Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Welche Zukunft hat der derzeitige Kapitalismus zu bieten?


otix_
11.05.2009, 10:33
Nehmen wir mal die derzeitigen Geschehnisse global betrachtet. Welche Ideen und Perspektiven hat das derzeitige System. Von mir aus nennen wir es Kapitalismus. Welche Pläne gibt es aus der Politik und den Strippenziehern?

Ist es positiv wenn wir sagen, dass es nicht 6Mrd. Menschen bedarf.

Ist es besser, möglichst viele gleichzuschalten, um eine optimale Verteilung von Gütern zu gewährleiten.
(Eine Kosteneffiziens für die z.B.: die Herstellung von Schuhen alle zwischen 40-42 oder die Ernährung über einen Verteiler zum bsp.: Mc Donalds ist nunmal unschlagbar.)

Wie sieht es mit den Innovationsmöglichkeiten aus bei dezimierter, weil evtl. unnötig hoher, Weltbevölkerung.
Brauchen die vermeindlich Starken nicht die Schwachen um selbst nicht das nächste Opfer zu sein?

Den verschiedensten vorherigen Systemen (z.B. das was wir meinen als Sozialismus zu kennen, oder ein Faschismus, mit der überlegenen Vormacht einer Herrschaftsgesellschaft) kann man viel vorwerfen, was man ihnen nicht vorwerfen kann, ist es nicht, einen Plan oder eine (gesellschaftliche) Vision zu verfolgen.

Welchem Plan folgt unser System?

oloool
11.05.2009, 12:19
Welchem Plan folgt unser System?


Eine gewaltige Zerstörung,
größer und heiliger als jede Zerstörungswelle zuvor.

An dem Punkt werden Täter und Opfer in unserer
"christlichen Zivilisation" zum vollkommenen Paar. Was dem einen das Heilsversprechen ist dem andern der Appetit auf die Ressourcen und Freiheiten, sie ohne die "profane Konsumentenschaft" zu teilen...
Doch vor allem steckt ein religiöses Verlangen nach "genetischer Reinheit" dahinter.

otix_
11.05.2009, 13:20
Doch vor allem steckt ein religiöses Verlangen nach "genetischer Reinheit" dahinter.

Muss wohl derzeit die genetische Reinheit von Kapitalbesitz sein (bzw der Irrglaube dann Leistungsträger zu sein). :)
Der Glaube mag da sein, aber reicht das, den Fortbestand der Menschheit zu sichern, in einer Natur, die andere Stärken braucht.

oloool
11.05.2009, 14:11
Muss wohl derzeit die genetische Reinheit von Kapitalbesitz sein (bzw der Irrglaube dann Leistungsträger zu sein). :)
Der Glaube mag da sein, aber reicht das, den Fortbestand der Menschheit zu sichern, in einer Natur, die andere Stärken braucht.


Naja, otix, wenn Du nach dem Antrieb dieses Systems fragst,
quasi nach dem großen Plan, kann die endgültige Antwort m.M.n. nicht Kapital/Geld sein. Denn das kommt aus der gleichen Ecke wohin es fließt. Es ist nur ein Werkzeug.

Genauso kann es die Nagelfeile für den Käfig sein... ;-)

;)



PS: Die Startseite des Forums wird nicht mehr angezeigt?
PPS: Geht wieder.

wafi
11.05.2009, 16:08
es ist banal, das System folgt keinem Plan.

oloool
11.05.2009, 19:37
es ist banal, das System folgt keinem Plan.

Hoffentlich behältst Du recht.
:p

otix_
11.05.2009, 20:03
Hoffentlich behältst Du recht.
:p

oder er folgt nun dem Plan weniger, die sich ausreichend Macht angehäuft haben.

wafi
11.05.2009, 22:44
otix_

die spielen nur nicht gemeinsam, sondern jeder wie er/sie meint es sei für ihn/sie richtig erscheint.

dart1976
11.05.2009, 23:03
Kann das System auch den Plan von uns vielen folgen?

So absurd es klingen mag, es ist ein gutes System, denn es scheint wirklich zu funktionieren.
Nahe zu unmöglich es klein zu bekommen. Das System erhält das System.
Je mehr es tot gesagt wird, umso mehr zeigt sich, wie gut es funktioniert.

Zwar bleibt der Mensch, dabei auf der stecke, aber dennoch gehorcht jeder, dem System.
Aussteigen ist unmöglich, außer man hat lange genug das System zum eigenen Vorteil benützt.
Nicht nur, das man lebendig nicht rauskommt, selbst das sterben ist noch teuer.

Wachstum ins unendliche?
Nein, zwischen durch ein kleiner Neustart und alles ist bestens.
Gelegentlich ein Krieg zwischen durch. Mit Waffen oder auch ohne. Beim Kriegführen sind wir Menschen besonders geübt, jahrtausendlange Erfahrung.
Wir haben Waffen gebaut, die mehr Menschen töten können als da sind.
Psychologische Kriegsführung in Perfektion, dank moderner Massenmedien.
Nun kämpfen wir um Geld, mit Geld.
Selbst Reichtum und Macht wird schon uninteressant, es geht oft nur noch, ums Gewinnen selbst.

Sehr langsam lernen wir, dass Macht und Geld nichts bedeutet und es viel Wertvolles gibt, das man mit Geld nicht kaufen kann.

Ob wir Menschen das schnell genug lernen, bevor uns unser Planet, als nicht lebensfähig einstuft?

Wenn wir schon nicht ohne Geld wollen, dann sollte Geld wieder zu dem werden, was es wirklich ist, ein einfaches Zwischentauschmittel, ohne eigentlichen Wert und ohne Macht.

Beverly
11.05.2009, 23:20
Welche Ideen und Perspektiven hat das derzeitige System.

Das System selbst hat weder Ideen noch Pläne. Das mag schon schlimm genug sein. Noch schlimmer wird es dadurch, dass es zum Tummelplatz schlechter Ideen und von Plänen aus der Mottenkiste der Ewiggestriger wird. Da dürfen sich dann nationalfundamentalistische Irre austoben und das Leben ihrer Mitmenschen zerstören und das war's.

An den Protagonisten des Systems selbst bringt mich die stets gezeigte Banalität des Bösen zur Verzweiflung. Mensch-Imitate von einer Geistlosigkeit, die sie viel schlimmer als die Schurken in irgendwelchen Romanen macht.

Den verschiedensten vorherigen Systemen (z.B. das was wir meinen als Sozialismus zu kennen, oder ein Faschismus, mit der überlegenen Vormacht einer Herrschaftsgesellschaft) kann man viel vorwerfen, was man ihnen nicht vorwerfen kann, ist es nicht, einen Plan oder eine (gesellschaftliche) Vision zu verfolgen.

In einem anderem Forum hatte ich einen Strang darüber gemacht, wie sich die Foristen die Welt und Deutschland im Jahre 2067 vorstellen. Mit den meisten Vorstellungen konnte ich nicht viel anfangen - es gipfelte in der absoluten Mehrheit für die NPD, die dann Deutschland in den Grenzen von 1937 (oder noch größer) wiederherstellt. Aber es waren immerhin Vorstellungen und Szenarios - etwas, was die Protagonisten des Systems stets schuldig bleiben. Mit einem Rechtsextremen kann man die Frage "welche Zukunft wollen wir" nur konträr diskutieren, mit den Protagonisten des Systems gar nicht.

wafi
12.05.2009, 08:18
Beverly

Ich denke es ist eben nicht schlimm, daß das System keinen Plan hat. Der Witz dabei ist simpel, daß genau dieser Punkt der Punkt ist, an dem es so schwer zu knacken ist.
Um überhaupt gemäß der überschrift Kapitalismus zu diskutieren muß man m.E. erstmal ne Trennung machen. Auf der einen Seite gibt es als Basis Marktwirtschaft. Die ist im Grunde genial, kaum zerstörbar und bietet die Möglichkeit (tut sie derzeit nicht) eine nahezu optimale Versorgung von Menschen.
Aufgesetzt auf dieses unkaputtbare System, gibt es ein System der Kapitalverteilung mit einem ganz klaren Ziel, Kapital auf wenige zu verteilen. Basis der Kapitalverteilung und der Umverteilung von unten nach oben, ist das jetzige Geldsystem. Das System Marktwirtschaft hängt nicht vom Geldsystem ab, die würde selbst in ner Tauschgesellschaft oder in einer mit Umlaufsicherung oder .... funktionieren und da nicht steuerbar, sucht sie sich, im Falle irgendwelche Deppen kommen auf die Idee, die steuern zu wollen, neue Schlupflöcher, neue Nieschen usw. Das derzeitige Geldsystem ist allerdings abhängig von dem System Marktwirtschaft, denn nur auf der Basis einer unangreifbaren Marktwirtschaft kann Geldsystem mit der Zielsetzung Kapital zu konzentrieren, im Sinne dieses Ziels agieren. Selbst wenn das Kapital es schaffen würde eine möglichst hohe Konzentration von Monopolen aufzubauen ... würde Markt eben neue Varianten diese zu umgehen, finden.

Beschränkt man die Antwort auf otix_ Eingangsfrage auf das Geldsystem, so ist die Antwort klar, der derzeitige Kapitalismus wird weiter von unten nach oben verteilen und immer mehr zu einer Monopolisierung des Geldes führen. Je mehr Monopolisierung des Geldes, desto mehr wird eine neue Marktwirtschaft neben der offiziösen entstehen, wird dann halt Schattenwirtschaft genannt oder wie auch immer. Nen bißchen hinderlich, aber so what. Marktwirtschaft ist übrigends der Beweis, daß Anarchismus funktioniert, denn tatsächlich ist die Marktwirtschaft ein herrschaftsloses System und negiert simpel jeden Versuch diese zu beherrschen. Damit daraus ein perfektes System wird, muß man eigentlich "nur" das Geldsystem ändern. Ansätze wären ne Art Umlaufsicherung a la Gesell und/oder Keynes, Verbot von Eigentum (siehe Proudhon), logischerweise Verbot von Erbschaften (siehe Bakunin), dann würde sich Marktwirtschaft sehr schnell an Kropotkins Idee der Wirtschaft annähern. Im Weg steht nur das Geldsystem.

Was mich nen bißchen ängstlich macht, ist mittlerweilen der Versuch auch sog. linker "Verantwortliche" zu finden und nach dem "großen Plan" hinter dem System zu suchen. Wo nix ist, kann man auch nix finden, das zum einen, zum anderen fang ich langsam an zu begreifen, warum die Leute 33 auf diesen Idioten abgefahren sind. Die Situation war ähnlich (wird man im weiteren Verlauf noch deutlicher sehen) und für die Leute war es scheinbar wie jetzt unmöglich zu verstehen, daß ihr persönliches Desaster nicht Resultat eines unpersönlichen Systems war, sondern die haben händeringend nach "persönlich" schuldigen gesucht. Resultat ist bekannt.
Wer meint, hinter allem würden böse Mächte sein, möge sich doch einfach nen Zettel nehmen und aufschreiben, wem das derzeitige Desaster denn nützt und welche Vorteile der aus dem Desaster zieht, die der nicht ohne dieses Desaster ohnehin bekommen hätte. Gleichzeitig bitte die Risiken aufschreiben, die die böse Macht im jetzigen Desaster hat ....
Wer dann zu dem Schluß kommt, es gibt keine böse Macht ... fein. Wer zu dem Schluß kommt, er könne die böse Macht identifizieren hat was falsch gemacht und sollte schleunigst den nächsten Psychater seines Vertrauens aufsuchen.

Clara
12.05.2009, 09:10
Dieses System hat keinen Plan, weil keiner dafür erstellt worden ist. :)
Das ist deswegen nicht geschehen um eine größtmögliche Bereicherung in kürzester Zeit zu ermöglichen.
Und genau deswegen wehren sich auch die Gierigen gegen solche Pläne so immens.
Das sie längerfristig bessere Geschäfte mit Regelungen als ohne machen können, erkennen sie in ihrer kurzsichtigen Gier nicht.
Als ob man ihnen auch noch erklären müsste wie der Mammon anzubeten ist, so kommt mir das manchmal vor.

Grüße Clara

wafi
12.05.2009, 09:17
nö clara

das ist nicht der Punkt. Wer meint Wirtschaft staatlich regeln zu können, hat nix kapiert. Wirtschaft funktioniert klasse ohne jeglichen Staat. Das Problem ist "nur" das Geldsystem. Versuchst du Wirtschaft zu regeln ohne eben dieses Geldsystem anzufassen, landest du früher oder später bei Formen wie Stamokap o.ä. ändern tutst du aber nix und die Umverteilung von unten nach oben läuft weiter, vielleicht mit dem Austausch der Pappnasen oben, aber wen interessiert das, welche Pappnase abkassiert.
Wer nach Regulierung ruft, möchte nur die Pappnasen wechseln ... am besten seine eigene nach oben setzen. Bringt bloß keinen Schritt weiter.

Clara
12.05.2009, 09:45
@wafi

Löhne gleichsetzen, faire Rohstoffpreise festsetzen, die Aktienmärkte neu regeln und die Zinsen begrenzen
würde meiner Meinung nach voll ausreichen :)
Danach hätten wir ein selbstlaufendes System in dem keiner mehr hungern muss, denke ich.

Grüße Clara

oloool
12.05.2009, 09:56
Wer meint, hinter allem würden böse Mächte sein, möge sich doch einfach nen Zettel nehmen und aufschreiben, wem das derzeitige Desaster denn nützt und welche Vorteile der aus dem Desaster zieht, die der nicht ohne dieses Desaster ohnehin bekommen hätte. Gleichzeitig bitte die Risiken aufschreiben, die die böse Macht im jetzigen Desaster hat ....


Peter,

mit Deinen Betrachtungen über Marktwirtschaft, dem Geldsystem und den Lösungsansätzen stimme ich Dir ja zu.

Doch das reale System ist eine Dynamik eben auch aus extremen, dualistischen Vorstellungen über das personifizierte Gut und Böse, Schubladen aus religiösen Glaubenssätzen und aus der natürlichen Annahme, wenn Menschlein nicht die Krone trägt, er auch nicht an der Spitze der Nahrungskette steht; er also einen ständigen natürlichen Feind meint zu haben. Das wird auch in "konzertierten" medialen Kampagnen immer wieder subtil erfrischt.

Mach mal eine Umfrage, inwieweit jeder Einzelne glaubt, dass jede menschliche Gesellschaft eine religiöse Führung braucht.

Allein diese Reaktion einer Menge Menschen reicht aus, es in die theoretische Betrachtung einbeziehen zu müssen.

Und da steckt der "Plan". :)

wafi
12.05.2009, 09:57
@Clara klappt nicht.

Nimm nen Beispiel Lohn. Die Lebenshaltungskosten sind, wenn du dir das global betrachtest, extremst unterschiedlich. Damit kannst du Löhne nicht, ohne neue Ungerechtigkeiten zu erzeugen, festlegen. Kannst du nur regional machen über nen Mindestlohn ... hast damit aber dann die Schwierigkeit der Abwanderung von lohnintensiven Industrien. ... Konsequenz, funktioniert nicht.

Selbiges bei Rohstoffpreisen ... was ist ein gerechter Preis? Wie willst du den definieren? Wer ist denn in der Lage den festzusetzen?????
eine Regelung über Angebot und Nachfrage ist daher sinnvoll. ABER ... und da liegt die Krux an dieser Regelung, derzeit ist der Geldbesitzer dem Warenbesitzer überlegen, denn der kann sein Geld auch über andere Kanäle vermehren, Stichwort Kapitalmarkt. Wenn Geld ein Produkt ist, was auch an Wert verliert (siehe Gesell Umlaufsicherung/Schwundgeld als Beispiel) hat Geldbesitzer diesen Vorteil nicht mehr, dann verhandeln Rohstofflieferant und Abnehmer auf gleicher Augenhöhe und DANN sind "gerechte" Preise machbar. Gerecht in "" weil eine tatsächliche "Gerechtigkeit" ist irgendwie nicht zu schaffen, im besten Fall pendelt die "Gerechtigkeit" um eine immaginäre Nulllinie.

wafi
12.05.2009, 10:05
oloool

schon richtig, was du schreibst. M.e. aber erstmal ne Frage, wie man damit umgeht. Medial wird grad in ... ich glaube Postbank Werbung ... rüber gebracht ..."am Schluß zähl ich", herrlich, daß die sich entblöden so einen Schwachsinn von sich zu geben. Ich denke aber, das ist ganz grundsätzlich ne Frage inwieweit dieser Machtpoker aus Gut/Böse zum Machterhalt eingesetzt wird ... oder um es platt zu sagen, gibt`s keine Macht mehr, macht auch der Gut/Böse Quatsch keinen Sinn, weil eben nicht machterhaltend.
Tscha, aber im Moment versucht die Linke genau dieses Spiel zu bedienen ... statt Aufklärung zu betreiben. Gestern nen Wahlspot gesehen mit dem Napoleon von der Saar ... man war mir schlecht.

Clara
12.05.2009, 10:13
@wafir

Ich bin eigentlich überzeugt davon, das meine Vorschläge brauchbar sind, für mich sind sie ein effektiver Weg die Ausbeutung zu verhindern und trotzdem die Bereicherung des Einzelnen zuzulassen.

Ist eine Angleichung der Lebensverhältnisse aller Menschen auf diesen Planeten hin zum Wohlstand und nicht zur Armut nicht erstrebenswert?
Ist es nicht erstrebenswert das die Menschen von ihren Bodenschätzen auch profitieren ?

Mir geht es um effektive Vorschläge, nicht um Absichtserklärungen.

Solange Angebot und Nachfrage darüber bestimmen ob die Menschen hungern, solange werden sie auch hungern, denke ich.

Es müssen nicht viele Regeln sein aber ganz ohne geht es nicht.

Grüße Clara

wafi
12.05.2009, 10:24
Clara

ob`s dir nun paßt oder nicht, die Lebensverhältnisse global sind extrem unterschiedlich. Nimm nen dusseliges Beispiel .... du kalkulierst was Mensch im Winter braucht um ne Basis für einen "gerechten" gleichen Lohn zu bekommen ... Glaubst du ernsthaft, du könntest die Bedürfnisse eines Inuit, eines Nordeuropäer oder eines Menschen von Samoa in der Frage wieviel Kohle ist für Winterkleidung notwendig, unter einen Hut bekommen????

Nein, deine Vorschläge sind nicht durchführbar und führen nur zu einer Mangelwirtschaft a la DDR u.ä.

oloool
12.05.2009, 10:45
gibt`s keine Macht mehr, macht auch der Gut/Böse Quatsch keinen Sinn, weil eben nicht machterhaltend.



Peter,

das "System" steckt in jedem von uns.
Mensch sortiert ("integriert") sich selbst. Du kannst dem festen Glauben des Einzelnen nicht widersprechen. Keine logische Argumentation wäre hier ein Rezept. Selbst diejenigen, die sich laut gegen etwas aussprechen, würden es tief bedauern, wenn dies als die Rechtfertigung ihres selbstgewählten Kontra plötzlich wegfiele. Sie brauchen und suchen die Spannung in den Gegensätzen. Das ist "unsere" Kultur, die "christliche Wertegemeinschaft".

Die daoistischen Philosophen haben die Gegensätze nicht ignoriert, sie sehen das Ziel jedoch nicht in einem Extrem ("Gut"), sondern im Ruhepol zwischen den Komplementären. Im Anerkenntnis des "Gut/Böse", den Lebensweg stets neu zu finden, Ablehnung für geistige Sesshaftigkeit...

In dieser Epoche haben wir uns aber fest gebissen an den Heldengeschichten, die stets über das (absolut) Böse triumphierten. So gibt es hier nur das eine bequeme Ziel: Stets gut zu sein. Aber das ist eben relativ... :)

wafi
12.05.2009, 10:57
völlig richtig oloool

aber global betrachtet sind die geistig degenerierten Europäer in der Minderzahl und es ist erhebliches Potential aus China und Indien zu erwarten, wenn die es schaffen, sich von dem westlichen Denken abzukoppeln und sich auf ihre Traditionen zu besinnen. Übrigends ... erwähnte ich schon mal, daß Lao Tse als ein bedeutender Anarchist gilt? Übrigends, Daodejing ist nen klasse Buch, kommt allerdings auf den Übersetzer an. Ich hab ne Ausgabe mit jeweils einer wörtlichen Übersetzung und dem gegenübergestellt die "interpretierte" Übersetzung. Find ich ganz hilfreich. Aber im Grunde hast du natürlich recht ... und wie Proudhon sagte "Religion ist Übel" ... dieser scheiß Monotheismus ist m.E. eines der Hauptprobleme im hiesigen Denken (falls man es überhaupt so nennen kann)

oloool
12.05.2009, 11:14
Übrigends, Daodejing ist nen klasse Buch, kommt allerdings auf den Übersetzer an.


Es betrifft ja leider nicht nur 'die Europäer'...
Sondern auch uns. :)

Hast Du eine ISBN?

wafi
12.05.2009, 12:19
jau hab ich
ISBN 3 548 250067 2
Autor Jan Ulenbrook

Beverly
12.05.2009, 18:45
Beverly

Ich denke es ist eben nicht schlimm, daß das System keinen Plan hat. Der Witz dabei ist simpel, daß genau dieser Punkt der Punkt ist, an dem es so schwer zu knacken ist.

@wafi,

keinen Plan zu haben ist der Plan derjenigen, die sich mit dem System identifizieren. Das habe ich in x-tausend Diskussionen im Internet erlebt. Der Mainstream hat da in verschiedenen Foren und auf allen möglichen Ebenen und in vielen Bereichen so ziemlich jedes noch so harmlose Konzept mit Zähnen und Klauen bekämpft.
Mit schöner Regelmäßigkeit sind meine Diskussionen mit den Protagonisten des Mainstreams so sehr ins Persönliche abgeglitten, dass ich da nicht an "unpersönliche Kräfte" hinter all dem glauben kann. Ich halte es auch für falsch, den Menschen nur auf den Marktteilnehmer zu reduzieren. Selbst im Idealfall schafft "der Markt" zwar Vieles, aber nicht alles. Und vom Idealfall sind wir weit entfernt, weil die Herrschenden immer dann in den Markt eingreifen, wenn es ihnen passt oder da die Menschen zu viel Freiheit hätten.
Und zu so einem idealen Markt würde es auch gehören, den Menschen die Antwort auf die Frage "welche Zukunft wollt ihr" selbst zu überlassen und sie zwischen verschienden Konzepten wählen zu lassen. Mit "There Is No Alternative" geht das aber nicht. Und der Markt für Konzepte, Visionen und Zukunft ist seit Jahr und Tag eines der übelsten Oligopole, wo Newcomer IMHO keine Chance haben.

wafi
12.05.2009, 20:38
Beverly

die Trennung, da wiederhol ich mich, zwischen Markt und der Ausbeutung die wir heute haben, liegt m.E. im Geldsystem. Machst du da ne Trennung, dann ist freier Markt nicht schlecht. Das Problem sind nur die monetären Auswüchse. Mir geht`s eigentlich nur darum aufzuzeigen, daß eine Marktregulierung über welche Mechanismen auch immer und sei es in letzter Konsequenz über ne Planwirtschaft, eben NICHT das Problem löst, denn es greift an Punkten an, die im Gegenteil Probleme lösen können.

Gruß
Peter

dart1976
12.05.2009, 22:36
Gut, also eigentlich sollte es Funktionieren, unser Geldsystem.
Dann nur die Frage warum es so Unmenschlich wird.

Genau genommen, entsteht Geld, dadurch das man es von Menschen nimmt die keines haben.
Daher die Verteilung von Unten nach Oben, in Richtung der Reichen.

Das Hauptproblem sehe ich darin wie Menschen Geld wahrnehmen.

Immer zuwenig, Geld ist wertvoll.
Etwas kaufen können, wird höher aus der Besitz gewertet.
Jemand der mehr Geld hat, ist mir überlegen.
Geld bedeutet Macht.
Geld macht Glücklich.
Kein Geld zu haben macht unglücklich.
Geld muss Angebetet werden.

Das sich daraus der Mist ergibt, den wir haben ist für mich klar.
Daher sollten die Menschen endlich mal in den Kopf bekommen, das Geld einfach nur ein Zwischentauschmittel ist, ohne Wert, ohne Macht. Einfach etwas das zum Ausgeben gemacht ist.
Wenn man Geld aufbewahren möchte ist es noch verderblicher als ein Sack Kartoffel, und schmecken tut’s auch scheußlich.
Ungern stimme ich Gesell zu, in der Aussage, Land darf nicht Eigentum sein.
Jedoch wenn jeder ein Stück Land hat, könnte jeder, die Verderblichkeit von einem Sack Kartoffel auf ewig haltbar ändern.
Vielleicht liegt es einfach nur an meiner Anschauung, aber ich finde, jeder sollte ein kleines Stück Land sein eigen nennen dürfen, seinen eigenen Persönlichen Platz auf dieser Welt.
Dummerweise ist Land nicht gleich Land, daher wird das eher schwierig, aber nicht unmöglich, dank moderner Technik.


Allein diese Reaktion einer Menge Menschen reicht aus, es in die theoretische Betrachtung einbeziehen zu müssen.
Und da steckt der "Plan". :)

Stimmt, das macht mir mehr Angst als Atombomben und alle Massenvernichtungswaffen zusammen, weil Religionen viel gefährlicher sind und mehr Menschen töten und getötet haben.
Und behaupte mir jetzt bitte nicht eine Religion, tötet keine Menschen.

Zugegeben Menschen brauchen eine Religion, nur sollte man seine Religiösen Überzeugungen nicht in der Öffentlichkeit herumtragen, den das kann schnell dazu führen das man sich Überlegen fühlt, besonders in der Gruppe.

oloool
13.05.2009, 09:41
Stimmt, das macht mir mehr Angst als Atombomben und alle Massenvernichtungswaffen zusammen, weil Religionen viel gefährlicher sind und mehr Menschen töten und getötet haben.
Und behaupte mir jetzt bitte nicht eine Religion, tötet keine Menschen.

Zugegeben Menschen brauchen eine Religion, nur sollte man seine Religiösen Überzeugungen nicht in der Öffentlichkeit herumtragen, den das kann schnell dazu führen das man sich Überlegen fühlt, besonders in der Gruppe.


Guten Morgen Dart,

daran ist prinzipiell nichts auszusetzen. Kein Widerspruch. Nur hätte ich es anders formuliert, denn es sind ja nicht Thesen, die freie Menschen mit Hass und Krieg überziehen, es sind ja die Menschen selbst, die aus Thesen den Grund für Kriege und Hass schöpfen. ;)

Füttere die Menschen mit Hass und Unzufriedenheit und sie werden noch mehr Hass und Unzufriedenheit schaffen.

:)

Clara
13.05.2009, 09:44
@wafi

Nicht ich muss die Lebensbedürfnisse der Menschen auf diesem Planeten unter einen Hut bekommen, sie sind schon immer dieselben.

Und natürlich haben wir die Pflicht überall auf diesem Planeten gleich gute Lebensbedingungen zu schaffen.
Ich mache mir doch nicht jahrelang Gedanken um dann ein Konzept für eine ebenso ungerechte Welt zu ersinnen. Das wäre doch die reine Zeitverschwendung.

Du möchtest also das Lohn und Rohstoffkosten weiterhin Spekulationsobjekt sein können.
Menschen verhungern während von ihrem Grund und Boden ihre Reichtümer geraubt werden.
Ich konnte mir Workings Mans Death nicht ansehen, aber ich denke dieser Film ist ein gutes Argument dafür, das wir dringend Gesetze schaffen müssen die uns allen weltweit ein menschenwürdiges Leben ermöglichen.

Was stört dich daran, das eine Inderin umgerechnet auch 10 Euro Stundenlohn erhält, oder die Afrikanerin aus dem Erlös ihrer Kaffeeplantage ihre Familie gut versorgen kann?

Ich habe noch nie irgendwo Steintafeln gesehen worin das Gebot: die eine Hälfte der Menschheit muss hungern, gemeißelt ist.

Grüße Clara

wafi
13.05.2009, 10:28
Clara

sorry ... aber wo hab ich das geschrieben???? Wenn du liest was ich geschrieben habe, dann ist es ganz einfach, das Geldsystem ist das Problem, NICHT der Markt ... denn nur mit freier Marktwirtschaft können Bedürfnisse, die sehr unterschiedlich sind, eben auch unterschiedlich befriedigt werden.

Nochmal, es ist Schwachsinn überall gleich gute Lebensbedingungen schaffen zu wollen, weil die Lebensbedingungen von NATUR aus unterschiedlich sind. Die Tropen sind anders als die Subtropen, anders als die gemäßigten Zonen anders als polar Regionen.

und es tut mir leid, wenn du dir jahrelang nen Kopf gemacht hast um nen Konzept, was nicht funktionieren kann zu ersinnen. Ändert aber leider nix an der Tatsache, daß es nicht funktioniert. Gleich gute Lebensbedingungen sind nen Fantasieprodukt ... und im übrigen, laß die Leute doch selbst definieren was sie als gute Lebensbedingung ansehen. Da brauchste dir keinen Kopp zu machen, die können das alleine regeln.

Clara
13.05.2009, 11:20
@wafi

Du möchtest also keine gleich guten Lebensbedingungen für alle Menschen auf diesem Planeten schaffen.
Das ist natürlich dein gutes Recht, ich möchte das und schreibe deswegen auch hier.

Du meinst also wir müssen uns keinen Kopf um die Verhungernden machen, die können das schon selber?
Ich sehe mein Leben lang das du unrecht hast.

Ich möchte das keiner mehr verhungert, die Menschen überall auf der Welt von ihrer Arbeit leben und ihre Kinder in die Schule schicken können.
Wenn das für dich ein Fantasieprodukt ist, dann frage ich mich, was für eine Welt du dir wünschst.

Grüße Clara

wafi
13.05.2009, 11:37
Clara
wo habe ich das geschrieben??????

Nur was du nicht kapierst ist simpel, daß die Definition was nen gutes Leben ist erstmal von jedem selber definiert werden muß und du das gerne für dich definieren kannst, aber laß es für andere einfach sein.

Denk doch mal "dein" Konzept gleicher Lohn für gleiche Arbeit durch. Nimm mal an, irgendwer kriegt hier Netto 2000 ... dafür zahlt er Miete, Strom Gas Wasser usw usw ... kommt damit über die Runden.

Jetzt denk dir selbigen Menschen auf Samoa ... selbe Kohle ... mit der zahlt er natürlich auch die Kosten, nur sind die Kosten wesentlich niedriger. Heizen braucht der z.B. nicht. Nen Haus auf Samoa zu bauen kostet nur nen Bruchteil von dem, was es hier kostet, schlicht weil Wärmedämmung usw nicht notwendig ist ect ....

Konsequenz, mit gleichem Lohn kann der Mensch auf Samoa sich wesentlich mehr "Freizeitvergnügen" leisten oder hat ne wesentlich höhere Sparquote oder ... oder ... oder ... Egal wie du`s betrachtest, gleicher Lohn für gleiche Arbeit würde um Lebensumstände zumindest ähnlich zu machen, gleiches oder ähnliches Kostenniveau bedingen. Nur die Kosten für Leben sind eben unterschiedlich.
Dann kannst du sagen ... fein ... ich will ja nur gleiche Lebensumstände, ergo bei 50% Kostenreduktion muß man ja um gleiche Lebensumstände zu kreieren dann halt nur 50% Lohn zahlen. Scheun ... dann hast du im Prinzip ähnliche Lebensumstände ... nur der Lohnanteil an Produkt wasweißich ist plötzlich wg. des geringeren Lohnes eben auch geringer oder anders gesagt, es kann dort billiger produziert werden und was passiert dann? Na ganz einfach, Produktion mit hohen Lohnkosten wird eben dahin verlagert, wo Löhne niedriger sind ...

Es ist egal ob du ne Egalisierung von Löhnen forderst ... mit der Maßgabe dann sich entwickelnder ungleicher Lebensumstände oder ob du egalisierte Lebensumstände forderst ... mit der Konsequenz der Kosten und Produktionsverlagerung.
Der grundsätzliche Fehler deiner Betrachtungsweise ist erstmal autoritär ein System vorschreiben zu wollen ... wie gesagt, können die Leute selber entscheiden. Der zweite grundsätzliche Fehler wird ganz schnell offensichtlich, denn es geht im Endeffekt um das GEldsystem, wo Lohn nur nen anderes Wort eben für Geld ist und wie gezeigt, das GEldsystem ist eben nicht in der Lage irgendwas zu egalisieren, scheiß egal, wie du es anfaßt.

Und bevor du mir weiter Scheiße unterstellst, denk erstmal nach.

Iphigenie
13.05.2009, 12:09
Clara


Und bevor du mir weiter Scheiße unterstellst, denk erstmal nach.


Hallo Peter,

Du mußt nicht gleich mit Kanonen auf Spatzen schießen (= SCHEISSE).
Clara würde das nicht tun, da verkennst Du sie gehörig. Sie ist ein von Herzen aufrichtiger menschenliebender Mensch.

grüße
Iphi:)

wafi
13.05.2009, 12:19
naja Iphi

komisch, ich krieg immer nen Horn wenn mir einer unterstellt, daß ich Ausbeutung richtig fänd, da zweifel ich dann doch nen bißchen an dem aufrichtig menschenliebenden Mensch.

dart1976
13.05.2009, 20:16
..., denn es sind ja nicht Thesen, die freie Menschen mit Hass und Krieg überziehen, es sind ja die Menschen selbst, die aus Thesen den Grund für Kriege und Hass schöpfen. ;)

Füttere die Menschen mit Hass und Unzufriedenheit und sie werden noch mehr Hass und Unzufriedenheit schaffen.

:)

Mal überlegen, was meint oloool damit.
Also meine Idee, diese Thesen in den persönlichen Bereich des Menschen zu verbannen.
Jetzt behauptest du, dass diese Thesen nicht der Grund für Kriege und Hass sind, sondern der Mensch selbst.
Religionen verbieten geht nicht, weil Mensch Religionen braucht, da sind wir uns sicher einig.
Das es sinnvoll währe, den Grund für Kriege und Hass zu beseitigen, da sind wir uns auch sicher einig.
Das es ohne Menschen, keinen Grund für Kriege und Hass gibt ist auch klar.
Menschen haben einen Willen, jemand will etwas oder er will es nicht, ob dieser Wille nun frei ist oder nicht ändert an dieser Tatsache auch nichts. Ohne diesen Willen ist Mensch sein, nicht möglich.
Alleine diese Tatsache das Menschen einen Willen haben, der von dem Willen anderer Menschen abweichen kann, ist Grund genug, für Kriege und Hass.
Darauf bezieht sich meine Idee, Religionen in der Öffentlichkeit zu verbieten auch gar nicht.
Sondern nur auf das Problem, das wenn man seine eigene persönliche Religion in der Öffentlichkeit herumträgt es den Menschen das Gefühl der Überlegenheit über andere Menschen gibt.
Dieses Überlegenheit Gefühl wird dadurch erzeugt, das man durch Religionen, auf Fragen, Antworten erhält, nach denen jeder andere Mensch suchen muss.
Unterschiedliche Meinungen können, zu Hass und Krieg führen.


Nicht ich muss die Lebensbedürfnisse der Menschen auf diesem Planeten unter einen Hut bekommen, sie sind schon immer dieselben.

Die Lebensbedürfnisse der Menschen sind schon immer dieselben???????
Wie?
Jeder Mensch soll das gleiche Essen und die gleiche Portion bekommen.
Kannst ja mal bei dir Zuhause versuchen, jeden das gleiche Essen zu geben, währe ja wirklich Praktisch, man würde keine Speisekarten in Restaurants brauchen.

Und natürlich haben wir die Pflicht überall auf diesem Planeten gleich gute Lebensbedingungen zu schaffen.
Ein Eisbär würde das sicher anders sehen. Bitte Clara vergiss es, Menschen sind verschieden, das ist so und soll bitte, bitte auch so bleiben.


Du meinst also wir müssen uns keinen Kopf um die Verhungernden machen, die können das schon selber?
Ich behaupte jetzt einfach, jeder Mensch hat sich selber darum zu kümmern, dass er nicht verhungert.
Wieso behaupte ich so was? , weil jeder Mensch genau weis, das es wirklich so ist, nur…, aber…, leider… usw. und wenn der eigene Bauch voll ist kann man das leicht behaupten.

Nur sollte man sich anschauen, warum die Menschen hungern müssen.
Denn Menschen einfach nur durchzufüttern ist, eine der schrecklichsten Perversionen die die Menschlichkeit hervorbringt.
Dadurch wird nur das eigene Gewissen beruhigt und man macht diese Menschen abhängig, man besitzt Macht über das Leben der Menschen, die man durchfüttert.
Menschen etwas zu essen geben ist kurzfristig sicher etwas gutes, aber wenn man dann nicht sofort diesen Menschen die Möglichkeit gibt, sich selbst zu versorgen, wird es zur Folter.

Stell dir vor du selber währst abhängig von den Fütterungen eines andern Menschen, würdest du so leben wollen? Ich sicher nicht, selbst mein Recht zu Sterben währe mir genommen.
Das würde ich keinen Menschen antun.

oloool
13.05.2009, 20:43
Mal überlegen, was meint oloool damit.
Also meine Idee, diese Thesen in den persönlichen Bereich des Menschen zu verbannen.
Jetzt behauptest du, dass diese Thesen nicht der Grund für Kriege und Hass sind, sondern der Mensch selbst.
Religionen verbieten geht nicht, weil Mensch Religionen braucht, da sind wir uns sicher einig.


Dart, ich bin wie Du der Ansicht, das Glaube Privatsache ist.
Aber Menschen gleichen Glaubens wollen sich austauschen, so gründen sie Gemeinden,... Wollen/dürfen sie ihren Glauben aber nicht "öffentlich" aushängen, entsteht außerhalb wieder Misstrauen durch Unwissenheit, Vorurteile und wilde Spekulationen.

Öffnen sie ihren Glauben, finden sie sich alsbald in der Verteidigung. Denn irgendwo gibt es immer jemanden, der penetranten Hochmutes seine Ansichten aufdrängen muss (auch als Teil der Religion). Da werden alle Nerven mal schwach...

Das Problem liegt für mich deshalb nicht in den Thesen, sofern sie etwas Erfüllendes, Konstruktives vermitteln, sondern in der unbeteiligten Umwelt. Ein Problem der Religionen können Rituale sein, Forderungen an den Einzelnen, die gegen natürliches menschliches Verhalten gerichtet sind.

Eine Lösung habe ich nicht. :confused:

dart1976
13.05.2009, 21:05
Eine Lösung habe ich nicht. :confused:

Ich auch nicht, nur das Konzept, das Menschen sich wegen Religion umbringen oder umgebracht werden, muss weg.
Das absurde ist das jede Religion das töten von Menschen genau regelt.
Unser Geldsystem ist mir da sehr sympathisch, weil es über der Religion des einzelnen stehen kann und alle Menschen, Geld gerne als gemeinsame Religion annehmen, sobald sie diese Möglichkeit bekommen.
Religionen sind wie Gedanken, Gedanken sind unsichtbar für andere Menschen, warum kann es die Religion eines Menschen nicht auch werden, einen Feind der sich nicht zu erkennen gibt, kann nicht bekämpft werden.
Leider, ist das auch nur halb Richtig, irgendwie muss das doch Menschenmöglich werden.

oloool
13.05.2009, 21:19
Ich auch nicht, nur das Konzept, das Menschen sich wegen Religion umbringen oder umgebracht werden, muss weg.
Das absurde ist das jede Religion das töten von Menschen genau regelt.
Unser Geldsystem ist mir da sehr sympathisch, weil es über der Religion des einzelnen stehen kann und alle Menschen, Geld gerne als gemeinsame Religion annehmen, sobald sie diese Möglichkeit bekommen.
Religionen sind wie Gedanken, Gedanken sind unsichtbar für andere Menschen, warum kann es die Religion eines Menschen nicht auch werden, einen Feind der sich nicht zu erkennen gibt, kann nicht bekämpft werden.
Leider, ist das auch nur halb Richtig, irgendwie muss das doch Menschenmöglich werden.


Diese Religion des Geldes regelt das Töten auch, nur diskreter.
Ein Feind, den man ahnt aber nicht erkennen kann, könnte ein Freund der totalen Panik sein.

Vielleicht würde man schlau, wenn man wirklich mal alles zusammenträgt was die frühen Zivilisationen hinterlassen haben oder wartet auf das nächste Zeitalter... Keine Ahnung, nur im Jetzt hat man keine Chance neu zu beginnen, nicht ohne Totalcrash, fürchte ich.

dart1976
13.05.2009, 21:34
Vielleicht würde man schlau, wenn man wirklich mal alles zusammenträgt was die frühen Zivilisationen hinterlassen haben oder wartet auf das nächste Zeitalter... Keine Ahnung, nur im Jetzt hat man keine Chance neu zu beginnen, nicht ohne Totalcrash, fürchte ich.

Totalcrash, nein danke, da behalte ich lieber den Mist den wir haben.
Leider wird diese Totalcrash nicht passiert, weil sich das System selbst erhalten kann, und mehr Menschen das System erhalten wollen, als es zerstören.

Veränderungen müssen in der Gegenwart passieren, in der Zukunft ist es nur der Wunsch einer Veränderung.
Für Veränderungen muss es immer eine Notwendigkeit geben, geht leider nicht anders, da hast du sicher Recht.
Ob der Wunsch eine Veränderung zu bewirken, zur Notwendigkeit werden kann weis ich leider nicht.
Jedoch ist das definieren eines Wunsches, der beginn einer Veränderung.

oloool
13.05.2009, 21:48
Jedoch ist das definieren eines Wunsches, der beginn einer Veränderung.


Dem stimme ich zu.
Ich wünsche mir eine natürliche/objektive Vernunft.
Nicht unbedingt die mit der Die Linke gerade hausieren geht, sondern eine, die Religionen oder den Wunsch nach einer starken Hand der Macht für alle obsolet macht.


Was wünschst Du Dir?

dart1976
14.05.2009, 00:14
Ich wünsche mir, das mehr Menschen sich ernsthaft überlegen, was sie wirklich wollen.
Und Glauben, das jeder Mensch die ganze Welt so ändern kann, wie sie für uns alle und jeden einzelnen sein sollte.

Clara
14.05.2009, 08:13
@wafi

Du hast halt gesagt es kann keine Gerechtigkeit für alle geben. Und hast auch weiterhin Argumente die sich gegen eine weltweite Gerechtigkeit wehren. Damit bist du nicht alleine, ich bin nur enttäuscht so ein Denken in diesem Forum vorzufinden.
Diese Aussagen lassen mich zu rhetorischen Mitteln greifen, weil ich sie auch wirklich leider als sehr menschenfeindlich empfinde.
Wie sehr man rhetorische Mittel in einem Gespräch überhaupt einsetzen darf, darüber bin ich mir noch nicht im klaren, solange schreibe ich noch nicht.

Deine Sichtweise sagt für mich, lass alles beim alten, es gibt keine Gerechtigkeit und die Menschen müssen sich selber helfen.

Die einzigen denen ich Vorschriften machen möchte sind die, die mit ihrer Gier den Hunger verursachen.

Ist dir die Freiheit auszubeuten wichtiger wie das Recht nicht zu verhungern?

Ich kenne nicht die Lebenshaltungskosten auf Samoa, aber ich weiß das schon vor 15 Jahren die Lebensmittelpreise in Westafrika für viele Menschen dort nicht mehr bezahlbar waren und seitdem die Teuerungsrate unaufhörlich ansteigt. Kennst du denn die Lebenshaltungskosten auf Samoa?

Einfach verhungern lassen also?
Gutes Leben für sich selber definieren und dann ruhig sein?

Nein sry, ich verstehe gar nicht wie du solche Vorschläge machen kannst.
Das geht in mein kleines naives Hirn wirklich nicht rein.

Die Lebensbedingungen werden sich sowieso weltweit anpassen nur im Moment könnten wir vielleicht noch entscheiden wie weit sie noch für uns alle absinken.

Mir ist menschenwürdiges Leben für alle wichtiger wie Unternehmerische Freiheit.
Wobei ich auch die Unternehmerische Freiheit so gut wie nicht beschneiden möchte, ich möchte nur endlich Wege finden, wie die schamlose Ausbeutung die uns in die Katastrophe führt beendet werden kann.

@dart1976

Im Grunde bist du ja derselben Meinung wie wafi, weswegen der obige Text auch an dich gerichtet ist.

Es geht darum, das wir uns weltweit nicht immer weiter in Lohnkosten unterbieten, weil so jetzt schon ein riesiges Elend dadurch entstanden ist,
Und es geht darum das die Menschen an ihren Reichtümern beteiligt werden, und nicht nur Shell, Nestle und Jakobs immer feister werden.

Es geht nicht darum das jeder Mensch auf dem Planeten dasselbe wie ich essen muss, das würde ich keinem antun wollen bei meiner Kochkunst.

Bevor die ersten Europäer nach Afrika gekommen sind gab es dort keine Hungersnöte.
Nach 300 ? Jahren Kolonialisierung, soll ich jetzt auch mit euch in den Kanon einstimmen , das die Ausgebeuteten sich selber helfen sollen gefälligst?

Nein entschuldigt bitte, ich finde eure Einstellung einfach nur grauenhaft und wie gesagt auch menschenfeindlich.
Wir sind permanent unserer Brüder und Schwestern Hüter so sehe ich das.
Und deswegen haben wir auch die Pflicht uns genauso für ihre Bedürfnisse einzusetzen wie für unsere.

Die Lebensbedürfnisse der Menschen sind schon immer und ewig die selben und haben nichts mit dem was sie essen zu tun.
Mit der Portionsgröße aber sehr wohl.
Seit ihr etwa zufrieden mit den Portionsgrößen die sehr vielen Menschen auf diesem Planeten nur übrig bleiben?
Ich nicht.
Die hundert kleinen Hände die gierig auch noch das letzte Reiskorn von Tisch gesammelt haben, nachdem in Ghana die Mahlzeit für uns Erwachsenen zuende war, werde ich niemals vergessen.
Kinder ohne Schuhe und genügend Nahrung, während das Land in dem sie leben der größte Kakaoexporteur der Welt ist? Diese Zustände findet ihr also erhaltenswert?
Und Ghana ist reich im Verhältnis zum restlichen Teil von Schwarzafrika.

Die Menschen sind verschieden das stimmt und ich finde das auch wunderbar.
Ob manche lieber im Elend leben als andere, das bezweifele ich aber dann doch.
Mir geht es auch nicht um durchfüttern, sondern um faire Lebensbedingung.
Die kann man meines Erachtens nur erreichen, wenn die Menschen an den Gewinnen aus ihren Rohstofferlösen auch beteiligt werden müssen und es faire Weltmarktpreise für ihre Produkte gibt.

Entwicklungshilfe wäre überflüssig ohne diese schamlose Ausbeutung.

Meine Vorschläge finde ich auf jeden Fall diskutabel, alleine bei den festen Rohstoffpreisen sind noch extrem viele Fragen offen und ihre Umsetzung würde auch sowieso mindestens 20 Jahre dauern.
Aber das eine Angleichung der Lebensverhältnisse aller Menschen auf dem Planeten hin zum Europäischen Lebensstandart, wo es genügend Nahrung, Krankenhäuser und Schulen für die Kinder gibt nicht erstrebenswert sein soll, so werde ich hoffentlich nie denken.


Grüße Clara

oloool
14.05.2009, 19:49
@wafi

Ist dir die Freiheit auszubeuten wichtiger wie das Recht nicht zu verhungern?



Hallo Clara,

wafi hat sich (vorübergehend?) eine Auszeit genommen. Ich möchte mit meinen Worten versuchen, wafis Standpunkt, der prinzipiell auch meiner ist, zu erklären:

Zunächst, es geht um die Freiheit aller, nicht um die Freiheit einer "Elite".
Die These geht davon aus, dass es keiner politisch-organisierenden Hierarchie bedarf, wenn ein gemeinsamer Nenner eine Gemeinschaft verbindet und das jede Zwangsverbindung, also über diesen Konsens hinausgreifend, Unterdrückung bedeutet. Damit ist eine hierarchische Machtkonstruktion obsolet. Der Mensch wird sich dennoch in Gemeinschaften aufgrund seiner natürlichen Bedürfnisse und der technischen Möglichkeiten zur Befriedigung dieser frei integrieren. Aber die sind halt dezentral organisiert.

Die Welt ist keine Scheibe, sie hat nicht nur zwei Ansichten.
:)

dart1976
14.05.2009, 20:13
Nur weil man anderer Meinung ist muss das nicht bedeuteten das einer Recht hat und der andere Unrecht.
Meistes stellt sich im Gespräch oft heraus das diese Meinungen gar nicht so unterschiedlich sind wie man anfangs gedacht hat, oder man erkennt, dass beide Gesprächspartner Unrecht haben.

Clara, versuch bitte mal kurz zu vergessen, dass sich unsere Meinungen widersprechen, und versuch mal über meine Meinung nachzudenken, dann können wir unsere Meinungen überprüfen.

dart1976
14.05.2009, 23:58
Bevor die ersten Europäer nach Afrika gekommen sind gab es dort keine Hungersnöte.
Nach 300 ? Jahren Kolonialisierung, soll ich jetzt auch mit euch in den Kanon einstimmen , das die Ausgebeuteten sich selber helfen sollen gefälligst?


Beweist das nicht eindeutig, dass sie Einmischung der Europäer keine gute Idee war.
Warum sollte das nach 300 Jahren besser sein.

Sich in fremde Kulturen einzumischen, ist nun ganz sicher keine Gute Idee.

Nur bin ich 100 % überzeugt das das nur Durchfüttern keine Lösung ist und nur noch mehr schaden anrichten würde. Ich hoffe, Clara das wir uns da einige sind, denn wenn das in deiner Gedankenwelt nicht klar ist, können wir uns das Gespräch sparen.

Das man den schaden der durch die Einmischung entstanden ist wieder Reparieren muss, ist klar.

Nur finde ich es wesendlich wichtiger, den 3 Welt Ländern die notwendigen Mittel (Wissen mit dazugehörigen Geldern) zu geben, um sich selbst versorgen zu können, ohne sie abhängig zu machen.
Diese Abhängigkeit (Auch durch Schulden) muss schnellst möglich abgebaut werden.
Da ich das „Leben in Freiheit, nach eigenen Ermessen“ höher bewerte, als nur das „Überleben“.

Clara
15.05.2009, 08:27
@wafi

Ich will mich hier nicht mit dir rumstreiten und ich will dir auch nicht mit rhetorischen Mitteln die Schuld an dem Elend zuschieben.
Deswegen entschuldige ich mich jetzt bei dir dafür, auch wenn sich meine Meinung in der Sache nicht geändert hat.
Mir kann es halt nicht gut gehen, solange es den Menschen in Somalia so schlecht geht.
Ich bin total genervt von dem Zustand der Welt, was mich nicht gerade intelligent agieren lässt manchmal.
Denk was du willst, ich werde mich bemühen mich demokratischer zu verhalten, um Menschen nicht die exakt dasselbe denken wie ich, nicht in eine Ecke mit den Elendserzeugern zu stellen.
Wahrscheinlich hast nicht du die Kolonialisierung Afrikas, Asiens und Südamerikas befohlen.

@oloool

Eine herrschaftsfreie Welt mit Menschen die auf dem heutigen Entwicklungsstand sind macht mir eher Angst, soviel Vertrauen habe ich einfach nicht in alle meine Mitmenschen.
Wie gesagt, ich denke die Menschheit ist in ca. 256888 Jahren soweit, sagt mir bescheid, wenn es losgeht, ich mach dann auch gerne mit. :)

Wir müssen einfach eine Welt anstreben, in der es allen Lebewesen gut geht.
Sonst ist jegliches Streben ungründlich und ungründliches Denken schafft überhaupt erst das Elend.

@dart1976

Im Grunde möchte ich auch nichts anderes als den Menschen ihr Schicksal endlich selber in die Hand geben.

Nur, die sogenannten Entwicklungsländer ersticken an einer Schuldenlast die durch absolut unrechtmäßig hohe Zinsen immer weiter in die Höhe getrieben wird, während sie für ihre Rohstoffe und Landwirtschaftlichen Produkte so gut wie nichts einnehmen. Das was sie einnehmen fließt dann noch oft in die Hände korrupter Politiker oder in den Militärhaushalt.

Wollt ihr die Situation so lassen und gehen?
Ich würde gerne den Menschen gerechte Lebensbedingungen schaffen und dann gehen.
Und ich denke genau das sind wir ihnen auch schuldig.

Dazu gehört für mich ein Schuldenerlass, es ist ein Witz das die von uns permanent beraubten uns noch etwas schulden sollen, genauso wie eine faire Bezahlung ihrer Rohstoffe und Landwirtschaftlichen Produkte.
Ohne Regelungen über die Höhe von Rohstoffpreisen werden diese immer wieder als Spekulationsobjekt dienen.
Dasselbe gilt meiner Meinung nach für Lohnuntergrenzen. Solange es die nicht gibt, wird es auch weiter Ausbeutung und Armut geben.
So sehe ich das im Moment auf jeden Fall.

Grüße Clara

oloool
15.05.2009, 10:52
@oloool

Eine herrschaftsfreie Welt mit Menschen die auf dem heutigen Entwicklungsstand sind macht mir eher Angst, soviel Vertrauen habe ich einfach nicht in alle meine Mitmenschen.
Wie gesagt, ich denke die Menschheit ist in ca. 256888 Jahren soweit, sagt mir bescheid, wenn es losgeht, ich mach dann auch gerne mit. :)

Wir müssen einfach eine Welt anstreben, in der es allen Lebewesen gut geht.
Sonst ist jegliches Streben ungründlich und ungründliches Denken schafft überhaupt erst das Elend.




Hallo Clara,

noch mehr Angst macht mir eine Herrschaft durch Menschen über Menschen,
deren Entwicklungsstand der Grund sein soll, eine herrschaftsfreie Gesellschaft abzulehnen.

Ich lehne Strebsamkeit ab. Erst recht, wenn ihr Ziel es ist, ein gründliches Denken (?),
sehr oft als das Anerkenntnis einer einzigen, der einen "richtigen" Perspektive interpretiert,
bei anderen zu erreichen. Nein, dieses Streben ist die Wurzel des Elends.

Clara
15.05.2009, 11:41
@olool

Wenn du Herrschaft ablehnst, ist das dein gutes Recht.

Ich bin von meinen Positionen mehr oder weniger überzeugt, je nachdem.
Manchmal muss ich auch meine Positionen komplett aufgeben, ist mir z.B. letztlich bei dem Thema Sterbehilfe so gegangen.

Wenn du streben ablehnst ist das auch dein gutes Recht.

Grüße Clara

dart1976
15.05.2009, 23:05
Clara,Ich schreib meine antwort mal in dein Thema,
Link: Die Weltwirtschaftskrise (http://www.politik-sind-wir.de/showthread.php?p=15955#post15955)

Um wieder auf das Thema
Welche Zukunft hat der derzeitige Kapitalismus zu bieten?

zurückzufinden.

Paladin1988
18.05.2009, 19:55
Unschwer zu erkennen sieht man ja jetzt schon einen Trend der wortlaut betont "es gibt viel mehr Menschen als Arbeit" und die Manager und all die hohen Tiere haben das scheinbar mitbekommen, jetzt fordert man von Arbeitnehmern höchste Flexibilität für weniger Geld und weniger Wünsche das gleiche vollbringen zu können, ansonsten sieht man sich sofort nach einem anderem um, gibt ja "genug".

Die Arbeitnehmer auf "niedriger" und "weniger" zu überreden damit die Manager sich automatisch auf "höher" und "mehr" sich hochziehen.

Der Kapitalismus gleicht nicht einem tropfendem Wasserhahn....sondern einem fließendem, wer es kann und schafft, steht schon eimerweise davor um die Eimer vollzukriegen :kopfkratz:


Was mich auch traurig macht: Immer wenn ich eine U-Bahn oder einen Linienbus betrete in Frankfurt, sehe ich an den Fenstern nicht mehr Stellenausschreibungen von bekannten und beliebten Firmen wie Ferrero Frankfurt oder Nestlé ..... sondern von irgendwelchen Zeitarbeitsvermittlungsdingenskirchenagenturen = Personalvermittler / Zeitarbeitsfirmen und wie der Kuckuck sie sonst noch nennt!

Cheops
18.05.2009, 20:13
Vorläufig geht es in Deutschland erstmal weiter nur abwärts (http://www.netzeitung.de/politik/deutschland/1358459.html), aber das überrascht sicher keinen normalen Menschen...:nono:

Paladin1988
18.05.2009, 20:21
Vorläufig geht es in Deutschland erstmal weiter nur abwärts (http://www.netzeitung.de/politik/deutschland/1358459.html), aber das überrascht sicher keinen normalen Menschen...:nono:

ah die Deutschlandkarte wo die Armutsquote aufgestellt wird.

Mich wundert ja, dass Bayern so gut sich gerettet hat, nur Alarmstufe Farbe gelb :giggle:, wo ich bei Bayern nicht nur dunkelrot, sondern mit giftviolett gerechnet hätte, nicht zuletzt dank nennenswerten Personen wie die hier:

http://maikswelt.files.wordpress.com/2008/01/stoiber_vamp.jpg

Der SS in Person :D, SS = Schamane Stoiber :giggle: