Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : was Obama & McCain zum 700 $ Mrd. Dollar Paket zu sagen hatten:


otix_
27.09.2008, 09:14
Im ersten "TV-Duell" gestern, 26.09.2008

"Verkaufsshow" kann man auch sagen ; )


Barack Obama:

http://www.spiegel.de/img/0,1020,1285589,00.jpg

"Ich bin optimistisch, dass wir uns zusammenraufen und einen Plan beschließen können. Senator McCain hat absolut Recht, wenn er sagt, dass wir mehr Verantwortung brauchen. Aber wir brauchen diese nicht nur dann, wenn wir in der Krise stecken.

Es ist schwer vorherzusehen, ob der Haushalt im kommenden Jahr genauso aussieht wie in diesem. Aber es gibt keinen Zweifel daran, dass wir nicht alles schaffen können, was ich für nötig halte. Es gibt einige Dinge, die wir, wie ich glaube, anpacken müssen. Und das wird zweifelsohne unseren Haushalt beeinflussen.

Dies ist das endgültige Urteil über acht Jahre verfehlter Wirtschaftspolitik, die Präsident Bush vorangetrieben und Senator McCain unterstützt hat."


John McCain:

http://www.spiegel.de/img/0,1020,1310261,00.jpg

"Wir müssen das System in den Griff bekommen. Das System hat grundlegende Probleme. Der Einzelhandel zahlt nun die Zeche für die Exzesse und die Gier in Washington und an der Wall Street, und wir haben zweifelsohne noch eine Menge Arbeit vor uns.

Irgendwie ist es heutzutage so, dass Gier in Washington - und ich fürchte auch an der Wall Street - belohnt wird, ebenso wie Exzesse und Korruption oder zumindest Verantwortungslosigkeit. Wenn ich Präsident der Vereinigten Staaten wäre, würde ich die Menschen für ihr Verhalten zur Verantwortung ziehen.

Das Wichtigste ist doch, dass sich endlich Republikaner und Demokraten zusammensetzen, verhandeln und schließlich ein gemeinsames Paket verabschieden."

Hellmann
27.09.2008, 10:54
Wenn ich nicht wüsste, dass man McCain nicht trauen kann, würde ich dem eher trauen. Obama bringt anscheinend nur leeres Geschwätz.

Klar, dass es endlich Regulierungen der Börsenspekulationen braucht und Beschränkungen der Gehälter und Bonizahlungen.

Das Problem mit den Blasen im Kapitalismus wird man so aber doch nicht ganz lösen. Nur eben, dass nicht noch die Hälfte der Blasen durch Bonizahlungen der Broker an der Wallstreet entstehen und der Schaden anschießend beim Platzen der Blasen vom Staat übernommen wird, einschließlich effektiv der gezahlten Brokermillionen oder schon Milliarden.

Iphigenie
27.09.2008, 11:57
Wenn ich nicht wüsste, dass man McCain nicht trauen kann, würde ich dem eher trauen.

Manchmal steckt in Dir der Ansatz eines nicht gerade
kleinen Philosophen:kopfkratz:

Aber einmal davon abgesehen:
Der Kapitalismus hat seit seiner Entstehung im 16. Jahrhundert
genügend Zeit gehabt, eine Welt aufzubauen, in der nicht
Abermillionen Menschen hungern müssen. Diese Zeit hat er aber
immer nur genutzt, eigene Taschen einiger wenigen Mächtigen
zu füllen. Er hat schon längst sein Dasein verwirkt, und es ist
an uns, ihm den endgültigen Todesstoß zu versetzen.

grüße
Iphi:)

Hellmann
27.09.2008, 12:11
Der Kapitalismus hat seit seiner Entstehung im 16. Jahrhundert
genügend Zeit gehabt, eine Welt aufzubauen, in der nicht
Abermillionen Menschen hungern müssen. Diese Zeit hat er aber
immer nur genutzt, eigene Taschen einiger wenigen Mächtigen
zu füllen. Er hat schon längst sein Dasein verwirkt, und es ist
an uns, ihm den endgültigen Todesstoß zu versetzen.
Da stimme ich Dir prinzipiell völlig zu.

Nur sehe ich noch nicht die politische Kraft, die diesen Todesstoß führen könnte.

Das Proletariat ist es sicher nicht. Das ist mit Freibier und Fußballweltmeisterschaft von aller Politik abgelenkt, solange die Kapitalisten das System und die Massenmedien beherrschen.

Nur wir wenigen Intellektuellen, die wir schon als Kinder in diesem Idiotensystem verzweifeln, haben vielleicht die letzte Chance, es noch rechtzeitig abzuschaffen.

Aber wie?

otix_
27.09.2008, 12:16
Nur wir wenigen Intellektuellen, die wir schon als Kinder in diesem Idiotensystem verzweifeln, haben vielleicht die letzte Chance, es noch rechtzeitig abzuschaffen.

Aber wie?

wir können es nicht abschaffen, nur gestalten.
Dafür braucht es kräftige Oppositionen. Wie damals im kalten Krieg, da ist eine Kapitalismus vor Respekt gekuscht. Nur mal so als Beispiel.

Hellmann
27.09.2008, 12:25
wir können es nicht abschaffen, nur gestalten.
Das befürchte ich auch und bin deshalb Gegner der Marxisten, die mit scheinbarer Radikalität immer noch auf die Weltrevolution warten, anstatt Schritt für Schritt etwas zu unternehmen, und damit das System auch noch vor Änderungen behüten. Radikale sind nützlich, wenn das, worauf sie setzen, nicht wirklich zu befürchten ist.

Besser wäre es natürlich schon, das System ganz abzuschaffen, aber wie soll das gehen. Iphigenie hat aber richtig darauf hinbgewiesen, dass der Kapitalismus lange Zeit gehabt und sich bis heute nicht geändert hat.

Um sowas zu diskutieren, sind wir ja hier. :)

Britta
27.09.2008, 19:24
Aber wie?

Schau dir die letzten 2000 Jahre an. Da hat es dieselbe Situation immer und immer wieder gegeben. Es gab verschiedene Lösungsansätze, immer wieder gute Regeln, Schuldenerlasse etc.

Unsere Vorfahren haben sich alles mögliche einfallen lassen und Alle sind immer wieder an derselben Sache gescheitert.

Es sind die Superreichen, die nach ein paar Jahrzehnten und nachdem Alles wieder vergessen war, anfingen Politiker zu kaufen, diese mit entsprechender Rethorik versorgten, Krisen schufen und die besten Regeln und Gesetze die sowas verhindert haben wieder abschafften.

Wie kann man verhindern, dass Geld wieder Einfluss darauf nimmt das Reiche wieder immer mehr und mehr verdienen können?

Diese Bankster schrecken vor nichts zurück, auch nicht vor Lügen, Intrigen, Betrug, Erpressung, Korruption, Mord und Massenmord, wenn es um ihre Interessen geht.

Am Beispiel der Gründung der Bank von England, der französichen Zentralbank und dem US-Bankenwesen (bereits bevor Lincoln ermordet wurde) kann man das Vorgehen der Bankster gut nachvollziehen. Ein Land ohne 'ihr System', das sie in ihrer Hand halten, durfte es niemals geben.

Die Typen saßen schon in der US-Politik als die Verfassung der Vereinigten Staaten beschlossen wurde und sabotierten die Ideen von Benjamin Franklin und Thomas Jefferson. Lincolns Greenback-Gesetz war Gift für ihre Pläne. So wurde dieses Gesetz sofort nach seiner Ermordung zurückgenommen, genau wie Kennedys Executive Order EO 11110 und seine mit Silber gedeckten Dollars.

otix_
27.09.2008, 20:16
Schau dir die letzten 2000 Jahre an. Da hat es dieselbe Situation immer und immer wieder gegeben. Es gab verschiedene Lösungsansätze, immer wieder gute Regeln, Schuldenerlasse etc.

Unsere Vorfahren haben sich alles mögliche einfallen lassen und Alle sind immer wieder an derselben Sache gescheitert.


Die Situation ist schon eine andere, denke ich, denn wir können nicht mehr ausweichen in fremde Länder wo Lebensbedingungen evtl. bessere sind, der Boden fruchtbar und der Erntertrag uns ernähren kann.

Die Welt ist klein geworden.
Wir sind auf Gedei und Verderb von einander abhängig und das alte Spiel alle gegeneinander auszuspielen funktioniert nicht mehr - wie in ehemaligem konkurrierenden Nationaldenken. Da muss sich die Politik zukünftig etwas besseres einfallen lassen.

Das Leben ist nicht wie es ist, wie uns Kurt Beck weis machen wollte, das gilt nicht mehr. Das eigene Leben ist nun so, wie es andere gestalten.
Vor einigen hundert Jahren noch, hätte man auswandern können, ein freies Feld zum Acker gemacht und sein Glück versucht.
Da konnte man noch von Eigenverantwortung sprechen und "jeder ist seines Glückes Schmied".

Und das wirft eine Schuldfrage bzw. die Frage der Verantwortung für das eigene Leben auf.
Denn wenn Rahmenbedingungen erschaffen werden, von anderen, die den eigenen Handlungsspielraum soweit eingrenzen, das eine Verbesserung der Situation nicht in Aussicht ist, wessen Schuld ist das dann!?
...

Turandot
27.09.2008, 21:31
Gut gesagt, otix!

Britta
27.09.2008, 23:03
Die Situation ist schon eine andere, denke ich, denn wir können nicht mehr ausweichen in fremde Länder wo Lebensbedingungen evtl. bessere sind, der Boden fruchtbar und der Erntertrag uns ernähren kann.

Die Welt ist klein geworden.
Wir sind auf Gedei und Verderb von einander abhängig und das alte Spiel alle gegeneinander auszuspielen funktioniert nicht mehr - wie in ehemaligem konkurrierenden Nationaldenken. Da muss sich die Politik zukünftig etwas besseres einfallen lassen.

Das Leben ist nicht wie es ist, wie uns Kurt Beck weis machen wollte, das gilt nicht mehr. Das eigene Leben ist nun so, wie es andere gestalten.
Vor einigen hundert Jahren noch, hätte man auswandern können, ein freies Feld zum Acker gemacht und sein Glück versucht.
Da konnte man noch von Eigenverantwortung sprechen und "jeder ist seines Glückes Schmied".

Und das wirft eine Schuldfrage bzw. die Frage der Verantwortung für das eigene Leben auf.
Denn wenn Rahmenbedingungen erschaffen werden, von anderen, die den eigenen Handlungsspielraum soweit eingrenzen, das eine Verbesserung der Situation nicht in Aussicht ist, wessen Schuld ist das dann!?
...

In welche Länder konnte denn die Bevölkerung von vor 2000 Jahren ausweichen? Diese Vorstellung ist eine Illusion. Die Welt war damals noch viel kleiner und es gab keine Flugzeuge mit denen man schnell in ein anderes Land ausweichen konnte. Die Leute waren noch viel bodendständiger. Die Wenigsten gingen in ein anderes Land, die Herrscher fanden eine Lösung für diejenigen, die blieben.

Geld ist eine reine Erfindung die zweckentfremdet wurde. Es wurde von Menschen geschaffen und die Regeln wurden von Menschen gemacht. Regeln kann man ändern wenn die Situation es erfordert.

Ein totaler Zusammenbruch des Weltfinanzsystems ist auch die Chance auf einen neuen Anfang, der wieder mal so lange gut geht, bis die Reichsten die Regeln wieder zu ihrem Vorteil ändern. Unsere Sorge muß also lauten: Wie machen wir Regeln, die nicht mehr geändert werden können? Oder wäre ein System ohne Geld besser?

Dieses voneinander abhängig sein war eine Erfindung des 'Club of Rome'. Angeblich könnten damit Kriege vermieden werden. Zum Glück kommt die Katastrophe noch bevor wir endgültig so weit sind.

Um der Umwelt was Gutes zu tun sollte man sowieso von diesem Gedanken schnellstmöglich weg und auf kleine, autarke Gemeinden umstellen.

Turandot
28.09.2008, 11:29
In welche Länder konnte denn die Bevölkerung von vor 2000 Jahren ausweichen? Diese Vorstellung ist eine Illusion. Die Welt war damals noch viel kleiner und es gab keine Flugzeuge mit denen man schnell in ein anderes Land ausweichen konnte. Die Leute waren noch viel bodendständiger. Die Wenigsten gingen in ein anderes Land, die Herrscher fanden eine Lösung für diejenigen, die blieben.



Es gab einfach viel weniger Menschen:

http://www.mittelalter.uni-tuebingen.de/?q=personen/widder/ws9900/tabelle.htm

Alles war viel regionaler organisiert, eben auch wegen der damals nicht existierenden Technik. Und man hatte mehr Spielraum, Siedlungen zu gründen. Heute weiß man ja nicht mal, ob es erlaubt ist, irgendwo ein Zelt aufzustellen.

Was aber nicht heißt, dass ich mich ins Mittelalter wünsche - besonders um das 14JH herum war es unangenehm - siehe der Fall in den Bevölkerungszahlen.

Spökes
28.09.2008, 13:10
So, es geht um ein Wunschkonzert anstatt um nötige strukturelle Anpassungen, sagen wir einmal, mangels Masse.

Platz, denke ich, ist genug vorhanden. Nur, für was? Will man etwas, kann man sich drauf vorbereiten. Muss man etwas, ist es oft vergebene Liebesmühe. Das wirkt sich bestimmt auf die Bevölkerungszahlen aus.

Die Welt kann schon schlagartig wieder "riesig" werden. Flucht läuft doch letztlich zu Fuß ab: Der Hungernde wird sich kein Ticket kaufen, der Soldat läßt uns keinen Sprit und die Natur versperrt uns den Weg.

Britta
28.09.2008, 14:31
Es gab einfach viel weniger Menschen:

http://www.mittelalter.uni-tuebingen.de/?q=personen/widder/ws9900/tabelle.htm

Alles war viel regionaler organisiert, eben auch wegen der damals nicht existierenden Technik. Und man hatte mehr Spielraum, Siedlungen zu gründen. Heute weiß man ja nicht mal, ob es erlaubt ist, irgendwo ein Zelt aufzustellen.

Was aber nicht heißt, dass ich mich ins Mittelalter wünsche - besonders um das 14JH herum war es unangenehm - siehe der Fall in den Bevölkerungszahlen.

Ja, es gab weniger Menschen - aber die Probleme waren dieselben. Es macht keinen Unterschied ob es ein Ausweich-Land gibt oder weniger Menschen.

Wer kann sich denn vorstellen wie es dazu kam, dass der Papst den Christen verboten hatte, mit Geldverleihen Geschäfte zu machen und die Geldverleiher und damit die ersten Banker alle Juden waren?

Vielleicht bekommt manch einer jetzt eine Vorstellung davon und wer in der Geschichte nachstöbert, wird mit Sicherheit eine ähnliche Krise wie die jetzige als Ursache ausmachen können. Selbst bei den Pharaonen gibt es eine solche Geschichte.

Auch das islamische Banken keine Wucherzinsen nehmen und als Sicherheit lediglich das mit dem geliehenen Geld angeschaffte genügen muß, hat seinen Ursprung in solch einer Krise. Die Menschen damals machten es zur Sache der Religion, so wichtig war es ihnen, nicht zu vergessen wohin es führt, wenn man mit Geld Geld verdient.

Leider hat die Gier immer wieder gewonnen und die Ereignisse wurden den Menschen vergessen gemacht.

Interessant wie schnell man innerhalb von 3 Generationen vergessen kann...

Britta
28.09.2008, 14:34
So, es geht um ein Wunschkonzert anstatt um nötige strukturelle Anpassungen, sagen wir einmal, mangels Masse.

Platz, denke ich, ist genug vorhanden. Nur, für was? Will man etwas, kann man sich drauf vorbereiten. Muss man etwas, ist es oft vergebene Liebesmühe. Das wirkt sich bestimmt auf die Bevölkerungszahlen aus.

Die Welt kann schon schlagartig wieder "riesig" werden. Flucht läuft doch letztlich zu Fuß ab: Der Hungernde wird sich kein Ticket kaufen, der Soldat läßt uns keinen Sprit und die Natur versperrt uns den Weg.

Strukturelle Anpassungen? Wie lange würde es da dauern, bis wir wieder am selben Punkt der Krise angekommen sind? 5 Jahre oder 10 Jahre?

Wir brauchen eine dauerhafte, nicht zu untergrabende Regelung.

Sobald ein System es auch nur einem Menschen möglich macht, so viel Reichtum anzuhäufen, wird es zu solch einer Krise kommen. Ich finde, schon da müßte man ansetzen um eine gerechte Welt mit Chancengleichheit zu erhalten.

Spökes
28.09.2008, 17:39
Strukturelle Anpassungen? Wie lange würde es da dauern, bis wir wieder am selben Punkt der Krise angekommen sind? 5 Jahre oder 10 Jahre?

Darüber habe ich mir noch keine Gedanken gemacht, da dies für mich nur eine Option darstellt, von der ich mir selber nicht vorstellen kann, dass wir in der Frage zu einem nötigen gesamtgesellschaftlichen Schluss kommen. Unter dessen Vorgabe hätte das vermutlich bestand. Man sieht es an der wahnsinns Inflation in Zimbabwe. So hoch, also wäre man dabei, Geld bei lebendigem Leib zu verbrennen, um damit den Teufel zu vertreiben.Trotzdem sind die ob jahrzehnterlanger Anfeindung immer noch nicht untergegangen. Scheinbar kann man mit den üblichen Mechanismen die dortige Struktur nicht wirklich aushebeln.

Wir brauchen eine dauerhafte, nicht zu untergrabende Regelung.
Wie heißt es so schön im dem alten Arbeiterlied:

...dann steigt aus den Trümmern der alten Gesellschaft die...(Paradies:irre:)

aNK7biw9r5c

Da muss man glaube ich nehmen, was man bekommen/kriegen kann. Woher soll unter dem Aspekt der freien Entfaltung der Produktivkräfte die Bestandsgarantie kommen. Schon alleine der übliche "Klüngel" wäre gefährdend.

Sobald ein System es auch nur einem Menschen möglich macht, so viel Reichtum anzuhäufen, wird es zu solch einer Krise kommen. Ich finde, schon da müßte man ansetzen um eine gerechte Welt mit Chancengleichheit zu erhalten.
Wenn man sich für seinen Reichtum nichts mehr leisten kann macht es keinen Sinn mehr, reich werden zu wollen.

Starfix
30.09.2008, 00:19
Hallo Alle User
Das ist mein erster Beeitrag in diesen Forum!

Zum Thema
Die Sache ist gelaufen das Kind ist in den Brunnen gefallen!
Der US-Rettungsplan ist gescheitert der Dow Jones bricht ein und zieht alle anderen Börsen Global mit ins Finanzloch.

Wir stehen nun vor gewaltigen veränderungen und ich fürchte das wir Armut Gewalt und Krieg erleben werden:traurig:

Britta
30.09.2008, 06:26
Hallo Alle User
Das ist mein erster Beeitrag in diesen Forum!

Zum Thema
Die Sache ist gelaufen das Kind ist in den Brunnen gefallen!
Der US-Rettungsplan ist gescheitert der Dow Jones bricht ein und zieht alle anderen Börsen Global mit ins Finanzloch.

Wir stehen nun vor gewaltigen veränderungen und ich fürchte das wir Armut Gewalt und Krieg erleben werden:traurig:

Hallo Starfix,

herzlich willkommen.

Du meinst also, wir bekommen in dieser Krise eine Bush Lösung?

Es könnte auch sein, dass hier eine Ära zuende geht und die Politiker endlich begreifen, dass jeder gegen jeden uns nicht weiterbringt.

Vielleicht siegt ja endlich mal das Gute.

Starfix
30.09.2008, 08:25
Hallo Starfix,

herzlich willkommen.

Du meinst also, wir bekommen in dieser Krise eine Bush Lösung?

Es könnte auch sein, dass hier eine Ära zuende geht und die Politiker endlich begreifen, dass jeder gegen jeden uns nicht weiterbringt.

Vielleicht siegt ja endlich mal das Gute.

Hallo Britta
Es gibt auch gute die Chance für eine neue Gesellschaftsordnung, aber bis dahin ist es noch ein langer Weg des Leidens. Und es könnte sein das wir dann als Schurkenstaat entlarvt werden. Die Kapitalisten wollen ihre Sklaven nicht verliere und werde alles tun um ihre macht zu erhalten.

Michael Moore schrieb mal das jede Firma, jedes Projekt das G.W. Bush angepackt hat in eine Pleite geendet ist, auch wenn er selbst nicht immer Schuld ist. Der Mann Ist ein Garant für Misserfolg:rolleyes2:

Immer wenn es Solche Krisen kam, gab es danach Armut Hunger und Krieg.

Starfix
30.09.2008, 08:39
Es gab einfach viel weniger Menschen:

http://www.mittelalter.uni-tuebingen.de/?q=personen/widder/ws9900/tabelle.htm

Alles war viel regionaler organisiert, eben auch wegen der damals nicht existierenden Technik. Und man hatte mehr Spielraum, Siedlungen zu gründen. Heute weiß man ja nicht mal, ob es erlaubt ist, irgendwo ein Zelt aufzustellen.

Was aber nicht heißt, dass ich mich ins Mittelalter wünsche - besonders um das 14JH herum war es unangenehm - siehe der Fall in den Bevölkerungszahlen.


Man muss nicht ins Mittelalter zurück aber in einer Gesellschaft nach dem Industrie Informationszeitalter. Eine Möglichst Autarke Subsistenzwirtschaft wäre die Lösung. Man greift auf sämtliche Errungenschaften der letzten 500 Jahre zurück. Man Betreibt Ackerbau und Viehzucht ohne Maschinen. Es gibt heute schon einige Projekte. Aber das wird auf Dauer auch nicht für alle erstrebenswert sein, und nicht jeden gefallen. Aber für den Anfang könnte das viele vor Armut und Hunger schützen. Einige Menschen werden gerne so leben wollen und auch dabei bleiben.

wafi
30.09.2008, 08:59
erstmal moin Starfix und viel Spatz hier

ne neue Gesellschaftsordnung ... hm ... hört sich nett an, nur wie soll die aussehen? Meine Befürchtung ist simpel, daß eben die Sozialisten meinen, irgendwann wieder "stark" genug zu sein um einen neuen Marx geprägten Sozialismus spielen zu können. Ist simpel nix anderes, als was wir jetzt haben, irgendwelche Hirnis meinen bestimmen zu können, wie denn Menschlein so zu leben hat, weil sie irgendwie schlauer, schöner, besser, gebildeter oder was weiß ich nicht sind und daraus ne Vorherrschaft ableiten. Diese Sache würde, halt mit anderen Nasen, genauso enden, wie die derzeitige Ordnung. Denke ich an z.B. Wagenknecht, dann gefällt diese Nase zwar ... aber irgendwie kommt die Assoziation zu Mirakulix der über Klopetra sagte "hübsche Nase, aber mieser Charakter" :o
Insofern, schließ ich mich Hellmann in dem Punkt absolut an.

Gruß
Peter

Spökes
30.09.2008, 09:07
Wenn wir auch mit der Armut gut leben könnten, wie aktuell viele Millionen Menschen, so leider nicht mit dem Hunger und dem Durst.
Schließlich brächte uns die "Armut" andere, verschüttete Werte zurück, wie z. B. ein klares Phirnament. Dann könnten wir auch alle im Raum stehenden Informationen wieder erfassen, die mir durch "light-polution" gezielt unterdrückt werden. Was das Thema Hunger angeht, weise ich bereits seit Anfang des Jahres darauf hin, dass man dies beschränken kann, wenn man beginnt, seinen Rassen in einen Nutzgarten umzuwandeln. Außer Inanna hat solches Vorgehen vermutlich niemand ernsthaft in Erwägung gezogen: Strom kommt halt aus der Steckdose und Lebensmittel aus dem Supermarkt! Eben, wenn alles gut läuft aber ansonsten gibt es ja noch Lebensmittelkarten. Bei uns im Kreis wurde die aktuelle Funktionalität des Lebensmittelkartensystemes bereits Anfang Mai einer Prüfung auf Herz und Nieren unterzogen. Niemand schenkte dem weiter Beachtung den: Et is noch emmer jut jejangen! Immerhin gibt es seit zwei Monaten hier im Ort eine "Kleingartenbewegung" gespeißt aus Leuten der umliegenden Wohnblöcke. Zumindest haben die die Initiativschwelle erreicht. Mehr wird wohl nicht mehr zu erreichen sein. Man weiß halt über "Sodom & Gomorrah" und schaut dennoch stetig zurück. Es ist aber auch wirklich ein zuckersüßes Leben (gewesen). Jetzt werde ich mir erst einmal den Betrieb in unseren örtlichen Banken anschauen. Gestern gab es ja genug "Sondersendungen".

Starfix
30.09.2008, 09:23
erstmal moin Starfix und viel Spatz hier

ne neue Gesellschaftsordnung ... hm ... hört sich nett an, nur wie soll die aussehen? Meine Befürchtung ist simpel, daß eben die Sozialisten meinen, irgendwann wieder "stark" genug zu sein um einen neuen Marx geprägten Sozialismus spielen zu können. Ist simpel nix anderes, als was wir jetzt haben, irgendwelche Hirnis meinen bestimmen zu können, wie denn Menschlein so zu leben hat, weil sie irgendwie schlauer, schöner, besser, gebildeter oder was weiß ich nicht sind und daraus ne Vorherrschaft ableiten. Diese Sache würde, halt mit anderen Nasen, genauso enden, wie die derzeitige Ordnung. Denke ich an z.B. Wagenknecht, dann gefällt diese Nase zwar ... aber irgendwie kommt die Assoziation zu Mirakulix der über Klopetra sagte "hübsche Nase, aber mieser Charakter" :o
Insofern, schließ ich mich Hellmann in dem Punkt absolut an.

Gruß
Peter


Mit einen neuen Marx geprägten Sozialismus kann man leben so lange es nicht irgend ein Lenin oder Stalin auf der Matte steht.
Aber ob das erstrebenswert ist kann und möchte ich nicht beurteilen.

Ich wünsche mir eine liberale Humanen Gesellschaft mit einer Hybridwirtschaft mit Freigeld und Bodenreform.

wafi
30.09.2008, 09:24
Spökes
du irrst ... min Fru hat sich tatsächlich ernsthaft damit beschäftigt das Stückchen Rasen in nen Nutzgarten umzuwandeln. Scheitert derzeit an mir, weil die Arbeit hätte ich, kann sie aber nicht leisten. Schwiegervaddern hatte seinen Nutzgarten drastisch zurück gebaut ... wird jetzt wieder erweitert. Nutzt allerdings weder meiner Frau noch uns was, weil Entfernung zu groß.
Ansonsten machst du in deiner Argumentation nen gedanklichen Fehler ... wenn du heute Konsum einschränkst um die Kohle zu sparen, wirst du nichts erreichen, sondern dich irgendwann maßlos ärgern, daß du die Kohle gespart hast, dummerweise ist sie nur nix mehr wert. Was man jetzt überlegen kann, ob man nicht simpel von der jetzt Kohle nen Stück Land kauft oder langfristig pachtet, die Kohle in was weiß ich Gold o.ä. jetzt umzuwandeln, halte ich für viel zu spät und wird nicht wirklich was bringen.

Gruß
Peter

Starfix
30.09.2008, 09:31
Wenn wir auch mit der Armut gut leben könnten, wie aktuell viele Millionen Menschen, so leider nicht mit dem Hunger und dem Durst.
Schließlich brächte uns die "Armut" andere, verschüttete Werte zurück, wie z. B. ein klares Phirnament. Dann könnten wir auch alle im Raum stehenden Informationen wieder erfassen, die mir durch "light-polution" gezielt unterdrückt werden. Was das Thema Hunger angeht, weise ich bereits seit Anfang des Jahres darauf hin, dass man dies beschränken kann, wenn man beginnt, seinen Rassen in einen Nutzgarten umzuwandeln. Außer Inanna hat solches Vorgehen vermutlich niemand ernsthaft in Erwägung gezogen: Strom kommt halt aus der Steckdose und Lebensmittel aus dem Supermarkt! Eben, wenn alles gut läuft aber ansonsten gibt es ja noch Lebensmittelkarten. Bei uns im Kreis wurde die aktuelle Funktionalität des Lebensmittelkartensystemes bereits Anfang Mai einer Prüfung auf Herz und Nieren unterzogen. Niemand schenkte dem weiter Beachtung den: Et is noch emmer jut jejangen! Immerhin gibt es seit zwei Monaten hier im Ort eine "Kleingartenbewegung" gespeißt aus Leuten der umliegenden Wohnblöcke. Zumindest haben die die Initiativschwelle erreicht. Mehr wird wohl nicht mehr zu erreichen sein. Man weiß halt über "Sodom & Gomorrah" und schaut dennoch stetig zurück. Es ist aber auch wirklich ein zuckersüßes Leben (gewesen). Jetzt werde ich mir erst einmal den Betrieb in unseren örtlichen Banken anschauen. Gestern gab es ja genug "Sondersendungen".



Wenn die Rohstoff zufuhr zusammenbricht, wird hier auch die Kühlkette zusammenbrechen, die ganze Logistik der Straßenverkehr wird zum erliegen kommen die Kraftwerke werden abgeschaltet. Das ist ein düsteres Szenario das sich heute kaum jemand Ausmalen kann und möchte.

Ich habe einen Kleingarten gepachtet und dort baue ich mehr Gemüse an als die meisten Kleingärtner an.
Trotzdem reicht das bei weiten nicht aus, man Braucht schon für eine Vierköpfig Familie 1000m² und noch mal eine menge mehr um sich finanzieren zu können, Kleidung und andere Dinge zu bauen.

Starfix
30.09.2008, 09:38
Spökes
du irrst ... min Fru hat sich tatsächlich ernsthaft damit beschäftigt das Stückchen Rasen in nen Nutzgarten umzuwandeln. Scheitert derzeit an mir, weil die Arbeit hätte ich, kann sie aber nicht leisten. Schwiegervaddern hatte seinen Nutzgarten drastisch zurück gebaut ... wird jetzt wieder erweitert. Nutzt allerdings weder meiner Frau noch uns was, weil Entfernung zu groß.
Ansonsten machst du in deiner Argumentation nen gedanklichen Fehler ... wenn du heute Konsum einschränkst um die Kohle zu sparen, wirst du nichts erreichen, sondern dich irgendwann maßlos ärgern, daß du die Kohle gespart hast, dummerweise ist sie nur nix mehr wert. Was man jetzt überlegen kann, ob man nicht simpel von der jetzt Kohle nen Stück Land kauft oder langfristig pachtet, die Kohle in was weiß ich Gold o.ä. jetzt umzuwandeln, halte ich für viel zu spät und wird nicht wirklich was bringen.

Gruß
Peter


Richtig, man sollte sich Land Kaufen so lange man es noch kann! aber alleine ist das nicht das Ware und wird verdammt schwer, als Selbständiger Selbstversorger wird man es zu schwer haben da sind wir zu verwöhnt.
Es kann nur in einer Gemeinschaft Funktionieren eben mit einer Subsistenzwirtschaft die aber viele Freiräume Freilässt. Es aber geht auch nicht mit einen Haufen Leute auf einen Bauernhof zu ziehen, das scheitert an den zwischen Menschlichen beziehungen. Es sollte eher so sein wie ein Kleingarten xxl, größere Hütten und jeder hat sein Grundstück von 1200m².
Ansonsten gibt es noch gemeinsame Land und Forstwirtschaft.

wafi
30.09.2008, 09:59
Starfix

stimme dir absolut zu. Das Problem ist nur simpel, daß es derzeit nicht funktioniert eine alternative Wirtschaft aufzubauen und anzukurbeln. Abgesehen davon, Grünzeug ist nicht mein Ding, da steig ich dann eher auf Aal, Scholle usw. um. Boote mit Segeln sind eh vorhanden, der Rest kein wirkliches Problem :D ... außer Sohnemann, der mag keinen Fisch ... aber dafür hat er sich ne Freundin mit Biohof zugelegt :kopfkratz: garnicht doof der Kleine :D

Ich hab nen Traum ... der ist eigentlich ganz einfach, man fasse diverse Inschenöre zusammen, arbeite zusammen, teile die Kohle und gut ist. So ne Art Genossenschaft. Würde Spaß machen, denn man könnte auch in andere Ing Bereiche reinschnuppern, könnte nen internes Sozialsystem aufbauen usw usw .... NUR ... will keiner. Zumindest hab ich`s über nen Jahr probiert für so ne Idee Leute zu begeistern. Zuviele wenn`s und aber`s ...

Gruß
Peter

Spökes
30.09.2008, 11:01
Das wir uns auf dem Weg, der von mir seit Jahrzehnten beschritten wird, nicht umfassend selbst versorgen können, ist mir auch gewiss. Auch sind die benötigten Flächen nicht die kleinsten - 1000 m² sind da schon ins Auge zu fassen und natürlich zu bearbeiten. Das alleine ist für viele Entwöhnte schon eine immense Herausforderung, denen viele einfach nicht mehr genügen können. Hierbei noch lange über einen Landtausch in herkömmlicher Form nachzudenken ist müssig, da die unter einem durchaus möglichen Zusammenbruch des Wirtschaftssystems (Just in Time) am meisten Leidenden dazu eh kein Geld haben.

Nun, wenn auch eine alles umfassende Selbstversorgung nicht zu gewährleisten ist - noch gibt es ja vorhandene Substanz - so würde ein konkreter Einschlag in diese Richtung die ärgste Not ein wenig lindern. Damit können wir uns die Ruhe erschleichen, den weiteren gemeinsamen Weg zu definieren.

Natürlich gibt es noch ein paar Frauen, die so etwas mal versuchen und vor allen Dingen Schwiegerväter, die ja vermutlich schon mal richtig schlechte Zeiten erlebt haben und wissen, wie man da durch kommt - eben so wie alle Menschen auf der Welt. Die Massenbewegung, die nebenbei unsere Agrarproduktion zu Änderungen ihrer Produktionsweise zwingen würde, blieb leider oder Gott sei dank, aus.

Warum sollte uns also ein "Leitersturz", wobei wir im Weltmaßstab ziemlich hochgeklettert wurden, nicht ereilen. Wir sind doch keine Insel.

Bei den Banken war es so ruhig dass ich ausschließe, heute Monatsende zu haben.