Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Berlins Innensenator Körting vergleicht 1.-Mai-Krawalle mit Vergewaltigung
Alle Jahre wieder zum 1. Mai in Berlin das gleiche alberne und kriminelle Ritual: In Kreuzberg wird der "revolutionäre 1. Mai" gefeiert, was mit unschöner Regelmäßigkeit in Krawalle ausartet. So auch am letzten Freitag, wo dann wegen der Krawalle abends die BVG am U-Bahnhof Kottbusser die Züge nicht mehr halten ließ. Wegen der Absperrung Kreuzbergs hatten Leute des Nachts Probleme, in oder aus dem Bezirk zu kommen.
So richtig ernst nahmen das - abgesehen von den "Teilnehmern" und Betroffenen - wohl nicht mehr viele. In einem anderem Forum schrieb ein Teilnehmer (Sauerländer), die Staatsmacht würde die Krawalle dulden, um den braven Bürgern die pösen Linken vorzuführen. Nun ja, was in den Köpfen der Staatsmacht vorgeht, dafür hat Berlins Innensenator Körting dieser Tage ein trauriges Beispiel geliefert:
Der Berliner Innensenator hatte über Steinewerfer und Autoanzünder am 1. Mai gesagt: "Das ist wie bei Sexualdelikten: Ist die Frau erst mal ausgezogen und vergewaltigt, dann fällt es anderen leichter, auch mitzumachen."
Quelle http://www.sueddeutsche.de/politik/604/467180/text/
Nach zynischen Äußeren von Klaus Wowereit über Geringverdiener - "wer mit Geld nicht umgehen kann, dem nützt auch eine Erhöhung der Sozialhilfe nichts" und "Diätplanen" des ehemaligen Finanzsenators Sarrazin für Hartz-IV-Empfänger ist Körting der Dritte an der Spitze des Berliner Senats, der beweist, dass Reden auch ohne Denken geht. In seiner Erklärung für diese beschämende Äußerung sagt er sinngemäß, dass er auf fehlende Hemmschwellen hinweisen wolle, die zu schweren Straftaten und Gewalt führen. Diese Hemmschwelle ist ihm aber selbst abhanden gekommen.
Körtings menschenverachtende Äußerung hat es auch schon auf Wikipedia geschafft:
"Das ist wie bei Sexualdelikten: Ist die Frau erst mal ausgezogen und vergewaltigt, dann fällt es anderen leichter, auch mitzumachen." - Über die Ausschreitungen beim Ersten Mai in Kreuzberg, 2009
http://de.wikiquote.org/wiki/Ehrhart_K%C3%B6rting
Sein Dienstherr auf Wikiquote:
"Sparen, bis es quietscht." - 2001
http://de.wikiquote.org/wiki/Klaus_Wowereit
Seine Senatoren quietschen jedenfalls schon ganz heftig ...
Heute kam in den Nachrichten, dass die Mehrheit der rot-roten Koalition im Roten Rathaus bedroht sei. Ein SPD-Abgeordneter ist zu den Grünen übergelaufen und ein Abgelordneter will aus der Linkspartei austreten.
Wobei die Opposition das Bild des Grauens komplett macht: Die CDU hat über 20 Jahre Berlin heruntergewirtschaftet. Die FDP vertritt jene Ideologie, deren Siegeszug bei den Kadern von SPD und Union sowie Grünen die Verheerungen angerichtet hat, über die sich dann ein Westerwelle ereifert. In Berlin sind CDU und FDP mit den von ihnen unterstützen Volksbegehren zum Flughafen Tempelhof und "Pro Reli" zweimal auf den Bauch gefallen. Die beiden Parteien sind Polit-Schmarotzer, die nicht auf eigene Leistungen sondern das Versagen anderer bauen. Die CDU hofft auf den Totalschaden der SPD, die FDP hofft auf die Unzufriedenheit bürgerlicher Wähler mit der CDU.
Die Grünen sehen allenfalls im Vergleich mit Sozis, Union und FDP gut aus, ansonsten sind mir bei denen vor allem Heerschaffen kleingeistiger Yuppies aufgefallen.
Heute kam in den Nachrichten, dass die Mehrheit der rot-roten Koalition im Roten Rathaus bedroht sei. Ein SPD-Abgeordneter ist zu den Grünen übergelaufen und ein Abgelordneter will aus der Linkspartei austreten.
Wobei die Opposition das Bild des Grauens komplett macht: Die CDU hat über 20 Jahre Berlin heruntergewirtschaftet. Die FDP vertritt jene Ideologie, deren Siegeszug bei den Kadern von SPD und Union sowie Grünen die Verheerungen angerichtet hat, über die sich dann ein Westerwelle ereifert. In Berlin sind CDU und FDP mit den von ihnen unterstützen Volksbegehren zum Flughafen Tempelhof und "Pro Reli" zweimal auf den Bauch gefallen. Die beiden Parteien sind Polit-Schmarotzer, die nicht auf eigene Leistungen sondern das Versagen anderer bauen. Die CDU hofft auf den Totalschaden der SPD, die FDP hofft auf die Unzufriedenheit bürgerlicher Wähler mit der CDU.
Die Grünen sehen allenfalls im Vergleich mit Sozis, Union und FDP gut aus, ansonsten sind mir bei denen vor allem Heerschaffen kleingeistiger Yuppies aufgefallen.
Das fällt mir oft in der Berichterstattung auf. SPD-Bashing, während von CDU nichts weiter kommt als Mauern und Besitzstandswahrung. Die Leute brauchen einen, sogennanten "linken" Stream mehr als sie glauben.
Und der Witz ist, dass selbst eine CDU, CSU - wie dieses Anhängsel heisst und z.B. eine FDP sich der dringlichen Verteilungsfrage nicht entziehen werden können, und auf eine vormals angeprangerte "sozialistische Umverteilung" zurückgreifen werden.
Das fällt mir oft in der Berichterstattung auf. SPD-Bashing, während von CDU nichts weiter kommt als Mauern und Besitzstandswahrung. Die Leute brauchen einen, sogennanten "linken" Stream mehr als sie glauben.
Und der Witz ist, dass selbst eine CDU, CSU - wie dieses Anhängsel heisst und z.B. eine FDP sich der dringlichen Verteilungsfrage nicht entziehen werden können, und auf eine vormals angeprangerte "sozialistische Umverteilung" zurückgreifen werden.
Das "Labor" Berlin beweist aktuell auf eindrucksvolle Weise das Scheitern jenes Liberalismus, für den Wowereit steht, jenes Konservatismus, für den die CDU steht, das Scheitern des Rechtstums, für den die NPD steht und das Scheitern jener patriarchalen Wertvorstellungen, wie sie etliche Einwanderer vertreten. Nicht zu vergessen das Scheitern des autoritären Sozialismus der SED, als dessen "geistiges Erbe" man im Ostteil der Stadt pöbelnde Nazi-Kids hat.
Die Protagonisten all dieser unwürdigen Ideologien tun so, als ob sie politische Gegner oder sich gar spinnefeind sind, aber schmeißen bei ihren Schaukämpfen bestenfalls mit Wattebäuschen nacheinander. Um so schlimmer terrorisieren sie dafür auf die eine oder andere Art die übrigen Menschen hier.
Schaut man mal dahinter, stellt man fest, dass sie alle nicht nach ihren Werten leben, sondern es nur verschiedene Masken für verschiedene Formen egoistischer Ekel sind.
Dass sie noch nicht am Laternenpfahl, im Steinbruch oder im Flieger zurück nach Anatolien gelandet sind, verdanken sie den Werten, die sie selbst belächeln oder verachten:
Humanismus
Rechtsstaatlichkeit
Technokratismus
den Resten des Sozialstaates
was es an Kulturförderung gibt
der in Berlin unter Stress stehenden Gattung "normaler Mensch"
Die 1.Mai Krawalle haben mehr mediale Aufmerksamkeit bekommen als die DGB-Demonstrationen von heute 16.Mai.
In der Springerpresse totgeschwiegen? Dann war es wohl doch wieder viel zu brav um auch nur bisschen zu ändern.
Es gilt daraus zu lernen und die Konsequenzen zu ziehen.
Die 1.Mai Krawalle haben mehr mediale Aufmerksamkeit bekommen als die DGB-Demonstrationen von heute 16.Mai.
In der Springerpresse totgeschwiegen? Dann war es wohl doch wieder viel zu brav um auch nur bisschen zu ändern.
Es gilt daraus zu lernen und die Konsequenzen zu ziehen. Diese Randale der Autonomen am 1. Mai ist ein Erbstück der achtziger Jahre aus Westberlin, die sich nach dem Mauerfall auf Friedrichshain und Prenzlauer Berg ausweiteten und es ist mir schleierhaft, warum die Medien jedes Jahr genauso davon überrascht sin, wie die Berliner Taxiunternehmen davon, dass am 31.12. Silvester ist...
Diese Randale der Autonomen am 1. Mai ist ein Erbstück der achtziger Jahre aus Westberlin, die sich nach dem Mauerfall auf Friedrichshain und Prenzlauer Berg ausweiteten und es ist mir schleierhaft, warum die Medien jedes Jahr genauso davon überrascht sin, wie die Berliner Taxiunternehmen davon, dass am 31.12. Silvester ist...
lo :giggle:
lo :giggle: Ist doch so. Als ich den Jahreswechsel noch ausgiebig begossen habe, hatte ich Stunden damit zu tun, ein Taxiunternehmen zu erreichen. Einmal hab ich in einem Zirkus bei meinem Freund gefeiert, der am Potsdamer Platz auf dem noch leeren Mauerstreifen stand, also lange vor den Betonsilos dort und ich bin quer durch die Stadt und schön angesoffen nach hause gelaufen, wo ich dann natürlich wieder nüchtern war, weil ich kein Taxi bekam. So ist das mit der Randale auch, man kann die Uhr stellen danach, aber Senat und Medien sind immer wieder schwer überrascht...:p
Die 1.Mai Krawalle haben mehr mediale Aufmerksamkeit bekommen als die DGB-Demonstrationen von heute 16.Mai.
In der Springerpresse totgeschwiegen? Dann war es wohl doch wieder viel zu brav um auch nur bisschen zu ändern.
Es gilt daraus zu lernen und die Konsequenzen zu ziehen.
Ist Berlin nicht die Stadt, wo unbestätigten Gerüchten zufolge der Regierende Bürgermeister all seine Termine auf den Vormittag legt, weil er am Nachmittag schon zu viel intus hat?
Tut mir Leid, aber obiges ist auch ein Argument dafür, dass der "revolutionäre 1. Mai" nur eine vom System geduldete Schmierenkomödie ist. Weil ich mir schlicht nicht vorstellen kann, dass die Herrschenden bei ernsthaften Bestrebungen für etwas Anderes so zusehen würden wie sie es bei den Krawallen am 1. Mai tun.
Ich lasse mich natürlich gern eines Besseren belehren - vielleicht kann es eine Witzfigur als Innensenator in einem von einer Schnapsdrossel geführten Senat nicht besser und das, was verschwörungstheoretisch nach Vorsatz riecht ist realiter schlichte Dummheit.
Ist Berlin nicht die Stadt, wo unbestätigten Gerüchten zufolge der Regierende Bürgermeister all seine Termine auf den Vormittag legt, weil er am Nachmittag schon zu viel intus hat?
Tut mir Leid, aber obiges ist auch ein Argument dafür, dass der "revolutionäre 1. Mai" nur eine vom System geduldete Schmierenkomödie ist. Weil ich mir schlicht nicht vorstellen kann, dass die Herrschenden bei ernsthaften Bestrebungen für etwas Anderes so zusehen würden wie sie es bei den Krawallen am 1. Mai tun.
Ich lasse mich natürlich gern eines Besseren belehren - vielleicht kann es eine Witzfigur als Innensenator in einem von einer Schnapsdrossel geführten Senat nicht besser und das, was verschwörungstheoretisch nach Vorsatz riecht ist realiter schlichte Dummheit. Die jährliche Randale zum 1. Mai dient hauptsächlich dazu, dass eine schwer frustrierte Jugend mal so richtig den Dampf ablässt.
Da dies nun über 20 Jahre so geht und eigentlich nur schlimmer wird, ist das ein Armutszeugnis für die jeweils aktuelle Politik in Deutschland, die ja seit 2005 eigentlich ganz ausgefallen ist.
Die jährliche Randale zum 1. Mai dient hauptsächlich dazu, dass eine schwer frustrierte Jugend mal so richtig den Dampf ablässt.
Ich habe den Eindruck, dass ist "Dampf ablassen" über ein kontrolliertes Ventil, um großflächigem Aufruhr wie in Paris oder Athen den Boden zu entziehen.
Ich habe den Eindruck, dass ist "Dampf ablassen" über ein kontrolliertes Ventil, um großflächigem Aufruhr wie in Paris oder Athen den Boden zu entziehen. Ja natürlich. man lässt Dampf ja für gewöhnlich kontrolliert über Ventile ab. Daher auch jedes Jahr das riesige Polizeiaufgebot, was ja u.a. auch verhindert, dass der Funke des Protestes auf andere Teile der Bevölkerung überspringt und es dann so endet, wie 1989 in Leipzig und Ostberlin. Deshalb wird auch jeder Protest, der eine einfache Demo übersteigt, als kriminell abgestempelt. Das funktioniert unter Merkel und Schäuble im neuen Deutschland fast noch besser als unter Honecker und Mielke in der DDR!
Ja natürlich. man lässt Dampf ja für gewöhnlich kontrolliert über Ventile ab. Daher auch jedes Jahr das riesige Polizeiaufgebot, was ja u.a. auch verhindert, dass der Funke des Protestes auf andere Teile der Bevölkerung überspringt und es dann so endet, wie 1989 in Leipzig und Ostberlin.
Das ein System Proteste unterdrückt, kann ich noch nachvollziehen. Welcher Machthaber schaut schon gern bei seinem eigenen Sturz zu. Was ich immer mehr zum Kotzen finde, ist die perfide Art, wie unser System die Gewalt des Mobs in allen Spielarten (Straßenpöbler, Kleinkrimineller, "Fußballfan", "rechter" oder "linker" Polit-Randalierer) duldet oder sogar nutzt, um jede Veränderung zu unterdrücken. Von dem Dummbatzen, die in hohe Ämter geschoben werden, ganz zu schweigen.
Ist es im übrigen nicht Strafvereitelung im Amt in einem besonders schweren Fall, wenn der Senat bei den 1.-Mai-Krawallen Bestrebungen zu
Landfriedensbruch
Sachbeschädigung
Brandstiftung
Körperverletzung
versuchten Mord (zumindest den Medien zufolge)
im Vorfeld duldet und erst in Nachhinein verfolgt?
Nicht dass ich auf dieses System auch nur noch einen Pfifferling gebe. Aber es ist verachtenswert, wie sehr es seine eigenen Regeln ignoriert und mit Gesocks, dass sich auch nicht an seine eigenen Ideologien hält, dabei miese Scharaden aufführt. Genossen oder auch Kameraden, die sich dazu hergeben, braucht keiner.
Deshalb wird auch jeder Protest, der eine einfache Demo übersteigt, als kriminell abgestempelt.
Wäre ein revolutionärer 1. Mai im Regierungsviertel, vor dem Roten Rathaus oder den Konzernzentralen um den Potsdamer Platz vorstellbar? Wohl kaum.
Das funktioniert unter Merkel und Schäuble im neuen Deutschland fast noch besser als unter Honecker und Mielke in der DDR!
es ist DDR II, nur die Phrasen haben gewechselt
Die Krawalle mal außer Acht lassend, denn die sind Import aus dem Westberlin der achtziger Jahre.
Ich hab das System der DDR nicht seit meinem 17. Lebensjahr aktiv bekämpft und war sogar im Knast, damit mir 20 Jahre nach deren Ende eine CDU und eine wendige Mitläuferin Merkel einen Überwachungsstaat, eine DDR de Luxe aus dem Land machen, in dem ich lebe. Bei einem nächsten Umsturz wäre ich wieder mit dabei! :toben:
Ich hab das System der DDR nicht seit meinem 17. Lebensjahr aktiv bekämpft und war sogar im Knast, damit mir 20 Jahre nach deren Ende eine CDU und eine wendige Mitläuferin Merkel einen Überwachungsstaat, eine DDR de Luxe aus dem Land machen, in dem ich lebe.
Obwohl ich immer links war, habe ich die deutsche Teilung und das System der DDR stets abgelehnt. Die Berichte über Verfolgung und Drangsalierung Andersdenkender und durch die Zeit 1983-89 in Westberlin erlebte "DDR drumherum" haben mir gereicht. Das war für mich ein System, das weg musste! Nur bin ich spießige Protagonisten des DDR-Systems Leid, bei den sich außer den Phrasen nichts, aber auch gar nichts an ihrer duckmäuserischen und opportunistischen Haltung geändert hat. Hinterher wollen sie alle dagegen gewesen sein und wie sehr sie seinerzeit "dagegen" waren sieht man noch an ihrem heutigen Gebaren :rolleyes2:
Bei einem nächsten Umsturz wäre ich wieder mit dabei! :toben:
Der sollte dann etwas gründlicher ausfallen als der vor 20 Jahren.
Obwohl ich immer links war, habe ich die deutsche Teilung und das System der DDR stets abgelehnt. Die Berichte über Verfolgung und Drangsalierung Andersdenkender und durch die Zeit 1983-89 in Westberlin erlebte "DDR drumherum" haben mir gereicht. Das war für mich ein System, das weg musste! Nur bin ich spießige Protagonisten des DDR-Systems Leid, bei den sich außer den Phrasen nichts, aber auch gar nichts an ihrer duckmäuserischen und opportunistischen Haltung geändert hat. Hinterher wollen sie alle dagegen gewesen sein und wie sehr sie seinerzeit "dagegen" waren sieht man noch an ihrem heutigen Gebaren :rolleyes2:
Der sollte dann etwas gründlicher ausfallen als der vor 20 Jahren.Die Franzosen haben es doch 1789 vorgemacht und mit einem sehr wirkungsvollem Mittel die Machtinhaber des bekämpften Systems ziemlich final zur Verantwortung gezogen
http://blogs.sundaymercury.net/lorne-jackson/guillotine19.jpg
Außer der "Plopp" beim Fall des Kopfes in den Korb der Guillotine war danach keine politische Äußerung oder gar Tätigkeit mehr möglich. ;)
Randle P. McMurphy 18.05.2009, 13:26 Diese Randale der Autonomen am 1. Mai ist ein Erbstück der achtziger Jahre aus Westberlin, die sich nach dem Mauerfall auf Friedrichshain und Prenzlauer Berg ausweiteten und es ist mir schleierhaft, warum die Medien jedes Jahr genauso davon überrascht sin, wie die Berliner Taxiunternehmen davon, dass am 31.12. Silvester ist...
Ich habe nie wirklich begriffen was an solch kollektiven Zerstörungswahn
dran ist das es sich so lange erhalten hat.
Während im weltlichen Teil der Republik autonome Spinner mit Randalen
gerade mal ein paar Autos von der Stelle bewegt haben haben es unsere
ostdeutschen Kollegen geschafft ein komplettes System bewaltlos zu
beseitigen.
Komisch nicht ? :kopfkratz:
Ich habe nie wirklich begriffen was an solch kollektiven Zerstörungswahn
dran ist das es sich so lange erhalten hat.
Während im weltlichen Teil der Republik autonome Spinner mit Randalen
gerade mal ein paar Autos von der Stelle bewegt haben haben es unsere
ostdeutschen Kollegen geschafft ein komplettes System bewaltlos zu
beseitigen.
Komisch nicht ? :kopfkratz:
Die im Osten hatten ja auch ein Ziel, hinter dem die Masse stand und steht: Golf GTI, Marlboro und Video!
Ich habe nie wirklich begriffen was an solch kollektiven Zerstörungswahn
dran ist das es sich so lange erhalten hat.
Während im weltlichen Teil der Republik autonome Spinner mit Randalen
gerade mal ein paar Autos von der Stelle bewegt haben haben es unsere
ostdeutschen Kollegen geschafft ein komplettes System bewaltlos zu
beseitigen.
Komisch nicht ? :kopfkratz: Das Format des gewaltlosen Widerstands hat sich eben nicht überall herumgeschwiegen, weil das bei der Regierung Merkel auch nicht allzu wirkungsvoll ist, denn die ist so feinfühlig wie Bauschutt.;)
Die im Osten hatten ja auch ein Ziel, hinter dem die Masse stand und steht: Golf GTI, Marlboro und Video!
Naja, den ursprünglichen Willen, die DDR zu reformieren, überzog schnell der Duft des großen Futternapfes und so wurde die DDR eben kurzerhand abgeschafft. Das war die bequemste Lösung, denn so richtig Lust über Reformen zu debattieren hatte niemand – zumindest keine hörbare Menge, spätestens mit dem Spruch "DM für alle" war aller Wind aus den Segeln. Doch dieser Spruch kam nicht aus dem Osten, dort erhielt er nur sofort Resonanz.
Es ist also nicht ganz fair, Reflexe zu provozieren um sie dann vorzuwerfen.
:)
Die im Osten hatten ja auch ein Ziel, hinter dem die Masse stand und steht: Golf GTI, Marlboro und Video! Hast du das aus dem Zentralorgan der CDU, der BILD? Das ursprüngliche Motto der Demos in Leipzig war: "Wir sind das Volk!" als Klarstellung für die Machthaber von der SED. Dann erkannte Kohl, dem im Westen zur Wahl 1990 die Wähler wegliefen seine Chance, schickte ein paar rührige Parteimitglieder in den Osten und schon wurde aus der Losung für eine bessere DDR mit "Wir sind ein Volk!" der Kampfruf, der den Fall der Mauer und die Einheit zur Folge hatte. Die meisten Bewohner konnten kein Westfernsehen empfangen und waren natürlich besoffen vor Freude, nun plötzlich selbst der Westen zu sein und für eine Währung zu arbeiten, die auch etwas wert war in der Welt. Entsprechend sah auch der erste freie Wahlkampf in der DDR dann aus. Bei dem Landvolk, die sowas nur vom Hörensagen kannte, hing vor der Wahl Bananen, Orangen und andere Südfrüchte an der Klinke ihrer Bauernhöfe, mit einem "Gruß von ihrer CDU" und so hatte die auch eine satte Mehrheit bei den ersten freien Wahlen in der DDR. Die Bewegung, die eigentlich nur die DDR verbessern wollten, wurden auf die Art natürlich wieder Opposition.
Nur fleißige SED-Mitläufer fanden in der CDU ihre neue Heimat, denn selbst die von mir mitgegründete "SPD der DDR" wollte mit denen nichts zu tun haben. Im Nachhinein gesehen ein Fehler, denn so hätten wir einen begnadeten Redner wie Gysi in der SPD gehabt und keine Leute mit dem Charisma eines Wassertropfens, wie den Steinmeier.
Randle P. McMurphy 19.05.2009, 14:01 Nun Charisma wird allgemein etwas überbewertet - wir brauchen doch
eher Leute mit Sitz-Fleisch. :giggle:
Nun Charisma wird allgemein etwas überbewertet - wir brauchen doch
eher Leute mit Sitz-Fleisch. :giggle: Ich hab 16 Jahre am Stück Sitzfleisch mit Kohl hinter mir, aber der hat zumindest noch die eine oder andere Innenpolitik gemacht, aber Merkel erholt sich seit 2005 von ihrem Nichtstun in der Akademie der Wissenschaften der DDR und dafür ist jeder Cent zu schade. :toben:
Die Franzosen haben es doch 1789 vorgemacht und mit einem sehr wirkungsvollem Mittel die Machtinhaber des bekämpften Systems ziemlich final zur Verantwortung gezogen
http://blogs.sundaymercury.net/lorne-jackson/guillotine19.jpg
Außer der "Plopp" beim Fall des Kopfes in den Korb der Guillotine war danach keine politische Äußerung oder gar Tätigkeit mehr möglich. ;)
Es hat zwar einen gewissen Reiz, aber nach 1789 wuchsen der Hydra für die abgeschlagenen Köpfe neue nach (siehe den Strang dazu).
das war's dann aber auch mit den Zielen der "Wende" :rolleyes2: Warum gebe ich mir eigentlich so eine Mühe und schreibe auf, was damals wirklich vor sich ging (http://www.politik-sind-wir.de/showpost.php?p=16278&postcount=21), wenn Leutchen, die gar nicht dabei waren, ohnehin alles besser wissen? Das geht mir seit 20 Jahren dermaßen auf die Ketten und schon daher glaube ich an keine Einheit! :toben:
Naja, den ursprünglichen Willen, die DDR zu reformieren, überzog schnell der Duft des großen Futternapfes und so wurde die DDR eben kurzerhand abgeschafft. Das war die bequemste Lösung, denn so richtig Lust über Reformen zu debattieren hatte niemand – zumindest keine hörbare Menge, spätestens mit dem Spruch "DM für alle" war aller Wind aus den Segeln. Doch dieser Spruch kam nicht aus dem Osten, dort erhielt er nur sofort Resonanz.
Ich sah in der Wiedervereinigung vor zwanzig Jahren die Chance, nach Dummheiten, die nur noch von den Verbrechen übertroffen wurden, von Deutschland zu retten, was noch übrig war. Und daraus einen tragfähigen Neuanfang zu machen - ein Gemeinwesen, das für lange Zeit Bestand hat. Wobei ich mir Deutschland als Bestandteil einer internationalen Ordnung vorstellte, die auf einem diesen Namen verdienenden Völkerrecht basierte.
D. h. die "Reformen" hätten nicht nur Ostdeutschland, sondern das gesamte Deutschland betroffen. Möglicherweise einschließlich der ebenfalls zum deutschen Kulturraum gehörenden Schweiz und Österreichs (beide Ländern waren "früher" ja auch Teil des damaligen Deutschlands).
Was Deutschland betrifft, kann ich heute eine Replik auf die Äußerung eines harten Nationalisten geben. Der schrieb mir, Bestrebungen zu einer einigen und friedlichen Welt wären sinnlos, weil das Utopien wären, "die niemals waren und niemals sein werden."
Aaaaber schon "Deutschland" als vernünftiges Gemeinwesen hat sich als Utopie erwiesen, die niemals war und nie sein wird. Das waren seit Jahrhunderten immer nur Kleinstaaten und Staatswerdungen, die sich irgendwelche Polit-Gangster nach eigenem Gusto ausgekaspert haben. Wurden sie nicht mehr gebraucht oder hatten ihre Eliten sie gegen die Wand gefahren, kamen sie in die Tonne, fertig!
Teile des dt. Volks sind da ebenso schlimm: die Ossis wollten nur in die BRD, weil sie da die fetten Futtertöpfe vermuteten. Als es Bayern wirtschaftlich noch gut ging, wollten manche Bayern am liebsten einen eigenen Staat, um die armen Brüder und Schwestern im Norden und Osten loszuwerden.
Da ist Hopfen und Malz verloren und mit diesen Eliten und diesem Volk ist kein Staat zu machen. Am liebsten ist mir Deutschland als Provinz Nr. 049 in einem technokratischem Weltstaats.
Es hat keinen Sinn, etwas über diese Zeit und die Vorgänge damals zu schreiben, wenn ihr nur hier seid, um eure Vorteile zu pflegen!
Hast du das aus dem Zentralorgan der CDU, der BILD? Das ursprüngliche Motto der Demos in Leipzig war: "Wir sind das Volk!" als Klarstellung für die Machthaber von der SED. Dann erkannte Kohl, dem im Westen zur Wahl 1990 die Wähler wegliefen seine Chance, schickte ein paar rührige Parteimitglieder in den Osten und schon wurde aus der Losung für eine bessere DDR mit "Wir sind ein Volk!" der Kampfruf, der den Fall der Mauer und die Einheit zur Folge hatte. Die meisten Bewohner konnten kein Westfernsehen empfangen und waren natürlich besoffen vor Freude, nun plötzlich selbst der Westen zu sein und für eine Währung zu arbeiten, die auch etwas wert war in der Welt. Entsprechend sah auch der erste freie Wahlkampf in der DDR dann aus. Bei dem Landvolk, die sowas nur vom Hörensagen kannte, hing vor der Wahl Bananen, Orangen und andere Südfrüchte an der Klinke ihrer Bauernhöfe, mit einem "Gruß von ihrer CDU" und so hatte die auch eine satte Mehrheit bei den ersten freien Wahlen in der DDR. Die Bewegung, die eigentlich nur die DDR verbessern wollten, wurden auf die Art natürlich wieder Opposition.
Nur fleißige SED-Mitläufer fanden in der CDU ihre neue Heimat, denn selbst die von mir mitgegründete "SPD der DDR" wollte mit denen nichts zu tun haben. Im Nachhinein gesehen ein Fehler, denn so hätten wir einen begnadeten Redner wie Gysi in der SPD gehabt und keine Leute mit dem Charisma eines Wassertropfens, wie den Steinmeier.
@Cheops,
du beziehst dich auf die einfachen Menschen, die IMHO schnell gemerkt haben, dass sie verarscht wurden. So pralle wie 1990 sind meines Wissens die Ergebnisser der Ost-CDU nicht mehr. Siehe Sachsen und ich bin schon auf die Abwahl von Althaus in Thüringen gespannt.
Aber da gibt es die unverbesserlichen Nazis, die mir gegenüber im Internet mit ihrer DDR-Biographie bzw. -Sozialisation geprahlt haben. Und es gibt die Wendehälse, die vor '89 dialektisch den Sozialismus und nach '89 dialektisch den Kapitalismus erklären.
Tut mir Leid, aber ich fühle mich da oft nur verarscht. 20 Jahre danach haben die Recht behalten, die das Projekt "Wiedervereinigung" schon damals ablehnten. Eine aus der DDR geflohene Frau, die IMHO ebensosehr vor den Spießern da wie vor System und Ideologie Reisaus genommen hatte und sich nun von der DDR wieder eingeholt fühlte.
Ein Westdeutscher, der sagte: "Das wird ein Großdeutsches Reich werden."
Es hat keinen Sinn, etwas über diese Zeit und die Vorgänge damals zu schreiben, wenn ihr nur hier seid, um eure Vorteile zu pflegen!
Meinst du Vorurteile?
Komisch, vor 20 oder noch vor 5 Jahren hatte ich die so nicht.
Es war so: die ersten 10 bis 15 Jahre wurde zwar viel gemeckert, aber das habe ich nicht ernst genommen. Schließlich meckern Deutsche bei jedem Wetter und jeder Lebenslage, warum auch nicht bei der Wiedervereinigung.
Im Großen und Ganzen schien das wiedervereinigte Deutschland auf einem besseren Wege als alles, was es vor '45 gegeben hat.
Der Absturz ist bei mir erst zwischen 2003 - Verkündung der Agenda 2010 durch G. Schröder - und der Inthronisation von Frau Merkel 2005 gekommen. Seitdem habe ich gemerkt, dass das dieses "Deutschland" ein ebenso großer Mist ist wie all die Staatswerdungen davor. Bestenfalls ist es irrelevanter und kann deswegen nicht so viel Unheil anrichten.
Im Gegensatz zu Merkel, Althaus und Co muss ich meinen Lebenslauf nicht glätten, denn ich war mit rund 10 000 Leuten schon am 7. Oktober 1977 (http://www.chronik-der-mauer.de/index.php/de/Chronical/Detail/year/1977) schon gegen Mauer und System protestiert, kam vor Gericht, in den Knast und riskierte meine Lehre als Nachrichtentechniker. 1989 war ich natürlich wieder dabei, habe in meinem Stadtbezirk die "SPD der DDR" mitgegründet.
Da bin ich 1994 aber wieder raus, weil ich sah, wie aus den Idealisten von 1989 politische Beamte wurden, die sich um Pöstchen prügelten. Als dann sogar eine Merkel im neuen Deutschland ans Ruder kam, sah ich die Richtigkeit dieser Entscheidung und war stolz auf meine weiße Weste!
Meinst du Vorurteile?
Komisch, vor 20 oder noch vor 5 Jahren hatte ich die so nicht.
Es war so: die ersten 10 bis 15 Jahre wurde zwar viel gemeckert, aber das habe ich nicht ernst genommen. Schließlich meckern Deutsche bei jedem Wetter und jeder Lebenslage, warum auch nicht bei der Wiedervereinigung.
Im Großen und Ganzen schien das wiedervereinigte Deutschland auf einem besseren Wege als alles, was es vor '45 gegeben hat.
Der Absturz ist bei mir erst zwischen 2003 - Verkündung der Agenda 2010 durch G. Schröder - und der Inthronisation von Frau Merkel 2005 gekommen. Seitdem habe ich gemerkt, dass das dieses "Deutschland" ein ebenso großer Mist ist wie all die Staatswerdungen davor. Bestenfalls ist es irrelevanter und kann deswegen nicht so viel Unheil anrichten. Wann du angefangen hast, deine Vorurteile pflegen, ist doch völlig egal. Du tust es jetzt und das finde ich viel schlimmer, als zu der Zeit, wo es im Westen sowas wie Mode war, dem Osten für alles die Schuld zu geben, denn so wird das Land immer gespalten bleiben!
Wann du angefangen hast, deine Vorurteile pflegen, ist doch völlig egal. Du tust es jetzt und das finde ich viel schlimmer, als zu der Zeit, wo es im Westen sowas wie Mode war, dem Osten für alles die Schuld zu geben, denn so wird das Land immer gespalten bleiben!
Das Land ist nicht erst seit 1945 und nicht nur zwischen Ost- und Westdeutschland gespalten. Historisch kann man das bis zum Westfälischem Frieden von 1648 verfolgen, wo es mit der Kleinstaaterei losging. Die Adenauers, Ulbrichts und Merkels sind da nur würdige Erben einer unwürdigen Tradition, die mit debilen Habsburgern und Va Banque spielenden Preußenkönigen anfing. Von dem Kleinzeug wie Bayern ganz zu schweigen - da war und ist die CSU auch nur das, was die SED zum Glück nicht mehr ist. War auch nur noch zum Kotzen als einem CSU-Oberen in "Unter den Linden" nichts besseres einfiel als gegen die Sozialleistungen zu hetzen. Das kann man alles abschreiben und "Deutschland, einig Vaterland" hat sich also so utopisch erwiesen wie die Fluchtwelten der SF.
Das Land ist nicht erst seit 1945 und nicht nur zwischen Ost- und Westdeutschland gespalten. Historisch kann man das bis zum Westfälischem Frieden von 1648 verfolgen, wo es mit der Kleinstaaterei losging. Die Adenauers, Ulbrichts und Merkels sind da nur würdige Erben einer unwürdigen Tradition, die mit debilen Habsburgern und Va Banque spielenden Preußenkönigen anfing. Von dem Kleinzeug wie Bayern ganz zu schweigen - da war und ist die CSU auch nur das, was die SED zum Glück nicht mehr ist. War auch nur noch zum Kotzen als einem CSU-Oberen in "Unter den Linden" nichts besseres einfiel als gegen die Sozialleistungen zu hetzen. Das kann man alles abschreiben und "Deutschland, einig Vaterland" hat sich also so utopisch erwiesen wie die Fluchtwelten der SF. Was nichts daran ändert, dass kein Westdeutscher jemals die Interessen Ostdeutscher verstehen oder gar vertreten wird. Dein Ausflug in die Historie ist sicher ganz nett, aber er dient der Sache der deutschen Einheit genauso wenig, wie die aktuelle Politik, die das gespaltene Land noch einmal in Raucher und Nichtraucher teilen, nur weil es die Nichtraucherin Merkel so wollte (http://www.sueddeutsche.de/politik/824/402605/text/).
Das ist alles so kontraproduktiv und verschäft nur den Kampf um die kleinsten Freiheiten, die vor nur 25 Jahren hier selbstverständlich waren.
Das ist doch kein Regieren eines einigen Deutschlands, sondern ein Lavieren von einem Verbot zum nächsten, um sich damit über die Legislatur zu retten.
Wer es auch immer sein mag, dieses Land braucht wieder eine anständige Regierung, die auch regiert! Der letzte offizielle Brüller ist das Solarium-Verbot für Jugendliche (http://www.n-tv.de/1110892.html), als ob die Kids das Geld hätten, wochenlang unter dem Assi-Toaster zu liegen...
Richtige Probleme werden dafür gleich unter den Teppich gekehrt
Was nichts daran ändert, dass kein Westdeutscher jemals die Interessen Ostdeutscher verstehen oder gar vertreten wird.
Umgekehrt wusste ein Freund von mir aus Ostdeutschland ganz genau, dass es uns im Westen immer besser gegangen ist als ihnen im Osten. Ein ostdeutscher Intellektueller hat vor kurzer Zeit sogar eine Ferndiagnose über Lateinamerika erbracht: da würde mit dem Sozialismus der gleiche Totalitarismus wie im Ostblock wieder aufleben. Meinen Einwand, dass die Menschen da vielleicht nur sozialistische Parteien wählen, weil sie die Schnauze vom Kapitalismus voll hatten, wischte er unwirsch beseite. Er wusste offenbar ganz genau, wie man als Lateinamerikaner auch gut im Kapitalismus leben kann.
Wie war das noch mit den Besserwessis?
Ein ostdeutscher Intellektueller hat vor kurzer Zeit sogar eine Ferndiagnose über Lateinamerika erbracht: da würde mit dem Sozialismus der gleiche Totalitarismus wie im Ostblock wieder aufleben. Meinen Einwand, dass die Menschen da vielleicht nur sozialistische Parteien wählen, weil sie die Schnauze vom Kapitalismus voll hatten, wischte er unwirsch beseite. Er wusste offenbar ganz genau, wie man als Lateinamerikaner auch gut im Kapitalismus leben kann.
Wie war das noch mit den Besserwessis?
In Südamerika ist es in unserer Zeit etwas anderes. Da gefällt mir nicht nur Chavez sondern im Moment auch ganz besonders Correa in Ecuador, der sich gegen den Imperialismus auf die Seite seines Volkes stellt.
http://de.wikipedia.org/wiki/Rafael_Correa
einerseits eine Politik der Partizipation breiter Bevölkerungsschichten an Entscheidungsfindung und Reichtum im Land zu realisieren und dem übermächtigen Einfluss wirtschaftlich-politischer Eliten auf allen Ebenen der Gesellschaft und des Staatsapparats entgegenzutreten, andererseits ausländische Einflüsse in Politik und Wirtschaft (in Form der Einflussnahme insbesondere durch internationale Organisationen wie Weltbank und IWF und die USA) zu beschneiden und heimische Kräfte für eine „wirtschaftlich-soziale Wiederbelebung“ zu stärken und zu gewinnen.
Umgekehrt wusste ein Freund von mir aus Ostdeutschland ganz genau, dass es uns im Westen immer besser gegangen ist als ihnen im Osten. Ein ostdeutscher Intellektueller hat vor kurzer Zeit sogar eine Ferndiagnose über Lateinamerika erbracht: da würde mit dem Sozialismus der gleiche Totalitarismus wie im Ostblock wieder aufleben. Meinen Einwand, dass die Menschen da vielleicht nur sozialistische Parteien wählen, weil sie die Schnauze vom Kapitalismus voll hatten, wischte er unwirsch beseite. Er wusste offenbar ganz genau, wie man als Lateinamerikaner auch gut im Kapitalismus leben kann.
Wie war das noch mit den Besserwessis? Ja, materiell ging es euch im Westen besser. Ich wohne in der Frontstadt Berlin, ich habe seit frühester Kindheit Westfernsehen und die bunten Wunder dort erlebt. 1981, mit zarten 21 wurde ich schon Invalidenrentner und konnte nach Westberlin und selbst sehen, wie bunt es da war und wie voll die Läden. Andererseits habe ich auch eine Tante besucht, die aus Ostberlin geflüchtet war und auch einen Schulkameraden, beide im Osten sehr gerade Charaktere, aber der Westen und die D-Mark hatten sie völlig verändert. Sie waren im Westen zu überheblichen Arschlöchern mutiert, die sich ob ihres Wohnsitzes für etwas Besseres hielten und mich nervten, warum ich in Ostberlin bei Freunden, Familie und Arbeit bleibe? Da sah ich dann die menschlichen Schattenseiten des Westens. Jeder war sich selbst der Nächste. Ich hatte zum Glück noch eine uralte Großtante in Charlottenburg, also konnte ich mich leicht von den mutierten Ostdeutschen trennen. Dann traf ich in meinem Ostberliner Jugendclub (http://cheopsnet.de/index.php?zeig=Schubi&sek=Mein+alter+Jugendclub+&dd=Verfasstes) zwei Westberliner Studenten, die ganz in Ordnung waren und die ich dann in ihrer WG besuchte, was auch eine neue Erfahrung war und mit denen war ich 1982 sogar zur Wiedereröffnung der Waldbühne durch dieselben Rolling Stones, wegen denen sie 1966 geschlossen werden musste. Es war ein großartiges Konzert und seitdem war ich regelmäßig in Westberlin zu vielen Konzerten und zum Platten kaufen und schmuggeln. Als meine Mutter dann Rentnerin wurde, kam auch sie meine Freunde besuchen, räumte die WG dort auf und war immer gerne gesehen. Meine D-Mark waren sehr beschränkt, also hab ich in Westberlin mit meinen Freunden Yucca-Palmen auf dem Wochenmarkt verkauft und auf dem und am Wochenende Gärten einer Villengegend gepflegt. Nur dieses Westberlin ist Geschichte, denn heute ist es genauso grau, wie die dunklen Ecken von Ostberlin und große Bands kommen auch immer seltener.
Aber ich hab die große Zeit noch erlebt, mit den Rolling Stones, Westernhagen, ZZ Top, The Who, Neil Young, Yes, Sting, Jethro Tull, Rory Gallagher und viele mehr. Das letzte große Konzert war 2003, wo mich mein Mädel (http://cheopsnet.de/img/2f192cd0b4872b95802cc913f5d8e4c8.jpg) zu den Stones ins Olympiastadion auch noch umsonst begleiten konnte. Ich musste da nur im Rollstuhl hin, für diesen zweifelhaften Vorteil...
Randle P. McMurphy 20.05.2009, 14:20 Das kann man alles abschreiben und "Deutschland, einig Vaterland" hat sich also so utopisch erwiesen wie die Fluchtwelten der SF.
Du meinst wohl SM oder ? :irre:
Du meinst wohl SM oder ? :irre: Nein, für Sadomasochismus sind diese beiden Totengräber noch immer die Besten...;)
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