen die Verarmung der Alten.... die >Reihe könnte noch viel länger werden....
Wo sind sie die satten alten Herren der IGM, IGC,Verdi und und und die müden satten Chefs des DGB Kassieren nur und machen kräftig mit?:toben:

Beverly
12.01.2009, 10:15
Die Gewerkschaften müssten mehr tun, als immer nur Demos mit Bussen nach Berlin zu organisieren. Denn das haben sie immerhin getan, ich habe selbst in den letzten Jahren an einigen Demos teilgenommen.

Dieses "mehr tun" würde aber zum endgültigen Bruch mit der SPD führen und zum Konflikt mit der Politik. Das trauen sie sich nicht bzw. wollen ihre Funktionäre nicht.

opppa
13.01.2009, 08:10
Die Gewerkschaften müssten mehr tun, als immer nur Demos mit Bussen nach Berlin zu organisieren. Denn das haben sie immerhin getan, ich habe selbst in den letzten Jahren an einigen Demos teilgenommen.

Dieses "mehr tun" würde aber zum endgültigen Bruch mit der SPD führen und zum Konflikt mit der Politik. Das trauen sie sich nicht bzw. wollen ihre Funktionäre nicht.

Das "mehr tun" würde aber die Aufsichtsratspöstchen der Gewerkschaftsfunktionäre gefährden!

:D

Hellmann
13.01.2009, 11:43
Das "mehr tun" würde aber die Aufsichtsratspöstchen der Gewerkschaftsfunktionäre gefährden!

:D
Ja, so einfach ist das.

Daher ist die "repräsentative" "Demokratie" auch die Herrschaftsform des Großkapitals, das sich halt die Politiker kauft, die das Volk wählt, oder die Gewerkschaftsfunktionäre.

Die kosten das Kapital nur Trinkgelder.

Aber für einen SPD-Politiker oder Gewerkschaftsfunktionär ist es eine große Sache, wenn er einen Beratervertrag bekommen kann, für dessen Entgelt sich zehn ehrliche Arbeiter im Akkord auf der Baustelle ihr ganzes Leben lang krank- und totschinden müssen.

Von den Zinsen können dann noch die Enkelkinder leben.

Beverly
13.01.2009, 15:52
Aber für einen SPD-Politiker oder Gewerkschaftsfunktionär ist es eine große Sache, wenn er einen Beratervertrag bekommen kann, für dessen Entgelt sich zehn ehrliche Arbeiter im Akkord auf der Baustelle ihr ganzes Leben lang krank- und totschinden müssen.

Irgendein Großkotz ... pardon "Großunternehmer" prahlte damit, er habe den ganzen Bundestag gekauft. Und schon in den 1990er Jahren sollen selbst bei den Grünen viele Abgeordnete mit Beraterverträgen "versorgt" gewesen sein.

"Ganz unten" habe ich mal in einem Betrieb gejobbt, wie die Arbeiter meinten, dass jeder Betriebsrat von der Betriebsleitung befördert wurde. Deswegen haben die Betriebsräte auch brav genickt, wenn ihr Chef was gesagt hat.

Von den Zinsen können dann noch die Enkelkinder leben.

Vermulich in irgendwelchen Reichen-Ghettos, Vorortsiedlungen oder "gated communities". Fernab der Gesellschaft, die ihre korrupten Großväter mit versaut haben.