Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Arbeitsmarkt im Spiegel der Realität


Sybilla
30.09.2008, 23:53
Der Arbeitsmarkt im Spiegel der Realität - Die BA - Zahlen bei Licht betrachtet! (http://www.deutschland-debatte.de/2008/09/30/der-arbeitsmarkt-im-spiegel-der-realitaet/)

Gibt es eine reale "Vollbeschäftigung" oder sehen wir die Beschäftigung aller Arbeitslosen in 1 Euro Jobs, Bürgerarbeit und Pflegehelfer ...?
Was suggerieren die Medien wofür sprechen die Fakten?
Sind die BA - Zahlen eine reale Abbildung der Realität oder das was die Politik erwünscht?

Starfix
01.10.2008, 07:21
Der Arbeitsmarkt im Spiegel der Realität - Die BA - Zahlen bei Licht betrachtet! (http://www.deutschland-debatte.de/2008/09/30/der-arbeitsmarkt-im-spiegel-der-realitaet/)

Gibt es eine reale "Vollbeschäftigung" oder sehen wir die Beschäftigung aller Arbeitslosen in 1 Euro Jobs, Bürgerarbeit und Pflegehelfer ...?
Was suggerieren die Medien wofür sprechen die Fakten?
Sind die BA - Zahlen eine reale Abbildung der Realität oder das was die Politik erwünscht?


Hallo Sybillia

Du solltest auch noch den Demogrphischen Wandel berücksichtigen in den letzten Jahren sind viel weniger junge Menschen in den Berufsleben gekommen. Dafür gehen aber immer mehr Menschen in Rente.

Auch das abwandern von hochmotivierten jungen Facharbeitern spielt hier eine Rolle.

opppa
01.10.2008, 10:42
Wenn demnächst die Leibeigenschaft wieder eingeführt, wird es auch wieder zur Vollbeschäftigung (zu 1,-- €/Std) kommen!

Die "Zuwendungen" an die reGIERenden Parteien und die Dotierung der "Beraterverträge" der dafür verantwortlichen Politiker kann sich dann auch so entwickeln, wie es die Politik der ReGIERungen seit Kohl schon vorbereitet haben.

:p

Sybilla
27.11.2008, 10:57
Arbeitsmarkt November 2008:

BA: verkündet Arbeitslosigkeit hat sich von Oktober auf November um 8.000 auf 2.988.000 verringert. Im Monat November 08 befanden sich 1,62 Millionen Personen (+ 50.000 Oktober 2008 1,57 Millionen Personen) in einer von Bund oder Bundesagentur für Arbeit geförderten arbeitsmarktpolitischen Maßnahme. (Quelle BA Bericht Oktober/November 2008 Seite 6)

Gute Arbeit, trotz steigender Arbeitslosigkeit + 42.000 sinkt die Zahl der statistisch erfassten Arbeitslosigkeit auf neuen Tiefststand.

Scholz greift in die Trickkiste der Statistik ( http://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/441/449171/text/ )

Weiter so, damit der Plan weiterhin übererfüllt wird.

Sybilla
27.11.2008, 12:01
Enthüllungsbuch über Leben mit Hartz IV - Mit Lizenz zur Ausbeutung (http://www.sueddeutsche.de/politik/2/314896/text/)

In der ARD-Undercover-Reportage „Arm durch Arbeit“ hat sich Markus Breitscheidel ein Jahr lang durch das Dickicht der Leiharbeitsfirmen geschlagen. Und dabei Erfahrungen gemacht, die ihn als Menschen verändert haben. (http://www.rp-online.de/hps/client/opinio/public/pjsub/production_long.hbs?hxmain_object_id=PJSUB::ARTICL E::408630&hxmain_category=::pjsub::opinio::/home)

Growing Unequal? : Income Distribution and Poverty in OECD Countries Summary in German - Mehr Ungleichheit trotz Wachstum? Einkommensverteilung und Armut in OECD-Ländern Zusammenfassung in Deutsch 9 Seiten (http://www.oecd.org/dataoecd/45/26/41525363.pdf)

Alexander Engels zu einem neuerlichen Hartz-IV-Problem-Fall - Geldabhängig - Die Tücken der Hartz-IV-Gesetze treten immer in Einzelfällen hervor. Das zeigt sich nun am Beispiel von Marion Kuhnert. Ihre Tochter erhält Bafög, um sich im Studentenleben über Wasser zu halten, und in der Folge verliert die Mutter ihre Wohnung.... (http://www.maerkischeallgemeine.de/cms/beitrag/11339356/61939/Geldabhaengig_Alexander_Engels_zu_einem_neuerliche n_Hartz_IV.html)

Viele Kinder können sich das Schulessen nicht leisten Schüler aus ärmeren Familien haben oft zu wenig Geld für die gemeinsame Mahlzeit. (http://www.3sat.de/nano/cstuecke/127308/index.html)

"Ich weiß, dass Kinder gerne hier essen würden, es sich aber nicht leisten können und anderen Kindern während der Mahlzeit über die Schulter gucken" (http://www.3sat.de/mediathek/?obj=9998)

Studie - Kein warmes Essen bei Hartz IV (http://www.morgenpost.de/brandenburg/article979690/Kein_warmes_Essen_bei_Hartz_IV.html)


Ungeachtet dieser Fehlentwicklungen wird in vielen Medien, mit euphorischen Meldungen „Zahl der Arbeitslosen bleibt unter drei Millionen“ verkündet und bejubelt.

Bei genauer und objektiver Betrachtung vertieft sich die Vermutung und das Gefühl das die Reformen am Arbeitsmarkt das entstehen der Niedriglohnsektoren, Praktika, 1 Euro Jobs, Bürgerarbeit sowie die Schaffung prekärer Arbeitsverhältnisse und Working Poor die Ursachen der aktuellen Finanz – und Wirtschaftskrise sind. Autos kaufen keine Autos und vielen Verbrauchern fehlt das Geld, weil sie im Niedriglohnsektor beschäftigt sind oder ALG II als Grundsicherung beziehen.

Warum wird die Entstehung von prekären Arbeitsverhältnissen – 1 Euro Jobs die Beschäftigung in Bürgerarbeit und als Pflegeassident/in, multimedial im Gleichklang der meisten Medien als enormer Abbau der Arbeitslosigkeit bejubelt, wobei jede kritische Betrachtung der steigenden Armut (1 Millionen Tafelbedürftige in 2008 – siehe unten) ohne nennenswerte Beachtung bleibt?

Ich fürchte, weil die Last/Kosten der Arbeitslosigkeit solidarisch alle Arbeitnehmer und Arbeitgeber tragen mussten, die Last der Armut im Niedrigstlohnbereich die Einzelnen ganz alleine. Deshalb werde auch ich weiterhin Monat für Monat eine Analyse der multimedial verkündeten Zahlen der BA erstellen.

Was heißt würdige Arbeit?

Ich sage unwürdig ist, wenn Personen die Vollzeit arbeiten sich von ihrem Lohn weder ausreichend Brot noch ausreichend Kuchen kaufen können.

Das heißt, wenn diese Personen kein Brot haben, können diese Personen auch keinen Kuchen essen, sondern sie sind auf steuerfinanziertes ALG II angewiesen dass sie nur nach einer Offenlegung ihrer intimsten partnerschaftlichen Verhältnisse und einer akribischen und für viele sehr peinlichen Bedürftigkeitsprüfung beanspruchen dürfen. Dass ist nach meinem Verständnis mehr als unwürdig.

Vor allem stellt sich die Frage woher leiten Unternehmen die Arbeitnehmer mit Anspruch auf steuerfinanziertes ALG II beschäftigen denn Anspruch ab, dass die Solidargemeinschaft der Steuerzahler und nicht die Arbeitgeber den Lohn der von ihnen Beschäftigten Arbeitnehmer bis zur Grundsicherung aufstockt ?


Analyse des BA Berichts November 2008:

Erstellt von Sybilla am 27.11.08 11 Uhr 00
Jeder darf diesen Bericht unter Hinweis auf die Autorin frei verwenden.


Entwicklung der statistisch erfassten Arbeitslosigkeit

Offizielle ermittelte BA - Zahlen des Arbeitsmarkt – Bericht Oktober 2008 diese von vielen Medien ohne Detailbetrachtung verkündet werden.

LEISTUNGSEMPFÄNGER 2) BA Bericht November 2008 Seite 45

LEISTUNGSEMPFÄNGER
- Arbeitslosengeld 807.556*
- erwerbsfähige Hilfebedürftige (Alg II) 4.778.782 *
- nicht erwerbsfähige Hilfebedürftige (Sozialgeld) 1.812.973 *
*Vorläufig und hochgerechnet, endgültige Werte stehen erst nach einer Wartezeit von drei Monaten fest.

* 7.399.311 Leistungsberechtigte
+ Kinder von ALG II Leistungsbeziehern (Aufstocker) im Leistungsbezug des Kinderzuschlags.
Kinderzuschlag - Der Kinderzuschlag wird Eltern gewährt, die zwar ihren eigenen Bedarf durch Erwerbseinkommen bestreiten können, aber nicht über ausreichend finanzielle Mittel verfügen, um den Bedarf ihrer Kinder zu decken. Eltern mit geringem Einkommen haben Anspruch auf Kinderzuschlag von bis zu 140 Euro monatlich. (http://www.familien-wegweiser.de/wegweiser/service,did=41054.html)

Integrierte Auswertungen zu Leistungsbezug und Arbeitslosigkeit können erst nach einer Wartezeit von drei Monaten vorgenommen werden und liegen aktuell für den Juli 2008 vor.20 Danach waren von 5.792.000 Leistungsempfängern 2.776.000 oder 48 Prozent in der Arbeitslosenversicherung oder der Grundsicherung für Arbeitsuchende arbeitslos gemeldet. 3.016.000 Personen oder 52 Prozent bekamen Leistungen, ohne arbeitslos zu sein. Die Gründe dafür können sein: vorübergehende Arbeitsunfähigkeit, die Teilnahme an Maßnahmen der Arbeitsförderung, die Inanspruchnahme der vorruhestandsähnlichen
Regelung des § 428 SGB III ggf. in Verbindung mit dem § 65 SGB II, die Ausübung
einer Erwerbstätigkeit von mehr als 15 Wochenstunden oder eine zulässige Einschränkung
der Verfügbarkeit insbesondere wegen § 10 SGB II (z. B. Kindererziehung und Schulbesuch).
BA Bericht November 2008 Seite 17 (http://www.pub.arbeitsamt.de/hst/services/statistik/000100/html/monat/200811.pdf)



Abbildung 14 Seite 21 BA Bericht November 2008
Bedarfsgemeinschaften 3.447.000
hilfebedürftige Personen 6.592.000

Quelle: http://www.pub.arbeitsamt.de/hst/services/statistik/000100/html/monat/200809.pdf

Pressemitteilung Nr. 288 vom 11.08.2008 - Sozialhilfeausgaben 2007: Anstieg auf netto 18,8 Milliarden Euro (http://www.destatis.de/jetspeed/portal/cms/Sites/destatis/Internet/DE/Presse/pm/2008/08/PD08__288__221,templateId=renderPrint.psml)
Die Nettoausgaben für die Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung lagen im Jahr 2007 bei 3,5 Milliarden Euro; dies entspricht 18% der Sozialhilfeausgaben insgesamt. Im Vergleich zum Vorjahr sind die Ausgaben für diese Hilfeart damit um 12,7% gestiegen.


In dieser Zahl sind nicht (ca. 1,1 Millionen 2006) Personen enthalten die Sozialhilfe nach SGB XII beziehen.

Pressemitteilung Nr. 462 vom 16.11.2007
Sozialhilfe 2006: 1,1 Mill. Menschen erhielten besondere Leistungen (http://www.destatis.de/jetspeed/portal/cms/Sites/destatis/Internet/DE/Presse/pm/2007/11/PD07__462__221,templateId=renderPrint.psml)

Laut BA Statistik werden im November 2008 2.988.444 Personen als arbeitslos gezählt.
Somit wurde in der Statistik (unter 3 Millionen statistisch erfasste Arbeitslose) die Vorgabe der Politik für 2008 abermals erreicht. Der Plan am Arbeitsmarkt ist übererfüllt.

Im Monat November 08 befanden sich 1,62 Millionen Personen (Oktober 1,57 Millionen) (September 1,51 Millionen) in einer von Bund oder Bundesagentur für Arbeit geförderten arbeitsmarktpolitischen Maßnahme. (Seite 6 BA Bericht November 2008)


Ein Blick auf die Graphiken VI. Arbeitsmarkt Gesamtübersicht Seite 44 BA Bericht September zeigt ganz deutlich das die Zahl der Bevölkerung zwischen 15 und unter 65 Jahren
erheblich abgesunken ist. Das bedingt auch einen Rückgang der Arbeitslosigkeit.


Verlässliche Aussagen zu 1 Euro Arbeitsgelegenheiten und arbeitsmarktpolitische Instrumente sind aufgrund einer erheblichen Unterfassung der Daten nicht möglich.

BA Bericht November 2008 Seite 69 Fußnote 3
3) Es ist von einer deutlichen Untererfassung (bei Berufsorientierung bis einschl. Sept. 2007) auszugehen, da nur die Informationen darstellbar sind, deren Daten individuell teilnahmebezogen im operativen Verfahren der BA erfasst sind oder von zkT über XS
(z. B. haben für 2008 [Datenstand September 2008] nur ca. 67 % der Träger Daten zum Einsatz der flankierenden Leistungen erfasst).

Leider gibt es keine statistischen Zahlen wie viele Personen in kommunalen Projekten, die ich als „Bürgerarbeit“ bezeichne, beschäftigt werden. Diese Projekte und Personen verbergen sich vielfach in der statistischen Untererfassung der Arbeitslosigkeit.

Entwicklung am Stellenmarkt

Bestand - BA Bericht November 2008 Seite 10

Bestand
alle Stellen 539.000 -38.000 (November 2007 577.000 )
darunter: Vakanzen 489.000 -30.000
ungeförderte Stellen 368.000 -30.000
darunter: Vakanzen 326.000 -24.000
ungeförderte sozialversicherungspflichtige Stellen1) 337.000 -22.000
darunter: Vakanzen 299.000 -17.000



Quelle: http://www.pub.arbeitsamt.de/hst/services/statistik/000100/html/monat/200810.pdf


2008:

Oktober 571.000 (Oktober 2007 608. 500)
September 585.000 (September 2007) 629.100
August 586.000 (August 2007 647.500)
Juli 588.000
Juni 596.000
Mai 579.000
April 592.000
März 588.000
Februar 565.000
Januar 528.000

2007:

Dezember 545.600

Natürlich ergibt sich unter Einbeziehung aller Jobangebote aller Jobbörsen eine höhere Zahl an offenen Stellen, allerdings gibt es den nicht unerheblichen Effekt der Doppelung ( 1 freier Arbeitsplatz wird in mehren Jobstellen ausgeschrieben. Deshalb denke ich das die Zahl der offenen ungeförderten sozialversicherungspflichtigen Stellen näher bei 350.000 als erheblich höher liegt. Wer von 1 Million offener Stellen spricht, hat meines Erachtens den Bezug zur Realität komplett verloren.


Mit Befremden nehme ich zur Kenntnis, dass viele Medien der Versuchung nicht widerstehen und die niedrigsten Arbeitslosenzahlen seit x Jahren oder seit Frau Merkels Geburt verkünden. (Dabei werden völlig unterschiedliche Statistiken verglichen – so gab es vor 16 Jahren keine „Bürgerarbeit“ keine Ein Euro Jobs und die Arbeitslosenhilfe hatte eine komplett andere Grundlage von Bedürftigkeit als das Arbeitslosengeld II.
Die Darstellung eines Vergleich der Arbeitslosenzahlen vor 2005, also vor der Neudefinition der Arbeitslosigkeit, durch das SGB II ab 2005 ansetzt, ist meines Erachtens unsachgemäß. Die Daten zu den Arbeitslosenzahlen werden seit der Reform des SGB II in den BA Berichten verkürzt wiedergegeben und von der Politik und vielen Medien einseitig tendenziös interpretiert. Die Frage ist; finanziert die Wirtschaft den *Aufschwung* am Arbeitsmarkt mit existenzsichernden Arbeitsplätzen oder wird der *Aufschwung* am Arbeitsmarkt durch Arbeitsplätze mit ergänzenden ALG II 1 € Jobs und Bürgerarbeit durch Steuern finanziert? Viele Medien suggerieren mit multimedialen "Jubelmeldungen“ einen Erfolg der Reformen am Arbeitsmarkt. Entgegen der guten Nachricht vom Sinken der Arbeitslosigkeit stehen die schlechte Nachricht von wachsender Armut der Erwerbstätigen im Niedrigstlohnbereich Bürgerarbeit und Ein Euro Jobs und wachsende Kinderarmut.

Ja die statistisch erfasste Arbeitslosigkeit sinkt die Massenarmut steigt, ich denke dass eine Vollbeschäftigung aufgrund von Ein Euro Jobs und Niedrigstlohnjobs in Massenarmut mittelfristig erreichbar ist.



Erstellt von Sybilla am 27.11.08 11 Uhr 00
Jeder darf diesen Bericht unter Hinweis auf die Autorin frei verwenden.

Der enorme Abbau der Arbeitslosigkeit geht mit einem enormen Anstieg von Armut in Arbeit im Gleichschritt, das hat meines Erachtens folgende Gründe.

Knapp die Hälfte aller Leistungsbezieher nicht als arbeitslos registriert

Arbeit und Soziales/Antwort

Berlin: (hib/MPI) Von den 2007 durchschnittlich 6,348 Millionen Beziehern von Arbeitslosengeld I (Alg I) und Arbeitslosengeld II (Alg II) sind laut Bundesregierung 3,135 Millionen (49 Prozent) nicht in der Arbeitslosenstatistik registriert. Dagegen seien insgesamt 3,213 Millionen (51 Prozent) arbeitslos gemeldet gewesen, schreibt die Regierung in ihrer Antwort (16/8458) auf eine Kleine Anfrage der FDP-Fraktion (16/8131). Außer den Leistungsempfängern habe es noch 686.000 Arbeitslose gegeben, die keine Geldleistungen aus der Arbeitslosenversicherung bezogen. Von allen Arbeitslosen hätten 82 Prozent Leistungen erhalten. Von den durchschnittlich 1,092 Millionen Alg-I-Empfängern im Jahr 2007 seien 26 Prozent nicht in der Arbeitslosenstatistik aufgetaucht, schreibt die Regierung. 225.000 der Alg-I-Bezieher fielen unter die so genannte 58er-Regel, 25.000 der nicht als arbeitslos geführten Personen hätten an einer Trainingsmaßnahme teilgenommen, 26.000 seien arbeitsunfähig erkrankt und 16.000 seien vermindert leistungsfähig gewesen. Kriterien für die Aufnahme in die Arbeitslosenstatistik der Bundesagentur für Arbeit seien die Arbeitslosmeldung, die Beschäftigungslosigkeit und die Verfügbarkeit. Danach würden etwa Personen, die arbeitsunfähig erkrankt oder dauerhaft erwerbsgemindert sind, nicht als arbeitslos gezählt, "weil sie dem Arbeitsmarkt nicht zur Verfügung stehen". Wie aus der Antwort weiter hervorgeht, waren von den im Jahr 2007 durchschnittlich 5,329 Millionen Alg II-Empfängern 2,473 Millionen (46 Prozent) als arbeitslos registriert und 2,856 Millionen (54 Prozent) nicht als arbeitslos registriert. Eine Zuordnung zu bestimmten Gruppen sei bisher statistisch nur annäherungsweise möglich. Zur Gruppe der erwerbstätigen Hilfebedürftigen ("Aufstocker") mit einem monatlichen Bruttoeinkommen von mehr als 400 Euro zählten demnach 524.000 Personen. Der Gruppe der "Ein-Euro-Jobber" und Teilnehmer an Qualifizierungsmaßnahmen wurden demnach 418.000 der als nicht arbeitslos registrierten Alg-II-Bezieher zugeordnet. Ferner seien 484.000 unter-20-jährige und 312.000 über-58-jährige Alg-II-Empfänger statistisch nicht als arbeitslos geführt worden.

http://www.bundestag.de/aktuell/hib/2008/2008_088/02.html


Der enorme Abbau der statistisch erfassten Arbeitslosigkeit wurde vor allem durch folgende Maßnahmen erreicht.

- Genration Praktikum
- 1 Euro Jobs
- Bürgerarbeit
- Pflegassitenten/Pfleghelfer
- Jobs mit Ergänzenden ALG II

Pressemitteilung Nr. 340 vom 09.09.2008 -Neue Beschäftigungsformen prägen Arbeitsmarktentwicklung (http://www.destatis.de/jetspeed/portal/cms/Sites/destatis/Internet/DE/Presse/pm/2008/09/PD08__340__132,templateId=renderPrint.psml)

WIESBADEN – Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) heute im Rahmen eines Pressegesprächs in Frankfurt am Main mitteilte, hat die Zunahme neuer Beschäftigungsformen die Beschäftigungsentwicklung der vergangenen zehn Jahre in Deutschland maßgeblich geprägt. Zu diesen neuen oder häufig auch als atypisch bezeichneten Beschäftigungsformen gehören befristete oder geringfügige Beschäftigung, Teilzeitarbeit sowie Zeitarbeit. Während die Zahl der Erwerbstätigen in sogenannten Normalarbeitsverhältnissen von 1997 bis 2007 um 1,5 Millionen gesunken ist, stieg die Anzahl der Personen in neuen oder atypischen Beschäftigungsformen in diesem Zeitraum um 2,6 Millionen an. Insgesamt ergibt sich für alle abhängig Beschäftigten eine Zunahme um 1,1 Millionen.

Wie Wolfgang Strohm, Leiter der Abteilung „Gesamtrechnungen, Arbeitsmarkt“ des Statistischen Bundesamtes, weiter mitteilte, ist trotz dieser Entwicklung das Normalarbeitsverhältnis nach wie vor die dominierende Form abhängiger Beschäftigung. Knapp drei Viertel (22,5 Millionen) der 30,2 Millionen abhängig Beschäftigten im Alter von 15 bis 64 Jahren, die nicht in Bildung oder Ausbildung waren, befanden sich 2007 in einem Normalarbeitsverhältnis. Demgegenüber standen 7,7 Millionen Personen in neuen Beschäftigungsformen.

Im Laufe der vergangenen zehn Jahre hat die Bedeutung des Normalarbeitsverhältnisses abgenommen, wenn auch nicht deutlich. 1997 betrug der Anteil der Personen in einem Normalarbeitsverhältnis an allen abhängig Beschäftigten noch 82,5%. Der Anteil hat sich seither um acht Prozentpunkte verringert (2007: 74,5%). Entsprechend stieg der Anteil der neuen Beschäftigungsformen von 17,5% auf 25,5%....


Armut

Hartz IV: Trauriger Rekord bei den Tafeln - Die Tafeln vermuten einen traurigen Rekord: Bis Ende des Jahres werden rund eine Million Menschen die Tafeln besucht haben. (http://www.gegen-hartz.de/nachrichtenueberhartziv/tafeln762306.php)


3. Armutsbericht vom 19. Mai 2008 (415 Seiten - 1,53 MB pdf.datei) (http://www.bmas.de/coremedia/generator/26742/property=pdf/dritter__armuts__und__reichtumsbericht.pdf)

Tafeln brauchen mehr Lebensmittelspenden

Es gibt immer mehr Bedürftige für Lebensmittelspenden. Die wachsende Armut in Deutschland bringt die Tafeln zunehmend in Bedrängnis. Diesen Trend bestätigte die Sprecherin des Bundesverbandes Deutsche Tafel, Anke Assig. Vor allem in ländlichen Regionen und strukturschwachen Gebieten werde es zunehmend schwierig, Spenden für die Tafeln zu generieren, sagte sie. Bundesweit versorgen die Einrichtungen rund 800 000 Menschen.
http://newsticker.welt.de/index.php?channel=ham&module=dpa&id=18397734


Erstellt von Sybilla am 27.11.08 11 Uhr 00
Jeder darf diesen Bericht unter Hinweis auf die Autorin frei verwenden.

opppa
27.11.2008, 12:24
Arbeitsmarkt November 2008:

BA: verkündet Arbeitslosigkeit hat sich von Oktober auf November um 8.000 auf 2.988.000 verringert. Im Monat November 08 befanden sich 1,62 Millionen Personen (+ 50.000 Oktober 2008 1,57 Millionen Personen) in einer von Bund oder Bundesagentur für Arbeit geförderten arbeitsmarktpolitischen Maßnahme. (Quelle BA Bericht Oktober/November 2008 Seite 6)

Gute Arbeit, trotz steigender Arbeitslosigkeit + 42.000 sinkt die Zahl der statistisch erfassten Arbeitslosigkeit auf neuen Tiefststand.

Scholz greift in die Trickkiste der Statistik ( http://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/441/449171/text/ )

Weiter so, damit der Plan weiterhin übererfüllt wird.

Ich mach mir die Welt, wie es mir gefällt!

So geht das nun eben, wenn man eine früheren FDJ-Propaganda-Sekretärin, der Pippi Langstrumpf aus der Uckermark, zwingt, Erfolge nachzuweisen!

Schon unter Ulbricht/Honnecker wurden die 5-Jahres-Pläne doch auch immer nach der selbst erfundenen Statistik voll erfüllt!

:toben:

Sybilla
07.01.2009, 11:40
Arbeitsmarkt Dezember 2008:

BA: verkündet Anstieg der Arbeitslosigkeit im Dezember 08 wurden laut BA Bericht Dezember 08 (Seite 62) 3.102.085 Personen als arbeitslos gezählt. Im Monat Dezember befanden sich 1,64 Millionen Personen in einer von Bund oder Bundesagentur für Arbeit geförderten arbeitsmarktpolitischen Maßnahme. (Seite 7 BA Bericht Dezember 2008)

Scholz greift in die Trickkiste der Statistik (http://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/441/449171/text/)

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Enthüllungsbuch über Leben mit Hartz IV - Mit Lizenz zur Ausbeutung (http://www.sueddeutsche.de/politik/2/314896/text/)

In der ARD-Undercover-Reportage „Arm durch Arbeit“ hat sich Markus Breitscheidel ein Jahr lang durch das Dickicht der Leiharbeitsfirmen geschlagen. Und dabei Erfahrungen gemacht, die ihn als Menschen verändert haben. (http://www.rp-online.de/hps/client/opinio/public/pjsub/production_long.hbs?hxmain_object_id=PJSUB::ARTICL E::408630&hxmain_category=::pjsub::opinio::/home)

Growing Unequal? : Income Distribution and Poverty in OECD Countries Summary in German - Mehr Ungleichheit trotz Wachstum? Einkommensverteilung und Armut in OECD-Ländern Zusammenfassung in Deutsch 9 Seiten (http://www.oecd.org/dataoecd/45/26/41525363.pdf)

Alexander Engels zu einem neuerlichen Hartz-IV-Problem-Fall - Geldabhängig - Die Tücken der Hartz-IV-Gesetze treten immer in Einzelfällen hervor. Das zeigt sich nun am Beispiel von Marion Kuhnert. Ihre Tochter erhält Bafög, um sich im Studentenleben über Wasser zu halten, und in der Folge verliert die Mutter ihre Wohnung.... (http://www.maerkischeallgemeine.de/cms/beitrag/11339356/61939/Geldabhaengig_Alexander_Engels_zu_einem_neuerliche n_Hartz_IV.html)

Viele Kinder können sich das Schulessen nicht leisten Schüler aus ärmeren Familien haben oft zu wenig Geld für die gemeinsame Mahlzeit. (http://www.3sat.de/nano/cstuecke/127308/index.html)

"Ich weiß, dass Kinder gerne hier essen würden, es sich aber nicht leisten können und anderen Kindern während der Mahlzeit über die Schulter gucken" (http://www.3sat.de/mediathek/?obj=9998)

Studie - Kein warmes Essen bei Hartz IV (http://www.morgenpost.de/brandenburg/article979690/Kein_warmes_Essen_bei_Hartz_IV.html)


Ungeachtet dieser offensichtlichen Fehlentwicklungen wird in vielen Medien, mit euphorischen Meldungen die Entwicklung am Arbeitsmarkt verkündet und bejubelt.
Frau Merkel kokettierte zuletzt in der Neujahransprache mit den Beschäftigungszahlen.
Das die Zahl der Beschäftigten vor allem im Niedrigstlohnsektor steigt der mit ergänzenden ALG II subventioniert wird wurde dabei, wie auch in den meisten Medienmeldungen vom enormen Abbau der Arbeitslosigkeit, nicht erwähnt. (Neue Studie - Zahl der Hartz-IV-Aufstocker gestiegen) ( http://www.rp-online.de/public/article/politik/deutschland/507146/Zahl-der-Hartz-IV-Aufstocker-gestiegen.html)


Bei genauer und objektiver Betrachtung vertieft sich die Vermutung und das Gefühl das die Reformen am Arbeitsmarkt das entstehen der Niedriglohnsektoren, Praktika, 1 Euro Jobs, Bürgerarbeit sowie die Schaffung prekärer Arbeitsverhältnisse und Working Poor die Ursachen der aktuellen Finanz – und Wirtschaftskrise sind. Autos kaufen keine Autos und vielen Verbrauchern fehlt das Geld, weil sie im Niedriglohnsektor beschäftigt sind oder ALG II als Grundsicherung beziehen.

Warum wird die Entstehung von prekären Arbeitsverhältnissen – 1 Euro Jobs die Beschäftigung in Bürgerarbeit und als Pflegeassident/in, multimedial im Gleichklang der meisten Medien als enormer Abbau der Arbeitslosigkeit bejubelt, wobei jede kritische Betrachtung der steigenden Armut (1 Millionen Tafelbedürftige in 2008 – siehe unten) ohne nennenswerte Beachtung bleibt?

Ich fürchte, weil die Last/Kosten der Arbeitslosigkeit solidarisch alle Arbeitnehmer und Arbeitgeber tragen mussten, die Last der Armut im Niedrigstlohnbereich die Einzelnen ganz alleine. Deshalb werde auch ich weiterhin Monat für Monat eine Analyse der multimedial verkündeten Zahlen der BA erstellen.

Was heißt würdige Arbeit?

Ich sage unwürdig ist, wenn Personen die Vollzeit arbeiten sich von ihrem Lohn weder ausreichend Brot noch ausreichend Kuchen kaufen können.

Das heißt, wenn diese Personen kein Brot haben, können diese Personen auch keinen Kuchen essen, sondern sie sind auf steuerfinanziertes ALG II angewiesen dass sie nur nach einer Offenlegung ihrer intimsten partnerschaftlichen Verhältnisse und einer akribischen und für viele sehr peinlichen Bedürftigkeitsprüfung beanspruchen dürfen. Dass ist nach meinem Verständnis mehr als unwürdig.

Vor allem stellt sich die Frage woher leiten Unternehmen die Arbeitnehmer mit Anspruch auf steuerfinanziertes ALG II beschäftigen denn Anspruch ab, dass die Solidargemeinschaft der Steuerzahler und nicht die Arbeitgeber den Lohn der von ihnen Beschäftigten Arbeitnehmer bis zur Grundsicherung aufstockt ?


Analyse des BA Berichts Dezember 2008:

Erstellt von Sybilla am 07.01.09 11 Uhr 00
Jeder darf diesen Bericht unter Hinweis auf die Autorin frei verwenden.


Entwicklung der statistisch erfassten Arbeitslosigkeit

Offizielle ermittelte BA - Zahlen des Arbeitsmarkt – Bericht Dezember 2008 diese von vielen Medien ohne Detailbetrachtung verkündet werden.

LEISTUNGSEMPFÄNGER 2) BA Bericht Dezember 2008 Seite 62

LEISTUNGSEMPFÄNGER
- Arbeitslosengeld 904.612*
- erwerbsfähige Hilfebedürftige (Alg II) 4.771.367*
- nicht erwerbsfähige Hilfebedürftige (Sozialgeld) 1.800.779*
*Vorläufig und hochgerechnet, endgültige Werte stehen erst nach einer Wartezeit von drei Monaten fest.

* 7.476.758 Leistungsempfänger
+ 414.000 Arbeitslose, die im Berichtsmonat keine Geldleistungen aus der Arbeitslosenversicherung oder der Grundsicherung bezogen. (BA Bericht Dezember 2008 Seite 30)
+ Kinder von ALG II Leistungsbeziehern (Aufstocker) im Leistungsbezug des Kinderzuschlags.
Kinderzuschlag - Der Kinderzuschlag wird Eltern gewährt, die zwar ihren eigenen Bedarf durch Erwerbseinkommen bestreiten können, aber nicht über ausreichend finanzielle Mittel verfügen, um den Bedarf ihrer Kinder zu decken. Eltern mit geringem Einkommen haben Anspruch auf Kinderzuschlag von bis zu 140 Euro monatlich. (http://www.familien-wegweiser.de/wegweiser/service,did=41054.html)

Zum Vergleich

Im Dezember 2004 vor der Arbeitsmarktreform Hartz IV wurden von der BA 4.464.230 Personen als arbeitslos gemeldet. 1.377.822 Personen befanden sich in einer von Bund oder Bundesagentur für Arbeit geförderten arbeitsmarktpolitischen Maßnahme. Im Dezember 2004 wurden von der BA 4.321.000 Leistungsempfänger gezählt.


Danach waren von 5.737.000 Leistungsempfängern 2.782.000 oder 48 Prozent in der Arbeitslosenversicherung oder der Grundsicherung für Arbeitsuchende arbeitslos gemeldet. 2.955.000 Personen oder 52 Prozent bekamen Leistungen, ohne arbeitslos zu sein. Die Gründe dafür können sein: vorübergehende Arbeitsunfähigkeit, die Teilnahme an Maßnahmen der Arbeitsförderung, die Inanspruchnahme der vorruhestandsähnlichen Regelung des § 428 SGB III ggf. in Verbindung mit dem § 65 SGB II, die Ausübung einer Erwerbstätigkeit von mehr als 15 Wochenstunden oder eine zulässige Einschränkung
der Verfügbarkeit insbesondere wegen § 10 SGB II (z. B. Kindererziehung und Schulbesuch) […] 414.000 Arbeitslose, die im Berichtsmonat keine Geldleistungen aus der Arbeitslosenversicherung oder der Grundsicherung bezogen. Von allen Arbeitslosen erhielten 87 Prozent Leistungen
BA Bericht Dezember 2008 Seite 30 (http://www.pub.arbeitsamt.de/hst/services/statistik/000100/html/monat/200812.pdf)



Pressemitteilung Nr. 288 vom 11.08.2008 - Sozialhilfeausgaben 2007: Anstieg auf netto 18,8 Milliarden Euro (http://www.destatis.de/jetspeed/portal/cms/Sites/destatis/Internet/DE/Presse/pm/2008/08/PD08__288__221,templateId=renderPrint.psml)
Die Nettoausgaben für die Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung lagen im Jahr 2007 bei 3,5 Milliarden Euro; dies entspricht 18% der Sozialhilfeausgaben insgesamt. Im Vergleich zum Vorjahr sind die Ausgaben für diese Hilfeart damit um 12,7% gestiegen.


In dieser Zahl sind nicht (ca. 1,1 Millionen 2006) Personen enthalten die Sozialhilfe nach SGB XII beziehen.

Pressemitteilung Nr. 462 vom 16.11.2007
Sozialhilfe 2006: 1,1 Mill. Menschen erhielten besondere Leistungen (http://www.destatis.de/jetspeed/portal/cms/Sites/destatis/Internet/DE/Presse/pm/2007/11/PD07__462__221,templateId=renderPrint.psml)

Laut BA Statistik werden im Dezember 2008 3.102.085 Personen als arbeitslos gezählt.


Im Monat Dezember befanden sich 1,64 Millionen Personen in einer von Bund oder Bundesagentur für Arbeit geförderten arbeitsmarktpolitischen Maßnahme. ( November 1,62 Millionen) (Oktober 1,57 Millionen) (September 1,51 Millionen) in einer von Bund oder Bundesagentur für Arbeit geförderten arbeitsmarktpolitischen Maßnahme. (Seite 7 BA Bericht Dezember 2008)


Ein Blick auf die Graphiken VI. Arbeitsmarkt Gesamtübersicht Seite 60 BA Bericht Dezember 08 zeigt ganz deutlich das die Zahl der Bevölkerung zwischen 15 und unter 65 Jahren erheblich abgesunken ist. Das bedingt auch einen Rückgang der Arbeitslosigkeit.

Verlässliche Aussagen zu 1 Euro Arbeitsgelegenheiten und arbeitsmarktpolitische Instrumente sind aufgrund einer erheblichen Unterfassung der Daten nicht möglich.

BA Bericht Dezember2008 Seite 90 Fußnote 3
3) Es ist von einer deutlichen Untererfassung (bei Berufsorientierung bis einschl. Sept. 2007) auszugehen, da nur die Informationen darstellbar sind, deren Daten individuell teilnahmebezogen im operativen Verfahren der BA erfasst sind oder von zkT über XS
(z. B. haben für 2008 [Datenstand September 2008] nur ca. 67 % der Träger Daten zum Einsatz der flankierenden Leistungen erfasst).

Leider gibt es keine statistischen Zahlen wie viele Personen in kommunalen Projekten, die ich als „Bürgerarbeit“ bezeichne, beschäftigt werden. Diese Projekte und Personen verbergen sich vielfach in der statistischen Untererfassung der Arbeitslosigkeit.

Entwicklung am Stellenmarkt

Bestand - BA Bericht Dezember 2008 Seite 22

Bestand
alle Stellen 568.500 (Dezember 07 545.600 )
darunter: Vakanzen 503.300
ungeförderte Stellen 391.300
darunter: Vakanzen 341.500
ungeförderte sozialversicherungspflichtige Stellen1) 357.700
darunter: Vakanzen 312.600




Quelle: http://www.pub.arbeitsamt.de/hst/services/statistik/000100/html/monat/200812.pdf


2008:

Dezember 568.500 (November 2007 (545.600)
November 539.000 (November 2007 577.000 )
Oktober 571.000 (Oktober 2007 608. 500)
September 585.000 (September 2007) 629.100
August 586.000 (August 2007 647.500)
Juli 588.000
Juni 596.000
Mai 579.000
April 592.000
März 588.000
Februar 565.000
Januar 528.000

2007:

Dezember 545.600

Natürlich ergibt sich unter Einbeziehung aller Jobangebote aller Jobbörsen eine höhere Zahl an offenen Stellen, allerdings gibt es den nicht unerheblichen Effekt der Doppelung ( 1 freier Arbeitsplatz wird in mehren Jobstellen ausgeschrieben. Deshalb denke ich das die Zahl der offenen ungeförderten sozialversicherungspflichtigen Stellen näher bei 350.000 als erheblich höher liegt. Wer von 1 Million offener Stellen spricht, hat meines Erachtens den Bezug zur Realität komplett verloren.


Mit Befremden nehme ich zur Kenntnis, dass viele Medien der Versuchung nicht widerstehen und einen enormen Abbau der Arbeitslosigkeit verkünden(Dabei werden völlig unterschiedliche Statistiken verglichen – so gab es vor Januar 2005 keine „Bürgerarbeit“ keine Ein Euro Jobs und die Arbeitslosenhilfe hatte eine komplett andere Grundlage von Bedürftigkeit als das Arbeitslosengeld II.
Die Darstellung eines Vergleich der Arbeitslosenzahlen vor 2005, also vor der Neudefinition der Arbeitslosigkeit, durch das SGB II ab 2005 ansetzt, ist meines Erachtens unsachgemäß. Die Daten zu den Arbeitslosenzahlen werden seit der Reform des SGB II in den BA Berichten verkürzt wiedergegeben und von der Politik und vielen Medien einseitig tendenziös interpretiert. Viele Medien suggerierten mit multimedialen "Jubelmeldungen“ einen Erfolg der Reformen am Arbeitsmarkt. Entgegen der guten Nachricht vom Sinken der Arbeitslosigkeit stand die schlechte Nachricht von wachsender Armut der Erwerbstätigen im Niedrigstlohnbereich Bürgerarbeit und Ein Euro Jobs und wachsende Kinderarmut.


Erstellt von Sybilla am 07.01.09 11 Uhr 00
Jeder darf diesen Bericht unter Hinweis auf die Autorin frei verwenden.

Der enorme Abbau der Arbeitslosigkeit geht mit einem enormen Anstieg von Armut in Arbeit im Gleichschritt, das hat meines Erachtens folgende Gründe.

Knapp die Hälfte aller Leistungsbezieher nicht als arbeitslos registriert

Arbeit und Soziales/Antwort

Berlin: (hib/MPI) Von den 2007 durchschnittlich 6,348 Millionen Beziehern von Arbeitslosengeld I (Alg I) und Arbeitslosengeld II (Alg II) sind laut Bundesregierung 3,135 Millionen (49 Prozent) nicht in der Arbeitslosenstatistik registriert. Dagegen seien insgesamt 3,213 Millionen (51 Prozent) arbeitslos gemeldet gewesen, schreibt die Regierung in ihrer Antwort (16/8458) auf eine Kleine Anfrage der FDP-Fraktion (16/8131). Außer den Leistungsempfängern habe es noch 686.000 Arbeitslose gegeben, die keine Geldleistungen aus der Arbeitslosenversicherung bezogen. Von allen Arbeitslosen hätten 82 Prozent Leistungen erhalten. Von den durchschnittlich 1,092 Millionen Alg-I-Empfängern im Jahr 2007 seien 26 Prozent nicht in der Arbeitslosenstatistik aufgetaucht, schreibt die Regierung. 225.000 der Alg-I-Bezieher fielen unter die so genannte 58er-Regel, 25.000 der nicht als arbeitslos geführten Personen hätten an einer Trainingsmaßnahme teilgenommen, 26.000 seien arbeitsunfähig erkrankt und 16.000 seien vermindert leistungsfähig gewesen. Kriterien für die Aufnahme in die Arbeitslosenstatistik der Bundesagentur für Arbeit seien die Arbeitslosmeldung, die Beschäftigungslosigkeit und die Verfügbarkeit. Danach würden etwa Personen, die arbeitsunfähig erkrankt oder dauerhaft erwerbsgemindert sind, nicht als arbeitslos gezählt, "weil sie dem Arbeitsmarkt nicht zur Verfügung stehen". Wie aus der Antwort weiter hervorgeht, waren von den im Jahr 2007 durchschnittlich 5,329 Millionen Alg II-Empfängern 2,473 Millionen (46 Prozent) als arbeitslos registriert und 2,856 Millionen (54 Prozent) nicht als arbeitslos registriert. Eine Zuordnung zu bestimmten Gruppen sei bisher statistisch nur annäherungsweise möglich. Zur Gruppe der erwerbstätigen Hilfebedürftigen ("Aufstocker") mit einem monatlichen Bruttoeinkommen von mehr als 400 Euro zählten demnach 524.000 Personen. Der Gruppe der "Ein-Euro-Jobber" und Teilnehmer an Qualifizierungsmaßnahmen wurden demnach 418.000 der als nicht arbeitslos registrierten Alg-II-Bezieher zugeordnet. Ferner seien 484.000 unter-20-jährige und 312.000 über-58-jährige Alg-II-Empfänger statistisch nicht als arbeitslos geführt worden.

http://www.bundestag.de/aktuell/hib/2008/2008_088/02.html


Der enorme Abbau der statistisch erfassten Arbeitslosigkeit wurde vor allem durch folgende Maßnahmen erreicht.

- Genration Praktikum
- 1 Euro Jobs
- Bürgerarbeit
- Pflegassitenten/Pfleghelfer
- Jobs mit Ergänzenden ALG II

Pressemitteilung Nr. 340 vom 09.09.2008 -Neue Beschäftigungsformen prägen Arbeitsmarktentwicklung (http://www.destatis.de/jetspeed/portal/cms/Sites/destatis/Internet/DE/Presse/pm/2008/09/PD08__340__132,templateId=renderPrint.psml)

WIESBADEN – Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) heute im Rahmen eines Pressegesprächs in Frankfurt am Main mitteilte, hat die Zunahme neuer Beschäftigungsformen die Beschäftigungsentwicklung der vergangenen zehn Jahre in Deutschland maßgeblich geprägt. Zu diesen neuen oder häufig auch als atypisch bezeichneten Beschäftigungsformen gehören befristete oder geringfügige Beschäftigung, Teilzeitarbeit sowie Zeitarbeit. Während die Zahl der Erwerbstätigen in sogenannten Normalarbeitsverhältnissen von 1997 bis 2007 um 1,5 Millionen gesunken ist, stieg die Anzahl der Personen in neuen oder atypischen Beschäftigungsformen in diesem Zeitraum um 2,6 Millionen an. Insgesamt ergibt sich für alle abhängig Beschäftigten eine Zunahme um 1,1 Millionen.


Wie Wolfgang Strohm, Leiter der Abteilung „Gesamtrechnungen, Arbeitsmarkt“ des Statistischen Bundesamtes, weiter mitteilte, ist trotz dieser Entwicklung das Normalarbeitsverhältnis nach wie vor die dominierende Form abhängiger Beschäftigung. Knapp drei Viertel (22,5 Millionen) der 30,2 Millionen abhängig Beschäftigten im Alter von 15 bis 64 Jahren, die nicht in Bildung oder Ausbildung waren, befanden sich 2007 in einem Normalarbeitsverhältnis. Demgegenüber standen 7,7 Millionen Personen in neuen Beschäftigungsformen.

Im Laufe der vergangenen zehn Jahre hat die Bedeutung des Normalarbeitsverhältnisses abgenommen, wenn auch nicht deutlich. 1997 betrug der Anteil der Personen in einem Normalarbeitsverhältnis an allen abhängig Beschäftigten noch 82,5%. Der Anteil hat sich seither um acht Prozentpunkte verringert (2007: 74,5%). Entsprechend stieg der Anteil der neuen Beschäftigungsformen von 17,5% auf 25,5%....


Armut

Hartz IV: Trauriger Rekord bei den Tafeln - Die Tafeln vermuten einen traurigen Rekord: Bis Ende des Jahres werden rund eine Million Menschen die Tafeln besucht haben. (http://www.gegen-hartz.de/nachrichtenueberhartziv/tafeln762306.php)


3. Armutsbericht vom 19. Mai 2008 (415 Seiten - 1,53 MB pdf.datei) (http://www.bmas.de/coremedia/generator/26742/property=pdf/dritter__armuts__und__reichtumsbericht.pdf)

Tafeln brauchen mehr Lebensmittelspenden

Es gibt immer mehr Bedürftige für Lebensmittelspenden. Die wachsende Armut in Deutschland bringt die Tafeln zunehmend in Bedrängnis. Diesen Trend bestätigte die Sprecherin des Bundesverbandes Deutsche Tafel, Anke Assig. Vor allem in ländlichen Regionen und strukturschwachen Gebieten werde es zunehmend schwierig, Spenden für die Tafeln zu generieren, sagte sie. Bundesweit versorgen die Einrichtungen rund 800 000 Menschen.
http://newsticker.welt.de/index.php?channel=ham&module=dpa&id=18397734


Erstellt von Sybilla am 07.01.09 11 Uhr 00
Jeder darf diesen Bericht unter Hinweis auf die Autorin frei verwenden.

Britta
07.01.2009, 12:13
Was nutzen solche Studien, ausser den Verbrechern zu zeigen, wie weit ihr Plan die Bevölkerung zu verarmen schon vorangeschritten ist?

Sie können sich befriedigt zurücklehnen - alles läuft wie geschmiert.

Maßnahmen gegen die unhaltbaren Zustände wird es keine geben. Man wird es vielleicht so nennen, aber sie werden wieder nur exakt das Gegenteil von dem was sie vorgeben tun zu wollen bewirken. Da steckt seit Jahrzehnten Methode dahinter.

opppa
07.01.2009, 12:51
Was nutzen solche Studien, ausser den Verbrechern zu zeigen, wie weit ihr Plan die Bevölkerung zu verarmen schon vorangeschritten ist?

Sie können sich befriedigt zurücklehnen - alles läuft wie geschmiert.

Maßnahmen gegen die unhaltbaren Zustände wird es keine geben. Man wird es vielleicht so nennen, aber sie werden wieder nur exakt das Gegenteil von dem was sie vorgeben tun zu wollen bewirken. Da steckt seit Jahrzehnten Methode dahinter.

Glaubst Du wirklich, daß (noch) keine weitere Maßnahmen erforderlich sind?

Gut, die Ein-Euro-Geschichte läuft schon ganz gut an; aber die Bruttolöhne der Arbeitnehmer sind doch (noch) viel zu hoch und die Zeitarbeitsfirmen dürften wohl über den Nachfolger von Clement in der Lobby noch ein paar verkaufsfördernde Maßnahmen anfordern.

Es ist eben für die Wirtschaft noch ein weiter Weg zur Leibeigenschaft!

Es bleibt noch viel zu tun!

:traurig:

Britta
07.01.2009, 13:00
Glaubst Du wirklich, daß (noch) keine weitere Maßnahmen erforderlich sind?

Gut, die Ein-Euro-Geschichte läuft schon ganz gut an; aber die Bruttolöhne der Arbeitnehmer sind doch (noch) viel zu hoch und die Zeitarbeitsfirmen dürften wohl über den Nachfolger von Clement in der Lobby noch ein paar verkaufsfördernde Maßnahmen anfordern.

Es ist eben für die Wirtschaft noch ein weiter Weg zur Leibeigenschaft!

Es bleibt noch viel zu tun!

:traurig:

Natürlich sind noch weiter Maßnahmen erforderlich. Die werden bereits heimlich betrieben, ohne dass irgendjemand was davon mitbekommt.

Wie z.B. den 'Codex Alimentarius', bei dem unseren Lebensmitteln mit Absicht Nährstoffe, Vitamine und Mineralien entzogen werden und ungesunde Dinge beigemischt werden.

Hatte ich schon mal verlinkt, kann man aber gar nicht oft genug machen:
http://www.zentrum-der-gesundheit.de/codex-alimentarius-ia.html

Danach sollen wir demnächst 3,8 mg Fluorid täglich zu uns nehmen. Was keiner weiß: Es ist der Hauptbestandteil von Psychopharmaka.

""Bevölkerungskontrolle gegen Geld" - so lässt sich der neue Codex Alimentarius am einfachsten umschreiben. Er wird faktisch durch die USA gesteuert und primär von den Pharmariesen kontrolliert - mit dem Ziel, die Weltbevölkerung von ihren derzeit geschätzten 6,662 Milliarden auf tragfähige 500 Millionen zu dezimieren."

Andere Länder werden mit Krieg überzogen und dabei mit Uran verseucht. Afrika bekommt durch die Bill und Melinda Gates Stiftung ein Ernährungsprogramm mit sterilisierender Genfood. Ist doch Alles am Laufen - nach Plan.

Britta
07.01.2009, 16:14
Übrigens fangen auch die Amerikaner an, sich gegenseitig zu informieren:

http://www.natural-health-information-centre.com/codex-alimentarius.html

Die haben auch schon herausgefunden, wer dahinter steckt.

"Behind the Codex Alimentarius Commission is the United Nations and the World Health Organization working in conjunction with the multinational pharmaceutical cartel and international banks."

Die üblichen Verdächtigen halt. :toben:

Jim_Beam
07.01.2009, 16:36
Natürlich sind noch weiter Maßnahmen erforderlich. Die werden bereits heimlich betrieben, ohne dass irgendjemand was davon mitbekommt.

Wie z.B. den 'Codex Alimentarius', bei dem unseren Lebensmitteln mit Absicht Nährstoffe, Vitamine und Mineralien entzogen werden und ungesunde Dinge beigemischt werden.

Hatte ich schon mal verlinkt, kann man aber gar nicht oft genug machen:
http://www.zentrum-der-gesundheit.de/codex-alimentarius-ia.html

...
Wieso glaubst du sofort dass das wahr ist !? :nono:

Ein ANONYMER Artikel, in dem NUR SPEKULIERT wird,
klingt für mich viel eher nach Panikmache.

Erst recht wenn es um Sachen geht, die nur VORGESCHLAGEN sind,
und selbst das nur ANGEBLICH:
Die baldige Einführung wurde u. a. für folgende Normen vorgeschlagen:5

und die die Initiatoren selbst als Massenmord entlarven !? :nono:

Der Codex Alimentarius (lat. für "Lebensmittel-Kodex") wird gemeinschaftlich von der Welternährungsorganisation (FAO) und der Weltgesundheitsorganisation (WHO) kontrolliert.
Die WEO und die WHO schätzen, dass allein die Einführung der Vitamin- und Mineralstoffrichtlinie innerhalb von zehn Jahren mindestens drei Milliarden Todesopfer fordern wird.

Sieht viel eher aus wie kranke Scheisse von einem kranken Spinner ...


JB

Jim_Beam
07.01.2009, 16:40
Übrigens fangen auch die Amerikaner an, sich gegenseitig zu informieren:

http://www.natural-health-information-centre.com/codex-alimentarius.html

Die haben auch schon herausgefunden, wer dahinter steckt.

"Behind the Codex Alimentarius Commission is the United Nations and the World Health Organization working in conjunction with the multinational pharmaceutical cartel and international banks."

Die üblichen Verdächtigen halt. :toben:

Die sich selbst entlarven ??? :(
Die WEO und die WHO schätzen, dass allein die Einführung der Vitamin- und Mineralstoffrichtlinie innerhalb von zehn Jahren mindestens drei Milliarden Todesopfer fordern wird.

Jetzt fang endlich an, SELBST zu denken, bitte ...

Britta
07.01.2009, 16:44
Wieso glaubst du sofort dass das wahr ist !? :nono:

Ein ANONYMER Artikel, in dem NUR SPEKULIERT wird,
klingt für mich viel eher nach Panikmache.

Erst recht wenn es um Sachen geht, die nur VORGESCHLAGEN sind,
und selbst das nur ANGEBLICH:

und die die Initiatoren selbst als Massenmord entlarven !? :nono:

Sieht viel eher aus wie kranke Scheisse von einem kranken Spinner ...


JB

Ich habe selber viel zu dem Thema recherchiert. Ausserdem bin ich 'vorbelastet' durch William Engdahls Bücher über Genfood und seine Artikel über die Maßnahmen, die es bisher schon gab, um die Menschheit daran zu hindern, sich zu vermehren - Früher mehr in 3. Welt Ländern.

http://www.engdahl.oilgeopolitics.net/Auf_Deutsch/auf_deutsch.html

Falls dir Engdahl nicht zusagt, empfehle ich Jean Ziegler: 'Das Imperium der Schande'

Britta
07.01.2009, 16:44
Die sich selbst entlarven ??? :(


Jetzt fang endlich an, SELBST zu denken, bitte ...

Jim, das tue ich doch.

Jim_Beam
07.01.2009, 17:09
Jim, das tue ich doch.

OK, das war übertrieben von mir.

Siehst du denn diesen eklatanten logischen Widerspruch?
Angebliche Massenmörder, die sich selbst entlarven !?


Ansonsten weiss ich sehr wohl, zu was für ungeheuerlichen Greueltaten manche Menschen fähig sind, in der Geschichte gibt es genug Beispiele dafür.

Es gibt aber auch genug Spinner, die jeden Scheiss erfinden,
nur um Aufmerksamkeit zu erregen, sich wichtig zu machen.

Oder?

Britta
07.01.2009, 17:32
OK, das war übertrieben von mir.

Siehst du denn diesen eklatanten logischen Widerspruch?
Angebliche Massenmörder, die sich selbst entlarven !?


Ansonsten weiss ich sehr wohl, zu was für ungeheuerlichen Greueltaten manche Menschen fähig sind, in der Geschichte gibt es genug Beispiele dafür.

Es gibt aber auch genug Spinner, die jeden Scheiss erfinden,
nur um Aufmerksamkeit zu erregen, sich wichtig zu machen.

Oder?

Wovor sollten sie Angst haben und wer könnte sie stoppen?

Wer stoppt den Mord in Gaza, wer hilft den Afghanen oder den Irakern? Keiner tut etwas dagegen denn die Helfer der Massenmörder sitzen in allen Regierungen mit Ausnahme von Venezuela, Kuba, Iran und vielleicht Russland.

Ich habe sehr gute Kontakte zu den Autoren dieser Seite: www.globalresearch.ca und ich lese täglich die neuen Berichte und tausche mich mit meinen Freunden weltweit über die Ereignisse aus. Ich weiß, was in der Welt vor sich geht.

Angefangen habe ich vor ettlichen Jahren mit deutscher Innenpolitik, da meiner Meinung nach genau das Gegenteil von dem gemacht wurde, was man für die Menschen hätte tun sollen. Irgendwann habe ich kapiert, dass globale Konzerne dafür verantwortlich sind und die Familien, die hinter diesen Konzernen stecken mitsamt ihren widerlichen, menschenverachtenden Interessen.

Ich habe nur mein Interesse im Moment ein wenig auf die Physik verlagert, weil nun dass, wovor ich seit Jahren gewarnt habe, eingetreten ist. Ich konnte nichts dran ändern.

Jim_Beam
07.01.2009, 17:50
Wovor sollten sie Angst haben und wer könnte sie stoppen?
...

Dann sollte ich wohl schleunigst aufs Land ziehen.

Grosstadt widert mich sowieso immer mehr an ...

Spökes
07.01.2009, 18:02
Wer entführt hier den Strang?

Britta
07.01.2009, 19:30
Wer entführt hier den Strang?

sorry, ich bin schuld. :o

Sybilla hat die neuesten Zahlen eingestellt und sich wieder verdrückt.

otix_
15.01.2009, 08:37
Die Job-Programme des Bundes floppen.

Die Bundesregierung wollte mit Zuschüssen zum Lohn 200.000 neue Stellen für Langzeit- arbeitslose schaffen. Bislang hat sie keinen Erfolg damit.

ganzer Artikel >> (http://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/327/454012/text/)

Man muss sich schon fragen was eigentlich funktionierte bei dieser und bei vorherigen Regierungen.
Mit welchen Ergebnisssen möchten sie eigentlich eine Wiederwahl begründen.
Woran liegt es eigentlich, dass das Funktionieren getroffener Entscheidungen und die erbrachten Leistungen der Entscheidungsträger als auschliessliches Ergebnis eine allgemein wirtschaftlich & gesellschaftlich strukturelle Verschlechterung beinhaltet?
Wer kann es noch wagen von Erfolgen zu sprechen?

Politik der warmen Luft, "Aufschwünge" die es nicht gibt, geschaffene Arbeitsplätze, die dermassen schlecht bezahlt sind, dass wenige davon Leben können geschweige denn konsumieren können.

Allein auf Massenpsychologie durch mediale Manipulation und einfache Schlagworte aus der Werberetorte zu setzen erweist sich zunehmend als Fehler weil durchschaubar. Die Realität deckt sich einfach immer weniger mit den vollmundigen Versprechungen.

Zugegeben, die Zusammenhänge in Zeiten einer globalen Welt sind komplex und in ihren zahllosen Nebeneffekten in Gänze nicht zu erfassen.
Doch ist gerade dann eine Frage besonders wichtig zu klären und sie ist besonders simpel aber schwer zu definieren: Wie möchten wir alls Gemeinschaft eigentlich leben.

Solidarität ist stärker gefragt in Zukunft. Solidarität, die vor wenigen Jahren noch mit Füssen getreten wurde mit z.B Clements "Schmarotzerdebatte", die aus einfachem Profitstreben initiert wurde (oder dem Aufsichtsratsposten bei der Addecco). Diese Schmutzkampagne die den Hartz4-Empfänger abstempeln sollte, als minderwertig, diente alleine der Teilung der Gesellschaft.

Mittlerweile sind Löhne auf Hartz4 Niveau Normalität geworden ebenso wie die Beziehung von Hartz4 - die Aktzeptanz ist gestiegen und die gesellschaftliche Ächtung geringer geworden. Nur der Preis ist hoch. die ehemaligen Jubilaren der Agenda2010, oder ihre Kinder finden sich zunehmend in solchen Jobs.

Wer hätte das gedacht :rolleyes2:

serenety
21.01.2009, 16:19
der arbeitsmarkt soll doch alle menschen im erwerbsfähigen alter versorgen können. das wäre doch das ideal für das soziale gemeinwohl.

betrachten wir doch mal den arbeitsmarkt genauer:
jede firma ist darauf bedacht möglichst effizient zu arbeiten, damit man kosten sparen kann.
die computer - ja eine sehr sinnvolle erfindung im arbeitsalltag - ist schuld an reichlicher rationalisierungen von arbeitsplätzen.
der roboter - ja eine sehr sinnvolle erfindung im arbeitsalltag - ist schuld an reichlicher rationalisierungen von arbeitsplätzen. viele begrüßten es sogar, das sie die unliebsamen aufgaben des schweissen nicht mehr machen brauchten....

die vielen kleinen helferleins die man an und für sich nützlich findet, mache es möglich immer effizienter bei minimalen kosten zu arbeiten ohne das der betriebsablauf gestört wird.

was aber ist mit den menschen die arbeitslos wurden, durch diese rationalisierungen? wie also neue arbeit erfinden ohne mehrkosten?

es ist einfach sich hinzustellen und zu sagen, das der staat an allem schuld ist. trägt nicht auch die forschung und entwicklung eines industriestaates schuld dran?

was also kann die politik tun um mehr arbeitsplätze zu schaffen. das abwandern von firmen verhindern ist nur eines davon. neue firmen anwerben ist ein anderes.

Was aber macht den standort deutschland interessant für firmen aus USA, Indien, china etc.? günstige steuern.

hoppla jetzt drehen wir uns aber im kreis.... :kopfkratz:

wafi
21.01.2009, 16:31
hm ... ne

da wage ich mal gepflegt zu widersprechen. Was ist falsch daran, daß rationalisiert wird, stupide und gefährliche Arbeiten von Robotern geleistet werden ... oder ich heute das vielfache von dem schaffe, was in Zeiten des Zeichenbrettes zu erledigen gewesen wäre ...

Nix ist daran falsch, sogar höchst willkommen. Das Problem ist nen anderes ... nämlich die Verteilung der gewonnen Freizeit und natürlich die des Tauschmittels Geld. Ist für mich nen Grund eben die Idee des BGE (siehe nachbartrööt) nicht schlecht zu finden.

Gruß
Peter

otix_
21.01.2009, 16:37
was also kann die politik tun um mehr arbeitsplätze zu schaffen. das abwandern von firmen verhindern ist nur eines davon. neue firmen anwerben ist ein anderes.


Vor allem, was sollen das für Arbeitsplätze sein. Wenn dann wohl in der Dienstleistung als Allzweckantwort.
Will keiner bezahlen & können immer weniger bezahlen...brotlos

das lässt sich ganz gut mit meinem Beitrag zum BGE im koppeln:
http://www.politik-sind-wir.de/showthread.php?p=7704#post7704

serenety
21.01.2009, 16:49
hm ... ne

da wage ich mal gepflegt zu widersprechen. Was ist falsch daran, daß rationalisiert wird, stupide und gefährliche Arbeiten von Robotern geleistet werden ... oder ich heute das vielfache von dem schaffe, was in Zeiten des Zeichenbrettes zu erledigen gewesen wäre ...grundsätzlich erst mal nichts

Nix ist daran falsch, sogar höchst willkommen. Das Problem ist nen anderes ... nämlich die Verteilung der gewonnen Freizeit und natürlich die des Tauschmittels Geld. Ist für mich nen Grund eben die Idee des BGE (siehe nachbartrööt) nicht schlecht zu finden.

Gruß
Petergenau die gewonnene freizeit. nehmen wir doch nun die aktuelle krise - die automobilindustrie.... die menschen die dort arbeiten, haben bisher im schichtbetrieb teilweise 10 bis 12 stunden gearbeitet nur um der nachfrage herr zu werden. oder es wurden zusatzschichten gefahren. und alles würde auf zeitkonten gutgeschrieben oder tw. ausbezahlt.

warum also hat der unternehmer dann nicht mehr menschen fest eingestellt, damit alle nur 8 stunden arbeiten, statt wenige in den überstundenkrampf reinzupressen? einfache antwort: weil es kostengünstiger ist einen bereits sozialversicherten arbeitnehmer länger schuften zu lassen, als für eine tätigkeit 2 sozialversicherungsbeiträge abzudrücken.

und jetzt soll durch das bge alle menschen das gleiche geld bezahlt werden als GRUNDEINKOMMEN und die die dann arbeiten gehen bekommen noch mehr oben drauf....

wer bezahlt das? die konsumsteuer?

serenety
21.01.2009, 16:51
Vor allem, was sollen das für Arbeitsplätze sein. Wenn dann wohl in der Dienstleistung als Allzweckantwort.
Will keiner bezahlen & können immer weniger bezahlen...brotlos

das lässt sich ganz gut mit meinem Beitrag zum BGE im koppeln:
http://www.politik-sind-wir.de/showthread.php?p=7704#post7704

dienstleistungen sind und bleiben die einzigen arbeitsplätze die man nicht ins ausland verfrachten kann oder willst du wenn du in einem kaufhaus stehst per videokonferenz beraten werden?

Nein es ist wichtig hier einen grundlohn zu vereinbaren, der das leben von seiner arbeit sichert. egal welche tätigkeit man ausübt. ausser 400 euro jobs /ferienjobs - die jetzt mal ausgeklammert.

otix_
21.01.2009, 16:57
Nein es ist wichtig hier einen grundlohn zu vereinbaren, der das leben von seiner arbeit sichert.

Den Mindestlohn debattiert die SPD schon seit Jahren, und wundert sich tatsächlich warum sie keinen Fuss mehr auf den Boden bekommt.. :D

wafi
21.01.2009, 17:01
hm ... also das BGE sollten wir vielleicht nebenan diskutieren, deshalb geh ich da jetzt mal nicht drauf ein.

Im Prinzip ... auch wenn das noch ne völlig andere Diskussion ist, ist es noch viel schlimmer, als du es darstellst.

Nimm dein Beispiel Autoindustrie ... gestern hat BMW überlegt ob sie den Bankenschutzschirm haben wollen ... Grund, da die Menschen Autos auf Pump kaufen, dafür aber keine Kredite mehr bekämen, müßte man unter den Rettungsschirm um weiter Kredite gewähren zu können. Diese Aussage muß man sich echt auf der Zunge zergehen lassen ... eine völlig überschuldete Gesellschaft muß weiter sich verschulden, damit die Produkte auch noch abgesetzt werden können, die produziert werden .... Geht`s noch? Also um bei deinem Bild zu bleiben, die Leute ackern wie blöde um Produkte herzustellen, die sich keiner leisten kann, damit die dann gegen Kredite verkauft werden ....
Diese "Logik" des Kapitalismus muß man erstmal begreifen ...

Arbeit muß völlig neu definiert werden und zwar auf verschiedenen Ebenen.

serenety
21.01.2009, 17:34
hm ... also das BGE sollten wir vielleicht nebenan diskutieren, deshalb geh ich da jetzt mal nicht drauf ein.

Im Prinzip ... auch wenn das noch ne völlig andere Diskussion ist, ist es noch viel schlimmer, als du es darstellst.

Nimm dein Beispiel Autoindustrie ... gestern hat BMW überlegt ob sie den Bankenschutzschirm haben wollen ... Grund, da die Menschen Autos auf Pump kaufen, dafür aber keine Kredite mehr bekämen, müßte man unter den Rettungsschirm um weiter Kredite gewähren zu können. Diese Aussage muß man sich echt auf der Zunge zergehen lassen ... eine völlig überschuldete Gesellschaft muß weiter sich verschulden, damit die Produkte auch noch abgesetzt werden können, die produziert werden .... Geht`s noch? Also um bei deinem Bild zu bleiben, die Leute ackern wie blöde um Produkte herzustellen, die sich keiner leisten kann, damit die dann gegen Kredite verkauft werden ....
Diese "Logik" des Kapitalismus muß man erstmal begreifen ...

Arbeit muß völlig neu definiert werden und zwar auf verschiedenen Ebenen.

das oben geschilderte spiegelt definitiv den amerikanischen markt wieder! kauf auf pump. wer mit bargeld zahlt in usa wurde schief angesehen.

in deutschland denkt man doch etwas bodenständiger. man kauft sich meist erst dann was, wenn man es sich auch leisten kann bzw. wenn nur ein minimal kredit aufgenommen werden braucht. (autoneukauf kann kaum einer cash abdrücken)

aber warum muss arbeit neu definiert werden? kann dir nicht ganz folgen

wafi
21.01.2009, 17:51
ich kauf auf Pump nur und zwar ausschließlich nur Sachen die hinterher einen wirtschaftlichen Nutzen haben und die Kohle wieder einspielen, die ich dafür ausgebe. Wer Konsum auf Pump kauft hat irgendwas nicht kapiert. Das dies immer stärker heute gefördert wird, macht die Sache nicht besser. Das notwendige Umdenken liegt doch auf der Hand ... durch Pump werden zusätzliche Bedürfnisse geschaffen die real so nicht vorhanden sind, d.h. Markt funktioniert nicht mehr. Wenn du sagst niemand könne sich nen Auto cash leisten, dann stimmt das a nicht und b ... da so nen blöder PKW außer in Ausnahmefällen nur Kohle kostet, keine einspielt, ist es selten dämlich nen PKW auf Pump zu kaufen. Wenn nur so Absatz generiert wird, ist an dem Produkt was falsch. Das mit zusätzlichen Krediten am Leben zu erhalten ist selten doof, denn es wächst nur die Verschuldung, mehr nicht. Grade bei den PKW`s ... hab eigentlich immer Ford gefahren, war mit dem Mondeo zufrieden, wollte nen neuen kaufen und der hatte gaaaaanz tolle Extras, die ich zwar nicht brauche, aber sei`s drum, dafür kostete der fast doppelt soviel wie der alte Mondeo ... ok, jetzt fahr ich Fiat, das Ding war "günstig" hat kaum Schnickschnacks und läuft richtig gut (bin jetzt 110.000 km damit gefahren) Kostenmäßig lag der bei 50% des Mondeos.... und für so nen dusseligen Bürgerkäfig geb ich nicht soviel aus. Ganz einfach.

serenety
22.01.2009, 23:56
ein auto kauft man ja auch nicht ein wie ne tütensuppe.... :D

hat aber nix mit der arbeitsmarktsituation zu tun.

erfreulich mal sie haben wieder für ein paar branchen mehr den mindestlohn eingeführt.... leider immer noch nicht flächendeckend :(

opppa
23.01.2009, 09:40
Den Mindestlohn debattiert die SPD schon seit Jahren, und wundert sich tatsächlich warum sie keinen Fuss mehr auf den Boden bekommt.. :D

Die SPD debattiert den Mindestlohn nur dann, wenn die Parteileitung sicher sein kann, daß er nicht durchsetzbar ist.

Ein Schelm wer Böses dabei denjt!

:giggle:

otix_
23.01.2009, 09:45
Die SPD debattiert den Mindestlohn nur dann, wenn die Parteileitung sicher sein kann, daß er nicht durchsetzbar ist.

Ein Schelm wer Böses dabei denjt!

:giggle:

neuerdings "erwägen" sie "die Linke" zu vernichten (http://www.welt.de/politik/article3057134/SPD-erwaegt-jetzt-die-Linkspartei-zu-vernichten.html) :D.
Das Wirksamste dafür wäre unteranderem die Einführung von Mindestlöhnen...hat ihnen das noch keiner geflüstert? :o

ps. "erwägen" klingt fast (nur) in diesem Zusammenhang so als ob sie es könnten, aber es eifach noch nicht getan haben....Größenwahn?

opppa
23.01.2009, 09:47
der arbeitsmarkt soll doch alle menschen im erwerbsfähigen alter versorgen können. das wäre doch das ideal für das soziale gemeinwohl.

betrachten wir doch mal den arbeitsmarkt genauer:
jede firma ist darauf bedacht möglichst effizient zu arbeiten, damit man kosten sparen kann.
die computer - ja eine sehr sinnvolle erfindung im arbeitsalltag - ist schuld an reichlicher rationalisierungen von arbeitsplätzen.
der roboter - ja eine sehr sinnvolle erfindung im arbeitsalltag - ist schuld an reichlicher rationalisierungen von arbeitsplätzen. viele begrüßten es sogar, das sie die unliebsamen aufgaben des schweissen nicht mehr machen brauchten....

die vielen kleinen helferleins die man an und für sich nützlich findet, mache es möglich immer effizienter bei minimalen kosten zu arbeiten ohne das der betriebsablauf gestört wird.

was aber ist mit den menschen die arbeitslos wurden, durch diese rationalisierungen? wie also neue arbeit erfinden ohne mehrkosten?

es ist einfach sich hinzustellen und zu sagen, das der staat an allem schuld ist. trägt nicht auch die forschung und entwicklung eines industriestaates schuld dran?

was also kann die politik tun um mehr arbeitsplätze zu schaffen. das abwandern von firmen verhindern ist nur eines davon. neue firmen anwerben ist ein anderes.

Was aber macht den standort deutschland interessant für firmen aus USA, Indien, china etc.? günstige steuern.

hoppla jetzt drehen wir uns aber im kreis.... :kopfkratz:

Darum müssen ja auch die Arbeitszeiten der (noch) beschäftigten Arbeitnehmer (natürlich ohne Mehrvergütung) immer weiter verlängert werden!

Aber wahrscheinlich werden sich die Politiker, die sowas verhindern könnten, eher an der Optimierung der "Zuwendungen" an die politischen Parteien (einschl. Vergütung für Ausichtsratspöstchen und Beraterverträge) orientieren, als an einer möglichst vernünftigen Verteilung der vorhandenen Arbeit.

:o

serenety
23.01.2009, 18:42
Darum müssen ja auch die Arbeitszeiten der (noch) beschäftigten Arbeitnehmer (natürlich ohne Mehrvergütung) immer weiter verlängert werden!

Aber wahrscheinlich werden sich die Politiker, die sowas verhindern könnten, eher an der Optimierung der "Zuwendungen" an die politischen Parteien (einschl. Vergütung für Ausichtsratspöstchen und Beraterverträge) orientieren, als an einer möglichst vernünftigen Verteilung der vorhandenen Arbeit.

:o

klar die vorhandene arbeit aufteilen ist eine sinnvolle lösung.... nur die sozialabgaben von beiden seiten arbeitnehmer sowie auch arbeitgeber werden dann auch bezahlt werden müssen. der arbeitgeber hat einen mehraufwand, da geht doch sofort wieder das geschrei der gewinnorientierten AG´s wieder los..... der soziale arbeitgeber existiert nicht mehr in dieser kapitalistischen ordnung.... der arbeitgeber der auch verantwortungsvoll nicht nur mit dem arbeitnehmer umgeht sondern auch dessen familien im hintergrund sieht..... dieser "traumarbeitgeber" gibt es so gut wie nicht mehr. höchstens in kleinbetrieben....

also nochmal: wir drehen uns im kreis...

Sybilla
29.01.2009, 13:59
Arbeitsmarkt Januar 2009:

Der BA Monatsbericht berichtet von einem unerwartet hohen Anstieg der statistisch erfassten Arbeitslosigkeit im Januar 09.
Laut BA Bericht wurden im Januar 09 (Seite 47) 3.488.805 Personen von der BA – Statistik als arbeitslos erfasst.

7.702.072 Leistungsempfänger von ALG I, ALG II und Sozialgeld BA Bericht Januar 2009 Seite 47. (Details weiter unten)

wirtschaftlich bedingte Kurzarbeit § 170 / § 175 im Dezember 08 waren 402.285 Personen von Kurzarbeit betroffen. Für Januar 2009 stehen im BA Bericht keine aktuellen Zahlen zur Verfügung. (BA Bericht Januar 2009 Tabelle 06a: Anzeigen über Kurzarbeit und Anzahl betroffener Personen Seite 53)

Außer den Leistungsempfängern gab es im September (nachfolgende Monatszahlen liegen noch nicht vor) 404.000 Arbeitslose, die im Berichtsmonat September 08 keine Geldleistungen aus der Arbeitslosenversicherung oder der Grundsicherung bezogen.
(BA Bericht Januar 2009 Seite 18)

Mit Beginn des Jahres 2009 ist eine weitere Reform der arbeitsmarktpolitischen Instrumente, das „Gesetz zur Neuausrichtung der arbeitsmarktpolitischen Instrumente“, in Kraft getreten. Die statistische Auswertbarkeit
der neuen und neu zugeschnittenen Instrumente wird im Laufe des Jahres 2009 hergestellt werden. Im Monat Januar befanden sich 1,54 Millionen Personen in einer von Bund oder Bundesagentur für Arbeit geförderten arbeitsmarktpolitischen Maßnahme. (Seite 26 BA Bericht Januar 2009)

Scholz greift in die Trickkiste der Statistik (http://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/441/449171/text/)

Ich sehe neben der globalen Finanzkrise die Agenda 2010 Politik als eine der Ursachen für die Wirtschafts – und Arbeitsmarktkrise.

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Bundessozialgericht: Hartz IV ist verfassungswidrig
Kassel - Die Hartz-IV-Regelleistungen für Kinder bis 14 Jahren sind nach Ansicht des Bundessozialgerichts (BSG) verfassungswidrig. Die gesetzlichen Regelungen verletzten den im Grundgesetz festgeschriebenen Gleichheitsgrundsatz, die Menschenwürde und das Sozialstaatsprinzip, erklärte das Gericht. Die obersten Sozialrichter haben daher die entsprechenden Vorschriften im Sozialgesetzbuch II dem Bundesverfassungsgericht zur Prüfung vorgelegt (Aktenzeichen: B 14/11b AS 9/07 und B 14 AS 5/08 R). (http://www.abendblatt.de/daten/2009/01/28/1026936.html)

(Neue Studie - Zahl der Hartz-IV-Aufstocker gestiegen) (http://www.rp-online.de/public/article/politik/deutschland/507146/Zahl-der-Hartz-IV-Aufstocker-gestiegen.html)



Gestiegene Vermögensungleichheit in Deutschland - DIW Wochenbericht 4/2009 (PDF) ( http://www.diw.de/documents/publikationen/73/93785/09-4-1.pdf)

Enthüllungsbuch über Leben mit Hartz IV - Mit Lizenz zur Ausbeutung (http://www.sueddeutsche.de/politik/2/314896/text/)

In der ARD-Undercover-Reportage „Arm durch Arbeit“ hat sich Markus Breitscheidel ein Jahr lang durch das Dickicht der Leiharbeitsfirmen geschlagen. Und dabei Erfahrungen gemacht, die ihn als Menschen verändert haben. (http://www.rp-online.de/hps/client/opinio/public/pjsub/production_long.hbs?hxmain_object_id=PJSUB::ARTICL E::408630&hxmain_category=::pjsub::opinio::/home)

Growing Unequal? : Income Distribution and Poverty in OECD Countries Summary in German - Mehr Ungleichheit trotz Wachstum? Einkommensverteilung und Armut in OECD-Ländern Zusammenfassung in Deutsch 9 Seiten (http://www.oecd.org/dataoecd/45/26/41525363.pdf)

Alexander Engels zu einem neuerlichen Hartz-IV-Problem-Fall - Geldabhängig - Die Tücken der Hartz-IV-Gesetze treten immer in Einzelfällen hervor. Das zeigt sich nun am Beispiel von Marion Kuhnert. Ihre Tochter erhält Bafög, um sich im Studentenleben über Wasser zu halten, und in der Folge verliert die Mutter ihre Wohnung.... (http://www.maerkischeallgemeine.de/cms/beitrag/11339356/61939/Geldabhaengig_Alexander_Engels_zu_einem_neuerliche n_Hartz_IV.html)

Viele Kinder können sich das Schulessen nicht leisten Schüler aus ärmeren Familien haben oft zu wenig Geld für die gemeinsame Mahlzeit. (http://www.3sat.de/nano/cstuecke/127308/index.html)

"Ich weiß, dass Kinder gerne hier essen würden, es sich aber nicht leisten können und anderen Kindern während der Mahlzeit über die Schulter gucken" (http://www.3sat.de/mediathek/?obj=9998)

Studie - Kein warmes Essen bei Hartz IV (http://www.morgenpost.de/brandenburg/article979690/Kein_warmes_Essen_bei_Hartz_IV.html)



Bei genauer Betrachtung vertieft sich die Vermutung und das Gefühl das die Reformen am Arbeitsmarkt das entstehen der Niedriglohnsektoren, Praktika, 1 Euro Jobs, Bürgerarbeit sowie die Schaffung prekärer Arbeitsverhältnisse und Working Poor die Ursachen der aktuellen Finanz – Wirtschaftskrise ubd Arbeitsmarktkrise sind. Autos kaufen keine Autos und vielen Verbrauchern fehlt das Geld, weil sie im Niedriglohnsektor beschäftigt sind oder ALG II als Grundsicherung beziehen.

Warum wird die Entstehung von prekären Arbeitsverhältnissen – 1 Euro Jobs die Beschäftigung in Bürgerarbeit und als Pflegeassident/in, multimedial im Gleichklang der meisten Medien bejubelt, wobei jede kritische Betrachtung der steigenden Armut (1 Millionen Tafelbedürftige in 2008 – siehe unten) ohne nennenswerte Beachtung bleibt?

Ich fürchte, weil die Last/Kosten der Arbeitslosigkeit solidarisch alle Arbeitnehmer und Arbeitgeber tragen mussten, die Last der Armut im Niedrigstlohnbereich die Einzelnen ganz alleine. Deshalb werde auch ich weiterhin Monat für Monat eine Analyse der multimedial verkündeten Zahlen der BA erstellen.

Was heißt würdige Arbeit?

Ich sage unwürdig ist, wenn Personen die Vollzeit arbeiten sich von ihrem Lohn weder ausreichend Brot noch ausreichend Kuchen kaufen können.

Das heißt, wenn diese Personen kein Brot haben, können diese Personen auch keinen Kuchen essen, sondern sie sind auf steuerfinanziertes ALG II angewiesen dass sie nur nach einer Offenlegung ihrer intimsten partnerschaftlichen Verhältnisse und einer akribischen und für viele sehr peinlichen Bedürftigkeitsprüfung beanspruchen dürfen. Dass ist nach meinem Verständnis mehr als unwürdig.

Vor allem stellt sich die Frage woher leiten Unternehmen die Arbeitnehmer mit Anspruch auf steuerfinanziertes ALG II beschäftigen denn Anspruch ab, dass die Solidargemeinschaft der Steuerzahler und nicht die Arbeitgeber den Lohn der von ihnen Beschäftigten Arbeitnehmer bis zur Grundsicherung aufstockt ?


Analyse des BA Berichts Januar 2009:

Erstellt von Sybilla am 29.01.09 11 Uhr 00
Jeder darf diesen Bericht unter Hinweis auf die Autorin frei verwenden.


Entwicklung der statistisch erfassten Arbeitslosigkeit

Offizielle ermittelte BA - Zahlen des Arbeitsmarkt – Bericht Januar 2009 diese von vielen Medien ohne Detailbetrachtung verkündet werden.

LEISTUNGSEMPFÄNGER 2) BA Bericht Januar 2009 Seite 47

LEISTUNGSEMPFÄNGER
- Arbeitslosengeld 1.116.671 *
- erwerbsfähige Hilfebedürftige (Alg II) 4.788.052 *
- nicht erwerbsfähige Hilfebedürftige (Sozialgeld) 1.797.349 *
*Vorläufig und hochgerechnet, endgültige Werte stehen erst nach einer Wartezeit von drei Monaten fest.

* 7.702.072 Leistungsempfänger

+ im Dezember 08 waren 402.285 Personen von Kurzarbeit betroffen.

+ 404.000 Arbeitslose, die im Berichtsmonat September 08 keine Geldleistungen aus der Arbeitslosenversicherung oder der Grundsicherung bezogen.

+ Kinder von ALG II Leistungsbeziehern im Leistungsbezug des Kinderzuschlags.
Kinderzuschlag - Der Kinderzuschlag wird Eltern gewährt, die zwar ihren eigenen Bedarf durch Erwerbseinkommen bestreiten können, aber nicht über ausreichend finanzielle Mittel verfügen, um den Bedarf ihrer Kinder zu decken. Eltern mit geringem Einkommen haben Anspruch auf Kinderzuschlag von bis zu 140 Euro monatlich. (http://www.familien-wegweiser.de/wegweiser/service,did=41054.html)

Zum Vergleich

Im Januar 2004 vor der Arbeitsmarktreform Hartz IV wurden von der BA 4.597.399Personen als arbeitslos gemeldet. 1.522.873 Personen befanden sich in einer von Bund oder Bundesagentur für Arbeit geförderten arbeitsmarktpolitischen Maßnahme. Im Januar 2004 wurden von der BA nur 4.367.000 Leistungsempfänger gezählt.


Integrierte Auswertungen zu Leistungsbezug und Arbeitslosigkeit können erst nach einer Wartezeit von drei Monaten vorgenommen werden
und liegen aktuell für den September 2008 vor. Danach waren von 5.638.000 Leistungsempfängern 2.677.000 oder 47 Prozent in der Arbeitslosenversicherung oder der Grundsicherung für Arbeitsuchende arbeitslos gemeldet 2.961.000 Personen oder 53 Prozent bekamen Leistungen, ohne arbeitslos zu sein.Die Gründe dafür können sein: vorübergehende Arbeitsunfähigkeit, die Teilnahme an Maßnahmen der Arbeitsförderung, die Inanspruchnahme der vorruhestandsähnlichen Regelung des § 428 SGB III ggf. in Verbindung mit dem § 65 SGB II, die Ausübung einer Erwerbstätigkeit von mehr als 15 Wochenstunden oder eine zulässige Einschränkung
der Verfügbarkeit insbesondere wegen § 10 SGB II (z. B. Kindererziehung und Schulbesuch) […]
BA Bericht Januar 2009 Seite 18 (http://www.pub.arbeitsamt.de/hst/services/statistik/000100/html/monat/200901.pdf)



Pressemitteilung Nr. 288 vom 11.08.2008 - Sozialhilfeausgaben 2007: Anstieg auf netto 18,8 Milliarden Euro (http://www.destatis.de/jetspeed/portal/cms/Sites/destatis/Internet/DE/Presse/pm/2008/08/PD08__288__221,templateId=renderPrint.psml)
Die Nettoausgaben für die Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung lagen im Jahr 2007 bei 3,5 Milliarden Euro; dies entspricht 18% der Sozialhilfeausgaben insgesamt. Im Vergleich zum Vorjahr sind die Ausgaben für diese Hilfeart damit um 12,7% gestiegen.


In dieser Zahl sind nicht (ca. 1,1 Millionen 2007) Personen enthalten die Sozialhilfe nach SGB XII beziehen.

Pressemitteilung Nr.460 vom 02.12.2008
Sozialhilfe 2007: 1,1 Millionen Menschen erhielten besondere Leistungen (http://www.destatis.de/jetspeed/portal/cms/Sites/destatis/Internet/DE/Presse/pm/2008/12/PD08__460__221,templateId=renderPrint.psml)


Im Monat Januar befanden sich 1,54 Millionen Personen in einer von Bund oder Bundesagentur für Arbeit geförderten arbeitsmarktpolitischen Maßnahme. (Dezember 1,64 Millionen) ( November 1,62 Millionen) (Oktober 1,57 Millionen) (September 1,51 Millionen) in einer von Bund oder Bundesagentur für Arbeit geförderten arbeitsmarktpolitischen Maßnahme.


Ein Blick auf die Graphiken VI. Arbeitsmarkt Gesamtübersicht Seite 45 BA Bericht Januar 09 zeigt ganz deutlich das die Zahl der Bevölkerung zwischen 15 und unter 65 Jahren erheblich abgesunken ist. Das bedingt auch einen Rückgang der Arbeitslosigkeit.

Verlässliche Aussagen zu 1 Euro Arbeitsgelegenheiten und arbeitsmarktpolitische Instrumente sind aufgrund einer erheblichen Unterfassung der Daten und Änderungen der Datenerfassung und gesetzlichen Bestimmungen nicht möglich.

Fußnoten BA Bericht Januar 2009 Seite 74

3) Es ist von einer Untererfassung auszugehen, so haben für 2008 [Datenstand Sept. 2008] nur ca. 67 % der Träger Daten zum Einsatz der flankierenden Leistungen erfasst.
6) Im November 2008 erfolgte eine Umstellung der seit November 2005 über XSozial-BA-SGB II gelieferten Förderdaten auf einen neuen Softwarestand. Daher können Differenzen zu den bereits veröffentlichten Daten auftreten.
7) Zum 01.01.2009 eingeführt mit dem Gesetz zur Neuausrichtung der arbeitsmarktpolitischen Instrumente vom 21.Dezember 2008. Statistische Daten liegen noch nicht vor.
Leider gibt es keine statistischen Zahlen wie viele Personen in kommunalen Projekten, die ich als „Bürgerarbeit“ bezeichne, beschäftigt werden. Diese Projekte und Personen verbergen sich vielfach in der statistischen Untererfassung der Arbeitslosigkeit.

Entwicklung am Stellenmarkt

Bestand - BA Bericht Januar 2009 Seite 10

Bestand

alle Stellen 485.000
darunter: Vakanzen 436.000
ungeförderte Stellen 303.000
darunter: Vakanzen 265.000
ungeförderte sozialversicherungspflichtige Stellen1) 277.000
darunter: Vakanzen 242.

alle Stellen 568.500 Dezember 2008


Quelle: http://www.pub.arbeitsamt.de/hst/services/statistik/000100/html/monat/200901.pdf

2009:
Januar 485.000 (Januar 2008 528.000)

2008:
Dezember 568.500 (Dezember 2007 (545.600)
November 539.000 (November 2007 577.000 )
Oktober 571.000 (Oktober 2007 608. 500)
September 585.000 (September 2007) 629.100
August 586.000 (August 2007 647.500)
Juli 588.000
Juni 596.000
Mai 579.000
April 592.000
März 588.000
Februar 565.000
Januar 528.000

2007:

Dezember 545.600

Natürlich ergibt sich unter Einbeziehung aller Jobangebote aller Jobbörsen eine höhere Zahl an offenen Stellen, allerdings gibt es den nicht unerheblichen Effekt der Doppelung ( 1 freier Arbeitsplatz wird in mehren Jobstellen ausgeschrieben. Deshalb denke ich das die Zahl der offenen ungeförderten sozialversicherungspflichtigen Stellen näher bei 150.000 als erheblich höher liegt.

Ein Vergleich der Zahl der Arbeitslosen mit Statistiken vor 2005 ist äußerst schwierig – so gab es vor Januar 2005 keine „Bürgerarbeit“ keine Ein Euro Jobs und die Arbeitslosenhilfe hatte eine komplett andere Grundlage von Bedürftigkeit als das Arbeitslosengeld II.
Die Darstellung eines Vergleich der Arbeitslosenzahlen vor 2005, also vor der Neudefinition der Arbeitslosigkeit, durch das SGB II ab 2005 ansetzt, ist deshalb meines Erachtens unsachgemäß. Die Daten zu den Arbeitslosenzahlen werden seit der Reform des SGB II in den BA Berichten verkürzt wiedergegeben und von der Politik und vielen Medien einseitig tendenziös interpretiert.

Knapp die Hälfte aller Leistungsbezieher nicht als arbeitslos registriert

Arbeit und Soziales/Antwort

Berlin: (hib/MPI) Von den 2007 durchschnittlich 6,348 Millionen Beziehern von Arbeitslosengeld I (Alg I) und Arbeitslosengeld II (Alg II) sind laut Bundesregierung 3,135 Millionen (49 Prozent) nicht in der Arbeitslosenstatistik registriert. Dagegen seien insgesamt 3,213 Millionen (51 Prozent) arbeitslos gemeldet gewesen, schreibt die Regierung in ihrer Antwort (16/8458) auf eine Kleine Anfrage der FDP-Fraktion (16/8131). Außer den Leistungsempfängern habe es noch 686.000 Arbeitslose gegeben, die keine Geldleistungen aus der Arbeitslosenversicherung bezogen. Von allen Arbeitslosen hätten 82 Prozent Leistungen erhalten. Von den durchschnittlich 1,092 Millionen Alg-I-Empfängern im Jahr 2007 seien 26 Prozent nicht in der Arbeitslosenstatistik aufgetaucht, schreibt die Regierung. 225.000 der Alg-I-Bezieher fielen unter die so genannte 58er-Regel, 25.000 der nicht als arbeitslos geführten Personen hätten an einer Trainingsmaßnahme teilgenommen, 26.000 seien arbeitsunfähig erkrankt und 16.000 seien vermindert leistungsfähig gewesen. Kriterien für die Aufnahme in die Arbeitslosenstatistik der Bundesagentur für Arbeit seien die Arbeitslosmeldung, die Beschäftigungslosigkeit und die Verfügbarkeit. Danach würden etwa Personen, die arbeitsunfähig erkrankt oder dauerhaft erwerbsgemindert sind, nicht als arbeitslos gezählt, "weil sie dem Arbeitsmarkt nicht zur Verfügung stehen". Wie aus der Antwort weiter hervorgeht, waren von den im Jahr 2007 durchschnittlich 5,329 Millionen Alg II-Empfängern 2,473 Millionen (46 Prozent) als arbeitslos registriert und 2,856 Millionen (54 Prozent) nicht als arbeitslos registriert. Eine Zuordnung zu bestimmten Gruppen sei bisher statistisch nur annäherungsweise möglich. Zur Gruppe der erwerbstätigen Hilfebedürftigen ("Aufstocker") mit einem monatlichen Bruttoeinkommen von mehr als 400 Euro zählten demnach 524.000 Personen. Der Gruppe der "Ein-Euro-Jobber" und Teilnehmer an Qualifizierungsmaßnahmen wurden demnach 418.000 der als nicht arbeitslos registrierten Alg-II-Bezieher zugeordnet. Ferner seien 484.000 unter-20-jährige und 312.000 über-58-jährige Alg-II-Empfänger statistisch nicht als arbeitslos geführt worden.

http://www.bundestag.de/aktuell/hib/2008/2008_088/02.html


Der enorme Abbau der statistisch erfassten Arbeitslosigkeit seit Januar 2005 wurde vor allem durch folgende Maßnahmen erreicht.

- Genration Praktikum
- 1 Euro Jobs
- Bürgerarbeit
- Pflegassitenten/Pfleghelfer
- Jobs mit ergänzenden ALG II

Pressemitteilung Nr. 340 vom 09.09.2008 -Neue Beschäftigungsformen prägen Arbeitsmarktentwicklung (http://www.destatis.de/jetspeed/portal/cms/Sites/destatis/Internet/DE/Presse/pm/2008/09/PD08__340__132,templateId=renderPrint.psml)

WIESBADEN – Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) heute im Rahmen eines Pressegesprächs in Frankfurt am Main mitteilte, hat die Zunahme neuer Beschäftigungsformen die Beschäftigungsentwicklung der vergangenen zehn Jahre in Deutschland maßgeblich geprägt. Zu diesen neuen oder häufig auch als atypisch bezeichneten Beschäftigungsformen gehören befristete oder geringfügige Beschäftigung, Teilzeitarbeit sowie Zeitarbeit. Während die Zahl der Erwerbstätigen in sogenannten Normalarbeitsverhältnissen von 1997 bis 2007 um 1,5 Millionen gesunken ist, stieg die Anzahl der Personen in neuen oder atypischen Beschäftigungsformen in diesem Zeitraum um 2,6 Millionen an. Insgesamt ergibt sich für alle abhängig Beschäftigten eine Zunahme um 1,1 Millionen.


Wie Wolfgang Strohm, Leiter der Abteilung „Gesamtrechnungen, Arbeitsmarkt“ des Statistischen Bundesamtes, weiter mitteilte, ist trotz dieser Entwicklung das Normalarbeitsverhältnis nach wie vor die dominierende Form abhängiger Beschäftigung. Knapp drei Viertel (22,5 Millionen) der 30,2 Millionen abhängig Beschäftigten im Alter von 15 bis 64 Jahren, die nicht in Bildung oder Ausbildung waren, befanden sich 2007 in einem Normalarbeitsverhältnis. Demgegenüber standen 7,7 Millionen Personen in neuen Beschäftigungsformen.

Im Laufe der vergangenen zehn Jahre hat die Bedeutung des Normalarbeitsverhältnisses abgenommen, wenn auch nicht deutlich. 1997 betrug der Anteil der Personen in einem Normalarbeitsverhältnis an allen abhängig Beschäftigten noch 82,5%. Der Anteil hat sich seither um acht Prozentpunkte verringert (2007: 74,5%). Entsprechend stieg der Anteil der neuen Beschäftigungsformen von 17,5% auf 25,5%....


Armut

Hartz IV: Trauriger Rekord bei den Tafeln - Die Tafeln vermuten einen traurigen Rekord: Bis Ende des Jahres werden rund eine Million Menschen die Tafeln besucht haben. (http://www.gegen-hartz.de/nachrichtenueberhartziv/tafeln762306.php)


3. Armutsbericht vom 19. Mai 2008 (415 Seiten - 1,53 MB pdf.datei) (http://www.bmas.de/coremedia/generator/26742/property=pdf/dritter__armuts__und__reichtumsbericht.pdf)

Tafeln brauchen mehr Lebensmittelspenden

Es gibt immer mehr Bedürftige für Lebensmittelspenden. Die wachsende Armut in Deutschland bringt die Tafeln zunehmend in Bedrängnis. Diesen Trend bestätigte die Sprecherin des Bundesverbandes Deutsche Tafel, Anke Assig. Vor allem in ländlichen Regionen und strukturschwachen Gebieten werde es zunehmend schwierig, Spenden für die Tafeln zu generieren, sagte sie. Bundesweit versorgen die Einrichtungen rund 800 000 Menschen.
http://newsticker.welt.de/index.php?channel=ham&module=dpa&id=18397734

ADoa
29.01.2009, 19:29
Hallo Sybilla,
Da hast Du ja ordentlich recherchiert. Statistisch sind es weniger Arbeitslose als Hartz IV Empfänger. Das öffentlich zu äußern und public werden zu lassen, traut sich leider keiner. Ich denke, es würde was verändern: Mehr Transparenz führt dazu, das es mehr Leute kapieren, was da eigentlich abläuft und was es für das Wohlergehen Einzelner oder auch ganzen Gruppen bedeutet. Bsp. Krankenpflege: Niedriglohn ist der politische Wert und doch scheint es wertvoll, als Kranker oder Senior pflegerisch gut betreut zu sein; Bsp. Erntehelfer, ohne sie gäbe es kein Obst oder Gemüse aus Deutschland, doch entsprechend wertvoll sind diese nicht bezahlt.; Bsp. Friseure, fast jeder findet es wertvoll, mit einer gut aussehenden Frisur herum zu laufen, entsprechend wertvoll bezahlt werden sie nicht.
Leute, die die Kernprozesse machen, also die Eigentlichen sind, die den Wert schaffen, werden in vielen Branchen viel schlechter bewertet/bezahlt, als die, die diese Prozesse unterstützen. Das fand ich schon immer ungerecht. Früher nannte man sie Arbeiter. Heute werden sie alle Angestellte genannt, das kaschiert es ein bißchen. Und damit es sich noch besser anhört: Fachkraft für ... .
Solidarität hat sich offensichtlich nur in einzelnen Gruppen gebildet und zwar in den Gehaltsgruppen. Arbeitgeber wollen reich sein/werden, auch auf Kosten der Arbeitnehmer. Viel zuviele werden dies nur durch ihr Ausbeuten der Mitarbeiter. Politisch ist das okay, denn sagt ein Hartz IV Empfänger ab, wird er finanziell bestraft. Das ist nicht okay.

Sybilla
30.01.2009, 12:19
Folgende Statistik verdeutlicht die tiefe der Krise.

Von Dezember 07 zu Januar 08 stieg die Zahl der statistisch erfassten Arbeitslosen um 252.926 Personen oder 7,4 % an.

Von Dezember 08 zu Januar 09 stieg die Zahl der statistisch erfassten Arbeitslosen um 386.720 Personen oder 12,5 % an.

Das heißt das die Zunahme der Arbeitslosigkeit im Januar 09 zu Januar 08 um
52,9 % zugenommen hat.

Ich sehe mit großer Sorge das "notleidende" Banken zum Beispiel die HRE München immer neue Mrd. € von der Solidargemeinschaft der Steuerzahler einfordern. Denn diese Mrd. € wurden von außer Rand und Band geratenen Spekulanten verbrannt. Das sozialisieren der Banken - Verluste ist unerträglich wenn zur gleichen Zeit das BSG feststellt das der ALG II Regelsatz für Kinder zu niedrig und verfassungswidrig festgelegt wurde.

sam
04.02.2009, 23:51
Ich sehe mit großer Sorge das "notleidende" Banken zum Beispiel die HRE München immer neue Mrd. € von der Solidargemeinschaft der Steuerzahler einfordern. Denn diese Mrd. € wurden von außer Rand und Band geratenen Spekulanten verbrannt. Das sozialisieren der Banken - Verluste ist unerträglich wenn zur gleichen Zeit das BSG feststellt das der ALG II Regelsatz für Kinder zu niedrig und verfassungswidrig festgelegt wurde.

Kinder sind eben nicht so wichtig wie die Banken. Sieht man auch daran, dass die Schulen und KiTas immer mehr an Zoos erinnern. Ach, wenn es in diesem Land nur so etwas wie ein Ministerium für Familien und Kinder gäbe, und auch eins für Bildung, um dieser Verwahrlosung der kommenden Generationen entgegen zu wirken ... :nono:


mfG

opppa
05.02.2009, 09:47
Mal zurück zum Titel:

Es darf doch wohl als erwiesen betrachtet werden, daß die Bundesregierungen seit Bimbes-Kohl hart daran gearbeitet haben, das allgemeine Lohnniveau an die (gestiegenen) Gewinnerwartungen der Wirtschaft "anzupassen"!

Als "flankierende Maßnahmen" dazu wurde dann auch noch verschiedenen Branchen (z.B. Zeitarbeitsfirmen, Pharmakonzerne und Energieriesen) per Gesetz praktisch die Lizenz zum Gelddrucken - zu Lasten der Arbeitnehmerschaft - erteilt.

Und wer sich dabei was Böses denkt, ist wirklich ein Schelm!

:toben:

Britta
05.02.2009, 12:07
Mal zurück zum Titel:

Es darf doch wohl als erwiesen betrachtet werden, daß die Bundesregierungen seit Bimbes-Kohl hart daran gearbeitet haben, das allgemeine Lohnniveau an die (gestiegenen) Gewinnerwartungen der Wirtschaft "anzupassen"!

Als "flankierende Maßnahmen" dazu wurde dann auch noch verschiedenen Branchen (z.B. Zeitarbeitsfirmen, Pharmakonzerne und Energieriesen) per Gesetz praktisch die Lizenz zum Gelddrucken - zu Lasten der Arbeitnehmerschaft - erteilt.

Und wer sich dabei was Böses denkt, ist wirklich ein Schelm!

:toben:

Und so hat der Parasit selbst seinen Wirt erledigt. :traurig:

Hellmann
22.02.2009, 10:04
In meiner Region soll die Zahl der Kurzarbeiter auf 6000 gestiegen sein, im Vorjahr waren es noch 140!

Ein großes Modehaus hat geschlossen, die leerstehenden Ladenräume nehmen wieder zu, Neueröffnungen sind meist Nail-Studios und dergleichen.

Sybilla
26.02.2009, 15:08
Arbeitsmarkt Februar 2009:

Der BA Monatsbericht berichtet von einem unerwartet hohen Anstieg der statistisch erfassten Arbeitslosigkeit im Februar 09.
Laut BA Bericht wurden im Februar 09 (Seite 46) 3.551.926 Personen von der BA – Statistik als arbeitslos erfasst. (November 2008 2.988.444 Personen)

7.882.627 Leistungsempfänger von ALG I, ALG II und Sozialgeld BA Bericht Februar 2009 Seite 46. Das ist ein Anstieg von 180.555 Personen zum Vormonat( Details weiter unten) Im Vergleich zu November 08 im Vergleich der vorläufige Zahlen, einen Anstieg um 483.316 Leistungsempfänger.

Leistungsempfänger November 08 (BA Bericht November 7.399.311 Leistungsberechtigte im BA Bericht Februar 09 auf 7.542.787 Leistungsberechtigte korrigiert)

BA-Vorstandsmitglied Raimund Becker sagte am Donnerstag in Nürnberg, nach Schätzungen seien 620.000 bis 670.000 Anzeigen für Kurzarbeit aus konjunkturellen Gründen zu erwarten. Das wären doppelt so viele wie im Januar. (http://de.reuters.com/article/domesticNews/idDEBEE51P08Z20090226)

Außer den Leistungsempfängern gab es im Oktober (nachfolgende Monatszahlen liegen noch nicht vor) noch 401.000 Arbeitslose, die im Berichtsmonat keine Geldleistungen aus der Arbeitslosenversicherung oder der Grundsicherung bezogen. Von allen Arbeitslosen erhielten 87 Prozent Leistungen. (BA Bericht Februar 2009 Seite 18)

Mit Beginn des Jahres 2009 ist eine weitere Reform der arbeitsmarktpolitischen Instrumente, das „Gesetz zur Neuausrichtung der arbeitsmarktpolitischen Instrumente“, in Kraft getreten. Die statistische Auswertbarkeit
der neuen und neu zugeschnittenen Instrumente wird im Laufe des Jahres 2009 hergestellt werden. Im Monat Februar befanden sich 1,55 Mio Personen in einer von Bund oder Bundesagentur für Arbeit geförderten arbeitsmarktpolitischen Maßnahme. (Seite 25 BA Bericht Januar 2009)

Scholz greift in die Trickkiste der Statistik (http://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/441/449171/text/)

Ich sehe neben der globalen Finanzkrise die Agenda 2010 Politik als eine der Ursachen für die sich verschärfende Arbeitsmarktkrise.

Mehr Infos gibt es hier (http://www.elo-forum.org/news-diskussionen-tagespresse/24471-aktuelle-arbeitslosenzahlen-spiegel-realit%E4.html#post378885)

Britta
01.03.2009, 14:04
Wir arbeiten im März nur 2 und 3 Tage die Woche.

Mit Kurzarbeitergeld macht dass dann 200 Euronen weniger im Monat.

Sybilla
31.03.2009, 12:21
Arbeitsmarkt März 2009:

Arbeitslose:

Der BA Monatsbericht berichtet von einem ungewöhnlichem Anstieg der statistisch erfassten Arbeitslosigkeit vom Monat Februar zu März 09. Im Vorjahr sank die Zahl der Arbeitslosen von Februar zu März um -110.007 (BA Bericht März 09 Seite 56
Laut BA Bericht wurden im März 09 (Seite 48) 3.585.811 Personen von der BA – Statistik als arbeitslos erfasst. Das waren 33.885 mehr als im Februar 09 und 78.375 als im März 2008 gegenüber November 2008 2.988.444 Personen ist das ein Anstieg von -597.367 Personen in nur 4 Monaten.

Leistungsempfänger: (ALG I; ALG II; Sozialgeld)

7.918.642 Leistungsempfänger von ALG I, ALG II und Sozialgeld BA Bericht März 2009 Seite 48. Das ist ein Anstieg von 40.558 Personen zum Vormonat. Im Vergleich zu November 08 im Vergleich der vorläufige Zahlen, einen Anstieg um -519.331 Leistungsempfänger.

(BA Bericht November 7.399.311 Leistungsberechtigte im BA Bericht März 09 auf 7.542.787 Leistungsberechtigte korrigiert)

Außer den Leistungsempfängern gab es im November noch 383.000 Arbeitslose, die im Berichtsmonat keine Geldleistungen aus der Arbeitslosenversicherung oder der Grundsicherung bezogen. Von allen Arbeitslosen erhielten 87 Prozent Leistungen
(siehe Abbildung 11: Arbeitslosigkeit und Leistungsbezug). (BA Bericht März 2009 Seite 18)


Kurzarbeit:

Schlimmeres verhindert im Augenblick noch die Kurzarbeit, sagte Frank-Jürgen Weise, Chef der Bundesagentur für Arbeit (BA). Nach vorläufigen Berechnungen der BA waren davon zwischen Januar und März bis zu 1,7 Millionen Menschen betroffen.

Arbeitsmarktpolitische Instrumente

Mit Beginn des Jahres 2009 ist eine weitere Reform der arbeitsmarktpolitischen Instrumente, das „Gesetz zur Neuausrichtung der arbeitsmarktpolitischen Instrumente“, in Kraft getreten. Im Monat März befanden sich 1,58 Millionen Personen ( + 30.000 zum Vormonat Februar) in einer von Bund oder Bundesagentur für Arbeit geförderten arbeitsmarktpolitischen Maßnahme. (Seite 6 BA Bericht März 2009)

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Bundessozialgericht: Hartz IV ist verfassungswidrig.
Kassel - Die Hartz-IV-Regelleistungen für Kinder bis 14 Jahren sind nach Ansicht des Bundessozialgerichts (BSG) verfassungswidrig. Die gesetzlichen Regelungen verletzten den im Grundgesetz festgeschriebenen Gleichheitsgrundsatz, die Menschenwürde und das Sozialstaatsprinzip, erklärte das Gericht. Die obersten Sozialrichter haben daher die entsprechenden Vorschriften im Sozialgesetzbuch II dem Bundesverfassungsgericht zur Prüfung vorgelegt (Aktenzeichen: B 14/11b AS 9/07 und B 14 AS 5/08 R). (http://www.abendblatt.de/daten/2009/01/28/1026936.html)

Arbeit zum Dumpinglohn sittenwidrig. (http://www.derwesten.de/nachrichten/wr/2009/2/24/news-112624511/detail.html)


(Neue Studie - Zahl der Hartz-IV-Aufstocker gestiegen) (http://www.rp-online.de/public/article/politik/deutschland/507146/Zahl-der-Hartz-IV-Aufstocker-gestiegen.html)



Gestiegene Vermögensungleichheit in Deutschland - DIW Wochenbericht 4/2009 (PDF) ( http://www.diw.de/documents/publikationen/73/93785/09-4-1.pdf)

Enthüllungsbuch über Leben mit Hartz IV - Mit Lizenz zur Ausbeutung (http://www.sueddeutsche.de/politik/2/314896/text/)

In der ARD-Undercover-Reportage „Arm durch Arbeit“ hat sich Markus Breitscheidel ein Jahr lang durch das Dickicht der Leiharbeitsfirmen geschlagen. Und dabei Erfahrungen gemacht, die ihn als Menschen verändert haben. (http://www.rp-online.de/hps/client/opinio/public/pjsub/production_long.hbs?hxmain_object_id=PJSUB::ARTICL E::408630&hxmain_category=::pjsub::opinio::/home)

Growing Unequal? : Income Distribution and Poverty in OECD Countries Summary in German - Mehr Ungleichheit trotz Wachstum? Einkommensverteilung und Armut in OECD-Ländern Zusammenfassung in Deutsch 9 Seiten (http://www.oecd.org/dataoecd/45/26/41525363.pdf)

Alexander Engels zu einem neuerlichen Hartz-IV-Problem-Fall - Geldabhängig - Die Tücken der Hartz-IV-Gesetze treten immer in Einzelfällen hervor. Das zeigt sich nun am Beispiel von Marion Kuhnert. Ihre Tochter erhält Bafög, um sich im Studentenleben über Wasser zu halten, und in der Folge verliert die Mutter ihre Wohnung.... (http://www.maerkischeallgemeine.de/cms/beitrag/11339356/61939/Geldabhaengig_Alexander_Engels_zu_einem_neuerliche n_Hartz_IV.html)

Viele Kinder können sich das Schulessen nicht leisten Schüler aus ärmeren Familien haben oft zu wenig Geld für die gemeinsame Mahlzeit. (http://www.3sat.de/nano/cstuecke/127308/index.html)

"Ich weiß, dass Kinder gerne hier essen würden, es sich aber nicht leisten können und anderen Kindern während der Mahlzeit über die Schulter gucken" (http://www.3sat.de/mediathek/?obj=9998)

Studie - Kein warmes Essen bei Hartz IV (http://www.morgenpost.de/brandenburg/article979690/Kein_warmes_Essen_bei_Hartz_IV.html)



Bei genauer Betrachtung vertieft sich die Vermutung und das Gefühl, das die Reformen am Arbeitsmarkt das Entstehen der Niedriglohnsektoren, Praktika, 1 Euro Jobs, Bürgerarbeit sowie die Schaffung prekärer Arbeitsverhältnisse und Working Poor die Ursachen der aktuellen Finanz – Wirtschaftskrise ubd Arbeitsmarktkrise sind.

Warum wurde die Entstehung von prekären Arbeitsverhältnissen – 1 Euro Jobs die Beschäftigung in Bürgerarbeit und als Pflegeassident/in, multimedial im Gleichklang der meisten Medien bejubelt, wobei jede kritische Betrachtung der steigenden Armut (1 Millionen Tafelbedürftige in 2008 – siehe unten) ohne nennenswerte Beachtung blieb?

Ich fürchte, weil die Last/Kosten der Arbeitslosigkeit solidarisch alle Arbeitnehmer und Arbeitgeber tragen müssen, die Last der Armut im Niedrigstlohnbereich die Einzelnen ganz alleine.

Was heißt würdige Arbeit?

Ich sage unwürdig ist, wenn Personen die Vollzeit arbeiten sich von ihrem Lohn weder ausreichend Brot noch ausreichend Kuchen kaufen können.

Das heißt, wenn diese Personen kein Brot haben, können diese Personen auch keinen Kuchen essen, sondern sie sind auf steuerfinanziertes ALG II angewiesen dass sie nur nach einer Offenlegung ihrer intimsten partnerschaftlichen Verhältnisse und einer akribischen und für viele sehr peinlichen Bedürftigkeitsprüfung beanspruchen dürfen. Dass ist nach meinem Verständnis mehr als unwürdig.

Vor allem stellt sich die Frage woher leiten Unternehmen die Arbeitnehmer mit Anspruch auf steuerfinanziertes ALG II beschäftigen denn Anspruch ab, dass die Solidargemeinschaft der Steuerzahler und nicht die Arbeitgeber den Lohn der von ihnen Beschäftigten Arbeitnehmer bis zur Grundsicherung aufstockt ?


Analyse des BA Berichts März 2009:

Erstellt von Sybilla am 31.03.09 10 Uhr 00
Jeder darf diesen Bericht unter Hinweis auf die Autorin frei verwenden.


Entwicklung der statistisch erfassten Arbeitslosigkeit

Offizielle ermittelte BA - Zahlen des Arbeitsmarkt – Bericht März 2009

LEISTUNGSEMPFÄNGER 2) BA Bericht März 2009 Seite 46

LEISTUNGSEMPFÄNGER
- Arbeitslosengeld I 1.230.951* Personen
- erwerbsfähige Hilfebedürftige (Alg II) 4.878.138*
- nicht erwerbsfähige Hilfebedürftige (Sozialgeld) 1.809.553*
*Vorläufig und hochgerechnet, endgültige Werte stehen erst nach einer Wartezeit von drei Monaten fest.

* 7.918.642 Leistungsempfänger

+ xxx Personen in Kurzarbeit (letzte Zahl Dezember 08 (270.472 Personen Seite 53 BA Bericht März 2009) Schlimmeres verhindert im Augenblick noch die Kurzarbeit, sagte Frank-Jürgen Weise, Chef der Bundesagentur für Arbeit (BA). Nach vorläufigen Berechnungen der BA waren davon zwischen Januar und März bis zu 1,7 Millionen Menschen betroffen.


+ xxx Arbeitslose, die im Berichtsmonat, letzte Zahl November 08 (383.000) keine Geldleistungen aus der Arbeitslosenversicherung oder der Grundsicherung bezogen.

+ Kinder von ALG II Leistungsbeziehern im Leistungsbezug des Kinderzuschlags.
Kinderzuschlag - Der Kinderzuschlag wird Eltern gewährt, die zwar ihren eigenen Bedarf durch Erwerbseinkommen bestreiten können, aber nicht über ausreichend finanzielle Mittel verfügen, um den Bedarf ihrer Kinder zu decken. Eltern mit geringem Einkommen haben Anspruch auf Kinderzuschlag von bis zu 140 Euro monatlich. (http://www.familien-wegweiser.de/wegweiser/service,did=41054.html)


Integrierte Auswertungen zu Leistungsbezug und Arbeitslosigkeit können erst nach einer Wartezeit von drei Monaten vorgenommen werden und liegen aktuell für den November 2008 vor. Danach waren von 5.509.000 Leistungsempfängern 2.605.000 oder 47 Prozent in der Arbeitslosenversicherung oder der Grundsicherung für Arbeitsuchende arbeitslos gemeldet. 2.903.000 Personen oder 53 Prozent bekamen Leistungen, ohne arbeitslos zu sein.
(BA Bericht März 2009 Seite 18 )


Pressemitteilung Nr. 288 vom 11.08.2008 - Sozialhilfeausgaben 2007: Anstieg auf netto 18,8 Milliarden Euro (http://www.destatis.de/jetspeed/portal/cms/Sites/destatis/Internet/DE/Presse/pm/2008/08/PD08__288__221,templateId=renderPrint.psml)
Die Nettoausgaben für die Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung lagen im Jahr 2007 bei 3,5 Milliarden Euro; dies entspricht 18% der Sozialhilfeausgaben insgesamt. Im Vergleich zum Vorjahr sind die Ausgaben für diese Hilfeart damit um 12,7% gestiegen.


In dieser Zahl sind nicht (ca. 1,1 Millionen 2007) Personen enthalten die Sozialhilfe nach SGB XII beziehen.

Pressemitteilung Nr.460 vom 02.12.2008
Sozialhilfe 2007: 1,1 Millionen Menschen erhielten besondere Leistungen (http://www.destatis.de/jetspeed/portal/cms/Sites/destatis/Internet/DE/Presse/pm/2008/12/PD08__460__221,templateId=renderPrint.psml)


Im Monat März 09 befanden sich 1,58 Millionen Personen in einer von Bund oder Bundesagentur für Arbeit geförderten arbeitsmarktpolitischen Maßnahme.
(Februar 09 1,55 Millionen)
(Januar 09 1,54 Millionen)
(Dezember 1,64 Millionen)
( November 1,62 Millionen)
(Oktober 1,57 Millionen)
(September 1,51 Millionen) in einer von Bund oder Bundesagentur für Arbeit geförderten arbeitsmarktpolitischen Maßnahme.[/b]


Ein Blick auf die Graphiken VI. Arbeitsmarkt Gesamtübersicht Seite 46 BA Bericht März 09 zeigt ganz deutlich das die Zahl der Bevölkerung zwischen 15 und unter 65 Jahren erheblich abgesunken ist. Das bedingt auch einen Rückgang der Arbeitslosigkeit.

Verlässliche Aussagen zu 1 Euro Arbeitsgelegenheiten und arbeitsmarktpolitische Instrumente sind aufgrund einer erheblichen Unterfassung der Daten und Änderungen der Datenerfassung und gesetzlichen Bestimmungen nicht möglich.

Fußnoten BA Bericht März 2009 Seite 73

3) Es ist von einer Untererfassung auszugehen, so haben für 2008 [Datenstand Dez. 2008] nur ca. 72 % der Träger Daten zum Einsatz der flankierenden Leistungen erfasst.
6) Im November 2008 erfolgte eine Umstellung der seit November 2005 über XSozial-BA-SGB II gelieferten Förderdaten auf einen neuen Softwarestand. Daher können Differenzen zu den bereits veröffentlichten Daten auftreten.
7) Zum 01.01.2009 eingeführt mit dem Gesetz zur Neuausrichtung der arbeitsmarktpolitischen Instrumente vom 21.Dezember 2008. Statistische Daten liegen noch nicht vor.
Leider gibt es keine statistischen Zahlen wie viele Personen in kommunalen Projekten, die ich als „Bürgerarbeit“ bezeichne, beschäftigt werden. Diese Projekte und Personen verbergen sich vielfach in der statistischen Untererfassung der Arbeitslosigkeit.

Entwicklung am Stellenmarkt

Bestand - BA Bericht März 2009 Seite 11

alle Stellen 507.000
darunter: Vakanzen 437.000
ungeförderte Stellen 318.000
darunter: Vakanzen 264.000
ungeförderte "normale" Stellen1) 292.000
darunter: Vakanzen 241.00



Quelle: http://www.pub.arbeitsamt.de/hst/services/statistik/000100/html/monat/200903.pdf

2009:
März 507.000 (März 2008 588.000)
Februar 506.000 (Februar 2008 565.000)
Januar 485.000 (Januar 2008 528.000)

2008:
Dezember 568.500 (Dezember 2007 (545.600)
November 539.000 (November 2007 577.000 )
Oktober 571.000 (Oktober 2007 608. 500)
September 585.000 (September 2007) 629.100
August 586.000 (August 2007 647.500)
Juli 588.000
Juni 596.000
Mai 579.000
April 592.000
März 588.000
Februar 565.000
Januar 528.000

2007:

Dezember 545.600

Natürlich ergibt sich unter Einbeziehung aller Jobangebote aller Jobbörsen eine höhere Zahl an offenen Stellen, allerdings gibt es den nicht unerheblichen Effekt der Doppelung ( 1 freier Arbeitsplatz wird in mehren Jobstellen ausgeschrieben. Deshalb denke ich das die Zahl der offenen ungeförderten sozialversicherungspflichtigen Stellen näher bei 150.000 als erheblich höher liegt.

Ein Vergleich der Zahl der Arbeitslosen mit Statistiken vor 2005 ist äußerst schwierig – so gab es vor Januar 2005 keine „Bürgerarbeit“ keine Ein Euro Jobs und die Arbeitslosenhilfe hatte eine komplett andere Grundlage von Bedürftigkeit als das Arbeitslosengeld II.
Die Darstellung eines Vergleich der Arbeitslosenzahlen vor 2005, also vor der Neudefinition der Arbeitslosigkeit, durch das SGB II ab 2005 ansetzt, ist deshalb meines Erachtens unsachgemäß. Die Daten zu den Arbeitslosenzahlen werden seit der Reform des SGB II in den BA Berichten verkürzt wiedergegeben und von der Politik und vielen Medien einseitig tendenziös interpretiert.

Knapp die Hälfte aller Leistungsbezieher nicht als arbeitslos registriert

Arbeit und Soziales/Antwort

Berlin: (hib/MPI) Von den 2007 durchschnittlich 6,348 Millionen Beziehern von Arbeitslosengeld I (Alg I) und Arbeitslosengeld II (Alg II) sind laut Bundesregierung 3,135 Millionen (49 Prozent) nicht in der Arbeitslosenstatistik registriert. Dagegen seien insgesamt 3,213 Millionen (51 Prozent) arbeitslos gemeldet gewesen, schreibt die Regierung in ihrer Antwort (16/8458) auf eine Kleine Anfrage der FDP-Fraktion (16/8131). Außer den Leistungsempfängern habe es noch 686.000 Arbeitslose gegeben, die keine Geldleistungen aus der Arbeitslosenversicherung bezogen. Von allen Arbeitslosen hätten 82 Prozent Leistungen erhalten. Von den durchschnittlich 1,092 Millionen Alg-I-Empfängern im Jahr 2007 seien 26 Prozent nicht in der Arbeitslosenstatistik aufgetaucht, schreibt die Regierung. 225.000 der Alg-I-Bezieher fielen unter die so genannte 58er-Regel, 25.000 der nicht als arbeitslos geführten Personen hätten an einer Trainingsmaßnahme teilgenommen, 26.000 seien arbeitsunfähig erkrankt und 16.000 seien vermindert leistungsfähig gewesen. Kriterien für die Aufnahme in die Arbeitslosenstatistik der Bundesagentur für Arbeit seien die Arbeitslosmeldung, die Beschäftigungslosigkeit und die Verfügbarkeit. Danach würden etwa Personen, die arbeitsunfähig erkrankt oder dauerhaft erwerbsgemindert sind, nicht als arbeitslos gezählt, "weil sie dem Arbeitsmarkt nicht zur Verfügung stehen". Wie aus der Antwort weiter hervorgeht, waren von den im Jahr 2007 durchschnittlich 5,329 Millionen Alg II-Empfängern 2,473 Millionen (46 Prozent) als arbeitslos registriert und 2,856 Millionen (54 Prozent) nicht als arbeitslos registriert. Eine Zuordnung zu bestimmten Gruppen sei bisher statistisch nur annäherungsweise möglich. Zur Gruppe der erwerbstätigen Hilfebedürftigen ("Aufstocker") mit einem monatlichen Bruttoeinkommen von mehr als 400 Euro zählten demnach 524.000 Personen. Der Gruppe der "Ein-Euro-Jobber" und Teilnehmer an Qualifizierungsmaßnahmen wurden demnach 418.000 der als nicht arbeitslos registrierten Alg-II-Bezieher zugeordnet. Ferner seien 484.000 unter-20-jährige und 312.000 über-58-jährige Alg-II-Empfänger statistisch nicht als arbeitslos geführt worden.

http://www.bundestag.de/aktuell/hib/2008/2008_088/02.html


Der enorme Abbau der statistisch erfassten Arbeitslosigkeit seit Januar 2005 wurde vor allem durch folgende Maßnahmen erreicht.

- Genration Praktikum
- 1 Euro Jobs
- Bürgerarbeit
- Pflegassitenten/Pfleghelfer
- Jobs mit ergänzenden ALG II

Pressemitteilung Nr. 340 vom 09.09.2008 -Neue Beschäftigungsformen prägen Arbeitsmarktentwicklung (http://www.destatis.de/jetspeed/portal/cms/Sites/destatis/Internet/DE/Presse/pm/2008/09/PD08__340__132,templateId=renderPrint.psml)

WIESBADEN – Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) heute im Rahmen eines Pressegesprächs in Frankfurt am Main mitteilte, hat die Zunahme neuer Beschäftigungsformen die Beschäftigungsentwicklung der vergangenen zehn Jahre in Deutschland maßgeblich geprägt. Zu diesen neuen oder häufig auch als atypisch bezeichneten Beschäftigungsformen gehören befristete oder geringfügige Beschäftigung, Teilzeitarbeit sowie Zeitarbeit. Während die Zahl der Erwerbstätigen in sogenannten Normalarbeitsverhältnissen von 1997 bis 2007 um 1,5 Millionen gesunken ist, stieg die Anzahl der Personen in neuen oder atypischen Beschäftigungsformen in diesem Zeitraum um 2,6 Millionen an. Insgesamt ergibt sich für alle abhängig Beschäftigten eine Zunahme um 1,1 Millionen.


Wie Wolfgang Strohm, Leiter der Abteilung „Gesamtrechnungen, Arbeitsmarkt“ des Statistischen Bundesamtes, weiter mitteilte, ist trotz dieser Entwicklung das Normalarbeitsverhältnis nach wie vor die dominierende Form abhängiger Beschäftigung. Knapp drei Viertel (22,5 Millionen) der 30,2 Millionen abhängig Beschäftigten im Alter von 15 bis 64 Jahren, die nicht in Bildung oder Ausbildung waren, befanden sich 2007 in einem Normalarbeitsverhältnis. Demgegenüber standen 7,7 Millionen Personen in neuen Beschäftigungsformen.

Im Laufe der vergangenen zehn Jahre hat die Bedeutung des Normalarbeitsverhältnisses abgenommen, wenn auch nicht deutlich. 1997 betrug der Anteil der Personen in einem Normalarbeitsverhältnis an allen abhängig Beschäftigten noch 82,5%. Der Anteil hat sich seither um acht Prozentpunkte verringert (2007: 74,5%). Entsprechend stieg der Anteil der neuen Beschäftigungsformen von 17,5% auf 25,5%....


Armut

Hartz IV: Trauriger Rekord bei den Tafeln - Die Tafeln vermuten einen traurigen Rekord: Bis Ende des Jahres werden rund eine Million Menschen die Tafeln besucht haben. (http://www.gegen-hartz.de/nachrichtenueberhartziv/tafeln762306.php)


3. Armutsbericht vom 19. Mai 2008 (415 Seiten - 1,53 MB pdf.datei) (http://www.bmas.de/coremedia/generator/26742/property=pdf/dritter__armuts__und__reichtumsbericht.pdf)

Tafeln brauchen mehr Lebensmittelspenden

Es gibt immer mehr Bedürftige für Lebensmittelspenden. Die wachsende Armut in Deutschland bringt die Tafeln zunehmend in Bedrängnis. Diesen Trend bestätigte die Sprecherin des Bundesverbandes Deutsche Tafel, Anke Assig. Vor allem in ländlichen Regionen und strukturschwachen Gebieten werde es zunehmend schwierig, Spenden für die Tafeln zu generieren, sagte sie. Bundesweit versorgen die Einrichtungen rund 800 000 Menschen.
http://newsticker.welt.de/index.php?channel=ham&module=dpa&id=18397734

Sybilla
30.04.2009, 16:50
Arbeitsmarkt April 2009:

Arbeitslose:

Der BA Monatsbericht berichtet trotz Frühjahrsbelebung von einer Stagnation – 985 Personen der statistisch erfassten Arbeitslosigkeit 3.584.826 Personen. Im Vorjahr 2008 sank die Zahl der Arbeitslosen von März 2008 3.507.436 Arbeitslose zu April 2008 3.413.921 Arbeitslose
um – 93.515 (/Seite 45 BA Bericht März 08/Seite 46 BA Bericht April 08)
Laut BA Bericht wurden im April 09 (Seite 48) 3.585.811 Personen von der BA – Statistik als arbeitslos erfasst. Das waren 170. 905 Personen mehr als im April 09 und gegenüber November 2008 2.988.444 Personen ist das ein Anstieg von 596.382 Personen.

Leistungsempfänger: (ALG I; ALG II; Sozialgeld)

7.948.681Leistungsempfänger von ALG I, ALG II und Sozialgeld BA Bericht April 2009 Seite 48. Das ist ein Anstieg von 30.039 Personen zum Vormonat. Im Vergleich zu November 08 im Vergleich der vorläufige Zahlen, einen Anstieg um 549.370 Leistungsempfänger.

(BA Bericht November 7.399.311 Leistungsberechtigte im BA Bericht März 09 auf 7.542.787 Leistungsberechtigte korrigiert)

Außer den Leistungsempfängern gab es im Dezember noch 357.000 Arbeitslose, die im Berichtsmonat keine Geldleistungen aus der Arbeitslosenversicherung oder der Grundsicherung bezogen. (BA Bericht März 2009 Seite 18)


Kurzarbeit:

Schlimmeres verhindert im Augenblick noch die Kurzarbeit,. Nach vorläufigen Berechnungen der BA waren davon im April 1,3 – 1,5 Millionen Personen betroffen.

Arbeitsmarktpolitische Instrumente

Mit Beginn des Jahres 2009 ist eine weitere Reform der arbeitsmarktpolitischen Instrumente, das „Gesetz zur Neuausrichtung der arbeitsmarktpolitischen Instrumente“, in Kraft getreten. Im Monat April befanden sich 1,59 Mio ( + 10.000 zum Vormonat März) Personen in einer von Bund oder Bundesagentur für Arbeit geförderten arbeitsmarktpolitischen Maßnahme. (Seite 6 BA Bericht April 2009)

Arbeitsgelegenheiten nach § 16d SGB II (1 € Jobs) 303.339 Personen
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Bundessozialgericht: Hartz IV ist verfassungswidrig.
Kassel - Die Hartz-IV-Regelleistungen für Kinder bis 14 Jahren sind nach Ansicht des Bundessozialgerichts (BSG) verfassungswidrig. Die gesetzlichen Regelungen verletzten den im Grundgesetz festgeschriebenen Gleichheitsgrundsatz, die Menschenwürde und das Sozialstaatsprinzip, erklärte das Gericht. Die obersten Sozialrichter haben daher die entsprechenden Vorschriften im Sozialgesetzbuch II dem Bundesverfassungsgericht zur Prüfung vorgelegt (Aktenzeichen: B 14/11b AS 9/07 und B 14 AS 5/08 R). (http://www.abendblatt.de/daten/2009/01/28/1026936.html)

Arbeit zum Dumpinglohn sittenwidrig. (http://www.derwesten.de/nachrichten/wr/2009/2/24/news-112624511/detail.html)


(Neue Studie - Zahl der Hartz-IV-Aufstocker gestiegen) (http://www.rp-online.de/public/article/politik/deutschland/507146/Zahl-der-Hartz-IV-Aufstocker-gestiegen.html)



Gestiegene Vermögensungleichheit in Deutschland - DIW Wochenbericht 4/2009 (PDF) (http://www.diw.de/documents/publikationen/73/93785/09-4-1.pdf)

Enthüllungsbuch über Leben mit Hartz IV - Mit Lizenz zur Ausbeutung (http://www.sueddeutsche.de/politik/2/314896/text/)

In der ARD-Undercover-Reportage „Arm durch Arbeit“ hat sich Markus Breitscheidel ein Jahr lang durch das Dickicht der Leiharbeitsfirmen geschlagen. Und dabei Erfahrungen gemacht, die ihn als Menschen verändert haben. (http://www.rp-online.de/hps/client/opinio/public/pjsub/production_long.hbs?hxmain_object_id=PJSUB::ARTICL E::408630&hxmain_category=::pjsub::opinio::/home)

Growing Unequal? : Income Distribution and Poverty in OECD Countries Summary in German - Mehr Ungleichheit trotz Wachstum? Einkommensverteilung und Armut in OECD-Ländern Zusammenfassung in Deutsch 9 Seiten (http://www.oecd.org/dataoecd/45/26/41525363.pdf)

Alexander Engels zu einem neuerlichen Hartz-IV-Problem-Fall - Geldabhängig - Die Tücken der Hartz-IV-Gesetze treten immer in Einzelfällen hervor. Das zeigt sich nun am Beispiel von Marion Kuhnert. Ihre Tochter erhält Bafög, um sich im Studentenleben über Wasser zu halten, und in der Folge verliert die Mutter ihre Wohnung.... (http://www.maerkischeallgemeine.de/cms/beitrag/11339356/61939/Geldabhaengig_Alexander_Engels_zu_einem_neuerliche n_Hartz_IV.html)

Viele Kinder können sich das Schulessen nicht leisten Schüler aus ärmeren Familien haben oft zu wenig Geld für die gemeinsame Mahlzeit. (http://www.3sat.de/nano/cstuecke/127308/index.html)

"Ich weiß, dass Kinder gerne hier essen würden, es sich aber nicht leisten können und anderen Kindern während der Mahlzeit über die Schulter gucken" (http://www.3sat.de/mediathek/?obj=9998)

Studie - Kein warmes Essen bei Hartz IV (http://www.morgenpost.de/brandenburg/article979690/Kein_warmes_Essen_bei_Hartz_IV.html)



Bei genauer Betrachtung verschärft sich die Vermutung und das Gefühl, das die Reformen am Arbeitsmarkt das Entstehen der Niedriglohnsektoren, Praktika, 1 Euro Jobs, Bürgerarbeit sowie die Schaffung prekärer Arbeitsverhältnisse und Working Poor die Ursachen der aktuellen Finanz – Wirtschaftskrise ubd Arbeitsmarktkrise sind.

Warum wurde die Entstehung von prekären Arbeitsverhältnissen – 1 Euro Jobs die Beschäftigung in Bürgerarbeit und als Pflegeassident/in, multimedial im Gleichklang der meisten Medien bejubelt, wobei jede kritische Betrachtung der steigenden Armut (1 Millionen Tafelbedürftige in 2008 – siehe unten) ohne nennenswerte Beachtung blieb?

Ich fürchte, weil die Last/Kosten der Arbeitslosigkeit solidarisch alle Arbeitnehmer und Arbeitgeber tragen müssen, die Last der Armut im Niedrigstlohnbereich die Einzelnen ganz alleine.

Was heißt würdige Arbeit?

Ich sage unwürdig ist, wenn Personen die Vollzeit arbeiten sich von ihrem Lohn weder ausreichend Brot noch ausreichend Kuchen kaufen können.

Das heißt, wenn diese Personen kein Brot haben, können diese Personen auch keinen Kuchen essen, sondern sie sind auf steuerfinanziertes ALG II angewiesen dass sie nur nach einer Offenlegung ihrer intimsten partnerschaftlichen Verhältnisse und einer akribischen und für viele sehr peinlichen Bedürftigkeitsprüfung beanspruchen dürfen. Dass ist nach meinem Verständnis mehr als unwürdig.

Vor allem stellt sich die Frage woher leiten Unternehmen die Arbeitnehmer mit Anspruch auf steuerfinanziertes ALG II beschäftigen denn Anspruch ab, dass die Solidargemeinschaft der Steuerzahler und nicht die Arbeitgeber den Lohn der von ihnen Beschäftigten Arbeitnehmer bis zur Grundsicherung aufstockt ?


Analyse des BA Berichts April 2009:

Erstellt von Sybilla am 30.04.09 12 Uhr 00
Jeder darf diesen Bericht unter Hinweis auf die Autorin frei verwenden.


Entwicklung der statistisch erfassten Arbeitslosigkeit

Offizielle ermittelte BA - Zahlen des Arbeitsmarkt – Bericht April 2009


LEISTUNGSEMPFÄNGER 2) BA Bericht April 2009 Seite 48

LEISTUNGSEMPFÄNGER
- Arbeitslosengeld I 1.180.235 * Personen
- erwerbsfähige Hilfebedürftige (Alg II) 4.944.133*
- nicht erwerbsfähige Hilfebedürftige (Sozialgeld) 1.824.313*
*Vorläufig und hochgerechnet, endgültige Werte stehen erst nach einer Wartezeit von drei Monaten fest.

* 7.948.681Leistungsempfänger

+ xxx Personen ca. 1,3 – 1,5 Millionen in Kurzarbeit. Schlimmeres verhindert im Augenblick noch die Kurzarbeit, sagte Frank-Jürgen Weise, Chef der Bundesagentur für Arbeit (BA).

+ xxx Arbeitslose, die im Berichtsmonat, letzte Zahl Dezember 08 (357.000) keine Geldleistungen aus der Arbeitslosenversicherung oder der Grundsicherung bezogen.

+ Kinder von ALG II Leistungsbeziehern im Leistungsbezug des Kinderzuschlags.
Kinderzuschlag - Der Kinderzuschlag wird Eltern gewährt, die zwar ihren eigenen Bedarf durch Erwerbseinkommen bestreiten können, aber nicht über ausreichend finanzielle Mittel verfügen, um den Bedarf ihrer Kinder zu decken. Eltern mit geringem Einkommen haben Anspruch auf Kinderzuschlag von bis zu 140 Euro monatlich. (http://www.familien-wegweiser.de/wegweiser/service,did=41054.html)

BA - Bericht April Seite 6 – Zur sozialen Sicherung bei Arbeitslosigkeit - Die Zahl der Leistungsempfänger hat im Vorjahresvergleich zugenommen. Im April erhielten 5.988.000 erwerbsfähige Menschen Lohnersatzleistungen nach dem SGB III oder Leistungen zur Sicherung des Lebensunterhalts nach dem SGB II. Das waren 10.000 mehr als vor einem Jahr. Integrierte Auswertungen zu Leistungsbezug und Arbeitslosigkeit liegen für den Dezember vor. Danach waren 49 Prozent der Leistungsempfänger arbeitslos gemeldet. Von allen Arbeitslosen erhielten 88 Prozent Leistungen aus der Arbeitslosenversicherung oder der Grundsicherung für Arbeitsuchende. (http://www.pub.arbeitsamt.de/hst/services/statistik/000100/html/monat/200904.pdf)

Pressemitteilung Nr. 288 vom 11.08.2008 - Sozialhilfeausgaben 2007: Anstieg auf netto 18,8 Milliarden Euro (http://www.destatis.de/jetspeed/portal/cms/Sites/destatis/Internet/DE/Presse/pm/2008/08/PD08__288__221,templateId=renderPrint.psml)
Die Nettoausgaben für die Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung lagen im Jahr 2007 bei 3,5 Milliarden Euro; dies entspricht 18% der Sozialhilfeausgaben insgesamt. Im Vergleich zum Vorjahr sind die Ausgaben für diese Hilfeart damit um 12,7% gestiegen.


In dieser Zahl sind nicht (ca. 1,1 Millionen 2007) Personen enthalten die Sozialhilfe nach SGB XII beziehen.

Pressemitteilung Nr.460 vom 02.12.2008 Sozialhilfe 2007: 1,1 Millionen Menschen erhielten besondere Leistungen (http://www.destatis.de/jetspeed/portal/cms/Sites/destatis/Internet/DE/Presse/pm/2008/12/PD08__460__221,templateId=renderPrint.psml)


Im Monat März 09 befanden sich 1,59 Millionen Personen in einer von Bund oder Bundesagentur für Arbeit geförderten arbeitsmarktpolitischen Maßnahme.
Darunter 303.339 Personen in einer Arbeitsgelegenheiten nach § 16d SGB II (BA Bericht April 2009 Seite 73)

(März 09 1,58 Millionen)
(Februar 09 1,55 Millionen)
(Januar 09 1,54 Millionen)
(Dezember 1,64 Millionen)
( November 1,62 Millionen)
(Oktober 1,57 Millionen)
(September 1,51 Millionen) in einer von Bund oder Bundesagentur für Arbeit geförderten arbeitsmarktpolitischen Maßnahme.[/b]


Ein Blick auf die Graphiken VI. Arbeitsmarkt Gesamtübersicht Seite 46 BA Bericht März 09 zeigt ganz deutlich das die Zahl der Bevölkerung zwischen 15 und unter 65 Jahren erheblich abgesunken ist. Das bedingt auch einen Rückgang der Arbeitslosigkeit.

Verlässliche Aussagen zu 1 Euro Arbeitsgelegenheiten und arbeitsmarktpolitische Instrumente sind aufgrund einer erheblichen Unterfassung der Daten und Änderungen der Datenerfassung und gesetzlichen Bestimmungen nicht möglich.

Fußnoten BA Bericht April 2009 Seite 73

3) Es ist von einer Untererfassung auszugehen, so haben für 2008 [Datenstand Dez. 2008] nur ca. 72 % der Träger Daten zum Einsatz der flankierenden Leistungen erfasst.
6) Im November 2008 erfolgte eine Umstellung der seit November 2005 über XSozial-BA-SGB II gelieferten Förderdaten auf einen neuen Softwarestand. Daher können Differenzen zu den bereits veröffentlichten Daten auftreten.
7) Zum 01.01.2009 eingeführt mit dem Gesetz zur Neuausrichtung der arbeitsmarktpolitischen Instrumente vom 21.Dezember 2008. Statistische Daten liegen noch nicht vor.
Leider gibt es keine statistischen Zahlen wie viele Personen in kommunalen Projekten, die ich als „Bürgerarbeit“ bezeichne, beschäftigt werden. Diese Projekte und Personen verbergen sich vielfach in der statistischen Untererfassung der Arbeitslosigkeit.

Entwicklung am Stellenmarkt

Bestand - BA Bericht März 2009 Seite 11

alle Stellen 495.000
darunter: Vakanzen 437.000
ungeförderte Stellen 307.000
darunter: Vakanzen 263.000
ungeförderte "normale" Stellen1) 280.000
darunter: Vakanzen 239.00



Quelle: http://www.pub.arbeitsamt.de/hst/services/statistik/000100/html/monat/200904.pdf

2009:
April 495.000 (April 2008 592.000)
März 507.000 (März 2008 588.000)
Februar 506.000 (Februar 2008 565.000)
Januar 485.000 (Januar 2008 528.000)

2008:
Dezember 568.500 (Dezember 2007 (545.600)
November 539.000 (November 2007 577.000 )
Oktober 571.000 (Oktober 2007 608. 500)
September 585.000 (September 2007) 629.100
August 586.000 (August 2007 647.500)
Juli 588.000
Juni 596.000
Mai 579.000
April 592.000
März 588.000
Februar 565.000
Januar 528.000

2007:

Dezember 545.600

Natürlich ergibt sich unter Einbeziehung aller Jobangebote aller Jobbörsen eine höhere Zahl an offenen Stellen, allerdings gibt es den nicht unerheblichen Effekt der Doppelung ( 1 freier Arbeitsplatz wird in mehren Jobstellen ausgeschrieben. Deshalb denke ich das die Zahl der offenen ungeförderten sozialversicherungspflichtigen Stellen näher bei 150.000 als erheblich höher liegt.

Ein Vergleich der Zahl der Arbeitslosen mit Statistiken vor 2005 ist äußerst schwierig – so gab es vor Januar 2005 keine „Bürgerarbeit“ keine Ein Euro Jobs und die Arbeitslosenhilfe hatte eine komplett andere Grundlage von Bedürftigkeit als das Arbeitslosengeld II.
Die Darstellung eines Vergleich der Arbeitslosenzahlen vor 2005, also vor der Neudefinition der Arbeitslosigkeit, durch das SGB II ab 2005 ansetzt, ist deshalb meines Erachtens unsachgemäß. Die Daten zu den Arbeitslosenzahlen werden seit der Reform des SGB II in den BA Berichten verkürzt wiedergegeben und von der Politik und vielen Medien einseitig tendenziös interpretiert.

Knapp die Hälfte aller Leistungsbezieher nicht als arbeitslos registriert

Arbeit und Soziales/Antwort

Berlin: (hib/MPI) Von den 2007 durchschnittlich 6,348 Millionen Beziehern von Arbeitslosengeld I (Alg I) und Arbeitslosengeld II (Alg II) sind laut Bundesregierung 3,135 Millionen (49 Prozent) nicht in der Arbeitslosenstatistik registriert. Dagegen seien insgesamt 3,213 Millionen (51 Prozent) arbeitslos gemeldet gewesen, schreibt die Regierung in ihrer Antwort (16/8458) auf eine Kleine Anfrage der FDP-Fraktion (16/8131). Außer den Leistungsempfängern habe es noch 686.000 Arbeitslose gegeben, die keine Geldleistungen aus der Arbeitslosenversicherung bezogen. Von allen Arbeitslosen hätten 82 Prozent Leistungen erhalten. Von den durchschnittlich 1,092 Millionen Alg-I-Empfängern im Jahr 2007 seien 26 Prozent nicht in der Arbeitslosenstatistik aufgetaucht, schreibt die Regierung. 225.000 der Alg-I-Bezieher fielen unter die so genannte 58er-Regel, 25.000 der nicht als arbeitslos geführten Personen hätten an einer Trainingsmaßnahme teilgenommen, 26.000 seien arbeitsunfähig erkrankt und 16.000 seien vermindert leistungsfähig gewesen. Kriterien für die Aufnahme in die Arbeitslosenstatistik der Bundesagentur für Arbeit seien die Arbeitslosmeldung, die Beschäftigungslosigkeit und die Verfügbarkeit. Danach würden etwa Personen, die arbeitsunfähig erkrankt oder dauerhaft erwerbsgemindert sind, nicht als arbeitslos gezählt, "weil sie dem Arbeitsmarkt nicht zur Verfügung stehen". Wie aus der Antwort weiter hervorgeht, waren von den im Jahr 2007 durchschnittlich 5,329 Millionen Alg II-Empfängern 2,473 Millionen (46 Prozent) als arbeitslos registriert und 2,856 Millionen (54 Prozent) nicht als arbeitslos registriert. Eine Zuordnung zu bestimmten Gruppen sei bisher statistisch nur annäherungsweise möglich. Zur Gruppe der erwerbstätigen Hilfebedürftigen ("Aufstocker") mit einem monatlichen Bruttoeinkommen von mehr als 400 Euro zählten demnach 524.000 Personen. Der Gruppe der "Ein-Euro-Jobber" und Teilnehmer an Qualifizierungsmaßnahmen wurden demnach 418.000 der als nicht arbeitslos registrierten Alg-II-Bezieher zugeordnet. Ferner seien 484.000 unter-20-jährige und 312.000 über-58-jährige Alg-II-Empfänger statistisch nicht als arbeitslos geführt worden.

http://www.bundestag.de/aktuell/hib/2008/2008_088/02.html


Beschäftigung wurde seit Januar 2005 wurde vor allem durch folgende Maßnahmen erreicht.

- Genration Praktikum
- 1 Euro Jobs
- Bürgerarbeit
- Pflegassitenten/Pfleghelfer
- Bewachung von Fahrradständern
- Jobs mit ergänzenden ALG II

Pressemitteilung Nr. 340 vom 09.09.2008 -Neue Beschäftigungsformen prägen Arbeitsmarktentwicklung (http://www.destatis.de/jetspeed/portal/cms/Sites/destatis/Internet/DE/Presse/pm/2008/09/PD08__340__132,templateId=renderPrint.psml)

WIESBADEN – Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) heute im Rahmen eines Pressegesprächs in Frankfurt am Main mitteilte, hat die Zunahme neuer Beschäftigungsformen die Beschäftigungsentwicklung der vergangenen zehn Jahre in Deutschland maßgeblich geprägt. Zu diesen neuen oder häufig auch als atypisch bezeichneten Beschäftigungsformen gehören befristete oder geringfügige Beschäftigung, Teilzeitarbeit sowie Zeitarbeit. Während die Zahl der Erwerbstätigen in sogenannten Normalarbeitsverhältnissen von 1997 bis 2007 um 1,5 Millionen gesunken ist, stieg die Anzahl der Personen in neuen oder atypischen Beschäftigungsformen in diesem Zeitraum um 2,6 Millionen an. Insgesamt ergibt sich für alle abhängig Beschäftigten eine Zunahme um 1,1 Millionen.


Wie Wolfgang Strohm, Leiter der Abteilung „Gesamtrechnungen, Arbeitsmarkt“ des Statistischen Bundesamtes, weiter mitteilte, ist trotz dieser Entwicklung das Normalarbeitsverhältnis nach wie vor die dominierende Form abhängiger Beschäftigung. Knapp drei Viertel (22,5 Millionen) der 30,2 Millionen abhängig Beschäftigten im Alter von 15 bis 64 Jahren, die nicht in Bildung oder Ausbildung waren, befanden sich 2007 in einem Normalarbeitsverhältnis. Demgegenüber standen 7,7 Millionen Personen in neuen Beschäftigungsformen.

Im Laufe der vergangenen zehn Jahre hat die Bedeutung des Normalarbeitsverhältnisses abgenommen, wenn auch nicht deutlich. 1997 betrug der Anteil der Personen in einem Normalarbeitsverhältnis an allen abhängig Beschäftigten noch 82,5%. Der Anteil hat sich seither um acht Prozentpunkte verringert (2007: 74,5%). Entsprechend stieg der Anteil der neuen Beschäftigungsformen von 17,5% auf 25,5%....


Armut

Hartz IV: Trauriger Rekord bei den Tafeln - Die Tafeln vermuten einen traurigen Rekord: Bis Ende des Jahres werden rund eine Million Menschen die Tafeln besucht haben. (http://www.gegen-hartz.de/nachrichtenueberhartziv/tafeln762306.php)


3. Armutsbericht vom 19. Mai 2008 (415 Seiten - 1,53 MB pdf.datei) (http://www.bmas.de/coremedia/generator/26742/property=pdf/dritter__armuts__und__reichtumsbericht.pdf)

Tafeln brauchen mehr Lebensmittelspenden

Es gibt immer mehr Bedürftige für Lebensmittelspenden. Die wachsende Armut in Deutschland bringt die Tafeln zunehmend in Bedrängnis. Diesen Trend bestätigte die Sprecherin des Bundesverbandes Deutsche Tafel, Anke Assig. Vor allem in ländlichen Regionen und strukturschwachen Gebieten werde es zunehmend schwierig, Spenden für die Tafeln zu generieren, sagte sie. Bundesweit versorgen die Einrichtungen rund 800 000 Menschen.
http://newsticker.welt.de/index.php?channel=ham&module=dpa&id=18397734

microphil
08.05.2009, 13:33
Mhh, was denkt ihr über das Grundeinkommen, wie findet ihr die zugehörigen Modelle?

Für meine Diplomarbeit benötige ich Teilnehmer für meine Umfrage zum Thema "Grundeinkommen" Es wäre super, wenn möglichst viele von euch an dieser Umfrage teilnehmen können. Der Fragebogen dauert etwa 10 min. und ist bestimmt sehr interessant.

Einfach den folgenden Link in den Browser kopieren und los geht's
Umfrage bedingungsloses Grundeinkommen (http://www.surveymonkey.com/s.aspx?sm=VdbJfrwtC6hL_2fBxP3qdK9A_3d_3d)

Vielen lieben Dank!

Schnurzelchen_B
08.05.2009, 14:07
Mhh, was denkt ihr über das Grundeinkommen, wie findet ihr die zugehörigen Modelle?

Für meine Diplomarbeit benötige ich Teilnehmer für meine Umfrage zum Thema "Grundeinkommen" Es wäre super, wenn möglichst viele von euch an dieser Umfrage teilnehmen können. Der Fragebogen dauert etwa 10 min. und ist bestimmt sehr interessant.

Einfach den folgenden Link in den Browser kopieren und los geht's
Umfrage bedingungsloses Grundeinkommen (http://www.surveymonkey.com/s.aspx?sm=VdbJfrwtC6hL_2fBxP3qdK9A_3d_3d)

Vielen lieben Dank!

Hallo microphil,

wenn du oben rechts bei Forum durchsuchen Grundeinkommen eingibst und auf das erste Ergebnis klickst, bekommst du unter anderem diese zwei Threads aufgelistet, in denen darüber diskutiert wurde.

ePetition zum bGE bis 10.2.09 unterzeichnen (http://www.politik-sind-wir.de/showthread.php?t=597)

Pro und Contra zum BGE und zur ePetition (http://www.politik-sind-wir.de/showthread.php?t=604)

Deine Umfrage seh ich mir nachher natürlich auch noch an.
:winken:

wafi
10.05.2009, 21:28
microphil

hab mir deine Umfrage angesehen, allerdings schon bei der ersten Seite gescheitert. Gescheitert, weil ich den Sinnzusammenhang nicht kapiere, würde ich an deiner Stelle massiv überarbeiten. Was hat z.B. nen Ehrenamt mit der Frage BGE zu tun????? Bin ich nicht bereit im Zuge einer BGE zu diskutieren. Und Ski Ass Althaus hat sicherlich mal was zu nem BGE gesagt, nebenbei hat der ne Frau getötet ... und welche Antwort möchtest du zu Althaus haben? Das er nicht Ski fahren kann oder das er rücksichtslos ne Frau umgebracht hat oder ob der ne sinnvolle Idee zum BGE eingebracht hat???? Sorry, aber die Fragestellungen sind .... sehr freundlich gesagt, suboptimal.

Gruß
Peter

Sybilla
28.05.2009, 20:34
Arbeitsmarkt Mai 2009:

Arbeitslose:

Die Frühjahrsbelebung am Arbeitsmarkt fällt 2009 erheblich geringer als üblich aus. Die Zahl der statistisch erfassten Arbeitslosigkeit sinkt im Mai 2009 nur um 126.770 Personen auf 3.458.028 Personen (April 2009 3.584.798). Allerding stieg die Zahl der Personen in einer von Bund oder Bundesagentur für Arbeit geförderten arbeitsmarktpolitischen Maßnahme von April 2009 zu Mai 2009 um 40.000 Personen auf 1,63 Millionen Personen an.

Im Vergleich zum Vorjahresmonat Mai 2008 stieg die Zahl der Arbeitslosen um 174.794 Personen an. Im Vergleich zum Vorjahresmonat Mai 2008 stieg die Zahl der Personen in einer von Bund oder Bundesagentur für Arbeit geförderten arbeitsmarktpolitischen Maßnahme um 80.000 an. (Von 1,55 Millionen im Mai 2008 auf 1,63 Millionen Personen im Mai 2009)

Leistungsempfänger: (ALG I; ALG II; Sozialgeld)

7.901.232 Leistungsempfänger von ALG I, ALG II und Sozialgeld BA Bericht April 2009 Seite 50. Darunter 6.082.624 Leistungsempfänger im Bereich des ALGI und ALG II.

Außer den Leistungsempfängern gab es im Januar noch 395.000 (Dezember noch 357.000) Arbeitslose, die im Berichtsmonat keine Geldleistungen aus der Arbeitslosenversicherung oder der Grundsicherung bezogen.

Saisonbereinigt steigt die Zahl der Arbeitslosen um 1.000 von 3.455.000 April 2009 auf 3.456.000 Mai 2009 an (Seite 57 BA Bericht Mai 2009)


Kurzarbeit:

Schlimmeres verhindert im Augenblick noch die Kurzarbeit,. Nach vorläufigen Berechnungen der BA waren davon im Mai 1,3 – 1,6 Millionen Personen betroffen. (März 2009 1.246.618 BA Bericht Mai 2009 Seite 55) Im April 2009 gingen neue Anzeigen für 452.000 Kurzarbeiter ein.

„Kurzarbeit droht nutzlos und teuer zu werden“ (http://www.handelsblatt.com/politik/konjunktur-nachrichten/kurzarbeit-droht-nutzlos-und-teuer-zu-werden;2303200)

Arbeitsmarktpolitische Instrumente

Mit Beginn des Jahres 2009 ist eine weitere Reform der arbeitsmarktpolitischen Instrumente, das „Gesetz zur Neuausrichtung der arbeitsmarktpolitischen Instrumente“, in Kraft getreten. Im Monat Mai 2009 befanden sich 1,63 Mio Personen in einer von Bund oder Bundesagentur für Arbeit geförderten arbeitsmarktpolitischen Maßnahme. ( + 40.000 zum Vormonat April) (Seite 6 BA Bericht Mai 2009)

Arbeitsgelegenheiten nach § 16d SGB II (1 € Jobs) 314.629 Personen

----------------------------------------------------------------

Silberstreif am Konjunkturhorizont - Aufträge im Maschinenbau brechen nur um 58 % ein

DIW sieht Silberstreif am Konjunkturhorizont (http://nachrichten.rp-online.de/article/wirtschaft/DIW-sieht-Silberstreif-am-Konjunkturhorizont/39833)

Der deutsche Maschinenbau rutscht im Rekordtempo tiefer in die Krise.- Mit einem Ordereinbruch von 58 Prozent im April setzte sich der dramatische Abwärtstrend des lange erfolgsverwöhnten Wirtschaftszweiges fort. Es war der stärkste Rückgang, den der Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA) je ermittelt hat. Anzeichen für eine Stabilisierung sieht die als wichtiger Konjunkturmotor geltende Branche bislang nicht. (http://de.reuters.com/article/companiesNews/idDEBEE54R08220090528)

Es geht wieder aufwärts die Zahl der Arbeitslosen sinkt und die Auftragseinbrüche sind geringer als erwartet.

Toll das riecht nach einen neuen "Merkel- Aufschwung" oder stehen Wahlen an?

Hat die deutsche Wirtschaft die Talsohle wirklich erreicht?

Fragen über Fragen?

Cheops
28.05.2009, 21:33
Arbeitsmarkt Mai 2009:

Arbeitslose:

Die Frühjahrsbelebung am Arbeitsmarkt fällt 2009 erheblich geringer als üblich aus. Die Zahl der statistisch erfassten Arbeitslosigkeit sinkt im Mai 2009 nur um 126.770 Personen auf 3.458.028 Personen (April 2009 3.584.798). Allerding stieg die Zahl der Personen in einer von Bund oder Bundesagentur für Arbeit geförderten arbeitsmarktpolitischen Maßnahme von April 2009 zu Mai 2009 um 40.000 Personen auf 1,63 Millionen Personen an.

Im Vergleich zum Vorjahresmonat Mai 2008 stieg die Zahl der Arbeitslosen um 174.794 Personen an. Im Vergleich zum Vorjahresmonat Mai 2008 stieg die Zahl der Personen in einer von Bund oder Bundesagentur für Arbeit geförderten arbeitsmarktpolitischen Maßnahme um 80.000 an. (Von 1,55 Millionen im Mai 2008 auf 1,63 Millionen Personen im Mai 2009)

Leistungsempfänger: (ALG I; ALG II; Sozialgeld)

7.901.232 Leistungsempfänger von ALG I, ALG II und Sozialgeld BA Bericht April 2009 Seite 50. Darunter 6.082.624 Leistungsempfänger im Bereich des ALGI und ALG II.

Außer den Leistungsempfängern gab es im Januar noch 395.000 (Dezember noch 357.000) Arbeitslose, die im Berichtsmonat keine Geldleistungen aus der Arbeitslosenversicherung oder der Grundsicherung bezogen.

Saisonbereinigt steigt die Zahl der Arbeitslosen um 1.000 von 3.455.000 April 2009 auf 3.456.000 Mai 2009 an (Seite 57 BA Bericht Mai 2009)


Kurzarbeit:

Schlimmeres verhindert im Augenblick noch die Kurzarbeit,. Nach vorläufigen Berechnungen der BA waren davon im Mai 1,3 – 1,6 Millionen Personen betroffen. (März 2009 1.246.618 BA Bericht Mai 2009 Seite 55) Im April 2009 gingen neue Anzeigen für 452.000 Kurzarbeiter ein.

„Kurzarbeit droht nutzlos und teuer zu werden“ (http://www.handelsblatt.com/politik/konjunktur-nachrichten/kurzarbeit-droht-nutzlos-und-teuer-zu-werden;2303200)

Arbeitsmarktpolitische Instrumente

Mit Beginn des Jahres 2009 ist eine weitere Reform der arbeitsmarktpolitischen Instrumente, das „Gesetz zur Neuausrichtung der arbeitsmarktpolitischen Instrumente“, in Kraft getreten. Im Monat Mai 2009 befanden sich 1,63 Mio Personen in einer von Bund oder Bundesagentur für Arbeit geförderten arbeitsmarktpolitischen Maßnahme. ( + 40.000 zum Vormonat April) (Seite 6 BA Bericht Mai 2009)

Arbeitsgelegenheiten nach § 16d SGB II (1 € Jobs) 314.629 Personen

----------------------------------------------------------------

Silberstreif am Konjunkturhorizont - Aufträge im Maschinenbau brechen nur um 58 % ein

DIW sieht Silberstreif am Konjunkturhorizont (http://nachrichten.rp-online.de/article/wirtschaft/DIW-sieht-Silberstreif-am-Konjunkturhorizont/39833)



Es geht wieder aufwärts die Zahl der Arbeitslosen sinkt und die Auftragseinbrüche sind geringer als erwartet.

Toll das riecht nach einen neuen "Merkel- Aufschwung" oder stehen Wahlen an?

Hat die deutsche Wirtschaft die Talsohle wirklich erreicht?

Fragen über Fragen? Das Licht am Ende dieses Tunnels ist ein entgegenkommender Zug...:winken:

otix_
15.06.2009, 11:03
Aufgepasst: In Zukunft werden die Arbeitslosenzahlen wohl von Unternehmen bekanntgegeben.
Die ersten zaghaften Schritte macht die Springerpresse:

PROGNOSE FÜR 2010
Deutsche Bank erwartet mehr als fünf Millionen Arbeitslose (http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,630413,00.html)

Die weltweite Wirtschaftskrise wird den deutschen Arbeitsmarkt in den kommenden Monaten deutlich härter treffen als bisher: Der Chefvolkswirt der Deutschen Bank rechnet schon im Winter mit fünf Millionen Arbeitslosen. "Das Schlimmste liegt noch vor uns."

Es ist wohl ausgerichtet auf die Konditionierung der Öffentlichkeit hin zur langsamen Zerschlagung des kompletten Gemeinwesens.
Brauchen wir dann eigentlich noch einen "Staat"!?

Cheops
15.06.2009, 11:09
Aufgepasst: In Zukunft werden die Arbeitslosenzahlen wohl von Unternehmen bekanntgegeben.
Die ersten zaghaften Schritte macht die Springerpresse:

PROGNOSE FÜR 2010
Deutsche Bank erwartet mehr als fünf Millionen Arbeitslose (http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,630413,00.html)



Es ist wohl ausgerichtet auf die Konditionierung der Öffentlichkeit hin zur langsamen Zerschlagung des kompletten Gemeinwesens.
Brauchen wir dann eigentlich noch einen "Staat"!? Ja, es wird heftig und bei 5 Millionen Arbeitslosen ist auch der alte Auftritt von Pispers wieder aktuell:

<object width="425" height="344"><param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/6r6-YnbODXo&hl=de&fs=1&"></param><param name="allowFullScreen" value="true"></param><param name="allowscriptaccess" value="always"></param><embed src="http://www.youtube.com/v/6r6-YnbODXo&hl=de&fs=1&" type="application/x-shockwave-flash" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true" width="425" height="344"></embed></object>
Wer nicht regiert, der endet so wie er anfängt...

Paladin1988
15.06.2009, 11:15
5 Mio Arbeitslose? Warens net ma 3 Mio laut Frau Merkel? :kopfkratz:


ah apropo, wenn mein Ausbildungsbetrieb diesen Sommer mich nicht übernehmen kann (Diesen Sommer ist meine Ausbildung erfolgreich zu ende) dann bin ich auch ein Arbeitsloser *freu*:p

es sei denn ich find in der Heimat Nr. 2 was und stornier den Rückflugticket nach Frankfurt

Cheops
15.06.2009, 11:19
5 Mio Arbeitslose? Warens net ma 3 Mio laut Frau Merkel? :kopfkratz:


ah apropo, wenn mein Ausbildungsbetrieb diesen Sommer mich nicht übernehmen kann (Diesen Sommer ist meine Ausbildung erfolgreich zu ende) dann bin ich auch ein Arbeitsloser *freu*:p

es sei denn ich find in der Heimat Nr. 2 was und stornier den Rückflugticket nach Frankfurt Was Merkel so von sich gibt, ist doch nicht relevant. Hier sind Fachleute:

http://www.welt.de/wirtschaft/article3926264/Deutsche-Bank-erwartet-fuenf-Millionen-Arbeitslose.html

Bleib du besser in Izmirschlecht, hier gibt es noch weniger zu tun...

Paladin1988
15.06.2009, 11:27
Was Merkel so von sich gibt, ist doch nicht relevant. Hier sind Fachleute:

http://www.welt.de/wirtschaft/article3926264/Deutsche-Bank-erwartet-fuenf-Millionen-Arbeitslose.html

na also :) das sind Fachleute! Düster und graue Prognosen, die klingen genau wie mein bestens und umfangreich informierter Klassenlehrer :(



Bleib du besser in Izmirschlecht, hier gibt es noch weniger zu tun...

bist nicht der Einzige der mir das empfiehlt, ich glaube ich sollte meiner ängstlichen Wenigkeit einen Mutzuschuss geben zur Realisierung dieser Idee :o

Cheops
15.06.2009, 11:30
na also :) das sind Fachleute! Düster und graue Prognosen, die klingen genau wie mein bestens und umfangreich informierter Klassenlehrer :(



bist nicht der Einzige der mir das empfiehlt, ich glaube ich sollte meiner ängstlichen Wenigkeit einen Mutzuschuss geben zur Realisierung dieser Idee :o Die verstehen zumindest mehr von der Materie als die FDJ-Sekretärin im Kanzleramt und so, wie es wirtschaftlich in Deutschland gerade aussieht, erscheint mir diese Prognose real...

Sybilla
30.06.2009, 12:33
Arbeitsmarkt Juni 2009:

Mitten in der Krise meldet die BA sinkende Arbeitslosigkeit ist die Arbeitslosigkeit wirklich gesunken, oder wird das sinken der Arbeitslosigkeit mittels kreativer Statistik suggeriert?

Prognose: Deutschland verliert 1,8 Millionen Stellen (http://www.welt.de/die-welt/article3993491/Prognose-Deutschland-verliert-1-8-Millionen-Stellen.html)

Arbeitslose:

Zumindest fällt die Frühjahrsbelebung am Arbeitsmarkt 2009 erheblich geringer als üblich aus. Die Zahl der statistisch erfassten Arbeitslosigkeit sinkt im Juni 2009 nur um 48.048 Personen auf 3.409.980 Personen (Mai 3.458.028 April 2009 3.584.798). Allerdings befanden sich Im Monat Juni 1,62 Mio Personen in einer von Bund oder Bundesagentur für Arbeit geförderten arbeitsmarktpolitischen Maßnahme.

Darunter sind 326.798 Personen in einer Arbeitsgelegenheiten nach § 16d SGB II

Im Vergleich zum Vorjahresmonat Juni 2008 stieg die Zahl der Arbeitslosen um 250.211 (Mai 174.794 Personen) an.

Leistungsempfänger: (ALG I; ALG II; Sozialgeld)

7.842.588 Leistungsempfänger von ALG I, ALG II und Sozialgeld BA Bericht Juni 2009 Seite 52. Darunter 6.033.002 Leistungsempfänger im Bereich des ALGI und ALG II.

- Arbeitslosengeld 1.101.389
- erwerbsfähige Hilfebedürftige (Alg II) 4.931.613
- nicht erwerbsfähige Hilfebedürftige (Sozialgeld) 1.809.586

Außer den Leistungsempfängern gab es im Februar noch 388.000 Arbeitslose, die im Berichtsmonat keine Geldleistungen aus der Arbeitslosenversicherung oder der Grundsicherung bezogen. Von allen Arbeitslosen erhielten 89 Prozent Leistungen


Saisonbereinigt steigt die Zahl der Arbeitslosen um 31.000 auf 3.495.000 an (Seite 59 BA Bericht Juni 2009)


Kurzarbeit:

Ein ansteigen der Arbeitslosigkeit verhindert im Augenblick noch die Kurzarbeit,. Nach vorläufigen Berechnungen der BA waren davon im Mai 1,3 – 1,6 Millionen Personen betroffen. (letzte Zahl in der Zahlenreihe März 2009 1.246.618 BA Bericht Juni 2009 Seite 57)Die aktuelle Zahl (Juni 2009) der Personen in Kurzarbeit konnte ich im BA Bericht Juni 2009 nicht erkennen.

„Kurzarbeit droht nutzlos und teuer zu werden“ (http://www.handelsblatt.com/politik/konjunktur-nachrichten/kurzarbeit-droht-nutzlos-und-teuer-zu-werden;2303200)


Arbeitsmarktpolitische Instrumente

Mit Beginn des Jahres 2009 ist eine weitere Reform der arbeitsmarktpolitischen Instrumente, das „Gesetz zur Neuausrichtung der arbeitsmarktpolitischen Instrumente“, in Kraft getreten. Im Monat Juni 2009 befanden sich 1,62 Mio Personen in einer von Bund oder Bundesagentur für Arbeit geförderten arbeitsmarktpolitischen Maßnahme. (Seite 6 BA Bericht Juni 2009)

Arbeitsgelegenheiten nach § 16d SGB II (1 € Jobs) 326.798 Personen (Seite 83 BA Bericht Juni 2009)

6.033.002 Leistungsempfänger im Bereich des ALGI und ALG II ist das wirklich ein Erfolg?

Quelle: http://www.pub.arbeitsamt.de/hst/services/statistik/000100/html/monat/200906.pdf

Cheops
30.06.2009, 12:40
Es dauert nicht mehr lange und wir sind sogar offiziell wieder bei fünf Millionen Arbeitslosen, die tatsächlich dann auch wieder neun Millionen sein werden, wenn man die ganzen versteckten und weggerechneten dazu zählt!

naiv
30.06.2009, 13:21
Wieviele der 82 Mio sind denn erwerbsfähig in der BRD ? - 32 Mio ?

Cheops
30.06.2009, 13:24
Wie viele der 82 Mio sind denn erwerbsfähig in der BRD ? - 32 Mio ? Keine Ahnung, aber es gibt eine Menge Rentner in diesem Land und Kinder sind auch noch nicht völlig ausgestorben...

naiv
30.06.2009, 14:27
Keine Ahnung, aber es gibt eine Menge Rentner in diesem Land und Kinder sind auch noch nicht völlig ausgestorben...

Ich glaube es sind so 32-33 Mio. Und jetzt mal die Arbeitslosen, Hartz IVer, Aufstocker, 1€-Jobber, Ich-AG, Ausgesteuerten, abziehen. Dann erhält man die richtige Arbeitslosen-Quote und die tendiert mittlerweile gegen ...

Cheops
30.06.2009, 14:38
Ich glaube es sind so 32-33 Mio. Und jetzt mal die Arbeitslosen, Hartz IVer, Aufstocker, 1€-Jobber, Ich-AG, Ausgesteuerten, abziehen. Dann erhält man die richtige Arbeitslosen-Quote und die tendiert mittlerweile gegen ... Ganz so heftig wird es nun doch nicht sein und ich hab da was gefunden, was plausibel klingt:

http://heftklammer.wordpress.com/2009/06/25/9-926-232-arbeitslose-im-april-2009/
9.926.232 Arbeitslose!!! im April 2009
Total im Mai 2009 gab es ganz offiziell registrierte 9.926.232 Arbeitslose!!! laut Statistik der Arbeitsagentur Nürnberg.

Wenn jetzt von führenden Leuten der Wirtschaft und von Bundeswirtschaftsminister von und zu Guttenberg die Behauptung aufgestellt wird, man müsse nächstes Jahr mit 4,5 bis 5 Millionen Arbeitslosen rechnen, wir wissen aber, dass es jetzt schon 10 Millionen sind.

Warum lassen sich die Deutschen von Presse, TV und Politikern so belügen?
Warum sagt man nicht endlich die Wahrheit?
Ich kann auch die Frage gleich beantworten, denn Kanzler Schröder hat noch die Methode von Kohl verboten, alles rauszurechnen und die Merkel hat das wieder eingeführt, nachdem sie vollre Freude zugesehen hatte, wie die unfrisierten Zahlen Schröder den politischen Hals brachen und genau das versucht sie nun für sich zu vermeiden!

Sybilla
30.07.2009, 11:45
Arbeitsmarkt Juli 2009:

Wenige Wochen vor Landtags - und der Bundestagswahl verkündet die BA einen moderaten Anstieg der Arbeitslosigkeit ist die Arbeitslosigkeit wirklich nur moderat angestiegen, oder wird der Anstieg der Arbeitslosigkeit mittels kreativer Statistik verschleiert?
Bei sorgfältiger Betrachtung der BA Monatsberichte fällt auf, dass viele Zahlen auf Schätzungen und Hochrechnungen beruhen. Für mich stellt sich deshalb die Frage wird die Zahl der Arbeitslosen seitens der BA gezählt oder geschätzt?

Prognose: Deutschland verliert 1,8 Millionen Stellen (http://www.welt.de/die-welt/article3993491/Prognose-Deutschland-verliert-1-8-Millionen-Stellen.html)

Im Juli 2008 hat die BA 3.462.446 Arbeitslose in der Statistik erfasst

Die Zahl der statistisch erfassten Arbeitslosigkeit (Arbeitslosigkeit registriert nach § 16 SGB III) steigt laut BA Bericht Juli 2009 Seite 52 im Juli 2009 nur um 52.466 Personen auf 3.462.446 Personen .

Allerdings befanden sich Im Monat Juli 1,58 Mio Personen (BA Bericht Juli 2009 Seite 6) in einer von Bund oder Bundesagentur für Arbeit geförderten arbeitsmarktpolitischen Maßnahme. Darunter sind 332.234 Personen in einer Arbeitsgelegenheiten nach § 16d SGB II .Wobei von einer Untererfassung auszugehen ist, so haben für 2009 (Januar bis Juni; Datenstand Juni 2009) nur ca. 72 % der Träger Daten zum Einsatz der kommunalen Eingliederungsleistungen (flankierende Leistungen) erfasst. Wie viele Personen in den fehlenden 28 % gefördert werden, wäre reine Spekulation.

Fußnote BA Bericht Juli 2009 Seite 85
7) Zum 01.01.2009 eingeführt. Aus BA-Verfahren liegen bundesweit Informationen zu ca. 418.689 Förderungen aus dem Vermittlungsbudget nach § 45 SGB III vor (Datenstand: Juni 2009)

Im Vergleich zum Vorjahresmonat Juli 2008 3.210.045 BA Bericht Juli 2008 Seite 46 stieg die Zahl der Arbeitslosen um 252.401 im Juli 2009 auf 3.462.446 Personen

Leistungsempfänger 3): (ALG I; ALG II; Sozialgeld) A Bericht Juli 2009 Seite 52
3) Endgültige Werte stehen erst nach einer Wartezeit fest. Am aktuellen Rand können die Daten aufgrund von Erfahrungswerten überwiegend hochgerechnet werden.

Leistungsempfänger3)
- Arbeitslosengeld 1.162.111
- erwerbsfähige Hilfebedürftige (Alg II) 4.949.407
- nicht erwerbsfähige Hilfebedürftige (Sozialgeld) 1.819.433

Im Juli 2009 gibt es laut BA Bericht 7.930.951 Leistungsempfänger von ALG I, ALG II und Sozialgeld BA Bericht Juli 2009 Seite 52. Darunter 6.111.518 Leistungsempfänger im Bereich des ALGI und ALG II. Im Juni 2008 wurden nur 7.842.588 und im Juli 2008 *7.782.243Leistungsberechtigte *Vorläufig und hochgerechnet BA Bericht Juli 2008 Seite 46 ermittelt

Außer den Leistungsempfängern gab es im März noch 398.000 Arbeitslose,
die im Berichtsmonat keine Geldleistungen aus der Arbeitslosenversicherung oder der Grundsicherung bezogen. Von allen Arbeitslosen erhielten 89 Prozent Leistungen.(BA Bericht Juli 2009 Seite 20)

Saisonbereinigt sinkt die Zahl der Arbeitslosen um 6000 auf 3.480.000 ab (Seite 59 BA Bericht Juli 2009)


Kurzarbeit:

Nach Schätzung der Statistik der BA auf Basis von Abrechnungslisten und Anzeigen, dürfte der Bestand an konjunkturellen Kurzarbeitern bis in den Mai auf 1,3 bis 1,4 Mio zugenommen haben. BA Bericht Juli 2009 Seite 9 (letzte Zahl in der Zahlenreihe März 2009 1.246.618 BA Bericht Juli 2009 Seite 57)Die aktuelle Zahl (Juli 2009) der Personen in Kurzarbeit konnte ich im BA Bericht Juni 2009 nicht erkennen.

„Kurzarbeit droht nutzlos und teuer zu werden“ (http://www.handelsblatt.com/politik/konjunktur-nachrichten/kurzarbeit-droht-nutzlos-und-teuer-zu-werden;2303200)

Sybilla
01.09.2009, 21:56
BA - Schätzung - Arbeitsmarkt im Wahlmonat überraschend stabil

Trotz der guten Nachrichten aus der Wirtschaft rechnen Experten damit, dass die Arbeitslosigkeit im August weiter ansteigt

Wie man mit Statistik täuschen kann - Die verschaukelte Bevölkerung
*Nicht nur die Zahlen sind wichtig, sondern die beabsichtigte Wirkung und der Mechanismus* meinte Prof. Dr. Gerd Bosbach, Spezialist für Statistikmissbrauch. (http://www.nrhz.de/flyer/beitrag.php?id=13186)

Umfang atypischer Beschäftigung hat zugenommen

Pressemitteilung Nr.304 vom 19.08.2009 Umfang atypischer Beschäftigung hat zugenommen – Das Statistische Bundesamt (Destatis) hat heute im Rahmen eines Pressegesprächs in Frankfurt am Main mitgeteilt, dass in Deutschland der Anteil atypisch Beschäftigter nach Ergebnissen des Mikrozensus seit 1998 deutlich zugenommen hat: 1998 standen noch fast drei Viertel (72,6%) der Erwerbstätigen in einem Normalarbeitsverhältnis, 2008 waren es nur noch 66,0%. Der Anteil atypischer Beschäftigungsformen stieg im gleichen Zeitraum von 16,2% auf 22,2%. (http://www.destatis.de/jetspeed/portal/cms/Sites/destatis/Internet/DE/Presse/pm/2009/08/PD09__304__132,templateId=renderPrint.psml)

Jeder Zehnte kann von seinem Lohn nicht leben (http://www.tagesspiegel.de/berlin/art270,2884535)


Arbeitsmarkt August 2009:

Wenige Wochen vor Landtags - und der Bundestagswahl verkündet die BA einen moderaten Anstieg der Arbeitslosigkeit ist die Arbeitslosigkeit wirklich nur moderat angestiegen, oder wird der Anstieg der Arbeitslosigkeit mittels kreativer Statistik verschleiert?
Bei sorgfältiger Betrachtung der BA Monatsberichte fällt auf, dass viele Zahlen auf Schätzungen und Hochrechnungen beruhen. Für mich stellt sich deshalb die Frage wird die Zahl der Arbeitslosen seitens der BA gezählt oder geschätzt?

Prognose: Deutschland verliert 1,8 Millionen Stellen (http://www.welt.de/die-welt/article3993491/Prognose-Deutschland-verliert-1-8-Millionen-Stellen.html)
Jobabbau - Kahlschlag kommt nach der Wahl (http://www.ftd.de/politik/deutschland/:jobabbau-kahlschlag-kommt-nach-der-wahl/557336.html)

Im August 2009 wurden 3.471.513 arbeitslose Personen von der BA-Statistik erfasst


Allerdings befanden sich im Monat August 1,49 Mio Personen in einer von Bund oder Bundesagentur für Arbeit geförderten arbeitsmarktpolitischen Maßnahme. Im Vergleich zum Vorjahr waren das 0,3 Prozent mehr. Darunter sind 332.562 Personen in einer Arbeitsgelegenheiten nach § 16d SGB II .

Die statistische Erfassung der Inanspruchnahme arbeitsmarktpolitischer Instrumente wird erst nach drei Monaten endgültig abgeschlossen, damit Nacherfassungen und Datenkorrekturen nach dem Berichtsmonat noch berücksichtigt werden können. Um trotzdem monatlich aktuell berichten zu können, werden die Ergebnisse des Berichtsmonats hochgerechnet. Bei neuen Maßnahmen ist das aufgrund fehlender Erfahrungswerte nicht möglich; auf Bundesebene können allerdings bschätzungen vorgenommen werden. BA Bericht August 2009 Seite 18 Fußnote 21 (http://www.pub.arbeitsagentur.de/hst/services/statistik/000100/html/monat/200908.pdf)

Wobei von einer Untererfassung auszugehen ist, so haben für 2009 (Januar bis Juni; Datenstand Juni 2009) nur ca. 72 % der Träger Daten zum Einsatz der kommunalen Eingliederungsleistungen (flankierende Leistungen) erfasst. Wie viele Personen in den fehlenden 28 % gefördert werden, wäre reine Spekulation. (Fußnote 3 BA Bericht August 2009 Seite 85 ---- Zum 01.01.2009 eingeführt. Aus BA-Verfahren liegen bundesweit Informationen zu ca. 418.689 Förderungen aus dem Vermittlungsbudget nach § 45 SGB III vor (Datenstand: Juni 2009) Fußnote 7 BA Bericht August 2009 Seite 85 (http://www.pub.arbeitsagentur.de/hst/services/statistik/000100/html/monat/200908.pdf)

Im Vergleich zum Vorjahresmonat August 2008 3.195.740 Personen BA Bericht August 2008 Seite 46 stieg die Zahl der Arbeitslosen um 275.773 (252.401 im Juli 2009) auf 3.471.513 Personen an

Leistungsempfänger 3): (ALG I; ALG II; Sozialgeld) A Bericht August 2009 Seite 52
3) Endgültige Werte stehen erst nach einer Wartezeit fest. Am aktuellen Rand können die Daten aufgrund von Erfahrungswerten überwiegend hochgerechnet werden. (http://www.pub.arbeitsagentur.de/hst/services/statistik/000100/html/monat/200908.pdf)

Leistungsempfänger3)
- Arbeitslosengeld 1.173.848
- erwerbsfähige Hilfebedürftige (Alg II) 4.909.033
- nicht erwerbsfähige Hilfebedürftige (Sozialgeld) 1.808.432

Im August 2009 gibt es laut BA Bericht 7.891.313 Juli 7.930.951 Leistungsempfänger von ALG I, ALG II und Sozialgeld BA Bericht Juli 2009 Seite 52. Darunter 6.082.881 (Juli 6.111.518) Leistungsempfänger im Bereich des ALGI und ALG II.

Außer den Leistungsempfängern gab es im April noch 423.000 (März 398.000) Arbeitslose, die im Berichtsmonat keine Geldleistungen aus der Arbeitslosenversicherung oder der Grundsicherung bezogen. (BA Bericht Juli 2009 Seite 20)

Somit stieg die Zahl der Arbeitslosen laut Schätzungen und Hochrechnungen der BA im August 2009 um 9067 Personen an die Zahl der Leistungsempfänger sank nach Schätzungen der BA um 39.638 Personen ab. Die Zahl der Leistungsempfänger im Bereich des ALGI und ALG II.verringerte sich laut Hochrechnung der BA um 28.637 Personen.

Kurzarbeit:

Nach Schätzung der Statistik der BA auf Basis von Abrechnungslisten und Anzeigen, dürfte der Bestand an konjunkturellen Kurzarbeitern bis in den Mai auf 1,3 bis 1,4 Mio zugenommen haben. BA Bericht Juli 2009 Seite 9 (letzte Zahl in der Zahlenreihe März 2009 1.246.618 BA Bericht Juli 2009 Seite 57)Die aktuelle Zahl (Juli 2009) der Personen in Kurzarbeit konnte ich im BA Bericht Juni 2009 nicht erkennen.

„Kurzarbeit droht nutzlos und teuer zu werden" (http://www.handelsblatt.com/politik/konjunktur-nachrichten/kurzarbeit-droht-nutzlos-und-teuer-zu-werden;2303200)

Kurzarbeit - Leistungsmissbrauch:
Kurzarbeit – 100 Firmen unter Betrugsverdacht (http://www.welt.de/wirtschaft/article4350761/Kurzarbeit-100-Firmen-unter-Betrugsverdacht.html)

Sybilla
30.09.2009, 12:10
Arbeitsmarkt September 2009:

Wenige Tage nach der Bundestagswahl verkündet die BA eine absinken der Arbeitslosigkeit ist die Arbeitslosigkeit wirklich abgesunken, oder wird das Absinken der Arbeitslosigkeit mittels kreativer Statistik suggeriert?
Bei sorgfältiger Betrachtung der BA Monatsberichte fällt auf, dass viele Zahlen auf Schätzungen und Hochrechnungen beruhen. Für mich stellt sich deshalb die Frage wird die Zahl der Arbeitslosen seitens der BA gezählt oder geschätzt?

Prognose: Deutschland verliert 1,8 Millionen Stellen (http://www.welt.de/die-welt/article3993491/Prognose-Deutschland-verliert-1-8-Millionen-Stellen.html)

Im September 2009 hat die BA 3.346.459 Arbeitslose in der Statistik erfasst

Die Zahl der statistisch erfassten Arbeitslosigkeit (Arbeitslosigkeit registriert nach § 16 SGB III) sinkt laut BA Bericht im September 2009 Seite 51 um 115.987 Personen auf 3.346.459 Personen (3.462.446 Personen, August) ab.

Allerdings befanden sich Im Monat September (vorläufig und hochgerechnet) 1,52 Mio Personen (BA Bericht September 2009 Seite 6) in einer von Bund oder Bundesagentur für Arbeit geförderten arbeitsmarktpolitischen Maßnahme. Darunter sind 336.779 Personen in einer Arbeitsgelegenheiten nach § 16d SGB II Wobei von einer Untererfassung auszugehen ist, *3). Wie viele Personen in den fehlenden 28 % gefördert werden, wäre reine Spekulation.

Fußnote BA Bericht September 2009 Seite 84
1) Die Hochrechnung am aktuellen Rand ist derzeit aufgrund fehlender Erfahrungswerte oder technisch nicht realisierbar, darum ist der Vergleich mit Vorjahresergebnissen nur eingeschränkt möglich.
*3) Es ist von einer Untererfassung auszugehen, so haben für 2009 [Januar bis Juni; Datenstand Juni 2009] nur ca. 72 % der Träger Daten zum Einsatz der kommunalen Eingliederungsleistungen (flankierende Leistungen) erfasst.

Im Vergleich zum Vorjahresmonat September 2008 stieg die Zahl der Arbeitslosen im September 2009 um 265.560 auf 3.346.459 Personen an (BA Bericht September 09 Seite 51)

Außer den Leistungsempfängern gab es im Mai noch 413.000 Arbeitslose, die im Berichtsmonat keine Geldleistungen aus der Arbeitslosenversicherung oder der Grundsicherung bezogen. Von allen Arbeitslosen erhielten 88 Prozent Leistungen
(BA Bericht September 2009 Seite 21)

Somit wurden (vorläufig und hochgerechnet) im September 2009

3.346.459 Personen als arbeitslos erfasst und
1.524.004 Personen in arbeitsmarktpolitische Instrumente
413.000 Arbeitslose, die im Berichtsmonat (letzte Erhebung Mai 2009) keine Geldleistungen bezogen

In der Summe sind das 5.283.463 Personen
+ ca. 1,5 Millionen Personen in Kurzarbeit ( Juni 2009 1.433.269)

Kurzarbeit:

(letzte Zahl in der Zahlenreihe Juni 2009 1.433.269 BA Bericht September 2009 Seite 56)Die aktuelle Zahl (September 2009) der Personen in Kurzarbeit konnte ich im BA Bericht September 2009 nicht erkennen.

„Kurzarbeit droht nutzlos und teuer zu werden“ (http://www.handelsblatt.com/politik/konjunktur-nachrichten/kurzarbeit-droht-nutzlos-und-teuer-zu-werden;2303200)

Leistungsempfänger 3): (ALG I; ALG II; Sozialgeld) A Bericht September 2009 Seite 51
3) Endgültige Werte stehen erst nach einer Wartezeit fest. Am aktuellen Rand können die Daten aufgrund von Erfahrungswerten überwiegend hochgerechnet werden.[/b]

Leistungsempfänger3)
- Arbeitslosengeld 1.134.220
- erwerbsfähige Hilfebedürftige (Alg II) 4.913.859
- nicht erwerbsfähige Hilfebedürftige (Sozialgeld) 1.819.882

Im September 2009 gibt es laut BA Bericht 7.867.961 Leistungsempfänger von ALG I, ALG II und Sozialgeld BA Bericht September 2009 Seite 51. Darunter 6.048.079 Leistungsempfänger im Bereich des ALGI und ALG II.

Saisonbereinigt sinkt die Zahl der Arbeitslosen um 12.000 auf 3.461.000 ab (Seite 58 BA Bericht September 2009)

22 Die statistische Erfassung der Inanspruchnahme arbeitsmarktpolitischer Instrumente wird erst nach drei Monaten endgültig abgeschlossen, damit Nacherfassungen und Datenkorrekturen nach dem Berichtsmonat noch berücksichtigt werden können. Um trotzdem monatlich aktuell berichten zu können, werden die Ergebnisse des Berichtsmonats hochgerechnet. Bei neuen Maßnahmen ist das aufgrund fehlender Erfahrungswerte nicht möglich; auf Bundesebene können allerdings Abschätzungen vorgenommen werden. (BA Bericht September 2009 Seite 18)
http://www.pub.arbeitsagentur.de/hst/services/statistik/000100/html/monat/200909.pdf


Erstellt von Sybilla am 30.09.09 11 Uhr 00
Jeder darf diesen Bericht unter Hinweis auf die Autorin frei verwenden.

Sybilla
30.09.2009, 12:41
Interview mit Claudia Daseking und Solveig Koitz über die rechtswidrige Hartz IV-Sanktionspraxis. Teil 1 - Teil 3


"Aushungern und Fordern" (http://www.heise.de/tp/r4/artikel/31/31162/1.html)
"Materielle Not bis hin zur Todesangst" (http://www.heise.de/tp/r4/artikel/31/31163/1.html)
"Sparen statt fördern" (http://www.heise.de/tp/r4/artikel/31/31164/1.html)

Die soziale Realität in Deutschland im 21. Jahrhundert nach 11 Jahren einer Regierungsbeteiligung von Sozialdemokraten.

otix_
06.10.2009, 07:49
Vollmundig tönt es heuer aus der Springerspresse:

Liberale wollen Hartz IV ganz abschaffen >> (http://www.welt.de/politik/bundestagswahl/article4745433/Liberale-wollen-Hartz-IV-ganz-abschaffen.html)

Die FDP will in den Koalitionsverhandlungen gleich dicke Bretter bohren. Hartz IV soll abgeschafft und durch ein leistungsfreundlicheres Bürgergeld ersetzt werden. In dem Bürgergeld würden alle Sozialleistungen zusammengefasst. Auch in der Union gibt es Befürworter eines solchen Modells.

Alter Wein in neuen Schläuchen?
Denn was ist es anderes als eine neue Bezeichnung für ein altes Modell?

"Bürgergeld" klingt einfach besser und soll die negative Bezeichnung "HartzIV" ersetzen. Eine Verbesserung von Lebensqualität, die freie Wahl eines Arbeitsplatzes, Behördenverfolgung, Diskriminierung, und das Schaffen von Arbeitplätzen, die ein Auskommen sichern, wird damit aber nicht sichergestellt.
Sand in die Augen. Jeder der in dieses Bürgergeld rutscht zahlt unter anderem damit für die Finanzkrise, und für das Versagen selbsternannter Eliten und Leistungsträger.

Britta
06.10.2009, 09:11
"Bürgergeld" klingt einfach besser und soll die negative Bezeichnung "HartzIV" ersetzen.
Ist eine einfache Rechnung, wenn man mit Bürgergeld den Menschen etwas mehr Geld in die Hand gibt, dafür aber Zahlungen für Miete, Heizung etc. einstellt.

Mal sehen wie die sich das so vorstellen.

Hellmann
06.10.2009, 09:19
Denn was ist es anderes als eine neue Bezeichnung für ein altes Modell?

"Bürgergeld" klingt einfach besser und soll die negative Bezeichnung "HartzIV" ersetzen.
Falls da Bewegung und Diskussion beginnt, könnte auch eine Verbesserung für die Betroffenen durchgesetzt werden. Vor allem der Wegfall der Sanktionen und des Arbeitszwangs mit den 1-Euro-"Jobs".

Besser jedenfalls, als wenn HartzIV einfach weiter geführt und womöglich verschärft würde.

Man sollte also auf die Bürgergeld-Diskussionen durchaus einsteigen und soziale Forderung einbringen. Vermutlich werden Union und FDP auch nicht wie die SPD auf Jahre vom Wähler abgestraft werden wollen, wie es der SPD jetzt passiert ist. Auch die CSU mit Seehofer könnte noch etwas mildernd gegen die Hardliner der Liberalen wirken.

Schlimmer als HartzIV könnte es ja kaum noch werden und zumindest in der Diskussionsphase wäre Druck auf die Parteien möglich.

Also weg mit HartzIV!

jovi
06.10.2009, 12:32
in diesem zusammenhang ist auch die diskussion um die e-petition:
https://epetitionen.bundestag.de/index.php?topic=3037.15
lesenswert.

Sybilla
29.10.2009, 16:25
Arbeitsmarkt Oktober 2009:

Die BA verkündet trotz großer Firmen Insolvenzen, alleine bei Quelle sind 7000 Arbeitnehmer/innen betroffen ein absinken der Arbeitslosigkeit. Immer bombastischen wird die Zahl der erfassten Arbeitslosigkeit ist die Arbeitslosigkeit im Oktober 2009 wirklich abgesunken, oder wird das Absinken der Arbeitslosigkeit mittels kreativer Statistik suggeriert?
Bei sorgfältiger Betrachtung der BA Monatsberichte fällt auf, dass viele Zahlen auf Schätzungen und Hochrechnungen beruhen. Für mich stellt sich deshalb die Frage, wird die Zahl der Arbeitslosen seitens der BA gezählt oder geschätzt?
Vor allem stellt sich die Frage, woher kommt bei stetig sinkender Arbeitslosigkeit das exorbitant hohe Finanzdefizit der BA?

Prognose: Deutschland verliert 1,8 Millionen Stellen (http://www.welt.de/die-welt/article3993491/Prognose-Deutschland-verliert-1-8-Millionen-Stellen.html)

Im Oktober 2009 hat die BA laut Monatsbericht Oktober 2009 der am 29.10.09 um 10 Uhr 20 veröffentlicht wurden 3.228.625 Arbeitslose in der Statistik erfasst

Die Zahl der statistisch erfassten Arbeitslosigkeit (Arbeitslosigkeit registriert nach § 16 SGB III) sinkt laut BA Bericht im Oktober 2009 Seite 54 erneut nach 115.987 im September 2009 um 117.834 Personen im Oktober 2009 ab.

Allerdings befanden sich Im Monat Oktober (vorläufig und hochgerechnet) beachtliche 1,63 Mio Personen (September 1,52 Mio Personen) in einer von Bund oder Bundesagentur für Arbeit geförderten arbeitsmarktpolitischen Maßnahme. (BA Bericht Oktober 2009 Seite 6) Darunter sind 342.211 Personen (September 2009 336.779 Personen) in einer Arbeitsgelegenheiten nach § 16d SGB II Wobei von einer Untererfassung auszugehen ist, *3). Wie viele Personen in den fehlenden 22 % gefördert werden, wäre reine Spekulation.
Das dieser Anstieg um 110.000 Personen in einer von Bund oder Bundesagentur für Arbeit geförderten arbeitsmarktpolitischen Maßnahme der Zahl der abgesunkenen Arbeitslosigkeit um 117.834 gleicht ist vermutlich reiner Zufall und keinesfalls kreative Statistik der BA um ein bombastisches absinken der Arbeitslosigkeit im Oktober 2009 darzustellen.

Fußnote BA Bericht Oktober 2009 Seite 88
1) Die Hochrechnung am aktuellen Rand ist derzeit aufgrund fehlender Erfahrungswerte oder technisch nicht realisierbar, darum ist der Vergleich mit Vorjahresergebnissen nur eingeschränkt möglich.
*3) Es ist von einer Untererfassung auszugehen, so haben für 2009 [Januar bis Juni; Datenstand Juni 2009] nur ca. 78 % der Träger Daten zum Einsatz der kommunalen Eingliederungsleistungen (flankierende Leistungen) erfasst.

Im Vergleich zum Vorjahresmonat Oktober 2008 stieg die Zahl der Arbeitslosen im Oktober 2009 um 231.733 Personen an (BA Bericht OKtober 09 Seite 54)

Außer den Leistungsempfängern gab es im Juni noch 418.000 Arbeitslose, die im Berichtsmonat keine Geldleistungen aus der Arbeitslosenversicherung oder der Grundsicherung bezogen. Von allen Arbeitslosen erhielten 88 Prozent Leistungen
(BA Bericht Oktober 2009 Seite 21)

Somit wurden (vorläufig und hochgerechnet) im Oktober 2009

3.228.625 (3.346.459) Personen als arbeitslos erfasst und
1.625.290 (1.524.004) Personen in arbeitsmarktpolitische Instrumente
418.000 (413.000) Arbeitslose, die im Berichtsmonat (letzte Erhebung Juni 2009) keine Geldleistungen bezogen

In der Summe sind das 5.271.915 (5.283.463) Personen
+ ca. 1,5 Millionen Personen in Kurzarbeit ( Oktober 2009 * 1.457.000 Personen vorläufige Daten; BA Bericht Oktober 2009 Seite 75)

Kurzarbeit:

„Kurzarbeit droht nutzlos und teuer zu werden“ (http://www.handelsblatt.com/politik/konjunktur-nachrichten/kurzarbeit-droht-nutzlos-und-teuer-zu-werden;2303200)

Leistungsempfänger 3): (ALG I; ALG II; Sozialgeld) BA Bericht Oktober 2009 Seite 54
3) Endgültige Werte stehen erst nach einer Wartezeit fest. Am aktuellen Rand können die Daten aufgrund von Erfahrungswerten überwiegend hochgerechnet werden.[/b]

Leistungsempfänger3)
- Arbeitslosengeld 1.078.209 (1.134.220)
- erwerbsfähige Hilfebedürftige (Alg II) 4.906.425 (4.913.859)
- nicht erwerbsfähige Hilfebedürftige (Sozialgeld) 1.827.237 (1.819.882)

Im Oktober 2009 gibt es laut BA Bericht 7.811.871 (7.867.961) Leistungsempfänger von ALG I, ALG II und Sozialgeld BA Bericht September 2009 Seite 54. Darunter 5.984.634 Leistungsempfänger im Bereich des ALGI und ALG II.

Saisonbereinigt sinkt die Zahl der Arbeitslosen um 26.000(12.000) auf 3.427.000 3.453.000 ab (Seite 61 BA Bericht Oktober 2009)

23 Die statistische Erfassung der Inanspruchnahme arbeitsmarktpolitischer
Instrumente wird erst nach drei Monaten endgültig abgeschlossen, damit Nacherfassungen und Datenkorrekturen nach dem Berichtsmonat noch berücksichtigt werden können. Um trotzdem monatlich aktuell berichten zu können, werden die Ergebnisse des Berichtsmonats hochgerechnet. Bei neuen Maßnahmen ist das aufgrund fehlender Erfahrungswerte nicht möglich; auf Bundesebene können allerdings Abschätzungen vorgenommen werden. (BA Bericht Oktober 2009 Seite 18)
http://www.pub.arbeitsagentur.de/hst/services/statistik/000100/html/monat/200910.pdf

otix_
01.12.2009, 08:42
Die neueste Meldung bezüglich der (negativen) Entwicklung am Lohnarbeitsmarkt ist die, daß der Deutsche bereit ist, weiter auf Lohn zu verzichten.


Zugeständnis der Arbeitnehmer: Laut einer Umfrage ist jeder zweite bereit, auf Weihnachts- oder Urlaubsgeld zu verzichten – um damit einen Beitrag zur Erholung der Wirtschaft zu leisten. Doch die meisten Unternehmen würden dieses Angebot gar nicht annehmen. Ihnen schwebt zur Wachstumsförderung etwas ganz anderes vor.


Jeder zweite Deutsche ist zu Lohnverzicht bereit (http://www.welt.de/wirtschaft/article5382080/Jeder-zweite-Deutsche-ist-zu-Lohnverzicht-bereit.html)

Daß das natürlich völliger Bullshit ist, ist klar, aber so sollte die Meldung auch nicht verstanden werden, denn es heißt doch: "Jeder zweite Deutsche ist zu Lohnverzicht bereit", und nicht, daß sie es gut und gerecht finden würden.

Es heißt einfach, daß große Teile der Gesellschaft, speziell AN, so lange propagandistisch bearbeitet wurden, dass sie nun "bereit" für weitere Einschnitte sind, quasi sturmreif geschossen. Ein schlichtes Signal für Lobbyverbände, die Löhne weiter zu senken.

Britta
01.12.2009, 09:13
Daß das natürlich völliger Bullshit ist, ist klar, aber so sollte die Meldung auch nicht verstanden werden, denn es heißt doch: "Jeder zweite Deutsche ist zu Lohnverzicht bereit", und nicht, daß sie es gut und gerecht finden würden.

Es heißt einfach, daß große Teile der Gesellschaft, speziell AN, so lange propagandistisch bearbeitet wurden, dass sie nun "bereit" für weitere Einschnitte sind, quasi sturmreif geschossen. Ein schlichtes Signal für Lobbyverbände, die Löhne weiter zu senken.
Mit dem nicht erhaltenen Weihnachtsgeld kann nunmal die Wirtschaft nicht angekurbelt werden. Somit wird damit mal wieder das Gegenteil dessen erreicht, was man vorgibt erreichen zu wollen.

Irgendwann müssen die Menschen doch mal merken, dass immer das Gegenteil von dem eintrifft, was ihnen vorgebetet wird?

Sybilla
06.12.2009, 12:00
Das Wunder der kreativen Arbeitsmarktsstatistik setzt sich fort

Arbeitsmarkt November 2009:

Die BA verkündet abermals ein absinken der Arbeitslosigkeit.
Bei sorgfältiger Betrachtung des BA Monatsbericht fällt allerdings auf, dass viele Zahlen auf Schätzungen und Hochrechnungen beruhen. Für mich stellt sich deshalb die Frage, wird die Zahl der Arbeitslosen seitens der BA gezählt oder geschätzt?
Vor allem stellt sich die Frage, woher kommt bei stetig sinkender Arbeitslosigkeit das exorbitant hohe Finanzdefizit der BA?

Fußnote 13 Seite 14 BA Bericht November 2009
....Stellt man nur auf die implizit geänderte Zählweise ab (vgl. Kasten) und blendet die Entwicklung in anderen arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen aus, wäre die saisonbereinigte Arbeitslosigkeit im November schätzungsweise um 22.000 gestiegen....

Im November 2009 hat die BA laut Monatsbericht November 2009 3.215.393 Arbeitslose in der BA Statistik erfasst

Allerdings befanden sich im Monat November(vorläufig und hochgerechnet) beachtliche 1,66 Mio. Personen (Oktober 1,63 Mio Personen) ; (September 1,52 Mio Personen) in einer von Bund oder Bundesagentur für Arbeit geförderten arbeitsmarktpolitischen Maßnahme. (BA Bericht November 2009 Seite 6) Darunter sind 339.587 Personen in einer Arbeitsgelegenheiten nach § 16d SGB II Wobei von einer Untererfassung auszugehen ist, *3). Wie viele Personen in den fehlenden 22 % gefördert werden, wäre reine Spekulation.

Fußnote BA Bericht November 2009 Seite 84
1) Die Hochrechnung am aktuellen Rand ist derzeit aufgrund fehlender Erfahrungswerte oder technisch nicht realisierbar, darum ist der Vergleich mit Vorjahresergebnissen nur eingeschränkt möglich.
*3) Es ist von einer Untererfassung auszugehen, so haben für 2009 [Januar bis Juni; Datenstand Juni 2009] nur ca. 78 % der Träger Daten zum Einsatz der kommunalen Eingliederungsleistungen (flankierende Leistungen) erfasst.

Außer den Leistungsempfängern gab es im Juli noch 419.000 Arbeitslose, die im Berichtsmonat keine Geldleistungen aus der Arbeitslosenversicherung oder der Grundsicherung bezogen. Von allen Arbeitslosen erhielten 88 Prozent Leistungen

Somit wurden (vorläufig und hochgerechnet) im November 2009

3.215.393 (3.228.625) (3.346.459) Personen als arbeitslos erfasst und
1.656.432 (1.625.290) (1.524.004) Personen in arbeitsmarktpolitische Instrumente
419.000 (418.000) (413.000) Arbeitslose, die im Berichtsmonat (letzte Erhebung Juli 2009) keine Geldleistungen bezogen

In der Summe sind das 5.290.825 (5.271.915) (5.283.463) Personen
+ 1.074.447 Personen (September) in Kurzarbeit (vorläufige Daten; BA Bericht November 2009 Seite 57)

Leistungsempfänger 3): (ALG I; ALG II; Sozialgeld) BA Bericht November 2009 Seite 54
3) Endgültige Werte stehen erst nach einer Wartezeit fest. Am aktuellen Rand können die Daten aufgrund von Erfahrungswerten überwiegend hochgerechnet werden.[/B]

Leistungsempfänger3)
- Arbeitslosengeld 1.100.412 (1.078.209) (1.134.220)
- erwerbsfähige Hilfebedürftige (Alg II) 4.891.872 (4.906.425) (4.913.859)
- nicht erwerbsfähige Hilfebedürftige (Sozialgeld) 1.824.812 (1.827.237) (1.819.882)

Im November 2009 gibt es laut BA Bericht 7.817.096 Leistungsempfänger von ALG I, ALG II und Sozialgeld BA Bericht November 2009 Seite 54. Darunter 5.992.284 Leistungsempfänger im Bereich des ALGI und ALG II.

http://www.pub.arbeitsagentur.de/hst/services/statistik/000100/html/mo nat/200911.pdf (http://www.pub.arbeitsagentur.de/hst/services/statistik/000100/html/monat/200911.pdf)

Saisonbereinigt sinkt die Zahl der Arbeitslosen auf 3.422.000 Personen

23 Die statistische Erfassung der Inanspruchnahme arbeitsmarktpolitischer
Instrumente wird erst nach drei Monaten endgültig abgeschlossen, damit Nacherfassungen und Datenkorrekturen nach dem Berichtsmonat noch berücksichtigt werden können. Um trotzdem monatlich aktuell berichten zu können, werden die Ergebnisse des Berichtsmonats hochgerechnet. Bei neuen Maßnahmen ist das aufgrund fehlender Erfahrungswerte nicht möglich; auf Bundesebene können allerdings Abschätzungen vorgenommen werden. (BA Bericht Oktober 2009 Seite 18)
http://www.pub.arbeitsagentur.de/hst/services/statistik/000100/html/mo nat/200910.pdf (http://www.pub.arbeitsagentur.de/hst/services/statistik/000100/html/monat/200910.pdf)


Erstellt von Sybilla am 01.12.09 12 Uhr 00
Jeder darf diesen Bericht unter Hinweis auf die Autorin frei verwenden.

Sybilla
05.01.2010, 13:54
Arbeitsmarkt Dezember 2009:

Die Wirtschaftskrise schlägt nur auf die Finanzen der BA und der Kommunen durch, in der BA Statistik der Arbeitslosen bleibt die Krise am Arbeitsmarkt weiterhin in den „Verschiebebahnhöfen“ – arbeitsmarktpolitische Instrumente und Kurzarbeit sowie der steuerfinanzierten Bürgerarbeit verborgen.

Die Arbeitslosenstatistik der BA verzeichnet abermals nur einen moderaten Anstieg der Arbeitslosigkeit. Bei sorgfältiger Betrachtung des BA Monatsbericht fällt allerdings auf, dass viele Zahlen auf Schätzungen und Hochrechnungen beruhen. Für mich stellt sich deshalb die Frage, wird die Zahl der Arbeitslosen seitens der BA gezählt oder geschätzt?
Vor allem stellt sich die Frage, woher kommt bei stetig sinkender oder jetzt moderat steigender Arbeitslosigkeit das exorbitant hohe Finanzdefizit der BA und der Anstieg der exorbitant hohe Anstieg der Ausgaben für soziale Leistungen (ALG II) bei den Kommunen?

Statistisches Bundesamt - Pressemitteilung Nr.505 vom 22.12.2009 - Deutliches Defizit der Kommunen im ersten bis dritten Quartal 2009

Kommunen beklagen riesiges Defizit aufgrund exorbitant hoher Steuerausfälle (Hauptgrund für den Einnahmenrückgang waren die stark rückläufigen Steuereinnahmen der Städte, Gemeinden und Landkreise. Sie lagen mit 41,9 Milliarden Euro sogar um 13 Prozent unter dem Vorjahresbetrag.
Noch krasser war der Rückgang bei der Gewerbesteuer, der wichtigsten Einnahmequelle der Kommunen: Hier betrug der Rückgang nach Abzug der an Bund und Länder abzuführenden Gewerbesteuerumlage 21,5 Prozent auf jetzt noch 19,8 Milliarden Euro. Im dritten Quartal ergab sich sogar ein Rückgang von 36,6 Prozent. Aber auch der Anteil der Gemeinden an der Einkommensteuer sank deutlich um 7,0 Prozent.)
Die Ausgaben für soziale Leistungen (ALG II) waren mit 29,8 Milliarden Euro um 3,9 Prozent höher als im Vorjahr.

Das erklärt die Fußnote 13 Seite 14 BA Bericht November 2009
....Stellt man nur auf die implizit geänderte Zählweise ab (vgl. Kasten) und blendet die Entwicklung in anderen arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen aus, wäre die saisonbereinigte Arbeitslosigkeit im November schätzungsweise um 22.000 gestiegen....

Im Dezember 2009 hat die BA laut Monatsbericht November 2009 3.275.526Arbeitslose in der BA Statistik erfasst

Allerdings befanden sich im Monat Dezember (vorläufig und hochgerechnet) beachtliche 1,67 Mio. Personen (November 1,66 Mio) (Oktober 1,63 Mio Personen) ; (September 1,52 Mio Personen) in einer von Bund oder Bundesagentur für Arbeit geförderten arbeitsmarktpolitischen Maßnahme. (BA Bericht Dezember 2009 Seite 7) Darunter sind 326.454 Personen in einer Arbeitsgelegenheiten nach § 16d SGB II Wobei von einer Untererfassung auszugehen ist, *3) „.Es ist von einer Untererfassung auszugehen, so haben bundesweit für 2009 [Januar bis September, Datenstand September 2009] nur ca. 78 % der Träger Daten zum Einsatz der kommunalen Eingliederungsleistungen (flankierende Leistungen) erfasst.“ Wie viele Personen in den fehlenden 22 % gefördert werden, wäre reine Spekulation.


Somit waren (vorläufig und von der BA hochgerechnet) im Dezember 2009

3.275.526 Personen als arbeitslos erfasst und
1.667.399 Personen in arbeitsmarktpolitische Instrumente ( zum Teil von der BA hochgerechnet und/oder geschätzt)
419.000 Personen die im Berichtsmonat (letzte Erhebung August 2009) keine Geldleistungen bezogen

In der Summe sind das laut BA (zum Teil auf Grundlage von Hochrechnungen und/oder Schätzungen) für 12/09 5.361.925 Personen (11/09 5.290.825) (10/09 5.271.915) (09/09 5.283.463) Personen
+ 1.074.447 Personen (September) in Kurzarbeit (vorläufige Daten; BA Bericht November 2009 Seite 57) Die Zahl der Kurzarbeiter für Oktober 2009 wird im BA Bericht Dezember 2009 nicht genannt.

Leistungsempfänger 3): (ALG I; ALG II; Sozialgeld) BA Bericht Dezember 2009 Seite 70
3) Endgültige Werte stehen erst nach einer Wartezeit fest. Am aktuellen Rand können die Daten aufgrund von Erfahrungswerten überwiegend hochgerechnet werden.[/B]

Leistungsempfänger3)
- Arbeitslosengeld 12/09* 1.149.403 (11/09 *1.100.412) (10/09* 1.078.209)
- erwerbsfähige Hilfebedürftige (Alg II) 12/09* 4.896.363 (11/09* 4.891.872 (10/09* 4.906.425)
- nicht erwerbsfähige Hilfebedürftige (Sozialgeld) 12/09* 1.824.105 (11/09*1.824.812) (10/09* 1.827.237)

Im Dezember 2009 gibt es laut BA Bericht 7.869.871 Leistungsempfänger von ALG I, ALG II und Sozialgeld BA Bericht Dezember 2009 Seite 70. Darunter 6.045.766 Leistungsempfänger im Bereich des ALGI und ALG II.
Auf Seite 24 des BA Berichts von Dezember 2004 wurden 4.321.000 Leistungsempfänger erfasst. Die Zahl der Leistungsempfänger hat sich somit seit der Einführung von Hartz IV um 3.548.871 Personen oder rund 82 % erhöht.

http://www.pub.arbeitsagentur.de/hst/services/statistik/000100/html/monat/200912.pdf

Saisonbereinigt sinkt die Zahl der statistisch erfassten Arbeitslosen um 3000 auf 3.421.000 Personen

Die statistische Erfassung der Inanspruchnahme arbeitsmarktpolitischer
Instrumente wird erst nach drei Monaten endgültig abgeschlossen, damit Nacherfassungen und Datenkorrekturen nach dem Berichtsmonat noch berücksichtigt werden können. Um trotzdem monatlich aktuell berichten zu können, werden die Ergebnisse des Berichtsmonats hochgerechnet. Bei neuen Maßnahmen ist das aufgrund fehlender Erfahrungswerte nicht möglich; auf Bundesebene können allerdings Abschätzungen vorgenommen werden. (BA Bericht Oktober 2009 Seite 18)

Erstellt von Sybilla am 05.01.10 11 Uhr 00
Jeder darf diesen Bericht unter Hinweis auf die Autorin frei verwenden.

Sybilla
11.01.2010, 00:06
Merkwürdig das dass Absinken der statistisch erfassten Arbeitslosigkeit durch die Ausweitung des Personenkreises in Armut (Arbeitsgelegenheiten im prekären Nierigstlonsektoren und in Arbeitsgelegenheiten mit Mehraufwandsentschädigung - Ein Euro Jobs) multimedial im Gleichklang der Medien als Erfolg von Hartz IV gefeiert wird.

In der sozialen Marktwirtschaft der "Bonner Republik" war das sozialpolitische Ziel die Angleichung der Lebensverhältnisse und die Bekämpfung der Armut "Wohlstand für alle" Das Anwachsen des allgemeinen Wohlstand wurde als Erfolg gefeiert

In der neoliberal geprägten globalen Wirtschaft der "Berliner Republik" ist das wirtschaftspolitische Ziel das alle Personen in Arbeitsgelegenheiten im prekären Nierigstlonsektoren oder in Arbeitsgelegenheiten mit Mehraufwandsentschädigung - Ein Euro Jobs zu beschäftigen. Also Armut und Bedürftigkeit trotz Arbeit. Dazu wurden die Arbeitsbehörden per Gesetz (SGB II) ermächtigt jede Person in so genannten (Ein Euro Job) unter Androhung von Sanktionen zur Annahme einer Arbeitsgelegenheiten mit Mehraufwandsentschädigung zu zwingen.

Art. 12.2 GG besagt, dass Zwangsarbeit nur zulässig im Rahmen einer herkömmlichen, allgemeinen, für alle gleichen und öffentlichen Dienstpflicht ist. Hierzu zählen die Wehrpflicht und der Zivildienst. Nach Art. 12.3 GG ist Zwangsarbeit auch bei einer gerichtlich angeordneten Freiheitsstrafe möglich. Ein-Euro-Jobs fallen aber unter keine dieser Kategorien. Das Übereinkommen über Zwangs- und Pflichtarbeit (C029) der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) 1930 verbietet Zwangsarbeit. Es wurde am 19/06/1956 von der BRD ratifiziert. Ein-Euro-Jobs verstoßen gegen Art. 2 Abs. 1.

Artikel 2 Abs. 1
Als „Zwangs- oder Pflichtarbeit" im Sinne dieses Übereinkommens gilt jede Art von Arbeit oder Dienstleistung, die von einer Person unter Androhung irgendeiner Strafe verlangt wird und für die sie sich nicht freiwillig zur Verfügung gestellt hat. Bei der Androhung einer Sanktion, bei der Verweigerung der Aufnahme eines Euro-Euro-Jobs, kann man nicht von Freiwilligkeit sprechen. Eine freie Wahl sieht anders aus. Hier handelt es sich um eine Strafe i.S. des ILO-Übereinkommens die bei Ungehorsam vollstreckt wird. Der Arbeitslose soll sich fügen und gehorsam zeigen, ansonsten wird seine minimale Grundsicherung für die Dauer von 3 Monaten um 30 % gekürzt. Dies bedeutet eine unmittelbare Bedrohung seiner Existenz.

Natürlich ist jede Person zur eigenverantwortlichen Existenzsicherung verpflichtet aber dazu muss jeder Person eine existenzsichernde Arbeit angeboten werden.

Bei den Arbeitsgelegenheiten mit Mehraufwandsentschädigung - Ein Euro Jobs wird zwar auf die Gegenleistung das ALG II verwiesen, diese dient allerdings nur der Grundsicherung und somit den Erhalt der Arbeitskraft.

Zudem werden durch Arbeitsgelegenheiten mit Mehraufwandsentschädigung nicht nur die betreffenden Personen sondern auch die Solidargemeinschaft der Steuerzahler ausgebeutet. Nur die Anbieter der Arbeitsgelegenheiten mit Mehraufwandsentschädigung erhalten eine für den Anbieter kostenlose Arbeitskraft die von den Anbieter des Ein Euro Jobs ausgebeutet werden kann.
Eine Strafe - Sanktion für ALG II Bedürftige wird nach meiner Überzeugung dann Verfassungswidrig, wenn eine Strafe/Sanktion dazu dient eine Person in Zwangs/Pflichtarbeit (GG Art12. zu zwingen. Arbeitsgelegenheiten (Ein Euro Jobs) sind ihren Wesen nach als Zwangs/Pflichtarbeit zu betrachten. Somit ist der Wesensgehalt das GG Art. 12 erheblich beeinträchtigt.

Eine Strafe - Sanktion für ALG II Bedürftige ist meiner Meinung nach nur zulässig, wenn eine Person eine angebotene existenzsichernde Beschäftigung ablehnt.

Viele Inhalte des SGB II/Hartz IV sind meiner Meinung nach Unrecht, Arbeitsgelegenheiten mit Mehraufwandentschädigung verstoßen nach meiner Überzeugung gegen das GG Art.12 und gegen das Völkerrecht ILO Abkommen 029 Art.2 Abs.1. Aber ich fürchte solange das SGB II In Kraft bleibt werden Hartz IV und Arbeitsgelegenheiten mit Mehr - Aufwandsentschädigung von ihren Architekten - vermutlich auch von der Justiz - als Nötig, Gerecht und Richtig erachtet.
Hierin gleicht Hartz IV der Berliner Mauer, solange die Berliner Mauer Bestand hatte, wurde sie von ihren Architekten - vermutlich auch von der DDR Justiz - als Nötig, Gerecht und Richtig erachtet.

Allerdings wird sich nach den Fall von Hartz IV - dieser kommt so sicher als das Amen in der Kirche, denn die Grundlage von Hartz IV beruht auf neoliberalen Wahnvorstellungen - ebenso wie nach dem Fall der "Berliner Mauer" kaum jemand finden der für die Menschen verachtende Hartz IV - Praxis Verantwortung übernehmen möchte. Dann hat wieder niemand etwas gewusst, gewollt oder gar gefordert. Im Prinzip waren "danach" immer alle dagegen. Selbst jene die heute Hartz IV "ganz toll" finden.

Hellmann
11.01.2010, 09:46
Zur Entwicklung der Arbeitslosenzahlen ist ja noch zu beachten, dass jetzt die Mehrheit der Arbeitslosen nur 12 Monate als arbeitslos gezählt wird.

Viele Arbeitslose der aktuellen Finanzkrise hatten vorher eine gut bezahlte Arbeit und fallen wegen ihrer finanziellen Situation nach dem nur noch 12-monatigen Bezug von Alg aus der Statistik, weil sie ja nicht so blöde sein werden, sich ohne Anspruch auf Leistungen für Arbeitslose trotzdem beim Arbeitsamt zu melden und sich irgendwelchen Schikanen auszusetzen.

Das sind inzwischen Millionen, die erst einmal ihre Rücklagen aufbrauchen und sich vielleicht selbständig machen oder fortbilden und dergleichen mehr. Die tauchen erst in Jahren wieder beim Amt für HartzIV auf.

Das bedeutet, dass die Arbeitslosenzahlen nur noch steigen, wenn sich aktuell mehr Menschen arbeitslos melden müssen, als vor einem Jahr.

jovi
11.01.2010, 09:47
aber im durchschnitt sind die gehälter um 3,7 % gestiegen.

http://www.tagesschau.de/ausland/eukommission116.html

der median wird in diesem zusammenhang garnicht erwähnt. so müssen sich die arbeiter anhören, verzicht zu üben sonst ...
geradezu lächerlich bei steigenden durchschnittslöhnen, wird aber anscheinend geglaubt.

manchmal denke ich, das wir alle in einer version vom milgram-experiment stecken.

Hellmann
11.01.2010, 09:54
manchmal denke ich, das wir alle in einer version vom milgram-experiment stecken.
Ja, das ist ein passender Gedanke.

Es ist doch so, dass man in einem System, in dem jeder nur noch auf seinen Vorteil bedacht ist, jeden Zweiten nach irgendeinem zufälligen Kriterium versklaven könnte. Die andere Hälfte würde sofort auf die Idee kommen, dass diese Sklaven für ihre Interessen dienstbar zu machen sind und würde die Sklaverei in den höchsten Tönen loben und mit allen Mitteln verteidigen, denn jeder könnte einen Sklaven für seine Drecksarbeit oder nur zum Vergnügen brauchen.

Diejenigen, die nach dem Zufallskriterium der Versklaverung entgangen sind, würden dieses Kriterium für natürlich, notwendig und gerecht erklären und bei allen Gelegenheiten predigen und nie mehr auf die Vorteile der Sklavenarbeit der anderen Hälfte der Bürger verzichten wollen. :mad:

jovi
20.01.2010, 14:46
Sybilla, könnte es sein, dass jeder 7te Deutsche keinen vernünftigen Job hat, sprich von seinem Lohn/Gehalt leben kann?
(Kinder, Studenten, Rentner und Ungemeldete nicht mitgerechnet)

Spökes
20.01.2010, 15:12
Sybilla, könnte es sein, dass jeder 7te Deutsche keinen vernünftigen Job hat, sprich von seinem Lohn/Gehalt leben kann?
(Kinder, Studenten, Rentner und Ungemeldete nicht mitgerechnet)Da tipp ich mal vorab, bevor Sybilla was dazu sagt: Jede dritte "Erwerbsperson".

Sybilla
28.01.2010, 22:40
Arbeitsmarkt Januar 2010:

Der deutsche Arbeitsmarkt eine Insel der Glückseligkeit?

Mittwoch, 27. Januar 2010 - Weltweit habe es noch nie so viele Arbeitslose gegeben wie im vergangenen Jahr. (http://wissen.dradio.de/index.58.de.html?drn:news_id=1157&sid=)

Oder doch nur das Ergebnis von kreativer Statistik?

Offizielle Zahl der registrierten Arbeitslosen 3.617.485 + 1.543.888 Personen in arbeitsmarktpolitische Instrumente

ARBEITSLOSE + Personen in Maßnahmen JANUAR 2010 == 5.161.373 Personen
ROBUSTER ARBEITSMARKT ???

BA Bericht Januar 2010 Seite 49 Unterbeschäftigung ohne Kurzarbeit 4.758.953 Personen
BA Bericht Januar 2010 Seite 49 6.301.308 Leistungsempfänger im Bereich des ALG I und ALG II

Die Wirtschaftskrise schlägt laut gleich-klingenden multimedialer Informationen nur auf die Finanzen der BA und der Kommunen durch, in der BA Statistik der Arbeitslosen bleibt die Krise am „robusten“ Arbeitsmarkt weiterhin in den „Verschiebebahnhöfen“ – arbeitsmarktpolitische Instrumente und Kurzarbeit sowie der steuerfinanzierten Bürgerarbeit verborgen.

Die Arbeitslosenstatistik der BA verzeichnet abermals nur einen moderaten Anstieg der Arbeitslosigkeit der nicht so stark ausfällt „als erwartet“. Bei sorgfältiger Betrachtung des BA Monatsbericht fällt allerdings auf, dass viele Zahlen auf Schätzungen und Hochrechnungen beruhen. Für mich stellt sich deshalb die Frage, wird die Zahl der Arbeitslosen seitens der BA gezählt oder geschätzt?
Vor allem stellt sich die Frage, woher kommt trotz „robusten Arbeitsmarkt“ das exorbitant hohe Finanzdefizit der BA und der exorbitant hohe Anstieg der Ausgaben für soziale Leistungen (ALG II) bei den Kommunen?

Statistisches Bundesamt - Pressemitteilung Nr.505 vom 22.12.2009 - Deutliches Defizit der Kommunen im ersten bis dritten Quartal 2009

Kommunen beklagen riesiges Defizit aufgrund exorbitant hoher Steuerausfälle (Hauptgrund für den Einnahmenrückgang waren die stark rückläufigen Steuereinnahmen der Städte, Gemeinden und Landkreise. Sie lagen mit 41,9 Milliarden Euro sogar um 13 Prozent unter dem Vorjahresbetrag.
Noch krasser war der Rückgang bei der Gewerbesteuer, der wichtigsten Einnahmequelle der Kommunen: Hier betrug der Rückgang nach Abzug der an Bund und Länder abzuführenden Gewerbesteuerumlage 21,5 Prozent auf jetzt noch 19,8 Milliarden Euro. Im dritten Quartal ergab sich sogar ein Rückgang von 36,6 Prozent. Aber auch der Anteil der Gemeinden an der Einkommensteuer sank deutlich um 7,0 Prozent.)
Die Ausgaben für soziale Leistungen (ALG II) waren mit 29,8 Milliarden Euro um 3,9 Prozent höher als im Vorjahr.

Das erklärt die Fußnote 13 Seite 14 BA Bericht November 2009
....Stellt man nur auf die implizit geänderte Zählweise ab (vgl. Kasten) und blendet die Entwicklung in anderen arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen aus, wäre die saisonbereinigte Arbeitslosigkeit im November schätzungsweise um 22.000 gestiegen....

Im Januar 2010 hat die BA laut Monatsbericht Januar 2010 3.617.485 Arbeitslose in der BA Statistik erfasst

Allerdings befanden sich im Monat Januar 1,54 Mio. Personen (vorläufig und hochgerechnet) beachtliche 1,67 Mio. Personen (November 1,66 Mio) (Oktober 1,63 Mio Personen) ; (September 1,52 Mio Personen) in einer von Bund oder Bundesagentur für Arbeit geförderten arbeitsmarktpolitischen Maßnahme. (BA Bericht Januar Seite 6) Darunter sind 290.111 Personen in einer Arbeitsgelegenheiten nach § 16d SGB II Wobei von einer Untererfassung auszugehen ist, 3) Es ist von einer Untererfassung auszugehen, so haben bundesweit für 2009 [Januar bis Dezember, Datenstand Dezember 2009] nur ca. 77 % der Träger Daten zum Einsatz der kommunalen Eingliederungsleistungen (flankierende Leistungen) erfasst.“ Wie viele Personen in den fehlenden 23 % gefördert werden, wäre reine Spekulation.


Somit waren (vorläufig und von der BA hochgerechnet) im Januar 2010

3.617.485 Personen als arbeitslos erfasst und
1.543.888 Personen in arbeitsmarktpolitische Instrumente ( zum Teil von der BA hochgerechnet und/oder geschätzt)
Außer den Leistungsempfängern gab es im September noch
434.000 Arbeitslose, die im Berichtsmonat keine Geldleistungen aus der Arbeitslosenversicherung
oder der Grundsicherung bezogen. (letzte Erhebung September 2009)

In der Summe sind das laut BA (zum Teil auf Grundlage von Hochrechnungen und/oder Schätzungen 5.595.373 Personen
+ 1.074.447 Personen (September) in Kurzarbeit (vorläufige Daten; BA Bericht Januar 2010 Seite 54) Die Zahl der Kurzarbeiter für Januar 2010 wird im BA Bericht Januar 2010 nicht genannt. Die Dämpfung der Winterarbeitslosigkeit ist durch das im Winter 2006/2007 eingeführte Saison-Kurzarbeitergeld zu begründen.

Leistungsempfänger 3): (ALG I; ALG II; Sozialgeld) BA Bericht Januar 2010 Seite 49
3) Endgültige Werte stehen erst nach einer Wartezeit fest. Am aktuellen Rand können die Daten aufgrund von Erfahrungswerten überwiegend hochgerechnet werden.

Leistungsempfänger3)
- Arbeitslosengeld 1.377.524 Personen
- erwerbsfähige Hilfebedürftige (Alg II) 4.923.784 Personen
- nicht erwerbsfähige Hilfebedürftige (Sozialgeld) 1.831.546

Im Januar 2010 gibt es laut BA Bericht 8.132.854. Leistungsempfänger von ALG I, ALG II und Sozialgeld BA Bericht Januar 2010 Seite 49. Darunter 6.301.308 Leistungsempfänger im Bereich des ALGI und ALG II.

http://www.pub.arbeitsagentur.de/hst/services/statistik/000100/html/monat/201001.pdf

Saisonbereinigt steigt die Zahl der statistisch erfassten Arbeitslosen auf 3.429.000 Personen

23 Die statistische Erfassung der Inanspruchnahme arbeitsmarktpolitischer
Instrumente wird erst nach drei Monaten endgültig abgeschlossen, damit Nacherfassungen und Datenkorrekturen nach dem Berichtsmonat noch berücksichtigt werden können. Um trotzdem monatlich aktuell berichten zu können, werden die Ergebnisse des Berichtsmonats hochgerechnet. Bei neuen Maßnahmen ist das aufgrund fehlender Erfahrungswerte nicht möglich; auf Bundesebene können allerdings Abschätzungen vorgenommen werden. (BA Bericht Oktober 2009 Seite 18)
http://www.pub.arbeitsagentur.de/hst/services/statistik/000100/html/mo nat/200910.pdf (http://www.pub.arbeitsagentur.de/hst/services/statistik/000100/html/monat/200910.pdf)


Erstellt von Sybilla am 28.01.10 21 Uhr 00
Jeder darf diesen Bericht unter Hinweis auf die Autorin frei verwenden.

Sybilla
29.04.2010, 12:27
Arbeitsmarkt April 2010:

Auswirkung der Neuausrichtung der arbeitsmarktpolitischen Instrumente auf die Messung der Arbeitslosigkeit BA Bericht April 2010 Seite 13 –…. Die Neuausrichtung der Instrumente hat indirekt Auswirkungen auf die Vergleichbarkeit der Arbeitslosenzahlen im Zeitablauf. Nach § 16 Absatz 2 SGB III gelten Teilnehmer an Maßnahmen der aktiven Arbeitsmarktpolitik nicht als arbeitslos. Diese Regelung kommt bei den neuen Maßnahmen nach § 46 SGB III zum Tragen und entsprechend werden Teilnehmer an solchen Maßnahmen einheitlich nicht als arbeitslos geführt. Dies galt auch schon für Teilnehmer an Eignungsfeststellungs- und Trainingsmaßnahmen, nicht aber für Personen, für die ein Dritter mit der Vermittlung beauftragt wurde; sie waren während der Beauftragung weiter arbeitslos registriert… (http://www.pub.arbeitsagentur.de/hst/services/statistik/000100/html/monat/201004.pdf)

Offizielle Zahl der registrierten Arbeitslosen im April 2010
3.406.344 Personen + 1.584.865 Personen in arbeitsmarktpolitische Instrumente

ARBEITSLOSE + Personen in Maßnahmen April 2010 == 4.991.209 betroffene Personen

BA Bericht April 2010 Seite 50 Unterbeschäftigung ohne Kurzarbeit 4.585.203 Personen Unterbeschäftigungsquote 10,8 %

Leistungsempfänger 3): (ALG I; ALG II; Sozialgeld ohne Sozialhilfe SGB XII) BA Bericht April 2010 Seite 50
3) Endgültige Werte stehen erst nach einer Wartezeit fest. Am aktuellen Rand können die Daten aufgrund von Erfahrungswerten überwiegend hoch gerechnet werden.
Die Zahl der Leistungsempfänger (ALG I, ALG II, Sozialgeld) verharrt weiterhin bei über 8 Millionen Personen (8.036.892) BA Bericht April Seite 50.

Der BA - Arbeitsmarktstatistik suggeriert weiterhin eine Insel der Glückseligkeit. Die Arbeitslosenstatistik der BA verzeichnet die übliche Frühjahresbelebung am Arbeitsmarkt die nicht so stark ausfällt „als erwartet“. Bei sorgfältiger Betrachtung des BA Monatsbericht fällt allerdings auf, dass viele Zahlen auf Schätzungen und Hochrechnungen beruhen. Für mich stellt sich deshalb die Frage, wird die Zahl der Arbeitslosen seitens der BA gezählt oder - wie zuletzt in Griechenland - geschätzt? Vor allem stellt sich die Frage, woher kommt trotz „robusten Arbeitsmarkt“ das exorbitant hohe Finanzdefizit der BA und der exorbitant hohe Anstieg der Ausgaben für soziale Leistungen (ALG II) bei den Kommunen?

Statistisches Bundesamt - Pressemitteilung Nr.505 vom 22.12.2009 - Deutliches Defizit der Kommunen im ersten bis dritten Quartal 2009

Laut BA Schätzungen/Hochrechnungen befanden sich im Monat Februar *1,58 Mio. Personen (*vorläufig und hochgerechnet) in einer von Bund oder Bundesagentur für Arbeit geförderten arbeitsmarktpolitischen Maßnahme. (BA Bericht März Seite 6) Darunter sind nach BA Hochrechnungen/Schätzung 294.760 Personen in einer Arbeitsgelegenheiten nach § 16d SGB II Wobei von einer Untererfassung auszugehen ist, 3) Es ist von einer Untererfassung auszugehen, so haben bundesweit für 2009 [Januar bis Dezember, Datenstand April 2010] nur ca. 71 % im BA Bericht März waren es noch 77 % der Träger Daten zum Einsatz der kommunalen Eingliederungsleistungen (flankierende Leistungen) erfasst. Wie viele Personen in den fehlenden 23 % jetzt 29 % gefördert werden, wäre reine Spekulation. (BA Bericht April Seite 82 Fußnote 3)

Vor allem im Bereich der Arbeitsgelegenheiten (Ein Euro Jobs) ist eine erhebliche Untererfassung zu vermuten. Hinweis BA Bericht April 2010 Seite 82 Am aktuellen Rand werden die Daten aufgrund von Erfahrungswerten hoch gerechnet. 7) Vergleiche mit Vorjahresergebnissen sind nicht sinnvoll, da rückwirkend ab BM Jan 2010 die Datenbasis und das Messkonzept zur Auswertung von eingelösten VGS (bewilligt 1. Rate) umgestellt und die statistischen Ergebnisse revidiert wurden.

Quelle der Daten: http://www.pub.arbeitsagentur.de/hst/services/statistik/000100/html/monat/201004.pdf

Wem nützt eine kreative Arbeitslosenstatistik die vielfach auf Schätzungen und Hochrechnungen der BA beruht?

Die Wirtschaftskrise schlägt demnach nur auf die Zahl der Leistungsempfänger und die Finanzen der BA und der Kommunen durch, nicht aber auf die Zahl der Arbeitslosen, die BA Statistik der Arbeitslosen bleibt in der Krise „robust“ die Arbeitslosen werden weiterhin in den „Verschiebebahnhöfen“ – arbeitsmarktpolitische Instrumente und Kurzarbeit sowie der steuerfinanzierten Bürgerarbeit verborgen.

Hellmann
29.04.2010, 15:04
Das meldet die Lügenpresse:
"Sensationelle Entwicklung" am Arbeitsmarkt

Der Frühjahrsaufschwung setzt sich fort: Im April suchten fast 70.000 Menschen weniger eine Beschäftigung als noch im Vormonat. Volkswirte äußern sich euphorisch...

http://www.ftd.de/politik/konjunktur/:trotz-rezession-sensationelle-entwicklung-am-arbeitsmarkt/50107503.html

Danke für Deine Analysen, Sybilla.

Sybilla
01.06.2010, 11:58
Einzelhandelsumsatz bricht im April 2010 erneut um real 3,1% ein

Pressemitteilung Nr.192 vom 01.06.2010 Einzelhandelsumsatz im April 2010 real um 3,1% gesunken - WIESBADEN – Nach vorläufigen Ergebnissen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) lag der Umsatz im Einzelhandel in Deutschland im Mai 2010 nominal 1,8% und real 3,1% niedriger als im Mai 2009. Beide Monate hatten jeweils 24 Verkaufstage.

Die Frühjahrsbelebung kommt nicht in der Binnenkonjunktur (Jahresvergleich) an.


Arbeitsmarkt Mai 2010:

Auswirkung der Neuausrichtung der arbeitsmarktpolitischen Instrumente auf die Messung der Arbeitslosigkeit BA Bericht Mai 2010 Seite 12 –….Die Neuausrichtung der Instrumente hat indirekt Auswirkungen auf die Vergleichbarkeit der Arbeitslosenzahlen im Zeitablauf. Nach § 16 Absatz 2 SGB III gelten Teilnehmer an Maßnahmen der aktiven Arbeitsmarktpolitik nicht als arbeitslos. Diese Regelung kommt bei den neuen Maßnahmen nach § 46 SGB III zum Tragen und entsprechend werden Teilnehmer an solchen Maßnahmen einheitlich nicht als arbeitslos geführt. […] Im April 2009 waren Dritte bundesweit für rund 200.000 Personen mit der Vermittlung nach § 37 SGB III alter Fassung beauftragt. Die Teilnahmen an diesem Instrument laufen ab Mai 2009 sukzessive aus und parallel dazu erhöht sich die Zahl der Teilnahmen an den neuen Maßnahmen zur Aktivierung und beruflichen Eingliederung. Dadurch wird im Vergleich zu früheren Zeiträumen die Arbeitslosenzahl durch Teilnahmen an arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen stärker entlastet. Dieser Effekt ist bei der Beurteilung der Arbeitslosenzahlen
zu berücksichtigen.… (http://www.pub.arbeitsagentur.de/hst/services/statistik/000100/html/monat/201005.pdf)

Offizielle Zahl der registrierten Arbeitslosen im Mai 2010
3.241.529 + 1.602.244 Personen in arbeitsmarktpolitische Instrumente

ARBEITSLOSE + Personen in Maßnahmen Mai 2010 == 4.843.773 betroffene Personen

BA Bericht Mai 2010 Seite 51 Unterbeschäftigung ohne Kurzarbeit 4.423.773 Personen Unterbeschäftigungsquote 10,4 %

Nach den jüngsten Angaben wurden im März 2010 an 830.000 Arbeitnehmer Kurzarbeitergeld gezahlt. (BA Bericht Mai 2010 Seite 9)

Leistungsempfänger 3): (ALG I 987.744; ALG II 5.038.185; Sozialgeld 1.856.218 ohne Sozialhilfe SGB XII) BA Bericht Mai 2010 Seite 51
3) Endgültige Werte stehen erst nach einer Wartezeit fest. Am aktuellen Rand können die Daten aufgrund von Erfahrungswerten überwiegend hoch gerechnet werden.
Die Zahl der Leistungsempfänger (ALG I, ALG II, Sozialgeld) verharrt weiterhin bei rund 8 Millionen Personen (7.882.147) BA Bericht Mai Seite 51.

Der BA - Arbeitsmarktstatistik suggeriert weiterhin eine Insel der Glückseligkeit. Die Arbeitslosenstatistik der BA verzeichnet die übliche Frühjahresbelebung am Arbeitsmarkt die nicht so stark ausfällt „als erwartet“. Bei sorgfältiger Betrachtung des BA Monatsbericht fällt allerdings auf, dass viele Zahlen auf Schätzungen und Hochrechnungen beruhen. Für mich stellt sich deshalb die Frage, wird die Zahl der Arbeitslosen seitens der BA gezählt oder - wie zuletzt in Griechenland - geschätzt? Vor allem stellt sich die Frage, woher kommt trotz „robusten Arbeitsmarkt“ das exorbitant hohe Finanzdefizit der BA und der exorbitant hohe Anstieg der Ausgaben für soziale Leistungen (ALG II) bei den Kommunen?

Statistisches Bundesamt - Pressemitteilung Nr.505 vom 22.12.2009 - Deutliches Defizit der Kommunen im ersten bis dritten Quartal 2009

Laut BA Schätzungen/Hochrechnungen befanden sich im Monat Mai *1,60 Mio. Personen (*vorläufig und hochgerechnet) in einer von Bund oder Bundesagentur für Arbeit geförderten arbeitsmarktpolitischen Maßnahme. (BA Bericht Mai Seite 6) Darunter sind nach BA Hochrechnungen/Schätzung 303.697 Personen in einer Arbeitsgelegenheiten nach § 16d SGB II Wobei von einer Untererfassung auszugehen ist, 3) Es ist von einer Untererfassung auszugehen, so haben bundesweit für 2009 [Januar bis Dezember, Datenstand April 2010] nur ca. 71 % im BA Bericht März waren es noch 77 % der Träger Daten zum Einsatz der kommunalen Eingliederungsleistungen (flankierende Leistungen) erfasst. Wie viele Personen in den fehlenden 23 % jetzt 29 % gefördert werden, wäre reine Spekulation. (BA Bericht Mai Seite 85 Fußnote 3)

Vor allem im Bereich der Arbeitsgelegenheiten (Ein Euro Jobs) ist eine erhebliche Untererfassung zu vermuten. Hinweis BA Bericht Mai 2010 Seite 85 Am aktuellen Rand werden die Daten aufgrund von Erfahrungswerten hoch gerechnet. 7) Vergleiche mit Vorjahresergebnissen sind nicht sinnvoll, da rückwirkend ab BM Jan 2010 die Datenbasis und das Messkonzept zur Auswertung von eingelösten VGS (bewilligt 1. Rate) umgestellt und die statistischen Ergebnisse revidiert wurden.

Quelle der Daten: http://www.pub.arbeitsagentur.de/hst/services/statistik/000100/html/monat/201004.pdf

Wem nützt eine kreative Arbeitslosenstatistik die vielfach auf Schätzungen und Hochrechnungen der BA beruht?

Die Wirtschaftskrise schlägt demnach nur auf die Zahl der Leistungsempfänger und die Finanzen der BA und der Kommunen durch, nicht aber auf die Zahl der statistisch erfassten Arbeitslosen, die BA Statistik der Arbeitslosen bleibt in der Krise „robust“ die Arbeitslosen werden weiterhin in den „Verschiebebahnhöfen“ – arbeitsmarktpolitische Instrumente und Kurzarbeit sowie in der von der Ministerin angestrebten Ausweitung der steuerfinanzierten Bürgerarbeit, verborgen.

Sybilla
03.06.2010, 20:38
Die "Quadratur des Kreises"

Die Zahl der Arbeitssuchenden sank im Vergleich zum April um 165.000 auf 3,242 Millionen, wie die Bundesagentur für Arbeit (BA) am Dienstag in Nürnberg mitteilte - Niedrigste Mai-Arbeitslosigkeit seit 18 Jahren (http://de.news.yahoo.com/1/20100601/tbs-niedrigste-mai-arbeitslosigkeit-seit-3cc71f2.html)

Immer mehr Menschen sind auf Tafel-Essen angewiesen - Mehr als eine Million Menschen nutzen regelmäßig die kostenlosen Essensangebote der Tafeln in Deutschland - und es werden immer mehr. Das teilte der Bundesverband Deutsche Tafel in Berlin mit. (http://www.stern.de/politik/deutschland/immer-mehr-menschen-sind-auf-tafel-essen-angewiesen-1571075.html)

Wenn man sagt, jemand hat die "Quadratur des Kreises" geschafft , meint man, er hat sich etwas Unmögliches vollbracht.

otix_
03.06.2010, 21:33
Einzelhandelsumsatz bricht im April 2010 erneut um real 3,1% ein

Pressemitteilung Nr.192 vom 01.06.2010 Einzelhandelsumsatz im April 2010 real um 3,1% gesunken - WIESBADEN – Nach vorläufigen Ergebnissen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) lag der Umsatz im Einzelhandel in Deutschland im Mai 2010 nominal 1,8% und real 3,1% niedriger als im Mai 2009. Beide Monate hatten jeweils 24 Verkaufstage.

Die Frühjahrsbelebung kommt nicht in der Binnenkonjunktur (Jahresvergleich) an.


Arbeitsmarkt Mai 2010:

Auswirkung der Neuausrichtung der arbeitsmarktpolitischen Instrumente auf die Messung der Arbeitslosigkeit BA Bericht Mai 2010 Seite 12 –….Die Neuausrichtung der Instrumente hat indirekt Auswirkungen auf die Vergleichbarkeit der Arbeitslosenzahlen im Zeitablauf. Nach § 16 Absatz 2 SGB III gelten Teilnehmer an Maßnahmen der aktiven Arbeitsmarktpolitik nicht als arbeitslos. Diese Regelung kommt bei den neuen Maßnahmen nach § 46 SGB III zum Tragen und entsprechend werden Teilnehmer an solchen Maßnahmen einheitlich nicht als arbeitslos geführt. […] Im April 2009 waren Dritte bundesweit für rund 200.000 Personen mit der Vermittlung nach § 37 SGB III alter Fassung beauftragt. Die Teilnahmen an diesem Instrument laufen ab Mai 2009 sukzessive aus und parallel dazu erhöht sich die Zahl der Teilnahmen an den neuen Maßnahmen zur Aktivierung und beruflichen Eingliederung. Dadurch wird im Vergleich zu früheren Zeiträumen die Arbeitslosenzahl durch Teilnahmen an arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen stärker entlastet. Dieser Effekt ist bei der Beurteilung der Arbeitslosenzahlen
zu berücksichtigen.… (http://www.pub.arbeitsagentur.de/hst/services/statistik/000100/html/monat/201005.pdf)

Offizielle Zahl der registrierten Arbeitslosen im Mai 2010
3.241.529 + 1.602.244 Personen in arbeitsmarktpolitische Instrumente

ARBEITSLOSE + Personen in Maßnahmen Mai 2010 == 4.843.773 betroffene Personen

BA Bericht Mai 2010 Seite 51 Unterbeschäftigung ohne Kurzarbeit 4.423.773 Personen Unterbeschäftigungsquote 10,4 %

Nach den jüngsten Angaben wurden im März 2010 an 830.000 Arbeitnehmer Kurzarbeitergeld gezahlt. (BA Bericht Mai 2010 Seite 9)

Leistungsempfänger 3): (ALG I 987.744; ALG II 5.038.185; Sozialgeld 1.856.218 ohne Sozialhilfe SGB XII) BA Bericht Mai 2010 Seite 51
3) Endgültige Werte stehen erst nach einer Wartezeit fest. Am aktuellen Rand können die Daten aufgrund von Erfahrungswerten überwiegend hoch gerechnet werden.
Die Zahl der Leistungsempfänger (ALG I, ALG II, Sozialgeld) verharrt weiterhin bei rund 8 Millionen Personen (7.882.147) BA Bericht Mai Seite 51.

Der BA - Arbeitsmarktstatistik suggeriert weiterhin eine Insel der Glückseligkeit. Die Arbeitslosenstatistik der BA verzeichnet die übliche Frühjahresbelebung am Arbeitsmarkt die nicht so stark ausfällt „als erwartet“. Bei sorgfältiger Betrachtung des BA Monatsbericht fällt allerdings auf, dass viele Zahlen auf Schätzungen und Hochrechnungen beruhen. Für mich stellt sich deshalb die Frage, wird die Zahl der Arbeitslosen seitens der BA gezählt oder - wie zuletzt in Griechenland - geschätzt? Vor allem stellt sich die Frage, woher kommt trotz „robusten Arbeitsmarkt“ das exorbitant hohe Finanzdefizit der BA und der exorbitant hohe Anstieg der Ausgaben für soziale Leistungen (ALG II) bei den Kommunen?

Statistisches Bundesamt - Pressemitteilung Nr.505 vom 22.12.2009 - Deutliches Defizit der Kommunen im ersten bis dritten Quartal 2009

Laut BA Schätzungen/Hochrechnungen befanden sich im Monat Mai *1,60 Mio. Personen (*vorläufig und hochgerechnet) in einer von Bund oder Bundesagentur für Arbeit geförderten arbeitsmarktpolitischen Maßnahme. (BA Bericht Mai Seite 6) Darunter sind nach BA Hochrechnungen/Schätzung 303.697 Personen in einer Arbeitsgelegenheiten nach § 16d SGB II Wobei von einer Untererfassung auszugehen ist, 3) Es ist von einer Untererfassung auszugehen, so haben bundesweit für 2009 [Januar bis Dezember, Datenstand April 2010] nur ca. 71 % im BA Bericht März waren es noch 77 % der Träger Daten zum Einsatz der kommunalen Eingliederungsleistungen (flankierende Leistungen) erfasst. Wie viele Personen in den fehlenden 23 % jetzt 29 % gefördert werden, wäre reine Spekulation. (BA Bericht Mai Seite 85 Fußnote 3)

Vor allem im Bereich der Arbeitsgelegenheiten (Ein Euro Jobs) ist eine erhebliche Untererfassung zu vermuten. Hinweis BA Bericht Mai 2010 Seite 85 Am aktuellen Rand werden die Daten aufgrund von Erfahrungswerten hoch gerechnet. 7) Vergleiche mit Vorjahresergebnissen sind nicht sinnvoll, da rückwirkend ab BM Jan 2010 die Datenbasis und das Messkonzept zur Auswertung von eingelösten VGS (bewilligt 1. Rate) umgestellt und die statistischen Ergebnisse revidiert wurden.

Quelle der Daten: http://www.pub.arbeitsagentur.de/hst/services/statistik/000100/html/monat/201004.pdf

Wem nützt eine kreative Arbeitslosenstatistik die vielfach auf Schätzungen und Hochrechnungen der BA beruht?

Die Wirtschaftskrise schlägt demnach nur auf die Zahl der Leistungsempfänger und die Finanzen der BA und der Kommunen durch, nicht aber auf die Zahl der statistisch erfassten Arbeitslosen, die BA Statistik der Arbeitslosen bleibt in der Krise „robust“ die Arbeitslosen werden weiterhin in den „Verschiebebahnhöfen“ – arbeitsmarktpolitische Instrumente und Kurzarbeit sowie in der von der Ministerin angestrebten Ausweitung der steuerfinanzierten Bürgerarbeit, verborgen.

Danke Sybilla. Kann ich das im Blog posten?

Sybilla
04.06.2010, 11:37
Danke Sybilla. Kann ich das im Blog posten?

Ja, mit den üblichen Zusatz

Erstellt von Sybilla am 01.06.10 11 Uhr 00
Jeder darf diesen Bericht unter Hinweis auf die Autorin frei verwenden.